Nr. 274 158. Jahrgang Samstag, 21. November 1908 Erscheint ttgllch mÜ Ausnahme beS Sonntags. Die ..Siebener ZamlliendlStter" werden dem ^Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblati für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seil- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefjen Notationsdruck und Verlag der VrOdNschen UnwersuotS • Buch» und Sieindruckereu 9L Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Trnckerei: Sckiul« straße 7. Expedition und Verlag: esfca) 5L Redaktion:eqA112. Tel.-Adru Anzeiger Gießen- Deutscher Reichstag. 164. Sitzung, Freitag, den 20. November. Dm Tische des VundeSratö: Fürst Vülow, Dr. Sydow, v. Veth» mann.Hollweg, Twelc, Frbr. v. Nheinbaben u. a. Präsident Graf Stolberg eröffnete die Sitzung um 1 Uljr 15 Minuten mit der Verlesung folgenden Schreibens des Präsidenten des un g a r i s ch e n Abgeordnetenhauses: „Das ungarische Abgeordnetenhaus hat mich in seiner Sitzung vom 16. d. Mts. beauftragt, dem deutschen Reichstage anläßlich des Grubenunglücks zu Ham in die Stunbgebung deS tief ft en Beileids im Namen der ungarischen Nation zutommen zu lassen. Mögen auch angesichts eines derartigen üngeheueren Massenunglücks die Völker sich über alle Grenzscheiden vereint fühlen zur Linderung deS Leides, so ehrt sich unser Abgeordnetenhaus doch auch selbst damit, daß eS dem deutschen Volke seine aufrichtige Teilnahme tief erschüttert auS- fpricht. Ich bitte, daS dem deutschen Reichstage mitzuteilen. Der Präsident des ungarischen Abgeordnetenhauses." (Beifall.) Präsident Graf Stolberg fügt hinzu: Ich habe dem Präsidenten den Dank deS Reichstages für diese hochherzige Tat übermittelt. Sie sind damit einberstanden. (Beifall.) Der Aba. v. Chlapowo-ChlapowSki, Bonikowo bei Kosten lPole) hat fein Mandat niedergelegt. Als erster Punkt stehen auf der Tagesordnung die Interpellationen deS Zentrums und bet wirtschaftlichen Der- etnigung über das Grubenunglück. Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg erklärt, daß die Beantwortung mit Rücksicht auf die heutige Verhandlung deS Abgeordnetenhauses am Dienstag erfolgen wird. Die erste Lesung der Reichsfinanzreform. (Zweiter Tag.) Abg. Freiherr v. Nichthofen (Kons.): Mit den großen Gesichtspunkten des Reichskanzlers sind wir einverstanden und auch mit den allgemeinen Ausführungen b?6 SchatzselretärS. Leider sind die Denkschriften, die uns die volkswirtschaftliche Prüfung ermöglichen sollen, noch immer nickt fertig« ?cstellt, und wir sind auf privates Material angewiesen. Aber auch ieses gibt uns die Ueberzeugung, daß eine weitere Steuer, belastung des deutschen Volkes möglich ist. Sie ist notwendig aus politischen, wirtschaftlichen und f i-*i a n 3 i e II e n Gründen. Jeden Patrioten muß eS verletzen, wenn er lieft, wie das Ausland mit Hohn über unsere Finanzlage schreibt. Man mißachtet uns in einer Weise, die mit unserer nationalen Würde nickt verträglich ist. Es kann aber noch ernster werden; cs kann leicht kommen, daß es sich nicht mehr nur um unsere Würde, sondern auch um unsere nationale Existenz handelt. Wirtschaftlich sind wir nickt gefechtsbereit bei dem Zustande, wie er jetzt ist. Darum ist die Finanzreform absolut erforderlich. Die finanziellen Vet- hältnisie in Deutschland sind viel ungünstiger als in Frankreich; das Steuerwefen ist in Frankreich viel besser geordnet. Mit den Grundsätzen über die Schuldentilgung und Amortisation neuer Anleihen sind wir einverstanden. Die Steuerreform wird besonders erschwert durch die Verschiedenheit der Steuersysteme im Reich und in den Emzelstaaten; diesen Zustand müssen wir aber unter allen Umstünden aufrecht erhalten. Einheitlichkeit über die einzelnen Steuern wird wohl bei keiner Partei fein. M i t der Erbschaftssteuer ist ein großer Teil meiner Partei nicht einverstanden und wird sich ab. lehnend verhaften. Immerhin find wir bereit, auch diele Steuer zu diskutieren. Für daS fSrenncreigctoerJbe wünschen wir wie für die anderen Gewerbe, tue mit neuen Steuern belegt werden loUen, vor allem eine endgültige Reaelung für lange Zeit und damit Rübe und Frieden. Irgendwelchem Monopol im Brennerei- getoerbe stehen meine Freunde nach wie vor antipathisch gegenüber. Die Frage ist nur die, ob wir bei diesem Gesetz nach Svm-uthie und Antipathie werden abstimmen können. — Vom Standpunkte des Produzenten habe ich keinerlei Bedenken gcaen eine höhere Besteuerung des Branntweins. Aber sie findet ihre natürliche Grenze in dem Widersireoen deS Alonfumenten. Wird die Besteuerung so hoch getrieben, daß der Konsum von Branntwein sich erheblich verringert, so leidet nicht nur der Startoffelbau, sondern auch die Fleischernähruna deS deutschen Volkes. Die Vnrlaae gebt, wenn nickt über diele Grenze Hinweg, so doch an sie heran. Hingegen scheint mir das B i e r vielleicht eine etwas noch stärkere Belastung zu vertragen. Bei der Tabaksteuer kommt nicht zunächst die Belastung deS Rauchers in Betracht, sondern vor allem die Gefährdung deS Tabakbaues und der Industrie. Wir behalten unS in dieser Beziehung die endgültige Stellung noch vor. Jedenfalls trifft ber Regicrungsentwurf im großen unb ganzen das richtige. Die Dan- derolensteuer scheint am wenigsten schädlich zu sein. Dis P l a k a t st e u e r findet bei unS keinen Gegner. Wenn daS Plakatwesen etwas eingeschränkt wird, so ist das nur ein