Erstes Blatt' 158. Jahrgang Nr. 145 Dienstag 23. Juni 1908' ■J1 35. hessischer Sauturnfest. eh. Lich, 22. Juli. Zum 35. Male versammelte von Samstag bis heute der Turngau Hessen seine Getreuen zum Gauturnfest, damit zugleich eine Probe zum Deutschen Turnfest in Frankfurt verbindend. Trotz dec teilweise recht unfreundlichen Witterung nahm das Fest einen recht guten Verlauf, wozu die großartige Gastfreundschaft der Licher Bürgerschaft, die sich in reichem Straßenschmuck und trefflichen Turnerquartieren kundgab, und die umsassenden Festvorbereitungen durch den Festausschuß nicht wenig beitrugen. Auch das fürstliche Haus wandte dem Fest seine Sympathieen zu und der liebenswürdige Protektor, Fürst Karl zu Solms- Lich nahm mit seiner ganzen Familie an ihm teil. Auch die „Spitzen" förderten ausnahmslos das Fest, vor allem die beiden Festpräfidenten Oberamtsrichter Rausch und Kammerrat Baron von Löw. Der geräumige Festplatz lag dicht bei der Stadt an der Straße nach Nieder-Bessingen, er bot eine wundervolle Aussicht. Von fernher grüßte der Hoherodskopf, der zuletzt die Turner des Gaues Hessen zu frohem Wettkampf versammelt hatte. Am Samstag abend beganrü das Fest mit einem seitlichen Zug zum Festplatz, wo sich bald ein fröhlicher Bierkommers entwickelte. Der Gesangverein „Cacilia" verschönte die Veranstaltung durch den Vortrag einiger hübscher Chöre und die Licher Turner zeigten ihre Kunstfertigkeit im Pyramidenstellen. Der Sonntag brachte dann vom frühen morgen an zahlreiche auswärtigk- Turngäste, die bald das freundliche Städtchen mit ihrem frohen Treiben erfüllten. Am Nachmittag bewegte sich der stattliche Festzug durch die Straßen zum Festplatz. Ueber 1000 Turner mit etwa 30 Fahnen wurden gezählt und zwar marschierten die Vereine, nach Turnbezirken geordnet, in folgender Ordnung: Annerod, Burgsolms, Daubringen, Dorlar, Gießen T.-V., Gießen, M.-T.-V., Großen-Buseck, Großen-Linden, Grün- bera, Heuchelheim, Hochelheim, Hörnsheim, Klein-Linden, Krofdorf, Langgöns, Laubach, Leihgestern, Lich, Lollar, Lützellinden, Naunheim, Niedergirmes, Staufenberg, Steinberg, Treis a. d. L., Watzenborn, Wetzlar, Gedern, Hungen, Langsdorf, Mufchenheim, Nidda, Ortenberg, Schotten, Alsfeld, Lauterbach, Schlitz, Bad- Nanlwim, Butzbach, Dorn-Assenheim, Friedberg, Gambach, Griedel, MünMber^ Nieder - Weisel, Nieder - Wöllstadt Ober - Mörlen, Steinfurt, Amöneburg, Kirchhain, Marburg, A. T.-V., Marburg, T.-G., Marburg, T.-V., Ockershausen. In strammer Ordnung — trotz des inzwischen eingetretenen schlechten Wetters — zogen die Turner vorüber, und wenn die liebreizenden Licherinnen sie nicht so herzlich begrüßten, wie es die schmucken Jungen eigentlich verdient hatten, so wird wohl das strömende Naß die Schuld daran haben Auf den: Festplatz begrützte Berg. Heller die Turner und Gäste rm Namen der Stadt, worauf der Festpräsident Oberamtsrichter Rausch die Festrede hielt. Seine Worte, em Hohes- lied auf das deutsche Turnen zeigten von tiefem Verständnis, für die idealen Aufgaben der Deutschen Turnerschaft, sie mögen deshalb zur Nachachtung hier ihren Platz finden: Durchlauchtigste HerrsckMftcn, geehrte Festversammlung! Me die meisten Feste, so schreitet auch ein Gauturnfest mit nicht geringem äußerem Gepräge einher. Allein über den wahren Charakter des Festes lvürde sich doch tauschen wer m demselben nur ein Schaustück sehen wollte, bestimmt, die Schaulust der Menge zu befriedigen. Nein, das Fest hat einen tieferen Gehalt. L In erster Linie sollen heute die T u r n v e r e i n e o s f e n t - liÄ zeigen, mit welchem Eifer sie auf ihren hermifchen Turnplätzen die Kraft ihres Körpers gestählt uiib ihre Gewandtheit gefördert haben. Im Hinblick auf das in wenigen Wochen ftatt--- nndende allgemeine deutsche Turnfest wird aber das heutige Jest geradezu zu einer Prüfung für •ben ganzen Gau aus das, was Allerhand Kommentare. Mlenn es auf der Weltbühne still ist und wenn keine neuen Ereignisse die Politiker beschäftigen, beschäftigen sich die maßgebenden Blätter des In- und Auslandes gern mit Kommentieren. Man kommentiert alles nur möguche und leitartikelt über Dinge, die jedem ohnehin selbstverständlich sind. Eine solche Zeit der Kommentierungen ist auch jetzt wieder angebrochen, und den Hauptstoff geben diesesmal die letzten Auslassungen der „Nordd. Allg. Ztg." ab. Die Londoner Blätter drücken ihre Verwunderung darüber aus, daß Deutschland, das immer wieder betont, seine Flotte sei nur für friedliche Zwecke gebaut, den Engländern krie- ;erische Absichten zuschiebt. Der konservative Standard indet es geradezu lächerlich zu behaupten, England ver- uche Deutschland einzukreisen oder zu „stellen". England ei für den Krieg gänzlich unvorbereitet. Die Armee sei von Kriegsminister Haldane unterminiert und teilweise vernichtet, also in allen Richtungen sei England schwach gerüstet und unvorbereitet. Das ganze Gerede in Deutschland über die feindlichen und kriegerischen Absichten Englands sei auf Unkenntnis England und der englischen Politik begründet und müsse zurückgewiesen werden. Natürlich gibt sich auch die Pariser Presse mit Betrachtungen über den Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." ab. „Debats" finden den Teil des Artikels, der sich auf die Widerlegung der Gerüchte und Beschuldigung bezieht, nicht völlig befriedigend, weil die deutsche Regierung durch ihr langes Schweigen die Meinung Europas so lange int unklaren gelassen habe. Sie erkennen aber die Tendenz der ganzen Veröffentlichung mit mannen Morten an. „Liberts" schreibt: „Diese Dementis bezeugen, wenn sie auch etwas spät kommen, unleugbar den Wunsch, die öffentliche Meinung zu beruhigen. Ueber die Kaiserworte hat sich übrigens