Donnerstag 19. November 1908 158. Jahrgang ▲ jährlich Mk. 2.20, durch ® Abhole- u. Zweigstellen ▼ monatlich 65 Pf.; durch ULI vezu gSPrei 3: monatlich 7üPf^ viertel- die Post Alk. 2.— oiertel- jährl. ausjchl. Beslellg. ZeilenpreiS: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig. Berant wort lich für den poliitfdien Teil, für »Feuilleton Nr. 273 Erstes Blatt Ter Siehener Anzeiger erscheint täglich, ander jKgtüßj Ak. * b * V WlzwVIlvlIVw VllljVIWIVI Fernsprech-Anschlüsse: Ä H ffigr für die Redaktion 112, ^Le6' < aa General-Anzeiger für Oberheffen WW Hoiafions?runmeugedrochen war, zu erneuern versiichte. Sie sollte die Bürger daran gewöhnen, selbst Hand anlegend, das Regieren zu erlernen, und sie Hal diese Aufgabe auch, so gut es eben ging, erfüllt. Freilich sind nicht alle Wünsche des Freiherr» vom Stein in Erfüllung gegangen. Dian fiel ihm bald in d,e Arme und verhmderle die Ausführung feiner groß augeleglen Pläne. Auch die Fortsetzung des NelibauS, von dem die Ltädleordnung ja nur erst das Fundanlent darstellen sollte, »st dem Freiherrn uom Stein nicht mehr verslatlet worden. Trotzdem und trotz mancher handgreiflichen Mängel, die die nimmer rastende Zeil mit ihren neuen und größeren Aufgaben in sie hineingetragen hat, bleibt die Slädieordnung ein monumentales Wert, das in seinen Grundzügen und Kerngedanken heute so frisch ist wie vor hundert Jahre»». Ter Gedanke der Selbstverwaltung, den die Städteordnung des Freiherrn vom Stein zuerst in Preußen-Teuischtand zu verwirklichen versucht hatte, hat seither trotz aller Hemm- nngen sich immer weitere Gebiete zu unterwer'en vermocht. Em gut Teil der Kräfte, die das neue Reich tragen, stammen aus der Schule der Selbstverwallimg. Anstandslos durchgefctzt haben diese Kräfte sich zwar noch nicht, ja, gerade auch in den letzte»» Jahrzehnte»» hat sich mehr als einmal ein Kampf zwischen der Regiermng und den Kommunen gezeigt. Alan denke nur an Die Bestätigung des Berliner Oberbürgermeisters Kirchner, die l1/, Jahre auf sich warten ließ, man denke nur an den Fall Schncking auS der allerneueslen Zeit. In diesen und unzähligen anderen ähnlichen Fällen hat es sich immer wieder gezeigt, wie wenig Verständnis man an manchen hohe», und einfluizreichen Stellen für das Werk Steins hat. .Alan muß", Hal der Freiherr vom Stein einmal gemeint, „Die Nation daran gewöhnen, ihre eigenen Geschäfte zu veriraltr.il und aus einem Zu» stände der Kindheit herauszulreten, in dem eine immer unruhige, immer dienslierlige Regierung ihre Menschen halte»i will/ Dieses ernue Wort paß« ganz ausgezeichnet auch auf unsere Tage, insbe- besondere nach den letzten traurigen Ereignissen. Alögen es die letzten gewesen sem, die unserem Volke beschieden sind, und möge der heutige Gedenktag bie Regierenden erkennen lassen, daß es allerhöchste Zeit ist, einen anderen Kurs einzusclüggen, wc.it wir nicht aui ein neues Jena lossleuern sollen. Möge unserem Volke doch auch endlich wieder em Staatsmann erstehen, der, wie der Freiherr vom Stein, die Awgaben seiner Zeit richtig zu erfassen vermag, um sie zum Heile deS ganze»» Volkes zu Late»» werden zu lassen. j)olrtifsche Tagesschau. Zur Vogc in China. Entocgen allen bisherigen Berufen über den Tod des Kaisers von China meldet das Petit Journal, daß der Kaiser mefa nn Neurast - nie gestorben, sonder»» von den kaiscrliä)en Eunuchen erdrosselt worden sei. Eine Bestätigung dieser Meldung bleibt abzuwarten. Bemerkenswert ist cs, daß die Rute in Peking all- mal ich wieder zuruckkehrt. In den Straßen patrouillieren Gendarmen. Die Wachen sind stark verringert worden. Die Stale kündigten den itai]erlitten Prin-en an, daß die Regentschaft eine entgüüige sei und daß man jedem Widerstand unverzüglich mit den erforderlichen Mitteln enlgegentreten und ihn bestrafen würde. 4001) Soldaten werden im Paläste der Kaiserin-Witwe in Bereit- scliaft gehalten. Ter Sieg des unter dem neuen Regime stark vertretenen Refvrniclenrents beunruhigt die Organisationen der MandsclZupartei. Man ist der Ansicht, daß der Einfluß dieser Partei gefährdet ift In den Provinzen ist die Nacknülst von dem Einsetzen einer Regentschaft mit Ruhe ausgenommen worden. 14 Dankistiuser Pekings, die vor einigen Lagen geschlossen hatten, Ixiben gestern wieder geöffnet und mit der Auszahlung begonnen. Die Mittel daM Hal ihnen die Regierung zur Verfügung gestellt, um ihnen über die Panik hinweg»ilhelsen. Diese Zal)- Lungen sollen fünf Tage lang fortgesetzt werben. — In Peking herrscht vollkommene 'Jiute; es werten auch keine Ruhestörungen envartet. 10 OoO nach ausländischem Muster ausgebüdeie Sol- Daten halten die Ordnung aufrecl>t; sie verhalten sich frcunblid) gegen die Fremden. Bisher sind Aenderuitgen irgend welcher Art osfiziell nid>t bekannt gemacht Worten. Deutsches Reich. Der Kaiser hat vor feiner Abreise von Donaueschingen dem Bürgermeister eine Summe von 300*0 Marl überweisen lassen, die nach dem genanaten Blatt beim Rathausbau Verwendung finden soll. Für die Reichstagswahl in Siegen haben die Nationalliberalen als Gegenkandidaten gegen den Berg- l^inplmann Vogel in Köln den Berghauptmaun Karl Sck)nci- der ausgestellt. Der kommandierende General des bayerischen zweiten Armeekorps, General der Infanterie Freiherr Re i ch l in v. M e l d e g g, wurde durch Allerhöchstes Handschreiben zur Disposition gestellt und ihm in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste das Groß- lreuz des Militärverdienstordens verliehen; zugleich wurde verfügt, daß er auch fernerhin in den Listen der Aktiven fort- geführt werde. Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit. Die Generaldireklion der nmrttembergischen Staa.seijenbahnen hat, um Arbeiterentlassungen zu vermeiden, an sämtliche Dienststellen eine Verfügung ausgegeben, wonach Arbeiter, denen infolge des Verkehrsrückgangs, der Einstellung von Zügen oder aus ähnlichen Gründen gekündigt werden muß, womöglich Gelegenheit geboten werten soll, in anderen Dienstellen unterzukommen.