Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. ,Ru-ertv Carola' em-ll fugen. heilige Nacht! Nicht uninteressant willigen" sind, die den Serben ihre Dienste „angeboten" haben. Eine Person, die im Leitungskomitee der frcüvilligen Legwmsten in Belgrad sitzt, erklärt, daß das Komitee aus Rußland die Zulage erhalten hat, im Kriegsfälle würden 40 000 Mann aus Rußland zum serbischen Deere stoßen. Diese werden i n 3 i ü 11 g e H e i b e t e russische Soldaten sein, und über sie hnrb das Kommando der russische General Lipovac, ein geborener Serbe, führen, der schon seil einigen Wochen in Serbien weilt und mit den maßgebenden Kreisen in Verbindung steht. [J lUllllllli V LV 11/441 W •» k /'' ' I 1 , fierte diesen Vorfall wiederholt als Akt moderner ©ccrau bereu Castro liebt offeiwar nicht nur die starken Getränke, von denen er auf der kurzen Reise durch Frankreich große Mengen vertilgt haben soll, er lüte auch die starken Worte.__________ Hoffen wir, daß der Heidelberger Anschlag recht bald durch einen dcm Gießener gleich- ober ähnlich lautenden ersetzt wird. Interessant ist weiter eine BekaunnnarlMng vom 15. April 1908. Dieser Erlaß, der folgenden Wortlaut hat, ziert ebenfalls dos ichwarze Brett der „Ruperto Carola": Cs sind in letzter Zeit öfters Klagen laut geworden, daß Studierende ün Verkehr mir Beamten der Universität und der Universitätsinstituce (Bibliothek, Sekretariat,, Kanzlei,^ Quästnr usw.) es an der unbedingt nötigen Höflichkeit fehlen ließen. So ist nonrerntich darüber geklagt Worten, daß Studierende, ohne die Kopfbedeckung abzn- nehmen, mit brennender Zigarre und rauchend, sogar mit Hunden auf den Amtszimmern erschieiren sind und sich, nenn sie auf die Ungehoriglcit aufmerksam gemacht worden sind, m wenig taktvoller Weise benommen haben. Die Herren Stu- iierenbe»; werden darauf l;ütgewx;cn, daß derlei Lvrlommnisse Kolrtifche LorgüsscL>ttrr. Bcioldungsvorloye in Preußen. In der gestrigen Sitzung dec verstärkten Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses teilte der Finanzmmistcr zu ocr Beamtenbesüldungsvoriage mit, die Anrechnung des Militärdienstes soll so erfolgen, daß die Militäranwärter mit den aus dem Zivilsupernumerat hcrvorgegangenen Beamten in dec Erreichung des Besoldungsdienstalters gleichgestellt werden. Den Militur- anwärtern, die neun Jahre und darüber bei dem Heere ober der Marine gedient haben, wird bei ihrer ersten etatmäßigen Anstellung ihre Dienstzeit, soweit diese und die darauf folgende Zivildienstzeit 12 Jahre übersteigt, bis zu 3 Jahren, mmdestens mit einem Jahre und soweit sie 12 Jahre nicht übersteigt mit einem Jahre auf das Besoldungsdienstalter angerechnet. Den Militüranwärtern, die weniger als neun Jahre gedient haben, Wird ihre Dienstzeit bei der ersten etatsmäßigen Anstellung als mittlere Beamte bis zur Dauer eines Jahres auf das Besoldungsdienstalter angerechnet. Diese Bestimmungen haben rückwirkende Kraft für alle Militäranwärter, mit der Maßgabe, daß eine Vordatierung des Zesoldungsdienstalters vor dem 1. Januar 1892 ausgeschlossen ist. Tie Gchaltsnachzahlungen werden nur für die Zeit vom 1. April 1908 staltftnden. dürste ein Hinweis darauf sein, daß Heuer die 90. Wiederkehr des Entstehungstages unseres Weihnachtsliedes „Stille 'Nacht" iit Zar Feier dieser Wiederkehr ist (im Verlage von Karl Dietrich in Lauien, Oberbayern) eine „Weihnachtskarte" (Postkarte) erschienen, die neben dem Bilde des .^Komponisten, Lehrers Gruber, die Ge- burtsstätte des Liedes, das Schulhaus zu Arnsdorf, und die Kirche zu Oberndorf bei Laufen, wo das Lied zum erstenmal zum Vortrag fern, und den Anfang der Komposition nach der Handsckwift Grubers zeigt. Die Bordersefte enthält eine kurze Skizze über die Entstehung des Liedes. Ten Freunden des schönsten deutschen Weü-nackstSliedes dürfte diese Karte eine angenehme Weihnachtsgabe sein. — Eine Entdeckung im Nonnenkloster. Die junge Kunsthistorikerin, M. E. Eichhorn, hat im ^tonnenkloster S. Girolamo bei Florenz, hoch oben aus der Akropocks von Fiesole, dicht unter S. Francesco eine wertvolle Entdeckung gemacht. Sie sand, wie der Kunstchronik mitgeteilt wird, in einer alten. Keinen, heute völlig umbauten Kapelle Freskomalereien, die von Kennern als Arbeiten aus dem Trecento gesck)ätzt werden. Neben einer Verkündigung und einer Darstellung Christi als Lehrer soll besonders eine Pceta von Wert sein, bei der die jtzöpfe Christi und Maria gut erhalten sind, während alle drei Bilder sonst vielfache Spuren der Zerstörung ausweisen. Gegenwärtig werden die Malereien zunächst einmal von sachkundiger Hand gesäubert und auf ihre tecl/nische Beschaffenheit wie aus ihren Zustand untersucht. — „23ohlerzogene Männer und Frauen". Tie kgl. Regierung in Liegnitz, deren gegen die Bücher der Gesellschaft zur Verbreitung von Volksbildung gerichteter, inzwischen wieder aufgehobener Erlaß vor einigen Monaten scharfe Auseinandersetzungen veranlaßte, hat icte eine Verfügung für die Auswahl der Bücher für Volks'bibliotheken erlassen. Tanach soll bei der geziemende Vertrauen durchaus gtauuxri werven muß. Zuunder- Handlungen gegen diese Warnung werden nötigen;alte durch Disziplinarstrafen geahndet werden. Ko,sei, Prorector." — Sollte man es für möglich halten, daß ein sotä-er Erlaß über das Ver halten gebildeter junger Leute überhaupt nötig war?! Ta dies offenbar der ie „M. N. N." haben wir einen Anschmg veröffentlichr, ben Krftor Bartholomae am! sckpvarzen Brett der Universität Gießen tet ante ft en lassen. ES wird darin auf die Hebet finnig feit von Srgebcnteitybeteucrungen in Schriftstücken, die an die Universität gerichtet sind, hingewiesen. Als Gegenstück zu dieser sehr löblichen Kundgebung fei hier ein vom 17. Juni 1902 dotierter Erlaß mit» geteilt, dcr am schwatzen Brett der Universität Heidelberg orangt. Er lautet: „Trotz der Verfügung vom 20. Mai 1905, Nr. 892, und früher 'dx>n ausgesproch.