a X « *1 #» n * s 9 9 0 3*strt c, 7 -o vy Ö’Cf' O A5" " S »er5 9 c •>Vä- Nr. 131 Die heutige Nummer umfaßt 16 Seilen. und Infolge des und Verkehr Sitzung ab. Streikausschrertungeu. Streiks bei der Zementfabrik Pommer bet innerpolitischen Lage ist für das Kabinett umso unangenehmer, als man augenblicklich auch mit Ungarn in biwgetrechtlichcn Fragen, speziell in der Angelegenheit der'Offiziersgehälter, einen schweren Strauß auszufech^n hat, der leicht mit einer österreichischen Ministerkrisis endigen kann. wurden Patrouillen in die Stadt gesandt, die die Straßen säuberten und nach einer Viertelstunde war die Stadt volle kommen ruhig. Bei der gestern nachmittag abgehaltenen Versammlung der ausständigen Zementarbeiter wurde fein- Einigung erzielt. Die Verhandlungen werden fortgesetzt. PoUtrfche Tagesschau Ter Bundesrat Ausland. Der Pariser Kasatlonshof verwarf die Berufung des Schiffsfähnrichs Ullino. Zum norive gischen Gesandten in London wurde der bisherige Legationssekretär der norwegischen Ge- sandschaft in London, Irgens, ernannt. Em sehr ernstes Gefecht hatten die japanischen Truppen, die zum Schlitze der friedlichen Einwohner in Korea liegen, mit koreanischen Insurgenten am 19. Mai in der Provinz Osgela, wobei 25 Insurgenten fielen, während der Verlust der Japaner 5 Tote und 8 Verwundete betrug. Ein Telegramm aus Shanghai meldet, daß die Boykottbewegung gegen japanische Produkte in Südchina immer größere Ausdehnung gewinnt. Es hei-ßtz die japanische Regierung habe den Organisatoren der Bewegung das Angebot gemacht, diejenige Summe, die für die Beschlagnahuie de§ Tatsu Marn an Japan aiisbezahlt wurde in Form von Geschenken zurück zu erstatten. Die Unruhen in Cleoeland dauern fort. Gestern wurden wieder mehrere Straßenbahnwagen durch Dynamit zerstört, zehn Personen wurden verletzt. In der Nähe von New-Pork wurde eine neue Eisenbahnbrücke in die Luft gesprengt, weil sie durch Arbeiter hergestellt war, die nicht zu den Gewerkschaften gehören. Der persisch-russische Grenzkonflikt ist in ein ernstes Stadium getreten. Vorgestern hatte Iswolski beim Zaren eine längere Audienz. In der darauf folgenden Unterredung Iswolski mit dem persischen Geschäftsträger erklärte der Minister, daß Rußland mit dem Aufschub der Antwort Persiens auf das russische Ultimatum nicht einverstanden sei. Iswolski machte die Entscheidung von dem Stadthalter des Kaukasus abhängig. Steinen beworfen, sodaß sie von der Waffe Gebrauch machten. Hierbei wurden einige Personen verletzt und auch einige Gendarmen und Polizeibeamte wurden dlirch Steinwürfe kampfunfähig gemacht. Den 285 Streikenden hatten sich Radaiilustige angeschlossen, und der Aufruhr wurde so groß, daß der Magistrat schließlich Militär requirierte. Als aus Greifswald zwei Kompagnien vom 3. Bataillon des 42. Infanterie-Regiments ankamen, wurden sie auf dem Bahnhof mit Johlen begrüßt. Der Hauptmann forderte die Menge auf, auseinander zu gehen, und als die Aufforderung keinen Erfolg hatte, sah ec sich genötigt, die Seitengewehre auf- pflanzen zu lassen und die Menge zurückzutceiben; hierbei wurden einige Personen, jedoch keine schwer verletzt. Tann antrag aussprachen. . t Karlsruhe ist in dieser Woche loicber einer jener Sensationsprozesse zu ®nbe gegtmgen, iSnb? lieget letzten Zeit mehr als genug gegeben hat. D e SU^runbe: iicgawc Beleidigungsastare und das Urteil kmunck für uns ..... nicht in Betracht, was aber aus ba» -n rrittneren W, tzas ist die Art und Weise, wie bieser Prozeß vor Verieyr ge führt worden U. Aus dem Hundertsten kam man m ^msendste, tagelang drehte sich die Vernehmung um PiMttc, dre nur m höchst lockerem Zusammenhänge nut derzur Verhandlung stehen den Frage standen, so baß der Verteidiger ^^nserte ng mit Unrecht behaupten konnten, bau ganze Vorgehen niaaje ix? Eindruck, als wolle man die Gelegenheunsere aufnahmeversahren burchzufetzen. ES lst bedauertach, d ß > gerichtlichen Bestimmungen etwas derartiges sulass> , ja auch bei anderen Sensationsprozessen der 'ängsten Zeitsich als ein bebauerlicher Mangel herausgeMlt hat. unbedinat stehenden Reform unseres Prozeßwesens^ inulj g'“1™ Wandel aeschaffen und müssen Maßnahmen getrofsen iveroen, Mfeb£X Vorgänge fil für allemal unmöglich machen. Auch Oesterreich ljat wieder einmal lem Kreuz zu tragen An den Universitäten von Graz und^nnsbrua ist es «u jch-kim 3uivies auf deutsche Künstler wie Haendel unb Holbein hin, die von England herzlich ausgenommen worben seien. Oberbürgermeister Adickes-Fran'kfurt a. M. toastete ans Londons stäbtische Einrichtungen und hob hervor, daß London so überwältigend sei, wie sein Willkommen. Deutschland und England ;cien so eng mit einander verbunden, daß es unmöglich sei, anzunehmen, daß sie Feinde sein könnten. Lord Frtz mau r i ce brachte den Toast aus den Lordmayor aus und gab seiner Be- irieöigung über den Besuch der süddeutschen Bürgermeister Ausdruck,' der dem auswärtigen Amt sehr angenehm sei, da dieses em gutes Einvernehmen zwischen Deutschland und England sehr wünsche. Ter Lordmayor antivortele, wenn etwas dem Frieden zwischen den beiden Böltern zu dienen vermöge, so sei dies der gesunde Sinn der beiden Völker, der jeder Eventualität zu begegnen imstande sei._____________________________. Deutsches Reich. Der Kaiser traf gestern Mittag 12% Uhr in Prökel- witz ein. Die Kaiserin unb Prinzessin Viktoria Luise werben wahrscheinlich schon Ende Juni auf Schloß Wilhelmshöhe zum Sommeraufenhalt eintreffen. Unter staatssekretär v. Lindequist wird seine Informationsreise nach Ostafrika Mitte August antreten, nachdem das Reichskolonialamt die Etatsardeiten für den nächstjährigen Etat vollendet haben wird. Der Unterstaatssekretär wird sich längere Zeit im Usambaragebiet aufhalten. Die Schutztruppe von Südivestafrika wird i;n Laufe des Sommers noch mehr vermindert werden. So sollen im Juni und Oktober Heimtransporte abgehen, nachdem im August ein Ablösungstransport die Ausreise angetreten hat. Im Oktober dürste die Schutztruppe gegen den heutigen Stand um 800 Köpfe vermindert fein. Die Reichstagsersatzwahl im Kreise Colm ar- Czarnikau-Fllehne ist auf den 30. Juni festgesetzt worden. Die Wahlmänner wählen, für das Herzogtum Coburg lassen die rein bürgerliche