______________________________ Ausland. Errichtung einer italienischen Universität in Oesterreich. Vorgestern abend unterbreitete eine Deputation der ualieniid)cn Reichsratsabgeordneten den» Leiter des Unterrichts- Ministeriums Forderungen der Italiener wegen Errichtung einer italienischen Universität. Gestern veranstalteten etwa 180 italienische Ltudeiuen vor dem Unterrichtsministerium in Wien eine Kund- gebung zu Gunsten einer italienischen Universität. Die Polizei zerstreute die Demonstranten und nahm 16 Verhaftungen vor. Die Zukunft des Ex-Sultans Abdul Afis scheint nun sichergestellt worden zu sem. Wie ein Londoner Blatt aus Tanger meldet, ist zwischen Muley Hafid und Abdul AsiS eine Verständigung dahingehend erzielt wo»den, daß Abdul Afis sein Privateigentum zurückeihält, ihm eine Pension von 7U00 Lstrl. zu- gebilligt und ihm als Wohnsitz Tanger angewiesen ist. Dekanalrsqnode Sichen. L e i h g e st e r n, 18. Nov. Zur großen Freude der Syuodalmttgltcder wurde die diesjährige Synode in der freundlichen im letzten I hre erbauten Kirche zu Leihgestern abgehalten. Im Er- öffnungsgottesdienst predigte Pfarrer M i ct c l - Auendorf an der Lumda im Anschluß an Luc. 6, 33 über der christlichen Barmherzigkeit Quelle und Segen. Nachdem sodann der Bor,itzende, Dekan Strack von yicr, die Erschienenen begrüßt und des im letzten Jihre verstorbenen Mitgliedes, des Bürgermeisters Otto von Beuern, in der üblichen Weise gedacht halte, wurden Pfarrer Weber-Lang-Göns und Geh. Forstrat Prof. Wimmcnaucr-Gießen durch Akklamation zu Sck)rijtführern gewählt. Daraus wurden die int letzten Sommer vorgenornmenen Neuwahlen zur Dekanats,ynode für gültig erklärt. D.r Bescheid des Gcotzh Kousi. o i. ms aus die Verhandlungen und Beschlüße der vorjährigen Synode lautet zustimmend. Der gedruckte vorliegende Bericht des Dekanatsausschusses gibt zu leinen besonderen Ausstellungen Veranlassung. Nach ihm hat der Kirchenbesuch in den Gemeinden des Dekanats um ein geringes zngenom- men, ebcttjO auch die Beteiligung am hl. Abendmahl. Dasselbe erjreulick-e Resultat zeigt auch der Vergleich der ein- gegangenen Op.er und Kollekten für kirchliche und wohltätige Zwecke mit 50027 Mark mit denen des Vorjahrs. Tie diesjährigen übertressen die vorjährigen um 2503 SitarL Die Jahresleistung für jeden Evangelischen im Dekanat belaujen ,tch auf nur 87 Pfennig. — lieber die äußere Mission berichtet sodann Pfarrer Gußmann-Kirchberg, über den Gustav Adols-Verein P.arrer Go m b e l-Reiskirchen, über den Evangelischen Bund in besonders eingehender Weise Psarrer H e p d i n g-Hausen und über die innere Mission und den Erzrehungsverein Psarrer W e b e r-Lang-Göns. Aus die im Dekanat bestehende, ausgebrciteie, organisierte Kran'en- pjlege geht sodann Pfarrer Schwabe-Gießen näher ein und gibt ein deutliches Bild von ihrem ausgezeichneten Stand. Er emp.iehlt zum Schluß seiner Ausführungen die Ausstellung von Krant'enpslegekästen in allen Gemeinden. Aus Antrag des Dekanatsaus,chusses wird der Gehalt der Dekanatsschwestern in angemessener Weise erhöht. In R ö d - gen soll eine neue zirantenschwesterstation errichtet werden, zu der die erforderlichen Mittel von der Synode bereitwillig zur Versagung gestellt werden. Zu dem Neubau des Elisabeiylranlenyaujes in Bad-Nauheim wird auf Vorschlag des Vorsitzenden für die nächsten 3 Jahre ein jährlicher Beitrag von 20 Mark bewilligt. Die Rechnung der Deka, natstasfe für 1905/07, die von 2 Mitgliedern der Synodt eingehend geprüft worden ist, wird genehmigt. Bei den hierauf vorgenornmenen Wahlen werden auf weitere zehn Jahre der seitherige Dekan Strack von hier und sein Stellvertreter Pfarrer Glück-Heuchelheim einstimmig wieder- aewählt. Ebenso die übrigen Mitglieder des Dekanats-Aus- schusses, Landgerichtsrat Neuenhagen-Gießen, Bürgermeister Krämer-Steinbach, Bürgermeister Volk-Allendorf a. d. L., Pfarrer Hepding-Hauseu und Altbürgermcifier Kreiling-Heuchelheim. Obwohl die Wahlen unter größter Einstimmigleit erfolgt waren, hatten |ie doch infolge des bestehenden Wahlsystems soviel Zeit in Anspruch genommen, daß das noch auf der Tagesordnung stehende Referat des Pfarrers Gugmann-Kirchberg über die Belebung des Misfwnssinnes in den Gemeinden oes Dekanates leider nicht mehr er,tattet werden tonnte und für nächstes Jahr zurückgejtellt werden mußte. So wurde denn die Synode um zwei Uhr nach einem Gebet des Pfarrers Schmalz-Beuern geschlossen. Naturwisienschaftliche Dorträge. Der Neigen der allgemein verständlichen Vorträge, den die naturwisicnschaftliche Abteilung der oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde in diesem Winter veranstaltet, wurde am 12. November mit einem Vor- trage des Professors König über die Verflüssigung der Gase eröffnet. Der Vortragende zeigte an der Hand einfacher Versuche, wie der Physiker zu der Meinung kam, daß sich die Gase verflüssigen lassen und gab eine Darstellung des geschichtlichen Verlaufes der ersten hierher gehörigen Eni- deckungen. Atittels der Eajlletetschen Pumpe zeigte er, daß es möglich sei, Kohlensäure in den flüssigen Zu stand zu bringen, daß diese Verflüssigung aber nur erreichbar sei, wenn der Versuch unterhalb einer bestimmten Temperatur, der kritischen Temperatur ausgeführt werde. Er erläuterte bann eingehend diesen Begriff des kritischen Zustandes, durch desicn Kenntnis der Physiker erst in Stand gesetzt wurde, auch nut den sogenannten permanenten Gasen, deren Verflüsfigung bis zur Feststellung dieser Begriffe nicht gelungen war, weiter erfolgreiche Untersuchungen anzustellen. Zu diesen Erfolgen trug die Kenntnis der ebenfalls experimentell vorgeführten Tatsache bei, daß unter hohem Drucke stehende Gase, bei plötzlicher Entspannung eine Abkühlung erleiden. Die auf dieser Erscheinung beruhende Linde'jche Viaschine wurde