“(.kommen: Oblatef I ol°bratsche ml I 1 Jem ly, jA 1 lc .®e tecnm r,1. I scbten Chor I ug, ' 1 "n ans der Mi. I leben Worte u I gewischten CU I Leitung. ■ tt frei. wen Mitglied« ida der Kosten werdy a w die BiicLx: Limburg a.L am Turm ist ny e und die BDen Mitglied^ 1 der Zutritt ny 'Qu erwachset,ti hattet werden, ’lg. au den kmi. nitin ifai“ hw.' Nr. 69 Erschein! ISgNch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Sietzener Zamilienblätter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion:S^AI12. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Viertes Blatt 158. Jahrgang Samstag Z L. März 1968 zdk. Zt> A. zt aa Rotationsdruck und Verlag der Brühllchen K WM |j Ba eJIs SJr »P Äy MM Or Universitäls - Buch- und Steindruckerei. ÜKvgvIlU * Seneral-Anzeiger für Gberhesien hessische Zweite Kammer. Darmstadt, 20. Mach. Am! Regierungstische: Staatsminister Ewald, Minister des Innern Braun, Geh. Rat Tr. Eisen Huth, Ministerial- Rat Tr. Best. In der vom Vizepräsidenten Köhler um 9Vi Uhr eröffneten Sitzung gab vor Eintritt in die Tagesordnung Abg. Molthan eine Erklärung ab, in welcher sich derselbe gegen eine bei der Generaldebatte über das Bauwesen des Ministeriums der Finanzen ausgestellte Behauptung wendet. Die Ausschaltung der Mainzer Be- lenchtnngsindustrie bei dem Neubau der Landeshypothekenbank sei bei aller Anerkennung der technischen SSoItenbung der Mainzer Industrie darauf zurückzuführen, daß in künstlerischer Hinsicht die Pläne einer Frankfurter Firma die Mainzer Plüne übertroffen batten. Dem Redner sei nun nach der Sitzung authentisches Material über diese Angelegenheit zugegangen, das zu einer wesentlich anderen Beurteilung derselben geführt hätte. Er konstatiere, daß eine gLichmäßige Behandlung der in Frage kommenden Industrien vor Abgabe der Offerten nickst stattgefunden habe und werde bei passender Gelegenheit noch einmal auf die Sache zurückkommen. Tas Haus nimmt nun zunächst den Gesetzentwurf, betr. die V e r e i n i g u n g d c u S t a d t K a st e l Nr i t d c r S t a d t M a i n z nach dem schriftlich erteilten Referat des Ausschußberichterstatters Tr. G lass in g ohne Debatte an. Dann tritt das Haus in die Tagesordnung ein und überweist eine Anzahl zur vorläufigen Beratung im Plenum gestellter Vorstellungen und Anträge an den zuständigen Ausschuß, vesp. zur mündlichen Berichterstattung. Zur Beratung tomimt dann die Anfrage des Abg. Noack, betr. die Hessische Eisenbahn gemeinschaft, in welcher an die Regierung die Frage gerichtet wird, „welche Schritte sic zu tun beabsichtigt, um eine gleichartige Behandlung hessischer Interessenten gegenüber den preußischen Staatsangehörigen inner» Ijalb der Preußischi-Hessischen Eisenbahngemeinschrft zu verhindern?" Finanzminister Gnauth verliest als Antwort darauf eine längere Regierungserklärung. Tas Haus beschließt, die Erklärung drucken zu lassen und die Besprechung der Anfrage vorläufig zu vertagen. Abg. Tr. Osann hat bezüglich des Besoldungsdienstalters der Staatsbeamten an die Regierung die Anfrage gestellt, 1) Zu welchem Ergebnis die Prüfung der Anrechnung der Besoldungsdienstvorzeit der Oberlehrer geführt habe, 2) Welche akademisch gebildeten Beamten sind außer den Gesuchstellern durch übermäßige Ausdehnung des provisorischen Dienstes in einer Zeit des Mangels an Beamten ihrer Art erst nach nahezu siebenjähriger provisorischer Verwaltung ihres Amtes definitiv angestellt worden, ohne daß späterhin Abhilfe erfolgt wäre? 3) In welchen einzelnen Fällen hat Großh. Regierung bisher Besoldungsvordienstzeit in größerem