119 Zweites Blatt 158, Jahrgang Donnerstag 2IV Mai 1908 Lrscheinl lügllch mii Ausnahme deS Sonntags, Die Gießener KamtltendlLtter- werden dem .Unfretflei* Biennal wöchentlich bcigelegi, das „Kreisblau für den Kreis Stehen" zweimal «LchenlUch. Die „Lanvwtrrschaftltcheu Seit» fragen*4 ec|d)emeii monatlich ziveimal. Gießener Anzeiger Eemral-AyZeiger für Oberhejsen Rotationsdruck na- Verlag der Ar 2-leches Universitäts-Buch- und Steindruckuei. R, Lange, Gießru. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schub- (trabe 7. Expedition und Verlag: UL SiebftftUEie^ö’iS, 2^^ll)ruAnzeigerGießen- Die Vorgänge in Oesterreich. Die inneren Zustande in der Donaumonarchie, die (ich in den leisten Mo.unen etwas gebessert zu haben schienen, haben sich in den leisten Tagen wieder ganz bedeutend zugespitzt. Auf der einen Seite ist es das Verhältnis -n Ungarn, das viel zu wünschen übrig lässt. Es handelt sich bei den augenblicklich schwebeiiden Differenzen in der Hauptsache um die Frage der Regelung der O s f i z i c r s g e h ä l t e r , deren ^Notwendigkeit allgemein anerlanut wird, da tatsächlich nirgends die Ofsi- zicre eine so niedrige Bezahlung erhalten, laie in Oesterreichs Ungatn; das gibt inan in Transleithanien selbst zu, aber eigene sinnig will man die Gehaltserhöhung noch ein Jahr hinausschieben, anscheinend um sich.die Zustimmung durch weitere nationale Konzessionen abkaufen zu lassen, dann aber auch, weil man den Herren in Wien zu Gentüte führen will, daß sie nichts auszurichten vermögen, wenn man in Budapest nicht will. Da ftch der Reichslriegsrninister von Schönaich und der Minister des Aeustereu von Aehrenthal in der Angelegenheit sehr engagiert haben, jo liegt eine einschneidende M i u i ft e r kr i s is nicht außerhalb des Bereiches der Möglichkeit, wenn nicht in letzter Stunde noch eine Verständigung erzielt wird. Aber nicht genug damit, beginnen auch in Cisleithauicn selbst die Verhältnisse (ich wieder zu verwirren, und nachdem schon mehrfach in den letzten Wochen hie und da der N a t i o n a l i t ä t e n h a st aufloderte, ist auch im Lager der Deutschen der unselige Parteihader wieder auSgebrochen. In der letzten Zeit bestand zwischen den deutschen Parteien eine Art Burgfrieden, man liest die bisherigen Streitigkeiten außer Spiel, in grundlegenden Fragen stand man einträchtig zusammen, ähnlich Ivie die Blockparteien in Deutschland, und die Negierung war dadurch in der Lage, stber eine sichere Mehrheit zu tierfügen. Nun aber haben dieVorgängeandenUniversitäten von Graz und Innsbruck einen tiefen Rist in diese deutsche Gemeinschaft gebracht und eine Situation hcrbeigesührt, deren Ende sich noch nicht absehen läßt. Tie Differenzen zwischen frei» hcitlich gesinnten und klerikalen Studenten bestehen nicht erst seit heute und geilem, sondern schon seit Jahrert sind schwere Zusammenstöste zwischen beiden Richtungen keine Seltenheit. Allerdings haben sie noch nie derartige Dimensionen angenommen wie jetzt, wo verschiedener Zündstoff, speziell die Wahrmundaffäre, anaehäuft waren, die herrschende Erregung bis zur Siedehitze getrieben hat. Damit sollen nun keines!vegs die schweren Exzesse, die in beiden Universitätsstädten stattgesundeu haben, entschuldigt werden, man müßte so viel Anstand und Disziplin wahren, es nicht zunt Aettstersten koutmen zu lassen: allerdings liegt die Schuld auf beiden Seiten, denn es mußte beispielsweise als eine Provokation angesehen werden, wenn in Graz die klerikalen Studenten in Begleitung eines mit Knütteln bewaffneten Hausens Bauern anrückten. Wie nicht anders zu erwarten war, konnten diese Vorgänge nicht ohne Rückwirkung auf die Verhältnisse der Parteien und deren parlamentarischen Gruppen bleiben und so ist es denn am Dienstag im Abgeordnettznhause zu wüsten Tumulten gekommen, wobei es lärmende Zusammenstöße zwischen Deutschradiläten und Christlichsozialen gegeben hat. Damit rvar selbstverständlich das überhaupt 'nur lockere Band zwischen diesen Parteien zerschnitten, und damit dürfte auch das bisherige Zusammenhalten der deutschen Parteien in die Brüche gehen. Selbstverständlich dürfte diese Wendung auch auf den Gang der Parlamentsgeschäste nicht ohne Einfluß bleiben und daS Kavinett mag daher der weiteren Entwickelung der Dinge mit Besorgnis entgegenfefjen. Eine Besserung der Situation ist fürs erste kaum zu erwarten, in Innsbruck herrscht ungeheure Erregung, die Landbevölkerung wird mobil gemacht und aufgefordert, nach der Stadt zit kommen, um den Gegnern der Klerikalen Bescheid zu tun. Scharfe Zusammenstöße sind daher ^zu erwarten, und zweifellos geht man in t>er Donaumonarchie trüben Tagen entgegen. * Wie man unS unter dem 20. ds. Mts. aus Innsbruck melbct, ist die vorvergangene Nacht ruhig verlaufen. Tie Vorlesungen an der Universität wurden vormittags in vollem Umfange wieder aufgenommen, ohne daß es 511 einem Zwischenfall kam. Die Zahl der vorgestern Verletzten tuar bisher nicht (estzustellen. Ter Nektar erließ eine Kundgebung, worin eine sofortige Relegation der Slndenten angcdroht wird, die den Boden der akademischen Ordnung stören. Wien farn c5 an der Universität gestern mittag zwischen deutschnationalen und klerikalen Studenten abermals 511 einer Prügelei. Wie verlautet, tuerben die Behörden, wenn die Deuischnalionalen die unnötigen Demonstrationen nicht einstellen, gegen diese nunmehr energisch einschreiten. Die ch r i st l i ch - s 0 z i a l e Partei hielt gefteru vormittag in Wien eine Sitzung ab, in welcher konstatiert wurde, daß die Vlättermeldung, wonach die Partei Verhandlungen mit Angehörigen nicht deutscher Parteien gepflogen hätten, sowie daß die Partei auf den Sturz des Unterrichtsministeriums hinarbeite, um einen der ihrigen zum Unterrichlsminisler zu machen, vollständig unbegründet seien. Gleichzeitig wurde der Beschluß gefaßt, daß bet voller Wahrung der Freiheit Der Forschung und der Wlssen- schast und insbesondere der Lehr- und Lernfreiheit und der Gleichberechtigung aller Slndenten und Professoren daraus zu drängen sei, daß der jüdische Einfluß auf allen Gebieten des BildungL- wesens beseitigt iverde. ________________________ KsSMschc Tagesschau. Betriebseinnahmen der preußisch-hessischen Eiseiibahngerneinschaft. Der „Nvrdd. Allg. Ztg." zusolge betrugen die Betriebsetn- Nahmen der Prcußisch-Heisstcheu Staatseisenbahnen im April im Personenverkehr rund 3.1 Mill. Mk. gleich 7.14 Proz. mehr, und im Güterverkehr 2.5 Mill. Mk. gleich 2.46 Proz. , weniger, insgesamt einschließlich der sonstigen Einnahmen 0.7 Mill. gleich 0.48 Proz. mehr als den gleichen Monat des Vor;ahrcs. Die Steigerung der Einnahmen aus dem Personenverkehr ist größten- teils eine Folge der Lage des Ostersestes, das in diesem Jahre ganz, im Vorjahre aber nur mit dem zweiten Feiertage in den April fiel. Das Ergebnis des Güterverkehrs war günstiger als cs den Anschein hat, da der diesjährige April einen Arbeitstag weniger zählte als der vorjährige, ütuf den ArocitStag gerechnet, sind die.Einnahmen aus dem Güterverkehr jogar gestiegen. Reform des braunschweigischen Laudtagswahlrechts. Die brauufchweigifche Landesversammlung behandelte in ihrer gestrigen Sitzung die Anträge zur Vorbereitung von Vorschlägen betr. die Abänderung des Landtagswahlrechtes der eingesetzten lkommissiou, die dahin gehen, die bisher indirekte Wahl durch die direkte Wahl zu ersetzen wwie die Zahl der Urwähler der ersten Klasse auf Mindestens 10 Proz., d e der zweiten Klasse auf 20 Proz. und die der drit.en aus X) Proz. sestzusetzen. Die