-uer 9c ü gen ist es in letzter Zeit vcrschiedcnt- id) wieder oorgefomsnen, daß studentische Korporationen bei Eingaben an akademische Behörden sich Wendungen wie „mit er# jebencm G t u ß" nfw. bedienten. Derartige Stellungen sind nicht der Stellung der Korporationen ben akademischen Behörden gegenüber entsprechend und ich urache daher in Erledigung £>0» Heren Auftrages auch jetzt wicd." auf deren Unzulässigkeit aufmerksam. Es lammen im schriftlichen Verkehr mit den Bc- terden lediglich die für diesen geltenden Bestimmungen in Betracht. Wollen Höstidikeitc Wendungen gebraucht werden, dann kann also „ehretbxctigff' ober ähnlich beigefügt werden; die im stu- tentifdren Verkehr üblichen Formen sind aber zu unterlaßen. Nichtbeachtung dieser SBerwarnung kamt gemäß tz 35 der aka- temisckjcn Vorschriften disziplinäre Ahndung zur Folge haben- Hepp. Vidi Jellinek." bestehende Fürstenwohnung und nahm gleich nach seiner Ankunft ein außerordentlich umfangreiches Diner zu iid) und aß und trank trotz seiner Krankheit nut großem Appetit. ^Darauf laavte et folgendes Telegramm a n b e n Kaiser: „Ich habe hiermit die Cl/re, Eurer Majestät anzuzcigcn, daß ich aus Grünten meiner Gcsu ndpeit iitidj nach Ihrer Hauptstadt tegeben habe. 3d) bitte Curu Majestät, meine Soulbigung atizunchmen. Cypriauo ^asttv." Castro genxitete gestern niemanden ein offizielles Interview. Er äußerte zu den Herren seiner Begleitung, er höre von allen ©eiten, daß man seiner Berliner 9ki)c zu einer politisier! gestalten wolle. Er könne versichern, daß nut sein Leiden ihn hergeführt hätte. Tie Sack)« läge so, daß die Acrztc dcr medizinischen Fakultät in Caracas, bereit wissensck-astliche Befähigung nid,, zu vestreiten sei, in der Tiagtrose uneinig waren, ..nd daß er deshalb an eine anbere Autotiü t appellieren wolle. Sein Nierenleiden verursache ihm große Schmerzen und vcr- nündete seine Tatkraft, die er gerade jetzt sehr nötig brauche, heute bcabfichUgi Castw Pros. Jrael zu tonsulticrcn. In Berliner amtlichen Kreisen sicht matt den Besuch tes Presidenten Castro, so schreibt der „Lok.-Anz.", beut cmed Privatmannes entgegen, dcr sich zur Wiederherstellung seiner Gc- iuuöhcit in Berlin einige Zeit miftentcn will. Sick) irgendwie uusreuudlich v.nt Präfidenici. zu [teilen, liegt hier nicht der ge- ringste Anlaß vor, zunial keinerlei Differenzen zwischen Deulfch- lano und dcr Republik Venezuela zu verzeichnen sind. Sollte Präsident Castro rvuyrcnd seines Berliner Anfeiithaltes den Wunsch iKiben, mit den Iciteubcn Stellen in Berührung zu treten, so dürften etwaige Vorschläge,' die er zur Spracye bringen würde, fteundlick an gehört werden. In Paris hat es Castro nicht so gut gehabt. Die fran- chsische Regierung hat sich sogar veranlaßt gesehen, in einer Note ausdrücklich zu erf.ären, daß sie in keiner Weise mit Castw in Lerlmidnng getreten sei. Eine wenig angenehme Ueberraschung werden für Castw jeden- 'olls die iL'lclDuugcii von dcm Vorgehen Hollands gegen Venezuela sein. Der nicdcrÜndischen Rcgierutig ist die WegualMe des venezolanischen Schiffs, das im Verdacht stand, Munition nach andren Lmfcn zu führen, bestätigt worden. Mit der Vefchlag- uahme begann die bülanbische Regierung mit der Ausübung von Reprcssalicn, die, wie fic behauptet, den völkerrechtlichen Grundsätzen nicht zuroiderlaufcn. Tie Niedcrlaride setzten das' vene- Wlanische Volk davon in Kenntnis, daß die Repressalien sich gegen die Regierung Castros und nicht gegen die Bevölkerung richten. Es wird zugegeben, daß der Streitfall iid) in einer neuen Phaft befindet; dic Gcruchw von einer Kriegserklärung werben aucr dementiert. Am! t 1 ich wird in Holland nun bekannt gegeben, die Regierung sei zu Äcaßnahmen gegen bas persönl iche Regiment Castro's geschritten, um sich die Garantie -u schaffen, daß sich die Delästiguugennieder- Tadurch soll eine einseitige Auswahl der Bücher vermieden und eine Gewähr geschaffen werden, daß der hcranwachscriden Jugend ourch die Bücher auch „eine belehrende Wirkung für die Praxis des Lebens zuteil wird". Von der Einhaltung dieser Vorschrift macht die Negierung die Bewilligung von Staatsbeiträgen für die Volksbib^wthelen abhängig. — Tie Absicht, meint der „Börsew- Courier", scheint gut. Aber ob ihre Ausführung ebenfalls gut sein wirb? Man mußte nicht in Preußen leben, um nicht befürchten zu müssen, baß von „oben" her als „wohlerzogene Männer und Frauen" nur angesehen werden, die politisch gut konservativ uno in ihrer Weltanschauung streng kirchlich orthodox fitid. Tafür wird die Liegnitzer Regierung unter Aufsicht des Herrpj Schwartzlopff im Kultusministerium sorgen. — Der Doppelkompa ß. Tor deutschen Süd- polar e x pedi t io n ist cs nicht nur gelungen, zuni erstenmal im ticriid-cit Organismus Strontium nachzurveifen, es ist der Expedition au ■ geglüdt, bei den Arbeiten über oie erdmag- netischen Stürme oie Zvec eines Doppelkompasses auszw bilden, ter gestattet, ohne die Beobachtung von HimurelsLörpern, also auch bei unsichtigem Wetter, die jeweilige Abweichung der Magnetnadel von ter nrahren Nord- und Südrichrung zu sinderr. Wie ter „B. V. Z." hierzu un In st iturfür Meereskunde criläri würbe, ist die Erfindung dieses vollkommen neuartigen Orientierungsmittels, daö cnem längst vortendcn gewesenen dringenden Bedürfnis entspricht, dem magiietischen Ooseroawr der Südpolnrexpchition, Prosessor B i e t 1 i n g m e y e r zu danken. Wie der Name „Do ppe 1 to mPa ß" schon andeutet, besteht das Instrument im wesentlichen aus zwei einander in einem gewissen Abstande genäherten und so aufeinander einwirkenden Kompaßrosen. Die Große ihr er gegenseitigen Abstoßung ist ein Maß für oaS Verhalten der erdmag netischcn Kra st an der iewciligeu Stecke ter Beobackstung. Der bipparat, _ter natürlich komplizierter ist, atd sich oies in Kürze sagen läßt, ist bereits erprobt und har fick: als zuverlässig bewährt- ■seine Patentierung ist ebenfalls erfolgt. — Kleine Ehronik ans Kunst und Wissenschaft. Eine neue Operette, betitelt „TerbetrogeneSultan", Musik von Hans Pick, Text von W. Hausurann, wird Ende Januar durch Tirekror Adalbert Steffter im Hanauer Stadt- t he ater zur Uraufführung gebracht. — Tie Akademie der Wissenschaften zu Goetheborg ernannte Professor Tr. Ädol, Hur'nack in Berlin zum auswärtigen Mügliede. — Die Schanivieler in Elfriede v. Olten vorn Lustspielhaus in Tüssei- dorf ist nach ochl.