Nr. 118 Erstes Blatt 158. Jahrgang Mittwoch LV. Mai 1808 Lch°kmT'ch^u°« «© G r Sonntags. - Beilagen: ^OfiSSTa$, V W ▼ monatlich?»Pf.,viertel- viermal wöchentlich M >>. y^k A A Jk ▲ jgk ▲ ▲ A A jährlich Mk. 2.20; durch LlrhenerZamilienblätter; flWA W JW JW Kn iWfV ■■ iw jTöfr Ä®k WM Abhole- u. Zweigstellen zweimal ivöchentl.ttreir- Uo Uti M Kg# «jk M MZ B2 M 'M M jM M B8 M HK> ga M HS M HA H9 ▼ monatlich 65 Pf.; durch blattfürdenXrettGießen M I M W gLr WM» U< M W ß< W W W W < W W W W diePostMk.L-viertel- s^wivnviivi 4iijviuvi»» für die Redaktion 112, «Mr WW ^6f Verantwortlich «SS? General-Anzeiger für Oberhefsen DUZ Lunahme von Anzeigen W *7 ’ 4 M u.Land- und,Gerichts. Li öomltt?ag1,lU0nu^r! KoMfiottsbrud und Verlag der vrühl'schen Unlo.'vuch' und rteindruckerel. R. Lange. Redaltlon, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. ^u^eigentttl^H.^Bech Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Abreise des Kaifers von Wiesbaden. Der Kaiser unternahm gestern vormittag einen Ausritt. Um 11 Uhr hielt der Kaiser eine Parade über die Garnisonen Wiesbaden und Homburg v. d. H. vor dem Kurhause ab. Boni Schlosse bis zum Kurhause hatten Kriegervereiue Ausstellung ge- normnen. Der Kaiser, den Feldmarschallstab in der Hand, ritt vom Schlosse zum Paradefeld, begleitet vom Prinzen Friedrich Karl von Hessen und seinen Adjutanten. Die Kaiserin mit der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen folgte im Wagen. Der Parade wohnten u. a. bei: der russische Botschafter Graf von der Osten- Sacken, der russische Generalmajor v. Tatischow, der russische erste Botschaftssekretär van der Vliet, der russische Fregattenkapitän Fürst Dölgorukow, der russische Botschaftssekretär Fürst Wolkonsky, der russische Botschaftssekretär v. Radkowitsch, der kommandierende General v. Eichhorn. Der Kaiser ritt die Fronten der aufgestellten Truppen ab und nahm einen Vorbeimarsch entgegen; er kehrte an der Spitze der Fahnenkompagnie nach dem Schloß zurück und nahm vor dem Portal des Schlosses noch einen Vorbeimarsch der Fahnenkrnnpagnie ab. — Später fand im Königs. Schloß beim Kaiserpaar anläßlich des Geburtstages des Kaisers von Rußland Frühstückstafel statt. Im Verlaufe der Tafel im Königl. Schlosse brachte der Kaiser die Gesundheit des Kaisers von Rußland aus. Die Musik spielte die russische Hymne. Der Kaiser und die Kaiserin machten nachmittags einen Ausflug in Automobilen über Schlangenbad. — Zur Abend täfel war Geheimrat Jacobi aus Homburg v. d. H. geladen. — Abends wohnten die Majestäten einer Vorstellung im Königl. Theater, die auf Allerhöchsten Befehl angesetzt war, bei. Gegeben wurde der „Raub der Sabinerinnen". Der Kaiser reiste gestern abend 10.30 Uhr nach Berlin ab. Ein sehr zahlreiches Publikum bereitete dem Kaiser auf dem Wege zum Bahnhof herzliche Ovationen. — Die Kaiserin hat sich heute nach Bonn begeben. — Der Kaiser wird sich von Berlin aus nach Prökelwitz zur Jagd begeben. Die diesjährige Nordlandsreise wird der Kaiser am 7. Juli d. Js. vor: Kiel aus antreten. Die Rückkehr erfolgt voraussichtlich in der letzten Juliwochc. Der Kaiser hat sür die Nordlandsreise bereits eine Reihe von Einladungen ergehen lassen. In amtlichen Berliner Kreisen wird es nicht für ausgeschlossen gehalten, daß der Kaiser während der Reise mit König Haakon und nach der Reise mit dem Zaren zusammentrifft. Deutsches Reich. Der Kronprinz und die Kronprinzessin wohnten gestern aus Schloß Waldburg der Trauung der früheren Hofdame der Kronprinzessin, Gräfin Walpurgis zur Bohna-Schl-obttien mit dem Leutnant im Regiment Garde du Corps, von Mutius, bei. Nach der Trauung traten die Kronprinzlichen Herrschaften die Rückreise nach Potsdam an. Der Reichskanzler Fürst Bülow trifft heute in Berlin ein. Der Finanzausschuß der bayerischen Reichsratskammer 'bat den Beschluß der Abgeordnetenkammer, die Absolventen de s R e a 1 g y ni n a s i u m s zur juristischen Staatsprüfung zuzulassen, abgelehnt. Die marokkanische Gesandtschaft hat Berlin wieder verlassen und ist in Hamburg eingetrofsen, um an Bord des Dampfers Oldenburg die Rückreise nach "der Heimat anzutretcn. Die Meinungsverschiedenheiten im rheinisch- w e ft f ä l i s ch e rr B a u g e w e r b e wurden durch Schiedsspruch des Schiedsgerichts endgültig beseitigt. Die Lohnverhältnisse bleiben unverändert. Die Arbeitszeit hat eins-, geringe Aenderung zu Gunsten der Arbeiter erfahren. Kellnerstreik. Die sämtlichen Kellner im Hauptrestau- rant der Ausstellung „München 1908", 120 an der Zahl, sind gestern in den Streik eingetreten. Die Ko m b i n a t io n „N a t io n a l z e i t un g"- „P o st" ist, so unglaublich die vor einiger Zeit bereits aufgetauchte Nachricht zunächst erschien, nunmehr tatsächlich beschlossen. Nur eine formale Zustimmung ist noch notwendig. Dem Chefredakteur der „Poft" soll für den politischen Teil der „Nationalzeitung" ein Unterredakteurposten zugesellt werden, alle übrigen Ressorts werden für beide Blätter «gemeinsam redigiert. Damit ist das Schicksal der „Nationalzeitung", die am 1. April auf em 60 jähriges Dasem zurückblicken konnte, besiegelt. ■■»in ihm.....■■■ ALeisres LerrMeLon. — Wie wir von zuverlässiger SteNe vernehmen, sind unsere langjährigen Triobeteillgten, die Herren Redner und Heg ar Nachfolger der Herren Heermann - Becker bezw. Hugo Becker — Alwin 'Schroeder' am Hoch' schen Konservatorium m Frankfurt geworden. — Ein neues Werkvon Herbe rtEulenberg. Man schreibt uns aus Berlin: Seit mehreren Jahren wird uns nun Herbert Eulenberg als eine Hoffnung unserer dramatischen Literatur angepriesen; er ist zum „vielversprechenden" Dichter par exceltence geworden. Gern haben wir diesem Vertrösten auf die Zukunft geglaubt und uns bei schönen Ansätzen, dieüvir in reicher Fülle fanden, in den verführerischen Träumen einer in der Ferne geahnten Größe gewiegt. Aber jetzt sind wir schon mehrere Male so gröblich enttäuscht worden, daß wir allmählich die Lust verlieren, dem Dichter seine Jugend, dem Könner sein Wollen zu gute zu halten, und daß wir vielleicht ungerecht und allzu streng gegen ihn sind, weil wir den Schmerz einer betrogenen