Urwähler der ersten Klass^ haben drei, die der zweiten zwei und die der dritten.Klasse emestimme. Die Vorschläge der Kommission wurden mit u7 von 45 abge- rebenen Stimmen angenommcn. Neuregelung des Radfahcverkehrs. Die „Berl. Korresp." schreibt: Für die einheitliche Neurege- lung des Nodfahrverkehrs stellte das Reichsamt des Innern Enund- iüge auf, die laut Beschluß des Bundesrats im gefamten tzehiet des Deutschen Reiches vom L August 1908 ab gleichmäßig Anwendung finden sollen. Tie bisher gelten-1 den Polizeiverordnungen sind allenthalben genau dem Wortlaut dieser Grundzüge anzupassen: dabei ist zu beachten, daß die Bemessung der Gebühren für die Ausstellung von Nadsahrkarten den einzelnen Bundesregierungen überlassen bleibt, jedoch soll die Ausstellung von Karten mit zeitlich beschränkter Gültigkeit nicht mehr zulässig sein. Die landesrechtlichen Bestimmungen, durch die zu steuerlichen Zwecken die Mitführung Don Quittungen über Fahrradsteuern oder die Führung von Nummernschildern angeordnet ivtrb, bleiben in Geltung. * Der Verband der würUcutbergischeii Weinhandler hat sich zu dem Entwurf des Weingesetzes dahin geäußert, daß das Gesetz eine schwere Schädigung des württembergischen Wein- Handels bedeuten würde. Der Verein fordert insbesondere, daß die Verzuckerung für das ganze Reich unter geeigneter Kontrolle freigegeben werde und nicht nur, wie vorgesehen, innerhalb des Weingebietes zulässig sei. Das Weingesetz von 1901 sei bei Einführung einheitlicher Kontrolle und obligatorischer Buchführung vollkommen ausreichend. • Tie süddeutscher: Bürgermeister in Loudon. Einer Einladung des Königs folgend, besuchten gestern vormittag die süddeutschen Bürgermeister Schloß Windsor, wo sie von Lord Esher empfangen und von Sir Charles Frederick namens des Königs willkommen geheißen wurden. Die Gesellschaft fuhr im Wagen vom Bahnhof zunächst zum Mausoleum in Frogmore, wseolbst der Oberbürgermeister von München am Sarg der Königin Viktoria einen prächtigen Kranz mit deutscher Inschrift niederlegte. Nach der Besichtigung des königlichen Gutes wurden die Gäste von Hofbeamten in die Orangerie geleitet, in der der Lunch eingenommen wurde. Nachdem noch die Staatsgemächer in Augenschein genommen worden waren, kehrten die Besucher nachmittags mittels Sonderzuges nach London zurück. Die süddeutschen Bürgermeister nahmen gestern abend an einem Ban^tle in Keysers Hotel teil. Nach Trinksprüchen auf König Eduard und Kaiser Wilhelm wurde die „Wacht am Rhein" gesungen. Der Vorstände, Polare de Kehser, betonte in seiner Rede, daß die Deuti'ckzen und die Engländer Brüder seien und Seite an Seite ständen, nicht nur im Interesse des Handels, sondern auch des Weltfriedens. Die Oberbürgermeister vonMüu- d>en, Mannheim und Heidelberg dankten für beit herzlichen Emv- fang. Zur Verlesung gelangte ein Telegramm des Königs Eduard, der seine Freude darüber ausdrüäte, daß die deutschen Gäste jich über ihren .Empfang in Windsor so anerkennend ausgesprochen hatten. Zusammenkunft zwischen König Eduard und Zar Nikolaus. Wie Reuter erfährt, wird die Zusammenkunft zwischen dem König von England und dem Kaiser von Rußland in Reval ftattsinden, wo her König von Englaub am 9. Juni auf der Vacht „Victoria and Albert" einzutreffen gedenkt. —.In offiziellen Steifen wird darauf hingewiesen, daß es der erste Besuch ist, den König Eduard seit seiner Thronbesteigung dem russ. Kaiser abfuitien kann, mit dem er durch Bande der Freundschaft und nabet Verwandtschaft enge verbunden ist. Wie Neuler aus diplomatischer Quelle noch erfährt, ist die Zusammenkunft der beiden Herrscher schon seit einiger Zeft ins Auge gefaßt worden, wurde aber infolge des russisch-japanischen Krieges und der inneren Wirren in Rußland Gufgeidjoben. Obwohl der Besuch leinen politischen Hintergrund besitzt, betrachtet man ihn als einen weiteren Beweis Der engeren Beziehungen, die zwischen den beiden Ländern durch daS englisch-rufsische Abkommen geschaffen worhen find. Ob der Besuch Honig EduaroS beim Zaren in Zarswje Lew oder Peterhof erfolgt, ist cinftivcllcn r.od) nicht bestimmt. Es wird hier überhaupt große Verschwiegenheit bezüglich deS Besuches beobachtet. Selbst die Diylomatenkreise wissen noch nichts genaues darüber. Jedenfalls wird dem Besuch große politische Bedeutung beigemessen. — Die Rückreise des Königs von England wird am 12. Juni erfolgen. * DaS Programm der Reise des Präsidenten FallidreZ ist wie folgt festgesetzt: Abends von Paris am 25. Mai, Ankunft in Boulogne um 10.30 Uhr, ab nach Dover 11.30 Uhr, an in Dover 1 Uhr. Präsident Fallieres wird in Dover vom Prinzen von Conuaugth begrüßt werden und dann mittels Spezialznges nach London abfahren, wo König Eduard am Bahnhofe ihn begrüßen wird. Daun erfolgt die Abreise nach dem St. James- Palast, wo der Präsident während seines Aufenthaltes Wohnung nehmen wird. Montag abend Hoftafel. Dienstag wird der Prä- sideuet die französische Botschaft besuchen und Mitglieder der sran- zösischen Kolonie empfangen. Im Laufe des Tages besichtigt der Präsident die srauzösisch-englische Ausstellung. Abends Diner beim Prinzen von Wales, anschließend daran ein Hofball. Mittwoch Diner in der Guildhall, abends Galavorstellung in der Oper. Donnerstag Besichtigung des sranzösischen Spitals und Absahrt nach dem Schlosse Windsor. Abends findet ein Diner statt, welches Präsident Fallieres zu Ehren des Königs und des Prinzen von Wales geben wird. Tie Rückreise nach Paris erfolgt Freitag morgen. Das Schicksal des Sultans Abdul Asis scheint nun besiegelt zu sein. Nach einer Meldung der „Times" aus Tanger brach Abdul Asis vor einigen Tagen von Rabat auf, um nach Fez zn marschieren. Nun ist seine ganze Armee von feindlichen Stämmen umzingelt. Diese Armee bildete den letzten Hoffnungsanker Abdul Asis. Seine ganze Artillerie, sein ganzer Vorrat an Waffen und Munition, aber auch sein ganzer Geldfchatz befindet sich bei dieser vom Feinde abgeschnittencn Armee. Ter Korrespondent der „Times" telegraphiert, die Truppen von Abdul Asis würden wahrscheinlich desertieren oder sich kampflos ergeben. — Angesichts der wiederholten Zwckchensalle in Casablanca fordern die Blätter die Regierung ungestüm auf. die spanischen Truppen ^urückzuziehen und jedes Zummmengchcn mit Frankreich in Marokko aufzugcben. AsesLasrd. Frauenstimmrecht in England. Premierminister Asquith machte einer von ihn: empfangenen Abordnung von Lüt- hängcrtnnen des Frauenstimmrechtes die Mitteilung. datz die Regierung noch vor Parlamentsschluß umsassende Maßregeln Tur eine Wahlreform treffen werde: er selbst rede dem Fraucnftlinin- recht nicht das Wort. Die Regierung werbe jedoch einer Gesetzesänderung zugunsten des Frauenitimmrechts kernen Widerstand entgegensetzen. Ter englische Gesandte in Tanger, Sir Lowther, wird nicht, wie irrtümlicher Weise berichtet, nach Ltfsabon, sondern nach Konstantinopel versetzt werden. Verhaftete Soldaten. In Krementschuk (Rußland) wurden 18 Soldaten, während sie an einer geheimen Versammlung teilnahmen, verhaftet. _ . . . Ein Wageuunsallder Königin W 11 p c l nt 1 n a. Aus Apclb0!.r.i wirb gemeldet: Beim Herannahei: eines Auwinobils würben D.c Pferde des vom Prinzgemahl gelenkten Phaewns, ~iu oem i;d) auch die Königin Wilhelmina vefand, unruhig, öie bäumten sich auf und drängten vorwärts, wobei ein Rad des Phaetons mit dem Autpmtzb.il kollidierte. Iie $öniflin und ihr Gemahl kamen mit dem Schrecken davon und konnten die Fahrt fort» fetzen. Der Papst richtete an die französischen