NV. LIS Ter Gießener Anzeia. erfcheiut täglich, auß. 158. Jahrgang Donnerstag ZS. Mai 1908 @ -»pf Ä VezugSpretSr SonnlagS. - Beilagen: ▼ KW W monatlich75Ps., viertel- viermal wöchentlich Oä Jk A A AA M A A A Zg. XX A jährlich Mk. 2.20; durch GtcßcnceSamilitnblätter; M fM MlW Mk «W MkW KffW Xiij® Abhole- u. Zweigstellen »wciinalwöchenil.rlreir» «8 8» HM H fl W MH Ä M H 9 M« HM UT jSf M| H ■ V flW Zj Ma fl HH 9^ monatlich 65 Pf.; durch blakt für den Ureis Gießen M 'M M d UM U< M Ä W V 11 K W A ® fe W FS die Post Mk. 2.-viertel- ssswivnviivi ^uiiviuos— für die IKebattiou 112, WMF Verantwortlich WS General-Anzeiger für Oberhessen WGZ A.iiiahrilr von Anzeigen 9f -e»v V 6 f V u. Land'" und „Gcrichls- bia oo^mags'i"ouh^ Notationsdruck und Verlag Ser VrW'fchen Unlv.-Vuch- und SLeindruSerei. H. Lange. Nedaktion, Expedition und Druckerei: Zchulsüatze 7. Auzeigcmell^H.^'Äck! Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. C” irarsn keine Schuld an unseren verworrenen Finanzvcrhältnissen, seht ihr ?u, die ihr die neueste Wirtschailspolilik, die ungesunde Slaalsknnst der letzten Finanzresorm zu veraiitworten habt, wie ihr das Reich auS der Bedrängnis bei»eit. Aber die sieche Finanzwirlschasl des Reiches, nicht seine wirtschaftliche Lage, wie man so oit und jo gern im Ausland zu glauben scheint, bedroht bei ihrer Fortdauer die Grundpsciler unseres CtaalLbaues. Bon dieser Erkenntnis durchdrungen, ,misten die Konservativen und Liberalen aller Schattierungen sich mit Hintansetzung ihrer heiligen Prinzipien auf h a t b e m W e g e begegnen. Tie Rot w i r d z it r g c - b i e t c ri s ch c n (3 c s c tz g e b e ri ti. Ist diese Frühlingsstinnntmg nicht doch noch ein wenig verfrüht? Neurasthenie ist ein Leiden, das zum großen Teil objektiv überhaupt nicht feststellbar ist, sondern bei bcnt der Arzt nur die subjektiven Beschwerden des Kranken mitteilcn kann. Schon dadurch verliert ein solches Zeugnis an Wert. Aber auch die geschilderten Beschwerden sind derart, daß sie als ernstliches Hindernis vielfach nicht betrachtet werden können. In einem Falle bc> scheinigt der Arzt „Eerebrasthenie (ex labore)" (Gehirnschwäche von wegen zn vielen Arbeitens), und zwar zweifellos unrichtig, da bei der einstimmig als ungenügend beurteilten Arbeit Cere- brasthenie jam ante laborem (schon vor der Arbeit- vorhanden war.' Ein anderer Kandidat konnte nicht erscheinen wegen .Herzklopfens und Stotterns infolge von Nervosität, Symptome, die sich besonders bei mangelhaften Kenntnissen auch sonst unter Prii- sungSkandidaten nicht selten finden. Ein dritter klagt über Kopfschmerzen und Magenverstimmung; und der Arzt bescheinigt, daß ihm diese Beschwerden glaubhaft erscheinen. ES soll keineswegs behauptet werden, daß diese Beschwerden durchweg erdichtet sind. Kam cS doch bei einem Kandidaten einmal vor, daß er sofort daS Zimmer verlassen und sich übergeben mußte, sobald der Romanist ansing, römisches Recht zu prüfen; d.e anderen Examinatoren übten diese Wirkung nicht ans, doch sobald der gtomanift wieder anfing, ging es wieder kos. So heiter das klingt: der Ironie folgt der bittere Ernst. Professor Bornhak sagt weiter: Wvnn aus den Prüfungsakten Neurasthenie in einem solchen Grade festgestellt ist, daß deshalb ein Prüfungstermin versäumt lverden mußte, so ist der Betreffende auch nicht zum Beamten tauglich, dem viel schwerere Pflichten obliegen. Wir haben an jungem Nachwuchs Juristen genug, als daß wir uns noch mit ber Unmasse leistungsunfähige^ Neurastheniker zu belaßen brauchten. Es muß daher nach bestandener Prüfung die Ernennung jedes Kändidaten zum Reserenbax. aögelehnt werden, der wegen einer nicht akuten Krankheit, zum Beispiel Neurasthenie, einen Prüsnngs- termin versäumt hat. Er mag auf Grund seines Prüsungszeug- nisses in einem Buttergeschäft oder anderweitig seine Rechts- kenntnisse verwerten, aber für den Staatsdienst ist er untauglich. Sicherlich würbe die Examenneurasthenie als Epidemie sehr- rasch verschwinden, wenn sie nicht erwüchse auf dem für die Krankheit besonders günstigen Nährboden verbummelter Semester. * — Der .Königsberger Prinz". Prinz Friedrich Wilhelm, der dritte Sohn des Prinzen Albrecht, der nun feit per Jahren in Königsberg residiert, um sich bei den verschiedenen Verwaltungsbehörden nlforinatorijch zu beschäsligen, wird dem „Bert. Taget'!.'" zufolge nichl lange mehr in Königsberg bleiben, da er auf Wunsch des Kaisers als unkündbarer Generalbevollrnächligier des Prinzen Friedrich Heinrich die Verwalinng der schlesischen Herrschaften übernehmen und in Kamenz residieren soll. Ein vicl- fach verbreitetes Gerücht, Prinz Friedrich Wilhelm werde ans Beseht deä Kaisers Besitzer bc5 Fideikommisses werden, trug ja sur jeden einigermaßen Kundigen den Stempel der Nnglanbwürdigkeit, da der Kaiser selbstverständlich über das Fidelkonnniß, das kein preiißifcheS ist, sondern von der Großmutter des Prinzen Friedrich Heinrich, der Prinzeß Marianne der Niederlande gesnstel iviirbc, absolut kein Recht der Berjügung hat. Alan nimmt an, das: Prinz Friedrich Wilhelm während seines Aufenthaltes m Kamenz auch beim LandratSamt Frankenstein arbeiten wird, da es jein besonderer Wunsch gewesen ist, em LandratSamt zu verwalten. UebrigenS verläßt Prinz Friedrich Wilhelm Königsberg nicht, ohne daß eilt kleiner Herzrnsroman für ihn sich dort abgespielt hat. Er verlor sein Herz an die sehr reizende, neunzehnjährige Gräfin Paula Lehndorsf, die einzige Tochter deS unvergeßlichen Graten Heinrich Lehndorsf auf Preist, des Generaladjutanten Kaiser Wilhelms I. und seiner Gemahlin Margarete geborenen Gräfin Kanitz. Ter Prinz Halle die ernste Absicht, die Gräfin zu heiraten, da aber der Kaiser seine Zustimmung verweigerte, hat auch die Mutter der jungen Gräfin ihrerseits die Werbung abgelehnt. Liberale ZrWmgrstimnmng. Ter Reichstagsabg. Dr. Heckscber veröstentlicht in der »Neuen Revue" einen bemerkenswerten Artikel über Neue Ziele und Aufgaben d e S Liberalismus. Es heißt dorr