Nr. 118 Zweites Blatt 158. Jahrgang Mittwoch 20. Mai 1808 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag?. Tue „Gießener Familienblätter" werden dem /Anzeiger' viermal wöchenllich beigelegt, das „Krtisblatl für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen seil» fragen“ erscheinen monatlich zweiinal. Gießener Anzeiger Srneral-Anzeiger für GderheMn Rotationsdruck und Verlag der Drühl'sche« Unioersitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L Stebaftieice^ 1 vi ^-l-^lüruAnzeigerGießen. Deutschland, England und Frankreich. Was alle Beftrebungen der sogen. Friedensfreunde, die mit ihren utopistischen Ideen scheitern müssen, nicht zu Wege bringen, und bringen können, das scheint sich allmählich doch infolge der Gewalt der Tatsachen zu vollziehen: in allen maßgebenden Staaten macht sich ein lebhaftes Friedensbedürfnis bemerkbar, weil man eben angesichts der ungeheuren militärischen Rüstung der Moß- mächte den, Ausbruch eines Krieges scheut, der selbst für die Sieger die schwersten Folgen nach sich ziehen müßte. Aus diesen Erwägungen heraus resultiert auch zweifellos der Wunsch gewisser Mächte, mit Deutschland in Frieden zu leben, nachdem sich noch vor wenigen Jahren die Dinge so zugespitzt hatten, daß es zum Aeußersten zu kommen schien. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich wurden besser, ganz besonders aber nahm unser Verhältnis mit England eine erfreuliche Wendung. Daß es sehr wohl möglich ist, aus langjährigen Rivalen gute Freunde zu machen, hat ja das Beispiel Frankreich-England gezeigt, denn beide Staaten traten auf kolonialem Gebiete einander seit Jahrzehnten schroff gegenüber und es hatte mehr als einmal nicht viel daran gefehlt, daß es zu einem bewaffneten Konflikt gekommen wäre. .Heute haben beide Länder eine polit. Entente, und jetzt geht man auch daran, die Beziehungen auf wirtschaftlichem Gebiete den jetzigen Verhältnissen anzupassen. In London findet augenblicklich eine französische Ausstellung statt, die bezweckt, den Engländern die Erzeugnisse Frankreichs vor Augen zu führen nnd für fic Propaganda ,u madjen. Zur Eröffnung dieser Ausstellung war auchi dev französ. Oandelsministcr herübergekommen, und er hat seinen Aufenthalt dazu benutzt, um dem Abschlüsse eines Handelsvertrags zwischen England und Frankreich die Wege vorzubereiten. Augenblicklich befinden sich nun eine Anzahl süddeutscher Bürger- m e i st e r in London, wo sie gleich ihren norddeutschen Kollegen im Vorjahre eine glänzende und herzliche Ausnahme gefunden haben. Der Kriegsminister Haldane begrüßte sie, wie drahtlich gemeldet, bei ihrem Besuche im Parlament, wo er für die beiderseitigen Beziehungen nur herzliche Ausdrücke fand, die er in die Worte zusammenschloß^ „Wir haben in der Vergangenheit zusammengearbcitet, lassen 'es Licht, Dampfheizung, Ventilation, Staubsauger gegeben, aber die Anwendung solcher technischer Hllfsmittel ist vorläufig nur den Wohlhabendsten Vorbehalten. Eine ständige Reinlichkeit olpie die Gemütlichkeit vertreibende Hetze der Haussrau märe aus hygienischen Gründen dringendst zu wünschen, ift .aber im Einzelhaushalt undurchführbar. Ucber die Unzulänglichkeit unserer häuslichen Kochkünste könnten am besten die Aerzte sprechen. Alle Arbeit wird nach uni> nach spezialisierte Facharbeit, nur beim Kochen klammem wir uns krampfhaft an einen kläglichen Dilettantismus. Es ist geradezu eine Tugend, so zu kochen, „wie meine Mutter gekocht hat, die es von ihrer Mutter gelernt hat." . . . „Wir sind im Wahn befangen, die Frau müsse stets das bleiben, was Charlotte Perkins-Gilmar so ausgezeichnet definiert: „Eine embroonale Kombination von Köchin, Kinderfrau, Wäscherin, Stubenmädchen, Haushälterin, Aufwärterin, Gouvernante, d. h. Mädchen für alles und Herrin über nichts." „Solange die Frauen ein so unspezialisiertes Arbeitsgebiet haben, können sie keine der ihnen obliegenden Arbeiten gründ- l i ch versehen." .... „Ten allerersten praktischen Versuch (einer durchgreifenden Reform) verdanken wir Direktor Otto Fick, der in Kopenhagen im Jahre 1904 das erste Einkstchenhaus für 25 Familien erbaute. In diesem Haus werden die Wohnungen — je drei bis fünf Zimmer — leer vergeben, so daß rede Partei, wie bisher, sich ganz imch eigenem Geschmack einrichtet. Zu jeher Wohnung gehört ein mit Gasherd versehener Wirtschaftsraum und ein Bade- zimmer, in dem Tag und Nacht heißes Wasser zur Verfügung steht. Daß Zentralheizung und elekirisches Licht ihren reinlichen, arbeitssparenden Dienst tun, ist nur selbstverständlich. Ein für bürgerliche Verhältnisse bedeutender Luxus ist das Haustelefon, das von jeder Wohnung in die Zenttalküche sühn, und auch Verbindung mit dem allgemeinen Telefon hat. Tie Erfüllung frommer Wünsche bedeutet die Veniilationsanlage, durch die für ständige Reinhaltung der Luft gesorgt ist, und der Staubsaugapparat, der Möbel und Teppiche ideal reinmacht. Wandschränken und durch Tapetentüren verdeckte elektrische Speiseaufzüge vervollständigen die jeden Komfort bietende Ureinrichtung der Wohnungen. Jeder kann in feiner Behausung schalten und walten, als wäre er der einzige Mieter. Tas Gemeinsame liegt nur darin, daß jegliche Arbeit für den Haushalt zentralisiert ist, so daß der einzelne