nur die öffentliche Meinung Deutschlands aufgeregt." Nach Aeußerungen einiger Politiker und Persönlichkeiten aus Regierungskreisen ist anzunehmen, daß die' Klarheit der Ausführungen im allgemeinen hier einen ganz vortrefflichen Eindruck gemacht hat. Namentlich die Gerechtigkeit des Satzes, der einem Teil der deutschen Presse die Mitschuld an der sensationellen Vergrößerung derartiger Ereignisse gibt, ist hier angenehm vermerkt worden, besonders da bei dieser das taktvolle und friedliche Verhalten fast der gesamten Presse rückhaltlos anerkannt werden muß. Wie dem Pester „Lloyd" aus Wien mitgeteilt wird, soll der Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." in österreichi- fch en politischen Kreisen großes Befremden erregt haben. "Man sehe in anderen europäischen Hauptstädten die Lage durchaus nicht für jo ernst an, wie sie nach den -Auslassungen des genannten Blattes scheinen könnte. Es widerspricht daher den tatsächlichen Verhältnissen, wenn die große Oeffentlichkeit den Artikel als Alarm-Signal aufsasje und daraus beunruhigende Folgerungen ziehen würde. Nach einer anderen Meldung beurteilen Wiener maßgebende politische Kreise die allgemeine politische Situation sehr ruhig, finden aber trotzdem den Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." sehr am Platze. Man ist geneigt, anzunehmen, daß der Hinweis auf die Wehrfähigkeit des Deutschen Reiches bis zu einem gewissen Grabe gute Früchte tragen wird, nur dürfe Deutschland den Bogen nicht zu straff spannen. Die Kommentare über die „Nordd. Allg. Ztg." sind aber nicht die einzigen: Ein französisches nationalistisches Blatt hatte, wie das offizielle radikale Organ Lanterne schreibt, jn einer nicht zu verkennenden Absicht das Gerücht verbreitet, nach der Kammersitzung vom Freitag, in welcher Deutschland wegen der Marokko-Politik in die Debatte hin- eingezogen worden war, habe Clsmenceau seinen Kabinettschef zu dem deutschen Botschafter Fürst Radolin gesandt, um bezüglich der Apostrophe Pichons zu Jaures Erklärungen abzugeben. Die „Lanterne" stellt nunmehr fest, daß dieser Besuch nicht einen politischen Charakter trug, den das nationalistische Blatt ihm Zuschreibt. Fürst Radolin hatte schon öfter Clernencean zu Diners eingeladen, aber Clömenceau war jedesmal durch vorherige Verpflichtungen verhindert gewesen, dieser Einladung Folge zu leisten. Vorgestern erhielt Clsmeneeau wiederum ein freundschaftlich gehaltenes Schreiben des Fürsten Radolin, worin dieser Clßmenceau auf nächsten Dienstag einlud. Da nun der Ministerpräsident für diesen Tag eine Einladung des japanischen Botschafters angenommen hatte, erachtete er es für richtig, seinen Kabinettschef zum deutschen Botschafter zu senden, um seinem Bedauern Ausdruck zu geben, daß er abermals nicht in der Lage wäre, der Einladung Folge zu geben mit dem Ersuchen, der Fürst möchte einen anderen Tag bestimmen. Dieser Zwischenfall, sagt das Blatt, gestattet uns, gegenüber gewissen tendenziösen Informationen die guten Beziehungen zwischen dem Vertreter Deutschlands und unserem Regierungschef festzustellen. Interessanter als diese Mittellung der „Lanterne" ist aber ein Leitartikel der französischen Wochenschrift „Opinion" über Kaiser Wilhelm II., den „Mutualiste u". Der Artikel ist von Professor Leopold Mabilleau, dem Präsi- denten der internationalen Vereinigung für Mutualismus, geschrieben, der im Jahre 1907 in Kiel mit dem Kaiser zusammen war. Wilhelm der Zweite, der sich selbst in das Album einer jungen Französin als „Wilhelm I. R. Mutualist" eingeschrieben hat, ist für Mabilleau zwar kein Mutualist im Sinne Proudhons, aber er fühlt sich, wenngleich als Deutscher durch und durch, doch auch als hervorragendes Mitglied einer Weltbrüderschatt, in der er leitend und verantwortlich tätig sein will. Mabilleau schreibt weiter: „Der Kaiser erträumt die Vereinigten Staaten von Europa unter der Hegemonie Deutschlands, aber er will von dieser Hegemonie keinen anderen Vorteil ziehen, als durch sie den harmonischen und friedlichen Fortschritt aller Völker herbeizuführen." Bevor Mabilleau aber zu diesem Resultate seiner Beobachtungen kommt, das interessant genug ist, wenn es auch die Ideale des Kaisers den Franzosen nicht sympathischer machen wird, schildert er den Menschen und Fürsten, wie er ihn in längeren Unterhaltungen kennen lernte. Von den Ansichten des Kaisers und von dessen Gedanken, wie er sie zu Mabilleau geäußert haben soll, sei folgendes mitgeteilt: „Zunächst spricht Mabilleau von bem Glaubet! Wilhelms II. an seine Mission und hebt hervor, daß der Kaiser durchaus friedlich gesinnt sei und nur den Wunsch habe, daß andere Völker ihn nicht zum Kriege zwingen möchten. Er wolle das Glück seines Volkes durch Entwickelung des Mlohlstand durch Förderung von Kunst und Wissenschaft herbeiführen. Er habe geäußert: „Was soll mir eine Provinz mehr, erkauft durch Zerstörung, durch Haß und ElAid? Deutschland kann nichts gewinnen, wenn es den Frieden bricht, der ihm seit 37 Jahren nur Segen gebracht hat. Nur wenn es um Ehre und^Leven ginge, dürfe man sich schlagen. Nur wenn etwa eine europäische Koalition bie Freiheit Deutschlands begrenzen und das Glück der Nation gefährden würde, dürfe man kämpfen!" Tann werden Worte angeführt, die sich direkt an die Adresse Frankreichs richten. „Welch ein Wider sprach in den äußerlich so korrekten Beziehungen dieser Länder! Wollen Sie Revanche? Nein! Ta Sie fte nicht vorbereiten, da Sie nicht daran denken, einen Angriff zu organisieren, vielmehr im Vertrauen auf den Frieden ihren Geschäften nachgehen, so soll also Friede sein! Warum dann aber die Gegensätze bei jeder Gelegenheit so verschärfen, da doch niemand davon einen Nutzen