Segen. Andererseits wissen wir, daß jede I n s e r a t e n st e u e r große Bedenken hat. Wir werden erst prüfen müssen, ob die Presse diese Steuer wirklich abwalzen kann. Mit der GaS- und E l e k t r i z i t ä t s st e u e r, die eine Straft- und eine Licktstener darstellt und mir im allgemeinen einverstanden. Wir erziehen damit indirekt die Kommunen zur Sparsamkeit. (Oho! links.) Im Namen aller meiner politischen Freunde habe ich zu erklären, daß wir uns mit der N achlaßsteuer nicht befreunden können. (Lebhaftes Hört, Bortl) Aber wenn die Nachlaßstcuer wegfallt, so enhtetjt e, n Loch int Finanzplan der Negierung, unb man könnte mich fragen, wie ich es auszusüllen gedenke. Ta kehre ich zu dem A und O meiner Ausführungen zurück, zu der Tatsache, daß der "ebaif von 600 Millionen Mark überhaupt noch nicht im einzelnen nachgewiesen worden ist. Tie Neichsfinanz- reform soll weiter das finanzielle Verhältnis des Reickics zu den Einzelstaaten ordnen. Eine dauernde Festlegung der Matrikular- beirräge erscheint uns gerade jetzt schwieriger als je. Auch wir wünschen nickt, daß daS Einnahmebewilligüngsrecht des Reichstages geschmälert wird, und sollte die Brücke der Matrikularbeiträge brocken, so müßten wir alsbald eine zweite Brücke bauen. Sollte zu unserem großen Leidwesen es nickst gelingen, den nötigen Bedarf des Reiches durch Steuern zu decken, so bliebe doch nichts anderes übrig als die Erhöhung der Main- hnarbeiträge (Zurufe: Ganz unmöglich!), d. h. die indirekte Heranziehung der Besitzenden zu den Lasten des Reiches. Jedenfalls halten wir es für eine nationale Pflicht, der ReickSf'manznot abzuhelfen. Wir werden bemüht fein, die Interessen aller Stände gerecht abzuwägen zum Wohle des Ganzen. (Lebh. Beifall rechts.) Abg. Geyer (Soz): Tie gestrige sogenannte finanzpolitische Rede deS Reichskanzlers forderte Gleichmäßigkeit und Stetigkeit für unsere Gesamtpolitik. Aber der Reichskanzler hat uns keinerlei Mitteilungen über feine jüngste Unterredung mit dem Kaiser gemacht, besonders nicht darüber, ob unb welcke Garantien der Kaiser dafür gegeben hat, daß die Sicker- beit deS Reiches und ferner Finanzen nicht mehr durck das per- fön licke Regime nt gefährdet wird. (Sehr gut! bei den Soz.) Tie persönliche fhiffanung deS Kaisers von der Welt ’olitif hat zu den ungeheuren Ausgaben für den Mililar^muS zu Wasser unb zu Lande geführt, die U n z u v e r l ä s s i g k e i t des per- sönlichen Regiments erzeugt Unruhe im Aeußeren und Inneren und bringt das Reich in Gefahr, («ehr wahr! bei den S03.) Tas Volk, daS Gut und Blut für die Sicherheit beß Reiches opfern soll, verlangt Garantien dafür, daß die Shäfte nicht durch die Politik des persönlichen Regiments vergeudet werden. (Unruhe reckts.) Ter Reichstag darf keinen Pfennig neue Steuern bewilligen, bis er nicht volle Garantie dafür ha:, daß alle politischen Unternehmungen nur mit seiner vorherigen Zustimmung begonnen werden. (Sehr gutI links.) Da der Reickskanzler uns keinerlei Auskunft darüber gegeben hat, werden wir diese Angelegenheit demnächst weiter verfolgen und speziell behandeln. (Lachen und zunehmende Unruhe rechts.) Tie Erklärung im »Reichsanzeiger" bringt uns jedenfalls keinerlei Garantien vom Kaiser, sondern ist als Kriegserklärung des Kaisers an die konstitutionellen ftr-rberungen des Reichstages aufzufassen. (Sehr gut! bei den Soz., stürmische Unterbrechungen rechts. Abg. v. Oldenburg (Kons.) ist aufgesprungen unb, ruft mehrmals sehr laut durch den Saal: Zur Lacke! Zur Lache! Glocke des Präsidenten.) Tie Finanzen des Reiches sind durck die Politik des persönlichen Regiments zerrüttet worden. (Sehr wahr! bei den Soz., Lautes Lacken reckt?.) Darum ist die erste Voraussetzung einer Neicksfinanzreform die Beseitigung des persönlichen Regiments. (Lachen reckts.) Mit Sparsamkeit allein kann unseren Finanzen nickt geholfen werden. Je weniger auSgegebcn wird, desto geringer fließen auch die Steucrguellen. Die vorliegende sogenannte Finanzr-form ist nur für die Katz, sie soll ja nur das bestehende Defizit decken, in zwei, drei Jahren stehen wir bann wieder auf demselben Fleck. DaS ist keine F i n a n z r e f 0 r m. (Zurufe rechts: Vorschläge!) Als Grundlage für eine vernünftige Reform kann nur ein direktes Steuersystem gelten. Nur wenn unser Finanzwesen völlig geändert wird, werden wir zu einer Schuldentilgung kommen. Der Militarismus verschlingt die Millionen. Da? stehende Heer soll die Herrschenden gegen den inneren Feind schützen, soll unsere auswärtige Politik schützen, die hier letzthin so einmütige schwere Verurteilung erfahren hat. Durch den Machtkitzel und die Erobern ngs suckt werden immer neue Kriegsgefahren hcr- aufbefckworen. Der Sckatzsekretär hat sich gestern die Sache ziemlich leickt gemacht. (Zuruf reckts: Nanu! Vier Stunden! Große Heiterkeit.) Die AusbeutungSpolitik ber herrschenden Klassen bat die Unzufriedenheit in die Massen gepflanzt. Wir wüßten Toren fein, wenn wir uns bei der Agitation die Situation nickt zu nutze macken würden. (Beifall bei den Soz.) Wir verlangen eine Einkommen-, eine Vermögenssteuer. Selbst wenn 20 Prozent Steuern von einem Millionenvermögen genommen werden, so kann bei Besitzer immer noch ein luxuriöses, ein Luderleben führen. (Große Heiterkeit.) Der Redner erklärt, als Fachmann nur über die Tabaksteuer sprechen zu wollen. Die Banderole scheint die