158. Jahrgang Erstes Blatt Nr.Lr)« ErfteS Blatt 158. Jahrgang Mittwoch 16. Dezember 1V08 SrSs Zfl AAA AA| AA A A| A EäS 6t saal im KoUcgiengcdäude zur Verfügung gestellt. 2iu» StaOt unO Land. Gießen, 10. Dezember — T a g e « l a l e n d e r für Mittwoch, 16. Dezdr.: l Heater: ,Ltu üattchemeut.' Anfang 7 Uhr. - AuS 91 nltt6 des Todestages der könne. An derselben StcUe wird die „jUeuijcitung" darin auch einiges Nachdenklick)e über „Schmeichler", „halSflacrige Ber- tvckimg" und „nbi'sti'e^tiae Pcrd'itiinq" iinbeii_____ Soeben erschienen: Adreßbuch der Stabt und des ltreifes Gießen 1909 Genau bearbeitete Hamens-, Straßen ° und Geschäfts-Verzeichnisse der Stabt Gießen, sowie Ginwohnerverzeichnisse sämtlicher Gemeinden des Kreises Gießen. Preis 3 Mark. vriihlsche Univ.- Buch-u. Steindruckerei R. Lange Adreßbuch-Verlag. ♦* Landesuniversität. Geh. Hofrat Prof. Dr. Naumann feiert morgen, Donnerstag, sein goldenes Dok- torjubiläum. — Wie roir hören, hat Pros. Dr. Rachfahl den an ihn von Kiel ergangenen Ruf angenommen. — Der 2. internationale Kurs der gerichtlichen Psychologie und Psychiatrie findet unter Leitung von Professor Sommer in Gießen vom 13. bifl 18. April 1909 statt. Außer dem.genannten werden vortragen Prof. Mittermaier und Dannemann (Gießen), sowie Prof. Aschaffenburg (Köln-. Vorläufige Anmeldungen ohne bindende Verpflichtung an Prof. Dannemann, Gießen. ♦♦ Für die Sitzung der ©tabtoerorbneten* Versammlung am Donnerstag, 17. Dez., nachm. 4 Uhr, ist folgenbe Tagesorbnung aufgestellt worben: 1. Gesuch bes Franz Block um Belassung einer Bretterhalle an ber Marburger Sttaße. 2. Gesuch der Firma Winn u. To. um Genehmigung eines BacksteiumacherhuuSchens am Wismarer Weg. 3. Baugesuch bes Paul Eim für Frrebrichstras>e 12. 4. Desgl. bes Jaiob Hengst für bie Licher Straße. 5. Desgl. bes Dr. Reinewalb für Liebigstraße 32. 6. Desgl. des Georg Bichl er für Robheimer Straße 36. 7. Einsprüche gegen den Bebauungsplan für bas G.birt zwischen Frantsurter Straße, Aulweg unb Wartweg. 8. Desgl. für bie Schwarzlach und das Gartfelb. 9. Abtretung eines Gelünbestreifens an ber Ost-Anlage an bas Garnisonlazarett. 10. Tauschvertraa zwischen ber Stabt unb Kommerzienrat Wlll-elm Gail. 11 Herstellung der Reinigeranlage im Gaswerk. 12. Ber- abfolßung von Kaffee uno Seife an bie Arbeiter des Gas- unb Wasserwerls. 13. Bau einer Kegelbahn ber Freimaurerloge. 14. Reinigung ber Räume des Polizeiamts. 15. Beschaffung einer'Reserveschwinge für den Steinbrecher im stabt. Steinöruch. 16. Nieberjauagung von Kanalgebühren. 17. An lau, ber alten Kll.il t. 13. Aumus von Grundstücken von Georg Simon. 19. Gesuch bes Heinrich Schmall um Erlaubnis um Schantwirtschast-be.ri-b im Hause Frankfurter Straße 7. 20. Gesuch des Konrab Kähler um Erlaubnis zur Vergrößerung bes Schantwir^schaflsbetriebs im Hause ^eltersmcg 70. v . -Tie BergwerkSprodnktlon Hessens. Für ba$ Fahr 1907 ist ber Produktionswert der Bergwerke, Salinen und Hütten des Großherzogtums ohne Steuer zu 15 589 532 Mk. nut einer mittleren täglichen Ar- Schürer der Unfriedens. Mr haben bereit vor einigen Tagen angebeutet, daß sich Hnterftrömungen zeigen, bie das Verhältnis des Kaisers zum beutmjen Volke aufs neue »u verschlimmern drohen. Im Mtttel- punlte dieser Agilalion steht die Kreuzzeitung. Sie fahrt , auch jeet fort, in ber Kaiser frage ihr dappeldmttges Sp^ zu f vielen. In einem Rückblick aus bie verflossene Pürlamenlstagung erklärt sie u. a.: Der Neickjsmg hätte bei den Debatten über die Ber- äffentlidiung im „Daily Telegraph" entlauf ajt, unb in all der Trübsal wäre nur das „mannljafte, von unwande barer Königs- treue geugenbe Auftreten des Abg. v. Olbenburg ein Luchtblick ffeivqen. Dann aber richtet sie ihr finnenbes weh.-rauge ui die Zu- fUn^„'Si‘ic ^iestmuai^en Novernbertage werden im deutschen volle noch aus Jahre hinaus nicht vergessen werben, und die deut che Volksvertretung wird dabei nicht gcrabe in einem rühmlichen Lichte ersckieinen. Insbesondere schon um d-Lwillen nicht, weil d eie. das ganze Volk bewegende Angelegenheit nickst nur erblich übertrieben, sonoern auch dazu benutzt worden ist, aus .abeutm unb d e Rechte des Parlaments aus itolteii bet Kron- Dcutsches Ueid). Der Kaiser wirb heute in Gegenwart des amerikanischen Botschafters Hill und des Staatssekretärs des Acußeren v. Schoen die beiden amerikanischen Ausgleichsprofessoren Adler und Davis im Neuen Palais bei Potsdam empfangen. Zur Linderung der Arbeitsnot. Der preußische- Minister ber öffentlichen Arbeiten hat, zur Linberung ber gegen- nxirtigen Arbeitsnot, und um der Industrie eine gleichmäßige Be- chästigung zu sichern, bie Anordnung getroffen, baß der Reil- bedarf der Preußischen Staatsbahnen an eisernen Oberbaumaterialien für das nächste Etatjahr, ber früher immer ju einem ipäteren Zeitpunkte bestellt wurde, schon jetzt dem Stahlwerks- verbände zur Unterverteilung an die Werke in Auftrag gegeben roiri® egen bie Haltung des nationalliberalen A b- georbneten Jürgensen in der Frage der Dänenpolitik batten bie nationalliberalen Vereine von Flensburg, Appcnrade, Kiel unb Altona öffentlich Protest erhoben. Die nationalhberale Fraktion des Abgeordnetenhauses hatte, rote bekannt, «ich nut diesem Protest besaßt unb sich auf die Seite der vier genannten Vereine gestellt. Wie die Kieler Neuesten Nachrichten nunmehr erfahren, soll auf den Abgeordneten Jürgensen ein Druck dahm ausgeübt werden, daß er sein Mandat nieberlcgt Neuer Prozeß in Sicht. Nachdem das auswärtige Amt gegen den Verfasser der Broschüre über Geheimrat Hammann Strafanzeige crflattet hat, hat nun Geheimrat Hammann selber für seine Person ebenfalls Sttafantrag gestellt.