Zusammensetzung des künftigen Landtages als gesichert erscheinen. Einer der b e k a n u t e st e n F ü h r e r o e r b a y r i s ch e n Armee, General von Mussinan, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Ei» neuer Dreibund. Am Montag tritt Präsident Falliöres seine Reise nach London an, wo er klls Gast oes Königs Eduard einige Tage weilen luirb und der Minister des Aeußeren, Pichon, wird sich voraussichtlich in seiner Begleitung befinden. Es ist ersichlli >, daß es sich bei diesem Besuche nicht um einen bloßen Hösuchlciisakt handelt, unb daß die Reise nicht lediglich anläßlich der Londoner französischen Ausstellung erfolgt. Zweifellos dürfte bie Politik bei bieser Begegnung mehr denn je ein wichtiges Wort mitsprechen, Aumal sie den Ausdruck der bestehenden'herzlichen Entente zwischen Frankreich und England bildet. Anscheinend will man diese Be- -ziehungen noch enger knüpfen, auch auf wirtschaftlichem Gebiete, denn vor einiger Zeit weilte der französische Handelsminister an bet Themse unb traf dort die Vorbereitungen für den Abschluß eines englisch-französischen Handelsvertrages, der vielleicht schneller zur Durchführung kommen wird, als der neue englisch- deutsche, nachdem man sich bei uns bereits wiederholt mit einem Provisorium begnügen mußte. Außerdem darf nicht vergessen werden, daß der französisck-e Premierminister Clemeneeau selbst unter dem Vorwande, Campbell-Bannerman die letzte Ehre zu cnueiien, sich einige Zeit in London aufgehalten bat, wo er mit den maßgebenden Stellen Fühlung nahm und Längere eingehende Besprechungen gehabt haben soll. Alles deutet alfo daraus hin, daß man bemüht zu sein scheint, das Band noch enger zu verknüpfen. Unter diesem Gesichtswinkel muß es die größte Beachtung sinden, daß König Eduard unmittelbar nach der Abreise Fallißres sich zu einer Begegnung mit dem Zaren einschifsen wird, und daß berells die Sonbvncr Blätter nicht mübe werden, den: Besuche Eduards am Zareichofe hohe Polltische Bedeutung beizulegen, indem man durchblicken läßt, daß wichtige Vereinbarungen zu eriöarten feien; wie viel wahres daran ist, läßt sich natürlich von dem Außenstehenden schwer beurteilen, immerhin läßt sich die Absicht Englands nicht von der Hand weisen, mit Rußland in ein ähnliches Verhältnis zu treten, wie mit Frankreich. Es ist zur Genüge bekannt, daß man an der Newa trotz der jüngsten Uebereinkommen für die Engländer nicht besonders viel übrig hat unb „nur der Not gehorchen!), nicht dem eigenen Triebe" sich genähert hat. Man weiß, ein wie geschickter Diplomat König Eduard ist und daß es ihm vielleicht nicht allzu schwer fallen durste, den äußeren Einflüssen leicht Kugänglichen Zaren in ein cmbeves Fahrwasser zu lenken. Diese Richtung Der englischen Politik, die sicherlich bei der Londoner Begegnung zur Erörierung gelangen dürste, kann an der Seine nur angenehm berühren, da der Zweibund in den letzten Jahren eine ganz bebenkliche Lockerung erfahren hat. Die Reise König Ebuards dürste daher angesichiS der guten englisch-französischen Beziehungen auch zu einer Festigung des Zweibundes beitragen, und es ist wohl nicht von ungefähr, wenn man bereits letzt davon spricht, daß der Zar im Herbste Frankreich einen mehrtägigen Besuch abstatten wolle. Man sieht in allen diesen Begegnungen ziemlich deutlich einen zusammenhängenden Faden, unb es läge durchaus nicht außerhalb des Bereiches der Möglichkeit, wenn, unb barauf lassen bte geheimnisvollen Andeutungen der Londoner und auch der Pariser Presse raten — die Absicht bestände, einen neuen aus England, Frankreich und Rußland bestehenden Dreibund zu fchaffen, wenn auch nicht auf Grund ähnllcl-er Verträge, wie bei dem aus Deutschland, Oesterreich unb Italien bestehenden Dreivuiide, aber doch auf Grunb geheimer Abmachungen, bie benfefben Zloeck im Auge haben. Obwohl eine solche Zwnstellation für bie gesamte Wcltpolltik von iccitlragcnber Vcbeutung wäre, so wäre es boch verfehlt, hierin ohne weiteres eine agreftive Spitze gegen Deuischlanb zu erblicken, zumal unsere Beziehungen zu Rußlanb burchaus gut sind unb auch bas Verhältnis zu Engtam) sich wohl nicht lebiglich vorüber- g-efenb gebelfert hat. In erster Linie würde ein derartiger Zusammenschluß wohl biplomallfchen Zwecken bienen, um ben Absichten bet drei beteiligten Mächte ersorderliehen Falles größeren Nachdruck zu verleihen. _______________________ Erstes Blatt 158. Jahrgang Samstag 23. Mai 1908 Der Stetzrner Anzeiger jnatww ***. Bezugspreis: esss |14i 11 ff E ää säb»XZ IV IIVIIV W WIMV IV1VV sstä ft® „ RJ , V .sss. tew General-Amemer für Gberheffen » «mt von Anzeigen 57 -sy l ft ! I u. Land- und.GerictUs- „^.magk'io'uh" NotaNonrdruck Un6 Verlag der vrühl'schen «niv.Guch. und Slelndruckerei. H. Lange, «edattlon, Expedition und Druckerei - Schulstrak« r. j)oNtisehe Wochenschau. Gießen, den 23. Mai. Die Wiesbadener Kaisertage sind rasch verrauscht, ohne daß sie uns Gießenern dieses Mal den Besuch des Monarchen gebracht hätten. Am Donnerstag war der Kaiser nach zweimonatiger Abloesercheit in Berlin zu einem kurzen Ausent- ' halte wieder eingetroffen. Daß dringende politische Gesehäste ' ben Kaiser von dem Besnehe Gießens abgehalten haben, geht wohl daraus hervor, daß der Reichskanzler Fürst Bulow zu Beginn der Woche nach Wiesbaden gekommen war, unb baß bie Konferenzen zwischen bem Kaiser unb seinem ersten Ratgeber sogar bie Teilnahme bes Monarchen an ber Versammlung bet Standeshetten in Frankfurt a. M. noch in letzter Stunbe verhindert haben. Welcherlei Fragen es gewesen sind, die in Wiesbaden den Kaiser unb ben Kanzlet beschäftigt haben, entzieht - sich natürlich ber Kenntnis ber Öffentlichkeit, aber wenn man bie gegenwärtige politische Lage im In- unb Auslände betrachtet, bann errät man boch mancherlei. Vor allem ist es bie Lage in Marokko, bie heute mehr benn je bie Aufmerksamkeit unserer Regierung ersorbert. Der Einfluß Muley Hafibs scheint itun tatsächlich in Marokko zu überwiegen, unb bamit ist benn natürlich auch bie ganze Situation im Reiche bes Sultans Abbul Asis veränbert. Neue Verwickelungen liegen burchaus im Bereiche .der Biöglichkeit. Eine zweite wichtige Frage ist bie bet bevorstehenden Landtagswahlen in Preußen. Kaum 10 Tage sind