lÜfesz, |l—-School l| 7 f-chuletr. 10 i V6b Einzel- Unterricht, Tag- bendk)., Grammatik, ratur, Konversal, skorr.,Nachhilfest in ich,Franz, pracb., durch Lehrer tion. Mässige Preise h Probest gratis o. dlichkeit Prosp frei 5 're. 19|’«rnm, i,d'e»^5k "Gebote M;. ii Äjüün "Mrs 881 fclftl 'km wird gut u. Wo luJobauua FM- Ludimgstrave 1 Mädchen -»> ULLZ äu« 6"Äben °> st £*•h ihlttiHÄ auch geteilt u.evem ■Beit. M & Co., West-AnUi 11. 2. August staitßn ugeu iDtistungsieste verwehr Grünbng -M AM Bewerber woL ' [ü »as ^ominanh Nr. 170 Etwas von der Erbschaftssteuer. Die Besteuerung deS Ehegatten ivie der Abkömmlinge ist germanischen, romanischen und slawischen Staaten keineswegs fremd. Prioatdozent Dr. Ncubecker-Berlin stellt in der Deutschen Juristenzeitung einige Erbsteuerbestimmungen in England, Schweden, Norwegen, Dänemark, Island, Frankreich und Rußland zusammen. Danach geht in England die Stufenfolge von 1 v. H. für Abkömmlinge und Vorfahren, bis 10 v. H. für entfernte Verwandte und Blutsfremde; in Schweden zahlen Ehegatten und Abkömmlinge je nach der Höhe der Erbschaft zwischen 0,50 Prozent und 1,50 Prozent, Eltern und Geschwister 0,50 bis 3 Prozent, andere Personen 0,50 bis 6 Prozent; in Norwegen geht die Skala bis 10 Prozent; in Dänemark zahlen Ehegatten, Abkömmlinge und Eltern 1 Prozent, Geschwister und deren Abkömmlinge 4 Prozent, andere Personen 7 Prozent; in Island plant man, die Skala bis auf 12 Prozent hinaufzuführen; in Frankreich zahlen Abkömmlinge nach der Höhe der Erbsumme 1 Prozent bis 5 Prozent, Ehegatten zahlen 3,75 bis 9 Prozent, der Höchstbetrag bei Blutsfremden ist hier 20,50 Prozent. Das verhinderte russische Duell. Der ruf). General Gall ist der Person des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch für besondere Dienstleistungen zugeteilt. Er spielt im englischen Klub: man ertappt ihn als Falschmünzer und wirft ihn hinaus. Gall geht tzum Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch und gibt diesem eine Darstellung des Vorganges, wie sie ihm gut dünkt. Dem Großfürsten, der sich beim General Arapow, einem der Seniorenmitglieder des Klubs, über den Vorgang erkundigen läßt, wird erwidert, daß die Statuten der Vereinigung jede Mitteilung an außenstehende Personen verbieten, und, daß nur auf den Befehl des Zaren eine Klarstellung erfolgen könne. Ter Großfürst befiehlt darauf dem General Gall, jenen Offizier, der ihn im Klub als Falschspieler entlarvt hat, zu fordern. Die Forderung wird l)em Offizier Biskoupskij überbracht, der zunächst die Angelegenheit dem Reglinentsgericht unterbreitet. Das tritt unter dem Obersten Krassowskij zusammen und entscheidet, daß das Duell erst nach gerichtlichem Austrag der Angelegenheit stattfinden dürfe. Da der Großfürst Nikolai 'Nikolajewitsch zugleich Oberstlomma-ndierender ist, so läßt er den Oberst Krassowskij wegen des Spruches, den das Rcgimcnts- gericht unter seinem Vorsitz gefällt hat, aus zwei Wochen tu Arrest setzen, und nunmehr nimmt diese Skandal- geschichte eine dramatische Wendung. Dem Zaren wird der ganze Vorgang in geeigneter Weife mttgeteilt, und ohne den Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch zu benachrichtigen, läßt er den Obersten Krassowskij wiederum in Freiheit setzen. Mcolai Nikolajewitsch hat darauf nichts Eiligeres zu tun, als wutentbrannt abzureisen. Dieser Vorgang, und er ist nur einer von vielen, dürfte bezeichnend genug sein für die Zustände in der Armee; aber Ter Festplatz ein See. Plötzlicher Wctterumschlag hat die allgemeine Begeisterung ein wenig beeinträchtigt. Der Aufenthalt auf dein Festplatze heute war kaum möglich, denn er war in einen See über Nacht verwandelt worden. Die Turner, die schon in aller Herrgottsfrühe zum Kampfe anzutreten hatten, machten gute Miene zum bösen Wetterspiel, und besonders die Ausländer sorgten für drastische Komik und ulkige fremdsprachliche Unterhaltung. Mit einem donnernden „Gut .Heil", das allen Turnern sicher aus dem Innersten kam, wurde die Feuerwehr, das Mädchen für dies, begrüßt, als sie sich mit der Mesendampsspritze anschickte, aus dem See wieder den Festplatz zu machen. Tie Turner griffen- wo es ging, wacker mit zu, so daß die Kämpfe, wenn auch mit geringer Verspätung, doch bald beginnen konnten. Leider fehlte am Vormittage das Publikum fast vollständig. Tie Turner ließen sich jedoch den Mut nicht nehmen und erzielten Resultat', die bisher noch selten bei Turnfesten zu verzeichnen waren. ;}u Mittag meinte es endlich die Sonne wieder gut, so daß eine erneute Völkerwanderung nach dem Festplatze begann. Tie Darbietungen der AlterSriegen, in denen man gar viele mit schneeigem Haar sah, sanden geradezu enthusiastische Ausnahme. Von der Beleuchtung. Die Beleuchtung des Festplatzes wre der Riesenhalle ist einzig in ihrer Art. Es brennen auf dem Platze zwei Riesenbogen- lampen, die eine Kerzenstärke von 30 000 Kerzen haben. Solche Riesenlampen sind bisher noch niemals — nicht einmal bei den beiden größten Weltausstellungen — installiert worden. Rechnet man alle Kerzenstärken der sämtlichen Lampen, die auf, vor dein Festplatze und in der Halle brennen, zusammen, so dürfte eine Gesamtkerzenstärke von einer Million herauskommen, denn man muß z. B. wissen, daß in der Festhalle allein am inneren Kranz 20 Effektbogenlampen brennen, von denen jede allein eine 7000 kerzige Leuchtkraft hat; so wird allein der mittlere Kuppelbau von 140000 Kerzen tatsächlich in ein Meer von Licht getaucht. ES brennen weiter allein in der Halle 72 Sparbogenlampen, 1500 Glühlampen, 1400 an den Brüstungen. Man greift nicht zu hoch, wenn matt insgesamt die Festbeleuchtung in Frankfurt und auf dem Festplatze mit einer Milliarde Kerzenstärke annimmt. Kommers des akademischen Turnetbundes. Im Zusammenhang mit dem XI. Deutschen Turnfest feierte der Akademische Turnbund (Verband der nichtsarbentragenden Turnvereine auf deutschen Hochschulen) sein 25jähriges Bestehen durch einen Festkommers im großen Saale des Kaufmännischen Vereins, wozu die Mitglieder und Alten Herren des Bundes zahl reich erschienen waren. Die Leitung des Kommerses lag' m den Händen des Bundesvorsitzenden Richard Wobbeling (A. T.-B. Marburg,. Als Ehrengäste waren u. a. erschienen: General von Chappuis, Prof. Dr, Freund, Rektor der Akademie für Sozial- Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e=^5L Redaktion: Iv. Tel.-Adr^AnzeigerGießen. Deutsches Reich. Don der NordlandSsahrt des Kaisers. Die „Hohenzollern" ging gestern früh um 7'/, Uhr nach Uebernahine deS vierten Kuners in See und traf nach guter Fahrt abends um 10'/, Uhr in Molde ein. Während der Fahrt hörte der Kaiser Vorträge und arbeitete allein. Das Wetter war kalt und regnensch. Deutschland und die Brüsseler Ausstellung. Wie verlautet beabsichtigt die deutsche Reichsregierung für die Beschickung der Brüsseler Weltausstellung im Jahre 1910 durch deutsche Firmen eine Beihilfe von einer Million Mark zu gewähren. Als ein Zeichen versöhnlicher Regierungspolitik in der Nordmark wird es betrachtet, daß im Streife Tondern die letzte kommissarische Amtsverwaltung ausgehoben und gemäß dem Prinzip der Selbstverwaltung durch ihren Amtsvorsteher ersetzt wird. Der im 77. Lebensjahre stehende Erzbischof von M ü n ch e n - F re i s i n g Dr. von Stein wird wegen seines vorgerückten Alters einen Weihbischof erhalten, was in Bayern bisher ungebräuchlich war. Heer und Llotte. Bau einer Luftflotte. Seit den Erfolgen des Zeppelinschen Luftschiffes sowie des Militär-Ballons tauchen immer wieder Gerüchte auf, als hätten die Pläne zur Beschaffung einer Luftflotte bereits feste Gestalt angenommen. Letztere soll nach einem auswärtigen Blatte noch in diesem Jahre auf die Zahl von 12 Luftschiffen gebracht werden, auch habe man die Frage der Armierung bereits praktisch in Angriff genommen. Der „L. - A." betont demgegenüber wiederholt, daß die ganze Angelegenheit noch nicht über die bekannten, zumeist ja bestens geglückten Versuche hinausgekommen ist. Die Militärbehörde hat, wie bestätigt wird, noch keine weitere Entscheidung getroffen und kann sie auch vorläufig nicht treffen. Rinnen »reuw" .»»