Jtv. 200 - Erstes Blatt 158. Jahrgang Mittwoch 20. August 1008 Der Lietzener Anzeiger / «ezuaSpret-r SrSS^X AL A4a 44» Ü4444! 44»Ä »ithener^amilienbiätter; O 1® Jwk ® B JVk W SWle- u. Zweigstellen iioeiirialroöifientLKreis» KG bBPBÄ ■ fl 1B» £■ ffl 5Ä H ■ Qö ▼ wD M 9| W gfl /S Ä 'Ä 3 ’ monatlich 65 Pf.: durch batlftirötnKrdsWefcen BÄ W V| SLsr MMi |L< fj Zg $L< 91 FU « ifi Jk g g £ £2 biePost Mk.L.-oiencl- I'DienSlag und Freitag): M M A' »-.. ES r$ F 'i M 53T 8S ItR B 9 HM fC ■ ■ S SBC B8 lährl. auSschl. Bestellg. SjttVlVllVlIVI- 44111VIUVI =KÄ u bl« tHeöarnon 112, vJr Eieran»wortnch SS? General-Anzeiger für Oberhefsen WM lanat|mc von Anzeige« V *r " • l l u. 2anöe unb .«öcyidit*- im Donnu?aSnionu^ Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unw.'vuch. und Zteindruckeret. R. Lauge. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze r. !u^e,'^mesi°?'H."BÄ Icttunfl der Manöver ist Erzherzog Franz Ferdinand betraut worden. Keine Anleihe, kein Marineabkommen. Laut „Daily Chronicle" hat daS Kabinett weder die Ausnahme einer Anleihe zu Floltenzwecken, noch ein Marineabkommen mit Deutsch- land je in Erwägung gezogen. Ein neues Unterseeboot. In der Geschütziabr ik MarimS in Narrow werden, wie hiesige Blätter melden, geheime Versuche mit einem neu erfundenen Unterseeboot unternommen, daS bestimmt sein soll, eine Revolution in der K 0 n st r u k - t io n von submarinen Schiffen heroorzurusen. Die Einzelheiten über den neuen Typ werden streng geheim gehalten. Telephonische Verbindung zwischen Europa und Amerika. Zwischen dem französischen Kriegsmmislerinm und dem amerikanischen Ingenieur Forest wurde ein Vertrag ab- geschloffen, wonach schon Anfang September eine drahtlose telephonische Verbindung vom E i s e l t u r m nach New-4) ort hcrgestellt werden soll. politische Tagesschar». Die Abiturientenprüfung. Zur Umgestaltung der Abiturientenprüfung verlautet, l d rß außer Bayern noch Schwarzburg-Rudolstadt den preußi- I-chen Vorschlag auf freiere Anwendung der Kompensationen I bgelehnt hat. Sämtliche anderen Bundesstaaten haben Ibim preußischen Standpunkt zugestimmt, der ein „Ungcnügenb* I n einem Fach durch eme besonders gute Leistung auch in I • inein Nebenfach ausgleichen und die endgiltige Entscheidung :i i die Hände der Prüfungskommission legen will. Da Elsaß- Asthringen bereits seit längerer Zeit im Einklang mit den dresdener Abmachungen über die gegenseitige Anerkennung ökc Reifezeugnisse eine Prüfungsordnung eingeführt hat, die atm preußischen Standpunkt vollkommen entspricht, kann man annehmen, daß Preußen sich diese Lösung der Frage auch zu -irzen machen wird. Deutschland und Marokko. Allem Anschein nach ist Muley Hafid gesonnen, das von j,einem Bruder mit den Mächten abgeschlosiene Algerirasabkommen unzucrkennen. Wenigstens läßt eine Meldung aus Tanger vom 25. d. Mts. eine solche Deutung zu. Der Minister des Aeußern J.’iuleij Hasids, El Mcncbbi, hat nämlich die Führer der Stämme n der Umgebung von Tanger unb die Truppenabteilungen zu- LUtmengerufen, um ihnen mitzuteilen, daß er sie verantwortlich iir^che für etwaige Unbotmäßigkeiten und für alle Handlungen, bu mit den Borschristen der Algecirasakte in Widerspruch ständen: c wies daraus hin, daß die Algecirasakte ihren Missetaten und iicu Attentaten gegen Europäer entgegenstche. Die Anerkennung ■ i>ec Wgecirasakle durch Muley Hasid ist natürlich für die Mächte ||Vorbedingung seiner Anerkennung als Sultan. Muley Hafid I ut also jetzt wohl daran, alle Verpflichtungen feines Bruders ■11 übernehmen. Nun fragt es sich allerdings, wie die Marok- ! Inner sich hierzu stellen werden. Abdul Asis verdarb es mit inen, weil er sich nach ihrer Meinung gar zu sehr mit den I lanzosen eingelassen hatte. Die Franzosen aber sind den Marok- .’.icrn die am meisten gehaßten Feinde. Als Muley Hafid mit dem heiligen Kriege drohte, errang er sich sofort die Sym- . .lhien der Marokkaner, weil ihnen dieser Krieg nichts anderes deutete,' als der jkrieg gegen die Franzosen. Atulcy Hafid uirb sich in Wirklichkeit natürlich hüten, einen solchen Mieg > 1 izufangen Er ist einsichtig und verständig genug, um sich jbft zu sagen, daß ein Krieg gegen eine europäische Macht uussichtslos ist. Sehr interessant ift es, die Gesinnung der ma- csilanischen Bevölkerung gegen Deutschland kennen zu lernen. U tajor Tschudi, der vor etwa zwei Jahren in den Dienst des r-ütans Abdul AsiS trat, um das marokkanische Jngenieurwesen , 1 reformieren,macht einem Mitarbeiter des „Tags" fehr inte- ? isante Aiilteilungen über die Deutschfreundlichkeit Muley W i>isids und der Marokkaner. Wir lesen hierüber im „Tag' : . Senii Sie mich fragen, ob Muley Hafid deutschfreundlich Iji. so möchte ich die Frage dahin beantworten, daß die Si- .Aition eine solche Freundschaft allerdings mit sich bringt. Vculey >2 cfib hat das Volk hinter sich, und das Vol list den Deut- j u i. freundlicher gesinnt als irgendeiner anderen Nation. 1 n dieser Tatsache ist nicht zu rütteln. Zum Beispiel traf ich i nem Ritt in der Gegend von Rabat zwei Schauialeute. Sie litßen mich passieren, dann hörte ich, wie sie den iMter mir leitenden, mich begleitenden Kaid fragten, was für cm Landsmann idj sei. Unb als sie hörten, ich sei ein Deutscher, kamen sie irran, hielten mir eine große Ansprache und baten mich, ne doch in ihrem Dorfe zu besuchen. Sie versicherten, ein Deutscher tonne 1 lücrall unbelästigt reisen: er würde stets willkommen sein. Ein | ^anzose aber —. Uno bann folgte eine Gebärde des Hals- g .bichneidens. Um so bezeichnender ist es da — sowohl für ■ ss-ianzosen wie für Marokkaner — daß von Easablanca bis nach ■ Ncbat und sogar nach Tale — einer Stabt, in der feine Ehristen ■ loiohnen — französische Offiziere unbelästigt Herumreiten können. 1 2 je Lehre von Casablanca ist also nicht fruchtlos gewesen. W fiür uns Deutsche sind diese Beobachtungen recht intcrcfia^nt.