Nr. 232 Erstes Blatt 158. Jahrgang Freitag 2. Oktober 1908 Der Siebener Anzeiger —_ ulf*" A Bezugspreis: erscheint täglich, außer ^£-.-X p^ig monallich75Pf.,viertel» Sonntags. - Beilagen: j. a ißtA SR a. a. a a. a jährlich Btt. 2.20; durch viermal wöchentlich M ZvK Hl W Abhole- u. Zweigstellen SiebcncrZam.liendlatter, W W M ^jr monatlich öurd) EBBslIllCKt11CI ZI IIlLlllL1 r-‘" Land» wkr ÄF K, ■ SH ■ ®L JEL M H SL ZcilenpreiZ: lokal IbPs^ wirtschaftliche Zeitfragen 'w ra ® ^Sr Ä vR M V ^Mr auswärts 20 Pfennig. Fernsprech - Anschlüsse: lä J?jr Verantwortlich für die Redaktion 112, ¥\®>7 - * ä »q «r aa für den politischen Teil, :ÜB General-Anzeiger für Oberhessen WM «t d.° Sage|munmet Hofotionsötu« und Verlag der vrühl'jchen Univ.-Vuch- und Steindrucker«! H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze r. Anzs!asn'teU°b's" B«L i bis vormittags 10 Uhr. a Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Krieg? Die Lage im näheren Orient spitzt sich immer mehr zu. Bulgarien will den von ihm besetzten Teil der Orienrbahn nicht mehr herausgeben, obgleich es von den Mächten zu einer friedlichen Lösung der Streitfrage ermahnt wird. Neuerdings hat Rußland, wo man den Konflikt Bulgariens mit der Türkei nicht ohne Unbehagen verfolgt, den Vorschlag gemacht, daß die bulgarisch-türkische Streitfrage wegen der Orientbahn den Berliner Signatarmüchten vorgelegt werden möchte. Diesem Vorschläge hat sich nun auch J-rankreich angeschlosscn, aber es scheint, daß die Bulgaren vorläufig wenig Neigung haben, diesen Vorschlag anzunehmen. Bulgarien mei(t in einem Expose an die Mächte auf die Geschichte des Baues der Orientbahn hin und legt dann ausführlich dar, daß es Gründe der nationalen Verteidigung feien, die Bulgaren jetzt zur Besetzung der Orientbahn veranlaßt hätten. Es wird darin offen ausgesprochen, daß Bulgarien gegen die Türkei wehrlos sei, so lange die Bahnlinie ganz in türkischen Händen sei. Damit ist nun, wie man sieht, deutlich ausgesprochen, wohin Bulgarien zielt. So spricht keine Regierung, die sich seines Abhängigkeitsverhältnisses bewußt ist. Bulgarien ist eben des Suzeräni- tätsverhältnisses zur Türkei überdrüssig und will sich unabhängig machen, und die Möglichkeit, diesen Schritt zu tun, findet cs in den gegenwärtigen innerpolitifchen Verhältnissen der Türkei. Die türkische Regierung hat mit der Neuordnung seiner inneren Zustände vollauf zu tun und wird sich nur schwer zu einem Kriege hinreißen lassen. Man darf nicht warten, bis die Türkei innerlich so wc.it gefestigt ist, daß es Bulgarien wieder mit allem' Nachdruck an fein Abhängigkeitsverhältnis erinnern kann. So denkt man in Bulgarien und will nun den Streit um die Orientbahn als Mittel benutzen, um auch äußerlich die Oberherrschaft des Sultans abzuschütteln. Die Türken haben diese Pläne sehr gut durchschaut, und der türkische Großwesir, Kiamil Pascha, hat dieser Tage dem Botschafter einer Großmacht erklärt, daß, ivenn Bulgarien seine Unabhängigkeit proklamiere, der Krieg unvermeidlich sein werde. Tie türkische Regierung werde nicht imstande sein, die Armee zurückzuhaltcn. Er hoffe jedoch, Bulgarien werde eine solche Eventualität vermeiden. Zn Bulgarien scheint man einstweilen noch nicht recht daran glauben zu wollen, daß die Türkei mit dieser Drohung Ernst machen könnte. Bulgarien scheint, sich auch auf gewisse Hintermänner stützen zu wollen. Richtig ist cs nun allerdings, daß auch hinter den Kulissen- augenblicklich am bulgarisch-türkischen Streitfall eifrig gearbeitet wird. Ein Leitartikel der „Neuen Freien Presse" deutet hierüber mancherlei an. Das Wiener Blatt wendet -sich, .gegen die neueste politische Legende, die in England mit großer Keckheit und Bestimmtheit austrete, daß nämlich Oefterrcich-Ungarn, um die Türkei zu demütigen oder zu schädigen, Bulgarien angcstiftet habe, sich gewaltsam des ostrumelischen Teiles der orientalischen Eisenbahnen zu bemächtigen, die sich im Besitz der Türkei befinden und von einer österreichischen Gesellschaft betrieben werden. Das gehe darauf aus, einen fremden Staat zu veranlassen, einer österreichischen Gesellschaft schweres Unrecht zu tun und sich die Möglichkeit frii schaffen, durch alle Mittel der Tarifkunst dem österreich-ungarischen Handel Hindernisse in den Weg zu legen. Und dies alles, um den Jungtürken Verlegenheiten zu bereiten und im Orient Zwiste herDorzurufcn. Die Absicht dieses zu politischen Zwecken niedergeschriebenen WidersinnS sei ziemlich klar; man wolle zwischen Oesterreich-Ungarn und der Türkei eine Kluft schaffen und in Rußland gegen es Mißtrauen erwecken. Man wolle für sich