Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. «L Vor IK j jfiutig der Ge- jtänbige. Für ute sind die ine Forderung n enlitehcnden > g LtimmungsbUd aus dem Reichstage. Berlin, 19. Februar. Dulce ridentem Lalagen amabo, dulce loqnentem! Liberal bedeutet Kirchenfeurdlich! Die Morgcnvrutlcr ntclotn au» Bamberg: Erzbischof v. Abert hat an den Führer der liberalen Landtagsfraktion Casselmann einen umfangreichen Bries gerichtet, worin er betont, daß er als Erzbischof nach wie vor auf dem Standpunkte stehe, daß seit den Zeiten des Kulturkampfes in den weitesten Kreisen des katholischen Volkes die berechtigte Ansicht bestehe, daß liberal kirchen- feindlich bedeute. Deshalb könne Pfarrer Gran- oinger weder der liberalen Partei angehören, noch den Reiseapostel für sie machen. MW Mei, SM £■ i ch r milsÄcHm B d) meine, auf den ■ man mal aitjangcn B Beim von ‘3 bi° B [gentut Dienst isi, B nicht noch einmal B d bami gar noch B 6 Ühr nachmittag- ■ kehr. 2as kommt B im Torfe zugute, ■ Sonntag al- ■ fj werfe beit Fudea ■ Ich achte die ■ )t hoch, und M ib — auch dem * vbcxtetkti.) langen Jahren entrang sich einmal während einer Stadthagen'schen Rede dieser Schlußvers der berühmtesten Ode des Horaz, in der der Dichter die sanften Worte seiner Lalage besingt, als Stoßseufzer der Brust eines besonders kleines Feuilleton. 2. Aus Frankfurt a. 2JL wird uns geschrieben: Unsere städtische Galerie ist zwar erst wenige Wocheir alt, aber |te roäd)|t zusehends wie ein junges Riesenkind. Wenn es so weiter 8evL so wird die Frage eines groben Atufeinnsbaus bald akut werden. Nachdem die sog. Galerie-Deputation, bte so etwas ivie das Knnst-Atuiisterium der Stadt Frankfurt darstellt, die nöligen z! ’n die Hand bekommen hat, beginnt sie auch, den nötigen gebrauch bauon zu machen. Tie Herren, die als spiritus rectores oaytnlcr sitzen, haben wohl gewußt, warum sie gleich die Verfügung über so hohe Mittel begehrten 1 Gestern ist für die Sknlp- Ulrenscnnmlung, zu der erst eben der Grund durch die Erwerbung einer schönen Sammlung mitlelalterl. lind Renaissance-Plastiken ge- >egl worden mar, ein neuer bedeutuiigsvoller Kalif abgeschlossen worden: Die überaus wertvolle Antikensam m l u n g des ver- lotbeneit Münchener Archäologen Prof. F u r l w ä n g l e r, der ^ur als IDiaim der Wissenschaft, sondern vor allem als fünft- Erhcher Kenner gesammelt hat, ist für die Städtische Galerie erworben ivorden. Seit Wochen schwebten die Verhandlungen, und , n ^^on, als solle ein bekannter amerikanischer (Sammler, ■eilen Gebot das Frankfurter bedeutend überstieg, der glückliche o^stKr ivecden, aber die Witwe des Verstorbenen tonnte sich nicht (nt|cl)lief;en, die in ihrer Art einzige, aus Imiter erlesenen Stucken uneift Bronzen und Terrakotten uni) meist Kleinplastik) bestehende ^nmluiig ins Allsland waiidern zu lassen, — ein Verhallen, das oye Anerteinumg verdient. Bis die Sachen irach Frankfurt fonuneii, ”°Jte. Ein Glanzstück der Skulpturenjaminlung jein werden, wird ey einige Zeit oergehen. ■ I , T Frank Wedckind in fron zösischemt Licht. Auch ^7? Ausland beginnt sich allmählich mit Frank Wedekind inten#- oex zu bcschästigen. In atublanb hat er eine Begeisterung her- ’ IDie tcin anderer mobenier deutscher Dichter. In der £ ^rösfentlickk nun L. Reau einen ausführlichen Aufsatz Äv von Dichter. Wedekind repräsentiert für den Franzosen den Tendenzen der neuen Generation ausdrücke. Er ^yt m ihm 'iyen frühsten Gegner des konseguenten Naturalismus, S.cincr Beit, da Hauptmann „Tie Weber"" veröffentlichte, CT ’J dne Bahnen der idealistischen Neuromantik einschlug, mjobt die Herrschaft in der deutschen Literatur errungen haben. iüher mit Tehmel und Hofmannsthal der typischste ^rrreter der Neuromantik, b.e die Parole der jungen Tichter- trneiation ist. Tie neue Lehre hat in ihm einen ihrer ersten ’m??r.ait8/e,r «£&»*«; er ist ihr entschlossenster Vorkämpfer gerieben. „Wer ift nun dieser einzigartige Schriftsteller, ge- tvnesen von den einen, geschmäht von den anderen, zugleich horazkund.geu Abgeordneten. Des Dichters Liebchen Lalage ersetzte er durch ein in den Rhythmus sich zwanglos einfügendes „Stadthagen"". Die heutige zweieinhalbstüirdige Brandrede Stadthagens ließ diese Horazische Erinnerung wieder aussteigen. Je länger er sprach, desto leerer wurde es im Sihungssaale, und als er nach ^toei Stunden vvr- zutragen begann, wozu er sich eigentlich zum Wort gemeldet habe, war der Saal öde geworden, wie jene Gegend, die ui derselben Ode Horaz so anschaulich schildert: pigris ubi nulla campis arbor aestiva recreatur aura. Das Thema der Klassenjufciz variierte der soziawemotratische Redner in ermüdender Weise. Natürlich versuchte er die freimütige Kritik, die der Wortführer der Nationalliberalen, Dr. Heinze, gestern an der Rechtspflege geübt hatte, für die Auffassung der Sozialdemokratie auszunutzen. Es hätte nicht erft der ausdrücklichen Feststellung des Llbg. Heinze bedurft, daß das Anerkenntnis, daß auch die Justiz Fehler begeht, und daß es den Richtern oft schwer fällt, die Anschauungen anderer Klassen richtig zu beurteilen und die wirtschaftlichen und sozialeii Probleme, die eine rasch und fit ft« c Malb niusiiiunilln ü S'11. lvinvr. W" son, °°s!?.ern und ^richissälin lru, cs nicht «§ g(eJ £^-ie ent, ^den schänd, ebllngder nwalte nach erichicd niug n offemrichr mmer öffent- ; ^cttei der Nudelt dann me wirtschasj. deitsgebie! fei jtd) die Cin- ciu habe sich 'ilion der m erstrebens, 'parteiisch, ob. • Achter und m 'Solle be. erhalten, son- Gegen dte beabsichtigte Erhöhung der Telephougebuhren erheben auch o.e merzte mit. giucii Gr^n^eu EUispruch. So schreibt Dr. Arthur Hoffmann-Darmstadt in den „Aerztlichen Mitteilungen"": Durch die von der Regierung in Aussicht gestellte und beantragte