Nr. 394 Montag 14. Dezember 1908 Zweites Blatt Gießener Anzeiger Erscheint tügN- mit Ausnahme des Sonntag-. E«sra!-Znzeiger für Gderheßen m Haus sei eine Wählerschaft vertrete. a 158. Jahrgang nii Rotationsdruck and vertag der Brüht^ch« UnwersuätS - Buch- unb Srelnüruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktion. Ervedttton und Druckerei: Schul- fiTQBi* 7. Expeditton und Vertag: e-qAbl. Redaktion: 112. Tel.-AdruAnzeigerGießen. Die ..«tehener ZamlUendlStter" werden dem «Anzeiger' viermal wöchentlich beigdegt, das „Kreicblati fflr öen Kreis Sietzen" zweimal «öchemlich. Die „randwirffchastlichen Seit» fragen“ erscheinen monatlich zweimal. parlam€ütavi$d?c<« ReichLtagseriatzlvahl in M e >c c i tz - Bo mst. Graf LScstarp (Lons.) erhielt 11506, der Propst Sicnjpicfe (Ztr.) 10 211 Stimmen. Graf Westarp ist somit gewählt. JndcrBürgerauSscyußwahlin Stuttgart lvurde nach Dein Pwporzverfahren gewühlt: 6 Soz-ialdemokraten, 4 Na- tionalliberale, 2 Konservative, 2 Bolksparteilcr unb 1 Zentrum. Zn der Budge t ko m m is s io n des preußischen Abgeordnetenhauses wurde beschlossen, auch die Gehälter der höheren Beamten in ihrer Gesomlheit .ru erhöhen. D i e Z r a u a l S N e ch t s a n w a l t. In Rom ist dieser Tage, »um ersten Mal in Italien, eine Frau als Rcetstsanwalt in einem Prozesse aufgetreten. Es hruidclt fick) um eine Tochter des früheren Abgeordneten Lallrni. Der englische Premierminister und das Oberhaus. Der Premierminister Asguith äußerte sich dieser Tage in einer im Nationalklub g.hallenen Rede dahin, daß das Haupt' Ans SraSs rrnS LanS. Gießen, 14. Dezember 1908. ** Land es Universität. Prof. Dr. Nach fahl, der seit dem Wintersemester 1907/08 an Prof. 2p. Onckcns Stelle den Lehrstuhl für neuere Geschichte inne hat, hat einen Rus nach Kiel erhalten. Hoffentlich gelingt es, ben geschützten Gelehrten der Landesunioer-sitär zu erhalten. ” Gerichtspersonalien. Se.Kgl.Hoh. der Großherzog haben dc» Amtsrichter bei dem Amtsgericht Reichlls- heim Adolf Wolz zum Oberamlsrichter bei diesem Gericht und den Aktuariarsassistenten bei dem Amisgericht Lauterbach Hch. Dilling zum Aktuar bei dem Amtsgericht Schotten ernannt. — Ernannt wurde der Gerichtsschreibergehilfe Friedr. Ausland. Die Magyaren uuo utc deutschen. Deur „Agramcr Tagbl." wird gegenüber dem ungarischen Dementi aus Laibjch berichtet, Kvssuth l-abe tatsächlich im Mär- 1906 einen Emissär nach Laibsch gesanvr, um die Slowenen für ein Bündnis mit den 3)iagi)arcn gegen die Deutschen Oesterreichs zu gewinnen. Der Gen-^hrsinann des genannten Blattes erklärt, schriftliche Beweise hierfür zu haben. — Tie Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger hat den viel umstrittenen neuen Bühnen vertrag einstimmig abgelehnt. Ter Kamps zwischen deni Bühneneer.m, der die Tircktoren der meisten deutsä>en Bühnen umfaßt, und der Bühnengenossenschast, der em großer Teil der Darsteller anb hört, wird nun von neuem entbrennen, Tie Debatte gestaltete sich so stürmisch, daß der Vorstand zuräcktrat. Tarauf trat eine Pause ein, nach der das neue Präsidium gewählt mürbe. Zum Präsidenten wurde mit großer Mehrheit Hermann Nissen gewählt. Vizepräsident wurde, ebenfalls mit großer Mehrheit, Emanuel Reicher. In den Zentralausschuß wurden gewählt: Mylius Hamburg, Kirch-Frankfurt a. M., Putlitz-Dresden, Platen-Äromberg und Paul-Berlin. Regisseur Hacker in Darmstadt teilt uns hierzu folgendes mit: „Meine Haltung in der Telegierten-Versamm- lung der Genossenschaft Teutscher Lühnenangehöriger in Sachen des neuen ztontrall-Formulars, ist, wie man mir sagt, nach den l'urzen telegraphische Meldungen nicht überall verstanden worden. Ich erkläre darum, daß ich stets' betonte, in diesem Vertragsentwurf, weder die Erfüllung unserer Erwartungen, noch weniger unserer Wünsche zu erblicken, wohl aber das:enige Maß von Zugeständnissen, welches im Augenblick erreichbar ist. Um diese Vorteile, die bisher und vereinzelt an Hof- und einigen Stadt- Theacern bestanden, auch den Mitgliedern aller anderen Bühnen sofort zu verschaffen und nicht wieder durch Ablehnung des Entwurfes wieder in unabsehbare Fernen zu verschieven, war ich für die Annahme, zugleich aber auch für die unausgesetzte Weiterarbeit zur Erreichung eines besseren Vertrages. Und alles dies in Uebereinstimmung mit meinen Kollegen des hiesigen Ortsausschusses. G. H. Hacker, Darmstadt." — Tbeaterdirekt»r und Kritiker. In Bamberg ist es -wrschen den Redaktionen der meisten Lokalblätter und Theaterdirektor Amalfi zu scharfen AuSeinanoersetzungeu gekommen. Direktor