das Vertrauen der Jungtürken monopolisieren, sich ihnen als einziger Beschützer anempfehlen und sich der russischen Diplomatie als einzigen verläßlichen Freund darbieten. Dieser Legende stellt die „Neue Freie Presse" die Wahrheit gegenüber. Frhr. v. Aehrenthal habe dem Fürsten Ferdinand in Pest ausdrücklich gesagt, daß Oesterreich-Ungarn sich gegen die Besetzung der Bahnen verwahre und diesen Einspruch schriftlich erneuert. Die öffentliche Meinung in Oesierrerch-Ungarn verurteile gleichfalls die bulgarische Eigenmächtigkeit und verlange, daß Bulgarien zunächst die begangene Rechtsverletzung gut mache und dann erst versuche, im Einvernehmen mit der österreichischen Gesellschaft feiner Eisenbahnpolitik die gewünschte Fornr zu geben. Bulgarien habe einen schweren Fehler begangen, indem eS das Vertrauen in seine Zuverlässigkeit und Achtung vor Gesetzmäßigkeit erschüttere und diesen Eindruck noch verschärfe durch das Verfahren gegen einzelne Angestellte der Eisenbahn. Man begreife aber in Oester- reich-Ungaru, daß durch die Verletzung des bulgarischen Selbstgefühls durch die türkische Regierung das Verlangen nach einer auch formellen Unabhängigkeit in Bulgarien aufgewallt fei. Die türkische Regierung habe die Lage offenbar nicht richtig abgefchützt und übersehen, daß man nicht Buchstaben gegen Geist, nicht Form gegen lebendigen Inhalt aus- spielen dürfe. Tie Suzeränitär der Türkei über Bulgarien )ei seit langer Zeit ein kaum-sichtbares, leichtes Band. Bulgarien habe selbständig gegen Serbien Krieg geführt uild selbständig Frieden geschlossen. Es schließe selbständig Verträge, und der Sultan habe sogar eine Ordensauszeichnung aus der Hand des Fürsten entgegengenommen. Tie Suze- rünität sei ein zweifelhafter Posten, den die Türkei längst nicht mehr zu ihren Aktiven rechnen dürfe und früher oder später abschreiben müsse. Bulgarien habe beobachtet und in Mazedonien eine zurückhaltende Politik befolgt, oft unter Gefahr der Unpopularität des Fürsten und der Minister. All dieses hätte die Türker berücksichtigen müssen. Es sei zu wünschen, daß sie jetzt den Wog finde, das freundschaftliche Verhältnis wieder herzuftellen, worüber selbstverständlich Oesterreich-Ungarn sehr zufrieden sein werde. poiitifebe Sagestzehau. Tie Leutenot in der Landwirtschaft hat sich in diesem Jahre während der Erntezeit längst nicht in denc Grade bemerkbar gemacht, wie m den vergangenen Jahren. Sobald die Haupterntezeit vorbei ivar, verschwand der Brbeitermangel fast gänzlich. In Ostpreußen ivar es, wie die „Arbeilsmarkl-Korresp." seststellt, im August zwar etwas schwerer, brauchbare Leute zu bekoniinen, doch iuar diese Erscheinung nur vorübergehend. Jil den anderen landwirtschaftlichen Provinzen Preußens konnte der Bedari fast durchiveg besser gedeckt ,verden als nn Vorjahr. In Brandenburg waren im allgemeinen genügend Arbeitskräfte vorhanden, um den Bedarf zu decken. In Schlesien, Sachsen und Schlesivig - Holstein ist das 9(ngcbot noch nicht ganz zureichend, doch ist die Knappheit an ArbeuskräNen cr- hetlich geringer als im Vorjahre. Ein starkes Ueberangebot besteht m den mehr industriellen Provinzen, wo die befchäfligungs- loscit Industriearbeiter um Beschäftigung in der Landwirtschaft nachfragen, ganz gleich ob sie dafür geeignet siitd oder nicht. In Hannover decken sich Angebot und Nachfrage am landwirtschaft- licheit Arbeitsmarkt noch jo ziemlich, aber m Westfalen, Hessen- Nassan niid in den Rheinlanden bieten sich bet weitem mehr Arbeiter der Landivirlschaft an, als gebraucht iverden köiinen. Besonders im Rheinland hat sich noch m letzter Zeit der Andrang, stark vertitehrt und ist iveit höher als 1907. Bon den süddeutschen Landesteileit ist vor allem Baden zu nennen, wo ein starker An- drang am landwirtschaftlichen Arbeitsmcirkl besteht und sich in den letzten Monaten noch erheblich vermehrt hat. Aehnlich liegen die Verhältnisse im Großherzoglum Hessen; allerdings ist hier der Andrang etwas geringer. In Bayern imö im Königreich Sachsen konnte hingegen der Arbeiterbedarf der Latidwirtschast iioch nicht ganz befriedigt werden, obwohl auch hier der Leute- mangel lange nicht mehr so grob ist wie 1907. In Elsaß- Lothrtngen glichen sich Angebot und Nachfrage m der Hauptsache ziemlich aus. Deutjches Resch. Der Kronprinz wird im preußischen Finanzministerium^ vorerst in der Etatsabteilung Borträge l)ören. Wie verlautet, soll Herr v. Rheinbaben persönlich es übernommen haben, dem Kronprinzen die notwendigen Erläuterungen über die Aufstellung des Staatshaushalts und dessen parlamentarische Behandlung zu geben, Nach Beendigung dieser