Aenderung in der Berechnung der Telephongebühren werden bie Interessen des praktizierenden Arztes so wesentlich berührt, daß es wohl angezeigt erscheint, auch aus ärztlichen Kreisen gegen diese beabsichtigte Neueritng Protest einzulegen. Diese Abschaffung der Pauschatbezahlung für Benutzung des Telephons und die statb dessen geplante allgemeine Einführung der Bezahlung jedes Einzelgesprächs.bedeutet fraglos für viele Aerzte nicht allein eine wesentliche Verteuerung, sondern erschwert ut vielen Fällen auch die Benutzung dieses wichtigen Verkehrsmittels sehr bedeutend oder macht diese sogar ganz unmöglich. Bei Unglücksfällen oder bei plötzlich ein- getretenen sonstigen 9dotfällen ist es im Interesse des Verletzten oder Erkrankten oft nötig, daß nach den verschiedensten Stellen telephoniert wird, um den Arzt rasch und sicher zu erreichen. In solchem Falle ist die Bezahlung je- Offenbach bleibt also in absehbarer Zeit finanziell auf das engste verbunden mit dem Berliner Hotel, dessen jüngste Geschichte eine ftette grober Verstöße der Verwaltung gegen die Interessen der Aktionäre ist. Es steht fest, daß diese Mißwirtschaft mindestens zwei Jahre zuruckliegt. Sie ist also D/z Jahre älter, als das Offenbacher Lombardgeschäft. — Im übrigen geht die ganze Dullo-Affäre ihren gerichtlichen Gang. Der Stadtvorstand hat gegen seinen Vorsitzenden und die Frankfurter Firma Wolff u. Ko. eine zivilrechtliche Regretzklage angestrengt. Gegen Wolff u. Ko. schwebt außerdem ein ehrengerichtliches Verfahren vor bem Börfenvorstand, unb ein Oberbuchhalter ber Kommune ist, weil seine Kasse nicht stimmte, seit einigen Wochen vom vom Amte suspendiert. Diese noch nicht aufgeklärte Angelegenheit hängt inbessen mit ber anberen nicht zusammen. Gekannt kann man barauf fein, wer unter diesen unerfreulichen Umständen in diesen Tagen in Offenbach zum Beigeordneten gewählt wird. Hoffentlich findet sich ein Mann, der bas unbankbare Ehrenamt übernimmt und biejenige Sachkenntnis mitbringt, bie an anderer Stelle so gut wie ganz fehlt. Ich gäbe etwas darum, wenn ich in meiner Dullo-Broschure nicht recht be,halten hätte. Sie wurde in einer der gelesensten Darmst. Zeitungen noch vor wenigen Tagen als „unrühmlich"" bezeichnet. So etwas muß man sich eben gefallen lassen, wenn man freimütig Mißstände aufoeat. Ich selbst kann natürlich an meiner Schrift nichts unrühmliches entdecken. Unrühmlich waren dagegen die Zustände, mit denen ich mich beschäftigt habe. Hoffentlich wiederholen sie sich nicht. Der Offenbacyer Bevölterung, die eine schwere Prüfungszeit durchwacht, wünschen jedenfalls alle Wohlgesinnien endlich etwas Ruhe unb einen gesunden kommunalen Fortschritt. Heues zum Fall Dulls. Herr Professor Dr. Biermer schreibt uns folgendes: Viele, die es mit der schwer heimgesuchten Stadt Offenbach gut meinen, hatten immer noch gehofft, daß es gelänge, die unvernünftige Ehe, die bie Firma Wolff u. Ko. als Schadchen zwischen der Kommune Offenbach und dem Berliner Käiserhos vermittelt hat, zu trennen. Der leidtragende Teil wäre freilich Offenbach gewesen, es hatte auf seine reichlich bemessene Morgengabe verzichten und sie als Reugeld opfern müsseu Leider ist die Scheidung ganz unmöglich geworden. Die Stadt besitzt noch 330 000 Mark Aktien der Kaiserhofgesellschaft, die sie zum Kurse von 130 Prozent, also zu einem Tageswerte von 429 000 Mk. lombardiert hat. Als ich meine Dullv-Broschüre schrieb, stand ber Kurs aus 76 Proz. Herr Bürgermeister Dullo erklärte biesen Kurs- sall für eine vorübergehende Erscheinung. Er sei fit Berlin gewesen und habe sich durch Büchereinficht überzeugt, daß die geschäftliche Sage ber Käiserbofgesellschaft eine recht günstige sei. Ich unb anbere haben das bestritten. Wir haben behauptet, baß bie Gesellschaft im Gegenteil schwer notleibenb sei, unb ich habe ihren Anleihebedarf auf 3—4 Millionen Mark aeschätzt. Wer bat nun recht behalten, Dullo ober ich? Gestern stand an der Berliner Börse, wo diese Papiere allein notiert werden, der Kurs ber Kaiserhofaktien aus 52 Proz., b. h. ber Offenbacher Aktienbesitz, nominal 330 000 Mark, ursprünglich sogar 429 000 Mk. wert, hat heute einen Tagespreis von 171600 Mk., das ist ein Kursverlust von mehr als einer Viertelmillion Mark. Endlich kennen wir auch den wirklichen Geldbedarf der Käiserhofgesellschaft. Sie braucht, uni wieder flott zu werden, im lausenden Fahre 5 400 000 Mk., beinahe so viel wie das ganze Aktienkapital, das 6 Millionen Mark beträgt, ausmacht. Diese beträchtliche Summe kann die Gesellschaft auf den Geldmärkten nicht bekommen, denn auf dem Hotel Kontinental, das der Gesellschaft ebenfalls gehört, steht bereits eine Hypothek von 2 Millionen Mark, auf Hillmanns Hotel in Sremen_ eine solche von 1 Million, und auf dem noch nicht jertiggestellten Atlantiehotel in Hamburg ruht sogar eine Hypothek von 3 Mill. Der Kaiserhof selbst ist allerdings z. Z. hypothekenfrei. Früher war er auch mit 3 Millionen Mark belastet, aber diese Hypoihek wurde abgelöst und zusammen mit einer älteren Obligationsanleihe in eine einheitliche nicht hypothekarische Anleihe von 5 Millionen Mark um- ßctoanbelt. Eine Berliner und eine Hainburger Großbank haben sich jetzt bereit erklärt, gegen Kautionshypothek auf das Kaiserhosgrundstück Mitte dieses Jahres 2i/3 Millionen Mark vorzuschießen. Damit sind aber bie finanziellen Schwierigkeiten noch nicht gehoben. Cs müssen neue Obligationen ausgegeben werden, wie inan hört, nach dem )Prozentigen Typus und über pari rückzahlbar, und äußerem sollen die Aktionäre, die natürlich in diesem Jahre leinen Lfennig Dividende bekommen, auch noch bluten. Sie müssen Zubuße zahlen, und zwar verlangt man eine Zuzahlung von 40 Proz. aiuf die Aktien, die bann f'ogenannte „Vorzugsaktien"" werben. Wer