^ bae5 den Das Befinden b e s K a 1 s e r S F r a n z I 0 s e f ist nicht beste. Ter greife 3?toimvd) hat die geplante Teilnahme an flioßcn Mauöoein ui Unaarn ausgeben müssen. JJht der Liber» Deutsches rreich. Einnngeblichcr Unfall desKaisers. Die Gerüchte, hjionad) der Kaiser in Kassel beim Reiten einen Unfall erlitten habe, entbehren, :i11116 von autoritativer Seite mitgeteilt roirb, jeöer I Mgründung. Ter Kaiser hat gestern früh bei bestem Wohlsein ,m Begleiiung der gesamten kaiserlichen Familie, soweit sie ut '^ssel anwesend ist, einen Spazierritt unternommen: die Abfahrt zu den Kaiser-Paraden in Elsaß-Lothringen erfolgt l)eute früh. verzog Karl Borwin von Mecklenburg- Ttrelitz, Der jüngst» Sohn des Großhcrzogs Adolf 6°Diedrich, iii"i in vergangener Nacht an einem Herzleiden Sdfwweru 22er Herzog gehörte dem diesjäl-rigen Kürsus der Kriegsschule c.. Herzog Karl Borwin hat iwd) nicht ein Atter von zwanzig Athren erreicht. . «... Der iialienische Minister des Aeußern, Titian i, der sich vorgestern abend von München nach Bad Juiutai** I-nU begab, war gestern vorntiltag in Berchtesgadcii emgetrosien, uni dem Siautssekretär von Schoen auf dessen ^Landgut-Lchonhaufl e inen Besuch abznstatten. Atinister Tittoni kehrte gefbern abend und) Lad Reichenhall zurück. m Bürgermeister Schücking hat Befchwerde bet dem Re- x erungspräsidenten wegen der Beschlagnahme von Privatvrtcien ciiljoben. , . , Der Geseßentwurf über die Einwivkuna von für me nunter st üpung auf öffentliche ot echte in tepr im Reichsaint des Innern fertiggestellt und liegt deni preuwEfi Liaatsministerium vor. lieber den Inhalt haben ,ich die samt- lL2jcn Rcssons des Reichs und Preußens^bereitt> O^tntgü Tw Erläge entspricht in ihren Grundsätzen den Wumchen, die nn Ksichstage von verschiedenen Seiten geäutzert wurden. Tie Verhandlungen über den deutf konischen Lehreraustausch , dem Emtusmun I fiwrium und dem Carnegie-Jnstilut in Newi)ork haben zu folgendem K-sultal geführt: Im Lttober gehen em preutziich« Oberlehrer üb.D sechs Proberandidaten nach Amerika, um an yoh^ren^chulQi m Reuyorl, Boston, Newbaven, Worcester, Chicago und^Exetev !zu unterrichten, wahrend die Union 12 Herren S" uns d ui größeren deutschen Universitätsstädten unterrichten fallen und !|]L:id?5citig die betreuenden Universitäten besuchen werden. Ausland. Aus Stadt und Land. Gießen, 26. August 1908. • • Hohe Durchreisende. Heute morgen um 5V, Uhr passierte auf der Fahrt nach Metz ein Sonderzug des Kron» prinzenpaareS unb uni ltsi/4 Uhr ein solcher bes Kaisers ben hiesigen Bahnhof. Der Kaiser hatte hier 10 unb baS Kronprinzenpaar 5 Minuten Aufenthalt. • • Pfarrpersonalicn. Se. Kgl. Hoh. ber Groß - Herzog haben ben von Sämtlichen Niedesel Freiherren zu Eisenbach auf bie evang. Psarrstelle zu Blaar präsentierten Pfarroerwalter Joh. Beller zu Freiensteinau unb ben von Sämtlichen Niebesel Freiherren zu Eisenbach auf bie evang. Pfarrstelle zu Freiensteinau präsentierten Hilfsgeistlichen Ang. Memmert zu Nürnberg bestätigt. • • Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Joh. Hartmann zu Hammelbach eine Lchrerstelle an der Gemeindeschule zu Hainstadt. Erledigt ist eine Lehrerstelle an der kath. Schule zu Hirschhorn. • * Erledigt ist bie Stelle de§ Hauptsteueramts- renbanten bei dem Hauptsteueramt Offenbach unb bie Stelle bes Bezirkssteuerkontrolleurs zu Nibda. • • Museum de§ Oberhessischen Geschichtsvereins. Der Bericht im »Gieß. Anz." vom 24. August 1908, Nr. 198, »Fränkische Gräber" bebarf einer Ergänzung. Bei ben letzten Ausgrabungen auf bem Trieb wurde unter ei,'.er großen Steinjetjung ein St'einkistengrab mit Skelett- beüaltung aufgebedt. Die Waffen — Schwert unb Speerspitze — sind betreiben Art, wie sie in der Untiefe bei La Tfcne am Neuenburger See, einer großen keltischen Siedelung, gefunden sind. Als Beigaben sanden sich ein kleiner goldener 'Rippenring, Gürtelhaken unb Ning, Armbanb von Eisen unb ein bronzener Halsring vor. Bon den Toten waren nur noch Zahnkronen erhalten. Auf Schwert unb Gürtelriug zeigten sich noch bie Abdrücke von Gewebe. Bezüglich ber Steine wirb bemerkt, baß einige Zeichen ben Charakter von Runen aufweisen, ob bas aber eine Runenschrift ist, wirb noch nachzuweisen fein. — Eine hocherfrciiliche Spende von 30 0 Mk. hat die Kasse be§ Lberhessifchen Geschichtsvereins für bas Museum von einem hiesigen ungenannten Gönner erhalten, wofür an dieser Stelle herzlicher Dank ausgesprochen wird. • • Nachweis der Befähig u ng z ur Ue d e r na hm e eines Kirchenamts. lieber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetzes vom 5. Juli 1887, die Vorbildung unb Anstellung ber Geistlichen betr., zur Ueberuahme eines Kirchen- amteS nolroenbigen Eigenschaften ist ber Nachweis erbracht worben bezüglich ber Kanbidaten der evang. Theologie Herrn. Bingel zu WormS, Wilh. D i l l zu Wieseck, Hans Eichenauer zu Ober-Ohmen, Ernst zur Stieben zu Barmen, Wilh. Sehrt zu Gronau und Wilhelm Vollrath zu Traisa; bezüglich der kathol. Geistlichen Theodor Sturn auS Speyer, VRlh. Weil aus Eich und Adam Winkler aus Viernheim. • • Der FortbildnngSkursus für Organisten und Kantoren des Großherzogtums Hesien wird unter Leitung deS Kirchenmusikmeisters Profesiors Llrnold Mendelssohn vom 21. September bis 10. Oktober in Darmstadt abgehalten werden. • • Gründung einer hessischen Kaminfeger- gesellschaft. Am 2. b. M. fand in Darmstadt eine gut besuchte Versammlung der hessischen Kaminfegergehilfen statt. ES waren Vertreter auS Darmstadt, Mainz, Kastel, Alzey, WormS, Butzbach, Dieburg, Bensheim, Gernsheim rc. erschienen. Nach eingehender Beratung wurde bie Grünbung einstimmig beschlossen unb als Sitz Darmstabt gewählt. Zum ersten Borsitzenben unb Altgesellen wurde Emil Wenzel- Darmstadt, Karlstr. 