hat? ZwischenXuns gibt es nur eine vernünftige Politik: ein entschlossenes Bündnis, das die Rechte jedes einzelnen schützt und mit dem Brudermord ein Ende macht. Tenn wenn Deutschland und Frankreich desinitiv einig sind und in ihre Freundschaft Oesterreich, Italien und Spanien mit einbeziehen, von wem könnte bann ein Krieg heraufbeschworen werben?" „Und Elsaß-Lothringen?" warf Mabilleau ein?! Darauf habe der Kaiser erwidert: „Sprechen wir nicht davon! An Ihnen ist es, sich stark und geschickt genug zeigen im Rate der Welt, um Kompensationen zu erhalten, die auf der Karte von Europa in zwanzig Jahren sicher möglich sein werden! Sie müssen selbst wissen, ob Ihre Ehre, Ihre, ganze Politik, Ihre ganze Zuvinst von dem Wiedergewinn eines Erdenwinkels abhängig sein soll, den ich Ihnen nicht geben kann, und den Sie nicht zu nehmen vermögen! Gilt die europäische Zivilisation nicht mehr als ein Gefühl?" man von ihm in Frankfurt a. M. erwarten darf. Ich bin überzeugt, daß gerade dieser Ausblick auf das Frankfurter Fest wesentlich mitwirken wird, die Turner zu den höchsten Leistungen cmzu- spornen und zu begeistern. II. Seine größte Ausgabe erfüllt aber das Gauturnfeft darin, daß es die Wichtigkeit und hohe Bedeutung des Turnens aller Welt klar vor Äugen führt. ®iei exakten Uebungen und gewandten Bewegungen werden ihren Ein-- druck auf die schauende Menge nicht verfehlen. Das Interesse' und Verständnis für die edle Turnsache wird geweckt und belebt. Ihr werden neue Freunde gewonnen werden, auch aus den Reihen derer, die ihr seither noch fremd oder gleichgültig gegenüber standen. 1. Gar Manchem wird auf solchem Feste der Gedanke kommen: „es ist doch eine herrliche Sache um das Turnen, es ist ein Segen für den Einzelnen, wie für das ganze Volk. a) Ein Segen für den Einzelnen ! Niemand zweifelt heute mehr, daß das Turnen den Leib gesund und stark macht, den Willen festigt, den Mut belebt, Selbstbeherrschung und Entschlossenheit fördert, Erholung und Freude nach der einseitiges Alltagsarbeit bringt. Mit der Gesundheit des Körpers geht aber diejenige des Geistes Hand in Hand. Dies wußten fdjon die Alten, welche baS,1 bekannte Wort prägten, daß nur in einem gesunden Körper ein gesunder Geist wohnen könne. Wer aber durch Turnen seinen Körper gestählt, der wird auch bejser gerüstet den Kämpfen und Sorgen des Lebens, die ja auch dem Turner nicht erspart bleiben, gegenüber stehen. b) Wie aber das Turnen zum Segen für den Einzelnen wird, so gereicht es auch zum Segen und Nutzen für den ganzen Staat. - Dies wird auch in weiteren Kreisen immer mehr anerkannt. Es: wird Ihnen bekannt sein, daß sich heute eifrige Bestrebungen geltende machen, das Turnen für die schulentlassene Jugend obligatorisch^ zu machen. Die Regierungen bringen bereits dieser Sache im Hinblick auf ihre große Bedeutung reges Interesse entgegen. Und allem Anschein nach wird man die Turnvereine zu Hilfe rufen, damit diese neben der geistigen Ausbildung der schulentlassenem Jugend durch Gewerbe- und Fortbildungsschulen die körperliche, Erziehung derselben in die Hand nehmen. Auf diese Weise soll! insbesondere die Erhöhung der Wehrfähigkeit der Jugend erstrebt^ werden, auf daß dem Vaterlande im Falle der Gefahr streitbare Männer zur Verfügung stehen. Unter dem segensreichen Einflüsse des Turnens1 auf leibliches j und geistiges Wohl entwickeln sich aber auch herrliche Eigenschaften im Menschen. Mit Recht \chreibt der Turner auf seine Fahne die goldenen Worte: „Frisch, Fromm,! Fröhlich, Frei." Denn den Turner, wie er sein soll, kennzeichnet' das frische Wesen, das mit Wagemut an bie Ausgaben des Le-! bens heranttitt, ihm eignet sich das fromme Gemüt, das auch^ im wechselvollen Getriebe und Sturme des Lebens seinen Gott! nicht vergißt, ihn schmückt der sröyliche Sinn, der unzerttenn-! liche Gefährte eines frommen Herzens, ihn edelt der freie Mut,j der sich nicht beugt, wo unbefugte Gewalt sich regt, der sich aber! aus freiem Antriebe gern und willig göttlicher und menschlicher Ordnung fügt. Diese hervorragenden Eigenschaften werden im Schoße dec Turnvereine gepflegt. .Sie finden hier eine sichere Schutzhütte, i Von da aus aber senden sie wieder ihre Strahlen in das Volksleben hinein und in ihrem hellichten Scheine können so manche schädliche Einflüsse, die heute unser Volksleben bedrohen, .nicht zur Entfaltung kommen. So liefern die Turnvereine dem Staate fort und fort brauchbare Bürger und wehrhafte Männer zugleich. Es ist fein Zweifel, daß in diesem Sinne die Turnvereine überaus verdienstliche Arbeit für das Vaterland leisten. Neben den Kriegervcreinen bilden sie unleugbar einen der sichersten Horte für nationale Bestrebungen^ III. Und im Hinblick hierauf können wir das Gauturnsestt auch in Wahrheit als ein echt patriotisches Fest begehen. Bei biesem Gedanken wendet sich über unwillkürlich unser Blick zu dem hin, in dem wir die Verkörperung der Einheit, Macht und Größe des deutschen Vaterlandes sehen, zu unseremj Kaiser. Wir wissen von ihm, daß er in seinem weil schau enden! Geiste ein kraftvoller Beschützer und Gönner der edlen Turn-! fache ist. Ihm gebührt daher zunächst unser ehrfurchtsvoller Gruß. i Als Treue Hessen sind wir alle aber auch eins in der Liebe« und Verehrung zu unserem angestammten Herrscherhause, eins in der Liebe und Verehrung zu unserem Großherzog. Ihm gilt daher nicht minder unser ehrfurchtsvoller Grutz Unsere treue nationale Gesinnung aber wollen wir nicht unterlassen, bei Gelegenheit des heutigen Festes zum Ausdruck zu bringen, indem wir zur Eröffnung desselben einstimmen in den S. M. der Kaiser und S. K H. der Großherzog leben hoch, hoch, hoch. Dann sprach Gauvertreter Helm-Gießen nach