Äi iit bitten um awp;. oben mJuaAM y/j M SSfefÄ nTuchroLWstr. Ausland. Tas österreichische Herrenhaus nahm die Vorlage betreffend die Erhöhung des Landwehrrekrutcnkontingents, sowie die Vorlage bctrcifcnb die Entschädigung der F-amilienmitglieder der zu einer Wasfenübung cinberufcncn Reservisten, an. Im Laufe der Teballe betonte Fürst Schönburg, im engsten Zusammenhang mit der militärischen Frage stehe die Bündnis- frage, denn das Bündnis mit dem Deutschen Reiche sei im wesentlichen ein militärisches Bündnis. .Er hege felsenfestes Vertrauen zu der Bu;idestreue beider Staaten. Er sehe die Armee Oesterreich-Ungarns mit der Armee des deutschen Reiches lieber verbündet als mit sämtlichen Armeen des Kontingents. (Lebhafter Beifall.) Nach Erledigung mehrerer kleiner Vorlagen und der Vornahme von Delegationswahlen wurde die Sitzung geschlossen. Ter gemeinsame F i n a n z m i n i ste r Oesterreich- Ungarns, Baron Burian, der auf Urlaub gegangen ist, wird nach Meldungen der Montagszeitungen nicht auf seinen Posten zurückkehren. Die Entscheidung sei während^ deS letzten Besuchs des Thronfolgers in Ischl gefallen. Des Thronfolgers Kandidat für den Posten sei Graf Zichh. 1 Deutschland und Frankreich. Freiherr von Mair- teusfel, der Präsident des preußischen Herrenhauses, erklärte dem Korrespondenten des Matin, zwischen Deutschland und Frankreich beständen keine unlöslichen politischen Gegensätze. Er halte die Möglichkeit, daß die mazedonische Frage zwischen beiden Ländern Schwierigkeiten schaffen könne, für ausgeschlossen. Deutschland gedenke eine abwartende Haltung zu bewahren und werde gern allen Vorschlägen zustimmen, die der Aufrechterhaltung des Friedens dienen. Tie Reisen des Kvisers und des Reichskanzlers bewiesen, daß die deutsche Regierung gegenwärtig keine Störung des Weltfriedens befürchte. Eine private Abstimmung über das Frauen- wahlrecht. Daily Expreß veröffentlicht das Ergebnis einer Abstimmung seiner Leser über die Frage des Frauen-Wahlrechts. Tie männlichen Leser haben mit 20000 Stimmen Mehrheit sich gegen das Frauenstimmrecht ausgesprochen. Auch auf Seiten der Frauen selbst sind über 3000 Stimmen gegen das Wahlrecht der Frauen abgegeben worden. Revolutionäre Propaganda unter den russ. Soldaten. Aus^Vcoskau wird gemeldet, daß man unter den Truppen des bärtigen Militärbezirks eine gcfährlicherevo- lutionäre Propaganda entdeckt hat. Es waren Schriften verbreitet, die rein revolutionären Inhalts sind und folgenden unschuldigen Titel trugen: „Heber Militärdienst, Eid und Disziplin" ; darunter befand sich der Zusatz: „Begutachtet vom Hauptstabe, vom Kvmmandenr des sibirischen Regiments, zur Verbreitung unter den Soldaten empfohlen." Dieses zersetzende Gift ist seit längerer Zeit in zahllosen Exemplaren unter den Soldaten des Moskauer Militärbezirks verbreitet. DerneueFinnländischeLandtag wird am 1. August eröffnet werden. Tie jungtürkischen DrohakteundAttentate im Bereiche des dritten Korps in Saloniki dauern fort. In den letzten Tagen wurde der Oberstleutnant-Nazim in Saloniki verwundet, ein Kavallerieoberstleutnant in Serres und der Mutessaris von Tibre wurden ermordet. Nach Meldungen der Londoner Abendblätter aus Saloniki griffen vier junge türkische Offiziere, die zur Besatzung von Seres gehören, ihren Oberstenanundtöteten ihn nach l-artnäckigem Kämpfe, in dessen Verlauf auch die Aw- greiser schwer verwundet wurden. Ter Oberst tourde später mit 32 Wunden aufgefunden. Die Mörder sind entkommen. Sie gehören sämtlich der jungtürrischen Partei an. Der politifdje Charakter des Verbrechens ist zweifellos. I n d e m spanischen Guineagebiet, südlich von Kämerun, soll es laut Blättermeldungen zu Unruhen gekommen sein, die den Gouverneur von Fernando, Pao, veranlaßten, sich dorthin zu begeben, um nach dem Rechten zu sehen. Er soll dabei angeblich in einen Hinterhalt gefallen und verwundet tovrden fein. Krieg in Mittelamerika. Der „Köln. Ztg." wird aus Newyork gemeldet: Die Regierung Guatemalas hat dem hiesigen Staatsdepartement mitgeteilt, daß zivischen Nrcarayua und Honduras der Ausbruch eines Krieges bevorstände, da Nicaragua den Aufständischen von Honduras in der Verletzung der Verträge Beistand geleistet habe. A u f Haiti wird eine Revolution befürchtet. Amerikanische, englische und französische Kriegsschiffe sind Port emge- t rossen. politische Tagesschau. Keine Monarchenzusammenkunst im Taunus. Wie aus bester Quelle verlautet, ist es ausgeschlossen, duß in diesem Jahre eine Zusammenkunft zwischen Kaiser Wilhelm und König Eduard im Taunus ftattfinbet. Das Gerücht, daß eine solche Möglichkeit bestände, ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß im August in Homburg v. d. H. ein Denkmal für die Landgräsin Elisabeth von Hessen-Homburg enthüllt wird. Zu diesem Denkmal hat neben Kaiser Wilhelm auch König Eduard einen erheblichen Teil der Kosten geschenkt. Es lag nun die Annahme nahe, daß König Eduard zur Enthüllung kommen werde, zumal er Mitte August nach Marienbad reift. Neuerdings ist jedoch angeordnet worden, daß sich die Einweihung des Denkmals in Homburg in sehr einfachen Formen vollziehen soll, es ist also ausgeschlossen, daß König Eduard anwesend fein wird. Bezüglich des Zeitpunktes für die Enthüllung ist bestimmt, daß sie nicht vor dem 20. August stattfinden soll. Nach diesem Termin wird der Kaiser auf einige Tage zu Besuch bei seiner Schwester, der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, in Cronberg eintreffen und in Schloß Friedrichs- hof Wohnung nehmen. Von hier aus wird er nach Homburg zur Denkmalsweihe fahren. Bisher hat König Eduard, wie mit Bestimmtheit feststeht, noch keinerlei Nachricht an den Berliner Hof gelangen lassen, wonach er einen Besuch in Cronberg oder in Milhelmshöhe beabsichtige. Man darf deshalb sagen, daß die diesbezüglichen bisherigen Meldungen nur auf unbestätigten Gerüchten basierten. eine neue Anweisung über das praktische Jahr der Mediziner ist jetzt vom preußischen Kultusminister erlassen worden. Sie beruht auf den Vereinbarungen zwischen den beteiligten Bundesregierungen. Die Beschäftigung kann an einer Universitätsklinik, an einer Universitätspoliklinik, an einem besonders ermächtigten Krankenhause, an einem medizinischen nichtklinischen Universitätsinstitute, an einem dazu besonders ermächtigten, selbständigen, medizinisch-wissenschaftlichen Institute und an den zu den Akademien für praktische Medizin vereinigten Krankenanstalten und wissenschaftlichen Instituten erfolgen. An nichtklinischen Anstalten darf die Beschäftigung nur sechs, höchstens acht Monate dauern. Außerhalb des Reiches können Beschäftigungen bis zu sechs Monaten angerechnet werden. Mindestens ein Drittel der Zeit ist der Behandlung von inneren Krankheiten zu widmen. Es muß dies aber an allgemeinen Krankenanstalten geschehen, denen ein reiches Material an inneren Kranken zur Verfügung steht, nicht an Irrenanstalten, Lungenheilstätten und sonstigen Spezialkranlenanstalten. Das praktische Jahr soll sich möglichst an die Prüfung anschließen. Die Uebertragung einer Hilfsarztstelle an den Kandidaten ist nicht zulässig, er soll aber voll beschäftigt werden. Das Jahr ist in der Regel ohne Unterbrechung zu erledigen. Der Kandidat soll mindestens zwei öffentlichen Jmpfungs- und ebenso vielen Wiederimpfungsterminen einschließlich der Nachschautermine beiwohnen. er ist aud) bezeichnend für den Zaren. Der Höchstkomman- dierende in Petersburg muß es sich gefallen lassen, daß ein von ihm erteilter Befehl vom Zaren aufgehooen wird. Inzwischen ist — der Außenwelt gegenüber zum wenigsten — eine Aussöhnung zwischen dem Za ren und dem Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch herbeigeführt worden. XL deutsches Turnfest. (Lriginal-Bcricht c--> ^icLer-er r.n.