30, gewählt, woselbst sich auch die Geschäftsstelle befindet. Als Schriftführer wurde Freida-Darm- ftabt, unb als Rechner WeiSrock-Kastel mit Stimmenmehrheit gewählt, weiter wurden Erubner-Butzbach für Oberhefsen und Wagner-Alzey für Rheinhessen als 93er- trauenSmünner ernannt. Als Jahresbeitrag wurden 3 Mk. (halbjährig zahlbar) festgesetzt. Durch die Gründung der Vereinigung wirb hauptsächlich die Erzielung eines guten Einvernehmens mit der Innung bezweckt, sowie eine Förderung des Standes, Herbeiführung einheitlicher Anstellungsgrundsätze rc. Mit einem Hoch auf die Meisterschaft wurde die Versammlung geschloffen. An die noch fernstehenden Gehilfen ergeht die Bitte, sich bei ben Vertrauensmännern baldigst als Mitglied anzumelden. * * Einbruch. In versiossener Nach, wurde in einem Laden am SelterÄveg eingcbrochcn und für ca. 300 Mark Dainen- ko n f e k t i 0 n s w ar en , L;::i :nb in Blusen von schwarzer und weißer Seide, Damenmäntcl und einer Taftjacke, geswhlen. Dre Diebe Ijabcn die Sachen in einen Karton verpackt, auf dein sich der Ausdruck 40—50 befindet. Außerdem erbrachen sic d.eKafs und nahmen den Inhalt, ca. 30 Mark Wechselgeld, mit. D.e Täter haben vom Gonen au-5 eine Fensterscheibe eingedrückt und ind so in den Loden cingesticgen. ** Verhüteter Unfall. Gestern nachmittag, als ber Zug der Bieber tat bahn an 8 bem Bahnhof ausfuhr, bog plötzl.a> ein von der Robheimer Straße kommendes Fultrwerk direkt vor dem Zug in den llebergang nach der Lahnstraße ein. DaS Zugpersonal brachte den Zug uit letzten Nloment zum stehen unb Der • hütete ein Unglück. Der Leiter dok Fuhrwerks soll bctrun. ii; gewesen sein unb das Gejährt nicht in seiner Gewalt gehabt habeiu. "NeueS Leben blüht auS den Ruinen! Die Bauwerke ber ehemaligen Reibcr'schen Groß-Schreinerei an ber Ecke der Wieseck und Bahnhofstraße waren für bie Gegend, als die Schreinerei noch im Betriebe war, feine Zierde. Als vor mehreren Jahren baS Besitztum veräußert wurde, ver- wandelten sich die Gebäude in Ruinen. Der Zustand war mit bet Zeit, besonders in den letzten beiden Jahren, noch unleidlicher geworden, weil dec nach der Straße zu gelegene unbebaute Platz zum Lagern von allerhand altem Baumaterial benutzt wurde. Seit einigen Wochen hat die Eigentümerin des wertvollen Grundbesitzes, die Baufirma Winn u. Co., tabula rasa gemacht und den ganzen alten Plunder nieder- gerissen, nachdem man schon früher baS räumlich große, dahinter mit der Front nach der Wieseck gelegene Seitengebäude zu einem schmucken, für die Zwecke ber Firma geeigneten GeschäftSbau umgestaltet hatte. Der burch bie Abbrucharbeiten frei geworbene Bauplatz wirb mit einem architektonisch wirkungsvoll gestalteten Doppelhaus bebaut, besten Fastabe nicht nur nach ber Bahnhofstraße, fonbern auch nach ber Wieseck zu auSgestaltet werben soll. Zurzeit schweben mit ber Stadt noch Verhandlungen, um in der einen ober anberen Weise längs der Wieseck unmittelbar an dem projektierten Hause eine Arkaden-Anlage zu schaffen, die später eventuell von ben Anliegern bis zur Ucberbrücfung an der Frankfurter Straße fortgesetzt werben könnte. Es ist wohl zu hoffen, daß bie Stadtverordneten-Versammlung dazu ihre Genehmigung erteilt. Würbe boch gerabe an bieser exponierten Stelle durch ben projektierten Arkabenbcm bie Alicestraße recht vorteilhaft gehoben werden. Jedenfalls wirb mit bem Neubau schleunigst begonnen werben, bannt er Mitte k. Js. bezogen werden kann. — Großen-Linden, 26. 9(ug. Zu unserem Bericht' über die Kircheneinweihung sei noch mitgeteilt, daß auch die Mitglieder des Gemeinderats sich an ben Stiftungen beteiligt haben. Sie stifteten zusammen einen größeren Beitrag zu den gemalten Kirchenfenstern. — Ein Teil dec Weiß- binberarbeiten wurde, wie ergänzend bemerkt sei, non dem hiesigen Weißbindermeister Dern ausgeführt. —b Niederdessingen, 25. August. In letzter Zeit kamen hier verschiedene Wäschediebstähle vor. Zwei Frauen der ausländischen Arbeiter an dem Bahnbau wurden unter dem dringenden Verdacht, bie Diebstähle begangen zu haben, in Haft genommen. — Der Landwirt Bill hatte einen ausländischen Arbeiter in Logis genommen. Am andern Morgen, als Bill sich ins Feld begeben wollte, lag der Arbeiter noch im Bett und stellte sich krank. Vorn Felde zurückgekehrt, fand der Mann das Belt leer. Dec Kranke ivar spurlos verschwunden und mit rhm l20Mk., die in einem Schranke aufbeivaljrt lagen. X Nidda, 25. Ang. Ende voriger Woche wurde an einem hiesigen Bürger ein gemeiner Bubenstreich verübt. Man riß ihm Bohnen, Erbsen und Gurken in feinem Garten mit den Wurzeln aus, brach ihm einige Nosen- bäumchen unb Blrimenstöcke ab unb zerschnitt ihm bie Waschleine. Gehört einem solchen Täter nicht die Prügelstrafe? Gestern verunglückte in dem Steinbruch auf der „Beunde^ ein Arbeiter und mußte mit gequetschten Bcm nach Gießen zur Klinik verbracht werden. — Einen schönen Anblick bieten gegenwärtig die Obstanlagen an den Staats- und Kreisstraßen. Die dort gepflanzten Bäume, lauter edle Sorten, sind so reich mit Obst behangen und baS Obst selbst ist so schön, daß den betreffenden Kaffen ein reicher Betrag zufließen wird. h. Frankfurt a. M., 25. Aug. Auf dem Standes» amt entdeckte man heute bei zufälliger Einsichtnahme der Register, daß von frevelhafter Hand die Urkunde über Goethes Geburt herausgeschnitten worden ist. Wann die Tat verübt wurde, ist noch nicht festgestellt. Gegen eine Gebühr können die Register vom Publikum eingesehen werden. fc. Schlüchtern, 24. Aug. Der zweigeleisige Tunnel durch den Distelrasen bei Elm auf der Strecke Frankfurt—Bebra, der mit 3560 Meter Länge einer der größten Eisenbahntunnels in Deutschland werden wirb, wird am 1. Juli 1912 fertiggestellt sein. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 25. Ang. Auch eine Spezialistin. Irn letzten Winter bestellte die Hausiererin K. H. aus Dußlingen ^Württemberg- mittels einer Postkarte von Friedberg aus, wo sie sich mit einem gewissen Bach umhertrieb, bei dem Landcsgesängnis ^roäbi^tfH)a^l eine Sendung Fußmatten und unterzeichnete bie Karte mit dem Namen Marg. Stroh. Ten Namen fingierte sie um deswillen, weil sie annahm, sie würde mit Rücksicht auf ihre frühere Internierung in der betr. Anstalt keine Waren zugeschickt bekommen. Als die Sendung in Friedberg ankam, veranlaßte sie den Weitertransport nach Nieder- Wöllstadt: es fehlte ihr aber an Geld um bie Nachnahmesendung einzulösen, weshalb sie sich, nachdem sie an der Stationskasse abgewiesen war, an den Lademeister wandte und ihn bat, ihr Sie suchte zwei Verletzung auffaßte, 2 Monate Gefängnis ein. * Neue Opfer des Alpens Ports. Bei einer B e trug der Witwe (5. L. von das ihr Verhalten als Körper- streitcndc Männer dadurch voneinander zu bringen, daß sie dem einen mit einem Besenstiel auf den rl'opf schlug. Ihre Berufung stützte sich auf Notwehr, doch verteidigte sie sich so ungeschickt, datz sic zugab, sie habe den Schlag nur um deswillen auf den Mann geführt, well er sie tags zuvor beschimpft l)abe. Da dies außer einer Reih^ anderer «trafen die vierte wegen Körperverletzung ist, hatte ihr das Schöffengericht mildernde Umstände versagt, in welchem Falle die erkannte Strafe die Minimalstrase ist. Wenn and) der Härte des Schädels des Verletzten wegen leine erhebliche Wunde entstanden ist, so hatte Dod) das Berufungsgericht auch ekinc mildernoe Umstände gefunden, weshalb es das Urteil bestätigte. Eine angebliche Ruhestistung Alsfeld beim Schöffengericht, vermischtes. *■ Massendiebstähle in der Deutschen Wa f fen- undMunitionsfabrik. Seil Wochen vcrsänvanden aus der Deutschen Waffen- und Munllions^örik in Berlin Waffen- und Munitionsteile sowie Handwerkszeug aller Art. Tie unausgesetzten Veobachtunge»i ergaben, daß nicht ein einzelner, sondern mehrere der im Betriebe tätigen Personen an den Dieostählen beteiligt seien. (Kitt unerwartete Durcysuchuug bei Geschäft-- schluß lührte dann auch zur Entlarvung der Täter. Lehn Arbeiter wurden verhaftet. Haussuchungen brachten ein reichhaltiges Ticbeslaacr ans Liä/t. Auch mehrere Waffen Händler fcheinen mit den Dieben in Verbindung gestanden zui-aben. Vier Arbeiter wurden in haft behalten. Am Dienstag abend wurde noch der Büchsennracher Reinl-old Frmike verhaftet. Er unterhielt zu Hause eine eigene Wcrkstcut. In dieser scheint er die Zusammenstellung von (Seit, yr en im Großen betrieben zu toben. Es wurden bei ihm allein fünf fertige Militärgewehre Modell 96 sowie viele Gewehr teile, scharfe Patronen und Vs Zentner Pulver beschlag- nahmt. Er wird sich daher auch wegen'unerlaubten Ausbewahrens von Sprengstoffen zu mranttvvrten haben. — Die Moskauer Bahnverwa ltung l-at gewaltige Diebereien entdeckt, die die russische Transportgesellschaft im Verlauf von 2 Jahren um zwei Millionen Nudel schädigten. Eine große Anzahl Bahnbeamte find beteiligt. Betrug. Ter 18jährige Fuhrmann W. D. von Nidda fährt seit anderthalb Jahren den Mitglieder der Molkereigenossenschaft Hungen die Milch nach der Molkerei und besorgt den Genossenschaftsmitgliedern auf Grund von Bestellzetteln die Molkereiprodukte in ihre Wohnungen. Nachdem er im Anfang zur Zufriedenheit seiner Auftraggeber gearbeitet hatte, stellte es fich heraus, daß er sich in der letzten Zell eine Reihe von Veruntreuungen hat zusd)uldcn kommen lassen, bejüglid) deren er sich demnächst vor dem Schöffengericht zu verantworten bat. Zur Zuständigkeit der Strafkammer gehörten vier Urkundenfälschungen, die mit Betrug einheitlich zusammentreffen. Er hat zwei Bestellzettel fälschlich angefertigt und mit den Namen von Genossenschaftsmitgliedern unterschrieben, sowie zwei Zettel, die von Mitgliedern auügesüllt und unterzeichnet waren, in der Weise abge- Änbirt, daß ihm größere Quantitäten verabfolgt wurden als bestellt waren. Er will nicht in betrügender Absicht gehandelt haben, die Leute hätten vielfach mehr Butter und M'äfe von ihm Verlangt, als sie auf den Bestellzetteln aufgeführt hätten, weshalb er die Zettel entsprechend abgeändert tobe. Er verwickelte sich ober derart in Widersprüche daß für das Gericht kein Zweifel bestand, daß er versucht hat, auf Grund der gefälschten Zettel von der Molkerei Waren zu bekommen, um diese an Nichtmitglieder gegen einen höheren Preis abzusetzen. And) glaubte ihm jbao Gericht nicht, daß er sich bei den Fälschungen nichts Böses gedacht und geglaubt habe, sein Tun sei nicht strafbar. Soviel stand fest, daß der Angeklagte nach feiner Intelligenz in der Lage war, die Strafbarkeit seiner Handlungsweise zu erkennen, und da dies )ur Bestrafung genügt, wurde er zu einer Gefängnisstrafe von einem M onat verurteilt. Hausfriedensbruch. Kürzlich wurde der als Bettler umherziehende Taglöhner H. St. von Dauern he im in dem Hause eines Weißbinders au Reiskirchen von einem Jungen vor einem offenen Schrank stehend angetroffen. Nach Stellung Strafantrags wegen haus- friedensbruchs wurde das Schöffengericht mit der Aburteilung der «ad)c betraut. Es nahm an, der Angeklagte habe es aus einen Diebstahl abgesehen und verwies deshalb, da der Angeklagte wegen dieses Deliktes fid) im Rückfall befindet, die Sache an die Strafkammer. Ta die Anklage und der Beschluß über die Eröffnung des hauptverfahrens sich nicht auf Diebslahlsvcrsuch erstreckte, konnte bei der Verhandlung dieser Punkt aud) nicht berührt werden und hätte deshalb das Schöffengericht int Sinne der Anklage entscheiden müssen Nachdem aber die Sache an die Strafkammer verwiesen worden war, mußte sie nach der Straf- Prozeßordnung zur Verhandlung schreiten. Des Bettelns war der Angeklagte geständig, dagegen bestritt er, im genannten Hause gewesen zu sein. Da eine Verwechselung seiner Person ausgeschlossen war, hielt man ihn für schuldig und verurteilte ihn wegen HaussriedensbruchS zu 3 Wochen Gefängnis und wegen Bettelns ui 3 Wochen haft, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt erklärt wurde doch einige Matten abzulassen, die sie abfetzen wolle, 'is sie soviel Geld beisammen habe, um die Nachnahme einlösen zu können. Nachdem sie dem Beamten noch borge» dmrinbelt hatte, aus Anlaß der Hochzeit im Piarrhause seien bu ihr Matten bestellt worden, auch Lehrer- und mehrere andere Leute hätten bei ihr Bestellungen gemacht, so daß sie in j*t Lage sei, um die Mittagszeit schon die Einlösung zu bewerkstelligen, überließ ihr der Lademeister den größten Dell der Sendung, iromu ftc oerschwano, um 'ich nicht mehr blicken zu laiien Um die nämliche Zeit bat sie eine weitere Bestellung auf Fußmatten unter ihrem richtigen Namen bei einer Rüsselsheimer Firma gemacht. Tie Sendung wurde ebenfalls unter Nachnahme nich »tlein-Karben spediert, hier erregte sie das Mitleid oeS Lademeiftere indem sie ihm ihre Notlage schilderte und versprach, btc Nachnahme ein-icköftn, sobald sie einen Teil der Matten abgesetzt habe, .lud) bier ließ sie sich nicht mehr sehen, nachdem ihr ein Teil verabfolgt worden war. Ihre Gutmütigkeit Haden die Lademelster, Die für die Nachnahmebeträge aufkommen mußten, mit 17 bezw. 19 Mk. Schaden zu büßen Rach den Vorstrafakten scheint dies die Spezialität der Angeklagten zu sein, denn in Tübingen wurde sie wegen 5, und in .