! g liberal in Frax: and) unserc Sohr.J b Holm su iollal pcn zur Verfügung, der Zumutung, dm — von denen kcii! mt — und Sdjüfc rundlichen AnW 6 Kilometer, anftail liou lausen folfe isenders, es hauch r Lirllichkeit di« jen durch den Eise, cn-Haltestelle m! ic im BolksMM en, die gar nc? keine VcranlasW, Lid)’ Red- d. M nie Milmenschen I . „loraens m . r Anblick Men; .S'O SS ^lmden Arjjs-s Senüber kejJi r' 36 des ß<;«E ! Mrt Jot'ä - fe, ötüninget Wichen (hörte. Mn greisen w ^unrecht", M lvahrheitet. bIc Garbenteich« itammer dn \ -tcinbach aus-1 b,C£ Lessentlichkeit < anen Mm, (gen Älüttem über! ni nicht mehr ei-■ dcr Oessentlichleit 11 Grüningern uni «Politik treibt, bi: l Älbach, ßiorben. mberg völlig eina cßcnd: Es hat ir. Interesse der Grübe errichtet roerben nach Ucbcrroinbung lvüuschcn denselben !00 Toppcllvaggon- ndiascn; mir wün- ) bis 60 Waggon-, l i d)" zum QiÖfita call andnsivo aud) : besondnc Ramt« lrob mitfi. ’?CberS^ "lein oA* Ahausen it, ' eil ;;i'P|nimuÄ s? 9VQll Bntdk *M»Z ^'clheiin. • lehr d-r Cilc.Ng ic 5berHostdllcW» Bevölkerung wlf ■ c hierüber eine alt surkhards, m n»ix ■ •trat, indem er e.W flft nad) dem V W jitb von te Lestellgang üf/tr der erste. fl X Vahrhoit'S'^W Die heutige Nummer umfaßt 10 Seilen. Vorzugsaktien und Treuhandgesellschaften. Anläßlich der Sanierung der Berliner Hotelgesellschaft mit ihrem Börsennamen .Kaiserhofgesellschaft* im Wege der Umwandlung der Aktien in sogenannte .Vorzugsaktien", über die ich in der gestrigen Nummer des Gießener Anzeigers berichtet habe, sind Zweifel darüber laut geworden, welche Bedeutung dieser finanziellen Transaktion eigentlich zukommt. Es gibt verschiedene Wege, um leck gewordene Aktiengesellschaften wieder flott zu machen. Ain beliebtesten ist wohl die Methode, daß den bisherigen Aktionären aufgegeben wird, ihre Aktien unter barer Zuzahlung — im vorliegenden Falle 40 Proz. — in Vorzugsaktien umzuwandeln. Vorzugsaktien, auch Prioritätsaktien, Stammprtoritäten genannt, sind das Gegenstück von gewöhnlichen Aktien, die man in nicht sehr glücklicher Weise „Stammaktien" nennt. Die Vorzugsaktien genießen Vorrechte bei der Verteilung der Dividende und häufig auch das Recht der vorzugsweisen Befriedigung bis zur Höhe des Stammbetrages im Falle der Liquidation der Gesellschaft. Selbstverständlich müssen diese Sonderrechte in der Generalversammlung genehmigt, statutarisch verbrieft und ins Handelsregister eingetragen sein. Bei solchen Operationen gibt es fast stets Minoritäten unter den Aktionären, die nicht zuzahlen wollen oder können. Die Majorität geht dann gegen sie ziemlich rücksichtslos vor, macht sie zu Stammaktionären, kürzt ihre Rechte bezüglich des Dividendenanspruchs und zwingt sie vielleicht auch noch, ihre Aktien zusammenzulegen. Diese Zusammenlegung bedeutet nichts anderes als einen erzwungenen Verzicht auf einen Teil der Forderungsrechte. Man macht z. B. aus je 10 Aktien 6, d. h. der Aktionär, der über einen nominellen Anteil von 10 000 Mk. verfügt, hat in Zukunft nur noch einen solchen von 6000 Mk. Reicht eine solche Sanierung nicht aus, um cm in finanzielle Verlegenheiten geratenes Unternehmen über Wasser zu halten, so wiederholt man, wenn möglich, das Spiel, und so werden Vorzugsaktien Lit. A, B, C usw. geschaffen. Vielfach steht hinter diesem Treiben irgend eine Äank oder Bankgruppe, die den Aktiengesellschaften früher zu mit gehenden Kredit gewährt hat, die aber schließlich die Schlinge zuzieht und ihre Forderungen durch die baren Zuschüsse der poppelt gerupften Aktionäre in Sicherheit 511 bringen versteht. Es ist das ein wenig erfreuliches Kapitel aus dem Gebiete der bankmäßigen Sanierungsmanöver, die ja besonders reich sind an ebenso eigenartigen, wie anfechtbaren 'Tricks. Lange Zeit haben die Registerrichter gegen das geschilderte Sanierungsverfahren nichts cinzuwenden gehabt. Die Judikatur schwankte hin und her und war schließlich ziemlich uneinheitlich geworden. Dem machte erst eine Reichs- kerichtsentscheidung aus dem Jahre 1902 em Ende. Sie 1-ndkt sich in allen gangbaren Börsenhandbüchcrn angeführt, ^lach dieser Entscheidung unseres obersten Gerichtshofs ist zwar die Schaffung von Vorzugsaktien ohne Kapitalserhöhung «egen prozentuale Zuzahlung gestattet. Wer Zubuße leistet, «cwirbt damit ein Bezugsrecht auf Vorzugsaktien gegen Hin- zabe seiner ursprünglichen alten Aktien. Das läßt sich durch ßiatuarischen Mehrheitsbeschluß der Generalversammlung und «^sprechende Abänderung des Gesellschaftsoertrages bewerk- §>elligen. Dagegen ist die Androhung einer stärkeren Zu- ßunmenlegung derjenigen Aktien, auf die keine Zuzahlung «ccleistet wird, vom Reichsgericht für unzulässig erklärt ivordcn. ^in solcher Generaloersammlungsbeschluß verstoße — so heißt (= — gegen die im Handlungsgesetzbuch gebotene Gleich- !!ellung dec Aktionäre. Alan hat die Entscheidung des ieichggcrichtS mit lebhafter Freude begrüßt, weil man darin ,incn „Schutz der Minoritäten" erblickte und eine Sicherung ?egen einen ungebührlichen Zwang zur Uebernahme von Vor- iugSaklien. Im Gegensatz zu dieser optimistischen Beurteilung muß darauf aufmerksam gemacht werden, daß die ^amerungsbanken, für deren Direktoren man neuerdings -en drastischen Spitznamen „Sanitätsräte" geprägt hat, ihre Ab- nhten auch auf anderem Wege erreichen können. Sie veranlassen mmlich die Generalversammlungen, daß den Inhabern dec Vorzugsaktien lucit bedeutendere Vorrechte, als sie sonst üblich ^aren, also Dividendenansprüche, die an Sicherheit fast einem Iff!! O^ligationenzins entsprechen, eingeräumt werden. Der ^mkt i|t dann annähernd derselbe. Ja, man kann ^uch den Erfahrungen, die man bei den letzten ^ Konstruktionen gcldbedürftiger Aktienunternehmungen gemacht ■7 ^gen, daß bei dieser Methode die widerwilligen Aktionäre leistens noch schlechterfahren, als früher. Deswegen wurde in dem gestrigen Artikel, dcr die Beteiligung der Stadt Offenbach an _•'£ Kaiserhofhotelgesellschaft behandelte, die Ansicht vertreten, Offenbach werde sich wohl auf den Bezug von Vorzugs- ^uen einlassen müssen. Es ist ein einfaches Rechenexempel, r- hier gelöst werden muß. Nimmt man an, daß die Berliner ^otclaktiengesellschaft nach geglückter Sanierung an die Vor- ^gsaktionäre 5 Proz., an die Stammaktionäce 2 Proz. an --widenden ausschütten könnte, so bekäme die Konnnune »-sfcnbach in dem einen Fall bei einer nominalen Beteiligung