Dienstag S3. Juni 1908; Zweites Blatt Nr. 145 Erscheint tägNch mit Ausnahme des Sonntags» Die „Gießener ZamMenblätter- werden dem ^Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblott für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..randwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. 158. Jahrgang haben. — Die Kongo-Schutztruppen haben den Häuptling Motuna gefangen genommen; Motuna ist wegen Aufruhrs zum Tode verurteilt und sein Sohn zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. — In Neu-Antwerpen im Kongostaat sind sieben weiße Agenten der Mongala-Gesell- schaft verhaftet worden wegen Greueltaten gegen die Eingeborenen. Diese Greueltaten sind begangen worden gelegentlich einer Strafexpedition gegen die Budjas. Außerdem wird eine Strafexpedition organisiert gegen die Bughala- Neger. — Von den Eingeborenen, die beim Untergang des Dampfers „Ville de BrugeL" den Kapitän dieses Dampfers und zwei andere Schiffbrüchige, die ans Ufer geschwommen waren, erschlagen und aufgefressen hatten, sind drei verhaftet und ins Gefängnis von Lissala abgeführt worden. Soldaten und Eingeborene überwachen das Wrack und man sucht jeden Tag die noch im Innern des Schiffes vorhandenen Leichen zu bergen. Rotationsdruck und Verlag der Drühl'scherr UniversitätS - Bncb- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Persien. Die Lage des Schahs scheint sich in den letzten Tagen etwas gebessert zu haben. Seine energischen Maßnahmen für den Fall etwaiger Unruhen machten augenscheinlich auf die Bevölkerung Teherans .einen günstigen Eindruck. Personen, die zum Kampf gegen' den Schah wegen angeblicher 23er- letzung der Konstitution aufreizen, sind, wie es sich Hernuszustellen beginnt, Parteigänger des Prinzen Sill es Sultan. Nachdem sie in Teheran Fiasko gemacht hatten, übertrugen sie ihre Tätigkeit auf die Provinz. Von dort laufen seitdem beunruhigende Meldungen über revolutionäre Umtriebe ein, die offenbar den Interessen des Prinzen zu dienen bestimmt sind. Aus Furcht vor Bestrafung suchten einige Revolutionäre in der Moschee Hallar Zuflucht. — In Aserbeidschan ist eine Gesellschaft zum Schutz der Konstitution und gegen die Angriffe der Revolutionäre, sowie sonstigen extremen Elemente in Bildung begriffen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag.- 5L Redaktwnr^-OILA T-^-vidruAnzeigerGießen. KoUtifche Tagesschau. Die 3. Konferenz der Ober Postschaffner-Vereinigungen Deutschlands hat vom 15. bis 18. Juni in Köln stattgefunden. Die hauptsächlichsten Wünsche der gehobenen Unterbeamten dec Reichs- Postverwaltung hat die Konferenz in einer einstimmig gefaßten Entschließung niedergelegt, aus der folgende Punkte mitgeteilt seien: Festsetzung des Gehaltes auf 1500—2200 Mk., in Stufen von je 3 Jahren in 15 Jahren erreichbar, Wohnungsgeldzuschuß in gleicher Höhe mit den mittleren Beamten, Beseitigung der durch die früheren Gehaltsregelungen entstandenen Ungleichheiten und Härten in den Gehaltsoerhältnissen, Sperrung der Laufbahn der weiblichen Beamten und allmähliche Ueberführung von gehobenen Unterbeamten in die den Beamtinnen vorbehaltenen Dienststellen, Besetzung der Postagenturen und der Bahnposten in Personen- zügen mit gehobenen Unterbeamten, Urlaubsgewährung bis zu einem Gesamtdienstalter von 25 Jahren 14 Tage und bei einem solchen über 25 Jtzchre 3 Wochen, Verleihung der Beamtenqualisikation und Einrichtung von Beamtenausschüssen unter Hinzuziehung der Organisationen. Neben den genannten Standesfragen waren Organisationsfragen Gegenstand der Verhandlungen; einheitlicher Ausbau der Einzelorganisationen, Schaffung eines gemeinsamen Organisationsfonds und Errichtung eines ständigen Konferenzausschusses waren die wichtigsten Beschlüsse auf diesem Gebiete. Im Anschluß an die Konferenz fand die Hauptversammlung der von den Vereinigungen im vorigen Jahre gegründeten „Pen- sionsprämien- und Sterbekasse * statt, deren Wirksamkeit durch die gefaßten Beschlüffe bedeutend erhöht wird. Die nächste -Konferenz wird in Dresden stattfinden. • Da» englisch-russische Abkommen über Mazedonien. Im englischen Unterhaus« ist gestern das neue englisch- russische Abkommen über Mazedonien besprochen worden. Lynch (lib.) richtete folgende Anfrage an die Regierung: Ist ein Abkommen zwischen der englischen und der russischen Regierung betreffend die mazedonische Frage getroffen worden? Kann Staatssekretär Sir Edward Grey erklären, welches die Hauptpunkte des Uebereinkommens sind? Hat das Ueberein- kommen die Zustimmung der anderen Signatarmächte des Berliner Vertrages erhalten? An Stelle des Staatssekretärs Grey erwiderte Unterstaatssekretär Peape: Wir haben ein Abkommen mit der russischen Negierung getroffen, aber es war noch keineZeit, sich mit den anderen Mächten zu beraten. Bis dies geschehen sein wird, kann Sir Edward Grey nicht sagen, welche Vorschläge in Konstantinopel gemacht werden würden. * Vom Kongo. Von den mit den: Kongodampfer „Albertville" heute in Antwerpen eingetroffenen Nachrichten sind folgende hervorzuheben: Die Abgrenzungskommission hat anerkannt, daß der 80. Meridian die Grenze des Kongostaates 24 Km. weiter nach Osten verschiebt, die Deutschen wollen aber, daß die Flüsse Semliki und Sutchurru als Grenzlinien anerkannt werden. Die Diplomatie wird diese Frage zu entscheiden Deutsches Rerch. Das deutsche Kaiserpaar wird nach einer Berliner Korrespondenz im ersten Drittel des August in Stockholm eintreffen, um den Berliner Besuch des Königs von Schweden zu erwidern. . Die drahtlose Telegraphie wird am 1. Juli in die amtliche Telegraphie des Deutschen Reiches ausgenommen. Staatssekretär Krätkc hat jetzt eine entsprechende Aenderung der Telegraphenordnung auf Grund des internationalen Berliner Vertrags vom 3. November 1906 erlassen. Flottenverein. In der Hauptversammlung der Ortsgruppe München des Deutschen Flottenvereins am Sonntag betonte der Vorsitzende Generalkonsul v. Oldenburg nach kurzen einleitenden Worten, daß zwar die Danziger Tagung nicht alle Hoffnungen, die man auf sie gesetzt habe, erfüllt, doch habe, man anerkannt, daß in einem großen Vereine Frieden und Fortschritt nur durch Kompromisse erreichbar feien. Rcalgymnas tasten und juristisches Studium in Bayern. -Der „Berl. Lokalanz." meldet aus München: Der Reichs rat nahm mit 32 gegen 20 Stimmen die von seinem Ausschuß abgelehnte, von der Kammer der Abgeordneten beschlossene Berechtigung der R e a l g y m n a s i a st e n z u m juristischen Studium an. Der Siehener Theaterverein im Jahre \90l-08. Man schreibt uns: Am 19. d. M. hielt der Theaterverein seine ordentliche General-Versammlung ab, die der Vorsitzende, Professor Fromme, mit folgendem Jahresbericht eröffnete. Mit Fertigstellung des neuen Stadttheaters hatte , sich der Verein neue Statuten gegeben, die den Zweck des Vereins, die materielle und künstlerische Förderung des Stadttheaters, ungeändert ließen, in denen aber die Zahl der Sondervorstellungen des Vereins auf im allgemeinen nur drei festgesetzt wurde. Entsprechend diesem Programm verausgabte der Verein im letzten Jahre wieder über 3000 Mark für die Einrichtung des neuen Theaters, und bei der Eröffnung im Juli v. I. beteiligte er sich durch die Veranstaltung einer Opernoorstellung, in welcher Figaros 5z och zeit durch die ersten Solokräste des Frankfurter Opernhauses und durch deren Chor, Ballett und Orchester zur Aufführung gebracht wurde. Nachdem diese Vorstellung die Eignung des neuen Stadttheaters als Opernhaus in glänzender Weise erwiesen hatte, kam eine Vereinbarung mit Direktor Steingoetter zustande, dahingehend, daß der Verein in der bevorstehenden Spielzeit die Veranstaltung einiger Opernvorstellungen durch ein auswärtiges Ensemble übernehmen solle. Der Theaterpachtvertrag hatte die Frage offen gelassen, ob Opern-Aus- führungen in größerer Zahl in einer Nachsaison int Frühjahr oder in kleinerer Zahl und durch ein auswärtiges Ensemble während der Spielzeit im Winter stattfinden sollten. Eine Frühjahrsoper ist in tadelloser Beschaffenheit nicht zu erhalten, das Ensemble ist eben nur für einige Wochen zusammengestellt, den wundesten Punkt aber bildet dabei das Orchester, das bei den Frühjahrsopern immer von einer am Orte ansässigen Kapelle gebildet wird. Eine solche vermag aber die Ansprüche, welche man an ein Theaterorchester zu stellen berechtigt ist, selten voll zu befriedigen. Deshalb entschied man sich, dem Beispiele vieler anderer Städte, welche ohne eigene Oper sind, folgend, dafür, das Ensemble einer benachbarten Großstadt für einige Opern- vorstellungen zu gewinnen. Bei den mit dem Hoftheater in Darmstadt gepflogenen Verhandlungen sand der Verein seitens der dortigen Generaldirektion ein so liebenswürdiges Entgegenkommen, daß, nachdem S. K. H. der Großherzog seine Genehmigung erteilt und auch dte Mitglieder des Hoftheaters ihre Bereitwilligkeit erklärt hatten, schon Anfang November die erste Vorstellung, der Barbier von Sevilla, stattfinden konnte. Es folgten später