Nc. 274 Erstes Blatt 158, Jahrgang Freitag 2V. November 1908 Der Slehener Anzeig« ericheinl täglich, außer ConntagS. — Beilagen: viermal wöchentlich 6icbenerZami!iendlätter; Iroctmal lüÖchoitl.KtdS: lattsürdenXretr Liehen (Sicustag und Freitag); zweimal monntl. Land- wirlschasilicheScilsrage« Fernsprech - Anschlüsse: für ine Redaktion 112, Derlag u. Expedition 51 Adresse tüt Depeschen; Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeige» sür Die TageHnummer bis vormittags 10 Uhr. General-Anzeiger für Oberhefien 6 RotaisonrbnlS vnd Verlag der vrühl'schen Uttiv.-Vuch- «nd Zieindruaerei K. Lcwge. Nedattion, (Erpcöition und Druckerei: Schulstrahe 7. BezugSprel»: monatlich 75Pi.,olertel« jährlich Dlk. 2.20; durch Abhole- n. Zweigstellen monatlich 65 Pj.; durch die Post Mk. 2.—Vierteljahr!. auSschl. BesteUg. Zeilenpreis: lokal ISPs^ auswärts 20 Pfennig, Verantwortlich für den politischen Teil, für ^Feuilletons und „Vermischtes": Ernst Anöerlon; iür „Stadt u. ÜanD" und.Gerichts- saal": 6. peß; tin den Anzeigenteil; H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Lin zweiter hessenpnnz geboren. Ans Darmstadt erhalten wir die Drahtnachricht, dar. heute vormittag I. K. H. die Großherzogin von einem Prinzenentbundcn wurde. Im ganzen Heffenlande wird die Nachricht, daß unserem Großyerzogspaar ein Mveiter Sohn geboren wurde, mit lebhafter Freude begrüßt werden. Jt doch damit menschlicher Voraussicht nad) der Fortbestand deS mit seinem Voll so innig verbundenen Groß herzoglich Hessischen HauseS noch besser gesichert, als dies bisher der Falt war. Dem glücklichen Elternpaar entbieten auch wir unsere herzlichsten Glückwünsck)e, haben doch Oberhesseri und die Stadt Gießen besonders innige Beziehungen zu ihm. Wie uns noch gemeldet wird, erfolgte die Geburt um 103/< Uhr leicht und ohne besondere Schwierigkeiten. Man erwartete daS freudige Ereignis erst für später, was daraus hervorgeht, daß die Großherzogin gestern abend noch die Theatervorstellung besuchte. Mutter und Kind befinden sich wohl. Ein hundertundein Kanonenschüsse verkündeten der Residenz das frohe Ereignis, das überall mit lebhafter Freude auf genommen wurde. politische Lagesscharr. Gegen die Zuseratensteuer. Der Verein deutscher Redakteure hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, eine Petition gegen die Insecalensteuer an den Reichstag abzusenden mit der Begründung, daß diese Anzeigensteuer für den Stand der Redakteure in materieller und sittlicher Beziehung die größten Gefahren in sich schließe. Die Anzeigensteuer sei grundsätzlich verwerflich und undurchführbar. Sie bedrohe besonders kleine und mittlere Blätter und deren Redakteure in ihrer Existenz. Sie berge in sittlicher Beziehung die Gefahr, daß die Redakteure verleitet werden konnten zur Umgehung der Älnzeigensteuer, Anzeigen und Reklamen im redaktionellen Teil der Blätter auszunehmen. Ein solches Vorgehen müsse zur Korruption der Presse führen und Ehre und Ansehen der deutschen Redakteure untergraben. « Ein Protest gegen die Brausteuervorlage. In einer Riesenversammlung im Zirkus Busch zu Berlin haben Verireter des gesamten deuischen Brau- und Gasiwirisgeiverdeü einstimmig eine Resolution gegen eine weitere Belastung des Bieres angenommen: „'Mehr als 700u im Zirkus Busch in Berlin verjammelre Benreter DcS gesamten deutschen Brauerei- unDGast- iDirisgeiDcrbed der Norddeutschen Braulleuerge-.uemschail erheben emdrmglichsten Protest Dagegen, daß Die Brau steuer, Die erst vor jiüci Fuhren erhöht ist, jetzt aufs neue erhöht werden soll, sämtliche an der Herstellung imd an dem Bei triebe von Bier beteiligten Gewerbe sind der Ueberzeuguiig und erklären, daß weder Das norddeutsche Braugewerbe noch das Gastwirtsgewerbe eine neue Mehrbelastung und die damit verbundene Beuurnhigung zu tragen vermögen, um so weniger, cus Die letzte Brausteuererhm)ung nicht ani den Konsum abgewalzt werden konnte. Auch in Dem vorliegenden Lrausteuergeietzentwuri, deren Ertrag