Suppenschüsseln von der Tafel gehoben waren, brachte derIdes Lehrers Link in Rudingshain für den Krers Schotten zu- aus Vczug-pret): monatlich 75 PI., viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6ö '151.; durch die Lost 'DIE. 2.— Diertel- jährl. ausschl. Beitellg. ßeilenpretS: lokal lbi>rN auswärts 20 IMeiutiq, Verantwortlich füt den oolitilchen Teil, daS den Schon am 6. September erhielt er eine Antwort, eine gar liebliche Antwort. Und er empfing sie in einer^ schönen Stunde. Er )'qb oben im Thüringer Walde vor dem Jagd Häuschen am Gickelhahn, und blictte bei Sonnenuntergang über die dunklen Wälder hinweg. Kein Lüftchen ging, der Simmel war klar, und unbeweglich wäre die Szene gewesen, wenn nicht aus Kohles meilern ein paar blaue Dämpfe aufgesttegen waren. So grotz war d-'e StUle, daß Goethe gleich nach Sonnenuntergang in festen Schlaf fiel. Aber ehe eine Stunde verrann, ward er durch seinen Diener geweckt, der ihm Wein und Ehen für den nächsten Morgen und auch einen Brief brachte, der mit dem Weine aus Weimar geschickt worden war. Ein Brief der schonen Frau! Nun war Goethe sogleich wieder wach. Noch lange horchte er auf die Stille der Nacht. Bald trat die holde Bries- schreiberin, bald Charlotte v. Stein vor seine Seele. Welches Bild sollte er ergreifen, was hatte das Schicki al mtt ihm vor ? Unruhig gingen allerlei Gedanken durch Kopf und Serz, hier in der heiligen Stille der fchlafenden Natur. Bis ihm dann tue Auf Veranlassung der Parteileitung hat, wie wir der „N. Tagcsztg." entnehmen, die.deutsch-soziale Bartel^di^^kandidatur Ides Lehre I § Saal. Nach der Gratulationskour begaben sich die allerhöchsten und höchsten Herrschaften miederuni in feierlichem Zuge nach dem Nittersaal zur königlichen Zeremonientasel. In der Mitte der Tafel nahm das hohe Brautpaar unter dem Thron» himinel Platz. Rechts neben der Braut sag der Kaiser, neben ihm die Mutter der Braut; links neben dem Prinzen August Wilhelm die Kaiserin nut dem Vater der Braut. Die übrigen Fürstlichkeiten reihten sich zu beiben Selten an. Sobald die rückgezogen. Der einzige Kandidat im Sck)ottener Wahlbezirk ist nunmehr Forstmeister Dr. Weber (Konradsdorf). Wahlbezirk Worms-Stadt. In Worms hat das Zentrum in einer Vertrauens- männcrvcrsammlung beschlosseii, die Unterstützung der Kandidatur Reinhart zu empfehlen. Lan-tagrwahlbeWegung. Wahlbezirk Schotten-Laubach. Verse kamen: ; , Heber allen Gipfeln ist Ruh, In allen Mips ein spürest du Kaum einen Hauch, Tie Vöglein schweigen im Walde. - Warte nur, balde Ruhest du auch! .... , Er schrieb dies kleine Gedicht mit dem Bleistift auf Brett neben einem Fenster des Jagdhäuschens und schrieb Tag dazu, und fühlte sich nun heiterer und jtiller. Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. • Die vermahlungrseler im Uaiserhause. Die Feierlichkeiten zur Vermählung des Prinzen August Wilhelm mit der Prinzessin Alexandra Viktoria zu Holstein-Glücksburg im Königlichen Schlosse begann gestern nachmittag um 4 Uhr. Zur Beobachtung der großen Anfahrt dec Fürstlichkeiten und der Geladenen hatte sich trat; dcL kalten und trüben Wetters eine grobe Menschenmenge vor dem Schlöffe eingefunden. Um 4'/z Uhr fand im Kurfürstenzimmer die st a n d e ß a m t l i ch e C h e s ch l i e ß il n g durch den als Mmister des Königlichen Hauses fungierenden Ober- hosmarschall Grasen zu Eulenburg in Gegenwart der Mil- glieder der engeren Familie deS Brautpaares statt. Alsdann ordnete sich der große, feierliche Zug zur Kapelle. Ober- küchenmeisler Freiherr v. Pückler und Schloßhauptmann Graf hohenthal-Toelkau führten daS Brautpaar. Der Prinz trug die Uniform des 1. Garde-Regiments, die Prinzessin ein weißes Kleid mit Silberstickereien und alten, holsteinischen Spitzen. Sodann folgte unter Vortritt der Hof-, Ober-Hof- uuo obersten Hoschargen der Kaiser mit der Herzogin Friedrich Ferdinand zu Holstein-Glücksdurg. Der Kaiser Eug die Uniform deS 1. Garde-Regiments zu Fuß. Herzog Friedrich Ferdinand zu