Regierung schon preisgegeben zu haben, febeint mit gewissen Tabakindustriellen sich schon über1 eine andere Besteuerung des Tabaks gceiniat zu haben. Ter Tabak soll wieder bluten. Er kommt aus der Venn- rubtgung nickt heraus. Die Tabakinbustrie ist ?u einem sehr großen Teil eine Industrie von kleiner unb Mittel st ands- inbuftrie. Darum lehnte der Reichstag seinerzeit die Tabak- fabrikatsteuer ab, weil bie’e die Kleinindustrie ruinieren und zur kapitalistischen Kon-entration fuhren wurde. Dann kam 1905 die Regierung mit Gewichtssteuer und Gewicktszoll; deren Wirkung ist eine Progression nach unten. Ter Schatzsekretär wird bei seinem Tabakkonsum durch eine Steuer nickt betroffen; e r wird keine StinkadoreS raueben. Aber ber Arbeiter, ber für feine Vierpfennigzigarre einen Pfennig mehr zahlen soll, muß feinen Verbrauch einfckränken. Um ein Fünftel wird der Verbrauch eingeschränkt werden, damit auch die Pi 'uftion um ein Fünftel und alfo muß auch eine Reduktion der Arbeiterschaft um ein Fünftel eintreten. Zahlreiche T?i ttelftanb6crnteni.cn werden vcrnich'et werden. Man merkt die Absicht. Der AuSkanf der T a b a k i n d u st r 1 e kostet jetzt anderthalb Milliarden; ist aber ein Teil der Industrie ruiniert, dann kommt das Monopol natürlich sehr viel billiger. Und daß erst ein Monopol die Statsfinanzen richtig saniert, ist uns ja oft genug gesagt worden. Run, der Reickstag wird es hoffentlich dazu nickt kommen lassen. Gewiß, die Tabakindustrie ist febr gut organisiert, aber dafür ist auch die Tabaksteuer die allergefährlichste von allen — womit frei» sich keine der anderen Steuern irgenwie annehmbar ist. Solche S'euerncrlagcn dem Volke in fo kurzer Zeit hintereinander vorzu- Irgen, dazu gehört ein Mut, den ich nicht besitze (Heiterkeit) — ein trauriger Mut. Die Finanzmisere beteiligen Sie damit dock nicht; nach einem Jahre wollen wir uns wieder sprechen, wenn erst die neuen Militärvorlagen kommen. Tie Zickzackvolitik, b i c Militärvolitik, bie reaktionäre Politik, sie sind die Ursachen der Finanzmisere. Nieder mit diesem System, dann haben wir die FinanzreformI (Beifall bei den Soz.) Abg. Fürst Hatzseldt (Rp.): Auf daS Thema, bas der Vorredner zu Beginn seiner Rede berührt hat, werde ick ihm nicht folgen; die Parteien sind ja übereingekommen, bei dieser Debatte daraus nicht zurückzukommen. In seiner letzten EtatSrede erklärte Eugen Richter, für eine wirklich durchgreifende Finanzreform bedürfe das N^icksschatzamt eines st arten Mannes. Nun, ein verantwortlicher Reicks, sckatzminister, ein Kollegialministerium im Reich ist nickt zu haben und wird auck in absehbarer Zeit nickt zu haben sein. Wir müssen uns damit abfinben. Es ist schon ein Gewinn, daß ber neue Herr, der den Reichs schätz hütet (Heiterkeit — Sie mögen eS eine Aeußerlickkeit nennen — gleichzeitig preußischer Staatsminister geworden ist. Seine Stellung ist dadurch äußerlich gehoben, seine Autorität gestärkt (Sehr richtig!), und ibm dadurch erleichtert, etwaige Meinungsdifferenzen mit anderen Ressorts sckon im Anfang zu heben. Er will diesmal gan-e Arbeit macken. DaS war ja eben der Fehler, daß fein Vorgänger mit ReickSspirituSmonopol und Tabakbanderolensteuer kommen wollte. Es wäre nur etwas Halbes gewesen, und eS wäre gar ni±t_ an eine Annahme durch den Reichstag zu denken gewesen. (Sehr richtig!) 600 Millionen sind eine gewaltige Summe, unb ber Staatssekretär selbst wird nicht verlangen, daß wir das ganz ohne Prüfung akzeptieren. Rouvier hat gesagt, kein Land der Welt ist reich genug, um sich den LuxuS eines teuren HeereS, einer teuren Marine unb eines teuren Arbeiterschutzes zu leisten. Wir haben die drei Ausgaben übernommen und können nicht mehr zurück. Ader trotzdem ist unsere Vermögensbilanz keine schlechte. Alkoholische Getränke unb Tabak sind bie G r u n d p feiler jeder F i n a n z r e f 0 r m. Ick gebe zu, populär ist daS nicht, aber man muß auch, wenn eö not tut, für unpopuläre eintreten können. Und das Volk ist auch nicht so unverständig. Ich habe nach her letzten RcichstagSauflösung meinen Wählern in Breslau open gejagt, wenn neues Geld gebraucht wirb, müssen in erster Lime die alkoholischen Getränke bluten; denn wenn baS deutsche Volk reich genug ist, sich 2 bis 3 Milliarden jährlich durch die Keble rinnen zu lassen, so schadet eS ihm auch nichts, wenn eS dafür auch einen noch höheren Betrag auSgebcn muß. Ta hat mir em Freund gesagt: Sie sind wohl verrückt geworden. (Heiterkeit.) Ich habe in meinem ganzen Leben immer gesagt, bah man mit Lsicnheit am weitesten lammt (sehr richtig!), unb fo irar es auck diesmal: Meine Wähler haben es mir nicht übel genommen. Für daS Branntweinmonopolist in meiner Partei keine Mehrheit zu finden. Es wurde da? Brennereiwesen fdiäbigen, das eine Lebensfrage für unsere östliche Landwirtschaft ist.' Vielleicht empfiehlt sich eine ft af f eiförmige F a b r i k a t S sl e u e r. Auch der Tabak ist nicht unentbehrlich. Die Danberolenfteuer wird die Industrie nicht schäbigen. Wir sind mit der Tabak st eue re t n ö er* standen. Einer Lickt ft euer stimmen wir zu. Goethe, der kurz vor seinem Tode noch nach mehr Licht rief, würbe freilich nicht damit einverstanden sein. Vorsichtiger müssen wir bei einer Kras 1 steuer fein, weil dabei auch leickt bie Landwirt schatt in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Man sollte gleich