u. a.: „Auf den ersten Blick könnte man fürchten, daß die beiden zersetzenden Elemente in unserem Staate, das Konfessionelle und das Sozial-Revolutionäre, durch gegenseitige Annäherung an Stärke gewönnen und sich schlechthin srnmnierlen. Weit gefehlt. Die aus- löseiiden Kräfte, die in beiden Parteien lebendig sind, werden sieh aiich in den Wechselbeziehungen destriiktiv geltend machen und nach und nach die Nerven ihrer Macht zerschneiden. Insoweit haben wir wahrhaftig keinen Griind, den neuen Buiid ju beklagen. Allein eine wahrhafte Gesundiing aus unserer inneren politischen Z e r i s f e n h e i r kann mir angebahnt und gesichert werden, wenn neben jener Verbrüderung eine machtvolle A u s w ä r t s b e w e g u n g des Liberalismus einher- geht. In dieser Richtung nun zeigt die Parteigeschichte der letzten Zeil hochersrenliche Ansätze. Welch ein beschämendes Bild bot nicht der Liberalismus noch im verflossenen Reichstagei Welch eine Zerfahrenheit, welch eine verblendete gegenseitige Befehdung, bald VolkSpartei gegen Frei» finnige Vereinigung, bald diese gegen die Nationalliberalen, niemals ein einheitliches Ziel, niemals ein einheitlicher, klarer Wille! . . . . Wie elementar Hal sich aber der Umschwung der Stimmung voll- zogeu, welch eine feste Zuversicht haben wir geschöpft, seidem nach einer Zeit vorsichtigen Tastens und Experimentierens immer deutlicher wirb, wie die zersetzenden Elemente innerhalb des Liberalismus mühsam aber endlich überwuiidcn werden, nnd wie der Liberalismus unverkennbar frisches Leben und beherzte Tatkraft gewinnt. Ter Liberalismus hört auf, sein eigener Feind zu sein. Nichts ist natürlicher, als daß gerade wir Jüngeren gewünscht hätten, daß daS Teiupo der Einigung ein schnelleres wäre. Wir haben jedoch bald gelernt, daß jede Ueberslürznng leicht auf Kosten des inneren Zusammenhaltes erfolgen könnte nnd wir erlebten nun ohne Ungeduld, mit wachsendem Optimismus und Vertrauen, wie Glied sich an Glied reiht, nnd wie die Gründung einer großen umfassenden liberalen Partei der Verwirklichung stetig naher rückt. Auf dieser Bahn bedeutet die Gründung der freisinnigen Fraktionsgemeinschaft die erste wichtige Etappe, die zivei:e war der Parteitag der sreisinnigen Vereinigung in Frankfurt am Main. Keiner unter nns hat ohne schmerzliches Bedauern einen Mann von der Bedeutung eines Theodor Barth aus deut politischen Leben scheiden sehen. Aber wichtiger als diese mehr persönliche Stimmung war die klare Erkenntnis der erdrückenden Mehrheit, daß der Weg, den Deutsches Reich. Die Kaiserin ist gestern abend 8.35 Uhr über Köln a. Nh. nach Berlin abgereist; zur Verabschiedung aus dem Bahnhöfe hatte sich auch Prinz Oskar von Preußen eingefunden. 3 u in Fall Eulenburg. Dem „Berl. Lok.-Anz." zufolge reifte der Untersuchungsrichter Schmidt in der Eulenburg- Angelegenheit nach München, um dort eine Reihe von Zeugen zu vernehmen und am Starenberger See eine Lokalbejichtigung vorzunehmen. Eine große Anzahl Zeugen erhielten bereits zu diesem Zwecke Vorladungen. Widerruf Hermann Schells? Vor etwa drei Monaten veröffentlichte der Würzburger Strafanstaltspfarrer ^Dr. Hennemann eine Broschüre „Widerruf Hermann Schells?" Jetzt erst,, nachdem die Broschüre bereit-S ausvcrkaust ist, erhielt der Autor, wie die „Franks. Ztg." erführt, die Ausfordcrung zur öffentlichen Abbitte und Zurückziehung der Broschüre auS dem Buchhandel. Wie verlautet, gedenkt Dr. Hennemann nicht, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Das sächsische Wassergesetz wird wahrscheinlich scheitern, nachdem gestern die Konservativen in der Gesetzgebiings- deputotion einen Antrag bezüglich der Emeignungssrage durchgesetzt haben, beit sowohl die Regierung wie die Nationalliberalen jür sie als gänzlich unannehmbar erklärten. A e n b e r u n g b e s K a t h o l i k e n g c s e tz e s in Brann - s ch w e i g. Der braunschweigische Landtag beschloß eine Aenberung beS Katholikengesetzes, wonach auswärtige Geistliche ohne vorherige VerpsliÄtung Amtshandlungen im Herzogtum vornehmen dürfen. Ferner beschloß ber Lanbtag eine, Aenberung bes Wahlgesetzes zu Gunsten ber briticit Wählerklasse. Prinz Friebrich Wilhelm v o n P r eu ß e n wirb vom 1. Juni ab in ber Staatsverwaltung in Schlesien beschäftigt. Der Prinz wirb bei bem in ber Nachbarschaft von Camenz be- iegenen Lanbratsamt bes Kreises Grafschaft Glatz tätig sein. Der im Juni neu zu wühlenbe preußische Landtag wirb Enbe Juni ober Anfang Juli cinberusen werden. Es trifft jedoch nicht zu, daß daS Abgeordnetenhaus in irgendwelche materielle Verhandlur.g eintreten wird. Vielmehr wirb bas Haus auf Grund einer königlichen Order vertagt werden unb erst im Spätherbst feine Arbeiten ausuehmen. Der sozialdemokratische K r e i s v o r s i tz e n d e für Erfurt, Schleusingen unb Ziegenrück Karl Kiesewetter würbe wegen Unterschlagungen zum Schaben ber Gewerk- schaftskasse seines Amtes entsetzt unb auS ber Partei ausgeschlossen. beicr Bedeutung. Gießen ist ja schon wiederholt sowohl von Nationalliberalen wie von Freisinnigen vertreten gewesen, und im Jahre 1903 haben bekanntlich die Nationalliberalen auf bas bringenbste bem freisinnigen Landtagsabgeoibnetcn Dr. Gulfleisch bas Manbat angeboten, unb erst als cc es ablehnte, haben auf den Vorschlag ber Freisinnigen hin die Nationalliberalen an Heyligenstaebt ben geiuemsamen Sian» bibaten nominiert, lieber bie Wahl von 1907 wurden bereits Bedenken geäußert, ob cS unter den neuen Verhältnissen nicht wichtiger sei, einen weiter links stehenden Kandidaten zu wählen. Aber es war begreiflich, daß nicht nur bie National- liberalen an bem siegreichen Führer des vorangehenden Wahlganges festhieltcu, sondern baß auch bie Freisinnigen in chrn einen bcsonbers aussichtsreichen genieinsamen Kanbibaleii erblickten. Das Ergebnis hat bann gezeigt, baß bie erwähnten Aebcnken gerechtfertigt geivesen waren. — Das Referat eines ber anerkannten Führer ber hessischen Linksliberalen unb bie daraus folgende