Nr. 284 Le: (Siebener Anzeiger er|d)cmi täglich, außer EonnlagS. - Beilagen: Die: mal wöchentlich SietzenerZamUienbläller, »ivcmtnl n>ödieiUl.Ktel$= blatt für een Kreis Sichen (Dienstag und Urei tag); zwennal moimtl tanb» wlrtfchaftllche Seitsragea Kerntpiech - Vimchlüfle: füi die iHeöaftioti 112, Verlag u. Expedition 51 Ad, eile tüt Depelchenr Anzeiger Gießen. Annahme von flnjetgcti füi die LageSnuminer bis ooninllags 10 Uhr. Mittwoch 2. Dezember 1908 Erstes Blatt 158. Jahrgang 9 vezugSpret 5: monatlich 75Pi., viertel- fährlich 'Dlt. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Bi.; durch die Poft Alk. 2.—viertel- fährt, ausfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lotall513U ausioans 20 Piemnq. Beran« wort ltch tüt den polmirben Teil« tu, .Feuilletons und -Vermischtes^: Ernst Anderson. tüt ,Stabt u. xinnb" und.Gerichts- Gietzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen No-aNonr^rvS vnd Verlag der vrkihl'schen Univ.-Buch- und Steinöruuerei R. Lange. Redattion, Expedition und Drutfcrcf: Zchulstrahe 7. Anzeigenteil H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt IV Seiten. Line aktuelle Umversitätösrage. Don Professor Dr. M. Bier mer-Gießen. Wer die Veränderungen im Lehrkörper unserer Landes Universität mit Aufmerksamkeit vcrsolgt hat, dem muß aus fallen, daß jo viele Professoren, die eingestandenermaßen sich in Gießen besonders wohl fühlen, ihr Verhältnis zur Studenten' und Kollegenschaft und die freie Selbstverwaltung der Hochschule nicht genug zu rühmen wissen und sich auaj in materieller Hinsicht als leidlich zufrieden erklären, trotz- detu Berufungen nach auswärts ohne allzu große Bedeuten Folge geben. Die hessische Landesuniversität, die sonst mit den Schwesteranstallen den Wettbewerb ganz gut auszuhalten vermag, zeigt, was die Beharrlichkeit ihres Lehrwr- pecS aiiberrijft, den ^nkurrenlinnen gegenüber wenig Wider- standsfahigkeit. Es gilt dies namentlich den preußischen Universitäten g genüber, obgleich deren Autonomie in den lebten Jahrzehnll.it bedenklich gelitten und man ihnen einen wenig beliebten Kolleggelderabzug, den Hessen nicht Fetinf, au|« gezwungen hat. Man wird vielleicht sagen, ein größerer Wechsel im Personalbestand schade gar nichts. Er wirte wie ein rationeller Fruchtwechsel oder, um ein anderes Bild zu brauchen, wie eine zeitgemäße Blutaussrischung. Das rst indessen nur cum grano salis zutrefsend. Nicht jede Verjüngung ist auch eine Verbesserung. Unter sonst gleich- üleibenbtn Verhältnissen verlieren wir meist gerade unsere besten Kräfte, erprobte Forscher und Lehrer von anerkanntem 9iu|e, und müssen uns mit jungem, weniger geschultem Ersatz behelfen, der zudem, wenn die Auswahl wirklich gelungen war, nach wenigen Jahren uns wieder abspenstig gemacht wird. Die Sage der Universität ist in dieser Hinsicht eine ähnliche wie die eines mittelstädtischen Theaters unter strebsamer Leitung und mit tüchtiger Besetzung der Hauptrollen. Der Theaterdirektor, mag er sich noch so viel Mühe geben, kann gerade seine fähigsten und beliebtesten Mitarbeiter auf die Dauer nicht halten und muß immer wieder einen talentvollen Nachwuchs heranziehen und ihn für Andere vorbilden. Wie es beim Theater ist, so ist es auch bei der Universität. In beiden Fällen wird durch den fortgesetzten Perfonalwechsel hauptsächlich die Hörerschaft geschädigt; dort das Publikum, hier die Studentenschaft und damit das zukünftige Beamtentum. Ein größeres Beharrungsvermögen und eine stärkere Bodenwüchsigkeit wären entschieden vorzuziehen. Tie Wissenschaft ist zwar international, ebenso wie die Kunst, aber gerade eine Landesuniversität muß besonderen Wert darauf legen, daß ihre Dozenten mit Land und Leuten enger verwachsen, mit den Starnmeseigentüm- lichkeiten vertraut werden und eine gewisse lokale Tradition auf kommen lassen. Alles das wird ungemein erschwert oder ganz unmöglich gemacht, tvenn die Hochschule nur eine rasch erledigte DurchgangSstation für zugkrästige Gelehrte bildet. — Fragt man nun nach den Ursachen der verminderten Widerstandsfähigkeit der Lndoviciana den Verlockungen von auswärts gegenüber, so verdient eine, die dem großen Publikum schwerlich bekannt fein dürfte, besonders heroorge- hoben zu werden. Es sind nicht etwa, jedenfalls nicht in erster Linie, die höheren Gehälter und sonstigen Neben- bezüge privatwirtschaftlicher Natur, die den Professor, der einen Nnf erhalten hat, veranlassen, ihm Folge zu geben. Besitzt ja auch die hessische Regierung einen Dispositionsfonds zur Erhaltung hervor.agender Lehrkräfte. Er ist allerdings recht knapp bemessen, aber das Ministerium macht von ihm, wenn irgend möglich, regelmäßig einen freigebigen Gebrauch. Außerdem weist die Gießener Universität in ihrer blühenden Entwicklung, zentralen Verkehrslage, reizenden Umgebung, in der koUegialischen Harmonie, der weitgehenden Selbstverwaltung und, dank ihrer ausgezeichneten Beziehungen zum ganzen Laude, mancherlei Imponderabilien auf, die sich in Geld allein kaum meßen lassen. Aber — und das ist der springende Punkt — die UuiversitütSprofessoren in anderen Staaten, namentlich in Preußen mit feinen zehn Universitäten, zu b^en noch als elfte die Straßburger mit ähnlichen Satzungen-hinzukommt, haben occDTteftc Rechtsverhältnisse, die um vieles günstiger sind, als die in Hessen. Sie entsprechen durchaus der Eigen- art dieser Beamtengruppe und ihren Bedürfnissen. Man darf niemals übersehen, daß, dank der Freizügigkeit der Universitätslehrer, die Professorenschaft mit den übrigen Beamtentategorien nicht ohne netteres verglichen werden kann. Einmal besteht zwischen den Univerjitätsstaaten ein lebhafter Wettbewerb, und dadurch bekommt der Professor