sich weigert, wird zum Stamm- aftionär, der wahrscheinlich in den nächsten Jahren ganz ohne Zinsen bleibt,, herabgedrückt. Nach meiner lieber» jeugung kann bie Kommune Offenbach gar nichts anderes tun, als in den Vorschlag der Kaiserr-osgesellschast ein» billigen. Man muß zu retten suchen, was zu retten ist. bie Stadt wird also noch einmal 132 000 Mk. nach Berlin ibführen müssen. Das war ein teurer Besuch der armen Offenbacher am Kuiserhof ber Reichshauptstadt. liefcrungStemiin. Hoffentlich werden alle Erwartungen erfüllt werden. — Künstler-Theater in ber Ausstellung „Münetjen 19 08". Die künstlerisch-kulturellen Absichten ber Ausstellung sollen burch bas Künstler-Theater, ähnlich wie 1902 in Darmstadt, auch auf die Schaubühne übertragen werden. Es soll, wie man uns mitteilt, versucht werben, das Theater von ber kostspieligen Kulissenmechanik zu befreien unb bafür eine künstlerisch organische Szenengestal- tung unb bas schöpferische Eingreifen ber modernen Malerei unb bckorativen Raumkunst zu ermöglichen. Gleichzeitig soll burch bie als Amphitheater geschaffene Einrichtung des Hauses für bie Zuschauer die Richligstellung der Bühnen- perspektive erreicht werden. So soll das Drama frei von allem Aufwand erdrückender Details als eine völlig in sich abgeschlossene Welt in ein richtiges räumliches Verhältnis zum Menschen gesetzt werden. — Die Verfügung der Liegnitzer Regierung gegen die Gesellschaft zur Verbreitung von Volksbildung und die Erklärung des Kultusministers im preußischen Landtag veranlaßten den Neuen Frankfurter Verlag als Verleger der neuesten Schrift von Professor Haeckel „Tas Mcn-> schenproblem unb die Herrentiere von Sinne"" von dieser Schrift im Einverständnis mit bem Verfasser je ein Exemplar an tausend deutsche Volksbibliothekcn kostenlos zu verteilen. — Kleine K u n st ch roni k. Wlwenvruchs „ Rabenstein erin"" hat nun auch den Weg nach Ackinchen gesunden und wurde ain Hoflheater mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Fräulein Rottmann schuf der Berfabe eine Gestalt von plastischer und künstlerischer Schönheit. — Ter neue Jahrgang der Monatshefte für graphisches K u n st g e w e r b e (Herausgeber Kunstmaler Albert Knab, Verlag von Karl Flemming A.-G., Berlin und Glogau, Heü 3 und 4, 6. Jahrgang, zeigt mit jedem neuen Hefte Höherentwicklung, Klärung. Besonderer Wert wird jetzt auf das Thema K ü n st l e r t s ch e Reklame" gelegt, und es ift erstaunlich, in wie feiner Weife bem ft a u f m a n n die Augen geöffnet werden. Tas geschieht in Leitartikeln, bie durch Entwürfe unb Vorlagentafeln von anerkannten Künstlern wirksam unterstützt werden. Der Kaufmann stndet hier eine Fülle von Anregungen für geschäftliche Erfolge, aber er findet durch die Reichhaltigkeit der Hefte auch sonst manche Belehrung, manchen tünft- lerischM Genuß. — Der Leiter der Düsseldorfer Akademie. Prof. Peter Janssen ist am Rlittwoch g e st o r b e n. desEinzelgesprächsdoch eine ganz ungerechtfertigte Mehrbelastung. Für Den praktizierenden Arzt — und mehr noch für den den Arzt erwartenden Kranken — ist es außerdem von großem Werte, daß der Arzt, wenn er seine Krankenbesuche macht, von unterwegs telephonisch zu Hause an fragen kann, ob nachträgliche Be- stellungen eingegangen sind. Seither war dies leicht auszuführen, man ibenutzre einfach das Telephon eines Patienten, der gegen Pauschalgebühr Telephonanschluß hatte. Späterhin wird man dies ohne Belastung ber betreffenden Stelle nicht mehr können. In vielen Fällen wird die Telephon- benutzung aber gar nicht angängig fein, da sehr viele Tele- phonstellen keine Sammelbüchse ausgehängt haben und man gar manchem Patienten doch nicht wohl bie Telephongebühr mit 5 Psg. in bie Hanb brücken kann. Wie bie Handelskammern als Vertreter ber Geschäftswelt Protest gegen bie beabsichtigte Verteuerung bes Telephons erhoben haben, sollte auch ber Leipziger wirtschaftliche Verband als Vertreter ber wirtschaftlichen Interessen des ärztlichen Standes entschieden Verwahrung gegen bie geplante Verteuerung einlegen. * An der russisch-türkischen Grenze herrscht Frieden. Gegenüber den A.armi^au.^ic<,i^n wer englischen Presse über bedrohliche Truppenbewegungen in den russisch-türkischen Grenzgebieten' in Asien veröffentlicht ber „Petit Parisien" folgenbe, offiziös inspirierte Note: Tas hiesige auswärtige Amt hat weder von der österreichischen noch von der russischen oder türkischen Regierung irgendwelche Informationen erhalten, bie einen kriegerischen Konflikt befürchten lassen. Im Gegenteile, bie hiesigen maßgebenden Kreise haben bie Ansicht gewonnen, baß sich in ben Beziehungen ber genannten brei Kabinette nichts Anormales ereignet hat. Zubern können bie drei Ko n fli kts sto f fe, bas österreichische Sandschalbahnprojekt, die mazedonische Justiz- resorm und die türkjsch-russischen Gegenfätze in Persien aus keinen Fall eine Auseinandersetzung mit bewaffneter Hand rechtfertigen. Nr. 43 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 20. Februar 1008 «°chewt^täglich?"außer ® ® Bezugspreis: Sonntags. - Beilagen: ▼ Lj . K3 V monatlich75Pf.,viertel- viermal wöchentlich /ä A A /X Ak jährlich Mk. 2.20; durch 6lc6ener$imillewätter; Abhol-, u. Zweigstellen VjlvfivTlvT alluKIti wirtschaftliche oeitfragen 'Ny M M W gSj Kf M Zeilenprets: lokal IbPft Fernjprech-Anschlüsse: UM auswärts 20 Pfennig. für die Redaktion 112, Iw Verantwortlich MZL General-Anzttger für Oberheffen DM h XÄTioul" Roffltionsötui und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch- und Steindruckerei. H. rangt. Redattian, Expedition und DruS-rei- Schuistra^t 7. '™l": ÄÄ1 ______________ ___ _________________________________________________ u Anzeigenteil: H. Beck. überschätzt und mißachtet? Es scheint, man kann von ihm nicht kaltmütig