____ pelitiicbe Cncjciicbau. Die Türkei vor der ParlamrntSeröfsnung. Mit großer Spannung sieht man jetzt in der Türkei ber Parlaments« rofmung in bei Hagia Sophia au gegen, unb es werden zu ihrer Feier bereits großartige Denwnstrationen geplant. In Kon- stantittopel Derjaminelteu sich dieser Tage zu.» eritcnmal etiou 140 Abgeordnete im Klub der Abgeordneten. Man bivfuuertc über die Eidesleistung des Sultans. Die Mehrheit der anwesenden Parlamentarier trat dafür ein, daß der Sultan den feier* lichenEidnochmalovorversammelte m Parlament ich.cöien inüs^e. Tie M-nchr.,e>i hielt da.,eg n den V.'N Abbu! Hami geleisteten Eid vor dem Scheilh Ul JSiam für genug. uO. Bet txi Diskussion tarn es au äußerst erregten, teilweise zu tumultuarilchen Szenen, die die Abstimmung verhinderten. — Der „Jkoatn" fragt, was nach der Eröffnung des Parlaments auä dem lungtürkiicheii Komitee werden wird. Die Existenz eines geheimen Komitees fei ungesetzlich. Tas Stomitee müßte entweder.aujl)ören oder bis Don- nerstag mittag publizieren, daß cs ein öffentliches Komitee werde unb seine Statuten dem Parlamente zur Beftäligung oorlegen Tie int Parlament eingebrachte Interpellation müsfe die Lage des Komitees verschlimmern. Tas Komitee müßte auch sein Budget publizieren, bamd lebet wisse, was mit feinem Gelbe gefchtehl Castro. Während bie Franzosen den Präsidenten von Venezuela, Castro, mit Hohn und Spott beljanbelt haben, scheint Deut>')land den exotischen Gast mit Auszeichnung beljaubelit zu tvollen. Uniert Tiplomaten wollen offenbar den Vorwurf der Untätigkeit, den sn in letzter Zeit gar zu oft gehört haben, nicht langer auf sich sitzen lassen. Staatsiekretar v. echoen entjandte gestern Dormmag den Wir kl. Legationsrat Goetsch zu dem Prasideitlen Caftro, um ihn zu begrüßen und sich im Wanten des Staatssekretärs na ch seinem Befinden zu erkundigen. Goetsch ist dem Präsidenten von früher bekannt. Er war Mitglied der jlommission, die im Jahre 1903 in Venezuela die deutschen Enlsckwdigungsansprüche feftflellte. Auf einen langen Auietitha.t in Tcutschland scheiitt Castro sich übrigens nicht einrichten zu pollen. Er hat die italienische Regierung bereits von der Abncht verständigt, sich nach seinem Berliner Aufettthalt nach Italien zu begeben. In Venezuela verschlimmert sich die Lage inzwischcn. Niederländische Kriegsschiffe beschlagnahmten an der Nordkuftc uon Venezuela die venezolanische Regierungsgaleafse „Majo . Die Besatzung und die Armierung wurden an die Küste gebracht. Dte „Majo" trifft heute in Curacao ein. Nach Berichten aus Euracao nimmt in Abwesenheit Castros bie Slimmüng gegen den Präsidenten namentlich in Maraeoibo und Umgebung zu. Castro hat namentlich dort politische Gegner in großer Zahl.unbarml-erzig in das Gefängnis werfen lassen, die es dann sckuverkrank oder irrsinnig wieder verließen. Maraeaibo leidet überhaupt am schwcr- ten durch den Boykott Curaeaos, da die Landwirte von Maracaibo ihre Produkte nicht absetzen können, die Reedereien lahm liegen unb ber Handel von Maracaibo viel Kredite vermitzt, bie ihm sonst von gtcebern in Curacao zur normalen Preisen gewahrt wurden.______________________ ______ haben, heute auszutreten. — Taniit ist bie vvitstuntliche unb freiheitliche Richtung in ber Hessischen Baucrnbewegung auf eine Werte unterbrochen. Aber wir sind ber gewissen Hoffnung, baß mit bem Sieg bieser reaktionären Elemente bie Banernbewcgiuig ber letzten 18 Jahre nicht ihren Abschluß genommen hat, sviiberil baß im V-eclause nur kurzer Zeit oie große Masse ber in Wirklichkeit freiheitlich gesinnten Bauernschaft un Lande zu irästiger Aowehc bieser reak- lionären unb bureautratischeu Bestrebungen sich au|iuiicn unb ermannen tuirb. Darm sta b t, den 15. Dezember 100& Köhle r-Langsdorf. vom heWchen Landtag. R. B. Darm stabt, 15. Dez. Anläßlich der Konstituierung ber Zwe iten Kammer, bie am Mittwoch um 12 Uhr stattfinbet, haben bie Fraktionen ber Kammer ihre Mitalieber schon um 10 resp. 11 Uhr vonnittags zu Vorbesprechungen erngelabcn, bie ben Zweck haben, sich über bie einzelnen, sür bie Wahl des Kammerprüsibiums vorzuschlagenben Knnbibaten unb über bie für die vier stan- bigen Ausschüsse ber Kammer zu präsentierenben Partea- mitglieber schlüssig zu machen. Die Vertreter ber lunb- l ich en Wahlkreise, bie bisher bem Bauernbunb angehörten, finb schon hent hier zu vertraulichen Beratungen zusammengelommen, bie sehr lebhaft unb ausgedehnt waren. Es handelte sich bei ben dieser Parletrich- tung angehörenden Abgeordneten um die Frage, ob alle 13 bisher zum Bauernbund vereinigt gewesenen ländlicheii Vertreter auch weiterhin als Fraktion zusammenbleiben wollen. Sü)on während ber vorigen Kammertagung war es zwischen ben gemäßigten MitgEebern, wie Brauer unb Leun,' und den rabikaleren Abgeordneten Bähr, Wolf u. a. zu einer offenen Spaltung gekommen, so daß bie Ab;icht destaiid, eine besondere wirtschaftliche Gruppe zu bilden und davon bie radiialen Elemente auszuschliefen. Man bar, daher auf ben Ausgang ber heutigen Beratung der bauern- bundlerischeri Aogeordneten gespannt sein unb zwar um ,o mehr, als bei einer Tremmug Dec 13 eventuell das Zen- tr um mit seinen 8 Mitgliedern d.e z w e i t st a r t st e P a r - tei in der Kammer werden unb bamtt ein Anrecht aus ben Posten des ersten Vizepräsidenten erhallen wurde. i der bündlerischen Abgeordneten von unserem DarmstLdter Ziedak- ttonsbu'reau aiigedeullten 83eränberungcn gekommen, über deren Umfang unb eigentlichen Inhalt bis jetzt nur bie nachstehende, uns vom Abg. Köhler zugegangene Erklärung vorliegt: r Es ist ben Einflüssen mancher Abgeorbnelen unb besonders des, neuestens auch bem Bauernbünde beigetretenen Abg. Forstmeisters Dr. -lieber gelungen, bei ber neuen Kvii- stiluierung ber Fraltion — nach Vorbereitungen o o tri a n g e r H a u b — solche zwnstellationen herbe izu- fuhren, die den Aog. Bäl)r und mick^veranlaßt haben, aus der Fraition des Baueinbundes im Landtage, deren Grundlagen wir beide in 15 Jahren geschallen Die heutige Nummer umsaht 12 Selten. Der $elöjugsplan der Kaifers für England. Im Neickrstaae baue ber Reichskanzler bei Besprechung ber Lerüsfintlickning des Kaiser-Interviews in ber enen Presjc gesagt, daß eS sich bei bem Feld-ugSplane beS 5Vaisers für England uno gegen tne iburen nur um einen Enttoun gehandelt habe. Im ,/3ournal Magazine" glaubt nun White, der früher Bdtschajter in Berlin war, diese Behausung ridjiltg stellen zu müssen. White behauptet, bub es sich latfächtich uni einen formellen Felb^gS püin gehandelt habe und bau er ihn selbst im Sck)losse zu Pois- tem gesehen. Amvesend seien bei dieser Gelegenheit noch einige iTeiwrruotnbe Persütckichrciten der deutschen Regierung geturfen. Der Kaiser IZibe zu Wie gesagt: „Was würden sie ivohl ui Berlin sagen, wenn sie diese- wüßten.