Vorträge gedenkt der Kronprinz fich mit dem Studium der F-inanzwissensä-aft, insbesondere mir den direkten und indirekten Steuern zu befassen. D a S A b s ch i e d s g e s u ch d e s P r i n z e n B e r n h a r d zur Lippe ist unter dem 29. v. M. unter gleichzeitiger Zustellung eines allerhöchsten freundlichen Handschreibens an den Fürsten Leopold genehmigt worden. . Anläßlich des goldenen Prtesteriubtl.au ms des Papstes wird auch der Kaiser dem Papst seine Glückwünsche zum Ausdruck bringen. Der Oberpräsident der Rhemproptnz, Freiherr von Schorlemer-Liefer, wird in dieser Mission nach Rons reisen und ein kaiserliches .Handschreiben überreichen. Das sächsische Wahlrecht. Die sächsischen Nakional- liberalen haben den Entwurf der neuen Wahlkreiseinteilung ab* gelehnt, während die Konservativen ihm zustrmmten. Das Wahl- kömpromiß ist aufs neue in Frage gestellt. S o z i a l d e m o k r a t i s ch e B n d g e t b e w t l l r g u n g. Das Gothaer Regierungsblatt stellt fest, daß die Sozialdemokraten int Gothaer Landtage das Budget nicht weniger als fünfmal bewilligt haben. Ausland. Das spanische K ö n i g s p a a r ist gestern nachmittag zum! Besuche des Kaisers Franz Josef in Budapest eingetroffen. Wegen großserbischer Propaganda sind in Glina in Kroatien mehrere Personen verhaftet uitd in Ketten nach Agrant übergeführt worden. Vom StänderatinBern wurde mit 24 gegen 2 Stimmen eine Gesetznovelle angenommen, welche die von Anarchisten: und Sozialisten in der Schweiz vielfach betriebene anti- militaristische Propaganda (Aufreizung und Anstiftung ^u Militärverbrechen und Jndisziplin) mit Gefängnis be- Der internationale Unterrichtskongreß ist gestern in Paris eröffnet worden. Minister Eruppi wies in der Kleines Feuilleton. — Tic Akustik des Theatersaals. Das trotz ntunnigfacher Forschungen immer noch nicht völlig geklärte Geheimnis Don den Zusammenwirkungen äußerer Bedingungen, unter denen in großen Räumen die höchsten und zugleich reinsten Schallwirmngen Zustandekommen, gewinnt lebendiges Interesse in diesen Tagen, da die Theater wieder ihre Pforten öffnen und der Theaterfreund die verschiedenartigen aiustischeu Verhältnisse der Bühnenräume mit eigenen Ohren nachprüfen muß. Tie Architekten des Altertums hatten auf diesem Gebiete Dor' den unseren einen wesentlichen Vorzug voraus: sie waren zugleich Physiker, die den Zusammenhang zwischen Raum und Schallwirknng wissenschaftlich abwägen konnten, wo der moderne Bau- künstler dazu neigt, empirisch vorzugehen. Die Grundform des Saales, der Abstand der Mäuse voneinander, Höhe, Breite, Nischen und Plafond, sie alle sind von dem größten Einfluß für die freie Entfaltung der Schallwellen, und mit den kleinsten Umänderungen lassen sich gar oft die größten Wirkungen erzielen. Auch die Zahl der im Saale anwesenden Menschen und ihre Verteilung im Raume ist •Don größtem Einfluß, und der umsichtige Baukünstler wird auf alle diese Möglichkeiten eingehen müssen. Die physikalische Forschung yat mit Hilfe einer Nesvnanzstimmgabel, mit der die Schallwellen gemeßen werden können, sestgcstellt, daß die Dollbesetzten Stuhlreihen z. B. 0.96 Prozent des Schalles absorbieren, ein Teppich 0.20—0.30 Prozenr, Wandtäfelungen 0.03 Prozent und Glasflächen 0.002 Prozent. Die Holztäfelungen oder die Glasdeckung des Plafonds, wie sie bei Oberlichtsälen Dorhanden ist, reflektieren also fast den ganzen Ton, geben also Ueberakustik und können in Konzertoder Theatersälen die Klangwirkung sehr schädigen. Ter französische Ingenieur M. Ä. Laeour hat Dor kurzem darauf hiugewicfen, daß der neue Saal der Pariser medizinischen Fakultät mit seinem prachtDollen Glasdach aus diesem Grunde für die Abhaltung Da.it Kongressen und überhaupt für Reden so gut wie unbrauchbar ist. Eine interessante Erscheinung ist eS, daß die akustischen Verhältnisse mit dem zunehmenden Alter des Saales sich Derbessern. Auch die Beleuchtung, die Lichtwellen scheinen auf die Schallwellen von Einfluß zu sein; wie im „GauloK" berichtet wird, hat der frühere Direktor der Pariser Musikakademie Gail- Hard sestgestellt, daß die Vibration einer Stimmgabel, die im verdunkelten Saale deutlich gehört werden konnte, nach Aufdrehen des Lichtes nicht meyr wahrgenommen wurde. Daß die Architekten des Altertums mit den Bedingungen der Akustik eng vertraut gewesen sein müssen, zeigen ihre gewaltigen Thcaterbauten, z. B. das Theater von Tauro- menium, das 30 000 Menschen faßte, die alle den Klang der Schaufpielerstimme vernehmen sollten. Um den Schall zu steigern, pflegten die Alten auch Bron^evafen in den Thcater- räumen anfzustellen; ob in den f