Nr. 274 Zweites Blatt Freitag 20. November 1908 Erscheint täglich mit Vu-nahme deS bonntagä. 158. Jahrgang Die ..Gtehener Zamiltendiättrr" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich be,gelegt, bo3 „Krelsbtott für den Kreis Sietzen" zwennal wöchentlich. Die „LandwIrtschastUchen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schm Unlvsrsitäls • Buch- und Stelnbruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Exveditton und Druckerei: Echul« straße 7. Exvedinon und Verlag: 5L Redaktion:112. LeU-Adr^^lnzeigerGießen. ©iretes Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefjen E3 (Unb. Re«N>r. Verb.) Ein Vclcldlgungrprozctz in wisjenichasilichcn Kreijen- (Professor Ruh 1 ano coui.a ^rvfrssor äd i c r m e r.) L S. u. H. Berlin, 19. Nov. Auslaud. Di« Luxemburgische Regentschaft. In Schloß Hohendurg in Bayern legte fleftenx inNlaq die 6)rotzlicrzogin von rtuxenidurg vor dem luxemburgischen Staatüinlnistcr Eysüicn, dem Jüianzmmister Mongenast und einer Tepritalioir bev Landtages den Gib al» Regentin ab Hieraui land Hoüaiel stall. AntikonstitutionelleKundgebungeninPersien. Dellern Hot in Ba geschah wiederum eine anukonstitntionelle Demonstration stnlkgellmden, und zwar |eiten8 eines Teiles bei kau'männischen Bevölkerung der Hauptslabt, die vom Schal) boitbin geladen war. Der Schah selbst mar ainvcsend, machte aber keine Andemungcn über das, was er beabsichtigt. Allgemein herrscht bie Ansicht, daß er durch eine solche Demonilratron in seiner Abneigung gegen die Gewährung einer Konstitution bestärkt weide, zumal er glaube, daß er die Gemilchten hinter sich habe. Deutscher rleich. Die P o st s ch e ck o r d n u n g vom 6. November 1908 soll nach einer Veröffentlichung des Reichsanzelgers am L Januar 1909 in straft treten. Ter BundeSrat hat gestern einen großen Teil des Reichs- Etats iür 1909 genehmigt. T i e Städte Saarbrücken, Ct. Johann und M a l st aü t - B u r b a ch werden am 1. Januar 1909 unter dem Namen Saarbrücken vereinigt werden. Ernennung. Zum Ches des bayerischen GeneralstabeS wurde der General von Tylander ernannt. AnS Dresden: Sämtliche Vertreter und Arbeiter der Paketsahrt legten die Arbeit wegen L o h n st r e i t i g k e i t e n Nieder. Die Betriebseinnahmen der preußisch-hessischen StaatSeiseiibahnen haben im Oktober d. I. im Personenverkehr rund 0.7 Millionen Mark gleich 1.74 v. H. mehr, im Güterverkehr rund 1.5 Millionen Mark gleich 2.0s v. £). weniger, insgesamt mit Einschluß der sonstigen Einnahmen rund 1.7 Millionen Mark gleich 0 97 v. H. weniger als im gleichen Monat deS Vorjahres betragen. Aus Stadt uuS Land. Gießen, 20. ^Zooember 1908. ** e sjische Politik. Einige Abgeordnete der Zweiten Kammer, die seither der Frarcion des „Hessischen ^auernbundes" angehörten, beabsichtigen mit der von der iyrattion im oerflo) jenen Landtage eingeschlagenen Politik fdfttt'' angeboten wird. B«ugiup ixr ^rciourger Vorgänge stehe ich auf bau StandMnkt, daß ein nationalgesinnter deutscher Professor eine Professur an dieser Universität nach dem ExoduS der Dcutsclzen nicht hätte annchmen dürfen, lieber die Herren, die den Exodus nickt milmachien, insgesamt den Stab zu brechen, ist freilich auch nicht angebracht. Prof. Ruhland: Sind über meine Person nicht umfangreiche Personalakten angelegt worden? Geheimrat Elster: Wir führen überhaupt keine Personalakten im Kuliusmin.stcrium, außer ganz besonderen Umständen. Uebaj ben Privairmger sino ein jach eine Reihe von Gutachten eingv- holt worden. — 5krt. R-Ä Gottschalk: Ist dem Zeugen PlaScuda bekannt, daß Herr Rul/iano sich an ben Vorstand der Getreidebörse mir der Bitte um Untcrfrüßung bcS GttrcidcmarktcS gewandt habe, unter dem Versprechen, bann die Angriffe auf ben Zwis<.^nl)andcl unterlassen e,u wollen? Zeuge P la S- cubfl : Stein. Prvf. Liuhlano: E2 handelte sich txunaiS lediglich um eine Bitte um Ucuctlaffung statistischen Materials. — Prvf. Biermer: Ich) habe aus Zeitungen gegen 130 ^Artikel gegen Nuhland gesammelt. Ist dcm Zeugen nicht bekannt, daß lolche hrfrigr Angriffe tzcgcn Ferrit yhi^lanb erschienen sind? GS steht in meiner Broschüre übrigens auch Fein Wort, daS nicht schTvn fcül-er in einer Zeitung gestanden hätte. Zeuge: Daß Angriffe erfolgten, weiß ich, in welchem Jahre bic5 geschah darauf kann ich mich nickst erinnern. — ES werden sodann verschiedene Zeugenaussagen verlesen. Der GeschüftSfuhrrr dcr „Münchener Post" Cohn hat bekundet, er habe aus Unterhaltungen mit dLM PrivaMägcr, ort bei ihm. Drochuren kaufte, den Eindruck gewonnen, daß dieser der Auffassung der (sozialdemokratischen) „Post" auf natLonaUiEononn)d)abe Ruhland ihn ersucht, das ViS.narcksche Wirtscl)aftspvogramm in der „Poft" zu unterstützen, und haoe ihm für diesen Fall un- ucgrenjte Geldmittel zur Verfügung gestellt, lstuhland habe an- scheinend foldje Artikel lanzicren wollen, um den Anschem zu enueden, als ob in der Sozialdemokratie eine Unterftüßung zu Gunsten der A'ismarckjck-en Wirtschas.spvlitik vorhanden sei. Er habe aber nicht oen Eindruck gchaot, daß Ruhland die damaligen prekären Verhältnisse der „Post" getoint habe. — In einer Auslage des.RcchtSanwaltS Heinzheimer (München) heißt c3, vaß dieser nicht das Gefühl hatte, Ruhland vertrete in seinen Unterhaltungen fozialdcm..'rrali!chc Anschauungen. — Jnbezug auf feine Tätigkeit bei dem Gutsbesitzer Sä/mibttnann in Thüringen ifl dem Privatrlägcr in der Broschüre der Vorwurf eines Güter- schlächterS gemad}! worden. In den diesbezüglichen Aussagen Ä ch m i d t m a n n s rechtfertigt sich dieser gegen den Vorwurf, 1 cmal£ Güterschlächterei gcrrieoen zu haben. Auch Ruhland habe keinesfalls in seinem Auftrage derartige Geschäfte gimad)L Ruhland Haos sich aber damals als Gegner bet Getreidelte und als Anhänger einer PolilT der kleinen Mittel begannt. — Aus den Aussagen des NeichseagSabgeordneten Ocsec geht ebenfalls hervor, daß Ruhland sich ihm gegenüber ebenfalls als Gegner bar Gtz re idezöllc hinge stellt habe. Er, Loser, hatte den Eindruck, daß Ruhland bamai» eine Bewegung gegen den Bund der Landwirte inszenieren wollte, die Personen aus den verschiedensten Lagern umfassen sollte. — Der Münchener Professor Lujo Brentano hat in einer früheren Verhandlung ausführliche schriftlich« Bekundungen über Rußland gemacht. Er wirft Ruhland vor, daß er nach Sinn