Holstein-Glücksburg führte sodann die Kaiserin, die ein Kleid in Lila mit Sllberstickereien angelegt halte. Ten Majestäten schlossen sich die anwesenden Fürstlichkeiten an, die Kronprinzessin, der Großherzog von Oldenburg und die Prinzessin Eitel Friedrich. Oberhofprediger Tryander mit dec Hof- und Domgeistlichkeit erwartete den Zug am Eingang zur Kapelle und geleitete das Brautpaar zum Myrten- geschmückten Altar, wo Prinz August Wilhelm sich zur Rechten der Prinzesstubcaut aufstellte. Der Kaiser mit der Blutter der Braut trat rechts neben den Altar, die Kaiserin mit dem Vater der Braut links; die geladenen Gäste schlossen sich im Halbkreise an. Unter den geladenen Gästen befanden sich der Reichskanzler, eine große Anzahl Minister, Staatssekretäre, Botschafter und Gesandte. Rach ^dem Geniemde- gesang vollzog Oberhofrediger Dryandcr die Trauung. Seiner Ansp-ache legte er das Bibelwort zu Grunde: Seid fleißig, zu halten an der Einigkeit im Geiste durch das Band des Friedens usw. In dem Augenblicke, in dem da§ Brautpaar die Ringe wechselte, bornierte vom Lustgarten die aufgestellte Lelbbatterie des ersten Garde - Feldartillerie - Regiments 36 Kanonenschüsse herüber. Das Kaiserpaar beglückwünschte das Brautpaar mit Kuß und Händedruck. Unter den schmetternden Fanfaren -der alten Weise „Wilhelmus von Rassauen* verließ sodann der Zug in feierlicher Ordnung die Kapelle. Cs folgte große Gratulationskour im Weißen MANCHEN tni „jeutUeton“ und . Beninschles': Ernst Anderson, füt .Sladt Kaiser die Gesundheit des hohen Brautpaares mit folgen- dem Trinkspruch auS: ,Lch spreche Euch in unserm Namen und dem Namen meines Hauses den herzlichsten Glückwunsch aus. Meine liebe Alice, Du kommst vom meerumschlossenen Lande zu uns, nicht als Unbekannte, denn Du hast viele Wochen Deiner Jagend bei uns verlebt in verschiedenem Alter. In der frühesten Zeit hat sich zwischen Euch das Band ge- knüpft, daS zu dem heutigen glücklichen Tage geführt hat. Ich nehme Dich mit offenen Armen auf bei uns und mögest Tu bei unS der schönen Heimat wenigstens etwa? vergessen. Ihr werdet nun Euren Hausstand begründen und das Leben zusammen besinnen. Leben heißt arbeiten,arbeitenheißiSch ass en,Schaffenbedeutet Wirken für Andere, für das Vaterland, f ü r d a s V o l k, Wirken in unserem Hause. Nach den frohen Stunden der ersten Tage und Monate wird an Euch der Ernst des Lebens herantreten mit seinen Pflichten, den Pflichten, wie sie in unserem Hause geübt werden. Wir sehen auf Euch beide als aus unsere Helfershelfer in unserem Wirken. Du, mein Sohn, host unserem Hause Ehre gemacht mit Deinem Examen, welches Dir zu Deiner Zwillauf- bahn den Weg gcvfinct hat, und Du wirst Deiner ^-rau hilsreich zur Seite stehm in den Werken der barmherzigen Liebe. Möge für Euch auch das Bild maßgebend sein, welches für uns Menschen von oben gezeichnet ist: der Strom, der sich vielfach teilt. Der eine Arm, der belastet wird, der die Schiffe trägt, dem Meere zu, ein Vorbild dafür, daß einem im Leben von oben Lasten auferlegt werden, die gemeinsam getragen werden sollen, und das die Kraft zum Tragen aus dem festen Vertrauen auf dort oben erweckt. Und der andere Arm, der Arbeit verrichtet; auf dieses Bild — Forschungen auf dem Mont-Blanc. Wie Paris berichtet wird, hat sich soeben eine Gesellschaft gebildet mit einem Bureau, dessen Leiter unter den Mitgliedern der Pariser Akademie der Wissenschast ausgewählt werden sollen, um die wissmsclstistliclfen Arbeiten systematisch fortzusetzen, die der verstorbene Janssen und Vallot auf dem Mont-Blanc begonnen haben. Tie beiden Observatorien von Janssen und Vallot werden künftig unter der einheitlichen Leitung Vallots stehen, der sein öbfep vatorimn der neuen Gesellschaft überläßt. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Eine B a u > A u s st e l l u n g ist für das Jahr 1U10 in Frankfurt a. M. geplant und zwar gelegentlich der Manderversamm- tung des Verbandes deutscher Architekttn- und Jngemeur-Vereme. — Im ehemaligen Bundes-Palais in dec Großen Eschenheimer Straße in Frankfurt wurde gestern das Völker-Museum in feierlich Weise eröffnet — Eine „Freie ärztlich« Gesellschaft für das Studium der Tuberkulofe mit besonderer I Berücksichtigung der Hctolbehaiidlung" wurde am 18. d. Mts. in »Köln gegründet greifen wir zurück als einem Bilde dafür, daß wir stetig wirken sollen in Werken der Liebe zu den Brüdern und wirken in stetiger Arbeit für das Wohl des großen Ganzen und zur Ehre unseres Hauses In diesem Sinne erheben wir die Gläser unb trinken jetzt auf das Wohl Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen August Wilhelm und der Prinzessin August Wilhelm von Preußen." Das Fest schloß nach althergebrachter Sitte mit einem Z-ackeltanz im Weißen Saak. v ec Lberstmar.chall Fürst zu Fürstenberg lud das Brautpaar zum Beginn des Tanzes ein. Nacb einem Ruudgang bnren den Saal, wobei zwölf Pagen mit Fackeln folgten, machte die Braut mit dem Kaiser, der Bräutigam mit der Kaiserin einen Rundgang, hieraus die Braut mit den inwe,enden Prinzen und der Bräutigam mit den Pr.nze,sinnen. Sobald eriolgte bie Verteilung des Strümp,vauöes. Prinz und Pri.'iz.s.m August Wilhelm reifen daraus nach Schloß Huberlnsstock ab. Der Kaiser geleitete das Paar zur Bahn. KAM £cr ö»» 1?U cht* ISS ^soveit. Stadt und Land. G legen, 23. Oktober 1908. •• LandtagSwahl. Der heutigen Stadtauflage liegt ein Wahlaufruf des freisinnigen Vereins bei, der die Wahl dcS seitherigen Abgeordneten Dr. Gutfleisch empfiehlt und demgemäß eine Wahlinännerliste vorschlägt. — Vom Gcoßherzoglichen Hofe. Prinzessin Heinrich von Preußen wird mit ihrem Sohne, dem Prinzen Sigismund, auf einige Tage zu Besuch der Großh. Hccc- 'chasten auf Jagdschloß Wolfs gart en erwartet. *• Die Schul fiel len an den rein evangelischen Schulen in Ober-Eschbach, Egelsbach und Lampertheim wurden tn- tholischcn Lehrern übertragen. Dies charakterisiert den Lehrer- mangel, wenigstens den an evangelischen Schulen. ** Die Schwurgerichtssitzungen der Provinz Oberhcssen für das 4. Quartal 1908 beginnen Tlontag, 7. Dezember, vormittags 9'/» Uhr, unter dem Vorsitze des Landgerichtsrats Dr. Friedrich. •• Eine Besieh tigungZ reise hessischer Landwirte nach dem Ansiedlnngsgebiet in der Provinz Posen findet noch im Lanfe dieses MonalS statt. - Stadttheater. Zum Jbse n ga st sp i cl am morgigen Samstag sei ausdrücklich bemerkt, daß die Herren Studierenden an der Abendkasse Preisermäßigung erhallen. *• Die Gemäl de-Ausstellung im Turmhaus am Brand ist nunmehr nach den üblichen Sommerferien seit einigen Tagen wieder geöffnet und die Kunstfreunde Gießens sind wieder die regelmäßigen Besucher ihrer Kunstausstellung. Es ist recht erfreulich, daß die ständige Ausstellung immer mehr die Beachtung unserer Einwohnerschaft findet und der aufmerksame Beobachter bemerll, daß sich ein Stamm ständiger Besucher gebildet hat, der in dem Beschauen der wechselweise ausgestellten Gemälde Genuß, Anreguilg und Erholiing findet. Richt nur dos Bildungsbedürfnis allem drängt dazu, sondern auch die Ablenkung, die Geist und Ge- uiüt durch das Beschauen der Kunst,verke erfahren. So können wir denn and) oon der gegenwärtigen Ausstellung mit Genugtiiung konstatieren, daß sie eine große Anzahl recht gute Arbeiten und auch verschiedene Genres von be* tonnten Künstlern aufznweisen hat. Von einer Kritik» der einzelnen Gemälde wollen wir heute absehen und nächste Woche daraiif zurückkommen, diese Zeilen nur sollen em An- sporn zum Besuch der Ausstellungen für die sein, die seither der Aiisslcllung fern standen. "Ein lustiger Abend bei Pep i Weiß. Im Kolosseum wird morgen abend die bekannte Brettlkünstlerin Pepi Weiß mit ihrem Ensemble ein einmaliges Gastspiel oer» nnitalten. lieber die Künstlerin liegt uns eine ganze Anzahl äußerst günstiger Bcurteilungen vor, von denen die folgende des Bromberger Tageblattes aus allerjüngstec Zeit stammt: Pep> Weiß ist eine Künstlerin von einer Eigenart, die sich in : feinem bcl'timmien Rayiuen unterbrmgen läßt. Ihr Vortrag ist > einzig, unnachahmllth. Stets sitzt ihr der «Lchalk un Jtaaen, und . lieber allen Gipfeln ist Hui).....