sprechen und ibn nach seinem wahren Wert einschätzen ohne Uebertveibung m Lob und Tadel. Tie Verzückten vergleichen ihn mit Shalespeave, die Pharisäer behandeln ihn als Pornographen, die einen roie die andern entbehren in gleicher Weise der rechten Beurteilung. Körperlich ist Wedekind ein kleiner Mann mit etwas schwerfälligem Gang, den schweren Kops auf eckigen Schilltern, ein fleischiges, glattrasiertes Schauspieler- geficht, sinnliche, seinschmeckerisa-e Lippen, fast stets gesenkte kurzsichtige Augen. So macht er den Eindruck eines traurigen Wollüstigen, eines Schüchternen, der sich mit Frechheiten verteidigt und mit seinem Zynismus paradiert, um sein Inneres zu verbergen. Seine nirgends von tünstlerischcm Feuer oder genialen Lichtblitzen getragene Unterhaltung, die aber durch unvermutete Wendungen überrascht, ist die eines sehr klugen Mannes, der das Leben als ironischer uird amüsanter Zuschauer betrachtet."" Roau erkennt die künstlerischen Fehler, die in den moralisierenden und persönlichen Tendenzen der Wedekindsck)en Lichtungen liegen und betont das Groteske und Satirisck)e seines Stils. — Die Hebung deutscher Studentenkunst hat, wie bereits mitteilten, ein Unternehmen des Kgl. Landesgewerbe- museums in Stuttgart zum Ziele, welches durch eine Preisausschreibung und durch eine damck verbundene große Ausstellung neue Grundlagen schassen wird, um Kneipausstattungs- wesen und studentische D e d i k a t i o n s g c g e n st ä n d e aus ein höheres künstlerisches Niveau zu heben und Studentenkreise mit ben Künstlerkreisen zu gemeinsamer ftuchtbringender Tätigkeit zusammenzuführen. Ein über alle deutschen Gaue verbreiteter Ehftnausschuß, dem die besten Namen der deutschen Gelehrtenwelt angeboren, hat in verschiedenen Orten schon sehr erfreuliche Vorbereitungen getroffen. Vornehme Ehrenpreise und mehrere tausend Mark an Geldpreisen, welche durch Widmungen ftubrentifeber Verbände, sowie von Freunden der Studentenschaft noch eine wesentliche Steigerung erfahren werden, stehen bereits jetzt der aus anerkannten Künstlern zusammengesetzten Jury zur Verfügung, Hunderte von deutschen Künstlern sind überall damit beschäftigt, originelle Entwürfe gediegen, aussühren zu lassen; zahlreiche Studentenvereine, sowie ganze Studentenverbände haben ihre Beteiligung in Aussicht gestellt. Ter König von Württemberg, der „Alter Herr"" eines Studentenvereins ist, hat sich als Protektor an die Spitze des Unternehmens gestellt. Jährlich werden z. Z. über zivei Millionen Mark für künstlerisch nreist recht wenig bedeutende Gegenstände ausgegeben, während dieselben Summen, dem tüchtigen modernen deutschen Kunsthand- ivert zugeführt, von atüv. oßter Wichtigkeit für das fernere Gedeihen sein könnten. 9ä> . ■ trennen uns ton dem Eiw- ’l* a c- *0 !machkig aufsteigende neue Entwicklung der Rechtsprechung stellt, sofort zutreffend zu lösen, etwas ganz anderes gedeutet, als das, was die Sozialdemokratie in ihrer Agitation unter Klassenjustiz versteht. Mit Recht konnte der nationalliberale Redner auf die Verschiedenheit der Tonart und der Absichten Hinweisen, und daß es ein himmelweiter Unterschied ist, ob man tritische Bemerkungen mache in dem Bewußtsein, daß sie der deutschen Justiz, die ein gutes Gewissen hat, nicht schaden tonne, oder, wie ,cs die Sozialdemokraten tun, in der bewußten Absicht, das Vertrauet zur Rechtspflege zu erschüttern. Ter Staatssekretär Tr. Rwbcrding legte luic schon oftmals gegen die Beschimpfung des deutschen Richterstandes durch Herrn Stadthagen die eni jchiedenste Verwahrung ein, uud auch der Jentrumsredner Gröber, der sich ausorüct- lich die gestrigen Ausführungen des Tr. Heinze zu eigen machte, wies die soziatdemotratische Merhode der Verallgemeinerung von lrinzeksällen mir allem Nachdruck zu- rücr. Auch Dr. Ablaß, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, den Slanopunr oer Fcc. sinnigen zu ein.igcn ^pezial- fragen darzulegen, ließ kernen Zwr>-el darüber, dag die Stellung der linksliLeralen Parteien zu der Rechtspreaiung unserer Juristen durch eine weite Kluft getrennt wr.ro von der Auffassung und agitatorischen Behandlung der Sozialdemokraten. Wie gestern Tr. Heinze, so erörterte auch Herr Gröber die Grünoe, aus denen es der Rechtsprechung, zumal aus srrafprozessialen Gebiet, an Äoltsrümlichieir gebricht. Auch er machie Vorschläge, um den aus allen Secken erkannten Mißständen, aus denen oer darf nach Sondergerichten in der Hauptlache hervorgeht, nach Möglichkeil, obzuyelfen. Ein hervorragendes Mittel ist für chn die Einrichtung großer Schöffengerichte, in denen den juristischen (jsesehes^ennern Fachmänner aus den beteiligten Laien- kreisen zur Seite fixen. Mit großer Wärme nahm sich der Verrreter der Jentrumsparrei oer von den Narional- lioeralen in einer Resolution erhobenen Forderung an, den für die Regelung des Arbeitsverhältnisses in der Industrie eine immer größere Bedeutung gewinnenden Laris vertragen eine gesicherte rechtliche Grundlage zu geben. Die Frage der st r a s g e r i ch t l i ch e n Behandlung der Jugendlichen ist le tue Parieiangei-egen- heit. Auch das Zentrum gab zu erkennen, daß es die Fürsorge der Gesetzgebung auf diesem Gebiet für em dringendes Erfordernis halte. Mit besonderer Gründlichkeit machte aber Dr. Ablaß diese Frage zum Gegenstände ferner Besprechung. Er verlange, daß dem Sttnöe gegenüber, auch wenn es vor dem Strafrichter steht, das Bewußtsein keinen Augenblick zurücktretrn darf, daß es sich noch unter der Zahl der Familie befindet. Er gab die Anregung, Acrzto und Lehrer, und wo es sich um Mädchen yanoelt, auch Frauen als Beisitzer zuzuziehen, und erklärte unter allseitiger Zustimmung feine Kosten für hoch genug, um besondere Anstalten für Jugendliche zu schaffen, die sie vor der Berührung