vM 330 000 Mark 11 000 Mack Jahreszinsen, in dem Äderen Falle nur 6600. Natürlich sind das willkürliche "uohmen; denn wer kann wissen, ob überhaupt in der »«chiten Zukunft ein vcrtcilbacer Gewinn erzielt wird, und in welcher Höhe? — Bei dieser Gelegenheit, die ja so wie so besonders geeignet JL; un großen Publikum größere Klarheit über gewisse finanzielle ^--ansakttonen zu verbreiten, fei auch etwas über die Treuhandgesellschaften gesagt. Man wird sich erinnern, daß alsbald nach der Admiralitätsgarten- und Kaiserhofaffäre, sowie dem skandalösen Zusammenbruch des Eberbachkonzecns eine Berliner Treuhandvereinigung zur Bücher- und Bilanzrevision der Berliner Hotel-Aktiengesellschaft herangezogen worden ist. Diese Treuhandgesellschaften, die neuerdings nach englischem Muster tätig sind, haben zweierlei Funktionen: Sie sind einmal Schutzvereinigungen von Besitzern aus- und inländischer Wertpapiere, und zum andern revidieren sie auf Wunsch die Geschäftsbücher, Engagements und Bilanzen von Aktiengesellschaften, die wackelig geworden sind. Die Hauptsache ist, daß sie die letztere Tätigkeit mit Geschick, Unisicht und niöglichster Beschleunigung durchführen. Auf diese Weise treten sie an die Stelle unfähiger oder sorgloser Aufsichtsräte und können unter Umständen erheblich zur Beruhigling dcr geängstigsten Aktionäre, die leider gar zu leicht den Kopf verlieren, beitragen. In dem vorliegenden Falle der Kaiserhofgesellschaft war offenbar eine Beschleunigung des Verfahrens nicht inehr möglich, denn dcr Revisionsbericht, auf den man seit Monaten mit Spannung wartet, liegt immer noch nicht vor, ein Beweis, wie verworren und unüberuchtlich ine Geschäfts- und Buchführungen gewesen sein müssen. Bevor der offizielle Revisionsbericht vorliegt, gibt es eine volle Klarheit nicht. Trotz verschiedener Kllndgebungen des Vorstandes der Kaiserhofgesellschaft und ihresAufsichtsrais wird man vielleicht noch oiif weitere unangenehme Ueberraschungen gefaßt sein müssen. Uebrigens läßt sich eine solche Treuhandgesellschaft ihre kon- iultatwe Praxis als Spezialistin reichlich bezahlen. Die rührigste von ihnen hat in jüngster Zeit erhebliche Dividenden verteilt, und obgleich sie noch nicht zivanzig Jahre besteht, Reserven angesammelt, die dem Aktienkapital gleichkommen. Professor Dr. Ak. Biermer. Stosset zum Tode verurteilt. Uebereifrige ZeitungSberichterslatter hatten schon vor einiger Zeit berichtet, daß General Stössel, der Verteidiger von Port Arthur, zuin Tode verurteilt worden sei. Damals handelte es sich indessen nur um den Antrag des Staatsanwalts, aber nun hat das Gericht gestern doch auf Todesstrafe erkannt. General Stössel luurth zum Tode verurteilt ohne Verlust der Ehre..rechte, General Fock erhielt einen Verweis; die Generale Reiß und Smirnow wurden frei- gesprochen. Der Gerichtshof wird den Kaiser bitten, die Strafe für Stössel in eine 10jährige Festungshaft umzuwandeln in anbetracht der heldenmütigen Verteidigung der Garnison unter seinem Oberbefehl, sowie seiner persönlichen Tapferkeit. Pcrt'LakürentarLsctzes. Berlin, 20. Fcbr. Die Kommis sivn des Reichstages für das Börse ngesetz nahm einen Antrag Bitter (Ztr.) an und beschloß, danach dem Paragraphen 50 folgende Fassung zu geben: B v rse n terminge schä f le in Getreide- und Mühlenfabrikaten lind verboten. Alle übrigen Steftimimungen des § 50 und alle sonstigen Anträge wurden abgelehnt, auch der Absatz, 2 des Antrages Bitter, das Verbot des Börsentcrmüiihandcls in Bergwerks- und Fabrikanteilen ausrocht zu erhalten. Berlin, 20. Fxbr. Wie der Staatssekretär des Reichs- kolonialamtcs, Teraburg, in der heutigen Sitzung der Budgct- Kommission des Reichstages mitteilte, ist der Kolonialrat durch kaiserliche Ordre vom gestrigen Tage auf- gelöst worden. Altenburg, 20. Febr. Ter Landtag wurde heute im Residenzschlvsse durch (den Herzog Ernst II. eröffnet. Er hielt eine Ansprache, in der er der Trauer über den entschlafenen Herzog Ausdruck gab und als Ziel des gemeinsamen Strebens das Wohl des lieben Heimatlandes bezeichnete. Derrtsehes Reich. München, 20. Febr. Gegen die andauernd für Professor Schnitzler im Universitätsgeöäude demonstrierenden Studenten ist vom bayeriichen Kultusministerium eine Untersuchung eingeleitet worden. Karlsruhe, 20. Febr. Tie Handelskammer beschloß in ihrer letzten Sitzung, gegen die vo mReich^postamt geplante Abschasfungder Pau schalgebühren fürden Fernsprechdienst entschieden Protest cinzulegen. — Tie Morgenblätler melden, aus Hamburg : Die Polizei verhaftete einen Werftarbeiter, der unter der Mannschaft des im hiesigen Tock liegenden Kreuzers „S ch a r n h 0 r st" a n- t i m i l i t a r i st i s ch e und a n a r ch i st i s ch e Druckschriften verbreitet hatte. In der Wohnung des Verhafteten wurden anarchistische Schriften beschlagnahmt. Ausland. Wien, 20. Febr. T.e t,u>ea-i,chen Blätter signalisieren eine V e r d ü st e r u n g d e r p0 l i t i f che n Situation. Ter Unzufriedenheit im tichechischen Lager mit den politischen Zuständen soll iwch gestern der Obmann Tr. Kramarcz in einer Konferenz mit dem Ministerpriisideitten Beck Ausdruck gegeben haben. Paris, 20. Febr. Im Kvlonialministerium ist jetzt eine Meldung eingetrvfsen, welche die Informationen aus eng» lischerQuelle bestätigt, wonach dieFranzoseneine Niederlage erlitten und ihre Verbindungen ab- geschnitten seien. — Im No r dosten d es französischen Kongo-Gebietes ist nach Privatmeldungen ein Au f st an d ausgcbvochen. Ter sranzösifche Hauptmann Jacquet und 80 Mann seien umzingelt und ein Osfizier-Steüvertreter sowie 2 Schützen zu Tode gemartert worden. Auch im ShangHa-Gebiet, welches Major Moll, der Führer der deutsch^-sranzöslschen Grenz-Kvmmission im vorigen Jahre durchstreifte, herrscht Unruhe. London, 20. Febr. Tas Befinden CamipbellBannev- mans gibt neuerdings zu ernsten Besorgnissen Anlast. Unter seinen Freunden herrscht die Ueberzeugung, daß er selbst im Falle seiner Genesung der Fülle parlamentarischer und polt- tischer Arbeit nicht mehr geroachsen sei. Sein Äftritt gilt daher mehr als ie wahrscheinlich. Freitag 21, Februar 1908 Bezugsprets: monatlich 75 Pf.,vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig, „ Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; i. Feuilleton und „Vermischtes* P. Willko; für „Stadt u. Land" und „Gerichts- saal": E. Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. , Aus Newyork wird gemeldet, daß di^ anarchistische Partei eine unheimliche Tätigkeit entwickelt. Tie Polizei entdeckte ein Komplott, 'dessen Tellnehmer beabsichtigen, eine Bombe auf bi e Newh 0 rker Börse zu schleudern. Tie Anstifter wurden verl-aftet. An den Mauern der Straßen in der inneren Stadt findet man jeden Morgen große Plakate, die zu Massacrcs der Finanzmänner von Wallstreet auf fordern. Bisher gelang es nicht, die Urheber dieser Plakate zu finden. Tie Polizei trifft Vorsickstsmaßregeln, um das Leben der Finanz-' könige zu beschützen, die hier denselben Gefahren seitens der Anarchisten ausgesetzt sind, wie die gekrönten Häupter in Europa. — Taily Telegraph meldet aus Madrid, daß eine Anzahl maskierter Männer in das Rathaus von Taimiel in derProvinzLaManche e in br trugen, während der Stadt-, rat eine Sitzung abhiell. Tie Eindringlinge erschossen den Bürgermeister und 6 Stadträte auf der Steile. Es citiftanb eine heillose Verwirrung, während die Attentäter entkamen. Es handelt sich um einen politischen Racheakt. — Tie Voss. Ztg. meldet aus Tanger: Nach einer Meldung aus Mogador drangen Offiziere des französischen Kreuzers „Desaix" geivaltsam unter Mißhandlung der ma- rokkanifchen Äussichtsbcamten in die Moschee auf der Jnsek Mogador ein und bestiegen das Minarett per Moschee. Später drangen sie auch in das Innere der Wioschee ein. Der ZwischenfalL wir viel besprochen. Newyork, 20. Febr. „Sun" enthält eine Pariser Tch pesche, Ivonach in der französischen Hauptstadt die Ansickst herrsche, Deutschland wolle die Philippinen kaufen. LansH. Gießen, 21. Februar 1908. ** In Aud ienz empfangen wurde von S. K'. H. dem Gcoßherzogam Mittwoch u. a. Oberlehrer Kl00s von Friedberg. ** Die Zweite Kammer der Stände hält ihre nächste, die 85. Sitzung am Donnerstag, 27. Februar, vormittags 10 Uhr ab. Auf der Tagesordnung stehen u. 0. eine Anzahl zu vorläufiger Beratung stehende Gegenstände, sodann die Regierungsvorlage über die Abänderung der Gesetze, betreffend die Ruhegehaltsverhältnisse und die Hinterbliebenen - Versorgung dec Staatscisenbahn - Angestellten, ferner der Antrag des Abgeordneten Köhler - Langsdorj über die Gewährung von Fahrpreisermäßigungen bei gemeinsamen Schulausflügen von Volksschulen, die Vorstellung des Gemeindevorstandes von Seligenstadt wegen der Beseitigung Der dortigen Konfessionsschule, die Anträge wegen Einführung einer staatlichen Moblliarversitzerung u. s. w. Auch dec Staatshaushalt für 1908 steht auf der Tagesordnung, es wird aber wohl kaum noch in dec Sitzung mit dec Beratung begonnen werden. ** Die landwirtschaftlichen Vorträge für Soldaten sollen sich nach einem kürzlich ausgegebenew Plane auf einige für die Praxis wichtige Abschnitte aus dem Pflanzenbau, der Tierzucht und der Betriebsleh-rs erstrecken. Für den laufenden Winter sind folgende Gegenstände vorgesehen: „Die Pflanze, einiges über Bau und Ernährung Der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen"; „Ter Boden uno seine Bearbeititng"; „Die Saat, einiges über Beschaffenheit des Saatguts und über Saatmethoden"; „Ecniges über Auswabl und Aufzucht des Viehs"; „Wub- tigere Grundsätze für Sie Fütterung des Viehs"; „Gesiuro- heitspslege des Viehs"; „Kapital und Kredit im Landwirtschaftsbetrieb" und „F-eldbausystem urcd Fruchtfolge". Wie die „Darmst. Ztg." hört, sind als Vortragende gewonnen lvorden: Landesökonomierat Müller, Oekonomierat Lang, Oberveterinär Sturhan, Stabsveterinär Schneider, ferner die Landwirlschaftslehrer Dr. Schneider, Pozniczek^Lintz, Bauer und Reichelt. Die nächsten Vorträge finden Samstag, den 22. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, statt. ** Neuer Amtsrichter. Sc. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den Genchtsasseffor 9iich. Plitt aus Wetzlar zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Herbstein ernannt. •• DaS Begräbnis der Israeliten Gießens. Man schreibt uns hierzu aus Groß en-Lind en: Dec Zlrtikelschreiber in Nr. 43 des Gieß. Anz. nimmt an, die Bauern Großen-LindenS hätten sich Gelände des israelitischen Friedhofes angeeignet, was nicht unwiderlegt bleiben soll. Richtig ist, daß das Grundbuch 1856 legalisiert wurde, allein die vor dieser Zeit gültigen Flurbücher sind auch noch vorhanden und diese bestätigen, daß die Gärten, in welchen sich heute noch jene Grabsteine befinden, von jeher Privateigentum waren. Es sind dies die Grundstücke Flur I Nr. 375, 276, 377, 378, 379, 392 und 393. Die Eigentümer benutzen daS Gras, haben jedoch seit mehr als 50 Jahren die Grabsteine auf keinerlei Weise beschädigt. Auch die Parzelle Nr. 394, die norm Namen: „Israelitische Neligionsgememde, die des K^eiseS Gießen", im Grundbuch eingetragen ist, wurde erst 1840 von Ludwig Schedler Frau erworben. Die früheren Eigentümer waren Philipp Schedler und Georg Schedler Witwe. Es läßt sich vermuten, daß die Grundeigentümer gegen eine einmalige Entschädigung den Israeliten gestatteten, ihre Toten an jene Stelle zu beerdigen. Für diese Annahme spricht der Umstand, daß es den Israeliten in früheren Zeiten nicht gestattet gewesen sein soll, Grundbesitz eigentümlich zu erwerben. ** Die Sektion Oberhessen des Deutsch« Oesterreichischen Alpenvereins hat auch in diesem Winter eine rege Tätigkeit entwickelt. Anregende Vorträge wechselten ab mit genußreichen Ausflügen. Besonders glänzend gestattete fick) das Alpenfest, das am Mittwoch in den oberen, prächtig geschmückten Staunten des Hotel« Restaurants Einhorrt stattfand. Die Feier wurde eingeleitet durch ein von Mitgliedern gut gegebenes Festspiel: „Der Einsiedler". Hieraus folgte ein gemeinsames Essen (83 Gedecke). Sodann führten 4 Mitglieder des hiesigen ^>tadttheaters das anfprechende Singspiel: „Das Versprechen Hinterm Herd" auf. Reicher, wohlverdienter Beifall lohnte die geschätzten Darsteller. Hieran schloffen sich Erstes Blatt Nr. 44 158. Jahrgang 2)er wieötncr aiijcig« __ erschein! täglich, außer y ® O WGichenerAnzeiger WZ General-Anzeiger für Oberhesien tS Rotationsdruck und Verlag d-r vkühi'schen Unin.