Sehnsucht fühlen. Ein solch traurig-ärgerliches Empfinden war es, das die Erstaufführung von EulenbergS neuestem Stück, dem Schauspiel „Ulrich, Fürst von Waldeck" im Deutschen Theater am Samstag hervorrief. Welch reiches Erleben, welch große Begabung war hier an einem ungenügend geformten Stoffe schmählich vertan! Eulenburg hat das Drama eines Königs und eines Benfeindes schreiben wollen, die Probleme des ^ohake- chen „Timon" und der Jbsenschen „Kronpräten- ' etwa miteinander verknüpft. Eine schwierige Psychologische Aufgabe! Den der Schmerz eines Herrschers, der in seinem Heiligsten enttäuscht und in seinem Innersten verletzt ist, wird sich nur bei einer ganz eigentümlichen seelischen Anlage in der Weltabkehr des Misanthropen Ausland. Der Großherzog und die Großherzogin von Hessen sind gestern abend von St. Petersburg nach Darmstadt abgereist. Die R o m r e i s e des Zaren. Zu der Meldung der „Vita", daß der Zar im Oktober nach Rom kommen werde, wird im Quirinal versichert, daß von einer Reise des Zaren absolut nichts bekannt sei. Die süddeutschen Bürgermeister und Stadträte besuchten gestern in London das Postamt in Old Bailey, ferner das Haupttelephonamt, die Börse, die ihr lebhaftes Interesse erregte, die Royal Exchange und die Bank von England. Auf dem Zentralmarkt wurden sie von den Lastträgern im Chorus bewillkommnet. Die süddeutschen Bürgermeister nahmen am Nachmittag an einem Gartenfest beim Abgeordneten Lever teil, dessen Kunstsammlung von Werken Reynolds, Constables und Nomneys ihre Bewunderung hcrvorrief. Von da begaben sie sich zur ungarischen Ausstellung, wo sie das Diner einnahmen. Die d e m o k r a t i s ch e S t a a t e n k o n v e n t i o n v o n A l a- bania und Kalifornien hat sich für die Präsidentschasts- kandidattir Bryan erklärt. Die Ausstellung in Tokio und Amerika. Der Kongreß nahm einftiipmig eine Gesetzesvorlage betr. die Bewilligung von 1.5 Mill.'Dollars für die Beteiligung Amerikas an der im Jahre 19 12 in Tokio stattfindenden Ausstellung an. Bei dem Kampfe im B o h e i d a g t a l e an der indischen Grenze war der Feind 3000 Mann stark. Seine Verluste betrugen 60 Tote. Unter den Gefallenen befand sich der Sirdar Nassr Ullah Chan, ein Bruder des Emirs von Afghanistan. Antideutsche Kundgebungen. In Prag erneuerten sich gestern abend die antideutschen Kundgebungen bei der deutschen Turnhalle. Mehrere Fensterscheiben wurden eingeworfen. Die Demonstranten wurden von der Polizei zerstreut und 15 Verhaftungen vorgenommen. parlamcitiarifcbcs ans Hessen. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer tagte gestern weiter. Es wurden zunächst eine Reihe der von den Abgg. Molthan, Hirsches, Dr. Gutfleisch und Brauer zur Verlesung gebrachten Berichte genehmigt. Auf die Vorstellung des Verbandes der mitteleren Verwaltungsbeamten im Großherzogtum Hessen, betr. die Vergütung der Bureaugehilfen bei den Provinzialdirektionen und Kreisämtern soll die Regierung ersucht werden, bei genereller Regelung der Gehaltsfragen auch diese Vorstellung zu berücksichtigen. Zu der Vorstellung der Kommunalforstwarte, die mit den staatlichen Forstwarten gleichgestellt sein wollen, erklärt die Regierung, daß- dies für die Gemeinden eine Mehrausgabe von 97 000 Mk., für die Regierung von 7000 Mk. und für die Privatwaldbesitzer eine solche von 13000 Mk. bedeuten würde. Wenn beide Kammeidie Vorstellung befürworten, will die Regierung trotzdem der Frage näher treten und auch die Frage der Medizinalkasse regeln. Der Ausschuß ersucht die Regierung, zunächst eine Ausstellung über die Verteilung der Kosten auf die einzelnen Gemeinden vorzulegen. — Es kommt dann zur Verhandlung die Vorstellung Schmidt und Genossen, betr. die Herabsetzung des Kirchenstempels bei Austritten aus der Kirche von 6 Mk. auf 1.50 Mk. Die Regierung erklärt, daß dieser Stempel eine Entschädigung für die von dem Staat geleisteten Funktionen darftelle und eher zu niedrig wie zu hoch angesetzt sei. Man habe Teilte Veranlassung, den Stempel herabzusetzen und damit den Austritt aus der Kirche zu unterstützen. Die Abgg. Gutfleisch und Ulrich treten für die Genehmigung der Vorstellung ein, während die.Abgg. Molthan, Brauer und Osann dieselbe ablehnten. Zu der Vorstellung der Oberlehrer betr. Regulierung ihrer Vordienstzeit soll die Negierung ersucht werden, durch die Revision der Besoldungsordnung eine wohlwollende und fachfördernde Regelung der Frage in die Wege zu leiten. — Damit find sämtliche zur Beratung vorliegenden Gegenstände durch den Ausschuß erledigt. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 20. Mai 1908. Die XIV. Ruder-Regatta auf der Lahn in Gießen findet, wie schon früher mitgeteilt wurde, Sonntag, 26. Juli statt. Es sind folgende Rennen ausgeschrieben: 1. Jean Kirch Gedächtnis-Rennen. Vierer. Ehrenpreis. Offen für die dem Lahn-Negatta-Verband angehörigen Vereine. Einsatz Mk. 25,—. 2. Einer. „Lahn-Pokal", gestiftet vom Deutschen Ruder-Verband. „Herausforderungspreis". Der Preis muß dreimal in ununterbrochener Reihenfolge gewonnen werden, bevor imihi iiti7wii»aivun II»ir*win« n inaa—bbmm—n äußern. Er wird im Irrsinn rasen wie Lear auf der Heide oder int Blute waten, vom Cäsarenwahn ergriffen. Eulenbergs Menschenfeind ist darum auch kein konsequenter Verächter der Welt geworden, sondern ein Misanthrop mit Rückfällen ins Königliche, ein wunderlich wirres, keinem Menschen ähnliches Leidenschaftswesen. Und um diesen unklaren Charakter herum steht eine in Zickzacksprüngen verlaufende Handlung, die aller zwingenden Notwendigkeit entbehrt. Der Fürst von Waldeck erscheint zunächst als ein Sonderling auf dem Thron, der nur in seiner Gemahlin ein ihn verstehendes Wesen um sich weiß und die strenge Zeremonie des Hofes verabscheut. Seine Mutter, von einem inbrünstigen Haß gegen den ältesten Sohn erfüllt, vergiftet ihm sein Weib, sein Liebstes auf Erden, um ihren zweiten Sohn, den Schwächling, auf den Thron zu bringen. In Verzweiflung über den Tod feiner Gemahlin verläßt Ulrich sein Kind, seinen Thron und sein Land und lebt wie ein wildes Tier im Waldesdickicht. Aber sein schon erstorbenes Herz