Diskussion werben vielleicht Gelegenheit bieten, sestzustellen, wie weit bie Gemeinsamkeit ui ben Anschauungen der maßgebenden Freisinnigen unb Nationalliberalen in unserer Stabt auf bem Gebiete ber Wirtschaftspolitik unb ber allgemeinen politischen 9lussassung reicht. — Es sei noch daraus Hingeiviesen, baß ber Saal erst um 8 Uhr geöffnet wird. Queckborn, 19. Mai. Am Sonntag nachmittag sand hier int Görnertschen Lokale eine von mehr als 60 Personen besuchte nationalliberale Versammlung statt, in der ber Wahlkreisvorjitzenbe Rechtsanwalt Stauf mann sprach. Zunächst schilberte er, oft von Beifall unterbrochen, unsere innere, Politik unb ging bqmt zu ben Forderungen für ben hessischen Lanbtag über, sich bebei über bie Kanbibatur Lang bes näheren üußenib. Seine Ausführungen ernteten reichen Beifall. Da sich zur Diskussion nicmanb melbete, nahm er bie Gelegenheit wahr, den von gegnerischer Seite immer gemachten Vorwurf der persönlichen Kampfesweise der Nationalliberalen zu widerlegen. An Hand der letzten Nummer des Gießener Antiiemitenblättchens, worin jener Vorwurf wiederholt wird, bewies Redner, baß er getabe ans die Gegner zuträfe. Er verlas die betr. Stellen wie „Kanbibatur Levy" (gemeint ist Bürgermeister Lang', „Verletzung bes Postgeheimnisses seitens ber Nationalliberalen", „schmutzige Kampfesweise ber gebilbeten Nationalliberalen" ufw. Namentlich) wirb Herr O. Niebel mitgenommen mit seiner „jugendlichen Un- kenncnis", der „jugendliche Retter, der sein Sprüchlein aufsagt", ber „orientalische Preßvirat", bie „Zeit, wo ber nationalliberale Wahlkreiserobcrer unb Bureauvorsteher noch nicht geboren war" unb bergt mehr. Gesprochen wirb auch von ben „nationalliberalen Mannesseelen von Dr. WernerS Kollegen". Herr Kaufmann geißelte biefe Kampsesart unter bem Beifall der Zuhörer aufs schärfste unb scmb aller Zustimmung mit der Erklärung, baß seine Partei so nicht kämpfen werbe. △ Lauterb ctch, 20. Mai. In Ober-Al 006, weiter im Gebirge oben, wurde ber nlte Hevchenrüber, ein etwa 70 jähriger kräftiger Mann, beim Kartoffelstöcken von einem Gewitter überrascht, baß uom Oberwalb her ziemlich schnell herangezogen war. Tcv Mann wollte mit seinen Leuten — auch sein Schwiegersohn war babei — Schutz suchen. Ein Blitz schlug nieber unb traf ihn 5u Tobe. Seine beiben Kühe würben ebenso niedergestreckt, ber Schwiegersohn aber wurde an einem Arm gelähmt. Irr dem Dorfe unb ber Umgegend herrscht eine begreifliche Aufregung. Solche Fälle sind selten, gerade in unserem Ge- birgsteil. Q Ulrich stein, 20. Mai. Von hier aus wurde eine zweite Fernsprechlcitung nach Helpershain gelegt, weil der letzte Winter mit seinem starken Schneefall bei einem Draht störende Geräusche verursachte. Eine neue Telegraphenleitung geht von dem benadjtbnvten Bobcnhausen nach Wohn- selb, Altenhain unb Freiensem. fc. Aus Knrhessen, 20. Mai. Nach achtjähriger Pause hielt in ©untcrS l) auf en gestern bie hessische Ne cht sp atte i unter dem Vorsitz des Nechtsamvalts Martin- Kassel ihren Parteitag ab. Folgende Resolution wurde angenommen: „Die hessische Rechtspartei beharrt nach wie Barlh nnL führen wollte, zur allen Zerfpliltcrung des Liberalismus und damit zur hilflosen Unbedeutendheit zurücküihren mußte . . . . Obivohl keine politische Neuentivicklung ohne Rückschläge denkbar ist, so ist doch im Liberalismus heute so viel irische Begeisterung, ein so starker Wille zur Tat und zur Alacht lebendig geivorden, so viel Standhaftigkeit und Eintracht vorhanden, das; keine^poliliiche Gewalt stark genug ist, um den Fortschritt der neuen Bewegung dauernd zu hemmen. E i >t I n e i n a n d e r-A u f g e h e n der Freisinnigen Vereinigung, der Süddeutschen V 0 l k s p a r t e i b i l d e i n n r n 0 ch e i n e F r a g e d e r Z e i t, mögen sich Cozialdeniokralie, Sozialliberaldeinokrale:'. und Zentrmn noch so 1)61(3 bemühen, Mißtrauen und kleine Eliersüchteleren zivischen die freisinnigen Parteien zil pflanzen. Aber nnjere Gegner follen nur nicht glauben, daß mit diesem Ergebnis die Elingnngsbe- strebungen des Liberalismus ihren Abfchliiß gesunden hallen. Unser Weg geht weiter. Wir wollen stufenweise auch eine Annäherung nnd ein B ü ndnl 5 mit d c r n a l i 0 na ll 1 be r a l e n Partei und aus diesem Bündnis soll schließlich die große l i b e r a l e P a r t e i sich h e r a n S b i l d e n, ine Die verschiedenen Teile in einen einzigen Körper verbindet...... WaS aber wird daS Schicksal und die Bcstiminnng der konservativen Partei nnd ihrer Geiolgschast^ für die Zuknnit unseres politischen Vaterlandes nnd unserer geistigen Kultur sein? fcic, gleichsam ine unentbehrliche Vreuise an der iorlschreiienden Slaals- maschine, muß durch die Dtimokralisierimg des Zentrums dauernd dahin gedrängt werden, bei der liberalen Partei Anschluß zu siudeu. Daß aber Sk 0 u j e r v a t i v e und Liberale trotz aller Gegensätze gemeinsam eine gesunde, praktijche Politik treiben können, davon hat der neue Reichstag beredtes Zeugins aogelegt. Die Zerfahrenheit des dentfchen Parteiwesens läßt eme andere Aiöglichkeit als konservalio-liberale Politik nicht mehr offen. Vor diesem Zivange nnd zugleich vordem lebendigen Geuhl si-.r die gemeinsame Woalsahrt wird auch der schrankenloje Parlei-Lrganis- mus bei Lösung der dringenden Finanzreiorin, dieses wahren Aieien- iverkes, bescheiden znrückslehcn müssen. Es ist ja stur die irelsinnige Fraklionsgemeinschait ungemein verführerisch, zu jagen: wlr lrageii r-ttL Stadt rrttd Land. Gießen, 21. Mai 1908. ** Von ber Obstbaurnblüte. In ungewöhnlich raschem Zeiträume blühen unsere Obstbäume ab. Kaum drei volle Tage bauert bie Blütezeit eines Obslbaumes. Eine schöne Blütezeit ist bas nicht, aber ein nützlicher; beim bie Fruchtansätze erfolgen äußerst reichlich. Dazu ist berBlüten- ansatz ein überreicher, insonderheit bei den gegenwärtig in der Blüte stehenden Apfelbäumen. Ein solcher Blütenflor ber Apfelbäume gehört zu ben Seltenheiten. Aiich die Objibau- feinbe, wie Raupen, Käfer