Kinnes LadengeM -lencher oder watet j« ÜrMche Änaebole ur. '.GeschüilssieUed. Qf >mes, tüchtiges Mädi M Haushalt gesucht, i Liebigstrahc 83, r f"t’Ä i schirr. W-. NÄM W B guten T **sg» id« Mäbditl a™”Ä'"41» Sm- ■n0ebtlle unten O3*iä! ) Ein besser. äJiabST «8«wük Ä en kann, »u kinderlos Mim Gehalt für ff ' ,v° er gesucht. _AherrS Ploikstrahr ü icht. Vuchhaltcr üben äjtwbcn von Blichet Niiche Arbeiten ftiuibenn chriftl. 'Xnaeboie unter C den Eieh. Anz. erdeten. 0] Sielt. Mann sucht Bet nd welch. Ärl.8aiserailn. :bc u. Ctiiblc werben-t ill. gestocht. I. Glöälc,. -thier, Leltersweg 8L 1 Wunsch auch abgehet Frau Louis Reitz Wb. ichstt.31, D., Mud.ur.Lc egen uche sofort 250.-öl. ’SWS Är*** Nr. 198 Zweites Blatt 158. Jahrgang Montag 24. August 1908 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener Zamlliendlätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhetzen Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen UrnversuälS - Buch- und Ereindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- slraße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion: IIS. Tel.-AdruAnzeigerGießen. politische Tagesscbnu. Der Besuch des englischen Schahlauzlers. Nachdem der britische Schatzkanzler Mister Lloyd George »nährend seines zweitägigen Verweilens in der Neichshaupt- ßtadt Gelegenheit gehabt hat, alle für die deutsche AlterS- und Invaliditäts-Versicherung maßgebenden Einrichtungen eingehend iu Augenschein zu nehmen und eine Fülle von wertvollem Material in seine Heimat mitzunehmen, hat er sich »Samstag abend über Haneburg nach England zurückbegeben. Wie der .Lokal-Anzeiger' zuverlässig erfährt, ist es im Verlauf seines Verkehrs mit den leitenden deutschen Stellen zu ■einerlei Besprechungen über eine deutsch-englische Ver- ttändigung in Sachen des Flottenbaues gekommen. Der englische Staatsmann ist mit keinem Vorschlag irgendwelcher 9lrt tecvorgetretcn, noch viel weniger ist von deutscher Seite eine Anregung zu einem Gedankenaustausch über diese Frage aus- xegangen. In Hamburg hatte Lloyd George gestern vormittag eine längere Besprechung mit dem Präsidenten der See-BerufSgenosienschast über die Einrichtung und den AuS- tau dieser Organisation; dann untcrnahin er eine Hafenrundfahrt. Heute vormittag sollte Lloyd George an einem »on der Hamburg-Amerika-Linie ihm zu Ehren gegebenen Frühstück tcilnehmen wird und hierattf nachmittag? nach Bremen obreisen, von wo er nach kurzem Aufenthalt nach England heimkehrt. Deutsche» Reich. Deutsch-s üdwefta s r ika n isch e Diamanten. Die „Deutsche Kvlvnialäeitung" teilt mit, daß Staatssekretär Dernburg nach seiner Rückkehr dem Kaiser ein goldenes Kästchen voll doutsch- ßüdweslasrikanischer Diamanten überreiäzen wird- Die Einberufung des preußischen Landtags Der Termin, -u dem die Einbecusimg des preußischen Landtags «folgt, wird, ime die „V- Ztg." erfährt, in der nächsten Sitzung des Staatsininisteriums endgülüg beftimmt werden- Die Anf- tzassung, das Parlament werde diesmal verhältnistnäßig srüh-- ctroa $u.m 20. Oktober, zusammenberufen werden, teilt man an ien zuständigen Stellen- Letztere hegen den dringenden Wunsch, die Äesoldungsvorlagen vor Weihnachten zum Abschluß zu bringen- Zur Neichstagscrsatzwahl in Ludwigshafen- Die sozialdemokratische „Pfälzische Poft" dementiert mit aller Bestimmtheit die Aufstellung des Volksschullehrers Hofmann c.ud Kaiserslautern als sozialdemokratischen Landtagskandidten- bisher ist doh feiten der fozialdemokralisd-en Fraktion zur Zdan- cidatur für den Wahlkreis Kaiserslautern überhaupt noch keine Stellung genommen worden- Der Vertreter der auswärtigen Politik Italiens, Minister T i 11 o n i, hat sich bekanntlich über Lindau nach Salzburg begeben- Wie der „Lokal-Anz." erfährt, gedenkt der Staatsmann auch den bei Berchtesgaden auf Urlaub weilenden Staatssekretär des deutschen Ausivariigcn Amtes, v- Schön, zu lesuchen und bei dieser Gelegenheit über die laufenden politischen fragen zu konferieren- — Am 22. August traf Tittoni bereits m München ein- Die Beleidigung der Prüsungskommifsiondes Prinzen August Wildelm- Im Widerspruch zur Behauptung der Straßburger Korrespondenz ist am Samstag den leiden Slraßburger Parteizeitungen die Eröffnung der Voruntersuchung in der Strafsache wegen Beleidigung der Prüfungskom- »aission des Prinzen August Wilhelm und die Vorladung zur Xjernehniung zugestellt worden- In Kassel fand gestern vormittag in Anwesenheit des §äiserpaares im hiesigen Residenzpalais die Nagelung und Äeihe einer Reihe neuer Fahnen statt, welche für Die Regimenter der für das Kaisermanüver in Betracht kommenden Armeekorps bestimmt find- Umfangreiche vo lnisch e Gehe i m bündeleien werden in nächster Zeit die oberschlesischen Gerichte beschäftigen- Wie die „zeattöwitzer Ztg-" meldet, find Anklagen gegen den Arbeiterverein in Biskupitz, gegen 58 Mitglieder des polnisch- katholischen Vereins in Zabrze erhoben worden- Cs handelt sich um Teilnahme an Verbindungen, deren Dasein, Verfassung oder Zweck vor der Staatsregierung geheim gehalten wurde- Den Angeklagten wird besonders zur Last gelegt, an Bestrebungen teilgenommen zu haben, die eine Wiedererrichtung des Mlnischcn Reiches bezwecken- Die Aircheneinweihung in Grohen-Linden. eh. Großen-Linden, 22. Aug. Heute war ein hoher Festtag für das Städtchen Großen- Linden, galt es doch, das alte Gotteshaus, das wegen der Wiederherstellungsarbeiten feit vielen Monaten unbenutzbar war und von vielen schmerzlich entbehrt wurde, wieder seiner Bestimmung zu übergeben. So feierten berui alle Glieder der Gemeinde das Fest als ihr Fest mit. Kein Haus war ungeschmückt und viele Gebäude trugen neben dem Fahnen- und Blumenschmuck noch ein besonderes Festkleid, da zahlreiche Häuser neu verdutzt waren. Trotzdem es Wochentag war, ruhte die Arbeit und frohe Menschen begaben sich in den Morgenstunden zur Kirche, die inmitten des Städtchens etwas erhöbt liegt, eine echte Hessenkirche, die in früheren Jahrhunderten nicht nur dem Gottesdienst diente, sondern in Kriegszeiten auch als Zufluchtsort und Verteidigungsplatz benutzt wurde. Der Zug, der nach 10 Uhr von Gießen kommt, brachte zahlreiche auswärtige Festgäste. Zum großen Leidwesen der Einwohnerschaft blieb zwar der Großherzog aus, wie zwei Tage vorher bekannt geworden war, aber es kamen der Minister des Innern, Braun, Oberkonsistorialpräjident Nebel, Geheimerat Frhr. von Biegeleben und Superintendent D. Petersen von Darmstadt, Geheimerat Provinzialdirektor Dr. Breidert und Baurat Diehm von Gießen, Krersrat Boeckmaim und Kreisschulinspektor Scheerer von Büdingen, zahlreiche Geistliche des