Kardinäle ein Schreiben, in dem er Die von der französischen Regierung angeregte Gründung geistlicher Hilfsvereine, die vom Staat 50 Millionen Zuschuß bezielzen sollen, entschieden ablehut. Ter Vatikan erblickt in diesem Verein nur eine anbeic Form der von ihm perhorreszierten Kultus-Gemeinschasten. Tas schroffe Vorgehen der Kurie zeigt, baß der Konflikt mit Frankreich noch immer akut ist und baß Rom in keiner Weife zum Entgegenkommen gewillt ist. Lehr er au stau sch. Nach dem Vorbilb: des Prosessoreu- Austausches zwischen der Harvarb-Universität und der Universität Berlin soll jetzt auch ein Äustausch von Lehrkräften d e r n n t e r e n S ch u l e n i n B 0 st 0 n u n b B e r l i n stattfinden. Aus 'Anregung des deutschen Kaisers wirb ein Bostoner Lehrer im September d. I. nach Berlin gesandc werden. Er soll dort ein Jahr bleiben, um den bentscheu Unlerrichtsbctrreb kennen zu lernen. Später soll dann umgekehrt ein Berliner Lehrer nach Boston kommen. Die Mittel werden aus der Carnegio-Stiftung bereitgestellt. Eine merkwürdige Auorbuung. Alle Notare in Warschau wurden plötzlich von beit GerichtSvorständeii ausgesordert, genaue Angaben über die in .beit letzten fünf Jahren in deutsche Hände ü b c r g e g a n g e u e n Güter und Grundstücke zu mad}eii. Angeblich soll der Befehl hierzu aus Petersburg geiommcit fein. 21U5 Stadt rrrrd Land. Gießen, 21. Mai 1908. " Landesuniversität. S K. H. der Großherzog haben den Hilfsbibliothekar Dr. Gg. Koch in Gießen zuni Bibliothekar der LaudeSuniversität Gießen ernannt uiib den Präparator am zoologischen und vergleichend anatomischen Institut der Landesuniversität Karl S t a d e l m a n n in Gießen auf Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen. Ans dem Ntilitär»W0chenb la t. Zum Komp.- Chef ernannt unter Beförderung zum Hanptm.: Cbcrlt. Quade im 2. Masur. Jnf.-Negt. No. 147, unter Versetzung in daS Inf. - Leib - Regt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) No. 117. — Zum Oberstlt. befördert: Ntajor von der Sch ulen bürg, beauftragt mit der Führung de§ Garde- Drag.-Rcgts. (1. Großh. Hess.) No. 23. — Zu LberltS. befördert: die Lts. Frhr. v. Dörnberg im Garde-Drag.- Negt. (1. Großh. Hess.) No. 23, Günther im Leib-Trag.« Negt. (2. Großh. Hess.) No. 24. — Unter Enthebung von seiner jetzigen Dienststellung zur Dienstleistung beim Bc- kleidungsamte bc5 XVIII. Armeekorps kommandiert: v. Nett berg, Komp. - Chef im Jnf.-Lcib-Negt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) No. 117. — Befördert zu LtS. die Fähnriche: Lübbecke im Inf. - Negt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) No. 118, — Brendel (Ernst) im Jnf.- Negt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) No. 116, — Frhr. ü. Waldenfels inf Leib-Drag.-Ngt. (2. Großh. Hess.) No. 24; — zum Fähnrich: Unteroffizier Wolf im Inf. - Negt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) No. 116. — Auf sein Gesuch zu den Nes.-Offiziercn deS Negts. üb er geführt: Lt. Zaepcrnick im 2. Großh. Hess. Feldart.-Regt. No. 61. — Jin 1. Vierteljahr 1908 bekannt gewordene Todesfälle von pensionierten und verabschiedeten Offizieren: v. Renz, Oberst a. D., zuletzt Kommandeur deS 2. Großh. Hess. Fcld- art.-Negt§. No. 61, — Schulze, Major z. D., zuletzt Bc- zirkSoffizier beim Landwehr - Bez. I Darmstadt, — Ebel, Hauptm. a. D., zuletzt im damal. 2. Großh. Hess. Inf.-Negt. (Großhcrzog) Wo. 116. * * Bestätigter Beigeordneter. S. K. H. der Groß Herzog haben die durch die Stadtverordnetenversammlung zu Offenbach erfolgte Wahl des Kreisgeometers und Stadtverordneten Jak. Port h zu. Offenbach zum unbesoldeten Beigeordneten der Stadt Offenbach bestätigt; * * R uhestandsvcrsetz 11 n g. S. K. H. der G r 0 ß - Herzog haben am 14. Mai d. I. den Oberlehrer an dem Herbstgymnafium zu Mainz Professor Dr. Jak. N 0 v er auf sein Nachfuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * * Pfarrp ers 0 nalic u. Ernannt wurden: Psarrver- walter Frank zu Hirschhorn zum Pfarrafsistentcn in Pfungstadt; Pfarrassistent Hoffmann zu Neu-Isenburg zum Pforrvikar in Wimpfen; Pfarrassistent Wörißhoffer zu Dietzenbach zum Pfarrvikar daselbst; Pfarrassistent Veller 511 Bretzenheim zum Pfarrassistcnten in Schönberg; Pfare- assistent Grein zu Mainz zum Pfarrafsistentcn Der Land- pfarrei Mainz (mit Dem Wohnsitz in Bretzenheim); Pfarr- assistcnt Steiner zu Pfungstadt zum Pfarrassistenten in Mainz (Johannisgemeinde). Gest orben ist der coangel. Pfarrer 1, P. Geh. Kirchenrat D. Thomas Stock von Stock- Hansen zu Gießen am 14. April. Zur Wiederbesetzung wird ausgeschrieben: die zweite cyangel. Pfarrstctle zu Groß-Gerau. ** Freidenker-Vereinigung. „Freiheitliche Külturideale" war das Thema eines Vortrags, den Herr Prof. Kinkel gestern abend in einer Versammlung der Freidenker-Vereinigung im „Einhorn" hielt. Redner giug aus von dem Humanitätsgedanken, wie er von ^Herder, Kant, Schiller und Goethe ausgesprochen worden ist. Man dürfe darum nicht sagen: Macht geht vor Recht, denn Recht soll die.Grundlage des Staates sein. Recht geht vor Macht. Man habe heutzutage eine öffentliche und eine private Moral, also eine doppelte, ja sogar eine dreifache, vierfache, siebenfache Moral, eine Moral der Standesherren, eine Moral der einfachen Bürger, der.Arbeiter usw. Klassen- und Rassenhaß, wie er sich bei uns in der .Absonderung der einzelnen Stände zeige, sei direkt unsittlich. .Alle mecha< nische Arbeit deklassiere Den Menschen, aber der Staat habe die Pflicht, einem jeden Menschen .Anteil an allen Gütern der Kultur zu geben. Es gebe viele Möglichkeiten, um solchen Gegensätzen und Standesvorurteilcn entgegenzu» wirken. Was wir verlangen müßten, das sei die Fortschritts-. Möglichkeit durch gleiches Wahlrecht und Erfüllung der ver-. fEichenen svz^^:?.tr,c>;cn Forderungen. — Während der Vortrag in solcher Weise das politische Gebiet nur streiste, griff die Debatte direkt auf dieses über. Man unterhielt sich da über .Wahlrecht, über die Schule, über Marokko, über Wehrfragen, über Treitfchkes Auffassung vom Staate usw., sogar Ledebour und Dr. David, v. Liebert und Tr. Peters wurden in die Debatte hereingezogeu. Vermochten auch die einzelnen Tebatteredner nicht, ihre jeweiligen Gegner in allen Punkten zu überzeugen, so boten doch Debatte und Vortrag eine reiche Fülle der Anregung und des geistigen Genusses. ** Kolossenm. Das für die zweite Machälste engagierte Künstlerpersonal hat einen guten Erfolg zu verzeichnen und verdient wirklich einen Besuch. Man bekonuut fast durchweg Neues zu sehen und einige Prograuunnuinmern verdienen als Glanznunnnern bezeichnet zu werden. Eine Wiener Soubrette, Fräulein Lea.Florence, leitet das Programm mit einigen hübschen Sachen ein, wobei ihr besonders ihre reine und klangvolle Stimme zugute kommt. Eine Acndcrung im Programm tritt sodann insofern ein, als statt des auf dem Programm vorgesehenen Virtuosen und Liedersängers Scholzer aus dem Orlatal eine Dame mit zirka zwanzig dressierten Tauben arbeitet. Tie Vorführungen sind interessant und mitunter recht schwierig; besonders bildet die letzte Szene durch das verschiedenfarbige elektrische Licht ein effektvolles und vornehmes Ausstattungsstück. Tie Kostüm- Soubrette Fräulein Ella Ellcrdo singt sodann unter vielem Beifall einige recht gute alte und neue Sachen, worauf der Vagabund auf dem Zweirad Herr Jackson Kanari vom Schumann-Theater in Frankfurt a. M. die Aufmerksamkeit des Publikums vom ersten Augenblick an auf sich lenkt. Er versteht e§, durch seine urwüchsige Komik die