“ Wie die moderne Goetheforschung so oft schon in die zartesten Schwebungen huteingeleuchtet hat, die des Dichtersürstcti Seele zum Schaffen unb Bilden veranlaßten, so liefert Wilhelm Bobc in dem neuen Hefte dec „Stunden mit Goethe" einen Beitrag, der uns Ausiästuß über die Entstehung von Goethes „Wandrers Nachtlicd" gibt. Eine schöne Frau war e5, die be5 breiunbbreißigjäbrissen Dichters Herz in den Spätsommertagen des Jahres liöO niii zarter Hand gestreift hatte, eine Frau, die, eine Spanne Zett freilich nur, sein Sinnen, sein Gefühl mächtig beherrsäste. Frau von Sranconi, eine Italienerin, die in Beziehmigen jum Erbprinzen von Braunschweig ftanb, eine liebenswürdige, fan«’ gebdbete Frau, war dem Dichter aus dem Bilde woylbekamtt, bas ihm im Jahre l<7ö sein Landsmann Ziuimermamt in Straßburg int Schattenriß gezeigt hatte. .Merkwürdigerweise erblickte Gocthc bei bicient Anlasje auch zum erstenmal das Bild der Frau v. Stein unb hat sich auch in einem an Lavater gerichteten Briese in. ber bamals eben aufgetominenen „Kunst" des Ablesens der Charatterc aus den Linien von Schattenrissen dadurch versucht, daß .er über die beiden Frauentöpse Proben seiner Deutekunst ablegte. Das Leben der Frau v. Branconi war um diese Zctt cm sehr begünstigtes, sie war reich, und versorgt, überall gern gesehen unb nahm auch eine angesehene Stellung ein. denn etwas Sckfmählichcs hastete bem Staube einer fürstlichen Matreue nach den Ansck)aum'.gen ihrer Zeit nicht an. Als sich der Erbprtnz im Jahre 1777 von Frau v. Branconi trennte, reifte s,e ruhelos in deutschen Landen umher unb nahm nachher eine Zetttang in Lausanne Aufenthalt, wo Goethe sie besuchte. Schon damals machte sie auf den Dichter, wie er selbst in einem. Briese an Lavater schreibt, einen äußerst günstigen Eindruck. Im Frühjahr 1780 reifte Frau v. Branconi, nur mit einer weiblichen Begleiterin, nach Deutfchland zu ihrem Gute, das sw schon im März 1776 vom Prinzen Heinrich von Preußen käuflich erworben hatte. Sie wollte nach bem Bau eines <.v)iovlG,y;nc- sehen, bas sie dort für sich errichten ließ, um eine feite Wohnstätte zu haben, unb richtete, um Goethe und des,en Mutter zu sehen, ihren Weg über Weimar unb Frankfurt. Am Lu. Auguft kam sic in Weimar an. Nach Tische war sie bei Goethe tni Gartenhause. Er führte sie nachmittags spazieren unb abends saßen sie im Gartenhause. Am anderen Vormittag fuhr der Dichter mit der schönen Frau nach Tiefurt. Und nachoem man sich gegen Abend im Belvedere erfreut hatte, reifte sie am nächsten Tage, an Goethes Geburtstage, weiter. Am 29. August schrieb Goethe m fein Tagebuch die vier Worte: „Nachklang der scyvnen Gegenwart", und diese vier Worte besagen mehr als die drei Sä^ die er yvei Tage vorher an Charlotte v» Stein geschrieben hatte, um ihrer Eifersucht vorzubeugen: „Dw fchonc Frau wird mir heute den ganzen Tag wegnchmcil . . . . tote Ht immer chön, sehr schön, aber e5 ist immer, als wenn Sie, mein Liebstes, en.sernt sein müßten, wenn mich em anderes Wefen rühren fokk. Wir find sehr artig." „ . Antonia v. Branconi zahlte um jene Zeit vierunbzwanzig Jahre, Goetlst vollendete eben sein 31. Lebeitsjahr. Beide waren lebig Goethes Herz war zwar nicht frei, aber sem Verhältnis zur Oberstallmeisterin v. Stein war doch nur als Freund!chast gemeint und durfte nichts anderes fein. "Sonnte nicht eine Liebe unb Ehe diese beiden vom Himmel |o reich begabten Menschen vereinigen? Goethe griff nicht zu, denn er mar kem Mann des rafchen Entschlusses, zumal wenn cs em Band auf Lebew.'zcit betraf. Aber er war wohl nahe daran, von Liebe unb Zu- fammenbleiben zu reden. „ .. _ w. , , 1Z,A Als Frau v. Branconi m Frankfurt bie Frau Am besuchte, um ihr von ihrem Sohne zu erzählen, gab man ihr bort einen Brief von Goethe, unb gar viel Zuneigung unb Verlangen konnte sie zwischen den Zeilen lesen. Der