Die Regierung aus Die Verbraucher abgewälzt wissen will, wird em gangbarer Weg sür eine Abwälzung der Steuer nicht nachgewieseu, inr Gegenteil uiuß Die Behauptung der Regierung, der vorgelegte Entwun biete Die Mag- tichkrit einer angemessenen Abwälzung Der Steuer, als Durchaus irrig bezeichnet werden, Ader selbit im Falle der 'Möglichkeit einer Abwälzung würde em gewaltiger Rückgang Des jetzt schon stark vermmDerten Konsums und damit eine Berrrngerrmg des beabsichtigten LleuerzolleL um 80 bis 40 Prozent Die Folge sein. Aist jeden Fall würden unter der Last etner neuen Steuererhebung Lausende von Brauereien und Gastwirts chaüen zu Grunde gehen; mit timen würden weitere Lausende mit dem Brau- und Gast- Aleine» icMiUcioit — Neue 13 c r । u ui c u u e u das Gehör. In der Pariser Äkademie des Sciences legte Delage einen Bericht Dr. ALurages über seine neuen Untersuchungen über bic Ge- HÖrSzentren im Gehirn vor. Dr MarogeS hat in mehr als 700 Fällen Messungen der Gehärsschürfe vorgenommen, durch deren Ergebnis er Nachweisen zu rönnen glaubt, daß die bekannte Theorie von Helmholtz nicht alle pathologischen Fälle, die man beobachtet, zu erklären vermag. Er hat an Versuchspersonen sesrge,rollt, daß sie auch bic schwächsten Geräusche 'zu Horen vermochten, wahrend sie für Die Musil und das Wort absolut taub waren; andere hören das gesprochene Wort und tonnen es nicht verstehen; wieder andere sind nur für gewisse musikalische Schwingungen empfindlich, und schließlich gibt cs Personen, die bei demHörvvrgang eitle Verzögerung entpsiitden, als ob die Verbindungsivcge schlecht funktionierten. Wemt man die Gehörsschärfe zu entwickeln sucht, so stellt sich allmählich das Gehör für jede der Schwingungsacten, Die das Ohr rvahrzanehmen vermag, wieder cm. Marages zeigt, daß diese anscheinend so komplizierten Phänomen sich seyr leicht durch die zahlreichen Gehckrszentrcn, die das Gehirn enthält uno bie mehr oder weniger unabhängig voueinanber sino, erklären lassen; man versteht danach auch Die Rolle, die ule Wiedererziehaug des Ohres spielen kann, wenn mau mit einer wohlavge- messeNen J..ceniiiät die Schwingungen anzuwenden versteht, die luuiit die ^teroenzencren oeemsiusien lörinen. Diese Geiiorstheorie, die sehr einfach uno klar ist, genug: zur Erklärung eer Erscheinungen, die mau vei veu verschiedenen Formen der Taubheit beobachtet hat. — Gesundheit uno Weihwasser. Der ital. Mönch Angustino Go mellt hat das Weihwass er - b e ct e n in ocr u r t ii c r Kirche vom Hefigen Z'.reuz aus das etwaige Vorhandensein von Krankheitserregern unter,acht. Er hak seine Ergconi,,e in ucr Zeiifchrist „^an.a Ealwiiea" l)crv||e.uiim)t Auf aec Oacr,ruü)enichicht des Weiywasserbeaens fand er im Kub ir-entime ter wirtSgewerbe in Verbindung stehende selbständige Existenzen und 9lrbcitnebmer brotlos werden. Jede weitere Steigerung dcr Brau- steuer steht in schönstem Widerspruch mit deiu Bestreben der Negierung und des Reichstages, den gewerblichen Mittelstand vor dem Untergänge zu bewahren. Die Versammlung erklärt, daß jede Brausicuererhcbung mit einer rationellen Wirtscha'tspolitik und mit einer gesunden Sozialpolitik durchaus unvereinbar ist, in- dem sie große Gewerbe und Tausende von Existenzen dem Untergänge preisgeden würde. Aus all diesen unD zahlreichen anderen Gründen ist es nach der testen Ueberzeliginig der Versammlung unmöglich, doß sich im Reichstage eine Mehrheit für eine weitere Belastung des Bieres sindeu sollte. Tas tu der Versammluug vertretene gesamte Brau- und GastwirtSgemerbe appelliert au alle Mitglieder des iReidjstageS, daß sie jede Erhöhung Der Branstetter direkt ablehuen. Schissrsntech»ifche Gesellschaft. .Unter dem Ehrunoorsts oes Grvppr^zogS von Oldenburg und in Gegenwart von Vertretern Der Reichs- unD her Staatsregierung trat gestern vormittag in der Tech- nifcfyen Hochschule zu Berlin die Schif^sbautechnischc Gesell- schäft zu ihrer zehnten ordentlichen Hauptversammlung zu- lammen. Der Groß