alle Kraftstellen besteuern. Gegen eine Inserate n ft e u e r haben wir prinzipielle Bedenken nickst. Auch mit einer Besteuerung des Besitzes werden wir uns abfinben, eS muß dabei^allcrdings sehr sckoncnb tiorgegangen werden. Denn die direkten Steuern in Preußen steigen heute schon bis zu 20 Proz. an und sollen ja in diesen, Jahre noch weiter erhöht werden. Die N a ck l aft e u e t widerstrebt unserem Empfinden und dem weiter Kreise deS Volkes. Aber andererseits besteht sie in allen großen Staaten ber Welt unb hat nirgends den Familiensinn ober den Trieb zur Kapital* anfammlung gemindert. Darauf, daß sie den Grundbesitz mehr trifft, als bas beweglicke Vermögen, ist 'n ber Vorlage gebunrenb Rücksicht genommen. Befreien aber müßte man von der Nachlaß- steuer mindestens K u n st s ch ä tz e unb P r i v a t b i b i 0 * theken, sonst kommt man zu einer Art Steuer aus geistige Arbeit. (Sehr wahr!) JnSummaistunS die Nachlaß st en er unangenehm, und wir waren gern bereit, eine andere Form der Besteuerung deS Besitzes dafür ein. zutauscken. (Zuruf: Reichs,Vermögenssteuer!) Welche Form, werden wir ja in ber Kommission sehen. Die W ehr sie uev halten wir für einen guten Gebanken, aber bie D ? r gu l u n g mit der Nachlaß st euer lehnen wir ab. Ter Ertrag der Wehrsteuer sollte nur den alten Kriegsveteranen zugute kommen. (Sehr gut! reckts.) Das anerkannte Grunbiibel unserer gegenwärtigen Finan^ver* fanung ist, daß das Reick in den Matrikularbeiträgen einen Einnahmeposten von unbegrenzter Höhe hat. Das hat demoralisierend gewirkt. Wir hallen cs daher für richtig, bie Matrikularbeiträge für eine größere Reibe von Jahren nack oben zu begrenzen. Ter Reichskanzler Hal gestern das hohe Lied der Sparsamkeit gelingen. Aber feine Sparfamfeit wird bas Wachsen unserer Ausgaben für Heer, Flotte und Sozialreform hindern können, wenn auch das neue Programm des Flotten Vereins vielleicht nicht zu guter Stunde zur Welt gekommen ist, und über das Temvo der fo-ialcn Reformen verschiedene Meinungen bestehen. Sparen aber können wir an den Nicsenzahlcn unteres Bcamtenh'eres und an den sehr lururiösen Staat5bauten._ (Sehr wahr.) Mit diesen neuen Steuern geben wir zur äußersten Grenze, mehr werden wir in absehbarer Zeit nicht gebenjennen. Die Regierung muß daher von altpreußi scher Lpar- famfeit nicht nur reden, sondern auck beweisen, daß sie geübt werden wird. Wenn wir nicht die Sicherheit haben, daß nun daS Reick für eine lange Reihe von Jahren auskommen wird, kann der Reichstag überhaupt nichts bewilligen. (Lebhafte Zustimmung.) Verzuckert wirb uns ber saure Apfel der vielen neuen Steuern durch die Beseitigung ber Fahrkarten st euer und bie Herabsetzung ber Zuckersteuer. Jedenfalls ist diese Vorlage das wichtigste Oiefetz nickt nur dieser Lcssion, sondern für ganz Deutschland unb für lange Zeit. Hinter ihm wird alles andere zurückstehen. Die Resultate der Beratungen über bi-feg Gesetz werden entscheidend fein für die Gruppierung der Parteien unb für die Stellung der Parteien zur Regierung. DaS Ansehen ber Parteien wird um fo größer fein, je mehr sie sich dieser großen Aufgabe gewack'en zeigen. Ich bars mich deshalb der Hoffnung hingeben, daß ähnlich wie beim letzten Flottengesetz ober bei der Vorlage über den kleinen Befähigungsnachweis sich auck hier alle bürgerlichen Parteien auf einem Boden zusammen, finden werden, um ein gedeihliches Resultat zustande zu bringen. (Lebhafter Beifall.) Abg. Naob (Wirtsch. Vg.): Die einzelnen Vorschläge der Regierung finden bei im5 herzlich wenig Zustimmung. Wir entziehm uns aber nicht ber Verpflichtung, an den Arbeiten der Kommission teilzunehmcn. Bei der Behandlung der Branntweinsteuer werden wir darauf zu achten haben, baß die ungezählten Existenzen, die auf den Brennereibetrieb angewiesen sind, nickt beeinträchtigt werden. Einer Tabaksteuer können wir nicht zustimmen. Sie würbe schwere soziale Sdiäbcn zur Folge haben. Mit ber B1 e r« steuer sinb wir nur einverstanden, wenn da'ür gesorgt wird, daß sie wirklich bis zu den Konsumenten gelangt. Warum soll nur der Flaschenwein versteuert werden? Der rcicke Mann, der sick seinen Wein abueben lassen kann, hat dadurch einen unberechtigten Vorteil. Mit der Nachlaßsteuer können wir unS nickt reckt befreunden. Unter aü'n Umständen würden wir aber verlangen, baß bie Erbsumme auf 100 000 Mark festgesetzt wird. Mit der Steuer für Elektrizität unb Gas wären wir gern einverstanden, wenn nur die LuruSbeleucktung getroffen würde. Der Inseraten st-mer stimmen wir zu. Die unpolitischen Jnferatenplantagen können ruhig belast-t werden. Zn überlegen wäre ein Petroleummonopol mb ein Staatsmonopol für Kohle, denn Staatsmonopole sind noch immer viel besser, als die gegenwärtigen Truftmonopole in Petroleum unb Kohle. Auch eine Tividendensteuer empfehlen wir, daneben Luxussteuer, gleichsam als VerföhnungSsteuern. Hierauf Vertagung. Morgen 11 Uhr Fortsetzung. Schlich 6% Uhr. LNrche «nd Schule. — Freie landeskirchliche Vereinigung für Hess en. Die am 18. November in T-crrmstadt abgehaltene, überaus zahlreich besuchte zweite Tagung war der Erörterung der faktischen Gestaltung der neuen Biblischen Geschichte gewidmet. In seiner einleitenden Ansprache kam der Vorsitzende, Prof. Dr. Berger, noch einmal auf das Problem Staat und Kirche und aus die Beaufsichtigung des Religionsunterrichtes durch