Amalft hält sich über die Rezensionen der Theateraufführungen in oen B-amberger Blättern aus uw) hat mit Platzen tziehnng für die Rezensenten gedroht. Die beteiligten Re-- öottixmen tarnen beni zuvor und verschossen dem Tlxaccr den An- zeigeu- und Textteil. Am Mittwoch fthtte in drei Blättern die Theaterrubrik. — In Darmstadt hat das Preisgericht über die Entwürfe zu einer Erinnerungsmünze der Landes-Au s- ste llu ng entschieden, daß keiner der eingegangenen Entwürfe allen Anforderungen genüge und deshalb l e i n P r c i s -ii verteilen fei. Dagegen sollen die Künstler der drei besten "Entwürfe mit je 200 Mark entschädigt werden — T a s neue 2 5 - P f e n n ig st ü d. Nachdem am 1. De- jCiuber der Termin für die Einsendung von Entwürsen für oas neue 25 Pfennigstück abgelaufen ist, wie die „B. U.-Korrespond/ Cinsechr t Angeboten, lgen u-s. w. auf Sn- mit Buchstaben, uni) emHeuden, machen maus aufmetiiam ns die AnftWgebcr Anzeigen tausig «mr smü. WstMffchüMb, geo ötieien m ZMr i chügeren Papieren, ° Mu.dktbeu.umen tinnro MÄickev uns ewuM Än- Silber ien« AM 1908; thema, das zur Zeit in Ertgland diskutiert würde, das Oberhaus betreffe. Er faßte seine Meinung dahin zusammen: Das Ober- urrverantwoctliche Körperschaft, das keineswegs die ■i» den Montag auM>! ilnna kam wegen t. VHermRestwtu tanmrstattPd" -^ZerBorW^, iI-Witkl« iSÄ »$»■ Mt« ------- 5u -M-- S'l«?*3 Mjgzsteik! 5^ tallissEß?1 leirciw W- bört, das Preisgericht am 15. Dez. im Reichsschatzamte zusammen. Ten Vorsitz des Preisrichterkollegiums wird Staatssekretär 2 y - dow führen. Es sind über 50 Entwürfe cingelangi, von denen jeÄrch viele den gestellten Anforderungen nicht entsprechen und demnach von vornherein vom Wettbewerb ausgeschaltet werden. ES sollen Preise zu 2000, 1500 und 1000 Ml. zur Verteilung kommen. Tie Entscheidung des Preisgerichts durfte .erft im Januar bekanntgegeben werden. — Tie.Feste Koburg in Gefa hr! Wieder soll eine alte deutsche Burg „restauriert" werden. Ter Herzog von Koburg und Gotha will die alte Feste Koburg von Professor Bodo Eb- h a r d c uutbauen lassen. Darüber wird dem Verl. Tgbl. aus Wo bürg gemeldet: Ter Her^zog plant einen teilweisen Umbau der Feste, mn sie einem sürstttchen Wohnsitz um- und auszu^ gcftalieu. Man spricht davon, daß der alte Fürstenbau die lünstige Wohnung sein würde. In bie) em Falle würde aber der Frem- d e n v e r k e h r, nammtlich der Besuch der (allerdings ohnehin historisch zweifelhaften) Lutherzintmer ganz aufhöcen müs en; auch die schönen Sammlungen müßten in einem Neubau oder Ausbau anderer Tratte der Burg oder in der Stadt untergebracht werden. — Kuno Fischers Bibliothek kam am 10. Te^mber bei Ernst Carleoach in Heidelberg zur Versteigerung. Es hatte sich d^zu cin zahlreiches at .d.misches Pubiuum cir.gc unb.n Z hl- reiche Auftrage iageu in d.r ^ano des Versteigerers. Tie Preiso hielten sich in mäßigen Grenzen. Der philosophische Teil der Bibliothek wird im Februar 1909 zur Auktion kommen. — Kleine E !: c u . . u n b t j s e nscha ft. Pro'essor Ehrlich (Frankfurt a.M.) hielt am Freitag in Stockholm ben ersten der drei Vorträge, die anläßlich der Verteilung der Nobclvreste zu halten sind, und zwar über seine Forschungen auf dem (Gebiete der Gift-Immunität. — In der kaiserlichen Eremitage zu Petersburg ist man zufällig hinter gewaltige Fälschungen gekommen. Es envies sich, daß die dov 14 Jahren von A. Basllewsti in Paris für mehrere Millionen Rubel augekauiteu byzantinischen Elfenbein-Schnitzereien zahlreiche wertlose Nachahmungen enthielten. — Einen tuet blich enOpernregrjfcur hat letzt die Wiener Volksoper aufzuweisen; Direktor Simons, der nüber einige Jahre das Mainzer Stadttheater führte, ha: die ehemalige Mimikerin der Hoioper und jpätere Opernsängerin Frll E. Krauß mit bieiev Aurgabe betraut. — Edmond ?Jl o - stands „El) anlecle r", das feit Jahren erwartete Tier-IerS- drama, dessen Erstaufführung iur Mitte Januar m der Porte 2aiiit Martin fe^aesetzl war, ist, einer Meldung des (Sri be Paris zufolge, neuerlich zurückgezogen worden. — Sven Hedirr soll nach einer Meldung aus Ltockholrn bei feiner Rucklehr vom, König von Schweden ben Freiherrn-Titel erhalten. Babel in Offenbach zum AktuariatSassistenten bei dem 2lmtS- gericht Lauterbach. ** Der silberne Sonntag, nach der Steigerung der Wertung der Metalle so benannt — auf Kupfer folgt Silber — war vom denkbar besten Wetter begünstigt. Trotzdem hatten die durch ben Regen der vorhergehenden Tage durck> weicht en Wege die Landbewohner teilweise abgehaltcn in die Stabt zu