^ White habe geantwortet, sie kömilen tovhl Majestät abfetzen. Ter Kaiser jagte hierauf: „Sie könnten es immerhin versuchen." Tiefes seltsame Ziviegespräch macht die ganzen Mitteilungen Whites etivas verdächtig unb unglaubroürbig, unb wir würden sie gar nicht erwähnt buben, roenn die Feldzugspläne bc8 Kaisers nun nicht auch noch von anberer Sette eingehend besprochen roiirben. Ter bekannte englische Schriftsteller W. T. Stead veröstem- licht in der Rieview of Reviews einen offenen 9311e f an bie deutsche Nation. In diesem Briefe des englischen Burenfchn-äriners ist fvlgcnbe interessante Unterhaltung Steads unt dem ftüheren rustifchen Botjchaftsrat Les ja r enthalten, der später als rufsischer Gesandte in Peking geswrben ist und augeufcheückich vvu bem Feldzugsplaue bcS Kaijcrs gut utuei- Jch uiöchte wohl wissen, sagte Derr Lessar, was ber deutsch. Kaiser von England für bie Dienste erhalt, bie et ihm wahrend dieses Krieges geleistet bhL — Welchen Lohn, für weiche Dienste, fragte ich (Eieab)'? — Zweimal währenb bieses Mieges, erwiderti Herr Lessar, hat ber Lkaiser, unb er allein, Englanb vor einer feindlichen Koalition gerettet, bie ganz gewaltig geworben wäre. — Meinen Sie einen Krieg? — Nicht nottoenbigerweye einen itrieg, sonbern England wäre in eine schwierige Lage geraten, aus bet ihr euch nwhl nicht ohne itvieg hättet hetausz-iem'n lüiincn. Sticht» anbei es als bet ciufeitige Widcrstanb bes Kailers bat euch bavor dcivahrt. Ich möckste nur roiffen, wie England ihm bas jemals in angemessener Weise vergelten wirb. Tenn niemanb tut etwas umsonst in bieser Welt, unb irgendwie werdet ihr ihm seine Dienste bezahlen müssen. — Ich warf ein, batz roir mit ihm in Venezuela zufammeugegangen seien unb verbucht batten, ihm in ber Frage ber Bagbabbahn entgegenzukommen. — Ach was, entgegnete Herr Lessar roegroerfenb, bas find nut Stleinig^ keilen im Vergleich zu ben Diensten, bie er euch geleistet hat. Ich kann Ihnen sagen, baß meines Wissens kerne Nation m unfern Tagen solck>e Dienste von einem ftemben Staate erhalten Hal wie England vom bcutschen Kaiser. Wje ihr das bezahlen könnt, kann ich mit nicht vorstellen. Ich grüble nachts, roenn ich nicht jchlafe, barüber, welchen Lohn er bafür erhalten wird. Loch da bin ich ratlos. , , So weit Stead. Auf seine weiteren Darlegungen braucht man nicht einzugehen, sie laufen nur barauf hinaus, neue Zwietracht In Teuti'chlanb zu sehen. Wir haben von ben Stürmen ber letzten Beit genug unb brauchen uns von einem Engländer wahrlich nicht erst sagen zu lassen, wie wir unsere nationalen Privatangelegenheiten regeln sollen. Angenehm ist die neue Erörterung bei Fcib^ugspläne bes Kaisers barum aber boch nicht. Tie p-rage, aber bie ber Russe so lange gegrübelt hat, ist ja laugst beantwortet. Wir wissen, welcher Lohn uns non ben Engländern geworben ist: bie Erbauung von Dreabnoughts gegen — Deutschlanb. Man täte am besten, bie Felbzugspläne beS Kaisers nach allen ben ausieichenben Erörterungen ruhen zu lassen, aber man sollte auch nie vergessen, wie Englanb gute Dienste lohnt. 2xenn wir im Deutschen Reickje aus bieser Erkenntnis ber wahren Natur Cuglanbs heraus enblid) aushören, ben Engländern und sonstigen Ausländern mit unseren Freundschaftsbeweisen nachzulamen, dann lyerben wir boch wenigstens einen Gewinn zu verzeichnen haben. Wenn es wahr ist, was man bem Deutschen ini Auslände nachsagt, daß er nämlich nur grob ober nur kriechend Höflich fern könne, bann ist Grobheit immer noch bas beyere Teil fernes Charakters. x rechte zu vermehren." öeaccgcner können die Dinge wohr nicht auf ben Kops gestellt weiden. Wenn versucht worben i|t, bie Angelegenheit parteipolitisch auSzubeuten, so ist bas nur zum Schluß jener Swelckigigen Debatten geschehen und ztvar von Herren, bie ber „meuzztg. erheblich nul>cr stehen alS der Linken. Nicht ohne einen gewiffen stillen Humor ist auch bie eigenartige Aufsagung der „Kteuzztg. , baß schon bas 'Jlnftrebcn §räßere Rechte für das Pariament je- uianb zu bisqualifizieren vermöckfle. Für solchen P-hst^ismus, raumen wir offen cm, fehlt uns jedes Verständnis. Kronrechro find ebenso wenig wie Parlamentsrechte für die Eivigkeit geniadjt; beide finb in ben Fluß der Entwicklung gestellt und pflegen sich zu wandeln, wenn ihre Zeit erfüllt ist. Und wären weite Mcye des Bolles iuitfiiüj der Uebciyeugung, baß bas üLvfrerige Verhältnis ber Kräfteverteilung zwisckjen Krone und Parlament nuiu mel/r ausreia te, bas Herl der Gefam.heit zu gwäljrlejten, so wäre Ls ganz einfach ihre patriotifä-e Psliaft, nach einer Aeuoerung bies.s Vsrh.!iariif':s zu streben. Im übrigen ist in Mrvemocr- tagen eine Erweiterung ber Parla'.uentsrechte in Wahrhctt nicht einmal ang-cfrccbt worben. Was die Nation — unb auch bie itoiu servalivskn uitb am meisten die 'jLOi)ati|U]"d)cn in ihr — bantaly wollten, kann bi: „Kceuz-tg." in dem ihr polittfch doch ivohl nahmst-henden ^Reickjsbvten" nachte,en. Sie wollte — ,o fteh,. da geschrieben — ber schon lange in den verzen lebenden ehr licheu Ueberzeugung Ausdruck geben, daß es so nicht weiter gehens Giefzener Sta-ttheater. Die Tür ins Freie. Schwank von Oskar Blumenthal und Gust. Kadelburg. In Buchenau an der SLremme, einer ehrsamen Kleinstadt irgendwo in Deutschland wohnen selbstverständlich nur moralische Leute,- bis auf den „konfiszierten Schriftsteller", der sich seiner Frau zuliebe in ihrer öden Heimatstadt vergraben hat. — Da kommt ein Regierungsassessor und bei seiner Prüfung des Standesamtes stellt sich die