Lachmuskelu der Zuschauer bis aufs äußerste anzuspanncn und nötigt gleichzeitig jedem mit seinen halsbrecherischen Kunststücken uud seiner unübertrefflichen Gewandtheit und Fertigkeit auf dem Zweirad volle Bewunderung ab. Wie wir hören, gastiert Herr Jackson nur noch einige Albende im Kolosseum und es empsiehlt sich deshalb für jeden, sich diesen „Vagabunden" an einem dec nächsten Abende anzuschen. Tas Steid'l- Duo — ein Herr und eine Dame — bringt dann in verschiedenen Trachten einige Duette und Lieder recht hübsch und temperamentvoll zum Vortrag. Den Glanzpunkt der Vorstellung bilden aber die Aufführungen von Franz Lemo i ucS BurleSken-Ensemble. Die beiden Einakter „Der Mann mit den drei Frauen" und „Die weiße Dame" erzielen allabendlich einen durchschlagenden Erfolg. Die beiden Stücke sind von dem Direktor Lemoine selbst verfaßt und sind von überwältigender Komik. Wahre Beifallsstürme durchbrausen nach jedem Stück das Haus, besonders der urwüchsige Humor deS Direktors Lemoine sorgt dafür, daß das Publikum nicht aus dem Lachen herauskommt. Wer einmal tüchtig lachen und die Grillen auf einige Stunden verscheuchen will, versäume nicht, sich die Vorstellungen dieses Burlesken-Ensembles anzusehen. — Von morgen ab gastiert „Salome" in ihrem psycho-choreographischen Panto-Drama, das überall großes Aussehen erregt hat. O Steinberg, 20. Mai. Die Vorbereitungen zu dem an Pfingsten hier stattsindcnden Ges a n g s w e ttstr e i t,, mit dem auch gleichzeitig das 2 0jährige Stiftungsfest des Gesangvereins Jugendfreund vervunden ist, find in vollem Gange. Das Programm ist nun endgültig seftgelegt. Während das Fest am ersten Feiertag durch einen Kommers eingelegter wird, findet am zweiten Feiertag Wettlingen in dem „Gasthaus zur Krone" statt. Der vorgesehene Fcstzug stellt sich am Nachmittag in der Schulstraße auf. Nach .Ankunft auf dem Festplatz wird daS Fest durch Einzelchöre der eingcladenen Vereine wesentlich verschönt. Abends findet gegen 6 Uhr die Verkündung des Resultats des Wettsingens sowie die Verteilung der Preise start. Ter Dienstag (3. Feiertag- ist mehr für bte hiesigen Einwohner und die nächste Umgebung bestimmt. Außer Konzert, Gesangsvorträgen und Vollsbclustigungen ist auch an bi cf cm Tage ein Festzug burch unseren Ort geplanr. Die Musik während des Festes stellt die Kapelle Harnisch hier. J- Angcrsbach, 20. Mai. Der Ausschuß der Landwirt- schastskammer plant, die O r t s t i e r s ch a n für'den"Bezirk Lauterbach-Angersbach im Monat Juni ober Juli hier abzuhalten. Die biesjährigen Stallschauen sollen im Bezirk Herbstein statt- sinben. An Prämien stehen für beide Schauen ca. WOu Mk. zur .Verfügung. Von ben hiesigen Viehzüchtern, die sich die Zuchl- 'bestrebungen sehr angelegen sein lassen, wird die Wahl unseres Ortes mit Freuden begrüßt. \ X Herbstein, 20. Mai. Gestern nachmittag gegen 2 Uhr stürzte an dem 9t c u b a u des Bäckermeisters Lorenz Schneider hier die ca. 6 Meter hoch ausgeführne Brandmauer ein, weshalb sich das auf ihr ruhende .Gebälk verschob. Zum Glück ereignete sich dabei fein Unglücksfall. R. B. Darmstadt, 20. Mai. Heute mittag fand unter zahlreicher Beteiligung auf dem Friedhof die Beisetzung deS im 41. Lebensjahr verstorbenen praktischen Arztes Dr. Nell statt, dessen Tod infolge einer Infektion erfolgt ist. Letztere hatte sich der beliebte Arzt, der Frau und drei kleine Kinder hinterläßt, in Ausübung seines Berufes vor einiger Zeit zugezogcn und durch sie waren verschiedene innere Krankheiten veranlaßt worden. Nach der tiefempfundenen Grabrede des Geistlichen legte Sanitätsrat Tr. Habicht als Vorsitzender des hiesigen ärztlichen Vereins, mit warmen Worten die Verdienste des Dahingeschiedcnen schildernd, einen Kranz nieder. Das gleiche geschah durch den Grafen N. Baudisin im Auftrag der Verbindung KarlSrnhensia in Heidelberg, welcher der Verblichene angehört hat, und vom S. C. der hiesigen Studentenschaft. Der Verstorbene war ein Sohn des verstorbenen Professors der hiesigen Hochschule Geh. Rat Dr. Nell, seine Gattin entstammt einer Osthofener Familie Gießen. — Der wegen Verdachts des Wuchers in Untersuchungshaft genommene Holzhändler Jonas Mainzer aus Pfungstadt wurde gegen eine Sicherheitsleistung von 50 000 Mk. vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Wie man hört, hat sich die Angelegenheit durch verschiedene, nachträglich eingelaufene Anzeigen vergrößert. fc. Darmstadt, 20. Mai. Frau Link in Dieburg, die Gattin des hier in Untersuchungshaft befindlichen Notar Link, hat beantragt, ihren Gatten auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Die Staatsanwaltschaft wird dem Anträge Folge geben. — Im Hinblick auf die Verfehlungen des Notar Link und um weiteren Unzuträglichkeiten dieser Art vorzubeugen, ist man in juristischen Kreisen der Ansicht, der Regierung zu empfehlen, das Amts Notariat im Großherzogtum Hessen cinzuführen, wie es im Königreich Württemberg und im Großherzogtum Baden besteht. Der Rechtssicherheit wird dadurch gedient, die Kosten stellen sich geringer und die Staatskasse wird aus dieser Institution unbedingt Nutzen ziehen, da ein großer Teil der Einnahmen dem Fiskus zufällt, und. der Notar, wie jeder andere Beamte, einen fixen Gehalt-erhält. Tie Abfindung der Notare dürfte höchstens in der Provinz Rheinhessen pekuniären Schwierigkeiten begegnen. Aber auch hier werden sich leicht Mittel und Wege finden lassen, um sie zu überwinden. h. Mainz, 20. Mai. Hier wurde ein früherer Bankbeamter namens Felger aus Frankfurt a. M., der in der 1. Kompagnie deS 87. Infanterie-Regiments als Gefreiter dient, verhaftet. Er hatte Erpresserbriefe an Herrschaften in Mainz, Wiesbaden und Frankfurt gerichtet, worin er um hohe Geldsummen ersuchte und die Adressaten mit Erschießen bedrohte, falls sie der Polizei Mitteilungen machen würden. Die Militärbehörde, die die Verhaftung vorgenommen hat, hat den Verhafteten der Staatsanwaltschaft überliefert. te. Nüdesheim a. Nh., 20. Mai. DaS Kaiserliche Oberhofmarschallamt hat der hiesigen Bürgermeisterei mitgeteilt, daß der Kaiser wegen anderweitiger Festsetzungen verhindert sei zu der Festlichkeit am 28. September d. Js., die zur Erinnerung an den 25. Jahrestag der Enthüllung des 2! a t i o u a l d e n k m a l s auf dem Niederwald begangen werden soll, teilzunehmen und die Teilnahme von 'Diitglicbcin der kaiserlichen Familie auch nicht in Aussicht gestellt werden könne. GertichtsscraL. Dort in u n b , 20. Mai. Tas Schwurgericht verurteilte ben Anstreichergesellen Wilhelm Schulte, der am 27. Dezember 1906 au dem Gastwirt Strathmauu bei Werl einen Raub- mürb verübt hat, zu lebenslänglichem Zuchthaus. Berlin, 20. Mai. Die wegen einfacher Kuppelei an- geklagte verwitwete Kanzleirätin S m i p i e l s k a , beten Wohnung als „Salon ber Rätin der Lebewelt" sehr bekannt gewesen ist, würbe zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt, die burch bie Untersuchungshaft bereits verbüßt sind. Karlsruhe, 21. Mai. Das Urteil im Prozeß Molitor wurde gestern in später Abenbstunbe gefällt. Der Vor- sitzende bes Gerichtshofs verkündete nach zweiftünbiger Beratung folgenben Spruch: Das Strafverfahren gegen ben Redakteur Graf wirb eingestellt. Die baburch entstandenen Kosten fallen der Nebenklägerin zur Last. Der Angeklagte Herzog wirb, wegen Beleibiguug in mehreren Fällen mit einem Jahr Gesang- n i s bestraf t. Ter Nebenklägerin wirb bie Befugnis ziige- fprochen, bas Urteil in allen Karlsruher Zeitungen unb einer Anzahl auberer Blätter zu veröffentlichen. — Zur