wird aufgerüttelt zu neuem Leben durch die Künde, daß Elende sein Land regieren und sein Sohn in schlechter Pflege verkommt. Er bricht aus seinem Versteck hervor wie ein krankes Tier, erobert seiner Väter Schloß zurück und nimmt furchtbare Rache an Vdutter und Bruder. Dann wendet er sich wieder in den dunklen Unterschlupf seiner Wälder. . . Diese Handlung, die keine in sich geschlossene Kette ist, sich nicht „wie eine Schlange in ihren Schwanz beißt", bringt vom dritten Akt keinen Fortschritt mehr und ist am Ende des fünften wieder da angelangt, wo sie am Ende des zweiten war. Eine Fülle verwirrender Einzelheiten, plötzlicher, nicht durchgeführter Einfälle, lyrischer Einlagen und unnötig grausiger Wildheiten verstärken den peinlichen Eindruck des Ganzen. Man fühlt sich dieser großen Begabung gegenüber umsomehr um den Genuß betrogen, als das völlig Undisziplinierte seines Talentes um so. xoher und krasser et in das Eigentum dcs siegenden Vereins übergeht. Nach Rückgabe des Preises erhält der Sieger einen Ehrenbecher. (Sieger von 1904: G. Zimmer vom Hamburger Ruder-Verein. Sieger von 1906: O. Mailler von der Frankfurter RudergeseUschast „Germania".) Einsatz Mk. 10,—. 3. Vierer. Wanderpreis, gestiftet von Sr. Ktzl. Hoheit dem Prinzen Eitel Friedrich von Preußen. Der siegende Verein erhält bei Rückgabe d.s Preises einen Ehrew schild. (Sieger Don \1907 : Frankfurter Rudergesellschaft „Sachsenhausen".) Einsatz Mk. 40,—. 4. Achter. Ehrenpreis. Offen für die dem Lahn-Regatta-Verband angehörigen Vereine. C n- satz Mk. 40,—. । 5. Doppel-Zweier ohne Steuermann. Ehrenpreis. Einsatz Mk. 20,—. 6. Gast-Vierer. Ehrenpreis. Offen für Ruderer, welche nicht dem Lahn-Regatta-Verband angehören. Einsatz Mk. 30,—. 7. Junior-Vierer. Ehrenpreis. Einsatz Mk. 30,—. 8. Junior-Einer. Ehrenpreis. Einsatz Mk. 10,—. 9. Akademischer Vierer. Ehrenpreis. Offen für immatrikulierle oder vor dem Staatsexamen stehende Studierende deutscher Hochschulen. (Bei der Meldung ist anzugeben, an welcher Hochschule die Ruderer und Steuerleute immairifuliert sind, bezw. das akademische Bürgerrecht haben, und zu welcher Fakuliät sie gehören.) Einsatz Mk. 30,—. 10. Großer Vierer. Wanderpreis, gestiftet von der Stadt Gießen. Der siegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild. (Sieger von 1904: Frankfurter Rudergesellschaft „Sachsenhausen". Sieger von 1906: Mannheimer Ruder-Verein „Amicitia".) Einsatz Mk. 40,—. 11. Junior-Vierer. Ehrenpreis. Offen für die dem Lahn-Regatta-Veroand angehörigen Vereine. Einsatz Mk. 25,—. 12. Junior-Achter. Ehrenpreis. Einsatz Mk. 40,—. 13. ErmunterunaS-Vierer. Ehrenpreis. Offen für Ruderer, welche bis zum 26. Juli noch kein offenes Rennen int Vierer (Auslegerrennboot) gewonnen haben. Einsatz Mk. 30,—. 14. Großer Achter. Wanderpreis, gestiftet von Sr. Königl. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein. Ter siegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild. (Sieger von 1904 :. Frarttfurter Rudergesellschaft „Sachsenhausen". Sieger von 1906: Mannheimer Ruder-Verein „Amicitia".) Einsatz Mk. 50,—. Der Meldeschluß ist am 9. Juli. * ** Tageskalender. Freidenker-Vereinigung: Vortrag von Dr. Kinkel über »freiheitliche Kulturideale" abends 9 Uhr im „Einhorn". * •* Der Vorstand der Landwirschaftskammer hielt gestern seine 26. Sitzung unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten Bähr ab. Zunächst wurde eine Landwirtschaft- liche Studienreise von ca. 35 Landwirten, die am 7. Juli unter Führung von Dr. Hammann nach Holland statt- sinden soll, gut geheißen. Die Abänderungsvorschläge zu den Satzungen für Versicherung von Weide-, Ausstellungs- und Faseltieren sollen im nächsten Jahr beraten werden. Tie Einführung einheitlicher Herdbuchformulare wurde genehmigt, ebenso der Antrag Korell betr. den Entwurf zur Beschickung von Jungviehweiden. Weiter soll die Regierung die Vorschläge Eibach, betr. Weinbergschutz und Weinlese berücksichtigen. Tie Versicherung der Stuttgarter Ausstellmigsliere soll auf Kosten der Landwirtschaftskammer erfolgen. Die Maßnahmen für die Förderung der Viehversicherung werden nach Beschluß des Deutschen Landwirtschaftsrates unterstützt. Eine Beschwerde betr. die Verunreinigung der Bäche und Flüsse durch Fabrikabwässer wird der preuß. Regierung zwecks Abhülfe vorgetragen werden. Ein Antrag Bähr, den Landeskulturrat Claas in der nächsten Plenarversammlung als beratendes Mitglied der Landwirtschaftskammer in Feldbereini- gungssachcn vorzuschlagen, wird einstimmig angenommen. Ebenso ein Antrag Fritsch betr. Beseitigung der Kaninchenplage. ** Ober hessischer Obst b a uvereiü. Am Sonntag 31. Mai, nachmittags 3 Uhr, findet hier im Saale des Lenz scheu Felsenkeller unter dem Vorsitz des Präsidenten des Vereins, Grafen Oriola, die Ha uptv erf a m m- lung statt. Als Tagesordnung iuirb neben den üblichen Punkten der Rechnungsablage :c. eine Ergänzungswahl zum Vorstand und Ernennung von VcreinSbaumwärtern erfolgen. Daran anschließend wird Obstbaulnchniker Koch-Alsfeld über das für jeden Obstzüchter und Obstliebhaber wichtige Thema „Ernte und Versand des Obstes" einen Vortrag mit Demonstration halten. Der Hauptversammlung voraus geht vor- hervortritt. Eulenburg fehlt jede dramatische Selbstzucht; er verwendet Märchenmotive, wo große klare Einfachheit von nöten wäre, hilft sich mit Balladeneffekten und epischen Details über entscheidende Punkte der dramatischen Spannung hinweg und gibt uns ein höchst unerquickliches Konglomerat verschiedenartiger Dichtungsgattungen. Als ein solch völliges Verkennen der eigentümlichen Wirkung des Stosses muß auch seine Verlegung in das spielerische Rokoko erscheinen. Em Timon mit dem Puderzopf müßte etwas von der Galanterie des Moliörischen Misanthropen haben, darf nicht wie ein nordischer Recke in Blut und Wildheit einher- schreiten. Nur der erste Akt wuchs selbstverständlich aus dem Milieu heraus; er bot den einzigen reinen Eindruck des Abends. Die Aufführung erhob sich nicht über den guter Durchschnitt; auch der Erfolg war nur mäßig. Dr. P. L. — Zola in Japan verboten. Ein ungewöhnlicher Vorfall hat sich in Japan