in ihrer Wirkungsweise besprochen unb gezeigt, wie eS mit ihrer Hilfe gelungen ist, flüssige Luft in großen Mengen herzustellen, ben Wasserstoff unb kürzlich auch das Helium zuoer- flüisigen, jenes Gas, das sich am längsten allen barauf ab» zielenden Versuchen widersetzt hat. Nach einem kurzen Ueber- blide über bie mannigfaltigen Anwenbungen, bie bie jetzt im Großbetriebe erzeugte flüssige Luft in der Technik finden kann, wurde eine große Anzahl von Versuchen ' mit fester Kohlensäure und flüssiger Lust auSgeführt, die zeigten, wie sehr sich alle bekannten physikalischen Eigenschaften der Körper bei tiefen Temperaturen ändern. Du flüssige Luft war von der Btarkt- unb Kühlhallen-Ge- sellschaft geliefert worden, die durch eine größere Sendung den Vortrag in dankenswerter Weise unterstützt hat. Ter fo zahlreiche Besuch dieses Vortrages — die Aula Der- mochte die Erschienenen kaum zu fassen — zeigte, daß bie Veranstaltung der oberhessischen Gesellschaft allgemeinen Beifall gefunden hat und läßt hoffen, daß auch die weiteren Vorträge, deren nächsten Prof. Stoffel über koloniale Bestrebungen und medizinische Forschung am 10. Dezember halten wird, sich großen Zuspruchs erfreuen werden. • — Einen Architektenscherz hat sich der Baumeister der nenerbauten höheren Mädchenschule in Grune- ivald bei Berlin erlaubt. In den kleinen Nischen zu beiden Seiten des Aulasensters sind zwei weibliche Gestalten zu erkennen, von denen die eine den Typ des modernen Weibes, veranschaulicht durch Antomobilkappe mit Staubschleier, fuß- frei gerafftem Rock und Siouxtasche, die andere das moderne Vollweib in sehr hygienischer Reformgewandung und Korsett- losigkeit, zur Darstellung bringt. Dieses sympathische ^Rädchen trägt als Zeichen der Häuslichkeit in der linken Hand ein Slochbuch. Ein eigenartiges Symbol ist ein Relief, auf dem drei Gänslein einl)ermarschieren. Der Direktor der Schule soll diese Skulptur beanstandet haben. — Humanität. Niemand kann die vornehmen Lords, die im Oberhaus die Nolle gebotener Gesetzgeoer spielen, der Humanitätsduselei beschuldigen. Es sind noch keine hundert Jahre her, daß sie mit Eifer für die Beibehaltung öer Todesstrafe für Diebstahl stimmten, und soeben haben sie, wie den „Münch. N. N." geschrieben wird, eine Entscheidung getroffen, die ihrer grausamen Tradition würdig ift. Jedes zivilisierte Strafgesetz unterscheidet den K i n d s m o r d, den die Mutter an ihrem unehelichen Kind nach der Geburt aussührt, von dem gewöhnlichen Mord; nur das englische Gesetz lennt diese Unterscheidung nicht. Hier muß ein armes Mädchen, das in der Verzweiflung jein eben geborenes Kind erwürgt, zum Tod verurteilt werden, und der Richter hat, ob er will oder nicht, die schrecklichsten Formalitäten durchzumachen, die mit der Verhängung der Todesstrafe verlnapft sind. Selbst in Engianb ist Die Todesstrafe seit 1849 in keinem solchen Fall mehr wirklich durchgeführt worden; das Oberhaus hat aber trotzdem soeben einen Antrag der Regierung verworfen, nach dem oas Gericht in einem solchen Falle auf lebenslängliche Zuchthaus- oder eine geringere Strafe sollte erkennen dürfen. Auch keiner der chrifllichen Bischöfe stimmte für den humanen Antragl — Studenten der Cornell-Universität in N e w y o r-k führten in dem neuen Deutschen Theater „Alt- Heidelberg" in deutscher Sprache mit großem Erfolge aus. Auf dem Kommers, der der Ausführung folgte, wies Professor Faust aus die innige Pflege des deutschen Wesens und der deutschen Sprache auf den amerikanischen Universitäten hin. — Der Herzog von Meiningen hat erklärt, die 11/2 Millionen betragenden Kosten für den Neubau des Hoftheaters aus seiner Prioatschatulle bestreiten zu wollen, und anderweitige BeihÜse abgelehnt. — DiewifsenschastlicheExpedition nach den Auckland- und Campbellinseln im Süden von "Neuseeland wurde dem „Globus" zufolge von der neuseeländischen Regierung im Verein mit der Philosophie Society in Canterbury aufs beste ausgerüstet. Sie bestand aus mehr als 20 wissenschaftlichen Mitgliedern mit Tr. Farr an der Spitze und hatte als Hauptaufgabe die magnetische und geologische Aufnahme jener Gruppen; auch Zoologie und Botanik sind gefördert worden. Die Arbeiten in dem zum großen Teil ganz unbekannten Gelände waren sehr schwierig, zumal Nebel und Regen fortgesetzt hinderlich waren. Die geologischen Forschungen ergaben u. a., daß die Inseln einer verhältnismäßig jungen Vereisung unterworfen gewesen sind; sie müssen also damals wohl um mehrere tausend Fuß höher gewesen sein, und daraus würde folgen, daß sie in viel näherer Verbindung mit Neuseeland gestanden haben. Das erklärt die enge Verwandtschaft von Fauna und Flora mit der neuseeländischen. In einem der Berichte heißt es ferner, daß alte sedimentäre Gesteine gefunden wurden, die insofern wichtig seien, als sie die Annahme von einer früheren Existenz eines großen subantarktischen Kontinents unterstützten. Ter Botaniker Cockayne führt aus, daß der Charakter der Fauna und Flora auf den Snares mit der Vermutung übereinstimme, daß diefe Eilande bie dürftigen Reste eines ehemals viel größeren Lan^gebiets seien. — Kleine C b r 0 n 1 l 0 11 -5 sv h ,i a u n 0 W 1 > 1 e ns ch a f t. Ter Nobel-Preis für Medizin soll zwischen Professor Jljia Al 0 t I ch 111 f 0 w - Paris unb Professor Paul Ehrlich-Frank- i u r 1 a. M, Direktor des Königlichen Instituts iür erper. Therapie geteilt werden. — Professor Hugo Hertzer, em veidienter ■berliner Mathematiker, ist tin Alter von 77 Jahren geworben. Vie Leibesübungen -er akademischen Zugend. Zehr gering ist die Zahl der Studierenden, die sich einer regelmäßigen Pflege der Leibesübungen widmen. Denn selbst da, wo diese am ausgedehntesten betrieben werden, in der Uni- versitäts- und Turnerstadt Leipzig, beträgt sic noch nicht einmal 10 Proz. Das entspricht nicht den Uebcrlicscrungen und gibt M mancherlei schweren Bedenken Anlaß. Als durch