Fidelio, Fra Tiavolo und nach Schluß unserer Spielzeit, als Vorstellung außer Abonnement der Waffenschmied. Die Mrjkellungey waren, mit Ausnahme der letzten,, aus- nicht gedeckt, sondern sind um 1906 Mark hinter diesen zurückgeblieben. Dabei leiht das Darmshädter Hostheater die Kostüme und Requisiten kostenlos, es zieht aus diesen Vorstellungen überhaupt keinen Gewinn, dagegen erhalten die Mitwirkenden, die zu Gastspielen außerhalb Darmstadts nicht verpflichtet sind, selbstverständlich ein erhöhtes Spielgeld und freie Reise. Für die Rückreise nach Darmstadt muß der Verein wegen der höchst mangelhaften Verbindung mit Frankfurt jedesmal einen Sonderzug zur Verfügung stellen, der über 400 Mark kostet. Nimmt man dazu das Honorar der Hosmusik mit rund 1000 Mark, des Solopersonals mit rund 650 Mark, des Hofchorpersonals mit rund 750 Mark, sonstige Ausgaben mit 300 Mark, Vergütung an Direktor Steingoetter für Theatermiete, Licht, technisches Personal usw. 350 Mark usw. usw., so überzeugt man sich, daß z. B. die Fidelio-Ausführung insgesamt etwa 3600 Mk. Kosten verursachte. Da nun unser Theater 800 Plätze besitzt, so hätte jeder Platz im Durchschnitt 4.50 Mark kosten müssen, wenn die Ausgaben durch die Einnahmen Hütten gedeckt werden sollen. Infolge der den Mitgliedern des Vereins beim Abonnement gewährten Preisermäßigung und infolge der Aufrechnung der Mitgliedsbeiträge selbst wurde aber der Durchschnittspreis von 4.50 Mark nicht erreicht, und deshalb war das Defizit unausbleiblich. Nachdem inzwischen die Mitglieder des Hoftheaters in dankenswerter Weise ihre Honoraransprüche etwas ermäßigt haben, wird es in Zukunft hoffentlich gelingen, unter Beibehaltung der settherigen Eintrittspreise em Defizit bei den Opernaussührungen zu vermeiden. An eine wesentliche Herabsetzung der Eintrittspreise kann aber für alle Zeit nicht gedacht werden, denn die Kosten einer Oper mit ihrem riesigen Apparat von Solisten, Chor und Orchester sind naturgemäß immer sehr hoch und mit den Kosten eines Schauspiels gar nicht zu vergleichen. Eine Oper kann nur bei einem hohen Zuschuß bestehen, selbst kann sie sich niemals unterhalten. So verbraucht das Frankfurter Opernhaus, trotzdem es immer gut besucht ist, nicht nur den ganzen Beitrag, welchen die Stadt leistet, sondern auch noch den großen Ueberschuß, welchen das dortige Schaujpielhaus erzielt. So kann auch bie Darmstädter Hofoper auf der Höhe, aus der sie sich von jeher befunden hat, nur erhalten werden mit Hilfe oes großen Zuschusses, welcheri der Landesherr dem Theater leistet. Die Stadt Gießen kann Jahrzehnte lang nicht daran denken, eine eigene Oper zu unterhalten; denn die für eine gute Oper (nicht Schmiere) notwendigen Zuschüsse würden die Finanzkrast der Stadt weit übersteigen. Die Sonderfahrt der Schnelldampfers „Uronprinzejjin Lecilie". AuS Bremerhaven wird uns unterm 20. ds. Mts. geO schrieben.A unb stolzestes Schiff hat heute seinen Ehren- , tag. Die Kronvrinzessin hat sich zur Besichtigung ihres Palenkindeö angefagt. Seil zwei Tagen herrscht an Bord eme sieberhaile Tätigkeit; an allen Ecken und Enden imrb geputzt und gescheuert und durch die Milte des Salons, in dein man sonst an,' Heinen Tischen speist, wird eine große Ehrentafel gerichtet. Arn! Morgen setzt auch der Himmel mit einer großen Generali-einigungs ein und verschwendet dazu nicht endenwollende Wassermassen. Um i/ ll Uhr trifft der Ertrazug mit den geladenen Gästen eiii: Vizepräsident, Generaldirektor, Tircktoreii uni) AufsichlSräte des Lloyd, Bürgermeister und Senat, sowie die Spitzen der Behörden von, Bremen. Ein „bescheidener Lunch" stärkt die Versammlung ine die Anstrengungen, die der Tag noch bringen soll: Russisches Vorgericht — Hühner - Consomms — Seezuiigennlet, indische Art — Kalbrücken ä la dauphiue — Junge Ente — Liplomalen-Salal — Schwedische Apseltorte. Der Regen halte inzwischen ausgehort, sicherlich nut Rücksicht j auf die Waschkleidchen der Bremerhavener Tanten, die m Hellen Scharen den Quai füllten, als püiikllich um 2 Uhr der Hofzug ein- lies. Von Vizepräsident Konsul Achelis, Generaldirektor Wiegand\ und Bürgermeister Marcus begrüßt, entstieg ihm die Kron»! Prinzessin, gefolgt von der Oberhojmeislerin Freifrau v. Thiele- Winkler, den Hofdamen v. Wedel und v. Trotha, dem Hofmarsctzflll Ausland. \ GrafRoman Potocki, der Erbe des ermordeten Grasen Andreas Potocki, des Statthalters von Galizien, wurde vom) Kaiser F-vanz Josef in den Fürste n stand erhoben. Im B i a l Y ft o k e r Pogrom Prozeß wurden von 29 Angeklagten 15 freige sprech en. Von den übrigen Angeklagten wurde Nowakowski wegen Totschlags zu drei'Jahren Arrestantenkompagnie verurteilt, die Angeklagten Nowitzki, Skawronski unty Selinski erhielten je ein Jahr Gefängnis, die übrigen wurden zu kurzen Freiheitsstrafen von drei bis sechs Monaten ocnirtedt. ’ Zur Lage in Serbien. Infolge der kritischen Lage wird der König den ehemaligen Wiener Gesandten. Dr. Wuitsch mit der Kabinettsbildung betrauen. Dr. Wuitsch stellt die Be-, dingung, daß er keinerlei Rücksicht auf die Verschwörer zu nehmen! brauche. Ter König hat zahlreiche Drohbriefe erhalten. Iw diplomatischen Kreisen St. Petersburgs zirkulieren authentisch«! Nachrichten über eine Zuspitzung der serbischen unüf bulgarischen Angelegenheiten. ' Marokko. In Paris war gestern das Gerücht verbreitet, der, Sultan Abdul As iS sei ermordet worden. Minister-, Präsident Clemenceau hat keinerlei Meldung bezüglich des Ge-i rüchtes erhalten, das hier für vollkommen unbegründet ße*. halten wird. — Nach Gerüchten, die in den Wandelgängen der Kämmer umliefen, soll ein Telegramm des Generals Liauthey von der Bildung einer großen Harka in Südoran sprechen. Irgend eine hierauf bezügliche amtliche Mitteilung ist nicht ergangen., — Im spanischen Senat erwiderte der Minister des 'Aeußern, Allen de Salazar, auf eine Anfrage, Spanien werde, was für einen Ausgang auch immer der Kampf zwischen Abdul Asis unb' Mulch Hasid nehmen werde, genau die Innehaltung der Verträge fordern. J Wir werden deshalb noch sehr lange auf das Entgegen- Ans Stadt nird Land. Gießen, 23. Juni 1908. •• DaS Großherzogspaar in Oberhessen. II. KK. HH. der Großherzog und die Großherzogin mit der Prinzessin Marie zu Solms-Lich und dem Prinzen Alexander von Battenberg nebst Gefolge begaben sich gestern morgen 10 Uhr im Auto nach Ortenberg zum Besuch des Grafen und der Gräfin Kuno zu Stolberg-Roßla. Nachmittags fuhren die Herrschaften nach Gedern weiter, wo fu von dem Fürsten und der Fürstin zu Stolberg-Wernigerode empfangen wurden. Die Herrschaften haben in Gedern übernachtet und wollen sich von dort nach Jagdschloß Wolfs-^ garten begeben, um dort, nach dcr Darmst.Ztg., bis auf weiteres Aufenthalt zu nehmen. L. ü. Landesuniversität. Herr Dr. phil. Kar^ Uller, der sich für das Fach der Physik an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Mittwoch den 24.Juni,! 5 Uhr, in der kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung^ über das Thema: Wissenschaftliche Probleme der/ drahtlosen Tele grap hie. •* AuS dem Militär.Wochenblatt. Befördert:) Pier (IV Berlin), Vizcwachtm., zum Leutnant dec Reserve des 2. Großh. Hess. Fcld-Art.-Regts. Nr. 61. — Der Abschied bewilligt: Alt (II Darmstadt), Oberlt. her; Res. des 2. Garde-Ulanen-Negts., — Stammler (II Darm-> stadt), Oberlt. der Landw.-Jnf. 2. Aufgebots. ** Eine Sitzung des Provinzial-AusschusseS findet am Samstag, den 27. ds. Mts., vorm. 9 Uhr, mit ToU gender Tagesordnung statt: 1. Ablösung der fiskalischen' Jagdberechtigung in dem Pohlgönser Gemeinde-. Wald „Bodenhardt"; 2. Tei lung der gemeinschaftlichen (Sc* markung Ober- nnd Nieder-Rosback)._________ verkauft, di- Einnahmen Haven aber trotzdem die Kosten! wenn wir in unserem Stadtth-lltcr den Genuß erstklassiger scheint durchaus nicht teuer erläuft, wenn wir bedenken, daß die Eintrittspreise in Frankfurt, der für uns bei gelegentlichem Opernbesuch allein in Betracht kommendes Stadt, auf den den unsrigen gleichwertigen Plätzen mindestens ebenso hoch, wie bei uns, sind, und daß wir weiter noch die Kosten der Reise, der Wegzehrung und den Zeiü Verlust tragen müssen. Hiernach trug der Rechner, Herr Challier, die Rechnung des Jahres 1907/08 vor, die mit einem Vermögensbestand von fast 8000 Mk. in Bar abschließt. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl des Vorstandes des letzten Jahres, Ter Verein wird auch im nächste'.: Winter einige Opernvorstellungen veranstalten und unter seinen Mitgliedern ein Abonnement zu ermäßigten Preisen und unter Anrecht nung des gezahlten Mitgliederbcitrags eröffnen. Die Zayl^ der Mitglieder hatte im letzten Jahre nut 32o ihren Höchststand während der 18 Jahre, die der Verein besteht, erreicht, und nach den jetzt schon vorliegenden Anmeldungen^ zu schließen, dürfte sie noch weiter in die Höhe gehen. Auch in unseren Nachbarstädten befinden sich jetzt zahlreiche Mit-; glfeder des Vereins. * ' Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen ' — Notari atSwe sen. S. K. H. der Großherzog haben den Notar mit dem Amtssitz in Mainz Geh. Justizrat Dr Karl Braden auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt und ihm daS Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigne verliehen. * * Studentische Unterrichtskurse s ü r A r b e i t e r. Der Unterricht beginnt auf Wunsch einer großen Zahl von Teilnehmern in Zukunft erst um 8ya Uhr, dafür soll die Pause, die bisher zwischen die Unterrichtsstunden eingeschoben wurde, fortan in Wegfall kommen. Mr die Teilnehmer, die durch Dienst oder anderes verhindert luarcn, den Unterricht zu besuchen, ist es jetzt möglich geworden, am Donnerstag abend noch einen Wieder- holungskurs im Rechnen einzurichten. Dieser .Mrs soll derart gestaltet werden, daß auch Teilnehmer, die mehrfach fehler! mußten, hiev den ganzen Stofs, der unterdessen in den Haupt klassen durchgenommen worden ist, nachzuholen imstande sind. Der Unterricht im Deutscl-en ist schon bisher so angeordnet, daß Versäumnisse an einzelnen Tagen durch Hausarbeiten und durch den Besuch der Parallelknvsc (Montags und Dienstags) einigermaßen ausgeglichen werden können. Neue Anmeldungen können für diesen Sommer jetzt nickst mehr entgegcngenommen werden; doch wird, wer cs wünscht, schon jetzt für den Winter vorgcmerkt. — Bon besonderen ^Veranstaltungen steht zunächst die Führung durch die Antiken-Sämmlungen der Universität (nächsten Sonntag 11 Uhr) bevor, zu der Prof. Sauer gütigst eingeladen hat, sodann ein Besuch der Universitäts-Bibliothek, bei dem Oberbibliothckar Dr. Ebel der freundliche Führer lein wird, endlich werden Lehrer und Scküler sich Mitte Juli zu einem gemeinsamen Ausflug in zwangloser Weise zusammenfinden. * * Aus dem Bureau des Stadttheaters. Operettengastspiel Fledermaus. Um alle Hauptpartien in Johann Strauß' klassischer Operette mit ersten Kräften zu besetzen, hat Direktor Steingoetter auch für den „Prinzen Orlofsky" einen Gast engagiert. Frl. Alma Mendorf, die Vertreterin des Prinzen im Frankfurter Opcrnhausc wird danach auch hier wie bei der Nauheimer Aufführung in vbiger Partie gastieren. * * DaS Fest der Buchdrucker fand gestern durch eine gemütliche Nachfeier im Philosophenwald seinen würdigen Abschluß. Nach längerem zwanglosen Zusammensein begaben sich dann die Teilnehmer geschlossen nach ihrem Stammlokal, der Stadt Kassel, ihr Festinventar auf einem mit den Buchdruckerfarben geschmückten Wägelchen mit sich führend, das von zwei munteren Eselchen gezogen wurde. ** Kolosseum. Damen-Ringkümpfe. Resultat des 7. Tages. Frl. P h i l i ppi-Aachen besiegte Frl- Taban-Belgien 7 Min. 30 Sek. durch Hünenschwinig. Frl- Schönburg-Wien unterlag durch Schultevdrehprüf noch 8 Min. (15 Sek. der Ungarin Frl. Muranky. Sehr interessant gestaltete sich der letzte Kämpf zwischen Frl. Haag-StuUgart und Frl. Hanlon-Berlin, die bis zur Entscheidung kämpften. Siegerin blieb Frl. Hanlon -Berlin in einer Gesamtzeit von 49 Minuten durch Untergriff von der Wie die Direktion mitteilt, hat sie eine Standprämie von 1 Mk. pro Minute ausgesetzt für Damen, welche sich an diesem Sport beteiligen wollen. "Der Kampf der Milchweiber. Auf unseren Rindviehmärkten finden sich stets eine größere Anzahl Frauen, ein, die den Handelsleuten damit einen Gefallen erweisen daß sie, sobald die Milchkühe an den Mann gebracht sind' die Tiere ausmelken. ES ist dies für die Frauen eine lohnende Beschäftigung, da ihnen für ihre Mühe die betreffende Milch überlassen wird, die sie dann zu Geld machen. Beim letzten Markt waren nun aus Konkurrenzneid mehrere der Milchweiber aneinander geraten, für beide Anfangenden hatten sich Verbündete gefunden, die tapfer in das Gefecht eingriffen, daS mitten im Marktgewühl heftig tobte und bei dent kühn die Milchzuber und Hocker als Waffen geschwungen wurden. Anfänglich sahen die Handelsleute dem Kampf bc« lustigt zu, als die Kämpferinnen aber zum Kleingefecht übergehen wollten und sich mit den Händen packten, da traten wohl ein Dutzend der Männer als Schiedsrichter zwischen den Kämpferinnen. Sie hatten aber ihre liebe Not, die Parteien auseinander zu bringen, die sich nach einem lebhaften Grasen v. Bismarck-Bohlen und dein Kammerherrn v. Stülpnagel; und nicht zu vergessen, dem zierlichen weißen S e i d e n s p i tz Piccolo, der im weiteren Verlaus der Reise noch mancher Galahose gefährlich werden sollte. Die elegante, schlanke Erscheinung der Hohen Frau (blaues Seidenkleid mit blauer Federboa, weißer Glockenhut mit großer schlvarzer Feder) entsesselte, besonders bei der Damenwelt, sofort einen wahren Beifallssturm. Hundert Kehlen und Kehlcben schrieen Hurra, als sie an dem Spalier der Kapitäne vorbei Die Fallrepstreppe erstieg. An Bord empfing sie Kapitän Högemann init den Offizieren, und nachdem die übrigen Gaste im Gesellschaftszimmer vorgestellt waren, bestieg die Prinzessin mit Gefolge die hintere Kommandobrücke, um von hier aus die Ausfahrt aus dem Hafen anzusehen. Langsam gingen wir durch die Schleuse; die Sonne lugte jetzt verstohlen durch die Wolken, und wirklich, heute sah Bremerhaven beinahe so aus, als lächle es im Sonntagskleide: Die zahllosen Wimpel der in Flaggenparade prangenden Schiffe, die bunte Menge, die die Ouais füllte, die allgemeine Feststimmung und vielleicht auch noch ein wenig die Wirkung des „bescheidenen Lunch" ließen einem die Weserstadt weniger prosaisch erscheinen, als sie sich sonst hem Alltagsauge zu präsentieren pflegt. Bei weiter bedecktem Wetter und ruhiger See ging c5 zunächst au den Forts vorbei, auf denen die 3. Matrosen-Artillerie-Abteilung Aufstellung genommen hatte. Die Gäste setzten sich bei Kaffee und Zigarren im Rauchzimmer fest. Stach einer Stunde erschien I. K. H. wieder im weißen Uachtkostüm, mit weißer Mutze und großen! unter dem Kinn geknoteten Schleier. Unter Führung des Generaldirektors Wigand begann dann ein Rundaang durch die Kajütsräume. In der Messe begrüßte die Prinzessin die versammelten Offiziere und überreichte ihnen eine silberne Bowle. Gegen 6 Uhr passierten wir Helgoland und um 7,8 sand sich eine festliche Versammlung in dem mit einem Wald von Blumen geschmückten Speisesaal zusammen. Der hohe Raum erstrahlte in einem Meer von Licht, die stilvolle Architektur kam ausgezeichnet zur Geltung, kein Schloß am Lande hätte eine würdigere Stätte bieten können. I. K. H. nahm gegenüber von Generaldirektor Wigand, zwischen Konsul Achelis und Bürgermeister Marcus Platz. Generaldirektor Wigand begrüßte den hohen Gast mit einer kurzen Ansprache und gedachte dabei der Bedeutung des Tages; genau vor 50 Jahren, am 19. Juli 1858, war der erste Lloyddampfer nach Nordamerika in See gegangen. Der nächste Morgen war der Besichtigung der Wirtschaftsräume und der Maschine gewidmet. Trotz der mitunter schwierigen und nicht immer ganz reinlichen Passagen ließ es sich die Prinzessin nicht nehmen, auch bis in die Tiefen des Heizraumes hinabzusteigen. Den Beschluß bildete am SarnStag morgen wieder ein „einfacher Lunch", und um 3 Uhr langte der Dampfer wieder, von einer festlichen Menge stürmisch begrüßt, auf der Weser an. Tie Prinzessin reifte unmittelbar nach der Landung nach Bremen weiter, und die an Bord Bleibenden behalten einige Stunden Zeit, um sich für die Strapazen des Abends auszurnhen: Man erwartet die Väter des Reiches, deren maritime Informationen um eine genaue Bekanntschaft mit der Küche des Lloyd erweitert werden fallen. Dr. A. Z. ♦ — Kleine K u n stchroni k. Im Frankfurter Kunstverein findet z. Zt. eine V. van Gogh-Ausstellung bis zum 28. Juni statt. Feuergefechte mit gerade nicht sehr schmeichelhaften Worten nur mit Mühe beruhigen ließen. Die bereits von den Kämpferinnen vor Beginn der Schlacht angesammelte Milch war nun allerdings als KriegSkostenentschadigung auf dem Platz geblieben. In der KampfeShitze hatte man die Eimer umgestoßen. *♦ Die Meisterprüfung Skomm iss io n für Oberhessen besteht in den nächsten 3 Jahren ans folgenden Herren: Vor sitz ende«: Ludwig Traber Baumeister und Großh. Hauptlehvev. Stellv. .Vorsitzender: Ludw. Huhn, Architekt und Stadtverordneter. StändigeBeisitzer: Louis Petri II., We ißbinderme ister, Heinr. Keßler, Mauvnlneifter. Weitere Beisitzer: Aus dem Bäckergewerbe: Peter Pfeiffer, August Deibel, Aus dem Bandagisten- und Messer- sckMiedegewerbe: Adam Reinig, Otto Heger. Aus dem Bildhauergewerbe: Jakob Atzbach, Karl Eugen Boll KU Friedberg. Aus dem Buchbindergewerbe: Adolf Bourgeois, Paul Richter. Ans dem Buchdvnckergewerbe: Albin Mein, Peter Muth, Bad Nauheim. .Aus den: Dachdeckergewerbe: Emil Noll, Heinrich Nuckstuhl. Aus dem Trehergewerbe: Kärl Schwan, Fr. Rap- polt, Nidda. Aus dem Feilenhauergewerbe: Andreas Müller, Heinrich Lehr zu Lollar. Aus dem Friseurgewerbe: Heinrich Tichy, Fr. Silenter. Aus dem Glasergewerbe: B. Bierau, Georg Luh. Aus dem Goldarbeitergewerbe: Kvrl Brück, Karl Noll. Aus dem Graveurgewerbe: Joh. Köhler, Karl Schwan. Ans dem Gürtler- und Bnrstenmachergewerbe: Johannes Leichtweis, Emil Weißbäcker. Aus dem