und Wortlaut falsch zitiere. Seine eigenen Schriften enthielten eine ümtidjtenbc Kritik feiner Tätigkeit. Er habe vehauptel, daß er seit 18<8 für die Agrarzölle eintrete, sei aber nocy in den achtziger Jahren ihr Gegner gewesen. Den fyrei- uurger Pwfessortitel führe er zu Unrecht, da er nicht die venia legendi haoe. Unerhört sei es, daß Nuhland aiS Protestant sich »ach öiCikLrg wandte, w.chrentz alle üverzeugien StatbyHEen dieser Uni- versität den Rücken kehrten. — Es werden noch eine Reihe weiterer Aktenstüae verlesen, woraus die Verhandlung auf morgen vertagt wird. Stimmungsbilö aus i>em kieichsrage. Berlin, 19. Rovcinber. Die Sanierung der ReichLstaauzen. Die Wucht der Ereignisse der letzten Wochen unb Tage lastete auf der fcuiigen Sitzung, in der Kanzler und Sckxltzsckrecär den großen ttampf um eine halbe Milliarde neuer chhrlichev Steuern einleileten. Zwar war das Haus recht gut besetzt, und auch die Tribünen zeigten nur wenige leere Plätze. Aber gegenüber der atemraubenden Eltge, die an den beiden großen Tagen der vorigen Wock-e auf den Tribünen herrschte, mackste das Haus einen fast alltäglichen Eindruck. Die Erwartung derer, bic glaubten, einen Nackstlang der Kaiserdebatten, eine Mitteilung über die Besprechung zwischen Kaiser und Kanzler zu Horen, wuide getäusckst. Die Vertrauensleute der Fraktionen hatte der Präsident telegraphisch zu einer Besprechung eine halbe Stunde ror Beginn der Sitzung z-usammenbemfen, und man ivar überein gtCommcn, die Derfassungsanträge unmittelbar nach der ersten Lesung der sZstnanzreform zur Tageordnung eines Schwerinslages 5!i machen: darum Lnnte jetzt eine Erklärung des Jürften Bülow oder eine Bezugnahme des Präsidenten unterbleiben. Aber auch wer bereits SCunbc von ben Abmachungen bes SeniorenkonvenlS hatte, lauschte dvch^gesp.mitt a^f bie cinlciteirbcn Worte des Kanzlers: aber feine Z-eststcllung, baß wir vor einem schwierigen Provlem stünden, sagte ihnen sofort, daß er das noch schwierigere Problem, das hinter ihm lag, und das er schier unettoartet seiest, nicht mehr zu berühren gedachte, sondern gleich in medias res ging: die Sanierung der Finanzen dcs Reicl)s. In langer Reihe hatten neben ihm die Staatssekretäre des Neiä-es Platz genommen, unter ihnen als Nachbar des Verwesers der Reis-ssinanzen der kundige Herr v. Rheinbaben: am Ende der Bank Herr v. Arnim, der preußisckie Landwirtschafts- Minister, den Branntwein- und Nachlaßsteuer besonders angehen. Auf der anderen Seite, wie immer, die Vertreter der süd- unb mitteldeutschen Staaten. In der Mitte der BundeSrats-ftrade, vor dem Tische des Präsidenten, und auf den Hinteren Bankrecht! die geheimen Räte, nach außen nicht hervortretend, aber in Wirklichkeit bic fleißigen und sachverständigen Autoren der großen Steuervorlagen mit ihren dickbändiaen Tabellentafeln und Begründungen: Unterstaaisretretär von Twele, Direktor Kühn unb Herr Professor Levy von Halle alS HiliSavbeiter un NeichS- maiincamt. Man merkte bem Fürsten Bülow nichts an von den Erregungen dieser Tage. Anstelle der fahlen Blässe bei der Beantn'ortung der K^aiser-Jnterpellationeii zeigte fein Antlitz wieder die gewohnte gesunde fRüte, feine Sttmmc hatte nichts Müdes mehr und feine Haltung war glcidpnütig lässig wie sonst. Die Einzelbeiccn des FinanzPrograunnS überließ er seinem Gehülfen, dem ^Lchatzsekretär: in großen Zügen gab feine Finanzrcdc eine Sckstlderung dec Finanznot des Reiches. Sein -Appell an bie Volksvertretung hatte einen felbstverstänblich siegessicheren Klang. Keine Drohung etwa mit einer K-cisis, mit einem Rücktritt. Stein: hic RhoduS — hic salta, wie er cs vielleicht vorgestern im Potsdamer Königsschloß gesprochen. Eine fdjarfc, kräftige Betonung dcs unabweisoarcn BedürmiffeS der Sanierung der Finanzen. Ma» hörte ihn mit ruhiger Aufmerksamkeit an, bazwisck?en einigemal ein etwas ironisches Lachen fersend, zumeist aber Zustimmung äußernb. So, als er bavon fbraa), baß uns jetzt nichts so nnrue, als Stetigkeit, als er zur Sparsamkeit um Hute und die Kundgebungen sofort mit den Worten bannte: Ich ncljme1 idavon niemand auS! Unb lauter Beifall bei feiner Erklärung, daß er keine nahe Kriegsgefahr sehe, mit dem Nachsatz, bie Hauptgefahr liege in der falschen Auffassung des Auslandes von unserer Finan^age unb darum auch unserer Kriegsbereitschaft. Als er bann am Schluß ben ganzen Ernst der Aufgabe noch einmal dem Reichstag und dem Lande vor Augen führte, unb mit erhobener Stimme audrief, baß jetzt keine Zeit fei zu lamentieren unb zu nörgeln, da bewies ber Beifall, der das Zischen der Svzialbemokraten erstickte, daß bie große Mehrheit dcs Reichstages gesonnen ist, mit der ReichSregierung jetzt ganze Arbeit zu machen. Freilich vorbehaltlicl: der Einzelheiten. Fast eine Stunde hatte der Kanzler gesprochen. In vierstündiger Rede begründete der Sachrtzsekretär Dr. Sydow sodann das Steuerprogra.nm in seinen einzelnen Teilen. Sein Vortrag gab einen DorgesckMack von der zchntz-gigcn Verhandlung, bic uns jetzt bevorsteht, wo bas ganze rLichhaltige Sleucroukctt Blume für Blume in jtber Jcebe bel-andclt werden wird und die Interessen aller nur benk baren Bcrufsgruppen ohne jeden leitenden und auSgleidtatben (e-esiditspunkl ildj durcheinander produzieren werden. Als der Mnzttr geendet, strömte ein großer Teil der Avgeordneten auS dem ^aale, und die letzten zwei Stunden hatte Herr Sydow nur wenige Dutzend Zuhörer. Da cs zumeist wohc diejenigen Av- geordneten waren, die sid) für die Beratung der Finanzreform als Redner cingejcid’nct haben oder es noch zu tun gedenken unb sid) darum in das ihnen gedruckt vorliegende Material hinein- gearbcitet haben, erfuhren sie aus dem mündlichen Dorrrage des Schatzickretars, wenig Neues. Hierzu gchöne hauptsächlich bie GTtiarung, bau die Nachricht von dcr Ausaroeilnng eines Even- t ua l - t c u e r e n t w u r f s für bie Brennereien neben bcnl ZwisckieukiandclSmonopol nickn zutccfsend sei. Aussallend kurz wurden Wein- unb Eleirrizitälssteuer, desonoerS eingehend und grünblid; dagegen die 'Jiadjlaßfteuer, behandelt. Wenn ein Schluß gestattet ist, so durste es melleicht ber sein, baß der auch m Teilen des Bundesrats ftxirte Widerstand gegen die Besteuerung dcs Meines und der Elettrizität die Sicgesgeivißhett deS Rcick-sschatz- amres bezügliQ) dle,er beiden Steuerpläne sehr stark beeinflußt hat. Vor der 147. Abteilung des Amtsgericktzs Berlin-Mitte begann heute der auf zwei Tage berechnete Prozeß des wisscnschaft- lichen Beirats,des Bundes der Landwirte Prof. Dr. Ruhland gegen den Gießener Professor Dr. Atagnus Diermer wegen Beleidigung, begangen in dessen Broschüre „Ruhland, Köhler-LangZ- bors u. Go.", bie schwere 8^>rwürfe gegen die wissensdjaftlich- zvlitrfche Tütigvcit Prvf. RuhiaNds enthält. Dem Privalkläger stehen zur Seite die RedstZanwätte Ulrid) und Meyer, dem Privat- bcriagten Geh. Justizrat Gutfleisch (Gießen) und NechlSanwalt Dr. Gottsd?alk (Berlin). Ms Sachverständige sind geladen Geh- Reg.