den einzelnen Aktschlüssen lebhaft. -n-. Grad erreicht, wenn man nicht in ihm den Mann hätte sehen müssen, der sich einer Verfassungsreform Elsaß-Loth- ringens mit Händen und Füßen widersetzte. Nachdem die Hoffnung der Elsaß-Lothringer, je wieder mit Frankreich vereinigt zu sein, endgültig geschwunden und sie die Vorteile ihrer Angliederung an das Deutsche Reich erkannt haben, macht sich bei ihnen immer energischer der Wunsch nach einer Reform ihrer Verfassung im Sinne einer bundesstaatlichen Selbständigkeit geltend. Allerdings war ja durch kaiserliche Verordnung schon am 29. Oktober 1874 und durch Reichsgesetz vom 4. Juli 1879 der Landesausschuß ins Leben gerufen und seine Zusammensetzung, sowie seine gesetzgeberischen Funktionen geregelt worden; die Regierungsgeschästc waren dein Reichskanzleramt in Berlin genommen und einem elsaß-lothringischen Ministerium mit einem Staatssekretär an der Spitze anvertraut worden. Aber im großen und ganzen blieb Elsaß-Loth- ringen in seinen politischen Rechten schon deshalb beschränkt, weil das Reich in ihm durch den Kaiser bezw. seinen Statthalter die Souveränität ausübte und die Beschlüsse des Landesausschusses jederzeit durch Bundesrat und Reichstag eine Korrektur erfahren tonnten. So stellte Elsaß-Lothringen eigentlich ein Mittelding zwischen Provinz und Bundesstaat dar. Um diese Zwitterstellung zu beseitigen, hat der LandcS- ausschuß in den Jahren 1903, 1901, 1905 und 1907 eine ganze Reihe von Anträgen angenommen, die alle dahin zielen, die staatsrechtliche Selbständigkeit Elsaß-Lothringens zu erweitern. Sie verlangen in der Hauptsache folgendes: 1. Zu den Bundesstaaten soll als weiterer Staat das bisherige Rcichsland treten. 2. Bundesrat und Reichstag scheiden als Organe der elsaß-lothringischen Landesgesetzgebung aus. 3. Die gesetzgebende Gewalt wird in Elsaß-Lothringen durch den Kaiser bezw. seinen Statthalter und den Landtag ausgeübt, der aus allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlen hervorgeht. 4. Das Recht des Kaisers, unter Zustimmung des Bundesrats Verordnungen mit einstweiliger Gesetzeskrast zu erlassen, soll nur bestehen, ivenn der Landtag nicht versammelt ist. Dieser kann dann nach seinem Wiederzusammeutritt solche Verordnungen durch Versagung seiner Genehmigung außer Kraft setzen. Wie nmn sieht, sind die staatsrechtlichen Veränderungen, die die Elsaß-Lothringer verlangen, keine geringen. Die Schwierigkeit, sie zu erfüllen, liegt vor allem in der Aende- rung der Reichsverfassung, weil durch die neu hinzutretenden zwei oder drei Bundesratsstimmen für Elsaß Loth- ringen das Gewicht Preußens indirekt erhöhe würde, woran die anderen Bundcsitaaten mit Recht Anstoß nehmen würden. Des weiteren aber erscheint die Erhebung Elsaß-Loth- ringenS zum Bundesstaat, trotz aller Abnahme der Sympathien für Frankreich im Reichslande, aus Gründen der militärischen Sicherheit Deutschlands nicht ohne weiteres möglich. Wohl konnte man 1902 den Diktaturparagraphen beseitigen und seit 1903 die elsaß-lothringischen Rekruten in die Regimenter ihrer Heimat einstcllen, aber dem Reichslande die bundesstaatliche Selbständigkeit geben, hieße doch zum mindesten in jetziger Zeit mit dem Feuer spielen. Wer da gelesen hat, welche Kombinationen die Pariser Presse an die Einweihung der HohkönigSburg knüpfte, von der sie die Erklärung der bundesstaatlichen Selbständigkeit des - i ■ iii i111— Gieszener Stadttheater. Ein Walzertraum. Operette in 3 Akten von Felix Dörmann und Leopold Jacobson. Musik von Oscar Straus. Als Komponist zahlreicher Brettllieder und Brettltänze nm Oscar Straus dein größeren Publikum schon seit Jahren bekannt; als Operettenkomponist ist er es erst durch seine Operette .Ein WalzerlramnV Von ihm, dem einstigen ^'auSkapellmeister des Wolzogenschen Ensembles hatte man ilohl allgemein erwartet, daß ec den im Entstehen begriffenen njenen Berliner Operettenstil zur Blüte bringen werde, allein kuS Wienertum steckt ihm doch zu tief im Blute. Sein Walzertcaum ist nicht nur rein äußerlich eine Verherrlichung kr leichtlebigen Kaiserstadt an der Donau, sondern auch sülistisch gehört sie fast ganz und gar der altbewährten Wiener Operettenschule an, die bis jetzt noch immer die sieghafteste nmb erfolgreichste geblieben ist. Originell ist die Musik des Walzertraums eigentlich