Dekanats und der benachbarten preußischen Orte. Staatsminister Ewald, die Geheimräte Walther und Hofmann und Reichstagsabgeordneter Köhler hatten sick) schriftlich entschuldigt. Um 11 Uhr bewegte sich ein stattlicher Festzug zur Kirche. Voran ging die Schuljugend, dann kamen unter Voranttitt eines Teils der Gießener Regimentsmusik die Ehren-Gäste, der Orts- und Kirchenvorstand, dem die alte Gemeindefahne vorangetragen wurde, der Kriegerverem, der Turnverein und die beiden Gesangvereine. Vor dem Kirchenportal sang die Gemeinde unter Posaunenbegleitung „Tut mir auf die schöne Pforte", woraus der Leiter der Wiederherstellungsarbeiten, Regierungsbaumeister Kuhlmann, den Schlüssel dem Minister Braun überreichte. Exz. Braun übernahm ihn mit dem Ausdruck des Dankes an Baumeister und Handwerker für die sachkundige und pflichttreue Ausführung der Wiederher- stellungsarbeiten. Mit dem Wunsche, daß die Kirche für alle Zeiten ein Haus des Friedens in der Unrast der Tage, ein Denkmal des frommen Sinnes der Bewohner der Gemeinde, eine feste Burg des evangelischen Glaubens und eine gesegnete Pflegestätte der reinen Gotteslehre bleiben möge, gab er den Schlüssel an den Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Pfarrer Schulte, weiter. Dieser öffnete dann die Pforte mit den Worten „Der Herr segne unseren Eingang", worauf sich die Kirche rasch mit einer andächtigen Gemeinde füllte. Der erste Gottesdienst begann bann mit der von dem Kirchenchor meisterhaft gesungenen Motette „Preis und Ehre ihm", woraus der Superintendent der Provinz Oberhessen, D. Petersen, die Weihehandlung vornaym. Er legte seiner gedankenreichen Ansprache die Worte des 127. Psalms unter: „Wo der Herr nicht das Haus bauet, da arbeiten umsonst, die daran bauen". Er gedachte dairtbpr der Opfer, die die Gemeinde gebracht Hai. um ihr altes Gotteshaus verjüngt, verschönt und erweitert wieder zu bekommen und legte die Bedeutung der Kirche für das Gemeindeleben in beredten Worten dar. Machtvoll ertönten dann die Klänge 1)cr neuen, von Förster und Nikolaus in Lich erbauten Orgel, und ball» mischte sich in ihre Klänge der erste Geincindegesang „Ach, wie heilig ist der Ort:" Der sich anschließenden Predigt des ersten Ortsgeistlichen Pfarrer Schulte war Zeit und Ort >cr Feier trefflich angepaßt. Ausgehend von der Geschichte des alten Gotteshauses legte er an der Hand des Schnft- wortes „Gott sprach, der Ort, darauf du stehst, ist ein heilig Land" bar, wie an dem Ort, auf dem die Kirche steht, stets ein heiliges Land gewesen sei. Schon ehe em Kirchlein hier stand, war aller Wahr s cheinlichkeit nach die Stätte unseren heidnischen Vorfahren ein heiliges Land, auf dem sie auf ihre Art Gott verehrten. Tann tarnen die ersten Mönche, die in Deutschland das Evangelium predigten, auch Bonifatius soll hier gepredigt haben. Im Mittelalter diente die Kirche der Verehrung der Heiligen, und mit der Reformation verschwanden Heiligenbilder und Reliquien, denn sie hatten ihr heiliges Land ebenfalls ba. Schmucklos und kahl waren die Kirchen der ersten evangelischen Zeit, ihre Religion suchte ihr l-eiliges Land auf rein geistigem Gebiet. Bon der großen Zahl von Geistlichen, die seit dieser Zeit hier amtierten, erwähnte der Redner den Magister Stockhausen, der die Reformation hier einführte, sowie die Pfarrer Weigel, Nebel und Arnoldi, der im 18. Jahrhundert die ersten Gottesdienste für Taubstumme abhielt. . . . Wenn sie, die alle die Ewigkeit Je,u im Geist und m der Wahrheit verkündeten, heute wiedcrkämen und fänben die neuhergestellte Kirche mit den alten Bildern und Statuen und dem sonstigen Schmuck, so würden sie wohl einen Rückfall in den Katholizismus erblicken. Aber auch die Kunst ist von Gott, er hat in die Mcuschenseele den Sinn für die Schönheit gelegt und es macht ihnen jetzt Freude, ihre Gotteshäuser zu schmücken. Auch in unserer Zeit ist die Kirche ein heiliges Land, möge sie, so recht ein Bild deutscher Beharrlichkeit und Festigkeit, ewig stehen zum Ruhme und Preise Gottes! Nach Gesängen dcS Kirchenchors und Gemeindegesang folgte Gebet und Vaterunser des Pfarrers Hainedach - Großen-Linden und nach weiterem Gesang der Segen des ©uperintenbenten D. Petersen. Hiermit war bie eigentliche Einweihungsfeier beenbigt, aber nur langsam unb zögernd entfernten sich die Andäch tigen; das schmucke Kirchlein hatte es ihnen angetan unb nur schwer konnten sie fick) von ihm trennen. Im Anschluß an bie kirchliche Feier überreichte fobaun Oberkonsistorialpräsident Nebel den beiden unermüdlichen Förderern der Kirchenerneuerung, Bürgermeister Leun und Pfarrer Schulte im Auftrag S. K. H. des G r o ß he r - z o g s dessen Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift. Die Zeit bis zum Nachmittags-Gottesdienst füllte ein Festessen in der geräumigen Turnhalle aus, die seither zur Abhaltung des Gottesdienstes gedient hatte. Gegen 100 Damen unb Herren nahmen an bem Mahle teil, das burch Vorträge ber Kapelle gewürzt war. Minister Braun gebuchte während bes Essens mit Worten bes Dankes für das mit großer Mühe geschaffene Werk allen Mitarbeitern unb sprach ben Wunsch aus, baß es für alle Zeiten eine Stätte bes Segens, ber Liebe unb des Friedens bleiben möge. Schon einmal, im zweiten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts, habe man sich mit der Wiederherstellung der Kirche Der deutsche Aussatz aus der Universität. Unter diesem Titel veröffentlicht der Münchircr Literarlnstoriker Zrvf. Dr. frriebrid) von ber Leyen in einer Monatsschrift eine Studie, die auch die Beachtung weiterer Kreise verdient' denn es Handelt sich hier um eine Bilbuügsfrage von allgemeinem Interesse- Das sogenannte öffentliche Deutsch, wie es uns auf Plakaten, un Inseraten und Parlament, in großen Versammlungen und in ben Bekanntmachungen der Behörden entgegentrete, ,ei durchweg rod) immer „höchst schaudervoll", und auch das Gelehrtendeutsch uerbiene manchmal keine bessere ^tote- Gewiß habe in den letzten fahren das Wirken des Allgemeinen deutschen Lprachvercms und Ler Einfluß verschiedener Bücher, z- B. Wustinanns Svrack)-- bummheiten und Schröders Papierner Stil einige pwuchte getragen : aber die Erfolge seien bod) nur voriibergehend und Nicht nachhaltig genug, auch gelangten diese Werke gewoonlich liidrt in diejenigen Kreise, für die sie gerade berechnet seien- Es müsse also ein anderer Weg emgcschlagen werden, um Las öffentliche Gewissen aufzurütteln; und da sdfcine an erster »stelle die bcutfd’t Universität berufen, die Veredelung unserer Sprackse und die Ausbildung des guten Geschmacks in die Hand im nehmen, beim „sie kennt das