-Rat Prof. Dr. Eonrad (Dalle) unb Geh. Ober-Neg.-Nat Prof. Dr. LexrS (Göttingen). Ten Vorsitz führt Amtsgerichtsrat Jvckisck). — 9ätd) Anlehnung einiger neuer BeweiSanträgc kommt die längere Zeit in Anspruch nehmende Verlesung der Brosck)üre. In dieser wird der Privatklstger als hausierender Geschäftsmann bc3cid;nct, der unlauteren Wettbewerb treibe. Er fei ein wissenschaftliches Ehamäleon, das egen persönliche Vorteile seine frühere langjährige nationalökonomifche Uebcrzeuguug gewechselt habe. Er habe sich alS Protestant nicht gescheut, eine Professur an ber Dominikaner Universität von Freiburg i. d. Schweiz anzunehmcn, zu einer Zeit, als bie Reichsdeutschen einen EzoduS aus der Universität macksten und kein anständiger katholischer deutscher Prvsessor eine Stelle daselbst angenommen hätte. Er habe ferner Jntriguen gesponnen und mit dem Abgeordneten Köhlcr-Langs- Oorf eine Jntercssengemcinschast gevildet, um Prof. Biermer aus der Gießener Professur zu verdrängen u. a. — jtady Verlesung der Broschüre wird in die Zeugenvernehmung eingetreten. Der erste Zeuge, Mitglied der I)-essischcn Kammer, ber Abgeordnete Köhler- Langsdorf, hekundet. daß er einen Antrag auf Berufung deS Prvf. Ruhland nauj Gießen in der hessisck-cn Kammer eingebracht habe; bic» fei aber geschehen, ohne jede Veranlassung seitens anderer Personen, lediglich weil er daS SBirien deS Pwf. Rulstand für die deutsche Landwirlsd)aft für ersprießlich hielt. Ob Rulstaird ganz aus seinem, deS Zeugen, Standpunkt siehe, wisse er heute noch nicht. Prof. Biermer greift wiederholt in die Vernehmung dcS Zeugen ein unb fragt u. tu, ob ber Zeuge ben Antrag in der hessi,ihen Kauimer settst formuliert, xib er vor Einbringung des Antrages daS Wert Prof. )RulstandS, das ihn zu bem Anträge veranlaßt hchte, aud) gelesen habe. Dcr Zeuge bejaht beide Fragen. — Der nächste Zeuge, Edmund Klapper, Herausgeber der „Agrarlorrespon- benz" hat von bem Antrag Köhlers auf Berufung dcS.Pros. Ruh- lanb nach Gießen erst gehört, als ber Antrag in ber Oeffent- Iwüicii biSTüiiert wurde. Er habe keinerlei Einfluß auf den Antrag auSgcübt. Das freundschaftliche Verhältnis zwischen ihm und dem Privatklöger würde ihn nicht aohaltcn, ähnliche Zumutungen strikte abzulehnen. — Prof. Biermer: Ist dcm Zeugen bekannt, baß Herr Kuhlanb auf ber Münchener Parla- mentstribünc mit bem Abgeordneten Ratzinger erschien und daß Mer Derrn Ruhland als den Stadjfotgcr des Prof. Brentano Aorstellte? Zeuge: Nein. — Ter Zeuge PlaScuda, Direktor ooS Bundes der Landwirte, soll darüber Ausiunst geben, ob bem Privatklägcr durch daS Erscheinen ber Broschüre materielle Nachteile erwachsen seien. Er bekundet, daß seiner Zeit zur Stab'.licrung der Gelrewe.prm)e der „Gettechemarkt" gegründet und rufung an eine preußische Universität em Vorschlag ber be- trefrenben Fakultät vvrauSgchm müsse. Eine Berufung sei jedenfalls nicht ergangen, roeil dieses VvrschlagSrecht der Fakultäteii nicht auSgeübl worden sei. D:c Sache ist gar nicht so wett gc- die he», daß sie dem Minister überhaupt r-orgclragcn worocn wäre. Prvf. Ruhland stellt dagegen die Sache ,'o dar: Er habe bem Dcinifter Stützt über sein natlonalvkonomischos System Vortrag gehalten. Stutzt habe ihm gesagt, ohne Besprechung mit seinen Gcheimräten könne er sick, nicht emschcidcn. Kurz darauf habe ihn Herr v. Wangenhcim ausgefordert, zu Geheimrar Elster zu fomimrÄ. „Sie, Herr Geheimrat Elster, sagten mir: td; habe ben Auftrag vorn DUmstcr, Sie zu sraacn, oo r voltitantzig ausgcoaut ist. Sie, Herr Geheimrat, fragten dann noch, wie lange Zeil ich dafür brauchen wurde unb notierten sich btc Zett mu bem Bemerken, Sie mürben aur bie oadie zurückÜ7mmen." Geheimrat Elster - Id) hatte keinen Auftrag, an Herrn Ruhlatttz einen Ruf ergehen zu la.sen, das idjltcst aoer nicht aus, baß der Herr Minister sich mit Herrn MtMjttriaLtrettor Allhosf be)pwchen hat. Es ist aber ausge- schlsijen, datz cutcnt Herrn ganz allgemein „eine preußische Pro- Auch ein Beitrag zur Reichrfinanzrcsorm. Die „SüDuefibeuijaye ^orre^ponoenä schreibt: Vor einiger Zeit hat der NeichSianzler Fur'ft! von Bülow im Reiu-stag erklärt, daß man zur Besserung der Reichssmanzcn an Er,parnifsLn in der Armeeverwaltung denke. Es ist ober leider in die,er Beziehung beim Denken geblieben, wie nach- stehende Mitteilung beweist, die gerade jetzt besondere Beachtung finden dürste, zumal kaum anzunehmen ist, daß derartige Dinge an anderen Garni.onorten nicht Vorkommen. In Gießen besieht aus,er der großen außerhalb ber Stadt am Trieb liegenden Ka^erlie noch oic sogenannte ZeughauS- Kaserne, die dem Großh. Kameralfiskus gehört, und außer zwei Kompagnien noch militärische Bureaus, sowie Offi- ziers- und Unteroffiziers-Wohnungen und das Offiziers- Kasino enthält. Es ist das schönste alte Gebäude Gießens, daS 1ÜS3 errichtet wurde und jich in vorzüglichem baulichen Zustande bejinoet. Daß das siattliche schloßähnliche HauS für seinen Zwecks mehr als groß genug ist, geht daraus hervor, daß es früher für vier Konrpagmen bequeme Unter* kunst bot. Trotzdem möchte die Militärbehörde das Haus als Kaserne cmfgegeöen wissen und die beiden Kompagnien ebenfalls vor der Stadt am Exerzierplatz in einem Neubau untergebracht haben. Dies wuroe mit der angeblichen Gesund- ßeitsschädiichkeit dcr Zeughauskaserne begründet, bic nach der An.icht ärztlicher Sachverständiger jedoch nicht vorliegt. Der wirkliche Grund ist wohl, daß man das Regiment zusammen bei seinem Uebungsplatz haben will, der etwa eine Viertelstunde von der Zeughauslaserne entfernt liegt. Da ber Reichstag für einen neuen Kaseenenbau wohl kaum die Mittel bewilligen durste, wird feit längerer