Rechtsun- gültigkeit von 35 Ehen heraus, weil sie durch einen zur Eheschließung nicht befugten Beamten vollzogen wurden. Dre Zuschauer vergnügten sich herzlich an den Verschiebungen, die sich aus dieser Entdeckung entwickelten, freuten sich an den schlauen Ehemännern und den listigen Ehefrauen, denen sich plötzlich die Tür ins Freie geöffnet hat, lachten über die verwegenen Versuche der Gatten, die bei einer nachträglichen Beglaubigung ihres Ehebundes, recht viel Vorteile für sich herausschlagen wollen. Aber es ist nicht alles so einfach, wie man denken mag. Die Leute von Buchenau an der Stremme sind moralische Leute, und selbst die Männer, die mit ihrem Eheweibchen zufrieden sind, schlafen im Hotel zur goldenen Ku^el — mit oder ohne Ernwilligung ihrer ehemaligen Gollrnnen, denn es ziemt sich doch nicht, mit einer fremden Frau über Nacht unter einem Dach zu schlafen. Der Schriftsteller geht sogar gleich nach Berlin, wenn er sein störrisches Weibchen auch nur schweren Herzens verlassen kann, obwohl sie bei jedem Motwechsel gleich mit der Scheidung herausplatzte. Zur Alluvechselung gehen dann die Frauen ins Hotel und die verlassenen Männer müssen die Wirtschaft führen, bis endlich durch eine — juristisch unmögliche — Verfügung des Präsidenten der tolle Wirrwarr zu aller Zufriedenheit und Freude gelöst und die Ehen, die eigentlich keine Ehen waren, wieder gestiftet sind. Mit großem Geschick sind drei Paare in den Mittelpunkt des lustigen Schwankes gestellt, die Verliebten, die sich nur schweren Herzens und aus „moralischen Gründen" für ein paar Taae trennen, das Männchen, das sehnsüchtig um sein Weibchen wirbt und das Weibchen, das mit süßem Girren den lockeren Gatten wieder einzusangen sucht. — Daß den lustiaen Tollheiten der beiden Verfasser diesmal sogar eine leibhaftige Idee zugrunde liegt, macht den an humorvollen Begebenheiten und witzigen Ein- und Ausfällen reichen Schwank zu einer seltenen Spielart seiner Gattung, wenn er auch manche Erinnerungen an Altes, fast Bcr- tzejsenes wach ruft. ‘Kan lacht, und sogar häufig und herzlich und freut sich an den drolligen Einfällen der Berliner Dichter, besonders aber an dem „konfiszierten Schriftsteller", der den Ehekrieg in Buchenau an der Stremme am entschlossensten und schneidigsten ausbeutet und es durchsetzt, daß seine geliebte, verliebte Fanny endlich ciniüLiigt, aus dem langweiligen Nest zu flüchten und in Berlin ein heimeligeres. und angenehmeres 'Nestchen zu bauen. — Man 'beiterzahl von 4982 berechnet. Daran sind beteiligt die Bergwerke mit 4354 821 Mk. und 2246 Arbeitern, die Sa- [inen mit 501238 Mk. und 160 Arbeitern, die Hüttenwerke mit 2 120173 Mk. und 229 Arbeitern, die Verarbeitung des Roheisens mit 8 612 860 Mk. und 2347 Arbeitern. Im Jahre 1906 war der Produktionswert 14662315 Mk. mit 4645 Arbeitern, so daß von 1906 auf 1907 eine Vermehrung des Produktionswertes um 827 317 Mk., der mittleren täglichen Arbeiterzahl um 337 vorliegt. - Kriegerverein. In der MonatS-Versammlung des Kriegeroereins Gießen hielt Kamerad Schäfer einen Vortrag über den Bergbau einer Steinkohlenzcche. Redner führte durch zahlreiches statistisches Material an, was die Wissenschaft und Technik vereint mit dem Gelde zu erreichen vermag. Mit diesem angeführten Material wollte er darauf Hinweisen, daß dem Bergmann mehr oder weniger bis heute nicht geholfen werden konnte, weder durch Maschinen noch sonstige große Hilfsmittel. Die Weltproduktion 1903 betrug 17 280 Millionen Zentner Kohlen mit einem Werte von 88 000 Millionen Mark. -Diese Leistung muß allo der Bergmann mit seiner rührigen Hand vollenden. 9ln Hand von Zeichnungen erklärte der Redner auch die Wetterlampe, die ihm zur Verfügung stand. Kamerad Schäfer schloß seinen Vortrag mit lautem Beifall der Kameraden und dem Dank vom Vorstand des Kriegervereins. •• Kriegerkameradschaft »Hassia". DaS Präsidium des Landesverbandes der militärischen Vereine deS Großherzogtums Hessen hat angeordnet, daß in die Satzungen aller dem Verbände unterstellten Vereine folgende Bestimmungen aufzunehmen sind: ,Aus dem Militärverein ist aus- zuschließen: 1) wer durch Urteil aus dem HeereSverband ausgeschlosien wird; 2) wer mit Zuchthaus ober Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bestraft wird; 3) wer einer auf den Umsturz der bestehenden staatlichen Ordnung gerichteten Partei (z. B. der Sozialdemokratie) beitritt oder ihre Bestrebiingen unterstützt; 4) wer einen ehrenrührigen oder anstößigen Lebenswandel führt. Der Ausschluß kann erfolgen, wenn ein Tiit- glich 1) dir Satzung nicht erfüllt trotz Erniahnung; 2) sich dem Verstand beharrlich widersetzt; 3) sich in Versammlungen ober öffentlichem Auftreten ungebührlich benimmt. Den Ausgeschlossenen steht da§ Recht zu, binnen einer Woche Beschwerbe bei der Generalversammlung einzulegen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. ** ©tabttbcater. Das Gastsviel des Wissenschaftlichen Theaters der Urania, Berlin, daS, wie schon mitgcteilt, Sonntag, den 20. Dezember ftattfinbet, wird zwei Lorstelllingen bringen, die in der Reichslxruptstadt über 600 Aufführungen erlebt haben. Es sind die Lebens- und Natur- schitbernngen in Wort und Bild mit großen Dioramen und Warrbelpanoramen, betitelt: „Frühlingstage an der Riviera" und das Naturschauspiel: „Im Lande der Mukernaoussonue". lieber die etsteren schreibt bie „Voss. Ztg.": „Tas wissenschaftliche Theater der Urania hat eine neue Vorführung in seinen Spielplan ausgenommen. Es werben „Frühlingstage an der Riviera" zur An- idjauung gebracht. Unter den einzelnen Darbietungen stehen im M)rdergründe die Naturschonheiten der Riviera, das tiefblaue Meer, bie reiche und vielgestaltige Vegetation und die charakteristischen Höhenzüge. Daun aber lernen wir kennen, wie sich das Leben der Menschen unter dem sonnigen Himmel der Riviera gestaltet. Man muß der Urania und ihren Mitarbeitern Dank wissen. Sie gehört zu dem Besten, was bie Urania ihren Besuchern auf bemeinschlä- gigen Gebiete gewährt hat, trotz der Fülle und des Wertes dessen, was über die Bretter gegangen ist. Die sehr zahlreiche Hörerschaft banfte mit reichem Beifall für die treffliche Darbietung." Aus den Blumengärten M Südens, aus dem „Land, wo die Zitronen blüh'n", führt ein zweites, nicht minder prächtiges Naturschauspiel, bas den Titel „Im Lande der Mitternachtssonne" führt, hinauf in die Regionen des Nordens, nahe an jenes geheimnisvolle Land unserer Erdkugel, ®u dem der eiserne Finger der Kngnctnabcl weist und in dessen Eiswüsten das Leben erstarrt. 