H'ürtn sn'Nl Jy*. : ^-SK i Th’’30 *. »cnö 7,3o Uhr. Nr. 226 Der 6lef;«ict Anzeiger erschemr täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerFamilienbläller; zweimal roÖd)entl.Ktei$i blatt für Öen Kreis flehen ($ten6tngunb ^rettna); zweimal monatl. Land» wirtschaftliche Seitfragen Fenstprech - Anfchlüffe: füT dre Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse tüt Depeschen: Anzeiger Bicßcn. Annahme vo« Anzeigen tür die Tagesnnmmer blS vormittags 10 Uhr. Erstes Blatt 158. Jahrgang Freitag 25. September 1908 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Rotafionsbnid und Verlag der Vrühl'schen Nniv.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Bezugspreis: monatlich 75 Ps, vierteljährlich ML. 2.A); durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährll auSschl. Bestellg. ZeilenpreiS: lokal IbPs^ auSwartS 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil, für „GeuiUcton* und .Veriiilschtes^: Gruft Anderson; für .Stadt u. Land" und.Gericht)- saaf: E. Heß; iür den Anzergenteil: H. Beck. GiUtVi“Nt6ck, WNi r“?1 19), ’ 2Jou”i|lag6.00. 03 6-00- Nmitt^ Wrllti •«M ».00. •>•30 Uhr. tu E 8 NE 2 2 9 Sonmür Mb Rcgül . 'ceptbv. -- 117,71 r, • , =+ 3,9-l, ursberic.de von der Hauk für ■ Giessen. . September, 1.15 libi, iktnz. Laluueyer. . . iktriz. Scbuckert. . , Jhweiler Bergwerk , .. Isenkireben Bergwerk.. mburg-Amerik. Paket rpener Bergwerk. , ,! urahütte...... rdd. Lloyd .... eischles. Eiseu-Iudostr.: ■liuer Uaudelsges. . diStädter Bank . ..1 tiche Bank . . . ilsch-Asiat Bank . . ikouto-Kommaudit. . ■ eaduer Bank..... editaktien . . . . dtuuore- uud Ohio- Eiseulabii.....5 itthaidbahu...... jmoard. Eisenbahn .. - esterr. Staatstndiu. . ■ nuce-lleun-Eiseubabo sptember. Anlangsknni arpener Bergwerk. . auraiiütte ..... umbardeu E. B. ■ • ordd. Lloyd...... .................. „glaublich eS auch llA tC, Die mchl m der E in aunv-niMN^Ü crfichcrlu'gc^. Ässh sS “5%SS** „ einem -L-C® [jl yni-;. „ unö Folien v 12l9cnl&m ird ktltiE^schnia^ iM-ZKrrE ISSA te sChi°»cI1 s&s* Die heutige Nummer umsaht 14 Selten. Die Bonberokfteuer für Zigarren und Zigaretten. Die über Erwarten günstigen Ergebnisse der Zigaretten- Vanderolesteuer haben für Herrn Sydow offenbar etwas Bestechendes gehabt und in ihm die Hoffnung erweckt, mit der Zigarren - Banderollesteuer etwas ähnliches zu erzielen. Nun macht aber der Deutsche Tabakverein auf die großen Unterschiede auftnerksam, die zwischen der Zigaretten- und Zigarren - Industrie bestehen. Wie er hervorhebt, ist die Zigaretten - Industrie ein ausgesprochenes Maschinen- zewerbe, und es ist auch bereits in stärkerem Maße als rüher eine Tendenz zur Zentralisierung dec Industrie wahrzunehmen, mdem die Zahl der Kleinbetriebe fortgesetzt ab- nimmt, während die Großbetriebe sich fortgesetzt erweitern. Tazu kommt noch, daß das Zigarettengeschäft ein reines Marken- und Reklamegeschäft ist. Weiter ist zu berücksich- igen, daß die Zigaretten-Jndustrie zu der Zeit, als ihr eine Sondersteuer auferlegt wurde, sich in einem außerordentlich großen Aufschwung befand. Auch die Steuer hat diesem Aufschwung nur m geringem Maße Eintrag zu tun vec- nochtt Wenn man den Gründen für diese auffällige Erscheinting nachgeht, so findet man, daß dieser Entwickelungsgang lediglich einer vom AuSlande übernommenen, stark umsichgreifenden Moderichtung zuzuschreiben ist, die allerdings durch die Ge- uoerbe- und Versicherung- - Gesetzgebung begünstigt wurde. 'Durch eine immer weitergehende Ausdehnung deS Verbots fbeB Rauchens in gewerblichen und landwirtschaflichen Br- irieben, wurden die Arbeiter und Angestellten, welche nicht den ganzen Lag auf den Rauchgenuß verzichten wollten, Üarauf hingeführt, in den kurzen Zwischenpausen kleinere Portionen Tabak zu konsumieren. Die- ist der Zigaretten- .Industrie in hohem Maße zugute gekommen. ES ist noch in Rücksicht zu ziehen, daß die früher in sehr großen Mengen eingehenden ausländischen Zigaretten in befferer Preislage Lurch eine fast prohlbitio wirkende Zollerhöhung sehr stark -jom dentfchen Markte verdrängt und durch deutsche Ziga- "ctten in besserer Preislage ersetzt worden sind. Für die Zigarrcninduftrie liegen die Dinge in allen diesen Beziehungen durchaus grundverschieden. In der Zigarrenindustrie hat die Maschine bis jetzt nicht in neunenS- mertem Umfange Eingang gefunden. Die schwierigere und Reffer bezahlte Fertigstellung der Zigarren und insbesondere lic gesamte Herstellung der besseren Zigarren wird überall «hne Maschinen besorgt und dabei finden gut 200 000 -.i-beiter und Angestellte Erwerbsgelegenheit. Von einem Marken- und Reklamegeschäft kann beim Vertrieb der Zigarren ■aum die Rede sein. Nur vereinzelt machen einige Zwischenhändler Reklame. Im großen und ganzen geht die Zigarre amonym unter bestimmten Etikettierungen in den Verkehr. Etwa 85 Proz. und nach einer Schätzung von tabaksteuer» freundlicher Seite sogar ein höherer Prozentsatz aller in Deutschland hergestellten Zigarren bewegen sich in der Preislage blS zu 6 Pfg., und von diesen 85 Proz. ist wiederum lc;c bei weitem überwiegende Masse eine 5 Pfg.-Zigarre. In billigere« Preislagen halten sich heute nur noch in der Hauptsache Zigarillos. Wenn nun eine Verdoppelung der Meichseinnahmen auS dem Tabak zu Lasten der Zigarrcn- Zndustrie herbeigeführt werden soll, so wird selbstverständlich kme Verteuerung der Herstellung eintreten, welche die Liefer- nwtg bet seitherigen 5 Pfg.