Herzog von Oldenburg eröffnete die Versammlung mit der Mitteilung, daß ihr Protellor, der Kaiser, wegen überaus dringender ^taaiSgeschäfie zu feinem aufrichtigen Bedauern nicht in der Lage fei, der diesjährigen Hauptversammlung beEuwohnen. Nach Worten der Begrüßung erteilte er dem Vor,inenden, G.heimcn Rat Prost,,or Busley, bas Wort, der die mit lebhaftem Beifall aufge- nommcnc Mitteilung machte, baß der Kaiser geruhte, dem Großhcrzog von £)iDcnburg in Anerkennung seines Vce- diensies um beit deutschen Schisssbau und die Deutsche Schifffahrt die goldene Medaille der Schiifsbautechni|chen Ge,eil- sä-ajt zu verleihen. Hierauf ergriff G. Bauer-Stettin bas Wort zu dem Hanp.vortrag: Heber moderne Turbinen- anlciQeii sür Kriegsichijse. Au den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen. Vvrirag schloß sich eine anregende Diskussion, in der aud) über die Kombination von dtolbcn- maschiiten und Turbinenanlagen geiprocljcn wurde. Den zweiten Vortrag hielt Tr. A n f ch ü tz - Kampser-Kiel über den Kreisel pls 9tichtungsweiser auf der Eroe mit besonderer BerücklichLigung feiner Verwendbarkeit auf Schis,en. 'Rach der MitiagLpanst bcrichte-.e Proseswr Ahlborn- .Hamburg über |emc Hntersuchungen über die WiderstandS- oorgänge im Wasjer unter Zuhu,encchnic einer Reihe von Photogrammen. Den letzten Punkt der LageSoronung bildete der Vortrag des Ingenieurs Axel Wblin-Lonbon, der feine technischen und sonstigen Gesichtspluckte für die Aufstellung der Rettungsbote au, den modernen Dampfern erörterte. » Die Krisis im Orient. Während die , ui.ier friedlichen Beendigung der Krisis im Orient langsam ihren Fortgang nehmen, zeigt sich namentlich in Secoieu uno Montenegro eine wachseuoe Kriegs tust. DaS und der noch immer andauernde Vohkotr der osterreichijchen Waren er.chivert natürlich' die Verständigung zwischen ben beteiligten Mächten. Der „Pester Lloyd" versfjenilill.t jetzt MitwHungen aus Wien über die Lage, in Denen es heiöt: Eine unmittelbare Folge des Boykotts ist, baß Oesterrcich-Hitgarn in keinerlei ossizielle Veryandlung mit der Türkei über die Regelung Der schwebenden Fragen cintrcten kann. Ein fZlbiommen zwischen der Türtei und Oesterreich-Hngarn ist eine der wesentlichen Voraus,enungen für bas ^u,ianbetommen ber Konferenz. Die Türkei mutz also, da sie oic Lon,erenz will, auch die Vereinbarung mit der Monarchie wollen; bieje wiro sie aber ohne Aufyoren des Boykotts nicht erlangen. — Bemerkenswert ist es, daß nenerbings auch bic Mohammedaner Indiens oben Partei ergreifen. Die mohammedanische Presse in Lahore empfiehlt der iZlamitifchen Welt, Symputhiekuicdgebungen für die Türkei zu veranstalten und 150UUO, am Vooen ouuuuuj Mittooen oon rranlf>eit- erreaendeu Arien. Es wurden verschiedene Tierveriuche mit diesem Weihwasser angestellt, und die Versuchstiere gingen stets entweder an Tuberkulose ober an Diph- therie oder an 5)armerrran!ungen zugrunde. Gomelli schlägt daher vor, die bisher üblichen o,senen W-eih- wasferbecten durch gejchlossene Wechwas|errohren mit einwandfreiem Weihwasser zu ersetzen. Die Kirchenbe,ncl)er sollen gehalten sein. Durch einen Druck auf den Nöhrenkiivp^ lich Wasser auf die- Finger träufeln zu lassen, nm auf bieje Weise sich vor einer Ansteckung durch gefährliches Weih- tvaffer zu schützen. — Heber Den „Mann mit der eisenen Maske" werden in einem Buche des ehemaligen Ehrenkämmerers Pius' IX., Monsignore BariieS, neue Forschungen verös,eni- licht. Seit dem ersten Werk über Die geheimliiSvolie Persönlichkeit, das irn Jahre 1745 erschien unb Pecquet zum Verfasser hatte, sind, .vie bekannt, ganze Berge von Büchern über die ei.erne Maske erschienen, ohne daß das Rätsel gclu|i ist. Banies hat o,;enbar Papiere zur Ver,ugung gehabt, bic visher in den vatitanijü-en Archiven gcschtummeri haben, und so ist es recht wohl möglich, daß |eine Losung richtig ist. Barnes gibt an, daß der Ge,angene der Ba.liile „der ^oijn eines englijchen Königs, Mitglieo des Jeiuitenoroens uuo Agent der sranzösifchen Regierung" gewe.en sei. Diese An- gaven deuten zweifellos auf einen Sohn Karls 11., der Diesem in seiner sruye|ten J.igeno geboren wvrocn ist. Von anderen Lo,ungen, die bisher angegeven )inD, jei oaran erinnert, datz der Hnbefanme baio ent Zwilüngsbruoer Ludwigs XIV., bald ein Sohn oes Herzogs von xyuaingfjatn uno der Anna von Oesterreich sein ,ollie. Aks Der Mann mit der eisernen Maske am l‘J. '.