ereignet: Die Stellung des Premierininislers ist erschüttert worden und er hat seinen Abschied nehmen müssen, weil er für ein Werk Zolas emgetretcn. Der japanische Premiei- minister Marquis Sayuji hatte die Mußestunden, die ihm sein verantwortungsvolles Amt läßt, einer verständnisvollen Lektüre der französischen Literatur gewidmet und eine besondere Vorliebe für Zola gefaßt. Als nun eine japanische Uebersetzung von „Paris" erscheinen sollte, schrieb der Minister eine Vorrede dazu, die in ein hohes Lob für den großen Romancier ausklang. Kaum aber war das Buch erschienen, so wurde auf persönlichen Befehl des Mikado von dem Minister des Innern die sofortige Unterdrückung des Werkes angeordnet, da in der Veröffentlichung dieses Werkes „eine Gefährdung für die Ordnung und das Gemeinwohl zu erblicken sei." Der Premierminister, der auf so brüske Weise von seinem Souverän getadelt war, konnte nichts anderes tun, als seine Entlassung verlangen. die ihm auch gewährt wurde. So Hai Zolas Werk, dessen hohe Bedeutung fern Vaterland soeben erst durch die Uebersuhrung seiner Leiche ins Pantheon anerkannt hat, ini fernen Osten eine Ministerkrife hervorgerufen. mittag Punkt 10 Uhr in demselben Lokale die Baum- Wärterversammlung. Als Hauptpunkt steht hier die Frage gur Besprechung: „Umveredeln mit oder ohne Zug- äste" und eine Gebrauchsvorführung von neuesten Hand- und Luftdruck-Pflanzen- und Baumspritzen von Platz & Holder für Klein- und Großbetrieb. (Ref. Obstbautechniker Wiesner). Da somit in beiden Versammlungen für jeden Obstzüchter interessante Fragen behandelt werden, so ist ein guter Besuch erwünscht. Es ist jeder Obstzüchter und -Liebhaber, auch Nichtmitglieder des Obstbauvereins, herzlich eingeladen und willkommen. •• Unser botanischer Garten hat für die wärmere Jahreszeit wieder große Toilette gemacht. Das große Ueber- winterungShauS ist leer und seine prächtigen Schätze, die Palmen, Blattgewächse u. s. w., sind wie alljährlich um diese Zeit wieder im Freien aufgcstellt. Mit dem sonnigen Wetter- Hat der Garten eine Blütenpracht entfaltet, die täglich erneut und augenblicklich sehr sehenswert ist. In dem vorderen Teile des Gartens nach dem Brandplatze zu erfreut den Besucher das prächtige Blau eines mächtigen Vergißmeinnicht- Beetes inmitten des satten Grüns der großen Nasenfläche. An einem der Gewächshäuser blühen die Azaleen in allen Farben. Einen seltenen Anblick bildet augenblicklich die alpine Flora, die in der Nähe des Teiches ihren Platz hat. Hier herrscht eine Farbenpracht, die jeden Naturfreund gewiß erfreuen wird. Auch sonst bietet der Garten gerade jetzt sehr viel Interessantes, so daß wir auf dessen Besuch Hinweisen möchten. ** Werkmeistertag. Nächsten Sonntag, 24. d. M., hält die Gruppe 29 des Deutschen Werkmeister - Verbandes ihren Gruppentag im unteren Saale des Hotel Schütz hier ab. Der Gruppe gehören 29 Bezirksvereine aus Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Hanau, Höchst, Gießen und der Umgegend dieser Stadt an. Man hofft, daß eine größere Anzahl Werkmeister sich zusammensinden wird, da auch solche, die dem großen Verbände, der bereits 47 000 Mitglieder zählt, noch nicht angehören, als Gäste willkommen sind. Der Delegierte der Gruppe wird in einem Vortrage über die Ziele und Wohlfahrtseinrichtungen, die der Verband für- feine Mitglieder und deren Hinterbliebenen verfolgt, eingehend sprechen. Es dürfte jedem Werkmeister, der die Ziele dieses Verbandes noch nicht kennt, der Besuch dieser Versammlung sehr zu empfehlen sein. Der Beginn ist nachmittags 2 Uhr. "Die Konferenz der Verbündeten Kaufm. Vereine weibl. Angestellten fand am 16. und 17. Mai in Frankfurt a. M. statt. Aus 29 Vereinen waren 48 Delegierte erschienen mit 77 Stimmen. Auch aus unserm Gießener Kaufm. Verein w. A. waren 2 Damen dort. Die nächste Konferenz findet im Juni nächsten Jahres in Bcaun- schweig statt. " Der Bezirkstag derBezirkSveine für beide Hessen und Nassau im Deutschen Fleischerverband findet in diesem Jahre am 24. und 25. ds. Monats in dem idyllisch gelegenen Dillenburg statt. Zur Beratung stehen u. a. die Aufhebung des Oktrois und des Schlachthausgesetzes, die Gründung von Vieheinkaufs- bezw. Viehverkaufsgenossenschaften, das Verhältnis zu den Gesellen und die Arbeiterschutzgesetze, die Einführung des Handels nach lebend Gewicht und des Schlußscheinzwanges 2C. Es stehen im Ganzen 16 Punkte auf der Tagesordnung. "Uebertragen wurde dem Lehrer Will). Höhr, in Tauernheim, die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Usenborn. *• Erledigt find: eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Zwingenberg und eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lorsch. ** Beschädigung von Postbriefkasten. In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind an verschiedenen Post- briefkasten mutwilligerweise die Glasplatten zertrümmert morden. Da in der letzten Zeit wiederholt nachts Postbriefkasten auf diese und auch auf andere Weise beschädigt worden find, erscheint es vielleicht angezeigt, das Publikum, dessen Interessen durch solche Roheiten ebenfalls leiden, hierauf aufmerksam zu machen, damit es der Postbehörde möglichst bei Ermittelung der Täter behilflich ist. Sofern letztere so bestimmt bezeichnet würden, daß ihre Bestrafung herbeigeführt werden könnte, würde eine Belohnung seitens der Postbehörde wohl nicht ausbleiben. Anzeige würde beim Postamt I oder beim Gcoßh. Polizeiamt zu erfolgen haben. ** Entsprungen. Wegen Diebstahls im Rückfall wurde heute vormittag der Taglöhner Emil Z i m m e r m a n n von hier verhaftet. Als ec vom Gerichtsgebäude nach dem Arresthaus verbracht werden sollte, entsprang ec dem Beamten und es gelang ihm, den Wald zu erreichen. "Verhaftet wurde ein Schneider von auswärts, der sich des Hausfriedensbruchs, der Körperverletzung und Bedrohung schuldig gemacht hatte. x Mainzlar, 19. Mai. Unsere Güterabfer- tigungsstelle ist entsprechend ihrer wachsenden Vekchrs- bedeutung an die öffentliche Fernsprech fiel le angeschlossen worden. W. Rockenberg, 19. Mai. Einem losen Spiel in der Handhabung des Verkehrs der Aufseher mit