nicht. Man findet da zahllose An- lliüngc an alte bekannte Melodien, wie .Der rote Sarasan" ninb .Sei gegrüßt du mein schönes Sorrent". Was dem Komponisten so an ursprünglicher, eigener Erfindung fehlt, wrrsucht er reichlich durch graziöse Behandlung der einzelnen cmsikalischen Themen zu ersetzen. Tas Beste der Komposition, Lrr intime Reiz, manches Zarte und Duftige dieses musikali- i he» Gewebes leidet naturgemäß durch die Bühnenaufführung cbec geht durch sie gar vollständig verloren. Wer Oscar Straus einmal seine eigenen Kompositionen hat am Klavier r.ortragen hören, wird sich gewiß immer mit Vergnügen dessen erinnern, wie wunderbar fein er die zartesten Klangwirkungen i.ntec den Tasten heroorzuzaubern gewußt hat. Da bildeten Spiel und Komposition eine wundervolle Einheit. Ein viel > "gefügigeres Instrument ist aber das Orchester, und die Instrumentation läßt bei Straus noch manches zu wünschen übrig. Trotz aller Mängel hat sich der .Walzertraum" m- to’ften bisher zu behaupten vermocht, und man darf in dieser Operette mit vollem Rechte eine erfreuliche Bereicherung unserer Operettenliteratur sehen. Die etwas süßliche Senti- i'-entalität des zweiten und des recht schwachen dritten Aktes mird ihre Wirkung nicht so leicht verlieren. Tiit Benutzung einer Novelle aus Hans Müllers Buch bo’r Abenteuer ist der Operettentext geschickt zusammengestellt.' fehlt darin nicht an heiklen Stellen. Der Inhalt ist kurz folgender: Die Prinzessin Helene v. Flausenthucn hat sich einen flotten Wiener Leutnant als Gatten erkoren. Dem Auserkorenen behagte aber die Rolle des Prinzgemahls ganz und gar nicht. Die Etikette am Hofe störte ihn in seiner wienerischen Gemütlichkeit, sie hindert ihn in seiner Fröhlichkeit. Und darum beschließt er denen einen Streich zu smelen, die ihn — ungefragt, ungewollt zum Prinzgemahl gemacht haben. Der, der zuerst seine Rache spürt, ist der erlauchte troddelhafte Schwiegerpapa. Dem gesteht er natürlich, daß er — .streiken" werde. Streiken gleich vom Hochzeitsabend. Er sagte ihm, daß aus der Thronfolge, die dem alten Fürsten am meisten am Herzen liegt, nichts werden würde! 2ln der komischen Ratlosigkeit und dem Gezeter des Herrn ergötzt er sich. Darauf läßt er sich von einem lustigen Kameraden ganz heimlich in ein Gartenlokal führen, zu einer Wiener Damenkapelle. In die Kapellmeisterin, Franzi, verliebt er sich. Em weniges später taucht dec Fürst mit seinem Vetter — ein zweiter Troddel — auf dem Plan auf. Sie wollen den Durchgänger suchen, laufen statt dessen aber den Musikerinnen in die Arme. Ungesehen und unbemerkt erscheint endlich die Prinzessin mit der Oberkammerfrau. Die flotten Walzerklänge locken die erlauchten Herrschaften aus ihren Verstecken und Lauscherposten hervor. Und ein Tableau, wie mans nur auf der Bühne sieht, ist vor uns entrollt. Die Prinzessin führt den Gemahl von den Damen, während die arme, in ihrer Liebe getäuschte Franzi jammernd zusammenbricht. Am Ende ist sie aber noch diejenige, die die beiden Gatten einander ziiführt. Sie .unterrichtet" nämlich die Prinzessin in den Künsten, wie es anzufangen ist, den Tlnnn zu fesseln und sie nimmt Abschied, da die Beiden sich endlich gefunden. Ein rührender Stoff! nicht wahr? Die gestrige Aufführung unter der Regie Bruno Schlegels kann als denkbar beste Wiedergabe dieser Operette gelten. Die Ausstattung war, wie wir es ja im neuen Hause gewöhnt sind, glänzend und- vor allem geschmackvoll. Tas Orchester, die Kapelle unseres Jufant.-Regiments, unter Hermann Wei »iacks Leitung war in anbetracht der naturgemäß geringen Zahl von Proben, es soll sogar, wie wir hören, nur eine Probe gewesen sein, zudem ohne Solisten und Chor, sehr gut. Weniger gut gefielen mir dieses Mal die Chöre. Tas Zusammenspiel ließ den nötigen Humor nicht vermissen. Lor allem waren es die Herren Schlegel, Much und Roden (Fürst, Gras Lothar und Hausminister), — Eine Wohnung Schillers in Jena, die bisher unbekannt war, ist gelegentlich der Recherchen zur Erneuerung; und Ergänzung der Gedenktafeln anläßlich der Universitätsjubelfeier anfgefunden worden. Sie befindet sich in der Nähe der Universitätsbibliothek inmitten eines schönen alten Gartens. Das eiserne Gartentor, das jetzt mit einer Gedenktafel versehen wird, gewährt einen freien Einblick in den Garten mit prächtigen Bäumen. Schillers