io Hinten. Man konnte dies besonders in der Zeit von 1—3 Uhr mittags merken, wo der Straßenverkehr besonders in der Neuicadt, Marktstraße und obere: Bahnhofstraße nicht außergewöhnlich belebt war. Mcur drängte sich nid)t so wie am kupfernen Sonntag. In bat Geschäften jener Stadtgegend war aber zu tun, denn bie Leute von brausten, die zur Stadt gekommen waren, wollten bei dem .Herannahen des Weihnachtssestes Einkäufe machen. Stach 3 Uhr wurde es toieder lebhaft wie am Sonntag vorher, weil die Stadtb-ewohncr den Straßenw-'-rkehr verstürl- ten und teilweise auch die Geschäffte aufsuchten, um einzulaufen.. Besonders die SpiLlwarengeschäftc und, da, wo eZ Süßigketteu, Lebkuchen usw. gibt, auch die Spezial-Herrens artikel, die Leder- und Galanteriewarengeschäfte hatten zeit^ weise, wie die Inhaber sagten, mit kurzen Rucken zu tun. Klagen über den schlechieu Geschäftsgang vor Weihnachterr iiberhaupt hören wir aus der Mauufattur-, Wäsche- nnbi Koufettionsbranche, auch die .Herreukleidergeschäste erklären^ schlechten Msatz zu haben. Unsere Geschäftsleute sind in ihren Anforderungen au das Weihnachtsgeschäft von Jahv zu Jahr bescheidener geworden, sie hoffen immer noch in den Tagen bis zuui Feste, wenn auch keine glänzenden, Umsätze, so doch leidlich zufriedenstellende Einnahmen zu erzielen. Wünschen wir, daß der goldene Sonntag und der Heilige-Mend unserer Geschäftswelt manchen Ausfall, den dieselbe bisher in dieser schlechten Saison gehabt hat, ausgleicht. •* Stadttheater. Da? neueste Lustspiel der beiden vcrbünbelen Autoren Blumenthal und Kadelburg die „Tür in8 Freie", geht in der morgigen Abonnementsoorstellung hier zum erstenmal in Szene, Das Stück macht gegenwärtig den Weg über sämtliche deutsche Bühnen — auch in Frankfurt findet dieser Tage die Premiere statt — und wird allgemein als bestes gemeinsames Werk der beiden Versasier seit dem „weißen Rößl" bezeichnet. Der Grundgedanke beS Stückes, baß in einem Stäbtchen burch einen Formsehler eine größere Llnzahl von Ehen als nichtig vor dem Gesetze erscheint, läßt ja die Reihe der heitersten Verwicklungen, Situationen und Szenen vorausahnen, die die Verfasser auch wirklich geschaffen haben. Schon heute sei auf die beiden Vorstellungen des kommenden Sonntags hingetviesen, die in zwei Vorstellungen des wissenschaftlichen Theaters „Urania" in Berlin etwas ganz besonderes bieten. Am Nachmittag wird bei kleinen Preisen „Im Lande der Miller- nachlsjonne" gegeben, am Abend bei gewöhnlichen Preisen „Frühlingstage an der Riviera". Wir kommen noch auf das mteresianle Gastspiel zurück. ** K u n st o e r e i n. Einige, erst feit gestern neu ausgestellte Bilder bleiben nur nych bis zunt nächsten Donnerstag ausgestellt, um an deren Stelle wieder neue Bilden bringen zu llinnen. Auch die beiden Bilder von Richard» Kaiser (München) bleiben nur solange ausgestellt. —< Da die Ziehungsliste von der am Samstag vorge- nommeiten Verlosung von diesem Jahre ab in anderen Weise verausgabt wird, kann das Resultat heute nicht gegeben werden. ** 2)ec Kron ba uer'sche Quartett-Verein beging am SamLtag sein 3 2. Stiftungsfest in althergebrachter Weise durch Konzert und einem sich daran schließenden Festessen. Schon seit Jahren wurden zu ersterem, stets mit schönem Ersoig, junge Kunslbeflissene hmzugezogen, denen Provinzial-Ansschuß vcr Provinz OdertzeFen. 2. Gießen, 12. Dezember. In der Sache: Bürgermeisterwahl zu Aulen- d i e b a ch hatte bereits am 28. November ds. Irs. Verhandlung vor deut Provinzial-Llusschuß stattgefunden, die Entscheidung war jedoch behufs Vornahme weiterer Erhebungen ausgesetzt wordcn. Heute wurde nun zum Scl)lusse verhandelt. Tic Verhandlung ergab folgenden Sachverhalt: Am 1. August ds. Js. fand Bürgermcifterwahl zu Aulcndiebach start, bei der Otto Bvlitsch 40 und Beigeordneter Bähr 38 Stimmen erhielten, so daß Bvlitsch als gewählt erschien. Gegen seine Wahl reklamierte jedoch K. L. Nagel, indem er bck)auptete, es feien Wahlbeeinflussungen vorgekommen und Bvlitsch sei gar nicht wählbar, da er nicht seit dem 1. April des der Wahl vorausgegangenen Rechnungsjahres gemeindesteuerpflichtig gewesen sei. Der KreisauLschuß deS Kreises Büdingen erachtete in seinem Urteil vom 1. September ds. Js. die Wahtbeeinflussungen als nicht erwiesen; wohl aber erkannte er den anderen Rekla- mationsgruud als berechtigt an und erklärte deshalb die Wahl Bolitschs für ungiltig. Außerdem aber nahm der Kreisrat Veranlassung, die Wahl wegen der mangelnden Lteucrpflicht zu beanstanden. Der Kreisausschuß entsprach durch ein