Umfange in Anrechnung gebracht, als zur Erreichung des Höchstgehalts mit fdem 55. Lebensjahr erforderlich gewesen wäre?" Minister des Innern Braun verliest auch auf diese Anfrage eine lange Regierungsantwort, und das Haus beschließt, auch die Besprechung über diese Angelegenheit bis zur erfolgten Trucklegung der Regierungserklärung zu vertagen. Auf eine für dringlich erklärte Anfrage des Abg. Reh in- bctreff der Besoldungsverhältnisse der Kreisassistenzärzte ersvlgt gleichfalls eine auf der Tribüne unverständlich gebliebene Regierungsantwort und darauf der Beschluß der Kämmer, erst nach Drucklegung derselben in eine Besprechung der Sache einzutreten. Zur Beratung steht dann die Rückäußerung der Ersten Kämmer bezüglich der Regierungsvorlage, den Entwurf eines Gesetzes, die Abänderung des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 betreffend. Tie Erste Kammer hat dem Art. 22 noch einen Absatz 3 hinzu- flefügt und im Abschnitt 4 folgenden Zusatz beschlossen: „Erstreckt ich demnach eine nach I. Art. I b erteilte Erlaubnis auf Grund- ngentum von Standcsherren innerhalb ihrer Standesherrschaften, io darf sie insoweit nicht an Bedingungen geknüpft werden, die Leistungen in Geld oder Geldeswcrt zum Gegenstand haben." Ter Ausschuß der Zweiten Kammer beantragt, diesen Ab- Lnderungsvorschlägen beizutreten und das Haus beschließt demgemäß. Kirche und Staat. Zur ^Beratung gelangt darauf der Antrag Ulrich und Ge- fnossen über die Bedürfnisse der Religionsgemeinschaften: „Tie Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, den Landständen alsbald eine Vorlage zu machen, wonach die religiösen Gemeinschaften zur Deckung ihrer Bedürfnisse lediglich auf pie Beiträge ihrer Mit- Üieder mrgewiesen werden und jeder Zuschuß aus staatlichen Mit- teüt in Wegfall kommt." Ter Vierte Ausschuß bemrtragt mit Mehrheit, den Antrag Ulrich abzulehnen. Abg. Dr. David legt die bekannten sozialdemokratischen Anschauungen über die Trennung von Staat und Kirche dar, die besonders in finanzieller Hinsicht notwendig sei. Es sei doch ein ungesunder Zustand, daß Andersgläubige zu den Kosten einer Reli- gionsgemeinschait beitragen müßten. Ein historisches Recht der llirche könne er nicht anerkennen; die ganze moderne Gesetzgebung sei ja eine Aufhebung dieser historischen Rechte. Der zeitliche Ur- sprung dieser Rechte stehe nicht einmal fest lind es wurde auch hausig schon durchbrochen, z. B. daditrch, daß man der Kirche das unbegrenzte Steuerrecht gab. Besonders sollte in Zlikunst jeder Ltaalszufchuß an die Kirche unterbleiben; auch iii Amerika komme dieselbe ohire einen solchen aus. Redner verwahrt sich schließlich gegen den Vorwurf, daß der Antrag aus Feindschaft der Sozialdemokratie gegen die Kirche erwachsen sei. Abg. At o l t h a n polemisiert gegen den Vorredner und verteidigt die historischen Rechte der Kirche. Der jetzige Staatszuschuß sei mir eine geringe Entschädigung für die der Kirche genommenen Wüter. Die Kammer bewillige ja auch für die Universität, die Handelskammern re., Zuschüsse, ohne sich deshalb ein Aufsichtsrecht cnzumaßen. Ter sozialdemokratische Antrag versolge nur die Absicht, die Kirche sinanziell zu schwächen. Abg. U c b e l wendet sich namentlich gegen die Behauptung Dr. Davids, daß es historische Rechte nicht gebe. Ware das richtig, 1° hätten sich auch die Sozialdemokraten nicht über die preußische ^olenpolitit so entrüsten dürfen. Mit der Kirche lägen doch einiach rechtsgültige Verträge vor, die auch gehalten werden müßten, selbst wenn sie den Anschauungen mancher Leute nicht