kirchliche Organe zu sprech' en Er wies daraus bin, daß die Spannung zwischen Kirche und Kultur wie sie auch auf dem Gebiet der Schule zu Tage tritt, nicht durch Trennung der beiden Größen zu lösen ist, sondern nur durch Mitarbeit aller Interessierten an der Weiterentwickelung der Kirche, lieber das Alte Testament, seinen Wert für den Unterrichts die Notwendigkeit der Streichung unterchristlicher Gottesvorstellungcn und minderwertiger sittlicher Auffassungen, den Umfang und die Gestaltung des idealen Lehrbuchs und die Grundsätze für die dem Lehrenden anheimzustellende Auswahl referierte Pfarrer Z a u b i tz-Bensheim: über die neu- testamcntliche biblische Geschichte als eine Darstellung des Lebens Jesu, die wissenschaftlichen Grundlagen hierfür und ihre relative Unzulänglichkeit, die bisherigen theologischen uiti> Pädagog isck-en Vorarbeiten und das Ziel dieses ganzen Unterrichtszweiges Pfr. Wagner-Geinsheim. Nicht minder ergiebig als die Vorträge war die von Dauptlehrer Ka blick mit einzelnen Vorschlägen für die Gestaltung des altteskrmentlichen Stoffes und von Rektor Backes mit einigen aus langjähriger Praxis erwachsenen Forderungen eingeleitetc Diskussion, an oer sich Pfarrer Lic. Fuchs- Russelsheint, Kreissckulütspektor Scherer-Büdingen, Lehrer Gengnagel -Niederramsladt, Seminarlchrer Pickert und Oberlehrer Prof. Matthes beteiligten. Aus der Zahl der hierbei behandelten oder doch angcfdjnütcnen Fragen seien erwähnt: Biblisches Lesebuch oder biblische Geschichte, Freiheit der Stoff- auswahl, Wundererzählungen, mohernes und vibllsches Weltbild, Wichtigkeit der Besetzungen der Religionslehrerstellen an den Seminaren. Wer als Satc der Versammlung beiwohnte, wird den Eindruck mit hinweggenommen haben, daß auf dem Gebiete des Religionsunterrichts von Geistlichen und Lehrern mit grobem Eifer und beigem Bemühen gearbeitet und an die Beseitigung der Mißstände Hand angelegt wird. Auch das neue Bibl. Geschichtsbuch, das die vom Großh. Oberkonsistorium ernannte Kommission bearbeitet, wird davon nicht unberührt bleiben. dteridytsjaaL Gießener Schöffengericht vom 20. November. D l e v st a h l. Das D i e n st »n ä d ch e n D. A. in G i e ß e n entwendete der Tochter eines hiesigen Wemhändlers, em filbcuieä Kettenarmband, das sie einer Wirtstochler zum Geschenk machte. Des weiteren wurde ihr zur Last gelegt, einen^Detrag von 15 Mk. einer Haushälterin gestohlen zir haben, welche Tot von ihr in Abrede gestellt wurde, obwohl sie bei iyree ersten Vernehmung auch geständig war. Dieses Geständnis will die Angeklagte aus Furcht vor der Unteriuchnngshait abgelegt haben. Das Urteil lautete wegen des Diebstahls des Armbandes auf eine Gefängnis- st r a f e von vier Wochen, bezüglich des Gelddiebstahls erfdlgte Freisprechung. Ruhestörung und Unfug. Ter zur Zeit bei dem 63. Artillerie-Regiment btenenbe K. B. von A l l e n d o r f a. Lda. warf dorten einem im Parterrestock schlafenden Mädchen Schmutz aus das Bett und schrie ,M ä h'. Tteserhalb wurde er zu einer Geldstrafe von sechs Mark eventuell 2 Tage Haft verurteilt. Beamtenbeleidigung. Der Fuhrknecht K. B. hier fuhr auf dem Bankett der Kreisstraße Gießen—Steinbach und wurde diescrhalb von dem Kreisstraßenwart verwarnt, worauf er sich diesem gegenüber äußerte: „'Wenn ich Dir 20 Pf. zum Schoppen gebe, bann bist Du ruhig" u. i. w. Tas Gericht verurteilte ihn zu einer © e lb ft r a f e von 15 9)1 art. Ter Karujsellbesitzer H. W. hier beleidigte einen preußischen Straßenmeister unb imabe dieserhalb au einer Geld- lirafe von zeh 11,9)1 arf eventnell 2Tage Geiängms verurteilt. T i e b st a h l. Zn einem hiesigen Hotel stahl die Ehefrau bes H. TL hier mehrere Vorhänge, Tischläufer, Decken und Handtücher im Werte von 80 2)lt. Nach dem Anträge des Vertreters der Anklage wurde sie zu einer Gefängnisstrafe von zwei Wochen verurteilt. Frankfurt a. M., 19. Nov. Am 11. August d. I. liefen die Arbeitssoldaten Friedr. Meyer, Ant. Iäckle und Joh. Schneider in M a i n z von ihrer Arbeit fort, kletterten über einen Zaun und verschlvanden im Walde. 9)leyer und Iäckle luurben nach einer halben Stuiide wieder ergriffen, Schneider ivurde, als er in Tlavburg feine Frau und Kinder besuchte, festge- nommen. Aleyer und Iäckle waren schon ziveimal wegen Fahiieu- sliicht bestraf worden. Sie befauben sich also im wiederholten Rückfalle und wurden vom Kriegsgericht des Gouvernements Mainz zu 5 Jahren und 3 Monaten Zuchthaus verurteilt. Ferner ivurde auf Entiernung aus dem Heere erkannt. Schneider, der erst einmal wegen Fahnenflucht bestraft war, erhielt 2 Jahre Gefängnis. Gegen dieses Urteil hatten sie Berufung beim Oberkriegsgericht eingelegt. Das Oberkriegsgerlcht beschloß, bez. des Meyer, der aus Walldorf. Bezirk Wiesloch in Baden stammt, diesen sechs Wochen aut seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Die Berufungen des Iäckle und Schneider wurden venvorfen. 2)1 a g d e b u r g, 16. Nov. Ter Berliner Handlungsgehilfe Anton Ezy linst y ans Elbing, der am 31. August d. I. die Kontoristin Elisabeth Müller au? Berlin auf deren Wunsch erschossen hatte, da die Mutter das Verhältnis nicht duldete, wurde heute von der Strafkammer gu t ü n5 Jahren Gefängnis verurteilt. Sein Selbstmordversuch mißlang. Er wurde von feiner Verwundung am Kopse im hiesigen Kranken- Hanfe wiederhergestellt. Vollkommen selbsttätig! Ohne Selben blütenweisse Wäsche, garantiert unschädlich! Erfolg verblüffend! Nehmen Sie täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel's Haematogen unmittelbar vor der Hauptmahlzeit! 