Publikum, auf das sie Rnrtt, •:nb kann darum ihre Arbeit systematisd), einrichten- hingen wiederholen such im Laufe der Semester, und sie haben bod) auf sehr weite Kreise des Volkes Einfluß, da ihnen ja ine sulünstigen Lehrer in den höl)eren Schulen in die Hand^geven tnix Diese können dann die geivonnenen Einsicksten wieder auf ihre Schüler übertragen- Nock) sichtbarer würbe aber der Segcm, ber von ber Hoc! schule sich verbreiten kann, wenn auch den künftigen Journalisten die Verpslichtung auferlegt wäre, ihre Sprache und chren Stil aus der Universität in strenge Zucht nehmen -u lassen - Wie aber läßt sich die Veredelung unserer Sprache praktych cnbahnen? Diese Kernfrage beantwortet v- b- Leyen mit der ünfachen Forderung: man richte an den Universitäten llebungcn ür deutschen Stil ein- In diesen Hebungen 1 ollen aher nicht ediglich Bücher, Zeitungen und Journale auf ihr sdstcchtes Zeutsch -intersucht und fritifd) beleuchtet werben; auch ergiut^enbc ■prcd)ung:n aus Schröder, Wustmanii, Schra.ber unb anderen Werken genügen keineswegs- Die Hauptsadfe mutz eben bic^jitw Arbeit bleiben, d- h. der Student soll selber ^uyatzc ichrcweN' Lenn nur auf diesem Wege lernt er bie eigenen Fehler ecratnat -nb zugleich den inneren Zusammenhang dieser^hler mti bem Wert und Unwert seiner Arbeit beurteilen- Prof, v- ö. xeijcn !ann mit Recht von Erfahrungen sprechen, denn er f 2rci Jahren an der Münchener Universität diese- praktif.^n Laf- -irtzübungeii durchgeführt. Mit Recht erwartet der Verfasser von Liesen akademischen Hebungen eine Belebung unb ^'ungung des W« Lchulaufsatzes, der leider seit Lahrze^ten iN^Urch ".nb technisch immer mehr verknöchert und verarmt sei- Der paum- jrunb liege eben barm, datz ben Lehrern selbst an der ettordcr- -chen Uchung und Kunst f§»le, Aufsätze zu entwerfen und zu schreiben, Themen selbständig aufäusassen und zu behandeln- Das aber müßte auf der Universität gelehrt und gelernt werden- Das Ergebnis seiner dreijährigen Besuche faßt der Münch Literarhistoriker dahin zusammen: „Ich bin mit den Erfolgen rccht zufrieden gewesen: gewiß wurde eine Anzahl unzureichender, auch kindlick)er und flüchtiger Arbeiten eingereidjt, aber auch eine Reihe selbständiger, gut gefdjriebencr und sorgfältig durchdachter- Tas Publikum setzte sick) recht interessant zusammen; es waren Studenten aller Semester und Philologen aller Richtungen da, daneben Rechtspraklikonten, studierende Juristen, Musik- schriststeller und Musiksmdierendc, Schauspieler und Volksschullehrer; oft war der Andrang zu stark; die 50 wurde mehr als einmal überschritten- Gearbeitet haben fast alle sehr eifrig und mit vieler Freude; es gab auch sehr lebhafte Debatten- Ich schließe daraus, daß diese Aufsätze im akademischen Unterricht lebensfähig sind und auch aus anderen Universitäten nützlich werden können-" * — Eine Dame des 2O.Jahrh., die Goethe leibhaftig gesehen hat. In einer „Weimar, Plauderei" im Stuttgarter „Neuen Tagölatt" von toofie Reis lesen wir: Was ich im Goethehause erlebte, war etwas ungemein Merkwürdiges, ein schier unglaubliches Wunder. Ich habe ihn selbst, Wolfgang Goethe, leibhaftig erblickt, auf feinem eigenen Grund und Boden. Es liegt nahe, an Wahnvorstellungen zu denken, aber davon kann keine Rede fein. Doch ich will nun erzählen! In staunender Bewunderung der tausenderlei Spuren von Goethes aus- giebiaer Schaffensbrast verbrachte ich viele Stunden im Goethehause am Goetheplatz. An dieses persönlichste aller deutschen Museen schließt sich Goethes Garten an, der mit all' seinen freundlichen Ruheplätzen erhalten geblieben ist. Durch das letzte Gemach, das sogenannte Fürstenzimmer, wo der Herzog Karl August oftmals mit seinem Minister Zusammenkünfte gehabt hat, war ich geschritten, und stand nun auf dem Vorbau, von wo aus die fteinernen Stufen zum Garten hinunter führen. Die Poesie des duftigsten Sommertages lag ausgebrettet über dem lauschigen Fleckchen Erde. Kaum störten sanfte Vogelstimmen die Ruhe der geweihten Stätte. M?in über den Garten hinschwei- fender Blick kehrt zum Nahen zurück und — was sehe ich? Das Blut steht mir in den Adern sttll; ich greife mir an die Stirn — fasse mich selbst am Arm, um mich zu überzeugen, daß ich wache. Vor mir am Gartenzaun, auf Iber Bank an einem runden Tisch — da sitzt er selbst — leibhaftig — Goethe! In seinem ergrauten Haar, auf seinem gelblichen Frack spielt das sommerliche Sonnenlicht. Sinnend und gütig zugleich schaut er vor sich hin, seine rechte Hand hat eine Muschel ersaßt, üoer deren Gehäuse er nachzudenken scheint. Wie lange ich dastand, und den Dichter anstarrte, weiß ich nicht mehr. Plötzlich kam mir ber Gedanke, ob da nicht eine Wachsfigur im Garten sitzen könnte, derlei Geschmacklosigkeiten kommen ja häufig vor. Doch nein, der alte stattliche Herr bewegt sich! Seine Glieder sind von Leben erfüllt, nun scheint er sogar zu sprechen! — — Aus der Verzauberung allmählich erwachend, trete ick) einen Schritt vor unb erblicke des Rätsels Lösung: Schräg gegen die Hausmauer gewendet, steht -eine Malerstaffelei mit einem bald vollendeten Gemälde. Auf der Leinwand ist Goethe dar- aestellt, wie er, im Garten fitzend, seinem Enkel das Gehäuse einer Muschel erklärt. Und ber Mann vor mir mit ber täuschend ähnlichen Goethegestalt war das Modell für ben Maler, ein )o vortrefflich geeignetes Modell, das; einen jeden für Augenblicke bie Illusion erfassen mußte: Das' ist Goethe! Der Schöpfer dieser Illusion, ein Professor der Kunstakademie von Weimar, kam schließlich auch zum Vorschein — und sein offenbar sehr belustigtes Gesicht erinnerte mich an das Sprichwort: Wer den Schaden hat, darf für den Spott nicht sorgen. — War das aber ein Schaden? Selige Augenblicke sind's gewesen. — Die Danmarkexpedition des in Grönlands Eise elend verhungerten Prof. Mylius Eriksen ist am 23. ds. Mts. in Kopenhagen eingetroffen. Als das Schiff vor Anker gegangen war, ging ber Ministerpräsident an Bord, bewillkommnete die Mitglieder, der Ej,pediti»n unb Überbrachte ihnen ben Gruß des Königs, "^lachdem der Führer des Schiffes gedankt hatte, begaben sich die Mitglieder der Ezpedition an Land, wo sie von einer vieltausendköpfigen Menge mit Hochrufen begrüßt und mit Blumen überschüttet wurden. Am Nachmittag fand in ber Universität eine Begrüßungsfeier statt, ber ber König, die Königin, bie Mitglieder ber Königlichen Familie, die Minister unb hohen Würdenträger, sowie bie Angehörigen ber Ezpebitionsmitglieder beiwohnten. 