W S8C 2. Hei t verleihen. ger. Mand taffe Krämer. ton )son’s LVER SebraÄblf daher bMi» 7 ' Gebrauch. » ! und nscdM Jeu von Walltorstr. 5. , [bar - wub»o< * Nr. 43 Redaktion, Exveditton und Druckerei: 6cf)ul* strotze 7. Expedition und Verlag: fcgöfroL Redaktton:e-^II2. Tel.-Adru AnzeigerGietzen. Zweites Matt 158. Jahrgang Donnerstag 20. Februar 1908 *”*'*"’ *** m0_^me M SW /X X AM A AM =R«ta«on.bru» und C,rl=„ Br-»..,ch« D- .«ietzene, Zamtstenblätter- werden dem U ZM | i B iZ 1 fl¥ O UnwersitotS - Buch- und Stetndruckeret. ,aA4etflei* viermal wöchentlich bergelegt, das A viL, W II W'HL J M ® B H Lange, Gießen. „Brttsblan ftit den Kreis Stehen" zweimal w v M V v V v H v jj v' V »ochentltch. Die Landwirtschaftlichen Seit' E f # «feinen monatkcS jroelmau MMM-AMMr fÜt (ÖbCV^C^I? Vereinigung der Steuer- und wirtschastzresormer 1 M-. S.L,S. Berlin, IS, ». , . 21 u» StaOt und Land. Gießen, 20. Febr. 1908. ” Nicht einwandfreie Inserate. Unsere Leser wissen, daß wir Anzeigen, deren Inhalt irgendwie bedenklich erscheilit, nicht ausnehmen. Von einer auZivärtigen Annoncen- Expedition, der dies genau bekannt ist, ging uns am letzten Freitag dennoch ein solches Inserat zu, indem 35 Bücher teilweise sehr minderwertigen Inhalts für 2,45 Mk. angepriesen wurden und das noch an demselben Tage erscheinen sollte. Um diesem Wunsche zu entsprechen, wurde das Inserat der Kürze der Zeit halber ohne genauere Prüfung aufgenonimen, waS selbstverständlich bei näherer Kenntnisnahme unterblieben iväre. "Vom Großh. Hofe. Zum Besuch trafen ain 17. Februar, nachmittags 2.31 Uhr, im Neuen Palais ein: Fürst und Fürstin zu Solms-Lich, sowie Prinz Wilhelm zu Stolberg-Wernigerode. Prinz Wilhelm zu Stolberg- Wermgerode reiste am selben Tage mit Zug 11.20 Uhr abends wieder ab, während nach der „Franks. Ztg." bie- SolmS-Lichschcn Herrschaften am Dienstag nachmittag wieder nach Lich ziirückkehrlen. •* Aus dem Militär-Wochenblatt. Zu Kornp.- Chefs ernannt die Haiiptleute: Seebold im Colb. Gren.- Regt. Graf Gncisenau (2. Pomm.) Nr. 9, Volley im Ins.» Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. — Zum Oberleutnant befördert: Lt. Hoffe im Jnf.-Leib-Negimenl Deutsches Reich. Berlin, 19. Febr. Kultusminister Dr. Holle wurde heute im Laufe beS Vormittags ganz unerwartet aus der Sitzung des Abgeorbnetenhauses zuni Kaiser zum Bort rag befohlen. Der Kultusminister hat dem Kaiser in eineni länger als einstündigen Vortrage lediglich Mitteilungen über die körperliche Ausbildung der Jugend, ihre Förderung durch die Negierung und die für diesen Zweck in den Etat üngestellten Mittel gemacht. Bremen, 19. Febr. Die Senats-Kommission des bremischen Unterrichtswesens hat gegen den bekannten Schulmann und pädagogischen Schriftsteller Heinrich Scharrelmann ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Die Behörde erkannte ein Dienstvergehen in drei Artikeln, die Scharrelmann veröffentlichte. Er hat darin erklärt, ein Lehrer müsse die Freiheit haben, wenn es sein Gewissen gebiete, auch Zegen die Vorschriften des Stunden- und Lehrplans zu han- öc n> selbst werde es stets so halten. stände bereits im letzten Jahrzehnt in großem Maßstabe Rechnung getragen ist. 8. Schließlich weist der sprunghafte Auf- und Abgang des Wirtschaftslebens, die damit verbundenen Wirtschaftskrisen und die sie begleitenden Massenentlassungen der industriellen Arbeiter darauf hin, daß für die Arbeitcrbevölke- rung auf die Tauer nicht die Lohnhöhe, sondern die ununterbrochene Arbeitsgelegenheit das entscheidende Moment ist, und, daß hierfür die weitere Stärkung des inneren Marktes die beste Gewähr bietet. In der T i s k u s s i 0 n empfahl Tr. Pflug, Berlin, den Beamten die Gründung eines Vereins gegen Verteuerung der Lebensmittel. Als Zeichen der Zeit bezeichnete der Redner das Auftreten der Aristokraten der Arbeiter. Wenn ein Maurerpolier 100 Mk. die Woche verdient, so gehe er ebenso zu Kempinski unb ins Cafe wie die Agrarier. Diese Arbeiter-Aristokraten wissen ganz genau, wie Austern und Sekt schmecken. (Heiterkeit.) Nachdem noch kurz Tr. Wegener und Rechtsanwalt Eschen- bach gesprochen, wurden die Leitsätze einstimmig angenommen. Es folgte die Neuwahl des Vorstandes; die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. — Der letzte Punkt betraf die Diskontsätze in Deutschland. Der Referent Reichstagsabg. Tr. Otto Arendt beantragte folgende Resolution: „Tie Erfahrungen der,letzten Monate, die Steigerung des Neichsbankdiskonts bis auf 7’,/j bezw. 8 Proz. und der noch immer andauernde Bankdiskont von 6 bezw. 7 Proz. beweisen, daß die Aufrechterhaltung der bisherigen Vankpolitil in Deutschland uns vor die Gefahr schwerer wirtschaftlicher Katastrophen stellt. — Tie Beibehaltung der Freizügigkeit des Goldes macht Deutschland widerstandsunsähig gegen Krisen des Auslandes und wirtschaftlich abhängig. Sie verteuern uns dauernd den Zinssatz und schädigt damit das gesamte Erwerbsleben, sie schädigt Deutschland im Wettbewerbe in dem Auslande, vermindert unsere Expvrtfähigkeit und führt mithin zum ivirt- scl-aftlichen Rückgang und zur Arbeits- und Erwerbslosigkeit. — Von der demnächst zusammentretenden Enquete erwarten wir eine durchgreifende Reform der Reichsbank und die Einführung des in Frankreich bewährten Systems der Goldprämie, unter Vermehrung des Umlaufs und Zahlkraft des Silbergeldes, ent» sprecl)end den Bedürfnissen des Verkehrs und zum Schutze unserer Goldbestände behufs Herbeiführung eines tunlichst stabilen und billigen Zinssatzes." In der Diskussion beantragte Rechtsanwalt Eschenbach die Enquete auch auf das Tepositenbankwesen auszudehncn. — Die Resolution gelangte mit dieser Abänderung zur Annahme. Darauf wurde die diesjährige Hauptversammlung mit einem Kaiser hoch geschlossen. Berlin, 19. Febr. Das Herrenhaus ist auf Mittwoch den 26. Februar, mittags 1 Uhr, zu einer Plenarsitzung eingcladen worden. Außer der Ostmarken-Vvrlage werden noch einige von dm Kommis,tonen Kreits erledigte Recl/euschaftsbe- rcclste und Petitionen sowie vonv Hause der Abgeordneten etwa eingehende Vorlagen zur Beratung gelangen. — Die Kommission des Reichstages für das Vereinsgcsetz nahm in ihrer heutigen Sitzimg den 8 9 in folgender Fassung an: Die Beauftragten der Polizeibehörden sind befugt, unter Angabe des Grundes die Versammlung für aufgelöst zu erklären:,!, wenn die Genehmigung nicht erteilt ist; 2. wenn die Zulassung dem Beauftragten der Polizei nicht erteilt ist; 3. wenn Bewaffnete, die unbefugt in