der Sorge für Reinigung, Lust, Licht, Wirme und Beköstigung mit ihrem Trum und 2ran, von Eintaufen, Feuer - anmaefjen, Kochen, Servieren, Abwaschen usw. vollkommen enthoben ist. Wer erinnert sich nicht des köstlichen Behagens, mit dem man als Kind das Märchen vorn „Tischlein deck' dich" hörte! Tie Zentralheizung ist das verwirklichte Tischlein deck' dich. Tie glücklichen Bewohner stehen auf: das Frühstück ift da. Entsprechend der Verschiedenheit der Frühstücksstunde der einzelnen, wird jedem nach dem im Küchenraume sorgsam beobachteten Merkzettel auf die Minute pünktlich nach Wunsch das zierlich servierte, reichliche Frühstück aufs Zimmer befördert. Ein elektrisches Klingelzeichen ruft zum ispeiseaufzug. Lehrer, Beamte und auch sonstige außer dem Hause Tätige, wie auch die Schulkinder können das zweite' Frühstück, das im Hause zwischen 10 und 12 Uhr serviert wird, säuberlich verpackt auf den Weg Mitnehmern Tie Speisen werden nur leicht gewürzt, damit jeder Geschmack auf seine Rechnung kommt. Zum Nachwürzen liefert die Küche Zutaten nach Belieben. Ebenso steht es jedem frei, so viel von jeder Speise zu verlangen, wie er zur vollkommenen Befriedigung seines Hungers braucht. Tas größte Entgegenkommeit waltet bei der Respektierung her kulinarischen Abneigungen. Mit einer Sorgfalt, die bei der beschränkten Einzelküche durchaus unmöglich ist, wird daraus Rücksicht genommen, was die einzelnen Personen nicht essen. Tie famose Merktafel in der Küche zeigt an: Familie A. niemals Champignonsuppe, Familie B. niemals Kohl usw. Im Rahmen der Einzelküche ist es natürlich unvermeidbar, einzelne Speisen an die Reihe kommen zu lassen, gegen die ein oder das andere Familienmitglied eine entschiedene Abneigung hat, und nicht überall kann man sich Ersatzspeisen erlauben. Bei Versorgung von 25 Familien spielt es aber durchaus keine Rolle, eine Speise durch eine andere zu ersetzen. Tas Menü ist so abwechslungsreich, daß sich die Speisen inUerhalb 40 Tagen nicht wiederholen. Tas Geschirr gehört dem Hausbesitzer (oder der Verwaltung^, der es vorsichtigerweise aus dem berühmten unzerbrechlichen Porzellan verfertigen ließ. Toch stehl es den Parteien frei, ihr eigenes Geschirr zu benutzen, das wohl in der Küche gereinigt wird, aber ohne Garantie der Zentralleitttng. Welche Last und Unruhe bedeutet in der Großstadt oft ein unvorhergesehener Gast, selbst in besser situierten Familien.' In der Zentralhaushaltung steht das Tischlein deck' dich auch für solche bereit, nur muß die Anmeldung eine stunde vor der Mahlzeit erfolgen. Selbstverständlich zahlen die Gastgeber dafür nach tebellarifd) festgesetzten, sehr niedrigen Preisen. Es ist ein besonderes .Entgegenkommen oes Unternehmers, daß für Mahl. Seiten, an denen Gäste teilnehmen, prächtigeres Geschirr verwendet wird. 'deutschnationale Parteitag hat in seiner heutigen Sitzung De» schlossen, daß infolge der klerikalen Gewaltakte gegen die Universitäten ein weiterer Zusanunenschluß mit den Christlich- Sozialen zu gemeinsamem Vorgehen in nationalen Angelegenheiten unmöglich sei. Die christlich-soziale Partei hielt ebenfalls eine Konferenz ab und beschloß, von der Negierung zu verlangen, daß sie dem von den Rektoren der Wiener, Grazer und Innsbrucker Universität tief beleidigten Bauernstand ausgiebige Genugtuung erteile, widrigenfalls die Christlich-Sozialen gegen das Unterrichts-Budget stimmen würden. An der Technischen Hochschule zu Wien kam es gestern mittag zu großen Tumulten, weil mehrere klerikale Studenten erschienen. Auch mehrere klerikale Abgeordnete, die gerade den Platz vor der Technischen Hochschule passierten, wurden von Studenten insultiert. In Innsbruck verlief der gestrige Vormittag an der Universität ruhig; e§ ereignete sich kein Zwischenfall. Vorlesungen fanden nicht statt. Der Rektor erließ eine Kundgebung, worin er die vorgestrigen Vorfälle tadelt und die zu v und Sch. zu 6 Monaten Gefängnis' verurteilt." Dem Aufseher H. wurde zll gut gerechnet, daß seine seitherige Führung gut rvar und er sich noch nicht lange im Dienst befindet, mithin nicht vorauszusehen imstande war, welch' schwere Folgen auch nur die kleinste Jnstruktionswidrigkeit zur Folge haben kann, weshalb er mit einer Gelldstrase von 30 Mark durchkam. Unüberlegt. Gegen die Ehefrau des Gärtners K. H. Sch. von Groß-Karben war Anklage wegen Urkundenfälschung und Betrugsversuchs erhoben worden. Als im letzten Winter ihr Haus versteigert werden sollte, fertigte sie eine Bescheinigung an, wonach ihr von dem Gläubiger Frist gewährt ivorden sei, und ließ das Schrlststück durch ihren Mann, der die Handschrift seiner Frau liicht erkannt haben will, dem OrlSgerlchtsvorsteher bringen, der dann von der Bekanntmachung absah. In der Verhandlung trat klar zutage, daß es der Angeklagten liicht dariun zu tun ivar, durch ihre Handliing den (Gläubiger zu benachteiligen; es war ihr vielmehr peiirlich, daß es in die Oeffemlichkeit koinine, daß sie sich in Zahlungsschwierigkeiten befinden und ihr Haus zwangsweise versteigert werden sollte. Ta das Verhältnis inzwischen geordiiet und eine Benachteiligung des Gläubigers weder emgetreten, noch beabsichtigt war, ließ das Gericht die Angeklagte mit der Mmdeslstraje voii einem Tag Gefängnis