Zeit mit der Stadtverwaltung verhandelt, um diese zum Bau oec Kaseine auf ihre Kosten zu bewegen unter Zusicherung einer jähr- lichen Entschädigung von 6 Proz. des ausgewendeten Baukapitals. Die Ka,er.ie würde runo eine Million kosten, so daß eine jährliche Aufwendung von 60 000 Mk. erforderlich wäre. Nimmt man an, daß damit für rund 300 Leute ein Unterkommen geschaffen würde — eZ kommen äußer den Mann- )d)üftbräumen noch eine Anzahl Unterofsizierswohnungen in Betracht — so ergibt sich, daß für die Unterbringung jedes einzelnen Mannes jährlich 2G0 Mk. aufzuwcnden wären. Das ijt eine Summe, die ausreichen würde, um für bie einzelnen Soldaten möblierte Zimmer mieten zu können. Es ist unbegreiflich, daß bei der jetzigen Lage der Reichsfinanzen Derartige kostspielige Projekte überhaupt erwogen werden rönnen und es wäre sehr am Platze, daß der Reichstag den Militäretat einmal auf solche Posten hin gründlich durch- uchen würde. Jedenfalls könnten dadurch beträchtige Summen ge.part werden, ohne daß dadurch die Schlag,ertigkeit un,eres Heeres im geringsten beeinträchtigt wurde. politische Cagesschan. Die Waffen nieder! In einem „Die Waffen nieder' betitelten Artikel erörtert btc „Kölnische Zeitung" die Mitteilung des „Reick-Sanzciaers" vom 17. November, bic ein Anerkenntnis au» kaiserlichem Munde sei. Das Blatt gibt weiterhin zu, daß ber Artikel 17 der Reichsvcrfassung unklar sei; aber die feit 38 Jahren bestehende Unklarheit gebe den Beweis dafür, daß in Dcutscl)- land nur bei einem Vertrauensverhältnis zwischen Kaiser und Volk, nur in genauer Uebercinstünmung beider, regiert werden könne. Deshalb bedeutet auch, so schließt der Ar- tikcl, jeder nicht vom Kaiser und ben verbündeten Regie- rungcn ausgehende Versuch, diese Ucbereinstimmung im.er den jetzigen Umständen zu beseitigen, nichts anderes, als bie tai,erliche Vertrauenskunbgebung vom 17. November mit einer Mißtrauenskunbgebung zu beantworten. DaS liegt auf ber Hand, und dieser Eindruck wird durch keinerlei Versicherung gegenteiliger Mjicl)t aus der Welt M schaffen fein. 'Diaii darf daher erwarten, daß die Slockmehrbeit diesem Versuä) des Zentrum» und der Sozialtzenwkralie, f>en Kaiser zu demütigen, einmntiy sich widersetzen wird. Das Volk, deß darf die Oppofition versichert sein, folgt ihr aus diesem Wege nicht. Es will Frieden mit seinem Kaiser unb leine Fortfetzung deS Konfliktes über das hinaus, was cS erzielt hat. tzu brechen. Au diesem Behufs ist beabsichtigt, die Landtagsabgeordneten Köhler-Langsdorf, Bähr, Joutz, Wolf und Hauck aus der seitherigen Vereinigung auszunehmen, teils wegen ihrer Zugehörigkeit zur deutschsozialen Partei, teils wegen ihrer radikaleren Anschauungen. Die neu zu bildende Wirtschaftliche Vereinigung soll sich zunächst aus den Abgeordneten Brauer und Dr. Weber, Leun, Erk, Sensfelder, Hreidenbach und Schmalbach zusammensetzen. Mgeordne- ter Koretl will als „Wilder" sich gerieren, während die Stellung des Vertreters des Grünberger Kreises Lutz-Elpenrod noch ungeklärt ist. Die Vereinigung soll vor allem Ab- geordnete aufweisen, die der Regierung Schwierigkeiten nicht bereiten, der Bruch mit der seitherigen Bauernbunds-Politik soll weiter dadurch bekundet 1 verfielt, daß ein Akademiker und Beamter, der Abgeordnete Forstmeister Dr. Weber, zum Vizepräsidenten des 34. Landtags an Stelle von Abg. Köhler-Langsdorf vorgeschlagen roirfi. — Wir geben diese Mitteilungen eines Frankfurter Korrespondenzbureaus mit dem Bemerken wieder, daß nach Vorgängen in fier Wahlbewegung die Haltung der seitherigen wirtschaftlichen Vereinigung ivahrscheinlich ist. Wenn sie tatsächlich zustande kommt, vermehrt sich die Zahl der Fraktionen von 5 auf 6. • • In Audienz empfangen wurde von Sr. Kgl. Hoh. dem Groß Herzog am vergangenen Samstag Professor Dr. Garten von Gießen und am Mittwoch Obersteiger Keller von Dorheim. • * Auf das Wohltätigkeitsfest, das zum Besten dec hiesigen Schwestern morgen abend im Hause des Gesell- schaftsvereinS statlfindet, sei noch einmal hingewiesen mit dein Bemerken, daß in Anbetracht der großen Dienste, die die Schwestern seit Jahrzehnten der hiesigen Bevölkerung in uneigennützigster Weise leisten, ein zahlreicher Besuch der Veranstaltung die Abtragung einer Dankesschuld bedeuten würde. * * Vortrag über Indien. Bezüglich des heute Abend 8 Uhr in der neuen Aula stattfindcnden Vort r a gö über „Wohin steuert Indien* werden wir gebeten, ausdrücklich .darauf aufmerksam zu machen, daß der Eingang nur durch das Hauptportal von der Ludwigstraße aus erfolgt. * * Sanitätskolonne. Die von der Sauitäts- kolonne geplante Feier, von fier wir gestern berichteten, wird aus Anlaß fies fünfjährigen Bestehens der Stotonne abgehalten. Tie Kosten der Veranstaltung dürfen nicht der Kasse entnommen, sondern müssen durch Beitrage der aktiven Mitglieder aufgebracht werden und wird sie sich schon mit Rücksicht auf den Kostenpunkt in sehr schlichtem Rahmen abspielen. Das Fest soll weiter auch den unterstützenden Mitgliedern Gelegenheit geben, sich über Zweck und seitherige Leistungen der Kolonne zu unterrichten, was aus der in Aussicht genommenen Ansprache geschehen kann. Dadurch wird hoffentlich ein engeres Band zwischen aktiven und unterstützenden Mitgliedern geknüpft. -t» Oppenrod, 19. Nov. Vor einigen Tagen erhängte sich der Landwirt D. Döring in seiner Scheuer. Döring sollte unsittliche Handlungen mit einem Mädchen von 14 Jahren oorgenonunen haben, was bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht worden war. Die Staatsanwaltschaft beauftragte die Gendarmerie mit Feststellung des Tatbestandes, worauf Gendarm Keilbach von Neiskirchen hier anwesend war und die Sache verfolgte. A»n Tage darauf, mittags, erhängte sich D., um dem irdischen Gericht zu entgehen. Am folgenden Tage war das Gericht hier anwesend und stellte den Tatbestand fest. D. war überall bis weit in die Wetterau und in den Vogelsberg hinein bekannt. Er war Veteran aus dem Kriege 1870/71 und hatte den Krieg von Anfang bis zu Ende mitgemacht. Auch dem Gemeinderat und dem Schulvorstand gehörte er an. FC. Bad-Nauheim, 19. Nov. Infolge der Flauheit im Baugeschäft in Frankfurt a. M. sind seit einigen Wochen zahlreiche Arbeiter — cq. 800 — aus den umliegenden Ortschaften Ober- und Nieder-Mörlen, Rödgen, Schwalheim, Steinfurth, Wisselshei>n