Begrüßung des Protektors den Dank der Gäste an Stadt und Bürgerschaft'' aus und brachte ihr ein „Gut Heil" aus. Der Protektor Fürst Karl, der mit seiner ganzen Familie, das errichtete Festzelt! verschmähend, inmitten des Ausschusses Aufstellung genommen hatte, begrüßte seinerseits die Turner und brachte in herzlichen Worten ein Hoch auf den Gau Hessen aus. Unter Gcmturnwarts Will (Gießen) Leitung gab es dann einen flotten Aufmarsch in drei Vierersäulen, woran sich die Vorführung der für das Frankfurter Turnfest bestimmten Sonderübung des Gaues in Stabübungen schloß. Der 2. Gautum- wart Günther- Marburg turnte sie schneidig vor, und die 300 Turner führten sie schneidig aus. Die sehr gefälligen und dabei recht schwierigen Uebungen klappten vorzüglich und lassen erhoffen, daß der Gau Hessen in Frankfurt mit Ehren bestehen wird. Keulenübungen, die ebenfalls für Frankfurt bestimmt sind, und von 40 Turnern ausgeführt wurden, schlossen sich an. Auch sie wurden gut ausgeführt. Von öfters niedergehenden Regenschauern unterbrochen kam sodann das Turnen der 55 Musterriegen zur Ausführung. Alle Riegen turnten am selbstgewühlten Gerät und vorgeschriebene Stabübungen. Man sah dabei recht viel Schönes und der aus-, merksame Beobachter konnte sehen, wie sehr groß die im Gan gemachten Fottschritte sind, und mit welcher Liebe sich alle Teilnehmer ihren Aufgaben widmeten. Nur 2 Riegen erreichten nicht die vorgeschriebene Punktzahl. Nachstehend geben wir die Liste der Ausgezeichneten: 1. Turner. 1. Wetzlar, Pferd 37.18 Punkte; 2. Gießen, M.-T.-V., Reck 33.53; 3. Großen-Linden, Barren 32.95; 4. Alsfeld, Barren 32.60; 5. Steinberg „Gut Heil" Barren 32.47; 6. Lollar, Barren 32.03; 7. Krofdorf, Barren 31.81; 8. Ober-Mörlen, Pferd 31.26; 9. Steinfurth, Barren 31.25; 10. Marburg, T.-V., Pferd 30.93; 11. Butzbach, Barren 30.75; 12. Treis a. d. L., Barren 30.46; 13. Lauterbach, Barren 29.96; 14. Naunheim, Pferd 29.62; 15. Schotten, Barren 29.56; 16. Marbach, Barren 29.30; 17. Marburg, T.-G., Reck 29.21; 18. Treis a. d. L., Pferd 29.01; 19. Lang-) . EM- Stehener§amillenblätter; M IM f’ÄWW W W iBr Abhole- u. Zweigstellen zweimal wöchentl.llreiz. Mim H fl ■ ■ M H p? V H M W monatlich 65 Pf.; durch j blattsüröenllreirEießen W WWW M SH W HF M W W Ä BLf W W W W diePostMr.2.-viertel- General-Anzeiger für Oberhessen WM Annahme von Anzeigen v H u.Land" und „Gerichts- w^mtttagTiTub” Rototionsötud iittö Verlag der vrMscheil Univ.-Such- und Steindnickerel. «. rangt. Redaktion, Expedition und vruckerei: Schllistratzt r. gönS, Barren 28.96; 20. Grünberg, Pferd-Barren 28.67; 21. Dau bringen, Pferd 28.50; 22. Lich, Reck 28.37; 23. Rieder- Mörlen, Reck 28.30; 24. Klein-Linden, Pferd 28.17; 25. Wetzlar- Niedergirmes 27.72; 26. Friedberg, Barren 27.68; 27. Hochelheim, Barren 27.47; 28. Ockcrshauscn, Pferd 27.42; 29. Bad- Nauheim, Reck 27.21; 30. Lützellinden, Barren 26.93; 31. Burgsolms, Barren 26.84; 32. Großen-Buseck, Barren 26.64; 33. Gam- bach, Barren 25.96; 34. Münzcnberg, Reck 25.46; 35. Allen- dorf a. d. Lahn, Barren 24.55; 36. Watzenborn, Barren 24.54. 2. Zöglinge. 1. Nieder - Weisel, Barren 32.22 Punkte; 2. Gießen, M.-T.-V., Barren 31.42; 3. Gießen, T.-V., Barren 30.80; 4. Dorn-Asfenherm, Reck 30.13; 5. Garnbach, Pferd 29.42; 6. Steinfurth, Pferd 29.21; 7. Hochelheim, Pferd 28.93; 8. Steinberg „Gut Heil", Barren 28.80; 9. Naunheim, Barren 28.79; 10. Krofdorf, Pferd 27.72; 11. Griedel, Pferd 25.83; 12. Lich, Pferd 25.79; 13. Marburg, T.-G., Pferd .24.56; 14. Mujchenheim, Pferd 24.47; 15. Großcn-Linden, Pferd 24.31; 16. Biedenkopf, Barren 24.09. Montag früh ging cs dann zum frisch-fröhlichen Einzel- Wetturnen. 17 Turner traten in der Oberstufe und 138 in der Unterstufe au. Jeder Turner turnte am Reck, Barren und Pferd je eine selbstgcwahlte und 2 vorgeschriebenc Uebungen, sowie die volkstümlichen Uebungen Weithochsprung, Stemmen und Laufen über 100 Meter. Geturnt wurde nach der neuen deutschen Wetturnordnung. Eine der vorgeschricbenen Geräteübungen fiel weg und an iljrc Stelle trat eine Freiübung. Die höchste erreichbare Punktzahl betrug 150 uuo zwei Drittel davon berechtigten zum Sieg. Der ganze Wettkampf konnte am Vormittag zu Ende geführt werden, bis auf das Laufen, das am Nachmittag vorgenommcn wurde. Der Wettlauf gestaltete sich insofern besonders interessant, als er durch eine von Uhrmacher Gerlach erfundene selbsttätige Zählvorrichtung gemessen wurde. Die Einrichtung arbeitet absolut genau und so vorzüglich, daß sie in keinem Fall versagte. Das Ergebnis des Einzelwetturnens ist folgendes: 1. Oberstufe. 1. Preis Karl Bender, Wetzlar 124 Punkte; 2. Jojef Schneiderhöhn, Ober-Mörlen 117; 3. Jakob Otto, Wetzlar 114%; 4. Robert Köhler, Wetzlar 112%; 5. Fr. Schmidt, Marburg, T.-V. 110; 6. Ehr. Schmidt, Gießen, M.-T.-V. 108%; 7. Emil Gasterstaedt Marburg, T.-G. 108; 8. Martin Textor, Marbach 1051/3; 9. Max Fechner, Marburg T.-V. 105; 10. Earl Rühl, Großen-Buseck 102%. 2. Unterstufe. 1. David Otto, Wetzlar 129% Punkte; 2. Friedr. Schmidt, Lich 128; 3. Georg Schab, Butzbach 126; 4. Heinrich Limpert, Gedern 124; 5. Heinrich Hartmann, Bad-Nauheim 123%; 6. Will). Leib, Krofdorf 121. 7. Hch. A inend, Krofdorf 120%; 8. Hch. Bouacker, Schlitz 119%; 9. Herm. Schmidt, Marburg, T.-V. 119; 10. Hch.Fendt, Schlitz 118%: 11. Th Hauptvogel, Marburg, T.-V. 117%; ±2. Hch. Wittmann, Lich 11/; Jofes Jhlefeld, Friedberg 117; K. LovS, Gießen 117; 13. Herm. Seum, i'i'ibda 116%; 14. Friedr. Pfeiffer, Gießen, M.-T.-V. 116; 15. Karl Schab, Butzbach 115; 16. Bernhard Wack, Bad-'Naiiheim 114%; Hch. Gerlach, Nidda 114%; 17. Hch. Rühl, Großen-Buieck 112%; Wilh. Thieringer, Bao- ilcauyeim; Karl Möller, Lauterbach ; Friedr. Walther, Wetzlar; Hch. Hofmann, Lollar; 18. Hch. Bölter, Wetzlar 112; 19. Wilh. Heyer, Krofdorf 111; Karl Mathes, Ober-Mörlen; 20. P. Hofsmann, Bad-Nauheim 110%;; Andreas Gaßmann, Marburg, T.