Begründung des Urteils beschränkte sich ber Vorsitzende auf wenige Worte. Für den Inhalt ber inkriminierten Artikel ist ber Angeklagte haftbar. Der Tatbestaub bes § 186 ist gegeben. Fräulein Olga Molitor wirb burch die Artikel bes Muttermordes, ber fahrlässigen Tötung, eines unkindlichen Verhaltens, eines Stellbich- eins mit einem verheirateten Manne und bes Meineibes bezichtigt. Diese Behauptungen haben sich nicht nur als nicht erweislich wahr erwiesen, sondern gerade das Gegenteil ist durch die Beweisaufnahme erbracht. § 193 konnte nicht herangezogen werden. Die Beleidigungen sind so schwer, daß eine Gefängnisstrafe am Platze war. Bei der Strafbemesfung kam u. a. in Betracht da,ß bie Beleibigung einer jungen Dame zugefugt worben ist, ferner bie Schwere ber Beleibigung unb bie Ausübung ber Beleibigung unb Veröffentlichung in weit verbreiteten Zeitungen. Ltrafmilbernd kam in Betracht, baß es sich um einen unbescholtenen Mann hanbelt, ber einen guten Leumunb hat. Für jeben Artikel wurden acht Monate als angemessene Strafe gerechnet, die in eine Gesamtstrafe von einem Jahre zusammengezogen wurde. Der Angeklagte nahm das Urteil mit Fassung entgegen. M ü u ch c n , 20. Mai. Ter katholische Pfarrer Mich. Brann in Hohelinde wurde wegen 20 S i tt l i ch k e i t s v erbrechen, verübt nn noch nicht 14jährigen Knaben und Mädchen, zu 6 (Monaten unb 15 Tagen Gefängnis verurteilt. Metz, 20. Mai. Leutnant K umdruck vom 9. Dragoner- Regiment würbe vom Kriegsgericht ber 34. Division wegen Wech- s e l f ä l f ch u n g ?,u vier Monaten Gefängnis unb Ausstoßung aus bem Heere verurteilt. Paris, 20. Mai. DaS Zivilgericht sprach gegen den Direktor Jules Elaretie unb gegen ben Verwalter bes Eomsdie Franyaise bas Urteil, bte Aufführungen bes Dramas „Le Foyer'-' von Mirbcau und Natanson, das sich Elaretie zu spielen geweigert hatte, wieder aufzunehmen. Für jeden Tag der Verzögerung ist eine Geldstrafe von 100 Franks zu zahlen.___________________________________________ RtznrsL rnrd — Hervv ragen de k ü u st l e r i s ch e Leistung. An der Adresse, welche dein Kaiser gelegentlich der Einweihung der Hohkö nigSburg überreicht wurde, hat die Firma Gebr. Klingspor in Offenbach hervorragenden Anteil. Ein Ansschußmitglied, welches an der Ueberreichung der Adresse beteiligt war, gibt der hohen Genugtuung über die treffliche Arbeit der genannten Firma gegenüber in folgenden Worten Ausdruck: „Die Urkunde ist ein Meisterwerk und der monumentale Charakter, den sie trägt, stimmt in glücklichster Weise zu dem Gesamtbilde der ganz einzigen Veranstaltung. Se. Majestät der Kaiser Hat große Freude an dem Werke gehabt und hat dieser Freude lebhaften Ausdruck gegeben. ES wird Ihnen eine Freude und eine Genugtuung sein, für die Blühe, die Sie hier aufgewendet haben, und für manche andere große Mühe, die Sie freudig der guten Sache geschenkt haben." — Der Kunstmaler Professor Fritz von Uhde in M ü n ch e n begeht am 22. Mai seinen 6 0. Geburtstag. Er ist zu Wolkenburg in Sachsen geboren, begann seine Studien an der Akademie zu Tresden, wurde bann Offizier im sächsichcn Garbereiter-Regiment unb machte ben Strieg von 1870/71 mit. 1877 nahm er als Rittmeister ben Abschieb unb widmete sich wieder der Malerei, zunächst in München, ging 1879 nach Paris, wo er Schüler von Mnnkacsy war. 1880 kehne er nach München zurück. Sein Hauptgebiet sind Darstellungen religiösen Inhalts, die er in bie unmittelbare Gegenwart verlegt. Von seinen Bil- bern seien genannt: „Lasset bie Kinblein zu mir kommen" (1884), „Komm, Herr Jesus, fei unser Gast" (1885), „Die Jünger in Emmaus" (.1885i, „Tischgebet" (1887), „Heilige Nacht" (1889), „Bergpredigt" (1886), „Der schwere Gang" (1890), „Himmelfahrt" (189/), „Abendmahl' (1898), „Weib, warum weinest du?" (1900), „Christus, ber Herr bes Lichts" (1905). Meine Tageschronik. Spionage. Aus Lille wirb berichtet, daß die Militärbehörden den dort verhafteten Eduard Reck, ber nach seinen Angaben für Teutschlanb Spionage getrieben hat, für eine wich- bige Persönlichkeit halten. Reck, ber sich in Frankreich Francois Ricker genannt hat, ist als Sohn eines deutschen Zollbeamten geboren und wurde bereits seit zwei Jahren beobachtet. .Seine Eltern sollen angeblich von ber Spionage gewußt haben. Reck hat vor kurzem ein kleines Landhaus erworben, für das er 6000 Franks bezahlt hat. S ch i f f s u n t e r g a n g. Der „Berl. Lokal-Anz." meldet aus Falmouth: Der von Newhork nach Akontevibeo gehenbe brit. Dampfer „Japanic" kollibierte am 20. Mai morgens mit bem von Niontreal nach Lonbon gehenden britischen Dampfer „Lato na". Letzterer ging unter. Die gesamte Mann- und vier Passagiere wurden von dem beschädigten „Japan^ gerettet und nach Falmouth gebracht. Genickstarre. In Oberhausen sind zwei Italiener an der Genickstarre verstorben. FamiLLeir-NttHrrchten. Verlobte: Herr Richard Plitt in Herbstein mit Fräulein Elisabeth Schramm in Haiger. Geborene: Herrn Otto Hassel und Frau in Wetzlar ein Sohn. — Herrn Dr. Theodor Koch unb Frau in Nikolassee-Berlin eure Tochter. Gestorbene: Fräulein Ida Ostermeyer in Bad Nauheim. — Herr Ferdinand Morell in Friedberg. — Frau Elisabete (Lreb, geb. Hahn, in Schlitz. — Frau Rosa Neustädter, geb. Höchster, ü> Straßburg. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Ueligionrgemeinde. Gottesdienst in dec Synagoge (Süd-Anlage). S a m § l a g den 23. M a i 1908; Vorabend 7.45 Uhr. 9)1 o r g c n 5 8.30 Uhr. Nachmittag 2 4.00 Uhr. Schrifterklärung. Sabbatausgang 9.10 Uhr. Israelitische Religionsgesellschast. Gottesdienst. S a b b a t i c i c r am 23. M a i 1908: Freitag abend 7.55 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 9.10 Uhr. Wochcngottesdiensl: morgen? 6.00 Uhr, abend? 9.10 Uhr. handel. — Ehrengericht der Be r l i il c r Bör s c. Dies Ehrengericht verhandele unter dem Vorsitz des englischen General- lonsuls Dr. v. Schwabach gegen ben Finanzschriftsteller Buch- walb u. Gen., gegen welche der Börsenvorstand ein Verfahr.,! auf Entziehung Der Börsenkarw eingeleüet hatte, weil fie in ben Berliner Börsenberichten Mitteilungen machten, welche ix: Interessen ber Berliner Ldrse verletzten unb bie mit ihren Ansprüchen auf kaufmännisches Vertrauen unvereinbar seien. Tas Gericht erkannte auf einen Verweis. Es nahm an, baß bi: Angeklagten sich ber Tragwellc ihrer Handlungen nicht bewußt gewesen seien. — 9t ü d g ä n g e der Einwanderung nachAuierika. Wie auf der einen Seite fchon seit einiger Zeit die Rückwanderung aus den Vereinigten Staaten nach Europa stark angenommen hat, so ist auf der anderen Seite die Einwanderung dorthin in ständiger Abnahme begriffen. Im April betrug bie Zahl der Einwanderer nur 41 000 gegen 145 000 im April 1907 unb in der Zeit vom 1. Januar bis En.de April 124 000 gegen 404 000 in der gleichen Vorjahrszeit. Nach dem im Rcichsanz. veröffentlichten Ausweis wurden im Monat April 1908 befördert : deutsche Auswanderer über Bremen 758 (i. V. 2108-, über Hamburg 691 (891), zusammen 1449 gegen 3071 i. V. Ans deutschen Häfen wurden int April neben den 1449 deutschen Auswanderern noch 5088 Angehörige fremder Staaten befördert: davon gingen über Bremen 2299, über Hamburg 2789. — Eine neue japanische Anleihe in Sicht. Japan unterhandelt nach vorliegenden Meldungen in London unb Newhork wegen Aufnahme einer Anleihe in .Höhe von 30 Mill. Lstill. Demgegenüber ist darauf hinzmoeisen, daß nach einem jüngst veröffentlichten Exposö ber japanifchen Regierung an Ueberschüssen auS bem Jahre 1906/07 unb 1907/08 342,61 Mill. BenS vertagen, wovon nur 229,4 Mill. Pens bisher verwenbel worben find, sodaß noch 113,21 Mill. Pens verfügbar wären. Märkte. fc. Franks u r t a. M., 21. Mai. (Telegr. Lrig.