es noch bis zu den Wahlen. Wenn die Wahlbewegung in Preußen bisher auch, wenigstens nach außen hin, nicht besonders lebhaft ist, so wäre es doch immerhin übereilt, schon hieraus Schlüsse auf den endgültigen Ausfall ber Wahlen zu ziehen. Mug bie Wahrscheinlichkeit auch noch so gering sein, baß bie preußischen Landtagswahlen irgendwelche besonderen Ueberraschungen bringen, o ist es doch keineswegs ausgeschlossen, daß irgend etwas ge- chieht, was noch in letzter Stunde wie ein reinigendes Gewitter >ie Schwüle der politischen Lage in Preußen beseitigt. Mit ber liberalen Gtuudftimmung bet Blockpolitik int Reiche sinb Entscheidungen, wie die des preußischen Oberverwalmngsgerichts in der Frage der Feuerbestattung nicht zu vereinigen. Man mag die Verschiedenheit bet Verhältnisse in Preußen unb im Reiche noch so seht betonen, so wirb es ber Liberalismus boch als eine schwere Kränkung empfinben, wenn bie preußische Negie- rungsptaxis immerfort liberalen unb zeitgemäßen Forberungen ihr starres Nein entgegensetzt. Wer weiß, ob sich nicht balb gerade von Preußen aus die Frage entscheiden roirb, ob bet Reichstagsblock noch fortbestehen kann ober nicht. Daß es innerhalb des Liberalismus schon jetzt gewichtige Stimmen gibt, bie bem Block lieber heute als morgen bas Grablieb singen mochten, hat die Rcdc M Pfarrers Kötell in ber (eilten Derfammiung der Gießen. Liberalen ja zur Genüge gezeigt. Will man solchen Stimmungen ivirksam begegnen, so wird man vor allem in Preußen daraus bedacht sein müssen, den Liberalen nicht gar zu sehr vor den Kops zu stoßen. Daß der Liberalismus heute mehr denn ie ein Recht hat, auch von ber preußischen Regierung entgegenkommender behandelt zu werden, darüber sollte man ftch docy nachgerade auch bei ben Regietenben klar geworben fein, xurcl) die Zeitungen geht jetzt erneut bie Nachricht, baß bemnachst eine Erhöhung ber preußischen Zivilliste geiorbert werden würde. In Verbindung mit bet allgemeinen Erhoyung bet Beamtengehälter, bebingt butch bie zunehmenbe Verteuerung bet Lebenshaltung, soll, wie jetzt bie „D. Nacht." criahren Haven, auch eine Erhöhung ber Bezüge ber ber Krone unterstellten Beamten eintreten. Um diesen Mehrbedarf zu decken, fotte eine entsprechende Erhöhung der Zivilliste des Königs von Preußen beantragt werden. Uebet diesen Rahmen hinaus dursten keinerlei Anforderungen gestellt werden. Neuerdings ist nun auch davon die Rede gewesen, daß sogar das Neia) zu den Neyrasentations- kosten des Kaisers einen Beitrag leisten Ivlle. Wenn man in solcher Weise immer wieder mit Forderungen cm die Parteien heranttitt, so sollte man ihnen gegenüber auch un Gewayren nicht gar so zurückhaltend sein. Wenn aber eme Barter gevefreudig gewesen ist, so sind es die Liberalen aller Tehattierungen Nach längerer Pauie hat nun am Donnerstag die h-sstl.che Zweite Kammer ihre Arbeiten roietier amgenorn^ Anfrage des Abg. Hitschel über den Wohnungsgeldzuschutz für Staatsbeamte, bie außerhalb ihres Tumflortes wohnen, wurde in dieser Sitzung vom StaatSmmiftcr Ewald Mit einer Erklärung beaiilwortet, wonach hier nur der dienstliche Wohnort als maßgebend betrachtet loerbe. Bei emer Anfrage der Abgg. Köhler und Nebel über bie Regelung der Mstellungs- und Gehaltsverhältnisse der Kommunalbeamteii erklärtedie Regierung, tz sie es ablehnen müsse, bie Regelung dieser von der Revision der Verwaltmig^esetzgebuny m die Wege zu leiten. Nachdem der Vertreter bann noch beruhigende Erklärungen aus eine Anftage über bie Felbberemigung gegeben Halle, tra o.e Kammer in bie Beratung bes Gesetzentwurfes über bw Furtzvrge- kasse für Beamte ber Lanbgemembeu unb weiterer Kommuncüver bände ein. Die Debatte hierüber schloß bannt, daß Minister Braun die Zustimmung der Regierung zu den Beschlmsies des Ausschusses bekannt gab, unb daß auch bxe übrigen gi^ucr^nut Einschluß des Sozialdemokraten Ulrich sich für den Ausschuß 12 5 X Wnuerle^ 108 6<7 Sri MPful per fto 556.z 816 X f) (818 f), (1224.), 54., (8£f). g) Richtung nach Dollar— 05 tun berg: (2 3.) (588 f). h) Richtung nach Rodheim: 715., (1223.), (620 f). i) Landposten: Marieni) "M Barge-, 1Gewinnj ^•innl jffi* wert zu leisten vermag. Die Ausstellung nennt sich nicht wie die früheren, eine Darmstädter, sondern ein: Hessische Landesausstellung, und sie hat auch eine sehr wirkungsvolle staatliche Förderung dadurch erfahren, daß der Staat selber als Auftraggeber namentlich für große Inneneinrichtungen öffentlicher Bauwerke austrat. Nach Schluß der Ausstellung im Herbst werden alle diese künstlerischen und kunstgewerblichen Arbeiten, z. B. für die neuen Badehäuser in Bad-Nauheim, das neue Justizgebäude in Mainz, das Gvmnasium zu Offenbach, die Universität Gießen usw ihren praktischen Bestimmungen den verschiedenen Landesteilen zugeführt. Die neue Landesausstellung nimmt diesmal fast das ganze ausgedehnte Terrain der Mathildenhöhe in Anspruch und gliedert sich in 10 vollständige Ausstellungsbauten, 16 Höfe und Gärten und 150 Jnnenräume, in denen 250 bis 300 Künstler und eben» sovicle Kunsthandwerker und gewerblich-technische ^Aussteller ihre Kunst zeigen. Wenn wir heute zunächst einen allgemein orientierenden Rundgang durch die Ausstellung unternehmen, so muß zunächst dcs am Eingang zum Hauptausstellungsgebäude gelegenen und weit als Wahrzeichen Darmstadts in die Lande hinausschauenden Hochzeitsturmes gedacht werden, den die Residenzstadt dem Großherzog anläßlich seiner Wiedervermählung gewidmet hat. Das von Professor Olbrich errichtete monumentale Bauwerk ragt wie die fünf Finger einer Hand wie zum Schwur erhoben zum Himmel empor und birgt im Innern eine Anzahl künstlerisch ausgestatteter Räume, wie die Zimmer des Großherzogs und der Großherzogin, das städtische Ausstcllungszimmer u. a. m. Den größten der Räume hat der Maler-Radierer Friß Hcgcnbart mit prächtigen allegorischen Wandgemälden ausgeschmückt. Der Haupteingang zu dem unmittelbar damit verknüpften Hauptausstellungsgebäude Professor Olbrichs bcsindet sich am Platanenhain neben der russischen Kapelle, die mit ihren vergoldeten Kuppeln ein hübsches Dekorationsstück unmittelbar vor der Ausstellung bildet. Das von der Stadt mit einem Kostenaufwand von 350 000 Mk. aufgeführte Hauptausstellungsgebäude