-G. 110% • 21. Konr. Schröder, Marburg, T.-V. 110; 22. Martin Schmidt, Butzbach 109%; 23. Hch. Schäfer, Steinberg, T.-V. „Gut Heil" 109%; 24. Karl Müller, Alsfeld 109; Hch. Gröltz, Täublingen; 25. Jakob Fischbach, Wetzlai Niedergirmes 108%; 26. Th. Hahn, Ober-Mörlen 107%; 27. Wilh. Walter, Großtzn- Busect 107%; H. Pfannmüller, Marburg, T.-G.; 28. Hch. Amend, Treis a. d. Lda. 106%; Ludw. tzaub, Nieder-Weisel; Rud. Leisler, Gießen, M.-T.-V.; 29. Gustav Frick, Friedberg 105%; Konr. Kraußgrill, Nieder-Weisel; 30. Joh. Tütmar, Marbach 105; 31. Jean Fleischhauer, Bad-Nauheim 104%; Fritz Rinn, Heuchelheim; Konr. Bücking, Alsfeld ; 32. Heinr. Wieland, Friedberg 103%; 33. Ewald Hahn, Lich 103; 34. H. Wittig, Friedberg 103%; Wilh. Müller, Großen-Buseck; 35. Wilh. Spanier, Schotten 102; 36. Joh. Dittmar, Wehrda 101%; 37. Hch. Rcuschling, Klein-Linden 101; Ludw. Braun I., Staufenberg; Wilh. Rinker, Wetzlar; 38. Christian Hofmann, Lollar; 39. Alex. Hild, Gießen, T.-V. 100%; Wilh. Röhrsherm, Krofdorf. Die Verkündigung der Sieger fand um %7 Uhr statt. Sie wurde von Gauvertreter Helm durch eine Ansprache eingeleitet und mit dem gemeinsamen Gesang von „O Deutschland hoch in Ehren" geschlossen. Damit erreichte der turnerische Teil des Festes sein Ende, noch nicht aber der vergnügliche. Belustigungen aller Art, Konzert und Tanz, sowie eine Menge fahrenden Volkes boten auch am Montag, gerade wie an den beiden vorhergehenden Festtagen, Gelegenheit zur Ilnterhaltung und wurden eifrig in Anspruch genommen. Ein besonderes Lob verdient noch die Festmusik, die von der Kapelle des 2. Hess. Dragoner-Regiments auSgeführi wurde. Sie spielte nicht allein gut, sondern auch sehr fleißig. Ans Stadt rrnd Land. Gießen, 23. Juni 1908. "Auszeichnung. S. K. H. der Groß Herzog haben dem Kaltanten der evangelischen Kirche zu Rodhenn Joh. Gg. 9tagel zu Rodheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen. ** Erledigt sind: Tie mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Fürstengrund. Dem Fürsten lind Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentatlonsrecht zu. Die Stelle des Forst- marts der Forslwartei Langd, Obersörsterei Eichelsdorf; die Stelle des Bezirkslassiers der Großh. Bezirkskasfe Kaste I. w. Leih g e stcrn, 26. Als Herne nachmittag der Kutscher dec Bergwerks-Tlrektlvn T. Esch, den Pfarrer in Großen-Linden zur Taufe abholle, stürzte das eine Pferd unweit unseres Ortes und verendete auf der Stelle. — Reiskirchen, 21. Juni. Der Weichensteller Heinr. Hahn hier hat am 3. Aug. 1907 einen Knaben vom Tode des Ueberfahrenwerdens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihill jetzt von S. K. H. dem Großherzog die Rettungsmedaille verliehen lvorden. — Bad-9t au he im, 19. Juni. Bis zum 18. Juni sind 114 4 4 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 6452 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 18. Juni 115 731 abgegeben. -1- Alsfeld, 20. Juni. Nächsten Dienstag, abends 8 y2 Uhr, findet in der hiesigen Dreifaltigkeitsticche ein Kirchentonzert zum Besten der Wiederherstellung der Walpurgiskirche statt. Mitwirkende sind: Edda Heineck- Alsfeld (Gesang), Pfarrer Riöbus-Udenhausen (Gesang), Kreisamtmann Tr. Michel-Alsfeld (Violine), Reallehrer D o t t e r-Alsfeld (Orgel) und ein aus Alsfelder Musikfreunden gebildetes Orchester. Zu:n Vortrag foinmen Meisterwerke von Mozart, Bach, Händel, Ni e n d e l s s o h n, C o r e l l i u. a. Das reiche Programiir und die Namen der Ausführenden bürgen für einen hier seltenen Kunstgenuß. X Hopfg artest bei Alsfeld, 21. Juni. Heute morgen verschied in der Klinik zu Gießen, ivo er Heilung von feinem schweren Leiden suchte, unser atlverehrter Lehrer Schild- wachte r. -i - N icderkleen, 20. Juni. Bei dem am vergangenen Tom । , nachmittag über unser Dorf niedcrgegaugenen hes- ' - ter fuhr der B l itz in die erst vor zwei Jahren erbaute e 0i'5 LandwiriS Heinrich M i ch. e l und znndece. Su L • • i'wzer Zeil nieder. Auch wurden zwei Kühe, im - - der Scheuer vom. Blitz.: erschlagen. X. Gelnhausen, 21. Juni. Im Kmzigtake wütete gestern ein schweres Unwetter, das von starkem Hagelschlag begleitet war und in den Fluren ungeheuren Schaden anrichtete. — Der Töpfer Konrad Knoth aus Wittgenborn stel in der Nähe von Salmünster von seinem schwer beladenen Wagen. Ein Vorderrad ging ihm über den Hals, infolgedessen er bald nach wenigen Minuten verschied. Jedenfalls war er während der Fahrt auf seinem Wagensitze eingeschlafen und dann infolge des Passierens einer abschüssigen Stelle heruntergefallen. sd Darmstadt, 21. Juni. Unter der schwindelhaften Angabe, daß er eine kostenfreie Huldigungsfahrt zum Papst nach R o m v e r s ch a f f e n k ö n n e, hat der 27 jährige Gärtner Waldemar Kaul in Heppenheim Dumme gesucht, die ihm hierauf einen Vorschuß leisten. Er stammt angeblich aus Bisberode Kreis Hanover und wird jetzt von der hiesigen Staatsanwaltschaft verfolgt. b Frankfurt a. All, 20. Juni. Im großen Lokomotivschuppen des Hauptbahnhofes geriet heute Vormittag 10 Uhr der 45 Jahre alte Lokomotivputzer Zinner zwischen die Puffer zweier Lokotiven und wurde lotgedrückt. — Der nach Unterschlagung von 5000 Mk. flüchtig gewordene Eisenbahn-Stations- a f s i st e n t Richard Bender aus Bockenheim hat sich heute früh freiwillig der Polizei gestellt und winde m Untersuchungshaft genommen. Aniverfttäts-Naichrichtett. Afüsteuzarzt Doldm Tübingen Hal einen Rus als Lehrer für Bakteriologie an das Royal Institut of Pathe Health in Lo n- d o n erhalten. A