durchkommen. Studentenschaft zur Ruhe mahnt. Die Universität sollte gestern nachmittag wieder eröffnet werden. Abends kam es zu neuen Zusammenstößen zwischen der Polizei und freiheitlich gesinnten Studenten. Das Akademikerhaus, in dem die Klerikalen sich befanden, wurde mit Steinen beworfen und den Klerikalen verboten, die Straße zu betreten. Die Straßen sind abgesperrt und zahlreiche Verhaftungen wlirden vor- genoinmen. * Marokko. Die Untersuchung über die Beschaffung von Lebelgewehren für die marokkanischen Stämme ergab das Vorkommen von Dteb stählen bei den Staats Manufakturen und mangelnde Wachsamkeit beim Verkauf angeblich mißlungener Waffen, die mit Leichtigkeit brauchbar zu machen sind. Roch andere Umstände werden angeführt, die den Bäder und Reisen. Die VIII. Mi11elmeersahrt von Nord-Süd findet vom 17. August bls 5. September statt. Sie. hat dasselbe Programm wie die VII. vom 15. Juli bis 4. August. Die Reise beginnt in Marseille und führt mit eigenem Salondampser über Barcelona, Palma (Mallorca) nach Algier, Tunis nut Carlhago, Oase Gabes, Trwolis und Malta. Das antike Syracus und Taormina fesseln uns in demselben Maße wie Capris blaue Grotte, Pompeji, Neapel uiid Rom, wo wir drei Tage verweilen. Che wir nach Marseille zurückkehren, halten wir «ns noch in dem Paradiese Europas, Momecarlo, nur, von wo Ausflüge nach Nizza und La Turbie unternommen werden können. Ter Preis für die interessante 20tägige Reise beträgt nur 350 Mark. Darin sind sämtliche gemeinsame Ausgaben fi>r Schiff, Verpflegung mit Wein, Eisenbahn II. Klasse, Besichtigungen, Führungen, Wagenfahrten rc. enthalte», sodaß der einzelne nur für streng persönliche Ausgaben zu sorgen hat. Prospekte iverden gegen Neloiirinarte versandt durch l-wrd-Süd, Berlin W. 8, Kronenstr. 15. Zwischenhandel erleichtern. — Die Mißstimmung über die erneuerten französisch-span isch en Zwischenfälle in Casablanca macht sich in starken Preßangriffen gegen die svanische Regierung Luft, der man auch eine ungeschickte innere Politik vorwirft, weil die angekündigten Maßnahmen gegen politisch Verdächtige ein Diktatursystem in Spanien vorzubereiten scheinen. Gießener Strafkammer. )( G i eß en, 19. Mai. Die Flucht aus dem Zuchthanse. Am 2. März in der Frühe entwich en aus dem Landes- z i. ch t h a u s e M a r i e n s ch l o ß die Sträflinge St., Sch. und H. Tie zwei Zuerstgenannten waren mittels einer Leiter auf das Dach gelangt und ließen sich, nachdem sie die Leiter auf der anderen Seite hinuntergeworsen hatten, an einer Waschleine in den Vos hinab, um dann unter Benutzung der Leiter über die llm- fassuugsmauer ins Freie zu gelangen, während der letztere seinen Weg aus der Waschküche, wo er beschäfligl war, durch das Kamin nahm, um von dort aus ins Freie zu kommen. Sie durften sich sedoch nicht lange der Freiheit erfreuen, denn sie wurden noch am nämlichen Tage ergriffen und in ihr altes Heim zurückgebracht. Tie Untersuchung ergab, daß der A u ff e h e r H. instruktionswidrig eine Türe nicht verschlossen hielt, wodurch ermöglicht wurde, daß die unter seiner Aussicht befindlichen (befangenen, die er während ihrer Beschäftigung auf dem Hose nicht genügend bewacht hat, eine Leiter aus einem Kohlenraum bekamen, vermittelst derselben ihre Flucht ermöglicht wurde. Die Gefangenen St. und Sch. halteii sich Auiseherkleidungsstücke zu verschaffen gemußt, die sie bei der Flucht Mitnahmen, iveshalb gegen sie Änklage wegen Diebstahls erging, während der Aufseher H. sich wegen fahrlässiger Gefangenen- beireiung zu verantworten hatte, da nur durch sein Verhalten den Sträflingen die Flucht ermöglicht ivurde. Von den Sträflingen, die sich beide wegen Diebstahls int Rücksalle befinden, wurde St. Vermischtes. * Dank des K aije rs an eine Soldaten- tnu tte r. LS)ie 10 Söhne der verwitweten Altsitzer Gollnik in Millwo, Bezirk Bromberg, die sämtlich Soldaten waren, hatten sich auf einem Gruppenbilde photographieren lassen und ein Bild davon dem Kaiser zu seinem letzten Geburtstage übersandt. Hierauf ist jetzt, ivie die „Magdeb. Ztg." mitteilt, der Frau Gollnik folgendes Handschreiben aus dem kaiserlichen Zivilkabinett zugegangen: „Seine Majestät der Kaiser und König haben m der Photographie Ihrer 10 Söhne in der Uniform ihrer Regimenter mit lebhaftem Interesse und herzlicher Freude über Ihren Familiensegen Kenntnis zu nehmen geruht und lassen für die Aufmerksamkeit bestens danken. Zugleich haben Seine Majestät Ihnen als Zeichen allerhöchstihrer freudigen Teilnahme beifolgend eine in der königlichen Porzellaumanufaktur hergestellte Tasse mit allerhöchstihrer Photographie zu verleihen die Gnade gehabt. Auf allerhöchsten Befehl setze ich Sie hiervon unter dem Ausdruck der besten Segensivünsche Sr. Majestät für einen ruhigen, glücklichen Lebensabend in Kenntnis. Der kaiserliche Kabinettsrat. Die Porzellantasse, die neben dem Porträt auch die Initialen des Kaisers trägt, ist umschlossen von einem Lorbeerkranz, der zehn Knospen als Sinnbild der zehn Söhne trägt. Kleine Tageschronik. Unterschlagung v o n K r a n f c n f a f f e n g c [ b e r n. In den letzten Tagen wurden in der Svandaner Geivehrfabrik Un- tcrfailagnngen von Kranlenkafsengeldern in ziemlich bedeutendem Umfange entdeckt. Tie bereits längere Zeit