-.eigers.) eh. Frankfurt a. M., 21. Juli. III. Der Festdienstag. Auch der heutige 4. Turnsesttag war hauptsächlich dem Turnei: gewidmet. Ter Zudrang des sciaulufttgen Publikums war heute besonders groß, waren doch beim E i n z e l w e t t u r n e n die Mittelrbeiner beteiligt und zwar in besonders stattlicher Anzahl; außer ihnen turnten die Kreise 'Jcorboften (Ost- und Westpreußen, Bromberg, Schlesien, Pommern, Provinz Sachsen, Niederweier und Ems (Oldenburg, Bremen und Friesland', Oberweser (rundliches Knrhefsen), Oberrhein (Baden, Pfalz nnd^ Elsaß-Lothringen, Königreich Sachsen, ferner die akcchemischen Turnvereine — die leider in Gießen zurzeit keinen Verein besitzen, und die ausländischer: Turner, die an dem Feste mit gleichen Rechter: und Pflichten wie die reichsländischen Turner icilnehmen. Neben zahlreichem jungen Nack-wuchs iah man manchen alten Wettkämpfer, dabei solche, die zwei oder drei deutsche Turn preise im Besitz Haber:. Gar manchem wird das Wetturnen nicht den erhofften Erfolg bringen, beim die Hebungen sind schwer und die Kampsrichter nehmen es ernst mit ihrem Amt. Für den zuschauenixn. Laien war allerdings nur gutes zu sehen, Denn die Turner, die sonst oft mir mitturnen, um sagen zu rönnen, sie feien auch dabei gewesen, fehlten diesmal, da man sie schon vor dem Fest als Wettkämpfer ansgemerzt hatte. Immerhin waren etwa 700 Turner angetreten. Neben dem Wettunter: gab cs Vor- und Nachmittags wiederum Wettspiele und um 7> .> Uhr fand das Turnen der Kreist feine Fortsetzung. Es wurde bis zum Mittag zu Ende geführt und bot in der Hauptsache das gleiche Bild wie am Tage vorher. Beteiligt waren die Kreise Brandenburg mit 740 Turnern, 'Norden (Schleswig-Holstein, Hamburg, Lübect und Mecklenburg, mit 664 Turnern, Hannover-Braunschweig mit 258 Turnern, Westfalen mit 636 Turneri:, Rheinland (Niederrhein- mit 1081 Turnern, Schlvaber: mit 733 Turnern, Bayern mit 1000 Turnern, Th Irringen mit 1296 Turnern und Teutsch-Oest rreich mit -118 Turnern. Der Festnachmittag brachte noch einige interessante besondere Veranstaltungen. So das Turnen des a l"a o e m i i ch en Turnerbundes, der mit 70 Teilnehmern eine Säbelvorführung zeigte und bann in 10 Musterriegen sein turnerisches Können sehen ließ. Dann turnten unter Leitung von Turninspektor S ch m nck - Darmstadt die Altersriegen „A11 - Deu t s ch l a n d" in drei nach dem Alter getrennten Abteilungen. Tas Alter der zahlreichen Teilnehmer bewegte sich zwischen 40 und 77 Jahren und man sah bei den alten Herr ei: noch Leistungen, die sich in der Tat sehen lassen konnten und mit denen auch jüngere Turner Ehre gemacht hätten. Sie zeigten Hantelübungen, Reck- und Pferdübungen, Spiele, Schmilaus über 100 Meter und Schn.'li- marsch über 1 Kilometer. Aktive Turner verschiedener Vereine maßen ihre Kräfte im. Eilbotenlauf und im Tauziehen, kurz, es gab wiederum eit: sehr abwechslungsreiches und vielseitiges turnerisches Programm, das in seiner Gesamtheit erkennen ließ, daß das deutsche Turnen an Vielseitigkeit und Zweckmäßigkeit alle anderen Systeme von Leibesübungen übertrifft. Die von mehreren Zeitungen mitgeteilten Siegerresultate bei den turnerischen Wettkämpfen stimmen nicht. Der Berechnungsausschuß hält alles streng geheim bis zur Preisverteilung, die in feierlicher Form am Mittwoch abend vor sich gehen wird und zugleich den Schluß des Festes bildet. Offiziell bekannt sind bis jetzt nur die Resultate der Wettspiele am Montag, die den Mittelrheinern schöne Erfolge gebracht haben. Siege hatten von ihnen u. a. zu verzeichnen: Tgm. Darmstadt 2, Tv. Saarbrücken, Mtv. Saarbrücken, Tgm. Hanau, Tv. Homburg v. d. H. 3, Ak. Tv. Alemannia Darmstadt, Tv. Vorwärts Bockenheim, Tv. Frankfurt, Tv. Offenbach, Tgm. Bockenheim, Tgs. Niederrad, Tgm. Damm, Tv. Groß-Gerau und Tgm. Bornheim. Die Frankfurter zeigen eine unverminderte Festfreudigkeit. Trotzdem ihnen die Halle auch heute wieder verschlossen war, hat die Besucherzahl sich nicht vermindert. Die Halle gehörte auch heute wieder den Turnern, die sich dort an den lebenden Bildern und anderen turnerischen Vorführungen erfreuten. Auch auf dem Festplatz fanden noch turnerische Aufführungen statt, darunter als Hauptglanznummcr ein Kürturnen von über 30 Jahren alten Turnern. tteiberiu nimmt noi 160631 Schützens^ iüWti [jrcib. u. v. B. 80 Wetzlar. IsL i Contentia. ig dea 26. Juli im-AuWg uf dieBadellburg. Ubr. willkommen. Ter Borstand. 'Verein Zweites Blatt 158. Jahrgang Mittwoch ÄS. Juli 1908 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. ? AX AM äa . Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen ------ . . B WTOBä Oär O Z Unwersitäts-Buch. und Steindruckerei. ,.*Ufiener $amlllenbiatter" werden dem KD k' kW 8^ 8 R. Lange. Gießen. ^Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das El U B es, ÄL ffl B, M ra wLE JL „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zwcnnal ÄF HM V wöchentlich. Die „Landwirifchastlichen Zeit- * av • zid> n T urnen chast, der iitfj jchr aner kennend über d'd turnerischen Lertzungen ep sprach. Tie Rettungswache aus dem Festplad trat in etwa 100 ?7 ällen in längten Rur zwei waren ernster Natur. Irin Turncr kam de» eener Hebung zu Fall und erlitt eine 0>e» dirncrichütterungl ein anderer verrenkte sich daS Du •inte Hand, (tr wurde in das städtische Krankenhaus gebracht. • V B Frankfurt, 22. Juli. Trahtnachricht Um 6 Uhr früh begänne» beute Bonübrungcn im hechten, Schwimmen und Ringen Western stürzte der amerikanische Türner Howard Henning- vom Turnveretn Vorwärts in Lleoeland und zog sich eine zehnenoerleyung zu Ter akademische Turnbund unternahm heute rinnt AuS'lug zum Niederwalddenkmal. 2lu» Stadt und Land. Wietzen, 22. Juli 1908. * Bom Grotzhcrzoglichen Hosc. Zn Jagd- skylotz LolfSgarten war am Montag (^oßfürft Dla- Dimtr von Rußland mit befolge, der zurzeit in Homburg ü. d. H. zur Kur weilt, cingctrcffcn und »lahm ebenso idic Öder st Freiherr v. Heyl unb Gemahlin aus Tarmstadt an der Familnntafel teil. Es waren 15 tHebecfc aufgelegt. •• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Johs. Bo nm zu GmLheim eine Lehrerstelle on ber wememdrschule zu Groß-Rohrheim, und den Lehrer Ludw. Werner zu Trebur die Lehrerstelle an der Gemcmdeschule zu Grein. •* Gcdächtn lötag der RegiernngSrat May'schcu Stiftung. Am 25. Juli deS Zähre» 1808 verstarb in Darmstadt RegierungSrat Georg Ludwig 2)lai). Bei der hundertjährigen Wiederkehr seines Sterbetages fet in pietätvoller Weise aus eine hochherzige Stiftung hingcwiesen, die der humane Regiernngöbeamtc vornehmlich den PolkSschul- lehrern zugcwiesen hat. Laut Testament vermachte May sein Vermögen im Betrage von 160000 Marl nach heutiger Wahrung den AolkSschullchrern bei ehemaligen Diözesen Tarmstadt, Dornberg, Kelsterbach, Lichtenberg, Rüsselsheim, Zwingenberg und Schaafheim. Die Verteilung der Zinsen soll alljährlich am ZakobStage (25. Juli) erfolgen. Wenn auch in früheren Zeiten das zu uciteilenöc JahreSlcgat den Bezugsberechtigten eine erkleckliche Rebeneinnahme sicherte, so ist die Zuwendung durch die stetige Vermehrung der Schul- stellen der an der Stiftung partizipierenden Gemeinden so zusammengeschnimpft, datz auf die Einzelperson zurzeit etwa 6 Mark kommen. Immerhin wird aber bei den an dein Legat beteiligten Lehrern der hundertste ÄedächtniStag der hochherzigen Stiftung nicht ohne entsprechende Feierlichkeit oorübergehen. * Stu r t über Familienforschung und Ber vrbungstehrü. Unserer vor kurzem über den Kurs ge brachten Notiz können wir noch zur Erläuterung folgendes mit den wichtigsten Tatsachen bei Vererbungslehre unter Berücksichtigung der Ergebnisse moderner Naturwissenschaft lichei Forschung sonne der genealogischen Untersuchungen vertraut zu machen. Ter Aufruf zur Teilnahme wendet sich an alle, welche die Bedeutung bei angeborenen Anlage, der Abstammung und der Familie kennen zu lernen ober ihre Kenntnisse aus diesem Gebiete zu erweitern wünschen. Dahn» sind also Aerzte, Lehrer, speziell solch, an Idioten- anftaltcn, Hilfsschulen, ferner Juristen, welci-e mit dem Strafrecht und den» Str isv oder Pädagogen, die in Erziehungsanstalten arbeiten, usw. zu rechnen. Auch Interessenten au> dem Kreise ber Stu bicrcnden können teilnehmen Außet Het € o m mer, dem do und der selbst vortragen wird über bic Themata: Tic angeborene Anlage int icbictc der Norrnalpsuchologic, Tc- gencralion, Regeneration und natürlicher Adel, sprechen noch die Herren Professor M artin (Entwicklung und Züch- tung von Tierarten',» Hanse n Variation, Ber erbllng und Arteubildung bei den Pflanzen, Professor Strahl (Bau der i!eschleck.t>.