einer L^r- sammlung anwesend sind, nicht entfernt werden; 4. wenn in einer Versammlung Anträge oder Vorschläge erörtert werden, die eine Aufforderung oder Aufreizung zu Verbrechen oder nicht nur auf Antrag zu verfolgenden Vergehen enthalten. Wenn eine Versammlung aufgelöst worden ist, hat die Behörde dem Leiter der Versammlung die Gründe der Auflösung mitzuteilen, falls er binnen drei Tagen dies beantragt. § 10 wird in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen. — In der BudgetkomMission des Reichstages erklärte Staatssekretär Dernburg auf eine Anfrage des Abgeordneten Storz, es handle sich nicht um die Absicht, Gefangene zu deportieren, sondern solche Leute, die ihre Strafe verbüßt 1/ichen und Gelegenheit haben sollen, sich zu rehabilitieren. Eine Diskussion sei indes überflüssig, da aus finanziellen Gründen die Absicht nicht durchzuführen sei, ganz abgesehen von den grundsätzlichen Bedenken. Die Justiznnnister der Einzelstaaten hätten sich zu der Frage auch noch gar nicht geäußert. Auch internationale Schwierigkeiten ständen dem Plane entgegen. — In der Buogrtüimrmission des Abgeordnetenhauses äußerte sich ber Minister des Innern v. Moltke auch über die Behauptung, daß von der Berliner Kriminalpolizei so viele Verbrecher nicht ermittelt würden Diese Behauptung sei unrichtig. In seck/s Jahren, von 1899 an, leien bei der Berliner Kriminalpolizei 118 Kapstalverbrecl)en zur Anzeige gekommen. Von diesen seien nur acht uuentdeckt geblieben, während in London nach der letzten Statistik 23 1/3 Pro- &cnt uncntdectt blieben. Bezüglich der jn der letzten Zeit vor- gekommenen sieben Käpitalverorechen sei zu erwähnen, daß fünf Angeschuld.gte unter schwerem, Verdacht in Untersuchung gezogen sind, während bei zwei inniger Aussicht auf Ermittelung besteht. Unter diesen Umständen sei es auch nicht zu verwun- bern, daß die auswärtige Pvesst ihre Kriminalpolizei au, die Berliner Kriminalpolizei Hinweise. — Ter Minister des Innern erklärte auf eine Anfrage, ob die Regierung beabsichtige, das S ch e r l s ch e Sparsystem zu lancieren, Scherl habe die Sparkassen nickst gefragt. Wenn er mit neuen Anträgen an die Regierung herautveten wolle, müsse er sich zunächst mit den Sparkassen in Verbindung setzen. Au, eine längere Auseinandersetzung über die S t r a ß e n d e mo n st r a t i 0 n e n erklärte der Minister, die Polizei bedürse hierbei keiner weiteren Unterstützung. Die Straßendenwnstrationcn seien mit überlegter Strategie von ber Sozwib.mvkratie ins Werk gesetzt worden. Wenn die Masse nickst freiwillig auseinanderginge, werde mit den^ zulässigen Exekutiv- mitieln vorgegangen. Tie von einigen weiten vorgeschlagene p-euerspritze hält der Minister nicht für ein geeignet e s Mittel. München, 19. Febr. Die Aufbesserung der Be- amlten im Reiche soll in dieser Session eingebracht werden mst dem Vorbehalt, daß sie erst mit den neuen Steuern in Kraft tritt, und dann mit Rückwirkung auf den ersten April, lieber die Reichsfinanz-Neform, die 250 Millionen Mart er bringen soll, haben fid)_ bisher die verbündeten Negierungen noch nicht geeinigt. Der Streit geht um Sprit, Tabak, Erbschasts- licucr und Matrikularbeiträge. Wie alljährlich in der „großen landwirtschaftlichen Woche" traten auch drei es Jahr die „Steuer- und Wirtschaftsreformer" zu einer Generalversammlung zusammen. Ter Vorsitzende Reichs- tagsabg. Graf v. Mürbach-Sorquitten eröffnete die heu- ■f Generalversammlung, die im Künstlerhause stattfand, mit folgender Ansprache: Ter Erlaß weiland Se. Majestät des ./»rs Friedrich an den Reichskanzler vom 12. wcarz Iööö enthalt bic bebeutiamcn Sätze: „Nur ein auf der gesunden Grund- age von Gottesfurcht in einfacher Sitte auswachsendes Geschlecht tvird hinreichende Widerstandskraft besitzen, die Gefahren zu über» ^EN,.welche in einer Zeit rascher, wirtschaftlicher Bewegung durch die Beispiele hochgesteigerter Lebensführung Einzelner für bie Gesamtheit erwachsen. Es ist mein Wille, daß keine Gelegenheit versäumt werde, in dem öffentlichen Dienste dahin zu wirken, daß ber Versuchung zu unverhältnismäßigen Luxus entgegengetreten roerde." Leider ist dieser Mahnung des verewigten Kaisers, die in vollem Einklang mit den Grundsätzen seines erhabenen Vaters unb denen seiner Ahnen stand, längst vergessen und unbeachtet geblieben. Selbst unsere Regierungen haben sich von ber altpreußischen Einfachheit abgewendet. Tie m dem Steinmecr der Städte, unberührt von dem erfrischendem Odem der Natur, heranivachsende Jugend tonnt zum großen Teil kein höheres Streben, als in der Beftiedigung materiellen Genusses. Materialismus sittliche Verwilderung und Verrohung fuhren zu den entsetzlichsten Verbrechen. Aus den Verbrecherzentren heraus wird das Land verseucht. Tiefe Erscheinungen, die in diesem Umfange noch niemals in unserem Vaterlande äh berjcidjnen loaren, erinnern zweifellos an die Zeiten des Verfalles des Römischen Reiches. Tie Regierungen und die besten Kreise unseres Volkes sollten mit aller Hingabe unb Energie an bie Heilung dieser Schäden Herangehen. Der erste Punkt der L,agesordnung betraf: „Kanteten gegen den Kvnlraktbruch der austandiscl-en landwirtschaftlichen Arbeiter, sowie gegen das vielfach verderbliche Verhalten der Arbeiter-Agenten." Ter Referent rr efe *ot Gerlach. Königsberg i. Pc., beantragte eine Erklärung wvrm es u. a. heißt: Tie Beschaffung ausländischer Arbeiter durch Agenten und Vorschnitter ist durch weiteren Aus- bau der _£)rgani|ation ber Landwirte zur Stellenvermittlung zurückzudrangen. Tie Verleitung der landwirtschaftlichen Arbeiter zum Vertragsbruch, sowie die wissentliche Annahme ober Vermittlung Vertragsbrüchiger Arbeiter ist zu bestrafen. Stellenvermittlern, die dieserhalb im Wiederholungsfälle bestraft iuerben, i)t bie Erlaubnis zu ihrem Geiverbebctrieb zu entziehen. Zu dem zweiten Punkte der Tagesordnung: „Tie wichtigsten Erscheinungen des wirtschaftlichen Le- b e ns ' re tarierte Professor Dr. H. Tade , Berlin, über Preise u n d Löh n e. Tie interessanten Aussührnugen gipfelten in folgen- den Leitsätzen: 1. Tie Preisbewegung für landwirtschaftliche und industrielle Erzeugnisse in Deutschland während der letzten Jahrzehnte ergibt die Tatsache, daß man die Produktivität ber £0^1^00^ bisher unterschätzt unb die ber Industrie überfcbäfct hat. 2. Für bie Belastung des Konsums bieten bie Großhandelspreise allein keine sichere Grundlage, da es Tatsache ist, dnß der Zuschlag jur bie Kleinhanbelspreise von Jahrzehnt zu Jahrzehnt größer geworden ist, unb außerdem ■ niedrigen unb hohen Preisen in verschiedener Höhe bemessen wird. Besonders gilt dies für die Lebensmittelpreise. 