etivas Internationales. Zum anderen ist es bedeutsäm, daß mau anderswo dem Universitätsprosessar im I tteresse der Freiheit der Wissenscl)aft gewisse Privilegien unbedenklich zugesteht, die man anderen Beamten versagt. Dafür ist ja auch die Professoren-Karriere eine sehr beschränkte. Mehr als Ordinarius kann selbst bet Tüchtigste nicht werden. Er bleibt zeitlebens in einer bestimmt en Rang- und Gehalts- klasse stecken. Gleichsam als Entschädigung hierfür hat man in Preußen den Professor ’jiix unabsetzbar erklärt, ebenso wie die Richter, und läßt ih:st außerdem das volle Gehalt, wenn er dienstunfähig wird. In Hessen kann er, wie jeöer andere Beamte auch, pensioniert werden. Muß ein Professor ans irgend welchem Grunde seine Lehrtätigkeit vorzei.ig aufgeben, so verliert er seine Kolleg- und Examensgelder und außerdem einen Bruchteil seines Gehalts. In Preußen bezieht er für alle Fälle das volle Gehalt roeiter und bleibt sogar stimmberechtigtes Mitglied seiner Fakultäi. Es ist dabei ganz gleichgültig, zu welchem Zeirpuntt die Läuit- tierung des Dienstes eintritt. Diese wirklich wicß ige statutarische Einrichtung lvird mit Recht in Professoreu- Ireisen hoch bewertet. Sie ist keineswegs nur von materieller, sondern auch von ethischer Bedeutung, von materieller Bedeutung freilich besonders für solche Dozenten, die ohne nennenswertes Privatvermögen sind. Dazu tommi aber noch ein Zweites: Die preußischen Univer,ttätspro- sesjoren unterstehen ganz anderen Bestimmungen über die Witwen- und Waiseuverjorgung, als andere Beamte. Die Höhe der Reliktengeldcr — und das ist ihr anderes Privileg — qt ganz unabhängig von dem Dienstalter und dem Dienst- gehalt des verstoroei.cn Professors. J.ce Witwe eines Or dinarins erhält jährlich glatte 1650 Mk. Ein ganz waiscs Prosessorenlind bekommt 720 Mk., jeder wettere Ganz- Waise 480 Mk., letztere Summe auch ein Halb-Waise, und jeder weitere Halbwaise 3JJ Mk. Wahrend oie preußischen Staatsbeamten erst nach 10 Iihren peusionsberechtigt werden, und erst nach dieser Frcst Witwen- und Waisengeldcr ausbezahlt werden, fallen aue die,e, jo wtt |ü an,echtbaren, Beschränkungen bei Universitätslehrern gruudjätzlich weg. Ja Sjefjeii dagegen ist die Reliktenversorgung für das ganze Beamtentum einheitlich geregelt, und außerordentlich t-ürp tige Sätze sind bc|ür vorgesehen. Das lägt sich durch ein einfaches Beispiel ohne weiteres illustrieren: Nehmen wir an, ein hessischer Ordinarius, der über zwölf Dienstjahre verfügt, stirbt. Er hatte zuletzt ein Gehalt von 57UU Mi. Die Witwe bekäme in uiejem Falle ’J'Ju Mc. Drei unerwachsem Kinder sind, wie wir weiter annehmen wollen, vorhanden. Diese Halb-Waisen hätten zusammen einen Anspruch au, ganze 541 Mk. s2üi Wi wen- und Wa.sengeld ivacjcn al(o 1150 Mk. ausbezahlt. I i Preußen dagegen betrüge die sc Summe 2750 Mk., also fast 1300 Mk. mehr. Ein pensionierter Gießener Professor, der das zwölfte D.eusljahc überschritten hat, erhielte 3J21 Mk. an Pension, in Preußen bekäme er 5200 Mk. Hier sind übrigens nur die Mindestgehälter angenommen, die meisten nach Preußen neu berufenen Pro.ejsoren haben in dem letzten Jahrzehnt pen sidnssähigc Zulagen in ganz beträchtlicher H^he bewillig! bekommen. Jedermann ivird einsehcn, daß solche Lerschce denheiien von Land zu Land unhaltbare Zustande erzeugen mussen. I l> spreche offen aus, daß es in hohem Gcade im Interesse unserer LandeSnniversität läge, wenn möglichst bald Wandel geschaffen würde. _ Dem Einwurf, die hessische Zweite Kammer würde eine solche Privilegierung einer einzelnen, so wie jo etwas exclu.iven, B^arntciigrupp. niemals zugestehen, hatte ich nicht für unbedingt be.ueiy- (räftig. Die Kammcrverhandlnngen in Baden, üi Bayern und jetzt die Kommissionsverbandlungen des Al'geordneten- hauses in Preußep, ausschließlich Ereignisse der aiicrjüngiten Zeit, haben jedenfalls bewiesen, daß man anderswo Ber- siänd.tts genug für die A^sgubeu dec eigenen Hochschulen hat. Man hat an oen beretts vesteyenoen Sonderbcstimmungen zugunsten der Univerjilätsprofessoren nicht zu rütteln gewagt. I i der preußischen Parlamentskommission haben sich sogar die verschiedensten Parteien zusammengelan, um oie Praxis des Kolleggelderabzngs, entgegen den fiskalischen Wünschen des lialtusMinisteriums, erheblich zu mildern. In Zukunft sollen erst die Kolleggelder über 4500 Mark ijüiöiert werden, in Bayern sogar nur diejenigen, die über 6000 Mk. betragen. In letzterem Lande ist man bei der großzügigen Be,olduiigyrL,orm bxjonoers freigebig gewesen. DaS Anfang izehalt der Ordinarien beträgt jetzt dort 6000 Mk. unb steigt nach 16 Jahren bereits aus 8400 Mk. Ein hessischer Ordinarius- erhalt nach 16 Jahren nur 6100 ML., also _;300 Mk. weniger als sein bayrischer Kollege. In Baden hat man zwar uaö Jndividualgehatts- 10 ft ein beiochalten, aoor die Gehälter sind im Dura)schnitt, ebenso wie die Reliktengelder, beträchtlich hoher als in Hessen. Man sollte also ernstlich daran denken, auch bei uns die Pensionierung mit vollem Gehalt und eine verbesserte Reliktenversorgung einzuführen. Nach meinen Berechnungen würde der budgetmäßige Effekt trotzdem nur ein geringfügiger sein, umso größer die mittelbare Einwirkung auf die Kvniurrenzfähigkeit und das Ansehen unserer Lndoviciana. Es sind temc gewöhnlichen (Bhatts- ichmerzen, deren Milderung hier gefordert wird, es [janbelt ,ich vielmehr um einen sehr einfachen Nesorrnvorscylag, der finanziell gar nicht ins Gewicht fällt. In der Praxis wird die Sache immer nur für einen kleinen Kreis von Personen Bedeutung haben. Will man aber die Materie trotzdem nicht generell regeln, weil es unbillig erscheinen tonnte, eine einzelne Gruppe von Staatsbeamten in chrcr