ügiger Krautyeft an Blinddarmentzündung ge«e ft c r b c k ____________ ________________ Auswahl der Bucher nicht allein auf das Urteil der Geistlichen ^egen die gute Sitte oerstoßen, und daß, ww von den Universitäts-1 und Lehrer Bedacht genommen werden, sondern es sollen auch Beamten zuvorkommendes WefeW und Freundlichkeit gegenüber den „wohlerzogene Männer und Frauen aus den verschiedensten Be- Smdenten erwartet wird, st) auch von letzteren das entsprechende I rufen und Ständen" zur Abgabe ihres Urteils herang^vgen werden. Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Dienstag IS. Dezember 1908 _ve,«gs»rei»r monatlich75Pf.,viertel- ölvlivllvl 4invmVl~ B Br (£$ jfefay Verantworlllch ___ IMF —für den politischen Teil, General-AnMger fiir Gberhessm WW RotaNonr^ttS und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Stdnöruuerci K. Lange. Redattlon. Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. NeigenteU^H" Beck! Deutsches Nerch. Eine Zählung der Arbeitslosen soll in Meiningen auf Anordnung des Herzogs vorgenommen werden. 'Der Kampf um das f ä ch s i s ch e W a h l r e ch t. In Dresden hat gestern mittag eine sehr stark besuchte außerordentliche Landeövcrsammlung bei sozialdemokratischen Partei für ganz Sachsen zur sächsischen Wahlrechtsfrage Stellung genommen. Die Versammlung erklärt in einer Resolulton, die Eiusührung eines Mehrstimmrechts sei ein Verbrechen am sächsischen Volk und das von der sächsischen Kammer beschlossene Vierstimmen-System würde das lieber-« gewicht des agrarischen Landbesitzes von neuem befestigen gegenüber der gewerblichen und handeltreibenden Bevölkerung. Das Gouvernement von Deutsch-Südwest- a f r i! a wurde telegraphisch angewiesen, von jetzt ab einen Ausfuhrzoll von 10 Marl pro Söarat auf Roh diamanten zu erheben. Ter Bürgermeister von Husum, Dr. Schücking, hat gegen das auf 500 Mk. lautende Urteil des Sä)leswiger Aezircs-Ausschusses Berufung eingelegt. Der Vertreter der Anklage legte hieraus gleichfalls Berufung ein. Tr. Schürking hat setn Antt niebcrgciegt und an den Regierungspräsidenten eine Erciärung gesandt, die er heute in der Sihmig der Stadtverordneten vorzulegen beabsichtigt und worin es heißt: Ich muß es ücrmciDen, mit höheren Staatsbeamten zusammen 51t arbeiten, die mir nach fünfjähriger einwandfreier Tienstführung eine derartige Beurteilung zuteil werden lassen, daß sie bei meinen Handlungen nach niedrigen Beweggründen suchen. z ArrslKN-. DasStandrech. , . . .1 mrd die Vororte, sowiq das Farbeniragenverbvt wird mit dem 15. Dezember auf* gehoben. Der russische Botschafter in Rom- Mu r a io i e w, ist gestern plötzlich einem Herzschlage erlegen. Aus der englischen Flotte. Don dem ge- schützi-en englischen Kreuzer „Amethyst", der in Portsmouth für feine Ausfahrt anfangs nächsten Jahres zum Dienst an den Küsten Südafrilas und Südamerikas ocrett gestellt wird, find Teile der Visierapparate eines 12 Zentimeter-Geschützes über Bord geworfen worden. Ars der Tat verdächtig wurden drei lteann verhaftet. Eine allgemeine Atißstintmung an Bord des „Atnethyst" scheint nicht zu bestehen. Die Visierapparate sind bereits wieder geborgen worden. Meuterei in der Fremdenlegion. Aus Co- lomb Bechar kommt die Nachricht, daß dort vorgestern 50 Älann der Fremdenlegion einen Eisenbahnzug, in dem sich der General Vigy befand, angehalten und zunr Zurückfahren gezwungen hadert und dann admarschiert seien, lieber die Beweggründe zu diefer Tat, die als Adenterei ausgefaßt wird, ist noch nichts bekannt. Verschwörung in Bengalen. Durch Untersuchungen imb Verhaftungen hat srch in Kalkutta herausge- jiellt, daß die Verschwörung in Bengalen ernster und von größerer Ausdehnung ist, als zunächft angenommen wurde. Tie Verschwörung war besonders.gut organisiert; sie verfügte über eine Propaganda-, Finanz- und Nachrichten- abteilung. Aus Stadt und Land. Gießen, 1b. Dezember 1908. ** Unsere Sammlung für Radbod, die 2488.21 Mart ergab, ist am Samstag an das Hanptfammelkomitee in Hamm abgegangen. Ter Eingang des Betrages wurde durch tzolqendes Dankschreiben bescheinigt: Ham m (Wests.), 14. Dez. 1908. Mit herzlichem Tanie bestätigen luir Ihnen hiermit Len Empfang Ihrer hochherzigen Sammel-Spende int Betrage von 2488.21 Mk., die Sie uns durch die Post zu überweisen die Güte hatten. Oefsentliche Empfangsbestätigung erfolgt außerdem durch das amtliche Kreisblatt des Stadtkreises Hamm (Märkische Tageszeitung hierselbst). R. M a t t h a e i, Oberbiirgermeister, Vorsitzender. — Vom Großh. Hof. Die Taufe des zweit- (geborenen Prinzen unseres Großherzogspaares wird am nächsten Mittwoch im Neuen Palais stattfinden. Der Taufakt wird in einfacher, schlichter Weise vom Obechofprediger Ehrhardt vollzogen werden. Der Kaiser von Rußland hat zu der Feier einen besonderen Choral übersandt. Infolge der Tauffeierlichkeit wird der Großherzog am Mittwoch weder Audienzen erteilen noch Vorträge entgegennehmen. * • Konstituierung der Zweiten Kammer. Die -Mitglieder der Zweiten Kammer sind von dem Großh. Einweisungskommisfar eingeladen worden, sich am 16. Dez. .mittags 12 Uhr im Sitzungssaal der Kammer einzufinden, woselbst, nachdem regierungsseitig die Anwesenheit von mindestens 27 Mitgliedern konstatiert ist, die Konstituierung der Kammer und die Wahl des Präsidiirms erfolgen wird. Alterspräsident ist der Abg. Horn-Seligenstadt. — Anläßlich der jüngsten Landtagswahl sind beim Bureau der Kammer zwei Wahlproteste eingelaufen unb zwar gegen die Wahl derAbgg. Dr. Frenay-Ober-Ingelheim und Senßselber- Griesheim. * * LanbeL Universität. S. K. H. der Großherzog haben den ordentlichen Professor in der philos. Fakultät der Landesuniversität Dr. Christian B a r t h o l o m a e in Gießen auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1909 ab aus dem Staatsdienst entlassen. * • In Audienz empfangen lunrbe von S. K. H. Dem Groß Herzog am Samstag unter anderen Reallehrer Schweiler, Oberlehrer Storch, AmtsrichterDr.Schmidt und Lehrer Weide, sämtlich aus Butzbach, Kammerherr Frhr. Sche net 3u Schweinsburg - Wäldershausen, Oberlehrer Kreder aus Bad-Nauheim und Oberförster Leonhard aus Eisenbach. * * Kukin rin spettion. S. it. H. ber Großherzog haben den Kultnrüispektor der Knltnrinspektion Gießen, Sau rat Phil. W i ß m a n n, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Tietiste