entsprechen. Abg. Dr. G u t f l e i's ch führt aus, er stehe auf dem Grund- sch, daß die historischen Rechte auch anerkannt werden müßten, nenn man nicht das Recht der Revolution anerkennen wolle. Ein Liecht, alles umzustoßen, was einem nicht mehr passend erscheint, gebe es doch noch nicht. Eine aridere Frage sei, ob es nicht rat- farn wäre diese historischen Rechte abzulosen. Er habe darüber schon früher Vorschläge gemacht, sei aber nicht damit durchgedrungen. Tie Vorschläge Dr. Davids feien ihm viel zu radikal, eine Diskussion darüber wäre nur möglich, wenn sie in einer anderen Fassung erschienerr. Die Kirchensteuer sollte man nicht als Zwangsmittel benutzen; er habe schon wiederholt gewünscht, sie nicht mit auf dem Gemeindesteuerzettel z»l erheben. Minister des Innern Braun legt den bekannten Standpunkt der Regierung näher dar. Er habe sich schon in einem Schreiben vom 16. Mai 1906 dahin erklärt, daß, nachdem den Kirchen das Besteuerimgsrecht gegeben worden ist, diese auch für ihre Bedürfnisse im allgemeinen selbst aufzukommen haben. In Anbetracht der Verpflichtungen, welche der Staat sowohl der evangelischen wie der katholischen Kirche gegenüber hat, seien doch schon seit 1875 aus staatlichen Mitteln Zuschüsse bewilligt worden, welche int Laufe der Zeit mit Zustimmung der Landstände mehrfach erhöht wurden, zuletzt im Jahre 1900/1901. Aus den darüber geführten Kammerverhcmolungen sei zu erkennen, daß diese Bewilligungen von dem Gedanken der Rücksichtnahme auf historische Verhältnisse der Kirchen zu dem Staat und dessen Interesse an der gedeihlichen Entwickelung der Kirchen getragen waren. Es besteht für die Großh. Regierung kein Anlaß, jetzt eine Aenderung der bestehenden Verhältnisie herbeizuführen. Wenn die Bevölkerung nichts darin finde, daß die Steuern für die verschiedenen Konfessionen gemeinsam aufgebracht werden, so beruhe das auf dem über dem konfessionellen stehenden religiösen Gedanken, und die Regierung rverde nicht dazu beitragen, diesen durch konfessionelle Trennung zu beeinflussen. (Lebh. Beifall.) Anders stehe es mit der Frage der Ablösung des Staatszuschusfes. Wenn man hierin nut Wünschen an die Regierung herantrete, so werde sie bereit sein, der Sache näher zu treten. Rach einigen Ausführungen der Abgg. Hauck, Bähr und Dr. David wendet sich Abg. Dr. Schmitt scharf gegen die Ausführungen des Letzteren. Die Auffassung Dr. Davids stehe int schneidenden Gegensatz zu Recht und Geschichte. Die Kirche sei zur Zeit der Sätularisierung Eigentümerin gewesen und man hat ihr das Eigentum genommen. Wollte man den Standpunkt Dr. Davids teilen, so müßte man überhaupt alles persönliche Eigentum bestreiten. Zur Erörterung der Frage einer friedlichen Ablösung der finanziellen Verpflichtungen des Staates würde sich Redner event. bereit erklären. Nach einer kurzen Pause tritt Abg. Dr. David dem Abg. Dr. Schmitt entgegen und bemerkt, die lebende Generation habe ein Recht darauf, ihre Verhältiiisse so einzurichten, wie sie es für passend erachtet. Das Zentrum habe übrigens schon selber das historische Recht in Abrede gestellt, so z. B. bei Beratung des Jagdgesetzes. Im übrigen sei ihm interessant, daß auch die Zentrumspartei ihre Bereitwilligkeit zu einer friedlichen Ablösmrg des Staatszuschusses dokumentiert habe. Es beweise damit, daß der jetzt bestehende Zustatid dringend einer Reform bedürfe. Seine Partei werde auch auf diesem Wege, der Sache näher zu treten, bereit sein. Nach einigen Cchlußbemerkungen des Ausschußreferenten, des Abg. S e n ß f e l d e r, schließt die Debatte