weiteres Urteil vorn 29. September dieser Beanstandung, indem e&-bic Wahl aufhob. Gegen bcloe Urteile verfolgte der Anwalt Bolltfchs Rekurs an ben Peoviuzial- Ausschuß, wobei er die Steuerpflicht nachKUweisen suchte. Wenn auch feststebt, daß Bvlitsch tatsächlich Steuer bezahlt hat, so war ooch der Proviuzial-AuSschuß der Ueber- zeugung, daß er hierzu nicht verpflichtet war. Er mutzte deshalb den eingelegten Rekurs verwerfen. Heinrich Stock zu Mvgen ist am 9. Mai 1908 mit einer Stimme zum Beigeordneten von Rödgen, Kreis Friedberg gewählt worben. Da Stock einer der Führer der sozialdemoiratischen Partei in Rödgen ist, nahm der Großh. Kreisrat Anstand, die Wahl zu bestätigen und der Krciscrus- schuß des Kreises Friedberg versagte aus diesem Grunde der Wahl die Bestätigung. Gegen diese Eillschcidung richtet sich der heule zur Beryandlung stehende Rekurs. Dieser war jedoch ohne Erfolg, denn der Provinzial-Ausschuß tarn zur Bestätigung des erstiusttmzllchcn Urteils. — lieber die Beschwerde des .Heinrich o t d c£ zu Rödgen, Kreis Friedberg, gegen den Polizeidiener Fink daselbst, wurde nicht verhandelt, da Stock den von ihm eingelegten Rekurs zu- rücknahl«. jM—■—■IIII TMiiw—e—■am.Jiwiwi wniii^—mfcauggaaCTa Gietzener sLcrdrLhecrter. Die Puppenfce. Von I. Haßreiter mid F. Gaul. Musik von Jos. Bayer. Die große Entwicklungsfähigkeit des schauspielerischen Ausdrucks und die damit Hand iu Hand gehende Vertiefung des ftummcn Spieles, haben neuerdings eine Wiedcrbelevung der alten Pantomime, des Gebärdcnstückcs hervorgerufen, und wechseln)Eten) ist damit wieder die darstellerische Fähigkeit des lebendigen Wrpers ausgcstaltet worden. Solange wir aber noch keine vollkommen ausgebildete Gebärdensprache haben und solange eine Bühne nicht über durchaus sichere Gebärdenspieler verfügt, solange wird sich das stumme Spiel nur mit Der Wiedergabe von leicht verständlichen, womöglich humorvollen Vorgängen befdxiftigcn dürsen. Diesen wesentlichen Bedingungen entspricht die P u p p e n f e e mit ihrem heiteren, vergnüglichen Vocwnrf vollitändig, und sie rmM deshalb immer wieder fteudige Aumahme, was die zahlreichen Aufsührungen, die Jahr für Jahr an den auswärtigen Buhnen ftattflnben, hinreichend beweisen. Tie Gepflogenheit, dieses Tür die Weihnachtszeit allerdings sehr geeignete Werl, wahrend der Adventswochen herauszubringen, hat dazu beigelragen, cs als Kinderstück zu betrachten, obgleich cs auch für jeben Erwachseilen, mit Gebanken schwer Belabencn, vergnüglich anzusehen ist. roie gestrige Aufführung, zu der mit recht erheblichen Kosten c;nc vollständig neue, unter Leitung von Direktor Steingottcr m den Werkstätten des Theaters angefertigte Ausstattung beschafft werden war, fand denn aud? ungemein lebhaften Beifall und zeugte wn einer sorgfältigen, eingehenden Vorbereitung. Tie meckanifchen Einrichtungen und die Tischlerarbeiten waren nach Angaben und unter Leitung des Theatermeisters Hermann Jenny angefertigt, die Versatzstücke nach Entwürfen des Theaternialcrs Kar! 'us beioabercn törni ldlgl. irfoföf, JBiiatht 01011! imMJiehen. Die Srientfrage. Dura-die Bvykottbcweguna der Türken gegen Oesterreich waren bie Verhandlungen Ccftericirfy Ungarns mit der Türkei zur Erzielung eines Einverftandnisscs wegen der ^üiiieyion von Bosnien und der Herzegowina ins Stocken geraten. Aus ernste Vorstellungen Oestcrrciä.'S in Uvnstantinopel hatte die Pforte schließlich er- klärt, daß sie alles aufbieten werde, um dem Boukolr zu steuern. Ocstcrreiw-Ungarn l>rt sich hierauf nun bereit crE.irt, die bishet> unterbrochen gewesenen Verhandlungen wieder auszunehmen. Der Sstrerrcichisch-ungarische Botschafter in Üvnstantinvpel hot demnach die entsprcchendeii Weisungen erhalten. ES würde wohl allenthalben lebhast begrüßt werden, iixiut die bald zu getvär- tigenden Verhandlungen zu vi'llem Einvernehmen führen und in gleichem Schritt auch die wirffchaftll^hen Beziehungen wieder in ihr normales Gleis zurück kehren würden. Tas Wiener F-remdenblatt fchildert den augenblicklichen Stand der Tingc folgendermaßen: Älan steht in der Behandlung der Orientangelegeiiheit vor einer unfertigen Situation, an deren Beendigung in ftredlichcm Sinne von oen zunächst in Betracht Eomnrcnbcn Faktoren, nämlich den Kabinetten von Wien, Petersburg und Konstantinope!, eifrig gearbeitet wird. (D wäre nickst zu rechtfertigen, luenn man auf die ungünstigen Äi-omeiite in der Situation mehr Gewickst legen wollte als auf die günstigen, zumal gerade in diesem Augenblick die günstigen tveit überwiegen. Die Verhandlungen