den Sträflingen des Landeszuchthauses Marienschloß ist man auf die Spur gekommen. So heißt e§, einige Aufseher hätten den Zuchthäuslern Kautabak verabreicht, was streng untersagt ist. Ein Aufseher wurde vorläufig vom Amte suspendiert. Er hatte sich ein Stück Spritzschlauch widerrechtlich angeeignet. Ein Sträfling, der das beobachtet hatte, glaubte, das widerstreite seiner Natur — er sitzt auch wegen Diebstahls — und hatte nichts Eiligeres zu tun, als den Diebstahl bei der Direktion zu melden. Daraufhin wurde der Beamte vom Dienste suspendiert. Ter Vorfall ist umso trauriger, als der Suspendierte, ein kranker Mann, einige Kinder zu ernähren hat. Man glaubt den sonst pflichtgetreuen Mann retten zu können und bezahlt ihm seinen Gehalt weiter, obwohl er seinen Dienst nicht versieht. Alles Weitere wird die Untersuchung aufklären. Friedberg, 18. Mai. Jin Rathaus fand heute eine Besprechung über das Ei s: n d a hn Pr o j e k r F r i e bb e r g- Niede r-Fl o rft a b t-R a n st a d t unter Vorsitz des Bürgermeisters Stahl statt. Unter den etwa 20 Herren befand sich Landtagsabg. Breidenbach-Dorheim, Kammerderirektor Tcrn Assen heim und Bürgermeister Alles-Nieder-Florftadt. Dieses Projekt schwebt bereits 58 Jahre und hat wiederholt die interessierten Gemeinden beschäftigt. Bis jetzt konnte aber nicht an die Verwirklichung gedacht werden, da die Einführung in den Bahnhof F-riebberg von der Bahnbehörde als unausführbar galt. Einstweilen haben nun die Orte auf bet Linie nach Ranstadt eine Automobilverbindung mit Friedberg erhalten. Jetzt liegt nun der Friedberger Balmhossumbau und die Bahnhofsverlegung 500 Meter weiter südwärts im Plane vor, und so fand heute eine Sitzung des Bahnkomitees statt. Es gilt jetzt, dahin zu wirken, daß bei der Bahnhofsverlegung die Einführung der projektierten Strecke Friedberg—Ranstadt vorgesehen und gewahrt wird. An Hand der Pläne, die Bürgermeister Stahl erläutert, gibt er die Möglichkeit der Einführung gekannt. Sie soll etwa an der Stelle geschehen, wo die Hanau—Friedberger Bahn die Wetter überschreitet, nämlich zwischen Assenheim unb Fauerbach. Landtagsabgeordneter Breidenbach spricht sich dahin ans, daß die Bahn unbedingt über Ossenheim (nicht Assenheim) sühren und in den Bahnhof 'Friedberg gehen müsse, Regierungspersonen hätten sich für das Prvjelt warm ausgesprochen, sobald der Bahnhossumbau erfolge. Kammerdirektor Dern-Assenheim wünscht, daß die Bahn in Assenheim in die Hanauer Bahn einlaufe und nicht über Ossenheim, sondern Wickstadt führe. Bürgermeister Alles und Maul-Ossenheim sprachen für Einführung in Friedberg und die Berührung von Ossenheim, aber nicht von Wickstadt. Breidenbach erklärt, auch Wickstadt könne und solle mitgenommen werden, also Ossenheim und Wickstadt sollen Bahnhöfe erhalten. Bürgermeister Alles hofft, das; auch der Kreis zu den Bahnkosten beitragen werde, da das Automobil auf der Strecke Ranstadt—'Friedberg die Straßen mehr ruiniere, als sämtliches übrige Wagenfuhrwerk. Bürgermeister Stahl erklärt, daß 30 Prozent Staatszuschuß sicher seien, er glaubt auch an die Rentabilität der Bahn, da schon das ^lutonwbil einen starken Verkehr habe. Die Bahn müsse in Friedberg einmünden, schon wegen der Anschlüsse nach Frankfurt und Gießen. Ta jetzt die Einführung der Bahn ausführbar ist, so soll jetzt an die endgültige Aufstellung des Projekts gegangen und sich dieserhalb mit einer leistungsfähigen Baufirma in Verbindung. gesetzt werden, die die Bahn baut und in Betrieb nimmt. Bürgermeister Stahl und Landtagsabg. Breidenbach-Dorheim werden beauftragt, bei der landespolizeilichen Abnahme der Pläne zur Verlegung des Friedberger Bahnhofs, sowie an maßgebender Regierungsstelle dahin zu wirken, daß die Einführung der Linie F r i edb e r g — N a n st a d t und ein Gleis für diese vorgesehen wird. — Aus d cm Kreis Alsfeld, 19. Mai. Von den 84 Gemeinden des Kreises Alsfeld ist nur eine in dec glücklichen Lage zur Bestreitung ihrer Kommunalbedürfnisse keine Gemeiudeumlagen erheben zu müssen, nämlich Fischbach. Den höchsten Satz erhebt Ohmes mit 216,5% der doppelten Grundzahlen und der ganzen Einkommensteuerbeträge (5400 Mk.), es folgen Ruhlkirchen mit 212,084% (8400 Mk.), Ilsdorf mit 207,909%, Höringen mit 207,669%, Flensungen mit 205,931%, Vockenrod mit 201,869%, Seibclshausen mit 201,699%, Deckenbach mit 201,471%. Zwischen 200 und 150% erheben 22 Gemeinden, zwischen 150 und 100% 44 und unter 100% 9 Gemeinden nämlich Romrod 98,266%, Reimenrod 96,942%, Wahlen 96,199%, Renzendorf 95,969%, Eulersdorf 92,521%, Windhausen 86,981%, Ruppertenrod 84,253%, Lehnheim 79,890% und Kirtorf 64,355%. Der Steuerausschlag der Kreisstadt Alsfeld ist noch nicht endgültig bestimmt. ? Ulrichstein, 19. Mai. Ein Unglücksfall, der leicht unabsehbare Folgen hätte nach sich ziehen können, ereignete sich am Samstag vormittag auf der Ohmstraße zwischen hier und Selgenhof. Der Landwirt K. von Ober-Seibertenrod fuhr um diese Zeit mit einem Einspänner in der Richtung nach Engelrod. An einer Kurve machte plötzlich sein sonst ruhiges und sehr gelassenes Pferd einen gewaltigen Seitensprung. K. sprang ab und riß das Pferd zurück. Aber nur einen Moment, bann machte das Pferd schleunigst Kehrt, wobei K.