-.ooember 170.3 gestorben war, rourue er tags darauf beerdigt und in seinem Tötenscheui. Der ans Den Namen Marthtöki lautete, wuroe jem izilcr au, 45 Jahre angegeben, was jCDOu; taum rtchUg gewe,eu fein uutite. — Eine Puppenreform wird in dem Oktober- hest von „Kind uno Kunst" angetünaigt Es Handelt jiuj öfterrcichiich-ungarische Waren zu bo:;£utderen. Sie richtet zugleich an bic nwhcmimedanischen J.nportcure in Bombay und Kalkutta die Aufsorderuug, sia) der Bewegung anzuschließen. Tie Lage in China. Der Ches des chinesischen StaatsrateS, Prinz Tsching, hat im Warnen DeS Kaisers von China an alle befminDctcn 'Mächte ein Schteiben gerichtet, worin er Die Sympathie ihrer Staatsoberhäupter erbittet. Es ist Dies cm neues Verfahren sür China unD eö wirb Dies als ein bedeutsames Zeichen Der Kraft der RegicrtiNgSverwaltung angefehen. China gehl allem Anscheine nach seiner Modernisierrlng entgegen. Em iveilcrcr Beweis hierfür ist c5, daß ein Beamter Des Wai- rvupu in Erwiderung einer Frage die formelle Versicherung abgegeben hat, Daß Die neue Verwaltung kräftig die Reformen fördern würde, die unter dem Kaiser ütvangfu begonnen worden seien. Die politischen Edikte, die seit dem 15. November erlassen wurden, zeigen nämlich, Daß eine fortschrittliche und moderne Regierung beabsichtigt ist. — Der ,Rew- Pork £)cralD* bringt eine Meldung auö Tokio, der zufolge General Puanschikei, der Rcorgamsator der chinesischen Armee vergiftet morden sei. Aus StaSt uuS LunS. Gieuen, 20. November 1908. Lberhessischer Geschichtsverein. Die Haupio.r,uiu.uiuzig ue» X/vDiycni|u}ßn GcschichiS- vercins tugie gestern abend un Sgalc des Easö (SbeL Der Voriitzcnde, Geh. Hosrui Pros.^ Dr. Behaghel erstattete den Geschäftsbericht für 1907/08. Er schildert dieses als befriedigend. Sen Mittelpunkt ber Tätigkeit bildete das Müseum im allen Schivtz. Der Besuch war sehr stark, unb viele auswärtige Fachgelehrte besichtigten es. Die Sammlungen des Geschichtsvercins unb der Wilhelm G-ail-Stistung er,uhren bciraajtliaje Verncehrungen. e.ine Spende von 500 Mark von einem Unbekannten wurde |ür bie mittelaltcrnd)e (Sammlung verwendet. Besondere Ausmerk|'amkeit ftruroe ben Ausgrabungen gewidmet. In Leihgestern wuroen gelegentlia) von Erdarbeitern eitoulj- nensiaerte Funde aus oer iieolithiicheu Zeit geborgen. Funde bis in die rumija;e Zeit geben hier Zeugnis, dag die Grcgener Gegend schon in vorchristlicher Zeit stark besicbelt war. ^eiocr kannte in Leihgestern nicht meyr alles geborgen, werden, da fa)on inana/rs avhauden gekommen ober wieder verichutlet luoroen war. Von J.iterefie ist auch ein La Tene- Grab auf dem Trieb. Heber jcüie Bedeutung sind die Gelehrten verschiedener Meiriung. Mit dem Zenlralmnseum in Mainz wurde ein freunosihaftlither Austausch gepjlegt. Die Fluritamenjor| veriitätS-Jnoi.äum unb die Ausgrabungen Derurjaajten grugere Ausgaben. Zu Den Einnahmen tragen auch der otaat, bie Provinz, Der Kreis und mehrere oberheifiscya ötäoie, darunter legen, bei. Um ben SchissenbLtgprei- Hai sich uiejeö Jahr kein Bewerber gesunben. Auf Vorsa-iag des LHeroibiiotheiars a-r. Heuser wurde ber bisherige Vorsianb einstimmig durch Zuruf wieder- gewählt. Dr. Heuser regt zuglcich eine Satzungsänderung hinsichtlich der Vorstandöwayl an, mit dem Wunsche, die Wahl johe nur alle drei Jahre vorgenommen werden. Von größtem Interesse war der sich anschließende Vortrag um die Munu/encr Kunsiuwp^ppcn, oie oon mehreren jungen Münchener Künstlern tingeferngt woroen sino uno auf Der dortigen großen Ausstellung das