mit der russischen Regierung nehmen ihren vegiilären Fortgang und in Petersburg tvirb ausdrücklich betont, daß man bat wn der österreichischen Regierung vvrgeschlagenen Weg -rnv "Regelung der Balbanfrage aiurchmoar finde. Ebenso hoffnungsvoll steht cs, wie aus bau heutigen Kommunique der vskrrcichisck>-uilgarischeii Regierung hervvrgeht, mit den Beziehungen zwischen Oestcrceich- llnglrrn Mld der tückischen Regierung, die, da der österrcicksisch- ruigaliscke ^bvtfchafder in Konstantinopel verbleibt, nickst von der Gcftchr deS Abbruches bedroht sind, und denen die Tatsache -m- gutr ßornant, daß keiner der beiden Teile estren intransigenten Standpunkt cinnunmt Insbesondere hat die türkische Regierung die feste Absickst, soweit cd an ihr liegt, bie Hindernisse zu bc- icitigeu. bie bisher für den Fortgang der Verhandlungen aus der Boyiottbcwegung entstunden sind. Die osterreick).isck>-ungarisck>c Regierung, welche bie fdpvicrigc Situation nicht verkennt, in der die Pforte sich dem Boykott gegatuoci befindet, iviro die Pfirvlc nur im Rahmen her chr aus oen Kreisen unseres Handels unb unserer Industrie zubmrmenden Reklamationen verantwortlich machen, doch mirb ihre Tätigkeit juguuücn dieser Reklamationen nicht als politische Aktion, sondern nur als pflichtgemäße Wahrung des den Pwduzenten uno Erportcuren gebührenden Schutzes auj- i,ufassen sein. Was die Forderung onbclangt, daß Qcstcrrcich- Ungarn einen Teil der türkischen Staatsschuld überiichmcn solle, so ist zwar der ablehnende Stcuidpunkt der österrcick)lsch-ungarischen Regierung in diesem Punkte bekamst, doch weiß die Pforte, daß sie dafür in un]ercm eventuellen Entgcgeukommen auf staats- linanziellem und wirlidMfllicyeni Gebiete eine angemessene Entschädigung erwarten Eanu. Tas „Fremdendlatt" verurteilt sodann die FÄsckmngcn und Verhetzungen der englischen Presse, deren Tätigkeit chic unberechtigte LlöngUichkeit unb Ungeduld der öffentlichen 9Ncinuug -uzuschreiben fei, und die sich in Viesern Falle nicht einmal darauf berufen könne, die englische ösfMlichSi Meinung, noch weniger aber die Auffassung dec englisd>en 9ic- gieruiig ru vertreten. wisse» Bö Telephon 466 Grosse Auswahl in BILDERN .gerahmt und ungerahmt CARL LUDWIG LEIB KUNSTHANDLUNG Kirchstrasse 2 Ver^olderei Dv/n Bilder- Einrahmungs-Geschäft 22 Ortsfremden1 3,45 »/«. Wetter Bed. Himmel E 8 , 12. Niedrigste bekannte und von Gießen 1(1) 1(1) 1 1 KD 4 6 1 Kl) Dezember 1908 KD 1(1) 1 Vieselbach, Gelnhausen. — Annerod, 12. Dez. X Lumda, 11. Dez. Unser kleines Dorschen, das sich durch den Bahn- und Jndustrreverkehr vor allen umliegenden Ortschaften emporgeschwungen hat, verdient mit Necht, auch nun durch die neuerbaute Seilba hn, die am hiesigen Bahnhof mündet, die Schwester von Mücke genannt zu werden. Verkehren doch hier nicht weniger als sechs Ortschaften, die am hiesigen Bahnhof aus- und einladen. — Endlich ist auch die von Metzgermeister Wilhelm Rau nachgesuchte, aber schon angefochtene Wirtschaftskonzession vom Kreisausschuß genehmigt worden, was hauptsächlich von Fremden freudig begrüßt wird; ist doch manchem, der schon jahrelang hier verkehrt, sein Wunsch nach einem warmen Frühstück erfüllt feine Pflicht verletzt haben, wenn er die Verlesung der Briefe nicht beantragt hätte, er lehne auch jede Erklärung Tr. Bopp gegenüber ab. DaS Urteil d^S Kriegsgerichts lautete dem Antrag des Aicklägers gemäß gegen Leinowebor auf 51/» Jahr- Zuchthaus und 6 Monate (Slptierlujl, gegen Bässcrmann auf Schwurgericht gestellt wird. London, 14. Dez. Nach einer Konstantinopeler Meldung des Daily Telegraph verlautete in diplomatischen Kreisen, daß Oesterreich der Türkei eine Summe von 40 Millionen als Entschädigung für die Annexion Bosniens und der Herzegowina angeboten habe. Der gestrige Ministerrat habe sich bereits mit diesem Vorschläge befaßt und die Summe für ungenügend erklärt. lammen. e— ------ - ------T . englische schwer beschädigt wurde und auf den Strand lief. Paris, 14. Dez. Die Petit RepnbUque meldet aus London: Gestern abend traf in Grimsby der^aus Antwerpen kommende Dampfer Ashton ein. Das schiff hatte 5 Tote an Bord und zwar russische Israeliten. Die Ursache der Todesfälle konnte noch nicht fest gestellt werden und dem Dampfer wurde daher die Einfahrt in den Hafen nicht gestattet, da man befürchtet, daß es sich um Cholera Kinder Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr handelt. , Paris, 14. Dez. Petit Parisien will erfahren haben, daß Präsident Castro in Berlin Verhandlungen einleiten werde, um Deutschland zu bewegen, bei .Holland wegen Aufhebung der Blockade der venezolanischen Küste zu intervenieren. Auch soll Castro beabsichtigen, eine finanzielle Transaktion einzuleiten. Paris, 14. Dez. Der Untersuchungsrichter ist von der Schuld dec Frau Steinbeil überzeugt und wird verfügen, daß sie wegen Beihilfe bei der Ermordung ihres Mannes vor das Vermischter. • Groß* und „Zevpelrn". Am Samstag unternahm da§ Luftschiff „Groß" seinen ersten Aufstieg nach dem Unsolider es in der Nacht zum 12. November zu unfreiwilliger Landung' auf der Insel Wollin gezwungen hatte. Das Lustichiff ft reg mit rein dynamischer Kraft auf^und manövrierte m einer Höhe von 250 Metern dreiviertcl stunden lang. Die Uebungsfahrt biente dem Erproben einiger Apparate, die m einzelnen Teilen Aenderungen und Verbesserungen erfahren hallen. Die Landung verlief glatt. — Der ,Z eppe 1 in III- nähert sich auf der Werft in Manzell seiner Vollendung. Als Station ist Wilhelmshafen in Aussicht genommen. Kleine Tagcöärrorirk. . Vor einem Kaufhaus in Berlin wurde einer Dame au§ Dresden gestern im Gedränge von einer anderen mit dev Hutnadel das linke Auge aus gestochen. . Tie Sammlung en für Radbod haben dror 1200 000 Mark ergeben. Vorläufig sollen 20000 M, als Wechnachtägabe MeteoroLogische Beov^chtuugen der Station Gießen. worden. Y B -r. Merkenfritz, 13. Dez. Eine seltene Sehenswürdigkeit brachte die Bewohner unseres Dorfes heute morgen gegen V27 Uhr auf die Beine. Mitten in unserm Ort war nämlich ein riesiger Luftballon an den Telephondrähten hängen geblieben. An dem Ballon war zu lesen Mainz-Wiesbaden, ein Zeichen, daß er vermutlich zu der rheinischen Luftschiffergesellschaft gehört. Von den Insassen fehlt jede Spur. Da viele Aesle und Zweige an dem Ballon hängen, so nimmt man an, daß er in einem Walde In dem Ballon sind eine Menge LebenS- Nach einer Meldung von 6 Monat GesärMis und 2egrti>atwit giyidtocbef tritt er und Bielrrr wurden sreigesprochen, ine Dvagviter zu - 4 Mmiaten Gefängnis verurteilt. dadurch Gelegenheit geboten wird, wenn auL nur im geschloffenen Kreise, sich einem großen musikaliswen Publikum vorzustellen. In diesem Jahre wurde den Zuhörern eine ganz besondere Ueberraschung zuteil, eine junge Geigerin, die sich erst vor ganz kurzer Zeit den Titel Fräulein erworben hatte, zeigte sich als fast ganz fertige Künstlerin. Fräulein Bertha FuchS, die Tochter eines höheren Staatsbeamten in Darmstadt, eine Schülerin des dortigen Konzertmeisters G. Havemann. Trotz der Jugend besitzt die junge Künstlerin nicht nur eine ganz eminente Technik und ein zuverlässiges Gedächtnis, sondern auch ihre Tonbildung und Vortragsweise verrieten gereiftes Können und Verständnis. Sie hatte in Professor G. Trautmann, dem Dirigenten des Vereins, einen ausgezeichneten Partner am Klavier, so daß das Konzert A-moll von Mozart, ein Schlummerliedchen von Have- mann und ein Spanischer Tanz von Brahms mustergiltig dar- geboten wurden. - Das Weihnachtskonzert des Kruse'schen Musikinstitus in Steins Saalbau hatte sich am Sonntag Nachmittag eines sehr guten Besuchs zu erfreuen. Die kleinen, teilweise noch sehr kleinen Musikanten spielten sehr eäakt und ernteten lebhaften Beifall. Ernste und heitere Meisen wechselten sehr stimmungsvoll ab und bewiesen eine tüchtige Schulung. In der ersten Hälfte des Konzerts hatten die Zuhörer noch den seltenen Genuß, drei Violinsolts von Herrn Willy Kruse, Kgl. Kammermusikus in Kassel, vorgetragen zu hören. Besonders eindrucksvoll war das Engellied von Bra ga. Herr Kruse verbindet mit einer glänzender Technik alle Vorzüge eines feinsinnigen und tiefempfundenen Vortrags. Der stürmische Applaus, der dem Künstler zu Teil wurde, veranlaßte ihn, als Zugabe ein Nocturno von Chopin zu spielen. Eine Weihnachlsbescheerung unter dem brennenden Christbaum beschloß das Weihnachtskonzert. •* Güterschlächter in Oberhessen. In dem Bericht des .Gieß. Anz." über den Güterhandel in Oberhessen heißt es, „es läge dem Referenten Dr. Usinger ein Vertrag vor, den em Notar spät am Abend geschlossen habe". Um Mißdeutungen vorzubeugen sei mitgeteill, daß es sich dabei um keinen hessischen Notar handelt. ** 5)ess. 5lütten vc feilt. Die „Darmst. Jtg." schreibt offiziös: In den (Erörterungen der Presse über den Verlauf der am 6. d. M. dahier stattgehablxm Hauptversammlung des 5^essischen Landesverbandes des Deutschen Flvtten- vereins ist dem Dankschreiben des Staatsministers cm den Vorsitzenden des Landesansschusses mehrfach eine durchaus unrichtige Bedeutung beigelegt worden. Eine Teilnahme der Minister an