und der Ausschubantrag auf Ablehnung des Antrages Ulrich wird mit allen gegen die 7 demokratischen Stimmen angenommen. Darauf schließt die Sitzung. Nächste Sitzung Mittwoch, den 25. März, vormittags 10 Uhr. Die neuen oberhessischen Bahnlinien. In der Begründung der diese Woche dem Landtag zugegangenen Regiei-ungsvorlage über die neuen oberhessischen Nebenbahnen wird ein" anschauliches Bild der wirtschaftlichen Bedeutung und Rentabilität der neuen Bahnen gegeben, das in der Hauptsache hier wiedergegeben sei. I. Alsfeld-Hersfeld und Solms-Schlitz. Tie Erbauung einer Bahn zur Verbindung der Städte Alsfeld und Hersseld und damit die gleichzeitige Herstellung eines kürzeren Schienenwegs von Thüringen nach Westfalen und im weiteren Sinne zwischen Ost- und Westdeutschland hat die Interessentenkreise schon mehr als 40 Jahre beschäftigt. Ebenso besteht schon seit Jahren das Bestreben, eine Verbindungsbahn von Salzschlirf über Schlitz nach Hersfeld herzustellen. Bereits 1887 war man mit Vorarbeiten für diese Bahn besaßt. Ein Teil der Strecke (Salzschlirf-Schlitz) ist vor zehn Jahren zur Ausführung gelangt. Nach vielen ergebnislosen Verhandlungen gab die demnächst auch verwirklichte Absicht der preußischen Eisen- bahnverwaltung, eine Bahn von Treysa nach Hersfeld zu erbauen, den Interessenten für eine Bahn von Alsfeld nach Hersfeld und von Schlitz nach Hersfeld Anlaß, ihre Ansprüche von neuem zu erheben. Atif eine Eingabe der Stadt Alsfeld uni) der Gemeinden Sieben, Eiia, Grebenau, Reimenrod, Etllersdorf, Wallersdorf, Udenhausen und Schwarz hat ungeachtet der Stellungnahme der preußischen Eisenbahnverivaltinrg — die ein allgemeines Verkehrs- intereffe für die projektierte Linie nicht anerkannte unb ihren Ausbau der Privatunternehmung überlassen wollte — die Zweite Kammer am 15. März 1899 einstimmig beschlossen, an die Regierung bad Ersuchen zu richten, ben Ständen baldmöglichst eine Vorlage über die Erbauung einer normalspurigen Eisenbahn von Alssetd nach Hersfeld zu machen. Die Erste Kammer ist am 13. Juni 1899 diesem Beschluß der Zweiten Kammer mit 18 gegen 3 Stimmen beigetreten. Wegen Erbauung der Linie von Schlitz nach Hersfeld waren zu Begiitn des Jahres 1905 die Stadt Schlitz und die Gemeiiiden Hutzdorf, Sandlofs, Queck, Rimbach, Unterschwarz, Oder- und Unter-Wegfurth von neuem vorstellig geworden. Nach wiederholten Bemühungen der Großh. Regierung trat 1904 eine für die Sache günstigere Wendung em, indem der Preußische Minister fern Entgegenkommen dadurch bestätigte, daß er eine erneute Untersuchung über die Bahn Alsfeld—Niederaula anordnete und im Frühjahr 1905 Auftrag für die Aufstellung allgemeiner Entwürfe für eine Nebenbahn Alsfeld-Niederaula mit Abzweigung nach Schlitz erteilte. Während der Bearbeitung des Entwiirfs gelangte man zu der Auffassung, daß die geplante Linie Alsfeld—Niederaula (Hersfeld) neben ihrer Hauptaufgabe, der Melioration des von ihr burck)- zogenen Gebietes zu dienen, tn Zukunft auch als Abfuhrlmie für einen Teil des durchgehepden Verkehrs zwischen West- und Mittel- deutschland in Betracht komme. Diese Erwägung erforderte jedoch verschiedene Aenderungen des ursprünglichen Entivurss, was die Fertigstellung des jetzt vorliegenden Entwurfs und das Einbringen der bezüglichen Vorlagen im Hessischen und Preußischen Landtage um ein Jahr verzögerte. Abgesehen von dem erwähnten Vorteil der Linie Alsfeld-Hersfeld für den Durchgangsverkehr besteht ihr -vauptzwcck in der Verbindung der betriebe und verkehrsreichen Städte Alsfeld, Schlitz und Hersfeld sowie in der