'Norwegens zerklüftete Felsen, seine breiten Fjorde, ttt beiten ine grünen Wasser freundlich im Sonnenlichte glänzen, tauchen auf, das Leben und Treiben in beit nördlichsten Städten bet SEelt baß Ringen der Hochseefisckier und Walfisch länger in Sturm nnb fetter um gute Bente erleben wir mit und wandern hinauf bis zum Nordkap, wo der flammende Strahl der Mitternachtssonne ein seltsames Licht über das Meer gießt, das mr friltadenen cnichaft. Die Polizei in P r a g beschlagnahmte das Titelbild des „Simpli - c i f f i m u s", das den deutschen Michel in der Abwehr gegen den tschechischen Pöbcllöwen zeigt. — Die im Sommer in Duisburg veranstaltete Gartenbau- und Kunstausstellung schließt mit einem Fehlbetrag von 20000 M. ab. — An Stelle oeS mit dem ablaufenden Jahre eingehenden „20. Jahrhunderts" beabsichtigt dessen bisheriger Chefredakteur, der wegen seinerwissenschaftlichenWerkeexkommunizierte frühere Benesiciat Dr. Th. E n g e r t eine neue Zeitschrift heraus- • ugeben, die ben Titel „D a s neue Jahrhunber t", Organ der deutschen Moder nisten führen soll.. Schlußprüfung der Kochschule und gleichzeitige! Prüfung einer zweiten Haushaltungslehrerrn für den Kreis Gießen statt. Zu ber Feier waren erschienen Graf Dich, von Sokmö-Laubach nebst Gemahlin, Frau Provinzialdirekt. Geh.« Rat Breidert, Herr und Frau Reg.-Rat Dr. Welcker, Gießen, Oekonomierat Hofmann, Hof-L)üll, Bürgermeister Schneider, Utphe, sowie die Eltern ber TeLnehmerinnen am Kursus. Die Prüfung siel zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten aus. Ter Kursus wurde abgehalten von der H aushaltunaslehrerin Frl. Mutschler, Frl. Wetzel und Dr. Vetter, Berstadt. 9Lach der Prüfung fand tm Saale des Gastwirts Neunobel eine Feier statt, die durch einen Prolog ein geleitet wurde. In bem durch Christbäuinchen und Tannenzweige weihnachtlich geschmückten Saale waren die gefertigten Handarbeiten ausgestellt. Zum Schlüsse wurde jeder Teilnehmerin ein Buch „Der Wegweiser zum häus- ichen Glück" vom Kreise zum Geschenk gemacht. Im Kreise Gießen werden fortan zwei Haushaltungswanderschulen be- 'tehen. Frl. Mutschler geht von hier nach Treis a. b. L., Frl. Wetzel nach Langb. O Butzbach, 15. Dez. An daS Elektrizitätswerk Butz, bach sollen nach dem Plane des Landtagsabg. Joutz-Butzbach ünf Orte der Nachbarschaft angeschlossen werden, nämlich Nieder-Weisel, Ostheim, Pohl-Göns, Kirch-GönS und Griedel. Die Gemeinderäte der Orte haben sich schon zum Teil bereit erklärt sich an Butzbach anzuschlicßen. Vor der enbgiltigen Entscheidung soll noch ein Kostenvoranschlag ausgestellt werden. y Vom Vogelsberg, 15. Dez. Tie Bodenver- besserungen in den Vogelsberger Kreisen Lauterbach und Schotten haben seit bem Jahre 1898 große Ausdehnung angenommen. An H u t w e i d e n sind bis jetzt 1864 Morgen mit einem Kostenaufwand von 169 211 Mk. verbessert worden. Davon entfallen auf den Kreis Lauterbach in 21 Ge« markungen 984 Morgen, auf den Kreis Schotten in 19 Ge- markungen 880 Morgen. Des weiteren tourbeiK in beiden Kreisen 612 Morgen Gemeinde-Viehweiden eilige- richtet. 1907 standen bie Arbeiten still, ba feine Staatsmittel zur Verfügung standen. Dagegen sind für 1908 wieder solche Mittel und zwar 10 060 Mk. eingestellt. Es wird oeshalb gegenwärtig in den Gemarkungen Harlmanns- hain, Herchenhain, Gedern, Ober-Seemen, Sichenhausen, Volkartshain, Feldkrücken, Engelrod, Grebenhain, Eichel- Hain, Crainfeld und BerinutShaiik mit den Meliorationsarbeiten fortgefahren. Ferner sind seit 1895 mit Unterstützung des Staates 1484 Morgen Oedländereien auf- geforstet toorbeit Tie so angelegten Waldungen repräsentieren in 60—70 Jahren einen 59ert von 2y4 Millionen Mark qn Holz. Im ganzen sind bis jetzt rund 4000Mor- gen Oedungen usw. in Kulturland verwandelt worden. Worms, 14. Dez. Zu einem Kohlenbrand, der schon seit einigen Tagen am Rheinhafen währt, mußte bie Feuerwehr wiederholt ausrücken. Auch am Sonntag wurde wacker gearbeitet, um wenigstens vorläufig die Gefahr für die Umgebung zu beseitigen. Der bis jetzt entstandene Schaden ist bedeutend. Die in unmittelbarer Nähe vorübergehend gelagerten Bestandteile der städtischen Fraueubadeanslalt sind wegen der drohenden Jeuersgesahr inzwischen weggeräumt worden. Zeitweise steht das große Kohlenlager in Hellen Flammen. X Dutenhofen, 14. Dez. Nach sechswöchiger Dauer ist heute mittag der erste Haushaltungsunterrtcht dieses Winterhalbjahres, der in dec Gastwirtschaft Jäger abgehalten wurde, zu Ende geführt worden. 23 junge Niädchen, auch selbst 3 Hausfrauen, waren während seiner Tauer durch die Lehrerin Fräulein Müller in all den Dingen theoretisch und praktisch unterwiesen worden, die zu kennen und zu verstehen einer tüchtigen Hausfrau nützlich sind. Der Kursus fand seinen Abschluß durch eine öffentliche Prüfung, zu der auch der Landrat erschienen war. Die Ergebnisse des Unterrichts waren in übersichtlicher Weise auf mehreren Tischen ausgebreitet. Sie fanden eine sehr anerkennende Beurteilung, ebenso wie der Zilstand der Arbeitsheste musterhaft zu nennen war. Auch daS PrüfungSmahl in Gestalt einer einfachen Kostprobe fand manchen Lobspruch. h. Frankfurt a. M., 15. Dez. Am 1. Dezember ivar bie Anmelbesrist der Vereine zur Beteiligung des im Sommer nächsten JahreS stattfindenden KaiserpreiS- Wettsiugens abgelaufen. Das genaue Ergebnis ist noch nicht bekannt, doch darf man eine starke Beteiligung erwarten, namentlich aus bem Rheinland. Die