ist als permanentes Gebäude für die Ausstellung von Kämstwettcn bestimmt und enthält jetzt eine stattliche Zahl auserlesener Gemälde und Plastiken namhafter Künstler Hessens, darunter mehrere Prachtwerke des in Dresden lebenden Geh. Hofrats Prof. Eugen Bracht, des Vorsitzenden der Ausstellungsjury sür die freien Künste. Der mit hoher gewölbter, weißer Decke ausgestattete Ehrensaal zeigt eine Anzahl großer dekorativer Wandgemälde von Prof. Ludwig v. Hofmann, Prof. B außer u. a. Das monumentale Bauwerk mit seinem dunklen, graufarbenen Verputz und den breiten glatten Flächen und großen Linien übt eine eigenartige Wirkung aus und erinnert fast an die großen allassyrischen Palastbauten. Auf dem mit glatten englischen Rasenflächen umkleideten Hügel ist das massive Bauwerk mit anmutig wirkenden Pergolen umgeben, deren weißes Holzgestänge Kletter' rosen umranken. Der zweite Hauptbau, das etwas tiefer liegende Ausstellungsgebäude von Prof. Albin Müller, besteht aus einem ganzen Gebäudekomplex und hat die ganzen Erzeugnisse der angewandten Kunst ausgenommen. Es umfaßt etwa 3600 Quadratmeter Bodenfläche und hat fast durchweg zwei Stockwerke. Hier sind vor allem die von hessischen Kunsthandwerkern und Gewerbetreibenden im Auftrag der Regierung ausgeführten innexen Raum-Ausstattungen untergebracht und den Glanzpunkt in den mittleren Räumen bildet der Wartesaal und der Schmuckhof, welche für die neuen Badehäuser in Bad-Nauheim ausgeführt worden sind. Dieser etwa 9 Meter breite und 17 Meter lange Schmuckhof, der, von einer ganz in Terrakotta ausgeführten Säulenhalle umschlossen wird, bildet die erste größere Arbeit, mit der die vor ca. zwei Jahren gegründete Großh. Keramische Manufaktur unter Leitung des Prof. S ch a r v o g e l aus München an die breitere Oesfentlichkeit tritt. Ihre Leistung wird zweifellos viel Aufmerksamkeit und Bewunderung erregen. Bon den mehr als 70 Räumen dieses Ausstellungsgebändes sind von im Auftrag der Regierung ausgeführten Arbeiten allein 24 Räume in Anspruch genommen. Von den vier großen Gruppen der Ausstellung haben wu vorstehend die der freien und der angewandten Kunst berührt. Die dritte und vierte Gruppe bilden die drei Einzelhäuser: Ober- h e s s i s ch e s A u s ft e l l u n g s h a u s , Haus Wagner-Gcwiu und Haus 'Professor Sutter und die Gruppe der seckss Arbeiterhäuier oder „Klein-Wohnungslölonic". In dieser haben mehrere hey. Großindustrielle Musterbauten sür billige und behagliche Arbeiter- wohnhäuser errichten lassen und zwar: Freih. Cornelius v. Heyl in Worms durch Architekt A. Wienkoop, Darmstadt, ein Zweifamilienhaus, die Firma Dörr u. Reinhart in Worms eine ebensolche durch Architekt Georg Metzendorf, Bensheim, und die puma Dyckerhoff u. Söhne in Amöneburg ein ebensolches durch Mahr u. Markwort, Darmstadt, ferner haben Fabrikbesitzer Will). L-Vd in Rüsselsheim durch Pros. Olbrich, Fabrikbesitzer Cloos in Nidda durch Prof. Walbe, Darmstadt, und Fabrikant PH. .Merkel in Dalsheim durch Architekt Jos. Riegs in Darmstadt je cm Einfamilienhaus erbauen lassen. Im letzten Moment hat sich die Ausstellungsleitung auch noch infolge des starken Andrangs von hessischen Ausstellern veranlaßt gesehen, ein besonderes sog. A r ch i t e k t u r g e b ä u d e zu errichten, in dem das Gros der Werke der Plastik untergebracht worden ist. Mit diesem Bau erhielt das ganze Ausstellungs- gebiet einen wirksamen Abschluß, während man andererseits nut Erfolg bemüht war, durch gärtnerische Anlagen usw. eine entsprechende Abgrenzung nach Norden und Süden zu erzielen. Damit dem strengen künstlerischen Charakter der Ausstellung doch auch das Angenehme, Gesellige nicht fehle, ist auch durch große Restaurationsanlagen am Platanenhain für die Abhaltung von Künstlerkonzerten usw. Gelegenheit geschaffen worden, und wenn sich das Wetter nur einigermaßen günstig gestaltet, fo bunte der Ausstellung neben den zu cripartenben künstlerischen und sozialwirtschaftlichen Erfolgen auch ein günstiges, materielles Ergebnis sicher fein. Ans Stadt rind Land. Gießen, 23. Mai 1908. Postbeförderungs-Gelegenheiten in Gießen. Folgende Züge werben zur Postbeförderung benutzt: (Es bedeuten: • Beförderung von Sendungen jeder Art, □ nur Beförderung Kon Briefen, oe nur Beförderung von Paketen, y Beförderung von Briefen in geschlossenen Beuteln, () Benutzung nur an Sonntagen. Alle nicht mit und f bezeichneten Züge führen Bahuposten mit Briefkasten: a) Richtung nach Frankfurt (Main): 5« «" fi .M'l» „kehlt unt> „Ort n)Ct! Wa 42-j-, E«, 550.z 544*, 538.z 500», ! Mhn Küpi »iM dec Ä •Ghiii rn Ma'6 t-r iientn Gi ”ob ihckg nah I greifen di Aufgebot ad Mit venn Men zu crh 'Feuer .Mu Pror leiftn der ! ^ersbnmst : w Stabt dun Du : Willigen jv |M meldet, ] (dingen groüt I ha Fabrik u l'jtr cdjnelli- Sie Eiiimohne nsien, daß I nönc sliirzlei vlleii Epnuig Längen, deiil taft nutzlos i.T.ö man 121 cieii 46 Perjo kmbt, Laß sie Z1Mn Äri' "itzj. byihl L.=U. Landes Universität. Dr. Hans Reichel, der sich für die Fächer Sanskrit, vergleichende Sprach- Wissenschaft und vergleichende Religionswissenschaft an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Montag, den 25. Mai, 12 Uhr in der kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: Tas Leben nach dem Tode and die Eschatologie in der awestischen Literatur. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Im Beurlaubtenstande: Befördert zu Oberleutnants der Res. die Lts. d. Res.: Fischer (Burg) des Jnf.-Regts. Kaiser- Wilhelm (2. Großh. Hess.- Nr. 116, Rexr oth (St. Johann) des 5. Großh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 168, Frrnz (I Darmstadt) des 4. Magdeb. Jnf.-Regts. Nr. 67, Minnich (Worms), Emmerling, Lang (I Darmstadt) des Leib- Garde-Jnf.-Regts. (1. Großh. Hess.) Nr. 115. — Befördert zu Oberleutnants der Landwehr-Infanterie 1. Aufg. die Lts.: Frhr. v. Gall (I Darmstadt), Nogel (Mainz), zum Oberlt. der Landw.-Fußartillerie 1. Aufg. der Lt. Hof- mann (Mainz). — Befördert zum Hauptmann d. Nes.: Oberlt. d. Nes. Dern (Friedberg). — Der Abschied bewilligt: Osann (II Darmstadt), Brüel (Gießen), Oberlts. der Landw.-Jnf. 2. Aufg., Römheld (Gießen), Lt. der Landw.-Inf. 2. Aufg., Wenz (Worms), Lt. der Landw.