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Summier, <63 610 76 86026 73 309 483 653 831 87423 782 997 88114 [5001 98 899 559 632 775 959 89103 29 288 [500] 417 624 58 90 755 052 66 [ 1000] 17086 157 70 263 83 425 512 693 833 51 18190 229 628 883 19023 237 44 882 2 0 31 72 589 627 791 840 915 2 1 031 [500] 137 221 66'76 87 90 68019 83 856 966 [500] 051 7220t 92 71 426 548 65240 442 70 500 791 861 938 93 518 75 61 855 900 23 67150 *77 39.3 751 807 111 92 419 575 [1000] 856 935 6 9017 23 184 6G5 7 0078 295 551 GS [8000] 76 824 52 93 7109» ier 219 05 .804 416 40 70* 846 [500] 580 83 [5000] 815 [500 ] 64 278025 85 234 751 313 451 886 28O005 7 [500] 10* [5001 311 [1000] *7* 281172 447 91 703 71 844 914 61 2 8 2034 131 45 1 555 662 2 8 3065 137 70 256 375 555 753 towie zu haben bei den durchPiakaU kenntlichen VerkanlMtellan. WicderverkÜufer xesucht. vergeben werden; 1. WegplanierungSarbeiten 2. Liefern von Tonröhren 3. Anfahren von Nähren und Herstellen eines Durchlasses 4. Anlicsern von Baialtsteinen 5. Aufsehen von Steinen 6. C-Haussierungsarbetten 832 903 73 2 4 8268 625 756 84 805 302 801 25O019 23 48 29* 649 797 859 06 592 682 717 *3 839 965 2 5 2 258 383 535 754 83 815 79 83 2 9037 175 253 *54 31b 7 320 813 910 912 3318* 89 273 SOG [500] 837 54 35170 62? 126 69 [3000] 392 18 1 506 69 991 50036 69 72 302 428 42 47 696 815 124089 270 362 84 I5COI 530 91 700 125001 59 724 848 1 2 6070 [ 500] 118 309 (30O01 622 52 85 219 557 88 976 1 28559 89 767 110001 980 332 37 723 13O')44 116 88 55* 702 1 3 1 036 278 41* 135116 59 79 f 1000' 210 536 89 «01 733 816 934 169 99 229 (5001 641 13 7027 31 47 133 355 472 [500] 54« 725 133'23 731 60 903 32 [10001 277 449 83 645 72 1500 ] 967 140059 188 420 60 MO 141118 2*1 68 37019 420 630 [1000] 7U9 38070 452 533 93 640 712 39016 221 376 8*3 960 40151 536 861 4 1 571 42103 83 223 355 411 kommeBden Winier - Festlislikeiten in empfehlende Erinnerung. AEbcrt Mossncr neuer Inhaber. 837 320 163 783 667 733 203 399 284ns* [5001 258 325 405 10 624 827 80 [3000] 285032 73 421 48 [10001 93 535 606 751 59 61 70 813 936 2 86178 635 87 987 28700* 2G2 569 Im Gewinnrade verblieben: 1 Prlmle tu 3^0 000 M., 1 Gewinn k 200 000, 1 A 150 000, 1 k 100 000, 1 k 75 COO. 2 A 60 000, 3 6 50 000, 3 A *0 000, 12 A 30 000, 17 A 15 600, <8 A 10 000, 81 k 5000, 1283 k 8000, 201» k 1000, 8015 k 500. 198066 76 110 40 78 266 [ 3000 ] 356 *23 09 90 821 [500] 216 25 61 508 630 36 019 57 2OO096 111 96 543 201374 400 537 752 956 1* 66 137 [3000] 3’26 78 459 560 724 832 38 50 936 444 .'.18 42 791 2 0 4008 71 102 6 216 29 68 69 67 81 53010 37.3 4.38 828 54118 27 [1000] 272 89 521 [1000 ] 879 93 55143 [500] 260 352 413 579 5 6079 2.34 301 63 420 720 801 973 57283 406 [500] 605 63 960 582H 431 (300) 92 811 9.33 [1000] 59381 405 60" 19 193 266 [5000] *76 [500] 510 842 74 1'09 68 slOOO] 670 703 504 1 4 704- rot [5001 82 M6 8 254105 588 8L6 2 5 5029 175 667 771 905 2 5 6'>60 1"3 92 schäft eingetrcten, baß jetzt als offene Handelsgesellschaft uutci der seitherigen Firma weiter betrieben wird. Die Gesellschaft hat am 1. August 1908 begonnen. Lich, den 18. November 1908. GroszherzoqlichcS Amtsgericht. 920 *67 Bürgcrme ist ere l Lollar während der Diensthunden zur Einsicht offen. Die Angebote haben in Prozenten des Kostenanschlages zu erfolgen, und sind verschlossen, poslfrei und nut entsprechender 'Aufschrift versehen bei Grosrh. Bürgerin cisteret Lollar emzureichen, woselbst die Ei Öffnung der elngelaufinen Offerten Freitag den 27. November 1908, vormittags 9 Uhr, in Gegenwart etwa erschienener Bieter llatlfindcl. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Lollar, am 19. November 1908. Grotzh. Bürgermeisterei. 81 77 M 715 6* 71 816 19304* 170 381 5*1 85 624 105137. Ziehung tun 3.-5. Dezember 1908 326 982 325 Gebr. Jmheuser, Marktplatz 9—10. 18 28 805 235051 138 (50';] 433 531 788 832 236'05 1* 23* 77* 850 902 93 2 3 7 228 406 16 96 68* 500 81 88 238039 91 42* 67 [1000] 511 <1 972 230078 107 [1000] 840 [100.1] 79 422 81 (3000] 61* 958 240361 82 *55 512 60 92 605 [3000] 76* 99 241225 £1000] 82 346 [1000] 92 718 *8 79 837 242176 409 243»59 i> )i4)Od i Ah an wäscht mit O»ou! durch lDlVt« Jozie! Jozie! Jozle! Infolge seiner auf Wissenschaft« licher Grundlage beruhendeo Zusammensetzung in Vergebung von Wegvauaroellcn. Für die Gemeinde Lollar sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen auf dein Wege schriftlichen Angebots 20200* 203 58 *95 616 576 827 337 253 620 223 15* 243 352 62 [3000] 62* 625 [1000] 715 51 210017 169 76* 802 996 2 2 0110 13 *33 60 68 936 4* 22 1 268 535 * 30 06t 222090 [1000] 313 *3 52 91 758 81 835 2 2 3 213 5* *53 97 500 65 701 835 2 2 4170 206 [500] 415 537 991 22 5'87 Seltersweg 38 Spezialhaus für Teppiche, Möbelstoffe Gardinen, Linolenm. 832 920 83 83 1 0 0020 60 272 301 [1000] *3 63 535 89 929 898 Ml 512 719 *23 603 123220 Krlllilintmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß Mittwoch den 25. November 1908 auS Anlaß der Feier des Geburtstages Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs unsere Geschäftsräume geschloffen bleiben. Gießen, den 18. November 1908. Großherzogliches Hauptsleucramt. v. Grolman. 