Jahn vor nunmehr beinahe 100 Jahren der erste Turnplatz in der Hasenhcide bei Berlin in tiefernster Zeit errichtet wurde, den edelsten Beweggründen entsprungen, wie wir uns immer wieder vor klugen halten wollen, da waren es besonders die akademischen 5t reise, die seinem Ruf folgten, um den Körpcr tüchtig zu machen für die vaterländischen Pflichten, die ihrer (Erfüllung harrten. Und die deutsche Jugend, sie versagte nicht, als dieser Zeitpunkt gekommen war. In Hellen Scharen zog besonders die akademische Jugend in den Frei- heitskamps, auch hier ihrem Fül)rer unb Meister Jahn treue ltzefolgschaft leistend. Nach Beendigung desselben war sic es wiederum, die überall in .Deutschlands Gauen das Turnen weiter verbreitete und für neue Pflegestätten sorgte. So auch auf der Academia Ludovi- c i a n a in der Universitätsstadt Gießen. Hier arbeiteten besonders die „Schwarzen" im Geiste Jahns, an ihrer Spitze die drei Brüder Fallen. Sie hatten, der jüngste mit 15 Jahren, die Freiheitstämpfc mitgemacht, und wirkten nun unter der Führung des Aeltesten, Karl Fallen, in idealer Begeisterung, erfüllt mit der glühendsten Liebe zu Vaterland und Freiheit, für die weitere Verbreitung des Turnens. Ein reges turnerisches Leben herrschte damals in Gießens Mauern, das jedoch bald wieder durch den Truck der Reaktion vernichtet wurde. Doch auch in späteren Jahren, jedesmal wenn sich neue hohe vaterländische Ausgaben geltend machten, da war sich die akademische Welt ihrer Pflichten gegenüber Volt und Vaterland bewußt, da erinnerte man sich auch wieder der vaterländischen Aufgaben des Turnens, und die eifrigsten Vorkämpfer desselben waren Angehörige des akademischen Standes. So war es Ende der vierziger und abermals am Anfang der sechziger Jahre. Wie anders ist dies geworden, jedoch nicht zum Vortell Don Volk und Vaterland. Gerade in der jetzigen Zeit aber, die wiederum eines tiefernsten Charakters nicht entbehrt, erfordert ein freies, einiges Vaterland, mehr denn je ein körperlich und sittlich freies und starkes Ge- schlecht, wie es der Turnplatz erzieht. Vergessen ist in akademischen Kreisen die Vergangenheit, nicht mehr gedacht wird der Mahnung, denen der Berliner Professor Adolf Frendclen- burg des öfteren Ausdruck verliehen: „Sich stets in Dankbarkeit der Männer zu erinnern, die in schweren Zeiten durch das Turnen den Volksgeist gehoben und die Vollslrait gestärkt", und nicht mehr darnach gehandelt. Die akademisch Gebildeten haben sich mit wenig rühmlichen Ausnahmen von der edlen, echt volkstümlichen und vaterländischen Sache des Turnens immer mehr entfernt und die Kluft zwischen ihnen und den übrigen Ständen hat sich, anstatt überbrückt zu werden, erweitert und vertieft. Das alles gibt zu schweren Bedenken Anlaß, wie sie schon vfl von berufener Seite kund getan wurden, aber meist ungehört verhallt sind. Es sei hier nur erinnert an die Führer der Deutschen Turnerschajt vergangener und jetziger Zeilen und des Zentralausschusses für Volks- und Jugendsp.ele, die, meist dem akademischen Stand angel)örend, Hand in Hand an der Gesundung des deutschen Volkes durch Turnen und Spiel arbeiten. Denn nicht zum besten sieht es ans mit der körperlichen Tüchtigkeit der akademischen Jugend, aus deren Reihen doch die Führer der Nation hervorgehen sollen. Das beweist die große Zahl der zum Waffendienst Untauglichen. Schon auf vielen höheren Sckiulen ist die Zahl der aus nicht immer stichhaltigen Gründen vom Turnunterricht Befreiten eine unverhältnismäßig große. Dadurch wird die Freude an den Leibesübungen, die ui der Brust der Jugend schlummert, nicht gefördert, sondern erstickt, und der angehende Student bezieht die Universität, die doch in allen Künsten und Wissenschaften, körperlichen und geistigen, unterrichten und ausbilden soll, erfüllt von Abneigung gegen Turnen und verwandte Leibesübungen, das Schlägerfechten, das jedoch nur geringen gesundheitlichen Wert hat, allenfalls ausgenommen. Und wie dringend not tut auch dem M usen - sohn eine kräftige körperliche Erziehung, als Gegengewicht gegen die großen geistigen Anstrengungen, die den Menschen bald der Spannkraft des Geistes berauben und ihn häufig zum frühzeitigen Altern bringen, als beste Hilfe im Kampfe gegen den Alkohol, den Vernichter so vielen Lebensglücks und edler Lebensfreude, als vorzügliches Mittel zur Hebung der Sittlichkeit, besser als es alle mündlichen und schriftlichen Belehrungen zu tun vermögen. Wie viel Kraft wird int Uebermaß jugendlicher Lust und Freude vergeudet. Hier ist der Weg, sie in die richtigen Bahnen zu. leiten zum Nutzen des Einzelnen und der Allgeineinheit. Denn große Vorteile würden der letzteren daraus erwachsen, wenn solche an regelmäßige Leibesübungen gewöhnte akademische Bürger beim Eintritt ins Philistertum ihre Kräfte in den Dienst derselben stellen mürben. Leider haben die akademischen Streife die Verbindung mit den übrigen zum großen Teil mehr und mehr verloren. Aber nur das Leben in und mit dem Volke im weitesten Sinne des Wortes läßt sie dessen Bedürfnisse, denen sic in Amt und Würden häufig gerecht werden sollen, und dessen Anschauungen, denen sie Rechnung zu tragen haben, kennen lernen. Der beste Boden hierfür ist das Gebiet der Leibesübungen, das in ungezwungendster Weise olle Stände zu gemeinsamer Tätigkeit zusammenführt. Unbedingt nötig ist also für den jungen Akademiker die Pflege der Leibesübungen. Wie kann dies nun geschehen? Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Wege. Jede Korporation müßte es sich zur Pflicht m ach en, Turnen und Spiel zu pflegen. Akademische Turnvereine können sich bilden, wie man sie schon auf vielen Universitäten hat. Sie gehören als Verband der Deutschen Tur- ncrschaft an und beteiligen sich mit Erfolg an deren Festen. Allgemein sielen die prächtigen Gestalten dieser Musensöhne bei jenem herrlichen vaterländischen Fest, das vor kurzem in Frankfurts Mauern gefeiert wurde, auf, gleichsam als lebendiger Beweis für den gesundheitlichen Einfluß von Turnen und Spiel auf den menschlichen Körper. Gießen zwar konnte sich der akademische Turnverein Cheruskia nur kurze Zeit halten. Im Gegensatz zu früheren Zeiten fehlte eben das Interesse der akademischen Kreise. Auch die Turnvereine der Deutschen Turner- schaft, deren in Gießen zwei' bestehen, nehmen zu jeder Zeit Studenten aus und errichten bei genügender Beteiligung akademische Riegen. Denn ist der gute Wille vorhanden, dann werden, wenn vicht eigene turnerische Behörden au den Universitäten geschaffen sind, die aber auch fast ausnahmslos derselben Quelle entspringen, die Einrichtungen der Deutschen Turnersck)aft, soll etwas Erspiicß- liches geleistet werden, nicht zu umgehen sein. So hat man erst im Herbst d. Js. in Leipzig ein besonderes Lehramt für Turnen errichtet, das einem Angehörigen der Deutschen Turnerschaft, dem als vorzüglichen Turner und Turnschriftsteller bc- lamitcn Dr. Hermann Kuhl, übertragen wurde. Auch in Gießen stehen tüchtige Kräfte zur Verfügung, in erster Linie der bewährte Gauturnwart des Gaues Hessen, lehrer Will, der allen akademischen Kreisen mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Regt sich aber die Luft in der akademischen Jugend am Turnen — darin ist alles begriffen, was körperliche Hebungen heißt und in dcr Deutschen Turnerschaft gepflegt wird: Eigent- liä)es Turnen, Fechten, Spiel, Wandern, Rudern, Luhwimmen und winterliche Körperübungen —, dann werden auch die Lehrkräfte der Universität helfend und fördernd eingreifen, und die Regierung, die gerade in der Neuzeit sich die Förderung dieser Bestrebungen in gerechter Würdigung ihrer Wichtigkeit für das gesamte Volk ganz besonders angelegen sein läßt, wird nicht zuruckstchen und ihre Unterstützung nicht versagen. Ein schönes Ziel winkt hier der akademischen Jugend, möge man ihm mit allen Kräften nachstreben. Oerid?tsfaaL Gießener Schöffengerichtssitzung vom 17. Nov. Körperverletzung. Der KLllner H. P. in Gießen stand unter Anklage, in der Nacht vom 27. auf 28. September^l. I. auf dem Riegelpfad zwei hiesige junge Leute mittels eines Stockes körperlich mißhandelt zu haben. Einer der Zeugen scheint einen großen Respekt vor dem Angeklagten zu haben, denn er warnte einen der Verletzten vor dem P. mit den Worten: „Laß von ihm, der hat bei der Marine gedient." Das Gericht erkannte auf eine Geldstrafe von 25 Mark, eventuell 5 Tage Gefängnis, außerdem wurde einem Verletzten, welcher als Nebenkläger auftrat, eine Buße in Höhe von 20 lMark zugesprochen. Unterschlagung. Der Diener F. G. in Gießen stand unter der Anklage, feit Juli I. I. als Diener eines hiesigen Vereins eine Reihe vereinnahmter, teilweise auch zur Begleichung von Vereinsverbindlichkeiten erhaltene Geldbeträge in Höhe von etwa 1300 Mark unterschlagen zu haben. Im 3. Quartal l. I. nahm er 2290 Mark von Vereinsmitgliedern ein' und lieferte nur 1700 Mark ab. Weitere vereinnahmte Posten im Betrage von 83,99 Mark und 129,47 Mark verwendete er für sich und so fort. Für zu entrichtende Gemeindesteuern und Kanalgebühren waren ihm 236,58 Mark übergeben t welche Summe er sich ebenfalls aneignetc. Das veruntreute Geld will der Angeklagte größten-- teilS zur Deckung der enlstanvcncn Verlusten an Kartenspielen verwendet haben. In einem hiesigen Lokal will er 154 Mark durch Kartenspielen und an zwei A. ' i"?n allein an 300 Marl verloren haben. Der als alleiniger Zeuge auf getretene Rechner deS geMioigten Vereins stellt dem Anget^aglen uav w'u? Zeugnis aus. Mährend seiner 9 lährigen Tätigkeit als Diener, habe der Angeklagte stets regelmäßig öic eingenommenen Beträge abgeliefert, bis er bem Spielteufel in die Hände geraten sei. ^Bemerkenswert ist, daß der Angeklagte immer hoffte, durch das Spiel den Verlust wieder decken zu können, wodurch er immer größere Summen benötigte. Der Vertreter der Anklage beantragte eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten. Das Gericht erkannte auf 6Wo chc n. Körperverletzung. Die Fuhrknechte H. H. und N. F., beide in Lcidcnhafen und I. H. in Kohden wohnend, standen unter Anklage, einen Unteroffizier des hiesigen Reglements körperlich mißhandelt und wörtlich beleidigt zu haben. Der Sachverhalt ergab folgendes: Am Abend des 29. September l. I. gegen 1/21U Uhr tarn der Unteroffizier mit feiner Braut den Leihg^stcrner Wcg entlang. Unterwegs begegnete diesen ein in angeheiterter Stimmung versetzter Trupp Ndänner, worunter sich auch die Angeklagten betanken. Einer der letzteren, stieß einen seiner Begleiter derart gegen den Unteroffizier, daß dieser gegen jeme Braut geschleudert wurde und jene zu Boden flog. Als der Belästigte den Friedensstörern hierüber Vorhaltungen machte, riefen sie ihm ziu „Spinner" usw., verfolgten ihn bis zur Wilhelm- stcaße uno schlugen ifyni mit der Faust in das Gesicht. Dem Angcgrifsencri blieb nichts, anderes üorig, als von seiner Wasfe Geoiauü) zu machen, luoocV der Angeklagte H. einen Hieb über den Backen erhielt. Hierauf entfernte sich der Unteroffizier und die Ang-cklagten verfolgten ihn nach bis znm Kreuzplatz, wo sie erst Fersengeld gaben, als der Angegriffene wieder in die 9cht-. Wendigkeit versetzt war, von seiner Wasfe Gebrauch zu machen. Da der Zeuge ni,d)4 bestimmt sagen konnte, welcher der Ange- klagtcn ihn geschlagen und beleidigt haoe, so mußten alle Angeklagten freigesprochen werden und zwar mangels Beweis. Airche und Schule. ** 2) i e (5 v q 11 g. Konferenz f. d. Großherzogtimi Hessen (Friedberger Konferenz) hält nm nächsten Dienstag, 24. N 0 v. m Gießen (Holet Schütz, Bnhnhosslr.), sür ihre oberhessifchen Mitglieder eine Provmzialversnmmluug ab. Das anziehende, zur Aussprache reichlich Gelegenheit gebende Thema, das Professor D. Dr. Schian behandeln wird, lautet: Der Pfarrer von heute und seine Gemeinde. Gaste, nicht nur aus