- Feldartillerie 2. Aufg. — Befördert zu Oberärzten: die Assistenzärzte der Reserve: Dr. Diehl (II Darmstadt), Tr. Siebeck (Friedberg), Dr. Scheuermann (IDarmstadt). ** P fa rrpers 0 n a l i e 11. S. K. H. der Großherzog haben den cvaug. Pfarrer Hch. Kalb Henn zu Kirch-Göns auf sein Nachiuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt. 2 e t)r e r b e rf 0 n a I i e n. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Jsendiirg-Birstein auf die erledigte erste Lehrerstelie an der Gemeindeschule zu Offenthal präsentierte Lehrer Gg. PH.. Dörr zu Lauerbach und der von dem Stadtvorstand zu Alsfeld auf die erledigte erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Alsfeld Dräfentime Lehrer PH. Rudolph daselbst. — Erledigt ist eine mit einem laIholischeu Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein-Welzheim. ^Ordensverleihung. S. Kl H. der Großherzog haben dem Kirchendiener Hch. Heß VI. zu Bleichenbach das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen. ** Der Schlachtvieh- und Fleischbeschau wurden in Hessen im 1. Vierteljahr 1908 535 Pferde und andere Einhufer (Oberhesfen 71), 4881 (748) Ochsen, 379 (163) Bullen, 9391 (1477) Kühe, 7713 (2551) Rinder, 18 917 (3450) Kälber, 82 592 (18 359) Schweine, 3375 591) Schafe und 8035 (2221) Ziegen unterzogen. " Der wissenschaftliche F0rtbi l dung§kursuS für V olk sschu lleh rer an der Universität Gießen kann nach nellerlichen Bestimmungen doch noch stattsinden und zwar im Juni und Juli. Lehrgegenstände sind „Aesthetik" md „Geologie von Hessen und angrenzenden Gebieten". ” Verband der Detaillisten - Vereine im Gr 0 ßherz 0 gtum Hessen. Der Vorstand hielt in Darmstadt eine Sitzung ab, in der über die seitherige Tätigkeit Bericht erstattet wurde. In Ausführung der Bc- chlüsse der Ausschußsitzung vom 6. März gingen nachstehende Lmgaben ab: an den Reichstag: Antrag auf Ergänzung des Paragraph 138 zur Gewerbeordnung, beit'. Regelung der Arbeitszeit in den Putzgeschäften; an die Zweite Kammer 1. Nach Steinberg (8*5«): 2. „ Wiefeck—Altenbufeck 6"», (830), (820.). 3. „ Lützellinden 765, (420). 4. „ Krofdorf 7i&, (560). Beim Postamt I treten die Schlußzeiten im allgemeinen ein: für gewöhnliche Briefe 10—20 Minuten, für Einschreibbriefe 25—30 Min., für Wertbriefe und Pakete 30—60 Min. vor Abgang der Züge. Die Stadbriefkasten werden Werktags geleert zwischen 515 und 630 vorm., 815 u. 9 vorm., 1015 u. 1045 vorn:., 1130 u. 1215 mittags, 300 u. 345 nachm., 530 u. 680 nachin. 700 u. 745 N., 915 und 1000 N. Sonntags zwischen 530 und 615 vorm., 1016 u. 1100 vorm., 700 u. 745 N. (SenauercS ergeben die LeerungStafeln an den Briefkasten. Die eingesammelten Briefe gelangen mit der nächsten Beförderungsgelegenheit zi,r Absendung. Vom Postamt II, Schulstraße, gehen Werktags Versande nach dem Postamt I und dem Bahnhof ab: Vormittags: 915*, 1115. Nachmittags: 1255, 155*, 415, 522*, 555, 655, 735 *, 805, 850; an Sonn- und Feiertagen: 915 vorm., 1255* nachm., 145 nachm. (* nur Briefpost). Die Schlußzeiten treten ein: für gewöhnliche Briefe 5 Minuten, für Einschreibbriefe 15 Min., für Wertbriefe und Pakete 30—40 Min. vor Abgang der Versande. ♦ ** Tageskalender. Kolosseum : Täglich Vorstellung. K i ne m a t 0 g ra p h en t h e a t e r : Programmwechsel. Konzert unserer Regimentsmusik Sonntag nachmittag .4 Uhr im Philosophenwald. Anlagemus ik. (Volkskonzert.) Sonntag vormittag 11 ¥2 Uhr in der Süd-Anlage (nur bei günstiger Witterung». Spiel- plan: 1. Ouvertüre z. Op. „Ilka" von Dopplow; 2. „Sonntagskind", Walzer von Millöcker; 3. Finale a. d. Oper „Martha" von Flotow; 4. „Ter Rheinströmer" (Armeemarsch Ick. Vermischtes * Unwetternachrichten. In Erfurt ging gestern früh ein furchtbarer Orkan über die westliche Stadt nieder, c'.artt Bäume wurden geknickt. An Gebäuden und in den Gärtnereien ist bedeutender Schaden angerichtet worden. — Schwere Gewttter- ftürme und Schlossen haben auch im Elstertal Feldschaden um) Waldbruch herbeigeführt. — In Berlin folgten in den Abendstunden von 8 Uhr ab mehre heftige Gewitter aufeinander, verbunden mit sehr starkem H a g e l s ch l a g. Tie Telegraphen- und Telephomeitungen waren längere Zeit gestört. Ungeheure Wassermassen ergossen sich über die Stadt. Es wird befurchter, daß ernste Beschädigungen, namentlich in der Umgebung von Berlin eingetreten sind. — Vom Blitz getroffen mürben beim Gewitter in der Scharnweberstraße in Reinickendorf zwe Brauereikutscher, die sich nach 10 Uhr abends auf dem ,Wege naai ihren Wohnungen befanden. Als der Gewitterregen ftäner cuv setzte, traten die beiden Männer unvorsichtigerweise unter eine» Baum, um Schutz zu suchen. Kaum hatten sie sich dort ausgestellt, als ein Blitz den Baum traf und die beiden Kütscher betauo^. Später vorüberkommende Passanten fanden die Verunglückten ui sorgten für ärztliche Hilfe. — In Leipzig richtete em schweres mit Hagelschlag verbundenes Gewitter, das gegen 6 Uhr niederging, vielfachen Schaden an. Zahlreiche Straßenlaten.. und Fensterscheiben wurden durch walnußgroße H^e^ körn er zertrümmert: auch Wald und Flur litten W'- Ueber das Gewitter in Brüssel wird noch gemeldet: ^II yj Vorstadt Sherbeck ist infolge Unterspülung eine Elsenbahnviu ( eingestürzt. In Forest bei Brüssel stürzte ein Fabrttm.ornye zusammen, welcher vom Blitze getroffen worben war. 4» 1 Vorstadt Cureghen schlug der Blitz in das Polizeigebaude; mehr Polizeiagenten verspürten eine starte Erschütterung, einer er schwere Brandwunden. Ein Teil des Stadtviertels Lt- -d^11 ist infolge Anschwellens des Mälmeck unter Wasser geießt. ~ Blitz schlug auch in das Kabel eines Straßenbahnwagens, u den Passagieren brach eine Panik aus. In Mettct ist cllt J;411 Knabe, der die Kühe hütete, vom Blitze erschlagen morDeii. Aus Orleans nnvö verichtek, daß mwlge des pagelichlages Weinberge in der Umgebung von Orleans zerst 0 r t un E r n t e a u s s i ch l e n v 0 l l st ä n d i g vernichtet 1111D1 ilin 7. bis : ■ fneilignug ju ■ honen, meld ■ leien, werden I: und I Ejemelbcl. 