Brief war vom Dichter an fernem Geburtstag geschrieben, sogleich naa? ihrer Abfahrt: In meiner Eltern Haus komme ich Ihnen nut einem Gruß entgegen: auf benen Schwellen, wo ich in meinem Leben mit so tausenbsach veränderten Empfindungen hin und wieder gegangen bin. Seien Sie recht willkoinmen und nehmen Sie ben schönsten Tank für die paar Tage, die Sie uns gegönnt haben! Erst jetzt spür' ich, daß Sie da waren, rote man erst den Wein spürt, wenn er eine Weile hinunter ist. In Ihrer Gegenwart wünscht man sich rcid?er an Augen, Ohren und Geist um nur sehen und glaubwürdig und begreiflich finden zu können, daß es dem Himmel nach so viel DerungLudtcn Versuchen auch einmal gefallen unb geglückt hat, etwas ^hres- alcicheu zu niacfcn. Ich müßte in diesen anscheinenden Hyperbeln, die doch nur pur-platte Prosa sind, fort und sortfahreri, um Ihnen zu sagen, was Sic zurückgelassen haben. Und wett stch doch auch Das, wie man zu sagen pflegt, nicht schickt, io muß im herüber abbrecheu und das Beste für mich behalten. . . . Meine Mutter schreibt mir gewiß gleich: lagen Sw ihr etwas für mich! Sie wißen ja so Sckfönes, unb das ^ayone So schön zu sagen, daß es einem immer wie in der Sonne wohl wird, wenn man sich's gleich nicht träumen läßt, daß sie um unsertwillen fdjeint. . or , Das Versprochene ist bestellt und zum ^eü m der Arbeit, di Vossignoria t t t t issima . , il servo f f t T issimo Weimar, 28. August 1780. Goethe. Ich überlasse Ihrer grüneren Kenntnis der italienischen Sprache, statt der Kreuze die schicklichsten Eptthets einzu,ctzen. ts,e> paßt eine ganze Litanri hineinl" Stadttheater Giessen. n- Herminn Steinfloetter, ; in 4 «Ulen >on ®eM” ” AboonemcD;; M Uli®1 Sn glniS ^ peliSen»** ’un0, .r Oktober Ö® Ifl, den D- u6r. M Nr. 250 Erstes Blatt 158. Jahrgang Freitag 23. Oktober 1808' Der «teBtnet Snjetget wf* f*) eticbemi täflhd), auper ▼ «Gletzener Anzeiger WM General-Anzeiger für Oberhesfen _ tüi tae Tagesnuininer RotaHoitsörnd und Verlag der vrühl'Ichen Unw.-Vuch^ und Stdntruderci N. Lange. NedaMon. Lrpedttion und vru-kerel- Lchulstratze Anzeigenteil: H. Beck, bis vormittags 10 Uhr. |TT-ir—— —i lüL Kxii aul z^ , Voiefte an erjie Sjulelöcn fleiud)L n rnp\C SUIü'i?r'icd?!ic Oerichtssaat. Freiberg i. S., 22. Okt. Das Landgericht verurteilte den früheren konservativen Landtagsabgeordnelen von Herder wegen fahrlässigen Faljcheidcs zu einem Monat Gefängnis. Berlin, 22. Okt. In dem Beleidigungs-Prozeß des Bürgermeisters Schrickt ng gegen den Beigeordnelen Dr. Marknll, der eine scharfe Kriiik über die Broschüre Schückings veröffentlicht halte, kam beute Mittag vor dem Schöffengericht Berlin Mrtte folgender Vergleich zu Stande: Ter Beschuldigte erklärt, daß er durch den infriniimerteit Artikel bie persönliche Ehrenhaftigkeit bes Klägers mchl habe antasten unb schmälern wollen. Er nimmt in allen Beziehungen, soweit der Kläger in bem Artikel Beleibigungen seiner Person erblickt, dieselben zurück. Ter Beklagte übernimmt die gerichtlichen Kosten und räumt dem Privatkläger das Recht em, diesen Vergleich auf Kosten des Beklagten in den „Preußischen Verwallungsblättern* einmal bekannt zu geben. Die außergerichtlichen Kosten tragen die Parteien. Lustschiffahtt. Da sich ber Sturm gestern beoeutenb verstärkte, beschloß Zeppelin, keinen Aufstieg zu unternehmen. Wenn bas Luftschiff schon in ber schwimmenben Halle wäre, bie sich genau in ber Winbrichtung breht, hatte ber Sturm nicht mel zu bebcutcn. Die Ueberführung ist beshalb verschoben worden. Der Parscval-Ballon der Motor-Luftschiff-Studien- gesellschast ist gestern nach seinem am 16. September im Grünewald erfolgten Unfall zum ersten Male wieder aufgestiegen. Die Veränderungen, die an dein Ballon gemacht ivordcn sind, scheinen sehr vorteilhaft zit sein, denn die Geschwindigkeit, mit ber sich bas Luftschiff von ber Ecbe erhob unb über Spanbau nach Berlin zu manövrierte, waren erheblich größer als bie bisher erreichten, unb bürsten an- nähernb sogar 60 Km. betragen. Rach