Rechtsstellung herauszuheben, so genügt cs allenfalls, wenn das Staatsministerium das Jieajt behält, Zugeständnisse im Einzelfall, d. h. wo ein offizieller Ruf an eine auswärtige Universität vorliegt, zu machen. Ich kann mir nicht denken, daß eine lokalpatrio- lijch gefürote Volksvertremng, dte schon jo viele finanzielle Op.er für die Landesuniver.irät freudig bewilligt hat, in dieser Bagatelle um gewisse prinzipielle Bedenken nicht herumlommen kann. Was wir Professoren verlangen, ist ja nichts anderes als die Möglichkeit, mit gutem Gewissen für uns pnd uujere Angehörigen einen Rus nach auswärts ablehnen zu dürfen. Das ganze Land hat aber em J.ttercffe daran, daß man oem übertnäu-tigen Nachbarn mit ferner fc.i plutokralisch zu nennenden Ueberlegenheit die Spitze bietet. Es ist nun einmal nicht zu ändern, daß auf die Dauer der Kleinstaat nicht gegen den Strom schwimmen kann. Das, gilt ganz allgemein für die Besolonngsverhälmisfe aller Beamten, aucy derjenigen, die im Lanoe bleiben müssen. । Nachdem Württemberg, Baden, Bayern und zuletzt Preupen — dort soll die Refor.n allein jährttch 126 Mill. Mk. kosten — die Beamtengehül^cr und sonstigen Äienstbezüge den ioe», dürsuissen der vegenwart entsprechend neu geregelt haben, wird Hessen üicht zurüclbleibcn können. Tas wttd auch Ijalb»; offiziös bereits zugestanden. J.i verschiedenen Zettungen! war zu lesen, daß die später ireiwerdeuden Summen, Oie sür die' Anlegung von Grundbüchern ausgewor.en sind, für eine Besoldungserl)6hung verwendet toerbten sollen. Das! genügt natürttch nicht annähernd; die erforoeilichen Koste»! werden Vas Me.-rsache jener Summe ausmachen. :piäii).um und Aurschüsft Oes neuen £anötags. Der zum lo. Dezeinoer vehufS htonixituiecung eiitbe» rufene 34. Landtag wird voraussichtlich gleich an diesem Tome eine Kraftprobe der einzelnen Parteien gelegentlich onr Wahl des neuen Präsidiums und der Ausschüsse zu be- ftehen haben. Während Oie Sitze im Prafioium >ich regel' niäpig nach der eiätic der größten Parteien von selbst u erteilen, bedarf die Vergebung der 28 Sitze |ür die vier ständigen Kantmerausfchusse unter die einzelnen Parteien ci;iy: sehr reiflichen Ucbcrlcgung und einer gründlichen ob- settioen Verständigung unter den FraktionsvorstänOen, da hiärdei naturgemäß auch die kleinste Partei eine billige Bei.'ückfichtigung verlangt. Es hat zwar in der Stärke der ccwzelnen Kummerjraliionen gegenüber der Zufammen- s.»^ mig im 33. Landiag keine großen Veränderungen gegeben, t)ücl) bedingen auch sa-on die bekannten geringen Parieiver- i chiebungen nicht uilive,elttliche auoerweitige Einleilungem Das Präjidium der Kammer besieht aus orei Präfidenien utib zwei Sekretären. Die nationallibcrale Partei als die । uirl:|ic in der Kammer hat den ersten Prafioenken zu stellen. Ttze Wühl wird hier ohne Frage wieder aus den Abg. Haas füllen, der bcu Präsibentenstuhl bereits üb.'r ein Dezennium c iunimmt. Die zweitstärkste F-rattion, die Anspruch auf c'C'.t zweiten Präsidenten erheben wird, ist der Bauernbund, u?c auch auf dem 33. Lanocog diesen Posten mit dem Abg. Ni) hler be.etzt hatte. Man ivird zunächst adwarteu müssen, i n welcher Weise imo um welche Per,on sich diese Partei demnächst gruppieren dürfte; es sind zivar in einigen Blättern v-reits verschiedene Namen dafür genannt luorocu, doch , eh.'.t dafür noch jede pb.icive Unterlage. Als nächster Prä- i'ibcmtschastscaudidat dürste dann in erster Lime der Abg. Zr. Schmitt in Betracht kommen, da die Zentrumspariei ooii jetzt ab im Landtag 8 Stimmen besitzt; er hat übrigens den Posten als zweiter Präsident schon während der 31. unb 32. Landtagsperiode innegchabt und sich in diesen sechs Jahren, wie in der verflossenen Periode auf dem dritten Posten, als ein umsichtiger und gerechter Verhanclungsleiter erwiesen. Da die 5 Sozraldemoiraten und die 3 freisinnigen A/-geordneten wegen der Schwäche ihrer Parteien eine Bern afitiguiig im Kanimervorstand nicht bean,prüfen tannen, dkirflen auch die beioen Sekretäre von den beiden stärksten Fscaktionen gestellt werden. Nach der laudstänbi,ci)en Gcschästsordnung müssen alle Vorlagen der Regierung, wie Gesetzentwürfe, Bcwilligungs- actträge, das Fiuanzge,etz mit dem Hauptvoranschlag njw. stttts durch die zuständigen Ausschüsse vorberaten werden. Jl'eiter werden die Wahlen aller SU)geordneten durch den W ahlprüfungsausschuß einer Prüfung unterzogen und endlich auch alle Anträge von Kamniermiigliedern und Vorstellungen und Eingaben Dritter, wenn — was gewöhnlich (zu geschehen pflegt — bei der ersten Beratung die Ueber- I meifuiig des Gegenstandes an einen Ausichuß beschlossen w icd, in den Ausschüssen vorberaten. Da sonach die Ausschüsse bei fast allen, besonders bei allen wichtigeren Bera- ttimgsgegenständen das erste Votum abzugeben haben, ist den AusschUffen und ihrer Zusammensetzung eine erhebliche Bc- ceutung beizumesjen, namentlich auch deshalb, weil das Pi'euum der Kammer mit geringen Ausnahmen dem Vorspruch seiner Ausschüsse zu folgen pslegt. Tie einzlnn Frak- tiünen müssen deshalb bei der Besetzung ihrer Ausscyuß- plätze mit großer Sorgfalt unb Gewissenhaftigkeit verfahren. In jedem der vier Ausschüsse sitzen 7 Llbgeordnete. Der er fte ^Finanz -) Ausschuß, der sich mit allen Vorlagen unb ’J. nträgen, die eine Geldbewilligunb zuin Gegen,tano haben, bttfassen muß, ist hierdurch der wichtigste. Er wird neben bl'm jährlichen Budget aus dem kommenden Landtag auch Gemeindesteuerreformgesetz, sowie die Revision der Be- amtenbesoldung zu bearbeiten haben. Der nächstwichtige Ausschuß ist der zweite (Ge s e tz g e b u n g 2 -) Ausschuß. Er Hirt sich meist mit juristischen Vorlagen zu beschäftigen unb nietet demnach besonders für die Juristen in der jCammer Gelegenheit zur Betätigung ihres Kennens. In: kommenden .Oanbtag wird ihm die große Ausgabe der Vorberatuna der ni men Wahlrechtsvorlage zusallen, und beshalb bean- sr>rucht seine Zusammensetzung diesmal eine ganz besondere A-eachtung. Tie Haupttäligteit des dritten (Wahlprü- s ungs - und De,chweroe-) Ausschusses ist naa) Erledö- gung der Wahlen in den ersten Monaten des Landtags fast ij unz beendet, während der vierte (P e t i t i o n s -) Ausschuß .