-Zigarre einfach unmöglich macht. Es wird dann die Fabrikation gezwungen sein, entweder die Preise für diese Sorten um 1 Pfg. bis 2 Pfg. zu erhöhen oober aber die Qualität in demselben Maße zu verschlechtern. Daß beides zu erheblichem Rückgang deS Verbrauches führen inird, darüber kann kein Zweifel bestehen. Möge doch das ^eichsschatzamt einmal die Folgen dec Zollerhöhung für Labak und Tabakfabrikate in Deutsch-Südweftafcika studieren und veröffentlichen laffen; die Einführung von Rutschen Zigarren in Deutsch-Südwestafrika auS Hamburg und Bremen, welche sich bereits recht schön entwickelt hatte, ist seit bwr Tabakzollerhöhung für das gesamte deutsche Schutzgebiet |i« gut rote abgeschnitten, was aktenmäßig nachgewiesen werden iiinn. WaS sich hier im Kleinen gezeigt hat, würde selbst- rrerständlich in entsprechend großem Umfange nicht nur eine Erhöhung des Zolles für die nach Deutschland emgeführten Zigarren, die nebenbei bemerkt für den Gesamtverbrauch an Zigarren in Deutschland nur eine verschwindende Rolle spielen, sondern auch jede Verteuerung der Zigarren - Her- Ällung durch die geplante Sondersteuer zur Folge haben. Die Zunahme des Beamtentums. Viele dec neuen Reichssteuern, die im Fiuauzprogramm bis Herrn Sydow enthalten sind, machen eine recht erhebliche Vermehrung dec Beamten nottvendig, eine Aussicht, die der Heiteren Seffentlichkeit aus mehr als einem Grunde ini- jtinpathisch erscheint. Man fragt sich, ob denn auf diesem feebwic iricht auch gespart werden farm«. In Preußen komme jenon heute von 120 Einwohner ein Beamter, und wenn die Wiamtenvermebrung in dem bisherigen Tempo fortgehe, icerbe bald jeder zweite Staatsbürger ein Beamter fein. JUtan meint, es müsse doch möglich sein, durch Vereinfachung dis Verkehrs mit den Behörden, Abschaffung unnötigen Schreibwerks u. der gl. an Beamten zu sparen. Nun weist aller ein mit diesen Verhältnissen offenbar gut Vertrauter jr einer Zuschrift an die „jfcvhr ZtL." ^«0»wenig Hoffnung vorhanden sei, die Zahl der Beamten zu verringern. Schuld hieran seien unsere Gesetze, vor allem die sozialpolitiscl-cn. Er verweist da zunächst auf die Arbeiterversicherung, die jährlich neue Bedürfnisse nach Bcamtcn- vermehrung habe, insbesondere bei den Krankenkassen, bei den Berufsgenossenschaften und vor allem bei der Jnva- lidenversia-ernng. Einzelne Versicherungsanstalten verfügten über nwhr als 300 Burcaubeamte. Tann heißt es toörtlid): „Und nun erst die Kontrolle auf dem Gebiete der Arbeitervcrsicherung! Die Krankenkassen schicken — jede für sich — ihre ^Kontrolleure, bei den Berufsgenossenschaf- ten revidieren die technischen Aufsichtsbeamten die Befolgung der Unsallverhütnngsvorschristen uud die Rechnungsbeamten die Geschäftsbücher und Lohnlisten, während die Versicherungsanstalten für die Beitragskonrrolle und die Kontrolle der Rentenempfänger ihre Kontrollbeamten haben. So kontrolliert jeder Ziveig der Arbeitcrversicherung fröhlich nebeneinander. Daß bei einer gemeinsamen Kontrolle trotz, wesentlicher Kostenersparnis erheblich mehr geleistet werden könnte, bedarf [einer nähern Darlegung. Gerade das Fehlen des organisatorischen Zusammenhangs unter den oerfdriebenen Versicherungsträgern in der Lokalinstanz verursacht die namhaften Verwaltungskosten, deren Höhe ein cl)arakteristischeS Merkmal der Arbeitcrversicherung ist. Auch die Schiedsgerichte der Arbeiterversicherung, die über Streitigkeiten aus der Unfall- und Jnoalidenverficl-erung zu entscheiden haben, sind mit der Zeit durchweg zu umfangreichen Behörden ausgewachsen. Vor allem aber das Reichsversicherungsamt mit seinen mehr als 700 Beamten ist cm typisches Beispiel für die Beamtenvermehrung, die der sozialpolitischen Gesetzgebung zu verdanken ist. Nach den in die Oefsentlichkeit gedrungenen Plänen des Reichsamts des Innern soll ja eine wesentliche Entlastung des Neichs- vcrsid)erungsamts herbeigesührt werden; da aber feine Zuständigleit auf die Krankenversicherung sowie die Witwen- und Waisenverfid)erung ausgedehnt werden soll, so wird es für die vorhandenen Beamten schon reichlich Arbeit geben. Weit weniger ins Gewicht fällt die Berrnehrnng der Beamten, die eine Folge der sonstigen sozialen Gesetzgebung ist. So wird z. B. die Befolgung der Vorschriften über die Sonntagsrulye und den Ladenschluß an Werktagen von den Polizcibeamten nebenher überwacht. Besondere Beamte, die sog. Gcwerbeanfsichtsbeamten sind für die Beaufsichtigung der Anwendung der übrigen Arbeiierfchutzürstimmungen vor gesehen. Ihre Zahl entspricht nod) nicht dem vorhandenen Bedürfnis und muß auch mit dem fortgesetzten Wachsen der Industrie ständig vermehrt weroen. Dem Drängen nad) Schaffung von Aufsichtsbeamten für das Handels- getoerbe (HandelsInspektoren) hat der Bundesrat nid)t nachgegeben, hauptsächlich ans dem Grunde, um das Aufsichts- Personal nichi ins Ungemessene zu vermehren. Zu erwähnen sind noch die Beamten der Sonderaerichte: der Gewerbe- geridyte und Kaufmannsgerichte und endlick) die Beamten der Znterefsenvertretungen: der Handelslainmern, Handwerkskammern, Landwirtschaftskammern, Apothekerkam- mern, Aerztekammern. Geradezu Anstoß erregt haben die hohen Berwaltungstosten der Handwertskammern. Diese haben aber weniger ihren Gruno in einer unzweckmäßigen Handhabung der Gesck)äfte als in der Art der diesen Kammern übertragenen Aufgaben. Namentlich die Ueberwach- ung des Lchrlingslvesens und insbefondere die Führung der Lehrlingsrollen, sowie die Abnahme der Gesellen- und Meisterprüfungen verursachen viel Sck)reibwerk. Die so l)eiß umftrittenen Arbeits- oder Arbeit er kammern werden naturgemäß eine weitere Vermehrung der Beamten im Gefolge lsaben. Daneben macht sich in zahlreichen Jnteressenten- oxifen der Wunsch nach gesetzlich organisierten Vertretungen rege, es möge nur beispielsiveise an die Maklerkammern, Gärtnerkammern und Dentiftenkammern erinnert werden. Nack) alledem besteht wenig Hoffnung, eine nennenswerte Verringerung der Zahl der Beamten herbeizufülyren. Immerhin ist es ein erfreuliches Zeichen, daß in der Oefsent- lichkeit hierüber nachgedacht wird, so daß es vielleicht gelingen wird, wenigstens das Tempo in der Beamten-Ver- mehrung zu verlangsamen. politische Lagesschatt. Der Kaiser nnb das lippesche FürftenhanS. Eine zur Berliner Hofgesellschaft gehörige und mit den Verhältnissen an den beiden lippeschen Höfen wohl unterrichtete Persönlichkeit äußert sich im Tag über den neuesten angeblichen Konflikt des Kaisers mit den Biesterfeldern folgendermaßen.' „Ick) halte die von der Lippischen Landes- Zeirung in Detmold an die Welt gesetzte Nachricht für vollständig aus der Luft gegriffen, lim es genauer auszudrücken : Ich halte es für völlig ausgeschlossen, daß bei einer wie immer gearbeiteten Gelegenheit in irgendwelcher nur denkbaren Weise von Kaiser Wilhelm ein Mitglied der ehemals erbherrlich-gräflichen Linie Lippe-B test er selb, die jetzt die fürstliche, regierende Linie zu Detmold bildet, absichtlich gekränkt ober zurückgesetzt worden sei. Sett dem (zweiten) Leipziger Schiedsspruch vom 29. Oktober 1905, der bekanntlich zu Gunsten des jetzigen Fürsten Leopold IV. zur Lippe entschieden hat, ist der langjährige Thronswett um das Fürstentum selbstverstä«tdtich nicht nur für den regierenden Fürsten Georg zu Schaumburg-Lippe, fondern auch für den Kaiser einfach erledigt. Völlig korrekte Beziehungen bestehen selbstverständlich auch zwischen den beiden Staatsministerien in Detmold und Bückeburg, und es darf hinzn- gefngt werden, daß die regierende Fürstin zu Schaumburg- Lippe, selbst während des Thronstrettes, mit der Fürstin Berta zur Lippe, die als Prinzessin häufig am fürstlichen Hofe in Bückeburg zu Besuch geweilt hat, in freundschaftliche» brieflichem Verkehr gehkebeu ist. ßs ist nach de» althergebrachten Gebräuchen unter den regierenden Familien Europas felbstverständnlich, daß diese wechselseitige Eröffnung korrekter, höfifcher Beziehungen ztvifchcn den beiden „feindlichen" Linien des alten Hauses dec „Edel- Herren zur Lippe" für alle anderen Höfe Deutschlands, wenn es dessen überhaupt noch bedurft hätte, das Signal war, daß nunmehr aller Groll geschwunden fei. Wie sollte also Kaiser Wilhelm, der dem Schaumburg-Lippischen Hause nicht nur nahe verschwägert ist, sondern bekanntlich auch den regierenden Fürsten Georg zu Sck-aumburg-Lippe mit seiner besonders engen Freundsctyaft beehrt, davon eine Ausnahme machen? Ich meinerseits bin überzeugt: der Kaiser war ebenso erstaunt, als er las, daß er den Prinzen Bernhard zur Lippe „in der Senne gekränkt und zurückgesetzt habe", wie alle anderen, die Bescheid wissen! Wenn endlich erzählt wird, Prinz Bernhard habe nach seiner Versetzung nach Kassel drei Monate vergehen lassen, bis er dem dortigen Divisionskommandeur Freiherm v. Plettenburg feinen (gesellschaftlichen) Antrittsbesuch machte, dieses sei unliebsam aufgefallen, und eS möge fein, daß ihm aus diesem ober ähnlichen Gründen die Einreichung seines Abschiedsgesuches nahegelegt worden sei, so ist hier vielleicht der Kernpunkt der Frage berührt. Ein solcher Verstoß (wenn er stattgefunden hat!) gegen die militärifch-gesellschaftlichen Gebräuche konnte nämlich sehr leicht dahin ausgelegt werden, daß Prinz Bernhard geglaubt habe, als Prinz eines regierenden Hanfes den Besuch seines hohen militärischen Vorgesetzten zuerst erwarten zu können." — Hiernach wäre also lediglich übertriebene Empfindlichkeit bei den Biesterfeldern schuld an dem neuesten Konflikte des Kaisers mit dem Detmolder Hose. • Obstruktion im böhmischen Landtag Die nationalen Leidenschaften sind in der Donaumonarchie wieder einmal geweckt, wie die neuen blutigen Zusammenstöße zwischen Deutschen, Tschechen und Slowenen erkennen lassen. Aucy im böhmischen Landtage setzen sich die nationalen Kämpfe fort. Die deutschen Abgeordneten haben dort gestern die Obstruktion begonnen; hierbei ist es denn auch wieder zn den üblichen turbulenten Szenen gekommen. Bei Beginn der Sitzung verlangte gestern ein deutscher Abgeordneter das Wort zum Protokoll, was ihm verweigert wurde. Hierauf brach bei den Deutschen ein Tumult aus, der zehn Minuten währte. Tnrch Schlagen mit Pultdeckeln wurden Pulte zertrümmert. Der tschechische Referent wurde mit zerrissenen Protokollen von den Deutschen beworfen. Rach Unterbrechung der Sitzung entstand ein neuerlicher Tumult, so daß die Sitzung geschlossen wurde. • Frankreich und die deutsche Antwort. Der gestrige französische Ministerrat hat sich mit der deutschen Antwort auf die sranzösisch-spanifche Maroklonote beschäftigt. Nach den am Schluß des Ministerrats gewonnenen Eindrücken zu schließen, erkannten die Minister einmütig den versöhnlichen Ehara kter der deutschen Antwort auf die Marokkonote an. Es scheint über alle prinzipiellen Fragen ein Einvernehmen erzielt worden zu jein. Ter Regelung bedürfen nur Detaittragen, worüber die Verständigung wahrscheinlich ist. Auch die französische Presse spricht sich über die deutsche Antwort günstig aus: „Temps" und „Journal des Debats" loben den versöhnlichen Charakter des Schriftstückes. Die „Journal des Debats" meinen, es werde üoer alle eigentlichen Vorschläge in der französisch-spanischen Note sich ohne ernstliche Sd)wierigkeiten eine Verständigung erzielen lassen Alles berechtige zu der Hoffnung, sagt das Blatt, daß auch über den letzten Punkt der 'Jtote, ine Regelung der Entschädigung der militärischen Auflagen, eine Verständigung stattfinden werde. Deutschlands Antwort beweist, daß es zu Franl- reick) Zutrauen habe. Die Abreise Bittows nad) Norderney und des Herrn v. Sck)ön nach Berchtesgaden zeige hinlänglich, daß die neuen Verhandlungen einen glücklichen Verlauf nechnen würden. Der „Temps" konstatiert, daß Deutsch-- lands Antwort die besondere Situation Frankreichs nicht bestreite. Der Ton der deutschen Note habe nicht die Schärfe; gewisser früherer 9toten. Zum Schluß drückt der „Temps^ die Hoffnung aus, daß Deutschland künftig in seinem Tem- fwrament eine gleiche Mäßigung zeigen möge. • Eine versteckte ungarische Drohung. DaS Organ KoffuthS veröffentlicht an der Spitze deS Blattes eine Zuschrift an die Redaktion folgenden Inhalts: ,Es wäre ungereimt, anzunehmen, daß ein ungarischer Po- litlker für die Beschaffung von französischem Kapital für eine selbständige Bank als Gegenleistung den Abfall vom Dreibund versprochen hätte. Allerdings ist eine finanzielle Annäherung zwischen Ungarn und Frankreich nicht ausgeschlossen. Wir glauben, daß e§ auch unter den berufenen ersten Faktoren auf beiden Seiten welche gibt, die diese Annäherung suchen. Deutschland und Oesterreich haben sich in letzterer Zeit bezüglich der Bereitwilligkeit zur Aufnahme ungarischer Werte unsicher, ja fast feindselig gezeigt, wobei freilich mehr wirtschaftliche als politische Ten- denzen mitgcwrrkt haben. Dec ungarische Versuch, die Konnexion Frankreichs zu suchen, erweckten bei den Deutschen Eifersucht, die die Hirngespinste von dem Bruch des Drei- bundes hervorrief, da die deutschen Kreise befürchten, daß die wirtschaftliche Annäherung Frankreichs politische Sympathien entwickeln werdet TaZ scheint ür der Tat so zu fein, wenn e§ auch abgeleugnet wird. Großstadt aufnehmrn ELicßcncr Straskammer« findens unser Gießen mit mancher kann. •• Voin Grobherzoglichcn ftfibtcc Residenzschloß sand gestern um Hofe. Im Darrn- 1 Uhr eine Tafel zu Aus Stadt und Land. Gießen, 25. Sept. 1908. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Tie erste Sitzung nach den Ferien brachte eine kleine nette Ueberrafchung. Ter Sitzungssaal ist hübsch und freundlich hergerichket worden, wozu besonders auch der Senior der Versammlung Stadtv Petri, dadurch beitrug, daß er die Decke unentgeltlich künstlerisch Herstellen ließ. Sie zeigt u. a. das hessische und das Stadtwappen, letzteres noch in der unheraldischen Art mit dem G, das nach einer vor einiger 3eit in der Versammlung gegebenen Anregung dem alten Abzeichen der Stadt Platz machen soll. Ter Vorsitzende sprach dem Stadtv. Petri unter Bei- fall der Versammlung warme Tankesworte für die Stiftung aus. Auch die Sitzordnung der Stadtväter hat eine Aende- xung erfahren, sie sitzen nunmehr nicht mehr an einem langen Beratungstisch, sondern in 6 Reihen hintereinander. Tie neue Einrichtung gibt dem Ganzen etwas schulsaalartiges — selbst Katheder und Wandtafeln fehlen nicht — und es wäre im Interesse der Zuhörer nur zu wünschen, daß der Geist der Schule wenigstens im Punkte der Schweige famkeit hier vorbildlich wirken möge. Tas ist natürlich nur so gemeint, daß nicht neben dem Redner, der gerade daS Wort hat, noch eine Anzahl andere sprechen. In der ersten Sitzung ging eS im übrigen recht gemütlich zu, einmal erlitt die Öffentlichkeit sogar eine Stunde Unter» drechung, worauf dann der betreffende Gegenstand — es handelte sich um Geländeankäufe —schließlich vertagt wurde. Vertagt wurde auch der wichtigste Punkt der Tagesordnung, nämlich der Antrag Winn und Genossen — Winn und Eo. sagte unter der Heiterkeit deS Hauses in der Hitze des (Gefechts einer der Redner — wegen Schaffung eines großzügigen Bebauungsplans. Tie Baudeputation hatte Ablehnung beantragt, da die vorhandenen Bebauungspläne für lange Zeit genug baureifes Land bieten, die Abänderung eines bereits beschlossenen Bebauungsplans nur sehr schwer möglich sei und die frühzeitige Veröffentlichung der Baupläne nicht im Interesse der Allgemeinheit liege. Nach dem großzügig wirkenden Referat des Stadtv. Dr. Biermer über die Beratungen der SonderkomMission beschloß man, die Angelegenheit bis zur nächsten oder übernächsten Sitzung zu vertagen, mn den Mitgliedern der Versammlung die eingehendere Kenntnisnahme des Referats zu ermöglichen. Tie übrigen Beratungsgegenstände boten kein allgemeines öffentliches Interesse, erwähnenswert ist davon lediglich die Mlehnung des Winn'schen Baugesuchs für die Bahnhofstraße, soweit es die Ueberbauung der Wicseckböschung betrifft. Mit Befriedigung und Stolz darf die Stadt Gießen auf das Dankschreiben des Grafen Zeppelin zurückblicken, da der Graf darin ausdrücklich betont, daß Gießen als eine der allerersten Städte ihm als Helfer in der Not erschienen fei. Erfreulich ist auch, daß einer Anregung des hiesigen Ortsvereins des Leipziger kaufmännischen Vereins, angesichts des Vorgehens der Augsburger Metallindustriellen gegen üjre Angestellte Arbeiten nur an solche Unternehmer zu vergeben, die das Koalitionsrecht ihrer Arbeiter und Angestellten anerkennen, hier nidjt durch einen Beschluß entsprochen zu werden braucht. Die Arbeitsvergebung wird hier feit langen Jahren so gehandhabt, wie es denn überhaupt auf dem Gebiet sozialer Fürsorge und sozialen Emp- rermifdytes. • Sitetari'd'en Vandalismus nenrt K Ney, uh Türmer (£>erau*gcb, ein Trümmerhaufen aus, aus dem bin und wieder em Fetzea von herrlichen Gedild auS Menschenhand hervorlugt. Schwert itt- beit ist getan, aber sie ist noch nicht ganz beendet. Barum ejiftir:: so ein Gedicht? Vas überhaupt gibt ihm die Tase.iiSöerechtiauMO- Unb wie kommt es uns unter die Finger? Tas muß doch ft* gestellt werden So leicht ist Der „Grundgedanke" nicht g» lunüen. Ta heißt es arg auetschcn und drücken. D.e em wässerizer Tropfen aus gt-ldgelber Zitrone fallt er un- endlich in die Memento mvri! — Lügen haben kurze Beine. — Übel sei br. 76 Gedecken statt, zu der der kommandierende General v. Eichhorn mit Stab, sowie die Generale und Stabsoffiziere der 25. Division geladen waren. — Der Bei- kaufstag I. Kgl. Hoh. der Großherzogin im Schloß zum Besten von armen lungenkranken und tuberkulösen Personen findet Samstag, 14. November, nachmittags von 3 biß 9 Uhr statt. ES ist der Wunsch der Großherzogin, daß der Verkausstag auch von weiteren Kreisen besucht wird. Der Eintrittspreis beträgt 1 Mk. • • Landtags ivahlbewegung. Die Nati onal- liberalen in Mainz haben nunmehr offiziell dem gemeinsamen Vorgehen mit dem Zentrum für die nächste Landtagswahl zugestimmt und ihrerseits Rechtsanwalt Dr. Pagen- tccher als Kandidat aufgestellt. • • In Audienz empfangen wurden von S. K. H. deni Großherzog BatalllonSkommandeur Major Heuer voni Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116 und der KreiSbaumtisler Witzel von ^Schotten. *♦ Für das höhere Finanzsach sind im Groß- Herzogtum soeben durch eine Großh. Verordnung neue Ausbildungsvorschriften eingeführt worden. Für die Amoärter auf työljere Stellen im Finanzsach war im Jahre 1899 das frühere Karncralstudium aufgehoben und die rein juristische Vorbildung vorgeschriebcn worden. Ta diese juristisch gebildeten Anwärter aber besonders für die Tätigkeit in der Steuerverwaltung zu wenig praktische Spezialkennlnisse mitbrachten, ist durch die erwähnte Verordnung bestimmt worden, daß diese Anwärter in Zukunft aus dein Kreis der Referendare entnommen werden sollen, die ihre erste juristische Prüfung bestanden haben, daß die dann in den Finanzdienst Eintretenden aber einen besonderen 2»/,jährigen praktischen Auöbil- dungsgang für die Finanzverwaltung durchlaufen und hiernach auch eine besondere Staatsprüfung für den höheren Finan-dienst abzulegen haben. Von dieser 2^/,jährigen Vorbereitungszeit sollen 9 Monate zur Befestigung der juristischen Kenntnisse bei einem Amtsgericht und alsdann 1 Jahr 9 Monate bei Behörden der Finanzverwaltung, vornehmlich beim Steuerkommissariat unb Hauptsteueramt, verbracht werden. Tie Assessoren der Finanzverwaltung werden in Zukunft den Titel „Finanzassessoren" sühren. Tie Aussichten für Verwendung m der Finanzverwaltung sind, wie eine ossiziöse Mitteilung besagt, zurzeit nicht ungünstig; tatsächlich besinden sich die sämtlichen, noch vorhandenen kameralistisch vorgebildeten Assessoren, wie auch der größere Teil der bisher in die Finanzverwaltung übergetretenen, juristisch vorgebil- deten Assessoren in dauernder, bezahlter Verwendung. - - Ridda. 