Jnstallationsgewerbe: Rudolf Rö- diger, Georg Appel. Aus dem Konditorengewerbe: Ed. Lind, Heinrich Hettler. Aus dem Kürschnergcwerbe: August Kretzschmar, Georg Schultheis. Aus dem K'üfcrgewerbc: Georg Euler, Julius Wellhöscr. Aus dem Knpferschmiedegewerbe': Eduard Trautmann, Aßmus sen. zu Nidda. Aus dent Lackierevgewerbe: Georg Bellos, Karl Leib jun. Aus dem Lithographiegewerbe: Martin Loos, Ludwig Bramm. Uns dem Maurergewerbe: Marlin Adermann, Heinrich Winn. Ans dem Mechaniker- und Optikergewerbe: Wilh. Spörhase, Wilhelm Schmidt. Aps dem Metzgergewerbe: Jakob Braun, Fritz Schlörb. Aus dein Pflästerergeiverbe: Johannes Nickel, Johannes Hofmann. Aus dem Posamentiergewerbe: Louis Kattrein. Aus dem Sattlergewerbe: Karl Bender, Friedrich Groß. Aus dem Schlossergewerbe: Fr. Krogmann, Karl Krailing. Ltus dem Schmiedegewcrbe: Johs. Heß, Johs. Becker III. Aus dem Schneidergewerbe: Wilh. Heß, Jakob Schreiner. Aus dem Schorn- steinfegergewcrbe: Eduard Rupp, Schwenk, Lich. Aus dem Schreinergewerbe: Emil Beil sen., Rcuning sen., Nidda. Aus dem Schuhmachergewerbe: Karl Berg sen., Philipp Seipp. Aus dem Seilergewerbe: Valentin Brauer. Aus dem Spenglergewerbe : F. A. Faber, Rudolf Rödiger. Aus dem Steinmetzgewerbe: Jakob Atzbach, Martin Schwall. Aus dem Tapcziergewerbe: Johannes Klüikerfuß, August Oßmann. Ans dem Uhrmachergewerbe: Otto Schmidt, Heinrich Marr'. Aus dem Wagnergewerbe: Louis Faber, Heinrich Spies. Aus dem Weißbinder-, Maler- und Bau- Lackierergewerbe: Kvrl Neuling, Christoph Schmidt II. Aus dem Zimmerergcwerbc: Georg Schutzdecker, Aug. Helfenbein. (Wo nicht anders vermerkt ist, sind die betr. Herren aus Gießen.) + Dan bringen, 22. Juni. Hier wurde dieser Tage der Arbeiter Ludwig Roth verhaftet, der unter dem dringenden Verdacht steht, drei Einbruchsdiebstähle begangen zu haben. R. ist wegen Eigentumsvergehen vielfach vorbestraft, zuletzt mit 2 Jahren Gefängnis, die er im August vor. Js. verbüßt hatte. W. Rockenberg, 21. Juni. Vergangene Woche kehrte der Pater Wolf, ein Sohn des früheren hiesigen, jetzt verstorbenen Bürgermeisters, nach hier zurück, um seine Geschwister, die hier zumteil, noch leben, zu besuchen. Er lvar sieben volle Jahre in der Mission in Togo tätig. Welche Anhänglichkeit an die Missions- arbcit der Herr besitzt, beweist zur Genüge der Umstand, daß er erst auf ausdrückliches Geheiß seiner Obern in Erholungsurlaub gegangen ist. Nächstes Frühjahr lvird er wieder nach Afrika in sein Mirkungsgebiet zurückkehren. — Beim Spielen fiel ein kleiner Knabe so unglücklich von einem Heuhaufen, daß er schwere Verletzungen — wohl auch innere — davontrug, und schwer daniederliegt. Die Hirnschale wurde durch den wuchtigen Aufschlag ge- svrengl. An feiner vollen Wiederherstellung trägt man ernste Bedenken. s. Bad-Nauheim, 22. Juni. Gestern erfreute uns der E v. K i r d) c » g c f a n g o e r e i n aus Gießen unter Mitwirkung der Knabenchorfchule durch ein schönes K i r ch e n k o n z e r't. Unsere herrliche neue Dankeskirche, die gestern ihren Kirchweihtag beging, war von andächtigen Zuhörern, meist Kurgästen, ganz gefüllt. Es war aber aud) ein hoher Genuß, der uns geboten wurde. Zuerst die schöne E^oralkantate von Max Reger: „Meinen Jesnm laß ich nicht," mit Begleitung von Solovioline, Solobratsche und Orgel, die durch ihre reizvolle Szenenführung und die Kraft ihrer Harinonien stellenweisc an Back) erinnert. Besonders der letzte Satz, als die frisck)en Knabenstimmen einsetzten, war geradezu überwältigend. Ganz entzückend aber ist die Begleitung der Streichinstrumente, die mit so süßen wohllautenden Tönen über dem Harmonieren des Chors schwebt. Es war aber aud) eine Lust, wie rein und mächtig die Töne den Instrumenten ent- ftromten. Der alte I. Haydn mit seinen „Sieben Worten des Erlösers am Kreuz," die bann zu Gehör tarnen, mutet einem als Kirchenmusiker ja etwas fremdartig an, und so recht marin wird man hierin nicht. Aber feine melodiöse Musik ist es doch, besonders iöenn sie so schön vorgetragcn wird, wie wir es gestern hören durften. Besonders eigenartig war die Begleitung durch Flügel und Orgel, etwas, was wir sonst noch nie gehört hatten. Die Art, wie beide Instrumente, trotzdem sie auf zwei Empor- bühuen wirkten, untereinander, und wiederum mit dem Chor zu- sammenwirtten, war eine ganz erstaunliche Leistung, die in erster dinie dem Leiter des Chors, Herrn Professor Trautmann, der zugleich den Chor dirigierte und ihn auf dem Flügel begleitete, zu hoher Ehre gereicht, nicht minder aber auch dem ver- tändnisvoll seinen Absichten folgenden Organisten, Herrn O. G ö r I a ch. Auch die Chöre selbst kamen mit gutem Einsatz, rein und vollantend zur Geltung und legten Zeugnis von der trefflichen Sdiulung und dem hingebenden Eifer der Mitglieder ab. Der Evangelische Kirchengesangverein durste das Bewußtsein mit- nehmen, daß er sich vielen herzlichen Dank erworben hat. m. Friedberg, 22. Juni. Bureaugehilfe Otto Kersting von hier, 15 Jahre alt, groß und kräftig, wird eit dein 12. Juni nachmittags vermißt. Er war bekleidet mit braunkarrierter Hose und Weste, gleichfarbigem Lüfterrock und trägt weißen Htrohhut mit schwarzem Bande, schwarz- lederne Schnürschuhe, weißen Stehkragen und lange hellgraue Kravatte. Da ein Grund, Selbstmord zu verüben, für den Jungen nicht vorlag, ist der Gedanke naheliegend, daß ein Verbrechen an ihm verübt wurde. Es wird gebeten, etwaige Anhaltspunkte über den Verbleib des Vermißten der Polizeiverwaltung hier mitzuteilen. + AlSfe ld, 20. Juni. Am 15. Juli wird hier ein Zuchtviehmarkt für Simmentaler Rindvieh, Deutsche Edelschweine und Saaner Ziegen abgehalten. Aufgetrieben werden nur Herdbuchtiere. Marktordnung und Markt- verzcichniö versendet auf Wunsch vom 5. Juli ab der Land- wirtschaftskammer-Ausschuß zu Alsfeld. + Ober-S org bei Alsfeld, 22. Juni. Nachdem in vielen Orten der Umgegend die FeldbereinigungS-Arbeiten, zum Teil schon seit einer Reihe von Jahren, auSgeführt sind, hat sich auch unsere Gemeinde dazu entschlossen. Freitag den 26. l. Rtts. soll in der Schnell'schen Gastwirtschaft eine Grundeigentümer-Versammlung tagen, um über die Aufbringung der Kosten zu beraten und etwaige Wünsche oder Anträge vorzubringen. — Nidda, 19. Juni. Die Nachricht, daß sowohl Hof. rat Rothschild als Notar Link, nachdem sie mit ihren be- trügerischen Manipulationen so zahlreiche Leute geschädigt, teilweise für da§ ganze Leben geschädigt haben, auf ihren Geisteszustand untersucht werden, hat dem Publikum zu denken gegeben, als man glauben möchte. Tdtsache ist die Schädigung der Mitmenschen. Eine bekannte Regel lautet aber: Besser verhüten als strafen. Somit liegt die Frage nahe, ob man nicht gesetzlich festsetzen soll, daß Leute, die einen solchen Vertrauensposten einnehmen, auf dem ihnen Hab und Gut der Mitmenschen in hohem Maße anvertraut wird, vor Einsetzen in die Stelle auf ihren Geisteszustand hin beobachtet werden, damit dann wenigstens der Schaden verhütet wird. Ueberhaupt dürfte e§, wenn dann dem Einfluß des Geisteszustandes auf die Handlungen ein so großes Gewicht beigelegt werden soll, am besten sein, jeden Menschen in einem gewissen Alter einer Beobachtung zu unterziehen, wie man jeden zwingt, sich impfen zu lassen —, dann wäre doch gleiches Los für Alle vorhanden. s. Wetzlar, 22. Juni. Auf Grund der Verfügung der Regierung zu Coblenz beginnen heute für sämtliche La.ndschulen des KreiseS Wetzlar die 14tägigen Sommerferien. Sie kommen unseren Landlenten höd)st gelegen, denn überall ist die Heuernte fleißig im Gang, bei der sich die Kinder so recht nützlich machen können. Dazu häufen sich jetzt überall die Feldarbeiten; es gilt, das Gemüse auszupflanzen und die Kartoffeln zu behäufeln, wobei die Kinder gleichfalls gar manche Handreichung tun können. Die Witterung ist für die Feldarbeiten überaus günstig und überall auf Feld und Wiese regen sich tausend fleißige Hände. A Braunfels, 22. Juni. In das Solrnser Stiftsgebäude zu St. Georgen ist von außeü ein Typhus fall eingeschleppt worden, der zu einigen anderen Erkrankungen Llnlaß gab. Die Kranken wurden sofort nach Gießen gebracht, während die Gesunden so lange in einer Doecker- schen Baracke wohnen sollen, bis das Solrnser Stiftsgebäude desinfiziert und hergestellt ist. h. H o m b u r g v. d. H., 22. Juni. Ein Meyerscher Probe- automobilwagen verunglückte heute mittag auf der Fahrt von der Saalburg nad) Dornholzhausen. . Von den drei Insassen erhielt einer einen Oberschenkelbruch und der zweite eine Armverletzung, während der dritte mit Hautabschürfungen davonkam. sd. Darmstadt, 19. Juni. Wegen eines Raubanfalles halle sich dieser Tage der Muskciier Wilhelm Gebhardt ans Ein- yardtshausen voin Jnf.