mit alten Verbrechern oewa^rr. Aber auch aus diesem Geoiete lehnte er mit der großen Mehrzahl seiner politischen Freunde eine weitere Zersplitterung der Justiz durch Scyasfung von Sondergerichten ab. Ter weitere Teil seiner Rede gait der Abwehr der Bestrebungen, die unter dem Deckmantel des Kampfes gegen die Pornographie die Freiheit der Kunst und Literatur bedrohen. Siiniiiiiiiigsüild aus dem preutz. Abgesrö.ieleuhaus. Berlin, 19. Febr. So uninteressant sich die Debatten i>es Abgeordnetenhauses in den ersten vier Stunden Oet Millwochsiitzung anließen, so großes aktuelles politisches Interesse boten sie in der letzten halben Stunde. Hiner derer v. Pappenheim war es, der dicht vor Toresschluß eine Batterie gegen den Kultus- minist er auffuhr, und auf den ProtztÜsien saßen int trauten Verein Teutschwnietvative und Zentrumsmannen zur Vedienung der Geschütze. Herrn Tr. Die der ich Hahns Liebeswerbcn um die Gunst des Zentrums im Zirkus Busch ist, wie der Abg. Kopsch angesichts dieser Bedienlmgsmannschaft der Rcaktions- batterie bemerkte, nicht vergeblich geblieben, und es war c i n Schauspiel von unleugbarer politischer Pikanterie, als sich mit der gesamten Linien die Freikonservativen Zufamrncnta.cn, um dem dem Liberalismus sonst wahrlich nicht 'genehmen Kultusminister beizuspringen. Ter äußersten Rechten und dem Zentrum sagt die 'Neigung des Herrn Holle, die nebenamtliche Schulaufsicyt durch die hauptamtliche zu ersetzen, nicht zu. Dcß zum Zeichen haben sie ihm zwar nicht, wie die Sozial- dcmokraicn im Reichstage das lästigen Ministern gegenüber zu tun pflegen, das Gehait verweigert, aber die Rechte tarn mit einem Antrag Pappenheini heraus, der die Streichung eines der zehn von der Regierung geforderten hauptamtlichen. Kreisschulinspektoren forderte. Eine Demonstration, weiter nichts: Ein Kceis- schulinspektor mehr oder weniger macht den Kohl nicht fett. Tas Bemertenswerte bei der Sache war eben nur, daß die Rechte ibem Zentrum einen kleinen Liebesdienst erwies: Kleine Geischenke erhalten die Freundschaft. Und was weiter bemerkenswert taar, das war das Abschwenken der Freikonservatioen unter Oktario o. Zedlitz kluger' Führung in das Lager der Linken. Tie. Reaktion errang, mit Hilse der Polen, mit Mühe inib Not den Sieg: Tas Ergebnis der Abstimmung war mehr als zweifelhaft, und aus der Tribüne machte man sich auf den Keilrauoenden Hammelsprung in später stunde gefaßt. Aber Herr v. Kröcher entschied, daß die Antragsteller die Mehrheit hätten, und so wurde dann der zehnte fachmännische Kreisschul- inspektor in den Orkus gesandt. Kein Beschluß von Bedeutung, aber doch ein politisch vielleicht symptomatisches Ereignis. Nun, ibie Linke kann die Entwicklung der Dinge ruhig abwarten; weiß sie doch längst, daß die Seelenverwandtschast der Rechten und des Zentrums wie ihre „Wahlvenvandtschasi" allen inneren und äußeren Stürmen trotzt. Was vorher kam, war nicht von fonberliaKm Belang: Volksschulserien, Lehrcrinnenvermepiung, Schulaufsichtssragen und ähnliche oft genug erörterte Themen beherrschten die Debatte, die ziemlich eintönig sich hinzo^. Erst am Freitag wird das Haus wieder zusammentreten, um die Fährverbindung Saßnitz-Felleborg in zweiter Lesung zu erledigen, und die Schuldebatte wieder um ein kleines weiter zu fordern. Ans 5»aot unc Gießen, 20. Febr. 1908. Aus dem städtischen Berwaltungsbericht für 1906. VIII. Die kaufmännische Fachschule gliedert sich bei einer dreijährigen Schulzeit in eine Unter-, Mittel- und Oberklasse. Der Unterricht in den Pflichtfächern — cinsache uno doppelte Buchführung, Briejschreiben, Rechnen, Wechsellehre, Haiidcls.chre, Handelsgeographie, Warenkunde, deutsche Sprache, Recht- und Schonschreiven — wird von 2 bis 5 Uhr nachmittags erteilt, bet in den Wahlfächern — Französisch, Englisch, Kurzicpriit und Maschinenschreiben — abends von 8 bis lü Uhr. Tas Schuljahr umfaßt rund 40 Wochen mit wöchentlich 6 Stunden. Die Schülerzahl sür den Pflichtunterricht betrug im lehren Schuljahr 14ü, von denen 103 aus Gießen, 30 aus der nächsten Umgebung unb 12 aus bei entfernteren Umgebung stammten. Von den Schülern hallen "2 bas Gymnastum, 25 bu .<• Hdjule unb 118 die Volksschule besucht. Zu .eit >osten leige. • r Staat 2060, die Stadt 800 und di. . j.u .hu । • Zuschuß. Tas mit der Schule uciounöcn.' DehrlurgshiUii iua. in hergebrachter Mjje weikergejuhrL Der Unterricht der Ge iverlle stch ule umfaßt geometrisches Zeichnen unb darstellende Geometrie, Frcihanb- und Ornamentzeichnen, kunstgewerbliches Zeichnen, Fachzeichnen im allgemeinen, Baukonstruktwncn, Bau formen. Detaillieren, Baumaterialienkunde, Baukonstruktionslehre, Geometrie, Algebra, Mechanik, Festigkeitslehre, Physik, Graphoftatik, Koftenveranschlagungcn, Arbeiter-Versicherungsgesetze, gewerbliche Gesctzeskunde, Modellieren in Holz, Ton und Plastilin, Deutsch und Geschäftsrechnen, Buchführung und Wechsclkunde. Die Schule wurde im Sommer 1906 von 4 (12 int Vorjahr) und im Winter von 67 (65) besucht. Ter Unterricht der Handwerker-Sonntagszeichenschule erstreckt sich auf geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie und^Fachzeichnen nach den vcrichicdencn Handwerkszweigen. Die Schule wurde von 221 (233) Schülern besucht. Tie Einnahmen bestanden aus 2850 Mk. Schulgeld, 3940 Akk. Sraatszuschuß (neben dem Gehalt des Hauptlehrers), 1000 Mk. städtischem Zuschuß (neben freien Unterrichtsräumen mit Heizung) unb 1000 Mk. Zuschuß der Sparlassc. Für die Vorbereitung b er Meiste r p r üfung wurde ein sünswöchiger Kursus in Buchführung, Wechsclkunde, Material- lunbc, Kostenveranschlagung, Gewerbeordnung und Arbeiter-Versicherung abgehalten. Es nahmen 37 Haudlverker teil. An der Alice schule für Frauen bildung und Erwerb wirkten außer der Oberlehrerin 3 ständige