bem Psarrslande, sind willkommen. Vermischtes. * Das Ende des ElkinS-Nomans. Die Absicht des Herzogs der Abruzzen, die amerikanische Senatorstochter Bi iß Elkins zil heiraten, scheint an den Vorurteilen und Tradilionen der italienischen Königsfamilie endgiltig gescheitert zu sein. Senator Ellins hat mit Wißen und Bewilligung seiner Stieftochter in den gelesenslen amerikanischen Zeitungen die Nachricht in Jnscratenform einrücfcn lassen, daß die Verlobung zwischen Miß Elkins und dem Herzog der Abruzzen gelöst sei und an eine Vereinigung der beiden unter keinen Umständen mehr zu denken sei. * Der Zollbeamte und die gefälschten Bilder- Aus Newyork wird berichtet: Daß ein Zollbeamter sich iveigert, einen hohen Zoll anzunehmen, dürfte nicht allzu oft vorkommen. Kürzlich wurden jedoch von dem Newyorkcr Taxator etwa 20 Bilder, die so hervorragende Namen wie Corot, Diaz und Nousscau trugen und mit hohen Summen deklariert waren, nur mit 1800 Frcs. bewertet. Der Sachverständige erkannte in den Bildern schlechte Nachahmungen, und er wußte, daß der hohe Einfuhrzoll später nur unkundigen Käufern gegenüber als Beweis für die Echtheit verwendet werden sollte. Elnsesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Lollar, 18. Nov. Aul die Eingesandts, welche ans Lollar in Strömen dem RedciktionSlisch zufließen, erwidern wir. daß, solange der Herr Einscudcr nicht den Mnt hat, seinen Namen zu nennen, dieselben unbeachtet bleiben. Großh. Bürgermeisterei Lollar. Schmidt. lvöchentt. Uebersichl derCodrsMe L ö.Staöt Giehen. 45. Woche. Vom 1. bis 7. ^louembev 1908. Einwohnerzahl: angenommen zli 30 400 (uitl. 1600 Alaun Militär.) Sterblichkeitszisser: 22,23",',,, nach Abziig von 2 CvtStremöeii: 18,81 °/oo. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: Ml vom 1. L ebensjahr: 2.-15. Jahr Keuchhusten 1 — 1 — Tuberkulofe 1(1) 1(1) — — Herziehler 2 1 — - 1 Lchlaqfluß 1 1 — — Krampfen 1 1 — — Krebs 1 1 — Selbstmord 1 1 — — Verunglückung 2(D 1(1) 1 — ^ebensichmäche 1 — 1 — Altersfchwäche 2 2 — — Summe 13 (2) 9 (2) 3 1 A n ni.i Tie m Klammern gejetzleu Zistern geben an, wie viel der Todesfälle in der betveffeiibeu Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Fainilieir-Naehrrehten. Geborene: Herrn Oberlehrer Rupp und Fran in Alsfeld eine Tochler. Verlobte: Fräulein SDlargavetc Wiedersum mit Herrn Wilhelm Kawmann, beide in Büdingen. Meteorologische Beovtrchruugen der Station Gieße». November 1908 Barometer aut 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Iielative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 18. 2» 754,9 5,4 6.3 94 W a Bed. Himmel 18. 9“ 753,2 3,9 5,6 92 8 4 ■■ 19. 7» 745,8 3,1 5,3 93 s 4 Regen Hochs e Tenn -eralur am 7.—1t . Nov. — 4- 6,9° C. Niedrigste - . 17.—18 . Nov. = + o,50 c. TeSefonischs Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse, 3/4% Keichsauleihe . . 94.3u 1 3-6 do. . . 84.95 3>4% Konsols .... 94.45 6% do 84.90 3X% Hessen 93.00 3/4% Oberhessen . . . 92.00 Uesterr tioldreute. 98.10 4% 26 Uesterr. bilberrente 98 70 4-z Ungar tioldreute . . 92.90 4-6 Italien. Heute . . . —.— 3-6 Portugiesen Serio 1 56 40 3-6 Portugiesen „ III 58.00 4)4% russ.btaatsanl. 1905 97.05 4/4% Japan. Staatsanleihe 91.45 1-6 Uonv. Türken von 1VU:> 92.30 Türkeniose 143 80 4-6 tiriech. 3Ionopol-Anl. , 49.30 4-6 äussere Argentinier . 86.50 j% Mexikaner . . . 63.60 4 >4% Chinesen .... 97.00 Aktien: Bochum Guss 219 20 Buderus E. W 112.10 Tendenz: schwach. Berliner Börse, 19. Canada KB 177.80 Darmstädter Bank . . . 128.10 Deutsche Bank .... 240.00 Dortmunder-Union C. . . 60.70 Dresdner Bank . . . 147.8v Tendenz: schwäsher. 19. November, 1.15 Uhr. EJektnz. Lahmeyer . . . 116 40 Elektriz. Schuckert . . . 119.00 Eschweiler Bergwerk . . 190.2a Gelsenkirchen Bergwerk . 189.00 Hamburg-Amerik. Paket! 112.45 Harpener Bergwerk. , , 195.60 Laurahütte 198.60 Nordd. Lloyd 90.25 Obcischles. Eisen-Industrie 98.00 Berliner Handelsges. . . 167.75 Darmstädter Bank . . . 128.30 Deutsche Bank .... 240.00 Deutsch-Asiat Bank . . 138 30 Diskonto-Komiuandit . . 180.20 Dresdner Bank .... 147.90 Kreditaktien 197.80 Baltimore- und Ohio- Eisen Lahn 107.80 Gotthardbahu —.— Lombard. Eisenbahn . . 20.60 Uesterr. Staatsbaun . . . 146 00 ' l’nnce-Heun-Eiseubahn . 123.00 November. Anlangskurse. Harpener Bergwerk. . . 195.30 Laurahütte 196.25 Lombarden E. B. ... 20 50 Nordd. Lloyd 90.20 lürkenlose 143.20 Heranwachsenden Mädchen und Knaben erweist sich Scott; EmuMon ganz beson» JßLeSfc?' derS nützlich zur Erhaltung und Er- Neuerung der durch das rasche Wachötnm /8-Ki'rSHi starker tn Anspruch genommenen Jirdftc. Scotts U Emulsion l-icht zu nehmen ,4, fnlM ein ausgezeichnete- Nährmittel und Marke-dcmFUchcr stärkt den inngcn Lraaniomuk- Ei» Ber- — dem löaranill- 111L mirb die» in Überzeugendster Weise 2e'4cn dck Lcott- Otfiötiflttt. fch-n AersahrcoS l ScottS Emulsion wird von uns auoschlietzlich im a roste» mfou l. itnb ,mor ineloie noch Gewicht over Mast, sondern nur in versiegel lei, Original Nasche» in Karton nut unserer Schutz- marke Milcher init oem Torschi. Scott fc Lowne. E.m.d.^, Frauk'urt a. M. Lestaudicile: Feinster Medigiual.^eberiran 150.0, prima ®'|Wrin ^.o.niiierpkwSphorig>aur«r^alkl,S,nitterpI>oi>vstoria. dhuron 2.1», pulu. Itaaunt 3o. ieiniUrarav. (Summt Suio. -',u, bcfidl. 'Saiic*- 129,1', Alkohol 11,0. Hierzu aromatisch- EmuUwn Mit ZiNit-, MandU> und (yaulHitrtaoi ie s- ^rovftx Still dik raffiiiiftltlt Wime iet IwiliiimiB kann an der Tatsache nicht rütteln, daß Kathreiners Malzkaffee sich seit über 18 Jahren bewährt hat, sich der Gunst aller Bevölkerungsklassen erfreut und von Millionen Menschen getrunken wird. — Wer ihn noch nicht kennt, mache einen Versuch. Ein viertel Paket kostet nur 10 Psg. und ist in jedem Geschäft erhältlich. Kathreiners Malzkaffee hat aromatischen Kaffeegcjchmack, ist völlig unschädlich und kostet nur etwa den vierten Teil soviel wie Bohnenkaffee. o'7ii Am n SP1' jlethoj gebeü1 dass i Jed .