-Regt. Nr. 116 zu verantworten. Er war auf Ostern von seiner Garnison Gießen nach Offenbach, wo seine Eltern wohnen beurlaubt worden. Tort fiel er in der Nacht zwischen 12 und 1 Uhr gemeinsam mit seinem Bruder über den Schirmhändler Müller in der Sandgasse her. Sie schlugen auf Müller ein, wobei der Bruder versuchte ihrem Opfer das Portemonnaie aus der Hosentasche zu reißen, es gelang aber nicht. Sie gingen durch, als Nt. laut um Hilfe schrie. G. wird nun wegen gemeinschaftlichen Körperverletzung verurteilt, und da er außerdem einige Tage später seinen Urlaub um 2 Tage überschritt und dabei seinen Vater bedrohte, erhält er eine Gesamtstrafe von 6 Monaten Gefängnis.. — Der Dragoner H. Bohl ans Schlitz von dem Drag.-Rgt. Nr. 22 hatte im Mannschaftszimmer eine Uhr gesunden. Man entdeckte sie nach vielen Wochen bei ihm. Er erhielt wegen Kameradendiebstahls 3 Wochen strengen Arrest. sd. Darmstadt, 21. Juni. Der Dragoner Joh. Bornträger der 3. Eskadron Drg.-Rgt. 23 aus Steinfurth (Oberh.) hat mit einem Schlüssel, den er im Zimmer sand, ein Spind geöffnet und daraus die Uhr mit Gehäuse eines Kameraden entwendet. Er wird vom Kriegsgericht zu vier Wochen strengem Arrest verurteilt. — Wegen Fälschung einer öffentlichen Urkunde wurde ber^ Musketier Paul Possel - mann aus Mainz von der 3. Kompagnie Infanterie-Regiment 116 zu neun Tagen Gefängnis verurteilt. Er war nad) Mainz beurlaubt, wollte aber länger bleiben, und fälschte dementsprechend seinen Urlaubspaß; er wurde am andern Tag durch einen Schutzmann festgenommen und zurückgcbracht. — Eine sozialdemokratische Versammlung in Frankfurt a. M. hat der Musketier Jak. Wagner von der 5. Komp. Jnf.-Regt. 118 gelegentlich eines Urlaubs in Uniform besucht. Er wurde daselbst von einem Schutzmann festgenommen und erhält heute wegen Ungehorsams, aus dem ein wesentlicher Nachteil entstehen konnte, sowie Belügens eines Vorgesetzten 22 Tage ftrengen Arrest. — Wegen Mißhandlung Untergebener hat sich der Vizefeldwebel I. G. von der 9. Komp. Jnf.-Regt. 117 zu verantworten. Er hat einen Gefreiten in unberechtigter Weise gestoßen, so daß dieser hinfiel und fid> verletzte. Der Angeklagte erhält acht Tage gelinden Arrest. II M arbnrg, 19. Juni. Recht unvorsichtig benahm sich der Gemeinderechner und Landwirt Thomas in Wommelshausen bei Gladenbach. Als der Alann plötzlich revidiert wurde, fälschte er, ohne daß er sich dadurch einen Vermögensvorteil verschaffte, um es stimmend zu machen, einige Quittungen. Die Marburger Straskammer erkannte auf 1 Monat Gefängnis. Nniverfttäts-NachrZchten. — In Kiel ist Professor Frantz von der juristischen Fakultät im Alter von 57 Jahren plötzlich gestorben. — Wie wir hören, hat Professor Dr. Ferdinand Noack, von der Universität Kiel den Ruf nach Tübingen angenommen. Er tritt dort an Stelle von Prof. Dr. L. v. Schwabe. Vermachtes. ** Automobilunfälle. Bei der Rückkehr von der Prinz Heinrich-Fahrt kam in der Nahe von Magdeburg Leutnant Wagner aus Spandau, der als Unparteiischer fungiert hatte, durch einen Unfall ums Leben. — In Pilsburg in Niederbayern wurde der B a u m e i st e r E r n st aus Landshut bei einem durch Reifendefekt entstandenen Aulomobiluufall durch das Umschlagen des Fahrzeuges getötet, und drei weitere Personen wurden schwer verletzt. — Im Forstenrieder Park bei München wurden durch einen Automobilunfall drei Personen schwer und zwei Personen leicht verletzt. * Eine fürchterliche Fe u e r s b r u n st. Am 21. ). M. brach auf der Ostseite des nahe von Innsbruck gelegenen Dorfes Z i r l Feuer aus, das sich infolge Ostwindes in wenigen Augenblicken über den ganzen Ort verbreitete. Bis zum Abend waren 164 Häuser und Wirtschaftsgebäude niedergelegt. 1400 Bewohner des Dorfes sind oboachlos. Von Innsbruck wurde Militär zur H.Istleistung gesandt. Der große Fuhrwerksverkehr mit Bayern über den Zirler Berg ist infolge der Zerstörung der Schloßbachbrücke unterbrochen. Der Brand wurde durch spielende Kinder verursacht. Wie amtlich sestgestellt ist, beträgt der Schaden 1200 000 Kronen, denen eine Versicherungssumme von 600000 Kronen gegenübersteht. An die Hilfskomitees, die ich in Innsbruck bildeten, liefen außer großen Spenden an Kleidern und Lebensmitteln 20 000 Kronen in Bar ein. Erzherzog Eugen spendete 2000 Kronen. Niedergebrannt ind sämtliche Wirtshäuser, das Postamt, das Gemeindeamt, der Pfarrhof und die Gendarmeriekaserne. Nur die Kirche blieb verschont. Sechs Personen sind ums Leben geioniinen. Aach der größte Teil der Viehbejtände ist jnitoerbrannt — In Ansbach zurstörte ein Mroß- 3845 Giessen, den 23. Juni 1908. Die Hinterbliebenen. Die Beisetzung erfolgt in Capri. D”/, Zukunft. Flasche 50 Pfg- 1'3836 Adler Drogerie, Seltersweg 39. Otto Schaaf. I namens der Konkursmasse Burk 3847 Samstag, den 27. Juni, nachmittags 3 Uhr, auf dem Bureau des Großh. Ortsgerichts Gießen öffentlich meistbietend versteigert. gehen, der das Wesen des Protestantismus mit seiner großen Mast und feinen inneren Gegensätzen begreifen lernen will. Am Schluß des Buches ergreift ein so bewährter Kenner unseres religiösen Lebens, wie Herrmann das Wort, um „die religiöse Frage der Gegenwart" zu beleuchten, was er uns bietet, gehört zu dem Reifsten, was über diese Probleme gesagt werden kann. । Hundertfeier der Gießener Universität gestiftete Stipendium soll erstmalig am 1. August d. I. verliehen werden. Bewerbungen sind bis zum 4. Juli d. I. an den Engeren Senat der Landesuniversität zu richten. Näheres am schwarzen Brett. Gießen, den 22. Juni 1908. Am 2i. Juni entschlief in Capri sanft nach kurzem, schweren Leiden Der Rektor der Landesuniversität. Lcist. B28/« JubiLimmsstipenorrrrn der Hießener Kaufmannschaft! Das von der Gießener Kaufmannschaft zur dritten Jahr- Kartoffeln feinste Speise- u. Salatkartoffeln empfiehlt 5U den billigsten Lagespreisen 1004 F Hankel, Neuen Bälle 7. Telephon 612. Armbinde abzuliefern. Gießen, den 20. Juni 1908. Der städtische Branddirektor: Traber. Gingeianör. Auf das Eingesandt in dem Blatt vom 20. Juni l. I. „Jux-, platz" betreffend, möchte ich folgendes erwidern: ‘ Allerdings kann einem mit ernsten Gedanken und Arbeiten beschäftigten Menschen ein Spektakel, wie der in dem Eingesandt geschilderte, sehr unangenehm sein. Doch warum soll man die Sache »licht auch von einem anderen Standpunkt aus betrachten und sich freuen, wenn junge krustige Menschen, die tagsüber in Anspruch genommen sind, und die gar nicht wissen, wohin mit all ihrer Lebenskraft, einmal losschlagen? Wenn auch der Gesang, das Klavierspiel und was sonst noch alles nicht gerade ersten Ranges ist, du lieber Gott, es kann doch nicht jeder ein ausgebildeter Künstler ein 1 Und daß inan an heißen Sommertagen seine Fenster nicht schließt, das ist doch wirklich leicht zu begreifen. Darum feid nicht nur verbittert und griesgrämig, sondern habt Freude an jedem Zeichen überfchäumender Jugendlust. herausgestellt. * Zwei Meldungen vom Tode des Ertrinkens liegen heute aus Ostpreußen vor. Am Sonntag unternahmen in Lyck Major v. Hartmann vom Dragoner-Regiment v. Wedel mit einer Dame und einer Ordonnanz eine Segelpartie auf dem Lycker See, der sich auch Major Böhmer vom Bezirkskommando anschloß. Infolge starken Windes kenterte das Segelboot. Während Major v. Hartmann, seine Begleiterin und die Ordonnanz sich retten konnten, wurde Böhmer augenscheinlich vom Herzschlag betroffen und sank lautlos in die Tiefe. — Bei einem Spazier- ritt, den der Rittergutsbesitzer v. Sperver-Grauden (bei Ragnit) mit seinen beiden Töchtern unternahm, ließ sich die Gesellschaft mit Pferden mittels Fähre über die Szeszuppe (einen Nebenfluß der Memel) setzen. Auf dem Flusse scheute ein Pferd und alle Personen fielen ins Waser. Frt. Ursula v. Sperber ertrank. — In Oppeln ertranken ferner beim Baden an verbotener Stelle in der Oder ein Schlosser, zwei Arbeiter, ein Kausmannslehrling und ein Schornsteinfegerlehrling. * OstasiatischeBombcattentate. Aus Calcutta wird vom 22. gemeldet: Als gestern um Mitternacht der Per - sonenzug aus Ostbengalen außerhalb des Kankanara-Bahnhoss auf der Calcutter Seite von Barrackur hielt, wurde eine Bombe in einen Abteil zweiter Klasse geworfen, in denen zwei Fabrikbeamte, Brown und Passey, saßen. Beide wurden schrecklich verletzt und der Wagen wurde zerströt. Ter Zug ging nach Abhängung des zertrümmerten Wagens nach Calcutta weiter; von den Tätern fehlt jede Spur. — Aus Chandarnagar (Französffch- Ostindien) wird berichtet, daß der Schuldirektor Babu Roy Gupta, welcher der Beteiligung an der Herstellung von Bomben und an einem gegen den Bürg erm eister gerichteten Bombenanschlag beschuldigt ist, verhaftet wurde; er wird an die englischen Behörden ausgeliefevc werden. •’ Billiges aus Amerika. Ein Abonnent in Indianapolis in Amerika schreibt uns: Neulich berichtete jemand im „Gieß. Anz.", das Leben hier (in Amerika) wäre viermal so teuer wie in Demfchland, Dies ist ein großer Irrtum. Hier kostet: das Pfd. Dörrfleisch 12i/2 ot — 50 Pf., das Pfd. Schinken 131/, et =54 Pi., das Pid. Ochsenfleiscl; 10 ct = 40 Pf., das Pfund Kalbfleisch 17 et — 68 Pi., das Pfd. Schweinefleisch 10 ct = 40 Pf., das Pfd. Mehl 3 ct - 12 Pf. In dem größten Schlachthause werden täglich 10 000 Schweine geschlachtet; beschäftigt sind dort über 4000 Personen. Wir danken unserem amerikanischcnLandsmanne freundlichst für seine interessanten Mitteilungen. Amerika ist aber Viilen-Versteigerung. Die auf den Namen Georg Noll Eheleute eingetragene hochherrschafttiche Billa in Gießen Ost- Anlage 14, stilvoller Renaissancebau mit großen Räumen und kunstvoll angelegtem Garten, zusammen 3663 qm und 104 000 Mark Brandversicherungstaxe, Niederdruck Warmwasserheizung, Gas und elektrisches Licht wird Vtt»Sliiaas'gWanzcnjsd wirkt sicher und schütz, für die Einladung. Zu der Samstag den 4. Juli l. I., abends 8 Uhr, fm Saale der Herberge zur Heimat dahier stattsindenden Generalversammlung werden die Mitglieder crgebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Vorlage der Bilanz und Jahresrechnung pro 1907 und Erstattung des Rechenschaftsberichts. 