3. Der letzte Aufschwung im deutschen Wirtschaftsleben von 1904 bis 1907, an tarn die größere Kaufkraft der einheimischen Landwirtschaft und bie dem platten Lande entrissenen Arbeitskräfte einen wescnt- lichen Anteil gehabt haben, hat das Lohnniveau der Arbeiterbevölkerung auf eine bisher nicht erreichte Höhe gebracht. 4. Auch die Kaufkraft des Lohnes, der sogen. Reallohn, ist trotz der höheren Warenpreise noch weiter gestiegen. 5. Tas Einkommen und die Lebenshaltung eines großen Teiles ber Arbeiterbevölkerung hat bereits bie Stufe ber breiten Unterschicht bes selbständigen Mittelstandes erreicht und vielfach schon überschritten. Hier H.gt ber Grunb für die Unzufriede h it unb Erbitterung des Mittelstandes in Stadt unb Lauo über die einseitige Sozialpolitik zugunsten ber Arbeiterbevülkerung. Ter Jndivibualismus wendet sich gegen den auf bie Spitze getriebenen Sozialismus. 6. In politischer Hinsicht wird von weittragender Bedeutung sein, ob bie höhere Schicht der Arbeiterbevölkerung bereit ist, sich von der unter ihr stehenden Schicht loszusagen unb sich zu ber nach Einkommen unb Lebenshaltung gleichartigen unb staatserhaltenden Schicht des Mittelstandes zu schlagen. 7. Am ungünstigsten sind die Streife der Bevölkerung gestellt, bereit Einkommen nicht unmittelbar dem Aufschwung des Wirtschaftslebens und dem Steigen ber Warenpreise folgen konnten. Hiervon sind besonders weite Schichten ber Beamtenbcvölkerung betroffen. Es ist deshalb mit Genugtuung zu begrüßen, daß diesem Ihn» Ausland. .R0IN, 19. Febr. Der „Ottervawre Romano" schreibt der Angelegenheit des Profi ssors Ehrharbin Straß- ourg: Die von Ehrharb geleistete Genugtuung wurde zwar uis genügend cmgeseheu, ber Papst glaubte aber bei der schwere des Falles und der begangenen Irrtümer die von lym getroffene Entscheidung, den Namen Ehrhards von oer Liste seiner Hausprälaten zu streichen, nicht rückgängig machen zu sollen. Er hofft jedoch, daß Ehrhard es ver- rehen werde, von neuem sein Vertrauen zu gewinnen und |eme^ Ehrenstellung wiederzuerlangen. „Berl. Tagebl." meldet auS Christiania: Das Kon- ^^s^mskomilee des Swrthings hat einstimmig eine wichtige Veränderung des Grundgesetzes vorgeschlagen, nämlich die A u f- Devung der Königskrönung. -langer, 19. Febr. Wie ein drahtloses Telegramm aus ^asablanca meldet, hat Oberst Taupin am 16. und 17. d. Mts. VJ1 e r e erfolgreiche Gefechte gehabt. Verschiedene An- -v c dos Feindes wurden mit dem Bajonett zurückgeschlagen. französische Zdrlonne ist nach Fadela zurüclgetehrt, um ihren , .robiant zu erneuern. — General d'Amade besetzteamSonn- »ag oct tat, biwakierte dort und lieferte am Montag den -ladrakas ein Gefecht. General d'Amade hat nach einem wetteren Telegramm beschlossen, Casablanca anfzugeben. Äie Stadt wird in Zukunft nur nod) als Verproviantterungs-- 1 lation unb zur Unterbringung von Verwunbeten unb Kranken chrwondot werben. Tie bisher in Casablanca befinblichen Truppen- c-iile werden zwischen Mediuma unb Berrechib verteilt. • 3-ebr. Tie japanische Regierung über» . dem amerikanischen Botschafter ihre Vorschläge be- »u g 11 ch ber amerikanische 11 Einwande r u 11 g als gmioort auf bas Momoranbum bet Vereinigten Staaten vom 0 ^uli v. I In amerikanischen Kreisen glaubt man, baß M Uneinigkeit bezüglich der Einwauderungs- kcase damit aus der Welt geschafft sei.. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117. — Versetzt: Oderlt. >m Lehr-Negt. der Feld-Art.-Schießschule v. ConSbruch in dos Großh. Art.-Korpö, 1. Großh. Hess. Feld-Art.-Regiment 9tr. 2b. — Befördert: v. Roden berg, Lt. im Großh. Hess. Train-Bat. Ltr. 18, zum Oberleutnant. — Aus ber Schutz, iiuppc für Südwestasrika ausgeschieden und nut dem 1. März 1908 im Heere angeslcllt: Dr. Ater das, Stabsarzt, als Baiaillonsarzt des 1. Bats. b. Großh. Hess. Jnf.-RegtS. 9tr. 168. — Auf Gesuch zu den Reserveoffizieren des Trnppen- loiles ubcrgeführt: v. Boltog, Lt. im Leibgarde-Jnf.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 115. — Versetzt: Dr. Hoppe, Stabs- unb BatS.-Arzt des 1. Bats. 5. Großh. Hess. Jnf.-Regts. 9tr. 168, zum 3. Bat. Jnf.-Regts. Gen.-Feldmarschall Prinz Friedrich Karl uon Preußen (8. Brandend.) 9lr. 64. ** Person enstandsbewegung im Jahr 1907. Nach den Personeilstandsverzeichnissen des Standesamts beträgt bie Zahl bet Geburten in unserer Stabt 1081 unb zwar 568 Knaben unb 513 Mädchen. Von ben geborenen Kindern rühren 437 von ortsfremden Müttern her (Anstalten unD Sclv- niken), so bau aus Gießen nur 644 Geburten davon eittsallen. In diese Zahlen nicht mit eingeschlofsen sind 41 totgeborene Kinder. Von den 1081 Geburten entfallen 752 auf eheliche unb 329 auf uneheliche Kinder. Tie Zahl der <5 t e r b e f ä H e int abgelaufenen Jahr beträgt 695. Darunter befinden sich« in Anstalten unb Kliniken verstorbene Ortsfremde 307, so daß aus Einheimische entfallen 388 Todesfälle (in diesen Zahlen sind die totgeborenen Kinder nicht enthalten). Verüctsichtigt man bic Geburten unb Sterbefälle, soweit die Gießener Vevölkeruiig in Frage kommt, so bleibt ein Ueberschuß von 256 Geborener über bie Gestorbenen. Nach Mitteilungen bes Kreisgesiuidl-eits-» amts ftarben 1907 124 Kinder unter einem Jahr, darunter; 23 uneheliche. Von den unter einem Jahre verstorbenen Kindern waren 26 so lebensuiifähig, daß sie unmittelbar nach der Geburt verstorben finb. Von ben Säuglingen finb nur 13 an Tarmkatarrh gestorben. Jebensalls ist bic Säuglingssterblichkeit in Gießen nicht gerabc ungünstig zu nennen. Die Einwohnerzahl unserer Stadt stellt sich nach ber Volkszählung 1905 aus 28 732, nach ber Gewerbezählung vom 12. Juni 1907 auf 30 223, so baß nach beni prozentualen Zuwachs Gießen am, 31. Dezember 1907 30 692 Seelen gehabt haben wird. ** Pfarrpersonalien. S. K. H. der G r 0 ß h e r z 0 g haben dem Pfarrer PH. E r ck m a n 11 zu Maulbach die evang. Pfarrstelle zu Bauschheim, dem Pfarrer Joh. Wolf zu Herchen- hain bie evang. Pfarrstelle zu Jugenheim (Tek. Mainz), bem Pfarrverwalter Hch. Göttert zu Altenschlirf die evang. Pfarr- stelle daselbst unb bem Pfarrverwalter Gg. G 0 cckel zu Wahlen (Tek. Alsfeld), die evang. Psarrstelle daselbst ü6ertragen. ’* 9lcue Gerichtsassessoren. Durch Entschließung des Großh. Nlinisteriums der Justiz wurden bie Neferenbare Otto Braulke in Darmstabt, Will). Brücket in