-Vuch- und Steindrnckeret. R. Lange. Redaition, Expedition und Druckerei - Lchulftraße 7. tret Von Mitgliedern der Sektion cmfgesührte Tiroler National-Tänze zu 10 Paaren, die vortrefflich eingeübt waren und gleichfalls sehr gefielen. Das folgende allgemeine Tanzvergnügen wechselte ab mit genußreichen Vorträgen (Zupfgeige mit Gesang) eines wohlgeschulten auswärtigen Mitgliedes der Sektion. Außerdem beteiligte^ man sich lebhaft an einer wohlausgcstatteten Tombola. Sämtliche Teilnehmer waren kostümiert. Man hatte Gelegenheit, die geschmackvollsten Trachten in bunter Mannigfaltigkeit zu bewundern. Tirol und tic Schweiz, wie auch das engere und weitere Vaterland, Wetterau, Schwalm, Schwarzwald usw. waren vertreten. Küche und Keller boten ebenfalls treffliche Leistungen. Hochbefriedigt trennte man sich erst in später Stunde. ** Kolosseum! Tic internationalen Tamen-Ringkämpfe üben eine solche Zugkraft aus, daß das Kolosseum schon vor Beginn der Vorstellung vollständig ausverkauft war. Tie einzelnen Kämpfe kommen in technischer LÄllendung zunr Austrag. Resultat des gestrigen Tages war: Frl. Berg (Berlin) besiegte ihre an Kraft weit überlegene Gegnerin v. ix Str aalen (Holland) mit 7,05 Min. durch Halbnelson am Boden. Im Kampfe Irl. Koslows- ky-Ostpreußen gegen Frl- Kiiorr-Rheinland siegte erstere m 1,07 Min. durch Armdurchzug am Boden. Ter gespannte Enpcheidungs- kampf: Frl- S i m so n-- Hannover gegen Frl. Hanlon-Elsatz, konnte erst nach der zweiten Pause zur Entscheidung koinmen, nachdem Frl. Simson einen gut gefaßten Armfallgritf ansetzte, der chr zum Siege verhalf. Gesamtzeit: war 47,20 Mm. Heute findet wieder ein Entfcheidungskampf statt, u. zwar Wischen Frl. RuHter-Schlch. itnb Frl. Kvslowsky-Lslpreußen. Auch am Sonntag nav)mittag findet Vorstellung mit Aufführung von Ringkämpfen statt. *• Konzert-Verein. Auf Wunsch des Vorstandes weisen wir hiermit ausdrücklich darauf hin, daß das Konzert .am Sonntag pünktlichst um 5 Uhr beginnen muß, damit -die Abendvorstellung des Stadttheaters um 8 Uhr ihren !Anfang nehmen kann. ** Hessische Vereinigung für Volkskunde. (Am nächsten Montag abend findet tut Cafe Ebel der fünfte Mitgliederabend der Vereinigung statt. Pfarrer Korell- Königstütten wird reden über das Thema: ,9lu§ dem Gerauer Land.' Wenn auch natürlich der Vortrag nichts )mit der Politik zu tun hat, so wird es doch vielleicht manchen interessieren, den Mann reden zu Horen, dessen Reichstags- kandidatur im Kreise Darmstadt so viel Aufsehen erregt hat. * ♦ Das Hotel Großherzog von Hessen geht durch -Kauf zum 15. März in anderen Besitz über. * * Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehr erstelle an der Gemeindeschule zu Sprendlingen (Kr. Offenbach). * • Tierausfuhr nach Irland. Nach einem Erlaß des irländischen Ackerbau-Departements dürfen nach Irland sowohl aus Großbritannien, der Insel Man und den Kanalinseln, als auch aus irgend welchen anderen Ländern Pferde, Esel und Maultiere nur mit einem vorher bei genanntem Ackerbau-Departement einzuholenden Erlaubnisschein und unter Einhaltung der in diesem Erlaubnisschein enthaltenen Einfuhr- Bedingungen eingeführt werden. [tj Wie s eck, 20. Febr. Der Mitteldeutsche an i n = 'schenzüchter-Verbanb wird vom 16.—18. Mai hier erne Bnndesansstellung abhalten. Der Verband um- ifaßt zahlreiche Kaninchensüchtervereine im mittleren Lahnstal und Oberhessen. st- A t t e n - B u s e ck, 20. Febr. Man schreibt uns von chier: Ihrer Mitteilung in Nr. 42 über die Familie von Bus eck und das Busecker Tal sei noch folgendes ergänzend angefügt: Die beiden Familien von Buseck und von T rohe standen in enger Famitienverbirrdung. Im Jahre 1357 schlossen die drei Linien von Buseck, Buseck-Buseck, ,'Buseck-Mser und Buseck-Münch, mit den Herren von Trohe einen ganerblichen Burgfrieden, ernannten aus ihrer Mitte bier Vorsteher und schrieben sich von da an: „Vierer und (Äanerben des Busecker Tales." Daraus geht hervor, daß jTroye ursprünglich zum Busecker Tal gehörte. Die Herren von Trohe, deren Burg auf einem kleinen .Hügel mitten im Dorfe Trohe rechts der Wieseck stand, srnd mit Philipp Heinrich 1641 ausgestorben. Sie besaßen das Patronatsrecht über die Kirchen von Altsn-Buseck und Großen-Buseck. Nach 1641 ging dieses Recht an einen Stamm der Familie von Schutzbar, genannt Milchling, über und nach dessen Aus- stcrben an die .Herren und Grafen von Isenburg und Büdingen, die Lehnsherren der Ritter von Trohe waren. Von 1684 an üben die Hessischen Landgrafen das Patronatsrecht über die beiden genannten Pfarreien aus. — In der alten Gauverfassung bildeten die 9 Dörfer des Busecker Tales einen eigenen Cent, der sich an Gleiberg angliederte und später mit Gießen an die Landgrafen von .Hessen kam. — Von lotalgeschichttichem Interesse dürfte noch die Erzählung fein, die uns Justus Trenmünd, der bekannte Kirchberger Pfarrer, in seiner Schrift: „Schloß Friedelhausen" auf- bewahrt hat. Nach ihr mußte in alter Zeit die Stadt Frankfurt alljährlich eine Fubre Wein in die Ritterburg von Trohe schicken. Auch das Fuhrwerk samt den Pferden gehörte den Herren von Trohe und der Fuhrmann, der den trinkfesten Rittern die edle Baechusgabe gebracht, hatte nichts weiter zu tun, als den Geißelsteckcn zu nehmen und nach Frankfurt heimzülvandern. -t- Friedberg, 20. Febr. Bei der heutigen Abgangsprüfung am hiesigen Gymnasium unter dem Vorsitz des Geh. Oberschulrats Nodnagel erhielten sämtliche sechs Prüflinge das Reifezeugnis. Vier davon waren von der mündlichen Prüfung befreit gewesen. X Angers b ach, 20. F-ebr. Im Hause des Johs. Döll III. hier brach gestern abend gegen^ 9 Uhr Feuer aus, das in einer Stube des oberen Stockes entstand. Der rasch herbeigeeilten Feuerwehr war es nach kurzer Zeit möglich, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Während fast sämtliche Mobilien, Kleider, Weißz-eug usw. ein Raub der Flammen wurden, erlitt das Gebäude selbst keinen bedeutender! Schaden. Ter Brand soll durch Unvorsichtigkeit beim Gebrauch des Lichtes entstanden sein. R. B. Darmstadt, 20. Febr. Wegen des U e b e r - falls auf ein bei einem Maurermeister in der Stiftstraße beschäftigtes Dienst mäd chen, das von vier Burschen geknebelt und seines Sparzinses beraubt worden war, hatte das Schwurgericht im vorigen J-ahr einen dieser Räuber zu mehrjähriger Zuchthausstrafe verurteilt. Jetzt ist es gelungen, auch die drei anderen Räuber zu ermitteln und fcstzuuehmen. Cs sind dies die Taglöhner Emil Haußner aus Thüringen und Adam Heil und Eugen Berg, beide aus der Pfalz gebüriig. Sie werden schon in der am 9. Mcärz beginnenden Schwurgerichtspertode für ihr Verbrechen zur VeraittworrUi^g gezogen. — In Hast g e uo nimen wurde heule der