240003 187 417 865 901 64 24 1 073 93 115 66 99 451 [1000] 780 860 980 2 4 2057 86 401 *3 52 | 500| ■9* 71* 891 243311 555 820 t<3 244036 188 [300] 295 12.- , 200.— , 18.- , 220.— , auf Großh. 705 701GO 523 63 708 91 991 71318 87 541 *9 624 718 76 72006 250 67 316 86 126 5”5 696 752 91 73003 102 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde WciterSbain für das Nj. 1909 liegt vom 23. ds. MtS. an 8 Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. WeiterShain, den 20. November 1908. Großh. Bürgermeisterei WeiterShain. 100186 *57 735 933 [ 500] 10 1 04 4 393 *1* 879 935 102 32 135 89 219 378 91 558 958 66 83 99 1 03 069 101 [3001-) *? 65 257 [500] 314 519 683 Q30 91 104300 *5 56* 911 10 5 208 626 2 7 86t [500] 64 965 [1000] 106135 4* *3* 50 594 719 33 [500] 813 2* 910 [5001 15 71 87 10 7 014 73 157 86 276 368 --- 412 809 53 902 2 2 6033 57 92 108 [500] 27 240 458 00* 7 792 [50001 *13 976 [500 ] 227109 [500] 210 652 845 939 57 2 2 8007 *8 161 90 208 [500] 96 416 73* 49 2 2 0030 68 U* 177 592 830 230063 105 [1006] 39 210 335» 49 765 2 31138 99 [1000] 51 302 710 911 35 232058 189 208 436 766 921 233026 771 831 2340.0 3tzl [5-0] 632 712 15 Sie Mat.ancn kau.en, sehen Sie öic gurtCMiose, staubfreie Poistei-fetraize an. Beste Matratze d. Gegenwart! SOO 4* 695 761 [1000] 828 [500] 3* [1000 ] 87 913 72 94 2 6054 6 4 577 638 957 27106 [1000] 19 41 [500] --- [500] 28317 53* 642 723 82* 905 45 53 20247 Loselift p.:e versendet da» General-Debit Gustav Seifferi Lotteriebauk G. tn. b H. . Eisenach . 829 120 396 C04 *1 101169 220 616 1 02161 215 ------ ... 019 1 0 3013 197 410 529 [1060] OS 619 710 88* 104' 92 746 815 79 87 929 236386 466 97 623 26 67 777 97 [600] 237033 [500] 66 158 313 590 978 2 3 8253 422 605 2« 705 975 (SOOD) 2 3 0373 470 501 55 87 30 86 519 [500] 05 8 6094 162 [500] 273 336 567 835 87^10 [500] 676 737 [500] 813 972 8 3001 76 918 80025 124 637 [500] 861 93 > [300] 00098 223 70 329 616 839 937 60 01014 337 681 25 9 2110 316 805 37 73 938 73 03'24 63 07 71 91 S4172 232 52 *18 41 89 95328 434 79 88 [500] 13180 [300] 273 408 63 5.39 918 14187 200 [300] 889 694 915 1 5012 83 139 238 309 535 831 907 [3000] 44 16022 [500] 323 [1000] 94 807 68 ... . 1SO004 23 111 44 339 *42 571 610 1500] 799 923 9 6 007 37 114 201 1500 ] 855 86 453 533 669 96 977 [500] 97102 31 207 52 472 [500 ] 980*3 52 113 211 723 30 33 813 63 99217 7* 91 363 496 574 99 [500] 762 903 * 100-569 88 660 710 [509] 11 63 [5001 839 037 [3000] 101"12 [1000] 175 274 058 733 flUCOl 48 810 [8000 ] 909 102023 50 [10001 *20 41 (5001 531 103021 [10001 208 3 7 853 411 55 [1000 ] 560 619 81 104385 570 637 99 (30C0) 722 888 931 43 105008 86 2°0 542 69 [5001 60* 80 750 955 1 0 6294 367 441 586 630 7*2 86 810 23 99 1071*03 15 126 96 273 516 33 758 835 958 1 08153 *43 795 90.3 8.5 100051 20* 384 541 110261 457 109 [1000] 16 77 111269 75 *41 72 [500] 666 963 112039 533 664 72 864 1 13208 68 4'9 532 64 72 617 737 8*3 44 9C2 1141*1 230 61 74 98 [1000] 338 528 [10901 71* 61 947 115111 238 826 31 71 *05 6*8 695 95 910 43 95 11608* 218 8->3 *70 117075 103 9 [5001 27 (10001 227 700 89 904 118026 31« 479 716 88 110076 151 293 589 742 [30001 896 921 83 120115 [500] 692 824 121052 7* 79 110 [50C01 295 *22 536 691 llOOu] 755 807 83 53 95* 122053 56 215 32 303 591 663 (10001 74 710 1 23*10 536 62 98* Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung A Nr. 29, wurde heute bei der Firma Meier Lppenheimer I, Langsdorf, eingetragen: Hermann Oppenhetmer, Kaufmann zu Langs« darf, ist als persönlich hastender Gesellschafter in das Gc- [3000] 253242 353 618 254155 67 2 5 5231 41* 755 665 69 (10001 25 0276 66 103 27 302 *73 95 510 96 668 [ 500] 97 79 37555 974 38167 264 79 *92 562 799 955 [3000] 7* 579 788 906 40370 489 [500] 527 [500] 789 843 52 69 79 538 93 [3000] 606 714 70 85 [ 500 ] 800 4* 42 059 412 584 917 ( 500) 43160 503 702 920 - - -- -- ... 83 567 756 961 10861« 27 [1000] 35 86 188 202 90 354 453 519 617 616 69 721 [3000] Unentgeltliche Arbkitsvcrnütlklung. Mtischer Arbeitsnachweis Hießen. Gartcuftraire 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: a. bet hiesigen Arbeitgebern: 1 Wagenlackierer, 1 Wagner, 1 Kutscher, 1 Hausburschc, 6 Dienstmädchen. 1 Lausmädchen. Lehrlinge: 1 Schreiner, 1 Wagner gegen Vergütung. b. bet auswärtigen Arbeitgebern: 1 Schimcd, 1 jüngerer Wagner. Es suchen Arbeit. B:i/n 2 Maschinenschlosser, 2 Schneider, 1 Schreiber, 1 Gärtner, I Glaser, 1 Eisendreher, 2 Maurer, 5 Bauschlosser, 1 Heizer und Mmchinm, 2 Spengler, 4 Weihbinder, 2 Installateure, 1 Stein- bauer, 2 Wagner, 1 Bäder, 1 -loch, 1 Sattler und Tapezierer, 1 Polncrer u. Tapezierer, 3 Schreiner, 5 Zuhrknechte, 1 Wärter, 1 Hausdiener, 5 Hausburschen, 30 Arbeiter, 3 Laussrauen, 1 1 (ylidn'Qu, 1 Lausinädchcn. Lcdrltuge: 1 Polsterer und Dekorateur. 116 275 386 200008 [1000] 40 286 309 *02 22 [500] *8 . . 703 86 95 [500] 814 2 0 1 032 426 53 582 083 87 2 0 2037 0" [ 101’0] 214 37 90 494 554 73 960 2 03103 13 205 *6 899 20 4015 59 90 407 533 895 024 47 2O5010 191 986 [500] 75167 42 202 626 809 61 40 [1000] 99 264 310 *32 80 536 605 923 77072 74 r81 602 325 5.7 639 52 737 [1000] 990 7 0 027 41 465 582 721 80074 95 107 12 265 315 616 [500] 64* 62 838 [500] 160 391 698 82053 61 196 213 061 89 916 . ____ . . . .. ....... [3000] 83.315 [ 3000 ] 95 596 633 84273 692 732 832G5 [500] 315 Hötel kMdmg M Hessen bringt seine Säle das Waschmittel der Zukunft! Der durch dieses Sauerstoff-Waschmittel wirksame Sauerstoff reinigt, bleicht, desinsizierl und ichont die Wüsche, durch einfaches Einweichen, Stochen, Spülen, Trocknen. klein Reiben! ktciuc Cbloreul Beriangcn Sie deshalb nur ■ Jozie! Alleiniger tzabritant: Jobs. Biegler, Schwarzenborn, Bez. (Sanel, rZabrik chem. - techn. Präparate. — Bcrtreter gesucht. 