<.eilen, Befruchtung und erste Entwicklung und Proseiior Tann e m a n n ^erbliche Belastung, Betastung und Prophnlaxe, die angeborene An läge mib ihre Bedeutung für die Kriminalität Sodann "cii Iv. meFüll von Bit einige wichtige M'pitel b»r gcuc.Uogisck)cn Forschung behau deln. Der Kur verspricht nm so interessantcr zu tverden, da die Zen tral st e l lc s ü r d e u t s che $■ a m i 11 e n « n n o Person enges chichtc m Leipzig bei Gelegenheit dieser eigenartigen Veranstaltung das bi reit» lange gehegte Bestreben, mit Vertretern der medizinisch und naturwissen schastltch-gen logischen Forschung ein L inocr nehmen über eine gemeinsame Lrgannation ber weiteren Arbeit zu finden, zur Ausführung zu bringen gedenkt. ES fehlte der gciica- logische:: Forschung bisher cm von einheitlichen Gesichtspunkten gesammelte Stammtafel- und Ahneniafelmalcrial, daö nicht weiter entbehrt werden kann, will man so manches Tunket ber genealo ischen Fvr-chung lichten Damit verliert der Kure- den Eharakter einer rein lokalen Veranstal- inng und wird zum .' r.-gan,,. punkt einer Verstaiidiaung über eine wünschenswerte Aeubelebung der genealogischen Wissenschaft. Tic Vorträge beginnen am V'ontag den -t. Aug., 0 Uhr früh, im Horsaal der psychiatrischen Klinik. Ain Donnerstag nachmittag findet eine Sch'.unbesprcchiing über die Organisation ber naturwissenschaftlich-genealogischen Forschung statt. Zahlreiche Anmeldungen liegen bereits vor. Nach dem uns zugegangenen Programm erteilt über alle Einzelheiten Herr Piosesior Daune m a n n als Schrift führcr des Kurses gern Auskunft. • • Berufsjubiläum. Der Prokurist der Firma Gg. Hcmr. Schirmer, Herr Louis Wolff, feiert morgen das Znbiläum seiner 25|ät)ngcn Tätigkeit in diesem Hause. • • .'t b onitein ent» - Konzert. Dir verweisen an diejer Stelle nochmal» auf da» heutige Konzert ui ©lern» Garten hm. • • Verband bet landwirtschaftlichen Ge - nossenschaften. ©enem wurde in Frankfurt a. TL b< General oen'amrnlung deS Verbands der landwirt'chan» lichen Genofienschaftcn für den Regierungsbezirk Kastel, das Fürnentuni Waldeck und den Landger chtSdczirk Frankmrt unb bet ZentralgenostenschaftSkafie abgehalten. AuS bem ^ahre---- bericht ift zu entnehmen, baß der Verband 97 OenofKn- schäften umfaßt und emm Umsatz oon 32 Millionen erzic.te. Er hat em Vermögen von 1183000 D!k. Tie 6b Rrtbit* G.-noffcnschaften des Verbandes hatten S'/, Millwnen Einlagen, die Rückzahlungen betrugen 17 Proz. mehr als uu Bociahre. — Die 20 Molkerei - Genostenfchaften deS Verbandes erzielten 119 000 Mk. Nettogewinn unb verarbeiteten 22 Millionen Liter Milch zu 775 OüO Kilo Butter. • • Jet Alice* Frauenoetein für Äran- kenpflegc in dem G r o tz h e t z o g t u m Hessen zählt mit seinen drei Abteilungen (für Wagenpflege, für Pflegkinder» Nederwachung und .Fre.wlll'.ger Er- ziehnngSbeirat') in Tarmstadt und 18 Zweigvereinen 4100 Mitglieder unb verfugt zurzeit über 139 Kranken- Pflegerinnen, bie innerhalb des Großherzogtums zur AuS- Übung der Krankenpflege auf 25 Stationen (11 Anstalten und 14 Gemeinden) verteilt sind. Dem Hauptoerem : Hörnsheim, 20. Fnli. iKnegerv erbanbS- s e st.) Am Sonntag feierte Inet ber Krtegerverbanb „Hüttenberg' sein biesjähriges BerbandSfest. Es nahmen baran bic Vereine an» bem Verband „Hüttenberg', unb außerbem noch aus bem „Hassia - Verband' die Knegervcreme AUendorf a. d. Lahn, Großen-Llnbcn unb LanggönS teil. Um 2 Uhr bewegte sich ber stattliche Festzug buid) bie Straßen unseres Ortes. Hierauf hielt auf bem Festplatze VerbandSvorsitzenber Schmidt aus Groß-Rechtenbach eine kernige Ansprache, worin er besonders die Fugend ermahnte, da» m Ehren und Ansehen zu erhalten und zu fördern, »vaS bie Väter mit großer Mühe erworben. Tann trug ber hiesige Gesangverein ein kraftvolle» patriotische» Lieb vor, unb auch ber Turnverein verschönte bic Feier bnrch seine Vorführungen. Bad-Nauheim, 21. Juli. Tic Mitteilung von dem Ableben des russischen Admirals Rösch- djestwenSky bestätigt sich nicht. Die unrichtige Meldung »st darauf zuruckzufuhren, oatz üt Bad-Naut)liiu ein russi- scher Kurgast mit einem ähnlich llrngeudeu Namen geworben ist. — Einweisung der russischen Kirche. Heute wurde bie russische Kirche vom Bischof Wladimir von Eronstabt, Probst Malzew-Berlin. den obersten Geistlichen der russischen Gemeinden in Deutschlano und Probst Frankfurt« Wiesbaden und Tarmstadt cinge weiht. — Jad Salzhausen, 20. Fuli. Sestern nachmittag farambolierte eine Halbchaise in der bie Frau unb Ämbcr be5 Eroßh. BabckommisiärS nebst einer Vcnvandlcn lagen, bei der 'M- ßner schen W-M-haft in Nidda nut einem Holz, fuhrwerk. Ter Wagen ichlua um unb begrub bie Zusätzen unter sich. Sämtliche Zusätzen trugen leichte äußere Verletzungen davon. , . . ,, S Rieder-Seemen. 2>'. ^ulr. Unglucksta 1 l. Gestern fiel ein 19 jähriger Bursche oon einem Kirschbaum und brach ba-5 Rückgrat. . , . x Skibda, 21. Znlr. Infolge der feuchten Witterung stehen bie Feldgrwäch'e äußerst üppig; bie Karloffeln, für bie man schon sehr fürchtete, berechtigen zu ben schönsten Hoffnungen, bie Futiergewächfc haben sich von der Trocknung wieder erholt unb versprechen reiche Ernte. Ta- Obst nimmt zusehenb» zn, b:e Ernte der Halmfrüchte, welche 'chon begonnen hat, wirb bnrch ben Regen etwas verzögert. Darmstadt, 20. Juli. Eine Krankenkasse für die Angestellten ber Mitglieber beß Gasiwirte- oereinö Darmstadt wurde gegründet und durch die vorgesetzten Behörden genehmigt. Zn der heutigen General- Versammlung wurden der Vorstand und bic Revisoren gewählt. Den Vorsitz hat Stabtvcrord. K. Ph. Müller, ber Präsident de» Tarmstabter GastwirteveremS. — Eine Fachgewerbe- Ausstellung für Hotel- unb Wirtfchaftswesen roirb >wch Befchlnß bc5 öaftwirtcDcremS Danustabt mit bem im Fahre 190J bahicr flatifinbenben Bundestag deutscher Gastwirte verbunben werden. Ter Ausstellung» - Haupt- oorstanb würbe heute gewählt und cm vorläufiger Garantie- fonbB gezeichnet. vb. Tarmstadt, 21. Juli Ter Großhcrzog hat sein Erscheinen bei der am kommenden Tonncrstag statt- findenden scierlichen Uebergabc der envcitcrungdbautcn der Technischen Hochschule mit G.folge zugesagt. Zahlreiche Rektoren unb Professoren auswärtiger Hockischuleu, sowie etne Reihe Industrieller werden zu der yticr erschci- neu. Am Vorabeud ist zwanglose Begrüßung im Äusstel- lungSrcstaurant, am Donnerstag 11 11 br Festakt im neuen Kunstsaale der Hochschule. Daran schließt sich ein Ruudgaug durch bie Gebäude und große Auffahrt dar Studierenden. Mittags 2 Uhr ist Festmahl im Saalbau und abends großer Festlornrners der Studentenschaft im Orpheum. — Tie (jept seitens des Rcltorats aufgelöste?) Berliner Freie Stube ntenfchaft wird im September auf einer größeren F^rienreise Tarmstadt besuchen und die Ausstellung, da» neue Museum, das Schloß, die Keramische Landes-Manu- saktur, die Großh. Privatsammluugen uud die Merck/iche Arbeiterlolonie besichtigen. — Ein frecher Raub-An- fall wurde gestern in der Täubchcshöhle, einem Wald- distrikt bei Aryeilgen, durch den 17 Jahre alten vorbestraften Taglöhuer Vogel, einen richtigen Taugenichts, begangen. Er überfiel einen jungen Burschen namens Ruh- lanb aus Gräfenhauscn, der mit Himbeersuchen beschäftigt war, und nahm ihn unter Trohungcn den Rock ab unb zog ihm die Stiefel aus, mit denen er sich entfernte. Heute früh gelang es Den Bur scheu hier festzunehmen. Frankfurt a. M., 20. Juli. Verhaftete Eisenbahn d i e b i u. Auf dem Mainzer Bahnhof wurde eine gefährliche Eisenbahndicbiu, Die 22 jährige Zakobine von Bohr aus Sobcrnheim verhaftet. Sie befuhr täglich die Bahnstrecken zwischen Frankfurt — Mainz — Bingen — MD- blenz—Rüdesheim—WiesbaDen-^Tarmstadt und machte Da- bei Herren-Bekanntschaften, die sie bann It. Frks. Gcn.