\xilbronn mögen 7 Derartiger älle, die sie teilweise in Gemeinschaft mit B verübt hat, zu 11 Monaten bezw. 14 Wochen Gefängnis verurteilt Ihre Angabe, sie habe B. das Geld für die Nachnahme gegeben und könne nichts dazu, daß dieser sic nicht eingelüst habe, verdiente wenig Glauben. Für den ersten Fall, in dem Urkundensälschung mit Betrug für vorliegend erachtet rouroc, erkannte das Gericht aus eine Ein- satzstraft von 6 und für den zweiten Fall, der nur Betrug darstellt, auf 4 Ntonate Gefängnis Diese Strafen, sowie dic in Tübingen und Heilbronn erkannten wurden unter entjvrechcn- oer Reduzierung auf eine Gesamtstrafe von 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis zurückgesührt. Eia Wüstling. Gegen den lOjährigen Steinbrucharbeiter W D. von O r t e n b e r g , der wegen Sittlichkeitsvergebens bestraft ist, wurde unter Ausschluß der Ceffenthdrfcit wegen Si 11 l i ch k e i t s v e r- brechens verhandelt, Wad) dem Urteil hat er an einem Sonntagnachmittag ein von Badenhausen nach Lrtcnberg gehendes tzjähriges Mädchen unter Versprechungen in den Straßengraben gelockt, um unsittliche Handlungen an ihm vorzunehmen. Ter Umstand, daß dem Winbe weder ein körperlicher noch physischer Schaden entstanden ist und der Angeklagte kein hervorragender Geistesheld zu sein scheint, rechtfertigte die Minimalstrase von 6 Monaten Gefängnis Eine Streitbare. Tic Nachricht, daß der Wiener Bankier ReißeS eine SRiOi» Kronen zur Erbauung eines Luftschiffes gefvender hab«. erfunden. Ebenfo dementirt der Biauereihesitzer Treher, h->- er eine halb« Million zu spenden beabsichtige. Zn Par »S rannte ein Personen;ug gegen einen ihrllW wobei 7 Personen verletzt wurden I Der in Marseille r.rtoftcte Mörder Cesar Jaffa j« jetzt auch des Brudermord.« beschuldigt TaffoS Bruder hör unter rätselhaften Umständen. Tie Leiche ist setzt rrbumiert Dailo -iciegraf berichtet aus Rewyork von einem iurchc. toren Berti n. daS von zivei unbekannten Männern einer Frau verübt wurde Sie überfielen eine Passantin, tx sie $u reraulen. Um feil’« rufend, lief die Frau davon, tcmxbt aber von den beiden eingclylt, ihres GelocS beraubt und »or eine elektrische Straßenbahn geworfen. Sie ivvxh furchtbar verstümmelt und Hieb ’oiort toi. Ter MowrfühM hielt an und nahm mit einigen Pa sagieren die Veriolguna iw Mörder auf. jedoch Vergebens Ein Bandit hielt im aiuerik. Nationalparkvons)ella». ft one einen Wagen mit 7 Touristen an, olünderte die stv. Jasten und stüchiete mit den auSgespannien vier Pferden. T, kavatleneposten, welche von der Regievuug jur llebmvnd)img t?i Parkes aulgeftcUt find, nahmen sofort die Bettolgmig du Banditen qm. ------- Zeppelin. Zur Aufklärung der Ursachen der Luftschiff-Katastrophe schreibt man uiifl iiachtraglich von sachverständiger technischer Seite: .Der Zerwelin'sche Ballon balle viel Ga« verloren; bei einer nicht starren Hullc druckt sich m solchem Falle diese em. Da daS bei starrer Hülle nicht möglich ist, Io war em Bestreben der Atmosphäre vor- banden, stdi mit einer Wasterstostüllimg des Ballons zu vermischen. TiefeS Bestreben mußte ziinehmen, als der Ballon losgensten und durch beit Sturm gehoben ivurde. Die Lust war infolge der Ge- iviller mit Qzon geschwängert und durch daü AuSsliomen des Wasserstoff«« und Eindringen der stark ojonhaltigen Luft entstand eine Vermengung und somit das fogenannle »Knallgas-. Tie Harte Reibung und der AiiSgleidi der polarisierten Elektrizität bewirkte Hitze unb bie bekannte Erfcheinung ber plötzlichen Wasterdampl- bildiing unter F«uererschein»nia war ba. Mit solcher Wasterbildnna unter Feuererschentung erklären bic Astronomen baS plötzliche vonidergehenb« Aufleuchten buuNer Himmelskörper. Wichtig fchemt es au fein, den Ucbewig (bie Hülle) des starren Skeleus derartig elaitifch herzuslellen, baß bei Gasverlust einem Truck ber atmoivhaii- schcn Hilft nachgegeben wird. Vielleicht dürfte eS stch auch empiehleu, jemc Art (tlchtuiläUktbleiier anzudringen, damit die an den Spitzen «mifirömenbe Elektrizuät nicht bev GaSfüllung, sondern der Atmosphäre entzogen wirb, vielleicht durch unter den Gondeln an- zudringende Ausläufer in Form von Büscheln.- Gras Zepelin ist am Ticnsta^ abend mit seiner Tochter aus .Fi>.Srid>sdajeii abgereist. Tie Aulrcgun^ii u den letzten Wsdxn iiuD bic Belagerung durch iminbet und Blllsteller riefen .>as Bedürsuis nach Ruhe hervor. Ter Aufcntoaii des Hafen wird geheim getoltm. ZevrAiN empfing den Direktor der FavoruW.-mnw;b.’r.> Gesellschaft aus Hannover und ließ sich bereit finden, einige Wort: „an ba: deutsche Bott" cur sine Platte tu sprechen. Ter Grar .Zeppelin ist abo vom Sdrd«cl aller berühmten Männer ber modernen Zell er eilt worden - Tie Schallplatte hat feine stimme scügehaltcn und >'o wird wohl das deutsche Volk in firner je« das Vergnügen bdben. neben ban Schuster Voigt auch den Grafen Zeppelin trn Barietü zu böten. V elleuht mutet ein dreister 3mmiiarw dem Grafen gar an persönliches Auftreten zu! Tie Rcd.