Vorbereitungen zu bem Fest werden von den Tlrbeitsausfchüsfen bereits eifrig betrieben. Die städtische Ausstellungshalle am Hohenzollecn- platz dient als Festraum. W Frankfurt a. M., 15. Dez. Die heutige Stadtverordnetenversammlung wählte einen Ausschuß von sechs DlUglieberit, bet in Gemeinschaft mit dem Magistrat die Frage der Arbcitsloicnoersicherung prüfen soll. — Tie vom Aiagislrai beantragte Anstellung von drei neuen Magistrats-Baurcüen für den Hafen, den Hochbau und die Baupolizei, wurde uach mehrstuudiger Erörieruug mit ziemlicher Mehrheit genehmigt. ** Sl l e i n c sDi i 11 ■ essen und den Nachbarstaaten. Johannes Luft in Bannerod wurde zum Beigeordneten dieser Gemeinde wiedergewählt und bestätigt. — In G ö tz e n wurde bei der Vürgermeisterwahl der seitherige Beigeordnete Gastwirt H. Reuning mit großer Mehrheit gewählt. — Rach den vom Großh. Polizeiamt gemachten Feststellungen bezifferte sich die Einwohnerzahl Darmstadts am 1. Dezember 1908 auf 89 891 Personen. — Bürgermeister PH. Christ in Wörrstadt blickt am 19. Dezember auf eine fünfundzwanzig' jährige Amtstätig keit zurück. Tie Gemeinde rüstet sich -u einer Ehrung des beliebten Mannes. — In G a m ba ch begeht am nächsten Samstag Bürgermeister R e u h l sein 25jähriges Amtsjubiläum. — In Sachsenhausen wurde ein Schulmädchen von einem Atannc in einen Hausflur gelockt, wo ihr der Unbelännie den Zopf abschni11. Der Täter ist entkommen. Newyork, 15. Dez. Das Bunde sgericht hat in dem von der Negierung gegen die American Tobacco - Com - p a n y und andere Gesellschaften angestrengten Prozeß ein Urteil gesollt, demzufolge die Beklagten für schuldig erklärt werden, den Taball;andel monopolisiert und einen ungesetzlichen Ring gebilbet zu haben. Das Urteil verbietet ben in Frage kommenden Gesellschaften jede auswärtige ober zwischenstaatliche Tätigkeit solange, bis bie Konkurrenz Mischen ihnen wieber hergestellt ist. Tie Regierung würbe mit ihrer Forbcruug, ReseiverS für die Gie- sellschaften zu ernennen, abgewiesen. Ter Streitsall wirb noch ben obersten Gerichtshof ber Vereinigten Staaten beschäftigen. Stieme Taseechronn. Gsh. Regierungsrat v. Krüg er in Düsselborf flirtete 100 000 Mark. Tw Zinsen sollen zu Ferien ausslügen armer Rinber ueriuenbct werden. Infolge andauernden R e g e u m a u g e 1 s entstand im Wasser-' werk zu Halberstadt eine so starke Wasser not, daß bie städtischen, Behörben zur Einschränkung des Wasjer^ >r°*pt a. Stores, Vitragen, Kanten l Teppiche i B lisebdetkeu BcHvorlagen I 3 Portieren B 0 Btlidetkenu. Beiiiiekeralien I re in grosser Auswahl 1 billigst ! Hermann Domincns j g 18 Kaplansgasse 18 J L GIESSEN A O •, g Kluß- und Seefische Amtlicher Teil. Neustadt 11 Gießen 6424 Socken D“',, Röder. 32,7 30,5 20,5 50 190 4b' 3470 1 Tischflasche nur 20 Pfg. Knorr-Sos ist „Geschmacksharmonie". NOrLdUe*Xl'dÄ*AÜ ~ n Flanell-Hemden Haut-Jacken Unter-Hosen LeiJ-Höschen Jagd-Westen Gewebte Unter-Jacken Sweaters Manns-Strümpfe Frauen-Strümpfe Kinder-Strümpfe f. Salatöi per Ltr. 90 Psg. [“« L. Steinhäuser Seltersweg, Neuen Baue Es ist unmöglich, etn'as Feineres und zugleich Billigeres zum Würzen von Suppen, Saucen, Braten, Gemüsen, zu finden. J. M» Schulhof Telephon 119. Prompter Versand nach auswärts Die Direktoren, Beamten und Arbeiter der Fabriken und Fabnklager der Firma Villeroy & Boch. Die Beerdigung von Frau Jette Goldschmidt findet am Donnerstag, dem 17. Dezember, vormitt. 11 Uhr m Lollar statt. 7131 Nutztohlen, Anthracittohle«, Union - Brrtetts, Coko, Vrnnhol;, empsiehtt [4813 J. HapgaeS, Hol-Handlung, Müdlgasse 30. Cingefanöt qu dem Ansinnen des Eingcsandis im Gieß. Anz Nr. 295 bemerke, daß es unrecht sei, wenn der hiesige Kram markt auf- aehoben würde. Es werden doch daselbst bcm Landmann g__e g e n Bar von hiesigen Geschäftsleuten Holz-, Korb-, Seiler-, tediub- und Bürstenwaren in teichem Blaße verlaust. Die nestgen vsärtner und Gemüsehändler rechnen auch aus Absatz ihrer Lraren. Tie Wlllschaiten und Ladeninhaber werden dann auch von Landleuten besucht. Tre berühmten Kirschen- und Zwiebelmarkle dringen immer mehr Verkehr nach Gießen.___________;__ Petroleum-Heizöfen Oienschirme - Kohlenfüller Wasch-, Wring- u. Mangelmasch. empfiehlt [6116 Edgar Borrmann Reinhard zu Solms-Hohcnsolms^Lich. Letztere drei Pateri waren bei dem Taufakt nicht anwesend. Berlin, 16. Dez. Präsident Castro hat sich gestern Nachmittag im Hotel Esplanade der Unterhicfrmg durch Professor Israel unterzogen, ohne daß der Berliner Chirurg bisher ein aüfdpiLiieiux'u luteil uucc v^s Le^Qr, von ocm j id) der Patient beunruhigt fühlt, abgegeben h^ttte. Es wird viciincnt noch einer Nachuntersuchung bedürfen, ehe Beschluß darüocr gefaßt roiti>, ob sich der Kranke einer Operation unterziehen muß. Wien, 16. Tcz. Der „Neuen Freien Presse" telegraphiert man aus Petersburg, die Antwort Rußlands auf bte österreichisch-ungarische Note lautet zustimmend. Im hiesigen Ministerium des Aeußern glaubt man, daß die Ver* l-andiungcu der Ms.chlc sich lange hinzichen werden. Rom, 16. Tcz. lieber die Ursache von M u r a v r c w 9 Tod gehe,: hier aucrhand Cicr.^pe um. 'c3 wird a..ch von erneut angeb'ick" n Gistmord gesprochen, eine Version, d.e ganz unbegründet ist. Ter BolsckMer war bei dem ihm me in befreundeten Bvisawster Frank.eichs im 2a -it Far...,e u.id fuhr darauf im Automobil zum Splcndid-Hotcl, um eine dort wohnende distinguierte französische Dame, die in der oip.o..ia. sck>en SBelt aueged.I)nte Verbindung hat uird mit Muraview bereis in Paris befreundet war, einen Besud> abzustatten. Fin .oorcl wurde der Botschafter vom Herzsch.ag betroffen und war l nj darauf tot. Paris, 17. Tcz. Die h..s gen r.rr ... ..n aus i>ram, oaß die Desertion der Legionäre e.n se l langer Zeit vorbereitetes Komp.Ott j.i. Cs uC|tu...,t iiv.j, bag saft atte Legionäre Deutsche sind. An ih.cr Spitze befindet iiaj ein bayrischer Offizier, der fich ^>al nennt. Lr war schon seit einiger Zeit von den Behörden üocrtvacht worden, da man vermutete, daß er mit einem Dn'"." ons ireau korrespondiere. Paris, 15. Dez. Aus Saida wird gemeldet, daß auch der Rest der flüchtigen Legionäre bis auf ihren Anführer gesangcn genommen worden find. . . London, 15. Dez. Das Oberhaus nahm die zweite Lesung der Gesetzesvorlage über den achtstündigenArbeitStagder B e r g a r b e i t e r mit 121 gegen 44 Stimmen an. Doch kündigte Lord Lansdomnc mehrere wichtige Amendements an. „ Eichen-Knüppelyolz „ Kiefern- „ „ Kiciern-Stockholz „ Fichren- Wellen Vuchen-Reifig „ Eichen- „ „ Aspen- „ n SHeieni» „ Inh. Erich Beyer 8 Neustadt 8 gibt auf [7057 Uhren oc-j foltaen 10% Babatt bis 24. Dezember. zur Feinbäckerei in bester Qualität und billigsten Preisen. 