lein er en Bühnenränmen unserer Zeit hiermit günstige Wirkungen erreicht werden können, müßte die Erfahrung lehren. — Mnltatuli in Nieder-Ingelheim. (Rne interessante Feierlichkeit wird sich am Sonntag den 11. Oktober in Nieder-Jngelheim vollziehen. An diesem Tage wird nämlich am S t c r b e h a u s e des am 19. Februar 1887 dort gestorbenen holländischen Dichters Ednaro Douwes Dekker, der unter dem Pseudonym Mnltatuli als einer der bedeutendsten holländischen Ziomanschriftstellev bekannt ist, eine Gedenktafel angebracht werden. Die Tafel ist eine Stiftung eines holländischen Verehrers des Schriftstellers. — Die Fertigstellung der Arbeiten an Lio- nardos Abendmahl. Wie aus Mailand berichtet wird, hat Professor E a v e n a g h i die Restauration des Meisterwerkes des großen Florentiners, über die wir kürzlich ausführlich berichteten, glücklich beendigt. Die vom Ministerium ernannte Kommission hat am Dienstag das Merk besichtigt; die Renovierung soll vollkommen gelungen fein und Professor Eavenaghi erntete lebhafte Anerkennung. Die Kvmmijsion pflictstete bent Vorschlag Eavenaghis bei, der das gerettete Fresko durch die Aufstellung einer größeren Glaswand gegen äußere Einflüsse schützen will. Die Ausführung dieses Planes hat aber mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, da es unmöglich ist, eine Glasscheibe von der Größe der Refektaniumswand, die acht zu neun Meter mißt, zu beschaffen. Man wirb fich damit absinden müssen, mehrere kleinere Glasscheiben zusammenzufügen, die dann durch eine eiserne Umrahmung zusammengehalten werden sollen. (Dieser Vorschlag war vor mehreren Jahren schon von deutschen Kunstgelehrten gemacht worden. Die Red.) — Der Ärmce-MusikinsPizieut Professor Gustav Roßberg trat am 1. Oktober nach 52 jähriger militärischer Dienstzeit, in den diu heft,and. Professor Roßberg, der im 71. Lebensjahre' steht, trat 1856 als Freiwilliger in das 2. Gardo-Regiment z. F. ein und wurde 1860 mit der Bildung eines Musikkorps für das 4. Garde-Regiment z. F. beauftragt, worauf er zu dessen. Niusikmeister und ein Jahr später zum Stadshoboistem ernannt! wurde. Nachdem er 1878 zum Militärmusikoirigenten ernannt worden war, wurde er 1894 Armec-Musikinspizient als Nachfolger des Musikinspizienten Voigt. 1806 erhielt Iioßberg beit Professortitel. Längere Zeit war Prosessor Roßberg auch Lehrer an der Hochschule für Diusik. Er hat an den Feldzügen 1864, 1866 und 1870/71 mit Auszeichnung teilgenommen. — He het veel sapen. Ein Leser (Tr. K.) schreibt den „Hamb. Nachr.": In Stavenhagen soll ein Fritz Reuter- Denkmal errichtet werden. 9Jtir fällt dabei ein kleines Erlebnis ein, das ich vor etwa zwanzig Jahren als Student auf einer Fußtour hatte, die mich auch ourch Stavenhagen führte. Als Reutervevehrer fragte ich g ' ä den Wirt unseres Gasthofes, ob es in Stavenhagen nicht ein Reitter-Denkmal, ein Reutermuseumj oder dergleichen gäbe, worauf der Biedere sehr abfällig erwiderte: „'n Denkmal för Reuter? Wat het de 9)iann denn dahn? He het veel sapen und en beten schrewen!" — Nun scheint man ja doch in Stavenhagen zu etwas anderer Ansicht gekommen zu sein. — Maxim Gorki und die Andrejewa. Wie der „Tag" erfährt, zeigt jetzt die Schauspielerin Andrejewa ihre Vermähl u n g mit Maxim Gorki an. Tie Andrejewa hat, wie unsere Leser sich erinnern werden, im April 1906 den russischen Dichter auf seiner Flucht nach Aniercka begleitet. Als man dort erfuhr, daß sie nicht seine Gattin fei, begann die Newyorker Presse einen wahren Feldzug gegen Gorki, der auch von der dortigen Gesellschaft förmlich boykottiert, wurde. 'Man nahm es ihm besonders übel, daß er seine rechtmäßige Gattin und seine Kinder angeblich mittellos in Petersburg zurückgelassen habe, ivas indes den Tatsachen nicht eiitsprach. Die Andrejeiva ist eine geborene Baronin JurawSki und enlstainmt einer alten Adelsfamilie Rußlands. — B e s r u ch t u >i g durch Elektrizität. In der Pariser Akademie der Wissenschaften erstattete Professor Pon Delage Bericht über feilte neuen Experimente in künstlicher Befruchtung, die aiißerordentlich interessante Resiiltate ergeben haben. Bereits vor einem Jahre war es dem Stalurforscher gelungen, Seeigel-Eier künstlich zu befruchten; sie haben sich vollkoinnien normal sort- enlwickelt und die ausgeschlüpsten Tiere sind noch heute am Leben. Statt der chemischen Flüisigkeiten, die damals zur Anwendung kamen, hat der Gelehrte jetzt mit der Elektrizität Versuche angestellt iind es ijt ihm geglückt, durch die Anwendung elektrischer Kraft Keiine zum Wachstum zu bringen. — Kleine Ebronik ans Kunst und Wissenschaft. Der Erbauer