> Ter fecrzop von Cumberland hat für Zep.elin 1000 Mark gestiftet, feine Söhne Prinz Georg Wilhelm 500 Mk. und Prinz Ernst August 200 Mk Hamburg tot für die Zeppelin»Spende insgesamt 194170 Mark gesammelt. Ein russischer Lcnkballov. Ter Times wird aus PeterHurg gemeldet, das Problem des Flugec scheine endgültig gelöst, falls die (Frroartungfn. d»c man an die jetzt dort bekannt gegebene Erfindung deS Militär- (Ingenieur. Leerst Oschtschervski-Krougllk knüpft, sich erfüllen. Dbfr't Srouglif »oll bereit) die Fähigkeit seines Systems, mit Leichtigkeit fünfmal größere Gewichte als die Aeropl^ne zu tragen und eine Gk'dnDinbigteit von 320 Kilometer in der Stunde zu erreichen, naebgeroieien haben Tra'e aus, er ordentlichen Erfolge mürben durch die Rotation von Flügeln erzielt, die Zinnstreisen statt Federn enthalten. Landwirtschaft. Braugerste- unb HopenauSstcllung. Alljährlich findet in Berlin im Monat Cftober eine deutsche Braugersten- uno Hopfenausstellung statt. In diesem Jahr ivird an- läßlich des Jubiläums der Versuchs- uno Lehranstalt für Brauerei die Ausstellung eine internationale sein Wie früher, nrtrb die Landlvirtschaftskammcr eine gemeinsame Beschickung der Ausstellung vornehmen. Im Interesse unseres heimischen Bmu» gcrstenbaucs ivärc desonoerS dieses Jahr eine reiche Beschickung der Ausstellung mit hessischen Braugersden erwünsdH Die Landwirte werden daher auf diese (öelegcnhoit besonders ausmerksam gemacht. Anmeldebogen sind durch dic Landwirtsdwftskammer Darmstadt, Rdeinstraßc 34 I zu erhalten. Alle Gersten werden, wie icdcs Fahr, so auch dieses durch die LandwirtschaftS- kammer einer Vorprüfung unterworfen. Der letzte Termin für dic Meldung und Einscnbiing t> r Proben ist der 5. September. 9,'cucstc Meldungen. Eine Berliner Korrespondenz verbreitet die SensationLnachuchi. daß das 4. hessische Infanterie-Regiment N r. 1 le wegen der bekannten Patronendiebstahlsaffäre beim Kaiser m lb- grtabe gefalle . sei. Die baldige Strafversetzung des RcguneW sei vom Kaiser bereits angeordnet worden und als neuer tikr nisonsort komme Pofen in Betracht. Wir glauben, daß diese Meldung, die in .yenen .ziemlicht Aufsehen erregen wird, nid)t zutrisst. Nach der MllltärkonvenNN soll das Hessische Moiüingcnt für die Tauer des Friedens ■ atnuon behalten und es soll vom Kaiser nut vorubet- gehend und in außctgcwöhnlid^en, durch inilitärische ober ix icboiencn Fällen verlegt werden können. Öh können Nicht cinschen, daß ein solcher Fall vorliegt uno wüide- eS aufs tiefste benagen, wenn bad vei < reiben einet Einzelnen von den RcgimentSangehörigen dadurch gebüßt werden soll, daß sie mehr als Tausend Kilometer von der veumu il)7or Tienstpslicht zu genügen haben. Auch ivlinid) üiig tv.lre eine derartige Maßnahme Nicht, beim die Rcichsvcrdrossenheit mürbe damit gewiß Nicht verminden werden. Griginal-Drahtinclduttgen. -sd. Darmstadt, 26. Bug. In der gestrigen Mil- gliedcr.Bcrsammlimg des freisinnigen Vereins wurde beschlossen, bei den bevorstehenden Landtagswahlen selbstständig vorzugehen. AlS Kandidaten wilrden Stadto. Iustij. rat GallnS und Architekt Christian Fr. Rückert au*- gestellt. b- Frankfurt a. M , 26. Aug Ter Maaistrat der Stadt Frankfurt tot bcsdüosscn, der 'Zknammlung der stadwerottmeu» lorznsd,'lagen, \ i die Zeppelin Spende 100a id hat Ku-vd- die Bebingung gestellt, daß eine Prüfung flkr du Schulden angestellt wirb, da er nicht beabsichtige, ubcrmebene Forderungen zu bezahlen. Boston, 86. August. Beim Einsturz eines •<• bände- würben 16 Personen getötet unb 20 verlebt. — sttach einer Tlelbung aus 91 e ro -'!) o 11 behübet sich bu Borlm- finna A. S. Brown & tto. in Zahlungsschwiertg- feiten. Ihre Verbinblichkeuen betragen 12 001 UOO Lollar«. Konstantinopel, 26 'Aiuj. Die armenischen K-' mitees haben nunmehr ebenfalls das lungtürkische L*n>itxun» angenommen. — Gestern sind ui Slam du l neue Brände ausv< brodjai. In lungrürknchcn Kreisen ist man betritf 6 u r.ctü > eunruhigt. da man dieselben auf Brandlegung zurück'üln. oiro^ 26. Aug. Bei der lleberschwemmung M nördlichen Stabltcllcs von Zt Hartum sind zah'.re^ Hän"' 'Uraestürzt und auch Verluste an Menschenleben pi ver- Newvork, 26. Aug. In der Nähe von Bdmar w-rde m einem Koster bic Leiche eines älteren ManncS gefunden, der oiftnbar bas €p»er eine- Mordes geworden war. Eine gt- wisse Bonnie :Hx>fenWoom in Baltimore Hal eingrüonben. das ihr Vater von ihrem Bruder Alexander mit ihrer Beihilfe er mordet worden sei, well er die Famllic mißhandelt habe. Ucher den gigenroärtigai Aufenthalt des Sohnes ist nichts bekannt. — Kleine K n n st ch r o n i k. Ter Kaiser Hal a> r vinU ber Großen Berliner Kunstausstellung bte Große goldene Medaille für Kunst dem Maler Professor Cito H. Engel in Berlin (gt* 1*466 -u Erbach im Odenwald) verliehen. — Wie man au« Lon- mund melbet, soll Ferdinand Freiligrath bei der bunbeu- jährigen Wicbcrkchr feine« Geburtstage«, am 17. Ium 1910, te feiner Vaterstadt Soest em Denkmal erhalten. Soest ist nach dem Zeugnis ber Tochter Freiligrath« bie Stabt', bte ihm feine andere am Heizen lag'. — 2er Cberrtgifieut befl (*o'iotaicu m Dresden, vofschau'pielcr Ludwig Stahl ist in Blanfw- berge gestorben. Stad', war in Brünn geboren und nutchu, nach Absolvierung seiner Studien al« aktiver Clftzier den Fctbzuc; m Bosnien unb ber Herzegowina mit. Glücklich uirudgefefö ging er zur Bühne unb war als barstellenber Künstler in Petersburg, Hamburg unb über zehn Ivhre an veilchiedenen K«. lincr Buhnen tätig, bis er im Jahre 1VSV an baS TrcSbener H». ibester berufen würbe. handel. — 4* • Hessische Laube S-H ypolhefenbank Pfand, briefe unb Konmnmal-Cbligationuu 2ie hiesige Nlcberlassmiq t<; M i t t e l b c n l s ch c >, Hrebitbanf, sowie bic hiesige Bonk. iirma Baruch Strang nehmen Anmelbunge ii auf bie btf zum 5. September zur Zeichnung auiligenbe» 4*;e rcichSmünd«:. Ucheren Vfanbbnefe unb Roinmunal-Cbhgationen unfünbbar bu 1918, zmn Kurse von 9V.2ö°, entgegen. Märkte. fc. Franksurt a. M.. 26. Aug. Schwcinemarkt. (Ota.- Tel. beS Gieß. Anz.) Zum Veikauje ftanben 1288 Schweine. BcM'i ivutbcn: für Schweine 1. Qual. 71—72 Pfg., Ledeud.'