11. tagne-Bifc Marke ,Mello" ----- per Pfd. 85 Psg. ------ C. Eichmann Ederstraße 1 Ecke Nord-Anl. Tischdecken Fenstermäntel Ronleanx,Vorhänge Polstermöbel passend zu Weihnachts-Geschenken Chr.ArnoBfiS 31 Bahnhofstrasse 31 Telefon 565.______[7093 Hoizverftergerung im Gießener Stadtwald. Donnerstag, den 17. Dezember lOO^vormittagS 9- Ubr beginnend, werden in den Loatoungen der -Stadt Gietzen m den Tlstrtkteu Waldohutc und lUlteroag versteigert: 530 sZichtenderbnangen mit 20,:w rZestm. 1//0 „ reisstangen „ 25,3/ * 460 „ bohnenitang. ,, 0,43 * 4 Rmtr. zticiern-Schcitholz Derverge zur Heimat. find, mit abgerissener Sllcibutm und ichlechten Schuhen. Lhnen an den Türen au scheuten, in nicht geraten, weil man lerne Bürgschaft hat, bau es nicht in Schnaps umgxsetzt wird. Wenn dagegen uns Gaben an Geld, Kleidern und schuhen, lmverlram wurden, so wären wir in der Lage, den wirklich Bedürftigen richtig zu Helsen. Angesichts der Weihnachtszeit bitten wir herzlich darum. Der unterzeichnete Hausvater wird milde spenden dankbar entgegennehmen, auch Kleidungsstücke abholen lasten. ES bedarf dazu nur einer Postkarte an seine Adreste (Vinter der Westanlage 11). 7I26] Ter Vorstand: I. A.: Loh. Nachruf. Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, anzuzeigen, dass unser General-Direktor, Herr Geheimer Cornmerzienrat Rene von Boch-Galhau am 12. Dezember zu Mettlach nach kurzem Krankenlager von uns gebChind rastloser Arbeit hat er fast 40 Jahre, zuerst als Direktor der Mettlacher Mosaiktabrik, dann als General-Direktor tür unsere Firma mit reichstem Erfolge gewirkt. Aufrichtige Liebe verband uns mit dem Dahingeschiedenen, dessen mitfühlendes Herz stets warm für uns schlug. Mit weisem Rat und wirksamer Tat, mit einer Arbeitskraft, die nie ermüdete, hat er für jeden von uns gesorgt. Voll Trauer und mit Dank stehen wir an der Bahre des uns Unvergesslichen, dessen Andenken wir in hohen Ehren halten werden. ch sechswöchiger Daun ungSunterrichk bitfeS lüft Zöger obwalten unge Mädchen, auch intt Taun durch smtzM GoMch uni nnen und zu verstehn d. Der Kursus [ör Prüfung, zu der au: rimfie des Unknnbi; fehleren Tischen au- kennende Beurteil^ Zhesle musterhajt j> [ in Gestalt einer em- q?' Am 1. ®>i>* r Beteiligung des u »» naue Ergebnis ift M starke Beteiligung «■ J Sie Vorbereitung usschüssen bereits eir. halle am W* SÄ «#** D"* 19 i- ^ÄÜieithcrigc^ tadts ftßStiH: aui ein2 rül’W , Gemeinde ^ $ SLS- :.,K!K SK'tz iSSS: Schulranzen für Knaben und Mädchen. Schulmappen Frühstückstaschen etc. in großer Auswahl und nur solidester Handarbeit, anerkannt dauerhafte Sattlerware in allen Preislagen und Ausführungen. Eigerurs Fabrikat. 7022 Äug. Obinger Seltersweg 79 Telephon 762 Finger-Handschuhe Faust-Handschuhe Wollene Strick-Garne in grosser Auswahl und zu billigsten Preisen, empfiehlt Robert Stuhl IJeustadt 23 Empfehle sämtliche [7100 ZK W inb xmp? Tr DM ZM 9- roerben, nöml^ -®»«S UM ®„(tr fe' •* r-!- d.« ,„or.to '»Mi» ^.^odenver, ?l'eiicu Lauterbaz 8Me AusdehnM y 1864 $5 verbessert i Erbach in 21 Rotten in 19 " tourbeiK in beide il hn?'eVü18£’ [1- da keine vtaat- Md für 1908 miebä ^gestellt. Es wih lungen Hartmanns Men, Sichenhause? Grebenhain, Eul,e'. den Meiwrationsai. mit ünterstützM indereien auf- |ten Waldungen n. rt von 2i/4 AMürner It rund 4000 Nor, ttland verivaM Kohlenbrand, dn n währt, mußte b:i am Sonntag routti iuftg die lLesahr ji: 1 entstandene Schadr- >e vorübergehend gt- auenbadeanftalt fm: zwischen weggeräumi whlenlager in hell» Verbrauchs den Kubikmetervreis von 25 auf 50 Pfennig erhöhten und daS Volksbad schlossen. Gestern wurde die große GlashutteMunfterim Berner Jura vollständig «ingeäschert. lieber tausend Men- I ch en sind dadurch arbeitslos. . nr . ._ Fürst Rudolf Liechtenstein, der erste Obcrsthofmerster des rraifers Fran- Josef, ist auf Schloß st'ro mau ui Muhren im Atter von 71 Jahren gestorben Tie Untersuchung über die Todesfälle an Bord des Dampfers „Ashton" hat ergeben, daß die fünf russischen Juden infolge des Genusses verdorbener Lebensmittel, die sie mit an Bord gebracht hatten, gestorben sind In Nav almoral in Spanien kam es zu einem heftigen KampfzwischenGendarmenundBürgernaus Anlaß der Steuererhebung. 4 Personen wurden getötet. Gegen 250 Angcsteitte der Taswkend-Gisenbahn wurde ein Strafverfahren wegen Unterschlagung und Mitzbrauchen ciwlcitet. —— Unentgeltliche ArbcitSbermittelung. Ltiidtischer Arbeitsliachsttis (Sieben. Gartemtrastc 2, Zimmer 2. Es können ciugcstcllt wcrdcn: 1 jüngerer^Wagner, 1 Schneider, 1 Schreiner, 1 Küfer, 8 Dienst- madchen, 1 Lauffrau, 1 Putzfrau, 1 Laufmadchen. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: I^Sckiubmacher^ 1 Eisengießer, 1 Glaser, 1 Schneider,1..Buch- bÄ" 4 Spengler, 1 Heizer, 3 Kellner, 2 Schreiber, 1 Gartner, 4 sjiaurer, 7 Bauschloster, 3 Lackierer, 3 P>eißbnider, 2 Jnstalla teure, 2 Küfer, 3 Polsterer u. Tapezierer, 3Schremer, 3Kuticher, 4 Juhrknechie, 8 Hausburschen, 1 Packer, 14 Ardener, 4 Laus- srauen, 2 J-licksrauen. 