zurückreichenden Sonstige Extrabedieni'ng, wie Wasche, Ansläuserdienste, wird separat — aber alles äußerst billig — bezahlt. Billig, das ist überhaupt die Losung. Alles vollkommen aufs beste eingerichtet und doch billig, das kann eben nur die zentralorganisierte Haushaltung leisten. Tie Wirtichaftsräume sind mit allen E . nngenschasten der modernen Technik eingerichtet und mit Vorräten qualitativ wie quantitativ bestens versehen. für 4 ein billigerer Tarif vor- 4 5 5 5 extra Ueber die Preise mögen folgende Taten Aufschluß geben, Denen vorauszuschicken ist, daß das Leben in Kopenhagen teurer ist als in Deutschland. (Dagegen beträgt eine dänische Krone etwa 1,10 Ml.) 5 Für Wohnung, Heizung, Licht, Bad, Kost und Bedienung, ;u der Jensterputzen, Staubentserming, Schuhputzen — nebenbei gemerkt, wird sogar das elektrisch besorgt — ist jährlich zu bezahlen: sür zwei Personen in einer aus drei Zimmern und Neben- räumen bestehenden Wohnung . . für zwei Personen in einer Wohnung von Nebenräumen . 3 Personen mit Wohnung von 4 Zimmern . . 1918 Kr. 4 Zimmern und 2200—2400 Mt. 2870 — 3000 „ 3400 — 3550 2675 „ 3240 „ 3175 „ Q " ° U H M t u 4 ,, ,, „ , Tür Kinder und Dienstboten ist gesehen. Direktor Ficks Zenlralhaushaltung hat in Kopenhagen so lauten Anklang gefunden, daß es nötig ist, weitere Bauten auf- zusühren. Er plant nun auch ein noch vollkommeneres Haus zu schaffen, das für kleine Kinder einen gemeinsamen lichten, luftigen Saal und für die Schulkinder des Hauses ebenfalls einen gemeinschaftlichen Raum bieten wird. Für Familienmütter, die selbst einen Erwerbsverus ausüben, wird eigentlich erst diese Type vollkommen entsprechend sein. Nach dem Muster des Kopenhagener Hauses wurden in den fkandlnavischen Ländern schon viele derartige Gebäude errichrct Kopenhagen selbst erhielt seitdem eine Zeniraihaushaltung für "Arbeiterfamilien, auch eine Baugesellschaft Umanitana in Mai- fanb baut nach diesem System, das selbstverständlich unzählige Variationen haben Tarnt, je nach dem Bedürfnis. So gut man Wohnungen mit mehreren Zimmern versiehe könnten für allcin- st-hende Personen auch ein - oder zweizimmerige Wohnungen zur Verfügung stehen. Bei der Mamtigialtigkeit der Zemral- Haushaltungstypen können solche, M vollkommenste Abgeschlossenheit lieben, m Hauser ziehen, die keinerlei gemeinschaftliche Räume haben, andere werden Häuser vorziehen, m denen auch gemeinschaftliche Speise-, Bibliotheks-, und andere Räume Gelegenheit iu geselligem Anschluß bieten. *) tiefes Stjfteni ermöglicht nicht nur eine billigere und rationellere Lebensführung, sondern es befreit die Welt auch von bet Dienstbotennot. Für beide Teile eine Erlösung. In - oentralhaushaltung ist die häusliche Arbeit teilweise ganz Maichlnen übertragen, anderseits so spezialisiert, daß sie ebenso Facharbeit mu bestimmter Zeitdauer wird, wie jede andere Ipezialilierte Arbeit. Wenn die Hausarbeit zur industrialisierten, qualifizierten Leistung emporgehoben ivird, gewinnt der Hau-^- halt all jene intelligenten Arbeitskräfte, die sich heute - mit Recht — weigern, einen täglich 16—18 stündigen Dienst zu leisten . ,2 J^utcr werden öeraruge praktische Heime wie Pilze ans der Srde ivafaien; Wohnungen mit noch mehr Zimmern, mu größeren, extra für Geselligkeit bestimmte Räume, Häuser für Vegetarier ufw. 1 1 ~ Zum Schluß heißt cj. „In allen Kulturländern ist eine Bewegung im Zuge, der Haushauungsreform die 23ege zu bahnen, denn immer intensiver ist das Bedürfnis nach technisch vollkommeneren Heimen, die unfere individuellen Frieden sichern, ohne auf unsere Kinder antisozial zu wirken. Europa hat noch nicht viele „Neue Häuser" aufzuweisen. Außer in Kopenhagen gibt cs in Stockholm zwei, in anderen schwedischen und norwegischen Städten einige, in Berlin baut eine Gesellschaft eine größere Anzahl solcher Häuser. * In Budapest durften in kürzester Zeit ebenfalls mehrere Gebäude dieses Systems erbaut werden. Natürlich wird sich diese gründlichste aller Haushaltungsreformen ebenso schrittweise geltend machen wie alle übrigen, die auch nicht über Nacht die Welt erobert haben. Sicher aber hat noch feine Reform mehr ökonomischen, sozialen und subjektiven Vorteil versprochen und geboten als die hier befürwortete. Während die vorstehenden Zeilen mich beschäftigen, kommt mir die Nr. 127 der Frankfurter Zeitung in die Hand, in deren Feuilleton der Baier dieses glücklichen Gedankens selbst das Wort ergreift. Tie Angaben des Direktor Fick decken sich 5um großen Tei lernst den oben wiedergegebenen Aussührungen des Fräulein R. Schwimmer (von welcher Verfasserin übrigens iwch emc Broschüre erschienen ist „Zeiitralhaushalt", Verlag Felix Dietrich, Leipzig, Brüderstr. 