M arbu r g, 21. Juni. Der Privatdozent der philosophischen Fakultät Dr. O e st r e l ch hat den an ihn ergangenen Ruf als ordentlicher Profefsor der Geographie an die Universität Utrecht angenommen. Kleine Tageschronik. Gegen den jüngst vom Gymnasium ui (Sebro eil er ab- gcgangenen elsäjsijchen P r i m aner Mülhäuser ist Anklage wegen Al a j c st ä t s b e l e i d i g u n g erhoben worden. Rach einer Schul» ieiev Hal er in der Lula die Kaiferbüste^vefchädigt und an ihr eine beleidigende Inschrift angebracht. Der Praildem der Mannheimer Handelskammer Geh. Kommerzienrat Lenet stiftele ans Anlaß femes 70. GeburlStages der Stadtgemeinde luuOUü Mk. zur Erbauung emes Kinder- e r h o l u n g s h e i m S im Odenwald oder im Schwarzwald. InDresdcn wurde am 21. Ium das 13. deutjche Bundes- kegeln eröffnel. Der Vorsitzende jchob die erste Kugel für Kaiser, König und Valerlaud. In B u chh e 1bei Mülheim am Rhein zechten zwei Brüder auf der Kirines-Feier die Nacht hindurch und gerieten unter der Einwirkung des Alkohols derart an einander, daß der eine B r u d e r d e n andern erschlug. Der Brudermörder wurde verhaftet. Infolge fürchterlicher Hitze wurden am 20. Juni in der Bürgerschule im Augarrcn (Oesterr.) 15 Saiuttinder vorn Hitz- 1 d) i a g e beiionen. Ter Scyulunterrichc mußte jofori eingestellt werden. Die Teilncymer am Wiener Fcstznge aus den süd- slawonischen Gevieccu Oesterreichs iourden bei ihrer Rückkehr ungünstig empfangen. Aus Spätaw in Talmakien wird gemeldet: Gegen 200 Kroaten empfingen Die lrouttfcyen Teitncymer am Feftzuge mit Beschimpfungen. Es entstand em Handgemenge, wobei einige Personen verwundet wurden. Ein .Student wurde ins Meer geworfen. Ein Z w e i k a m p f für d i e Königin von Portugal hat in Pans flattgesunden. Ein in einer dortigen Zeitung erschienener Artikel, der die Königin Ainölie veruiiglimpste, ' veranlaßte ein Tegcuduell zwijcheii dem Dynasliegegner Herzog Ällbuquerque Und dem Bewmiderer der Königin Baron Burcoun; Letzterer wurde verwundet und verließ den Kainpfplatz nut Dem Ruf: „Vive la reine !“ Der Arzt Hall Edwards inLondon, der durch die Anwendung der Radiographie bei der Heilung von Krankheiten bereits seinen linken Arm verloren hat, mußte sich anch die rechte Hand amputieren lassen. König Eduard hat dein Märtyrer der Wissenschast eine fährliche Pension von 2400 Al art aus ferner Privaijchalulle bewilligt. Ans O f > a g n a (Jickl. ioiro gemeldet: Der Kaplan Angelo ni lag in ständigem Streit mit seinem Kanonikus, Der fo aasariete, daß Angeloni zu einem Revolver griff, und zwei Schüsse auf Den Kanonikus avgab, welche diesen saMer verletzten. Dann feuerte evjclbU aus sich ao unD starb bald Darauf. Der GrunD zu den Streitig keilen lag in Der gegenseitigen Eifersucht wegen eines schönen Mädchens. Aus Sonll-amplon wirD telegraphiert, daß Die Passagiere des „Albertville" Den Untergang des Ko n g o - F l u ß D a m pf - f e r ü „Bille D c Brnge s" durch einen Tornado oeftäiigten. 7 0 Ät cnschcn tarnen dabei u m. Handel. — Deutsche überje e i s ch e Auswanderung. Im Rlonat Alai 1908 wurden befördert: Deutsche Auswanderer über Bremen 1166, im Vorjahre 1601, über Hamburg 717, im Vorjahre 1105, über deutsche Häfen zusammeii 1883, im Vorjahre 2006, ferner über sremde Hafen gegen 667 im Vorjahre, zusammen also 2676 gegen 3273. Aus deutschen Häfen wurden im 9)lat neben deutjchen Auswanderern noch 9647 Angehörige fremder Staaten befördert, davon gingen über Bremen 5018, über Hamburg 4629. Getreide-Wochenbericht der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschastsrats vom 16. bis 22. Juni 1908. Befürchtungen, daß Niederschläge Die im Gange befindliche amerikanische Ernte schädigen oder mindestens verzögern dürsten, wirkten anfangs befestigend und befriedigend und ließen für die inzwiichen start ermäßigten Forderungen namentlich in England nach längerer Zell wieder mehr Interesse hervortrcten. Auch seilens deutscher Importeure lourDen aus Den an Der Küste ein- getroffenen LaDungen feine Anschaffungen gemacht, gegen die aber im Lieferungsmarkte Abgaben erfolgten, als Amerika wieder schwächere Preise melDete. Auf die Aviatzverhältnisse im Jnlande waren die Über,eeischen Anregungen ohne Einfluß geolieben. Trotzdem daS an die Märkte gelangende Angebot normalen Ansprüchen gegenüber kaum gewach,en wäre, gestaltet sich Dessen Verwertung mei|t schwierig unD verlustbringend, zumal Bedenken wegen Dec Qualität, namentlich beim Roggen, der ohnehin fchwuMn ilauflu)t noch engere Grenzen gesogen haben. Scycinvar stütz! sich Die durch Die Versorgung kaum gerechtfertigte Kaufenthaltung aus Die hilifichUich Der ErnleauSiichten herrfchenDe Aussaffung. Der amtliche Bericht sür Preußen konstatiert zwar die erwartete Besferung, bewnt aber, Daß die Den Noten beigefügten Bemerkungen Die landwirtfchastliche Lage weniger günftig erscheinen lassen, als aus Der ziffernmäßigen Begulachlung ersichtlich ist. Zm all» gemeinen bestätigt Der Bericht die bereits zu Anfang des Monats feilens der PreiSberichistellc gegebene Darstellung, wonach die Aus fichten für Weizen und — mit der Durch Hagelschäden unD Lagerung bcDingtcn Einschränkung — auch für Roggen günstige seien, währenD Die Sommerung durch Ileberwuchern Des Unkrauts, häufig auf tretende Schädlinge und Pflanzenkrankheiten an einer vorteilhafteren Entwiaclung gehmDerl wurde. Dazu kommt noch. Daß sich in Den letzten Tagen Mangel an BoDenfeuchtigkeit be- nurtbar mach., Der bei den herrschenoen audtroctnenDen Winden wefentuch zur Verschärfung obiger BeDenken beigerragen hat. Anderer, ei-s haben hier umlaufende Gerüchte über ein Ausfuhrverbot Rumäniens |ür Hiv,e, Heu und Stroh neuerdings Die Aus- nief.ie.niteit c:.