2-er Rektor ber Universität hielt eine Rebe, in ber er einen geschichtlichen Rückblick auf bie Grönlandsorfchuna warf unb in einem Gedichte den drei Männern, bte bet ihrer mutigen Arbeit den Tob gefunden hätten, unb den übrigen Ezpeditions- miigliebern für alles, was sie zur Ehre Dänemarks getan Hütten, dankte. Probst Fenger bankte im Namen ber dänischen Marine unb des dänischen Volkes sowohl denen-. öa*/e Uberucssen . . 4ye uesterr Goldreutc. 4'/, ?0 Uesterr. Mlbcrrcnto •Ue Ungar Guldrcute . . 4,S 8 *4 85» 4^ liaipener Bergwerk. . LaurauüUe . . . . i.uiubiuden E. 1k . . Nurdd. Lloyd . . . . iiuaenlosc..... 126.60 236.UU . . 1ÄJÖ . 176* . . 141*' . IW* Berliner ilandelsges. Daruutildlcr Bonk . Dcutscne Bank . . DeuUcb-Abiat. Bank Dibkouto-KommaudiL Prescncr Bank . . Kreditaktieu . . . Baltimore- und UUio- Regen SonnciifcheM Börsen-Wochenbericht. Frankfurt a M-, 21. Aua. Tic laygsame ?luiirIrtobcivroung, die »ich an der Börse bid hcr Bohn gebrochen hatte, ist in den lebten Tagen zum stilb 3°,'e licxikauer O»*7e Lhinescu . . Aktion : Bochum Gum . . . Buderus KW. . . Tendenz: iest. Berliner Httctcorologische Beobachtunge« der Station Gienen. 11 tue 107.SV 1ÜM1N 1VJ.2U 110* 2uuJt 210» 9429 101 Ul 164..% I26.Ä 223.10 112.3U e niM.büiatsaul. 1 '.NX» 0 japau. btaaUanlciüc Telefonische Kursberichte Giessener Anzeiger^, mitgeteilt von der Bank lür und Industrie, Giessen. 90/30 UMG3 99.20 13.45 104 40 G2.7U VbbO VOLL 93.80 145.70 öl 3 5 86.10 64.80 97.75 Llektriz. Labmeyer . . . hlektriz. Sebuckert . 1-ncLweiler Bergwerk . . (iclscnkirciieu Bergwerk . Hamburg-Amenk 1 nkoiL Barpcuer Bergwerk. . . Luu rat ulte....... Burdd. IJojd . . . . Ubeuchlea. Eisen-Indiuirie ftanb gekommen und c9 ifr sogar eine nuiyge Rückstauung nn- »nreten Tic Spcfulaimn, die un Smrcuen auf eine baldige Besserung der Virn'chaftÄage nvd Ähifat oerbältniSmaßig frort dorqeganqcn war. finde: normt rnxh nicht die zweite laufet* 'chicht, die ihr die Bart rmt duften wieder abntmmt, und do durch das Näherrücken des Ultimos die Notwendigkeit rintritt, die Engagements zu versorgen, >'o wurde nuht nur die Svufnetgung gedämpft. eS rntfrnnö sogar oas Bedürfnis zur (rntlafrung. Tie rnrrndrlung der loirtxfattii'ben Verhältnisse kann mir dem raschen Borwärlsstreb^n der Börse natürlich nickt gleichen 5dmtt halten 3o lange das ÜLusbedürfnis der Unternehmung noch nickt befriedigt war. wurden alle ungünstigen Meldungen ignoriert, man schenkte mit günstigen Nachrichten Beachtung, nun aber, nachdem man mit (rngcictnentb o.-rsehen ifr, 'äugt man an. fri- tischer ,u werden- 3o hot ma.i die verschiedene» Meldungen vom Eisenmarkt mit etwas gemischten Oesühlen aufgenommen. Für oberschiesischeS Eisen wurde eine Preiserhöhung beschlossen, auch rnflhidtd Roheisen ifr geftieger. da aber gleichzeitig das öfter* rcickische Eisenkartell mtt Rücksicht auf das verstärkte deutsche Angebot tn seiner Interessenre eine Preisermäßigung ein* treten ließ, so entfranden Zweifel darüber, ob durch die deutschem stils beschlossenen Pte.serhöHungen der Absatz nicht leiden könnte- Ta;u kam, daß auch die stark gestiegenen Preise für Lupf er und Zinn s'ck eine Llc D:S Rohrisenverbandes aus 3chwierigkeiten stößt TicS alles hat auf die Stimmung etwas dämp'end gewirkt, allein daraus darf nuin nidfr cttva folgern wollen, daß die nach oben gerichtete Strömung aogeschlosscn sei, die Schävierigkeiten, die fich ihr un Augenblick entgegcnstcllen, dursten bald überwunden sein, denn der Ausblick in Die Zukunft ist keineswegs trübe. Ter politische Horizont scheint geklart und Die Börse kann sich daher ganz den uianzielien und wirlsckraitlicken Einflüssen hinge den Tic Tatsache, daß im Lause dieses Wahres annähernd zwei Milliarden Anleihen der deutschen Bundesstaaten 3tadte und Jndustrlcgesell- it&aftcn unteric< i idjt n . daß der Geldmarkt wesentlich besser geworden ist und wenn audi HypoihekcngelDer immer noch knapp und teuer sind, und dadurch die Bautätigkeit vorläufig noch beschränkt bleibt, so ist doch an der Börse Geld entschieden flüssiger geworden Report gelber stellen sich auf etwa 3>, Prozent, Privatdiskonto auf 3 Prozent. Tie Industrie zeigt aber bereits unocrfcmibarc spuren einer Besserung: auch das rl?einisck>.ivestsäl ische .uahien- syndikat konnte von einer .Einschränkung der bisherigen Förderung, mit der man vielfach schon gerechnet hatte, absehen, die Roheisenproduktion hat sich im Juli sogar gehoben, aus der chemlsckicn Industrie verlautet, daß seil einigen Wochen die Auftrage aus Amerika Nieder zahlreicher eingehen. aller 2ln Zeichen dafür, daß Wir den wirtsdu'tiichen Niedergang ubcnvunDcn haben- Tie Hauprhon'nungen stutzen iüii aoer auf die Ernte, die den Uvn- fum heben uns Die Jndnstri- befruchten wird Aus diesem Grunde d i Ausolick in die Zukunft nach wie vor zuv 2Bod)c brachte nur auf einzelnen Berkehrsgebieten mäßige Abschwächungen Anlage w e r te blieben behauptet, Bankaktien gingen etwas zurüct, Wiener Bankverein auf die Beteiligung «am rincr großen Insolvenz 2 Prozent matter, auch Eisenbahnaktien leicht abgeschmackt- S ch i s s a h r t s a k - aber andere Jndustriepapierc vielfach höher, insbesondere Aknen chemischer Fabriken, z. B. Höchster etwa 20 Prozent, auch Zementaktien besser, weil günstige Abschlüsse erwartet werden- Höchste Temperatur am 22. Niedrigste , , 22. Wenn wir dann in uniercin ftillcn Bergne i fitzen, bona füllt euch wieder allerlei cm. was man notig baue un» doch nicht haben kann — Wahrdattig. 3aoo achte Lodener iPhncial BnutUcn »edlen noch' Ra, dann aber tttnell obiic meine iVava achte Tobincr gebe ich nick! wieder in Die «eommcvrufWf. feit ich vor zwei Jabrcn die boieErtaltm a in dem turltfcrncn »teh Durßu. a. iu: oabe ttfenn ich ,rac» atb.v Sodener habe, wein >ck weuigiteno. Dop ich keine vi tahunfl zu 'urcuirn brauche ,>aoo acute -odener kottru hfitUcnnia die xdmdHd und Und in feder Soolhcle. Troger'e oder Miiieralwanerdandtuna zu baben. Achten 2ie aber daran' daß xic feine Nachahmung erhalten. hr"» Die fern vom Baterlairde flcftorben feien, als auch den sieg- reich aus den Gefahren Heimgekehrten. Der itönig und die Königin zogen die Zurückgetehrten in ein längeres Ge- sprach. -- Tic neue türkische Nationalhymne- Tie Hani idie Hiunne gilt heute den Türken alS veraltet, als Lied des Des iismuS und der Tyrannei, und in den ersten Tagen des Um* fchwungs hatte ihnen die Marseillaise als Ersah gedient Nunmehr befipen die Zungtürkcn jebixl) bereits ein ei.stncS Nationallied, das der ottomanischen Versassung gewidmet ist. Freilich stammt cd nicht von einem Türken, sondern ein Grieche. OKrikioponlo, Kapellmeister und MusiNehrer in Konstantinopel, ist der Urlader dieser BerfassungShumne. die jcBt allenthalben in der Türkei mit Begeisterung