49;. Des weiteren ist darin die Rede von der Beschaffung, der, zu dem Bau nötigen Kapitalien und es wird eine gemeinsame Organisation, die Gründung einer internationalen GenoffcnscyaftSbanl für das „Hans der Zukunft" bcfürroorict. Das erste Zentralhaus, heißt es, baute Herr Fick selbst für den Kostenpreis von ca. 360 000 Mk., doch habe die Stadi dieses Haus übernommen und führe cs jetzt in eigener Regie. Dasselbe sei elegant, sirr wohlhabendere Familien eingerichtet,- doch dürsten die Pläne und Prospekte des Berliner Einküchen- hau,es jedenfalls mehr unseren Zwecken entsprechen, wie die dänischen. Ich rann mir die Schwierigkeiten, auch die finanziellen, nicht gar so bedeutend vorstellen. In den größeren Städten unserer engeren Heimat finden «ich gewiß praktische, einflußreiche Menschen genug, die imstande sind, einer derartigen Reform die Wege zu ebenen. Gießen z. B., das schon vieles angestrebt und erreicht hat, könnte stolz darauf fein, in Hessen das erste „Zenlralgebäude" errichtet zu haben. Cs müßte sich ein Komitee bilden für diese Gründung. Cine Art Aktiengesellschast unter Beteiligung der betreffenden 25 Familien inach Direktor Fick- hätte das Gute, daß jeder Vorteil des Unternehmens dem £>aufe selbst und dadurch den Ciiiwohnern desselben allein zugute kommen würde. Oder^ sollten sich am Gude einige kapitalkräftige Philantropen ein Vergnügen daraus machen, die Gelder zu den üblichen Zinsen zu bewilligen? — Dann gilt es intelligente Bauunternehmer zu finden und schließlich (oder besser zu allererst- die glücklicheit Mieter selbft. Bei dem letzten Punkt dürfte man auf die geringsten Schwierigkeiten stoßen; ich bin sogar überzeugt, daß für jede einmal frei werdende Wohnung längst neue Liebhaber vorgemerkt sind. * Von den fünf in Berlin geplanten Häusern sollen drei Prachtbauten, im Oktober 1908 fertig loerden. Die Zentralstelle versendet vorher Fragebogen an die künftigen Mieter, um allen Wünschen nacy Möglichleit gerecht ;.n werden. Tie Häuser bekomm en Crl'er, Balkon oder Loggia für jede Wohnungf was im Interesse Oer Ordnung und Ruhe, einem Garten entschieden vorzuziehen ist. Außer Waschküche, Plätt- und Rvllstube sind dort sogar yJifattentanuner und Dunkelkammern für Amateur-! Photographen vorgesehen. “ Veruntreuungen wurden Von den schuldigen Beamten, zwei Be- triebsschreibern, durch falsche Buchungen verdeckt. Die Unter- schlagungen wurden dadurch entdeckt, oaß einer Der ungetreuen Beamten von einer Urlaubsreife nach dem Elsaß nicht zurück, kehrte. jamiluivUacbrtcbkit. Geborene: Herrn Karl Neustädler unb Frau in Straßburg ein Sohn. Gestorbene: Herr Heinrich Glock in Scholten. — Herr Nathan Hammel in Ober-Rosbach. — Herr Adam Lotz m Düdelsheim. — Herr Peter Schlott in Niederwetz. — Herr Levi Levi I. m Ehringshausen. — Miiller'sche Badeanstalt. Wasserwärme nütlagS 12 Uhr gemessen 16°R Verantw. sür Feuilleton u. Vermischtes: I. V.: E. Anderson. TeSet'omschö des* Giessener Anzeigers, mitge und Indusir Franklurter ßin Reichsanleihe . . 91.80 3% " do. . . 82.70 3^°/0 Konsols .... 91.85 3-6 do 82.70 b>6°/o Hessen 90.75 3%°/0 Oderhessen . . . 91.50 4-6 Uestcrr. Goldrente. . 98 85 4l/B?6 Oesterr. Silberrente 99.05 4-v Ungar. Goldrente . . 93.70 4-6 Italien. Reute . . . —.— 3-6 Portugiesen Serie I 62.60 3-6 Portugiesen „ III 63 90 4^"Jo russ. Staatsaul. 1905 95.10 4>6"/o japan. Staatsanleihe 89.00 4-6 Uouv.Türkeu von 19Uu 96.00 Türkeulose 150.60 4-6 Griech. Monopol-Aul. . 50.60 4-6 äussere Argentinier . 86.70 3°/0 Mexikaner . . . 66.60 4>sl7o thiueseu .... 96.70 Aktien: Bochum Guss 217,50 Buderus E. W 112.00 Tendenz: ruhig. Iterliwer SEörse, ! Canada E. B 155.80 Darmstädter Bank . . . — Deutsche Bank .... 232.60 Dortmuuder-Union.C. . . 61.60 Dresdner Bank .... 139,50 Tenden.; schwach. Kuirsbepfichte teilt von der Bank lür Handel le, Giessen. *e, 20. Mai, 1.15 Uhr. I Elektriz. Lahmeyer . . , 120.10 Elektriz. Schuckert . . . 109.95 Eschweiler Bergwerk . . 205.30 Gelsenkirchen Bergwerk . 193.00 Hamburg -Amehk. PakelL 109,30 Harpener Bergwerk. . . 197.76 Laurabütte 212.50 5ordd. Lloyd .... 94.50 Uberschles. Eisen-Industrie 100.50 Berliner Handelsges. . . 162.70 Darmstädter Bank . . . 124.60 Deutsche Bank .... 232.90 Deutsch-Asiat. Bank . . 135.50 Diskonto-Konimaudit. . , 175.40 Dresdner Bank .... 139.50 Kreditaktieu 198.3t Baltimore- und Ohio- Eisen! ahn 90.30 Gotthard bahn — Lombard. Eisenbahn . . 22 90 Oesterr. Staatsbahn . . . 148.30 Pnnce-Heuri-Eiseubahu . 120.50 0. Mai. Aulangskurse. Harpener Bergwerk. . . 197.50 Laurabütte 212 20 Lombarden E. B. ... 22.90 Nordd. Lloyd 94.20 lückenlose 150,80 IButterick’s Kaumagraph- (Piatt-) Muster statt der bishciigcn Pausen und ßchaolonen für Stickereien eine neue Methode. Das Muster wird mit heissem Eisen auf den Stoff geplättet und ist sofort gebrauchsfertig. Tadellos wie alle Butterlck’s Schnitte. ,j Jedes Muster 45 Pf. durch jede Butterick’s Agentur oder direkt von der ifl Actien-GcsellscLcft für Butterlck’s Verlag, Berlin W. 8. äj Butterlck’s Moden-r.evue, dies tonangebende Moden -Journal M 2.