Lang- Göns, Jul. Car>iier in Darmstadt, Ludw. Daud in Mainz, Dr. Herrn. Dersch in Darmstadt, Herrn. Drüll in Langen. Dr. Joh. Falk in Mainz, Karl Hein in WormS, Hans Keller in Bingen, Adols Petersen in Darmstadt, Will). Sartorius in Darmstadt, Hch. Schmitt in Alzey, Will). Weber in Gießen und Dr. Nob. Wenzel in Gießen zu Gerichtsassessoren ernannt. ** Lehrerpersonalien. Ernannt ivurbe der Schuld Verwalter Joh. Hofmann zu Gießen zum Lehrer an oem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer. — lieber tragen; wurde dem Lehrer Phil. Stärk zu Undenheim eine Lehrer-, stelle an der Gemeindeschule zu Pfeddersheim, dem Schutamts- aspiranten Hch. Erdmann aus Ruttershausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kirtorf. — Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- rneindcschule zu G r 0 ß-W i n t e r n h e iin. Mit ber Stelle ist Drganiftenbienft verbunden. ** Klagen über überfüllte E i s en b a h n z ü g e gehen unS öfters zu. So sollen gestern abend bei dem um 6 Uhr 24 Min. nach Lich abgehenden ^lrbeiterzug kurz vor der Ad- fahrtszcit, 3—4 Musiker, die 4. Klasse fahren wollten, mit dem Bemerken zurückgewiesen worden sein, daß die Wagen beslTtzt seien. Wir teilen dies ohne die bitteren Bemerkungen mit, oie imser Gewährsmann dazu gemacht hat, damit für die Zukunft Abhilfe geschaffen wird. Auch über bie zu geringe Zahl von Raucherabteilungen find uns schon öfters Klagen zu Ohren gekommen. •• Omnibus- Gesellschaft. Ter Fehlbetrag der Gießener Omnibus-Gesellschaft im abgelaufenen Jahre beträgt, wie man hört, 8000 Mk. Wenn man die nicht erarbeitete Verzinsung der von der Stadt mit den Jahren für das Unternehmen hergegebenen Beträge hinzurechnet rc., soll die Untcrbilanz deS OmnibuS-UnternehmenS sich auf 12 000 Mk. belaufen. Der Vorstand soll empfehlen, unter diesen Umständen ben Betrieb so bald als Niöglich einzuslellen. ** Der Vorstand der hiesigen Kleinkinder-Be* wahvanstalt bittet üw Anzeigenteil d. Bl. um die üblichen Jahresbeiträge. 3irr Empfehlung dieser Bitte fei Folgendes ausgcführt, womit besonders einige laut gewordene Irrtümer; er X Grün berg, 1 oct öcn für damalige Zeiten selbst den Platz be- das Gelände auf dem pro Klafter ab. Tie Dar vegräbnirwesen der Israeliten Gießens. Der alte israelitische Friedhof auf dem Nahrungsberg, welcher bis am gefaßt. Ter Stadtvorstand, an den man forderte 31/2 fl. für die Rute, einen AttSverfttäts-NachNichteK. M ü n ch e n, 19. Febr. Eine S t u d e n t e n o e r s a m m l u n g ist hier einberuien in der Form, daß die Klinikerschait mn 20. d. M. eine Versammlung abhält zur Diskussion des Themas: „Gibt e s n o ch eine a k a d e m i s ch e F r e i h e i t ?" Sämtliche Hoch- chnlstudierende Münchens sind eingeladen. Z ü r i ch, 19. Febr. Das Preisgericht hat von 34 Konkurrenz- Projekten für die U n i v e r s i t ä t s b a il l i ch k e i t e n den 1. Preis von 8000 Francs den Herren Eurjel uud Moser in Karlsruhe zu- gesprochen. ; Pachtungen der Doma nial-Fischereien erzielten wärtig die Lachläufc 1. -wisck-en Elpenrod, Hainbach auf einige Erbbegräbnisse nun vollständig belegt ist, wurde Freitag, den 4. November 18 3 6 mit der Beerdigung eines 83 jährigen, in der Klinik verstorbenen Mannes seiner der Unterricht in landwirtschaftlicher Naturkunde besonders beachtet wurde. Es waren dazu erschienen: Geh. Ober- schulrat Dr. Scheuermann aus Darmstadt, Provinzialdirektor Ge- heimerat Tr. Breidert und Schulrat Kleinschmidt aus Gießen, außerdem ein Sberr vom DrcuBilden Ministerium, Tr. Oldenburg aus Berlin. Alle Anwesenden waren sehr befriedigt über das Gehörte und Gesehene. Besonders sprach >ich auch der Herr vom preußischen Ministerium sehr anerkennend. über die Unterrichtsmethode und- über die Gewandtheit der Schiller aus. — 3in> vergangenen Semester weilten zwei österreichische Ministerial- Leamte aus Wien in derselben Angelegenheit in unserm Ort. — Besonderes Interesse enuedte auch die Heinr. Samessche Stiftung an Lekwmitteln, sowie per ganze Schulhansneubou, der nach der Prüfung eingehend besichtigt wurde. Bestimmung übergeben. Schon im Jahre 1834 hatte die israel. Gemeinde die Arttage eines eigenen Friedhofes in Gießen ernstlich ins Auge sich dieserhalb wandte. um einen speziellen Kostenüberschlag. Im Uebrigen blieb alles, wie es nun schon fünf Jahre bestand. Tabei kamen die Gießener Gemeindemitglieder, deren Angehörige dort begraben waren, zweifellos alljährlich zum Besuche der Grabstätten nach 1 Großerr-Linden und tonnten aus eigener Kenntnis die immer gegen fortschreitende Verwilderung des Friedhofes konstatieren. Allein und Nee-«kerne Hand rührte sich. Man hatte ja jetzt in Gießen einen B.B. Darmstadt, 19. Febr. Ein interessanter Vergleich kam heute vor der Strafkammer zum Abschluß. Tas sozialdemokratische „O ffeub a ch er Abendblat t" hatte aus der „Franlsurler Volksstimime" am 26. Juli v. I. einen Artikel ab gedruckt, durch den sich der katl-olische Pfarrer Eich in Obertshausen und eine Anzahl Mitglieder des dortigen Männer- und Vollsvcreins beleidigt fühlten. In dem Artikel war gesagt worden, der Verein hätte mit dem Pfarrer als Gegentrick am selben Tage, an dem eine sozialdemokratische Gewerkschaftsversammlung tn Obertshausen stattfand, ebenfalls eine Versammlung abgehalten, an der jedoch „fast Niemand" teilnahm, als ein Paar alte Kartenschlägerinnen und einige männliche Halbidioten, auf'die das Wort Zimmermanns zutreffe, daß sie zu den Spezies „Menschen" nur in einem ganz losen Berwandtschaflsverhältnis ständen. Das Schöffengericht zu Offerrbach hatte den angeklagten Redakteur Ignaz Klug vom Offenbacher Abendblatt freigesprocken, aber diese aus Rechts gründ en notwendige Freisprechung bedauert, da die in dem Artikel ausgesprochene nieürige Gesinnung wohl eine gehörige Strafe verdient hätte. Da der Beklagte in der heutigen Berufungsinstanz eine Verurteilung als wahrscheinlich annehmen konnte, entschloß er sich auf Anraten des Präsi dritten zu einem Vergleich, wonach er 5 0 Mark als Buße an die Lungenheilanstalt Sandbach zahlt, fein Bedauern über den Artikel ausdruckt und sämtliche Kosten übernimmt. Frankfurt a. M., 19. Febr. Die Strafkammer verurteilte heute Heu Schutzmann Eisen Haus wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung im Amte zu vier Monaten Gefängnis, den Schutzmann Antrecht »regen Lkör- perverletzung im Amte zu 200 Mk. Geldstrafe. Ter Schutzmann Grothe wurde fveigesprvchen, obwohl er beinahe der Mißhandlung als «überführt angesehen