hes Brandenburger Tores, Karl Gotthard Langhans, starb gestern vor IGO Jahren. Erhalle sich schon in Breslau hervorgetan, als er 1785 zum Ches des gesamten Bauwesens in Berlin ernannt wurde. Zu seinen Werken gehörten das Schauspielhaus, das nach bent Branbe burch' Schinkel neu gebaut ward, und die Kolonnaden, vor allem aber das Brandenburger Tor. Zum ersten Atale öffnete sich dieses, als Friedrich Wilhelm II. aus dem Feldzuge in der Champagne zurückkehrte. — Bia re et Jambon, einer der tüchtigsten Bieister auf dein Gebiete der Theatermalerei, ist im Alter von 60 Jahren in Paris gestorbeii. Am Dienstag arbeitete er noch an den Skizzen für die neue Oper „Chiqmto". Die Bühneiibilder der „G ö t l e r d ä »i m e r u n g" für die Große Oper Halle er vor ktwzem volleudet. — D avidof k's Oper „Tie d erfundene (S l o et e" errang in der deutjchen Uraufführung als Festvorstellung für die Association littöraire Artistique internationale Mainz einen außergewöhnlichen Erfolg. — Dem Königlichen Bi ü ii z k a b i n e t t in Bi ü n ch e n sind von zwei ungenannten Kunstfreunden 45 000 Mk. zu A ii k a u s s z w e ck e n geschenkt worden. — Zur vollständigen Freilegung der Porta Nigra, des weltbekcnmlen allrömischen Bauwerkes in Trier, bewilligten die Stadtverordneten 3OOOOO Aik. Tic nachgesuchte Lotterie wurde vom Minister a b g e l e h u t. Eröffnungsrede darauf hin, daß cs nötig fei, den Elementarunterricht zu verlängern. Im dänischen Reichstage machte gestern der Wortführer der Regierungspartei zur Beseitigung des durch die, Betrügereien des Exministers Alberti angerichteten ökonomischen, moralischen und politischen Schaden verschiedene Vorschläge. Man beabsichtigt u. a. die Einsetzung autorisierter Revisoren der Geld- Institute, die Schaffung gesetzlicher Bestimmungen über die lieber- nähme von bezahlten Aemtern durch Minister und Abgeordnete, sowie Revision des Preßgesctzcs. Der Wortführer der Sozial- demokraten richtete die heftigsten Angriffe gegen die Regierung. Das Befinden des Kaisers von China hat sich der- -waßcn verschlimmert, daß das Schlimmste zu befürchten ist. Alle Gesandten sind von ihrem Urlaub schleunigst nach Peking zurück- gekehrt. Man lese den Gießener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Gberhesieus mit Den Beilagen „SamilienMätter", „Landwirtschaftliche Zeitsragen" und dem Kreisblatt für den Kreis Sieben. Auslage Wer 15000 Erp!. Alle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfts» stelle des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. Schwurgericht. Wir erhalten folgende Zuschrift: In Nr. 230, Zweites Blatt Ihrer geschätzten Zeitung vorn 30. Sept. d. I. enthält der Bericht über die Schwurgerichlssitzung vom 29. Sept, eilte Unrichtigkeit, die ich Sie zu berichtigen ersuche. Es heißt daselbst: „Oberförster Schober erklärt, es komme bei Dienstholz ivohl vor, daß es mit dein Quantum nicht so genau genommen würde, aber der Vor° gesetzte müsse das Holz doch erst gesehen haben, ehe cs abge'ahren wird." Dies habe ich nicht erklärt, ich habe vielmehr gesagt, die Holzhauer haben häufig das Bestreben, das Tarüholz für ihren Horstwart besser zu ntachen, als es die Vorschrift erlaubt und es ist schon verschiedene Male vorgekommen, daß ich dies bei der Abzählung gesunden und beanstandet habe und daß solches Holz dann versteigert und dem Forstwart anderes vorschriftsmäßiges Holz zugewiesen tvorden ist. Ich habe dazu gejagt, daß selbstverständlich kein Holz eher abgefahren werden darf, ehe nicht die Abzählung durch den Oberförster oder feinen Vertreter erfolgt ist. Mit vorzüglicher Hochachtung Schober, Forstmeister. Vie Berliner Hochbahn. Gegenüber einigen Berichten über angebliche Mißstände in der technischen Betriebsleitung her Berliner Hoch- und Untergrundbahn, deren Inhalt auch überall anderwärts für ,'Fahrgäste der elektrisch betriebenen Verkehrsmittel von großem Interesse ist, hat der technische Leiter der von einer jo traurigen Katastrophe betroffenen Hochbahugesellschast, Regierungsbaumeister a. D. Direktor Emil Pawel, einen Vertreter der „Allgem. Bert. Korrespondenz" um die Richtigstellung folgender, nach seiner Ansicht aus böswillige Ver- leumdmig entlassener früherer Angestellter zurückzusühren- der Unwahrheiten ersucht: Die aufgeworfene Frage, ob man den kontrollierenden Zugbegleiter nicht in das Heine Abteil ses Zugführers direkt hineinstellen sollte, sei müßig, da der Zugbegleiter, dessen eigentliche Aufgabe es sei, die Tätigkeit des Zugführers während der Fahrt durch die vorgesehenen Gucklöcher zu beobachten, an Ort und Stelle, wo er sich befindet, sofort