lebha,teste Entzüaen, be- londers bei den Mädchen, erregt haben. Maa ist hierbei davon ausgegangen, baß bie gebräuchlichen Puppen, namentlich Die wsijpieligeren, meist Damen in eleganten Toiletten daricelten ober gar pariserisch gcüeibeie üoietien, die in ihrem reichen Spitzen- unb Seibenputz zu dem schlichten Empsinoen des -cindes eigentlich m recht starkem EKgen,atz sianven. Darin lag auch eine Gefahr: Sie,er falsche ^>chön- yeitstyp mit der unnaLurliu/cn Lvaenmahne, mü Den üaer- gtogen, srrahrenden, langoeiuimpcrien Augen unb dem viel ou tteinen Mündchen mugte »ich allmählich in bei tinairchen Anschauung feft,etzen und aas gesunde Einp^inden schädigend oeeinflUssen. Das waren nicht uie lieben 2p.eitamcraoen, die oas Mino sich wünscht, und in ihrem dummen G^anz konnten ,ie das Kino wohl verwohnen, mutzten ihm aoer innerlich ,remd bleiben. Statt de,sen wurae nun von jenen Künstlern möglichste Einfachheit uno Natürlichkeit uno echte Kindlich leit erstrebt. Eine jri.che lustige Bauiheit sollte herrschen und oie Kc-pfcheu füllten lebendig uno wahr totrien. Und gekleidet ivuroen uie Puppen nicht in Samt uno Seide, sondern ui schlichten stüttun, leichtgeblümten 'Muffelin und andere oilüge Stosse. Unb was ziiscanue kam, waren Figuren von yerz^r,risthunder EiUsachhcit und Natürlichkeit, dw doch in ihren krustigen, naiven o-arue,t ganz uno gar tunjiierifch luiriten. DuS Otwöerhesr von „Kind uno Kunst" verostent- ticht eine ganze Schar davon. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Tas Schauspiel v ö e' von Kail Schönherr tuuD gegen- lüuttig von EDmonD R o st a u D uversetzr. Tie Aiisiiihiung soll iot>alö aU möglich m Paris eriolgcn.— ä) n e t D e t i ps", ciugipici von paus v. We»rgei, Aiusil von Blklor yoilan- D e i, cvieDie gei.ein im uo njeaicr ui Weimar ei > olgierch ; seine Aiausstihiung. — 'L> o D o EbharDl, Der Die po.,tonigS- uurg luicDei Hai, ifi zum Pro, esjor euiaiua rouiDeit. — Tie „UL A. Z. teilt mit, Day Ti. v. TschuDl nach Ablaut seines Urlaubs aui seinen Posten zii rucktehren iverDe. Hiermit ent- laUcu auch alle Nachilusten uvcr Die Perjon jetnes Nachfolgers. ibe» Lonservators Hauptmann K r amcr über „Die römische Terrafigülataroare' unter Berücksichtigung der Bestände im hiesigen Museum". Der Redner verbreitet sich in spannender Weise über die Formen, die Herstellung, künstlerische Ausstattung, die Verbreitung durch den Handel usw. Zahlreiche (Gefäße und Gesäßteile, Lieget und Stempel dienen, zur Veranschaulichung und Erläuterung. Die Fundstucke stammen größtenteils aus den Maft eilen bei Arnsburg, Langsdorf, Butzbach, Höchst a. d. Nidda, ferner aus der Sandgrube an der Rödgerstraße und vom Trieb. Ttc Fabrikation der Terrasigillateware stand besonders 40—250 n. Ehr. in Aallien in größter Blüte und kam dann auch nach Germanien und Rätien. Er verbreitete sich des Weiteren über Pie Geschichte der Keramik, die für die Geschichtsforschung sehr wertvoll sei. Anhaltender Beifall belohnte den Redner. Bibliothekar Fritzsche teilt mir, daß in der Universitätsbibliothek eine Ausstellung bestehend in Sammlungen von Handschriften, JUustrationen, alten Drucken, Holzschnitten, Klassikern eröffnet worden sei; es solle eine ständige Ausstellung sein. Professor Strack regt die Sammlung von römischen Halbmüirzen an, die besonders unter den Kaisern Augustus und Tiberius in Umlauf waren unb dann verschwanden. Hauptmann Kramer machte schließlich noch einige interessante Mitteilungen aus seiner Tätigkeit als Konfervator und Denkmalpfleger. •• Zweckmäßige Schulräume. Welch großen Einfluß geräumige und helle Schulsäle auf das körperliche und geistige Wohlbefinden der Schüler auszuübest vermögen, geht aus einer Tabelle hervor, welche die Myopie oder Kurzsichtigkeit dec Schüler des hiesigen Gymnasiums behandelt. Nachdem die Anstalt am 6. Januar 1879 in das neue Gebäude an der Süd-Anlage eingezogen war, nahm diese Schülerkrankheit alsbald bedeutend nb,i und dies zeigte sich mehr, als am 23. Februar 1883 eine Verordnung über die häuslichen Arbeiten der Schüler erschien. Hierin wurden nämlich zu umfangreiche Hausarbeiten verboten. 