wirtschaftlichen Erschließung und Hebung jenes Länderstrichs, der jetzt unter dem Mangel geeigneter Verkehrsmittel zu leiden hat. In der von beiden Xtinien durchzogenen Gegend ist der Haupterwerbszweig La»id° und Forstivirtschast und Viehzucht und die Erzeugnisse bienen zurzeit vorwiegend nur für die eigenen Bedürfnisse der öortigen Bevölkerung. Es steht zu erwarten, daß mit der Bahn und der Eröfsitung eines weiteren Absatzgebietes der Lanbesprodukte einerseits unb weiterer Bezugsquellen für landw. Sebürfmfie andererseits die Erwerbstätigkeit der Gegend sich wesent- lief) heben, Ackerbau und Viehzucht sich bebeutenb verbessern und mehr auSdehnen wird. Handel und Industrie ist in den Endpunkten Alsfeld, Schlitz unb Hersseld gut entwickelt und noch in größerem Maße ausbildungsfähig. Iii ben zwischenliegenden Orten zeigen sich zivar faunt die ersten Anfänge von Industrie, doch wird die Bahn aitch und) dieser Richtung zur Hebuiig beitragen, da Wasserkräfte und Rohstoffe rcid)licl) vorhanden sind. Von besonderer SBebeutung ist die Bahn für die Forstivirtschast in dortiger Gegend. Wenn and; seither sd)on die Nutzholzallsbeute qtob war, so litt der Absatz dock) ivesenllid) unter ben mißlichen ^.ransporlverhältnissen mit Landfuhrwerk, indem zu den Bahn- stationeii Alsfeld und Lariterbach nur Wege mit teilweise sehr steilen Neigirngsverhältnissen (öfters totes Gefälle) führe,!. Durch Errichtung der günstig gelegenen Verladestellen Grebenau, Schwarz unb Eifa dürfen insbes. ivesentliche Frachtersparnisse bei der Holz- Derbtingunn aus den Domauialwaldungen der Oberförstereien Alsfeld und Grebenau erwartet werden, so daß bestimmt auf eine namhafte Steigerung der Ertragssähigkeit dieser Waldungen gerechnet werden kann. Auck; der Absatz für die Waldnebennutzungen, insbesondere für die Heidel- und Preiselbeeren wirb sich heben, ebenso die Ausnützung der Steinbrüche. Mit Rücksid)t auf die besonderen fiskalischen Interessen erscheint eine Beteiligung der Domanialverwaltung an den Kosten der Geländestellung, außer durch unentgeltliche Abtretung des erforderlichen gemärkungS- felbftänbigen, zum Familieneigentum des Großh. Hauses gehörigen Geländes, durch einen baren Zuschuß von 100 000 Mk. gerechtfertigt und veranlaßt. Die aus dieser gesetzlichen Bestiniinung etwa folgenden Verpflichtungen der Donianialverwaliung als Gemarkimgsmhaberin sollen inird) diese Beitragsteistungen als erledigt angesehen werben. In sozialer Beziehung wirb durch die Vermehrung der Arbeitsgelegenheit in den Waldungen, in ben landw. und industriellen Betrieben der Bahnbetrieb von wohltätigem Einfluß sein. Während jetzt die zu Hause überschüssigen Arbeitskräfte nicht immer zum Nutzen ihrer Familien- und Vermögensverhältnisse nach Westfalen und nach Frankfurt a. M. abströmen, werden sie in Zukunft mehr wie seither in nächster Nähe Arbeit frühen Schluß folgt Man lese den Gießener Anzeiger größte und reichhaMgfte Tageszeitung Gderheffens mit den Beilagen „KanülrerMatter", „LandwirtschastlichL Zeitsragen" und dem Kreisblatt für den Kreis Gießen» Auflage über 13000 Expl. Mle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfts^ stelle des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. — E i n neues B a u e r n d r a m a.