Gartenwohnung bleibt aber zunächst verborgen. Erst nackchem man einige Schritte vorgetreten ist, schaut man die nach der Morgensonne gerichtete Längsseite mit ihren grünlichen, freundlichen Fensterläden. Im Jahre 1871 sind zwer Anbauten erfolgt, das alte Gartenhaus, in dem Schiller vom 7. April bis »um l. August 1793 wohnte, ist aber vollständig tvie einst geblieben. Hier arbeitete Schiller an den Abbandlungen der neuen Thalia, an der Vollendung der „Götter Griechenlands ', der „Künstler ' und betrieb Oluintilaenstudien; auch 24 Briese, davon 7 an Körner, find hier vom Dichter geschrieben worden. Er erfreute sich hier in der ihm wohltuenden, beschaulichen Ruhe des Besuches seines Verlegers, Lavaters und seines Schwagers Reinwald mit Frau aus Meiningen. Schiller selbst fühlte sich hier in dem „angenehmen Gartenhaus außerhalb der Stadt", „vor der Pforte" da er mehr „en famille leben und weniger Lärm haben will", sehr wohl. „Heule habe ich," so schreibt er u. a. am 7. April 1793 an Körner, „endlich meinen Einzug in den Garten gehalten, Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. Elsaß-Lothringen und der Rücktritt des Staats: sekretars v. Roller. Wie die „Rhein.-Wests. Ztg." meldet, schickt der Staatssekretär von Elsaß-Lothringen, Exzellenz v. Köller, zurzeit am alle Vereine, deren Mitglied er ist, hektographische Mit- 1 Klungen, daß er seinen Abschied nehme und daher austrete. /Laß Exzellenz v. Köller, der im 68. Lebensjahre steht und j.nt 1901 als Nachfolger v. Puttkamers das Staatssekre- i iriat für Elsaß-Lothringen verwaltet, .sich mit Rücktritts- ,sedanken trägt, ist schon seit einiger Zeit bekannt. Nur Raubte man bisher annehmen zu dürfen, daß sein Sind tr i tt . ist im Oktober 1909 und nicht, tvie es jetzt wahrscheinlich ist, hon in diesem .Herbst oder spätestens im kommenden Früh- uhr erfolgen wurde. Was diese Beschleunigung seines Ent- chlusses veranlaßt hat, läßt sich nicht mit Bestimmtheit igen. Möglich, daß sich die Beschwerden des Alters bei sm neuerdings mehr geltend machen, als bisher, möglich, duh er sich mit dem neuen Statthalter Grafen Wedel nicht j .) zu stellen weiß, wie mit seinem Vorgänger, dem Fürsten i,ji Hohenlohe-Langenburg, möglich aber auch, daß er — iDObon noch des weiteren zu reden sein wird — nicht die vorbereitenden Arbeiten für die Berfassungsrcsorm in Elsaß- !.Lothringen übernehmen will und es deshalb vorzicht, schon 1 sitzt seinen Rücktritt zur Tat werden zu lassen. Es dürfte heute noch verfrüht sein,-die Tätigkeit des .Herrn v. Köller als Staatssekretär von Elsaß-Lothringen c ner abschließenden Würdigung zu unterwerfen. Nur soviel । s» i gesagt, daß er, der preußische Beamte der alten Schule, ui nicht verstanden hat, sich die Sympathie der Elsaß- Lothringer auch nur im kleinsten Maße zu erringen, wenn s ie auch seine Pflichttreue und Arbeitskraft allgemein an» ctfennen. Herr v. Köller war daher nicht auf Rosen gekettet. Er hatte im Landesausschuß mit der Opposition k-es Zentrums und der Demokraten zu kämpfen und konnte । ich im wesentlichen nur auf die Liberalen vom Schlage Ker „Straßb. Post", des Ablegers der „Köln. Ztg.", stützen. I!nd wenn er die bürgerliche Opposition dadurch zu gell innen suchte, daß er den klerikalen Baron Zorn v. Bulach i»nd den liberalen Rechtsanwalt Petry zu Unterstaatssekre- heren machte und überdies den demokratischen Landesaus- si.mßabgeordneten Götz erst im November vorigen Jahres pm Direktor der elsaß-lothringischen direkten Steuern er» ■ rannte, so setzten diese Schachzüge zwar die Opposition im Lmdesausschuß bis zu einem gewissen Grade matt, sie hinderten aber nicht, daß sich der Bevölkerung Elsaß-Loth- i ingens eine tiefgehende Verstimmung gegen das Regime .Söller bemächtigte. Grund genug dafür war vorhanden. !an braucht nur an die Vorgänge der letzten Zeit, an die l cinliche .Handhabung der Auszahlung der Teuerungszu- 1. gen, an die Unsicherheit und das Ungeschick Köllers in Lachen der Sprachenfrage, an den Fall Eurtius und die irilgesetzliche Duldung der eucharistischen Prozession in Metz 5 i deuten, um verstehen zu können, daß die Elfaß-Lothringer, abgesehen von den Regierungsliberalen, Herrn v. Köller mit c mein Gefühl der Erleichterung scheiden sehen werden. Vielleicht hätte die Verstiminung gegen ihn nie cutcn so hohen Hr. 170 Erstes Blatt 158. Jahrgang Mittwoch ÄS. Juli 1808 5er Gießener Anzeiger anmswr Bezugspreis: ,-ücheinl täglich, außer monatlich75Pf., viertel- SonntagS. - Beilagen: Y Lj A ▲ mm W m ▲ m m jährlich Mk. 2.20; durch Hier mal wöchentlich j® 4k Abhole- u. Zweigstellen W iBTT j%|| ■■ MM yill MM monatlich w Pf. durch sssCTlCntnCT ZlIliCIQCTE— nMllchaftttcheSettfragen K3I W 'v 'V ÜH V" B ▼ V ▼ w v ▼ außroärts 20 Pfennig. - ernlorech - Anschlüsse r LA g? Ä W Verantwortlich stir bi« Redaktion 112, za*. < mm für den polilifchen Teil: ww General-Anzeiger für Oberhessen V^eenmnn.