-Bericht de? „©iejs. 2(113.".) Amtliche Neuerungen der heutigen Viehmarkl- preise. Zum Verkaufe standen: 16 Ochsen, UO aus Oesterreich 0 Bullen, CO 01t? Oesterreich, 47 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 900 Kälber, 60 Schake und Häminel, 1142 Schweine, 12 Ziegen, 5 Ziegenlämmer, 3 Schastamnicr. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Oucilität 77—80 Mk., 2. Qualität 68—70 ' Mk., 3. Qiialltät 58—60 Mk.; Bullen: 1. Qual. 64-67, 2. Dual. 58—60; Kühe 1. Qualität 70-72 Mk., 2. Qual. 60-62 Mk., 3. Qual. 38-40 Mk., 4. Qual. 00-00 M., 5. Qual. 00—00 All. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber ]. Qualität 98 bis 100 Psg., Lebendgewicht 58—52 Psg., 2. Qualität L4—88 Psg., Lebendgewicht 48-52 Psg., Schlctchtgew. 70—72 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgetv. 82 bis 00 Pfg., 2. Qual. 74—78 Pfg. Schweine: 1. Qnal. 63—00 Pf., Lebendgewicht 49,5—00 Pf., 2. Qual. 61—62 Ps., Lebendgewicht 48,5—49 Pfg., 8. Qual. 52—56 Pfg., Lebendgewicht 00—UO Psg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ucberstanb unbedeutend; bei Kleinvieh lebhafi, fein Ueberstcmd. L1 mb u-r g a. d. Lah n , 20. Mai. Frucht markt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassamscher) 18,00 Mk., iveißer Weizen 00,00 Mk., Korn 15,00 Mk., Gerste 11,40 Mk., Haier 8.00—0.00 Mk. nach Qnal., Erbsen 0,00 All., Kartoffeln 6,00 Alk. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Wittcrnng für Hessen am Freitag, den 22. Mai: Veränderliche Bewölkung, vielfach Äcivitter. Warm. Südliche Winde. Wien, 21. Mai. Das spanische Königspaar trifft zum Besuch des hiesigen Hofes am 26. September ds. in Wien ein. Dcr offizielle Besuch wird sich nur auf wenige Stunden erstrecken, doch durfte daS Kvnigspaar noch einige Zeit incognito in Oesterreich verweilen. Budapest, 21. Mai. Die Mül; lenverbände beabsichtigen mit Rücksicht ans die anhaltende Geschäftsstille den Betrieb der Mühlen für einige Zeit cinzustellen. Paris, 21. Alai. Aus Tunis wird gemeldet, daß auf dein Torpedoboot 216 gestern ein Dampsrohr platzte, wobei Drei Heizer verbrüht wurden. Parma, 21. Mai. Ein Eisenbahn zu g, Der 450 Jr- beiter aus Ppa besörderle, wurde in Castel ^uelvo von ft reitenden Arbeitern an geh alten. Kavallerie schritt ic- boch ein und verschsuchte die Streikenden. Kenner ber hiesigen Verhältnisse behaupten, daß der Streik der Landarbeiter halb beendet sein wird. Madrid, 21. Mai. Im Senat antwortete der Minister des Aeußern auf eine Anfrage, daß der fran- z ö s i s ch - s p a n i s ch c Z w r s ch e n f a l l i n C a s a b l a n c a nicht bedeutend genug gewesen sei, um einen internationalen Konflikt herbeizuführen. Der Minister fügte hinzu, cs liege weder eine Taktlosigkeit noch eine Verminderung der Autorität Spaniens vor. Im übrigen sei die Regierung, fest entschlossen, die nötige Aufklärung und strenge .Bestrafung der Schuldigen zu verlangen. . London, 21. Mai. Das Blatt „Globe" kommentiert den bevorstehenden Besuch des Königs Eduard beim Zaren und glaubt darin den Abschluß einer Verständigung zwischen England!-, Frankreich und Rußland sehen zu dürfen, welche die beste Garantie für den Frieden in Europa sein würde. Das Blatt meint, Deutschland würde zwar diese Verständigung nicht mit günstigen Augen betrachten, aber der Weltfriede sei schließlich wichtiger als die Zu-- friedenheit.Deutschlands. i 14 Auf Teilzahlung kauft man reell, gut und billig bei J. 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L Teppiche » Möbelstoffe k 627 433 700 [1000] 750 828 90 24054 67 299 367 613 25007 216 38 [500] 492 [5000] 591 756 26003 76 307 996 2 703.3 242 55 64 [1000] 306 403 25 515 631 832 460 507 654 972 29025 43 218 331 575 755 86 896 [500] 16136 41 261 461 17259 695 844 980 1 8010 333 19132 60 276 310 12 6-7 [500] 13. Ziehung 5. KL 218. Kgl. Preuss, Lotterie. Ziehung vom 20. Mai 1908. vormittags. Vor die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden in Würfeln zu 10 Pf.ff. für 2 Teller ausgezeichneter Suppe. Viele Sorten wie Reis-, Erbs-, Gemüse-, Tapiokasuppe u. s. w. bieten reiche Abwechslung. Sur mit Wasser u. in wenigen Minuten zuzubereiten. Stets zu haben bei L. Kalkhof Nachf. H. Erle, Wcstaniagc ». Nummern m Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 159 93 [500] 290 518 [500] 41 50 699 [500] 1140 [3000] , 793 2227 434 645 715 3053 523 685 [1000] 4339 80 594 97 884 979 5108 44 [500] 360 411 77 95 944 6412 70 795 [500] 800 959 7022 555 [3000] 775 8022 [500] 417 I 832 [10 000] 902 9279 339 443 48 10119 238 323 592 [500] 667 73 78 705 86 822 11122 l 624 065 12279 337 99 407 79 533 727 891 967 13064 537 56 906 46 14124 97 573 713 [500] 54 [5000 ] 913 76 13. Ziehung 5. Kl. 218. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 20. Mai 1908. nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern belgefUgt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 158 83 208 [3000] 511 [500] 57 [1000] 616 767 [1000] 900 1 1190 93 275 801 95 407 73 802 35 37 [500] 2274 333 71 > 30 83 1 3 061 295 4 26 31 65 [1000 ] 615 84 720 844 4129 40*335 401 559 853 910 5215 96 312 83 740 920 6129 643 6> 797 925 7129 403 [500] 83 507 732 861 [500] 940 8092 249 67 [1000] 596 604 93 [500] 770 79 962 9116 293 564 Zum Anpflanzen von Blumenbeeten u.Balkons habe noch einen groben Posten schöner kräftiger Geranium abzugeben. 31b9 Friedrich Georg, Kunst- und Handelsgärtner. 535 975 639 834 812 937 30 171 227 39 7 1 471 507 645 3 1 210 27 436 506 36 [500] 91 7S2 800 54 32082 371 421 537 33175 266 573 710 633 84 [1000] 34 277 420 559 3 5139 [1000] 265 421 651 3 6043 333 417 70 608 753 979 3 7004 21 196 662 85 675 [1000] 741 633 93 3 8018 146 [1000] 209 73 362 505 9 794 647 91 960 94 39022 144 382 595 843 [1000] 979 4O025 7 6 337 556 806 4 1 030 111 31 231 [1000] 53 93 850 437 809 927 42130 202 514 39 678 705 [500] 958 43041 164 69 278 89 752 95 807 20 995 4 4080 114 394 466 67 551 750 45235 45 567 697 711 808 920 46005 27 244 47 89 [500] 469 593 949 47054 93 514 723 33 (500] 9.34 (15 000] 94 [500] 48067 264 434 763 953 4 9025 106 84 92 376 [3000] 435 61 81 583 [500] 905 86 50131 353 695 724 5 1 267 74 533 619 71 930 5 2137 266 340 4 3 538 699 787 5 3 251 337 420 659 5 4 050 474 550 674 847 989 55242 364 443 63 533 799 819 60 939 56029 1500] 274 330 447 7 2 622 7 6 971 5 7 486 599 633 879 5 8025 96 643 771 952 61 83 5 9003 83 357 443 815 921 60119 37 245 52 460 77 712 859 957 61125 266 [3000] 415 [3000] 32 714 <3 6 2 200 792 [1000] 853 [1000] 63175 204 99 303 [500] 473 84 95 852 64360 494 535 713 [500] 65121 237 319 38 63 94 [500] 599 740 66060 213 29 401 53 98 67433 53 [3000] 604 [3000] 770 6 8031 103 233 314 18 505 17 670 726 34 829 949 69035 457 503 47 50 798 70005 7 [1000] 69 279 834 513 54 91 [500] 71036 55 [LOO] 57 62 213 325 559 667 7 2 036 129 [500] 45 269 466 92 514 64 2 7 79 8 8 3 [3000] 940 7 3068 [500] 146 219 23 333 476 521 93 678 820 6 4 7 4011 115 27 [500] 230 579 708 47 564 7 5598 7 6 216 29 63 631 749 7 7-121 [1000] 85 923 50 78313 [3000] 26 434 835 63 949 79033 64 227 605 17 871 80005 [500] 263 338 406 26 40 507 39 98 733 895 81110 95 330 69 516 92 700 52 67 82050 172 [500] 30.3 83117 24 353 480 503 818 [3000] 31 45 998 84396 560 75 85253 416 548 645 843 912 8 6096 174 369 495 563 639 705 17 31 853 85 920 87118 442 524 609 83 936 [500] 74 [1000] 88100 830 84 434 752 819 89000 196 216 75 [500] 525 72 [30 000] 662 91l , _ 9 0032 42 [500] 52 73 189 316 82 592 [5000] 860 [10001 91074 231 448 64 659 [ 500] 833 81 92403 57 753 813 47 911 9 3 086 175 342 7 5 537 7 6 694 773 9 4039 119 [500] 39 665 882 95016 18 108 387 506 634 926 96087 277 415 711 37 934 9 7019 103 20 314 [ 3000] 510 91 792 98356 437 631 53 99186 94 [3000] 223 64 369 472 734 897 923 82 100214 23 602 [ 3000] 735 957 1 0 1 019 30 106 [1000] 41 60 280 [500] 33 48 319 637 729 32 [ 500] 75 923 1 02162 345 [500] 54 400 513 83 87 611 744 88 818 903 [1000] 1O3 090 117 279 89 1 428 73 511 37 [500] 664 779 831 930 104196 472 519 85 601 907 [1000 ] 69 1 05149 [500] 73 407 54 520 59 999 1 06123 77 209 588 733 1 07593 808 [1000] 76 1 08156 308 [3000] 21 499 601 932 <9 109026 194 97 [3000] 643 786 981 ..... 