- zu Falle kam, mit einem Fuß am Zügel hängen blieb und einige Schritte geschleift wurde. Zn seinem Glücke kam er luieber frei, aber das Pferd rannte mit dem Wagen durch Ulrichstein. In der Nähe von Langwasser stürzte es eine Böschung hinunter und blieb wie tot auf dem Rücken liegen. Männer aus Ulrichstein eilten sofort nach und befreiten das Tier aus seiner gefährlichen Sage. Der Wagen war zertrümmert, die einzelnen Teile desselben wurden hier und da auf der Straße in Ulrichstein ausgelesen. Das Scheu- werden des Pferdes wurde durch ein Automobil verursacht, das in rasender Geschwindigkeit, ohne irgendwelches Signal zu geben, um diese Kurve gefahren kam. Wäre es sofort halten geblieben, bann wäre das Unglück noch vermieden worden, aber statt dessen sauste es bis dicht an das Pferd heran. Tann erst wurde das Fahrzeug zum Stillstand gebracht, weil die Fahrer jedenfalls durch das Pferd ihr eigenes teures Löben bedroht glaubten. Der ganze hier geschilderte Vorfall war das Werk eines Augenblicks. Als ihnen der Landwirt K. zurief, sie möchten in Zukunft vernünftig fahren, riefen sie ihm ein Schimpfwort zu und ergriffen schleunigst die Flucht. Vielleicht läßt sich hieraus auf einen gewissen Bildungsgrad schließen. Kennzeichen des Autos: grauer Anstrich, schmutzige Nummerplatte. Auch ans den Ortschaften kommt die Kunde, daß dieses Teufelsfahrzeug sie in rasender Eile durchfahren habe. Hätte der Unglückssall sich etwas später ereignet, als sich die Schuliugend Ulrichsteins auf dem Heimwege befand, dann würden die Folgen jedenfalls schrecklich geivesen sein. Angesichts solcher Fälle muß man mit Recht die Frage aufroerfen: Wie kann sich die Landbevölkerung am besten vor solchen unsinnig sahreuden Autos schützen? Sind öfsent- liche Straßen etwa dazu da, damit sich tollkühne Fahrer aus ihnen im Rennen üben? Kann einem solchen Unfug auf keine Weise gesteuert werden? Ja, wenn der Sanbmann zu feinen Arbeiten statt der Pferde Esel benutzen könnte, dann könnte ihm vielleicht bald geholfen sein. Kann man sich wundern, daß bei der ackerbautreibenden Bevölkerung die Animosität gegen die Automobile von Tag zu Tag zunimmt? W. Von dec Bergstraße, 19. Mai. Ein überaus anziehendes Bild bietet die gesegnete Bergstraße während ihrer jetzigen Blütezeit. Die Natur hat ihr Hochzeitskleid angelegt, so schmuck steht sie da. Tie mit Blüten reich beladenen Bäume, die wie schneeige Blumensträuße sich erheben, schmiegen sich an den Abhang der Berge. Ueberall lugt der Blütenschatz hervor, lieber dem ganzen Landschaftsgemälde, das unterbrochen wird von Wingerten, die einen reichen Fruchtansatz aufweisen und daher einen einkömmlichen Herbst versprechen, lagert ein erquickender Duft, der labend auf die Seele des Naturfreundes sich ergießt. Wer die aufgetragenen Reize alle genießen will, der möge seine Reise bald bewerkstelligen, denn vielleicht fegt schon in wenigen Tagen ein Sturmwind allen Frühlingszauber hinweg und die Wohltat für Auge und Herz ist hinweggespült. w. Wetzlar, 18. Mai. Am 1. Pfingstfeiertag e treffen aus Berlin die beiden Erk'schen Gesang-Vereine hier ein, um dem Andenken ihres Meisters, der vom Mai bis September 1772 beim Reichskammergericht hier- selbst beschäftigt war, zu huldigen und zuni Besten des geplanten Goethe-Denkmals ein Konzert zu geben. )( Marburg, 19. Mai. Der preußische Justizminister Exz. B e s e l e r besichtigte heute das Land- und Amtsgericht. — Im Mühlgraben ertrank gestern abend das drei Jahre alte Söhnchen des Bäckermeisters Schatz. fc. Fr ankfart a. M., 19. Mai. In der gestern abend im nahen Bergen stattgehabten Gemeindevertreter-Versammlung wurde beschlossen, die Vorverhandlungen in Betreff der Eingemeindung Bergens mit Frankfurt mit dem hiesigen Magistrat aufzunehmen. Eine Kommission zu diesem Behufe wurde gewählt. „ Tx ÄIneine Mitteilungen ans Hessen und den N a ch b a r |t a a t e n. Die Ausführung 1)cr Fassade des Cafas Metrvpvl in der Plocküraße erfolgte nurch die einheimisch- Firma Ausdermauer u. Laberenz. — In Ober-Wöllstadt wurde der seitherige Bürgermeister Gondolf mit 156 Stimmen wiedergewählt. Ein Gegenkandidat ivar nicht aufgestellt worden — Mit den Posthilfsltelleu in B o de n ro d und M a i v a ch find Tclegraphena nsta l t en nebst öffentlicher Sprechstelle und Unfallmeldestelle vereinigt worden. (SericfotejaaL R.-B. Darmstadt, 20. Mai. (Tel.) Als erster Fall der Unterschlagungen in der Offenbacher Stadtverwaltung kam heute die Affäre des Bureaugehtlfen Adolf M ü ll e r zur Verhandlung, der in den letzten zwei Jahren aus der ihm anüertraiitcn städt. Neben, kaffe 2100 Alk. unterschlagen hatte, die von seinen' Angehörigen wieder ersetzt wurden. Er erhielt sechs Al o n a t c Gelangnis.' K arls r uhe, 19. Mai. Bei der heutigen Nachmillagä°Ver» Handlung im Prozeß M o l t l o r - H e r z o g erklärte der Vorsitzende des Gerichts, daß der Antrag auf Vorführung des nn Zucht- Hause weilenden früheren Rechtsanwalts Karl H a u abgelehnt ist- — Ter Staatsanwalt beantragte gegen den angeflagtcn Chefredakteur Herzog ein Jahr Gefängnis. Ter 'angeklagte Redakteur Graf hat nut der Klägerin einen Vergleich abgeschlosjen. — Morgen folgen die Platdoyeis der Verteidiger und das Urteil' M ü n ch e n, 19. Mai. Dr. Karl Peters zog feine Beleidigungs- klage gegen den Major Donat zurück, welche übermorgen tu zweiter Instanz verhandelt iverden sollte, nachdem Major Touat auf Grund verschiedener mittlerweile gefällter Urteile feine Vorwürfe gegen Dr. Peters als unbegründet zurückgenommen hatte. NLNversitäts-Nachrechteri. Darmstadt. Ter Privatdozent für Physik und physikalische Chemie an der Techni,chrn Hochschule, Dr. Phil. Max Rudo l py, wurde zum Kaiserlichen Negierungsrat und Mitglied des Patentamts .ernannt. Dr. Rudolphi (geb. 1871 zu Stendal i- d. Altmark), erwarb 1895 in Berlin die Doktorwürde und habilitierte sich zu Beginn des Wintersemesters 1900 au ter Darmstädter Technischen Hochschule. Im März 1906 erhielt er den Professortitel. Sein Buch „Allgemeine und physikalische Chemie" erschien in mehreren Auslagen. Heidelberg, 19. Mm. Die Rup erto Carola erreichte heute zitm ersten fötale eine Präsenzstärke von 200 0 imatrikulierte» Studenten. * EiseNbahNuNsälle. Einer Meldung des „Patriote" zufolge ist ein Eis enbahnzu mit 20 0 Pilgern aus der Fahrt von Montaignu nach Turnhout entgleist. Ein Reisender lvurde getötet und sechs verwundet. — Die Morgenblätter melden aus Brüssel: Am 19. Mai früh ereignete sich ein folgenschwerer ^Unfall aus dem hiesigen Südbahnhofe. Der Maschinist des um 7.30 Uhr aus Braine-le-Comte eintreffenden Zuges, der besonders von Schülern und Arbeitern besetzt war, vermochte trotz starken Bremsens den Zug nicht zum Stehen zu bringen. Der Zug fuhr mit ungeheurer Wucht gegen einen Prellbock, der vollständig zertrümmert wurde. Die Passagiere wurden durcheinander geworfen und mehrere von den zuschlagenden Türen eingeklemmt. Andere hatten bereits das Trittbrett betreten und wurden auf den Bahnsteig geschleudert. Im ganzen sind 45 Personen mehr oder minder schwer verletzt loorbeit. — Der „Berl. Lokalanz." meldet aus Konstantinopel: Der Wagen des Leiters des Baues der Anatolischen Bahnen, des früher im Ko- lonialamt tätigen Geh. LegationSrateS Helfferich stieß mit der Straßenbahn zusammen. Der Wagen wurde völlig zertrümmert. Helfferich und sein Diener wurden auf die Straße geschleudert: ersterer trug nur Hautabschürfungen davon, während der Diener schwer verletzt wurde. * Ei n räuberischer U e b e r s a l l. Der „Berl. Lok.