u. dgl. lassen sich nur selten beobachten. Tie Maikäser sind gänzlich ausgeblieben, schon jetzt fliegt ber kleinere Junikäfer, der nach den Maikäfern kommt. Die Aussichten für die diesjährige Obsternte gehören 51t den denkbar besten. " Ooffentlief)e p0litsche Versammlnng. Man schreibt uns: Das Thema „Einigung bc5 Liberalismus", über bas Pfarrer K 2 rell heute abend in SteinS Garten sprechen wirb, ist gerade für unseren Wahlkreis von befon- Auch eine Epidemie! • lieber „Erkrankungen vor Prüsungstermincn" veröffentlicht Professor Konrad Bornhak in den „Berliner Akademischen Nachrichten" einen sehr interessanten Artikel aus ben Erfahrungen heraus, bie er offenbar als Examinator bei den Referenbarmts- PrüsungeN gewonnen hat. Er schreibt unter anberent: 1 Menn jemanb kurz vor der Prüfung erkramt und zum angesetzten Termine isicht erscheinen kann, so ist daS an >ich jchon ljochj. bedauerlich. Wenn diese Erkrankungen aber einen Ilmjang an- nehmen, wie bei einer Epidemie, so muß der 'Seuck^ nach vorheriger Feststellung des.entfprechend.'n Bazillus natürlich mit auc-t Mitteln ber mvdemen Hygiene entgegengetreten werden. Dieser epidemische Zusümb ist bei ber ersten juristischen Prüfung wenigstens in'Berlin zweifellos vorhanden. Daß von den vier geladenen Kandidaten alle vier erfcheinen, rann gerabezii als Aus- nahme betrachtet werben, meist kommen nur drei, nicht selten zloei, bisweilen sogar nur einer, währenb bie übrigen lief) erst ganz kurz vor bem Termine, ost telegraphisch, entjchulbigen, so baß kein Ersatzmanii nachgcläven werben kann. DaS ist einmal eine grobe Rücksichtslosigkeit gegen die anderen Kanbibcuen, va wenigstciis für brei die Prüfung nicht abgekürzt Wirb, aber auch Segen bie Mitglieder ber Prüfungskommission, welche bie Arbeiten ber Ausgebliebenen zwecklos durchgesehon haben unb bte- selbe Zeit wie für brei verwenden müssen. Daß junge Männer im kräftigsten Lebensalter von burch-- schnittlich 21 biS 25 Jahren so zahlreich erkrankten, wäre betrübend, wenn eS sich in der Tat um ernstliche Krankheiten handelte. Aber bie Erkrankunge'.i treten immer erst tnrz vordem Prüsungsiermiiie ein, unb bie ärztlichen Zeugnme belunben durchweg Neurasthenie, vielfach derart, daß man sich wundern Muß, baß die Kanbibaten nicht Anstanb nehmen, em solches -Zeugnis vorzulegen. vor in ihrer Anklage gegen das Unrecht des Jahres 1866 und m der Hoffnung auf eine Sühne dieses Unrechts. Sie gründet diese Hoffnung jedoch nicht aus i.rgend welche auswärtigen Verwickelungen, auch nicht blos aus den freien Willen der deutschen Fürsten, sie rechnet vielmehr darauf, daß das deutsche Reich erst noch durch Entfaltung einer selbständigen und unabhängigen Rcichsgewalt zur Wahrheit werde, daß dann aber auch durch Aufhebung des preußischen Staats- absolutismus Raum für eine Stanunesglicderung des deutschen Volkes geschaffen werde, in welcher für Hessen und sein Fürstenhaus durch Natur und Geschichte ein Platz gesichert ist." W. Wiesbaden, 20. Mai. Bei der Aufführung von Wedekinds „Erdgeist" im hiesigen Residenz-Theater ging dem Inspizienten und Schauspieler Queis beim Laden des Revolvers ein Schuß in die Hand. Infolge hinzu- getretencn Wundstarrkrampfes ist dec junge Schauspieler heute gestorbcn. Provinzial-AusschuK der Provinz Obcrheffen. Gießen L, den 20. Mai 1908. Heinrich Klein Ehefrau zu Gießen hat um die Erteilung eines Wandergcwerbescheins nachgcsucht, der ihr jedoch von dem Kreisausschuß des Kreises Gießen mit Rücksicht auf ihre Vorstrafen versagt wurde. Gegen den Beschluß des Kreisausschusses verfolgte sie Rekurs an den Provinzial-Aus- schuß, jedoch ohne Erfolg, da dieser den Rekurs heute als unbegrüudet kostenfällig verwarf. In der Sache: Enteignung von Gelände zur Verlegung des Bahnhofs Vilbel hatte der Provinzial-Ausschuß unterm 7. Dezember v. I. die Einweisung der Königl. Eiscnbahn- direktion Frankfurt a. M. in den Besitz der den Fr. Lindemann Eheleuten zu Vilbel gehörigen Grundstücke für zulässig erklärt. Der gegen das Provinzialausschuß-Urteil an Großh. Ministerium des Innern eingelegte Rekurs war von diesem zurückgewiescn worden. Nachdem die Königl. Eisenbahn- direktion inzwischen den Nachweis über die Hinterlegung der von der Lokalkommission zuerlanntcn Entschädigung bei Großh. Amtsgericht Vilbel erbracht hat, ivnrdc sic heute m den Besitz des fraglichen Geländes eingewiesen. Es ivird nunmehr in einer demnächstigen Sitzung über die Festsetzung der Höhe der Entschädigung zu verhandeln sein. Die Beschlußfassung über die Klage des Landarinen- vecbandes Erbach gegen den Landarmenvcrband Gießen wegen Ueberliahme von Unterstützungskosten der Anna Abt wurde ausgesetzt, da vorerst noch Erhebungen angcstellt werden sollen. Die Marg. Fischer von Schlitz mußte am 13. Mai 1907 durch Gewährung von Pflege für ihr Kind von dem Qrtsarmenvcrband Darnisladt unterstützt werden, welchem hierdurch 49,50 Mk. Kosten erwuchsen. Tic hierauf ange- slellten Ermittelungen ergaben, daß die Mutter ihren durch Abstammung in der Gemeinde Schlitz erworbenen klnter- stütznngLwohnsitz zur Zeit des Eintritts ihrer Hilfsbedücftig- keit in dieser Gemeinde noch nicht verloren haben konnte, da sie bis zu ihrer Volljährigkeit — 14. November 1905 — unter gesetzlicher Zwangserziehung stand und während dieser Zeit in der freien Selbstbcstimniung ihres Aufenthaltsortes behindert war. Der Orlsarmenverband Darmstadt versuchte deshalb zunächst auf gütlichem Wege von Schlitz Ersatz der Kosten zu verlangen und ging dann, als dies erfolglos war, klagend gegen den Orlsarmenverband Schlitz vor. Der letztere begründete seinen ablehnenden Standpunkt damit, daß die Fischer, nachdeni sie aus der Anstaltspflege entlassen und als Dienstmädchen iintcrgcbracht ivorden sei, kcilicswcgs in dec freien Selbstbestimmung ihres Aufenthaltes beeinträchtigt gewesen sei, da eS ihr jeder Zeit freigestanden habe, ihre Stelle zu wechseln. Außerdem habe sic von Eiide 1902 ab weder von der Gemeinde noch ans Kceisinitieln Untör- stütznng erhalten. Sie habe deshalb ihren Unterstützungs- ivohnsitz in Schlitz verloren. Dem gegenüber behauptete der Ortsarmenverband Darmstadt, die Fischer sei, da sie genötigt gewesen sei, die Dienststellen anznnehmen, die ihr das Großh. Kreisamt vermittelte, in dec Wahl ihres Aufenthaltes nicht selbstständig gewesen; außerdem sei sie noch nach 1902 auf Kreiskosten in Anstaltspflege nntergebcacht gewesen, habe sich aber auch bis zu ihrer Volljährigkeit in Zwangserziehung befunden; sodaß sie erst nach diesem Zeitpunkt selbständig in Bezug auf den Erwerb und Vecliist des llnterstützungsivohn- sitzes gewesen sei. Hiernach sei Schlitz ersatzpflichtig. Der Provinzial-Ausschuß erkannte in seiner heutigen Sitzung dem Klageantrag ent sprecheiid. Vie Schützer §ehde. Man schreibt uns aus Schlitz, 20. Mai: Der Streit der Bürgcrschast mit d.