—— versa’ tield» stark gehe Aerzt Br Nur (' 11 8 476 9;'3j 67 31 1317 « 87 618 l '.61: 9» 8*i 0) 671 29 617 34i 611 US isoc 126 61 365 (10t w . 52 (50t 5Gi 59 (MX 72 <32 339 180 837 39 <, 375 1 <13 ; 872; [3000 »-» L Ml 87 eu l < 106 TiO 62 I <9 | 30 । 7« 63] 614 8? f 876 M8 68 ; 71 e 13] 140 82 t 939 850 <81 ; 141 143 514 i 808 ' 147 (500) V7 3 Fernsprecher £371 Biühlstrasse 11 Direktor Warnecke Fahren Sie fort Ihre Schuhe l ! Schutzmarke. Dtf/i PnnniQnnD bCT ^ettattungSaenoffentchafi UdlyldljOl 5” M«.nä»remct»ereimo. (6466 empfiehlt Emä? Fischbach Bl9/i 337 3. 700 50 687 ( 3000 ) 699 962 (.3000) G9 [500] 95 909 29 608 E 241065 91 E sparsame Hausfrauen 6624 50 61 64 536 729 914 33 .33 7 4350 456 59 81 622 (500) 7 5031 4.3 12 79 522 638 737 855 7 6214 508 898 968 7 7078 733 344 621 138 531 345 813 532 462 823 835 512 439 804 (1000) 968 93 157 74 16 64 535 (1000) 828 mit Gentner*» roten Dosen zu 980 87 471 23R0O9 239130 mit der Schutzmarke: Eichhörnchen 58 641 50 732 813 54 98 [ 500] 236025 256 970 2 3 7010 158 216 13000 ) 88 392 834 960 (500] 361 496 537 62 636 759 800 71 964 91 289 410 546 654 717 837 240150 219 82 400 83 582 99 781 939 432 339 Feinst wciffer Medizinal- ^evertran, Lebertran-Emulsion 514 19 768 899 963 76 1 4 5353 465 60« 80 (1000 ) 86 793 908 1 4 6334 81 (500) 90 432 507 9« 769 [wol 89 ( 500, 147 087 243 500 095 860 915 1 4 8007 74 [1000] IM 318 (500] 476 587 [1000 ] 748 853 (600] 78 [500] 918 149018 2L7 357 64 010 36 524 627 97 823 [1000] 906 50 2 5 2 '22 251 731 2 5 3020 117 371 689 (500) 834 59 927 2 5 4^18 307 577 715 | 500 j 28 850 66 937 2 5 5.45 315 ; ' -GÖppmgeh^ 938 2 29153 558 848 2 3 0122 244 325 32 644 954 80 2 3 1 052 203 376 564 888 2 3 2323 476 657 95 96 803 20 931 45 2 3 3 >82 9233 56 547 619 61 850 10150 228 69 344 579 837 70 98 928 98 11096 138 begonnen. Gießen, den 16. November: 1908. Grof; l) er o iic - c v y g c r t d) t. Wahlvollmalht nicht bedarf. Großen, den 19. November 1908. Die Großherzogliche Handelskammer. Der Vorsitzende: Der Syndikus: St o ch. Dr. Zeidler. 87 312 13 26 [ 500 ] 946 12146 69 433 87 518 30 50 799 13170 9 7 455 93 902 5 1 4125 383 809 7 3 977 1 5266 386 62 871 16230 .1-5 674 759 810 989 17203 394 [500] 99 618 [1000J 010 ( 3000 ) 90 [50O| 96 18070 [500] 112 213 73 437 :> 13 88 665 71 881 19037 [1000] 221 656 984 2O050 259 356 60 [1000] 514 22 36 [500] 71 636 82 180 288 5S4 710 812 71 938 78114 67 [ 3000] 516 56 85 721 837 9.5 82 79056 328 416 847 958 [500] 80216 17 [5000 ] 492 616 32 819 81191 [500] 279 300 SO 409 629 779 [500] 906 8 8 2588 684 759 [ 500 ] 83O'-6 201 315 [3000] 553 [1000] 618 84122 460 542 783 858 99 85172 41.3 592 [30001 759 86 [ 3000] 86111 62 531 770 871 993 87273 595 612 15 768 [500] 881 [500] 984 8 8026 [500] 116 [3000] 83 443 M2 673 79 772 84 8 9076 362 471 770 81 926 [500] 9 0043 95 185 210 $03 [500] 411 97 333 922 91110 531 877 92561 83 [ 500 ] 667 9 3048 192 227 93 91 822 94150 95 305 641 727 95028 41 122 217 463 651 73 85 839 [500] 66 9 6503 73 990 [ 500] 97128 411 614 831 [1000] 98001 153 278 82 323 436 667 756 99508 13 1OO010 91 [1000] 315 519 57 825 87 963 1 0 1 582 722 814 67 1 02152 64 613 (500 ) 783 810 93 908 70 103149 256 454 551 56 702 34 101056 260 411 69 522 759 86 [3000] 822 1 05182 200 6 7 0 479 662 67 045 93 [500] 106005 167 227 55 413 561 [1000] 932 107050 337 728 63 845 57 1 08120 231 425 565 73 607 815 1 09'342 522 770 9S.8 110002 147 66 353 524 624 761 801 34 [500] 111032 223 716 822 37 112130 279 309 [5001 29 670 744 [1000] 82 949 113051 163 245 357 61 83 94 478 [500] 96 608 49 84 [1000] 114033 55 175 291 96 539 605 [1000 ] 707 SO 96 805 58 67 [500] 1 15076 117 52 216 571 676 [1000] 742 87 841 [500] 51 [5001 902 [500] 1 16159 72 412 72 5S1 117036 46 162 250 78 324 486 662 91 881 118293 614 657 84 709 74 119233 393 4.32 766 821 120173 322 54 86 451 822 121280 87 314 403 552 Fis cherei-VerPachtn ng. Donnerstag, den 3. Dezember, nachmittags Vs2 Uhr werden nachverzeichnete Domanial- oiichereien im Gasthaus „Zur Mronc" ,>u Blickfeld öffentlich an die Meistbietenden aus zwölf ,'mhre verpachtet: ... .. 1. Fiicherctbezirk Nr. I der Gror»bcrzogltcheu Dberforstcrcr Alsfeld: die „Eifa" mit „Forellenvach und drei Mu dl nrnocti in den Gemarlungen Eifa. Namrod und Schwarz. , 2. Fijchcrcivczirl N.. IV der GroirverzogUchcu Qberförstcrcl Eudorf: der „Alsfelder Mühlgraben" in der Gemarkung Alsleld bis unter die ,/öolzmühle', ca. 42u Mir. Fischereibezirk Nr. I der GroirberzogUcuen Cbcrfüritcrcc Grebenau: der „ForcUcudach" (oder Fofjabach), das „Bornwasser" nebst Mühlgraben, der „Erlen"- und „Lchwarzcu- bam" nebit Teich, der„ttreböbach" u. a. in den Gemarkungen Bieben, Eulersdorf, Grebenau, Reimenrod, Uderchausen und [ata S. Mr Marklstrasse 27 Telephon 727 893 21118 3t 83 305 417 9.'S 98 22199 ‘-*11 532 757 871 035 23109 359 94 572 999 24092 ISO 519 [500] 47 70 782 822 [500] 979 25061 174 415 [1000] 31 [-3000] 614 51 [1000] 09 [lO'.'O] 735 48 [500] 26070 12 4 73 326 [3009 [ 500 ] 212 433 56 504 757 1 91170 250 62t 192741 193078 ?7G 746 878 00 973 IS4.--2 453 559 Rh* 867 (10001 195'16 228 511 97 811 40 196-38 310 05*491 503 609 792 1 97012 26 96 256 [ 500 ] 328, 69 428 [ 5001 506 33 81 695 705 198'16 »91 406 518 8.^ 97 037 [500] 44 1 99 003 211 [1000 ] 358 419 [3000] 57. 011 150176 605 804 923 1 5 1 220 318 615 [6001 744 820 947 1 5 2092 148 218 356 79 [1000 ! 609 33 890 [600) 067 [500] 153 395 (10001 413 51 554 66 753 1 5 4001 (5001 122 88 254 376 556 70 990 1 5 5026 7 5 234 351 633 79 749 883 1 5 6073 217 329 95 514 47 58 666 (1000] 933 157204 515 [3000] 85 658 760 876 939 68 158244 61 [500] 456 87 [ 500] 831 159192 03 535 lSO») 160078 154 258 416 70 [500] 655 736 94 868 1610-- [500] 78 596 678 748 802 949 162273 325 88 55 81 90 639 718 1500] 163 2*) 83 383 464 585 1 64'03, 3j< 552 651 8'3 906 1 6 5052 433 35 58 550 1 6b.. ■ 24 167039 87 [8000] 194 554 91 449 [10*190] 739 8'7 36 "(500] 77 168138 75 287 LOS 772 948 1 69329 470 Bekanntmachung, betreffend: Neuwahlen zur Handelskammer^ Zur Vornahme der Handclskammerwahlcn wird Termm bestimmt: . 