.civichl bis UO Pfg.; 2. Qualität 69—70 Pfg., Lebendgewicht 06,u—uO Pi^ 3. Qual. t2—68 Pfg. Geschäft gut, fein Uebciftanb. le. tjra n’iuvi a. '2)1., 25. Aug. Heu- unO Strohmarkt. Man notierte: Heu 2,50-2,80 Rik., Stroh 2^0 All. Alle« w 50 kg. Tenbenz fest. BoranOsichilichc Witterung für Hege» am Donnerstag 27. August: Wechselnde Bewölkung. Geringer Regen. Temperatur wie heute. Starke westliche Winde. st c i g u n g des Mönches von der Berghütte aus stürzten ein bcutjdKT Tourist und sein Führer ab. Beide wurden ziemlich schwer verletzt. Man stellte in den Äbgestürzten den Apo- tbclcr Tr. Fritz Pflaum aus München und den Führer Christian Balmer fest. ■ Ter Absturz ereignete fid) zwischen 6 und 7 Ubr morgens auf der Südseite des Mönchs unmittelbar unterhalb des Mönd>gipsels infolge Einbruchs einer über hängen den Schnec- c tief war, ist es fast wunderbar, daß die Verunglückten mit dem Leben daoonkameti. Pjlaum hatte beide Beine gebrochen, das eine doppelt. Balmer ist weniger schwer, jebod) ebenfalls erheblich verletzt: er konnte noch die Berglihütte erreichen, von ber beide ausgcgangen waren, unb dort eine von der Jungfrau kommende Turnerschar aus Interlaken m Hilse rufen, die am ReltunaSwerk rühmlichen Anteil nahm. Bei der Berglihütte brad) Balmer erfdjöbft zusammen. Pflaum wurde nach Interlaken in das Bezirks,pilal übergeführt. Er weilte mll seiner Fran zur Kur in Wengen. — Tcr Land gcrichtSrat Dr. Windhoer aus Pottenstein in Niederösterreich stürzte am Sonntag in den Iulischen Alpen ab; er wurde mit gebrochenem Fuß aufgefunden. * Voigts Dank. Tie „Welt am Montag" teilt den Wortlaut de.- Schreibens mit, das Wilhelm Voigt am 18. ds. MtS an den Kaiser zum Dank für seine Begnadigung gesandt hat. Es lautet: „Ew. Majestät waren so huldvollst und gnädig, nur meine Gefängnisstrafe zu erlassen, unb haben mir bamü cut unverhofftes Geschenk nanad)t. Für mich bedeutet Ew. Majestät Gnade nidit bloß die Abkürzung einer zu verbüßenden Strafe, son. dem die Erweckung zum neuen Leben. Ew. Majestät haben hierdurch nwalich gemacht, toß mein Alter glücklicher wird als meine Jugend 9tur wer ein durch eigene Schuld verfehltes Leben getragen hat, vermag zu ermessen, was für mich Ew. Majc stät gewährte Gnade zu bedeuten hat. Ich vermag nur in schwachen Worten Ew. Majestät meinen Dank auszusprechen, aber ich hoffe und erbitte, Ew. Majestät mögen mir zu bezeugen gestatten, bau mein Dank gut unb rem ist. Gestatten Ew Majestät mir, bau ich mich ansehe als Ew. Majestät allcruntertänigstcr Diener Wilhelm Voigt." * Meuterei DaS Pariser „Journal" meldet aus Brest: An Bord des deutschen Dampsers „Tom Corvitz", MapiLän Zipplet, aus Emden, nut Kohlen nach Algier unterwegs, ent- stand ^inc Meuterei, als das Schiss sich aus hoher See befand. DaS Schiff hatte ein Leck erhallen und dic Mannschaft weigerte sich, den Dienst zu versehen unter der Behauptung, das Schiff hätte zu schwer geloben. Tie Heizer ließen die Fmer ausgehen. Die Cffi jicrc muhten ihre Revolver ziehen und bie Besatzung nut ber Waise bedrohen. Der Kapitän mußte schließlich angesichts der Gefährlichkell ber Strömung einen Anker nie derlassen. Um 5 Uhr morgen« kam ein Lotse an, welcher beobachtet hotte, baß bas Schiss in Not war. Die Monnichast wollte ihn erft jiidu an Bord lassen, gestattete bies jebod) schließ« id) und daS Schiff wurde noch Breit gebracht, wo eine Untersuchung cinßdeüct worden ist. Ter deutsche Kvnsul in Havre ist von dem Zwischenfall verständigt worden. Kleine Lagcochrontr. AIS der Gustcn' Sd)ulHot in Berlin am 24. d M mit seiner Famllic von tiner Erholung Swift :im lehrte, machte er bie Entdeckung, baß der Inhalt scuies Ge l b sch r o u ke S im Wette von insgesamt 6 200 0 M k. Einbrechern in bic Hände gt» ullen war. Tie Ebnung war völlig verwüstet. Schulhof ist Kvimniisionär für Ubrcnfatriten und betreibt einen Handel nut Edclsteineu. Er haue ein großes Lager, unb so konnten für 40 UOO Mk. goldene Uhren, iur 1*000 SK* Smaragdeu, Saplrrrr unb 8riftontnt unb 1100 Mk in barem (Selbe gestohlen werden. Zu Essen a. d. Ruhr wurden der Ingenieur Pirbschun unb Ovet »rbeucr ivegen Fa l s dn» ii n )tT e i oerhaft.-t Sie fertigten talscuc Zwei- und Euirnarkstucke, fmvte niederländische 2*, Ceiuunoö-Municii an. ««o Q?, c r-J b 0 r * umrde im £ übt fr) je des Warmbades in --s Meter Tine eine i p rv-yr-n H« e 5'oo! au eile er bohrt, oit lieicrt 6000 Liter in Cer Stunde. Zu 'Ji cid)en ball nmrbe bei einem veranstalteten Schei b c n | ei' t eben der Pfarrer Hellerer au: ^roß^magc von CU,.— u. höher. Korsett ,Lillian‘ °°L'' Hochfeines Tüllkorsettf.d. heisse Jahreszeit PrciN Mk. 5.—, 6.— und höher. Korsettenhaus Anna Fischer -schieden. Hungen, den 24. August 1908. Großherzogliches Amtsgericht. Erntestricke empnehlt (4718 Edgar Borrmarm Gienen. Telephon 165. Eisenhandlung, Neustadl 11. ?9!,tier P.. Hisf./eibtz 5 9t9th Stenographie. Wir eröffnen Dienstag, bcn 1. September d. FS, abends 1 .9 Nhr, in unserem VereinSlokal ,Hotcl Einhorn^ Neue Kartofiein Perle o. Erfurt, zu den billigsten Tagespreisen^ ftrttlfcl ft empfiehlt Neuen Bäue 7. Telephon 612. 1> Schweinemarkt i? 7(2)o[W LebendgewA n Uebtritanb, ’. । Heu- und Strohs Stroh 23 M. | - _ __ eHesseu am Bonners;: ' ; Geringer Regen. Jem mngen. weitet die Sensationsllch.' ste-Regiment Nr | Daffäre beim ittijei ir rafverseßimg des Regir t morden und als neun - g, die in Hessen jitmi Nach der MWrkonm die Tauer txv' fritteuä 'll vom fiaifa nut Dow: rch militärische oder Delir egt werden tonnen. : x Fall vorliegt unb im verbrecherische Treiben c -örigen dadurch gebühi: > Kilometer von der M r. derartige Maßnahme k damit gewiß nicht Der?;-:. in der Gabclsbergcr'schen Stenographie (leichteste Erlernbarkeit, 1907=93000 Mitglieder, 145 573 Unterrichtete). Gleichzeitig beginnt ein Lehrgang im Dzcilinenzclireiden. Gefällige Anmeldungen, zu Beginn des Unterrichts erbeten. Stenographen - Gesellschaft „(Babelsberger". •5t. «. 73/08. 1. Der Ferdinand, Heinrich Werner, geb. 1. Juli 1878 KU 3nQlPdVfn " ^.Un6 }iir U^e?ierttr- ioiou di- tztz Spart ZeitArbeit. Geld! dauernd' blendend weiße Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 22. August 1908. Grotzh. Liulturrnspcttion Gienen. I. B.: Steinba ch. beim Gebrauch von Dl Thompson’5 SEIFENPULVER „PURO“ med. chem. Institut Dr. H, Scholl, München. die niQt : 9C§- Qlli 17 r, U >al erhalte,/?"'