« Rotatfott«brud und v-klliq öcr vrschl'schiN Ilnlv.-Vuch- und StciitOrudetd. R. fange. Reöoftfon, Srpeöition und »ruderet: Schulstratze r. W vormittags 10 Uhr. ___________________________ ______ Reichslandes erwartete, wird mit uns die Erfüllung der elsaß-lothringischen Wünsche einstweilen für nicht ratsam erachten. t Allerdings nur in dieser extremsten Forderung. -Lernt aus dem Antwortschreiben des Reichskanzlers vom 28. Januar auf die Beschlüsse des Landesausschusses sch.int hervorzugehen, daß der Bundesrat einem Teil derselben Folge geben will, und zwar durch die Fortbildung der Verfassung von Elsaß-Lothringen auf dem Wege der Reichsgesetzgebung. Natürlich hat diese Antwort des Fürsten Bülow die Elsaß- Lothringer nicht sonderlich entzückt, aber im gegenteiligen Sinne noch weniger den Staatssekretär v. Köller, der dazu verurteilt war, sie im Landesausschusse zu verlesen. Er hat in Berlin für seinen Vorschlag, im Reichslande alles beim alten zu lassen, anscheinend fein geneigtes Ohr gefunden, und die Annahme, daß diese Zurückweisung den Grund für seine Rücktrittsbeschleunigung bildet, hat viel Wahrscheinlichkeit für sich. Wer sein Nachfolger tuirb, ist einstweilen ungewiß. Einigermaßen aussichtsreich erscheint die Kandidatur des Unter» staatssekretärs Zorn v. Bulach, der einer alten reichsländi- schen Familie angehört und der einzige Bruder des Aeih- bischoss von Straßburg ist. freilich ist er von ausgesprochen klerikaler Gesinnung, aber er sowohl wie fein Bruder haben beim Kaiser eintn großen Stein im Brett. Seine Ernennung zum Staatssekretär würde überdies der Eigenliebe der Elsaß-Lothringer schmeicheln und ihnen die Ablehnung, die ihre verfassungsrechtlichen Wünsche in Berlin gefunden haben, einigermaßen versüßen. Verbandstag der preußischen Zlciichbejchauer. S. u. H. Kiel, 20. Juli. Auch die Fleischbeschaucr, deren Arbeit für die allgemeine Wohlfahrt von unbedingter Notwendigkeit ist, haben sich nun yi einem Verbände zusammengeschlossen, um die Interessen ihres Standes zu förbern und diesen selvst zu heben. Der diesjährige Verbandstag des Landesverbandes preußischer Trichinen- und Fleischbeschauervereine, der der fünfte seit Begründung deS Verbandes ist, wurde in Gegenwart von etwa 40 Delegierten von Schmidt-Düsseldorf eröffnet. Ter Vorsitzende erstattete darauf den Jahresbericht. Nach diesem gehören dem preußischen Landes-Ver- bande jetzt insgesamt 11 Beztrisvereine, 178 Kreisvereine und 189 Ortsvereine an. Im letzten Jahre mürben 50 neue Vereine in den Verband ausgenommen, 21 traten allerdings aus verschiedenen Grüiideri aus. Wad? Erledigung interner Angelegenheiten trat man in die Beratung der Anträge ein. Ein Mtrag Ahrweiler, der forderte, daß den Fleisch- und Trichinenbeschauern die Benutzung der Güterzüge im Notfälle gestattet fein solle, ebenso wie den Aerzten, Tierärzten mid Hebammen, ivurde zurückgezogen, liachdein von verschiedenen Seiten bargelegt worben war, daß die Eisenbahnverwaltung wohl keineswegs geneigt sein luürbc, diesen Wunsch zu erfüllen. Ebenfalls zurückgezogen wurde ein Antrag Düren, der den Landesverband ausforderte, dahin zu wirken, daß die Fleisch- und Trichinenbeschauer als Beamte von der Gewerbesteuer befreit werden sollen. Auf Anregung des Vorstandes werden sick> die Bezirksvereine mit dieser fyrage befassen. Ein anderer Antrag Türcit verlangte für die Fteischbeschauer bei der Einschätzung zur Kommunalstener die gleicheit Rechte wie für die Lehrer und Beamten. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Auf Anirag der Gruppe Düsseldorf wurde die Zahl der Vorstandsmitglieder auf 15 erhöht. Längere Zeit wurde über die Frage der Vertretung aus den Verbandstagen und über die Berechnung der Spesen verhandelt. Ewort berichtete über die im i -m i N.iiinWj.rrj.1 ir.n.j. und Frau Schumann (Fifi), die ihren derb komischen Rollen die packendsten Wirkungen gaben. Herr Much erzielte auch als Sänger in dem Piccolo-Duett mit Frl. Klerwin (Fränzi) einen ganz gewaltigen Erfolg, so daß eine Strophe dieses lustigen Couplets wiederholt werben mußte. Frl. Klerwin sang und fibelte, lachte und weinte und tanzte mit entzückender 2lmnut. Auch ihr Duett mit Niki im zweiten Akte gefiel ganz außerordentlich. Neben dieser Franzi hatten die übrigen Tarnen Fränzi Großkopf (Helene) und Vilrna Srork (Oberkammersrau) dieses Mal keinen sehr leichten Stand. Fränzi Großkopf gewann sich allerdings durch ihre sieghaft-schöne Stimme, ihren teulperamentoollen Vortrag auch dieses Mal wieder im Sturm die Herzen der Zuhörer । und die Friederike der Altistin Vilma Stork war an sich eine , samose Leistung. Wie man hört, ist die Dame für das i Darmstädter Hoftheater gewonnen lüorben. Als Niki sah : Bruno Hildebrandt äußerst schmuck aus und im Gesang : entfaltete er seine glänzenden Stimmittel recht vorteilhaft, , besonders im ersten Duett mit Helene und im Duett mit : Montschi, der von Georg Bauer gesanglich sowohl als ■ auch darstellerisch gut wiedergegeben wurde. Das Theater war sehr gut besucht; der Applaus nach siebener Ztraitammer. 21. Juli. >flegt, ront jjfl’iprtiiflt. in bart bat <*'16 aufb doch fiel ben Tifbe« nur rin Tarif» in einem 'fbn onbrot 2 Kg. 58 vier 18 Nationen sind bet bei: Juli Melier 191*8 => N bi 2. Auslage Johanne» Eine Trilogie bc» Handel des Itörae, 22. Juli. 1.1b Uhr. 3X do. 3*,' Portugiesen JII 89.60 Pnuee-Henri-EisenbaUu . 120.00 Berliner Kör««. 22. JalL Anfangslrarea. 196.50 4- 19,6 e C. — 218 00 109.50 90.00 98 50 98.80 93.2J PrciS 250 Mk. Melancholia. Soinuiildieiii Bew. Himmel Bed. „ Uxrpener Bergwerk Laurahütie . . Luru bardcu E. B. N'ordd. Lloyd . . Ttlrkenloee . . . troci Stunden Zeit in Anspruch. C1 nmviiriicn grtflen nerlrcteii 01 95 82.60 Ul 90 82.70 . 159,'JO . 122 30 . 229 40 . 136.00 . 170.40 . 180.70 . 193.80 117.30 106.75 194 75 197.00 . 22.10 . 92 00 . 146.90 •Kmdermehl ■ Kranken ko 22 3C 147.90 35.? Schwede-i Dänemark Finnland llnflom 9torweaen Tentschlmid Italien Frankreich Amerika Tn8 Tiner währte roian Nene Sckcrzgedichte. 21. 21. 90 Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, Diarrhöe, Darmkatarrh, etc Fr0N ^»nriu «;• —. — Herr Nealaomnasiallenrer r. x eii’otxil' Ehrenreich. Jftau Tiarie tteizen 100 «g. 22 73 - 00.üü l'if. Roggen 100 Ra. 1950- 00.O3J?iL Stiittaart, I. (9 Cotta. Nudolj ,'j a ü n c i : Elektriz. Lahmeycr . . . laektriz. Scbnckcrt . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Ameril. Pökelt Harpcncr Bergwerk. . . Laurubfitte...... > >rdd Lloyd . . . . Ubeiechlcs. Eisen-Indastrie Berliner Handclsge*. I 'arnuUdler Bank . Deotscbe Hauk . . Dcntsdi-AMAt. Bank biekonto-KominandiL Dresdner Bank . . Kreditaktieu . . . Baltimore- nnd Ohio- Lieeulahn . . . Gollbardbahu . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. ."taaUbahu . Vurröh (nenn Mal) Gfoeii idrer Mal) Eijen (drei Mal) Hurah (neun Tlal) £>od) 'drei Mali Biaoa (drei 'l’lnl) Vire la repnbhque Rah, Rah, RaK. — Amerika. Stunden, d>e Toaste nahmen allein »riinktiiMer •/, ReicL*anldhe . . Literarisches. — Landeskunde be Grosthe r-v fl tum# Hessen, der Provinz Hessen-N^sian und bc> FürsicntitmS Waldeck, von Professor Tr. Gcorq Greim, Dozent der Oleographie an der i4rof;b. Technischen Hochschul' zu Darmstadt. Mit 13 Abbildungen und einer starte. G. I ^öl'chensche Perlogöhandlung in Leipzig. — Tie Behandlung des (Gebietes »st nicht nach politischen Grenzen, sondern noch natürlichen Landschaften erfolgt. Vollständigkeit ist nicht ange- strebt worden, deshalb sind die einzelnen Landschaften auch in verschiedener Ausführlichkeit eargestellt. wie es bi? Cr zielung je eines abgcrundeten Bild?, notwendig z.t machen schien. Au Zahlenmaterial ist möglichst daö n.'uestc benutzt, so bei deu Zahlen über die Bevölk?rung b«8 Material der Zählung vom 1. Dezember 1905; ein ausführliches Sach- und L?rtSregister ist bcigesügt. Meteorologische Beobachtungen der Station (ttieken. 92.00 98 25 Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigern, mitgcteilt von der Hank für und Industrie, Glennen. 62.40 63 GO 95 93 88.4U 146 6j 50 70 66.20 65.80 97.05 4,S* , ross, i tnatsaul. 