1881 betrug die Kurzsichtigkeit noch 50 Proz., 1885^ sank sie ans 34 und 1889 gar auf 28 Proz.; seitdem haben sich die Verhältnisse fortgesetzt weiter gebessert. Dies sollte eine ernste Mahnung für Stadt und Land sein, ihren Kindern für moderne, helle und der Schulhygiene entsprechende Schulräume oii sorgen. '* Skiklub Wandervogel. 9(nf Veranlassung von Oberlehrer Dr. Bernbeck halte Lehcamtsreferendar A. Peppler kürzlich einen Vortrag über Skisport gehalten, der, wie ivir ausführlich berichtet haben, so lebhaften Beifall fand, daß die Gründung eines Skiklubs in Gießen beschlossen wurde. EL wurde deshalb gestern nachniittag unter den: Vorsitz von Dr. Bernbeck eine Versammlung abgehalten und ein Wintersportverein mit dein Ätarnen Skiklub Wandervogel gegründet. Der Klub, der schon eine große Anzahl Gießener Samen und Herren zu seinen Mitgliedern zählt, bezweckt die Pflege uud Förderung des Wintersportes unter oorzligsivelser Berücksichtigung des Skilaufes, als der vornehmsten und schönsten Art des Wintersportes. Durch Veranstaltung von Vorträg en, Wanderfahrten und vor allem durch Unterricht im Skilauf und leihweise Ueberlassung von Ski soll der Sport nach Möglichkeit gepflegt und gefördert werden. Späterhin sollen auch Wettkämpfe in: Kunst- und Schnellauf abgehalten werden. Oberstes Ziel bleibt aber stilvolles und sicheres Saufen bei Wanderungen. Seine Mitglieder unterrichtet der Klub rechtzeitig über die jeweiligen Schneeverhältnisse durch Bekanntgabe int Gießener Anzeiger sowie durch Aushang m der Lederwarenhandlung von A. Kilbinger. Um Studierenden den Beitritt angenehmer zu machen, beginnt das Vereinsjahr am 1. Oktober, sodaß für das Wintersemester nur em einmaliger Beitrag erforderlich ist. Auf Vorschlag von Dr. Bernbeck wurde Lehramtsreferendar A. Peppler zum Vorfitzenden, Schriftsteller und Redakteur K. Neurath zum Schriftführer, Frl. Winckler zum Kassenwart und Meteorologe W. Peppler zum Laufivart gewählt. — Jede nähere Auskunft erteilt Redakteur K. Neurath. Q Lang-Göns, 19. Noo. Gestern nachmittag ging hier em Militär-Luftballon nieder. Ec wurde alsbald am Bahnhof verladen und nach Köln verfrachtet. Die Insassen waren zwei Offiziere aus Köln. Harbach, 19. Nov. 87 Jahre alt ist der Hüter unserer Schafherde, KaSpar Schäfer, und 8 0 Jahre sind es her, daß er als siebenjähriger Junge mit seinem Vater zum ersten Male auf die Weide zog. Dabei ist der alte Herr so rüstig, daß er vom Aufgeben des Dienstes noch lange nichts wissen will, — man solle ihm hiermit kommen, wenn er hundert Jahre alt sei, pflegt er zu antworten. Offenbach, 19. Nov. Dem Vernehmen nach hat das Ministerium das Ortsstatut über die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe nicht genehmigt, und zwar aus formellen Gründen. Tie Bürgermeisterei hatte Fragebogen an die einzelnen Interessenten verschickt mit ber OrHsig, daß nur die den Fragebogen wieder zurückzuschicken haben, die gegen die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe sind. Diesen Modus soll das Ministerium beanstandet haben: cS ist also nicht ausgeschlossen, daß die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe dadurch um einige Zeit hinausgeschoben wird.________________ Gerichts-««!. *♦ K ein Priester. Zahlreiche Blätter, darunter auch der Gieß. Anz. vom 28. Olt., berichteten, in Namur (Bel- giem sei ein früherer katholischer Geistlicher wegen zahlrercher isitilicl tcitdücrbredjen, die er an kleinen Kindern begangen, zu aclu Jahren Gefängnis, bedeutenden Schodenerfatzsummen und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf sechs Jahre verurteilt worden. Ter Zentral-Austunftsteile der kath. Presse wird dazu vom bischöflichen Ordinariat Namur nritgetei.lt, daß der Verurteilte nie katholischer Geistlicher war. Er wohnte in seiner Familie und gab Unterricht in einem Kinderheim. In früheren Jahren war er kurze Zeit in einem Priesterseminar, welches er wegen Viangel an Berus zum geistlichen Stande bald verließ. vermischtes. 