in den Ruhestand versetzt, beit Kulturingenicur Hch. Steinbach zu Gießen 311m Kulturiuspeltor der Kulturtnspeitiou Gießen unb den Regierungsbaumeister Otto Hauck aus Wiesbaden zuin Kulturingenicur ernannt. □ Gelände-Parzellierung durch den Staat. Nachdem das Bezirks-Koinmando die alte Kaserne am Selters- weg aufgegeben hatte, setzte sich ber hessische Staat mit ben Anliegern m Verbinbung, um festzustellen, inwieweit sie ein Interesse daran hätten, ihre ziemlich engen und bei ber Be- banung sehr ausgenutzten Ho freiten zu erweitern. Dies Entgegenkommen fand bei ihnen allgemeine Anerkennung. Am Samstag nachmittag waren bic Beteiligten zu einer Besprechung über das umfängliche Grunbstück resp. über dessen Aufteilung vor die Großh. Hochbaubehörde emgeladen. Bailinspektor Heyer leitete die Verhandlung. Man einigte sich dahin, baß bic btei Anlieger nach bein Seltersweg zu, Geschwister Weibig, Schuhmachermeister ÄiicklanS und Zigarren- hanblung Möser einen Gelänbestreifen von 2 Meter Breite in ber Länge ihrer ©rimbftücfc erwerben und in Anschluß daran die Geschwister Weibig das Uebenvanblungsrecht in 2 Meter auf bem Gelände erhalte, das hinter der Hofreite von Metzgermstr. Meister bis zu der städtischen Straße liegt, die zum ehemaligen Bezirks-Kommando führte. Diese Ueber- wandlung besaßen die Geschwister Weibig bereits früher und zwar in nicht rechtsverjährter Zeit. Durch dieses Abkommen ist un Fall einer Feuersgefahr für die drei am Seltersweg liegenden Grundstücke die Möglichkeit geschaffen, daß die Feuerwehr auch von den Hinterfronten der Gebäude bequem einen Brandangriff unternehmen kann. Kaufmann Rathschlag, ber in ber Gasse an seinem Hause ein Lagerhaus stehen hat, das unmittelbar an das staatliche Grundstück grenzt, erhält so viel Gelände, daß er einen genügend großen Hofraum bei bem Hause Herstellen kann, woburch seinem Lager Luft unb Licht gewährleistet wird. Ein größerer Teil des staatlichen Besitzes geht mit bem Kasernengebäube mit ber Beschränkung auch für bie Rechtsnachfolger über, baß bei einer etwaigen Bebauung bes Gelänbes dies nur in einer Entfernung von 6 Meter von der neuen Grenze ber Eigentümer Weibig, Nickolaus unb Möser zulässig ist. Der bann noch übrig bleibende Rest bes Kasernengrundstückes geht an den praktischen Arzt Dr. Zinßer zur Arrondierung seines an der Goethestraße neben ber Johanneskirche liegenden Grundstückes über. Meister ist Besitzer der alten Bauten an der Goethestraße. Beide Gebäude, die schon längst für ben Abbruch reif waren und eine Verunzierung ber ganzen Gegend sind, liegen unmittelbar vor dem von ihm erworbenen Kasernengelände. Auch Goldarbeiter Noll hat entlang ber Goethestraße einen schmalen Streifen Gartengelänbe liegen unb so ist burch bic Aufteilung des staatlichen Hinterlandes die Möglichkeit geschaffen, in der Goethestraße wenigstens air der einen Seite bauliche Verhältnisse zu schaffen, bie den Ausbau unserer Altstadt wieder ein gut Teil voranhelfen. Der Preis für das vom Staat verkaufte Gelände ist auf 30 Mk. für den Quadratmeter — mit Ausnahme des an Dr. Zinßer überlassenen Hinteren Teiles, loofür 25 Mk. pro Meter geboten sind — festgesetzt. Jedenfalls ist anzu- erkennen, daß der hessische Staat sein Eigentum, das inmitten ber Stadt nicht ungünstig liegt, nach sozialen Gesichtspunkten an die Anlieger verteilt hat unb er dabei nicht das reine .Geldintereffe ausschlaggebend sein ließ. - Nicht ins Kloster, lieber die angebliche Absicht der Witwe des Großfürsten SergiuS, in ein Kloster zu gehen, die damals schon von Darmstadt auS dementiert wurde, wird Berliner Blättern neuerdings geschrieben: Auf Bitten ihrer engeren Familie hat die Großfürstin Elisabeth, geborene Prinzessin Elisabeth von Hessen, die Witwe des am 4. Februar 1905 ermordeten Großfürsten Sergius, ihre Ab- icht, den Nonnenschleier zu nehmen, aufgegeben. Sie wird jedoch nach wie vor ausschließlich die Nonnentracht tragen und ihre ganze Kraft der Verwirklichung ihrer Lieblingsidee, der Gründung eines großen Diakonissenhauses in Moskau und anderer frommen Werke widmen. Sie hat ihr ganzes verfügbares Vermögen schon jetzt verschiedenen Klöstern vermacht. ** Fortbildungsschulwesen. Die hessischen Schulbehörden haben in letzter Zeit zahlreiche Gesuche um Verlegung des Unterrichtsder obligatorischen Fortbildungsschule auf die Abendstunden nach 7 Uhr ab- ch tägig beschieden. Es besteht nämlich für Hessen die Anordnung, wonach in allen Gemeinden der Unterricht der obligatorischen Fortbildungsschule spätestens um 7 Uhr abends beendet sein muß. — Eine Nachfrage bei der Lehrer- chaft hat durchweg ergeben, daß die Unterrichtsergebnisse der Fortbildungsschule bedeutend besser geworden sind, seitdem die Unterrichtszeit nicht mehr über 7 Uhr abends ausgedehnt werden darf. Auch die Klagen über Unfug und Roheiten, die früher bei dem 9 Uhr-Schluß der Schule überall laut wurden, sind verstummt. Die ge- amte hessische Lehrerschaft hat sich an die Regierung gewandt und gebeten, unter keinen Umständen den Forderungen auf Wiedereinführung des Spätabendunterrichts Konzessionen zu machen. • * Der hessische LandeSlchrerverein hält seine nächste Vertreter- unb Hauptversammlung am 1. unb 2. Juni in W orm s ab. Der geschäftsführende Ausschuß beS Landes- ehrerveccins wirb an bie hessischen ReichstagSabgeorbneten bas Ersuchen richten, für bie Heranziehung ber Volkschullehrer zu bem Amt der Schöffen unb ^c - schworenen emtreten zu wollen. * * Nachträgliches 3um silbernen S onnta g. Wie wir in unseren Mitteilungen über ba§ Weihnachtsgeschäft schon mitteilten, klagt die hiesige Geschäftswelt — wie übrigens auch bie auswärtige — über ben im allgemeinen gegen bic Vorjahre bebeutenb schlechteren Geschäftsgang. Wir können baher unsere Mahnung, nur am Platze zu kaufen, nur wieberholen. Uebrigens schließt diese allgemein geschäftliche Tenbenz nicht ans, baß in einigen Geschäftszweigen auch jetzt schon teilweise ein recht flottes Geschäft zu verzeiehnen ist. So war z. B. in einigen größeren Geschäften der Wäsche unb Konfektionsbranchc schon am letzten Sonntag ein recht flotter Geschäftsgang. * * Kolossen m. Es sei darauf hingewiesen, daß der beliebte Vcmvondlungs-Schauspieler „F r i 3 5 0" heute (Dienstag) seinen Abschieds- und Ehrenabend bat. Am 18. Dezember ist ein MohltättgPeitskonzert für arme Kinder vom Münch'schen Solo- Quartett aus Metzlar. ** Schachklub. Sonntag, 20. b. Mts., feiert ber Schacht lnb fein öOjähriges Stiftungsfest. Nachmittags 3 Uhr finbet im Hotel ,Großherzog von Hessen" eine Simultanv or stellun g deS Schachmeisters Äruts-- gerichtsrat Fritz-Alsfeld gegen beliebig viele Gegner statt. Dabei finb auch Nichtmitglieber sowohl als Zuschauer wie als Teilnehmer willkommen. Für letztere ist vorherige schriftliche Anmelbimg bei Prof. Urftabt (Gartenstr. 