-m Grasen Görtz dauert — leider — immer noch fort und demokratische und sozialdemokratische Blätter können sich nicht genug tun, ihren Lesern die unglaublichsten Sachen vorzumachen. 'Jin der Spitze marichiert nicht etwa der Vorwärts, welcher m seinem Artikel noch maßvoll war, sondern die „Kleine Presse" in Franksurt a. M. Daß der ganze Streit besser nicht gewesen wäre, lvird heute wohl beiderseits anerkannt. Ausgeschlossen ist es auch, daß cuva der Gemeinderat nachgibt, aber diese leidige Affäre nunmehr auszunutzen, um die Witzecken für sensationslüsterne Leser zu füllen, dazu ist wahrhaftig die Sache zu ernst. Auch ist es grundsätzlich falsch, Berichte über den Fall zu bringen, wie sie sich der „Frankfurter Generalanzeiger" leistet. Wenn der Schreioer des betr. Artikels von vornherein sagt, daß er die Geschichic eigentlich mehr als Privatangelegenheit behandelt und wenig darin unterrichtet sei, dann sollte^ er doch auch seine übrige Weisheit für sich behalten. Daß Wildschadenersatz als Nebenerwerb der Landwirte in Jägcrkrciscn gilt und daß dies hier auch so sein könnte, wirft er den Schlitzern nicht direkt vor, deuiet es aocr doch au. Karnikel, wofür er einmal hat Schaden bezahlen müssen, kennt mau hier nicht, wir haben nur Feldhühner, Schnepfen, wilde Enten, Haicn und Rehe (letztere in Menge), sowie ab und zu einmal ein Stück Rotwild oder Wildschwein. Wenn er aber nun noch gar in seinem Artikel die Bürgerschaft mit altch attisch er Dickköpfigkeit behaftet erklärt, so können luir ihm nur erwidern, daß er vollständig auf dem Holzwege ist, wenn er die Schützer etwa für Idioten ansieht. Sein lateinischer Ausdruck, den man auch recht gut mit Dummköpfigkcit übersetzen kann, geben wir ihm hiermit bestens Dankend zurück. Das beste Stlick leistet sich nun heute (Nr. 117) die Kl. Presse unter der Rubrik „Politische Ruiidschau". Hier wird der Redaktion angeblich aus Schlitz mitgeteilt, daß eigentlich der — Deuffchc Kaiser — die indirekte Ursache des Streites sei. Sr. Majestät wegen, dec Jahr einige Tage zu Jagd hier weile, würde das Wild immer sehr geschont, damit ein recht zahlreicher Mildstaud geboten werden könne. Einen 'solchen Blödsinn kann lein Schützer geschrieben haben, denn ein icber Bewohner weiß, da,; der Deutsche Kaiser hier überhaupt nicht zur Jagd geht. Bei dem allerersten Besuche 1892 hat cr an einem Fuchsgraben am Richthof leilgenommen, damals einen Fuchs geschossen und seither niemals wieder die Jagd hier ousgeübt und wenn die Blätter tausendmal schreiben, der Kaiser kommt zur Jagd nach Schlitz, — es ist nicht wahr — er verlebt einige Tage int Jahre in der Familie t^s Grasen Görtz, macht viele Spaziergänge, meistens ganz allein in bie_ nahen Wälder, aber er jagd nicht, und deshalb ist obige Unterstellung vollständig falsch. Im übrigen scheint sich die Spannung eher zu erhöhen als nachzulassen, trotz des sehr maßvoll und korrekt gehaltenen offenen Briefes von der Stadwerwaltuiig. Was soll man zum Beispiel dazu sagen, daß ein dem hiesigen Badcverein gehöriges Bade- haus in dem Schlitzflusfe, ohne weitere Mitteilung an den Verein, einfach abgebrochen, auf Magen geladen und an einen Platz vor die Stadt gestellt wird, wahrscheinlich weil der Zugang zu dem Badehause über eine gräflich^ Miese führt? Muß sich die Gutsverwaltung, (in diesem Falle der ausführende Teil), nicht selbst sagen, daß eine solche Eigenmächtigkeit, besonders in so aufgeregter Zeit, doppelt stark wirkt? Der Badeverein hatte auf gestern abend Generalversammlung einberufen, 11 in zu beraten, was gegenüber einem solchen Schritt zu tun sei. Der Erb gras wird in den ersten Tagen von Berlin hier ein- tresscn und eS ist sehr zu wünschen, daß dieser etwas in der ead;2 vermitteln hilft, damit der Streit, der nur beiden Seiten schaden kann, endlich beigelegt wird. Daß der Kaiser dieses Jahr nicht nach Schlitz kommt, ist bekannt, es wäre jedoch grundfalsch, dies etiva mit den bestehenden Zwistigkeiten in Verbindung zu bringen._____________________________________________________________ Vermischtes. • U e b e r die Maßlosigkeiten bei dem Empfang der französischen Studenten urteilt die Kartell- Zeitung des Sondcrshäuser Verbandes Deutscher Studenten- Gcsangvercine: „Konnte man schon nach den Pceßäußerungen den jungen Leuten einen herzlichen Empfang und genußreiche Tage in Aussicht stellen, so haben doch die Tatsachen die kühnsten Erwartungen derart in den Schatten gestellt, daß — dein deutschen Studenten die Zornröte ins Gesicht steigen muß! Nicht der — an sich ja utopische — Gedanke einer „Aussöhnung" zwischen Deutschland und Frankreich ist hier gepflegt: dec alte deutsche Erbfehler des untertänigsten Dieners vor allem Fremden, namentlich vor allem Französischen, hat wahre Orgien gefeiert, die zuletzt selbst der geduldigen deutschen Presse etwas zu viel geworden sind. Und was meines Erachtens das Schlnnmstc ist: die französischen Gäste haben selbst mit feiner Ironie zu verstehen gegeben, wie albern ihnen das ganze Tun und Treiben in Berlin vorgekommen ist. Die jungen Leute sind überall empfangen, wie etwa fremde