ivorfcen war. Die Schutzleute hatten am frühen Morgen den Teilnehmer einer Gesettscl>ast, die auf dem Nachhausewege begriffen war, unberechtigter Weise verhaftet und auf dem Transport zum Revier fchiver mißhandelt. fc. Frankfurt a. M., 19. Febr. Irr der Nacht vom 12. auf 13. Januar d. I. herrschte eine furchtbare Kälte. Jw> Wachtlokal der Schießstandwack>e in Hanau zeigte trotz eifrigen Feuerns das Thermometer abends um 11 Uhr 11 Grad unter Null. Der Musketier Emil Sonntag von der 4. Kvmpagnie des 166. Regiments, der um 11 Uhr als Posten abgelöst wurde, kam halb erstarrt ins Wachtlokat, obwohl er mit zwei Mänteln, deur Postenmantel und dem Dienstmantel, bekleidet gewesen war. Ten Postenmantel legte er ab, mit dem Dienstmantel aber setzte er sich an den Ofen. Ter wachhabende Ges reite machte ihn daraus auhnerüfam, daß es verboten sei, in der Wachtsiube mst einem Mantel bekleidet zu fein, und befahl ihm wiederlptt, ihn abzulegen. Aber Sonntag erklärte: Riich friert so, wenn ich ein bischen warm bin, zieh ich den Mantel aus! Darüber schlief er ein b ni> auch der.Gefreite begann zu nicken. Ta kam> der Offizier vom Ortsdienst und sah den Mann mit dem Mantel. Er veranlaßte die Meldung und heute wurde der Musketier ivagen Beharrens im Ungehorsam vor versammelter Manu schatt vom Kriegsgericht zur geringsten zulässigen Strafe von »d Tagen Gefängnis verurteilt. Berlin, 19. Febr. Tie dritte Strafkammer des Landgerichts I Berlin verurteilte den Redakteur Former Ruo. Oesterreich wegen Aufreizung zu Gewalttäigkeiten,^Aufsor- derung zum tlngehorsam gegen oic Anordilungen der Tbrigtett und Aufforderung zu ftraibaren Handlungen zu eineinhalb Jahren Gefängnis uni> den Meratlarbeiter Richard Gvhl mitgeteilt wurde, haben die Veranstalter der seinerzeit von der Kritik so beifällig beurteilten Eichendvr ff- Feier beschlossen, diese nächsten Sonntag, 23. Febr., abends 7 Uhr, in der Turnhalle des Turnvereins am Oswaldsgarten als Bolkskonzert zu wiederholen, um gerade den ar beit enden und weniger mit Glücks gutem gesegneten Kreisen unserer Bevölkerung Gelegenheit zu geben, gegen geringes (Entgelt ein gutes Mmzert zu Höven. Die Eintrittspreise sinv äußerst mäßig gehalten: 50 Pfg. für den ersten, 30 Pfg. für den zweiten Platz. Mitwirkende sind außer einem aus Mitgliedern der Gesangvereine Concordia, Harmonie, Heiterkeit, Liederkranz und Lehrer, ängerchor gebildeten, gegen 100 Sänger zählenden Männerchor Frl. Annie Atüller, Konzertsängerin, und Herr Adolf Müller, Konzertsänger, aus Frankfurt, die auch schon bei der Eichendorfs- Feier am 8. Tezember v. I. mitgewirkt haben; außerdem die Herren Gustav Simon (Violine. aus Mainz und Julius Hahn (Klavier) aus Gießen. Es dürfte also den Zuhörern durch das 5ionzcrt gegen äußerst 'geringes Eintrittsgeld ein erst kl ass' Kunstgenuß geboten werden. (Siehe Inseratenteil.) ** Kolosseum. Tie Kämpfe des 3. Tages endigten mit beseitigt werden. Man hat nämlich neuerdings auch öffentlich geäußert, die hiesige K'leinkinder-Bewahranstalt sei eine ftäbt Anstalt und werde der Hauptsache nach aus stödttschen Mitteln, durch die Steuerkraft der Gemeinde, erhalten; die öffentlich erbetenen Beiträge seien darum eigentlich nur eine Erleichterung der Stadtkassc, ein Beitrag für diese. Tas ist tin Irrtum Tenn die Anstalt wurde vor etnxi 70 Jahren von Mitgliedern der hiesigen Freimaurerloge „Ludwig zur Treue" gegründet als ein freier, selbständiger Verein, eine private Wohltätigkeitsanstalt. Auch als sie 1878 die Rechte einer juristischen P^on staatlicherseits erhielt, wurde ihr ausdrücklich diese Stellung als einer „auf Liebesgaben gegründeten und durch freie Liebestätigkeit geleiteten Anstatt" gewahrt; es wurde Ihr nur die Verpflichtung auferlegt, ihre Jahresrechnungen dem KreiS- amtc zur Einsicht -vorzulegen, was dem Vorstände zur Sicherheit, and) gegenüber den Freunden der Anstalt, natürlich nur heb fein kann. Tie Anstalt erhebt zudem, wohl als einzige Klern- kinderschnle in ganz Oberhessen, kein Säpttgeld, ihr Besuch ist für die Kinder unentgeltlich. Und nur deshalb, weil die Ktinder, um die Eltern umso besser in ihrer Erwerbsarbeit zu fördern, auch über Mittag in der Anstalt bleiben und dort Mittagessen erhalten — was wohl auch in keiner anderen Wein- kinderschnle Oberhessens geschieht —, werden von jedem Kinde für dieses Essen wöchentlich 20 Pfg. — Suppen-Psennige — erhoben, also etwa 3 Pfg. täglich, die natürlich nicht aus- nüchen für die Suppe, so daß die Anstatt jährlich einige hundert Mark zulegen muß. Die Anstalt ist demnach jederzeit auf die Hilfe ihrer und ihrer Kinder Wohltäter und Freuride angewjesen, deren sie allerdings um ihres heilsamen sozialen Zweckes willen von Anfang an eine große Zahl hatte und noch hat.' Zu diesen vielen Wohttätern gehört sehr dankenswerter Weise auch unsere Stadtverwaltung, die seit Jahren der Anstalt einen freiwilligen Bettrag von 300 Mk. jährlich spendet. Das ist aber doch keine „Inanspruchnahme der Steuerkraft der Bürger", denn diese Liebesgabe wird jährlich mehr als ersetzt dadurch, daß die Anstatt durch, die treue Pflege und Bewahrung von etwa 250 Kinder den ganzen Tag hindurch vielen Familien der Stadt ihre Erwerbstätigkeit und dadurch auch ihre Steuerzahlungskraft erhöht. Man hat ferner behauptet, die Kleinkinder-Bewahranstalt besitze ein großes Vermögen und könne aus dessen Zinsen ihre Bedürfnisse bestreiten. Durch die weiter begehrten Beitrüge erhöhe sie immer mehr ihr Kapitalvermögen. Das ist auch ein Irrtum Richtig ist, daß die Anstalt durch besondere Schenkungen, Stiftungen und Vermächtnisse aus früherer und neuester Zeit einige Kapitalien besitzt, und daß sie jährlich einige feste Beiträge als Stiftungszinsen einnimmt, ohne die sie gar nicht bestehen könnte, — die Anstalt hofft, daß auch künftig bet Schenkungen, Stis tun gen und Vermächtnisfen ihrerund ihres Wohltätig fei ts wertes gütigst gedacht werden möge. Allein dem allen steht Überragend gegenüber eine Hypothek- schuld von 18000 Mk., die verzinst werden müssen. Es mußten die Bediensteten der Anstalt, wie die anderen Beamten, in ihren Gehältern erhöht werden. Die Kanalisatton mit allem damit zusammenhängenden beanspruchte einige Tausend Mark und wird auch ferner Beiträge erfordern, die von der Anstalt so gut, wie von jedem Hausbesitzer, entrichtet werden müssen. Demnach sind nickst die Kapitalien, sondern die Aufgaben und Sorgen der Anstalt gestiegen, und weitere Unterstützung tut ihr not. Noch werde endlich