} Di? je dieses LanDes gelenkt unD schließlich loicDti eine seftere < amung aufkommen lassen, bie sich vor Qilijn in erhöhtem ^.uUrcsse sstr FuttermUtel. öüL Ausdruck brächte. Weizen und Roggen haben ihr? vorwöchiges Preis.' Niveau bis auf kleine Verluste wieder erreicht, Hafer per Sep- tember soacrv um 1 % Mk. ungezogen. Sehr feft lag bei an- ziehenden argentinischen Forderungen Mais. Es stellten sich die Preise iur inländisches Getreide am letzten Markttage e Hafer Weizen Roggen Königsberg - ( - ) 176 (- 4) 150 (— 2) Danzig 215 ( — 5) 177 - 5) 155 (— 5) Stettin 217 ( - ) 178 (- 4) IGO (- ) Pofen 217 ( - 4) 174 (- 6) 151 (— 4) Breslau 214 (- 2) 180 (- 5) 155 (— ) Berlin 215 ( :+ i) 186 (- 2) 175 (— ) Magdeburg 209 1 H 1) 189 (— ) 158 (— 3) Halle 210 ( - ) 192 (- ) 160 (- ) Leipzig 216 ( - ) 196 (- ) 158 (— 1) Rostock - ( - ) 184 (- 1) 161 (- 2) Hamburg 208 ( - ) 189 (- 3) 175 (- 1) Hannover 210 1 - 1) 190 (— 1) 165 (— 1) Braunschweig 210 ( - 1) 190 (- 1) 165 (- 1) Düsseldorf 208 ( - 2) 190 (- 3) 166 (— 4) Köln 205 ( — ) 192 (- ) 170 (+ 1) Frankfurt a.M. 210 ( - ) 198 (- 7) 175 (-21/,) Aiannheun 214 ( - 3) 200 (- 1) 170 (- 1) München 223 ( + 1) 193 (- 1) 178 (- ) Weltmarktprei | e: Wei zcn: Berlin Juli 211.75 (— 0.50), Sept. 194.25 (— 0.75). Budapest Okt. 196.40 (- - 00.00). Paris Juni 176.10 (-s- 0.80). 1 Liverpool Jnli 160.55 (- ■ 1.65). Ehicago Juli 132.90 1— 4.45). Roggen: Berlin Jnli 190.50 (— 0.50). Sept. 176,25 (— 1.00), Hafer: Berlin Jnli 161,75 (— 0.50). Sevi. 159.50 (-p 1.50) 2Jlf. spielplan der vereinigten frankfurter StaSttheater. (Dpernhaus. Dienstag den 23. Juni*): „Tas goldene Kreuz." Hieraus: „Tie Altweibermühle." Ptittwoch Den 24. Juni, abends 6% Uhr: Volks- Vorste11ung: „D i e M ei st e r f i n g e r von St ü r n b e r g." Donnerstag den 25. Ium*): „Ter fiöele Bauer." Freitag den 26. Juni, abeiids halb 8 Uhr: „Em Walzertranm." Samstag den 27. Ium: „Der Barbier von Sevilla." Hierauf: „Tw '211t- weibermnhle." Sonntag den 28. Juni: „Aida." ÜJtomag den 29. Jnm, abends halb 8 Uhr: „Undine." Dienstag den 30. Juni: „Oberon." Mittwoch den 1. Juli, abends halb 8 Uhr: „Die luftige Wuwe." Donnerstag den 2. Juli: Letzte Vorftellnng vor den Ferien: „Aiargarethe. Vom Freitag, 3. Jnli, bis inkl. 1. August bleibt das Opernhaus geschlossen. Wiedereröffnnng der Opernjaison ant 2. August. Schauspielhaus. Dienstag den 23. Juni"): „Tie glückliche Gilberte." (Heureuse.) Lnstspiel in 3 Akten von Max Schönaii. 'Mittwoch den 24. Ium: „Anna Karenina." Donnersiag den 25. Jiini, abends halb 8 Uhr: „Tie Stibelungen." („Ter gehörnte Siegfried", „Siegirieds Tod"). Brnnhildc: Fräulein Frieda Eich eis heim vom Kgl. Theater m Wiesbaden als Gast. Freitag den 26. Jnm: „Nora." Samstag den 27. Ium: Zum ersten ÜDlale: „Die Nibelungen", „Str i eni- h11ds R a ch e", von Hebbel. Sonntag den 28. Jnm: „Kriemhilds Rache." 'Montag den 29. Juni: „Zwifchen Ja und'Nem." Dienstag den 30. Juni: „Anna Stareiüna." Mittwoch den 1. Juck: „Rriem- hilDs Rache." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abeiids um 7 Uhr. Meteorologische Beobochtnngen der -Station Gießen. Juni 1908 Barometer auf 0° reduziert ^.empeninu der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Wiiidrichtunc Windstärke Wetter 22. 226 746,0 21,2 11,8 64 NE 4 Sonnenschein 748,7 16,8 11,7 82 NE 4 Bed. Hinimel 23. 785 748,3 16,4 11,8 85 N 4 Sonnenschein Höchste Temp uatlir im 21 . bis 22. Jin il — 4- 21,3 ° C. Niedrigste „ „ 21. „ 22. „ = -j- 14,5° c. TeSefonischd Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Jtöri 3^% Reichsanleihe . . 91.70 '6% do. . . 82.55 3^°/0 Konsols .... 91.80 3% do. .... 82.55 3 Hessen 90.70 3>L°/o Oberhessen . . . 90.00 4% Oesterr Goldrente. . 99.90 4%% Oesterr. Silberrente 99.10 4% Ungar Goldreute . . 93.25 4-6 Italien. Rente . . . 104.00 3-6 Portugiesen Serie I . 62.90 3-z Portugiesen „ UI 63.75 4^°/0 russ.Staatsanl. 1905 95.15 4)$°/0 japan. Staatsanleihe 89.20 4-6 Couv. Türken von 1903 96.40 Türkenlose 147.80 4-6 Griech. .Monopol-Aul. . 51.30 4% äussere Argentinier . 87.00 3% Mexikaner . . . 66.70 4>äu/0 Chinesen .... 96.55 Aktien: Bochum Guss 208.00 Buderus E. W 110.60 Tendenz: geschäftslos. Berliner Börse, 1 Canada E. B. . . . . . 155.10 Darmstädter Bank . . . — Deutsche Bank .... 229.00 Dortmunder-Union C. . . 56.20 Dresdner Bank .... 137,00 Tendenz: behauptet. e, 23. Juni, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . 116.50 Elektnz. Schlickert . . , 105,00 Eschweiler Bergwerk . . 203.90 Gelsenkirchen Bergwerk . 186.00 Hamburg-Amerik. PaketL 109.20 Harpener Bergwerk. . . 196.5V Laurahütte 200.50 Nordd. Lloyd 93.90 Obeischles. Eisen-Iudustrie 97.00 Berliner Handelsges. . . 159.75 Darmstädter Bank . . . 123.10 Deutsche Bank .... 229.60 Deutsch-Asiat. Bank . . 133.00 Diskouto-Kommandit. . . 171.60 Dresdner Bank .... 137.00 Kreditaktien 194 20 Baltimore- und Ohio- Eisenbahn 84.00 Gotthardbahn — Lombard. Eisenbahn . . 2510 Oesterr. Staalsbahn . . . 149.00 Prince-Henri-Eisenbahn . 118,00 3. Juni. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 196.20' Laurahütte 200 25 Lombarden E. B. ... 25.00 Nordd. Lloyd 93.60 Türkenlose 146,70 l Aug i l a Bei der Rasenbleiche bewirkt lediglich der Sauerstoff der Luft (Ozon) das blendende Weiss und den frischen Geruch der Wäsche. Das Gleiche wird erreicht durch einfaches Kochen der Wäsche mit Augil, welches ebenfalls Ozon entwickelt, hierdurch die Wäsche gleichzeitig reinigt, bleicht und desinßeirt. Vollständig selbsttätig! Kein Reiben! Kein Chlor! Absolut unschädlich und gefahrlos! Neueste Erfindung! Überall erhältlich. Alleinig. Fabrik. Jos. Müller, Seifen- und chemisch- techn. Fabrik, Limburg a. d. Lahn. m lS ZZ jO<^ .5 CT •fi ’S 25 o ^q. ZT WA -8-g ct CT e ct »SD. 3 ZZ- c --* *ct 1 '^o «—• . Q) - «-* • c ex o« •gex« Fis« S'S’ä ®sp NL L s ct. iS D CT ; 5 n — e Z £ G L CT t£Ä o ® - ° 2 3 5 TD — e^~ *t= 3 _,— —- ö) V.