^Jiil Frankfurter Schaum spielhause wurde am Donnerstag Karl Schön Herrs unlängst mit dem Bauernseldpreise ausgezeichnete tragische Llomödie des Lebens „(§ r b e“ zum erftcnniale gegeben und errang einen vollen Erfolg (Buchverlag von S. Fischer in Berlin). Man keimt des phantastisd)en Grüblers Sasck)a Sck)neider eindringlichen Earton „Das Gefühl der Abhängigkeit": Untöslickie Fesseln ketten bei: Menschen an ine Erbe, bie, einem hirnlosen Moloch gleich, ihn mit ihren Riesenhänben in der Gewalt hat. An dieses schreckhafte malerische Erzeugnis einer quälerischen Einbildungskraft erinnert Schönt)errs schommgsloses Drama. Die Erde, so zeigt der öftere. Dichter, die Heimaterde (so hätte er fein Werk treffender betitelt) hält mit ihrer ungeheuren zähen Naturkraft ben naturwüchsigen, vom großen Weltverkehr fernen Erdensohn an ihre Schotte. Das Stück'könnte ebenso gut im grauen Altertum sich abfpielen, ebenso 'gut aber uuch wie in bem vom Dichter gewählten bäuerischen Milieu in manchem anderen noch, z. B. un Kaufmannshause im Königsschloffe ec. Schönherr zog es vor, ein packendes, teilweise rührendes, jedenfalls ein gutes, nicht konstruiertes, wenngleich da und dort allzu absichtlick) grell aidgetragencS Konterfei der Zustande m ben bäuerlichen Besitzungen zu geben, wo, wenn der Altbauer nicht zur gemessenen Zeit dem Jungbauer ben Platz räumt ober freiwillig darauf Verzicht leistet, der Herr zu fein, der Zweig des Stammes verdorrt unb em verpfuschtes Leben zu führen gezwungen ist. Und er zeigt dieses verpfuschte und verdorrte Leben, bem in ähnlicher Weife mancher Königsfohn verfiel, an dem Nachgeborenen wie am Gesinde mit gleich zwingender Wucht und Stärke. Man hat einen solchen brutalen Naturalismus seit Jahren nid)t mehr gesehen. Arthur Bauer spielte mit Virtuosität bie Hauptfigur, einen alten Bauern, der sich mit unverwüstlicher Lebenskraft an seinen Grund klammert und bem alternden Sohne, den L e n g- b ach meisterlich zeichnete, keine Handbreit davon überläßt, -o. — Angesichts der Aufführungen von „G y g e s und sein Ring" im Gießener Stadttheater dürfen es die neuen Verehrer der großzügigen, herben Dichtkunst Friedrich Hebbels mit besonderer Freude begrüßen, daß in der Reihe von Max Hesses neuen Leipziger Klassiker-Ausgaben nunmehr bereits das 6.—10. Tausend der „Tagebüche r-< des Dichters erschienen ist. Wie kaiim bei einer zweiten künstlerischen Persönlichkeit vermögen diese Aufzeid)iiungen Hebbels das Seelenleben eines Geistesntanen zu beleuchten und die intimsten Regungen einer feinfühlenden Psyche, das allmähliche Werden und Erstarken eines Eharakters, das künstlerisd)e unb menschliche Ringen einer herben, knorrigen Persönlichkeit vor Augen zu führen. In den Tagebuchbtattern baut sich eine Welt von eigenartiger Größe auf unb strebt nach ge- schlossenheit unb harmonischer Abrundung. Das Sd)affen des Dichters spiegelt sich Ifier in ben persönlichen Gedanken, Wünschen und Plänen wieder und gibt so manchen Ausschluß über schwierige Probleme in der Kunst Hebbels. Die vorliegende Ausgabe ist trog ihres überaus billigen Preises jo gut wie vollständig und reich mit erklärenden Anmerkungen und Hinweisen auf die Werke des DicksterS ausgestattet. Sd)ließlick) sei aud) noch auf das Personen- unb Sachregister hingewiefen, das den Wert dieser Ausgabe erhöht und ihre Benutzung erleick)tert. Kleine Kunst chronk. „N a r r c n g l a nz" von dem früheren Berliner Schauspieler Rudolf Rittner hatte am Wiesbadener Nesibenztheater großen Erfolg. Man verlange ausdrücklich und weise Nachahmungen zurück! „MAGGIs gute, sparsame Küche.