- Anz." meldet aus Schwerin in Mecklenburg: Aus dem Rittergute Zathendorf bei Güstrow drangen zwei Einbrecher nachts unbemerkt in das von dem Besitzer v. Buch zurzeit allein be- ivohute Herrenhaus bis ins Schlafzimmer ein; v. Buch erwachte erst, als die Räuber sich daran machten, ihn mit Stricken zu fesseln. Während der eine dem Wehrlosen einen Revolver aus die Brust hielt und ihn bei dem geringsten Laute zu erschießen drohte, durchwühlte der andere sämtliche Behälter. Den Strolchen fielen über 4000 Mk. in Bar, zwei Sparkassenbücher und ein Scheckbuch in die Hände. Die Räuber sind unerkannt entkommen. * D i e Pest in Caracas. „Newyork Heralb" berichtet aus Newyork: Der amerikanische Gesandte in Venezuela, der nach Newyork zurückgekehrt ist, erklärt, die durch den Ausbruch der Pest in Caracas geschaffene Lage fei schlimmer als man vermute. Man spreche von 50 bis 70 Toten in La Guayra. Ebenso werden drei Pestfälle aus Caballo gemeldet. LUeirie Tageschronik. Im Alter von 104 Jahren 2 Monaten starb in Mußbach der älteste Einwohner der Pfalz, Jakob Wenz. Einbruch. In Ä i e n e r n e u st a d t wurde gestern nacht in das Postamt in Feiftritz-Wittdisch eingebrochen und das Gebäude vollständig ausgeraubt. Der „Hauptmann von Köpenick", der unvergeßliche Schuhmacher Voigt, hat int Gefängnis eine schwere Krankheit überstanden. Etwa acht Wochen hindurch hat er an einer schweren Lungenentzündung darniedcrgelegen. Er ist jetzt wieder als geheilt aus dem Gesängnislazarett entlassen worden und hat seine Zelle wieder bezogen. Die Beisetzung Zolas. Für die am 4. Juni erfolgende Beisetzung Zolas int Pantheon sind bereits alle Vorbereitungen getrofsen worden. Die Ausschmückung des Pantheons, sowie das Beisetzungs-Zeremoniell werden die gleichen sein, wie seinerzeit bei Viktor Hugo. Der Millionär George Sterry wurde im Bureau in Newyork von seinem Sohne erschossen, weil er ein junges Mädchen heiraten wollte. Der Sohn beging dann Selbstmord. Die Tat verursachte in Börseitkreisen große Aufregung. S ch i f f s z u s a m m e n st o ß. Der deutsche Passagterdampfcr „Rothenfels" und der spanische Dampser „Goyerrr' kollidierten int dichten Nebel aus der Höhe von Dover. Beide wurden tark beschädigt. Der Dampfer „Goyerri" wurde nach Dover gebracht. Ter Dampfer „Rothenfels" liegt vor Dover; Schleppdampfer sind bet ihm. Die Belforter Polizei verhaftete als Urheber des Dieb- tahls von Telegraphendraht zwischen dem Platzkvmmando und einem Fort zwei Franzosen und ein deutsches Ehepaar. G r o ß s e u c r. In der letzten Nacht brannte die Dantpf- mühle von Gersig in Schocken nieder. Der Schaden beträgt 90 000 Mk., der nur teilweise durch Versicherung gedeckt ist. Handel und Verkehr, Volksrvir»-cha-t. — Einnahmenbeut scher Eisen bahnen. Ten Personenverkehr brachte im April 59 182 283 Mk. (plus 1 217 641 Mk.), und der Güterverkehr 124 860 935 Mk. (minus 3 427 728 Mk.). Es ergab sich mithin eine Gesamtniindereinnahme aus dem Per- vnen- und Güterverkehr von rund 221 Mill. M k. Die Einitahmeit in der Zeit vom 1. April 1908 biS End: April 1908 betrugen bei den Bahnen mit dem Rechnungsjahr April-März 51809 913 Mk. (plus 3 111 208 Mk.h für den Personenverkehr und für den Güterverkehr 110 926 906 Mk. (plus 3 199 421 Mk.). Berlin, 19. Mai. Nach den Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrteller betrug die Mheisen-Er- zeugung in Deutschland unb Luxemburg während des April 1908 insgesamt 979 866 t (gegen 1046 998 t im März 1908 und 1077 703 t im April 1.907). Die fBiybuftion verteilte sich auf die einzelnen Sorten wie folgt: Gießereiroheisen 191 192 t (i. V. 184 605 t , Bessemern)heisen 34 7/6 t 140 283 t1, Thoinas- roheisen 614 350 t (704 244 t, Stahl und Spiegeleisen 80421 t (82 763 t), Pubbelroheisen 58 827 t (65 808 t). Die Erzeugung währenb ber Monate Januar bis April 1908 stellte sich auf 4 082 379 t gegen 4 217 303 t int gleichen Zeitabschnitt des Vor- jahve^. ^icrprojentigC Augsburger Stadtanleihe. Sie aus dem Inseratenteil hervorgeht, bringt die Darmstädter Bank hier 4 Millionen Mark dieser Anleihe zum Kürse von 972/1 in den Verkehr. In Anbetracht des billigen Kurses und der Güte des Papieres dürfte die Anleihe größerer Nachfrage begegnen und wir erfahren soeben noch, daß der weitaus größte Teil bereits in feste Hände übergegangen ist; doch hat die hiesige Niederlassung der Bank für ihre Kundschaft einen höheren Betrag reserviert, so daß baldige Anmeldungen tunlichst berücksichtigt werden können. Müllersohe Bade- u. Schwimmanstalt 4 % Augsburger Stadt-Anleihe xn (3204 Ortsgericht statt. 9 .s r/2 Zahlung acceptierter Beträge Js. verschoben werden. Giessen, Johannesstrasse 1 am neuen Stadttheater. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesien am Donnerstag, den 21. Mai : Bei wechselnder Bewölkung Gewitterregen. Zunächst warm, später Abkühlung, westliche Winde. )( Kirchhain, 19. Mai. Auf dem heutigen Viehmarkte standen etwa 300 Stück Groß- und Kleinvieh zum Verkauf. Der Handel ging flott. — Der Schweinemartt war mit rund 750 Ferkeln und Läufern befahren. Für 6—8 Wochen alte Ferkel bezahlte man 40—44 Mk. das Paar. le. V0m Westerwald, 19.Mai. Die Fett- und Rind- viehpreise gingen nach den Berichten der in der letzten Zeit abgehaltenen Markte in Altenkirchen, Hachenburg, Westerburg und Seck nm einige Mark der Zentner zurück, während die Preise in Schweinen im steten Steigen begriffen sind. Prima-Qualität Schweine kosteten das Pfund Schlachtgewicht 58 Pfennige. la. saftiger teeizerkäse frisch eingetroffen 3167 Eb.Dort,MMorstr.45. Grigiiial-DrahLmel-nngen. Wien, 20. Mai. Das Befinden des Kaisers ist nunmehr ein vollständig zufriedenstellendes. Der Schnupfen t|t behoben, Schlaf und Appetit sind gut. Auch die Nacht hat der Käifer gut verbracht. _ r . Lemberg, 20. Mai. Der Jes Uitenpatcr Steyr a w s k i, der sich eines Sittlichkeitsvergehens an einem 17 - Wert uni) MemMhrc Revolver, Pistolen und Patronen, Browning- Pistolen Cal. 7,65 u. 6,35, Dreysepistolen, Degcustäcke etc. empfiehlt Ad. Beinig Waffenhandluog, 3187 30 Selterswcg 30. Eigene Reparatnrwerkstätte. 