Fürstlichkeiten. Bei einem dec zahllosen Fest- ! mahle, die sic über sich ergehen lassen mußten, bemerkte ihr Führer, Professor Andlcr, sehr treffend, „der luxiöse lieber» schwang käme eher einer Schar Diplomaten als jungen Aka- demikern zu". Alle Sammlungen, alle Schlösser haben sich ihnen anfgetan, und tuo der Deutsche von einem mürrischen Kastellan zurechtgewiesen wird, standen hohe Staatsbeamte und Würdenträger, um den jungen Franzosen ihre Referenz zu machen. Der Rektor der Universität, Vertreter mehrerer Ministerien, der Direktor des Reichstages usw. — kurz: ein Apparat war aufgeboten, der unter geivühnlichen Umständen nur bei fürstlichen Besuchen in Tätigkeit tritt. In einer Reihe von Zeitungen heißt es, man hätte die französischen Studenten durch deutsche Studenten empfangen lassen sollen, denn an den Knciptischen dec Verbindungen würden sie sich wohlcr gefühlt haben, als bei den Champagnerdiners der Diplomaten. Tas mag richtig sein; aber es ist besser, daß die Berliner Studcntenfehast — soweit ich übersehe bis auf Freistudentensehast und „Motiv" — sich ferngchalten und sich nicht 511111 Mitschuldigen an dieser unwürdigen Liebedienerei gemacht hat. Mit welchen Gefühlen mögen diese jungen Herren nach Frankreich zurückkehren? Sind cs Gefühle hochachtender Bewunderung vor deutscher Art, deutschem Fleiß, deutschem Geist? Was sie gesehen und gehört haben, war Firlefanz und Mache, über die sie in dec Heimat im besten Falle — lachen werden! Und was ist der positive Erfolg? Das sagt der gesunde Menschenverstand: wenn jemand die deutsche Servilität, die uns leider immer noch in den Gliedern steckt, so in Reinkultur gezüchtet wird, verwehen die „Verbrüdcrungsgedanken" wie Spreu im Winde". * Bemooste Häupter i in Gymnasiu m. Ans Eves- felb (Westfalen, wird dem Berl. Tgbl. geschrieben: Das hiesige Gymnasium ist zweifellos unter allen höheren schulen der Mo- narchie dasjenige, das die ältesten Schüler zählt. 'Nach dem diesjährigen Jahresbericht fanden sich unter den Dfterabitucienten drei, die in dem immerhin für einen Gymnasiasten schon etwas ehrwürdigen Alter von 28 bis 32 Jahren standen. Einer von ihnen trat mit 23 Jahren in die Tertm ein, nachdem er schon vorher zwei Jahre als Soldat gedient hatte; wahrend seiner Schulzeit hat cr es noch zum Landwehruntcroffizier gebracht; cm zweiter trat mit 29 Jahren in die Prima ein und brauchte für diese Klasse drei Jahre. Unter den Schülern befindet sich auch ein Untersekundaner, der nicht weniger als 28 Jahre zahlt und, wenn es ihm in normaler Zeit gelingt, also mit 32 Jahren bie Reifeprüfung bestehen kann. Dieser Sekundaner ist zweifellos gegenwärtig der älteste Gymnasiast der Monarchie. Neben ihm treten alle anderen Schüler, wenn sie auch in großer Zahl die normalen Altersskiisen dec einzelnen Klassen erheblich über- schreitcii, doch zurück; cs gibt hier Tertianer von 17 bis 19 Jahren, und viele Sekundaner haben bas 20. Lebensjahr weit überschritten; für diese anormalen Altersverhältnissc spricht auch das am 1. Februar festgestellte Durchschnittsalter; es betrug für Oberprima 21,2, für Unterprima 19,6, Doeriefunba 18,9, Untersekunda 17,6, Obertertia 16,5, Untertertia 14,9, Quarta 13,9, Quinta 12,4, Sexta 11,9 Jahre, ist al'o durchschnittlich um zwei Jahre zu hoch. In Bezug auf bie Altersverhaltnisse der Schüler dürfte demnach das Gymnasium zu Coesfeld eine SonbcrftcUung unter den übrigen höheren Schulen einnehmen. * Verunglückte Luft schiff er. Als gestern der Leutnant Ta Fonseca in Manaos (Brasilien) in Gegenwart beS Kriegsministers mit einem Luftschiffe einen Aufstieg unternehmen wollte, rissen, ehe ,das Signal dazu gegeben war, die Taue. Das Luftschiff erhob sich zu größerer Höhe und stürzte dann herab. Der Leutnant wurde in dec Gondel tot aufgefunden. — Zwischen Alpehcr und Valls in der spanischen Provinz Ferragona fuhr ein Luftballon in geringer Höhe, sodaß das Seil den Boden berührte. Mehrere Bauern ergriffen das Seil und wollten den Luftschiffer Magdalena zur Landung zivingen. Dieser weigerte sich jedoch und forderte die Bauern zur Freigabe des Seiles auf; er bot ihnen sogar Geld, aber vergeblich. Der Luftschiffer warf drei Sandsäckc aus und brachte den Ballon zum plötzlichen Steigen, wodurch die Bauern zu Boden geschleudert wurden. Der Ballon prallte gegen einen Felsen; hierbei zog sich der Luftschiffer schwere Verletzungen zu, u. a. einen Armbruch. Der Ballon erhob sich dann bis zu einer Höhe von 3000 Metern. Der Luftschiffer konnte später unter günstigeren Umständen eine Landung bewerkstelligen. * Die Familien-Tragöd ie in der New-Porker Gesellschaft zwischen dem Millionär Georg Sterry und seinem Sohn ist nach den jetzt vorliegenden Nachrichten auf Eifersucht zurückzuführen. Stern) sen, ein Wittwer von 70 Jahren, war Mitinhaber vieler Minen und Fabrik-Unternehmungen. Ec wollte sich mit einer hübschen 30jährigen Lehrerin, Miß Rebecca Blackie wieder verheiraten. Sein 40 jähriger Sohn war in dieselbe Dame verliebt, doch zog diese den Vater vor. Dcc jüngere Sterry trat vorgestern früh in das Bureau seines Vaters in der Pine-Street und streckte diesen, ohne ein Wort zu sagen, diirch einen Rcvolverschuß in den Kopf nieder. Darauf jagte er sich selbst eine Kugel in den Kopf. Beide waren auf dec Stelle tot. Offener Antwortschreiben an Herrn Airchenrat 0. Schlosser, Gictzen. Sehr geehrter Herr Pfarrer! Durch eine Fügung des Zufalls ist Ihr offener Bricj erst heute an meine Adresse gelangt. Gestatten Sie mir auf gleichem Wege eine kurze Antwort! Sie haben bas Wort „Legende" so gefaßt, als ob ich damit bie geschichtliche Tatsache der Kreuzigung Christi hätte negieren wollen. Das war jedoch meine Absicht gar nicht. Ich habe daS Wort nur in dem ernsten Sinn gebraucht, der mir aus meiner Beschäftigung mit Goethe geläufig geworden ist, für eine Erzählung, bei der es auf den historischen Kern gar nicht fo sehr ankommt, wie auf die Bedeutung für unsere ethisch-religiös.