Fvrstwart Schwalb aus Befsungen, früher m Ober-Dioden, wegen Vergehens gegen § 17.; des bi Str. G. B., bae. der Ver haftete, an >einer eigenen Tochter begangen hat. R.B. Darmstadt, 20. Februar. (Tel.) Der Gemeinderechner Bär von Lampertheim wurde unter dem Verdacht, einen Meineid begangen zu haben, in Untersuchungshaft genommen. Der falsche Eid soll in einer Beleidigungsklage des Bürgermeisters Boxberger gegen mehrere Lampertheimer Bürger, die dem Bürgermeister boswilligerweise und völlig grundlos nachsagien, er habe einen Mord begangen, geleistet worden sein. h Fran kfurt a. M., 20. Febr. Im Hause Kronprinzenstraße 26 wurde eine 2 3jährige Frau wegen Kuppelei verhaftet. Sie halte ihre Schwester unter 14 Jahren zur Unzucht verleitet. — Der Hausbursche einer Friseuse verkaufte in Abwesenheit seiner Herrin deren gesamtes Mobiliar im Werte von 2000 Mk. für 100 Mk. Als die Friseuse von der Reise zurückkehrte, fand sie ihre Wohnung leer. Der Mann wurde verhaftet. X. Hanau, 20. Febr. In der heutigen Stadtverordnetensitzung wurde der mit den hessischen Gemeinden Groß- und Klein-Steinheim hinsichtlich der Weiterführung der elektrischen Straßenbahn von Hanau dorthin abzuschließende Vertrag genehmigt. Die Kosten der Weiterführung stellen sich auf 300 000 Mark. (h.) Kassel, 20. Febr. Bei der Stadtverordnetenwahl sind sämtliche bürgerlichen Kandidaten der dritten Wählerklasse unterlegen, sieben sozialdemokratische Kandidaten tourben gewählt. LLnivLrkitcits-Nachrschterr. Tr. Ludwig v. Schwade, o. Professor der Uassischen Philologie und Archäologie an der Universität Tübingen, ist im 73. Lebensjahre gestorben. Schwabe war am 24. Juni 1835 zu Gießen geboren, als Sohn dcL Gießener Kantors Schwabe. Er promovierte hier 1857 zum Dr. phil., habilitierte sich 1859 und wurde hier 1863 Extraordinarius; 1864 Ordinarius in Dorpat, erhielt den Titel eines russ. SlaatsralS, ging 1872 nach Tübingen und wurde dort geadelt. Er hat Tcuffels Geschichte der römischen Literatur neu bearbeitet. und wLUen-chast. — Ehrung eines Hessen durch den englischen I o h a n n i t e r o r d e n. Prmz Eitel Friedrich hat im Schloß Bellevue den hiesigen Gelehrten Herrn von L e e o q , Assistenten am Museum für Völkerkunde (einen geborenen Dar in städter) empfangen und in seiner Eigenschail als Großmeister des I o h a n- niterordens ihm die von dem englischen Zweig dieses Ordens verliehene g o l d en e Rettungsmedaille überreicht. Herr von Lecoq hat von den englischen Johannitern diese Auszeichnnng erfahren, weil er bei seiner Rückkehr aus Chinesisch-Turkestan einen schwer erkrankten englischen Hauptmalm, der sich ihm angeschlosscn hatte, auf dem Wege von Tibet nach Indien unter unsäglichen Mühen und eigener Lebensgefahr über den Karakorunipaß gebracht tlnd so zu scilier Rettung beigetragen hatte. Tie Medaille zeigt au der Vorderseite das Malteserkreuz, zwischen dessen Balken die englischen Wappentiere, Löive und Einhorn, sichtbar sind. Um das K^-euz liest man: „Für Dienste rm Jmeresse der Menfchlichkeit". Aist der Rückseite gewahrt man einen Bailin, den ein Baiid um« schlingt, und darauf stehl zu lesen: „Der Großprior und der Ordc'.i vom Hospital des heiligen Johannes zu Jerusalem in England". In den Rand der Medaille, die etwa die Größe eines Fün'mark- slückes hat, ist der Name des deutschen Forschers eingrainert. Sie ist, ihm zu Ehren, zum ersten Riale aus Gold geprägt, während sie sonst nur in Bronze oder Silber verliehen wird. GerschtsderLsL. L. ll. D arm st a d t, 20. Febr. Vor der hiesigen Strafkammer halte sich heute der 62jährige Gemeindeeinnehmer und Kirchenrechner der Gemeinde Tansberg, Georg Feist, wegen Unterschlagung zu verantivorten. Der in Ai ainz geborene Angeklagte war lange Zeit in Mannheim als Kaufmann tätig. In seiner Stellung in Tansberg kam er bei einem Hausbau ohne eigene Schuld in Geldverlegenheiten und entnahm deshalb innerhalb 3 Jahreii der ihm anvertrauten Kasse ca. 6000 Mk., wofür er Zettet über die entnommenen Beträge in die Kasse legte, so daß es dem revidierenden Beamtendes Kreisamtes ein leichtes war, bic Höhe des unbefugt entwendeten Geldes festzustellen. Nach Feststellung des KäsfemnanLos der Rechner verhaftet. Tank des Umstandes, daß seine Schwester den unterschlagenen Betrag sofort wieder ersetzt hat, wurde der Angeklagte nur zu 6 Moua t e n Ge fängn is verurteilt. Vermischees» • Allenstein, 20. Febr. Hauptmann v. Gäben wird noch in dieser Woche von d e r I r r e n a n st a l l Kortau iviedcr nach dem Allensteiner M i l i t ä r g e f ä n g n i s ü b e r f ü h r t werden. Offensichtlich ergab sonach die ärztliche Untersuchung keinen Anhalts- piuikt dafür, daß ©oben geistig minderwertig sei. Auf Veranlassung von einer Göben nahestehenden Seite wird dieser auf seinen Geisteszustand nochmals untersucht iverden und zivar diwch den Münchener Psychiater Dr. Freiherrn von Schrenk-Notzing, der am Montag m Allenstein einzulressen gedenkt. Auch im mititärgerichtlichen Auftrage wird emc nochmalige Untersuchung Gödens statifinden und zwar durch den Gerichtsarzt Tr. Puppe aus Königsberg. F r a n Major v. S ch ö n e b e ck ist gegenwärtig tatsächlich geisteskrank. * Essen a. d. Ruhr, 20. Febr. In dein beiiachbarten Borbeck steht ein sechs bis acht Häuser umfassender Häuserkomplex in Brand. Sechs Feuerwehren bemühen sich, die weitere Ausdehnung des Feuers zu verhindern. Der Brand entstand im Warenhaus Löwenstein beim Anzünden eines Lichtes. Nach stundenlanger Arbeit gelang es, den Brand aui das Warenhaus zu beschränken. Die bereits geräumten Nachbargebäude sind jetzt außer Gefahr. Das Warenhaus brennt noch weiter. — Der 18jährige Sohn einer in der Kruppschen Kolonie Friedrichshof wohnenden Arbeiterfamilie verletzte die Tochter und den Sohn einer in demselben Hanse wohnenden Familie durch Messerstiche lebensgefährlich. Eitle andere dort wohnende Frau wurde durch den Auftritt so erregt, daß sie einen Schlaganfall erlitt und starb. Ter Täter wurde verhaftet. Es bestand em gespanntes Verhältnis zwischen den Familien, was als Ursache der Tat angesehen wird. * Ein vierzehnjähriges Elternpaar. Auf an ihn ergangene Vorladung erschien vor einigen Tagen vor dem Amtsgericht in Polzin i. P. als jüngster „Vater" jener Gegend der vierzehnjährige Teputantensohn Pliefaü aus Possentin, um seine Vaterschaft an dem unehelichen Kinde der gleichfalls erst vierzehnjährigen Anna I. aus Possentin gerichtlich anzuerkennen. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob er sich als Vater bekenne, erwiderte der Knabe im Brustton der Ueberzeugung mit einem lauten „Ja!", und nach Erledigung des „Falles" verließ er stolz erhobenen Hauptes das Gerichtsgebäude, zündete sich eine Zigarre an und ging von dannen. * O alte Burschenh eprlichkeit . - . In Erlangen blüht noch die Blume des Studentenhuuwrs. Ein Mitglied der Burschenschaft „Germania" war vom Senat mit 24 Stunden Karzer bedacht uwrden. Nach altem Studentenbrauch gab ihm seine Korporation das feierliche Geleit. An der Spitze des Zuges schritt als „Auge des Gesetzes" ein Polizeidiener mit gezogenem Säbel, hinter ihm ein Mann in Gehrock und Zylinder mit einer großen Tafel, auf der die ominösen Worte: „24 Stunden Karzer" weithin sichtbar prangten, dann kamen zwei Trommler in Landsknechtstracht, die einen Trauermarsch wirbelten. Der Senat war durch zwei Pedelle vertreten, die statt der Szepter Kochlöffel trugen. Würdevoll kam dann ein Kapuziner dahergeschritten, der den „Verurteilten" auf feinem „letzten Gang'' begleitete. Hinter ihm der Verurtellte selbst im Büßer- gewand. Gesenkten Hauptes schritt er dahin. Schwere Ketten hielten ihn gefesselt, die 511x1 Henkersknechte in den Händen hielten. Ihnen folgte der Scharfrichter in rotem Gewände und mit großem, blanken Richtschwert. Auch zwei Richter fehlten nicht, von denen der eine ein großes corpus juris, der andere die Wage der Gerechtigkeit trug. Hinter diesen, ein kleiner Wagen, auf dem ein Wirt edlen Gerstensaft verzapfte. Ten Zug beschlossen die übrigen Burschen und Füchse, etwa dreißig an der Zahl. Die Füchse in Kneipflausen trugen Utensilien, die der Büßer im Karzer benötigte, Schlafrock, Hausschuhe,, Pfeife usw.. sogar Bücher und Kollegienhefte. So bewegte sich der Zug langsam durch die Straßen der Stadt bis zum Marktplatz, wo vor dem Denkmal des Kurfürsten Aufstellung genommen wurde. Die Richter brachen dort den Stab über dem Verurteilten, und der Kapuziner hielt eine Ansprache, an deren Schluß er auf das Wohl des Karzerkandidaten krank und die akademische Freiheit hochleben ließ. Nach dieser Zeremonie ging es weiter zum Karzer. * Ein 477 Jahre alter Prozeß. Fast unglaMich scheint die Nachricht über einen aus dem Mittelalter stammen-' den Prozeß zu sein. Danach ist ein zwischen der gothaischen Gemeinde Friemar und den dortigen Mühlenbesitzern seit dem Jahre 1430 schwebender Rechtsstreit wegen einer seinerzeit eigenmächtig vorgenommenen Erhöhung eines Wehrbaumes an dem Nessefluß (!) mit Schluß des Jahres 1907 durch gütliches Uebereinkommen zum Abschluß gebracht worden. Tie Höhe der Prozeßkosten ist noch nicht festgestellt. > * Zahnarzt und Masseuse. Gegenwärtig beschäftigt die Newyorker Gerichte ein Prozeß, bei dem die bekannte Sängerin Emma Calvä eine zwar nebensächliche, aber um so interessantere Rolle spielt. Tie Calvs hatte während ihres letzten Auftretens im Metropolitantheater eine kleine, zierliche Masseuse engagiert, die die Aufgabe hatte, die körperliche Frisck>e und Schönheit der gefeierten Sängerin durch ihre verschwiegenen Künste aufrecht zu erhalten. Was Wunder, wenn sich zwischen beiden rasch ein vertrautes Verhältnis entwickelte, und wenn es der geschickten Masseuse gar bald gelang, auf ihre Herrin in gewissen Dingen einen entscheidenden Einfluß auszuüben. Auf diese Tatsache gründete ein nur wenig bekannter Zahnarzt Newyorks, Dr. Harlan, seinen Plan, die Calvs zu seiner Pa- tientin zu machen. Er wandte sich an die Masseuse und fragte sie unter unzähligen Liebenswürdigkeiten, auf welche Weise er seine prächtige Idee verwirklichen könne. „Sehr einfach," erwiderte die kleine Masseuse, „wir teilen das Honorar! Einverstanden?" Dr. Harlan hatte zwar diese Anllvort nicht erwartet und war etwas verdutzt, aber er sagte schließlich: „Ja!" Nach^ einigen Tagen nahte endlich die Stunde, wo Madame Calvs über Zahnschmerzen klagte. Sie fragte natürlich ihre Vertraute nach einem Zahnarzt, und nichts war selbstverständlicher, als daß die Heine Masseuse „den berühmtesten und besten aller Newyorker Zahnärzte", Tr. Harlan, empfahl. Dieser kam und beseitigte in wenigen Augenblicken die Wurzel des Uebels. Er verlangte zwar eine ganz ungeheure finanzielle Entschädigung für seine Kunst, aber Madame Calvs ist nicht gewohnt, zu handeln, und zahlte. Am nächsten Tage fuhr die kleine Masseuse bei dem Zahnarzt vor und verlangte ihren Antell an der Beute. Tr. Harlan tat jedoch ob dieses „eigenartigen Wunsches" sehr erstaunt, erklärte, daß er an Gedächtnisschwäche leide, und machte keine Nkiene, auch nur einen Cenk seines Honorars herauszugeben. Tie kleine Masseuse aber lief geschwind zum Kadi und ließ sich auch von einigen amerikan. Reportern interviewen, denen sie ihr tragisches Schicksal von A bis Z erzählte. Bei dieser Gelegenheit erfuhr man auch, daß der Zahnarzt der Calvs nicht weniger als 900 Tollars abgenommen hatte, und die amerikanischen Zeitungen registrierten mit Vergnügen, daß Emma Calvs damit einen Rekord ausgestellt habe. Lehrer: „Gut! Und welches Prädikat wird am vorteilhaftesten zur Verstärkung des Begriffes diesen Bezeichnungen vorausgesetzt?" Kleine Tageschronir. Der Berliner P e r l e n d 1 e b st a h l gestaltet sich immer rätselhafter. Die Vermutung, daß der Ehemann der Kammerfrau Steger daran beteiligt fei und die in Seilenlappen und Augentücher gewickelten Ketten in Empfang genommen habe, bestätigt sich nicht. Auf Veranlassung der Berliner Kriininalpolizei wurden in Frankfurt a. M. Nachforschungen angestellt, auch der Atann vernommep. Dabei hat er einen unanfechtbaren Alibibeweis angetreten, wonach er am Tage des Diebstahls imb auch an den Tagen vorher Frankfurt nicht verlassen hat. Der langjähriger Kassierer der Leipziger Jmlnobilierrgesellschast, Schneider, erschoß sich im Bureau der Gesellschaft. Die Nach- iorschungen ergaben, daß ein Kassendesizit nicht vorlregt, und daß die Ursache des Selbstmordes in langjähriger Krankheit zu suchen ist. Vor drei Tagen erschoß sich die Mutter Schneiders. In Ess eg erschoß sich aus unbekannter Ursache der Direktor der slavonischeir Landessparkasse Friml. Ter Selbstmord erscheint um so rätselhafter, als die Geschäfte des Selbstmörder-s völlig in Ordnung roaren. Wie aus S 0 g 0 lie 0 (Poleil) gemeldet wird, wurde an der russischen Grenze