^ähreiid des ganzen Landtags durch die ständig eingehenden A nträge und räorßellungen vollauf zu tun hat. Von den 50 Abgeordneten werden das Amt eines .Ausschußmitgliedes erhalten, und die Beteiligung der ein- ‘ ;,a Inen Fraktionen an den Ausschüssen pftegt nach parlamentarischem Brauch dem Verhältnis ihrer Stärke zu entsprechen. J «- iii " >__» ’_!gy----U--L 2----- . ■ Aus S:a05 und Lcrud. Gießen, 2. Dezember 1908. ** T a q e s k a l e n d e r für DüNiooch, 2. Tez.: Stadt- I heaker: ,2x2 = 5“. Amang 7 Uhr. V u r g e c v e c e i n. Doriraq von Amtsrichter 2r. M a h > ou§ Tarmüadl: ,'L>alißeivecbe und Llcheruitg der Bausorderuilgen". )Ubends 9 Uhr im Einhorn. Ortsge Werdeverein. Mottalsveriammlung 81/, Uhr: , Ter kleine Beiählaungsnachivcis". Verein i ü r Jjraue n sr rmmrech t. Vortraa von Dr. 1 i 5 t r e d e r aus Bad-Nauheun. Abends 8 Uhr im Hotel Großhcrzog. ** Landtag seröffn nng. Se. Kgl. Hoh. der Groß. Herzog haben den Geh. Staatsrat Krug von Nidda zum Landesherrlichen Kommiffar bei dec Ersten Kammer der Stände, die Ministerialrats Geheimerat Dr. Dr.=ing. Weber unb Geheimerat Wüh. Best zu Rittgliedern dec Landesherrlichen Einwelsungskointnission für die Zweite Kammer der «Stände ernannt. "Bor den General-Staatsanwalt, der des- l falb von Darmstadt nach hier gekommen ist, sind heute vor- mittag eine größere Anzahl von Personen geladen, die im Justizgcbäudc als Zeugen vernommen werden. Wie man hört, handelt es sich babci um eine Untersuchung gegen einen Anwalt, gegen den der Verdacht der Gebührenüberhebung und der Einlassung mit Agenten wegen Zuweisung von Prozeßen besteht. ~ Neuer Professor. Se. Kgl. Hoh. der Groß. Herzog haben dem Oberlehrer an dem Ostergymnasinm Zu Mainz Dr. Hans Neis den Charalter als Professor erteilt. — Hilfsverein für die Geisteskranken irn Hessen. Der vor kurzem erschienene Rechenschaftsbericht 'für das Jahr 1907/08 enthält auf Seite 38 eine nach Provinzen und Kreisen geordnete Uebersicht der in dem genannten Jahr als Ergebnis der alljährlich wiederkehrenden Kollekte dem Verein zugeflosienen freiwilligen Gaben und der entsprechenden Zahlen der Geber. Jeder mit der bisherigen Entwicklung des Vereins nicht vertraute Leser wird nun von vornherein zu der Annahme neigen, daß sich in der Provinz Starkenburg die höchste, in Rheinhessen eine weniger hohe, in Oberhessen aber die niedrigste Geberzaht bei der Koll.lte beteiligt habe. Denn in der Provinz Starkenburg beläufi sich ja die Beoölkerungsziffer auf 543 361, in Rheinhessen auf 369 356, in Oberhcssen nur auf 296 755. Ferner befinden sich in Starkenburg die Städte Darmstadt und Offevi- bach, in Rheinhessen Mainz und Worms, in Oberhcssen nur die eine, erheblich kleinere Stadt Gießen. Endlich kommt im Betracht, daß Oberhessen weniger wohlhabend ist, als die betd/m anderen Provinzen. In Wirklichkeit haben sich jedoch bei der Kollekte des letzten Jahres beteiligt in Starkenburg: 27 410, in Rheinhessen: 13 457, in Oberhessen 30 515. Es entfallen also auf je 1000 Einwohner in Starkenburg 50, in Rheinhessen 36, in OberHessen dagegen 103 Gebier Um mit Oberhessen gleich zu stehen, hätten sich in Starkem- bürg nicht 27 410, sondern 55 858, in Rheinhessen nich r 13 457, sondern 37 970 Geber beteiligen müssen. Vor 10 Jahren, im Jahre 1397/98, lagen ganz ähnliche Ve r- haltnisse vor. Auf 1000 Einwohner hatten sich damals t-ci der Jahreskollekte beteiligt in Starkenburg 23, in Rheinhessen 21, in Oberhessen 56 Geber, Ja, es steht fest, duß seit der Gründung des Vereins, also seit 34 Jahren, d cc Provinz Oberheffen sich Jahr für Jahr durch die höchsti'.e Geberzahl ausgezeichnet hat. So nahe es nun auch lä;je*, auf diese Tatsachen, die sich aus den betreffenden Be. völkerungsziffern ebenso wenig ableiten lassen lüic aus bcM verschiedenen wirtschaftlichen Verhältnissen, genauer eittzu- gehen und zugleich daran zu erinnern, daß und warum de r Verein auf zahlreiche Geber, wenn auch mit kleinen Gaben, den größten Wert legt, so muß doch an dieser Stelle hierauf verzichtet werden. Hier galt es nur um den Nachweis, du ist die Bevölkerung der Provinz Oberhessen ihre Ausnahme-, stellung auch in dem letzten Jahre und zwar in glänzender Weise behauptet hat. Der Vorstand des Hilfsvereins hat in., früheren Jahresberichten diese Stellung mit Recht wiedo r- 'holt hervorgehoben und als eine vorbildliche bezeichn, t. Denn je bekannter der vorliegende Gegensatz ivird und je schärfer er sich ausprägt, um so sicherer und um so rasch,.-,: wird er im Interesse unserer Geisteskranken und des gesainu n -Volkes verschwinden. '* Der hessische Flottenverein. Die Haupt- veriammlung des Landesausschusses des Flottenvereins fv 'Lehrerfahrten, Neuwahl des Vorstandes vom Laudesausschup,, stVortrag des Generalleutnants z. D. Korwan über: ,Do.s Schreiben des Präsidiums vom 26. September d. I. und unsere weitere Tätigkeit." Der letztere Punkt dürfte zugleich der wichtigste sein, da mit ihm verbunden die aügcmcinr. £age im Flottenverein zur Besprechung kommen wird. Hespe,i, stand auf der Seite des alten Präsidiums Salm-Horstmar. "Die Gießener Freie Studentenschaft bealb-• sichtigt, wie man uns schreibt, durch eine Reihe von Vec-' anstaltungen das Interesse der gesamten Studentenschaft «tu ihren Bestrebungen zu wecken. Sie sieht es als eine ihr. ?r Hauptaufgaben an, das Gefühl der Zufannüengehörigteit j.i.i verbreiten. Die Frelstudentenschaft will die Korporation« n nicht ausschließen, sondern zu gemeinsamer Arbeit zu gewinn« i.i suchen. Jeder Student hat Zutritt zu ihren Versammliingi.