24. fiept. Die Vorbereitungen zu der am 27. unb 28. September stattsindenden Landesoersamm-l lung des Evangelischen Bundes find nun mehr unter der Leitung des Vorsitzenden des Festausschusses, L Herst z. T. ‘Beimer, und unter tatkräftiger Mithilfe des Vorstandes, sowie der Arbeitsausschüsse zum Abschluß gelangt. Tie Ausschüsse für Gesang und Musik, für Ausschmückung der Feitstadt, für Empfang unb Wohnung der Gäste haben entweder ihre Arbeiten vollendet oder sie für das Fest so verteilt, daß der ganze Apparat am Feste gut funktionieren kann. Als Leiter der Versammlungen werden in Tätigkeit sein Pfarrer D. Baitz aus Tarmstadt, Kapitän- leutnant Grill aus Bensheim, Oberst z. T. Weimer, Eber- amtsrichter Römheld und Bürgermeister Roth aus Nidda. Schlußansprachen halten außer dem Vorsitzenden des Hauptvereins Pfarrer Lauer aus Geiß-Nidda unb Pfarrer Hermann aus Nidda. Zur Begrüßung gedenken zu erscheinen Lberkonsistorialpräsident Nebel aus Tarmstadt im Auftrag der KirchenbeHorde, sowie Vertreter der Universität, der Lokalbehörden, der Brudervereine in Nassau und der Pfalz. Tas Lberkonsiftorium hat gestattet, daß am Sonntag, 27. September, in den Gemeinden der weiteren Umgegend von Nidda der Nachmittagsgottesdienst ausfällt, damit den Gemeinden der Besuch des Festes ermöglicht ist. hc. D a r m st a d t, 24. Sept. Bei a r ch i t e k t o n i s ch e n Wettbewerben erhielten folgende Mitglieder der Archi- tektnrabteilung der Technischen Hochschule Auszeichnungen: Geh. Lberbaurat Pros. Hofmann und Prof. Meißner in Verbindung mit der Tiefbauunternehmung Tpckerhoff u. Widmann beim Wettbewerb Straßenbrücke Mülheim an der Ruhr einjm 1. Preis von 3000 Mk.; Pros. Pützer: Empfangsgebäude für den Hauptbahnhof Tarmstadt 1. Preis von 4000 Mk. und Ausführung; evang. Kirche Recklinghausen 1. Preis 1500 Mk.; Pros. Tr.-Jng. Bett er le in: Genesungsheim Schirmeck im Elsaß Entwurf angckäust; Wasserturm Hamburg Entwurf angekauft; Assistent Bachem: höh. Töchterschule Eolmar 1. Preis 2500 Mk.; Assistent Stadtbauinspektor Buxbaum: Ausstellungs- gebäube Tarmstadt 2 Preis 400 Mk.; Assistent Hauptlehrer Stumps: Realschule Eckernsörde 1. Preis 1200 Mk.; Arbeiter* und Beamtenkolonie Hamburg 1. Preis 1000 Mk.; Brunnen Tarmstadt 2. Preis 100 Mk.; Assistent Neu- sch wen der: Landhäuser im Harz 2. Preis 150 Mk. -sd. Darmstadt, 24. Septbr. Tie fortgesetzten Er- 'nittelungen sührten gestern zu der Verhaftung des Dragoners Dönscheid, dcr die Durchstechereien Leinewebers ebenfalls unterstützt bat In WormS haben heute bei der Braut des L. Haussuchungen ftattgefunben. 2. wird von jetzt ab durch Mannschaften deS Jns.-NegtS. 115 bewacht werden. w Mainz, 25. Sept. (Tel.). Ter Sohn des Dach- deckermciflerS Oppernhausen stürzte von einem Dache und blieb vor den Füßen seines Vaters tot liegen. -L- Krofdorf, 24. Sept. In unserer alten Kirche luitb gegenwärtig die Orgel einer gründlichen Erneuerung untenvorfen. Infolgedessen ist an den beiden letzten Sonntagen der Gottesdienst hier ausgefallen. evrn. Ziegenhain, 24. fiept. Schon seit langer Zeit ist die Bevölkerung dcr Gegend bemüht, eine landwirt- schastliche Winterschule nach unserem Orte zu bekommen. Jetzt fit man endlich so weit, daß im kommenden Winter eine solche Schule hier errichtet wird. w Frankfurt a. M., 24. Sept. Ein Angestellter der Frankfurter Bank, Otto G ut hmann, schädigte durch Scheckfälschung die Frankfurter Bank um 58 000 Mark. Der Defraudant ist flüchtig. DeS Falles Rothschild erster Teil. Heute begann vor der Strafkammer die Verhandlung gegen den Bankier Ludwig Rothschild, dcr als Inhaber der Firma Wertheimer u. Co. zu Büdingen sich eine Reihe von Veruntreuungen und Betrügereien hat zu Schulden kommen lassen, ©ein Prokurist Johannes Acker ist der Beihilfe bezw. der Begünstigung angeklagt. Rothschild wird von zwei Gefangenen auf einem Liegesessel in den Saal getragen. Er sieht sehr leidend aus und die wenige Auskunft, die er gibt, ist kaum zu verstehen. Tie Feststellung der persönlick)en Verhältnisse deS Angeklagten ergab, daß Rothschild am 28. Mai 1864 zu Lbcv-Seemen geboren ist; Acker ist am 28. September 1870 zu Burgbracht geboren. Soweit die Zuständigkeit der Strafkammer begründet ist, stehen unter Anklage Betrügereien, dadurch verübt, daß Rothschild zur Beseitigung von Zahlungsschwierigkeiten, neben den Depot, Unterschlagungen, sich aus unrechtmäßige Weise in den Besitz de- Vermögens ferner Jtunben gesetzt hat, um dieses dem Geschäft al- Betriebskapital zuzusühren. Im Januar ds. I-. forderte er eine Anzahl seiner Kunden, von denen er wußte, daß sic landgräflich hessisckte L'oligationen besitzen, schriftlich auf, ihre Obligationen jur Aenderung einer hypothe bi rischen Unterlage cinzusenden, da die F-rcigabc eines Pfandobjckts vorgesehen sei u;ib gegen ein anderes mit gleichem Wert umgetauscht werden solle. Er bemerkte dabei, die Rechte und Pflichten als gesetzlicher Treuhändler kämen in Betracht und seine Eimoilligung sei erforderlich Acker war zwar nid>t dazu zu bewegen, diese Bries? mitznunterzeichnen; er venvendete aber trotzdem die auf die falschen Angaben hin ein* gegangenen Papiere im Geschäft. Auf ähnliche Schreiben bezw. persönliche Vorstellungen hin erhielt er nach und nach gegen teil* nreisen Umtausch wertloser Homere: je 1000 Mk. von Lehrer Uhl in Millelgründau, Friedrich ZnliuS Bolz in AknviedermuS und Heinrich B»chr in DücheS; je 2000 Mk. von Professor Gläser in Bensheim, Tr. Gläser in Darmitadt, Bürgermeister Lehr in EckartS- hauscn und Friedrich Suhl in Orten berg; von der Stadt Altenstadt 1461 Mk.; von 'Sdbdm Zieg in Diebach 4700 Mk.; von Frau Mathesiu- in Büdingen 5000 Mk.; von Witwe Koch in Büdingen 3500 Mk.; von Frau Fmftmeister stetiger in Büdingen 3000 Mk.; con Frau Forstmeister Leo in Büdingen 9000 Ak.; je 12000 Mk. von Friedrich Gerth in Diebach uno der Firma vengitrnberg u. Eo. in