- Kultur. Was die anderen Punkte betrifft, die Ihr Brief berührt, so ist an dieser Stelle kein Raum für ihre erschöpfende Behandlung. Daß ich mich aber nicht nur als „Feuilletonist" mit diesen Problemen beschäftige, ist Ihnen wohl selbst nicht unbekannt. Mein Schristchen „Gott und die Kirche" (Konkordia Deutsche Verlagsanstalt, Berlin) z. B. kann Ihnen soviel wenigstens zeigen, daß ich mir der Verantwortlichkeit, um bie es sich hier handelt, vollauf bewußt bin. Ihr hochachtungsvoll ergebenster Dr. Strecker. Bad-Nauheim, 20. Mai 1908. GvttgejanHt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Rcbaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung-) Ein neuer Geschäftszweig winkt dem Kaustnannsstande im Au- streichergewerbc. Dieser Tage fonnlc man m einer Geschäftsstraße sehen, wie cm Kaufmannslehrling feste daraus los bie Ladensrout anpinselte. An sich ist diese Ausführungsweise eine sehr billige, ba die ganzen Kosten nur in Farben und Pinsel bestehen, wohingegen der Anstreicher feine Lehrlinge von der ersten Stunde an mit aus- wärtssteigendc m Lohn bezahlen und auch die hohen Beiträge zur Berufsgenossenschait tragen muß, während der Kaufmann von alledem verschont bleibt. Wäre es daher nicht angebracht, wenn solche streichlustige Kaufleute auch zur Unfallversicherung heran- gezogen werden, dann kann wer Lust-hat feine Lehrlinge im Aw streichen ausbtlben unb in einigen Jahren gibt cs bann kaufmännisch gebilbete Anstreichergehilfen. Meteorologische Beobachtungen der Stativ» Gießen. Höchste Vlicbrigfte o Weller 19. Temperatur um 19. bis 20. Mai ■20. „ 8 E8E Sonnenschein Klarer Himmel Soimcnjchem 752,4 752,7 750,5 21,6 15,8 15,3 = -+■ 22,2 ° C. = 4- n,ou c. 12,5 12,2 10,6 20. 20. 21. 66 91 82 Mai 1908 2» 7 35 Vcrantw. für Feuilleton u. Vermischtes: I. V.: E. Anderson. Teiefomsclhe des Giessener Anzeigers, mitge und Industi Frankfurter ßfiöv Beichsanleihe . . 91.65 3% do. . . 82.70 3j*°/0 Konsols . . .. 91.75 3% do 82.70 Hessen .... 90.80 3>j0/0 überbessen . . . 92.50 4^6 Uesterr. Goldrente. . 9895 4*/6 96 Uesterr. tiilberrento 99.15 4% Ungar. Goldrente . . 93.70 496 Italien. Rente . . . —.— 3 96 Portugiesen tierie I . 62.60 396 Portugiesen „ III 64 00 4%*'/0 russ.Staatsanl. 1905 95 25 4)S°/0 japan. Staatsanleihe 88.90 496 Gonv. Türken von 19ü3 96.00 Türkenlose 150.80 4 96 Griech. Monopol-Anl.. 50.60 4% äussere Argentinier . 87.30 3u/0 31exiäaner . . . 66.70 4>av/0 Chinesen .... 96.60 Aktie»: Bochum Guss 217.75 Buderus E. W 113.00 Tendenz: fest. Berliner Börse, 2 Cauada E. B 155.70 Darmstädter Bank . . . — Deutsche Bank .... 232.60 Dortmunder-Union C. . . 61.40 Dresdner Bank .... — Tendenz: fest. Kursberichte teilt von der Bank für Handel ie, Giessen. wo, 21. Mai, 1.15 Uhr. Elektnz. Lahmeyer . . . 120.10 Elektriz. Schuckert . . . 109.10 Eschweiler Bergwerk . . 205.90 Gelsenkirchen Bergwerk . 193.00 Hamburg-Amerik. Paket!. 110.7c Harpener Bergwerk. . . 198.05 Laurahütte 212.75 Kordd. Lloj d .... 95.30 Obeischics. Eisen-Industrie 100.10 Berliner Handelsges. . . 162.70 Darmstädter Bank . . . 124.00 Deutsche Bank .... 232.80 Deutsch-Asiat Bank . . 135.60 Diskonto-Kommandit. . . 175.50 Dresdner Bank .... 139.25 Kreditaktien 198.50 Baltimore- und Ohio- Eiseutahu — Gottbardbahn —•— Lombard. Eisenbahn . . 23 00 Uesterr. Staatsbahu . . . 148.75 Pnnce-Heuh-Eiseubahn . 120.50 L Mai. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 197.90 Laurahütte 212 00 Lombarden E. B. ... — Nordd. Lloyd 94.40 L'ürkenlose 150.00 FriedrichShagen, Kastanienallee 10, den 18. Juli 07. Seit einer Reihe von Jahren mache ich als Pädagoge immer wieder die traurige Beobachtung, wie bet manchen Kindern mit dem Eintritt in die Schule der Appetit nachläßt und ailniätmdb zum großen Kummer der Eltern, die roten 'paus- backen vcrichwindcn. — Das Frühstück wird, ent» weder ganz verweigert ober es stellt sich, nach seinem mangclhasten Genüsse, Uebelkcit unb Erbrechen em u. 2 Kleinen kebren mit Kopfschmerzen unb Mattigkeit beim. — Indem ich bestrebt war, die Ursachen zu beseiugeN' suchte ich auch nach einer Frübkost, die von den Kindern mert nur gerne genommen, sondern ihrer körperlichen Entwickelung förderlich sein sollte. — Zu meiner großen Freude kann ich nun« mehr seststcllen, das; das Biofon meinen Forderungen entsprach- Selbst niemi sich der kleine Schüler noch nicht zu einem Zubrot bequemen wollte, bot das Bioson für sich allein eine genügende Ernährung und hinterließ, wie ich auch persönlich erprobte, das gesühl der Sättigung. Es luurbc aurfj von den kleinsten Kindern wegen seines Kakaogeschmackes aus der Flasdie getrunken. Ich habe deshalb klagenden Ellern das Bioson empfohlen und nebnie es in meiner Familie au täglichem Gebrauch. Mit uorAÜghdier Hochachtung! G. Schönberg, Gmnnasiallehrcr. Untcricbrut dc* Slonbigt: J-riedrichshagen, den 26. Juli 1907. Der Amtsvorlteyer, A.: Ploelz, Gemeinde-Sekretär. Bioson, das beste und billigitc für Kranke und Schwache, ist in Apotheken, Drogerien usw. das Paket 3 Mk. erhältlich, ivelches für 14 Tage auöreicht. b « ■-Ä V - I Um $ bfl6 ich mit ««Hundt, 2 bin ich. fe gan 8e. letmine T osses-Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere herzensgute Tochter und Schwester Helfrich Elisabeth Familien Helfrich Wä Krausmüller. Giessen (Kaiser-Allee i), den 20. Mai 1908. 8219 aufrecht erhalten. Peters, KonkursvLrwalLer. Nur echte Pfa. Ijtimgeii Saranrirt ch orfrei SS10 /■, Wetter f^VUUJ Ltr. KE Pfg. la. Salat-0e! 7“$^3KjEKY nach- BQ er Bank Fürstenberg - Bräu ' 1« Htohiin Hießen Berlag von ßmit Donaueschingen 1705 Errichtet la«/» B18/s iB 1ü9 B in aller Stille statt. und Kondolenzbesuchen abzusehen. S= W° LZES Kaisers n t Sieben. Bs*. Rouge Geheimer Mcdizinalrat. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode meiner lieben Frau sage ich auf diesem Wege innigsten Dank. Die Beisetzung findet Es wird gebeten, von Kranzspenden Alsfeld, den 15. Mai 1908. Der Vorsitzende I. Jahrgang 1908 9 I. Teil iTaschenbuch- II. Teil (Oaljrbudj). Preis: Mark 3.50. nach kurzem, schweren Krankenlager zu sich zu rufen. Wir bitten um stille Teilnahme. Fürstlich Fürstenbergische Brauerei Ult sichenden W gegenüber leM mannsstande imL einer lSeschäslsslch ii 105 die ilabtnjiii eine sehr billige, desiehcn, wohinW etunbe an mH & e hohen Bcilch!