unb 2 Hilfslehrerinnen, sowie ein Hilfslehrer. Es haben tcUgeiwmmen am Wcißzeugnähen 41 (1905: 65), Sticken 44 (82), Kleidermachen 37 (öö\ Bügeln 19 (17), Unterricht für Handarbeitslehrerinnen 9 (IG, Kochen 59 (58;, Backen 12 (23) unb Einmachkurs 8 (19) Schülerinnen. Die Stadt stellt das Schulhaus unb die Heizung, die Schulgclb-Einnahme betrug 5300 Mk.; die Bezirkssparkaße leistet 600, die Provinz 300 unb der Kreis 400 Mk. Zuschuß. Die Kleintinderbcwahranstalt iu der Diezstraße war im Sommer 1906 von 280 (272) und im Winter 1906/07 hon 290 (280) Kindern besucht. An ihr wirken 3 Schwestern unb eine Dienerin. Tie für den Stadtbezirk Scltersberg von der Baugcnossen- schast des Evang. Arbeitervereins gegründete Elisabeth- Kleinkinder schule wurde von durchschnittlich 90 Kindern besucht. An der Anstalt wirkte eine Schwester und eine Dienerin. ♦ — Für die Gcwerb eaufsicht in Hessen, die im Jahre 1908 bei einem Personal von 5 Gewerbeinspektoren, 3 Assistenten, 2 Assistentinnen und 5 Gehilfen bei den Ge- werbcinspektionen an persönlichen Ausgaben 48 258 Mk. und an fachlichen Ausgaben, wie Tagegelder und Reisekosten, Schrcibhilfe, Drucksachen, Bureaukosten, Publikationen 2c., 27 950 AU. erfordert, war im neuen Staatsooranfchlag auch ein Betrag von 3500 Mk. für Erhebungen über die Zustände i n der Hausindustrie in Ansatz gebracht worden. Mit Rücksicht darauf, daß dem Reichstage eine Novelle zur Gewerbeordnung vorgelegt worden ist, in der eingehende Vorschriften über die Regelung der Verhältnisse der Hausgewerbetreibenden enthalten sind, können mm die von der hessischen Regierung geplanten Erhebungen über die Zustände in der Hausindustrie in Hessen unterbleiben. Die Regierung hat deshalb in einem kurzen, auch vom Finanzausschuß schon genehmigten Nachtrag zum Staatsvoranschlag von der Forderung der 3500 Mk. abgesehen und nur 500 Mk. für Kosten etwaiger Vorarbeiten dec Zentralstelle für die Landesstatistik in den Etat eingestellt. ♦* Modernisierung des Zahlungsverkehrs. Wie die „Darmst. Ztg." erfährt, hat das Großh. Ministerium der Finanzen ungeordnet, daß die Beamten, die ihre monatlichen Gehaltsbezüge aus Antrag ganz ober teilweise durch Ueberweisung auf ein von ihnen bezeichnetes Bankkonto vergütet erhalten, für die Zukunft nicht mehr gehalten sein sollen, monatlich eine Quittung über den Empfang ihrer Bezüge an die anweisende Kassen - stelle gelangen zu lassen. Es genügt vielmehr, wenn die korüofuhrende Bank sich der aniueijenbcn Kasse gegenüber verpflichtet, ihr die im Geschäftsverkehr übliche Mitteilung über cmftraggemäße Verwendung des überwiesenen Betrags alsbald zukommen zn lassen. Der von dem Beamten einmal erteilte Auftrag auf Ueberweisung seines Gehaltes kamt nur schriftlich zurückgezogen oder abgeänbert werden. Die Verpflichtung zur Ausstellung einer General- q ui klung am Jahresfchuifse wird hierdurch nicht berührt; bei Todesfällen genügen die monailichen Empfangsbescheinigungen der Bank. Diese Erleichterungen bebeuien einen werteren, gewcß zu begrüßenden Schritt in der Modernisierung unb rationelleren Ausgestaltung bes Zahlungsverkehrs, unb es ist nur zu wünschen, baß auch die Kommunen bent ihnen von dem Staate gegebenen Beispiel alsbalb folgen. ** Kreisgeometer. Bei den Beratungen der Zweiten Kammer ist auch das Institut der Kreisgeometer und deöK re i s v e r in e f f u n g S w c f e n s Gegenstand eingehender Debatten gewesen und die Regierung war den Wünschen aus dem Schoß der Volksvertretung insofern enlgegengekommen, als sie sich bereit erklärte, auch die fünf provijorisch besetzten Stellen bet den 35 Remtern mit definitiv angestellten Beamten zu besetzen. In dem jüngst dem Finanzausschuß übergebenen Nachtrag zum Hauptvoranschiag für 1908 beantragt nunmehr die Regierung, zu Kap. 30, Titel 2, anstatt: 30 Kreisgeometer, Gehalte 2000—4000 Mk., 86 500 Mk., zu fetzen: 35 Kreisgeometer, Gehalte 2000—4000 Mark, 96 500 Mk., fo daß also auch die bisher provisorifchen fünf Stellen in definitive unigewandclt werden. Die 10 000 Mk. 'Mehrausgaben werden an dein unter Ziffer 3 eingestellten Betrag von 185 100 Mk. für Vergütungen, Tagegelder re. wieder gekürzt und die eigentliche Wirkung der neuen 'Maßnahme dec Regierung ist nur die, daß sich der unter Ziffer 8 emgesiellle Wohnimgsgeldzufchuß im Betrage von 7 920 Mik. aus 9120 Mk. erhöht. Der Finanzausschuß dec Zweiten Kammer hat einmütig seine Zuslunmiing dazu erklärt. ** Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. Am 8. Januar wurde der ?üeserendar Wüp. Fritsch aus Gau-Weinheim zur uteci>läamnalt)cyafl bei bem Amtsgericht Osthosen unb der Ger.Qüäa,ie,sllr Fnebr. Koch zu Bübingcn zur Meausanwaililchaii bei bem integerid)i Büdingen, am 6. Februar wurde der Reseren- bar Fricdr. Blecyncr zu Bensheim zur Reapsanwaltschast bei dem Amtsgericht Bensheim zugelassen. ** V e r c i n heldischer ^.ecutskonsulenten. In einer am 10. d. M. in Darmstadt aogehaltenen Versammlung der hessischen Rechtswnsuleuren würbe ein>timmig ein „Verein hessticher Rechisionsnlenten" gegrünbet, bem nunmehr ais sjjii.tgiiebcr angehören die Reustskonsulenten Albtechr-Ober-Jngeiheim, Bauer das., Haag-Micyelltavt, Heß- Darm>iaot, Herget-Vilbel, Holzan^er-Nieoer-Olm, Kramer- Höchst i. £). Vorsitzender des Vereins, Kuöß-Oppenheim, Lan- oau-Wörricaot, 'üiay-Beerjeiben, Meyer-Wörrlladt, Poppets- dors-Butzuach, Schepp-Wsrui-, Stappel-Wiesecc b. Gieren und Zahn^eiigenstadt. - In Oderhefien uno Starkenburg ist oie ^uiigieit oer „Recht.»wninlenien" weniger bekannt, während m Rheinhessen, der 'öiheinpfalz unb in sonstigen Gegend-, n sie nut vo.i i. ci.i Vertrauen unb ber Achiung oes Voiles getragener Tiitigieit wirken. ' er „Verband der Krankenkassen und der GLmemden als Tcagei bei Kranteiwcrjicherung im Gwßher- .jogtum Seifen" gibt bekannt, daß seine vierte.I nst r u kk io ns«, stunde am Sonntag, 23. Febr., Dorrn. 