einer Fahrt von mehr als emstünbiger Dauer l anbete ber Parseval glücklich auf bem Tegeler Schießplatz. Der Aufstieg hatte einen vollen Erfolg, so baß Hauptmann v. Kehler erklärte, ben Vallon sofort bem Luftschiffer-Bataillon zur Vccsügung zu stellen. Zeppelin tmirbe telegraphisch nach Berlin berufen. Wie es heißt, hanbelt es sich um bie Affäre zwischen dem Grafen unb bem Major Groß, bie immer noch nicht ausgetragen ist unb die Anwesenbeit bes Grasen in Berlin not* wenbig macht. In F-riebrichshafen steht man völlig unter bem Einbruck der plötzlichen Abreise Zeppelins. Daß der Graf gerade jetzt wegen der Affäre Groß nach Berlin berufen ist, wahrend man doch wußte, daß er jeden Tag ben Aufstieg ausführen wollte, wirkt geradezu deprimierend. Man glaubt, daß die Affäre eine kritische Wendung genommen habe unb große Konsequenzen nach sich ziehen werde. Ein Duell zwischen dcm Major Gro ß und dem. Grafen Zeppelin dürfte am Freitag bevor st e h e n. Graf Zeppelin übertrug die Führung des Ballons für den heutigen Aufstieg dem Oberingenieur Dörr. * Roosevelt alsJournalist. Aus Newyork hrirbi Roosevelt hat sich nun entschieden, nachdem er das Weiße Haus verlassen, eine journalistische Laufbahn einzuschlagen. Er roiro Mitherausgeber der Zeitschrift „Out Jook" werden und seine Tätigkeit sogleich antreten, wenn feine Amtsperiode beendet ift. Wie eine Zeitung mitteilt, wird er dem Blatt regelmäßige Bertchlc aus Afrika, England und vom Kontinent senden, unb menn er von feinen Reisen zurückgekehrt ist, bie Zeitschrift zu- lammen mit Dr. Abbott hecausgeben. Heber sein Gehalt ist noch nichts bestimmtes bekannt, doch verlautet, daß er 25 000 Dollars jährlich erhalten wird, so daß er neben dem Herausgeber des Ameritan, Arthur Brisbane, der höchftbczahlte Jour* nalist ber Vereinigten Staaten wäre. , * llebert rümpft. In einem Dorfwirtshause unterhielten! sich mehrere ~eufc über bie Fortschritte ber Zeit, besonders über die neueiten Errungenschaften im landwirtschaftlichen Maschinen- bau. Einer ber Gäste erzählte, daß es jetzt eine Maschine gäbe, .ÖCT .chan aus ber einen Seite eine Garbe Korn hinein» rourfe, wahreub auf der anderen Seite ein gebackenes Brot heraus- sielk. darauf erklärte ein anderer, bas sei noch gar nichts. Er habe neulich auf einer Ausstellung eine Maschine gesehen, bet ber man aus ber einen Seite Hopsen und Malz hineimvarf, wahrend aus der anderen Seite etn Hausknecht schon die bc- trunkenen Leute an die frische Luft beförderte. — Tableau! L-andeU e a l p e t e r s y N d i k a l. Tie am Mittwoch stattgehabte Dec- sarnrnlung der Salpetermlereffenten in London, die das Projekt des Salpelerverkauqyndikats beipxacb, ist nach langen Diskussionen ergebnislos verlausen und auf drei Wochen vertagt worden. ,, k> rW , ? 9 n2,2 . Der Karlsruher Ehemieprofessor Ubbelohbe, dec «etrctar des Petroleumkongresses, hat feine un Au trage der denlichcn Regierung unternommene niehrinonaltge Reise nach den amerikanischen O e l f e l b e r n beendet. Ec wurde beule vorn Prandenten Roosevelt m zweistündiger Aubicn; empfangen. Dec Prastdem äußerle bei dieser Gelegenheit ferne Zn nnmung zu ber geplanten Einführung einheitlicher Probier- methoden für Pelrolenm. , _ Markte. 261 Heu» und St rohmarkt. S Heu und 3 Wagen Stroh ans »7n-9«n ® xM JÜU?ec ,uv Heu Mk. 3.50-3.60, für Stroh Mk. _. - 0. ^amtliche Zu'nbr war aus bem Kreis Dieburg. Der Maru war bei ledlm'ler Srattmage rasch geräumt. Tendenz fest, 9Ä ü"iche Witterung für Hcfjeu am Samstag den ^"er und trocken. Temperatur ivie heute. Giessen (Wiesecker Weg 16), Münster i. W., den 22. Oktober 1908. 6252 Kaufm. Verein und Julins Schulze, KreiiOtz die Macht des Beispiels Kasse zu haben. Eintrittskarten sind zu 50 Pf. abends an der (08872 Gießen, den 23. Oktober 1908. Jttmann—Alte! 12.50 Betten E © t ölte. nach Giessen Strengste Diskretion. a:!