14) erfovber- lich. Abenbs ist geselliges Zusammensein ebenfalls un Großherzog von Hessen". Der Vorsitzende des Klubs, Jusiizrot Weibig, bekleidet sein Amt schon 47 Jahre unb ist schon 48 Jahre Mitglicb. Wohl wenig Vereine können sich eines olchen Mitgliebs unb Vorsitzenden rühmen. ** In Amerika gestorbene Hessen. Frau Anna Kalh. Krug, geb. Buchenau, aus Stornborf, 78 Jahre alt, zu Ab en, Iowa. (d A l l e n d 0 r f a. d. Lahn, 14. Doz. Unter den hiesigen Kindern herrscht eine heftige S ch a r l a ch e p i d e m i e, zu zu der sich in vielen Fällen Diphlheritis stellt. Es sind bereits mehrere Kinder gestorben, während andere schwer krank darniederliegen. Großen-Linden, 14. Dez. Das 25jährige Tienstjubiläum unseres Bürgermeisters Jvh. Leun findet voraussichtlich im Januar statt. Am 11. Januar 1884 erfolgte die behördliche Bestätigung, nachdem Herr Leun am 23. November 1883 als Ortsoverhaupt gewählt worden war. Darnach ist er noch zweimal nahezu einstimmig gewählt worden. -m Friedberg, 14. Dez. Ein sonderbarer Dieb ist der Kutscher des Bäckers Hengst hier. Am Samstag kam man durch Zufall auf die Diebstähle, bic nicht zu ben alltäglichen Spitzbübereien gehören. Bei einer Haussuchung sand sich ein. ganzes Arsenal von Damenunterkleibern, bestehend aus Hemden, Unterröcken, Unterhosen unb Strümpfen, von ben gewöhnlichsten bis zu ben feinsten mit Spitzen besetzten sowie mit Stickereien verzierten Kleibungsstückcn, bie er in ben zwei Jahren seines hiesigen Dienstes sich ange- eignet hatte. Die Herrschaft hatte schon vor einiger Zeit ba- von Kenntnis, baß ihr Kutscher im Besitz intimer KleibungL- slückc beS schönen Geschlechts sei. Aus Vorhalt erklärte ber Kutscher, bic Gegenstänbc seien von seiner Mutter. Zweifellos ist Sieb, ber sofort verhaftet würbe, geistig nicht normal. )< Södel, 14. Dez. Immer noch nicht wollen sich die Gemüter wegen ber Erledigung ber Ijicfigeit Pfarrftelle beruhigen. Da seil längerer Zeit die Stelle ohne Inhaber geblieben ist, glauben die Einwohner, die Stelle sollte eingehen. Beschwerdeschriften an die oberste Kirchenbehörde, Meldung des Kirchgangs, also eine Art Kirchen streik, waren die Folge. Pfarrer Nies-Melbach har sich von dem Amt eines Spezialvitars entbinden lassen, es wurde Pfarrer Motz-Wölfersheim übertragen. Dieser hat jetzt die Gemeinden Wölfersheim, Södel und Weckesheim zu versehen. l Merkens ritz, 14. Dez. Der gestern dahier niedergegangene Ballon, Der noch ziemlich start gefüllr war, wurde un Lause des Sonntags von vielen Neugierigen.betounbert. Er halle einen Querdurchmcffer von etwa 15 Meter und war etwa 18 Meter hoch. Hauptmann Eberhard kam Sonntag abend im Auw von Wiesbaden, der Ballon wurde mit Hilfe zahlreicher Leute entleert und ging ijeute morgen mit bet Bahn zurück. Die beiden Insassen waren in einer Höhe von etwa 15 Meiern aus dem Ballon beraue^vicljleubcrt worden und waren eine Zeitlang besinnungslos. .Et-B. Darmstadt, 14. Dez. In einer von bet natio» nalliberalen Partei unb bem jungliberalen Verein einberufcnen Versammlung gab heute abenb der Reichs- unb Landtagsabg. Dr. Osann eine Uebersicht über bic jüngste Tätigkeit bcS Reichstages. Er betonte einleitend, daß man mit dem bisherigen Verlauf der ReichStagSverhandlnngen im all- gemeinen zufrieden fein könne, wies auf die freiheitliche Ausgestaltung deS Vereins- unb Versammlungsrcchtes burch den Reichstag hin unb betonte, baß bic schwerste Arbeit für die Blockparteien jetzt in ber Reichsfinanzreform liege. So, wie die Reichsregierung ihre diesbezüglichen Vorlagen gemacht habe, würben sie ^ebenfalls nicht Gesetz werben, boch sei bei ben Blockparteien bas ernste Bestreben üotf)anbciv etwas Brauchbares baraus zustanbe zu bringen. Der Rcbner ging bann auf bie enorm anwachsenbe Schulbenlast bes Reiches näher ein unb meinte, baß man bic geforberten 500 Millionen ber grünblichsten Prüfung unterziehen unb nur bas wirklich Notwenbige bewilligen bürfe. Die Beamten-Gehaltserhöhungen beliefen sich auf 100 Millionen; es müsse namentlich für bie Besserstellung ber nicberen Beamtenkatcgorien gesorgt unb eine anbere Klassifikation ber Darmstabter Beamten erstrebt werben. Bei Besprechung ber einzelnen Steuervorlagen sprach sich Rcbner besonbers gegen bie Wein- unb bic Gas- unb Elektrizitäts- fteuer auS, wofür als Ersatz die Reichs-Vermögens- und Nachlaß st euer emtreten müsse. Nach den wirtschaftlichen Nöten besprach er bie politischen Nöten unb zum Schluß bas Griibenunglück in Radbob, wobei bie persönliche Haltung des Redners, wie sein ganzer Vortrag ben lebhaftesten Beifall fanb, bem auch ber Vorsitzende beS jung- liberalen Vereins unb Prof. Neßling Ausdruck gaben. Höchst i. O., 14. Dez. In Hain gründ wurde der Sozialdemokrat Schanz zum Bürgermeister gewählt. Dadurch ist zum ersten Male im Odenwald bie Bürgermeisterwahl auf einen Sozialdemokraten gefallen. Wetzlar, 14. Dez. Zum Direktor des hiejigen König!. GlMnasiuins ist der Direkwr Dr. Eäsa r aus Moers am Niederrhein ernannt worben. Ter neue Direktor tritt das Amt voraus- ichtlich am 1. April k. I. an. h. Frankfurt a. M., 14. Dez. Am Samstag mittag starb nach kurzem Leiben an einem Gchirnschlag in ber Heilanstalt Schloß Horncgg bei Gunbelsheirn a. N. im Alter von 51 Jahren ber Justizrat unb Rechtsanwalt Dr. Wilhelm Stulz. Er war ein namentlich in größeren Strafprozessen gesuchter Verteibiger. X Hanau, 14. Dez. Die Ma ter ialien-Auf- bewa hrun gshallc ber Brückenbau-Gesellschaft Gustavs- burg-Mainz, bie sich in ber Nähe bes Bahnhofes Klein- Steinhcim befinbet, brannte zur Nachtzeit nicber. Der entl'lanbene