10 Vi Ühr, in Dieburg ftattfinben wird. Es werden besprochen: 1. Regreßan-, spräche der Krankenkassen an Tritte, sowie die Regreßanspruchc,' die an die Krankenkassen gemacht werden können. 2. Der Kreis der Verficherungspslichtigen nach bem Krankcnversicherungsge- sctz. 3. Tic Beitragsbemessung und Absührung nach bem Kranken- und Jnvalldcnversicheruugsgefetz. 4. Die wichtigsteiv Bestimniungcn der Unfall-, Krankeii- und Jnvalidenverficherungs-- gefetze rc. X Grünberg, 17. Febr. Für den Kirchban in Schadenbach haben die Orte des .Kirchspiels Wirberg 80 Mark beigestencrt, was dankbar anerkannt werden muß. Wie wir hören, wird auch der Zentraitirchensonds in Darmstadt der kleinen Gemeinde eine namhafte Unterstützung zu teil werden laffen. Daß der Ban einer neuen Kirche kein Luxus ist, davon kann sich jedermann überzeugen, wenn er das alte baufällige Kira)lein nur von außen betrachtet. Gelnhaar, 15. Febr. Die hiesige Feld- und Waldjagd wurde heute auf 9 Jahre für 850 Mk. jährlich verpachtet. Der bisherige Pächter, Rentner Koch Büdingen, hatte sie in den 6 verflossenen Jahren für jährlich 360 Mk< erstanden. Der jetzige Pächter, an dessen Gebiete die Jagd vielfach angrenzt, ist dec Fürst zu Ä) sc;n burg -B üd ingen zu Büdingen. Mehrere Jagdliebhaber ans Sachsenhausen unb Frankfurt a. M. waren bei der Verpachtung fcharfe Gegner. -d. Bad-Nauheim, 16. Febr. Der Stenogra- phenverein „Gabelsberger" feierte in ber vergangenen Woche ben Geburtstag Franz Xaver Gabels- bergsrs. Der jVorfitzende bes Vereins, Herr Mentzer, begrüßte bte zahlreich Erschienenen unb gab habet gleich ein kurz unb treffenb gezeichnetes Lebensbilb ihres M- meisters. Buchhalter Hartmann hielt sobann einen mit großem Beifall aufgenommenen Festvortrag. Der Rebner wußte ben an sich trockenen Stoff einer Lebensbeschreibung und eines geschichtlichen Ueberblicks baburch interessant zn gestalten, baß er bie ganze stenographische Bewegung vom Stanbpupkte bes Entwickelnngsgebankens aus betrachtete. Nachbem ber Vorsitzenbe bem Rebner für ben trefflichen Vortrag gebankt hatte, hielt ein gemütlicher Teil bie Gäste noch lange beisammen. Gemeinsame „Gabelsbergergesänge" unb besonbers bie musikalischen Vorträge von Fräulein Lorenz unb Fräulein Langenbach trugen sehr zur Stimmung unb Belebung der vornehmen, einfachen Feier Bei., Man lese den Gießener Anzeiger größte Md reichhaltigste Tageszeitung Gberhestens mit den Beilagen „Zamilienblätter", „Landwirtschaftliche Zeitsragen- und dem Ureisblatt für den Kreis Gießen. Auflage über 13000 Expl. 5llle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfts» stelle bes Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf dem Gießener Anzeiger entgegen. Märkte. Limburg a. d.L., 19.Febr. Frucytmarkt. Turchjchnittspreiie pro Aialter. Roter Weizen (nass.) 17,50 Mk., weißer Weizen 00,00 Alk., Korn 14,50 'Mk., Gerste 11,00 'Mk., Haier 7.50 Pik., Erbsen 0,00 Mk, Kartoffeln 6,00 'Mk. ic. Frankfurt a. M., 20. Febr. (Telegr. Ocig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen bei heutigen Viehmark i- preise. Zum Verlause standen: 27 Ochsen, 0 aus Oesterreich 4 Bullen, 0 aus Oesterreich, 90 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 926 Kälber, 209 Schafe und Hammel, 1055 Schweine, 11 Ziegen, 6 Ziegenlämmer, 16 Schastammer. Bezahlt wurde sür das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 80—83 Alk., 2. Qualität 7j—15 'Mk., 3. Qualität 63—66 Alk.; Bullen: 1. Qual. 65—67, 2. Qual. 00—00; Kühe 1. Qualität 70—00 Alk., 2. Qual. 64—66 Ml., 3. Qual. 48—50 'Mk., 4. Qual. 00—00 'M, 5. Qual. 00—00 Alk. Kalber 1. Qual. 92—94 Pfg., Lebendgewicht 54—56 Pfg., 2. Qualitäl 75—82 Pfg., Lebendgeivlcht 43—4ö Psg., Schlachtgeiv. 60—63 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachlgeiv. 80 bis 00 Pfg., 2. Qual. 70—00 Pfg. Schweine: 1. Qiml. 57—58 Pf., Lebendgervicht 45,5—00 Pf., 2. Qual. 56—00 Pi., Lebendgewicht 44,0—00 Psg., 3. Qual. 48 —50 Psg., Lebeiidgeivicht 00—UO Pig. Geschäft bei Hornvieh gut, lleberstand unbedeutend, bei Kleinvieh, lebhait, Markt geräumt. Teäeiomsoä’w des Giessener Anzeigers, mitge und Industi Frankfurter üörwt 3^®/e Beichsauleihe . . 92.601 d% do. . . 82.70 3ya°/0 Konsols .... 92.75 o% do 82.70 ö^°/0 Hessen 91.40 3>4°/0 Uberbesseu . . . 92.00 4% Uesterr. boldrente. . 99 00 4l/»% Uesterr. öilberxente 99.60 4?<» Ungar. Goldreute . . 94 lö 4% Italien. Heute . . . 104.00 3% Portugiesen Serie I — .— 3% Portugiesen „ III 62.40 4>$°/0 rnss.Staatsaul. 1‘JUa 93 80 4/au?o Japan, btaatsauleihe 88.05 1% Uouv. Türken von 1'ju3 95.3v Türken lose 145.80 4% Gnech. Monopol-Anl. . 42.50 4% äussere Argentinier . b6.25 o°/0 MexiKauer .... 65.20 4>6v/0 Ulunesen .... 96.20 Aktien: Bochum Guss 198.00 Buaerus KW 111.40 lenden.; fest. Beruner Börse, 20 Canada E. Bj 141.40 Darmstädter Bank . . . — Deutsche Bank .... 236.20 Dortmunder-Union C. . . 57 uü Dresdner Bank . . . 137.2u Teudeuz • fest. Kursberichte teilt von der Bank für Handel ie, Giessen. >, 20. Februar, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . 120.00 Elektriz. Schuckert . . . 104.20 Eschweiler Bergwerk . . 205.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 184.00 Hamburg - Amerik. FaketL 118.00 Harpeuer Bergwerk. . . 197.00 Lauiaiiütte 212.50 2\ordd. Lloyd 105.70 Ubeischles. Eisen-Industrie 96.25 Berliner HandeJsgos. . . 158.50 Darmstädter Bank . . . 125.00 Deutsche Bank .... 236.20 Deutsch-Asiat Bank . . lö7.0U Dibkoutu-Kommaudit. . . 174.30 Dresdner Bank .... 137.25 Jkieditaktien 200.70 Baltimore- und Ohio- Biseulahn 81.90 Gottuardbahu .... — Lomuard. Eisenbahn . . 2533 Uesterr. Staatsoaim . . . 143.40 Pnnce-Heun-Eiseu b ahn . — . Februar. Anfangskorse. Harpeuer Bergwerk. . . 