gesungen wird ('knuibmet ist dieses Lied der türkischen Freiheit „3- M. dem Sultan, dem großherzigen Herrscher, Dem Vater der Bersassung" - . . stürz daraus verüsfenHickste rin anderer Wiura'iiist in Konstantiiwpel, diesmal ein Ztalicner aus der Levante, 3clbelli, einen ..Berfasfungs-Marsck ", der gleichfalls allabendlich in den öffentlichen Garten abivechsclnd mit der Ver- 'assungShymne gespielt wird — Kleine st u n st ch rontk. T-cr Direktor der königl. Zeichenakademie zu H aua u, Prof. P c t c r j c n , wird dem- nächs: von seinem Posten zurucktreten. — Ein Berliner stonsortium bot dem Tiicftor der Wiener Bolksopcr, Rainer Simon», die Direktion des Neuen Theaters in Ber- 11 n im Stile der Wiener BolkSoper an ES soll größer werden, als alle übrigen Theater Berlins und 3000 Per. sonen Platz gewähren. — Leo Tolstoi hat Den Entschluß gefaßt, an seinem .so. Geburtstage (ben 28. d. Mts. nicht auf (einem Schlosse Faßnaia-Poijana zu bleiben, um Die Zu seiner Beglückwünschung cüttreffenden Tcputationen nicht persönlich empfangen zu müssen Er begibt sich auf das O'ut seiner Tochter, Frau Dueustina. Seine Bc neu schwel- hing ist beinahe zuruckgegangen, obwohl er noch nicht gut stehen kann. — DieDelegierten-Bersammluna des „Zen- tral'Berbandes Deutscher Tonkünstler mid Tonkünstler-Ber eine" findet am 19. und 2o. September in Köln statt. — Das neue, von Professor D ü lfer erbaute Stadttheater in Lüdeck wird am 1. Lktober zum ersten Male feine Pforten öffnen. Direktor ist Zutendauzrat surtscholz ibis- her Direktor Des fürstlichen Theaters hi Gera. T Red — Die Deforest Radio Telephongesellschaft schloß einen ston trakt zur Errickliuig des drahtlosen Telcp Don betriebe» Zwiscken Dem 46 stockigen Metropolitangebaude m Rewyork und Dem Eiffelturm ab. T-as ,raiizo- sische striegsmiiiistcrinm stimmte zu. Tic Eröffnung findet m zwei Fahren statt .'m 22. o. M. wurde m Dresden der 1. internationale E s pcca n to i o n g r e i> geschlosscii Zm Fahre 1909 (ollen 3uci Kongresse, einer in oatauque bei Newyork, der andere m Barcelona abgehalten werden. beschäftigt, aber der Dama? Bürgermeister Leun Hobe bie dafür erforderliche Summe von .3000 Gulden für zu groß erklärt, ihre Ausgabe werdck die Gemeftrde rumteren. Heute habe die Gemeinde 30000 Mk. für den gleichen Zweck aus gegeben, offne zu fürchten, daß Jie ruiniert werde Daß fre dies könne, verdanke fte dem wirtschaftlichen Aufschwung, der unter dem Schutze des Friedens eingetreten sei Dem Kaiser und seinem treuen Berbundeten, Dem Großherzog, als zwei Friedensfursten, galt (ein Hoch, in das die Ber^ Sammlung kräftig einstimmte. £bcrtor.ftjto."’U ciii.c-. beglückwünschte die 'Gemeinde namens des Lberkonsistoriume, prach den Dan! der Gäste für den freundlichen Empfang aus und trank auf das Bohl der Gemeinde Großen-Linden Bürgermeister Landtagsabg. Leun dankte namens der Gemeinde für die anerkennenden Borte u. begrüßte feiner seits die Gäste, insbesondere auch den früheren langjährigen Lrtsgeistlichen, Pfarrer Hepding - Haufen. Pfarrer Schulte sprach dem Baumeister, tegierungsbaumeister fruylmann und dem Bauleiter. Negierungsbauführer Scherer Anerkennung und Dank aus. ferner den Handwer- kern, die am Bau tätig waren. Zn humorvoller Rede sprach nochmals Pfarrer t. P. Hofmann für die Gaste, den Großen-Lindener Geistlichen fein eine Ansprache hielt, und die Gesangvereine „Germania' und „Harmonie' entsprechende Lieder fangen. Auf dem Festplatz an der Turnhalle sand rlonzert sta11. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 21. August. Eine gefälschte Quittung. Der Landwirt F. D. III. von Angersbach hatte von incm Lauterbacher Handelsmann ein Pferv auf Ziclzahlungcn zckauft. Da die Raten nicht cingchalteu wurden, ging Die Frau äcs Bcrköufcrs zu dem Landwirt, um sich über die Restzahlung zu er kundigen Bei dieser Gelegenheit erhielt sie eine Rate. Die sie quittierte. Als die folgenden Raten nicht eingehalten wurden, tarn es zur Klage. D. bel)auptetc, schon übet "Gebühr bezahlt zu haben, indem er eine Quittung vorlegte, nach der er 100 Mk. mehr bezahlt Hal, als der Handelsmann eingenommen haben will. Die Urkunde wurde beschlagnahmt, und da T. bestritt, eine Aen- Dcrung daran vorgenommen zu haben, wurde sie an Gerichts- chcmiker Dr. Popp in Frankfurt geschickt, der aui Grund photo graphischer Abbildungen feststellte, daß vor die aus Die Quittung gesetzte Zahl Die Ziffer 1 gesetzt worden ist, so dasz die Quittung inj 100 Mk. mehr lautete, als die Frau quittiert hatte Tee Sachverständige brachte eine Reihe von Tatsachen vor, die der Schreibweise der Frau widersprechen, so daß kein Zweifel bestand, daß die Ziffer nachträglich zugefügt worden ist. Benn auch nicht feststand, daß D. die Urkunde selbst verfälscht hat, so hat er doch, wissend daß sie verfälscht ist, davon Gebrauch gemacht. Er wurde wegen Betrngsversuchs und Urkundenfälschung zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Diebstahl. Der Dicnstknecht H. O. aus Bolkartshain hat feinem Dienstherrn in Bcitshain unter Anwendung eines Dietrichs 120 Mark aus einer Tischschublade gestohlen. Ec ist ein geistig zurückgebliebener Mensch, der vom Kreisarzt auf seine Verantwortlichkeit für die Tat geprüft werden mußte. Wenn er auch sehr beschrankt ist, so konnte doch Schwachsinn, der seine Verantwortlichkeit auszufchließen geeignet wäre, nicht für vorliegend erachtet werden. Das Urteil lautete auf drei Monate Gefängnis. Urkundenfälschung. Der in Vilbel bedienstete 21jährige Fahrb ursche A. H. von Hilpoltstein wollte sich in einem Geschäft einen Anzug auj Abzahlung kaufen Er sollte einen Bürgschein feines Dienst- Herrn vorlegen, fertigte ohne weiteres einen solchen an, und un» teizcichncte ihn mit dem Namen des Dienstherrn Er wurde wegen UrlunDcnfäIfd)ung im einheitlichen Zusammentreffen mit Betrugs versuch zu e i n e m M o n a t Gc f ä n g n i S verurteilt. fe NESTLE5 WMP7 KINDERMEHI •* allbewährl.sfois zuverlässid stritt dies Ich saate tbm. er ist cm 8 April in Berlin untrr» zeichnet worden Zck wußte dies genau. Die CftnfeneÄ von 1866 brachte ick in Berlin zu, wo ick im Britisch >?otd logirrte und den italienischen iseneral Govvne bei der Table s »'.te c(« Nachbarn bette, neben dem auf der andern Seite dessen Ad,utLr.