“ | MAGGI’ t —mit den) Kreuzstern Gebrüder Stamm Schulstrasse Marktplatz Telefon 384 Neuheiten in Anzügen • Paletots - Ulster Hervorragende Auswahl Beste Verarbeitung 1870 Knaben-Anzüge und Pyjacs in allen Formen sowie sämtlicher Neuheiten der Saison zeigt ergebenst an 1848 Elisabeth Euler Ludwigstrasse 14, I. Elegante Faqons billigste Preise 6. F. Cm. Grünte Giesrencr Damvfschöujarber. und chemische Reinigung,? anstall für Damen- und Herrelrnardervben, iowie Detorations- Gegenstände. Slßbol. u. Zusendung derLachemsow.Aus- tincjc nach nuvivanö werd, prompt erleb. Giliacheni. 1—3Tag. Bill. Preisberechn. Fabrik und Laden Dtarburgcrsir. 42 A. Hauptl.Mäusburgl. (1643) Vorbeugungs'Mittel gegen C'orfa, liesroter kräfkigerRotwein, das Beste für ftranfe und Rekonvaleszenten, pro Flasche 1,2.0 Mk. sowie ein vorzüglicher spanischer Natur-Kot wein von angenehmer, milder Sütze, sehr geeignet z. Glühwein, pro Flasche 1 Mk. empfiehlt 1003 Joii. Seibel Ludwigsplatz. Betleimer teswi per Vi Liter: 70 Pfg., per 3/< Liter: 55 Pfg., empfiehlt [273 Georg Wallenfels, nur Marktplatz 21, Telephon 46, gegenüber der Engelapotheke. Den Eingang der Modell-Hüte Das Allerbeste ist *1 SeiFenpulvei’j SS13/! ______________ Baruch Strauss, Bonkses3hSft Marburg Frankfurt Biemsen Telephon 209 liessen, Alicestr. 2 Telephon 209 Ich bin Abgeber — so lange Vorrat reicht — von 4% Kurhessische Laiides-Kreditkasseu-Obl ä 99.00% 4c0 Hessische Landes-Hypothekenbank-Konnnunal-Obl., Serie 5—6 . ä 99.50% 4% Kheinprovinz-Anleihe ..... h 99.00% 4° 0 Frankfurter Hypothekenbank-Pfdbrfe., Serie 16 n. 17 ä 97.80% 4°0 Meininger Hypothekenbank-Pfdbrfe., Serie 12 (unkdb. bis 1917) ä 98.20% 4% 99 99 99 n 1 ( , , 191h) ä 98.400/ 47° Westdeutsche Bodenkreditanstalt-Pfdbrfe.) Serie 8 ( , , 19i5) ä 98.00°/( 4°/o 99 99 99 D ? ( . , 1913) ä 97.60 °/( 47» 99 99 99 7) 6 ( , . 1911) ä 97.40 °/( 4°J0 Südd. Eisenbahnses.-Oblig '......... . ä 96.80% 3%% Frankf. liypolhekenbank-Pfandbrfe.) Serie 15 . . .....a 91.20% 4 % 0/0 Nordd. Lloyd-Obligationen zum Tageskurs franco 5% innere Argentinier Anleihe von 1907 zum Tageskurs franco. Ich habe stets grosse Vorräte in Ä%% und 4% Stadt- und ProvinzanleiFen die ich zu günstigen Bedingungen abgebe. Sarach Strauss. Dekeraüonen Teppiche Carl Stückrath Seltersweg 38. d23, 1 1 W L Dr THOMPSON'S &R3seäeä»sea&i\l SEIFENPULVER r I 1 Baudou/a ßräh In Qualität unerreicht. BERGER, POESSNECK Knaben-Jnstitut Lucius J"OrSÜ)äUS bei Gdjzeü (wetterau). ■ ■■ ■ - Gegründet 1809. . z: <. Serri. Lage am ßodjivald. Glinst. Pensionsbedingungcn. Q erfolgreiche Vorbereitungen bis Ober-Secunda der böberen Eebranstaiten. Däbere Auskunft erteilt Julius Eucius ~.-----(kossbcrzoal. ßess. Präceotor* Kinder-Konfektion in grofzer Auswahl. KäeBer Jäckchen fölütizeEDg ß^ä6§chen*ik8egdc6ien? Capes Jacketts, Hüte, Häubchen, Mützen zu billigsten Preisen. 1546 Babnbosstraire 29. Babnbosstraftc 29. ' 1 j 'J i ' ,< t M1 Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank). "Wir befassen uns mit dem An- und Verkauf von Effekten mit der Einlösung von Coupons, Geldsorten etc. mit der Diskontierung von Wechseln und der Gewährung- von Geschäftskrediten gegen entsprechende Sicherheit. Giessen, Johannesstrasse 1 — am neuen Stadttheater. Ban& für Handei und Industrie Depositenkasse Giessen a '* Dieta. Müller. ingsMittcl gen enza, rfu, ligerRolivein. iv Kranke und Men, pro 1,2.9 Mk. >rzüglicher ischer totwein hmer, milder oeignetz-GW- Ziaslde 1 Mk. stiehlt 10® li. Seibel idwigsplatz. Kaufen Sie nur: vom Besten Prima erstklassige . preisgekrönte, elegante u. unübertreffliche Qualitüttiiiarken .. 2Yie: 1513 toroua, Brandenburg, Haeiiel-Suhl, Weltrad Schönebeck worauf ich keinen erhöhten Preis und nur den Wert der Ware bezahle, offeriere zu außergewöhnlich billigen Preisen ExUa bilhg, da wenig Geschäftsunkosten und keinen Laden hkbe Bitte um Besichtigung meines jederzeit sehr großen Lagers - Fachgemäße Ke parat «ren prompt und billig - Alle Zubehör- undErsatzteilc. Jo«. Fr. tchaaff, Wetzsteinstr. 