/. Wagen ohne Firma oder , Wunsch. Die trauernden Hinterbliebenen; I. d. N.; Philipp WiShe m. Plock- sfrasse 14/16. o W S S* O 0 Fd’ £ o ö ö ti L) £ I- & Cv v-,1 s » ES ec £ c/1 C3 Für die Anteil.,ahme in allen Preislagen von Anzahlung an, Abzahlung Woche Z Mk. in allen Preislagen von Anzahlung an. Abzahlung Woche S Mk. oder nach Wunsch. Die trauernden Hinterbliebene« In deren Namen: Reinhard Greb Wwe. Gebrauchtes, aut erhall, eisernes rinhrrhrit mit sämtlichem Zu- KlüOktvtll bebör aus besserer Familie zu kaufen gesucht. Schristl. Angebote unter 6245 an den Eien. Anz. erb.___ Komplette Einrichtungen sofort lieferbar. Ein noch wenig gebrauchter Brenn-Apparat billig zu verkaufen. 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Die Mission der bulgarischen Delegierten ist g cf cf) eitert, .weil Bulgarien keinerlei finanzielle Opfer für Oltrumclien bringen null. Die beiden Delegierten beabsichtigen schon heute, nach Lofta zurückzukehren, das jungtürkische Komitee t)t aber noch bemüht, vermittelnd einzugreifen. K 0 n st a n t i n 0 p e l, 23. Okt. Die türkischen Blatter haben nunmehr aufgehört, zum Boykott gegen Oester- o "t7i m :O Danksagung. vielen, wohltuenden Beweise herzlicher an dem uns betroffenen, schweren Ver- wir 2lUen tiefgefühltesten Dank. Be- W aschkommoden 31k. 25 — Kleiderschränke 31k. 25 — Polslerwaren in jeder Ffeislage. Anzahlung luste, sagen sonders danken wir den verehrlichen Vereinen für die, unserem teuren Entschlafenen erwiesenen Ehrungen. Die Beerdigung findet Sonntag 25. d. Mts., nachm. 3*/? Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. "»Lusischisf.Studieli« n 16, September im n Male wieder auf« dem Ballon gemacht x sein, denn die Ge. von dec Erde erhob manövrierte, waren en, und dürften auch einer Fahrt von er Parseoai glücklich ufiiieg Ljütte eine» Kehler etUadt, iw zur Verfügung h Berlin berufen, ilssäre zwischen dein er noch nicht möge- :afen in Berlin not- ht man völlig mckr Zeppelins. Tah der roß nach Berlin bc* daß er jeden Taz radezu deprimierend, irische Wendung ge- ien nach sich Ziehen MajorGroßUnd 'am Freitag be- iq die Führung de- LömngeniemTorr. Zvielvian der Neuen Gießener Ztadttheaterr. Samstag den 24. Ok.ober, abends 8 Uhr: Wast'picl des Ibsen- Ensembles von Maria Reboff: .Baume.sier Solnen. Ende nach 10'/, Uhr. Sonntag, nachmitlags 3 /, Uhr, bei Votksvreisen. R-ldan bet Weile.'” Gnbe 6-/. Uhr. Abends 7%U6r wuet • w.rkung der Negi.nentskapelle: -Der Mann nn Monde. Posse mit besang in 5 Bildern von Ed. Jacobson. Ende gegen 10 Uhr. Dienstag, abends 8 Uhr: 4. Dienstag-Abonnement - Vorstellung: „Madame Sans Gene/ Ende 10'/, Uhr. Whltroocb abends 7 H(n- • 3. Mülwoch-Abonnement-Vorslellung - »Em EOolg. Ende oeaen 91' Uhr. Nrciiaa, abends 8 Uhr: 5. Ireuag-Abonnement- Borstellung: ,Tie berühmte Frau.' Joinsiag, abends 8 Uhr: PolkSvorstellnna: ,.?cr floiiwnuiion. Ende 10 ? Hin-. gust seine Frau erschlagen und hierauf einen Selbstmordversuch begangen, der aber mißlang. Brüssel, 23. Okt. Deute Nacht zerstörte eine FeuerS- b r u n st einen Teil der hiesigen Telegraphen-Zentrale infolge eines Kurzschlusses, der sich im 2. Stockwerk ereignete, wo sich die Apparate-Umschalter befinden. Das Feuer verbreitete sich ziemlich schnell, wurde jedoch energisch bekämpft und binnen einer Stunde war die Gefahr beseitigt. Der Schaden ist sehr bedeutend. Die Internat. Verbindungen sind zum Teil gestört. Toulon, 23. £Tt Ter Panzerkreuzer Eonds, der sich auf der Suche nach Torpedos befand, die bei den Schießübungen verloren gegangen waren, erhielt Befehl, sofort zurückzukehren und weitere Instruktionen abzuwarten. Da augenblicklich die Panzerkreuzer Patrie und Rspubligue sich in Barcelona befinden, soll der Eondv eventuell nach Konstantiiwpel zum SckMhe der französischen Interessen abgehmr. M 3 Tip! Für meinen Versand vaa) dem Auslande laufe getragene Herren - Kleider und Schuhe gebrochenes Gold u, Silber. Zahle die reeUiten und hocytten Preise. Bestellungen erbitte ver Pott. Arnold Goldberg, Bahnhonlr.43 ^Bayrischer Vergedung hon Steinlieferungen zu Chaussierungen in Grast. Lbcrsörsterei Laubach. Das Brechen und Anliefern von 800 edm Steinen zur Chau ner- ttm un Thomasbiegel in nächster Nahe des Lagerhauses.soll. m 4 Voten zu je 200 cbm oder zusammen vergeben werden.DieUn licierunn muh bis 15. April 1908 beendigt I em. Sur den lieber- nehmer der gesaunen Lie.erung stehen gegen mäßiges Entgelt zur Beringung. NähereAuskunst über.gc zeichnung der Lose erteilen dte öoritroarte Schremer, Preten ee und Wagner. Jägerhaus. Aceordanten wollen ihre.'