Schaben wirb auf 20 000 Mk. geschätzt. Die Brückenbail-Gescllschast hat bie Arbeiten zur Verstärkung ber Mainbrücke, bie behufs Ucberfübrung ber clektrifchen Bahn Hanau—Steinheim ersorberlich geioorbcn ist, übernommen. Wiesbaben, 13. Dez. Sein 50jährigeS AintS- jubiläum begeht am 15. b. M. ber ©cneralfuperintcnbenf D. Maurer hier, ber oberste Geistliche bet nassauischen coang. Lanbeskirche. Er hat als Pfarrer in Hofheim, Fleis« dach-Herdorn, als Präses bet Bezirkssynode, unb seit 1897 als Generalsuperintenbent gewirkt. Aus Anlaß bes Jubi- läimis würbe ihm bas in Nassau gesammelte Kapital zur Begrünbung eines Feierabenbhauses für HilfSschwestern unb Diakonissinnen überreicht. Der Jubilar ist als Sohn eines Lehrers in Laugenschwalbach am 31. Oktober 1834 geboren. Krei$$iegen$ud)tDereiii Stehen. s Gießen, 14. Dez. Am vergangenen Samstag sand int Gasthaus zum Löwen zu Lich unter dem Vorsitz des Regierungsrats Dr. Merck-Gießen eine M i t g l i e d e r v e r s a ni m l u n g des Krcisziegen - zuchtvereins Gießen statt, die sehr zahlreich von Ge- mtinlxwertrctern und Mitgliedern des Vereins besucht war. Gegeii- stand der Verhandlung waren zunächst bic neuen Satzungen, bie die Landwirlsck/aftslammet dem Verein zur Beratung vorgelegt hatte. Das neue Normalstatut, das den durch die Landwirtschaflslainmcr- Organisation veränderten Verhältnissen Rechnung trägt, wurde von Regicrungsrat Dr. Merck paragraphenweise in der Form vorge-- tragen, in der es für den Verein annehmbar ist und gab Anlaß zu einem lebhaften Meinungsaustausch. Als wichtigste Abänderungen, die nach eingeheirder Befnceclmng von der Versammlung .beantragt und gebilligt wurden, seien hervorgehoben: die Ergänzung der Vercinsorgane durch den „Ausschuß", bem der Vorstand, der Rechner und bic Vorsitzenden der einzelnen Bezirke angehören, sowie die genaue Fixierung der Aufgaben, die bem Direktor, dem Vorstand, dem Aussclwß. den Vertrauensmännern und der Mitgliederverjamnilung zufallen. Ferner wurde beschlossen, von der Erhebung eines Eintrittsgeldes abzusehen, dagegen den Jahresbeitrag der Mitglieder von 10 auf 20 Pfg. zu erhöhen und den ber Gemeinden mit ö ?Nark wie seither zu belasten. Hinsichtlich der Körungen wurde beschlossen, die Leitung der Körgestl'äftc sowie der BerkaufsvermittelungsstcNc bem Zuchl- verwaltcr Kreutz in Gießen bezw. der Geschäftsstelle des Land- wirtschaftsäunnrer'Ausschusses 311 übertragen. Zu den Bestimmungen über das Zuwtzicl wurde noch die Forderung aufgciuinj men, daß männliche Tiere ohne amtlichen Abstammungsnachweis von der Änfnahine ins Hervbuch ausgeschlossen und das körsähige Alter der Zuchttiere mit 7 bezw. bei oesondn. guter Entwickelung mit 6 Monaten seine untere Altersgrenze erhalten soll. Mit diesem und iwch einigen anderen reo.aklionellen Abänderungen wurde das neue Statut von der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen. Aks zweiter Punkt der Tagesordnung folgte ein B 0 r t ra g dr4 Sekretärs Schwarz--Gießen über das Tl>eina: ,,Wodurcd läßt sich d ie Ziegenzucht rentabel g e ftal leit?" Ter Ziefer ent führte aus, daß ber Erfolg ber Ziegenzucht **on ber rtdv tigen Durchführung einiger Maßnahmen abhängig sei, die so- lvohl der Züchter, als auch bic Gemeinden unb Zuchtve.reine ?.u treffen hätten. Zunächst sei von großem Eimluß bic Wahl der richtigen Ziasse, von dec inan verlangen müsse, daß sie gesund, leistungsfähig, entsprechend frührcis. anpassungsiähig und begehrt sei. Die Bedeutung der Rassezucht beruhe auf ber Vererbung, Dem erleichterten und vorteilhafteren Absatz reinrassiger Zucht' tierc und ben Vorteilen, die durch bie öffentlichen Züchtungsmaß' nahinen geboten ivürden. Aufgabe des Züchters sei es, alsdann die Rasse zu entwickeln durch energisch betriebene ZuchNvahi. Ausmärziurg von Rückschlägen, Zucht auf Leistung, und Benutzung erstklassiger Böcke, für deren Haltung besonders die Gemcindeir unb ZuoMereine besorgt sein mußten. Eine richtige Bebandlung der Zuchttiere, die in der rechtzeitigen Verwendung derselben, ber richtig betriebenen Aufzucht, einer naturgemäßen Züchtung und Haltung und insbesonbere in der Gewährung von Weioegang zu bestehen habe, bedinge weiterhin den Erfolg. Bei Srallhaltung sei gmtz besonders auf trockene, zugfreie, gut durchlüftete, helle und saubere Ställe und auf regelmäßige Haut- und Klaucnpflegc zu achten. Durch Zusammenschluß der Atitglieder zu Vereinen feiert die verschiedenen Aufgaben leickstcr und besser zu lösen, wesl)alb bic Zuchtvereine besonders viel zur Besserung der Der- hältnisse beitragen könnten. Den größten Einfluß ouj die Ren- tabilität der Ziegenznckch übe die Art oer Ver-vortung der Duckst" Produkte ans. Durch Veranstaltung von Märsten, Beschickilng oon ^Lu^fteUmigeii, durch Annoncieren und Einrichtung von Ler- ütussvermittelungsstellen müsse ein möglichst günstiger Absatz und vorteilhafte Verivertnng gesck>affeu werden, was bei der großen Nachfrage bn planmäßige... Vorgehen nicht schiver feile. ... . Die Ausführungen des Vortragenden wurden fehr beifällig aufgenommen und riefen ciac lebhafte Diskussion hervor, iu der jchuhmarke. v7. c15/» mäßige Beschaffenheit. Krcnzster« ,MAGGls ffute, sparsame Küche Geschäfts-Eröffnung Mit Heutigem eröffne ßßäusbtzrg S ein Kredit zeichne 010127 d). (7119 I r Unbedingte Garantie Sonntags geöEnet. Jnkaffo-Bureau: Bahnhofstr. 39, parterre SeotLs Emulsion zu nehmen, und ob sich nicht auch hier der Spruch bestätigt: das Beste ist stets das Billigste. Man verlange daher ausdrücklich: Scotts Emulsion mit unserer bekannten nebenstehenden Fischer- Briefkasten der Redaktion. (Auonyrnc Anfragen blctbcu uuberückstchtlgt.l R. S. W»r veröffentlichen grundsätzlich keine Zuschriften, deren Leriasser ihren Flamen verschweigen. KB&GGI8 Würze steht seit Jahren unter Kontrolle des chemischen Untersuchungsamtes der Stadt Konstanz. Das B-ftc ist stets das Billigste. Wie für jedes bekannte und eingeführte Präparat, so wird auch für Scotts Emulsion eine Reihe von mehr oder weniger minderwertigen Nachahmungen geboten. Hierüber laufen täglich Klagen bei uns ein, zumal nach Gebrauch dieser Nachahmungen der gewünschte Erfolg auSgeblieben ist. Deshalb sollten alle Eltern, die eS gut mit ihren Kleinen meinen, wohl überlegen, ob es nicht vorteilhafter ist, das in allen Fällen bewährte Originalpräparat Fliegender Hollander Selbstfahrer m- Budorbewegnng kräftigt die Langen, stärkt die Muskeln. Bestes gymnastisches Uebungsmittel. Einsitzer M. 15.