ein G e n d a r nr e r i 0 f f i z i e r von unbekannter Hand durch drei Revolverschüsse getötet. Der Täter ist entkommen. £ingc$anöt, (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung-) Wer vorn Bahnhof nach der Stadt Gießen ober in umgekehrter Richtung seine Straße zieht, wnrde seither durch ein originelles Plakat mit der Aufschrift „Fuß-Teig", das m 3 großen Exemplaren dailerhaft auf eisernen Säiileii anr Asphalttrottoir aiigebracht ist, darauf vorbereitet, daß der historische Schlamni immer noch ein Attribut unserer aufblühenden Stadt ist. Nachdem am vergangenen Dienstag die städtische Straßenreiniger-Rotle mit ihren langen Beseii hier Wandel geschaffell hat, ivirb es Zeit, diese Tafeln durch andere mit der Aufschrift „Trottoir", ober „Bürgersteig" ober auch „Fußsteig" zu ersetzen, da man sonst Gefahr läuft, die Provinzialhanpt- und Universitätsstadt Gießen in Mißkredit zu bringen. * Dr. Sch. . Wie. man aus dem Anzeigentell ersehen haben wird, geht der Busche-Wenzels-Steins Garten seiner Parzellierung entge* gen und der herrliche Riesengarten, dessen sich Gießen noch vor wenigen Jahrzehnten erfreuen konnte, ist bis auf einen kümmerlichen Rest verschwunden. Man kann es ja der Kow kursverwaltung nicht verübeln, daß sie im Interesse der Bues- scheu Könkursmasse diesen Weg der Parzellierung betritt. We- rum sollte sie dies Geschäft einem Tritten überlassen, der das ganze Anwesen im Zwangswege ersteht und bann doch selber Jarjelhert. Denn erhalten ließe sich der immer noch recht fdjüne Bestand wohl nur, wenn bic «Ltabt selbst ihn erwirbt, was sie leider vor Jahrzehnten verabsäumt hat. Oder sollte es noch an der Zeit sein? — Es ist ja unschwer, die Kalkulation der Konkursmasse zu burchschauen: sie sagt sich offen- bar, im Zwangswege werde nur das Gesamtobjekt zur Versteigerung gebracht werden können, an dessen Erwerb m erster Linie die letzten Äypvthekargläubiger 2c. interessier! Uitö, so daß die Interessenten für einen schönen Billenbau- Platz, Bauunternehmer und Private n i ch t daraus zu rechnen haben, bei einer etwaigen Zwangs Versteigerung einen Plav zu erwerben, iveil eben bei der evtl. Zwangsoerstcigeruilg einzelne Parzellen für Bauplätze überhaupt nicht zum Ausgebot kommen. Wer jetzt die Gelegenheit verabsäumt, preiswert einen Bauplatz in erster Lage Gießens für eine Billa :c. zu erwerben, her hat die günstige Gelegenheit verpaßt: denn wenn erst dos Ganze im Zwangswege ocl anft ist, werd der Erwerber rubm zuwarten, bis er unter der Hand zu höchsten Preisen lo^- schlagen kann. Interessenten an einzelnen ' Baupchtzen geben allo fehl, wenn sie denken, bet einer Zwangsversteigerung günstiger taufen zu können. So werben wir uns leider barrüi ergeben müssen, daß Steins Garten vis auf ein letztes Restä-cn zufammenschri'.mpst. Eaveant consules! jXögc die Stadtverwaltung bald darauf besinnen, daß ein wettausvlickertdrr Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen überaus schmerzlichen Verlust sagt namens der Hinterbliebenen innigsten Dank v--/. (ss-u/./ (1157 Dank Franz Bette u. Frau Gießen, den 21. Februar 1908. ar* Gäste find willkommen. "WX [▼*/» tot wird am tiorä diesen Bezeichnuvc Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste unseres geliebten Kindes sagen innigsten Ureier Michel. Dessert- u. Slärkungsweine Malaga. Sherry, Portwein, JIadeira usw untersucht und begutachtet in 3 Flaschengrössen bei: Georg Harnisch III., Kolonialw.. Steinberg, Stat. Gross-Linden b. Giessen. Gießener Wetterdienst. Voransfichtliche Witterung für Hessen am Samstag den 22. Februar 1908: Meist trüb. Regensätle. Fortdauernd mild. Stärkere westliche Winde. Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass unser guter Vater, Schwiegersohn, Schwiegervater und Grossvater Heinrich Velten, Schneidermeister heute abend 9 Uhr nach kurzem Leiden im Alter von 62 Jahren sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen (Dammstrasse 43), den 20. Februar 1908. Die Beerdigung findet Sonntag, 23. d. Mts., nachm. 3Vi Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 1149 Origirral-DrahtmeldUngei». Berlin, 21. Febr. Ueber die Vorverhandlungen mit dem neuen Schatzsekretär Sydow zur Ueber» nähme seines jetzigen Postens berichtet der „Lokal-Anz.": Verhandelt wurde während der ganzen Zeit mit höchstens drei Personen. Daß Exzellenz Sydow der Nachfolger werden würde, stand, soweit es sich um die Wahl des Fürsten Bülow handelte, schon in den Tagen fest, wo abends und morgens in einem Teile der Presse die angebliche Verlegenheit des Reichskanzlers um Beschaffung eines Reichsschatzsekretärs aus- gemalt wurde. Was aber noch fehlte, war die Genehmigung des Kaisers. Dehalb mußte auch unverbrüchliches Stillschweigen beobachtet werden. Die kaiserliche Genehmig - ung ist gestern erfolgt während eines Jmmediatvortrages des Reichskanzlers. Dieser Vortrag war der erste, den Fürs! Bülow seit seinem Influenza-Anfall hatte und der erste, seitdem Freiherr von Stengel sein Rücktrittsgesuch eingereicht hat. Todes-Anzeige. . Gestern abend Vzll Uhr verschied nach langen, schweren, mit Geduld getragenen Leiden meine liebe Frau, unsere nute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tochter Margarethe Glietsch geb. Creb im 35. Lebensjahre. , . , Die trauernden Hinterbliebenen. Johannes Glietsch und Kinder Familie Johannes Greb Gießen, Dierlamen, den 21. Februar 1908. Die Beerdigung findet statt Montag, nachm. */82 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus. 1150 6m btSA £ I "Me, ,k I :9tc sick'T?NS, I 638*8 KÄL yS»?* SLL Nzi rfnhr man auch, tu; - 900 Tollais öbgt> eitungen regiitrierid einen 9letorb cm ^oLzversLeigernng im Markwalde der Gemeinde Lützellinden, Mittwoch, den 26. d. Mts., Zusammenkunft vormittags 10 Uhr! am Börnchen (Ecke der Hangschneise): 1 Ktefern-Stamm, 4. Kl. ------ 0,42 Fm., 136 Fichten- Stämme, 5. Kl. — 26,34 Fm., 301 Fichten-Derbstangen, 1. Kl., 195 Fichten - Derbstangen, 2. Kl., 27 rm Kiefern- Nutzholz, 2, 5 und 3 m lang, 16 rm Kiefern - Rundscheit, 39 rm Kiefern-Knüppel, 5 rm Fichten-Knüppel, 610 Kiefern- Wellen, 1300 Fichten-Wellen, 17 rm Kiefern-Stockholz und 23 rm Fichten-Stockholz. B11/, Groß-Rechtenbach (Kr. Wetzlar), den 18. Februar 1908. Das Bürgermeisteramt. ____________ Todes-Anzeige (Statt besonderer Anzeige). Hierdurch die traurige Mitteilung, daß unsere liebe Tante _ ___ Fräulein Elrse Käs nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen. Carl Schädel und Iran geb. Seeth Hanau (Gartenstr. 