ein anderer Irrtum befestigt, die Meinung nämlich, die voriges Jahr ausgesprochen wurde, daß die für Weihnachten von dem Anstaltsvorstande gesammelten Gelder doch auch eine beträchtliche Einnahme der Anstalt bedeuteten. Es sei dagegen versichert, daß säm-tliche von den Vorstandsdamen zur Christ bescl)erung besonders zusammengebrachten Gelder, eine recht hohe Summe, nun für die Bescherung verwendet werben, daß kein Pfennig davon in die Anstaltskasse fl ießt. Was etwa übrig bleibt, das wird im Laufe des kommenden Jahres zur Freude der Kinder verbraucht, für Bretzeln, Kaffee- fest, Ach Mstch für besonders schwache Kinder. , Ai ächten diese Ausführungen eine erfolgreiche Empfehlung der Bitte des Vorstandes der Kleinkinder-Bewahranstalt sein! Möchten die Erheberin der Beittage mit ihrer Liste allerseits eine freundliche Aufnahme finden! ** Volkskonzert (Eichendorff-Feier). Wie schon früher genden Tage beerdigt. Unterm 8. Aprst 1828 verfügte der Landrat, daß der jüdische Begräbnisplatz zu Großen-Linden mit einer Umzäunung versehen werden müsse, andernfalls die Umfassung behördlicherseits angeordnet ireroen und die entstandenen Kosten eingetrieben werden müßten. Dem Verlangen des Landrats wurde alsdann auch sofort entsprochen und dem Flurschützen Johann Müller für Beaussichttgung des Judenbegräbnisplatzes 2 fl. pro Jahr bewstligt. Trotz dieser Aufsicht war bereits im Jahre 1833 keine Spur von der Hecke des Totenackers mehr vorhanden, die im Jahre 1828 neu angelegt worden war. An dem Tore waren die Kloben weggerissen. Die Umzäunung der Anliegenden war ganz unversehrt. Ter ganze Friedhof glich einem Ackerfelde. Auf eine Beschwerde an den Kreisrat ersuchte dieser den Bürgermeister Leun um eine strengere polizeilich Aufsicht und bestimmte, daß in Zukunft die Flurschützen erst bann ihre Vergütung erhalten sollten, wenn sie ein Zeugnis des ersten Vorstehers beibringen könnten. Diese und andere Mißstände, welckie sich zu diel er Zeit mehr als je bemerkbar machten, veranlaßten den Vorstand der Gießener israel. Religionsgemeinde, die Anlage eines neuen Friedhofes in unserer Stadt ins Auge zu fassen. Es ist unbegreiflich, daß man bei den Erörterungen hierüber den Friedhof zu Großen-Linden vollständig vergessen zu haben schien. Ware es sonst möglich gewesen, daß man mit einem wahren Vandalismus die Grabdenkmäler beschädigte und zum Teil niederriß? Noch einmal, im Jahre 1838, erklärte der beauftragte Vorstand des Friedhofes zn Großen- Linden den Vorständen der israel. Religionsgemeinde Gießen, daß er die zur Sicherheit der Gräber erforderliche Umzäunung nicht allein unfertigen lassen könne, da es mit einem kleinen Aufwand nicht getan sei. Ter Vorstand bat alsdann folgenden Resultaten: Mit großer Ueberlegenheit besiegte Frl. Philippi (Aachen) die Berlinerin Frl. Berg in 15 Va Sek. durch Untergriff von hinten verbunden mit Halbnelson. Aufregend war der Kampf Frl. Richter (Schlesien) gegen Frl. Koslowsky (Ostpreußens Lange wogte der Kampf hin und her, bis er nach 20 Min. heißem Ringen abgebrochen werden mußte. Tie Entscheidung findet Freitag statt. Nach 7.09 Min. ging Frl. ö an Ion (Elsaß) im Kampfe gegen Frl. Knorr (Rheinland) als Siegerin hervor durch Halbnelson am Boden. Für heute Donnerstag stehen nrieber interessante Kämpfe bevor, u. a. der Entscheidungskampf zwischen Frl. Simson, Hannover, unb Hanlon -- Elsaß. Wegen des täglich überfüllten Saales sichere man sich frühzeitig Plätze. "Gestohlen wurde heute nacht in dem Neubau Ecke der Friedrichsstraße und deS Wetzlarer Weges ein Drillich-Anzug. ** Der internationale Charakter de § Roten Kreuzes hat durch ein kleines Vorkommnis in jüngster Zeit wieder Bestätigung gefunden. Auf Anregung des Roten Kreuz- komitecs des Tepartements Vaueluse in Avignon soll dort zum Besten der Verwundeten und Kranken des französischen Ex- peditwnskorps von Marokko eine Kindertombola veranstaltet werden, für die überallher Puppen in Nationalttackst als Preise erbeten wurden. Tenv an sie ergangenen Ersuchen um eine solche Beisteuer, dem u. a. die russisch Kaiserin in freigebiger Weise nachgekommen ist, hat auch die hessische Protek- torin vom Roten Kveuz entsprochen, indem man eine 32 Zentimeter große Puppe in kleidsamer ober hessischer Tracht (eine „Öüttcnbergcrin" aus Pohlgöns) nach Avignon sandte. Ein liebenswürdiges Tankschreiben hat den Empfang bestätigt. -r ©rüningen, 19. Febr. Am 18. Febr. sand in der hiesigen Fortbildungsschule eine Prüf ung statt, wobei der-Gemünden einen Jahrespachtertrag von 111 M, 2. die Felda bei Nieder-Gemünden und Rülfenrod 72 Mk., 3. die Ohm bei Homberg bis an die Wäldeshäuser Grenze 55 Mk., 4. die öyoa bei Ermenrod 175 Mk., 5. der Sembach bei Merlau unb Flensungen 61 Mk., 6. der Linsenbach bei Grünberg und Queckborn 301 ML, 6. die Ohm bei Nieder-Ohmen 60 ML und 7. die Lumda bei Lumda 12 Mk. t _ ltz Butzbach, 19. Febr. Ein Ulan vom Regiment Nr. 6, der von Hanau mit seinem Pferde verschwunden war, wurde^rn Grävenwiesbach verhaftet und hierher gebracht. hiesige Bataillon meldete sofort die Sache nach Hanau und beute rüb wurde der Ausreißer von Ulanen abgeholt, .ter Ulan heißt Roth und ist aus Dillenburg, dorthin wollte er angeblich aus Heimweh retten. Unterwegs gingen Wtne Barmittel aus, in Kleebach blieb er über Nacht und da er feine Mittel mehr hatte, meldete er sich auf der Bürgermeisterei, die leine Verhaftung veranlaßte. Q Laubach, 19. Febr. Am heutigen fand am Gym- nasiu m Friedericianum unter Vorsitz des Geh. Oberschulrats Nodnagel die mündliche Maturitätsprüfung statt. Neun Schüler unterzogen sich ihr; vier waren durch ihre guten schriftlichen Leistungen von dem Examen befreit. Sämtliche Examinanden bestanden. x Wettsaasen, 18. Febr. Unser Fischbach ergab bei seiner Verpachtung den Betrag von 46 Mk. gegen 20 Mk. in der vorausgehenden Periode. Pächter blieb der seitherige Besitzer W. Laligenohr von hier. Offenbach, 19. Febr. Der Fehlbetrag, der sich in der Stadtkasse ergeben hat und der in der letzten Zeit auf nur ungefähr 3300 Mk. beziffert wurde, hat sich als wesentlich höher herausgestellt und beträgt heilte 4 7 000 Mark. Bekanntlich hat die Bürgermeisterei auf Veranlassung des Verfassungs- und Vermögensausschusses den Stadtrechner Grebe zu einem Bericht über die Ursachen des Fehlbetrags aufgefordert. Grebe hat diesen Bericht nunmehr erstattet. Er macht über die Entstehung des Defizits folgende Angaben: Im Jahre 1892 seien ihm eines Tages plötzlich 10000 