— Zweisitzer 31. 25.— Schönstes Weihnachtsgeschenk für Knaben und Mädchen im Alter von 3— 14 Jahren. GtigvsrLrl-DvQhtrneLdnttizen. Paris, 15. Tez. Nach einer Londoner Meldung des Echo de Paris ist Kontra-Admiral Douglaus in die Dienste der Türkei zur Reorganisation der türkischen Marine einge treten. Paris, 15. Dez. Zu der vor einiger Zett gebrachten Meldung, daß der deutsche Vertreter in Cettinje Vorschläge hinsichtlich eines ö st c r r c i ch i s ch e n P r v t e t - torates über Montenegro gemacht habe, meldet jetzt der Petit Parisien aus Eettinje, daß die Vorschläge von dem deutschen Vertreter privatim und nicht amtlich in einer Unterredung geinacht worden seien. Paris, 15. Dez. Aus Konstantinopel meldet der Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 16. Dezember: Fortdauer der milden regnerischen Witterung Westliche Winde. Malin: Im Laufe eines Interviews crltärte Achnred Riza- daß die Türkei die volle Autonomie Bosniens und der Herzegowina verlange sowie biq Beteiligimg beider Provinzen an der ottomanischen Schuld. Kiamil Pascha werde Kompensationen in der Form der Zu< stimnmng Oesterreichs zu einer Erhöhung deS Zolltarifs! verlangen. _ _ , , Konstantinopel, 15. Dez. Der Sultan begtbt sich nunmehr doch aus seiner Pachtzur Parlaments- e r ö f f n u n g nach Stambul. Die Thronrede wird der erste Sekretär des Sultans verlesen, worauf der Alterspräsident antworten ivirb. Nur echt mit dieser Marli—dkrnIljchcr — dem ®aranltt» »eichen bei Scott» schen 2krta6tta8| (Medizinische Klinik, Klinikstratze) Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Ange» börigen^von^ungenkrarüe^ Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörtgen zur Vermeidung von Ansteckung. * ot________ hochachtend Lasdwm ihüeB'hert Mittwoch, der» 16. Dezbr. er., nachmittags 2 Ubr, werden im Bieker'schen Saale wleuitadt 55) versteigert: i7088 1) 2 PlllschsosaS und 2 Sessel, cm Herrenschreibrisch, 1 Trumeaur, 2 Sofas, 1 Nähmaschme, 1 vollständiges Belt, 1 zUeiderschrant, 1 Klavier, 1 Buffet, 1 Berttkow, 1 Kommode, 1 Kassenschram., 2Pferde, 1 Brockhaus Konv.-Ler. 1 Partie Schuhmarcn, 1 Partie Sattlerwar., 3 Pferdegeschirre, 1 Ladenichrank, 1 Partie bdö» hüte, Herrenkragen, Regem schirme u. a. m. 2) 3 Kindcrleitcrwageu (auch nir Transport) 3) ft retro. 2 Pelze 'Biber u. grau Ptouilon), 1 goldene Uhr, zwer Bande,NeueS Deutsches Rechls- buch für das prattiiebe Vcben'. Versteigerung sub 2 u. 3 bestimmt. Geißler. Gerichtsvollzieher L£*L fieberzieher ™ in grosser Auswahl zu billigen, aber festen Preisen mit kleinster Anzahlung einige in dem Vortrag gefreute Fragen noch wtttcr gellärt, Anregungen zur Abhaltung von Dortraaen, Stallschauen und Lieaenmurtten gegeben wurden und eine Vcrständrgung über den Zeitvunkl der Körungen und die Verwendung von -Ohrmarken stuttfand. Gegen 7 Uhr wurde die sehr anregend verlaufene Ver- sammlung bürd-, Regierungsrat Dr. Merck geschloncm. unübertroffene Hausmacher-Wurst Ferner als Geschenke sich vorzüglich eignend: Wurstkörbchen in jeder gewünschten Ausführung und Preislage. Empfehle sämtliche [7109 10 Pfd. 1.80 DL OllieeM § (Ludwigshafener 0; M 10 Pid 1.90 - k. L Steinhäuser 27 Seltersweg 27 H 17Neuen Bauet/ 148-j jÄ 3. Ittmann, Giessen Grösstes Versandhaus, Plockstr. 14-16. Märkte. le. Frankfurt a. M., 15. Tez. Leu- und S t rohmarkl. Anaeiahren waren 16 Wagen Heu und 5 Wagen Stroh. Bezahlt wurde iür Heu Mk. 3.00-3.50, für Stroh Mk. 2.50 - 2.60. Dtaschinenstroh Mk. 1.80. Die Zufuhren waren aus den Kreisen Friedberg, Gelnhausen und Sieburg. Geschäft war still und chleppend. Baum-Kerzen Schachtel von 28 Pfg. an § Lebkuchen Paket von 20 Pfg. an. bretrt MAGGIS Würze ____________________ mit dem Kreuzstern. nicht bloß für die vorzügliche Qualität, sondern auch für ständig gleich SiM mithaue M Awen j. tö 2i. 'Dieri'M: des Kreisziege^ fit zahlreich von N Ms besucht >var. w euch Sabungen, w f eratung vorgclcgt W- Landwirtschaslskamma fcmtng trägt, rourbcit .je in der tfom W war ist u'td gab M W iw ?! ing von der Lm - icn hervorgehsbm. £ Ausschuß"' dm J einzelnenA Ipr Änsgaocn, die ® zur Feinbäckerei in bester Qualität und billigsten Preisen. 11 kgn-Biita Marke „Vitello“ ------ per Pfd. 85 Pfg. ------ C. Eichmann Edcrstroßc 1 Ecke Nord-Aul. Ocrid)t»faaL Leipzig, 14. Tez. Das Reichsgericht verwarf die R e v i s i o n e n des vom Schwurgericht in Ravensburg am 17. Oll. wegen Lustmords zum Tode verurteilten Gartners B r n d e r und des vom Schwurgericht Offenburg am 28. Oktober wegen Ermordung des Leder Händlers Ernsheimer aus Köln zum Tode verurteilten Schneidergesellcn F i l i p s o h n. Berlin, 14. Tez. Vor kurzem hatte dre „Deutsche Tageszeitung" den militärischen Mitarbeiter des ,,B. T.", Oberst Gä dke, in einer persönlichen Polemik aus Anlatz des Falles „Berger ' einen , Lobpreiset des Königsmordes" genannt. Herr Gädke klagte daraus gegen den Redakteur der „Deutschen Tagcszettung", Scheuermann, der sich als Verfasser des Artikels bekannte. Deute fand die Verhandlung vor dem Schöffengericht in Moabit statt. Ter Gerichtshof kam zu der Ueberzeugung, daß der Privatklöger in dem inlliminierten Artikel als ein Mann hingestellt werden sollte, der allgemein und prinzipiell ein Lobpreiset des Königsmordes sei. Ter Artikel des PrivatNägers, auf den sich diese Aeußerung beziehe, enthalte aber nimmermehr eine Verteidigung des riönigs- mordes, im Gegenteil betone darin der Kläger, datz er eine solche Tat an sich mißbillige. Mit Rücksicht auf die außerorden^ lidie Schwere der Beleidigung, andererseits darauf, datz cs sich um eine Beleidigung im politischen Kampfe handelt, verurteilte der Gerichtshof den Angeklagten zu der Höchststrafe von 600 JUL Geldstrafe cd. 60 Tagen Gefängnis und sprach dem Kläger die Publikationsbefugnis zu. Ch ar leroi, 13. Tez. Ter Präsident des belgrschcn Der- oandes der Reumalthusianistcn, Tr. M a r t a u x, wurde wegen angeblicher Unsittlichkeil seiner