> saß. Am 8. April kam Govone sehr spät, unterhielt sich mit seinem Adtulanten über den BeNrag und sagte, ho aiicvcritb Nun wußte ich genug, mocktc aber nicht mehr hören und >2«? alS der Kellner ein Scküiiri bei mir stehen Ueß. sie i-kicmtt reichent iavorisca Signore Sofort Verwunderung und ein nerk» Gespräch zwischen beiden, dessen Inhalt war. daß er. von Spandau komme und dort die Sachen besichtigt habe. crcbi: „Senn das der Fall wäre, wüßten wir davon" 34 ..Man hängt das nickt an Die große Glocke." Im Oktober In* kam Belcredi nm dem Hauer nach Prag, ick hatte mit ihm Unterredung, in Der ick wörtl emgetrofien. was ick Ihnen am 2d. Mai jagte? Und ist Vertrag nickt geschlossen worden?" Belcredi. .Leider haben Gw recht gehabt. Sir haben uns bitter getäuscht Es wäre befstr gewesen, wir hätten Venedig verkauft vor dem Stiege." reifa^ habe ick Belcredi nickt m 1 der oerbietß^M Der Raum, an dieser Stelle auch noch auf daS Dem FüM, Bismarck gewidmete Äüpitei näher einzugehen. Surz erwW, sei nur noch folgendes: ..Nie ist mir — so schreibt a nach ciM langen Unterredung mit Bismarck — ein hoher Herr mit größer« Cirenbcit und Liebenswürdigkeit entgegengetreten. Er ist geistig bedeutendste Person, welche ick gesehen Er bat ibn drei Viertelstunden gesprochen, mit einer Natürlichkeit und btc zugleich ohne gesuchte Form, mit einer spontanen Turckdachchch in Bort, Gedankenverbindung und Folgerichtigkeit, die rstamy. Mir ist übrigens deutlich geworden, daß er Die 3ituai®e beherrscht." Schon aus diesen wenigen Proben wird man ln4t erkennen können, mit welcher hochinteressanten Publikation » , cs hier zu tun hat Ber die politisck>e Okftahung der Tmy in der zweiten Hälfte deS vorigen Fahrhunderts richtig ver- stehen will, für den sind Schultes Lebenserinnerungen eine wutz ttge Ergänzung zu der bisherigen Literatur. — Beobachtungen über bie Psyche der M ensch. affen. Von Dr. Alcrander Sokolowsky. Mit einem Verwert von Ernst Hackel, 9 Tafeln und mehreren Tertillustration«. Frankfurt a. M. Neücr Frankfurter Verlag. 1908. 2re^ 1.50 Mk. — Tie morphologischen Verhältnisse der MewiNev- assen wurden von einer Reihe namhafter ZN lehrten grunNi^ erforscht, während man die Erforschung Der psychologischen (rigak schäften dieser Tiere bisher nur wenig förderte. Der Autor, welcher durch seinen Berus Gelegenheit fand, eine größere te. zahl lebender Gorillas, Schimpansen und Lrangs in Der tik- langenschaft zu beobachten, schildert in ber vorliegenden Sckr^t eine Erfahrungen über Die Psyche dieser Asien. Er bestrebt ich dabei den unterschiedlichen psychologischen Eharakter der ver- (bicbcnen Antropomorphcn auf Die voneinander abweichend !'<• bknswcii'e der Tiere zurückzusühren und die psychologischen schiedenheiten biologisch zu begründen Tic Arbeit schließt mit Dem Ergebnis, daß Asse und Mensch in morphologischer wie n psychologischer Hinsicht nur graduell voneinander entfernt iinö, ie find die divergierenden Glieder eines Entwicklungsganges a..i einheitlicher Basis. — Der Verlag hat die Broschüre mit nebrafi Textabbildungen, sowie mü neun Tafeln nach photographnch 1, Ausnahmen und der faksimilierten Wiedergabe des Vorworts vv, Ernst Häckel geschmückt, was den Bert der Arbeit wesentlich erhöht. — Lebenserinnerungen Mein Wirken als Rechts- lehrcr, mein Anteil an Der Politik in ZUrchc und Staat. Von Tr. Zoh. (Zriedrick Ritter von Schulte, Geh. Justiz rat, Universitäts-Professor. Band 1. Lebenserinnerungen. Preis: Brosch. 8 Mk., geb. tn Originalband 10 Mk. Verlag von Emil Noth in Gießen. — Johann Friedrich von Schulte ist Der weiteren Oeffentlichkeit als einer der hervorragendsten Leiter Der altkathol. Bewegung bekannt. Von 1874—79 gehörte er auch als Ab geordneter des Wahlkreises Duisburg Dem Deutschen Reichstage an, und zwar als Mitglied Der nationallibcralcn Partei. Aus Dem Gebiete des Üirchenrechts ist er eine Autorität. Er war lange Jahre Professor der Rechte in Prag und Bonn. Es hat natürlich ein ganz besonderes Interesse für Fachgelehrte und Politiker, Die LebenScrinncrungen dieses hcrvorragenDen Mannes kennen zu lernen, Der Gelegenheit gehabt hat, viele politisch und geistig hochbedeutsamc Uliänner perfönlich kennen zu lernen und manche geschichtliche Entwickelung aus nächster Nahe zu betrachten. Interessant und lesenswert find vor allem Schultes Schilde, rungen feiner Begegnungen mit Bismarck, Bennigsen, Miquel, Pius IX. lieber Bennigsen schreibt er beispielsweise: „Ter 1 schwerwiegende Fehler, welchen Bennigsen als Po liitfcr hatte, war eine zu große Weichheit, zu grobe Gutmütig- [eit unD Feinheit Der Sitten. Wie es ihm nicht möglich war, jemanden zu verletzen, auch nur grob zu werden, in öffentlidKn Reden wie un Privatgespräche nie anders als sein, liebenswürdig und höchstens geistreich zart sarkastisch zu werden, so fehlte ihm als Parte,sührer gegenüber Den alten Streitgenossen Die rücT sichtslose rein sachliche Schneidigkeit und Entschiedenheit. Ich tue Bennigsen kein Unrecht, wenn ich offen sage, daß er an dem Sturze der nationalliberalen Partei von Der Höhe des Jahres 1874 (150 Mitglieder) bis zur Tiefe des Jahres 1881 ,47 Mitglieder, neben Miquel und anderen zu einem guten Teil schuldig ist." Nicht minder interessant ist das, was er über den späteren Finanzminister Miquel und über Bismarck sagt. In allem verrät er eine scharse Beobackstungsgabe und eine unerbittliche Folgerichtigkeit im Urteilen. Nicht ohne Teilnahme wird man seine schlichte,: Worte ber Absage von :Rom lesen, dem er lange Jahre mit Feuereifer gedient, unD dem er seine besten Kräfte gewidmet hatte: „Mein Enthusiasmus", so schrebt er, „war 1863 längst abgekühlt. Tic Erfolge der Jesuiten, die Bestrebungen der Mainzer, welche aus Der katholischen Generalversammlung zu Aachen '5ebt. 1862) mich zum öffentlichen Entgegentreten veranlaßten, hatten mir den Beweis geliefert, daß Rom nur darauf ausgmg, zu herrschen und den Geist zu knechten. Ich hatte eine bütcrc Täuschung erlebt, der Vorbote von 1870. Es war für mich eine entsetzliche Täuschung, zu sehen, daß man in Rom schließlich mit Wonne auf die dem Michaelsverein von Wien aus gegebene Bahn ging, daß unser Plan ausgebeutet wurde, um dem Papst Gelder zuzuführen. Es hat sich gezeigt, daß Rom jedes Mittel recht war und ist, um C4eÜ> zu machen. Man wird begreifen, daß ich von Pius IX. geliebt wurde, unD in 9lom Diel galt: man wird aber auch verstehen, daß nach diesen Erfahrungen und nach Roms Verhalten unmittelbar vor und auf Dem vatikanischen .