DuiSburg-Ruhrort; von 'Lächtrr Koch in Ronneburg 15000 Mark und von der Rheinischen Hyvochekenbauk in Mannheim 1000 Mk. Zin Jahre 1905 erhielt et von der Stadt Büdingen 10 000 Mk. und im Jahre 1907 von derselben 35 000 Mk. Acker beftreitet vcrsck.icdcne früher ^gegebene Straftaten, während Rothschild geständig ist. Tie Zeugen-- und Sachver- st.indigen-Bernehmung gebt sehr rasch von statten. Universitatr-Nachricblen. — Sorlelungen über Journalistik. An der Tech. Nischen pock'ichule zu Zar m stabt wird der Redakteur undÄach. zeitschnsten-Verleaer F. Friedrich Meißner - Frank'un a. Tl un tSinteriemeficr 1908—09 lesen: ,Technik bet- Buchdruck- unb Zeinm^-weicn-* und .Geschichte Deien, Lebeutuna und krrs- nifatwn ber Fachpresse*. Beibe Voirräge und nnemqeltlich. ’Ularbutc, 24. fiept. Tr. K. Leftrei ch, T o:ent an ber hieftgen Umverftiat lür Mathematik und Rai.irwmenichaften, wurde lum iro6efior an der Univeuität ll l r c ch i cii anut. Mensch, billreich und gut. — So haben wir einmal den Erlkönig gequetscht — eine Hntfaure Arbeit; aber wir icbafnatf nach vielen gut gemeinten Anläufen. Oder? . . . oder?... ober? . . . Endlich ein Glücklicher: Gegen den Tod ist kein ftui gewachsen! Na, Goethe hat's nicht mehr erlebt! «Hemteerr Quark wird breit, nie stark. Darum zusammen mit tbm! Te- raus muß sich dock) cNi"»s machen lassen? Und siebe, aul bee erhaltenen Brei erhebt sich em neue», herrliches, ergreifende- Gelnlde, dem Kumtwerk gleich, dem Kunstwerk über: der htitarudx Aufsatz! — TaS Gedicht hat eine heiße Metamorphose durch- gemacht: wir haben uns durchgekämvit von der Poesie tut Swc und sind oblegen. Taß wir m i keinem andern Huijiroerl ber Schule solche Vernandlurmen und Neuschöpsungcn votnehm.». kümmert uns gar nicht. Denkniäler kann man nicht nachlneinc, Lieder nicht nach- oder umkomvonieren, die poetischen BibeiK»,x nicht antaften lassen. Bleibt nur dies Gebiet — Tal fitrlro der Dichtung Hebt int Tagehest, auch der Extrakt fit qebu4t; sorg'äkti'i durchgemustert iverben die „Siebergaben" im c über zu gestehen, baß sic mit einem bescheibenen ttHnkomo«, rechnen mühen. Sie zahlen eine zu bo iut ihre Toilette aus, laben sich zu oft Gäste ins ÖmiÄ unbiMjJ: weite Reisen, ohne vorher bas für bie Steile crforberlinx W rnsammengespart zu haben." »Ta- geht über umere — ein solches Wort wiegt ein . / Wu tonnen w höchstens iold'c Freundschaften verlieren, bic nicht wert we» daß wir sie behielten. Tie Aufrichtigkeit die Kritik entroaffnet unb und selbst bic Bewunderung 2cutc cinträgt, welche nichts weniger al- aufrichtig und. verschwenderifchen Ehepaaren, die vom ersten ^age an ohne jebe Berechnung drauilo-leben, bn< der Hutn t< stellt der amerikanische Staalsmann „Der Marat und die i)rau. bic durch unlosU?-' ütebedbar« einander gefeifdt sind, arbeiten zusammen; sie und nach, gegeneinander und geben sich itben Tag Beweiie rmrf grenzten gcgcnintigen Vertrauen- ote f-.uien nur do- lie bar bezahlen lonncn unb liefern für eine ehrliche XXWQ gcwisscnhait ein Acquivalcnt an Arbeit Die EntmrniNe k« jungen Paare- roadjfcn von Jahr zu Fahr, unb feine Unobpa^r teil ist von Tag zu Tag mehr gesichert. Em toupH T* kann dem Atter mit Ruhe entgegeniehen: eS sindet iwon « Erben, im Familienleben, ein getreues Abbild bet l-Huur». ■■ im Himmel feiner harrt." • A.: „Ich beschäftige mich i'ebr stark mit dem Flugvrodl^. — D.: „Das badrte ich mir, al- ich Sie so o^'t au-retS» handel und Verkehr, Berlin, 24. Sept. Ter „Reicksauze»ger' verafjentlichc b« Saaten st and um M itte Sepinnber: Tie cingrfiammrap - Idee 2.6 (2.7'; Luzerne 2.4 ,3.0): S?ienxu'>crjnlTff'.Lt 1 n 2.1 - und andere 'Sitiai 2.7 (3.0 In den Bemerkungen bnH ® tBäbrenö 6et Berichtsmonates herrschte vorwiegend reaneu«^ kaltes Welter. Troy reichlicher Niederschläge füllen doch in**7 «chiedenen Gegenden bie Siedet für bte Herbstbestellung f trocken und zu hart fern. Für die Beendiguiig fctt Wctrf XCXtl wat bte Witterunq ungünstig ; besonder- wurde die 6mt,rinauna Hafers und der berste verzögen; Haler »ft stellenweife bbetwe- nicht zur Reste gelangt. Iie TiuUcrauefoolQrbeucn sind m - der Rasse auch verschiedentlich im Rückstände. Ter Ltand w Ranofieln findet infolge der naßkalten Witterung eme migun tiar ■ Beurtelümg Tie Berichte fvrecheu von brobenbet Knollen - kranlung. Tie dt-henqen .rUeeraebiitfie find meist qünfitg, wenn auch die Größe der Knollen nicht überall tür Klee und Luzente loaren die vielen L\:tberfebldge m®i > ’ flünjiig, verzögetlcn ater da» Aderntcn bei leyien ectniti* x .'lachn,ahb war viestach schiver, verschiedenllich noch nicht y* * 1 i niigcn. Tte Öntividlung der die4|ährigen Einsaat ist recht *• Stoppetklee ist große ,l«sti üppig. Tie Erummttetnie i r J™* noch un Gange, >da fie durch tue naffe ftiuienina bee^®<** » I wird; die Entäge find btku. hKiiD an Güte, ober cai jun« ■_ • I vielfach jienilich erheblich und ist h»cr und da leüweste ocroorv»- Ma- ■fuitben. Giessen (West-Anlage 29), den 24. September 1908. 5687 Die Beerdigung findet Freitag den 25. Sept., nachm. 3 Uhr auf dem alten Friedhof statt. 68"' zu Giessen Gegr. 1874. Gegr. 1874. Die trauernden Hinterbliebenen. 15. 0,29 m 6 0,29 m 5 «1 0,18 m 9 **) K- Rasiere Dich im Dunkeln Verletzungen unmöglicli llulculo In Gera ist n ftcm morgen der Mädchenmörder Mar- dn Böttcher aus Pegab hingerichtet roorben. Ein Päckchen mit Brillanten wurde von einerWartt- tau in einer Rotunde unter den Linden in Berlin aefuitden. iia Ring trügt einen Brillanten von 2l/i Karat Gewicht. Ein furchtbarer Taifun fegte über den Philippinett- 1 -chipcl und richtete groste Verwüstungen an. Ta die Telcgraphen- citungen zerstört find, laufen Nachrichten nur spärlich ein. 5• ofjc Opfer an Menschenleben und Eigentum sind zu beider preiswürdigste und praktischste Rasier- Apparat der Welt. Sammetweiches Basieren ohne Jede Vorkennt nissc. 1907 Verkauf über 50000 Stück. abgabe pro qm). Bad-Nauheiw, den 24. September 1908. Grosib. Tiefbauamt Bad-Nauheim. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Salomon Joseph Sally Joseph und Frau Bringe Samstag in der Schulstrasze die beliebten Werken und roten Einmackr Pflrsiche, sowie Weintrauben billig >mn Verkauf. Der rhein. Obsthändler 5683) Anton Schneider. Schweineriei,ch 44 Bia, ädtische Gewerbe^ kademie 7 Friedberg i. Hessen, für Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieur-Wesen, Architektur und Automobilbau. Programme durch das Sekretariat. Beginn des W. S. am 27. Oktober. VorkursuB am 6 Oktober. verpachtet werden. Wieseck, den 23. September 1908. Großherzogliche Bürgermetsterei. Schsmber. c itigcn Leichenfeier in Toulon beiwohnen. Der ineminister leitet persönlich die Untersuchung. Kleine Tagcschrontt. Planmäßige und gründliche Vorbildung für alle klassen höherer Lehranstalten, für Maturitäts-, Freiwilligen- und Schul-Examina. Bewährte Methoden. Kleine Klassen. Pension: Gute Verpflegung, eigenes Zimmer, gewissenhafte Beaufsichtigung. — Prospektes gratis. — Beginn des Winter- Seme sters am i. Oktober.___4454 Kein Schleifen, kein Abziehen mehr 0T auf Kosten des teelbMtrasierere. IS Garantie: Zurücknahme. KK. 2.50 komplett gut versilbert Todes-Anzeige. Heute nacht entschlief unser lieber Gatte und Vater Heinrich. Bartsch, ScMdenoeister im soeben vollendeten 66. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Vermischtes. * Die Cholera in Petersburg hat während der Ißten beiden Tage einen gewissen Stillstand gezeigt, die -»desfälle aber haben sich vermehrt. Tie Sterblichkeit :frägt jetzt etwa 45 Prozent. Von 30 erkrankten Pflege- : rmett sind 10 gestorben. Tie Statistik weist 354 Neu- Kränkungen und 172 Todesfälle auf. — In Kronstadt iiD 71 Cholerafälle vorgekommen, von denen 24 tödlich .•□tiefen. — Aus Riga wird gemeldet, daß eine aus ,^ersburg zugereiste Chansonette an Cholera erkrankte. * D i e E x p l o s i on an Bord des „L a t o u ch e T r 6 - ul le" ist immer noch nicht aufgeklärt. Ter Marine- ü inister Thomson besuchte die Verletzten der Latouche Lrröville. Er überreichte ihnen die Militärmedaille. Kriegs- 11fünfter Piquart wird mit dem Marineminister der tions-Abteilung des Virchow-Kranlcnhauses einge- liefert, wo scftgestcllt wurde, daß der Knabe an schwarzen Pocken erkrankt ist. Das Kind gehörte zu einer Family die erst vor einigen Tagen aus Scanlien hier cingetrosfen war. Nach dem' Lok.-Anz. soll es sich aber nur um eure Erkrankung an Windpocken handeln. Warschau, 25. Sept. Eine aus Petersburg hier bereits krank zugereiste Frau ist an Cholera gestorben. Ferner wurde ein englischer jbausmann aus Manchester, der ebenfalls von Petersburg kam unbjdmn krank war, als er Moskau passierte, ins Cholera-sprtal eingeliesert. Paris, 25. Sept. Ter dem Ministerium nahestehende ,Petit Parisien" meldet, Frankreich sei bereit, die französisch-spanische Rote durch Zugeständnisse an den deutschen Standpunkt zu modifizieren. P a r i s, 25. Sept. Der „Matin" meldet au5 Bordeaux: Ein Spezialkommissar von Biarritz verhaftete in Pau den spanischen Anarchisten Canarava wegen anarchrsn» scher Prop^iganda uno .lusreizung zum Morde. Canarava beabsichtigte, den König von Spanien am Samstag bei dessen Turchreise durch Biarritz zu ermorden. Er wurde in seinem ^otel verhaftet. Bei einer vorgenommenen Durchsuchung sand man bei ihm einen geladenen Revolver und einen Tolch. Mehrere andere Verhaftungen stehen bevor. sfaiibibat der benwhe. "t im „Qmver" juM» beherzigensiverte 'Ji-"- , aus dem 9.W «-• mmerhin mchrGcwititi ermühltcn bicielbcn'X- Thema der wie die geWjMf gen werden, s«L n Iveib'dab es fOJ t den Mut, der nem bescheidenen W |U hohe Miete, gebens ft Wie ins Haus M - die Reise criorW- s geht Ö« Sen, die nutzt roen -;. Ärbeit. •r'fe E grslyett' jlnW D .Mammen mit ib1 • ifm? Unb siehe, J ie6r- herrliches, ergrefj *rUbtt:bttE hei^e Metamoipbi lt von der Poesie » mem andern hnintf;. Iteujchöpsungen vvaib kann man nicht nci£ en, die poetischen M ees Gebiet. — Ta, A. lch der Extrakt ist £ „Wiedergaben" im L lt". Fertig! Teingecm. ine engherzige Bejih-L i an einem ÄunsNvech: nicht, aber man tac: nn. Richt im Sinm!a» mmt nur vorweg, te • ie vemerflich. Einen-. :itet, ein paar 3M: vier notig. Oil iiti »hr tvird durch W Seele der Gedichtsbek t schon das volle Verb itc Rezüation! Li«: in bet Schule cinis. ।altige Erzieherin, ii' d stärkt die Sitilit Genusses. Und M l llen nicht literarische \ Zwciheftige Erdbeben wurden gestern in Mexiko verort. Ter in der Höhe von Acapulcom fahrende Dampfer „Rad- ||ju£" wurde so heftig geschleudert, daß durch herabfallende $X>U* crle vier Personen getötet unb mehrere verwundet wurden. Ter Schaden der Waldbräu de in Nord-Amerika wirb ■:.v 10 Millionen Dollars geschäht. ___ voraussichtliche Witterung für Hesse« am SamSlag den September: Nach vorübergehender Aufheiterung wieder Tru- i ^2 ^üiorlugt. bcenbet. ..Grundgeünnke" r druäen. Wie ein Wben Tod ist mehr erlebt! qu Perle v. Erfurt, zu den billigsten $»ilcn3- Hanke», § Neuen Baue 7. Telephon 612. Briefkasten der Redaktion. C. Ä. in kanbach. Wieviel Insekten eine Schwalbe täglich verzehrt, vermag wohl niemand auch nur annähernd zu sagen; doch kann jedermann beobachten, daß fie sich fast den ganzen Tag fliegend mit dem Fangen ihrer Nahrungsmittel beschäftigen. Folglich benötigen sie zur Stillung ihres bungerS einer namha'ten Zahl fliegender Insekten al4: Fliegen, Mücken, Schnaken, Motten, häierchcn und dergleichen. AuSgeschlosien sind solche Insekten, die einen verletzenden Stachel am Hinterleib haben, rote Bienen, Wespen und andere mehr. — Man kann, namentlich wenn man ihnen freien Flug im Zimmer gestattet, Schroalben aufziehen. Friedrich empfiehlt als Futter Fletichstückchen, Ameiseneier und stäseguark, Stölker ein Gemisch von Semmeln, gelbe Rüben, Ameiseneier und gut zerquetschten Han'iamen, zum Anfang frische Ameiseneier. Bei dtefein Futter halten sie sich aber pur so lange in der Gefangenschaft, alr man ihnen daS Futter wie anderen jungen Vögeln in den Schnabel steckt. — Junge Schwalben, die wie der frag!. Pflegling der zweiten Brut entstammen, sind längstens bis zur Mitte de- Oktobers flug- unb zugfest. (DriginabiiratytmelOiuißtm. Berlin, 25. Sept. Der Vorivärts veröffentlicht heute einen AufrufdessozialdemokratischenPartei- vorstandes an die Partei. Der einleitende Haup.pafsus des Aufrufes lautet: Der Parteitag in Nürnberg hat sich in gründlicher Verhandlung mit der Frage der Budget' Bewilligung in den Landtagen beschäftigt, einer Frage von großer grundsätzlicher Bedeutung, dre schon vor dem Parcet- tag in der Presse und in Versammlungen lebhaft diskutiert worden ist. Nachdem nun der Parteitag in der Sache entschieden hat, darf erwartet werden, daß der Beschluß von allen Genossen beobachtet wird und die Genossen von Sud und 9kord nach wie vor in der alten geschlossenen und sturmerprobten Phalanx den gemeinsamen Kamp geaen die herrschenden Klassen weiter führen werden. B e r I i n, 25. Sept. Dem „B. T." zufolge wurde gestern der 5 Monate alte Knabe Julius Mundt in die Infek - Sandgruben-Verpachtung Samstag den 26. September l. Js., nachm. 