^ bet Äauimmm » i)t aiigebiadjt, « llversichmmg he» ne lleljilinge im L- gibt cs bannte.' Herausgegeben unter Mitarbeit des Herrn Kommerzienrat Hickler, Darmstadt Ehren-Vorsitzender des //Hessischen Jagd Klubs von Fritz Matherm, Frankfurt a. M. des Landwirtschaftskammer-Au SschusseZ für Oberhessen. Korell. Tie Kürkommission für den Kreis Gießen wird stehende Körtcrmine ab halten: 1) Montag, den 25. Mai, zu: Langsdorf, vormittags 9 Uhr Lieh, vormittags 11 Uhr Albach, nachmittags 2 Uhr Garbcntcich, nachmittags 4 Uhr Hausen, nachmittags 5 Uhr. 2) Dienstag, den 26. Mai, zu: Dorf-Gill, vormittags 10 Uhr Ebcrstadt, vormittags 11 Uhr Ober-Hörgern, mittags 12 Uhr Holzheim, nachmittags 2 Uhr Grüniugen, nachmittags 3 Uhr > Leihgestern, nachmittags 5 Uhr. 3) Mittwoch, den 27. Mai, zu: Inheiden, vormittags 91/., Uhr Trais-Horloff, vormittags IO1/, Uhr Bellersheim, nachmittags 12V2 Uhr Bettenhausen, nachmittags 2 Uhr Muschcnheim, nachmittags 3x/2 Uhr Birklar, nachmittags 5 Uhr 4) Freitag, den 29. Mai, zu: Villingen, vormitags X/S1U Uhr Ronnerod, vormittags 11 Uhr Röthges, mittags 12 Uhr Dtünster, nachmittags 2 Uhr Ettingshausen, nachmittags 2/24 Uhr Ober-Bessingen, nachmittags 1/2o Uhr Rieder-Bessingen, nachmittags x/26 Uhr. 5) Samstag, den 30. Mai, zu: Langd, vormittags 9y2 Uhr Rabertshausen, vormittags IO1//,, Uhr Haubenmühlc, vormittags 11% Uhr Siingelshausen, nachmittags 1 Uhr Rodheim, nachmittags 2% Uhr Steinheim, nachmitttags 4 Uhr. Die Züchter von Simmentaler Vieh, die ihre Tiere in daS Herdbuch eintragen lassen wollen, werden ersucht, dieselben an dem hierzu bezeichneten Orte aufzustellen, damit die Arbeiten der Kommission ohne Aufschub erledigt werden können. Gelegentlich der Herdbuchkörung können auch Faseltiere, die zwar den Anforderungen der Herd- bnchtiere nicht entsprechen, dagegen zur Verwendung als Zuchttiere geeignet erscheinen, ans Antrag der Besitzer angekört werden. 1.25 Mk. 75 Pfg. -15 Pfg. 35 Pfg. I Eest»PnddiBgpöIveriopak.45pfg. H. Haas 8BL Gletchstr. 8, Hintcrbauo,^Telcfon 002 ai, Li» Ubr. aiuneyer. ■ Mainzer SpOryOl nur 45 Pfg. la. Ma-Kartoffel Pfd. I© Pfg. neac ital. Kartoffel der freien Schrcincrvercinig- I una (Stegen. 2384 I Karioftclrr feinste Sveise- u. Salatkartosseln empfiehlt zu den billigsten Tagespreisen 1004 I. Hantel, Neuen Baue 7. Telephon 612. Rheinisches Kaufhaus für Lebensmittel 26 Bahnhofstrasse 26. Konkurs-Ausverkauf Richard Feilsch Seltersweg 83 in seinen sämtlichen Beständen, BelenchtungSkörpern, Badeeinrichtungen, Gasherden, GaShcizöfcn, Treibriemen und Nremcnscheibcn, Gas- und Wasserleitungsartikeln, Klingelst und Tclephonanlagen, Einzelteilen, Materialien PP. Die Gegenstände werden, wie seither, montiert und ausgestellt und die Anlagen auch weiterhin auSgcführt. 3229 Der gesamte Geschäftsbetrieb wird unverändert auf Kosten der Konkursmasse tazos. frisch gestochen Erklärung Um Verwcchscltmgen vorzubcugcn, erkläre hiern,it, daß ich mit den in Konkurs stehenden Firmen Wilhelm Schmidt, Mechaniker und Richard Fertsch nicht identisch bin resp. keine Gemeinschaft habe. Wilhelm Schmidt Elektrische Stark- und Schwachstrom-Anlagen Goethestrake 23. 3233 K D eyn Ii, alliy WM« frisch eingctroffen 3167 Eb.Dort.WalltorlIr.4.'). E-H MZ BekannSmachung. Betreffend: Die Abhaltung von Körtermiueu zwecks Ausnahme von Simmentaler Zuchttieren in das Herdbuch. Hauk ' eu - '.' : 1111*1 oiiio- bu ■ • * ‘ abu • • ‘ Kiseubabu ■ faatsDUbU - • lerichte ;eI Hauk für H*1'1 Vergebung von Pflasterarbeiten. Die Pflasterarbeiten für die Rcubefestigung der Johannes- llratzc zwischen !)leucnweg und Gocthcstrage sollen Montan, den 1. Innr d. IS., vorm. IIV2 Uhr, öffentlich vergeben werden. , . < Arbensbeschreibung und Bedingungen liegen wahrend der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote aus Bordrua, der daselbst erhältlich, find fvätestenS bis zum vorgenannten Beit' Duntt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzureichen. — Buschlagssrist 3 Wochen. Gießen, den 20. Akai 1908. B«/5 Städtisches Tlesbauamt. Brn iibn ch.___________________________ »litt. [i)nraitn. ? '*«> mb J 21' * 6» gl landete^ • j^t oyd ■ • ' e • • ' ' Niederlage: H Hcync* G1C8SOn’ WaltÄasse 51 tT1 M m,t °U! gitifi ob ich u.. CN jfg S dtt mit d; * 's,, iiir c “ern gar nicht > l,eie ethisch-religtz. Bries Jetfta 'pende Behände' H' mit biejer. K - unbtfflnnt Ita Deutsche SierU rtl9lteii3 äcigen, £ !>ch hier hgH ster ^r. Slicdci, 2 Lonnenschp- 2 Mrech"« *2 3onneii|X« Fetost. TäfeHeliÄÄÄ Bester Himbeersyrap em. 45 ?fg. V, Vs V<______V8 Liter Flasche ebuckert. • öeix^erk. ■ .Aroerik. r»"' «erg'vcrk- < V = \- 22,2’C. _ = tU-°’2L H,:E. Anders" Hank . - siat Bank Vergebung von Pflaflerarbeii. Mittwoch, den 27. Mai lfd. Fs., vorm. 11 Uhr soll auf dem Rathaus zu Lattbach die Herstellung von 697 Meter Gossen- und Trottoicpflaster öffentlich in Akkord gegeben werden. Der Kostcnvoranschlag liegt auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Laubach, den 20. Mai 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Laubach. Jochem. 3227 > ... (uiauiaudiu • Soeben erschien: Jäger-Kalender* für das Grossherzogtum Hessen, die Provinz Hessen- Nassau, das Fürstentum Waldeck u. den Kreis Wetzlar Organ des Hessischen Jagdklubs« Mit genauen Angaben über Preise, Vervachtungs- termine, Gröhe, Pachlvreis, Pachter, Wildarten:c. . . . aller Gemeindejagden dieser Gebiete . . . SK MW fessel] 82.50 80.50 IS.50 4 Firnis© von billigen Herren-Stiefeln la. Qualitäten braun u. schwarz IM üad Clw» bei Markt- 7 Cmaq Wetter Ltr.ö. tie wli«®öj gOSSC. Schuhhaus. - ÜQMI Kisch eingetroffen starte Eispackung Kl. Bralfische Pfd. 12 Pfg. ss. 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