re. arbeitslos. Um den Leuten Arbeit zu beschaffen, geht man mit dem Gedanken um und ist angeregt worden, die projektierten Bahnhofs- Erweiterungen in Bad-Nauheim jetzt als Notstandsarbeiten auszuführen. Die Arbeiten sind bereits im Juli d. I. vergeben worden. Ein Zuschlag ist bis jetzt noch nicht erfolgt. X. Offenbach a. M., 19. Nov. In der vorigen Sitzung der Stadtverordnctensitzung wurde ein An- srag angenommen, die hessische Regierung solle im Bundesrat ihren Einfluß dahin geltend machen, daß Vorgänge, wie die Veröffentlichung de§ Kaiserinterviews in einer englischen Zei- hing, in Zukunft verhindert werden. Heute teilte Bürgermeister Dr. Dullo mit, daß er den Beschluß beanstandet babe, da er über die Kompetenz der Stadtverordneten - Versammlung hinauSgehe und keine Gemeindeangelegenheit betreffe. Infolgedessen ersuche er die Stadtverordneten - Versammlung, den Beschluß aufzuheben. Stadtv. Boehm, der den Antrag eingebracht hatte, entgeguete, daß der Antrag aus wirtschaftlichen Gründen hervorgegangcn sei. Doch sei er jetzt gegenstandslos geworden, da ja eine Bundesrats- sitzung bereits stattgefunden und die Lage sich jetzt geändert habe. Um auch einen Kompetenzkonflikt zu vermeiden, schlage er vor, den gefaßten Beschluß aufzuheben. —. Für die Hinterbliebenen der auf Zeche Radbod Verunglückten wurden 2000 Mark bewilligt. [] Marburg, 19. Nov. Die Stadtverordneten bewilligten 300 Mk. für die Verunglückten der Zeche Radbod. — Die Erweiterung der städlischen Gasanstalt erfordert nach dem heute mitgeteilten Projekt einen Kostenaufwand von über 300 000 Mk. k. Kassel, 19. Noo. Gestern abend wurde hier ein dreifacher Selbstmord entdeckt. Als man das Privatkontor des Klavierhändlers Wilhelm Meister öffnete, fand man diesen, seinen Freund Remach und eine Kellnerin tot vor. Nach vorgefundenen Weinreslen handelt eS sich anscheinend um Vergiftung. Dar Grubenunglück bei Hamm. Ter Bergmann Karl M eher, fier dem Berichterstatter des V. L. die Verwaltung der Zeche „Radbod" schwer belastende Mitteilungen gemacht hatte, ist von der Staatsanwaltschaft vernommen worden. Meyer hat seine Erklärungen nicht aufrecht erhalten, sondern erklärt, daß er das, was er dem Berichterstatter gesagt .habe, nur vom Hörensagcn wisse. Der Bergmann Gard, der erst seit Anfang November auf der Zeche tätig ist und der dem Berichterstatter ebenfalls schwer belastende Angaben gemacht hatte, versuchte, der Vernehmung durch Abreise zu entgehen. Er wurde aber festgehalten und eidlich vernommen. Heb er seine Aussagen verlautet noch nichts. Auf eine Anfrage bei dem Bergwerksdirektor Holländer in Hamm, ob die Mitteilung der „Bergarb. Zig.", die Beamten von „Radbod" hätten ihm erklärt, sie könnten die Verantwortung für die Berieselung nicht mehr übernehmen, den Tatsachen entspreche, erklärte Holländer, es sei unwahr, daß er irgendwelche Mitteilungen solcher Art von Beamten oder Arbeitern erhalten habe. Tie Angaben der Zeitung seien völlig aus der Luft gegriffen. Die Aachen-Münchener F-euer-Versicherungs-Gesellschaft spendete 30 000 Mark. Darmstadt bewilligte 1000 Mark. Die Bergarbeiter von M v n e c a u j lco Mines haben dem Vergarbeiterverband in Hamm telegraphisch ihr Beileid wegen fies Unglücks ausgesprochen. Die Deutsche Bank in Berlin hat 5000 Mark gezeichnet. Ter Vorstand des Vaterländischen Frauenoerems (Hauptverein) zeichnete 1000 Mark. Die englische Gasanstalt in Berlin hat 5000 Mark gestiftet. M ünchen i pendele 5000 Mark, ebensoviel Magdeburg. Die Sammluirg des Gießener Anzeigers: Bisher quittiert Alk. 902.—. I. u. L. 3.—, Max Friedberger 30.—, St. T. Bl. W. R. 10.—, Dr. Wagner 5.—, Proi. Dr. B. 10.—, Hermann Stern 3.—, Gg. Appel 5.—, R. W. 2.—, Baruch Strauß 25.—, Apotheker Schmieder 20.—, Dr. W. 9)1. 5. — , Ungenannt 20.—, W. Louis Schäler 3.—. Zusammen Mk. 1043.—. In AnbetrachtdesschrecklichenUnheils, bitten wir unsere Leser, ihre Spenden möglichst umgehend an uns gelangen zu lassen, damit wir das Geld möglichst rasch an die Hinterbliebenen abführenkönnen. * Oberstndienrut Pro,ej,ur Dr. Rühlmann hat sich in Dresden erschösse n. Dr. Rühlmann hatte mit dem zweiten Vizepräsidenten der Kammer, Dr. Opitz, wegen eines von Rühlmann gcfitnfiencn und an sich genoin- menen Briefes an Opitz eine scharfe Auseinandersetzung, deren Folge eine Forderung auf Pi st ölen war. Der Zweikampf wurde jedoch verhindert. Der Selbstmord scheint eine Folge der Aufregungen gewesen zu sein. Kleine Tagcschronir. Am Bußtag b 1 a o i e im Berliner Elektrizitätswerk ein K e s s e l r c> h r, wodurch drei Heizer so schwer ver- letzt wurden, daß sie starben, während zwei andere sich noch in Lebensgefahr befinden. Ein brütet kam mit leichteren Verletzungen davon. Im Bvssendorfer Pfarrhause sind 160 000 ML in Wertpapieren gestohlen wvrdcm. In Metz wurde ein N esl vo n M a d ch e n h a n d l e r n ausgehoben, die einen schwunghaften Handel mit jungen Mädchen nach südamerikanischen Freudenhäusern betrieben. Offenbar handelt es sich uni eine weitverzweigt^ Geiellschast. In Ingolstadt wurde d r vor wenigen Wochen aus dem Zuchthause entlassene Schlosser Nuner verhaftet, der vor drei Tagen in M ü n ch e n in der Trödlerin Zultant einen Raub- mordverfuch beging. Gegen den wegen Sittlichkeitsverbrechen verhafteteui Pfarrer Reumann in Z abrze ist nun auch ein Straf, verfahren wegen größerer Unterschlagung von Kirchengeldern eingeleitet worden. Eine heftige S ch a r lachepidemie wütet in Neudorf bei Benthen (Schlesien). In Aeicatena (Sizilien) wurden 30, in Riposto 500 Bauernhäuser durch das Unwetter zerstört. Als em Hilfs- z-ug den Tunnel von Rlangona pausierte, stürzte das Gewölbe ein. Der Zug wurde verschüttet. Alle Passagiere wurden gerettet. Dem Blatte „Jkdam" in Konstantinopel zufolge ist ch den Bezirken Erzindjan, Musch, Samn, Wan, SiwaZ, Malaria, Erzerum und Aiarasch eine Hungersnot ausgebrochen. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 20. Nov. Heu- und Strohmarkt. Anaefahren waren 5 Wagen Heu und 3 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.30-3.40, für Stroh Mk. 2.50 - 2.00. Maschinenstroh fehlt. Tendenz fest. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am SamStag den 21. November: Neuerdings Trübungen, Erwärmung und Nieder- jchläge. Schneebericht des SLiklubS Wandervogel. Ter TamtuS hat 10 Enn. Schnee.. Griginai-Drahtinelöuirgen. Berlin, 20. Nov. Dem Bundesrat ist, nric das B. T. erfährt, ein Gesetzentwurf zugegangen, welcher eine Abänderung des Reichsgesetzes vom 30. Miai 1870wegen Beseitigung der Doppelbesteuerung bezweckt. Nach diesem Gesetz können Einkommen aus Besoldungs-, Pensionsund Wartegeldern, die Beamte oder Militär-'Personen aus dec Kasse eines anderen Bundesstaates beziehen, von dem Bundesstaat des Wohnsitzes nicht zur Steuer herangezogen werden. Dem Reichstage dürfte der Gesetzentwurf demnächst zugehen. Fiume, 20. Nov. Tie ungarisch-kroatische Bmnenschiffahrts- Gesellschaft erhielt von ihrer Agentur in Skutari die telegraphische Mclduiig, daß dort der B o y k o 11 gegen Waren aus O c ft e r r e t ch - U n g n r n ebemaNs ausgebrochen sei. „ Triest, 20. Nov. TerKawaß des hiesigen türkischen Konsulats ivurdc auf der Straße von kroatischen Haken- orbeitern übers allen und ziemlich schwer verletzt. Der Koiisul hat sich wegen Bestrafung der Täter verwandt. Diese sind bereits verhaftet. Konstantinopel, 20. Nov. Gerüchtweise verlautet, die arabische Provinz Mejad habe ihre Unabhängigkeit erklärt. In den Städten Bagdad und Bassora seien Unruhen ausgebrochen. Konstantinopel, 20. Nov. Das jungtürkische Komitee fordert in Smyrna, Jaffa und anderen Orlen die Bevölkerung zur Boykottierung der österreichischen Post aus. London, 20. Nov. Dem Evenmg Standard wird aus Singapvre telegraphiert: Ter Tod der Kaiserin-Witwe gab dort den direkten Anlaß zu R u h e ft ö r u n g c n._ In Burma haben! 3 0 0 00 Chinesen gegen t> t c Thronfolge Puyis protestiert, da er ein Mandschure sei. Die Agitation dehnte sich auf Singapore aus. ’Lld das nena auf elektrischem Wege hergestellte Eisenpräparat,ein von ärztlichen Autoritäten glänzend begutachtetes Bei Bleichsucht Blutarmut Appetitlosigkeit Nervosität gebrauche man Kräftigungsmittel Origlnolflaschcn: Mk. 1,75 u Mk. 3,— ______in den Apotheken erhältlich. General-Depot für Deutschland ■ Dr. Wasserzug, Frankfurt a.'M.« Thcaterphtz >. Mit noch nie dagewesenen Mitteln sind Kathreiners Malzkaffce-Fabriken von ihrer Konkurrenz angegriffen worden — ein untrüglicher Beweis für die Bedeutung und den Wert des echten Kathreiners Malzkaffees. Er ist nicht nur als unschädlichster Kaffee-Ersatz, sondern gleich zeitig als vorzüglichster Kaffee-Zusatz zu empfehlen. Wer Kathreiners Malzkaffee noch nicht kennt, mache einen Versuch. Nur echt in Paketen mit Bild und Namenszug des Pfarrers Kneipp. c-/„ WM« A. Holterhoff Söhne, Giessen »mqA Engros-Lager der Handels-Zentrale Deutscher Kaufhäuser in Berlin u.Chemnita Eigenes Fabrikat WM" Eigene Marken Preise unerreicht Reinwollene Kind er-Strümpfe gestrickt, schwarz uud lederfarbig, englische Länge, gute haltbare Qualität Grösse 1 23 456 7 8 9 10 11 V«. 0.45, 0.50, 0.60, 0.65, 0.75, O.bÜ, 0.30, LOO, 1.10, 1.210, 1.30 Damen-Strümpfe Wolle plattiert gestrickt, solide Qualität, schwarz engl. Länge, Paar 65, 50 -H DaiUöll-StrÜnipiereineWolle,cugl.Länge,gestn.pr.Qualitäten, Paar Jl2.^2, , 0.— Damen-Strümpfe reine Wolle, gewebt, Paar 1.7b, 1.50, 1.00 Herren-Socken reine WoUe, gestrickt Paar JC 1.35, 1,25, 1,00 0.L 0.00 4a Ul u 66 41 6 7. 10( 7K 6J0 LI Iw 510 63 ■ 18 5 Ml SU ly U U u 21 k! 1 U 25 8S PC 1 80 68 11 t5i 1: 84t 55 T ödes-Anzeige Friedrich Hofbäcker im 51. Lebensjahre. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: eb. Lenz firiarie KioBB (6704 Giessen (Mäusburg 12), den 19. November 1908. 09613 Wicseck, den 19. November 1908. vom (&>26 leicht zu nehmen. Emil Karn, Stiste. lu Giessen bei SS/i C. Seibel. Drogerie. 149058 225 01 81* 670 659 CO 703 7B3 851 81 153304 0U 477 90 019 171049 68 21083 857 13000] 78 3247! 80 [500] 613 827 33123 239 63 637 363 [1000] 258 240 63 831 805 86 S5»I°3 211 [""001 461 63* IS 719 81' 65 526 1OO020 32 82 88 102 295 857 313 413 30 523 HOOCl 928 101182 251181 106105 14 277 929 229 507 79 [1000] 729 926 2 8 2096 285 415 769 00 957 283010 26 908 73 401 933 60 es 258 773 412 8$ 455 597 910 21 62 316 484 528 633 757 652 499 513 533 931 73 2 2 2105 222 167234 374 731 851 37 482 54 934 823 671 260 06 290 370 14« 609 59 91 26 1 812 73 [500] 87 551 708 [ 500 ] 23 87 [ 3000] 865 999 2 6 233* 643 [1000] 805 19 63 2631-1 25.» 451 550 776 811 261198 417 893 [3"00| 026 2 6 5 215 873 478 11000] 80 i-G 620 25 93 728 997 2661 8 |500] 407 81 753 2670=9 172 307 11000] 93 476 528 617 [5OO] 77 755 55 2 6 8025 [ 3000 ] 44 52 56 387 [500] 455 515 184313 C17 508 609 735 499 1 8 8211 544 724 804 857 211 663 427 82 83 831 71 74 750 658 497 453 529 602 378 356 491 614 049 959 31» 83 145O3A ir.2 ">13 53 705 834 96 1 46171 535 110001 [500] 933 t>0 147019 368 404 8 48 1 48124 47 242 164-064 218 362 607 882 165133 691 720 860 1 66'73 496 [10O0] 927 765 831 991 1681*22 231 857 485 169122 [ 500 ] 266 68 [lOOO] 96 31? 611 49 697 [500] |500] 729 871 985 103047 235 105'03 134 63 731 731 662 58 ] 1000 ] 693 761 91 954 229136 58 617 [500] 70 13 51 612 837 912 1 89012 393 435 974 102079 84 173 2-1 333 765 75 97 739 82, gO2 57 1O4210 347 582 297 [ 500] 440 |100C| 869 904 =0 29O038 113 658 951 88 [500] 191177 284 307 88 579 633 192308 82 M5 16 08 640 736 39 193075 866 74 478 511 71 609 1 9 401S 81 382 425 513 695 672 651 903 796 220062 218 22 1 064 111 399 64 191 212 48 349 448 C(>4 10 82 794 025 284112 75 221 318 34 522 6-8 921 .36 285069 72 165 02 77 333 75 ‘.37 r.ia 13060] 847 990 236056 241 9= 815 63 412 602 16 778 812 187022 [500] 176 547 85 663 9» 836 G5 67 [8U001 Ml 52 to 483 139068 119 886 87 140208 90 818 15001 453 63 1 41112 35 279 725 874 921 14 2096 161 63 256 510 67 143'114 618 707 901 11 81 15001 ±440?3 ,56 29? 559 604 452 605 000 128 663 419 805 89 76 145128 711 8D2 78 025 1 4 6059 114 147136 446 780 857 1 4 8212 670 824 72 432 511 65 [1000] 15O06S 199 608 935 1 5 1 012 56 77 85 618 64 734 929 223150 96 310 47 469 74 965 2 24169 [500 ] 249 327 550 759 f?000] 09 2 2 5027 150 838 (1000] 419 70 568 973 2 2 6104 681 709 2 2 7061 226 85 455 [8000] 752 894 944 228024 38 183 379 [3000] 545 697 993 2 2 9321 97 6R4 818 13000] 04 003 80 2 3 00. 4 117 201 348 449 506 90 735 839 53 2 3 1 074 76 95 [500] 538 92 687 860 13000] 232019 111 80 222 522 92 616 50 2 3 3 6-1 028 2 3 4006 251 345 88 516 20 46 0] 620 738 2 3 5000 156 241 420 660 851 23 6215 4°4 96 555 649 2 3 7'5 ' 77 ''0 642 87 776 802 959 2 3 8201 303 4". 