-Anz. im geeigneten Momeul ausraubte. Frankfurt a. M, 21. Juli. In Bockenheim stürzte heute der Heizer Günther von ber Maschine eines it ad) Gießen sayrendeu Giitcrzuges und erlitt mehrere Verletzun gen. H (f)cridUiiaal. K. Wiesbaden. 21. Fnli. lRricg6flcrid)t ber 21. Tivision f Wc-icn Diebstahls und Unteijchl.aguna waren der Feldivebcl Buffe lind der Sergeant Schreiber von ber 6. Kompanie de» Fn- famene-SRcgin e ii-Z 9lr. 80 (Wiesbaden) angeklagt. Duffe hatte zu Weihnachten, ufictit und Pnngsten von den aui Urlaub gehenbei» 'Dlannschafien, welche die 2öhn»ing ivahrcnd de» Urlaubs zurück» erstatten, die Löhnung für sich vcrivandt und auf bem Rapport die Zahl der Urkauder — statt 80 schrieb er 40 — falsch angegeben. Aui diesen Rapporten muhte die Zahl der Urlauber der Zahl der Brotciniüänger eniforechcu. Temgeinaß »vor diese Zahl auch falsch angegeben. Tic uberichießcndeu Broie nahm der joutier der Kompanie, Sergeant Schreiber, an sich und ucitaufte sie. Den Erlös nahm er ad baceuni. Jahrelang trieben die beiden Unteroffiziere diese Schiebungen, bi8 der Unteroffizier Hucke die Sache denunzierte. Sic wurde untersucht, der Feldwebel, der im 12. Fahre diente und dieicn perlst eine Zivitanstcllunq annchmen wollte, ver- haffct. Die Untci'uchumi neftallctc sich schwierig, da jeder Füsilier an» den Jahren 190) und 19u7 gehör» und darüber befragt werden mußte, wie lange §r auf Urlaub gewesen, ivaS er an Löhnung jiiriickerhallen und an Brot cinpianqen hatte. Tie Vernehmung der zahlreichen Zeugen nahm drei Tage in Anspruch. 6ie ergab die Schuld der Angeklagten. Da» Gericht verurteilte Busse zu et ii c m Fahr 0> c f ä « g u t 6 und Degradation, den Sergeanten Schieber zn 7 Wochen Gefängnis. Degradiert war Schreiber bereu* in einer anderen Strafsache. Tressen, 21. Fuli. Das Landgericht verurteilte den Fabrik» direktor von Heyden wegen Herausforderung zu in Z w er- k a in p f zu diti BGnalen und feinen Karlcllträger, den Kan'inamm Dlocker zu einem Tag Festung. Heyden» Gegner war Vauphnamt Becker aus Korlsrubc. Ten Grund zu dem Duell bildeten Familien« angelegenhenen, die später mit der Ehescheidnng Henden» endeten. Theaterleiter und *Jl r t i fi i n n e u. Ter „Berl. 2okal- Anz.' meldet aus PariS: Vor der Slrafkammer de» Polizei- gerichteS begannen die Verhaildlnngen gegen drei Theaterleiter und huif Artistinnen, die von dem Senator Beranger angezeigt worde» waren, weil letztere nach Schluß der Vorstellungen sich nack» zur Dchaii gestellt und getanzt hauen Tie Angeklagten machten den künstlerischen Charakter der Tarbietnngen geltend. ■ ■ ■ * Arbeiterbewegung. Zu Bombay traten gestern früh 1000 Dockarbetter m den Ausstand. Es ranoen keine Ruhestörungen statt, außer daß einige Getreide'waggonS umgcworfen wurden. 2ic 'Polizei trieb die Menge auseinander. Ter Au »stanD bei Der Firma Bro w n Boveri u. E o. tn Mannheim ist nach fechswöchentlicher Dauer beendet. l(ird?c rß«d Schule. — Bremer Fluafchrisicnaa» dem GeisteSkampf der Gegen war l. ^»erauSgegeorn von Fr. Slcubel unb Fr. X-'ictius. veil 2. Golt unc- die Hird)e von Tr Reinhard - »redet. Eoncord»a Ttusickc Benag»-.tnsiali, Hermann Eh- bock in Brrlin W. 30.) Preis geheftet U,UU Mk. — Das Scytistche« . welche ..Ite freie landeLkirchliche Bereinigung Hessens" am Anfang Dc» X ahre» in Frankfurt a. M. veranstaltete Au» philosophische» und bUtttruaxu Suchen betau» gibt dec Berfasfer eine tuize der Gründ,vetn der Kirche in bet Vergangenheit, cwen Ucperbltck über Du der Gcgcmvort bcrvortrciciwca rcUgwjtL ">t ein h “6 di! IM * SuAtz Efr.W SL ”'™Ä* »7?°^>-i- M di, t ” SN», s btu W* SQftSl»‘ftn *"** Wil btn S S9 iiu|H)« 'N-Hi. Sarontit. ^lihcrzog äji» criingsbauten der ,Mge,agt. Zgh^ 8? schulen, oer üem erjchei- kung mAsstel, .estakt im neuen ltd) em Rundqana 3“ Studierendes nb abends großer DieL -rliuer Freie - aus einer große« e Ausstellung, das he Landes-Mann« >nd die Merck' che cherRaub-An. hle, einem Wald« e alten dorbestras- Taugenichts, be« hen namens Ruhrsuchen beschäftigt den Rock ab und h entfernte, heute lnehmen. astete Eisen« nhof wurde eine je Jvkobine von ^fuhr täglich die - Bingen — Kv- und machte d.' . Äen.'L i Bockenheim c Maschine eines id erlitt mehren ht der 21. Divislon.s n Feldwebel 3)u(|e Kompanie des In» agl. Buße Halle >u iui Urlaub gehenden des Urlaubs juriW« iui dem Rapporl die - Asch angegeben, clauber der Zahl der diese Zahl auch M m der Fourier du । verkaufte ste. An en die beiden Unlei- ,-ipr Me die eacne »nehmen wo^ v«' etiq, da jebcv ü»M ttü'ber beiragl werde" was er an Löhnung lc Die Äemehmuns ’itA? jnJwSß* »„urteilte dmSA tta9cr' ... hauplnwnn -S-r .»s;s S--s- ellcnb- inoo So»«6'»? er. Mover' uU» . ,{Oöi?i HZ#-;« iSÄS Frisch eingetroffen: ist. frische Tafel-Trauben, fst. frische Pfirsiche, fst. frische Tomaten, fst. französischer Blumenkohl Rheinisches - Kaufhaus a?7T) 26 Bahnhofstraße 26. •aal u. Tiefbau Lss17t] arge- la, miße Kernseife S bet 10 Pfund ä 26 Pfg. fiter Salatöl 90 jjfg. L. Müller, Crednerstraße 36. Richtungen und eine Erörterung der Zukunstsmöglichkciten. Uebcrall kommt cs dem Verfasser nicht sowohl auf das Negierende an, als vielmehr auf die Feststellung des positiven können. Im Mittelpunkt des Schriftckiens (S. 29 ff.) steht das Bekenntnis des Verfassers selbst zu der lebendigen sieghaften Gottcs- kraft. ___________________________ OLigittaL-DrahtmeLdungen. Bad-Ems, 22. Juli. Der Statthalter von Elsaß Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag den 23. Juli: Meist Heller und trocken, wärmer. Gebr. ^Waa,gr Schirmjdbrik Kreuzplatz 6 Sonnenschirme Regenschirme Spazierstöcke Jede Reparatur in eigener Werkstatt sorgfaltigst und billigst. e"/. Bei Neubezügen volle Garantie für gute Spannung Lothringen, von Wedel,, ist hier eingetroffen. B e r l i n, 22. Juli. In einem Telegramm an das B. T. bezeichnet die Tircklion des Stettiner Vulkans die in der Resolution der vier VulkaifArbeitcrvcrsainmluugeu enthaltene und auch im Stettiner Volksbolcn auigcslcllle Behauptung, als sei die Aussperrung von der Vulkan-Direktion gewollt, um Kouvcnlional- strascn für verspätete Schifssablicierungcn zu vermeiden, als ungeheuerlich und i c d e r Begründung entbehrend. Köln, 22. Juli. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Salonik Dom 21. d. M.: Eine Versammlung in Verisso- witz erklärte sich mit den Jungtürken einig und sandte ein Telegramm mit 1-00 Unterschriften nach Konstantinopel. Auch die Führer der Albaner verlangen ein l a ui c n t. — 5000 Albaner sind im Vormars , _ gen Uesküb. Sie werden eine halbe Stünde von der Stadt entfernt lagern und eine Antwort aus Konstantinopel abwartcn. — Vizemajor .habil Efscndi ist mit zwei Leutnants und 150 Mann in Vodcna zu den Aufftändischen über- gegangen. Jbraham Pascha, der Kommandant des 3. Korps, ist angeblich in Ungnade gefallen. Ter zum Muschir beförderte Artillcrieinspcklor Schukri Pascha soll seine Stelle einnehmen. Zlvci Militärzüge mit anatolischen Nedifs sind nach Monastir abgegangen. Tie „Köln. Ztg." meldet aus Belgrad vom 21. d. M.: Aus Mazedonien treffen hier Meldungen von Militär a u f st ä n d e n großen Umfanges ein. Konstantinopel, 22. Juli. Wie Leute, die aus Uesküb hier anlommcn, berichten, ist der Aufruhr unter den Albanesen in der dortigen Gegend von fremdländischen Agenten geschürt worden, die den Albancfen-Häuptlingen die unsinnige, aber gläubig aufgenommcne Nachricht brachten, ein österreichisches Armeekorps sei im Anmarsch auf Albanien zur Besetzung des Landes. Ein Ausflug der deutschen Eisenbahnschule in Uesküb sollte den Ocsterrcichern das Signal geben, daß der Moment zum Einrücken gekommen sei. Tatsächlich verboten die inzwischen in Verisowitz bei Uesküb versammelten etwa 20 000 Köpfe zählenden Albanesen den geplanten Schulausflug, während sie zugleich den türkischen Gouverneur verjagten. Tas Versprechen des Sultans, 550 Offiziere der Konstantinopeler Garnison um einen Grad zu fördern, soll auf sämtliche Offiziere des 1. und 2. Armeekorps ausgedehnt werden. ~ . Sofia, 22. Juli. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß in Smyrna 50 0 Reservisten gemeutert haben, indem sie sich ihrer Einschiffung nach Saloniki widersetzten. Aus Saloniki wird berichtet, die dort von Smyrna eingetroffenen drei Bataillone hätten es abgelchnt, auf Monastir vorzurücken. In Konstantinopel sind VcrHaftsbefehle erlassen worden gegen zahlreiche Armenier, die verdächtig sind, Beziehungen zu Jungtückcn zu unterhalten. Aufsehen erregen die Verhaftungsbefehle, die gegen sechs junge Damen aus dortigen ersten armenischen Familien erlassen sind. Paris, 22. Juli. Tem „Figaro" zufolge wird der König von Schweden im Oktober oder November nach Paris kommen. — Wie „Pclite Parisienne' erfährt, hat Raisuli dem Gegensultan Muley Hasid die Unterstützung der Bergstämme zugesagt. Märkte. ht. Gieße n, 22. Juli. Der gestrige R i n d v i e h m a r k t hatte einen Vorral von ca. 1000 Stück Großvieh, 200 Stück Jungvieh für Alasl und Zuchlzwecke und 200 Kälber- Der Markt in Milchware war m Folge des eingetretenen nassen Wetters geieslel. Der Handel in Kühen war lebhaft bei unveränderten zmrieden- stellenden Preisen für die Verkäuser. — Ebenso war Jungvieh diesmal besser an den Manu zu bringen. Tas Geschäit in selten Rindern und Kühen war sehr animiert, obschon die Kämer aus Nttiver-rtäts-NachriÄ-ten. — In Wien ist, ivie uns von dort drahtlich gemeldet wird, der Dermatologe Professor Ed. S p i e g l e r gestorben. — Der erste weibliche Dozent an einer deutschen Hochschule wird Frau Dr. E l i j a b e t h A l t m a u n - G o t h e i n e r in Frankfurt a. M. sein. Diese Sozialpolitikerm, die sich durch ihre Sludicn über die Wuppertaler Textilindustrie und zahlreiche andere Arbeiten befnnnt gemacht hat, wird an der Al ann- Heimer Handels - Hochschule Bo .lesimgen aus dem Gebiete der Sozialpolitik halten. Für das kommeiide Wintersemester hat sie ein' Kolleg über die Arbeilerinnenirage angekündigt. Briefkasten -er Redaktion. (Anonyme Ansragcu bleiben unberücksichtigt.) X. U. Z. Ist die Aliclzeit nicht bestimmt (cd kann dies sowohl bei Abschluß des Mietvertrages, als auch später geschehen), jo kann nach § 56-1 B.-G.-B. jeder Teil das Aiielverhätlnis nach den Vorschrislcn des § 565 kündigen. Danach ist bei Grundstücken die Kündigung nur nie den Schluß eines Kalendervierleljahres, also 31. März, 3". Juni, 30. September und 31. Dezember zu- lässig. Dadurch, daß Sic am 1. Mai 1905 eingezogen sind, stets am 1. August, 1. November, 1. Februar und l.Mai die Miele gezahlt haben, ist eine Abänderung der angegebenen gesetzlichen Beslimmimgen, sofern dies nicht m sonstiger Weise geschehen ist, nicht eriolgt. Sie können daher Ntir für den Cchliiß eines Kalender- vierteljahres kündigen. Es wäre richtiger geivesen, wenn Sie erstmalig am 1. Oltober 1905 die Miele für ein Vierteljahr + zwei Monate und von da ab vierteljährlich gezahlt hätten; dies hätte den gesetzlichen Bestimmungen entsprochen und jeder Zweisel wäre ausgeschlossen geivesen. * FlugkechNiscbes. Das Zeppelin'sche Luftschiff in Friedrichshafen wird, wie verlautet, in 10 Tagen wieder flugbereit sein. Zurzeit ist cs fast s/4 seiner äußeren Hülle entkleidet. 10 Gasbehälter sind fortgenommen und das blanke Aluminium-Gerippe tritt klar zutage. Arbeiter sind mit Löten und anderen Reparaturen beschäftigt. — Bei einem Flugversuch auf dem Manöverfelde von Jssy in Frankreich stieß der Flugapparat Bleriot beim Landen so fest aus den Boden, daß die Schraube vollständig zertrümmert wurde. Bleriot selbst blieb unverletzt. * Die Einwohnerzahl des Deutschen Reiches wird in dem soeben erschienenen Statistischen Jahrbuch für Mitte dieses Jahres auf 63 017 000 Personen angenommen, gegen 62 097 000 um die Mitte des Vorjahres und 61177 000 Mitte 1906. Die Zunahme für jedes der beiden letzten Jahre wird demnach auf 920000 Köpfe geschätzt. 1871 wurden 40997 000 Personen gezählt, so daß seit der Gründung des Reichs eine Zunahme um rund 22 Millionen oder mehr als 53 v. H. stattgcfundcn hat. * Berlin, 21. Juli. Gestern abend wuroe der 83 jähr, als Lustspieldichter und Shalespearevorleser bekannte Professor Dr. Rudolf Genec, zurzeit in einem Hotel in der zköniggrätzerstraße wohnhaft, beim Ueberschreitcn des Fahrdammes vor dem Hause Viktoriastraße von einem Automobil an gefahren und um gestoßen. Er erlitt erhebliche Verletzungen am linken Oberschenkel, und wurde, nachdem man ihm auf einer Unfallstation einen Verband angelegt hatte, mittels einer Droschke seiner Wohnung zugeführt. * Zum Diebstahl in der Bibliothek des Zaren. Bekanntlich ist man in der Privat-Bibliothek des Kaisers von Rußland auf protze Diebstähle gekommen. Tie Untersuchungen über die Täter nahmen bisher einen schleppenden Gang und cs schien, als ob eine gewisse Absicht damit verbunden wäre. Tiefer Verdacht gewinnt nun durch eine sensationelle Nachricht eines russischen -Oppositionsblattes einige Glaubhaftigkeit. Tas Blatt behauptet, daß die kupfernen Münzen und Medaillen, die man an Stelle der verschwundenen echten Goldmünzen und kostbaren Medaillen vorfand, im staatlichen Münzhose geprägt worden seien. Als der Zar hiervon erfuhr, soll er in heftigen Worten seiner Entrüstung über die skandalösen Zustände im staatlichen Münzamte Ausdruck gegeben haben. In Petersburger Kreisen glaubt man, daß die sensationelle Entdeckung der wahren Täter zu der Entlassung von einer Reihe der h ö ch st c n Beamten führen werde. Kleine TagcschronU. Das „Dresd. I." nieldet: Wie wir von zuständiger ^cite erfahren, lehnte der K'önig von Sachsen das Gnadengesuch der Grete Beier, der Mörderin ihres Bräutigams, ab. Die Hinrichtung findet am Donnerstag in Freiberg statt. Am 20. Juli sollte der bei seinem Vater in Lichtenstmn- Eallenberg bei Chemnitz wohnende, aus der Irrenanstalt Zschadraß entlassene 27 jährige Weber Leser von dem Arzt Dr. Wagner in der Wohnung seines Vaters verbunden werden. 2.er Wahnsinnige ergriff einen Revolver und versuchte den Arzt zu erschießen. Als der 70jährige Vater dazwischensprang, traf die Kugel diesen oberhalb des Hcrzcns und verletzte ihn tödlich. Darauf entfloh der Wahnsinnige in den Wald, stürzte auf dem Rückwege in das Studierzimmer des Diakons v. Pier- busch und schoß diesen nieder. Ter Geistliche ist einige Stunden nachher gestorben. Ter Wahnsinnige stellte sich selbst Im Küpuzinerwäldchen bei Nymphenburg unweit München wurde eine junge Frauensperson erstochen aufgefunben. In einiger Entfernung van der Leiche lag die Mordwaffe, ein langes Küchenmesser. Tie Erhebungen ergaben, daß die Ermordete die 23 jährige Tienstmagd Maria Huber ist, die am Täglich frischt jjlidklbccre» empfiehlt [06060 Böckner, Tiesenweg 3. Abend vorder mit ihrem Geliebten,""Döm Sergeanten der Lust- schisferabteilung, Rettinger, gesehen wurde. Rettinger hatte das Mädchen sckpm öfter bedroht. Er ließ sich nach der Tat von einem Bahnzuge überfahren. Auf dem im Hafen zu Hamburg liegenden Brevier Hcmsadampfer „Rebenscls" meuterte das gesamte Heizerpersonal, etwa 20 Hindus. Ter zweite Maschinist wurde mit Eisen- röhren und Knitteln niedergeschlagen. Erst die Hasentwlizei vermochte die Ruhe wieder herzu stellen. Die Rädelsführer, wurden verhaftet. In Magdeburg war eine Abteilung Arbeits-Soldaten unter Aufsicht eines Sergeanten und cincs Gefreiten mit der Umhackung cincs Reitweges beschäftigt. Nach der Vespcrpause meldete sich der vielfach bestrafte Arbeits-Soldat Warch beim Sergeanten und gab an, er habe Kreuzschmerzcn. Dieser ließ ihn auf und ab gehen. Plötzlich stürzte sich der Soldat auf den Sergeanten, packle ihn an der Kehle und warf ihn zu Boden. Der Gefreite wollte das Seitengewehr ziehen, wurde aber von zwei anderen Arbeits- Soldaten niedergeschlagen. Tann machten sich die drei Meuterer über den Sergeanten her. Nach vollbrachter Tat ergriffen sie die Flucht und legren sich in einem Gebüsch nieder. Dort wurden sie sestgenommen. In einem anderen Falle verweigerte ein Arbeitssoldat ebenfalls den Gehorsam, riß scksticßlich seinen Rock auf und forderte den Vorgesetzten