1. für den Wahlbezirk Gichen-Ctadt auf Dienstag, den 24. November d. F., nachmittags 2—6 Uhr im Bureau der Handelskammer, Nordanlagc 15; für den Wahlbezirk Gietzcn-Land auf Donnerstag, den 26. November d. I., nachmittags 3—5 Uhr im Bureau der Handelskammer, Nordanlage 15 ; 3. für den Wahlbezirk Lich auf Donnerstag, den 26. November d. F., nachmittags 2—4 Uhr nn Bureau der (Srohh. Bürgermeisterei Licy.; 4. für den Wahlbezirk Grimberg auf Dienstag, den 24. November d. 5-, nachmittags 2—4 Uhr nn Bureau der Grosch. Bürgermeisterei Grünberg. Als Wahlkommissare fungieren für Giessen - Lladt Herr A. Klmgspor, für (Stehen-Land Herr Max Friedberger, für :id) Herr Gg. Stammler und für Grünberg Herr H. Ihctng. Es scheiden auS: 1. Im Wahlbezirke Gießen-Stadt: die Herren Nommerzlcn- rnt F. 15. B. .hoch, Kommerzienrat 5. Heichelheim, Max Friedberger, A. M.ugipor, 'M. Munter, (£. Siö.jv, Kommerzienrat H. Tchn mer u. W. Zürbach, sämtlich m Gicszcn. Außerdem ist an Stelle des oer- slordencn Herrn C. W. Nowack em weiteres Mitglied zu wählen. . Im Wahlbezirke Gießen.Lan>: die Herren L. Rinn m Heuchelheim und L. W. Rühl in Grotzen-Buseck. 3. Im Wahlbezirk Llch: Herr H. Jhring in Lich. 4. Im Wahlbezirk Grünberg: Herr Gg. Stammler m Grünberg. Die Ausscheidcnden sind wieder wählbar. Tie Wahlberechtigten werden noch darauf aufmerksam gemacht, dasz die Vertretung einer wahlberechtigten Person nur durch den im Handelsregister eingetragenen Prokuristen oder eincu volljährigen Angestellten des Geschäfts stattfinden kann und vag der Prokurist einer LZallcrüdorf. . 4. Fnckereiberirk Nr. I und 11 der GronberzogUchen Obcr- sörstcrci Nomroo: die „Antrrfft" (Hauotwaffer) m den Ge- markungen Billertshausen und <;ell, 2&0 refp. 2470 Mir. 5. Fifchcrclbczirk Nr. 1 der Groirberzoglichcu Cbcridritcrci Storudorf: die „Schwalm", 3150 Mir. (von der voiimami'S Wehr vis zur Alsfelder GemartungSgrenze) nebst demB-elg- scheu und Haberrorn schen Älüh(graben, zusammen 6Ö0 Mtr. Die Besiandszeil beginnt bei fänutichen ausgeführten Qiictiereien am 1. Mannar 1900. Scahere Auskunft erteilen die oben bezeichneten Grohherzoglichen Oberibrstereien. Die Bachtliebhaber, deren Befähigung zur Pachtung nicht notorisch vorUegt, lvouen sich rechtzeitig vor der Berpachimig auswersen. Alsfeld (Lberhesien), den 16. November 1908. Im Auftrag: Grotzherzoglich Hessische Oberförsterei Eudorf zu Alsfeld. Brill.cr Klellllililier-Belsghraliitalt Auch in diesem öabre treten wir angesichts der dcrankommeu- den Weihnachtszeit an die freunde und Bzoblrätcr uuicrcr stlein- kindcr Bewanranualt und ihrer großen Ltinderschar heran mit der herzlichen Bule, uns unlzuhelsen zu einer frohen Evristbctchcruug lür unsere Kleinen. Wir haben für 250 Kinder von 2‘/-j bis ti zZahren, meislens aus Familien, die das ganze oaljr hindurch im ilantöfe ums Daiem sieheu, aus denen nicht der Batcr allem, fomern ost auai die Mutter, seis Frau oder Wuwe, außerhalb des Hauses dem Berdienst nachgehen müiicn, den Weihnachtstisch zu decken. Darum bitten wir um Gaben an zUeidungsstucken, Stoffen und der gl., besonders bitten wir auch um Geldgabcn, die uns die gn'ichmahigsie Bescherung für die vielen Kinder ermöglichen. Eine Liste zur Erhebung von Beitragen wird von uns nicht berumgegeben, was man beachten wolle. Bielmchr bitten wir, den nadjOcnanntcn Borstandsdamen die zu bewilligenden Gaben übergeben zu wollen: Fräulein Liarola Baur, Jicueit Baue 29; Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebig- Itraue 21; ,yiau Fobanna Haas, Bfi-Anlage 31; Frau Nechnungs- rat BalüiicuUj, i:udwigurane 7; Frau Professor Leist, 'UtoUtcitr. 32; Frau .stirajeniat y.oumanu, Diezstragc lö; Frau Luuc Ottens, 3i0i)nslrafze 29; Frau Wiatie Schwa», Seltersweg 64; Frau Apo- thctt?r Schwieder, Lchnlurasie 1. Auch die 3 Schwestern unserer Anstalt, die jtlciukindcrichulichwesteru, Diezstrage 15, sind bereit. Gaben anzunevmen. Schon am Sonntag den 20. Dezember soll unsere Cüristbe- scheruug uatifinhcn. Gienen, den 5. November 1908. Ter Borstand der Meiukinder-Bcwahraustalt. Dr. Naumann. Fabrikant: [hv21/i Carl Gentner, Göppingen. £22 62Q 8Bi H3 El 02 I Töten-Kränze! 13 to en gros en detail ö billig (a17/u ™ tiina billiger wenn ein Brautpaar seine completteAusstattung in Kcäiegeneu Möbeln, solider Ausführung im Möbel-Fabrik-Lager und Ausstattungs-Geschäft Hermann Dominicas, ässe 18 X kauft. 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Z. selbst Stotternde heilen, wurden zuerst von mir geheilt. Manche batten vorher 1—8 Anstalten ohne Erfolg besucht. Das ist ein sicheres Zeichen, dass meine Methode die beste ist. Jeder Leidende kann sich mit Hülfe meinerHethoile selbst heilen. Bei Kindern kann das Uebel von den Eltern beseitigt werden. Deshalb sollte cs kein Leidender versäumen, meine Sprechstunde zu besuchen. Durch diese Einrichtung wird mancher vor unnützen i leldausgaben bei uinhcrziehenden Heilkünstlern bewahrt bleiben. Früher war ich selbst sehr starker Stotterer uud habe mich durch meine Methode (nach vielen erfolglosen Kuren) selbst geheilt. Viele Original-Zeugnisse werden in den Sprechstunden gezeigt. Auch Danksagebriefe von Aerztcn, Lehrern etc. Zur Deckung der Unkosten ist für die Auskunft 1 Mk. zu entrienten [668Ö Internationale Sprachheil-Anstalt Hannover n. Haas k Gleichste, h, jpiiiterbauo, Telefon in allen Längen 31 oderue Farben Beste Qualitäten Marktstrasse 8 Telefon 196 [aK/i0 Imprägnierte Pelerinen Wird der Lebensunterhalt teurer Kochen be. Arlt< Blatt empfiehlt seine Lut sortierte Abteilung nrtei eine Auf t 20000 Mk. bar 1851 gewinnen zum c. bei einem Einkauf von Mk. 25. Versuchen ^ie in Ihrem eigenen Interesse