den Versammlungen des Hessischen Landesverbandes war seither nicht üblich. Wohl aber haben die Vorstände der Lokalverwaltungen oder deren Vertreter den an sie ergangenen Einladungen zu den Versammlungen Folge geleistet. Von dieser Hebung gegenüber den regelmäßigen Jahresversammlungen des Landesverbandes abzugehen, erschien den Ministern um so weniger veranlaßt, vpp und dem VerhandlungS- slihrcr, Kriegsgerichtsrat •Obenaner, sowie dem Vertreter der Anklage, Kriegsgerichtsrat Koch, ;u erregten Auseinandersetzungen. Tr. Bopp k,atre kritisiert, daß mel-rere Briefe Bassermanns an die Braut Leinewebers, Fräulein Selma Haas in Hannover, zur Verlesung gebracht wurden, die nach seiner Ansicht nur gc« eignet waren, ihn als Verteidiger in den Äugen brö Auditoriums lächerlich tzu nrachen; auch Halle er deut Vertreter der Anklage „aggressives Verhalten" gegen die Verteidigung vvrgeworfen. Sowohl der Vcrharldlimgssiickr.r wie der Antlagevertreter wiesen diese Vorwürfe zurück, striegsgerichtsrat jdoch erklärte, er müsse energisch die Unterstellung Kw.ückweisen, dah er der Verteidigung gegenüber ,^rgresfiv" geworden sei. Dluf penonliche Empfindlichkeiten des Dr. Bopp könne er keine Rücksicht nehmen; er würde 13. Dez. = + 6,3'C. 13. , = + 3,30 C. verteilt werden. In Berlin wurde der falsche Graf Kal.kn e.uth,. em! ehemaliger Kellner und Zuhälter, verhaftet, der sich Tur einen löusarenoffizicr ausgegeben und mit einem wohlhabenden Mädchen verlobt hatte. verunalückt ist In dem Ballon sind eine Menge Levens-1 In Herrmanftadt (Siebenbürgen) wütet cme große mittci; ®rot, ftäje, SBein ufw. Nach einer Meldung von - h »Lu s ep^d e m r dM ^'En^er ^nbueg-Amerika. Wagners Tel. Korr.-Bureau wurde der Ballon bei einer ain L$nie teilt die Gesellschaft mit, daß es sich um Fahrtausweise von Samstag von Wiesbaden aus unternommenen Nachtfahrt im ^ländischen Eisenbahnen im Wert von etwa 10 000 M. handelt, g^bcl durch eine Boe auf die Erde geworfen, wobei beide Tie deutsche Galeasse „Zwei Brüder ist vor San dH am, 3nfan«n, Hauptmann Eberhard und Herr Rraufe au- - E e. Wiesbaden hinausgeichleudert wurden. Beide blicjcn un- pEeler Vorstadt Lacken wurde wegen Unregelverletzt. Der Ballon entflog in nordöstlicher. Richtung. Mäßigkeiten in der Gemeinde-Verwaltung eine gericht- Dem Äi'ffinder stellt eine gute Belohnung in Aussicht. Iliche Untersuchung eingeleitet. nf irihnA 11 d r heutigen Stadtver- Bei den Londoner Verwaltimgsbehörden der BezirtoWest- Ofsenbach, 11. Dez. ö r « n Ul I . Pcglar und Stcpney, wo in den letzten beiden Jahren ordnetensitzung kam es zu lebhaften Klagen uver oeni Gemeindebeamte wegen Unterschlagungen verhaftet worandauernden Zuzug russischer und galizischer iu*|j}crt waren, kam man neuen Unterschlagungen auf die Spnr^ discher Arbeiter, die zum größten Teil weder in sani-1 Mehrere Beamte begingen Selbstmord, andere flohen. «r»n-ch in fei».« B-zi-hung ihrer tragen. Die Redner aller Parteien waren der Ansicht, daß ranui,u__/-. unter Vermeidung aller Härten jetzt einmal energisch einge- ZptzHlLM ÖCV DCtCilligtClt StOtttfUttCr Stabtti)C(ltCr, schritten werden müsse, um weiteren Zuzug zu verhindern. I vyernhaus. Auch die hiesigen Gewerlschaften haben sich bereits mit dieser Montag den 14.Dez., abds. 6 Uhr: „Hänsel u. Gretel/ Hierauf: A-rage befaßt. „Karneval in Venedig." Dienstag den 15. Dez., abends 7 Uhr? () Marburg, 13. Dez. In einer heute abend in „Prima-Ballerina/ den Stadtsälen abgehicktcncn überfüllten Slltdenten-Ver- Montag den 14. Dez. : „Der kleine Landprediqer/ Dienstag anmilung lvurde nach den ReseraE eines nau) Prag ent- Der : ,Dcr kleine Landprediger. Anfang jedesmal abends sandten Marburger Studenten und der Professoren Geh.- 6 • Rat Fischer und Heymann eine Sympathie-Kundgebung ,, - --- "-1 -= für die deutschen Studenten in Prag beschloffen. Uebersichl derTodesWe i. d.Stadt Sieben. Nachba r ft a a t c n. In Münster (Kr. Friedberg) wurde Herr h,^rLahl^angenmn!nen^ IlÄoA^'m wlilitär.) baueS begeht am Dienstag den lö. Dezember d. I. Kreisstraßen-1 ® mciitcv Hch. 93 r a u n zu Als-eld. . ftarben an; Zusammen: Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke 915 743,8 5,5 5,2 77 g»5 744,0 4,5 5,5 87 16 745,3 6,0 6,8 97 Höchstl Temp natur Im 1< ; bis Amtlicher Teil. 09828 Das nützlichste Bekanntmachung SINGER 4.25 maschinell’ 5.50 7.50 7098 Bitt« Seb. 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Kinder nn vom ensjahr: 2.