75 408 [1000] 55 2 3 9 079 271 616 962 240111 20 216 49 [ 500 ] 421 537 60 997 241182 228 367 436 524 902 2 4 2106 32 53 83 420 [500] 22 25 675 764 930 [1'00] 24 2 14 415 532 972 2 4 1018 152 94 838 66 601 929 2 4 5391 407 543 91 611 47 8 t 712 78 870 84 243.69 339 07 404 11000] 41 56 [5000 ] 616 [1000] M2 < ! 9.36 2 4 7590 9'.'. 248H5 [500 ] 426 550 655 249'13 f 500 j 214 72 678 806 13 32 908 250 *03 [5000] 88 90 443 669 941 77 2 5 1 004 62 227 443 92 526 2 5 2026 180 3'9 44« [1000] 506 935 253'-'- 251 90 372 4.37 574 [.'.00( 254004 294 692 820 255296 [3009] 312 450 [SOOo] 51« 6'6 789 81 156'.".0 104 31 32 5'3 «51 9-0 257017 26 313 61 503 632 65 713 I fHOl 4« 65 258240 [1000] 362 479 719 22 88« 915 259038 09 35« 257 88 94 246 38252 445 80 225 201 587 Die Beerdigung findet Sambtag nachmittags 2'/r Uhr Sterbcbause, Philosophenstrahe 1L aus statt. [500] 78 80 481 635 733 982 182030 3-*2 135 237 318 42 80 84 509 82 [1000 ] 886 007 18 5075 100 16 70 11000] 229 38 32« 494 L1000) 1860 4 184 280 607 744 844 187027 13029 319 28 487 90 826 910 14'05 271 376 50! 28 39 15231 [1000] 423 97 708 901 22 73 16319 38 625 81 752 64 73 (30001 830 56 17017 133 615 2 3 0142 52 850 67 2 3 1 212 320 604 796 861 23 2002 75 432 730 833 233301 11 84 L'OO] 667 700 234*66 661 23 5191 [500] 702 2 3 6119 506 621 [1000] 968 237561 60.8 774 833 2g8394 445 589 609 953 2 3 9020 206 304 858 904 Heute mittag I Uhr verschied nach langem, schweren Leiden unser lieber Gatte, Vater. Bruder, Schwager und Onkel 34216 87 607 782 03 [500] 843 35063 163 597 609 16 ] 3000] 816 901 71 36019 13 86 654 859 3 7037 290 508 631 708 911 [500] 61 [3000] 887 9 96 [500] 39 015 144 303 84 1840H3 [500] 1-5 401 5=9 651 045 79 185071 525 057 1500] 83 186011 SC2 475 577 187151 5S 697 188268 73 323 401 63 74 685 189071 249 416 49 [1000 ] 22075 174 [500] 209 43 454 [500] 78 529 605 993 23172 484 578 666 [3000] 797 [5000] 879 2 4167 195013 [1000 ] 97 404 990 1 96'01 55 236 [1000 ] 859 665 «7 791 918 197»§0 451 889 920 1 98011 1500 ] 73 [500] 75 813 26 468 502 600 79 SS 963 68 199013 861 493 660 [500] 96 833 63 977 20 0265 305 412 78 91 506 45 656 68 833 961 20 1 004 20« 53 686 2 0 2049 93 136 352 86 457 (1000 ] 627 701 858 2 0 3941 207 587 717 80 833 vor 12 204'31 313 14 411 04 [1000] 504 48 666 75 76 925 28 44 2O5060 71 5-2 007 611 907 2 0 6'27 241 378 [500] 517 663 751 937 2 07179 233 75 516 639 [10 000] 981 208'92 453 711 28 36 987 [500] 209190 241 [500] 897 462 827 950 2 1 0179 98 214 365 545 679 87 840 998 211068 179 239 [anno] 679 742 003 56 2 1 2002 18 208 417 536 [3000] 745 90 2 1 3201 8 314 22 408 607 13 43 93 2 1 4009 25 80 [8000] 122 68 91 501 27 [1000] 750 67 86 215002 65 [500] 471 503 11 652 [500 ] 721 819 90 [lOoo] 08 959 72 [500] 2 1 6538 621 701 852 217'17 627 218026 203 422 565 633 [3000] 61 [1000] 099 219220 421 [500] 538 41 705 [500] 23 28 [500] 84 795 40070 260 86 95 467 733 52 41232 [500] 017 973 und Ijebertliran Emulsion auS der Central-Drogerie sind von besonders mildem Geschmack und daher 10. Ziehung 5. KI. 219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 16. November 1009. naclimlttnes. Nur die Gewinne Uber 240 Mark Bind den betreuenden Kemmern in Klammern boinefüet. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 337 571 679 85 770 [500] 816 06 1055 618 94 701 953 2136 322 577 96 729 3205 377 678 [3000] 880 4273 420 624 703 15 813 991 5029 119 453 615 71 956 6123 206 41 97 367 430 [1000] 39 539 7 282 320 433 [500] 703 44 20 80 82 85S1 60t 773 846 60 9223 42« 813 10369 92 084 734 82 908 11121 39 12215 501 71 74 In dem Konkursverfahren über daS Vermögen der Frau Emilie Burk Witwe in Gicszen ist in Folge eines von der Gcmcinschuldnerin gcmach- tenVorschlagszu eineinZwangs- vergleiche Verglcichstermin auf Montag, den 21. Dezember 1908, vormittags 11 Uhr, vor dem Grobherzoglichen Amtsgericht in Gieszcn — Zimmer Nr. 18 — anberaumt. Der VcrgleichSvorschlag ist auf der Gerichtsschreiberin des Konkursgerichts zur Einsicht der Beteiligten niedergelcgt. B?olt Gießen, den 19. Nov. 1908. Der Gcrichtsschreiber des Großhcrzogl. Amtsgerichts. 307 74 88 421 [1000] 34 [3000] 73 547 921 [500] 149305 [3000 ] 83 405 579 708 928 36 77 „ 15 0 2(10 554 94 70« 19 73 8«8 [500] 151M8 «< ^SS 31 301 71 GOl 775 [10000 ] 911 [500| 81 77 152015 170 572 92 «32 (lOOOl 153(81 332 488 64 788 154083 87 97 223 630 049 155021 85 128 80 251 818 775 800 [ 3000] 1 5 6077 297 [500] 306 21 760 044 157017 02 814 726 66 015 21 [500] 158114 861 [500] 852 064 159022 54» 722 8 27 90« 90 110' « 420 95 Isnn] 572 603 879 120229 619 970 72 1 21'9« 539 628 751 «7 122072 106 [1000] 415 23 |1000 | 660 03 713 89 009 1230M [34 00) 28 0 4 52 523 657 93 807 |560| 60 93» 124'53 7« 220 21 93R 125'16 29 369 417 «21 70 |3000| 8.3-7 69 OR« 126087 509 607 53 833 007 127230 325 534 [ 500] 631 734 128064 [36-0] 187 335 564 736 804 [500] 76 129' 16 7? 540 64 649 722 896 [ 3000] 130485 953 1 31163 6U9 073 1 32131 4« 302 50 57 [-500] 457 72 [1090] 73 557 85 7'3 864 133 113 13 4015 162 [500 ] 554 «02 110001 747 899 93« 135073 '500] 355 69 8 9 «7 467 524 71t 80 948 1 33'79 «0 606 [5001 71 137009 64 80 215 42 54 5« 13000] 83 421 45 [500] 512 696 074 77 [8000] 138032 * [1000] 8.96 964 SO 29137 [3000] 311 40« 623 720 44 30028 36 75 508 670 [3000] 902 31.51 301 462 [500] 92 962 03 1 5 2077 133 39.3 583 654 82 , 349 408 13000 ] 5«0 [500] 49 [500] 89 712 26 [500] 57 964 [500] 154264 478 959 77 155'27 [500 ] 256 988 1 5 6015 175 91 269 [500] 859 79 552 C40 74 95 731 98 833 157u-.r> 213 855 1 5 8 047 48 179 SO.' 28 (500] 51 [1000] 70 415 534 87 910 ___ 190077 263 SOS 88 439 526 678 776 876 191030 849 944 192093 223 38 4 [1000] 863 |5001 193003 [f.uO] 20 263 323 43 515 614 46 853 [IC.OO] 194'23 2'5 466 019 72 741 917 195183 435 517 [500] 21 [500] 21 [3 00) «8 625 29 801 1S6045 166 274 967 68 1 97"48 520 67 608 46 63 948 85 1 9 8098 226 2 7 519 627 7 7 952 1 9 9 001 Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. November 1908 nachmittags 3% Uhr vom Portale des neuen Friedhofes statt. 1833'. 