— y Pro Quartal, Ausland M. 2.50. Probeheft gratis nur vom Verlag. Wipii oleganler ^errenganloFGliß nach Mass. Erstklassige Verarbeitung. Tadelloser Sitz. Grosses Stofflager. au/e J. Pfeffer, Marktplatz. Zuni Schluß erübrigt mir noch einigen Einwendungen zu begegnen, mit denen man nicht zögern wird, über diese, ich gebe zu, umstürzlerische Reform ^-erzusallen. Bevor ich aus diese Einwände antworte, gebe ich zu bedenken, wie sich wohl unsere Voreltern z. B. zu dem heute allgemeinen Gebrauch gestellt haben 'würden, die erlrankten Lieben nicht mehr selbst,zu pflegen, sondern sie Pflegerinnen von Beruf auzuverlrauen? Sie würden damals, ohne Zweifel unter entsaftetem Kopsichütteln ob solcher Lieblosigkeit, cs vorgezogcn haben, den Angehörigen selbst alle nötigen Dienste zu erweisen, die armen Patienten allein weiter zu pflegen mit viel gutem Willen, wenig Erfahrung und ungeübten Händen. Nicht lange mehr wird es dauern, dann lassen sich alle ernstlich Erkrankten sofort in das Krankenhaus dringen: eine Wohltat sowohl für sie selbst, als für die gesamte Familie. Noch eine Generation weiter vielleicht und jeder neue kleine Weltbürger, wird die Augen außerhalb seines Heims aufschlagen; er beginnt sein Leben in einer zentralisierten Anstalt, also hochmodern. L>o wird auch diese Reform ihren Weg machen, ungeachtet des Kvpfschüttelns^der allzu streng Konservativen. Aus die Frage: „Ja, was hat denn die Frau der Zukunsi. überhaupt noch zu tun?" lautet die Antwort „Alles das, was man nicht dura- Tienstdoten besorgen läßt und welck-e Frau stellte |id) das Armutszeugnis aus, nur durch Köchen und Reinmachen zum Wohl ihrer Familie beitragen zu können? Eine andere Entgegnung, fo unbegreiflich es auch nach Vor- stehendem i|t: „Tiefe Einrichtungen dürften sich trotz allem mehr für kleinere Leute eignen, denn wer möchte sich mit etlichen 20 Familien einpferchen lassen? Es geht doch jetzt allenthalben das Bestreben nach dem Einfamilienhaus?" — Gewiß, aber gerade diese neue Art von Hausstand bringt viele Vorteile des Einsamilienhauses. Kein Streit mehr um Waschküche und Trockenplatz, um das Reinigen oder Beleuchten des Treppenhauses. So wie das Wasserholen an den öffentlick-en Brunnen längst zum Vorteil der Haushaltung aufgehört hat, fallen jetzt die Keller- und Markigänge, beliebte Gelegenl-citen, 5um_ Gedanienaustaufch der Dienstboten, weg, ja die Dienstboten meistens selbst. Wenn sich Familien noch solche halten, ältere, oder verwöhnte Leute, die keinerlei Handreichungen entbehren wollen, oder Familien mit kleineren Kindern, können sie sich, da die beschwerlichen Arbeiten anderweitig besorgt werden, ihre Leute aus gebildeten Ständen wählen wie bisher. Von „Einpferchen" kann auch nicht die Rede fein, wenn man, wie seither gewöhnt, eine Anzahl Zimmer zur Versiigung hat, hinter avgescylossenent Vorplatz sein eignes Heim. Im Gegenteil, man wird raffiniert bauen, mit Isolierschichten nach oben und neben, so daß kein Kinderlärm, keinerlei Musikstudien fortan unser beschauliches Dasein mehr stört. Was endlich das „kleinere Leute" anoclangt, so handelt cs sich hier nicht um die reichsten ui ihren stattlichen Villen, denen es auf ein paar Dienstboten mehr ober weniger nicht ankommt. Aber dem Mittelstand wird diese Umwälzung zugute kommen, ihm mindestens ebenso wie den Arbeiterfamilien. Von dem Beamten- und Lsfiziersstand, den Professoren und Lehrern wird obige bessere und billigere Lebensführung freudig begrüßt werden. Und mit den „kleinen Leuten", die sich in ihren hübschen Zimmern, zu denen sie ein Lift emporcrägt, unbekümmert an den wohlbesetztcn Tisch setzen, die durch Heizungsplage oder Dienstbotcnmifere unbehelligt bleiben, denen ein sters geheiztes Bad zur Verfügung fiept, und das eiekirsiche Licht, die oft über den halben Tag sich ausoreitende Dunkelheit beseitigt, mit diesen „kleinen Leuten" tausche- ich sofort. .A. S. teilte Uaük 16’R -Hollen, - ,, 1.15 Ubt E- •■>».» 1 - ' . 109 K ■gwerk . g Äe,k’l!8« -tlk- MeiL 1(63 w«k. . .Z 1 ■ • ■ .211» - ■ . . , en-Iudustrie M elsgej, : \£ Hauk . ' i$y saudit, . , Kj;' ; . JÜji 1 Olüo- mbahu , , bahn , . , üsenbaliu . igskursa. ?weik. . . 1S.L ..... B. . . . w .....9Ü) .....M att-) Muster dreien eine neat Stoff geplättet td erick'sSehnltle. der direkt von d-r , Berlin W. k n-Jonnal M. 2- nir vom serial \M eiloser Sitz. aul» (iinrocnbungiri a d), über diest, il Bevor id) pul g id) ivohluMM rauch gefidlt IM zu pil-geN'MZ sie routben bM n ob sollhei ui 'veiler ju WMJ ungeübten» in gen; eine W Ä hen, nngeolht.. 'i&l # ft fidjungtn C j{ rV *gA * jeiorgt «’ Wf#* »ii # Ml, i!Ä iw« ilfl’jk'j»! 1’^11 Äw w" 1,1 b,„ IK'J 'J Amtlicher Teil. in grosser Auswahl und allen Preislagen Nebenstehende im Laden Marktplatz 17 3188 Achtling Mutter Miete E Erstklassige deutsche uegr. Champagner-Kellerei Mk von GT3it belebter Marke » [2014 beabsichtigt [hv10/5 Bleichstraße 7. Telephon 246. Probelieferung überallhin. Langjährige Garantie. Roonstraße 31. Inh. li. Eäess Telephon 568. Gutschrift der Grosse Reparalurverksläüo lllr Flügel, Pianinos n^Barmoniuins Klavierstimmen. — Aufpolieren von Pianos. August Kröll an. Telefon 284 Seltersweg: 12 Spart Zeit, Arbeit, Geld! Waschmittel dauernd- i Nur Herren in gesellschaftlicher Position und mit besten Beziehungen zu der in Betracht kommenden Kundschaft (Hotels und Restaurants) wollen Offerten einreichen unter P. 5745 an üaasenstein & Vogler, A.-G., Frankfurt a. M. Luftschläuche . Ifauföctlcn . . Rollenketten . Glocken . . . Lampen . . . Phonola 950 u. 1250 M. von hilf. 1.00 aufwärts bis |$k. 50.09 ihre Vertretung für Giessen zu vergeben morgen vormittag 10 Uhr. Die Konkursverwaltung. Pianola und Phonola-Piano 2150—2650 M. BI8/S iMntieMeiWkÄk A-WAEioKs^^, ^hOnsthWIlchJ’>■ ____ “2. 1. Alleinige Fabrikanten ;.Hßhkpl& Co., Düsseldorf D FLÜGEL 1000 bis 3300 M. Gespielte Pianinos, Flügel und Harmoniums sind meistens in grösserer Zahl vorrätig (30 bis 1200 M.) 2 — an 3.