eine für ihn allein angebrachte Bremse ziehen, sowie durch eine zweite, für ihn an seinem Stand- orte unmittelbar erreichbare Zugleine ziehen kann, durch deren Funktion die befahrene Strecke zum Beispiel im Falle eines Kurzschlusses sofort stromlos gemacht lvird. Durch diese Aufklärung erübrigt sich auch eine Ventilierung der ins Treffen geführten Frage, ob die Tür, die den Zugbegleiter zu dem kleinen Abteil des Zugführers bringen fann, besser nach außen, als, wie es gegenwärtig der Fall ist, nad) innen schließt. Unwahr sino die Angaben über die allzulange Dienstzeit der Angestellten. Nicht wie behauptet wurde, 14 Stunden, sondern L Stunden 26 Minuten sei die höchste Durschschnittsziffer für die Dienstzeit des Betriebspersonals. Ebenso ungerecht sei der Vorwurf der unzu- rcichendeit Ausbildung der Fahrer. Der beste Beweis dafür fei die siebenjährige, tadellose Dienstzeit des unter dem Verdachte des fahrlässigen Verschuldens an der Katastrophe verhafteten Wagenführers. Tie Ausbildung des Betriebspersonals iei niemals abgeschlossen, denn immer wieder werden auch Die ältesten Wagenführer und Zugbegleiter um den Betriebschef versammelt, um eine Jnstrnttwnsstunde zum Zwecke der Rekapitulierung und Nachprüfung ihrer Kenntnisse zu hören. Tie Bremsvorrichtung der Hochbahn sei die beste von allen bestehenden Systemen, nämlich die selbsttätig wirkende Luftdruckbremse. Die Beschäftigung des Wagenführers während der Fahrt fei durch die leichte Handhabung feines Fahrapparats eine so minimale, daß "er beinahe nichts anderes zu tun habe, als auf die Strecke zu sehen und die Vorsignale und Hauptsignale pflichtgemäß zu beobachten. Er habe einen einzigen Hebel zu bedienen, den Strom ein- unb auszuschalten. Was den laienhaften Vorschlag betrifft, den Zugbegleiter zu dem Wagenführer in dessen winzigen Abteil zu postieren, so ist au| Grund der gemachten Erfahrungen dein Zugbegleiter direkt verboten, Den Fahrerstand zu betreten, da beobachtet worden ist, daß in einem solchekl Falle diese beiden, für das Leben der Fahrgäste verantwortlichen Personen fid) leicht zu einem Gespräch miteinander verleiten lassen, dessen Führung natur= gemäß die nötige Aufmertsamieit für bie Vorgänge auf ber Strecke beeinträchtigt. Ter einzige prüfenswerte unb wahrscheinlich auch zu einer Aenberung führenbe Vorschlag ist ber, die Gucklöcher für den Zugbegleiter bedeutend zu vergrößern. Die beste Kontrolle aber darüber, ob der Zugbegleiter den . ihm während ber Fahrt instruktionsgemäß angewiesenen Platz an den Gucklöchern auch einnimmt, kann jederzeit während der ganzen Fahrt nur vom Publikum selbst geübt werden. Fede diesbezügliche Anzeige wiro von der Direktion ausnahmslos berücksichtigt roerbeu und für den schuld- tragenden Beamten eventuelle Entlassung zur Folge haben. Zum Schluß hib Direktor Pawel ben Berichrerstatter zu einer Fahrt auf ber neuen Strecke nach bem Spittelmartte ein, bei welcher er ihm bie leichte Hanbhabung aller Apparate an den ulten und neuen Wagen der Gesellschaft demon- istrierte. L. B. vermischtes. * Eine Liebesaffäre ä m serbischen Königs- Iho f. Der überaus temperamentvolle Kronprinz Georg von ^Serbien, ber schon mehrfach von sich reo en machte, ick) wieber der Helb einer neuen Sensation. Ten jungen Prinzen hat ferne gro.ße Leidenschaft für eine Belgrader Dame, Tochter eines angefehenen Kaufmanns und seit kurzem Gattin eines Artilleriehauptmauiis, ergriffen, und dies macht seinem königlichen Vater schwere Sorgen. Täglich sieht man, wie aus'Belgrad berichtet wird, den Thronfolger im Automobil nach dem Villenvorort Toptschider fahren, wo die schöne Offiziersgattin wohnt. Beim Beginn der immer häufiger werdenden Besuche dachte man, es handle sich wieder einmal um einen kleinen Flirt, der bald zu Ende sein würde; allein die Sache scheint diesmal ernsthaft werden zu wollen. Kronprinz 65eorg hat alle seine Sportpassivneu aufgegeben, ist im militärischen Dienst gleichgültig nno z:eht sich'säst vollständig von der Welt zurück. Man trachtet, den Prinzen auf alle mögliche Weise von Belgrad fortzubringen, aber diese Bemühungen sind bis jetzt erfolglos geblieben, und auch von der Auslandsreise, die schon seit einigen Monaten geplant ist, will er nichts wissen. Die junge, schöne und vornehme Dame scheint sich nicht mit einem Flirt begnügen zu wollen, sondern ist ehrgeizig genug, nach der legitimen Verbindung mit dem Thronfolger zu streben. In Belgrad erwartet man mit Spannung die Losung dieser Affäre. * Tas gelöste Problem der Ricsenhütc. Ter Tircktor j-es St. James Theater in Landon, Forves Roberts, hat laut ingeniöse Weise