190.» 4J* • japau. MnaUanleihe 4 *6 Conv.Türken vou 1'jv3 Tllrkenlose...... 4X Griech. Monopol-Anl. . 4H äussere Argentinier . 3*/e Mexikaner . . . 4-, Llnuesea . . . . Aktien: Bochum Goss..... Buderus E. W..... Tandem: schwach. za 2 .*’’cn in > a 7 sches. Geistes. Berlin, S. iVil'cfxr. Ewald Gerhard 3 c e l i g e r : Der Schrecken ber Völker. Ein Weliroman. 2. Ausl. Berlin W 30. Hermann Ehbock. Preis 4 Mk. Bi a i Kleinschmidt: Grammutik und Wiisciischast. Eine viprinatrn’tbc Studie. .Hannover Ti. Max Zänecke Preis Äugufl 1907 tr Weimar voi ur.i: rfn»v.- :ri -ine» ^.»chS toewanbe» b T ji raren brr Pr flrtzmfTLr: im \ : mber lV»7 Dar«-' rtex rrrl d-n lichen Sckdufrevln dte " rbonoluni r r 1 'X n * 'V Brrbanc?:?? ro -r Dan; iLt c t Tie Lieb? Hitr.i untre Zub lienahme 1.50 Mk Ans Natur und Geistes weit, nicr: Das deutsche Volkslied. 3. Aull. Bittera us: Napoleon I. Ar 199. Hvpnotisnius und Suggestion. Leimig. !* le6tT beltebtgen rchrtstart eno Konen« VlflllUl It II !?rie. sowie mH Zirkeln oller studentischen » Dtrtielgungte, liefert zn rndfeigee Preisen vruhl'sche UniversUäts-vruderei, Zchulstrabe 7 muhten und in der Nähe Rcuc Bücher. Besprechung crsolgt nnm .r.;v j-jji. Eine Vcrvslichtiing zur Besprechung und tur Auibewehrung unverlangt cingesaudtcr Bücher wird nickt übernommen.) Greta BickelhauPt: Aus cm Oudcwald. Gestbichlen und Gcdiailc in Ldcnwälder Mundart. Darmsradt, H. V Scklapp. Handbuch der gesamten Landwirtschaft. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgcnossen herausi g. von Tr. Karl Steinbruck. Hannover, Dr Max Zanecke. Li.'serung 22- 14. Preis der Lieferung 60 Pfg. Verantwortlich für „Aus Stadl und Land" und „Äcrtcht-saal": I. B.: E Anderson fuchungShast. Der Taglölner Adam ?Niihling von Scfcüb trieb itd> Anfang vorigen Monats bettelnd in Rimbach umher, wo rr auch ein: Ätrnchait besuchte. 3n der darauliolgend n Nacht wurde *.n bet P-irtschast ringebrodien: der Dieb lxttle mit einer Leiter doL ^enst. r crrcid i, bi? er aus der Scheuer g. l oli Harle. 4.a bi? Trnbipiirni am einen Sieinuh huiiviejen und M einen foldy.n trägt, lenkte sich der Verdacht al bald aus ilm, »mal er schon Diebstähle nmet gau; uljnlidten Umständen ausgesührt hat. Ter Dieb l-ane mit ein.r Ayl die Tischplatte. woiunt?r dos Olelb in einer Schublade auibewal rr wird, abgcsprengl'. er sand t?dock nur für etwa 1,50 Mk Postwert-.eicl^u und men ldbelrag von qltickxr völ:c. Am andern Tag erfolgte die Verhaftung des M. m Her Sie Id Er bestritt bil zum levt ' Aua en bl ick die Tater schafl und belxjuvtcte, dir Spuren des Sl.'lEutzes stimmten mit dem Icinigcn nickt überein Tatsächlich wurd auch f'stgestellt. hast er rin. Gummistulvc in der Taidk* nachtrug, was daraus lcksties.en lieh, das; er d SuUve nach der Tat gewechselt bat, um den Veidach. der Täterschast von sich \u lenken. 3« feinem Besitz fand man die ziemlich genaue Anzabl, der in b r Wirtschalt gestohlenen Postwertzeichen: er behauptete aber, früher mit Post karten hausieit zn haben, ivobei er Freimarken benötigt habe. Auch eine Unvoriichligkeit ha: er begungeiB indem er einem Mit« nefoiiflcneii crjäUt hat, ball ihm bei dem Diebstahl nur so wenig in die .Hände fiel. Dabei l-at er bemerkt, ivenn ihm der Diel- ftobl nuck gewiesen werd?, er mind-steuv 3 Jahr? Zuchthaus zu gcivärtigen labe Dieses siulue er bei der Verhandlung auch anders zu beutni, indem er angab, er habe seinem Mitgefangenen erzal.lt, >vu- ihm zur Last gelegt sei. dah er den Diebstahl^au-ä- gefühn habe, l itte er ui.male gesagt. Nach der ganzen Sack luge konnte an der Tüteiiel aft nicht gezweifelt ivcrbc». Das so bah sie sich Geqenständ-n begnüg'n riniflf nm folgenc- n Ta • (Äxabm (and In b r 1 Mc Au .• . Besuch. — ---- von S hmierseiie r;f ?v.th r em-evruck. -inb UtJtm versucht, einen Sckreibtisch tu 3ffn'n ?>avon ot r ifl* • t 'M At ftono genommen und nur zwei Bück^r und eine L:b.’.1irarbie mügenommen Zwei Tag «räter rcurr n in V>! ?e iahr Taglölner Philipp unb .'kob ?,r«n-k Ao-sdein b. Vorms wegen eines in 3r:'vberg e rub^n nohrraLSi'. u -.s f genommen und man sand in ihrem B^itz ein' Anndl b*r in eecnrt g Ooblntn - bi n < - Ietoa fl-ffohicr Bi rr und bt' lifcot irabhf Th 7t. em körpeNick zurück,-bB ener Mensch, der bereit» eine R !e von Strafen hinter sick dal und kurz zuvor in - 'blenz au» dem Le'ingn.S entlassen wurd-, war fowol l seinem Meister, wo fr lut .Iwoitg? ru bung untergebracht war, n..