11O101 245 604 703 89 111262 435 63 544 685 112080 231 6M 75 746 51 113080 87 [1000] 122 65 317 72 490 [1000] 666 894 114081 846 50 153 70 .8 514 27 71 677 93 115027 204 659 745 832 74 970 11 ®0.32 *43,_15^ 76 222 42 93 513 18 61 604 998 H?^2 [500] 211 ™ 21 86 718 44 75 974 118164 343 505 825 119333 51 4-4 g naKAmeiili. : Seit die fc Europa stark <;■ die GiniMifc sm ?(pri( betrug h 5 000 im April K Avril 12-1C00 । dem int HitzL at Avril 1908. n 758 [i. J. “M 3cn 3071 i. L ti 1419 deutschen & Staaten b.W bürg 2789. ilcihe in 5iii tingen in Londorf höhe von 30 N in, daß nach ta: sehen Aegicrmg c 1907,08 342,61$ ms bisher wier- ns verfügbar IM Bekanntmachung. Montag, den 25. Mai d. Js., nachm. 2 Uhr wird im Hof der Bürgermeisterei die Grasnutzung von den Schneisen und Wegen des Gießener Stadtwalvco öffentlich meistbretend^ versteigert. b2l/j Greben, den 20. Mai 1908....... 65 63 13000] 601 [500] 8 0 044 80 178 87 617 [3000] 34 53 98 81152 262 [3000] 94 [3900] 500 23 37 787 [500] 821 27 60 [500] 82305 [1000] 589 8 3136 404 59 98 700 875 8 4340 547 657 984 (500] 85063 165 282 437 919 8 6 425 969 8 7003 125 96 93 691 716 836 88147 [500] 312 89033 71 129 83 [560] 344 [1000] 402 13 53 614 725 859 90174 232 93 (500) 610 91422 91 557 99 629 72 [500] 761 130001 821 [1000] 44 73 941 78 9 2 079 90 [10001 193 300 426 532 734 826 93159 294 351 495 94018 180 243 [500] 685 830 9 5269 532 051 961 9 6055 110 215 [1000] 66 624 897 9 7 047 231 352 54 [500] 403 745 825 49 56 9 8278 [500] 327 504 [ 3000] 705 [1000] 815 87 9 9 023 QAJ goo 12O019 87 211 20 81 390 514 715 829 121325 646 752 1 2 2221 921 92 1 2 3017 44 89 107 274 [500] <14 30 73 8'4 072 1 24150 54 247 413 893 125026 734 40 49 80 908 126188 234 51 377 581 b28 [30O0] 127094 169 98 264 389 597 632 [ 500 ] 33 92 839 234 128to8 11S 234 [500] 309 [3000] 76 507 731 842 66 1 29018 .22 [500] 374 «58 [1000] 914 53 151396 437 58 90 1500] 645 61 90 605 L5 957 1 5 2210 31 [500] 878 80 457 1 53218 525 955 99 154045 287 853 503 783 062 155208 [1000] 19 357 797 854 1 5 6267 842 617 26 742 45 1 57319 43 [3000] 583 656 710 [500] 876 87 945 1 5 8409 (8000] 706 816 66 [500] 903 11 32 80 159009 207 425 689 796 828 48 100023 46 63 163 247 84 532 641 |500] 781 [5000] 822 161114 209 41 3S6 450 508 20 [500] 700 852 974 162142 653 948 , 3000] 163288 [ 500] 878 82 498 683 799 1G4025 237 73 487 557 719 63 165205 80 342 715 [3000] 17 67 91 166106 68 841 969 1 67053 24 835 966 1 6 8031 [500] 313 31 169135 [3000] 95 250011 428 66 563 768 73 821 984 251066 92 114 552 614 [1000] 905 2 5 2019 35 575 718 30 67 906 2 5 30o8 5’4 26 636 723 [1000] 76 96 848 2 5 4002 243 58 67 408 514 62 (5001 641 76 700 -13 69 910 36 2 55045 547 756 899 PQ5 75 84 2 5 6072 157 218 14 62 [1000 ] 527 88 747 50 919 257098 025 [1000] 2 5 8363 82 776 992 2 59102 22 243 587 794 883 913 5 9000 152 78 259 853 582 643 6OO05 42 51 170 94 313 726 825 [500] 44 61184 665 710 35 80 826 56 6 2029 65 [500] 128 90 604 22 25 819 41 63215 55 462 63 730 11000] 74 49 263 99 423 625 846 92 943 65443 58 (500] Möbel-Fabrik u. Ausstattungsgeschäft Hermann Dominions GLESSEN, Kaplonsgasse 18 Bedienung reell 135 596 657 868 1 04147 203 333 91 543 314 75 463 597 649 813 106016 [1000] 546 636 882 1 07372 407 [1000] 655 KelramstmaHung. <3etr.: Ausführung der Gewerbeordnung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß auf Grund des Orlsstaluls vom 27. Juni 1892 am 24. und 31. Mai, als den zwei Sonntagen vor Pfingsten, die Beschäftigungszeit der Handlungsgehilfen nsw. und die Verkaufszeit für das gesamte Handelsgewerbc bis 7 Uhr abends ausgedehnt werden kann. Gießen, den 20. Mai 4908. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Bilo. 493 ----------------- ----- ..... (500) 15032 128 316 424 63 303 62 16159 446 [3000] 587 606 919 20 49 17027 [500] 258 618 862 18U32 112 76 297 66059 82 [1000] 116 343 474 509 74 632 707 16 411 [.->001 50 639 88 857 6 8096 [1000] 242 449 902 [3000 ) 6 9015 [500] 255 61 84 92 415 [500] 20 53.3 912 70196 (1000) 316 24 89 534 888 [5001 932 71067 422 527 [500] 739 7 2302 820 46 59 7 3030 139 337 625 4 9 56 931 7 4032 91 521 755 824 926 4 3 8 7 7 5 319 867 [3000] 91 76443 699 [500] 77712 98 805 7 8075 360 719 7912 4 [1000] 51 57 269 [1000] 398 444 43 532 [500] It. - ltin *1^ ' dcb, höchst^- Tägl. zweimal frisch gestochenen I Spargel. Cfer. Pfeiffer, Gärtner, 3182]Schiffenberger Weg. ist. Heu «nfreM. nd) Gciv>»tt. - 127 70 342 67 627 [ 1000) 31 39 89 820 52 --- 376 421 573 854 72 979 [1000] 101296 orsc. MHz cnglichn (h® WM-lln fe tanb ein &rich hatte, weil jii; «nachten, ivM t die mit ihrnL rcinbar seien. nahm an, bis) uiigen nicht te ■“‘“'S 11 * N, 800 912 110114 65 514 654 56 806 111401 6 49 86 689 91 112308 73 852 113182 877 532 46 856 [ 3000] [3000] 114026 622 798 892 115005 116 422 623 740 [1000] 116260 537 77 117161 308 81 477 565 635 [500] 850 118022 [1000] 259 [500] 349 96 119067 189 352 583 43 49006 41 135 [5000] 233 355 452 50115 319 35 443 677 762 51602 [500] 272 (1000 ) 52161 93 263 83 582 753 (500) 53107 [1000 ] 395 561 844 87 930 67 [ 500 ] 54073 155 81 _ 816 910 5 5020 57 t 5 6032 122 [1000] 361 591 [3000] .19197 439 597 930 32 [1000] 20352 [500] 450 93 686 998 21073 169 200 552 610 " ~~ 206 7 12 88 411 73 [ 500] 596 863 911 14 23.330 84 835 39217 525 34 [500] 47 83 675 797 849 40143 82 243 49 (500) 84 [1000] 320 659 793 41032 247 377 435 65 3 8 3 766 854 996 [500] 42049 127 55 334 86 87 [500] 507 671 83 713 23 73 857 997 [500] 43061 125 333 51 939 4 4 016 2 4 233 326 46 540 ( 30001 604 4 5133 222 [1000] 36 535 717 46012 446 713 29 47140 252 86 92 40t 82 542 90 747 67 48037 191 361 523 71 631 712 iiu* 1 18*S keifte HÄ&. 360 514 90 610 23 2 60183 225 363 506 65 74 [500] 708 9 71 261041 115 310 645 706 832 0 6 953 2 6 2000 30 8 9 97 369 647 705 19 844 86 2 0 3 041 81 [5001 158 520 612 2 64181 204 25 rq 405 eoi [3001 713 27 265234 83 96 806 40 600 1500j 936 ‘>66167 206 491 562 603 28 800 [1000] 2 6 7 696 764 804 15 268144 220 324 493 509 719 23 850 269213 74 82 S13 735 43 806 37 53 902 ... 270358 [500] 543 710 53 83 817 987 271064 81 257 72 527 652 83 845 931 (lOCOl 69 27 2026 47 214 346 7 5 50qI 640 45 [500] 738 48 838 2 7 3 203 6 351 [500 ] 88 401 614 (1000) 767 8.31 916 51 2 7 4127 273 82 95 803 23 ><8_723 (10001 33 2 7 5537 750 [3000] 802 49 905 39 276113 17 85 244 91 712 [1000] 56 95 085 77 2 7 7215 652 [ 500] 719 34 73 832 2 7 8 264 81 83 364 486 516 21 641 711 [1000] 29 [600] 36 910 89 2 7 9 001 152 71 77 222 693 785 91 [1000] poi Q9 2 8 0 225 90 483 28 1036 327 660 812 958 63 2 8 2133 [1000] 633 48 083 (5001 283251 86 368 441 75 633 786 860 93 950 70 2 8 4104 282 307 91 487 94 [lOOO] 1516 [500] 36 [1000] 700 ( 5001 817 35 57 [30001 927 SO 81 285133 225 40 757 848 005 2 8 6197 859 [3000] 489 553 7 2 755 960 87 [500] 28 7001 120 296 440 645 750 833 / ' ear. 