— n 3.50 „ 0.18 „ 2.80 „ Bekanntmachung Das Betreten der Hegen (Schonungen) geschieht durch Spaziergänger, durch Beeren- und Bluinensucher, Erwachsene und Binder nn Bezirk der fürsillchen Obersörsterei io häufig und ost so rücksichtslos, daß das Jorstschutzpersonal mit enlsachen Ermahnungen nicht mehr auskvmml, wenn es die Kulturen vor Beschädigungen bewahren will. Wir geben deshalb hiermit bekannt, das; alle im Hege liegenden Abteilungen, deren Betreten verboten i)t, an den Wegkreuzungen nut passenden Schildern bezeichnet sind, und das; das Personal angewieseu worden ist, in allen «Z-allen der Zuwiderhandlung gegen das Verbot des Betretens der Schonungen Anzeige zu erheben. —- Das versuchte Ausheben von Vogelnestern — es ist sogar das Besteigen von Bäumen mit Steigeisen zu diesem Zwecke vorgekonmien — veranlagt uns zur Vermehrung des Äun'ichts- KeKmnikmachnng. Betr.: Feldbereirngung in b:r Gcmaiuung Birklar; hier den allgemeinen Meliorationsplan. In der Zeit vom 23. Mai bis einschließlich 5. Juni l. I. liegen auf der Großh. Bürgermeisterei Birklar die Arbeiten des I. Abschnittes obiger Feldbereinigung, nämlich: der allgemeine Meliorationsplan nebst Erläuterungsbericht und Prüfungsprotokoll zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagsahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen sindct daselbst Samstag, den 6. Juni l. I., vormittags von 10—11 Uhr statt, wozu ich die Beteiligten mit dem Anfügen cinlade, daß die Nichterscheinenden mit Eimvendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich einzureichen und zu begründen. Friedberg, den 18. Mai 1908. Der Großherzogliche Feldbercinigungskommissär. S ch n i t t s p a h n, Kreisamtmann. in emaillierter Ausführung von 10.— Alleinvertreter der weltberühmten „Dvel" Räder sowie „Qvel"- Motorwagcu Wilhelm Hamel Bekanntmachung. <8: t r.: Vorträge über Obstbau. Der Obstbautechniker des Oberhess. Obstbauvereins, Herr Wiesner aus Friedberg, beabsichtigt, die nachbenannten Orte des Kreises Gießen zu besuchen, um praktische Unterweisungen und Vorträge über Obstbau zu halten. Tie Vorträge beginnen aoends 8 Uhr. Ten Herren Bürgermeistern und Obmännern gehen noch besondere Mitteilungen zu, die wir besonders zu beachten bitten. Freitag, den 22. Mai in Allendorf a. d. Lahn, Samstag, den 23. 9)1 ai in Rödgen, Sonntag, den 24. Mai in Grvßen-Linden, Montag, den 25. Mai in Wieseck, Dienstag, den 26. Mai in Mainzlar, Mittwoch, den 27. Mai in Reiskirchen, Donnerstag, den 28. Mai in Saasen, Freitag, den 29. Mai in Beuern. Zahlreiche Beteiligung, aud) an den praktischen Unterweisungen, ist allerwärts erwünscht. Gießen, den 19. Mai 1908. Der Vorsitzende des Vereinsbezirls Gießen des Oberhessischen Obstbauvereins. Langermann. _______ Bei Ankauf eines gemieteten Instruments Miete 1t. besonderen Bedingungen. Taffetchiffon-Bluse facon Clara in weiss, rosa, hellblau mit la. Spachteleinsätzen und hübschen falten reich garniert. Ärmel von Spitzenstoff. Preis für alle Grössen Mark 11.50 Personals. Lich, 16. Mai 1908. Fürstlich Solmsische Obersörsterei. PIANINOS 380 bis 1700 M. HARMONIUMS 33 bis 1000 M. Nur anerkannt gute Fabrikate. Höchster Bar-Rabatt; kleinste Raten. Pianos zu vermieten, auch Harmoniums; monatliche Mietpreise 2 bis 12 M. Teppiche werden bei — billigster Berechnung — ab» I geholt — lvie neu — entstaubt und wieder abgeliefert. 3190 Meiner werten Kundschaft zur gefl. Nachricht, daß ich mein olt ttimuiiertcs Fahrrad- «. MariWkn-8esW wie in früheren Jahren wieder ausgenommen, aber bedeutend vergrößert habe. Durch erstklassige Monteure, die in den Adler- und Opel-Werken Jahre lang an ersten Plätzen beschäftigt waren, bin ich in der Vage, sämtliche Reparaturen an Fahrrädern, Motor rädern, sowie Wagen jeden Fabrikates fachgemäß und billigst auszuführen. Großer Umsatz kleiner Nutzen! weÄn,te „Opel"-Tourenrad ™‘ kostet Mk. 110.— Konkurrenzrad, 1 Jahr Garantie, Mk. 65.— WILM. mJOOLPH Grossh. Hess. Hoflieferant (ou/i Seltersweg 91. GieSSCrt- Seltersweg 91. Eissehränke, HMi Mei- und taMötel Rasenmäher UckiM Wasserschläuche ILW empfiehlt in reicher Auswahl A 1851 \ v- 2812 Gaskocher garantiert sparsamster Gasverbrauch. Mit Wärmstellen und Doppelsparbrennern Gebrüder JmheuserSSES! KMelisz fMlimißiWM Wohnungs-En staubungs-Institut S3 ' . ■■ Hervorragende Auswalil in aUen modernen Formen in blau, grau, braun u. gemusterten Stoffen Beste Verarbeitung : Tadelloser Sitz : : Billigste Preise : W Bi Capes — 2594 BursEhen-Änzüge u. Palelols Konkursnerfahten. y MM Grosse Auswahl GM Frühjahrs - Meilen für Barnern und Bie^^eei in schwarz usi$3 farfesg. ZT Me Baer Hz Tennis-, Spurt- u. Tiims’uii sowie Kinder- u. Mädchensliefel in schwarz u. larbig in allen Preislagen ferner 10.50 z 12.50 = 14 50 = 10.50 Schuhhaus Adolf Baer Marktplatz 7 Giessen Telefon 602 lieber das Vermögen des Ingenieurs Richard Fertsch in Gießen, Inhaber der Firmen Richard Fertsch und Wilhelm Schmidt, beide in Gießen, wird heute am 18. Mai 1908 nachmittags 5x/4 Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanivalt Peters dahier wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungcn sind bis zum 6. Juni 1908 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Venvalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintrctcnden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände sowie zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag, den 15. Juni 1908, vormittags 9 Uhr, vordem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 18, Termin anberaumt. B20/, Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Geineinschnldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung aufer- C F. Schwarz Mue, Giessen Marktstrasse empfehlen sich den Turnvereinen des GaueS Hessen zur prompten und billigsten Lieferung von Reinleinen -Turmjackerr genau nach Vorschrift für das Frankfurter Turnfest. Fische. (1109 tzsmliUGer Wchaudillug von A. Koch Nachfolger. Schulstrage 10. Telephon 212. Billigste Bezugsquelle für frische, lebende, marinierte u. geräucherte legt, von dem Besitze der Sache itnb von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 6. Juni 1908 Anzeige machen. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Xurnbofen M Tmuheuckn (Perl-Mots). ___________________Mutter zu Diensten._________ 2951 Maß Giessen Bettfedern-Reinigung^ Wasch -Anzüge Wasch -Blusen Wasch - Hosen etc. etc. empfiehlt in Bringe hiermit meine BeLtfedernreinignngs-Anftalt in empfehlende Erinnerung. Die Bettfedern werden nach langjährig bewährter Methode mittelst Dampf gereinigt und desinfiziert. 3209 riesiger Auswahl ZU billigsten Preisen I. Arnold Witwe, Asttmtg 23 f>. Ich verlege mein Geschäft nach Neuenvjeg LV und verkaufe mein großes Lager in allen Sorten Cejen und Herden, auch eine große Anzahl gebrauchte Stücke, zu außerordentlich billigen Preisen, um rasch damit zu räumen, total auo. 3108 Versäumen Sie diesen Gelegenheitskaus nicht. WätoeBm Btü^iwck Spezialgeschäft berOcfen-a. Herdindustrie Gießen, Krofdorfer Straße 15. 3 Total AusVtrlyitf Oefen und Herde für StuDt uns Lau!> Kesselofen, Gasherde etc. Täglich, fährt jetat mein Wagen. a®~ Abonnenten noch erwünscht! 3206 Hochachtend Jakob Helfenbein Ww. Marburger-Straße. Grotzherzogtum Hessen. SB6/» bester, wetterbeständig. Fassadenputz in allen Farben liefert Ludwig Usinger Nachfolger, Wiesbaden Baumaterialien Großhandlung, gcgr. 1873. Alleinvertreter für den Negierungs-Bezirk Wiesbaden und 1 Schmücker fahl, Karkistrasse 8 Telefon 486 Th.Moskopf. Fahr (Rheinland) Einem vcrehrlichen Publikum bringe hiermit meine schön gelegenen Räumlichkeiten, sowie meine Gartenwirtschaft (schönster Garten Gießens) m empfehlende Erinnerung. Gute Speisen und Getränke wie bekannt. Separate Zimmer. 2962 Achtungsvoll l,onis Löb. otographische-Apparate, und sämtliche Bedarfsartikel Dunkelkammer Photographische Arbeiten 2533 Adolf Bieler, Marktstrasse 5. icintlehler, was cs Pockennarben, rauhe zende Haut, gelbe Gasherde bestbewährtes Fabrikat - Wie ertönst mn - wäre ScMnhelt? Gasschläuche, Spiritus- Bügeleisen, Dalli-Plätten Lassen Sie sich nicht einreden, dass Sie nur irgend ein Präparat zu benutzen brauchen, um schön zu werden. Die Erlangung u. Erhöhung körper- lieber Reize werden S-e nur erreichen bei Anwendung meiner natürlichen tag Schönheitspflege Bei Anwendung meines Schönheitsmittels Venu» tritt schon nach de n ersten Tage eine auffallende Teintverschönerung ein. Die Haut erfahrt eine unmerkliche, aoer stete Verjüngung, der kein Tcintfehler ------ auch immer sei. zu r— ■ - — Fuckcnnaroen, raul.. widerstehen vermag. $ C H O H 6 f S6lNt ?Pröde Haut..... Sommersprossen ~ 8 11 zende Haut, (elbe Mitesser, Säuren. In 10— 14 Tagen einen Flecken usw wc-dm wa2,»n blendend reinen Teint 1 vollständig und für Haut- u. Nasenrote, -----——-------------- imnitt beseitigt,. uch in den hartnäckigsten Fallen. Die Haut wird sammetweich u. elastisch immer1 beseitigt, auch «. . —......- —.....letweich u. elastisch das Gesicht erhält eine blühende, rosige Farbe, einen jugendlichen' frischen Ausdruck und edlere Züge. Wichtig ist die Beachtung meiner Broschüre „Die moderne Schönheitspflege-, die jeder Sen dun" gr^is beigefügt wird. :: :: :: r :: :: :: ; Preis Mk.4.60 behaart und unbehaart, Warzen an den Händen usw., Linsenmäler (Leberflecken), Muttermale und alle übrigen erhöht auf der Haut liegenden Fehler werden mit meinem Mittel Ingold in 3 bis 5 Tagen ohne Aetzen und Schneiden dauernd beseitigt, ohne Narben zu hinterlassen. :: :: :: Preis Mk. 4.45. Mein Enthasis*ungsmsttet ist das einzige, womit Sie schmerzlos ganz leicht alle unliebsamen Gesichts- und Körperhaare gänzlich mit der Wurzel in wenigen Minutin selbst entfernen können so dass keine Spur zurückblcibt. Keine Reizung der Haut. Weit bcs-er als die langwierige und schmerzhafte elektrolytische Behandlung, bei der hässliche Narben entstehen und die Haare häufig doch wiederkommen. Franko, Nachnahme oder Briefmarken. Versand t diskret. Erfolg und Unschädlichkeit garantiert. Proic rnk. 5.60. Garantie für vollkommene Unschädlichkeit und unbedingt sichern Erfolg meiner Mittel. Institut für Schönheitspflege Fran M.Z. Sthrödsi-Schenke, Berlin 1 Potsdamerstr. B. Prämiiert gold. Medaillen Paris und London 1902. Versand nach auswärts diskret, versiegelt, ohne Angabe der Firma u. des Inhalts, gegen Nachnahme od. Voreinsendung, auch in Briefmarken. billigst bei 3100 F- Neustadt 56. jfarih Elegante Herren-Garderobe nach Mass Grosses Stofflager, Giessen Plockstrasse 1, I 2622 Im Hause des Herrn Bach Gf»$$