1 10363 569 710 *3 76 111,06 *85 50* [500] 949 65 112739 51 60 113331 1 14124 337 415 74 [500] 85 657 92 [500] 980 115031 61 21* 481 88 1 16273 81 *26 623 19 [3000] 41 89 [1000] 98 < 08 ( 3000) 568 257101 850 [1000] 980 258033 70 188 2'19 431 700 260100 2*1 SCO 657 817 23 261217 767 927 2 6 2 085 97 25* 370 *46 61 610 76 811 13 263 76 9» 479 792 2 6 4026 *13 18 055 60 88 2 6 5010 12 |500] " * ' 59 266000 287 303 93 *29 5* [lOOO] 71 500 ... . - [500] 122 353 631 [500] 730 [500] 966 [3000] 196105 4"2 873 1 07043 59 1*7 SOG 13000] 513 Gf.l 98 775 8* 803 59 64 5U6 [500| 763 8.5 903 2? 2X.3 (3- 001 555 [500] 60 [10001 83 GGß 877 273245 [ICO] 456 582 [500] 739 916 27403.' (1000] 57 866 991 (500] 275' 42 155 473 560 005 21 23 91 802 907 4 0 2 7 6'85 137 277 349 * 23 [500j 92 901 277028 61 |500| 149 210 [500 | 301 689 763 DO* 278651 700 87 270» 4 318 445 «33 73 700 280 4 583 11000] 97-4 99 281 56 70 349 [80001 666 9C7 78 2 8 2006 87 619 [500] 968 283192 205 2« 411 25 CG 701 43 45 878 284010 462 527 >5"") 36 [3000 ] 706 ftr'2 90:i 285"05 (3o o) !3 165 7-7 [500] 865 [30u0j 286036 892 697 7*6 839 287131 989 Bericht guntf: In der I hle vom 17. November. 2ir’ü?aS6’ ÜCB 82C8? etolt ?2d6Z 001 21lz** etktt. 719 [1000 ] 66 [1000] 82* 933 [."000] 205122 717 847 80 976 20621G 37 612 [500] 706 47 57 2O7100 99 337 59 4*5 592 96 781 810 2 0 8509 20 2 001*6 [500] 283 390 [1000] 484 518 823 30 912 [500] 2 1 0102 68 295 320 577 91 94 783 211107 74 93 93 [1000] 2*7 57 541 50 6* 660 876 961 212032 [5001 165 28* 443 96 62* 965 [500] 2 1 3001 245 48 73 [ 300"I *38 731 72 87 S'* 2 1 4015 556 66 708 923 36 89 2 1 5114 [500] 328 83 [3000] «15 19 [5001 510 [ 5001 716 908 216056 ?48 887 217016 609 735 2 1 8093 206 334 56 *34 573 786 861 210220 80 784 830 88 [1000] 90 911 2 2 0977 2 2 1 049 78 101 57 93 [3000] 267 [500] CO 667 781 98 2 2 2013 112 353 *61 [5»>0] 513 20 62* 31 45 873 2 2 3010 117 *4 226 370 503 615 2 2 4273 351 486 575 225101 38 2*7 378 [500] 407 57 557 64 683 703 13 2* 65 76 [1000] 80 857 930 2 2 272 316 *13 >500] 17 69 [5000] 744 [1000] 924 64 23061 173 363 *52 57 519 635 730 48 821 24-052 203 81 333 529 713 64 858 25103 488 92 729 94 26096 97 252 304 673 [500] 772 8*1 27'204 [500] 90 11. Zlehnng 5. KL 219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom $0. November 1908, vormtKage. Nur die Gewinne über 240 Mark alnd den betreffenden Nummern le Klammern belgefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 514 779 971 1017 29 125 [500] 79 739 [500] 832 73 2053 1*3 676 883 3*13 4156 255 [10 000] 951 [500] 5111 258 3U5 465 61* 82 807 6065 73 «51 53 69 615 710 824 75 7412 603 930 57 812* 6* 219 [500] 406 603 [500] <7 710 98 (3000] 861 902 010« 4*2 620 730 1O203 619 8 25 63 [3000] 996 11013 *61 97 552 56 737 329 12010 S75 630 714 2 7 66 833 37 85 958 1 3055 85 153 98 397 [500] 543 6* 74« 840 907 1 4141 49S 525 -93 623 822 15,74 511 672 732 845 59 >500) 031 93 16427 85 799 913 17126 [500] 74 328 49 *63 860 932 71 18'277 310 81 [3000] *58 772 96 1 0084 152 [500 ] 355 97 (500) 870 83 95 130001 200*5 l-.OrtO] 339 799 851' 21239 50 302 592 656 63 767 90 043 55 22028 149 402 83.3 [15 000] 23078 92 [ 500] 295 [1000] *99 530 713 18 814 240.32 223 803 25125 60 92 5*2 610 7i-9 812 53 955 IDDUio w **-> , 722 [300] 55 94 110001 166015 137 2.8 806 722 941 48 167014 110 [30001 23 513 [100001 35 92 632 [500] 81 8*7 f-4 168239 809 543 5J 93 1 6 009* 387 637 838 96 17011 । 77 282 306 26 622 786 [ 500] 171035 1-0 97 525 29 G* 702 1)9 [1000] 172227 303 f 10001 4*5 74 5*7 721 (5000' 07 806 15 73 173115 64 6*7 725 853 909 [lu:Mh 46 42 1 74181 (5001 658 1 75000 14 50 155 857 501 991 17 6045 128 290 378 575 815 ( 500 | 83 926 177)27 216 331 512 855 914 1 7 8011 [10001 119 32 2*1 50. 923 170214 34 [ 500] 97 355 «46 667 731 83 80* .. ------ ...--—------ 264003 2.' 192 [1000] 312 872 2 6 5171 1500] 335 88 [80001 56* 1.37 8-8 CG 2 6 6 '72 85 2l7 574 85 612 872 2 6 7 2.9 (8600) 551 (1000) 76 884 2 68(40 [1000] 542 701 8*7 950 M 97 2601 ,3 500 [30001 »17 270320 483 545 (500) 55 802 76 967 91 27 1 078 138 110001 «17 35 8* 88 572 600 19 [500] 51 53 710 891 120733 130*96 513 f .37 91 13129* 507 43 705 887 1:000' 907 1 3 2072 .224 39 890 667 704 S1 927 1 3 3 236 838 87 756 851 134102 5.1 [30001 627 856 98 1 3 5047 195 247 500 609 (3000) 91 93 816 [5001 96 917 136027 195 273 -06 [ 80001 21 [3000) 07 716 88 7 37096 306 OS 419 [500] 69 602 17 898 983 1 3 8033 44 ' 95 [1000 ] 079 803 57 908 »0 130066 [500] 215 352 649 (5001 713 *6 59 976 14 0079 242 55 711 66 f50Ol 813 962 1 4 1 257 374 (5001 *02 715 828 130001 9=>9 142.31« 588 696 1SOOOI 777 936 143628 363 *9* 62, 7*7 803 81 OH 72 78 1446-51 98 145160 229 *0* 1000] 63 13000] 71 613 721 883 911 SosaS, Divan, Salon-Garnituren. — Utuiarpeucu, Um- arbcitcu, modernisieren von ^olucrmobcl wird bei billigster Berechnung m wirtlich gediegener Art ausgesührl. 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