441 840 57 914 19-’lß 55 93 314 77 09« 806 20051 108 [1060] 15 592 6'4 [ 500 ] 835 [500] 979 137 3C0 508 [1000 ] 41 65 630 43 925 60 7 1 22 120 [ 500 ] 398 [500] 453 537 83 862 23251 486 520 74 867 9(3 63 24'74 [500] 110 299 317 435 862 [500] 88 25223 378 424 [500] 55 [1000] 858 978 2 6316 6«6 843 2 7U« «'S 509 610 98 931 28102 27 33 IluOO) 245 567 957 29124 65 257 59 mit Brut vernichtet radikal Rademacher« Goldqeist. Patentamt! pesch. No. 7519$. Geruch- u. farblos. KeinJct d. Kopfhaut von Schuppen, befördert den Haarwuchs, verhQtct Zuzug von PtfMitCD. Wichtig fQr echuikindir, 60 ktg. 26ro21 156 203 463 6.33 59 872 914 2 70128 267 374 7'-6 952 SO 271’37 79 5«< «53 78 820 37 933 [500] 272"01 [5000] 15 ICO 13000] 74 217 88 456 [500] 78 91'9 665 [3000] 741 55 70 273' 5 840 980 85 2740=3 134 338 437 573 649 82 (5«0) 69 638 [ 3000 ] 60 75 2751«! 863 421 624 710 S"0 2761'S 204 47 [ 500] 839 494 330 918 2= 82 277156 235 871 417 80 518 6»2 85 [5001 74« 2782-11 54 *61 80 605 819 2 7 929* 565 626 [1000] 873 85 280-30« 501 625 63 03 [506] 886 651 281406 45 [5001 719 72 75 855 944 .144134 570 [600] 85 851 [500] --- " * * 72C [3000] 861 180082 [500] 522 77 915 54 181092 1’7 66 378 ------ 040 I83oio *33 562 9t 759 880 952 2 5 2 p 819 [500 ] 404 61 553 724 826 2 6 095 [500] 137 333 5S6 [1000] 813 45 27061 *27 17OU21 602 60 753 807 8 46 — [3060] 70 [3000] 275 345 | 500 ] 471 685 804 1 7 2076 299 306 456 564 643 741 933 52 173009 1«5 292 [500] 256021 115 344 [500] 63 95 4S3 610 699 *57 544 53 647 59 603 907 76 2 5 2015 420 718 31 388 90 -113 596 LC7 254220 338 69 71 75 564 [1009] 879 969 2 5 51-3 603 [500] 46 705 53 826 680 712 [1000] 63 889 995 2 5 7029 114 17 2.-0 602 945 8* 85 2 58177 87 97 200 6*4 [101-0] 9o6 Statt jeder besonderen Anzeige. Hierdurch die traurige Mitteilung, dah beute vormittag 2 Uhr unsere unvergehliche, treusorgende, vielgeliebte Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante fron TIMr Michrl Mm Elisabcthe, geb. Dcch nach kurzem, schwerem Leiden dem Herrn sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Maria Tcibcl Ww., geb. Michel Familie Qtto Michel Familie Ludwig Michel. (30001 245 160578 609 96 161299 322 46« 88 505 788 84? [8000] 930 1 62)16 310 7 8 472 634 971 16 3 090 372 '** "" ----- [1000] 317 210241 530 602 17 [ 500] 033 21127« 456 94 738 212178 [500] 414 91 [3000] 430 8.79 913 213212 Ivo] 8-1 [1000 ] 301 43 71* 901 [1060] 89 2 1 4094 [560] 173 204 22 40 41 [500] 781 97 802 4 [1000 ] 2151« 310 603 1'47 [500] 73 216031 76 256 395 417 28 563 [500] 78 755 21700« 60 194 670 739 40 | 500] 54 98 935 2 1 8233 51 92 [1000] 383 456 571 781 2 1 9 003 93 9* 140 892 *51 58 536 [1000] 63 [500] 762 028 2201-1 277 *56 [3Gti] 570 221 «26 94 222'21 212 598 35 652 93« flOOO] 174006 147 205 66« 749 53 [800001 86t 17 5065 89.3 04 570 76 763 04 1 7 6001 3 [500 ] 20.3 38 52 67 537 51 7«9 848 56 9’0 177046 457 [6000] 763 801 31 35 59 [500] 17803* [8000] 39* 069 179"-- t-3 219 6.3 390 581 765 021 62 508 67 87 [1500] 473 6al 761 871 6 60.36 141 341 88 * 05 603 39 9 7 6 7 296 401 661 6.35 50 68'30 272 318 34 605 [3000] 781 894 98 925 $0 6 9174 367 [500] 408 33 515 804 [ 500] 976 70036 72 259 [1000 ] 509 828 77 [3000] 71016 .8 103 425 613 31 72091 230 43 598 624 702 [5"0] 80» 11000] 7 3012 637 807 911 74080 209 405 [500] 89 516 68 96 [1500] 799 894 907 75013 59 [500] 243 454 [ 500] 815 987 7 6040 32 269 513 663 704 8«8 77251 617 [ 500] 715 929 76 78-25 7 9 222 63» [3000 ] 800 17 80211 991 [1000] 81044 [3000] 57 115 30* 459 65 733 971 821" 47 55 [1000] 65 460 77 570 709 33 83053 330 61 39 878 [600] 84"2fi 36 4« 103 *62 93 511 748 85'47 329 44 574 85 721 919 86217 [3«00] 31« [500] 550 80 829 62 77 870=0 215 369 511 678 774 88l'63 92 144 710 [3000] 89031 Uärme alle Sorten hi bester Qualität empfiehlt 6JJJ &ugus£ Krenzplalz 12 Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, dab meine mmgstgeliebte Gattin, unsere liebe Tochter, Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin Frau Lophie Llhaich geb- Maus heute morgen 4Vi Uhr sankt entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Schalch , Niopcl , Weber 09608 Gießen, Braunfels, Burg-Gemünden, 19. November 1908. Die Beerdigung findet Samstag den 2t. d. Mtö., nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs auö statt. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, dass heute ganz unerwartet nach kurzem Kranksein unsere hebe, gute, unvergessliche Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester und Tante Frau Elisabethe Ww. geb. Giün im 67, Lebensjahre sanit in dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Birkenfeld. Giessen, Schottstr. 19, Köln-Ehrenfeld, Atzenhain, 19. Nov. 1908. Die Beeidümng findet Sonntag, 22. d. Mts-, nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 2» 89 [600] 356 597 617 61 2OO030 59 123 *37 526 627 [5001 835 2O1095 152 [1000] 59 363 557 612 747 82 984 2 02107 17 512 71 "83 786 §54 59 [500] Ci 65 904 2 0 3 242 43 79 (1000) 84 390 443 615 739 620 900 4 3 65 2 0 4'69 278 441 72 503 625 35 742 941 205155 EOS 25 *76 78* 823 56 94 2 06'38 343 528 91 11000J 679 714 953 [1000] 207039 52 [5001 186 *54 535 783 851 929 208224 00 331 45 499 510 [500] 75 [1000] 743 92 882 2 0 9394 750 815 52 81 [5C0] 10. Ziehung S. Kl. 219. Kg1. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 10. November 1008. vormlliaire. Nur die Gewinne Uber 240 Mark rind den betreffenden Nummern in Klammern belgefügt. (Ohne Gewfihr.) (Nachdruck terboten.) 280 490 536 603 65 033 83 1011 [500 ] 323 *03 99 610 e*l [3000] 2080 459 751 855 036 3148 [500] 91 336 78 537 681 831 037 4«09 81 *29 522 84 5418 797 [1000] 863 6'31 256 [500] 841 82 432 556 724g *95 896 867 8028 129 61 588 733 9M2 *7 61 148 [3000] 227 83 518 881 944 IO 15 [500] 75 06 [500] 371 465 636 [1000] *0 860 67 [500] 001 11085 178 355 592 1 2193 ' 225 [5000] 45 84 301 602 787 805 36 92 05 1 3267 658 [500] 789 942 14176 219 24 [1000] 307 663 712 [ 500] 850 959 1 5026 275 [500] 370 85 623 794 837 1 6035 595 946 1 7256 *10 5« [10 000] 526 09 820 18051 96 [1000197 203 [8000] 46 [500] 857 *73 [1000 ] 533 725 850 61 19075 280 593 950 20318 <52 758 803 21169 379 411 859 60 905 12 78 2 6 0029 46 835 429 530 721 261106 430 518 41 6! 4 *9 83 777 f'3 973 [500] 262X55 150 33s 601 92 719 8uG 83 33 43 263635 711 §06 13 75 907 53 89 2 8 4 250 56 362 450 703 98 922 2 65"OS 86 109 254 742 58 974 236'--' 519 604 49 731 90 267154 95 271 617 80 725 74 871 [5L0] 263643 729 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