auf, ihn n i e d e r z u f chi c ße n. Zwei Gefreite führten ihn ab. Tas Verfahren gegen den Lehrer Grzegorz in Breslau, der in der Nacht zum 5. April den Studenten Hanisch erstochen hat, ist eingestellt worden. Grzegorz wurde außer Verfolgung gesetzt, weil die Ermittelungen ergaben, daß er in Notwehr gehandelt hat. Freiherr v. Reitzenstein, der sich zurzeit in Hameln aufhält, teilt mit, daß am 23. Juli vor der Strafkammer in Karlsruhe die Hauptversammlung gegen ihn wegen Herausforderung des Staatsanwalts Tr. Bleicher in Karlsruhe zum Zweikampf stattfindet. Freiherr von Reitzenstcin will den Beweis antreten, daß der sogen, „graue Herr" nicht Karl Hau Dcrtttlfdbtes» * 23 om Wetter. Infolge Wolkenbruchs sind beide Geleise der Strecke Ansbach-Würzburg zwischen den Stationen Oberdachstetten und Burgbernhcini überschwemmt und von Ecdmafsen überschüttet worden. Die Strecke war infolgedessen l1^ Stunden gesperrt. — Schwere Gewitter zogen über die Stadt und den Landkreis Celle und richteten überall großen Schaden an. In Lachendorf hatten sechs Arbeiter in einer Feldscheune Schutz gesucht; zwei von ihnen wurden vorn Blitz erschlagen, während die anderen betäubt wurden. In Hornshof wurde eine Frau auf freiem Felde vom Blitz erschlagen. In Garßcu richtete eine Windhose schweren Schaden an. — In der ruß'. Stadt Jekaterinburg sind die Gold- und Platinawäschcreien von mehreren Flußsystemen überschwemmt und die Arbeiten niußten eingestellt werden, so daß die Industriellen bedeutende Verluste erleiden. — Auch über Franzens veste gingen viele schwere Gewitter nieder. Ter Schladabach trat aus den Ufern und überschwemmte ein großes Gelände. In den angrenzenden tiefer gelegenen Ortschaften sind die Fluren in einen See verwandelt. Der Verkehr ist unterbrochen. In vielen Gegenden Böhmens hat die Ernte durch den Hagelschlag gelitten. — Auf dem A m u r, zwischen den sibirischen Städten Nikolajewsk uiid Chabarowsk ereignete sich durch einen Wirbelsturm, der bei einem Gewitter plötzlich auf- trat, eine schwere Katastrophe. Eine Barke, die mit aus- gewiesenen Chinesen besetzt war, wurde von dem Orkan erfaßt und ging in wenigen Augenblicken unter. 8 4 angebundene chinesische 9(rrcft anten, sechs Zottsoldaten und der Steuermann wurden Opfer der Fluten. Existenz od- hohec Nebenverdienst! können sich Herren verschafien, welche Beziehungen zu Landwirten imben und über ca. 150 lütt, flüssiges Kapital verfugen, durch Verlaus von Leipziger Fatterkalk. Bei einer Abnahme wird das Verfahren zur Sclbstherstcllung vergeben.. pnerten nur am einige Sage unter E,. E. 3815 a. d. Expedition dieies Blattev. lssx,/7 den Großstädten sich am Haiidcl nicht beteiligten, dagegen lag für gute Rinder Bedarf aus den Badcplätzcn vor, so daß die Preise hierfür sich clwas höher flcdicu als nm letzten Markt. Das Geschäft in Kälbern hielt sich in mittleren Grenzen. Man hatte wegen des Turnfestes nur Frankfurter Kundschait gerechnet und für diese schwere Tiere an den Markt gebracht. Die Spekulation schlug aber seht weil die Frankfurter Kundschaft sich für das Fest schon längst vorgesehen haue, und hielten sich daher die diesmaligen Kalber- preije in den natürlichen Grenzen. Gehandelt wurden per etiief: Kühe, frischmelkend und tragend 1. Qual. 475—525 Mk. (einzelne schwerere Tiere höher) 2. Lnal. 370—430 Alk., 3. Qualität 275—340 Mk. Jungtiere Mask und Zucht je nach Güte und Alter 150—225 Tlf. Fetivich ging nb der Zentner Schlachtge- wicht: Ochsen 1. Oncil. 80-82 Mk., 2. Qual. 77-79 Mk., Rinder 1. Dual. 74—76 Mk., 2. Qnat. 72—73 Mk., Kühe 1. Qual. 70—72 Alk., 2. Qual. 67—69 Mk.; Kälber 1. Qual. 72-76 Mk., 2. Qual. 64-69 Alk., 3. Qual. 57-62 Mk. Der Markt wurde bis auf wenige geringwertige Milchkühe glatt geräumt. ke. Frankfurt a. Al., 22. Juli, ucu- und Strohmarkt Man notierte vcn (alles' 3,20-0,00 Mk., Heu (neues) 2,30-2,40 Mk., Stroh 2,40 Akk. Alles per 50 kg. Tendenz: flott. fc. Frankfurt a. 3)1., 22. Juli. Schiveineniarkt. (Org.- Tel. des Gieß. Anz.) Zuni Vcrkanie standen 1606 Schweme. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 67—68 Pfg., Lebendgewicht 52,5 bis 53 Psg.; 2. Qualität 65-66 Pfg., Lebendgewicht 52-00 Pig., 3. Qiial. 58-60 Psg. Geschäft gutt, Ucbcrsland bedeutend. Während des Marktes lief noch 1 Waggon Schweine em. Handel. Köln, 21. Juli. Tie „Köln. Zlg." meldet aus Solingen: Der AliisichtSrat der S o l i n g e r Bank beschloß den K o n k u r s niiziinielden. , , Bon der Berliner 2> o r | e. Die Vorborsc war ycule ziemlich fest. Jni Verlaufe aber trat eine stetig zunehniende Ab- schivächnng ein. Alan sagt, infolge größerer Realisationen der auswärtigen Spekulation. Die Politik spielte dabei wieder eine Rolle und da Alarokto nicht mehr zugkräftig i|t, muß jetzl Makedonien und die jungtnrkijche Bewegung herhalten. Tie Folge davon war, daß auch Staatsfonds ivicder zurnckguigen. Bon heimischen Anleihen wichen besonders die 3prozentigeu rund V. Proz. Banken waren behauptet. Montanwerlc waren Bruchteile gedrückt. Elektrizitätsaktien verkehrten zu gebesserten Kursen. Allgemeine Elektrizitätsaktien schlossen 213,/2. Der Prwaldiskont no° gelfyndikat. Nach dem Bericht des rheinisch- westfälischen Ziegelsyiidikals ist die Lage der Ziegelinduslrie dauernd schlecht. Ter Juni-Versand der 265 SyndikatSöfen betrug 39,7 (im Vorjahre 47,9) Millionen Steine. Der Versand im ersten Halbjahr stellt sich auf 172 Millionen Sterne oder 16 Proz. der Jahresbeteiligung gegen 198 Millionen oder 24 Proz. im Vorjahre. Die Preise in öcu verschiedenen Bezirken sind stark weichend. Komme morgen auf den Brand mit einer großen Sendung groß.Schlangengurken 2 St.35Ps. zarter Bohnen per Pfund 10 Pf. weißen Blumenkohls 35 u. 40 Pj. Tomaten ... 2 Pfund 55 Pf. gelbe Rüben. . 3 Pfund 20 Pf. Erbsen neuer Kartoffeln 10 Psund 40 Pf. feinstes Tafelobst zu den biliißiicn Preisen. 06067 Hochachtungsvoll Wilh. Hammel. gewesen ist. In Essen spielte sich eine ausregende ejcnc im Schivur- aerichtssaale ab, wo ein Vertreter des Kriegsgerichtes der Malroscndivision in Kiel in der Strafsache gegen den "Marine- soldalcn Jorgclcit, dem Einbruchsdiebstähle sowie Fahnenflucht zur Last gelegt sind, eine Vernehmung abhielt. Trotzdem der Angeklagte durch einen Unteroffizier und einen Maat scharf bewacht wurde, sprang er aus die Anklagebank, stürmte durch den Saal und gelangte durch die Hintertreppe aus den Hof, von dort auf die Straße. Unteroffizier uni> Maat nahmen die Verfolgung auf, dcr Unteroffizier feuerte 5 scharfe Schüsse auf den Flüchtling, ohne zu treffen. Ter Flüchtige lief ins Haus, dann durch mehrere Gärten und entkam ins Freie. Bisher hat man noch keine Spur von ihm. _ r . r , c In Luzern wurde an ber Vafeler Straße imolgc Erbrüt s ch e s vom irundervoll aussichtsreichen G u c t f d) b c r g e her ein HauSanbau gänzlich verfcl littet. Tret Kinder einer ilalicnifchcn Arbeicerjamilie sowie ein 19 jähriger Gehilse wurden getötet. Bis jetzt wurden die Leichen zweier Kinder geborgen. In Malmoe hat unter dem Verdacht, das Dynamit- attentat aus das Logisschisf „Almathea" verübt zu haben, der zuerst verlasicle Tischler Nilson jetzt ebenso wie die beiden anderen Verhafteten Stern und Rosberg, die Tat eingestandcn. Nilson will, weil er unverheiratet war, das Attentat auszuführcn übernommen haben, dcr Plan zu dem Tynamildiebstahl sowohl, als auch zu dem Ansckstag stamme jcdod) von Rosberg. Das Verl. Tgbl. meldet aus Newyork: Tas Putzlchrmädchen Mabel Mac Causlan beschuldigt den Detektiv Harry Monsley, ihr im Auftrage des Millionärs Franc I. Gould 1000 Dollars versprochen zu haben, wenn sie, um Gould die Ehescheidung zu ermöglichen, der Staatsanwaltschaft anzeige, daß sie Gould in intimer Situation mit einer Tänzerin angetroffen habe. Tas Mädchen, das anfängfich aus die Bestechung emgegangen war, wurde nachträglich von Reue ersaßt und brachte den Be- stcchungsversnck/ zur Kenntnis. KyfiSiäuser-Technikum FRANKENHAUSEN fürMascblnenbatLElektrolecbn.Eleen- hoi b u.I:rückenb..landwirt. MiBchlnen-1 bau. 7» qm yascblnenlaboratorten. I Frisch eingetroffen'. taeWIMfoKnop 10 Stück 55 Pfg. faeSalH.E$$iggiirta 10 Stück 45 Pfg. C. Roth IL, Nachf. Walltorstr. 