Mk. oerschlvunden. Diesen Fehlbetrag habe er bald darauf durch einen größeren Lotteriegewinn decken können. Nach der Vereinnahmung größerer Anlehensbeträge im Jahre 1905 seien ihm darauf abermals 50 000 Mk. auf ähnliche Weise verschwunden; hiervon habe er in der Zwischenzeit 3000 Mk. gedeckt, so daß sich also der obige Fehlbetrag von 47 000 Mk. ergibt. Dem Vernehmen nach will Grebe den Verlust der 50 000 Mk. nicht sofort, sondern erst etwa 14 Tage später, anläßlich eines Kasfenabschlusses bemerkt haben. Die Unterlassung einer amtlichen Meldung über den Fehlbetrag begründet Grebe unter anderem damit: Er habe keinen bestimmten Verdacht aussprechen und darum auch keine weitere Auskunft über die fehlende Summe geben können. Nicht zuletzt habe er geschwiegen im Interesse seiner Familie, sowie an§ beruflichem und persönlichem Schamgefühl. — Ein Obertertianer der hiesigen Oberrealschule erkrankte vor einiger Zeit unter Begleiterscheinungen, die auf Genickstarre schließen ließen. Der Schüler, der mittlerweile gestorben ist, wurde einer eingehenden Untersuchung unterzogen, wobei sich herausstellte, daß er tatsächlich mit dieser gefährlichen Krankheit behaftet war. Die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln sind bereits eingeleitet. Frankenberg, 19. Febr. In Th alitter brannte gestern nacht die Schlannwitz'sche Käsefabrik nieder. Es mirb Brandstiftung vermutet. — In Buchenberg wurde vorgestern das Gehöft des Landwirts Gelb durch ein Großfeuer eingeäschert. enorm hohen Preis, unb wollte auch stimmen. Taxatoren schätzten schließlich jetzigen alten Friedhöfe zu 1 fl. 5 kr. . Gesamtkosten zur Anlage des Friedhofes behugen 1600 fl. Bis zum Jahre 1836 beerdigten die Israeliten Gießens unb folgender umliegenden Ortschaften ihre Toten auf einem großen Degräbnisplatz zu Großen-Linden: 1. Wieseck; 2. Heuchelheim; 3. Großen-Linden; 4. Langgöns; 6. Kirchgöns und Pohlgöns: 6. Leihgestern; 7. Steinberg; 8. Watzenborn; 9. Garbenteich; 10. Steinbach. Sämtliche Gemeinden hatten sich dahin geeinigt, die Oberaufsicht über den Friedhof zu Großen- Linden dem Vorsteher von Kirchgöns zu übertragen. Dieser hatte als Unter aufseher den Flurschützen zu Großen-Lmben, der laut landrätlicher Verfügung hierfür eine jährliche Gebühr erhielt. Bis zum Anfänge des 18. Jahrhunderts scheint sich auf dem Gebiete des Begräbniswesens alles glatt abgewickelt zu haben. Die Verstorbenen wurden nach damaliger Sttte. möglichst noch am Todestage, spätestens jedoch am sol- eigenen Friedhof und bekümmerte stcti nicht mehr um dm zp Großen-Linden, der mit her Zeit von den Bauern benützt mürbe, als wäre er ihr volles Eigentum. Ta niemand Klage erhob, nahmen sich einige kurzer Hand das Recht, ein Stück nach dem andern mit einer Hecke zu versehen unb als ihr Eigentum zu prollamieren. Auf den Nachbargrundstücken des jetzigen jüb. Friedhofs zu Großen-Linden, die zurzeit Eigentum verschiedener Ortseinwohner sind, befinben sich eine große Anzahl jüdischer Grabsteine, ein Beweis, daß auch diese Grundstücke ursprünglich zu dem gleichen Begräbnisplatz gehörten. Nach dem israel. Ritus ist die Veräußerung eines Friedhofs, sowie die Benutzung eines solchen zu landwirtschaftlichen Zwecken sttengstens verboten und ein Verkauf aiuf) nur einzelner Teile undenkbar. Die früheren Inhaber der bett. Friedhofsgrund- stücke könnten also unmöglich einen Erwerbstitel darüber besitzen, vielmehr muß s. Zt. eine widerrechtliche Aneignung beleihen stattgefunden haben. Eine Anzahl von Parzellen mit Grabsteinen soll seit über 60 Jahren im Besitze von Privaten ein; auf den übrigen Grundstücken hat man anscheinend die Denkmäler entfernt. Da das Grundbuch im Jahre 1856 legalisiert wurde, konnte eine Aenderung int Verwaltungswege nicht herbei^eführt werden. Auch Bemühungen, auf gütlichem Wege ettvas zu erreichen, waren bisher vergeblich. Das Gesetz über den Denkmalschutz verhindert wenigstens die Entfernung der noch erhaltenen Denkmäler. Allein die bett. Grundstücke sind unb bleiben Eigentum der jetzigen Inhaber, falls nicht btc Gießener israel. Gemeinde unter schweren finanziellen Opfern dieselben anlaufen sollte, wozu wohl wenig Aussicht vorhanden ist. Die vorgestern ihrer Bestimmung übergebene israelitische Abteilung des neuen Friedhofs am Rodtberg liegt im itord- östlichen Teile des bis jetzt eröffneten Geländes. Es send hier 1049 Grabstätten vorgesehen, und zwar 78 Erbbegrabnisfe an der Mauer, 16 Einfassungsgräber daselbst, 60 Gräber für Erbbegräbnisse, 585 Reihengräber für Erwachsene, 39 Gräber ür Kinder von 3—10 Jahren, 271 Gräber für Kinder von 0—3 Jahren. Tas für die Israeliten bestimmte Friedhofsgebäitde wurde im September 1907 fertiggestellt. Der Neubau ist in spätromanischen Formen nach dem Entwurf unb unter Leitung des Stadtbaumeisters Gerbel ausgeführt. Für das am südlichen Giebel vorgebaute Portal, ür Tür- unb Fensterumrahmungen, Gesimse und Giebelabdeckungen ist roter Mainsandstein verwendet, für die Trittstufen Odenwälder Granit; die äußeren Mauerflächen sind in Basaltlava hergestellt. Die hehr. Inschrift über dem Hauptportal ist dem Buche Hiob, Kap. 1, 21 entnommen und lautet in deutscher lieber- etzung: „Ter Ewige hat's gegeben, der Ewige hat's genommen, )er Name des Ewigen sei gepriesen!" Der südliche Teil des Baues, der die Trauerversammlungshalle mit einer Bodenfläche von 70 Quadratmeter enthält, ist durch eine überwölbte Vorhalle mit dem nördlichen Anbau verbunden. In diesen befinden sich drei Leichenzellen, an welche sich zwei Stäume für die Leichenwache und die übrigen erforderlichen Nebenräume anschließen. Tie Baukosten betragen 35 000 Mk. für den Bau unb bic innere Einrichtung, unb 2500 Mk. für die Anpflanzung der Umgebung, die Anlage eines Brunnens und die Herrichtung der Wege. Plan unb Ausführung des Gebäudes zeugen von seinem Geschmack unb rechtem Verständnis für die Forderungen, die an diesen ernsten Ort gestellt werden. Mit dem Tanke, welchen die Israeliten Gießens der Stadtvertretung, zollen für die bereitwillige Erfüllung aller Wünsche, soweit sie religiösen Bedürfnissen entsprangen, verbindet sich der Tank gegen Herrn Stadtbaumeister Gerbel, der mit einem reichen Maße von Liebe sich seiner Aufgabe entledigte. Josef Marx. ,Siü«9 «te, ys 9entuöl rM kK'edhllsz? Älner j;,i q . darüber b ^anung l., '‘'„Ä'K °"icheinend bK -ÖW -?v3 W biejeihö ch-mden ift. ^?E israrUW .^gt ,m nol LEs sL [ Äw 60 Graber ür 'lene, 39 Gräbv lnr Kinder dm «oisgebäudc würbe I -n nach dem Ent« li ttts Gerbet Qlli, | orgebautc Pvr!