'Auf tragische Weise starb der Präfekt des Departements O ca n-Algecien, de Mal herbe. Ec wurde von einem Unwohlsein befallen, das er für den Beginn einer Gehirnkongestion hielt. In einem medizinischen Buche, das er rasch zu Rate zog, las er, daß er sich durch eine Blut- entzieh nng, und zwar durch einen Einschnitt in die Ohrgegend, Erleichterung verschaffen könne. In dec Aufregung schnitt er jedoch so tief, daß er sich fast die Ohrmuschel ab- schnitt, und ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte, einer V e r- b l u t u n g erlag. * Der Kaiser von China als Maler. Der verstorbene Kaiser von China beschästigte sich, wie wir im „Bert. Börs.-Cour." lesen, in seinen unfreiwilligen Mußestunden meist mit den schönen Künsten, für die er eingehendes Verständnis zeigte. Ec liebte vor allem Musik und Malerei und bervies eine über das Mittelmaß hinausgehende Begabung als Dialer. Es dürfte nicht allgemein bekannt fein, daß zwei Gemälde auf Seide, die Kaiser Kuang-hsn mit eigener Hand hergestellt hat, zu dec chinesischen Sammlung des Museums für Völkerkunde gehören. Sie stellen Blütenzwelge dar, die mit einer eigenartigen Detailkunst gemalt sind. Die Bilder sind mit dem Stempel der verstorbenen Kaiserm-Witwe Tse-shi versehen und wurden vor fünf Jahren in Peking aus dritter Hand erworben. Beide tragen auch poetische Inschriften, die von Beamten des Pekinger Hofstaates, wahrscheinlich „auf höheren Befehl" gedichtet wurden. Es sind Hymnen, die in schwungvoller und blumenreicher Sprache die Schönheiten der kaiserlichen Gemälde hervorheben. Mrchliche Nachrichten, lLoaugeitfche Gemeuwe. Sonntag, den 2 2. November, Totenfest: Gottesdienst. In der Ltadtkirche. Vormittags 9'/. Uhr: Plärrer D. schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kiuderkirche iür die Matthäusgemeinde. Piarrer D. Schlaffer. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matlhäusgemeinde. In der alten Zriedhosskapelle. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schwabe. Dienstag den 24. November, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Markusgememde. 'Dt 111 m o cl), b c n 2 5. Jl o ü e m b e r: Vormittags 93/4 Uhr: Vereinigter Zivil- und Miluär-Gottcs- dienst zur Feier des Geburtstages Sr. Königl. Hoheit des Groß- Herzogs. Piarrer Schwabe. Donnerstag den 26. November, abeitbs 8 Uhr, im Matthaus- saal: Bibelsiunde. (Buch Hiob, das 2iei> vom Meuschheüsleid.) Pfarrer D. Schleifer.- Nächstkünstigen Sonntag, als am 1. Advent, findet im Haupt- gottesdienst Beichte und heil. Abendmahl iür Matthäus-- und Martusgemeinde gememjam statt. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Geuiemde erbeten. Weitere Abendinahlsfeiern werden gehalten am 2. Advent für die Markusgememde und am 3. Advent mr die Malthäusgememde, jedesmal nn Abendgottesdienst. Zu beiden Abendmahlsfeierii wird besonders auch die konfirmierte Jugend eingeladen. In der Iohanneskirche. Vormittags 9’/? Uhr: Pfarrer Ausield. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche *ür die Johannes- gemeiube. Pfarrer Aus'eld. Nachmittags 5 Uhr: Piarrer B e ch t o l s h e i in e r. Abends 8 Uhr im Johannessaal: Versammlung und Bibel- besprechung. Montag den 23. November, abends 8 Uhr int Johannessaal: Bibelftunde. Pfarrer A u s f e l d. Ajittwoch den 25. November, abends 8 Uhr, im Johannessaal: Versammlung der G e m e i n d e s r a u e n v e r e i n e. Vortrag voii Piarrer D. Schlosser über „unsere Ülrinen» pfleg e". 1. Teil: Tie gesetzliche»! Grundlagen. Am nächstkünsligen Sonntag, den 29. November, als dem 1. Adveiit (Beginn des neuen Kircheiifahres) wird im Bormittags-- gotiesdienst Deichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannes- gemeinde qemeiufam gehalten werden. Anmeldung dazu wird vorher bei dem Piarrer jeder Gemeiiide erbeten. Auch wird ein. Kollekte zum Betten unseres Kirchensonds erhoben werden. Wanburg=Pctdn, Kirchstraße 9. Sonntag den 22. November, abends 8 Uhr: L o r t r a g s - A b e n d. Zugleich Vereinigung der könfirmierten männlichen Jilgend der Markusgememde. Katholik wriHciP.