91 Iti äußerst ■ I (Milienerjiel)i I jubelt werd ithtBtn, meld) kieholdl-Bielen 'A »nbeslimn Berftc | Montan dc I Mm. 2'. hi I vEiorslraßc ti I 1 riänime Ä I Wen, 2 t I MiU, 18 Ha I Mrre,1Rl I Minna, 1 I [Nie vo eine neue Bäckerei errichtet ist. Der 28 jährige Bäckermeister Wilhelm Seitz befand sich mit feinem Schwiegervater und einem Mädchen in der Backstube. Ein sürchterlich-r Schlag 'l’radj.ie und die beiden Männer lagen toi am Boden, das Mädchen war arg betäubt. An der Unglücksstelle (ammeltc sich alsoald eine große Menschenmenge. Man trug die Toten, die ganz geschwärzt aussahen, heraus. Das Haus ist zum Teil verwüstet. Brand brach nicht aus. Seitz stammt aus dem nahen Bergheim und ist ein Sohn des dortigen srüheren Bürgermeisters Seitz. X Rockenberg, 22. Mai. Dieser Tage würbe von hier berichtet, daß einige Aufseher im Laitt>eszuchchaus Den Zuchthäuslern Kautabak zugesteckt hätten. Nach dem Ergebnis der an- gestellten Untersuchung hat sich nur ein Aufseher diese Verfehlung zu schulden kommen lassen. — Bad-Nauheim, 22. Mai. Bis zum 21. Mai sind 5069 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 4116 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 21. Mai 36435 abgegeben. ic. Schlitz, 22. Mai. Der Erbgraf von Schlitz gen. von Görtz wird voraussichtlich am 24. Mai aus Berlin hier eintreffen, um mit dem Kreisrat v. Bechtold aus Lauterbach die „Sch li tz er Fehde" einerendgültigenfriedlichen Erledigung eittgegenzuführen. fc. Aus Rheinh essen, 22. Mai. AuS allen Teilen dec Provinz wird über ein stackes Auftreten des Rebstichlers berichtet. [] M ar bürg, 22. Mai. In der heutigen Stadtver- ordnetensitzung würbe die Bildung einer gemischten Kommission beschlossen, welche die Frage prüfen soll, ob ein Projekt zur Anlage einer elektrischen Bahn f)lussicht auf Verwirk- lichling hat. Die Regierung in Kassel hat auf Anfrage erklärt, daß sie unter bestimmten Voraussetzungen die Anlage genehmigen würde. — Gestern und vergangene Nacht gingen schwere Gewitter nieder. AuS der Umgegend kommen Klagen über Hagelschäden. Hessische Landeraurstellung varnistadt (908. R. B. Dar in st a d t, den 23. Mai. Die hessische Landesausstellung, die heute vormittag auf der Künstlerkolonie in Darmstadt in feierlicher Weise vom Großherzog eröffnet worden ist, hat eine bedeutungsvolle Aufgabe zu erfüllen. Sie soll nach Den beiden Versuchen in den fahren 1901 und 1904 und den erfolgreichen Betätigungen hessischer Künstler in Chikago und Mailand jetzt zum ersten Male in einer geschlossenen Gesamtrepräsentation zeigen, was Hessens Kunst und Künsthand- erhalten sind. Kleine Taqcschrouik. hesichtigtigte ebenfalls den Ort der Katastrophe. Unter j'Arntirrth verkauu. [U4384 SlbrHpiUI) ^oll, Mühlgasse. 132/4 Haven. IU4343 biUtg zu verkaufen. K® Neustadt 24. 3235] s T-r*-*^**^*/^ ^ro;y iiiuif-03crnd)C verschiedenen Spitälern untergebrachten Verwundeten besuchte und ihnen Trost spendete. Der Eisenbahnminister Helleputte Beabsichtige mein in bester Lage (kiekens befindliches (3062 auf und der Al- den :nP£.WotW> -Lieoersdorf) referieren werden, liebet die Berufsausbildung der schulentlassenen Zöglinge wird Direktor Seiffert-StrauSberg (Mark), der Vorsitzende, referieren, von welchem auch die Programme zu Tin surchtbares Gewitter, begleitet von starkem Hagelschlaq, richtete in Valeneiennes und Umgegend großen Schaden an. Es fielen ßagelschlossen im Gewicht bis zu 300 Gramm. * Zur Eisenbahn-Katastrophe in Belgien. Der an der Eisenbahn-Katastrophe bei Eontich schuldige Weichensteller ist während der ganzen Nacht umher geirrt und erst gestern nach seiner Wohnung zurückgekehrt und ist dort inzwischen irrsinnig geworden. Sobald indessen sein Zustand es gestattet, wird ec vom Untersuchungs- 2 Männerleichen zu identifizieren. Die Persönlichkeit sämtlichen übrigen Toten ist festgellt. — Die Prinzessin bert begab sich gestern nach Antwerpen, wo sie die in Alle Sort.tYartcu-u.RoicnViable sowie Wafchfeilstützen und schöne Bohnenstangen u.Erbsenrciser em- psiehlt Zr.Gcrtl), Landmannslr. 11. 1043651__ 2 m,tneSi!,yCltmöaiiCli sind preiswert zu verkaufen. 1326, Fob.Blttendorf,WißlnarNr.122 Moirtag, den 25. Mai 1908. abends präzis 8‘/a Uhr, Hauptubung. r°/5] Tas Slommando. Ich habe augenblicklich wieder eine Partie wasserdichte (3286 Wagen-Becken aus Irr. Segeltuchreste abzugebcn und offeriere solche so lange Vorrat reicht zu Ulk. 1.80 pro fix und fertig vernäht einschl. Oesen und Signatur. Iiuciwsg Lazarus Astcrwcg 9. Spezialität: Wagen-, Zelt- nnd Pferdedecken. Griginal-DL'ahtmel-srngeil. R. B. Dar,u stabt, 23. Mai. Tie h e, f i f ch c L a n de s - ausstelluug für freie und angewandte Kunst wurde Heine vormittag 11 Uhr durch eine einfache Feier eröffnet. Des regnerischen Wetters wegen fand die Feier in dem Ehrensaal des Äauptausstellungsgebändes statt. Unter den zur Eröffnung erschienenen Ehrengästen befanden sich die drei Minister,, die Mitglieder der Zweiten Kämmer und des Präsidiums der Ersten Kammer, die Spitzelt der Behörden usw. Nachdem das Grostherzogspaar erschienen war, hielt als Vertreter der Stadt Darmstadt Bürgermeister Tr. G l ä s s i n g eine Ansprache, worauf er £en Hochzeitsturm und das Llus- stellungsgebäude dem Großherzogspaar übergab. Ter Groß- Herzog dankte in herzlicksen Worten, woraus Minister Braun eine längere Ansprache hielt. Sodann erklärte der Großherzog die Ausstellung für eröffnet. Nach einem von Minister Braun auf das Großherzogspaar ausgebrachten Hoch wurde ein Rundgang durch die Ausstellung unternommen. Köln, 23. Mai. Nach einer Meldung der „Köln. Ztg." aus Tanger wurde dort der deutsche Schutzaugehörige Berardi von französischen Truppen erschossen. Zum Ostend Kaiser-Allee 47 Sonntag, den 24. 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Mai 1908. <04392 Seipel, Gerichtsvollzieher. «•U ÄS De>ten, j ?:.R ii!t lebtntn N fast u Mürud} 16 &£ 2 liegende AnAllch hl aus einem c: gnijfe der ungrt ) Cuabratmctnfc: werke. Hin jiös und GewerbelMÄ e;en Raum-Au-i!:2 den mittleren fc | , welche für die« | )it morden find, fc , chmuckhoi, der me Halle umfckloükn " ie vor ca. M ur unter LeitM L e breitere Ocffeniii^' -l Slufmeifiamli-: als 70 RäuM l'- ag der Regiernnz c. nivruch genonim Ausstellung hfl^r mdtenKW^ JuÄÄ^? >er sechs er haben und behaglck.