> auch au» einer Anstall turckgegan,en. Er hiett nch eine Zeitlang in der 2 'Sachen reduziert wurden. 3-ur 0)r|linbni5 berückiicktigeud, erfolgte bi? Ausreckmung von 3 Wochen Unter» ™ f'zt- neb. (rmneb. in Bleichenbach. jrL SS i-""” »tar.-cre.MSHlin,. «•»- . Dietz, aeb. Schinidt, Grobh. eAkÄtt TtaHi* m TannftabL - i'e.T Cn"“ ?***. »Uin. in ÄftSä« Ägri isÄl-’S™ SB*"— ___________ lw,H ,iu. .... trag in tne Hönde, mit einig*« ander.-«, für die t Uirrtfe weNlosen von b-nen man Can ad a E. B.....16J 90 I'annstädter Bank . . . 122.20 Deutsche Bank .... 229. 0 Dortmunder-Union C. . . — Dresdner Bank . . . 1369)0 Tendenz: sehwarb. 5Sd - - S - rbe m,' . - ' ' ko"» u,uTn* Hanlkriede«»hr»ch. - 3m letzten 3r3tnbr be and nch t**- Tcalobn« 0 von Lamd i» * n-r S^r: Ic-t Gr m-rnte. M « "e b zci r er. ern Brann wein und d e A-zarrrn so v ‘ alles iu < nan ger,nzeren Teen- ebg ?en o bei Begleichuna der ?,-tz cn : bem naen toiug »on . vig. Ter Sin -cf(re 'ick ? i'eS nickt ^fallen lasse« m» - r^ ^rdeN wurde. ?r kam - ied" ' rück -..nd dehaumete, ie«? »br st' 'dm. l'.rrt worven ir» rr Ue Mit ei:-. 'N Prer-tz. mlls »dm nicht metzl werde. T r 5:drenirid> «nnbe zum zweitenmal dtnaus- q?br..cht -:r> ilm wie auch zunrr. ba» ^kal verboteir. ^'^dem f—• er i.-vald rrtfber und o:n-??e b^m S*rt Sr die fruit. -plier merkte kr Sirr, dast letne JV’JfL0" Li Stell . no er den 3tost Lmbebrnm.-n datt?. durchstochen waren und dos Meiser an b-- Hoientrög rismalle ao^r vralll war. xfl« Sch^- nq-rick rerurtrtltt N weg?« Hausfriedensbruchs z, einer Lock» (HrU nifii» und erkannte ar»-« d.s einem ge» iäkrltcken Oerkreuq nack 8 367 auf eine HastKrafe bocken Der Ingen^.e b stri.t. an b-m fregh^ n «benb nn Meii.r bei i:d) q iübrt zu tr n. s' MR b»? B 'ck-digunq brr Älnerr des S.rt» nicht von ihm i'errübrcn könne: auch ein Hausfriedensbruch hohe er nicht nerübt, ba 'hm nicht zum Be- rruniiem gekommen sei, dast er argen den D-'.ien des Slrtes daS Lokal bettele. Ta seststand, dast dem AngeNagren das ^ral durch b**:t Sirt verboten worden ivar und er au her mit dem AngeNagren mit niemand in Berübrung gekommen war, hiett die Strafkammer mit dem Schösfeng-rich: den Ang Nagten tn _ Ar 7. I. W. Brui - 91 r- 195 Tr. Theodor Tr- E. Trömner: B G- Teubner. Preis Liandcl. steine ?tiiin ,: ? nik Der Le ter der P'or^ ist cu* der ouszrsckieden. da fine umiangreichen PtTiöniidxm brrg'eai Iden Sngaa men.s stck mit semrr Stellung nickt vertragt,!. Die •»'anf erhärt tsift n nn‘T* für iie nicht z t erwarten unb. Tu • * / leibe ist nberieidn-, vord.n x«? cubifribentrn erbolKn 80 — Zwisd^n d r Bebe rs und Pr.-mter Trantonb Mine )inb ne-e Verhandlun-'. n ar.geoahni Die P rhe.ndlung?:^ der ..Mechanischen Baumwollweberei S. u z. Bachmann in L'ntho,en mit den Gläubia.rn Haren zu fin*-m Resultat nicl t g »uhrt. 3,molge- dessen ist der Konkurs erdsin.. wort n. — B?» Ilei .internationalen sdlafttcieiM . l'd "l beui: vn im r^st" ^Ha^iahre 1908 die Betriebe tnna ." N'-.»23U> ?.tT gegen !0MCo90 'rr^al.ick- zeitig im »or;al ;c. - Der »unicktsrat der B:ri- und Metoll- bank Akr.-Ae- bringt für M am 31. Marz abgelauscne OE- »chäft-jal r die Brrteil ug rin:r Tivid.-nd: wn wieder 6 wie im Borjahre in Borschlag. — Verkehr» ei n nahmen der deu ticken Eisen« bahn/ Tie (Einnahmen im Monat Mai ergaben au» dem Per- ionenvcrkcbi 71 374 072 Mark, mehr 10059 398 Mark und oute ni Güterverkehr 119204 3CO Mark, RKiugtr <>0 768 0#.a Mark. ES ist i’--.j :nitl ;n nc öe -:m:ir'l'r.-ii'.nar:r • aus dem Personen« unb Vstterverkel-r von n-nb 3,f'8 Millionen Mark. Tic Gin- nahmen in ter 3dit vom 1. Avr bi# End? 3 'vi 1908 betrugen Personen verkehr 162 704 18^ ..''ar!, mehr 6 319 60 > Mark und aus dem ( 'ü.crrerfel r 330 5l4 L68 Mk., w.niger 10 361 415 Mk : es ergib: sich mithin rin* 0-samtminder.innahme von rund 4,05 Milltoneu Marl 3'i'tr btc Bahnen mit d m Nechnnngsiahr 3'Hiuar incmler bctnif.-ti die Tinnahmen tn der .leit vom 1. 