44. | Ernst Challier (Rudolphs Nacht.) Giessen. i Spezial-Geschäft für Musikwaren aller Art. Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-Handlung und -Leihanstalt d Spezialitiit: EölISge Ausgaben. DM/a Va 7t Paket Pfg. das beste Waschmittel schädlichen Bestandteilen Garantiert frei von Hört l Sehen Sie meine reichhaltigen Lager in Möbel, Betten, Polsterwaren eigener Fabrik Manufaktur- u. Mode - Waren, Herren- u. Damen- Garderobe Jünglings-Anzüge, Mädchen - Kleider Stiefel Hüte Schirme Hören, Sie hierüber meine äusserst billigen Preise und Sie staunen über dieselben trotz der Ihnen gestellten leichten Zahlungs-Bedingungen Anzahlung: von Mk. 3 — an Abzahlung: von Mk. l.~ an Ohne Anzahlung erhalten Kunden und Beamte Waren und Möbel 8S Deutschlands ältestes grösstes und reellstes Waren- und Möbelhaus mit Kredit - Bewilligung Plockstrasse 14—16 -- G3ESSEM ■ Plockstrasse 14-16 billige Preise rollkomDienste Kousiroklion. <^/? --- Die besten der Gegenwart. — Produktion täglich 5—7 Stück. A. J. Tröster, Büfzbacli, Fabrik landw. Mascb. u. EisengieBerei. Zur bevorstehenden Frühjahrs-Saison empfehle meine . hervorragend bewährten Hassia-5aemaschinen und lade zur Besichtigung in meiner Fabrik ein. rexxgst© Diskretion 2 imai Marktstr. 8 Telefon. 496 Abteilung: Herren- imd Knaben-KonfektiosT 1.x I E ■ sind in enormer Auswahl eingetroffen und lade ich Interessenten zur Besichtigung meines Lagers —- ohne Kaufzwang — höflichst ein. Streng reelle Bedienung! Auswablsendungen bereitwiüigst! SdhwSI-Anaüge Original Kieler Anzüge Kieler Mützen B"ibs®si, Sweaters KSsehen etc. etc. Anzüge für Knaben Reizende Neuheiten in enormer Auswahl bei billigsten Preisen Anzüge für Herren Hierin unterhalte ich stets ein == Riesen-Lager ===== von den einfachsten bis zu den elegantesten Sachen. Konfirmanden-Anzüge in grösster Auswahl von BSk* 82.— Etas Mk. 34.— Giessen erstklassige deutsche Marken Fachgemäße Reparatur Zubehör- und Ersatzteile Fr. Krogmann Bahnhofstrasse 30 Telephon 401 d«/3 • c»cgromm m ö'c&Mi O-IL I | Handschuhe, Cravatten, W äsche, Hüte 1704] empfiehlt in grosser Auswahl 1162 EMIL HORST li Reste von 5—25 Rollen werden weit unter Preis ausverkauft. Meine diesjährige Kollektion enthält UCßiGSTRASSe X Art fUEGELfTAD. WMU6N86TRIED. AN OK* B.HNuOr 83, Seltersweg 8 W58h* Wirsig Seltersweg 8 —------—• llandschnhfabrik —— । tt. auf Wunsch in einer Stunde Spazierstöcke Zementwaarens Kunststein Fabrik Vorteilhafte Bezugsqucllc fUR ALLC Bau- u. tVANALöAU-ARTIKeL. Grosses Z«ager in in jeder Preislage. ßAUMATERiAUEfr ÖRdSSnAHöL^NQ. 3pt£iAi-6t5(HAri fÜR AuS^uMRuns VOMßOütnßtLAßEn WMWKLEIWJH6En Heinrich Hochstätter Tapetenhaus Ecke Schlossgasse-Brand Telephon 36 Dtto3cicob,im- Srrfin.Mi. 5rieß?nRr-9 ÖOpqu.emfte ZPtonataraten! flebaloy umföhfl! M u-Monyrtim^auä durch üie Mll Sack & Biesrsrart Schirm-Fabrik Marktstrasse 19 '«98 -» ÖdTzeAu- '698 2* ____ = Drahtgeflechte = Stacheidraht, Hasenschutzgitter, Gärtnerspaten, Heckenscheren, Giesskannen 1836 Emil Pistor Nacht., Giessen. Hervorragende Urteile» in Tapeten u. Friesen 1514 Stets Eingang von Neuheiten Regen- und Sonnenschirmen . —1 . Erstes Fabrikat. Es wird nur bestes Material verwendet. (Keine Bleikronen.) Ueberziehen und sämtliche vorkommende Reparaturen werden gut und billig ausgeführt in sZezL^sr« Wes»ks-tätie - rye -___. ■ " i - .oniirmanaen ^Sfjeater Gldisel <&. Marlncukirchcn Nr.