üvnzil ,ch cit dem 18. Juli 1870 nur noch der entfchiedenste Gegner de- Papsttum- sein konnte, das sich am 18. Jul, 1870 an Die -stelle der Mirdje gesetzt hatte" Bon hohem Interesse finb auch >-chulteS Erinnerungen ai: 1866. Hören mir Die Mitteilungen aus fernem Werke: „Als Graf Belcredi, damals Ztatt- haltet in Böhmen, im Begriffe stand, als Staats::nnister nach W'kN zu überiicbeln, sagte ich ihm bet meinem Abschiedsbesuche wörtlich: „Mir scheint kein Zwenel darüber zu sein, daß es zum Kriege jmifdjen Oesterreich und Preußen kommt, wenn Oesterreich Die Herzogtümer Schleswig Holstein nuht an Preußen abtrut und ich mit Preußen nicht bezüglich des Vorsitzes in dem Bundes- tage einigt. Es märe für Oesterreich am besten, Venedig mit einem (Gebiete an Italien abiutretcn gegen eine Summe von 400 Millionen Gulden, welche Italien sicher gerne zahlt Damit roärc Oesterreich geholfen, un Falle eines rkriegeS mit Preußen Oesterreich ganz anbers gestellt, seine ganze Armee verfügbar, Frankreich befriedigt Denn dies ifr moralisch infolge Der Er Hütungen DeS Jiaiferd Napoleon gebunden, für Den Erwerb Vene- Diad durch Italien einzutreten." Belcredi meinte: „DaS ist nicht möglich. Wir können auch untere Stellung in Deutschland nicht auig den, fürchten den krieg ntdu und halt g bezüglich Schleswig- Holsteins fest an unserem Recht und übertragen es nicht an Preutien." Am 25. Mai 1866 — ich war in Wien zu Sitzungen des Unternchtsrates vom 22. bis zum 26. Mai — war ich beim nunm bngen Staa:»minister Graf n Belcredi Vir sprachen über den Ürieg, ich drückte meine Beiürcktungen aus wegen Der Zukunit, zumal außer Zweifel sei, daß zwischen Preußen und Italien ein Bündnisvertrag geschlossen sei Er lackte unB be- bi» 23. August ■ 4- 17,3 • C. ,2. , ^=4- 14,53e C. ,a l,e<1 deliebtaev $< mit Slriel» ton v i Verc.uigunge», liefert »> mdfcigei preis« örühl'sqe Uoioersitäü-Druckerei. 5chulstrabe Z 1‘r'tnk lurtcr 3^je/e Beichsanieihe . . 3-6 do. . . 3/a e/e Koiuoh . . . . Aiigust 1908 pafYiiqai «0 >"v .x»|jiiioaüj^ lemverntm Der Lust ^Ibfolnle Feuchtigkeit .2 = Windstärke 5 -6 •2 - 23. 2° 745,4 14,8 10,3 83 \\ 4 23. 9» 741,5 13,6 10,6 93 w 6 ' 24. 11,5 8,9 88 SSW 4 Die n&< ab; ntÄ1. 'n -dtt» I Z'SM *^6*5 VUfitpJ ?lW MF lctebi: Lli,Ä '. ile Arbeit Mich, I in morphologischer r- npTreS/ emier-i^ neJ ^EvngsgaW; . : d'e Broichüre mit mtfe pKln nach photograrl-- Ergäbe des Lorwom' Verl der Arbeit n>^ / eodachtnugen Kienen. Will« u W •c a ? 3 € "w ■Q W 4 Beb. Kim W 6 Wtgtn SSW 4 ! Sonntnföt! !. August = + 11,3e C. , =-|-14,ö3'l. irsberichte von der Hank llii llui Üesseu. 1. August, 1.15 Hin. itriz. Labmejer. . ■ itiiz. Scbuckert. • 1 weilet Bergwerk . . W’ ienkirchen Beigww. J- jburg-Amerik. l aketl 11-' peiier Bergwerk. . •* rabütte......Ä id. Lloyd .■••,• ’’ iscblea. Eisen-Indibtni u liner iiaudelsges. . • J. uuiädter Bank . . ticke Bank . - • • . (tsch-Asiat Bank . .J kouto-Kommaudit. . - (jener Bank . • • '™ iditaktieu . ■ • ■ • Itimvie- und Ohio- . ............. ttbaidbahn . • • ' 11 inbard. Eisenbalm , • surr. Staatsbank. ■ ■ mee-Henri-Eiseubaau ■ □gast. Aufan-skarse. * -neuer Bergwerk. ■ -fl irabütte • ■ ‘ J uuarden B- & » di Lloyd ■ • 1 _ ,1. aenlose - • ■ Statt jeder besonderen Mitteilung Die trauernden Hinterbliebenen den 22. August 1908 Darmstadt, Bad Nauheim, Biebrich Friedberg Frühkartoffeln [06987 Wichen, 24. August 1908. Konkurrenzlos Neuestes Patent Consoltisch Die Beerdigung findet Dienstag, den 25. August, nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus, statt. Giessen, Maximil ianenhof, Offenbach, den 23. August 1908 Neustadt 58. Gestern abend 9 Uhr verschied sanft nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden unsere innigstgeliebte, treusorgende Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante im Alter von 66 Jahren Die Beerdigung findet in Friedberg i. H., Dienstag, den 25. August, nachmittags 4i/2 Uhr von der Kaiserstrasse, Ecke Ludwigstrasse aus statt. * Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Johannes Spiess Luise Happel, geb. Herbert Johanna Erb, geb. Spiess Karl Spiess Jacob Happel Hermann Erb Christine Spiess, geb. Keutzer und 4 Enkel. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilncchme, bei dem Hinscheiden unseres innlgitgellebtcn Galten, Laters, Äron- valerS, Schwiegervaters, iBruders,Schwagers und Cntelö Herrn Emil Orbig fvrechen wir hiermit allen Verwandten und Bekannten, sowie auch für die zahlreichen Blumenspenden nur aus diesem Wege unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. nach kurzem Leiden im 75. Lebensjahre aus dieser Zeitlichkeit abzurufen. tiefer Trauer im Namen sämtlicher Familienangehörigen Anna Schlabach geb. Güngerich Prof. Dr. Gustav Schlabach, Oberlehrer, und Frau Anna geb. Duckweiler. Wetzlar, den 23. August 1908. We Die Beerdigung findet vom Sterbehause, Eiserne Brücke, Dienstag den 25. August, nachmittags 5 Uhr, statt. Sofama-Socken (medizinisch imprägniert) und Lcvwcittsurr-Leidcudcu sehr zu empfehlen. [siu/8 Berkaufsst.: Wilb. Wirsig (Inh. Jos. Schmitt) Spezialhaus s. Herrenmoden Nctibali der Zmimstalt bei When. Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1903 werden die nachstehenden Bauarbeiten zur Vergebung ausgeschrieben: Los I. Pflaster- und Chaussierungsarbeiten ca. 300 qm Pflasterung und ca. 1400 qm Chaussierung Los II. Erdtransport ca. 360 cbm. Es kann auf eins oder beide Lose angcboten werden. Zeichnungen und Verdingungsunterlagen können auf unserem Baubureau, Licherstraße, eingesehen, woselbst auch die Angebotsformulare ohne Zeichnungen, solange der Vorrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben werden. Die Angebote müssen verschlossen in besonderen Umschlägen nach Losen getrennt und mit entsprechender Aufschrift versehen, porto- und bestellgeldfrei bis spätestens zum Eröffnungstermin am 5. September 1908, vormittags 11 Uhr eingereicht sein. Zuschlagsfri|t 14 Tage. Gießen am 22. August 1908. BM/8 Großh Hochbauamt Neubaubureau Irrenanstalt I. V.: Schön.___________________ zumal bei gleich-eiliger Anwendung der nach dem nämlichen Balenl brrflcflcUicn, weliberlilnntcn und im Gegensatz WMMi durch Puder und Schminke »u verdecken, IH nichl feilen ein Verbrechen an der eigenen (Hciunbbcit Man benutze die nach dem ncnmlcn D.R.P. Nr. 138988 von L- Zucker & To., Berlin, hergcsielUe, wunderbar milde Sud °°b: »elfe, ürzll. emvsoblen und tausendfach bewährt, Preis 50 Psg- (kleine ftzebranchSpackung) und Mk. 1,50 (grofte ctzeschenlpackung) in Verbindung mit Zuck"M-TrLme, dem berrlichslen und unnndiäFmlichfieit Hautcreme, Preis Mk. 2,-, Probetube 75 Psg- Wunderbare Erfaße, änderst kräftig wirkenden Jini Patent-Medizinal -cisc, Preis 50 (kleine Packung, 15%iQ) und Mk. . (grostc Packung, 35 % Ig, von stärkster Wirkung), werden täglich berichtet- 5£bcr, der bisher vergeblich hoffte, mache einen Versuch. Für die zarle Haut der ftinber verwendet die denkende Mutter Bttumoor« ttinder-Teise, 2. 