Ä I >e und Giebelab- l ' iüi die Tritt- 1 rerilächen sind in ' °l ist dem Buche I ii deutscher lieber« I hat's genommen, 1 ruerversamnilunK» I Meter enthält, it I »liehen Anbau bei« | mzellen, an welche | ’ übrigen crsvrdci- I 1 den Bau uftb bi' 1 Anpflanzung bet I d die herrichtunz I des zeugen ta r die Forberunger, 1 Mit dem 2anf:, X -tretung zollen fr j Mit sie religiös» I Tank gegen Hem I :n Maße von Lick 8 Josef Marx. tevu oersammluvt schait am 20. d.W Themas ,G it 4 sämtliche ho? von 34 Konkurrent eiten den 1. d"- er in Karlsruhezr- eiessantciSe M- Abschluß. - dblat!" b. I. einen W- ■ Pimer Es? r artigen M-°? * Wikel war.gc!^ c als Gegentnrk« chr Gcwertl.chal^ feilte Inahni, als cin r^ ' Halbiowlen. , den ^astsverMisku Dtte den -u'M !dülatt'E Mischung rige GeMMin ^ T Beklagte'^ W Zauern über rrninxmt. wegen u n i int Mer^ ntrecht'A^s Keiner \ j^r M - surchtval (itr^ ' «Wit*.«? L?i le».’,» Tapeteo Beste Annerod, den 20. Februar 1908. 1121 Danksagung. .. Für bte vielen Beweise herzlicher Teilnahme und ote reichen Kranzspenden bei der Beerdigurtg unseres neben Entschläsenen sagen wir allen, besonders auch dem Gemngverein „Teutonia" und dem Turn-Verein „Gut «eil unseren herzlichsten Daul. I.n Namen der Hinterbliebenen: Marie Dörr. 1120 Gestern entschlief, sanft.nach längerem Leiden mt Aller von 4 Fahren unier geliebtes Töchterchen Die Beerdigung findet Freitag, den 21. Februar, mittags 1 Uhr statt. Die ttauernden Hinterbliebenen: Familie Bömer. D Rinn. Heuchelheim, den 19. Februar 1908. Todes-Anzeige. Allen^K>erwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nacyricht, daß unser lieber Gatte und Vater Friedrich Kalesky, Schaffner, beute sanft entschlafen ist. 1113 Elisabeth Kalesky nebst Kindern. Gießen, Bruchftr. o, den 19. Februar 1908. Beerdigung: Samstag nachmittag 3 Uhr vom Portal des neuen Friedhofs. in jeder Rollenzahl zu bedeutend herabgesetzten Preisen empfiehlt 1115 Robert »Sasse, Inh.: Otto Täubert Tapeten handlang — — Schanzen str. 6. Dörrobst Pflaumen, bosn. Psund 30, 40 und 50 Pfg. ff. Eath. Pflaumen 1 Pfund-Karton 65 Pfg. Aprikosen Pfd. Mk. 1.50 Apfelrrngc u 60 Pfg. Birnen „ 90 „ Datteln u 40 „ Feigen v 40 „ Pfirsiche , 90 „ Mifchobst „ 45 „ ff» do. „ 60 „ empfiehlt [1131 Jakob Maternus Ecke Klinik- u. Frankf.-Straße Bin mit einem Transport belgisclierPferde angekommen. (1116 M. Bing* Meiaiiiüaoi!. Lieb. Reines Schweiueschmalz v. Pid. 60 Pfg., fttsche Sicdcicr Stck.8 Pfg. empfiehlt 101154 W. Ullrich, Schloßgaffe 7. -Kaffee- :t\ ä Pfd. 1.20 Mk. iit ganz vorzüglich. 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Ulisere Kleinkiuder-Bewahranstolt bietet Kindern von 21'? b!s 6 Jahren, deren Ellern durch ihre Berufsarbeit den Kleinen die nötige Sorgfalt nicht widmen können, den Tag über Pflege, Aus sicht, Bewahrung und Erziehung. Die Anstalt, eine große Wohltat für ihre etwa 250 Kinder und deren Angehörige, iit von Aiismig an auf freie Liebesgaben gegründet und hat stets ihre höchste Einnahme , aus den Jahresbeiträgen ihrer Wohttäter nnd Freunde bezogen. Wtt bitten auch in diesem Jahre herzlich um solche Beiträge,- die teure Zeit hat auch unsere Aufgabeli erhöht. Mögen die alten Wohltäter mit ihren Gaben uns treu bleiben, mögen recht viele neue unsere Sache willig unterstützen! Sie alle tun em gutes Wert. Gießen, den 17. Februar 1908. Der Vorstand der Kleintinder-Bcwahranstalt. vr. Naumann, Kirchenrat. vl’/3 9M ftf»«**811 Giessen, den 20. Februar 1908. (Münchener Bürgerbräu.) Eintritt 40 Pf. Anfang 5 Uhr nachm. 1124 B»/> Schuhe do. ferner zu haben bet 1126) gez.: S o ni m e r. B19/, 010MJ Berk. e. 10 Mon. Stichelhaar Nüdc. Ed. Noll, Bahnlwiirr.22. empfiehlt 706 (1119 unter unterzeichnete Bürgermeisteramt einzureichen. 0100) Lichcrstraße 5, p. Zu haben bei [10 Zigarrerrfabrik 614h Kassen^ fertigen, billigsten Berkaus. (ssu/n BS'fi. . Cojreli, Telef. 3714. WW^WK WWWm Verkäufe. b) 22 c) 30 d) 21 Submission ans Grubenholz ca. 7000 Ztr. Hüttenbrechkoks, ca. 800 Ztr. Nußkohlen. , Bürstemvaren und Toilettegegenständen, Porzellan und Glaswaren, Schreibmaterialien, Kleiber für Kranke u. Personal, Backwaren, Fleischwaren, Spezereiwaren u. Verbrauchs gegenstände, Milch, Butter und Eier, Bier, Mineralwasser, Eis, 1 Emaillewaren, 105.! Am M Präsident ]5 ginnten. sürbe jedes Lei ?as würbe zei, etronuihj, |ont hört man von grober Unit 3ie bürgerliche' Schornstein- Aizfsatz Phönix bester Schutz gegen Rauchbelästigung 2. Das Reinigen des Küchenherdes und der Oefen. 3. Das Leerfahren der Senkgruben und das Fortschaffen des Kehrichts. 4. Die Abgabe von Knochen, Lumpen, leeren Flaschen und des Gespüls. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen Nachmittags von 4 bis 6 Uhr auf dem Aerwaltungsbureau zur Einsichtnahme offen. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zürn Eröffnungstermin Donnerstag, den 12. März 1908, vorm. II50 Uhr auf dem oben genannten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 21. März 1908. Gießen, den 17. Februar 1908. Großh. Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. Ein gröberes Stück Gelände Die Gemeinde Ebersgöns hat aus dem Einschlag pro 1908 noch folgendes Grubenholz zu verkaufen: a) 14 rm Eichen (2,5 m Schmttlänge) Sämtliches Material lagert im Ebersgönser Gemcinde- wald, ca. 5—G Kilometer vom Bahnhof Butzbach. Nähere Auskunft erteilt der Förster Apel in Oberkleen. Gebote sind schriftlich pro rm, getrennt nach Holzart und Schnittlänge, bis spätestens den 26. d. Mts. an das nichts unternom nur auf bte führen. I- blöl Unser- gen sachsten Mnsch -m ersten M Leise anerkam Wchung ist P1 bie ihr Koal legen Hasenarb tzchauerleu H. Drechsler, Flaschenbierhandlung Steinstraße 48. Groß-Rechtenbach (Kr. Wetzlar), den 18. Februar 1908. Das Bürgermeisteramt. wr* Triumphator -W aus dem Bürgerlichen Brauhaus München euwfiehlt in Flaschen, StzPbonS nut> Gebinden Emil Schmält, Biergroßhandlung Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. Für Mtaaleii-Mer! Zwei Automaten in einem, ein GZeld-Antornat für ound JOPfg. eingerichtet und eitt Zig rreattutomat Luiammcn,vers. für36Mk.franko geg?Nachn.u. Gar. gut.dun£i.(ss,9/2 Jean $eu&ircben Aulomaioplabrik Köln. Prospekte gratis. Nutz- u. BrennhoiMersteigerimg der Gemeinde Wißmar. Dienstag, den 25. Februar, borurrtt. von 9^ Uhr ab, kommen bet Wirt Fehl zum Verkauf: Distrikt 29. Beckert. Eichen: 4 rm Scheit und Knüppel. 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