^'7. reih. Corneliu- , Darmstadt, cm > ct in Lorins ein:» ensh-iM'U"x ensolches durch ibrikbenbel W ' a6lifbc,y,Ä F“ des 0roK b,c.rer.N6«; lusgefchmüill Qc dmit vnlS jlot Olbrichs ^lle,di-W^ twnsstüch unmfc tobt mit einem ife MausslellungstLr tlung von oahl austtlelei«^ >ens, darunter nfe lgsjurh für bitto ier 2e»tnS$ä| I in ui,. riJlUt'^rilli ... - I „Antw. u. G. S. ftadtvostl. a. m. Annonee v. 26. April wurde l. nicht abgeh. Bitte nochm. u. mögt. fof. Ang. e. neu. 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Für die Kamerun-Eisenbahn-Gescllschaft von besonderer Bedeutung ist die Tatsache, daß in Kolonial- freifen ein großes Interesse an der Weiterführung der der genannten Gesellschaft gehörenden sogenannten Nordkamerunbahn über das Manengnbagebirge hinaus nach dem Tschad-See besteht. Ter natürliche Karawanenweg, aus dein die Erzeugnisse des reichen Tschadsec-Gebietes an die Küste geführt werden, mündet schon heute in die Norükamerunbahn, und dadurch, daß diese die reichen Erzeugnisse des Landes, wie Elfenbein, Kautschuk, Palmenkerne, die wertvollen Bestände an Edelhölzern als Frachten zur Küste bringen wird, ist ihr von Anfang an eine angemessene Rentabilität gewährleistet. Bei der Verfolgung dieses Gedankens und den hiermit im Zusammenhänge stehenden finanziellen Maßnahmen dürfte sich die Notwendigkeit ergeben, daß das Reich das Recht der Einlösung nicht abwarten wird, sondern schon in wenigen Fahren mit den Anteilseignern der gegenwärtigen Emission in Verhandlungen tritt. Hierbei dürfte alSdann den Anteilseignern Gelegenheit zu einer nutzbringenden Verwertung ihrer Anteile gegeben werden. Aber abgesehen von diesen Ansichten bietet schon die heute bis zu dein Manen- gubagebirge aufgeschlossene Gegend bei der Dichtigkeit ihrer Bevölkerung, bei dem Reichtum ihres Bodens, bei der Größe ihrer Waldbestände eine Sicherheit für die gesunde Entwicklung der Kamerun-Eisenbahn. Wenn man in Betracht zieht, daß das Gesamtkapital der Kameruit-Eisenbahngesellschast 16 640 000 M,. beträgt, und daß den 11000 000 Mk. Stammanteilen nur wenige 5 640 000 Mk. Vcrzugsanteile vorangehen, so berechtigen diese Umstände zu der Annahme, daß die Bahn nicht nur in wenigen Jahren aus eigener Kraft diejenige Reinerträgnissumme heraus- wirtfchaften wird, für die das Reich die Garantie geleistet hat, sondern man kann bei der Schnelligkeit der Verkehrsentwickelung in dieser bisher jeder modernen Verkehrsivege entbehrenden Kolonie und bei den angeführten günstigen Voraussetzungen für ihre Entwickelung mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß d-en Stammantestseignern eine Superdividende zufließen wird. Unter Würdigung dieser Verhältnisse ist der für die Ausgabe in Aussicht genommene Verkaufspr-is von 94 Prozent als ein besonders günstiger zu erachten. — Wir verweisen im übrigen auf die heutige Belanntmachung der Bank für Handel und Jn- d u st r i e (Tarmstädter Bank) hier. voraussichtliche Witterung jur vejfcu am Sonntag, den 24. Mai: Allmähliche Aufheiterung. Abnahine der Niederschläge. Nachts kühl, am Tage warm wie heute. Westliche Winde. Ziegcnjlllijtiitteji! Gictze». Am 2. Juni wird die Lämmcr- weide eröffnet. Ferner werden 2 frischm. Biegen zu kaufen gesuchi. 3276] Otaheres Lammerweide. llriAnii,ür reisende Hospiz Damen evang. Schwesternhaas, tiieseeB, JohanneMtr. 9. »€> 00000000 Schiffs un fälle. In Brüssel traf die Nachricht ein, daß der Dampfer „Bille de Bruges" durch einen Tornado a m oberen Eongo zerstört worden ist. Mehrere Europäer und über 50 Neger seien nmaekommeu. — Der griechische Dampfer „Eirini" ist beim Auslaufen aus dem Hasen' von Marseille gestrandet. Tas Schiff erlitt starke Beschädigungen am Rumpse, der Ladnngsramn steht völlig unter Wasser. Tie Mannschaft wurde an Land gebracht. GerichtsHnal. 5.8. Leipzig, 22. Mai. Unter großem Andrange des Publikums, wobei es im Kamp'e um die Platze zu stürmischen Szenen kam, wurde heute vor dein 2. Strassenat des Reichsgerichts das Revisionsverfahren in dem Prozeß M 0 ltfetz a r d e n verhandelt. Ten Vorsitz führte der Senatspräsident Dr. Freiherr v. Bülow, die Anklage vertrat Reichsamvalt Richter. Der Angeklagte Harden war persönlich erschienen in Begleitung seines Verteidigers, Justizrat Bernstein. Der Nebenkläger, (hrai Moltke, war durch Justizrat Scllo vertreten. Nachdem der Rc- icrcnt, Neichsgerichtsrat Wiebe, den Anklagepunkt (der ja genügend bekannt ist), wie das Urteil und die 9!evisionsgründe vorgetragcn, erhielt der Verteidiger das Wort und erläuterte in längerer Ausführung die Revision, die sich in erster Linie gegen die Unzulässigkeit des Verfahrens richtete, indem die Erledigung der Berufung gegen das erste schöffengerichtliche Urteil hätte erfolgen müssen. Ter Reichsanwalt widerlegte diese Eingriffe, aiich die dann vorgetragenen prozessualen Beschwerden, wurden vom Reichsanivalt zlirückgewiesen mit Ausnahme einer, die cucnt. als begründet anzusehen ist, indem die Revision rügt, daß ein Zeuge (der Haushofmeister des Fürsten Eulenburg) nachdem er entlassen, nochmals vernommen ist, ohne wieder vereidigt zu werden. Auch die Rüge, daß dem Angeklagten zu Unrecht der Schutz des § 193 versagt sei, wurde zurückgewiesen, ebenso die Bemängelung der Strafausmessung, sowie die Bestreitung, daß keine fortgesetzte Beleidigung vor- ,liege. Der Reichsanwalt erwähnte noch, daß vielleicht nur in der Annahme der Jdealkonkurrenz der Beleidigung ein Rechts- irrtum liegen könne. Nachdem mit einer kurzen Pause die Verhandlung bis 4 Uhr nachmittags gedauert, wurde die Verhandlung auf Samstag vormittag 9y4 Uhr vertagt. Leipzig, 23. Mai. Das Reichsgericht hob das Urteil des Landgerichts Berlin I im Prozes; Moltke-Harden auf und wies die Sache an die Borinstanz zurück. M ü n ch e n, 22. Mai. Im Prozeß des W u r z b u r g e r Univ e r s i t ä t s -- P r 0 f e s s 0 r s Di e r k l e mürbe heilte der beklagte Chefredakteiir O st e r h u b e r vom „Bayrischeii Kurier" der fortgesetzten Beleidigung schuldig befunden und deshalb zu 15 0 Vt a r k'G e l d st r a s e event. 15 Tagen Haft und zu den Kosten soivie zu den dein Privatkläger erivachfenen Auslagen verurteilt. Es wird dem Privatkläger die Befugiiis ziigesprochen, im „Bayr. Kurier" und „Würzb. Gen.