Propagandasckwrsten zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Ter Verband wollte die Bevölkerung über die Beschränkung des Kindersegens aufflarcn. Kleine Tagcörhrontk. Die Gesundheitskommisston in R a d b o d trug nach der Analyse d e S W a s f e r s in der Grube keine Bedenken, das Bö aller ohne Kläranlage der Lippe wieder zuzwühren. In der Nacht zum Samstag wurde bei M e tz em P o st e n angegriffen und durch Schüsse in die Hand verletzt. Der An- greiser wurde am Sonntag v erh a i t et. , In M e t t l a ch ist der Geheime Kommerzienrat! Rens v. B o ch , Generaldirektor der weltbekannten Firma Villeroy u. Boch, gestorben. .. t f . . Neue Unregelmäßigkeiten sind tm Arsenal und tn den Marinewcrkstatten zu Toulon aufgedeckt worden. Es ist fcstgcstelir, daß eine förmliche Vereinigung besteht, deren Mitglieder für Rechnung von Privaten Arbeiten ausführen. , Auf dem am Sonntag in Grimsby (Kanada) mngelausenen Dampfer „A st ho n" sind unterwegs fünf rufs t s ch e Juden gestorben uns -war innerhalb 10 Minuten. Man vermutet Cholera. _____________________________ ZieMUtP 61C f n ^lUb2 sic ß n und W vlsuNgS^'S ru^°; d) f LeiIvnS'5' • feil'“ 'S®“ ** i n d ausgeblieben. QaiiöcL Petersburg, 14. Tez. Ter Saatenstand des Win- tergetreidcs war unbefriedigend in den Gouvernements Moskau, Twer, Jaroslaw, Kvstroma, Wladimir, Woronesch im Tongebiet, Saratow, im Süden Samaras, in den anliegenden Kreisen des Gouvernements Tula, Tambow, Pensa und Simbirsk: gut im Tnjcpraebiet, und zwar in Kittv, Podolien, Wolyncen und einem Teil Poltawas, sowie Tschernigvws, im übrigen befriedigend. Tic Llnbaufläche ist allgemein etwas verkleinert: eine bedeutende Verkleinerung ist bemerkbar in den Rayons des un- bcfriedigenden Saatenstaude.-. ’ön^iinaen »“‘bonben, l1* ■*** lün, "*st unb 2 6S ™ 6Mi"M Mk"'«'"' C01'" M *' d>° ' boi 1,1. bes jung. ^dtuck gaben. n9tunb wurde bn "Sermeister 9(, ,m Odenwald h traten gesallen. Tlit 'M troianj, •I1U Samstag mittag Schlag in der heil, >a.A im Atter do- «walt Dr. Wilhelm oberen Strasprozessn ^terialien-Aus' "Tesellschajt Gustavs es BahnhoseS Klein- achtzeit nieder. 2« All. geschätzt. Di, zur Verstärkung du der elektrischen Bah: i ist, übernommen, jähriges Amts- Seneraljuperintenber he der uassauischl» r in hosheim, Flki-> lobe, und seit 189? s Anlaß des Jubi- sammelte Kapital jm es für üilssschivrstern ubilar ist als Sohn i 31. »er "1834 Friedrich Schreiner Fabrik seiner Fle sch° und Wursiwaren Telephon No. 156. Gießen Seltcrswcg 73. * empfiehlt für die Feiertage feine anerkannt guten Fleisch - und Wurstwaren, insbesondere Schinken, Dauerware, sowie seine BeitreiöNz voll AchenB^ell ßScr Art (auch verjährter und solcher, welche bei Pfändung truchtlos). Einholung von Auskünften im In- und AuSlanoe. Kulante Bedingungen. . _ . , Prima Referenzen. Nachwettzbar grotze Erwlge. Sdhiachtoub SVjährigcS Stiftungsfest Sonntag, 20. d. Alls, nachm. 3 Uhr, Hotel Grotzherzoa v. Hessen Simultanspicl des Meisters Ä. Fritz gegen beliebig mele (Regner Alle Muglieber unb Freunbe beo Schachiviels )inb dazu Vvmchit eingclaben. Anmelbuug der Teilnahme bis Samstag Mittag bet Prof. Urstab:. Abends geselliges Zummmewem. Regelmäßiger Svielabend von jetzt ab jeden Touuerstag von 8Vr Uhr an tm Cais Skalitzktz. u /u Cigarren - Spezial - Geschäft verbunden mit Verkauf von ff. Likören und Südweinen etc. Indem mein neues Unternehmen bestens empfehle, Istiti« Gikßk« Bahnhofstr. 39, Inh.: J Lüsters rK 1 empfiehlt sich zur l°y7bJ ISeltersweff 79. TeL 276. . --------------------------------------------------------------------------- ■xcaüoEäiAi. Ferner empfehle ich für den Wintersport: Rodelschlitten V. M. 5.25 au, Ski v. M. 10.— an, sowie alle Ausrüstungsgegenstände für Rodler, Skifahrer, Jäger u.Touristen. [7072 I T-ic Revision der Derwalmna vjit Turkestan durch den Grafen Pa hl en Ixtt unglau b licüa Mitzb rauche auf- gedeckt. Diebstahl und Bestechlichkeit der DMUten waren an irr Tagesordnung. Zahlreickw Beamte sind schwer belastet, darunter ganz besonders Lwfrat Kiltschewski, Gcneralmaior Put inttzew und der Polst^imeistcr von Samarkand. Aui der kanarischen Insel Palma de Malorka hat em heftiger Siurm Lmuser und Felder verwüstet. Das Meer war durch Wirbelstürme sehr erregt. Viele Dampfer Lollar, 15. Dezember 1908. 010124 Die Beerdigung findet Donnerstag den 17. Dezember 1908 statt. ■ Familie Langermann Giessen, den 14. Dezember 1908. D“/u Worte des Herrn Wieseck, 15. Dezember 1908. 7115 099971 Scltersmeg 68. Walltorstrahe 51. 5934 17123 4 Zimmer Hosmannstratze 14. (5/l>9 Hosbäckcrci Mäusburg 12. N Conserven Familie Familie selten der Schwester und die trostreichen Pfarrer Hellwig sagen aufrichtigen Dank Gewürzanis Buttcrgebackcnes Äkakroncu Zimmctsterne Branten Christ Hoffmann __ Die trauernden Hinterbliebenen: SsmueB Goädschmigfit Rfhnesa Löb geb. Goldschmidt HUda Simen geb. Goldschmidt Rudolf Löb föüeaer Simon und 4 Eftkei - .ÄLS S &/i SW" Achtung! n£f£ Zu billigsten Preisen ist zu verkauf. 1 sehr gute (fentrisuge i6nzbügcln er- i lenit meut in i Wochen geundl. Wasche zum Bügeln rouo angc uomnuui. Kaiser-Allee 54, LLL 10, Dienstag-Abonnem.-YoFSt611^ Novität! Novität! „M Tür ins Freie!“ Lustspiel in 3 Akten von OScar Blumenthal und Gustav Äadel bürg. Auf. 8 Uhr. Gude geg. 10V« Uhr. Mittwoch, den 16. Dezember 1908» Anfang 7 Ubr 9.Mittwocli-AboniienL-Vorstelliiiig „Ein Fallissement“ Schauspiel in 4 Akten von Björnstjerne Björnson. Aus dem Norwegischen von Wilh. Lange. Anfang 7 Uhr. — Ende 91/s Uhr.- *Jiad) der Äktttwochs-Borstellung hält ein Cmnibub in der SüdcuitaLe der spätestens 8/*lü Uhr nach der, Bahn rahrt. tlLeir tu ,Sigels „Kreis* «öchen ira ü fcreücl, * Ugland un 3nlfl ciHäfüi M btir daraus 6r tir.cn aus gründe 1 Vehötde, ben beul cbfltjeljei deutsche dcrs wo. laupt i würde. etwa A da M au4 Da inne 1 id'iebcu Jituci nicht ol Deinen 20000 (stbschal ionbem Senn d Steuer steuer-, ^icufeet -.Viinifte e-3 doch seit 20 einen 1 schwere ÄzeprZ d:s 2ai tn Kah dM I'U ^ei Mi» und a< Einsühi flärung scheu I sundm Intcresj Für nac für Ma hält jol ganz bt eine 91 allgeme Ruinen 3' emM sanuen enthält mache 11 s. n>. folgende zu wälz liche tzc geniale h Also tz>nPkg ‘^tn