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Wetterau, i*3*4 Dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Gatten. Vater, Grossvater, Schwager und Onkel '.'77T" ■'■arr - 2 '■*.! ~ ~ H. Haas HL \ / M. Bleichstr.8^Hinterbauö,TcIelon,V0X y Polrdamcrslr. 73. In Gienen echt in der Uni- verfitäts-ülvotbckc, Marktplatz. Hirfch-Avotbcke.___________(sl7/t Institut Boltz Ilmenau i. Tbür. Ihv15/, Einj.-, Fähnr.-, Abitur.-(Ex.) Schnell, sicher. Pr. frei. Lchwedistjk prelsrideercii. Die Ernte hat begonnen und nehme jetzt schon Bestellungen auf Preiselbeeren entgegen. (4883 I. M. Schulbof, Marktstr. 4. Telei. 2. r- *■ Ci I W -M •SM f K i .. .. I Der Schluss meines Total - Räumungs-Ausverkaufs aller Restbestände I ■ erfolgt am Mittwoch Nachmittag 2 Uhr l ■ l ■ Kaufhaus S. Elsoffer, Bahnhofstrasse 23. ■ -Mischer MhnWachmis Wen. (Harteustrake 2, 3immer 2. iGeschäfiostunden von 8—1 unb von 3—6 Uhr.) Ss sind in vermieten: 2 Wohnungen von 8 Zimmern, 1 Wohnung von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 7 Wohnungen von 6 Zimmern, 13 Wohnungen von 4 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern mit Vaben. 2 Wohnungen von 2 Zimmern. 5 möbl. Zimmer, 1 unmöbL Zimmer, 1 Werkstatt, 1 Wagenhalle AM mieten gesucht: 33 Wohnungen von 2—7 Zimmern. sv-/, Ltädtischer ArbeilsnaDis Wen. (Oartenstraste 2, Zimmer 2. S- können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Svengler, 1 Glaser, 1 Schuhmacher, 2 Schreiner, 1 älterer Schlosser, 6 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 2chrciner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Wagner, 1 Schreiner, 1 Glaser, 1 Schneider, 9 Steinbrecher, 1 landivirtschaiil. Dienstmädchen, 1 Tiensiuladchell. Lcbrlinac. I Schmied, 1 Sattler und Tapezierer, 1 Schneider. S« iuchen Arbeit: BM, 1 Schreibaehllsc, 2 Sonnet, 2 Schreiner, 1 Steinbrecher, 1 Buch hinder, 2 Schmiede, 2 Maschinenschlosser, 3 Heizer u. Maschinisten, 4 SuHrknechle, 2 Schneider, 1 Znstallaicur, 9 Arbeiter, 5 Haus burschen, 11 Lauffraucn, 3 Walchsrauen, 1 Puhfrau, 4 Lausmädchen. 2 Dienstmädchen, 1 Haushälterin, 1 Kindermädchen. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Sattler. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium der Justiz hat als Tag, an welchem mit der Anlegung des Grundbuchs und Berg- grundbuchS der Gemarkungen Staufenberg und Friedelhausen zu beginnen ist, den 15. September 1908 bestimmt. (B,4/e Gießen, den 19. August 1908. Groß herzogliches Amtsgericht. Submission. Die Lieferung von Weißzeug, Bettwerk, Krankenkleider, Krankenteppiche und Roßhaarmatratzen für die medizinischen und Frauenkliniken soll auf dem öffentlichen SubmissionSwegc für das Rechnungsjahr 1908 vergeben werden. Die Vergebung erfolgt auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893, und ist derselbe nebst Lieferungsbedingungen unb Mustern auf dem VerwaltungSbureau nach- mittags von L bis 5 Uhr einzusehen. Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen sind bis zum Eröffnungstermin Freitag, den 4. September 1908, nachmittags 4 Uhr unter Beifügung von Mustern an die Großh. Verwaltung der medizinischen und Frauenkliniken einzureichen. Zuschlagsfrist 20 Tage. Die Lieferung kann auch geteilt vergeben werden. B*4/, Gr. Verwaltungs-Direktion der medizinischen u. Frauenkliniken. Jagd-Verpachtung. Dienstag, den 1. September, nachmittags 1 Uhr, soll auf Großh. Bürgermeisterei dahier die am 1. September ds. IS., leihfällig werdende Gemeindefeldjagd mit 65 ha Wald auf weitere 6 Jahre unter den bei der Versteigerung bekannt gegebenen Bedlngiingcn öffentlich meistbietend verpachtet werden. Pachtliebhaber werden hierzu eingeladen. Gngelrod (Kreis Lauterbach), den 20. August 1908. Gr. Bürgermeisterei Engelrod. • Henkel. 4971 JägdWerpachtrmg. Jagdbezirk 2 (DüuSberg) der Gemeindeiagd oellingS- hausen, ca. 100O Morgen Wald und 600 Morgen Feld umfassend, soll Samstag, den 5. September d. Fo., nachmittags 2 Uhr, auf dem Gememdelokal öffentlich meistbietend auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. 4968 Der Bürgermeister: Wagner. Grummetgras-Bersteigerung. Donnerstag, den 27. August, nachmittags von 2 Uhr ab soll an Ort und Stelle das GrununetgraS von der fiskalischen Eorauwiese versteigert werden. 4992 TreiL a. Lda., den 22. August 1908. Großherzogliche Oberförsterei TreiS Schneider. Die Arbeiten und Vielcnmncii zur Erweiterung des Babu bofe Neuhaus iCbetbcflriu tollen zusammen ober getrennt vergeben werden und zwar: Los 1: Maurerarbeiten zum Umbau der Nrebsbacbbrucke, Verlängerung der Rampenmauer und des Vlatten durchlanes u. f. w LoS II: 77UU cbm inömnfhmbciucfluitfl, 15ar$öfdiuiifl9flä4?cii, 2000 qm kibmiihcniud u. f. w. Los 111: Lieferung von 27530 Kg. ctfenic 1 Träger einftfjlicbL ttmcrlagoplalirn, Anker u. f. iu Zeichnungen und Angeboiomustcr liegen im l^eschast-gebäude der unterzeichneten 'Zeirnebomfoektion, sowie bei ter Bahnmeisterei Burg und Rieder-Gemünden zur Einncht aus. Die Angebote ohne Zeichnungen können von der Snsvektion ie für 1,06 Mk. lPosian welsunai bezogen locrbcn Tie Angebote werden am 14. Sept. IftK vormittags 11 Uhr, in dem fielchänsgedäude der Inspektion geoffnei. Zuschlagöirist 4 Wochen. Lauterbach 'Hellen', den 21. August 190b-. l^rvi.b e?>ienbabn Bei^ebSintpektion.D**’, Die angezeigtc Bcrsteigeruug tu Bad Salzhausen findet vorerst nicht statt. dm/. Der Besitzer. Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen £»', zeigen hocherfreut an 4993 Chr. Bork und Frau Wühelmine geb. Schultz. Frankfurt, 22. August 1908. Die glückliche Geburt einer Tochter beehren 06*1 sich anzuzeigen Moritz Schorech u. Fran Gießen, 22. Auguat 1908. West-Anlage 06. Wahrend jederllngeren Abwesenheit empfiehlt es sich Wertpapiere aller Art, Policen, wichtige ^chrirtNtücke. tiold- und hilbergegenwtMnde und dergleichen auf die Bank zu geben und offerieren wir für diesen Zweck unsere Safes-Einrichtung. Wir vermieten auf die Dauer von 6 Wochen Schrankfächer für Mk. 2.—. att/’ Bank für Handel n. Industrie Xlederlawaung tiiesacn (Darmstädter Bank). Giessen, Johannestrasse 1 am neuen Stadttheater. Schutzmarke. Stark verdünnen mit Wasser, leicht auftragen und einige Burstensiriche geben den schönsten Glanz, wenn Sic ticntner’n Wichae in roten Dosen verwenden. (hv,l/i Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. Eine grosse Partie Tapeten weit unter Preii Heinrich Hochstätten Schlossgasse 19. ne? Telephon 36. ••••••»••••••eeeoeee Ifttallieli 3-4 ml Imtlie Bezüge. | Frische Trauben. @ Von beule cingelroncncn Zusubrcn offerieren wir $ hochfeinste HD franz. Kur- u. Tafel-Trauöen • ausgewogen per 1 Psund 28 Pfg. in Körben ä ca. 18 Pfund per Pfund 20 Pfg. 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