-Anz." dieses Urteil zu veröffentlichen. Professor Tr. Aierkle mürbe von ber Anschiilbigung eines Vergehens ber Beleidigung freigesprochen. tiaitM. — Emission b e r e 1 a in m a n i e i I e der Kamerun- Eisenbahn-Gesellschaft. Nachdem der Prospekt über nom. 11000 000 Mk. Stammanleilc der Kamerun-Eisenbahn- Gesellschast von der Zulassungsstelle b-er Berliner Börse genehmigt worden ist, sollen t>L)c nunmehr am Mittwoch, den 27. ds., zur Zeichnung aufgelegt werden. Diese Stammanteile find mit einer unmittelbaren Verpflichtung des Deutschen Reiches zu jährlicher Zahlung von 3 Prozent Zmsen ausgestattet und gelangen mit 20 Prozent Aufgeld, d. h. al)o zu 120 Proz. zur Rückzahlung, die vom 1. Juli 1911 an, nach einem festen Tilgungsplane, in jährlichen Raten innerhalb von 86 Jahren Marktplatz 15, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen vd. zu verpachten. >ein- u. boppel- fvannigäugfesti, ein Feder Britjchen - Wagen, ein »eststehender Pririchen- LrZagen, 4 Kastenwagen zu verkaufen. Herzberger, Lobemr.3 ________________(041631___________ 04316] Gut erb. Fahrrad r- 30 M. zu verkaufen. Linbenplatz 7 1. 04312) .Haibrenner jjL 1908 in. Freil. Doppelgttag.b. z.v. Wolkeng.11, v.t. 30—40 Stück 3 Monate alte Ferkel hat abzugeben [3248 Tvmäne Selgen - Hof bei Uirichitein iDberhesfen). Guterhalten. Kontor-Stehpult fops’rfageivBittei'!! Ernst L. 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Auf Grund des vom Reichskanzler durch Erlass vom 21. Februar 1907 genehmigten Gesellschaftsvertrages sind ihr durch Beschluss des Bundesrates vom 17. Januar 1907 die Rechte einer juristischen Person verliehen worden. Die Eintragung der Firma in das Handelsregister des Königlichen Amtsgerichts Berlin-Mitte ist am 11. März 1907 erfolgt. Der Zweck der Gesellschaft ist der Bau, die Ausrüstung und der Betrieb einer Eisenbahn von Duala nach dem Manengubagebirge im Deutschen Schutzgebiet Kamerun auf Grund der vom Reichskanzler am 13. Juni 1906 erlassenen Konzession. Die Gesellschaft ist berechtigt: a) den Betrieb der ganzen Bahn oder einzelner Strecken zu verpachten oder Anderen zu überlassen, b) Konzessionen für den Bau, die Ausrüstung und den Betrieb von Fortsetzungs-, Neben-, Zweig- und Anschlusslinien zu erwerben, c) Liegenschaften und Bergwerksgerechtsame sowie sonstige Rechte jeder Art zu erwerben und zu verwerten, d) Hafen-Anlagen und Lagerhäuser selbst oder durch Andere zu bauen, auszurüsten und zu betreiben, auch zu pachten und zu verpachten, e) alle sonst zur Erfüllung dieser Aufgaben dienlicher. Anlagen und Geschäfte jeder Art zu errichten, zu erwerben, zu betreiben, zu pachten, zu verpachten und zu veräussern, auch sich an Unternehmungen Anderer in jeder zulässigen Form zu beteiligen, f) Zweigniederlassungen im Deutschen Reich oder in den Deutschen Schutzgebieten zu errichten. Die Konzession ist auf 90 Jahre vom Tage der Bestätigung des Gesellschaftsvertrages durch den Reichskanzler ab erteilt. Das Grund k itpi t al der Gesellschaft beträgt 16640 000 JI, eängeteilt in 166 400 fortlaufende Nummern tragende und auf den Inhaber lautende Anteile über je 100 M. Auf Grund des Reichsgesetzes vom 4. Mai 1906 betreffend Uebernahme einer Garantie des Deutschen Deiches in bezug auf eine Eisenbahn von Duala nach den Manengubabergen hat das Deutsche Reich es übernommen, den Inhabern der Stammanteile Reihe B am 1. Juli eines jeden Jahres 3 vom Hundert des eingezahlten Kapitals zu gewähren, erstmalig am Depositenkasse Giessen. (Darmstädter Bank.) 1. Juli 1907 für das mit dem 31. Dezember 1906 ablaufende Geschäftsjahr, sowie das Kapital der Stammanteile Reibe B vom 5. Geschäftsjahr ab in jährlichen Raten am 1. Juli jeden Jahres, erstmalig am 1. Juli 1011, in 86 Jahren nach festem Tilgungsplan mit einem Zuschläge zum Nennwerte von 20 vom Hundert, also mit 120 51 für jeden Stammanteil Reihe B, zuriiekzu- zahien. Die Auslosung findet zu notariellem Protokoll an einem vom Reichskanzler bestimmten Orte am ersten Werktage des Monats Mai, zum zweiten Male im Mai 1911, statt. Die gezogenen Nummern der ausgelosten Stammanteile werden alsbald nach der Ziehung öffentlich bekannt gemacht. Die behufs Tilgung gelosten Stammanteile werden alsdann abgestempelt und haben fernerhin nur noch auf den unten zu bezeichnenden Anteil am Reingewinn Anspruch. Das Stimmrecht für die gelosten Stammanteile steht dem Deutschen Reiche zu. Die Zahlung der jährlichen Zinsen und die Rückzahlung der gelosten Stücke soll erfolgen unmittelbar durch die vom Reichskanzler bestimmten Zahlstellen, denen die erforderlichen Beträge vom Deutschen Reiche zugewiesen werden. Ais solche Zahlstelle hat der Deiehskanzler durch BekaisntaiachuEig vohu 22. Juni S907 (Deichsanzeiger No. 152 vom 27. Juni LT07) u. a. die Bank für Handel and Industrie, Berlin bestimmt. Da danach das Deutsche Reich den Stammanteilseignern gegenüber die unmittelbare Verpflichtung zur jährlichen Verzinsung und planmässigen Einlösung der Stammanteile unabhängig von den geschäftlichen Ergebnissen und dem Bestehen der Gesellschaft übernommen hat, so sind die Stammanteile gemäss K 1807 Ziffer 2 Bürgerlichen Gesetzbuchs ztar Anlegung von Mündelgeld geeignet. Dem Aufsichtsrat gehört auch das Mitglied unserer Berliner Direktion, Herr Geh. Oberfinanzrat Maximilian von Klitzing, an. Durch Vertrag vom 6. März 1907 hat die Gesellschaft die gesamte Ausführung des Baues der Eisenbahn von Duala nach dem Manengubagebirge gemäss § 3 Absatz 2 der Bau- und Betriebs- Konzession und gemäss dem Beschlüsse des Aufsichtsrats vom 19. Juni 1906 der Deutschen Kolonial-Eisenbahn-Bau- und Betriebs- Gesellschaft für 16 640000 Mk. übertragen. Im Bauvertrag ist die Beendigung des Baues bis zum 21. Februar 1911 vorgesehen. Der Vertrag ist vom Reichskanzler unter dem 18. Mai 1907 genehmigt worden. Zur Zeit sind die Vorarbeiten vollendet und die Abräumungsarbeiten bis Kilometer 64 beendigt und von Kilometer 85 ab weiter in Angriff genommen worden. Die Erdarbeiten sind bis Kilometer 25 vollendet. Auf der ersten Teilstrecke bis Kilometer 25 wird voraussichtlich im Sommer dieses Jahres der Betrieb erölinet werden können. Die Bahnhofsgebäude in Bonaberi sind bereits fertiggestellt. Die Zeichnung findet am Mittwoch, dem ßüai S9C8 statt, und nehmen wir bereits von heute an Anmeldungen entgegen. Der Bezug zugeteilter Beträge kann in der Zeit vom 10. bis 15. Juni 1908 erfolgen.