-m und das Recht, sich an der Diskussion zu beteiligen. Es i darauf hingewiesen, daß nächsten Donnerstag abend im „Ein.. Horn" ein Vortrag des Prof. Kinkel über „Charaktei: und Schicksal" stattfindet, zu dem alle Kommilitonen ein- ■ geladen sind. Ucbec die sonstigen Veranstaltungen ist näheres durch die Anschläge auf den schwarzen Brettern zu erfahret i. ** Das Wohltätrgkcitsfest, das am Samsta g den 21. November im Hause des Gesellscyaftsvereins zum Besten der hiesigen Schwestern stattsand, hat einen Rein - ertrag von 4O00 Ml. erbracht, die zu gleichen Teilen an di e beiden hiesigen Schwesternhäuser abgeführt wurden. ** Evangelischer Bund. Am nächsten Sonntag, S. Dezember, findet in Steins Garten der erste Familien - Abend des hiesigen ZweigvereinS des evang. Bundes fiat t. Da die Veranstaltungen deS Bundes stets aus ein starke s i Interesse Anspruch machen können, so sei schon jetzt auf; den Abend hlngewicscn. Der Vortrag des Professors D. IXr. Schian von der hiesigen theologischen Fakultät wird da s' Thema behandeln: „Der Friede zwischen den Konfes,ionen.- ' Aus berufenem Munde eine solch aktuelle, hochwichtige Frag c bel)andelt zu wissen, dürfte manchen Freund des evana. Bundes anziehen uird seiner guten Sache neue Anhänger geimnnen. Wie gewöhnlich werden auch musikalische Dar- bietungen gediegener Art die Anwesenden erfreuen. Unter der Leitung des .Herrn Gernhardt werden der gemischt« Chor uird der Frauenchor des evang. Arbeiter-Bereins finger und einige Vorträge mit Streichinstrumenten geboten werden. (Näheres siehe Inserat.) ** Schneebeobachtungsstationen im Oden.. Wald. Die Ortsgruppe Darmgadt des Ldeuwaloklubs hat im Odenwald n e u n ch n e e b e o b a ch t u n g § st a t i o n e n angelegt. Sie befinden sich auf dem Felsberg, in Neun - tircucn, ^Nonrod, Reiclvelsheim, Linden,el,, Gro > Uenbach , an der Juhöhe, Waldmicln ibach, Beersrioen und .n'ichelstadt. Die Berichte dieser Stationen sollen allwöchentlich einmal einlaufen und in Darmstadt an verfchieoenen Stellen bekannt gemacht werden. 'Man hofft baburta das Interesse jur den Rodel- und Schneeschuysport zu h.ben. — Neues Straßen Pflaster. In der KaplanSgaffe zwischen Bahnhofstraße und Katharinengasse hat man das alle Pflaster der Fahrbahn tiefer gelegt und darüber Plattenpflaster in Zement angebracht. Es handelt sich dabei um einen Versuch und wenn sich das dortige Pflaster bewährt, sollen solche Pflasterungen in den Straßen zur Anwendung kommen, die von der Elektrischen Straßenbahn berührt werden. Eine für Fischfreunde angenehme Neuerung hat die Obersörsterei Schiffenberg eingeführt. Das Fischereiergebnis der einzelnen Teiche am Schiffenberg soll nämlich in Ziikunst in kleineren Posten öffentlich versteigert werden. -s- Lich, 30. Nov. Der Kriegerverein hielt seine Großherzogs-GeburtstagSfeier etwas verspätet, verbunden mit Abendunterhaltung, in der Turnhalle ab. Der Vorsitzende, Metzgerineister Luow. Heller, begrüßte die erschienenen Gäste und brachte dann in begeisterten Worten daS Hoch auf unseren geliebten Landesfürsten aus, dabei besonders auf die nahen Beziehungen hinweisend, in denen gerade die Licher Emwohnerscyaft zum hessischen Herrscherhause jetzt steht. Humoristische Vorträge, u. a. z. B. Gedichte in 9tafjauer Mundart des Wiesbadener Dichters R. Dietz, sowie Tanz hielten die Erschienenen bis in die frühen Morgenstunden in froher Stimmung beisammen. — Es mußte besonders er- freuen, gerade die Bevölkerungskreise stark vertreten zu sehen, Denen man sonst so leicht und ohne genügenden Grund jegliche patriotische Gesinnung abzusprechen geneigt ist. Um so ausfallender erschien es aber manchem — und man konnte es von Anwesenden hin und wieder auch zu hören bekommen — daß bei einer solchen Feier, wo doch eigentlich alles einmütig beisammenstehen sollte und der Kastengeist sich nicht bemerfbai machen dürfte, sich die anderen Gesellschaftskreise in schwächerer Zahl beteiligten. Es mag dies wohl darin seinen Grund gaben, daß vorher wenig von der Veranstaltung bekannt war, und daß man sie für nicht öffentlich hielt. Für die Mit- gliebcr des Kriegerverems trifft aber dieser Entschuldigungs- griind nicht zu. Tenn das muß doch trotz des schönen Verlaufes der ganzen Feier noch gesagt werden: die Beteiligung hätte eine bessere sein dürfen. — Die Gründung eines Damenturnvereins steht hier in Aussicht. Schon haben sich eine größere Zahl Tarnen ziisammengefnnden, die zurzeit noch in Unterhandlungen mit dem Vorstand des Turnvereins wegen SJiietung der Turnhalle stehen. Aiich ist ein geeigneter Turnlehrer bereits für die Sache gewonnen worden. -d. Bad-Nauheim, 1. Dez. In einer öffentlichen Versammlung des Bürger- und Siadtoer ke hrs- Vereins sprach gestern abend dessen Vorsitzender, ^Rechtsanwalt Dr. Brücher, über die Gas- und Ekelt rizi- lätsftcuer. Eine Resolution, in der zum Ausdruck kommt, daß diese Steuer eine schwere Schädigung der Industrie, des Handels und des Gewerbe?, besonders aiich der Nauheimer Bade-Industrie bedeute, wurde einstimmig angenommen. □ Vilbel, 1. Tez. Unser Bahnhofs-Umbau ist jetzt soweit gediehen, daß das neue Stationsgebäude und die Güterhalle im Rohbau vollendet sind. Der ganze Bahnkörper wird hier an der Straße Vilbel-Massenheun um 1,50 bis 2 Meter gehoben. Die Erde kommt von einer Anhöhe bei Gronau. Die genannte Kreisstraße wurde heute