5 [4473] Telephon 322 3toi. Kartoffeln 10 Pfund 60 Pfg. 100 Psnnd 5,50 Dck. Nk0k ljoli. zioUhcmgc Stück 8 Pfg. z4411 Jakob Blaternus Ecke Klinikstr, u. Frankfurt. Str. Cervelatwurst, Salami, Plock- wurst, prima Qualität, empnchlt 06044) Fritz Euler, Hmnmstr. 15. | Frische Fische ff. Nordsee-Schellfische per Psund 45 Psg. Pa. Bratfifche per Pfund 20 Pfg. kopflosen Cabliau per Pfund 28 Pfennig, im Anschnitt 32 Pfg. (a«/7 Rotzungen per Pfund 40 Pfennig. Gebrüder Berta, Bahnhofstraße 27. Giessen, den 22. Juli 1908. I * r Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Louise Roth Wwe. Fritz Rumpf u. Frau. D ”/, Die Beerdigung findet Freitag, den 24. Juli, nachmittags 3% Uhr, in Giessen von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Todes-Anzeige In tiefstem Schmerze zeigen wir hiermit an, dass mein innigstgeliebter, unvergesslicher Mann, unser treuer Bruder, Schwager und Onkel Herr Elotia II Kaufmann Montag abend n Uhr in Bad Neuenahr plötzlich und unerwartet infolge eines Gehirnschlags im Alter von 56 Jahren sanft entschlafen ist. geziemend in Kenntnis. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Freitag, den 24. Juli, nachmittag- 31/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 4468 Wir setzen unsere Altersgenossen von dem leben unseres lieben Kekanntmachung. 23ctr.: Die Abhaltung des Jugcndfestes. Donnerstag, den 23. Juli l. Js., nachmittags bon 2 Uhr ab, wiro das diesjährige Jugendsesr im Philo- sophcmvalde abgebalten lvcrdcn. Zwecks Aufrechterhaltung der öffentlichen Lrdnung und Sicherheit bestimmen wir hiermit, das; am genannten Tage von V,j Uhr nachmittags ab der Fuhrwerks- verkehr nach dem Philosophenwald nur den Mittel- weg entlang und von da zurück nach der Stadt nur durch d i e Elchgärten, von 6 Uhr nachmittags ab aber in um ge ke hr te r Ri ch t u n g bewerkstelligt w.roe. Das Publitum iuirt> gebcien, sich nicht in den Fug l inein- zudrängen, auch nicht die Spielplätze im Philosophemoaldc zu betreten oder in die Spiele emzugrelfen und insbesondere beim Passieren des Fuges durch die Festplatzeingänge diese sreizulasjen. ' Gießen. den 13. Juli 1908. Großherjoglichcs Polizetatiit QJiefcen. I. B.: Froelich. Jugendfeft. Das diesjährige Jugendfest, zu dem 3800 Kinder angemeldct worden sind, soll Donnerstag, den 23. Juli 1008, im Philosophcnwald abgehalten werden. VlachunttagS 2 Uhr stellt sich der Festzug in dec Oft- und Südanlage zum Abmarsche auf und nimmt seinen Weg durch die Kaiser-Allee nach dem Feslplatze. Erwachsenen Personell ist da« unbefugte Hercindrängen in den Zug, sowie das Betreten dec Spielplätze und das Eingreifen in die Spiele strengstens untersagt. 9ln den Eingängen zum Festplah wird zur Bestreitl.ng bet Stollen von allen nutzt zum Zuge gehörenden Fefitetl- nehmern em Eintrittsgeld von 30 Pfennig erhoben. Im Vorverkauf, dec bi5 zum 23. Juli, mittags 12 Uhr ballert, werden Eintrittskarten i 25 Pfg. abgegeben. Dieselben sind 8 ia den Schreibmaterialien. Handlungen von E. Valscr, MaiiSburg 11, F. Kühn, Selterüweg 36 und M. Ltctn- bänscr, 'Jleuenbäue 17. Die vorhergelüsten Karlen sind an den Kassenstcllen iui Walde vorzuzeigen. Bon nachmittag« 2»/, Uhr an lägt bic LmnibuSgesell. ichoft ihre Wagen (vom Renenwegertor auS) olle Ptertel- stunden nach und von dem Philosophenwald verkehren. Hausierern nut Luftballons, Pfauenfedern und Lärm- instnunenten ul der Zutritt zum Fesiplatz untersagt. Gießen, den 16. Juli 1908. ßI. Für den Festausschuß: M ecu ni. cnUregonkommcnde N9. Bürgerliche Wohnungs- Bekanntnmchnng. Tie am Iugendfest teilnehmenden Sdlülcrinncn der höheren und erweiterten Mädchenschulen versammeln sich Donnerstag, den 23. Juli, um l’/4 Uhr nachmittags, auf dem Hof der Bürgermeisterei. Gießen, den 16. Jull 1908. b”/, Für den Festausschuß: 2)1 ec um. Jugendfett. Tie Herren auS den Turnvereinen, die sich als Spielordner gemeldet haben, wollen sich gefl. morgen Donnerstag , nachmittags */,2 Uhr spätestens, im Hofe der Knabenschule — Nordanlage — emsinden, um sich den betr. Klassen auzuschließen. b”/ Der Festausschuß. Bekanntmachung. Bclmis Vornahme von Slabclarbcitcn ist das Kabel in der Jsrautiurter Strane von tficbm bid Nlinikstranc und iu der 4>ofinannstra»c nm FreltuK. den 21. do. Mts. von <> llbv vormittags bis 5 Ulrr nachmittags ausgcichaltct und die Strom liefcrung unrcrbrochcn, was toir hiermit den anliegenden Kon lumentcn zur ttenntnio bringen. (»jenen, den 22. Juli 1908. Stöbt. Elektrizitätswerk Gienen. Stolle. Vergebung von Bauarbettcn. Tie zur Befcsligung des Schulhofs im Gymnasium zu Gieße» erforderlichen Ehausfierungs- und Pstastcrcr- arbeiten werden hiermit unter Zugrundelegung des 'l’hniftenal- erlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. Angebotsunterlagen können auf unserem Amte, Stephan- straße Nr. 18, eingesehen, AngebotSformulnre dorther bezogen werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis zum EröfsnungStermm Mittwoch, den 29. Juli 1908, vor- mittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. ZuschlagSfrist: 3 Wochen. B"/ Gießen, den 21. Juli 1908. Großherzogliches Hochbauamt. ____________________I. B.: Heyer. _______, Miistleneittrichtnttg. Tic komplette Mahleiurichtung dec Nicdmühlc bei Hungen (Obecbefien), bestehend in: Eisernem Wasserrad von 4,0 m Durchmesser, 1,2 m Bleue, Walzcnstuhl, Schrot- und 'Mahlgang mit allem Zu- * behör soll im Wege schriftlichen Angebots verkauft werden.1 Tas Wert ul m gutem Zustande und war bis vor einigen Tagen im Betriebe. Interessenten können die Anlage in der Zeit vom 15. bis 25. dS. Mlü. cmschen und an Ort und Stelle nähere Auskünfte erhalten. Gießen, den 14. Juli 1908. Neubauverwaltung der Provinz Oberheffen. DM/r________________Mü Her. WMh|iltifrrit ttinurmt iiirmilch Hofgut Winnerod. Unter strengster Beobachtung aller hygienischen Vorschriften gewonnen beste Milch, roh — ungekocht — zu trinken V , Lrter-Flasche, Lriginal.Füllung 20 Pfg. Vi , . , 35 , Vieftrune ieber»eit in» HauS, auf Wunsch morgcus vor Besinn ert weouicu. nu; I Pertaui.uellk m OUehtn. G. «an, kudwtgsrr.42, ZeLSifi. rluf Sun 1(6 Zusendung be» Vtoipcltc» durch die äetfxiufsiteüc. Wmnerod, un Juli Uktx Ludwig Umul ilttlag vo« ffmil Mr 8oth iu Sikßki. 3n meinem Berlage erschien soeben: Lebenscrirmcrungcn Mein Wirken als Siechtslehrer, mein Anteil an der Politik in Uirche und Staat von Dr. Ioh. ffricdr. Ritter von Schulte. Mit ausführlichem AamenS- u. Sachregister und mit 3 Porträt» des Bertassers au» verschiedenen Vcbcnsaltcrn in Heliogravüre. Umsang 3 Bände izirka HO Bogeni ttroboktav. Preis vro Band: broich. M. b.—, geb. in Cnomalbanö M. 10.— Baud I: Lcbcnscrinncrungcn. Band II: Annänc über geichichtl., iortalc und volitische (ücgcustande. 'Ericheini tut September.) Band 111: Uircheupolitiichc Ausiäve. (Erscheint im Dezember > Saale-Zeitung. Freitag, den 26. guni 1908. Dr. 3ob nriebr. v. Schultes Vcbenoerinnenmncn. "lieben 1D08. irmil Noth, Berlagsbuchbandltmg. — Die Vcbciivennnenniflen de» nein vollen rllcchtsgclrhrteu, die soeben zu cricbeinen vegitinen. vielen eine atiUc interessanter Weltereignisse, die mitzuerlebcn dieser fein langes Veden hindurch häufig "ielegenheit hatte. Äuch sind diese Erinnerungen nm fo luertuoUer, da er selbst als Üirchenrechtolehrer und Parlamentarier getronteit Persönlich- feiten, Parlamentariern und Staatsmännern uadegetreten ift. Etnen inaf,gebenden Etnitus; hat Schulte vor oUcm aus die ktrchen • polnische t^esehgebung Preuyens gehabt. Doch auch seiit Wirken als Acchtslehrcr im augemeinett ist von auircr- ordentlicher ,>ruchtoa.feit geivesen. Alles das, sowie ein einfacher leicht verständlicher Stil weisen dem Buche eilte hervorragende Stelle in unserer Memoirenliteratur an. Man verlange Rßoskopf’s Rhein-Weinessig von hvlt/e TH. MOSKOPF in FAHR (Rheinland). Vorzüglichste Fabrikate. AUseitix anerkannt. Zu haben in den meisten Colonialwaren-. 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