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Die Stadt Gießen lägt Montag, den 25. Mai 1908 folgende Grasnutzungen öffentlich meistbietend versteigern. 1. Vormittags 9 Ufer an Ort und Stelle die Grasnutzung von den städtischen Grundstücken bei der Kläranlage in der Nabe der Maraarctenbüttc: . 2. Vormittags $0 Ufer an Ort und Stelle die einmalige Aberntung der Wicseckböschnngen, Zusammenkunft in der Hamm- straße am Eisenbahn-Uebergang: , 3. Vormittags 11 Ufer an Ort und Stelle die Graönutzung vom Fricdfeoi am Aaferungsbcrg, wovon der obere Teil für das ganze Jahr, der untere Teil zur einmaligen Aberntung vergeben wird, sowie die einmalige Grasnutzung vom ^festbaumstück in ■1 Ablcüiinge^m.ttags $ Ufer im Bürgermeistereihof die Gras- Nutzung von sämtlichen Feldwegen für das ganze dgbr; 5. Nachmittags 5 Ufer an Ort und Stelle die Grasnutzung vom Fricdfeof am Nodtfeerg für das ganze Jahr. B-\5 Gictzen, den 20. Mai 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: K e l l e r. Bekamttmachung. Der Bebauungüvlan für die Fraukfurter-Straße südlich vom Mittelweg und das Gelände zwischen Mittelweg, Eisen^ liafe» und J-rankfurtcr-Strafke ist sesigestellt und kann von Jeder" mann auf unserem Tiefbauamie einyesehen werden. Zu diesem Bebauungsplan ist folgende Ortsbausatzung genehmigt worden. G i e ß e n, den 18. Mai 1908. .Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.. I. V.: Keller., Ortsbausatzung. Auf Grund der in Artikel 2, 10 und 20 des Gesetzes vom 30. April 1881, die allgemeine Bauordnung betr., und der §§ 3, 4, 5, 7 und 9 der Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der allgemeinen Bauordnung berr., wird aus Beschluß der Stadtver- ordneten-Lersammlung nach Begutachtung durch den Krcisausschuß mit Genehmigung Großherzvglichen Äiinlstcriums des Innern vom 9 Mai 1908 zu Nr. M. d. I. 7412 zu dem Bebauungsplan für die Frankfurter-Straße südlich vom Niittelwcg und für das Gelände zivischen Mittelweg. Gisenbahn und Frankfurter-Straße folgende Orisbausatzung erlassen: , .. 8 1. Zur Bebauung erößnet werden vorlaung die Straßen zwischen dem Mittelweg und der Straße F—K, einschließlich der letzteren, sowie die Frankfurter-Straße vis zum Punkt D. 8 2. Abweichend von den Borschrislen in den 88 7 und 8 deö OrtSbauitatuts wird bestimmt, daß an den bei D von der Frankfurter-Straße und bei J von der Straße F—K abzrvcigenden Straßen nur die ILckgrundstücte bebaut werden dürfen. 8 3. Die Bebaung dieser Eckgrundstücke ist nur auf eine Tiefe von 15 m von der Baufluchtlinie der Frankfurter Straße und der Llraße F—K gestattet. 8 4. Auf diesen Eckgrundstücken dürfen Gebäude, die nach der bei I) von der Frankfurter-Straße und nach der bei J der Straße F—K abzweigenden Straße ihren Ausgang haben, nicht eher errichtet werden, als bis diese für den oncntliujen Verkehr und den Anbau fertig hergestellt und eröffnet sind. Gießen, den 18. Mai 1908. [B20/; Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Kelle r. 240045 313 [500] 613 728 24 1 010 50 [1000] 134 37 736 (3000) 835 39 903 2 4 2 215 4 3 647 69 78 746i 871 aeo 24 3013 122 273 478 [500] 600 18 06 767 830 54 244755 206 18 770 [500] 818 971 [500] 2 4 5055 252 370 ß'O 793 0»6 41 24 6294 394 730 2 4 7297 363 540 69 60. 42^ 852 [1000] 962 [500] 2 43138 93 621 823 32 921 90 949163 73 77 208 [500] 23 625 53 859 979 250068 70 96 190 368 511 41 67 97 251142 b36 785 826 947 2 5 2157 88 339 83 98 [500] 603 895 2 5 3086 (1000] 451 549 785 98 254094 147 329 433 757 5013 471 725 [500] 833 903 60 2 5 6061 105 27 llvOO) 4^ -48 111 47 916 31 257031 137 305 82 86 [1000] 632 [500] 25 8247 553 94 603 38 2 5 9109 277 391 451 699 2 60 '1 66 645 910 2 6 1 347 69 862 910 2 62183 386 433 506 788 830 025 [3000] 2631S3 293 697 [500] 980 964010 63 147 212 326 414 82 623 9o 745 83- 93 (5001 0R3 26 53’8 583 704 16 912 82 266412 572 681 96 773 85 818 267183 334 45» 6i9 721 [500] 42 2 6 8113 7 t 211 350 643 62 735 868 9777 269114 24 376 722 937 [1000] 270161 819 [ 3000] 678 90 876 271085 332 429 557 60’ 272060 227 357 412 27 37 50 [500] 85 92 5131 20 800 27 3010 (500) 72 [3000] 469 63 96 605 783 960 [500] 6. 274onS 118 85 235 842 514 21 64 633 63 797 88- 9-4 63 27 50’1 27 48 71 [1009] ICO 250 339 483 510 (MO] M 91 toi 9U 27 6093 176 256 57 [3000] 363 (3000) 51j 277003 114 ”4 362 83 579 706 40 874 954 2 7 8001 [1000] 344 409 32 592 832 279073 336 443 63 759 804 Ser yfaarausjall St ist stets bedenklich, desgleichen das Jucken der Kopfhaut. 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Ortsgericht Gießen. empfiehlt es sich mein großes Lager in »ein, Betten, Polster-Waren zu besichtigen. Uebernahme kompl. Wohnungs-Einrichtungen von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung. Eintritt <2® Pfg. VereinSabzeichen sind anzulegen. Entwickler Fixugen Tonbäder Mchdem i’l, werden ir Jjifflflifl» ri I j ■•den, dast II U Rundlichste , 1 l>ehi dies Men mit I, Dr-THOMPSON'S lu ! WeMe« per Dtzd. 60, 70, 80 und 100 Pfg., jf.UesßmM'öileil per Dtzd. 50 u. 60 Pfg. Mhr Bentax Balrnlrosftraffe 27. [a21/s ^(eBen^nur^rmdts^ PatEnt-Wasrtimasihineii Donnerstag, d. 4. Juni 190b, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Orlsgericht die vor dem ätnnien der August Helfenbein Ehefrau stehenden Grundstücke Der Gemarkung Gießen: 21/15,2 = 262 qm Grabgarlen rechts des Wiesecker Wegs, 21/15,5=2406 qm Hofreite das., 21/15,3 = 1053 qm Grabgarlen daselbst, 2/164,4=507 qm Hofreite links der Eh ausfee, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 13. Mai 1908. Gr. Ortsgerichr Gießen. G r o s. Donnerstag, den 4. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, sollen in unserem Amtszimmer die Der Aug. Helfenbein Ehefrau zugeschriebenen Grundstücke: '(SA. 21 Nr. 157.0 = 262 qm Grab' garten rechts des Wiesecker Wegs Fl. 21 Nr. 155/1O = 2466 qm Hos- reitc daselbst Fl. 21 Nr. 15"/.o - 1053 qm Grab- garten daselbst Fl. 2 i)ir. 164*/io — 507 qm Hof- reitc links Der Chanffec öffentlich versteigert iverden. Auswärtige Bieler haben sich über ihre Zahlmiüsfahigrell auszuweisen. Gießen, den 13. Mai 1908. Großh. Orlsgericht Gießen. Gros. siud unentbehrlichfür Touristen, Jäger, Reisende, Automobilisten, Militärs, Forstbeamte, Bureau- und Fabrik»Angestellte, Arbeiter, Wassersport, Luftschiffer, z. Kinder u. Krankenpflege , Brunnenkuren. Photographische CteMen 216.3 Adi&r-Oyqgerwa Seitersweg Flaschen Gälten ohneVofBerrö®§ . ohne Chemikalie ?*Stunäer.hßi^* wu Ä haissenSon'^ortaS811 chnebls ^gelang I. $it t»K 1''m « lehr ev | Sender Aujst ■ wdn iiir fii! ■ Kroaten 18' | M»ll der I ö 6489 ■ S'-en ■ Wiehern, r ■« !id) bi [ >ib in V' | :'4 de, M |^3i "nc *? ti 6°n K40/08 B14/j Donrecrotag, den 4. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Orlsgericht Die vor Dem Namen der August Helfenbein Ehefrau stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen: 21/15,2 = 262 qm Grabgarlen rechts des Wiesecker Wegs, 21/15,5=2496 qm Hosreite das., 21/15,3 = 1053 qm Grabgarlen daselbst, 2/164,4=507 qm Hofreite links der Ehaussee, öffentlich melstbletend versteigert. Gießen, den 13. Mai 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. Gros. Leben-frische Schellfische ausgesucht, allerfeiuste Ware siud heute eingetroffeu bei Georg Wallenfels nur Marktplatz 21, gegenüber der Engelapotheke. Fernsprecher 4G. 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