9), Gießen, 20. Februar 1908. Die Beerdigung findet Samstag, nachm. in Hanau um 4'/r Uhr von der Friedhofstapelle statt. 1154 Invkutirr-Ailsrmklms. Habe einen großen Posten Knaben Anzüge und Schube, welche ich zu bedeutend ermäßigten Preisen absetze. Ebenso finden Sie zur Konfirmation, Anzüge, Hüte Schube und Uhren zu noch nie dageweienen Preisen. Verkaufe einen Herren-Boxealf-Stiefel zu 8.50 SOtf-, einen Jünglings-Stiesel zu 7 Mt., welche sonst unt. 10 Mk. nicht verlaust werden. Wer bei unreinen Anzug für 20 Alt. kaust, bek. 1 Pserde-Loos gratis. [01214 Joh. Morneck, Löwengasse20. HkMkVmmiWgs.Noikskllnht Ortsgruppe Gießen. Montag, den 24. Februar 1908, abends 8 Uhr im unteren Same des Cafe Ebel Fünftem NlstegliesSerabend Vortrag des Herrn Pfarrers Korell-Königstädten: Aus dem Gerauer Land. Ziehungsliste Gewinnummer und Gewinngegenstände beigefügt gewesen, dann wären sicher eine Menge derartige Gewinne nicht abgeholt worden und den Gewinnern unnütze Ausgaben erspart oeblieben. Ob solche Vögel-Verlosungen zur Hebung oer Geflügelzucht beitragen sollen? Oder hat etwa der Vorstand des „Verbandes Oberhessischer Geflügelzuchtvereine" dahingehende Bestimmungen getroffen. gestaltet sich imrd nn der Kammeistel pen unb Auqeniüchl e, beKützt W hl ei wurden in Frarl Mann oeuiomirL * i5 angetreten, werv 1 Tagen vorher Jreti ZminobiliengefeWs ieieÜ|d)aiL Sie 51t? cht Dorhegt, und ».i T Krankheit zu M Schneiders. J iclannter Ursache « •mit Ter Selb,ms ijte des eelbltmor* wirb, wurde an ie • er uonunbefar^ \ Ter Tater ist v ZieyellDAer-Pkrcil! Gießeit M llmgcgciib. Versamminng Sonntag, den 23. Februar, nachmittags 3 Uhr, im Hotel Schütz, Gießen, Bahnhofstraße. Die Tagesordnung ist durch die „Biene" bekannt. Mittelwände können in Empfang genommen werden. Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Auch Die Damen unseres Vereins sind freundlichst emgeladen. 1140 Buss, Leihgestern. alfaetnetncr Bebauungsplan bringeitb nottut, wenn Sünden, wie fie ixe Vergangenheü begangen hat, vermieden werden sollen. » Echzell. Wie allgemein bekannt, war mit der vom g —io. Februar d. I. in Gießen abgehaltenen Verband s- ausstellung ,F)berhessischer Geflügelzucht- Vereine" eine Verlosung verbunden. Diese Verlosungen sichern dem ausstellungsgebenden Verein eine nidit unbedeutende Einnahme und die Vereine sollten, die derartige Verlosungen veranstalten, auch darauf bedacht >em, daß jederzeit willige Abnehmer ihrer Lose zu finden sind. Das kann aber nur geschehen, wenn Gegenstände resp. Ziere verlost werden, welche jeder Gewinner brauchen kann, sei es letztere als Zucht- oder Schlachttiere. Durch die Verlosung einer großen Anzahl ausländischer Vögel, wie es c.uf obiger Ausstellung geschehen ist, wird aber gerade das Gegenteil erreicht, denn die meisten Gewinner sind mit der Pflege derselben nicht im geringsten vertraut. Die Tiere llerben nach kurzer Lebensdauer (wie uns hiesige Beispiele leider bewiesen haben) und derartige Gemimte haben somit absolut gar reinen Wert. Dieselben sind eher dazu geeignet, Mißtrauen gegen solche Verlosungen zu erwecken. A-ünt hiesigen Gewinnern wurden von ihrem, mit der Abholung der Gewinne beauftragten Züchterkollegen, nach messen Rückkehr folgende Gewinne überreicht: 1. Ein Paar ^eisfinken. 2. Ein Paar Bandfrnken. 3. Ein Paar dreifarbige Nonnen. 4. Eine chinesische Nachtigall. 5. Eine chinesische Nachtigall. Bet Abholung der Gewinne traf unser Beauftragter in Gießen noch zirka 16 Leidensgefährten, ivelche teils aus ziemlich werter Entfernung gekommen waren, um ihre Gewinne abzuholen. Aber alle waren enttäuscht, denn es waren ja nur Vögel. Wäre der Giessener Lesehalle-Verein. Freitag, den 28. Februar 1908, abends 81/« Fhr Srüitllch lilgliihr dtrniiliig ------ . j= im Hotel Schütz. -.....—= Tages Ordnung: 1. Geschäfts - Bericht über das abgelausene Vereinsjahr. D % 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Münster, 21. Februar. Der Rektor, der Senat und die Studentenschaft der hiesigen Universität bereiten eine Protestkundgebung gegen die Ausführungen des Staa tsanw alts im P roz eß Pagen stedt, in denen er über das sittliche Niveau der hiesigen Studentenschaft abfällige Bemerkungen machte, vor. Rom, 21. Febr. Int Vatikan hegt man die bestimmte Erwartung, daß auch Prof. Schnitzer sich demnächft unterwerfen werde. Die Haltung der bayerischen Regierung wird hier sehr anerkannt. Bayern habe der Kirche das Maximum dessen gegeben, was sic erwarten konnte. Petersburg, 21. Febr. Die hiesige Geheimpolizei hat 12 tzauptmitglieder der fliegenden Kampfes- Organisation verhaftet. Zwei davon wurden vor dem Palais des Großfürsten Ntkolai Nikolajewitsch festgenommen und zwar ein Mann, der auf dem Leibe ein Blech - gefäß mit 5 Pfund Dynamit trug sowie eine Dame, die in einem Muff eine große Menge Dynamit ausbewabrtc. Beide hatten augenscheinlich ein Attentat au f den Großfürsten beabsichtigt. Im Nachbarhause des Palais wurde eine Haussuchung vorgenommcn, wobei man eine Liste hoher Würdenträger fand, über die das Todesurteil verhängt war. Aus der großen Morskäja wurde eine Dame verhaftet, die bei ihrer Festnahme auf den Schutzmann feuerte und ihn leicht verwundete. Sämtliche Verhaftete wurden in strengsten Gewahrsam gebracht. 93 er feit) (Cal.), 21. Februar. Im Park haus der Herkule Swerke explodierten 10 Tonnen Dynamit. 4 Weiße und 24 Chinesen wurden getötet. c,n haben w&t kann es M »St#! •Ü eruns J und da"" / s.>r ilNtne 5 *s ’S» \ ,ü üe sagt M änblger-^ M LW! i >"cht 5 bfä'-'ö'ViU^ ' -sm* *Si .. ff «5k* f"1" *>!'$• 1 ** * i a gegenüber k-M-1 yt oder in Wjg durch i 3 großen i & STÄ-y । Nachdem am c I wird cs;y'i. o'tloir'. \ü inan son! I Neuer Saalbau (Steins Garten). Sonntag den 28. Februar Triumphator-Fest verbunden mit grossem karnevalistischem Konzert ausgeführt von der Kapelle des Grossh. Hess. Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm II. Nr. 116 unter Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Bier aus dem Bürgerlichen Brauhaus München (Münchener Bürgerbräu.) Anfang 5 Uhr nachm. 1124 Eintritt 40 Pt. WR Samstag, den [1108 LLLLL» 22. Februar 1908: «igL Kroßer Wiener WOerrnaSel-M. Prämiirung d. schönstenDamcu u.Herren- «M. Masken. 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