öe, SottcLdienst. Samstag den 21. November: Nachmtttags um 5 Uhr und abends imt 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 22. N o v., 24. Sonntag n a ch Pfingsten: Vormittags voii 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. e um 7 Uhr: Tie erste heil. Blesse. „ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags um 11 Uhr: Heil. -Messe mit Predigt. Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen. Mittwoch, den 25. November, am Geburtstage., Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs ist vormittags um 91/, Uhr Militär- gotlesdienst. Telefonisciie Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen. Frankfurter JBörs»o, 3%0/0 Beichsauleihe . . 94.50, .)% do. . . 85.10 315°/, Kousols .... 94.50 "6% do. .... 85.00 3>i®/o Hessen 92.90 3>i°/0 Oberbesseu . . . 92.00 4% Uesterr Goldrente. . 98.10 4*/6 % Uesterr. teil betreute 98 90 4;'6 Ungar G oldreute . . 92.80 49ä Italien. Heute . . . 104.15 3% Portugiesen Serie I 5640 3-o Portugiesen „ III 58.00 4>5°/6 russ.btaatsaul. 190b 97 05 4ya *70 Japan, Staatsanleihe 91.45 Uouv.Türken von PJUö 92.90 Türkeuiose 143 60 1% Griech. Monopol-Aul.. 49 30 4% äussere Argentinier . 86.20 du/0 Mexikaner . . . 63.60 4 e/e Uluuesen .... 96.80 Aktien: Bochum Guss 218 80 Buderus E. W 112.50 leudenz: schwächer. Berliner l»örse, 20 Cauada HB...... 178.90 Darmstädter Bank . . . —.— Deutsche Bank .... 239.90 Dortmunder-Union C. . . 60.40 Dresdner Bank . . . 148 0. Tendenz ■ schwächer. 20. November, 1.15 Uhr. hlektnz. Labiueyer . . ■ 11680 Elektriz. Schlickert . . . 118.60 liscbweiler Bergwerk . . 190.UO Gelsenkirchen Bergwerk . 188 50 Hamburg-Amerik. PaketL 112 50 Uarpeuer Bergwerk. . . 195.50 Laurahütte 196.00 Aordd. Lloyd 90.20 Obeischles. Eisen-Iudustrie 97.50 Berliner Uaudelsges. . . 168.25 Darmstädter Bank . . . 128.00 Deutsche Bank .... 240.25 Deutsch-Asiat Bank . . 138 30 Diskonto-Komuiaudit . . 180.20 Dresdner Bank .... 148.30 Kreditaktieu 198.40 Baltimore- und Ohio- Liseulahu 108.00 Gotthard bahn — Lombard. Bisenbahn . . 20.80 Uesterr. tSlaatsbuhn . . .146 00 Bnuce-Heun-Eiseubahu . 123.70 November. Anfangskurse. Harpcner Bergwerk. . . 194.70 Laurahütte 194.50 i.umbarden E. B. ... 2080 Nordd. Idoyd 90.20 1 ürkenlose 142.70 Bestes Rohmaterial und sorgfältige Fabrikation bedingen die wertvollen Eigenschaften von Knorr’s Hafermehl als leichtverdaulichste, nahrhafte und Durchfall vorbeugende Kindernahrung. | Nähre mit,. Knorr“7\ Ich rauche gern meine Meise Haöali und am Stammtisch muß eine Zigarre nach der andern dran glauben. Wenn ich nur nicht andern Tags so verschleimt wäre! 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Im 11 ——- ------- ;; Hotel-Restaurant :: :: :: :: :: I „Zum Einhorn66 Unseren oft und treu bewährten Schwestern Dank und Anerkennung für ihre aufopfernde Tätigkeit zollend, ist ein Komitee, durch eine grosse Zahl von den gleichen Gefühlen Beseelter unterstützt, zusammengetreten, um den Grundstock zu einem der persönlichen Pflege der Schwestern dienenden Fonds zu schallen. , . In allen Kreisen der Stadt hat der Gedanke, eine solche Dankespflicht zu erfüllen, freudigen Widerhall gefunden. Wir laden deshalb zu recht zahlreicher Beteilig- •*&A***$*A***A****£**^ Mllätigtt-Fesl! J Grüns Hering© 5 Stiirf 10 Pfg. Z Frische Bratfische per Pfund 15 Pfg. q- Echte ♦ Kieler VoS^Bücklinge 3 Stück 20 Pfg.» per Kiste, 32 Stück, Mk. 1.75. ♦ Bismarckhermge, Rollmops 1 Liter Dosc Mk. 2.-, 3 Stück 20 Pfg. X Russische Sardinen i. Pickles per 9 Psd. Fair 1.65 Mk., lose per Pfund 50 Pfg. t Gebrüder Berdusc Steins Garten Miltagslisch 6644 in und äusser Abonnement. WMiMüWv empftehlt ä Psd. 80 Pfg. 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