auf die Dauer von 14 Tag^n gesperrt, da größere Gleisverschieb- ungen üorgenoinnicu werden. Die Straße selbst wird verlegt und erhält eine Unterführung unter der Mam-Weserbahn. x Nidda, 1. Tez. Heute nachmiltag 1 Uhr ließ ein starker Rauch in dem benachbarten Kohden auf einen aus- brechenden Brand schließen. Um ls/4 Uhr wurde die hiesige Feuerivehr zu Hilfe gerufen. Es brannte eine mitten m einem Gebäudekomplex gelegene Scheuer des Landwirts 3oll. Nur die Windstille und der Umstand, daß das Feuer bei Tag ausbrach, sowie die vereinten Anstrengungen der Wehren von Kohden uud Nidda beschräiikten das Feuer auf seinen Herd, andernfalls wäre ein ganzer Teil des Dorfes zusammengebrannt. Wahrscheinlich liegt Brandstiftung vor. Der Besitzer, der in einem anderen Hanse wohnt, hat einer „fahrenden Horde* einen Raum vermietet und soll abends vorher einen Wortwechsel mit der Gesellschaft gehabt baden. Kaiim war deren Wagen abgefahren, so brach der Brand ans. Gewisses weiß man nicht. Die Gendarmerie requirierte einen Wagen und verfolgte die Bande. Vom Inhalt der Scheuer war nichts versichert. Außer Heu- und Strohvorräte verbrannten gegen 20 Malter Weizen in Säcken. — Nösberts, 1. Dez. Die Gemeinden Nösberts und Weid-Moos sind mit Wirkung von heute von der Bürgermeisterei Bannerod losgelöst und zu einer Bürgermeisterei Nösberts vereinigt worden. Die beiden Gemeinden bilden nunmehr auch einen gemeinschaftlichen Ortsgerichts- und Standesamtsbezirt Nösberts. R.B. Darmstadt, 1. Tez. Der Bürgermeisterei-Bureau- vyrsteh-er Reckmirngsrat Kröll feierte beute sein 50jähriges S>i cnfti ub iI au in. Im Ratbaussaate fand ein Festakt tfatt, bein sämtlich? Beamte und Stadtverordnete beiwohnten. Ober» bürgermeifter Morneweg hielt eine Ansprache, in der er die Pflichttreue und Vorbildlichkeit des Jubilars für die gesamte Beamtenschaft bric->. Er überreichte sodann dem Jubilar das vom Großherzog verliehene Zriltertreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und überwies dem Jubilar vonoer ^tadt zwei Sessel. Der Attest: Stadlv. Lehr sprach die Glückwünsche des ^tadwerordnetenkvllegiums aus. Obersekretär Ebert verlas eine Adresse der Beamten und überreichte als Geschenk eine losteare Vase der Großher^glichen Edelglasmanufaktur. Rechnungsrat Taub gratulierte namens der Amtsvorstande der städtischen Betriebs- und Kassenverwaltungen. Der Jubilar dankte tiefbewegt für die ihnr erwiesenen Ehrungen. — Polizeisekretär Söil&elm Kaiser feierte heute sein 25jähriges Dienst tubiläum als Bureauvorstand des hiesigen Polizeiamtes. 8. Marburg, 1. Dez. Tie Meldung mehrerer Blätter, daß das hiesige Jägcrbataillon nach Rudolstadt verlegt werden soll, entbehrt jeder Begründung.— ßn ber Eisenbahn Creuzthal—Marburg wurden drei bewaffnete Kroaten, die im Siegerlande Einbrüche begangen haben, im Schlafe überrumpelt und verhaftet. . _ K i r chh a i n, 1. Dez. Bei Nachprüfung der Resultate des «Läinskampses beim 11. Deutschen Turnfeste in Frankfurt hat sich herausgestellt, daß auch ein Wetturner des hiesigen $8er= ein3, Kaufmann Albert Diehl, die zum Siege nötige Punktzahl erbu u . nd nut #5' 2 Punkten als o4. Sieger erklärt wurde. -Lie bette;nm:. Elnenurtundc luucU dem Tntiwerein Kirchhain vereits zugest:llt. Diehl, der in Turnerkreisen des Ostmes Vc»>en etne bekannte Persontichkeit iit uno bei den Gauveranstal-- tungcit • <''■ . ner der Sieger inr Weulanrpf hervor- ging, i|t uit Vciujt d. nach '.t m e r i f a ausgewanoert. w. Frankfurt a. M.. 1. Dez. In der tjeutigen. Stadtverordneten-Sitzung wurde eine Vorlage deS Magistrats, der Neuen Theater-2lktiengesellschaft zur Erhöhung der Gehälter von Orchester, Ballet und Cho, der beiden Stadttheater einen weiteren Zuschuß bis zur Höhe von 25 000 Alk. zu gewähren, zur näheren Prüfung an den Finanzalisschuß überwiesen. — Wegen der Umgehung Frankfurts durch den neu eingerichteten Lloyd-Expreßzug wurde der Magistrat einstimmig ersucht, an zilständiger Stelle geeignete Schritte dagegen zu ergreifen. Der Rlagistrat erklärte, daß er bereits beschloßen habe, deshalb beim Minister vorstellig zu werden, dlußer dem Lloyd-Expreßzug handle es sich aiich um einen Schnellzug, der von Berlin über Homburg—Wiesbaden—Kreuznach unter Umgehung Frankfurts geleitet werden soll. te. Limburg a. d. Lahn, 1. Dez. Hier wurde aus Veranlassung des Landrats Büchting ein „Kreis-Sänger- bunö1 gegründet, dein bis jetzt 38 Vereine beigelrcten sind. Ter Zweck des Bundes soll die Pflege des Volksliedes ohne Wettitreit, ohne überflüssigen Luxus sein und an Sonntag» Rachmiltageii staltsiiiden. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen uud den Nachbarstaaten. Rentner I. Koob in Friedberg vollendet am 4. Dezember in außetgLivohntiä»er Rüstigkeit sein 80. Levens^ahr. — In Bisses wutoe der seitherige Beigeordnete Schultheis mit 27 Stemmen wieoergewahlt. Sern Gegenkandidat Philipp Lotz, erhielt 25 Stimmen. Spenden für Nadbod. Tie Stadt Worms beschloß die Ueberkveijung von 1000 an die Hinterbliebenen der aui Zeche Radbod Berunglücklen. Die Sammlung des Gießener Anzeigers: Bisher quittiert: 2354.67 Ulf., Proiessor v. C. 10.—> Skatkränzchen B. S. 5.—, St. B. 1.—, I. W. 1.—, R. G. 2. Zusammen 2373.67 Mk. LusrsHiffcihtt. Nachdem durch eine Jtwtvur.