3annnr li> I. 3uni 1908 an» bem Personenverkehr 11 091 190 Mark, weniger 1514 133 Mark und ans dem Güterverkehr 82 538363 Mark, weniger 397 032 Mark, insgesamt also rund 1,90 Millionen Mark weniger. B i den Mehreinnahmen des Monats 3nni au» dem Personenverk'hr kommt m Bel rack', dast da# Pfingstfest 1908 in den ^’iorni 3uni. tm Jahre 1907 in den Monat Mai fiel. • Tic vi'arktpreisc für t;ieb o«d frucht unb die Gicstcner fleisch' 1,1,6 Broiprctte am 20. Jufi 1908. und id> bin nicht wenig irob. ixift ich 3eld und Himmel zch Diesen Winter !am ick kaum fünfmal in# Freie, und nun ist nur an Mut, wie einem Gefangenen, der zum erst. ninal Wied t an 1 im Besitz von Univ rsitaiSpro seien g ivei n und immei ni k Philosophie unb Itwologi M ul lltrtstian lLrhaid 2* nibt, derselbe. der am 22. 3cbruov 1790 al» 29 3ahre alter .Uollaborat. r seines in Wenigenjena ni» P'arrer angeftrUicn Batero Schilin und Lotte traute Seil 1872 war Eigentümer Professor d r ■ ■ -ander. Professor der led unb Nektar unserer Universität Oüesten ist. Der Garten steht ictzt zum Berkaus :fitc» von vcr schiedenen Seiten wird die Hoisnuiig g.'lrcgt, bau er für das in Jena zu errichtende Deutsd Schn'tft.'llerheim erworben werden niSge. — Tie IS n t b n l i u n g e r n c v S che l l» D cn km a l». In 29 ü t A b u r g taub dieser Inge aut dem städtisch > 3ricdl)os die Entdülliing des aus ber i^rabstatte Hermann ^d ?Ud errichteten 'Denkmals statt Der Borsitzendc d.s Deitkmalkoinn?es. llniversr. iatSvrofessor Dr Stelzte hielt feie OstbachtNiSrede. Er gab nn Bild Hermann Sckclls als Mensch, Mail;ali( und IfleDbrter, wobei insbesondere drei Jüge al» charaiteristisch für ihn 1 .zeichnet roui, den Seine nimmer rast ni).- Tätigkeit, die Lauterkeit seiner Al fuhti-n unb seine persönliche Gesinnung Ttr Nedner betonte. Schells Beinudii.laen um Herstellung von Harmonie znnichen i'Haüben und W'.iskii, fein Bestreben nach einem möglichst hohen unb reinen tvottesbeariis, sein - allseitig - und wertblickende Ber. leidigung des EhnskenNimS, sowie hohe und iveitherzige Au'- laifuna des stotholizismus, seine Forderung strenger f^i'i.'nrdxift* lichkeit der Theologie, seine Berbeidigung der tde.'logischen Fakul- laien. lerne aus mannigfache Reformen gerichrete 3betn Im Lublid^n Leden seren seine Neformgedanken aus mehr Bennner- 1 ichunq de- religiösen Ledens und grostcr Selbständigkeit der Gläubig en gerichtet gewesen Tas L<'rt, mit dm Prinz Luoiv,g von Bavevii im goldenen Buch des deutsckzen Volk.» sich verewigt habe, müsse, sötte, so nwllie es Sebett. t>:: Parol auch für alte Mötlx'lden ipcrben; das Lort heistt Vorwärts! Durch seine Eigeiisebaiten Liede und Milde, Adel ber Motive und rastlose Arbeit hat sick Schell m ferner Vissenschaft einen hervor ragenden Platz und Liebe unb Berehruua und Dankbarkeit über da» CHrab tinaugesntren. Nachdem die Hülle gefallen war. wurden ztrönze von einer Anza - mmi r B rei«. nnchergelegt, nx’rauf mit einem Bort rag des Akal< in i sehen Gesangvereins die (n-tei ihren Abseblnst tand. 3" dem Alpinen Museum, da» einem Bescklust bcs d»uinl öit.ri. Alpenoereii'» i.Jolg in München er richtet werden sott, soll die Wiisenicho't cm ii gedührenben Platz Ünbcn, 3lora und 3ttuna der Alpen sowie Mineralogie und logie Auch die Äiinft, hie -» opiastik. die pdpsikallsehe .'graphie, die Slctscherkunde uub die tzlpin. Nartogravtzi jotten niedt vergessen werden, sowie b • Technik bei Alpin,nsport^ die Au. rüfniibi. bie Nrntertourtstik: TarÜeUung n d,Z-4hrer und KrttungSwesens, der Gefahren der Alpen, »et ^ngiene des Perg, steigen» usiv. X Kiesten, Einbrüche unb Tieb-ähle 3« bet Nackt zum 21. vo - -n Mrnats i urd Einer L)>rt'ckaft ein Ein! — Bei den Llympifchen Spielen in London gewann am Montag der T e n t i ck e Braun tm laut ohne Hindern ». Im Entfcheidnnqslaul fugte der Amerikaner Sbeooaid: Braun war dritter. — Tie Teilnehmer an den Spielen oeteiiiigun sick jiu einem fHieiendiiier, bei welchem toaste aut die LandeS'nnten, denen die Kämven ongebören, on9gebtad)i wurden. (ii war aus.erst amüsant, den Hochrufen der verfchiedeiien Natio» nalitäteit zu laufeben, welche iaft alle ooncinanber abweichen. Hier eine kleine Liste, dem phonotischen Prmzip nach: Hurad (vier Mal) e/e Konsole . . . . 3« do..... a)4e/, Hcsscu..... 9;e Oberbcssen . . . 4 S ('cslerr «'»uldrciite. 41',H Oesterr. Silberrente 4 S l uuar Uoldrcnte . . 4 » Italien. Kent-; . . . 3*e rortugicitiu Serie I des Bändck'ns 1 Mk, geb 1.25 Mk- Lina 6 i r f d): Lau Mo » in srlorenz. d '? stl.'stcr Savona- rolas. Cf in Leitbild au» der Renai iancc. Stuttgart. 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