196.70 Laurauütte 212.60 L,umoardeu E. B. ... 25.30 Nordd. 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(Zum ersten Male) Gültigkeit haben blaue und roiweisse Karten, ungültig sind rote und gelbe Karten. Der Borstand Selleroweg 35. 1000) ■W 961 Kaiser 2tllec 27. ss% Großherzogtum Hessen. DkKkssMltiche Gießk« P.irucvmu'tcn Wir bitten um Besichtigung unserer Schaufenster- und Innen-Dekoration A. Sahmon & Cie. um 9 Uhr. P2% bester, wetterbeständig. Faffadenputz in allen Farben liefert Ludwig Usinger Nachfolger, Wiesbaden Baumaterialicu-Großbaudlung, gcgr. 1873. Alleinvertreter für den Regierungs-Bezirk Wiesbaden und B18A. Bezirkssparkasse Gießen. Doering. 3roei 4-Zmuner-Wohuungcu alsbald beziehbar zu vermieten. Näh. Walltorstr 75, t. Hinterhaus. (1111) Zum Schipkapass. Morgen Freitag ffiffletzeBsuppe. Wettsteifch mit Äraut. ) 1191 J. Arnold. Apfelsinen. 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[01188] Schanzenaraße 22. Saub. Lauffrau od. Aiädchen ges. 01185)_______Goethestr. 19, pari. Lüufmsdchkü 1 Dienstmädchen sof. ges. (9(L) Franksurter Str. 30. 1 ordentlickes,M^chfn f- sofort sauberes UUUIlyta gesucht. Heinrich Schwarz, Metzgerei, 010961 Erednerstraße 34, pari. Lehrmädchen zu Ostern gesucht. (1102 Brüder Schmidt, Fnh.: Heinrich Gutbardt. Gesucht zum sofortigen Giutritt 1 iniiiicrrs Zausmadtzkii und zum 1. März 1908 |Bl9/i 1 ping, lrdigtt ßnusbmstze. ftlinik für vitzchifche und nctvösc Llraukbeitcn. 011101 Einfaches Mädchen sofort nach Butzbach ges. 9käh. durch Fr. Hüttcnberger, Seltersweg 67. Tüchttger, mit prima junger y11?11 Zeugnissen sucht sofort oder später Stellung. 'Itäheres in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. [1H2 Jüngerer pens. Beamter sucht schriftL Beschäftig., Buch führ, 'c Schriftl. Angebote unter 01186 an den Gieß. Anz. erbetdn. Fräulein, 6 Jahre als Erzieherin bei Kindern ui em. Stell, in Frankreich, sucht in Frmttfurt a. M. od. Umgeg. 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Trauerspiel in 5 Auszügen von William Shakespeare. Anfang 8 Uhr. Ende geg. 11 Uhr. Samstag, den 22. Febr. 1908. Einmaliges Ensemble Gastspiel vom Thalia-Theater Hamburg. Tragödie in 4 Akten von Frank Wedekind. Anfang 8 Uhr. Ende geg. IO3/« Ufjr. Sonntag, den 23. Febr. 1908. G wohnliche Preise! Novität! Novität! Lustspiel in 1 Akten v. P. Gavauht und R. Eharoai). Deutsch von Scluvenau. Anfang 8 Uhr. Ende 10'/« Uhr. DCTHOMPSON'S SEIFENPULVER । B | [fh Aff 8 23. Februar 8968 Lnoonn Unnnm ßrossgr Maskenball —- -—y J tüM mH 2 []er inmuji enlsprechenh CroppeD-liifiöliroDp im Kotosseam. Sonntag, Zigarrengeschäst, Seltersweg und Sonnenmatze. Weiler, Ziaarrenge schäft, Kirchenplah. Zutt, Friseur, Ludwigstratze. Kalkhof, Nachfolger, Westanlage. Ockel, Kaufmann, Neustadt. Wcidcubaus, Friseur, KaplanSaafse. Wahl, Friseur, Neuftaot. Fritsche, Friseur, Walltorstrave. Balicr, Friseur, Ludwigsplatz. Maternus, Kaufmann, Frantsurterstratze. Salomon, Schulstratzc. Elsoffer, Bahuhofstratze. ▼*>/, Auf die am 29. ds. Mts. zur öffentlichen Zeichnung aufliegenden l MR- ft tete lUd-WMMMß»!- M taimiil-iga6iieii unkiiudbar bis 1914 zum Preise von 99.25 nehme ich bereis heute Zeichnungsanmeldungen zu den Bedingungen des Prospektes entgegen. Ferner bin ich Abgeber von den zum freihändigen Verkauf gelangenden 4°j0 Rheinprovinz Obligationen 32. Ausgabe ä 99.- % 4% Casseler Landes-Kredilkasse-Ohlioationen Serie 20 ä 9©.- % wie beigesetzt, franko Provision. ISaruch Strauss Bankgeschäft Telefon 209. a*yt Alicestrasse 2. SEEJacken-Kleider fertigen wir nach Mass, unter Garantie für tadellosen Sitz an Grosse Auswahl in Stoff - Neuheiten Gehn Imheuser - Marktplatz 9—10 Marktplatz 9-10 K ft2Wfen. •< von Ks 8 Höth tn?ue D-Ai ls’«> d'Ä! ’1 Fni>e»ktt-DcrriiWiz Sitptn. Freitag, den 21. Februar 1908, abends 9 Uhr, im Saale des Hotel Einhorn Oeffleiati« Vortrag; des Herrn Dr. G. Falter, Giessen, über: „Religion sind WissenscM“ Eintritt für Nichtmitglieder 29 Pfg. 1040 *k Tl Paket 65 Pfg. ^rlin, 1 heute im ( ^'tzung des JX1U/VO Du/i Donnerstag, den 12. März 1008, uachm. 3 Uhr, wird aus hiesigem LrtSgericht die vor dem Namen der Ehefrau des Derer Minke geb. Schwalb stehende Parzelle der Gemarkung Gietzen: 1/374=974 qm Hofrelte tu der Walltorslratze, öffentlich meistbietend versteigert werden. Auswärtige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit genügend auszuwelsen. Gietzen, den 5. Februar 1908. Gr. Ortsgericht Gietzen. Gros. K17/08 B6/, Donnerstag, den 19. Marz 1908, nachmittags 3 Ubr, werden aus hiesigen OrtSgerichl die vordem Warnen des Zoh. Heinr. Carls und Ehefrau geb. Hell stehenden Parzellen der Gemarkung Gietzen: l/10451/ioo=281 qm Hoireite auf dem Seltersweg, l/104“/ia>=191 qm Hofrelte das., öffentlich meistbietend versteigert werden. Auswärtige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit genügend auszuweisen. Gietzen, 5. Februar 1908. Gr. Ortsgericht Gietzen. Gros. JerliN' noch de» 26. I * Kfieti Me uns M - Tie R S befugt, un Mgclost SU n diilt St; "3- S&3 tiiieBÄammlun n k> Ich « Ä" nllürtc Staaisse Ordneten Slorz itn und Ged föne Wknssion Winden die chesehm von b b:i kinzrlllaaten jtiUEcrt Auch ' U btm Plane t -In irr L sch irr MiniD tzouplung, b jti so viele 2;e|; Wauptunk ci, seien bei der iinjeige gefoi Hieben, nchrend ! jcitt imenlbeit b Bmencn siebe iuigeschulbigte u Sl’iitb, Ivähv t. Unter d ’ im, baß die । ® oie Berliner Soikin erklärte id Lcherlsche Insassen nicht Sijienmg heranh 1IÄ in Borbinb ii-.k die Straß tz Älizei bcdni i^endcmonsüal Äitoftctie ; völlig auseina »titln torgcgani ^»erspritzeh "les Mittel. Annchen, ‘'len im Sei im Lorbehal H unb dann i '-^ichssina soll, hab nicht geeinigt * unb Matrik langer als SbJ körperlich ??"Regieru, Mittel 1 11 • #lt C*"k ^Nnl