^ti ueiannt geworden ist, daß an der Danziger Technischen Hochschule Pläne für ein lenk Da re 3 Luftschiff ausgearbeilet sind, ist die „Danziger Allgemeine Zeitung" zur Veröffentlichung folgender Angaben ermächtigte Tas Lustschiff, beifen Plane von Hochschui-PWfefsor Schütte-Danzig audgearbeitet worden find, ist nach starrem System entworfen. Ter Trag körper ist 100 Meter lang Und hat einen Durchmesser von 16 bis 17 Metern. Die Enden verlauicn para- ooloidföiinch. Tas Gerippe wird nicht aus Aluminium, londern aus doppelt diaogonal verlaufenden Holzträgern ocricrtigt Tie etwa 4u Meter lange und 4 Meter beeile Gondel wird in der Form des Schiffskörpers gebaut uud ist mit dein Trag körper fest verbunden. Seinen Antrieb erhält das Schiff durch einen 150- pstrdigen Gasmotor, der die Fahr.schraube direkt antreibt. Tic Turchschniilsge,^Würdigkeit wird 70 bis 80 Kilometer pw Stunde betragen. Ta die Tragfähigkeit infolge der Verwendung von Holz an Stelle des Aluminiums wesentlich größer ist, können außer der Bemannung und sämtlichen erforderlichen Betriebe Materialien etwa 2u0ü Kilo Sprengstoff mitgeführt werden. Beim Steigen und Ralfen ändert das Luniausf infolge eines besonderen Apparates feine horchoutale Lage nicht. Mit dem Bau des Luft- fchiffes wird im Sommer 190h begonnen werden. Äletuc Tageschrontk. Zwei Pforzheimer Firmen haben gegen das bekannte M a il s ch e 11 e n k il o p f °P a t en t des Kronprinzen 6 in- I p r u ch erhoben. Sie oeisertigeii solche Alanschettenknöpte schon leit Jahren. In das Amtsgericht 31t Au gsbnrg wurde e i n g e - b r 0 eh c u und aus zwei Kaffenschränken 7000 Aiark gestohlen. Aui Veraulafsmig der Pariser Polizei wurde ein Buch- druckerelbesitzer in Lausanne unter der Beschuldigung verhaftet, f a i s ch e Aktien der tranzösiichen Nordbahn her- gestellt und h.ervon für 140 000 Franks periäuit zu haben. In der Grube „Mariana" sind 130 Arbeiter um- g e k 0 m m e n, wie aus New-Port gemeldet wird. Tie Leichen sind bis auf iveuige geborgc 11. Märkte. FC. A u s 9t a i f a u, 1. -rez. "Jini den letzthin in Westerburg, Seck, Mengerskirchen, Atarieuberg und Hachenburg abgehalieuen Biehmärkten behaupteten sich meistens die seitherigeu Preise, bei Fettvieh und jungen Schweinen trat ein geringer Abschlag em. Ter gestrige Markt in Ufingen brachte in Rindvieh cm flaues, hei Schweinen ein lebhaftes Geschäft. Tie 9lotierungen zeigten bei Rindvieh einen Rückgang, während Schweine weiter stiegen. — Der nächste Biehmartt in Herborn findet am 22. Dezember statt. fc. Frankfurt a. 9)1., 2. Tez. Schweinemarkt. (Org.- Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe standen 1332 Schweine. Bezahlt wurden: ^sür Schweine 1. Qual. 71—72 Pig., Lebendgewicht 06,0 bis 00 Psg.; 2. Qualität 69—70 Pig., Lebendgewicht 55,5—56,5 Pfg^ 3. Qual. e5—00 Pig. Geschäft gut, Ueberstand unbedeutend. Voiaitosichtliche Witterung ihr Hesjen am Donnerstag den 3. Dezember: Fortdauer der trüben nebligen Witterung. Trocken. Temperatur wie heute. Wien, 2. lcj,. Wie die 'Jieiie Freie Pre,ie erfuhrt, erklärte Ministerpräsident Bicnerth in einem Privatgespräch, daß, falls in Prag keine Ruhi' eintrete, nicht nur der Ausnahmezustand sondern eventuellen Falles das Standrecht verhängt werven wird. Paris, 2. Dez. Der „Lanterne" zufolge ist Louis Neuard im gestrigen Ministerrat zum Schiedsrichter in der EasLblanco-Angelegenheit ernannt worden. 20 nd 0 n, 2. Tez. Tie Sklbung der „Pall Mall Ga« zette" über ein angeblich beabsichtigtes holländischen g l i s che s A b k 0 m m e 11 entspricht nicht den Tatsachen. Im Auswärtigen Amt er Härt man, es sei nicht einmal der Muhe wert, die Nachricht zu demenlieren. London, 2. Tez. J.n Laufe einer Versammlung in Hamstead, die von der Liga für nationale Verteidigung zu dem Zweck, den militärischen Geist im Lande z.u wecken, einberufen lvar, hielt der Riarschall White eine Ansprache, in der er u. a. aus führte, die englischen Matrosen seien wirklich Nachfolger Nelsons, aber solange England keine Armee besitze, seics einer großen Gefahr aus- a e s e tz t. Jeder Burger müsse in der Lage sein, das Vaterland zu verteidigen. Schließlich tourde eine Resolution angenommen, die sich für die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht aussprichr. Petersburg, 2. Dez. Tie ^oiizei gelangte zur ftenntniä, daß in einer geheimen Sitzung des revolutionären Komitees veschlossen worben sei, die panslawistische Bewegung sowie jeden internationalen Ko ns litt zu fördern, um so die lNöglichkcit einer Revolution hcroeizufuhren. Hiermit stehen die gestrigen Verhaftungen und Haussucbungen in Zusammenhang. Am ütitcjibcigdejikmal. M«ju L. üauges« I BH Geheimrat Prof. Dr, Ludwig Stieda, Giessen (Moltkestr. i6), i. Dezember 1908. der Kapelle des alten Die Beerdigung findet am Freitag, den 4. Dezember, nachmittags 3 Uhr von Friedhofs statt. * 9 Stieda, Königsberg Stieda, Halle a. S. Proi. ürB Alfred Dr. Alexander Königsberg i. Pr. i. Pr. DVU Statt besonderer Anzeige. Heute vormittag entschlief sanft nach langem Leiden meine geliebte Frau, unsere treusorgende, liebe Mutter RSathlSda Stieda, gab. Langermann, 6885 I Lollar, 30. November 19u8. (6890 Für die Krankheit und und Bruders Danksagung. bewiesene Teilnahme wahrend der dem Heimgang unseres lieben Sohnes Friedrich sprechen wir aus diesem Wege unfern tiefgefühlten Dank au§. Die trauernden Hinterbliebenen. Friedrich Deibel VI. und Familie. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teil« nähme, sowie sür die liebevolle Pflege der evangelischen Schwestern und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hellwig bei dein Heimgänge unserer unvergetz- lichcn Gattin und lltuticr sagt Uesgesühlien Dank Familie Lotz. Wieseck, den 2. Dezember 1908. Bekanntmachung. Betrifft: Feldbereinigung in der Gemarkung Gicgen links bei Lahn 11. Teil. ■ Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zu öffentlichen lllenntms. Greben, den L Dezember 1908. (B$/, Grosjherzogliche Bürgermeistcrei Gießen. Bekannrmachnng. Betrifft: Wie obem iuii der Zeit vom 3. bis einschließlich 18. Dezember ds. 3 liegen werktags auf Gr. Lürgermeislerei Gießen die Arbeiten bi 11. Abschnittes lBesitzfiandsausnahme)obigenFeldbereinigungSbeziri zur Einfichtnahme offen: ES find dieS: 3 Bände Besitzstandsverzeichnis, 2 Bande Gülergefchosse, 1 Band Zusammenflcllung der Gütergeschossc, sowie die Bonitierungskarten. Dagsahrl zur Entgegennahme von Einwendungen rgegen und evtl. Wahl eines Mitglieds des Schiedsgerichts ni\ Stell- oerlreler findet daselbst statt: Samstag, den 19. Dezember 1908, vormittags von b-, . 