^ I Lbie Statt, .j 1899 Neuheiten in Spitzen, Boderieeo, Tüllen, KDöpfen. Besätzen) werden zum Ver- Spitzen J arbeiten mitgegeb. Auswahlen werden bereit willigst jederzeit zugesandt. laiao8 A. Salomon & Cie. Telephon 249. Schulstrasse 4. Heb. unbestr. zuletzt in Gießen wohnhaft werden beschuldigt, als beurlaubte Reservisten bezw. als -Wehrleute der Landwehr ohne Erlaubnis der zuständigen Militärbehörde auSgcwandert zu sein, Uebcrtrctung gegen z 360 Ro. 3 des Strafgesetzbuchs — in Verbindung mit £§ 4, 11 des Reichsgesctzcs vom 11. Januar 1888. — Dieselben werden auf Dienstag, den 3. November 1908, vorm. 81/., Uhr eoi- das Großhcrzogliche Schöffengericht in Gießen, Zimmer Slo. 6 zur Hauptverhandlung geladen. Bet uncntschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Drund der nach § 472 der Strafprozeßordnung von dem Ojr. Bezirkskommando Gießen ausgestellten Erklärungen verurteilt werden. Gießen, den 20. August 1908. Ter Groffhcrzogliche Amtsauwalt. d18/8 Brückcl. L - Uothekenbank w- 1' loreie die faiph,. " w 'genden 4°/. rciJ5 ^ligationen unfü* ; meldutigen. . In der geslW i nnigen Vereins Landtagswahlenii- ten wurden Stadlo, cislian Fr. Rückerl - g. Ter Magismdci^ ^us städtischen Mitteln^ :be abermals, en> E * berühmten >ares 6I|enbein St öian vermu rt, b . rach-Gallerie das rar. d-m «K Lebailian zuemet icht beadllchttge, i 6 i11 f1,11 getötet j-jifie* rf befindet P«. j{[ ‘kafe lögen 12UULnii6er$, Die aISjie ^anibul nenr B tulN 1'^, lebe^' * AAHk Submission. Die Lieferuirg von Weißzeug, Bettwerk, Krankenkleidcr, Alrankeirteppichc und Roßhaarmatratzen für die medizinischen unb Frauenkliniken soll auf dein öffentlichen Stlbmissionvlvcgc jür das Rechnungsjahr 1908 vergeben werden. Die Vergebung erfolgt auf Grund des Ministerialerlasses ®om 16. Juni 1893, und ist derselbe nebst Lieferungsbc- ringungen und Mustern auf dem Verwaltungsbureau nachmittags von 3 bis 5 Uhr cinzusehen. Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen stnd bis mm Eröffnungstermin Areitag, den 4. September 1908, nachmittags 4 Nhr l/mter Beifügung von Alustern an die Großh. Verwaltung jier medizinischen und Frauenkliniken cinzureichen. Zuschlagsfrist 20 Tage. Die Lieferung kann auch geteilt mergebcn werden. .. 2Sr. Verwaltlings-Dircktion der mediznuschen u. Frauenkltmken. Für die Schneiderei! 8lrbeiLsvergebung. Die Schreiner-, Glaser-, Dachdecker-, Spengler und Wciikbindcrarbcitcn (2 ^ofe>, sowie die Qicnlicscruug zur Unter haUuug der Gebäude der vofreile Asterweg Dir. 9 sollen Mittwoch, den 2. September d. IS., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. . Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen zur Einncht bei uns offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, lind ins zum genannten Termin an uns einzureichen. — ZufchlagsfrM14Tage. Gießen, den 26. August 1908. B*/8 Städtisches Hochbauaml. Gerbet.______ Neue Kartoffeln per Ztr. S — Mark empnehlt A. Weisel, SoimtnSr. 6 41551 Telephon 235._________ Hühneraugen und Hornhaut entfernt in kurzer Zeit Kadikai per Fläschchen 50 Pfg. Germania-Drogerie Carl Seibel. 5043 Leventi. entgegenkommende Zahlungsweise. 8722 Möbelmagaziii Äug. Ossmann 89 Seltereweg 89. ^>ersänmen Sic nicht bei Gefühl der Müdigkeit und geistigen Ab spannung meinen vorzüglichen Nähr- u. AräftigungSlikör zu probieren. Er steigert im hohen Grade die Arbeitsfähigkeit und ist außerordentlich bekömmlich. ,4869 per 1 Flasche Alk. 2,75 „ '/, „ Mk. 1^0. Germania-Drogerie, Carl Seibel Tel. 593 Gießen Frankf.-Str. 39 $Mo nidjt zu haben, prompter Ver- V' smid nach auswärts. .'. .'. .'. 340 Hofrciteu v . » .. Die Verdingungsunterlagen liegen aus Gro gl). Vurger- ineisterei Rodheim a. d. H. zur Emstcht offen, ^inge- bote haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen, _ stnd verschlossen, postfrei nnd mit entsprechender Auffchrift versehen bis spätestens Samstag, den 29. August 1908, vorm. 10 Uhr bet Großh. Bürgermeisterei Nodhcim emzu- rcichen. Die Eröffnung findet auf dem Rathaufe gii Rodheim ;ur angegebenen Zeit in Gegenwart erschienener er a Ein Oeckbeti mit 7 Pfund gut gereinigten Federn gefüllt Mk. 9.— 11.50 14.70 16.50 22.— rc. [/■ n mit 2 Pfund Federn gefüllt IXisst/II 3,— 3.60 4.40 6.20 rc. Zusendung nach außerhalb franko gegen Nachnahme. 4711 Gehr. "Weil Neustadl 10 GIESSEN Neustadt 10 Verdingung. Für die Feldberciuigung Rodheim a. d. H. sollen nachstehende Arbeiten auf dem Submissionswege in verschiedenen Losen vergeben werden. w :i. Herstellen der Lreisstraßenabfahrtcn veranschlagt zu 1600 JJL io Sn>- rttsinnnnmpne - „ 22UO .. Lehrgänge für Damen nnd jCcrren DüTHOMPSON'S ™ SEIFENPULVER1 Telefon 727. Marktstrasse 27, Rittergasse 27—29 Telefon 727. 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August 1908 bis auf weiteres täglich Vortrijl gehalten. Nachmittags 4 Uhr an allen Wochentages (ausgenommen Samstags) 06881 Bibelstunde jeden Abend 6 z Uhr, sowie Sonntag nachmittags 3 Uhr und abends 8 Uhr öffentlicher, religiöser ■ — Vortrag, — Jedermann ist freundlichst eingoladen. Gasthauses zum Löwen Neuenweg 28. Zugang bezw. Zufuhr zu demselben neben meinem seitherigen Geschäftslokal. Meine Privatwohnung befindet sich Schnlstrahe <>, I. Louis Rothenberger Telephon 176. Zeichnung- auf 4°/0ige reichsmündelsichore Pfandbriefe und Kommunal-Obligationen der Hessischen Landes-Hypotheken-Bank in Darmstadt (unter Leitung und Zinsgarantie des Staates) Die Hessische Landes-Hypotheken-Bank in Darmstadt legt 4°/ol8e» bi* 1916 unkündbare Pfandbriefe und Kommunal- Obligationen zum Kurse von 99,25% (Börsenkurs z. Zt. 99,70%) Ölst- u. Irautapr® empfiehlt ätuhisenreinerei von P. Henkel $<>nncnR*ra*ec B empfiehlt sein reichhaltiges Laaer in allen Arten 1 von Stühlen, Auszieh- n. 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