3. Beschlußfassung über Verteilung des Reingewinns. 4. Mitteilung des Ergebnisses der stattgehabten geschlichen Revision. 5. Wahl von Vorstands, uno Stufsichtsratsmitgliedern. Die Rechnung pro 1907 liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Genossen, Johanncsstraße 5, offen. Gießen, am 22. Juni 1908. P”/e Der Borsitzende des Aufsichtsrates der Baugeuogen- schasl des evaugel. Arbeitervereins zu Gießen (Eingetr. Genossenschaft mit bcschr. Haftpflicht) Heylige nstaedt. _______ und preiswert repariert und neubezogen in schwarz wie farbig. [c26,3 Erprobt solide Qualitäten. Casseler ScWmiaM, liessen, Seltersweg 9. Hüiineraiagea und Hornhaut entfernt in kurzer Zeit Hadikal per Fläschchen 50 Pfg. Geriunnia Drogerie Carl Seibfcl. 12949 Frau Alice Faehndrich geb. Freiin Nordeck zur Rabenau auf Burg Nordeck. ein wenig größer noch wie unser Hessen und im allgemeinen dürfte doch die Behauptung zutreffen, daß es in Amerika viermal teurer als hier, zumal man, wenn man bei unS von Amerika redet, die Millionenstädte an der nordamerikanischen Ostküste in erster Linie im Ange hat. Kleine Tageschronik. Aus ganz Frauken, insbesondere dem Maintal, werden die schwersten Gewitterschäden gemeldet. Blitzschläge verursachten in vielen Dörfern zahlreiche Brände. Der Flurschaden ist sehr groß. In Obertieihelm und Rohr schlug der Blitz in die Kirche ein. In Hirschhaid wurde ein Heu fahrender Bauer in eine Dunggrube geschleudert und erstickte darin. Der Bürgermeister von Bamberg ließ Geld un Brote verteilen. Die Regierung von Reuß j. L. hat den Bau eines Krema- oriumS in Gera genehmigt. In der Nähe von Groß-Steinberg (Königr. Sachsen) wurde die 23jähr. Arbeiterin Conrad erwürgt aufgefunden. Es liegt ein Lustmord vor. Unter dem Verdacht der Täterschaft wurden zwei sogenannte Wurzelsucher verhaftet. I m Glelwitzer Stadtwalde wurde die durch Würmer und Insekten an gefressene und noch lebende Person des Arbeiters Hapwlka gesunden, welcher kurz nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus seinen Geist aufgab. Im Dorse Zernikau (Kreis Jarotschin) ließ eine 30 jährige Wirtsfrau ih reu 60 jährigen Ai n n n durch ihren Liebhaber und dessen Freund er w ür g e n. Alle utei wurden verhaftet und haben, wie verlautet, den Mord eingestanden. In einem Walde nahe dem lnxemburger Orte Röser wurde die Leiche des gor ft er 8 Cremer mit durchschossenem Halse aufgefunden. Es liegt em Racheakt von Wilderern vor. ' Der Buchbinder Coserer stürzte über die 80 Meter hohe Rord- wand des Capuzinerberges bei Salzburg ab und fiel als Leiche in den darunter befindlichen Gasthausgarten unter die Gäste. Infolge eines Zwischenialles in der italienischen Deputierten- kamrner fand zwischen dem Deputierten Santini und dem Journalisten Zambelli ein Duell statt. Nachdem der Kampf mit kurzen Unterbrechungen 65 Minuten gedauert hatte, erklärten die Aerzte, cs sei eine Herzstörung bei Santmi cingetreten; ber Fortgang des Duells müsse daher aus einen späteren Tag verschoben werden. . In die Redaktion des gemäßigten sozialistischen Blattes „Lavoro" in Geiiila drang eine Anzahl extremer Sozialisten ein. Es kam zu einem Handgemenge, wobei plötzlich ein Schuß krachte. Der R e d a 11 i o n s d i e n e r wurde von einem der Eingedrungenen ins Herz geschossen und getötet. Der Täler ist unbekannt geblieben. Sämtliche Eindringlinge wurden darauf verhaftet. feuer einen Teil der Smvrna-Teppichfä'brik Roeder & Co. Der Schaden ist bedeutend. — Eine dritte Brandmeldnng kommt aus Canada. Dort ist die Stadt Three Rivers durch eine Feuersbrunst fast vollständig zerstört worden. * Gruben Unfälle. Auf dem Paulsschachte bei Ober- len t e n s d o r f in Böhmen wurden durch niederstürzende Kohle drei Bergarbeiter getötet. — Bei Saint Etienne (Frankr.) fand in denLoiregrnben eine Ex plosionschlagender Wetter statt. 9 Personen haben dabei ihr Leben eingeb ü ß t. Viele liegen noch unter den Trümmern. Zur Eindämmung der Fenersbrimst in der Grube wurden fünf mit diesen Arbeiten besonders gut vertraute Arbeiter hinabgelassen. Um 10 Uhr abends füllten sie abgelöst werden, doch wurde, angeblich weil Gefahr im Verzüge schien, angeordnet, daß sie die Nacht durchzuarbeiten hätten, und zwar zusammen mit vier anderen. Die Arbeiter dürften, wie man annimmt, weil sie es fror, das Ventilationsrohr verstopft haben, worauf sie an Kohlengasen erstickten. * Drei Kvankheitsmeldungen besonderer Art !werden heute von den Telegraphenbureaus verbreitet. Sämtliche Beamten der staatlichen Lebensmittelunterjuchungsanstalt in Czernowitz sind infolge von Infektion von Pferde rotz- bazillen erkrankt. Der Assistent Arno st ist gestorben. Professor Lucksch hatte am Samstag abend eine wissensch. Untersuchung mit anscheinend getöteten Pferderotzbazillen angestellt und wollte diese zentrifugieren. Hierbei platzte das Rohr und die Bazillen verbreiteten sich in dem Raum. Pros. Lucksch hat gegen sich die Einleitung einer gerichtlichen Untersuchung beantragt. — In Aioskau sind infolge des Genusses verdorbener Speisen beim Rennen 150 Personen erkrankt, darunter einige schwer. Eine Untersuchung ist eingeleitet. — Nach Mitteilung der Bürgermeisterei in Ehrenbreit ft ein bei Coblenz wurde dort bei sieben Zivilpersonen Typhuserkrankung festgestellt: ebenso bei 13 weiteren Personen typhusverdächtige Erscheinungen. Auch bei mehreren Militärpersonen hat sich Typhuserkrankung Mrche rrnd Schule. — Das Christentum Fünf Einzeldarstellungen von C. Cornill, E. v. Dooschütz, W. Herrmann, W. Staerk, F. Troeltsch. (Wissensciiafr und Bildung, Bd. 50.) 164 Seiten. In Ongmal- leinenband Mk. 1,25. Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig. — Fünf unserer ersten Forscher haben sich die Aufgabe gestellt, uns in die Entwickelung der israelitisch-christlichen Religion von Moses bis aus die Gegenwart in ihren treibenden Mächten und in ihren bewegenden Ideen einzusühren. Zunächst wacht uns Cornill bekannt mit der israelitischen Volksreligion und der Wirksamkeit der Propheten, die in Jeremia ihren Höhepunkt erreichte. Es war dies eine der großartigsten und bedeutsamsten Entwickelungen des menschlichen Geistes, deren Kenntnis zum Verständnis des späteren Christentums unerläßlich ist. Ms 2. Kapitel von Staerk führt uns in eine neue Zeit, in der die jüdische Religion die Formen annahm, die sie zur Zeit des Auftretens Jesu hatte, und in der das Judentum mit der größten Geistes- und Kulturmacht der damaligen Welt in Berührung trat, dem Hellenismus. Wir sehen, wie die Gott suchenden Heiden bekannt werden mit dem großen Grundgedanken des religiösen und sittlichen Lebens Israels und betreten damit die Brücke, auf der das Evangelium in die große Welt einzieht. Wie aber fand die neue Lehre, das Christentum, sich ab mit der Weltanschauung des Hellenismus? Darauf gibt uns Prof, von Dobschütz im dritten Abschnitt Antwort, in dem wir alle Phasen der Glaubenskämpfe bis zum vollen Siege des Evangeliums durchleben. Für die religiöse, vorwärts strebende Menschheit war seit dem Sieg des Evangeliums erst Luther wieder ein Markstein. Was er für unsere geistige Entwickelung bedeutet, wie durch ihn die Funoainente der modernen Geisteswelt gelegt wurden, das zeigt uns Troeltsch in seinem meisterhaften Abschnitt „Luther und die moderne Welt". Er legt uns die gewaltige Geistesentwickelung von Jahrhunderten klar und niemand wird an diesem Aufsatz ohne liefen Eindruck vorüber- MW Wtsemwch. Montag, den 29. Juni d. Js., abends 8 Uhr auf dem Brandplatze am Turmhanse: Antreten aller alten und neuen Mannschaften. Versäumnisse werden gemäß Artikel 13 der Landesfeuerlöschordnung und nach § 368 Ziffer 8 des Reichsstrafgesetzbuches geahndet. Die zur Entlassung kommenden Mannschaften haben die Märkte. Gießen, 23. Juni. Marktbericht. Auf heutigem Wocben- nrnitte kostete: Buller pr. Pfd. 1.00—1.10 Alk., Hühnereier 1 St. 6—7 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsematte 2 St. 5—6 Pfg. Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen p. Pfd. 25-40 Pfg., Tauben pv. Pr. 0,80-1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Gänse pr. Pfd. 00—00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochfenfleisch pr. Pfd. 76—84 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Alk., Zwiebeln pr. ötr. 8,00—10,00 Alk., Aiilch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 0-00 Pfg., per Zentner Alk. 0.00—0.00. — Aepsel per Ztr. 10—25 Mk., Birnen per Ztr. 10—25 Alk. Nüsse 100 Stück 50—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Kirschen per Pfd. 0,45 Mk. Marktzeit von 7—1 Uhr. Müller'schc Badeanstalt. Wasserwär m e der Lahn 160 R. OrSgierKL-Drcchtmeldrnrsen. Rom, 23. Juni. Momento berichtet aus Tanger, daß der italienische Gesandte in Tanger; Auftrag er halten hat, sich nach Fez zu begeben, um Muley Hafid im Namen der Mächte zu fragen, ob er geneigt ist, die Akte von Algeciras zu unterzeichnen und zu befolgen. Mailand, 23. Juni, liebet £ie Streikbewegung wird gemeldet, daß dieSYmpathie für die Streikenden immer mehr zu nimmt und her allgemeine Ausstand in Mailand und Bologna proklamiert worden ist, Paris, 23. Juni. „Petit Journal" bezeichnet die gestern hier in Umlauf gewesene Nachricht betreffend die Ermordung Abdul Asis und die Ausrufung Muley Hasids zum Sultan als unbegründet. Madrid, 23. Juni. Die Kö»nigin von Spanien ist in der vergangenen Nacht um 1 Uhr von einem Prinzen entbunden worden. Tie Entbindung ging langsam, aber normal vor sich. Konstantinopel, 23. Juni. Wie verlautet, hat die Reise des Generals von der Goltz nach Ko n- stantinopel auf Ersuchen des Sultans stattgesunden, da augenblicklich die Frage einer deutsch-türkis chenVer- ständigung erörtert werde, v. d. Goltz soll außerdem die Reise Kaiser Wilhelms n ach Konstantin o p e l vorbereiten. New York, 23. Juni. In der ärztlichen Welt machen» die Versuche großes Aussehen, die Dr. Sauerbruch von der Universität in Marburg i. H. am Rockefeller- Institut angestellt hat. Er hat eine Art Glaskasten konstruiert, innerhalb dessen chirurgische Operati o- nen unter Neutralif ierung des äußerenLust- druckes vorgenommen werden können. Darnach soll es ohne Schwierigkeiten möglich sein, die Wände des B r u st - kastens zu öffne n, ohne daß die Lunge kollabiert. Versuche an einem Hunde sind mit Erfolg ausgeführt worden.' Oanksag&mg Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter sagen wir allen Beteiligten unsern herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 8. Meyerfeld. Kohsseum Giessen Rur noch 8 Tage Nur noch 8 Tage Telefon 64-4 kurz, halblang und lang, zum aussuchen. 3842 Seebäder-Dienst der Hamburg-AmeriKa-Linie Mittwoch, den 24. Juni: 3844 WMg«MZMn Alles Nähere siehe Plakate. Frankfurter- und Friedrichstraße, 5 Zimmer zu vertaufen. Hammstr. 9 B23/.] Kipper. CM»?) Dickwurzvflanzenu. alle sonst. zu verkaufen. Ploch, Licherstr. 80. empfiehlt (3840 Neustadt 14. 052611 3 Zimmer Vorzügliche (3807 1. Marktplatz 15. Telefon 390. 2 Zimmer verkaufen. Das Haus unt. 1 punkte zu vermieten. (3545 2940 zu vermieten. ludwigstratze 57. Globin das ist itiuif-Oicrndjc Mrschi ödeneÄ V c v I: ii n f e. (Offene Strlli'ii sowie die 2. Etage des Hauses unter II find zum gleichen Zen- Acht. Diellstma-che« gegen hohen Lohn gesucht. (8776 Hofmannstratze 14. 123 Pferde Jakob Maternus Ecke Klinik- und Frankfurter Str. Max Schumann Oswaldsgarten :: GIESSEBä :: Oswaldsgarten 1682] 6-Zimmerwohnung, 1. Stock, mit Zub. perl. Juli zu vermieten. Ludwigstratze 36. mit allen Verbesserungen u. Bequemlichkeiten ganz der Neuzeit entsprechend eingerichtet, per 1. Oktober zu vermieten. Näheres bei Paul Eim, Liebigstraße 31, I. Schone 5—6-Zunmerivohnung, Stock, Badezimmer, Veranda, Zigarren Engrosgeschäft sucht ür ivfort einen tüdjt. Nciicnden, >er schon mit Erfolg gereist hat. Schriftliche Angeb. unter 05270 an den Gieß. Anz. erbeten. In bester Lage Eietzens ein Lokal mit 3 Schaufenstern und Nebenraumen nebst schön. Wohn, von 5-Zimmern, Balkon re. als besseres Restaurant oder für jedes andere Geschäft geeignet, ofort evtl, später zu vermieten. Schristl. Angebote unter 1487 an den Gieß. Anzeiger erbeten. Näheres zu erfahren durch NechtSanwalt Dr. Svotzr und Rechtsanwalt Leun, Liebigstr. 19. | Möbl. Zimmer ] 05241] Einfach mübl. Zimmer zu verm. Asterweg 16,1. Nebenhaus Seb. beacb&Ste roschest und verschwiegen für hiesige nna auswärtige Detail-, Engros- und Fabrlk-Gonchäfte aller Branchen. Gewerbebetriebe jeder Art,Zins-, Geschäfts-, Fabrik-Grundstücke, Villen, Guter etc. etc. Käufer oder Teilhaber. Durch auf meine Kosten In 900 der geleeenstenZeitungen ganzjährig erscheinende Beklamo stehe ich ständig mit ca. 2500 kapitalkräftigen Reflektanten für Objekte aller Art in Verbindung, daher meine vielen, durch glänzende Anerkennungen nachweisbaren, oft innerhalb STagen erzielten Erfolge. Meine Bedingun- ?en sind die denkbar besten, von edermann annehmbar. Verlangen ßle kostenfreien Besuch zwecks Besichtigung und Rücksnrache. E. Kommen Nachf., Köln n. Eh., Krenzgasae 8, I. Aites, bestfundlertos Unternehmen mit B u re au x in Dresden, Leipzig, Hannover,Kölua. Eh,,KurlGruhei.B. , Acht. Rockarbeiter, ein Tagjchneider für dauernde Beschäftigung sofort gesucht. Marcus ^aue^-'j Herrenschneiderei. (05255 Beklebermnen auch Mädchen zum Anlernen, ge< sucht. C. Klingspor, 3718) Zigarrensäbriken. beste und feinste Scliuhpiilzmiltel ftiifntäiidjeii aeanroe8 05248] Einfach möbl. Zimmer zu vermieten. Bahnhofstr.60, III. St. Sektion Giessen D. & Oe. A.-V. J. Kaait jr Kreusplaiz. Donnerstag^ 25. Juni nowiderruflich letzte Vorstellnng! Die so beliebt gewordenen t3*“*5 thürillg. Kßmvlklkilse in Stangen sind wied. eingetr. bei: Anglist Walieaieis, Marktplatz 15. Telefon 390. Miirtrm geräumige 7-Ztmmer- yUUmt Wohnung inklusive Badezimmer, Mitbenutzung des Gartens, Bleichplatzes u.Trocken- bodenü, Walltorstratze nächst der Ost-Anlage, per alsbald oder 1. Juli zu vermieten. (2211 'Näheres Walltorstratze 48. Schöne geräum. 4—5 Zimmer- Wohnung per 1. Juli evtl, früher Mehrere tücht.Erdarbeiter' für den Kreisstraßen - Umbau Gießen - Steinbach gesucht. Meldungen auf der Umbau» strecke bei Kreisstraßenwart Walltorstr. 36-38 (früher Cafe Leib) Lchilhmkchcrgesellc gesucht [3678 L. Bernbardt,Schuhmacherinstr., Schulstr. 10. hier Wo gegen die Hitze ist das Tragen von niederen modernen Stehnmlege-Kiagen in allen Weiten und verschiedenen Formen, [a23^ In garant.Leine u.Shirting Stück W, 75, 80 Pfg. A. Salomon & Cie. 05245] Eine gebrauchte, noch gut zu kaufen gesucht. ^lkppk Bahuhosstratzc «6. Gebrauchtes, guterhaltenes Samen - Fataad zu kaufen gesucht. — Schriftliche Angeb, unt. 3839 an den Gieß. Anz. EatiHiitta zum Auskochen billigst bei AuM Waliechls öypoiiieky.WÖÖOMk. auf neues Geschäftshaus, welches an erster Stelle mit Mk. 40 0Ä) belastet ist, Taxat 80 000 Alk, von pünktl. Ztnszahler per 1. August gesucht. Nur Selbstgeber wollen ihre Adresse unter 05198 in der Erved. des Gietz. Anz. niederleg. Geiegenheitskauf! 5g M Paar takte Helgoland, Westerland s?it, Norderney, BorKum, s=== Cuxhaven, Amrum, V/yli a.Föhr Juist, Langeoog, LaHolK a.Röm fahren täglich der Turblnen-Schnelldampfer W A TGSTO*1 "lid die bewährten IäZb.RvSäLIx Salon-Schnelldampfer ,Cobra“, „Prinzessin Heinrich**, „Silvana**. Abfahrt von Hamburg-"St Pauli Landungsbrücken Werktags 8 Uhr vormitt, Sonntags 7.30 Uhr vormiit B8S* Auskunft und Prospekte durch den Mter-Dienst der Hamburg-Snierika-liiiiß, Homburg 9 und Lindau L Wioierfeld _____________Selterswegi Fleissige, ehrliche heule aus allen Ständen egal wo wohnhaft tonnen sich eine sichere Exiftenz od. auch einen lohnenden Nebenverdienst durch den Verkauf an Private auf d.Landeerwerben. Offerten unter K. S. 1480 postlagernd Nidda i. Hessen, i^18 Nur wemg Alk@hol enthält 2645 Alfelder Weizenbier Vs Liter-Flasche 12 Pfg. $u haben bei: Goithälf RobrSe, Marbnrgerstr.7 Telephon 344. Heute und morgen Kubflcifch Pid. 48 Pfg. Schweinefleisch, Pfd.42Pf. [6---/, Im Hause Nordanlage 8 ist das II. Obergeschoß ö schöne Zimmer, große Küche, Mansarde, Mädchen- kammer, Zeucht» und Heizgas, neuzeitlich hergerichtet zu verm. 3212s Näheres Hofmannstr. 14. Seltersweg 75,1. Stock, 5 schöne große Zimmer) Küche, Mäochen- kammer, Leucht- und Heizgas zu vermieten. Näh. Hofmannstr. 14. (3217) Dienstag, 23. Juni, abends 8% Uhr Große brillante Vorstellung Rendezvous der vornehmen Gesellschaft. Mit einem von der Direktion extra auserwähttem Programm. Wilbelmstratze 49, schöne 5-Zimmer-Wohn., II. Stock, Bad, Balkon und allem Zubehör, Koch- und Leuchtgas elektr. Licht per 1. Juli zu vermieten. (3504 200 Mk. ÄSS. Schristl. Angebote unter (X>Ä6 an den Gieß. Anz. erbeten. SaHat« Speise-OeL-Essigtm§ 08111601' feinste. 138351 Adler Drogerie, Ottto Schaaf SclterSweg 39. Jessina Citroneni per Dutzend 70 Pfg. ■ Murcia Apfelsinen | per Dutzend 100 Pfg. || Bananen per Stück 10.Pfg. Frische [a”/0 R anstraL Aepfel I per Pfund 60 Pfg. Geir, dental Bahnhoft-itr. 27. Donnerstag ben 25. Juni Keuchchriuitt-Mhle. A 05247)Steinstraße 50, I. Gas u. allem Zubehör, von zwei Damen für 1. Oktober gesucht. Schristl. Angeb. mit Preisang. unt. 05268 an den Gietz. Anz. Zigarenfabrik die sich zum Filialbetrieb eignet zu verk. Guter Arbeiterstamm vorhanden. Schristl. Angeb. unt. 05077 an den Gietz. Anz. erbeten. 