9*A> Uhr wozu ich die Beteiligten mit dem Anfügen einlade, b,. die Älichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich einzureichen uub z begründen Friedberg, den 28. Noveulber 1908. Der Großherzogliche Feidberelnigungökommiffär: gez. Schnittspahn, Lireisamtmann. Unentgeltliche Arbeitsvermittelung. WWer Arbeitsliadstlitts Oießell. Gartcuftrafie 2, 3iutmcr 2. itz:S können eingeftcUt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schreiner, 2 Nahmenglaser, 1 Wagenlackierer, 5 Dienstmädchen. 1 Putzfrau. . _ f . b. bet auswartlgen Arbeitgebern: 1 Schreiber, 1 jüngerer Wagner, 1 Schlosser, 1 landw. Dienst Mädchen. Vs suchen Arbeit: ,. _ _ , „ _ B'/i» 1 Glaier, 2 Schneider, 1 Buchbinder, 1 Schreiber, 1 Gartner, 1 Eisengieber, 4 Maurer, 5 Bauschlosser, 1 Heizer u. Maschinist, 2 Spengler, 1 Lackierer, 3 Weibbinder, 1 Installateur, 1 Wagner, 2 Küfer, 1 Polsterer und Tapezierer. 2 Schreiner, 1 Kun eher, 3 Fuhrknechte, 1 Wärter, 1 Hausdiener, 7 Hausburschen, 22 Arbeiter, 3 VQiuirnticu, 2 Flickfrauen, 2 Launnädchen, 1 Putzfrau. ■ j la Bratschellfische 18 Pfg. Ir> Nordseeschellfische 3^ „ la Cabliau 28 „ ausgeschnitten 30 Pfg. as/13 , Rhein. Kaufhaus i •!’ Gießen. für Lebensmittel. Bahnhosstr. 26. ESäilte des sonstigen Preises abgegeben. 6884 Schirmlabrik M. Levi. 0' 0OO Frische Zische begonnen. a «/u 26 Bahnhofstrasse 26 la-/» <5 Aufarbeiten von Bestecken geführt. 09850 gewürzt werden, so billig und ausgiebig ist Knorr-Sos Unstreitig das Beste in seiner Art WiedervsrsFtbern und Vernickeln abgenützter Bestecke, sowie auch sonstiger Tatelge- räte wird unter Garantie schnell und billigst aus- Mainzer „9i>8j Sauerkraut p.Pid. 10 Pfg. i Vei‘k Diejenigen unserer Mitglieder, welche die Quittungen beim Umgänge des Dieners nicht in Empfang genommen Haden, tonnen dieselben bis zum 10. Dezember einschließlich ■3 ’c‘ Herrn itirnst Baiser, Mäusburg, abholen lassen. Wer seine Quittung bis dahin nicht eingelöst, gilt als ausgetreten. v1 n Die Eröffnung der ElSbahn wird an den Plalallafeln, Säulen und Omnibussen durch Plakate belannt gegeben. Tie Eisbahn wird Morgen Donnerstag, 3. Dezember Metzelsuppe Morgens: Wellfleisch mit 51 raut. *09868 Bilte genaue Adresse beachren Nutzkohlen Eteekohieu Auihraeitkohlen Unwu°Br»k^ts Juvustrie- u. 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Anmeldungen zur Mitgliedschaft können auch an oben ''czeichiicter Stehe erfolgen. Prima Angel Schellfische frische Bra t fische <§> Helgoländer 51abliau ohne Kopf ♦ frische Siotzungen ♦ empfehlen aus heute und morgen eintrcffenden Zufuhren Gebrüder Berta r Bahnhofstraue 27. (a3/n) Fernsprecher 231. 4^ Für 20 Pfennia £6nncn fl6er :--■■ ■ ■ — 100 Portionen Suppen, Saucen, Salate, Gemüse A/< LWLmMsMMWMi Donnerstag den 3. Dezember, abends 8V, Ubr vriiriS im großen Saale des Gewcrkschaftshauses (Schanzenstr. 18) Versammlung üt der Herr Prof. Dr. StandZnRer-Tannitttbt referieren wird über: „Aiedtt Bit de« Alle Mitglieder, besonders die Frauen, sind freundlichst eingeladen Interessenten ist der Zutritt gestattet. 6835 Ter Vorstand. Verein för FranenstimmrecM. Bortrag von Herrn Dr. Strecker aus Bad-Nauheim: „Wie kommen wir Männer zur Forderung des Frauenstimmrechts ;" »’T Mittwoch den 2. Dez. 1908, abends 8 Uhr im Hotel Großherzog von Hessen. Eintritt frei. Verlag von Emil Roth in Giessen. Im Mljiuif? ftHtnljirl Erzählungen und Schilderungen auS dem Leben im Bergforsthause und im Bergwalde. Der deutschen Knabcnwelt gewidmet von Albert Kleinschmidt. a,e/u 4 Bände mit vier Farbendruckbildern und zahlreichen Text- Illustrationen in Originalband ä Mk. 4.—. Anhalt. 1. Band: 1i Ankunft in Falkenborst. 2) Abend im Forsthause. 3) Auf froher Streife im Frühlingswalde. 4) Mancherlei Abenteuer. Heimkehr. 5) Psingstzeit in Falkenhorst. 6) Sommerleben in Falkenhorst. 7) Zur Herbstzeit in Falkenhorst. 8) In harter Winterszeit. Inhalt. 2. Band: 1) O wie wunderschön ist die Früh- linaSzcil! 2) Sommerleben, Sommerlust! 3) Ach der Herbst ist da! 4) Winterszeit, kalte Zeit! Inhalt. 3. Band: 1> Der Lenz ist angekommen. 2) Tra- rtra, nun ist der Sommer da. 3) Nun steigt der Herbst irisch von den Bergen nieder. 4) Der Winter brach mit Macht ins Land. Inhalt. 4. Band: Lieblicher Frühling, du nahst! 2) Sommerherrlichkcil lächelt weit und breit. 3) Nun kommt der Herbst, der rüst'ge Jägersmann. 4) Der Winter ist ein rechter Mann! Jeder Band ist in sich abgeschlossen und einzeln für sich käuflich. larl Slithli Seltee-sweg 38 Spesialhaus für Teppiche, Möbelstoffe Gardinen, Linoleum. Als passende Moacilsgesctale empfehle: Teppiche, Vortagen Läufer, Linoleum- Teppiche echte Perser Teppiche Divandecken Schlaf- u.Keisedecken Tischdecken Dekorationen Felle, Sofakissen Klein- und Ziermöbel Peddigrohrmöbel = zu taata-ffeiseo. = Ganz besonders billig Kunst - Gegenstände. Hessische IMeMesM Organ der freisinnigen und liberalen , Vereine im G ross herzog tu m Hessen hat sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens überraschend schnell ein^eführt: ist ein geistiges Bindeglied zwischen den Gesinnungsgenossen im Lande; bringt nur Oriffinalartikel aus berufener Feder über hessische Politik, Reichspolitik, wirtschaftspolitischen und Kulturfrasen. 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