5 § <0 Leffenlliche Versteigerung. Am Donnerstag, den 21. Mai, nachmittags 3 Uhr, findet die Versteigerung des Lonyschcn Hauses in der Bahnhofstraße am Bank für Handel und Industrie Depositenkasse Giessen. (Darmstädter Bank.) jährigen Mädchen schuldig gemacht hatte, ist nach ' Amerika geflüchtet. . c m Paris, 20. Mai. Am nächsten Donnerstag wird d:e Regierung das Budget für 1 908 einbringen. Obgleich bereiis bedeutende Streichungen seitens her verschiedenen Ressorts vorgenommen sind, beläuft sich das Defizit noch immer aus über 80 Millionen. Unter den Mehrausgaben befinden sich 51 Millionen für Mricg- und Marine-Verwaltung, 8 Millionen für die Durchführung der sozialen Gesetze und 23 Mill, für Ausgaben verschiedener Verwaltungszweige. Die Ausgaben belaufen sich insgesamt auf 3 373 055 678 Franks. London, 20. Mai. Die „Times" meldet nunmehr mit Bestimmtheit, daß stönig Eduard demnächst dem Z a r e n h 0 s e einen Bef 11 ch abstatten werde. Der König wird sich in Portsmouth einschisfen und eine Woche am russischen Kaiserhofe verweilen. Ter Besuch wird alsbald nach dem Londoner Besuch des Präsidenten Fallieres erfolgen. London, 20. Mai. Der englische Gesandte in Tanger, Sir Lowther, ist nach Lissabon versetzt worden. London, 20. Mai. Zu den ftäiWfen der Kolonne des Generals Barett an der afghanisch-indischen Grenze wird noch berichtet, daß eine Anzahl Besestigungsmerte von den engl. Truppen eingenommen und zerstört worden sind. Unter den 29 Verwundeten auf englischer Seite befinden sich 3 Offiziere. Die englischen Operationen werden fortgesetzt. Cognac deutsch und französisch. Aerztlich empfohlen. Zu haben bei 11351 F. Schott Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse. Herren- und Damen-Bad. Grund- und Hastenbäder. Badezeit von 6-1 und 3-8 Uhr. Schwimmunterricht au jeder Tageszeit. Für gewissenhafte Aufsicht ist bestens gesorgt. Wasserwärme 16» B. • Es ladet ergebens! ein Philipp Meller, Badeanstaltsbesitzer. 3201 ----------------------------------------------------------------------------------------- --- © I iä I. »H 1O Märkte. fc. Frankfurt a.M., 20. Akai. Schwcinemarkt. (Org.- £c(. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe staudcu 1425 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 63—00 Pig., Lebeudgewicht 49,5 big 00,0 Psg.; 2. Qualität 61—62 Pig., Lebendgewicht 48,5—49 Psg., 3. Qual. 52—55 Psg. Geschäft gedrückt, Uebersland bedeutend. — Während des Marktes liefen noch zwei Waggons Schiveine ein. le. Frankfurt a. At., 19. Mai. üeu- und Strohmarkt. Angefahren waren Hettle vorutittag 12 Wagen Heu, 1 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Alk. 3.00—3.60, für Stroh Mk. 2.50—5.00, Maschinenstroh Mk. 0.00—0.00. Alles per 50 kg. | Tendenz matt. ______________ Bekanntmachung. Merllchen Telegraphenamt in Gienen von heute ab 4 Wochen aus. Darmstadt, 20. Mai 1908. u 's Kaiserliche Qberpostdirektwn. I. B.: Diugeldey. Bekanntmachung. »om ssa'Ä^Ä W- bahn und Frankfurtcr-Ltraßc ist festgestellt und tann von Jedermann aus unserem Tiesbauanue elngeschen werden. Zu diesem Bebauungsplan ist folgende Ortsbausatzung ne» nehmigi worden. _ . Gießen, den 18. Mai 1908. . Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Keller. Blousen Waschstoff mit Streifen 1.25 Mk. Batist mit Einsätzen 1.75 Mk. Mull-, Batist-, a2%] Satinblousen von 2 bis 10 Mk., in 40 verschiedenenF agons 1 Salomon & Cie. | Blitz-Blank ist der beste [1611 Herdplattenputzer zirka 1000 Stück, verkauft, f Zu haben bei: Ludwig Kröll, Küchengeräte - Magazin, Blockstrasse. 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Auf Grund der in Artikel 2, 10 und 20 des Gesetzes vom 30 Avrrl 1881 die allgemeine Bauordnung bclr., und der 3, 4, a, nUnemeincn Bauordnung betr., wird nur Bcichluv per ^taoiuer SSff äiÄg, Eisenbahn und Frantsurter-Strage folgende ÄÄÄMÄWtfÄ nur dir ist nur auf eine liefe von is6m von »er ÖucDtlinie »er Srantfurier Strabo und der Wir haben im Verein mit anderen Banken und Bankfirmen Mark i Millionen — übernommen und bringen dieselbe freibleibend ... zum Sumse '»ron 97 ‘V/o zum freihändigen Verkauf. . Reflektanten bitten wir, gewünschte Beträge baldigst bei uns anzumelden. Die kann sofort erfolgen aber auch auf Verlangen in die Zeit von jetzt bis ZUII1 1. Juli (1. frischt fischt Lebendsrifche Nordsee - Schellfische 1—4pfündig per Pfund 35 Psg-, Pa. Nordsee - Cavimrr ohne Kopf per Pfund 23 Psg., im Ausschnitt 30 Psg-, fi. Backfische per Pfund 18 Psg., Haifische per Pfund 35 Pfg-, frische Rotzungen per Pfund 40 Psg., Fluhhecht per Pfund 75 Pfg., empfehlen Gehr. Berta, Bahnhofstraße 27. [ato/6 Todes-Anzeige. Montag, den 18. Mai, verstarb nach kurzem, schweren Leiden mein lieber, treuer Gatte, unser guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der ~ , Maurcr Johannes Doring im Alter von 27 Jahren. Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen Anna Döring Ww. Bersrod, Greifswald, Bochum, den 19. Mai 1908. Die Trauerfeier findet st»" Donnerstag, den 21. Mat, nachmittags 2*/; Uhr, vom amen. verkauf" bis längstens den 3. Juni l. Js. bei dem unter w Sctretarlate. mojetbft »>e Eröffnung »er Gebote an dem daraus solgendcn Tage, D-nnerst-g, den 4. Jmti, 11 Uhr in Gegenwart der erschienenen Luö- S“ “jotaen wird' schristlich -inr-ichen. Die Subnnttenten ertennen di- Submissionsbedingungen durch Emre,chung ihrer Liierten als rcchtsocrbmdlich an und |,nö 14 Aage an Ihre Tie gebunden Wegen Auskunstscrtetlung bet.ebe man sich an die betreffenden LbersSrfteret-n zu wenden. Darmstadt, am 16. Mal 1908. ß /6 Bps Srhrtarißt Großh. N'u-Smms her finden. 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