05187) Einspänner-Kastenwagen Serial 25 Pfg. Bleichftratze 33, schöne 5-Zimmer-Äohnung zwei Treppen hoch, mit allem Zubehör zu vermieten. Näheres (2158 Bleichstrahe 33, I. Etage. | 7 Zimmer 2317J 7-Zimmerwovnung zu vermieten.Bergstraße 9. Garten- Maisü Sommer-Theater Dienötag, den 23. Juni: vill. Tas. I Iq fc iolnlMo OaH-bgbnipls UM die Prämie von 3000 Mark. Heute ringen: Frl. Nelson, London gegen Frl. Schönburg, Wien Frl. Koslowsky, Ostpreußen gegen Frl. Muranki, Ungarn Frl. Haag, Stuttgart gegen Frl. Knorr, Rheinland. O. Für Damen, welche sich an diesem Sport beteiligen wollen, setzt die Direktion eine Standprämie von 1 Mk. pro Minute aus. Anmeldungen täglich im Bureau des Kolosseum- Theaters erbeten. Donnerstag, den 25. Juni: Großer Farmtien-Abend mit Wsknl-Nertkiliing Freitag abend: Infolge einer Wette großer Ringkampf zwischen dem bekannten hiesigen Ringer Herrn Schaumburg, Brauer der Denningho f- Brauerei und eine Ringerin, welche durch Los bestimmt wird. W In dem schönsten und prächtigsten Garten von Gießen täglich großes Fainilien-Konzert des bestrenommierten Wiener Damen-Ordiesiers 99Etim©äfi Bei ungünstiger Witterung finden die Konzerte im Kollosseum- Restaurant statt. [05242 Es ladet ergebenst ein Albert Rappniann, Direktor u. Inhaber Goethestr. 54, 5-Z.-W. 1. Etg., ver- setzungöh. zu v. Stäh. das, pt. («»» Stephaustraße 29, I. Etage, 5-Zimmer- Wohnung mit Veranda, wegen Wegzug von Herrn Dr. Feldmann, per 1. Juli oder später zu vermieten. [3604 Landwtrtschaftl. Arbeiter ges. 05254) Carl Euler, Hammstr. 5. Buntfückertn Wo? sagt d. Expedition d. Bl. Zücht. Kiel!stmädchkll"ÄL' 05246)Caf6 Amend. 8813] Gut möbl. Zimm. m. sey. Eing. zu verm. Süd-Anlage 7, p. 8692) Schön mübl. Zimm. sep. Eing. per 1. Juli zu verm. Ebelstr. 7. 3828] Möbl. Zimmer sofort zu vermieten. Bahnhosstr. 59, 1. 05221) Möbl.iZimmer mit Pension zu vermieten. Ludwigstratze 12,1. I Läden etc. j hi mit ober ohne Dwyn. N». Auvkll fof. bezieht), zu verm. Serie II 35 Pfg. Mit schönem Laden und 6)uu* Werkstatt in guter Lage ist Umständehalber sehr preiswert zu vertaufen. Schristl. Angebote unter 3677 an den Gieß. Anz. erbeten. In Butzbach ist ein größeres Anwesen, 1057 qm haltend, an der Hauptstraße gelegen, in welch. Manufakturwaren- Geschäft betrieben wird, preiswert zu verkaufen. Dasselbe eignet sich auch wegen seiner großen NäumUch- feiten mit Hof u. Garten, für Weinhandlung, Apselwem-Kelierei, Modelhandlung usw. Schriftliche rlngeb. unter 3821 an den Gietz. Anz. erbeten. In einem großen, in nächster Nähe Gießens gelegenen, Orte (Bahnstation), ift em größeres Anwesen, besteh, aus Wohnhaus, reicht. Nebengebäuden u. gr. schön angel. Garten preiswert zu verk. Schriftliche Angebote unt. 05184 an den Gießener Anzeiger erb. Käuser-Vemaf, I. Zweistöckiges Wohnhaus mit Mansardenstock, 5 Zimm, in jed. Stock nebst Zubehör, Hinterhaus zweist., besonders geeignet als Werkstatt und Lagerhaus und dergl. in zentraler Lage Gießens. II. Dreistöckiges Wohnhaus in der Ost-Anlage, 5 Zumner in jedem Stockwerk nebst Zu- behör(Badezimmer, Veranda, großem Garten und dergl.) sind per 1. Juli preiswert zu Serie HI SO Pfg. 2 2 Nachmittags 4 Uhr. Abends 8’/< Uhr. Donnerstag, 25. Juni, abends 8'/r Uhr: Dank- nnd Absciiieds-Vorsteilung. «kk°N°r.:-.Weitzbinder gesucht. Baugeschäft Webrum, 3806)_______________Ebelstraße 39. Fahrvursche gksucht. Georg Hebstrcit, Klinikstr. 21. (382ks) Starke Felddickwurzpflanzerr verkauft billigst [05Ä9 H. Noll, Mühlgasse 35. Cedr. grtuk^nlbmhedi preiswürdig abzugeben. [3820 Fr. Schwan jr., Wetzlar. wcehrere gebrauchte [05249 g* Nähmaschine ™1Q verkaufen.______Löwengasse 20. Prima Wtesengras abzugeben. 05271)________Nahrungsberg 7. Speisekar1osfeSnf!i°j°n 052511 Stephanstrahe 32, III., I. Wichtig für Schuhmacher! Schublager verbunden m. Kleidergeschäft u. sonst. Bedarfsartikeln ist sofort zu verkaufen. Zur Ueber- nabme sind 3—4000 Mk. erfordert. Schriftliche Angebote unt. 05256 an den Gießener Anzeiger erb. Wohnung, LuZchE s 7Zimmer, sowie kl. Mausardcn- Wohnung 2—3 Zimmer möbliert oder unmöbliert vom 1. August ab oder später zu vermieten. 3723]__Th. Brück, Brandplatz. 3180] 3—7 - Zimmerwohnungen sind stets zu haben. Nah. Stephanstraße 25, part. 05237) Ein Familien - Logis zu vermieten. Walltorstraße 33. - 3—4-Zimmcr - Wohuuug mit Balkon im Vorderhaus per 1. Juli zu vermieten. (3773 L. Köhlinger, Wetzsteinstr. 36, L. 05258] Eine 2- u. e. 3-Z.-W. zu verm. Frau Heim, Stemstr. 73. 05139] Geräum. Wohnung an ruh. Leute zu verm. Sonnenstr. 11. 3612] Kl. Logis an ruh. Leute per 1. Jult zu v. Edgar Borrmann. 3667] Per 1. August oder später Mansarden Wohnung an ruh. Leute ohne Kinder zu vermieten. Näheres Moltkestraße 10. 2874] Stube und Küche zu verm. B. Wolf, Bahnhofstraße 32. Wiesecker Weg 13, Zimmer, Kammer und Küche an einzelne Person für Mk. 9, monatlich zu vermieten. Löberstr. 7, part. ] Circus 6)örbe u. Stühle werden schnell u. billig geflochten. J.Glöckle, vorm.Parthier, Seltersw.81. [«i« Tüchtiger Wagner kann sich in einer Kreisstadt a. d. Lahn selbständig machen. 6ou6 mit Werkstatt u Hof am Platze. Schriftliche Angeb. unter 3819 an den Gtetzner Anzeiger erb. Landväckrrei zu verpachten. Carl Henrich, c'^/dl Donsbach (Dillkr.). Maurerarbeit für größeres Haus geg. Abnahme von Backsteinen zu vergeben.^ Schriftliche Angebote unt. 05255 an den Gießener Anzeiger erb. In Gießen ist ein eingesuhrtes Bildhanergefchaft in nüchsterNähed. neuen Friedhofs' fof. zu verpachten ob. auch zu verk. 05260) vtäh. Löberftratze 7, pari. Zum 1. Okt. 3-Zimmer-Wobu. nevit Laden mit Kolonialwaren- Geschäft in der äußeren Stadt, an verkehrreicher Straße und bebauter Umgebung unt. günstigen Bedingungen zu vermieten ober das Haus evl. zu verkaufen. Schriftliche Angebote unt. 3838 an den Gietz. Anz. erbeten. (15262] Gr., schöne 3-Zim.-Wohu. mit Heizgas u. Zubeh. fof. bezieht). zu vermieten. Äteuitadt 14. 05266) 3-Zlmmer-Wohn. zu vertu. Danmistr. 23, zu erfr. Damstr. 19. 3764) Freundl. Mansarden-Wvhn., 3 Zimmer mit Zubehör z. 1. Juli zu vermieten. Nvvnstraße 32. ___________Carl Holtmann. 3790] Schöne 3-Zimmer-Wvhnung mit Gartenanteil per fofort evtl, später zu oertnieten. H. W. Rinn, Ostanlage 18. 3503) 2 schöne 3-Zimmer - Wohn. Ntansarde, mit all. Zub. sofort zu vermieten. Wilhelmftraße 49. 05225| Gr. 3-Z.-W. mit Gart. z. o. "Itäh. Schottftr. 15, I. St., links. Ein guterhalt. Lauterbacher- Wagen u. 2 eiserne transportable Kessel zu verkaufen. [3843 _________Ludwigstratze 31, part. fnhrrnh gebraucht für 45 Mark £UyiluU iU verkaufen. 05263]________Wolkengasse 11, p. ttüchemchrank, Sportwagen, Gehrock-Ailäng (05265 zu verkaufen. Steinstrabe 50, I. 6 Zimmer | Schulstraße ti, A große schöne ult 3 4 V/liUßC Raume, Küche u. Zubehör billig zu vermieten. 05253)________2l. Goldschmidt. Herrschaft!. <» Zimmer-Wohn. mit allem Zubehör per 1. Juli evtl, später zu veriuieten. [3789 H. W. Rinn, Ost-Anlage 18. 05195] Umzugshalber 4-Zimmer- Wohnuna neuzeitl. eingerichtet zum 1. Juli oder später zu verm. ________________Ebelstrahe 41. 2855] Sch. 4-Zimmer-Wohnunü (Edersttatze 14) p. 1. Juli zu verm. Näheres Schillerftraße 26, p. Riegelpfad 26 im I. Obergeschoß, schöne 4-Zimmer-Wohn., große Küche neu hergerichtet, Gartenanteil, Bleichplatz re. zu vermieten. Näh. Hofmannstr. 14. (3215) sucht von 3 Uhr ab VLi^Uln<4 Rcbcnbeschäftignng. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeiger. (05244 Achtrarg Oekonovtcn Oberschweizer, Schweizer,Knechte und Taglöhner vermittelt seit 10 Jahren gewissenhaft (3424 Alplanalp, Stellenvermittler, Friedberg (Hessen). Telephon312. I 4 Zimmer Schöne 4-Zimmer - Wohnung per 1. Juli ober später zu vermieten._______Steinstraße 50, I. Lanografenftraßc] S, Parterrewohnung von 4 Zimmer, Babezimmer, Küche unb allem Zubeh. per 1. Okt. er. zu verm. 3785] 9täheres Seltersweg 89. Uazu'Jj 2 Zimmer nut Käme für kl. Fam. zu verm. Kaiser-Allee 15. 05267) Sch. 2-Zim.-W. m. Kammer u. Gas zu verm. Steinstraße 59. Krofoorser Str. 9, 2-Zimmcr - Wohnung per sofort ober später zu vermieten. [3743 Näheres Roonstr. 22, pari. 3216] Riegclpfav 2!V, Ntansarbe, 2-Zlmmer - Wohnung an ruhige Leute z. verm. Näh. Hofmannstr. 14. j Verschiedene | 357/j Hochherrichaftliche 7- bis 8- Zimmerwohnung, 1. Stock, im Umbau Ecke Frankfurter- unb Friebrichftratze, mit allen Verbesserungen u. Bequemlichkeiten, ganz ber Neuzeit entsprechend eingerichtet, per 1. Oktobet ober früher zu vermieten, ^käheres bei Paul Eim, Liebigstraße 31, I. nungen in den^Neichauten Ecke iTüchr. Möbelpacker jüngerer H-Wbmlchc dLnd gesucht. Carl Stückrath, 3838)Dtöbelsabrik. Mittwoch, den 24. Juni d. I., nachm. 2 Uhr, werden im Biekerschen Saale versteigert: (3849 L Möbel aller Arten, Betten, Uhren, Schuhwaren,Filzhüte und anderes. II. 1 Photographieravvarat. Die Versteigerung unter II. findet bestimmt statt. Geißler, Gerichtsvollzieher. Feinste, neue Matjes - Heringe Stück 10 Pfg, Italiener-Kartoffeln ellungStt^