-15. Ich Betak,r»rr»,achuttg. Der Voranschlag der Gemeinde Lollar füc 1909 Nj. vom 16. Dezember b. I. an 8 Tage zur Einsicht der Peddig- und Weidensessel, Schreibsessel, Blumentische, Ständer, Büstenständer empfiehlt 16936 in denkbar großer Auswahl..zu Stimmen Reparieren Polieren Besonders preiswert: Eleganter Damen- und Herren-Schirm, aus la. halbseid. Tafft, mit halbseid. Futteral, elegantem Natur-Griff . . Aeusserst solider Schirm, aus la. halbseid. Tafft, mit seid. Futteral, hochelegantem Griff......... Bester reinseid. Schirm, aus la. Sarah., seid. Futteral, sehr elegante Form, feinster Naturstoek....... Damen-Schirm mit bunter Kante, Baumwolle-Tafft . . . . Damen-Schirm, halbseid. Satin, mit bunter Atlaskantc . . • Damen-Schirme, hochelegante Stoffe mit Streifen oder elegant. ........................bls Bekannlmachuug. Das städtische Tiesbauamt ist tuegeu Umzugs am nächsten Montag und Dienstag, den 14. und 15. Dezember, geschlossen. Von Mittwoch, 16. Dezember ab befinden sich die Diensträume des Ticfdauanits ini Hause Asterweg 0. Gießen, den 10. Dezember 1908. Großhcrzogliche Bürgermeisterer. Mecum. ___ Delranntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung tzarbwald. Samstag, den 19. Dezember 19 08 findet an Ort und Stelle die Versteigerung der Massegrundstücke obengenannter Feldbercinigung statt. . „, . «. Zusanrnicnkmtft vormittags 10 Uhr an der dtrctsstrage nach Rabertshausen am Rabertshäuser Dang. Büdingen, am 9. Dezember 1908. Der Großherzogliche Jcldbercinigungstommipar. Tr. Go erb, Regierungsasscssor.______________ Zekanntmachung. Netr ' Feldbercinigung in der Gemarkung GöbelMÄ»,' hier die Arbeiten des II. Abschnittes. In & ZZ^om 15. bis einschließlich 29 Dezember 1908 liegen auf dem Gemeindehaus zu Göbelnrod dre Arbeiten des II. Abschnittes (Lefibstandsausnahmc) der dtldberernignng rob und zwar: 1 1 1 Band Dcsihstandsverzeichnis, 2. 2 Bände Gütergcschosse, 3. 1 Heft Zusammenstellung der Gütergcschosse, 4*. 38 Blatt Bonitterungslarten gut Emsicht der Beteiligten offen. Termin zur Entgegennahme etwaiger Einwendungen hiergegen und eventuell Wahl eines Mitglieds zum Schiedsgericht smdet da- selbst {11to0# den 30. Dezember 1908, vormittags von 9 — 10 Uhr, wozu ich die Beteiligten mit dem Änfügen einlabe, daß die Richt- erscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen„sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufasten und zu be- QTiingerLtcbberg, den 11. Dezember 1908. Der Großhcrzogliche Feldbereungungslommstsar. 5t, r n v c v g c f, i'»roüh. SirHennitntann._______________ Wir machen hierdurch daraus aufmerksam, daß Einzahlungen aus den Geschäftsanteil bei unserer Bank nur dann für das nächste Jahr dividendeberechtigt sind, wenn sie vor dem 1. Januar 1909, also spätestens am 31. Dezember a. c. vormittags an unserer Kasse geleistet worden sind. Gciverbcbank zu Gießen tv., e. G. m. u. H._________ SS ’SHKtoKn unb Sufebetfen angebracht wurden, ohne W umer Vorlage der Pläne die nach 8 13 der.Polizeiverordnung noml August 1904 vorgeschriebene Genehmigung emgeholt worden ist. Wr machen SgMmcr und »anSwerter barauf baf? sie sich slraibar machen, wenn ne nicht genehmigte Entwafier- ungsanlagen oder Aendernngen zur Ausführung bringen Innen ^"^Gchfzew'den 3. Dezember 1006. . B®/ls Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gietzctt. J^V.: Keller. _________________ und. X^ebertnran Emulsion aus der Central-Drogerie sind von besonders mildem Geschmack und daher leicht zu nehmen. [6526 Emil Karn, ScttMe. Tagespreise empfiehlt [5n6 J. Hanke!, Neueubäue7._____Telephon 612. Weihnachts-Preise. Bis Weihnachten Lebe auf sämtliche Waren bei Barzahlung ===m Rabatt^ füS. ^K-nn^ gegenüber der Stadtkirche Versteigerung. Mittwoch, den tti. Tczbr. I. 3., nachmittags 3 Ubr, sollen im städtischen Psandlokalc, Settersweg 11 dahier, eine Anzahl Mobillargegenstände, wie: I'«» Schränke, stommoben, fische, Sofa s Schreibtische, Sekretäre, 1 Busset, 2 Spiegelschrante, em Kassenschrank,6Nolleiii;lnoleum u. p. A. versteigert werden. G e m mecker, Psanomeister. durch ID’/» Md. Molph Großh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg. u. Reparatur werksULtte. Seltersweg 01 To^es-Anzeige, Heute abend Uhr entschlief nach kurzem Krankenlager unser guter Onkel und Grossonkel Theodor Dürbeck, Privatier im 79. Lebensjahre Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Dürbeck- Giessen, den 12. Dezamber 1908. Die Beerdigung findet auf Wunsch des Verstorbenen Dienstag nachmittag 3 Uhr in Kirtorf statt. !-tnc yyttmo; tlattiw ($1(1161' »ivrima viltscha Sirrigpl für die Lertag UIrrste svi' an«^5 tut 6" tnrvo' FiSeaie Giessen Andreae