>orderui gen bis zutn 14. November d. Js. bet unterzetchneter Stelle iÄrntnch emretchen. ,10 Vaubach, den 21. Oktober 1908. Grml. Forstverwaltung. iU e ntm Mona? ^ungz.Pr . ‘ S?20tbnete" Tr. ■ vroschure edjüdmnä ^ebe,y^ie"flerid» ^nirel die per|onüdje Q,len und schniäl-rn "bieielb^1“96- m bem v'eielben zurück. Ter mtd raumi bem Pij. ’ Sofien de; kanten gekannt zu geben, Orts ewarbßversiE. Samstag, 24. Oktober, abends 8^ Uhr im Hause des Kaufm. Vereins I. öffentlicher Vortrag Frau Ottilie Stein, Karlsruhe: v,,/i» „Gut und Böse am häuslichen Herd nnd Bekanntmachung. Mit Herstellung der Bürgcrstciac in der Frankfurter Straße loil demnächst begonnen werden. Diejemgeu Anlieger, welche abscbbarcr Zett bcab- stchtigen, ibt onnubiiüa an das v.cudcs nabt. Elcktr taitatS- tvcr; ce> anzuichlicstcu, wollen die Anmeldung »nncrhalo lO^agen bei der uuterzetchncten Verwaltung veranlagen. Gießen, den 21. Oktober 19u8. Stadt. Elektrizitätswerk Gteßen. Original-Drahtinelü»ttngen. Hildesheim, 23. Okt. Das Schwurgericht verurteilte den Gelegenheitsarbeiter Heinrich Beyer wegen T o t - s chm g s z u 1 3 3 a l) r c n Z u ch t h a u s. Er hatte am «. Au- Bekanntmachung, bis nachmittags 7 Uhr wird die Wahl von 57 Wahlmännern für die Stadl Gießen zum Behuf der Wahl eines Abgeordneten der Stadt Gienen in dem Büracrmeisterclgcbauöe vorgenommen werden. Die Stimmberechtigten, deren 9iamen mit den Buchstaben A bis einschließlich L beginnt, haben am Zimmer Nr. 11, dleienlgcn, deren illamen mit den Buchstaben M bis Z beginnt, aur Zimmer 9tr. 12 abzuittmmen. Alle stimmberechtigten Staatsbürger werden daher emgeladen, an dem gedachten Termin nch perionltch etnzu- finden und ihre Stimmen abzugeben. Zugleich wird daran, aurnicrtiam gemacht, daN bicjentaeit, welche mit der Entrichtung ihrer schuldigen direkten Staats,teuer, oder falls sie zu einer solchen nicht herangezogen und, ihrer .^om- munal,teuer langer als zwei Monate sich nn Null,tande befinden, zur Abstimmung nicht zugelassen werden und dan alle Dteieuigen, welche bis zum 10. Oktober, bezw. bis zum 21. Oktober nut der Entrichtung der betreffenden Steuer über zwei Diondte tm Jiua> ftande luaren, nur dann zur Abltimmung zugelanen werden können, wenn sie diesen Nückitand noch bts zur Wahl abrüforen und bau solches geschehen, der Wahlkommission durch Vorzeigung ihrer Steuerauittung nachtveisen. Giehen, am 23. Oktober 1908. Die Wablkommnnon: Der Oberbürgermeister: Die Urlundsverwnen: Hl e c u in. F. Habentcht. F r. H e l m.________ WZ «Ä 1 eine am "R ^kiL^ eriuchz. unJ *" von, ^o-Nicamp, de? gommene "'^n?el. t W Myork toxti ««es rlautet, iwB ^el(H1», Ä G Einern* ‘Ä’5’3? : Kn w,1 0885011 fast neu.Ueberzieh.,schwarz, btll. abzug. ^iebigstr.68,Atansarde. Berkans von Dünger. Der in der Zett vom 1. November 1908 bis zum 31. Oktober 1909 gewonnene Dünger soll nach dem Gewichte, so wie er sich in der Grube findet, an den Dteistbietenden verkauft werden. _. » Reflektanten werden ersucht, ihre Angebote an die Direi- tion bis zum 30. Oktober d. Js. einzurelchen. „ Die Bedingungen sind in der chirurgischen Jetenncu» klmik, Frankfurter StraFe 94, cinzusehen. Giesten, den 28. September 1908. _ Die Direktion der chirurgischeu Veteriuärtlmrt. Kolosseum Giessen ben^cÄ»« 8 C^^C:,’b0!, 611 Einmaliges Gastspiel der berühmtesten Komikerin, Berlins populärsle Soubrette Pepi Weiss mit ihrem Ensemble, 10 Personen. Ueberad Tagesgespräch. — Lach stürme. — Keine erhöhten Preise. Billetts sind im Theater u. 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