«Z I S> 5 SS 05 2 x, -■ S? co o C2 £,-2 ., Z.A^ S Es|5" £— s Ä y *ti « _e±^Ä — = äS _j& <-* ^2^ NM ‘=5 Z 5 6“? .tzr'" e^ 2% . = ch p |_; - 5 £ ua i=se^« S tu <3 Cv -- E & £ö2a CT 05 CT C CQ ’ <3 a AZ N i2 ^ct ZL£ M S ct£J ct - Bz®?®«0 "p’""* ij dl " K Z • • 05 :- >- E " 3 2 " o " = =5„«? ^jO CT « CT rs 'TS*® CT CT —i — ’a’S 5 51 'S®5 2 ct 8 § 3 « 5 •* 5-ct Ä*e — V PT . 2^- Z I ■? p ^@5 •—CT» ., 'U o 5 N^s?A> « 04 o K Z n$; o ~ 5 .._. e EiS- D 5 = !Ä V Ä Ä Z° f 5 2Sy 5 5 3 8£W 8 3 oo äCä« - ■öq U j_j_ - —’ 3 *tj nt*C) **■*- tH t LßKEA s g öS » gS g® t 2.^ Z KZ Zs? s ä B- t=r c ois;A 8 ^®ax>-0 o .62 oi O 5 05 5 CT 5 e »ti ®81S) v T ct 3< ctCQ CT . §S CT, RZ ct 5 s -2 5 — CT CT CT CT 72 ct S ö CT 5 ZV D 2 wa g Ü>q5 £ "ct CT ? Ä-lCTX» v -ct QjO)- ♦"&§ 2 «P^e H’goo *55- Är CT CT> CT 5 <-• NTA^ Z o 'Z-- 5 hss’aÄ* or,T-lCT »0'855 •ÄÄ.— 'c — _ 2 *5 <2 o L.,77 5 = °=l9 5 e toy E-s = »7nH Z CTL ct^CTctP^ .55 62 CT JU o 'XT.CT S- öT E T-< CT 05 ’S CT ü "ct " Ü — ü£5’ct« 2 ct ° 2 E «2CT' CT CS O ä CT CT Q .£ .-a-Ä« CT 2 CT-CT 5" *'■“ 5-^5 ^25 Z “35 E CTjfWHHfl* 25 CT y ß? ,.§A<ßW E %C o. S.CT-^g-Zo ^ssSs-e Ä CT ti 3 CT 05 5 ■e 5 CT 3 *8* N «5 =C S Auf Teilzahlnno kauft man reell/gut"und ffiliig bei J. JTTHÄoT Giessen,' FhOcksfrässe 14-!6<^~| tä Edles Naturprodukt! Zu Achten Sie beim Einkauf ausdrücklich auf den Namen „Dr. Dralle“. SS^/s r b»/5 B"/< Wieseck, den 22. Juni 1908 Großherzogliche Bürgermeisterei Schomber. Wirkung überraschend! Die vielen Nachahmungen beweisen nur, welcher Beliebtheit sich dieses Fabrikat erfreut. Ute WesWen in schwarz, gescheckt und weiß, besonders zumGeschenksürKinder geetgn., versendet unt. Garantie lebender Ankunft ä St. 8,50 Mk.. 4Sl.32Mk., Fleisch ähnl. wie Reh. Nordens, Munster, 336/aJ Lüneburger Haide. St. Louis 1904 t*a n rl T^t*i "V Mailand 1906 wailCl -L HX. Einmal probiert — immer gebraucht. haben in Parfümerie-, Drogerie- u. Friseurgeschäften, sowie in Apotheken. Fällt Ihr Haar aus? Leiden Sie an Schuppenbildung? Juckt Ihre Hopf haut? Dann gebrauchen Sie sofort, ehe es zu spät ist, De*. Dralle’s Birfcera-Haa^wssseff1 Photographische Apparate und sämtliches Zubehör kauft man reell und vorteilhaft in der Central-Drogerie, Schuistrasse Emil Karn. 1.6441 Bullenverkauf. Am Donnerstag den 25. Juni, vormitt. 10 Uhr, soll im Faselhose zu Wieseck ein der Gemeinde Wieseck gehöriger fetter Bulle meistbietend versteigert werden. Zugleich beabsichtigt die Gemeinde einen sprungfähigen Bullen, Simmen- thaler Rasse, zu kaufen und können Offerten bis zum 30. d. Mts. bei der hiesigen Bürgermeisterei eingereicht werden. Arbeitsvergehuna. Die Lranal-Anschlustarbcitcn am Giestener Volksbad sollen öffentlich vergeben werden. Pläne und Bedingungen können tm Bureau des Architekten H. Meyer, Westanlage b, eingesehen, daselbst auch die Angebotssormulare m Empsang genommen werden. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 4. Jult d. Js., vormittags 11 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Giehen, den 23. Juni 1908. r <«J? J? Tcr Vorsitzende der A--G. Grestcner Volksbad. Hermann Eichenauer. Gartenmöbel Eisschränke Eismaschinen Rasenmäher Waschmaschinen Wringmaschinen Drahtwäscheleinen kaufen Sie vorteilhaft bei Emil Pistor Nacht, M arktstrasse 10. |-,OTa wird, beginnend am Mittwoch, den 3. Junr tut Jmpslokale - Schulgebäude, Neustadt 61 - für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmtttags 5—6 Uhr, abgehalten werden. Jutpfvflichtig im laufenden Kalenderiahr sutd dte tm vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die rückständigen aus trüberen Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche tmpsptltchttge Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine nut dem Bemerken ein, bah alle in demselben vorgenommenen Jntpfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine mcht benutzen will, must dre.Jmpsuna feines pflichtigen ölindes bis zum Jahresschlüsse auf ferne Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls rhm rm Januar nächsten Jahres eine pierwöchentliche Frist zur Nachholung der ^mpsung unter Strafandrohung gefetzt wird. . Anher den Pflichtigen werden auch Kinder, welche tm laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem acht Tage später abgehaltenenTennine zurNachschaunochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpsarzte tn den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müssen nut reiner- Wasche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur au einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpilnititut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. (Sieben, den 29. Akai 1908. Grosth. Bürgermeisterei Sieben I. B. Kelle r._______ Bekanntmachung Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gicstcu Versteigerung. Mittwoch den 24. d. Mts. nm 3 Uhr versteigere ich eine gröstere Anzahl Wirtstischc und Stuhle. Zusammenkunft d. Steigliebhaber an der Wirtschaft zur Germania dahier. Bersteigerung bestimmt. (Sieben, 22. Juni 1908 [3837 Seipel, Gerichtsvollzieher. Saison-Ausverkauf Kiliher-Liegkivligeii 10% Rabatt Spart- und Sitz-Liegmazeil 15% „ Einige leicht am Lack beschädigte Sportwagen ganz besonders billig. Alleinverkauf der bekannten Brennabor- Kinderwagen. August Kilbinger Settersweg 79. [3703] Telephon 276. Donnerstag, den 25.Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, lägt Herr Abraham Fröhlich, -Vertreter des Selterswrudels Augusta Viktoria in Löhnberg a. d. 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