5 Uhr soll auf dem hiesigen Rathause die Sandgrube am Distrikt Heides der Kreisstraße Gteßen—Lollar gelegen, aus wettere 2 Jahre Bekanntmachnng. ®Säue Sountoö den 27. d. Mts., von Vormittage-6 Udr i.it SXcnntnto briugetu , Be/e Wiencn, den 24. September 199». " ,e Ltädt. ElcktriLitatowcrk Gtesteu. St ölte____________________ Es werden verkauft: cm starke Bohlen in Längen von 4,50 m, breit, 300 Stück (Preisabgabe pro Stück) cm starke Bohlen in Längen von 4,50 m, breit, 1200 Stück (Preisabgabe pro Sttick) cm starke Laschen in Längen von 0,55 m, breit, 650 Stück (Preisabgabe pro Stück) Spriesicn in Längen von 0,80— 1,60 m, 0,08—0,16 m 1000 cbm (Prcisabgabe pro cbm) Kurze Bohlen verschiedener Abmessungen 600 qm (4-teis- Tafel-Obst noch am Baum etiwsiehlt (07947 Kinzcnbacher Müblc. —-------- - p»/ Eine größere Anzahl ’ gut erhaltener Bohlen (ÄMlballbohlcy) xpiicjscn unb Laschen soll verkauft werden. Tie Hölzer können auf unserem Lagerplatz hinter Bade» lkauS V besichtigt werden. Angebote auf den ganzen ^e( an jöcc auf kleinere Partien mit Preisangabe sind bis zum Oktober d. I., nachmittags 4 Uhr, bei unS einzurerchen. Giessen (Bruchstr. 15), den 25. September 1908. Die Beerdigung findet SonnUs den 27. d. Mts., nachmittags 5 Uhr von Kapelle des neuen Friedhofs aus statt Todes-Anzeige Schmerzerfüllt machen wir Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass meine liebe brau, unsere treubesorgte Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Regina Joseph geb, Lion heute früh nach kurzem Leiden, irnzo. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Eitele Frauen u.Mädchen sind besorgt, dass ihre Schuhe immer eleganten Lade glanz haben und sich dem Fusse angenehm anschmiegen. Das wird unfehlbar erreicht mit Erdal, dem preisgekrönten Schuhcreme, welches im Privatgebrauch deutscher Fürstenhöfe ist. Hber verlangen Sie ausdrücklich Erdal Erdal ist überall erhältlich. General-Verli « ter: Fritz Jnlimnnn, bahnnofstr. ov. Preussische Pfandbrief-Bank. Die am 1. Oktober 1908 fälligen Zinsscheine unserer Hypotheken - Pfandbriefe. Kommunal - Obligationen und Kleinbahnen Obligationen werden vom In. September ab an unserer Kasse und bei der Mehrzahl der deutschen Banken 1 und Bankfirmen kostenfrei eingelöst. Daselbst sind obige 1 a- I piere zur Kapitalsanlage und ausführliche Prospekte zur lufor- ' mation erhältlich. _ 86“/* 1__PreuMKlRclte Pfandbrief-Bank. Kohlen- u. Kotslieferung. Für den Winter 1908/09 soll die Lieferung von HüttcukokS für die Sladttirche u. Fohanneslirche! ferner von 2tnthracttkoblcn und 2lntbracit-C'icrsornibrikctto für das Gememdehaus an der 5ttrchslrahe und tue Kvnfirmandensäle der Lukas- und vwhannev- ! Qcuicuiöc vergeben werden. ,. . I Angebote zur Viejerung wolle man bis Donnerstag den I i. Qklobcr d. I. einfchtietzlich an den Unterzeichneten richten. Gietzen, den 25. September 1908. Ter (SVouocliicbc Gciauil 5iirchcnvor,tand. tb B.: Schwabe, Pfarrer. _______L"/v Neue Kartoffeln Rottweiler. Habe noch einige critflcinne; Welpen abzugeben. Bei Ansrag-' bitte Netvurmarke boizuMgen. ) Jul. Wallenstein, 5694)____________Alten-Diiseck. gegen Voreinsendung des Betrages zuzüglich 20 Pfg. für Porto oder gegen Nachnahme von Illustr. Preisliste tret Wlederverkaofer genucht Das Feinste tor die Hsnt Macht diese sammetweich, ticsund, rein u: ■! wMerstandstälilg und vczlc:ht ihr tarCes, rosiges Aussehen. Ist wuuderb::. mild und »part-amdm \eiöraucb. btück öö Pf., in Originalpackung überall zu iyibeu ■ ßbemiscize E abrik Fhtz Sohulz, Lefozig Verkaufstellen u. a.: (sß“/#'. German la - Drogerie, Carl Seibel, Fraakf. Str. 39; Ilrcuz-, Drogerie, Äug- NoU, Bahnhofstr. 51; Otto Schaaf, Drogerie.' Seltersweg 39; Victoria - Drogerie, Ad. Bieler, Marktatr. 5; Wetzlar: Willi. Schneider jr., Krämerstr. B. 12/13. IstityUDnübel Statt besonderer Anzeige Herr Julius Kurz im bald vollendeten 46. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanna Kura geb. Georgi. Seine lieben A. H. A. H. erlaubt eich unterfertigter C. C. von dem Ableben seines lieben A. H. Dr. Robert Reuth (1859-61) gestorben am 20. August 1908 in North Buena Vista, Jowa U. S. A., geziemend in Kenntnis zu setzen. Der C. C. der Teutonia ■■I mne Giessen Blockstrasse 1, I t Grosse Darmstädter Ausstellunes Lotterie Giessen, 25. September 1908. (8 (Id-Anlage 10) Gestern abend 10% Uhr entschlief sanft nach langem, mit grosser Geduld getragenem Leiden, doch unerwartet, mein lieber Mann, unser guter Bruder, Schwiegersohn und Schwager Die Beerdigung findet Sonntag den 27. September, mittags 121/i Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 6OOR WS Aepfel-Verfteigernng. Montag, den 28. d. Mto. von vormittag/10 Uhr an, füllen bir hiesigen Gemeinde-Aepfel, sehr schone« Tafel» itnb Kelterobst an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist an der KreiSstrage Lauter—Welterfcld. 6652 Lauter, den 23. September 1908. Grohh. Bürgermeisterei Lauter. Aff. J4. jfarth Elegante Herren-Garderobe nach Ma« Grone« Stofflager Englische Darnci KoatOme. teurPitreez Barmtadt- . -- . « ; Ziehung bestimmt am 7. a. 8. Oktober Iv Darimta I III Lai • Uich. Mu< harker, i' -• (111 Vltööeil uei. LumcuWU, k*Ulk. KcUea Kia wirk lick gtwiin- reieber aad rigiieller Pbi. Los 1 Mark I (Per» end Li*te Ä Pfg ) Zn hnken la all« n Letterie^tsdiäftta ■owie bei dem Darmstädter Pädagogium. Darmstadt. Hochsrraire ßx SrnihlüfSjr HriMtf*Bir Schnelle und gründliche Vorbereitung zum Einjäbriaeu. Primaner', und Abiturienten (Dramen. kleine Sinnen — individucUc Pcbandluug. Ihv»/, ■ Die YlniitiU erhielte stell» ackr gute * rfolge. —----- HL iaias.