4 Laufmädchen_________ Original-DrahtinelSun§en. Tie Eröffnung des Hessischen Landtags. R. B. Darmstadt, 16. Dez. Die Konstituierung der Zweiten Kammer fand heute mittag 12 Uhr durch die liaatlidjen Einweisungsrom- missäre statt. Als Präsident wurde Abg. Haas (natlib.), zum 1. Vizepräsidenten Abg. Korell (Bauernbund) und zum 2. Vizepräsidenten Abg. Dr. Schmitt (Zentr.) ge- wählt. Die Fraktion des Bauernbundes hat sich gestern abend mit 11 Mitgliedern unter Vorsitz des Abg. Korell konstituiert. Mßer den Abgg. Bähr und Köh- 1 er, die nicht beigetreten sind, gehören ihr sämtliche früheren Mitglieder an (bis auf Aog. Leun, der sich seine Stellungnahme Vorbehalten hat), ferner Wg. Dr. Meder und der neue Abg. Lutz. Die nationalliberale Fraktion hat eine größere Anzahl Anträge und Anfragen bei der Kammer eingebracht. IL a. fordert sie die alsbaldige Vorlage der Wahlrechtsreform, des neuen Kommunalsteuergesetzenlwurfs und der Verwal- tungsgesetzreform. Eine Anfrage betrifft den Zwist zwisä-en der Stadt Büdingen und der fürstlichen Verwaltung. Die Taufe des zweiten Heffenprinzeu. R. B. D a r m st a d t, 16. Dez. Die Taufe des zweiten Sohnes unseres Großher- zogspaares vollzog sich heute mittag 12 Uhr in derselben Weise wie seinerzeit die des Erbprinzen Georg. Der Prinz erhielt die Namen: Ludwig, Hermann, Alexander, Elvd- roig. Taufpaten waren die Prinzessin Heinrich von Preußen, die den Prinzen auch über.die Taufe hielt, Prinz Ludwig von Battenberg, der durch seine Gemahlin vertreten wurde, die Landgra'fen Alexander und Clodwig, außerdem Prinz Ludwig zu Solms-Hohensolms-Lich, die Kaiserin | von Rußland, die Königin von England und Prinz Märkte. ko. Frankfurt a. M., lv. Dez. Schweinemarkt. (Orq.. Tel. des Gieß Anz.) Zum Verkaufe standen 1112 schweme. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual 70-71 Pfg., ^bendgewicht bo 0 bis 55,5 Psg.; 2. Qualität 68-otz Pig., Lebendgewicht 54,5-00,0 Pig., 3. Qual. 63-65 Plg. Geschäft flut, Uebersland unbedeutend. Porausfichtltche Witterung für Hessen am Donnerstag den 17. Dezember: Heiter und trocken. Frost. Oeslliche Winde. Bekanntmachung. Die Lieferung des un Frühjahr 19U9 erfotoerlich werdenden Straßendeckmaterials soll vergeben werden. Berdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Stelle offen und werden gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Angebote, denen Proben der zu liefernden Materialien unter Angabe der Bezugsquellen beizufügen sind, muffen mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch, den 6. Januar 1909, vormittags 11 Uhr, bei uns eingereicht sein. Bad-Nauheim, 16. Dezember 1908. Städtisches Tiefbauamt Bad-Nauheim. Jj'utreulose Trauringe 523» (D. E. P.) in allen Grössen und Breiten stets vorrätig bei 0. W. Schmidt, Uhrmacher, 8 Neustadt 8. 3240 n Fichten- „ Die Juimnmenkunst nt aui der Licherstraße am Waldeingang. Gießen, den 12. Dezember 1008. . Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ' I. V. Keller. B°/u Krluniiiliiuichilng. Betreffend: Fcw^-reiuiflung in der O^markuug Lich. „ In der Zett vom 17. Dezember 1906 bis einschließlich o. Januar LuUu uegt nxwttags auf Gr. Bürgermeisterei Lich wahrem) der GeschästSstuiiden . -- ,, , das Peofetr über Ausfichrung von Dramagen nebst Beschluß der Voliz ielzungskoinmifsion vom 4. Dezember 1908 ^inLenbungui hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses innerhalb der Lffenlegungsfrist bei Gr. Bürgermeisterci Ltch schriftlich einzureichen. I- rieb ü r n . ucn 13. Dezember 1908. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommifsar. S ch n i t t f p a h n, sireidamtmann. r6^iS"’ jU a . Heinrich Jughardt u. Frau zeigen die Geburt eines Kräftigen Jungen an. Giessen (Süd-Anlage 20), 16. Dezember 1908. 7139 Schachklub. KVjähriges Stiftungsfest Sonntag, 20. d. MtS. nntfjm. 3 Uhr, Hotel Grohherzog v. Hessen Simultanspiel des Meisters A. Frist nencn beliebig viele Gegner. Alle Mitglieder und Freunde des Schachspiels sind boAii höflichst eingeladen. Anmeldung der Teilnahme bis Samstag Mittag bei Prof. Urstadt. AbcudS geselliges Zusammensein. Regelmässiger Spielabcnd von jetzt ab jeden Donnerstag von 8'/, Ubr an im bas«; Skalitzkn. Weihnaclitskasse .Stadt Marburg* SamStag, 19. Dezember, abends von 8 Ubr ab: 1. Auszahlung der Weihnachtskassengelder 2. Erneuerung der Kasse für 1009 3. Grone musikalisch-humoristische Abenduntcrbaltung. Die Mitglieder werden um allseitiges Erscheinen dringend gebeten. Nichtmitglieder sind willkommen. 010130 ____Der Borstand. : frische fische i I Pa. Nar!>:et-ZchcIIfisHe per Pst. 32 Pst. J ♦ ff. blütenhellen Cablian o. Kopf per «Pfb. 28 Pfg., im Ausschnitt 32 Pfg. ' H * krischt Arnifische 23 pst., Rotzungen 40 JJfj. $ 4 Vatenem-Apfelsmen 1 ♦ 10 Stück 30, 45, 55, 70, 80, 00 Pfg. H t Messina-Citronen * per Stück 6 Pfg. I Gebrüder J Bahnhofstraße 27. Fernsprecher 231. Für Wiedervertäufer leistungsfähigste Bezugsquelle. *,«/» «H» Württemberger Hof / Kaplansgaffe 10. / i Donnerstag, den 17. Dezember suppe Morgens: Wellfleisch mit Kraut. H. Ruhl 010150 ausgeschnitten 25 Pfg. Gießen, für Lebensmittel. o.str. 26. Fräsch eing^troffena la Kieler Sprotten Kistchen 2 Pfund Inhalt 65 Pfg. Rhein. Kaufhaus la Bratschellfische 14 Pfg. In Nordseeschell fisch? 28 la Cablian 22 toi Victoria 6elepH$-H Morgen [7138 Heute und morgen (B,0/ia Ochscnflciich ä. Pfund 58 Pfg. Neujahrs^ Grittniationsiratten Schlacht-Fest so lange Vorrat, p. 100 St. 5 M. E. Kühn, Papierhandlun Morgen Donnerstag fljjh trifft eine grobe Sendung (6681 irische vcheUche ein bei f-eorg Wallenfels. Marktplatz nur 21. Telewn 40. Gegenüber der Engelavotheke. Bestellungen erbitte frühzeitig! KartoffeZu Prima Speisekartoneln (umnnuni bonuin) ganz vorzügl. im Kochen. Salaikarroffeln Gelbe Mäuschen, Paulsen Juli <0877 empfiehlt billig frei Haus I. Weisel, Saunenstraße 6 Telephon 235. Sarg-Maiizie Metall Eiche u. Tanne Leichenkleider u. -Kissen stets sofort lieferbar. [7125 Boslallungsgescbäil .Hohe null1 Theo Schfiefer Tiefenweg 19. Thfenweg 19. Klöppelwaren aller Art Svistcn, Einsätze. Dreiecke, Tischläuscr, Hemdcnpasse. Decken, Taichcutüchcr, Sbals empfiehlt [6989 zu billigen Preisen Frau Schmitt TeuielSlustgärtchcn 26. In Gieben zu haben bei: C. 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