das Proalem Der Riefenhute, dje die Londonerinnen an den zweimal der Wache statts'indend-en Nach- mittagLporstellungen zum großen Mißvergnügen der Parkettbc- suchcr tragen, gelöst. Er ließ in seinem Theater groß gelbe Plakate anbringen, die in schwarzem Druck bie folgenden Satze enthielten: Zur Frage der Riesenhüte! „Das Problem der großen Duke i)t endgültig gelöst Jede feine uno auf wahre Bitoung Anspruch erhebende Dame nimmt üjren Hut gerne ab. Nur einige ungevilbeten und rücksichtslosen Personen lassen ihn bann und wann am Kopfe." Tas Resultat war überraschend. Oozwar an den Nachmittagsvorstellungen kein Zwang besteht, die Hüte abzulegen, legten sämtliche Frauen ihre Hüte in der Garderobe ab. Kleine Tageschrouil. Die G r u n d st e i n l e g u n g zu Dein neuen trans-pyry- näifchen Tunnel findet am 1U. Oktober statt. AirchLiche Nachrichten. Evtmgeujche Gemeinde. Am 16. Sonntag n a ch T r l il l ta t iS, den 4. Okt.: Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich letzte Ehristeulehre für bie Ncukonfirmierten aus-der Matthäusgemeinde. Vormittags 9l/2 Uhr: Psarrajsisteut $ an ft ein. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeiude. Pfarrer Schwab c. Donnerstag, den 8. Oktober, abends 8 Uhr: Bibel stunde im Markussaal. ‘ Pfarrer S ch iv a b e. Rächstlünftigeu Sonntag, den 11. Oktober, abends 8 Uhr im Matthäussaal: Vereinigung der konfirmierten m ä n n 1 i ch e n I u g c n ö der Matthäusgemeinde. Tie Versammlungen des F r a n e n - AI i s s i o n s o e r e i n s werden Dienstag, den 20. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im Matthäussaal beginnen. Tie Mitglieder werden dazu herzlich eiu- gelaben. Rene Mitglieder sind sehr willkommen und werden gebeten, sich im Veremslokal anmelden zu wollen. In der Iohanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfetd. Zugleich letzte Ehristeulehre für die Neukonfirmierten ans der Johannesgemeinde. Vormittags 91/., Uhr: Pfarrer B e ch t o 1 s h e i m er. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johamies- geinembe. Anmeldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags lP/4 Uhr: Kinderkirche der Lukasgeineinde. Pfarrer B e ch t o 1 s h e i m e r. Montag, den 5. Oktober, abends 8 Uhr: B i b e t ft n n ö c im Lukassaale. Pfarrer Bechto 1 sheiine r. Die Versammlungen des S o n n l a g s v e r e i n S für Al ä d - ch e n beginnen Sonntag, den 18. Oktober in ber Kleinkmderschule, Diezstr. 15. . Tie Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der L u k a 2 g e m e i n d e beginnt Freitag, den 16. Oktober, abends von 73G bis 738 Uhr, bie ber m amtlichen Jugend Sonntag ben 18. Okober, abends von L-6 bis 1/210 Uhr im Liikassaal. Die Vereinigung der konfirmierten iveib- lieben Jugend der Johannes g^ meinde beginnt Freitag, den 16. Oktober, abends, von */»6 bis h,8 Uhr, die der männlichen Jugend Sonntag, den 18. Oktober, abends von 1/2b bis r/r^O Uhr im JohanneSsaal. Tie Versammlungen des F r a u e n - Al t s s i o n s v e r e i n s der 2 u £ a 5 g e m e i n b e werben Freitag, 16. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im Liikassaal beginnen. Die Müglieber werben bazu herzlich eingeladen. 9leue Mitglieder sind sehr willkommen mid ivcrben gebeten, sich im Vereinstokalc anmelben zu wollen. Rächstkünstigen Sonntag, den 11. Oktober, feiern wir das Erntedankfest und bainit beginnen auch wieder bie Ab end - gottesbienste um 5 Uhr. Auch wirb babei eine Kollekte zum Besten ber cvangelischen Bewegilirg in Oesterreich erhoben werben. Am Montag, ben 12. Oktober, wirb der Konfirmandcu- unterrlcht in den 4 Gemeinden seinen Ansang nehmen, für die Knaben um 3 Uhr, für die Mädchen um 41/* Uhr. Anmeldungen dazu feilens der Eltern »rnd ber Kinder werden im Pfarrhanse jeder Gemeinde mid zwar: Montag, den 5. Oktober, und Tienstag, den 6. Oktober jedesmal von 12 bis 1 Uhr und von 4 bis 6 Uhr erbeten, Formulare zur Anmeldung tonnen bei ben Schulbicnern unb ben Kirchendienern in Empfang genommen werden. Bezüglich der auswärts wohnenden Schüler höherer Lehr- anftaüen wird noch bestimmt, daß Schüler des Gymnasiums und des Realgymnasiums sich bei Pfarrer Ausfeld, Schüler ber Oberrealschule bei Pfarrer I). Schlosser anmelden sollen. Die feierliche Eröffnung des Unterrichts finbet am Sonntag, ben 11. Oktober statt unb zwar: In der Stadtkirche. Für bie Matthäus gemembe im Anschluß and den Haupt- gottesdienst. Für die Markusgemeinde im Anschluß an den Abeud- gottesdienst. In der Iohanneskirche. Für die Johannes gememoe im 'Anschluß an den Haupt- goltesdienst. Für die Lukas gemeinde im Anschluß an den Abend- gottesdienst. Dazu werden besonders die Eltern, Paten unb Angehörigen der Kinder herzlich eingeladen. Uatholisüfe ^eürr'iN-e. Gottesdienst. Samstag ben 3. £) f t o b e r: Slachmittags um 5 Uhr unb abenbS um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag ben 4. O k t., 17.Sonntag nach Pfingsten: Nosenkranz-Fest. Vormittags von 6’/2 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. a um 7 Uhr: Die erste heil. Riehe. „ um 8 Uhr: Tie ziveile heilige Blesse. „ um 9l/2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 6 Uhr: Predigt, darauf Rosenkranz - Andacht mit Segen. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und SaniS- tag abend um 67, Uhr ist Rosenkranz-Andacht mit Segen. Israelitische Hdigionsgemeinbe. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Montag, ben 5. Oktober 1908: VcrsöhnungSfest. Vorabend G Uhr. Predigt um 61/, Uhr. Morgens 7.30 Uhr. Previgt und Lcclenfcier um 11'/ Uhr. Nachmittags £.45 Uhr. Schlußpredigt. FesteüauSgang 6.35 Uhr. NB Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet. Israelitische Neligionsgesellschaft. Gottesdienst. Sabbatteicr am 3. Oktober 1908: Freitag abend 5.30 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Predigt. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 6.45 Uhr. Sonntag den 4. Oktober 1908: Morgens 5.00. Nachmittags 2.30 Uhr. Montag ben 5. Oktober 1908: BerföhnuugSfest. Vorabend 6.00 Uhr. Predigt. Morgens 6.00 Uhr. FesteSausgang 6.35 Uhr. Wochengoliesbiensl: morgens 6.30 Uhr, abends 7.00 Uhr. Markte. FC. Frankfurt a. 9)L, 1. Oll. Vom 1. Oktober 1908 bis 31. März 1909 sind bie Markttage und Markt sl unde n auf bem hiesigen Viehhof wie folgt festgesetzt: Montag: Haupl- marft iür Rmber und Schweine, foivie l’lebenmarft für Kälber und Schafe von 81/., Uhr vormittags bis 12'/, Uhr nachmittags; Mittwoch: Zweiter Schweinemartt von vormittags von 8 bis 12 Uhr vormittags; Tonnerslag: Hauplmarkt für Kälber uub Schafe, foivie yicbemnarft für Rmber und Schweme von lu Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmutags. x Kirchhain, 1. Okl. Dem heutigen N i n d v i e h m a r k t waren etwa 3uü Kühe unb Rinder zugetrieben. Ter Handel ging bei hohen Preisen flott. — Dein S ch w e i u e m a r 11 ivaren 500 Ferkel und Läufer zugefahren. Ferkel kosteten bas Paar 28 bis 32 Mk., Läufer 50—70 Äik. Das Geschäft wollte Nicht so recht ziehen. der Station Gießen. Oktober 1908 Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 1. 2“ 754,9 21,0 11.8 65 Still Sonnenschein 1. 925 754,9 12,7 10,3 95 S 2 KlarerHimmel 2. 724 755,3 8,0 7,8 98 NW 2 Nebel Höchste Ten peratul am 3 J. Sep ibr. b is 1. O ktober = 4- 20,9 ° C. Jüebrigfte * * 30. 1. — + 7,5 u C. TeäefoniscUw itursberiente des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Hande) und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 2. Oktober, Lio Uhr. 3^% Reichsanleihe . . 92.45 3% do. . . 84.20 3^°/0 Konsols .... 92.55 3% do «4.10 3^% Hessen .... 90.70 3^°/0 Oberhessen . . . — 4% Oesterr Goldrente. . 9815 4‘/6 z6 Oesterr. Silberrente 98.85 4% Ungar Goldrente . . 93JO 4-L Italien. Heute . . . —.— 3^ö Portugiesen Serie I . —•— 3% Portugiesen „ III 62.00 4 x/au(0 russ.fcitaatsaul. 190.) 96.95 4>2 b)0 japan. Staatsanleihe 91.35 4% Uonv.Türken von l‘JUu 93.90 Türkeulose 142.80 4% Griech. Monopol-Aul. . 51.50 4% äussere Argentinier . 87.00 b°/o Mexikaner . . . 64.50 4xauI» Chiuesen .... 97.60 Aktien: Bochum Guss 224.50 Buderus E. W —.— Elektnz. Lahineyer . . . Elektriz. ächuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Laurahütte ^oräd. Lloyd Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Haudelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskouto-Kommaudit. . Dresdner Bank . . . . Kreditaktieu Baltimore- und Ohio- Eiseulahu Gottbardbahn Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. ätaatsbahn . . . Brince-Henri-Eiseubahn . 123.50 123.00 192.70 106.80 206.75 211.50 84.60 100.40 168.80 128.00 242.00 180.50 149.40 202.50 91.00' 23*00 149 00 126.00 l'endenz: behauptet. Berliner ifiörse, 2. Oktober. Aulangskurse. Cauada E. B. . . . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: träge. . 175.90 . 129.00 ' 57*70 . 149.40 Harpener Bergwerk. . . — Laurahütte 211.10 Lombarden E. B. ... 23.40 Nordd. Lloyd 85.20 l'ürkenlose 143.70 als Zusatz zur Milch eine leicht verdauliche Kindernahrung. Seit Jahren bestens bewährt zur Herstellung von Puddings und feinen Backwaren. | Nähre mit „Knorr“. | mit 12 Pfg. täglich nützen sich diejenigen, welche einer Stärkung und Kräftigung bedürfen am meisten, wenn sie einige Zeit Bioson trinken. 0 mitgeteilt von der 87.75 87.75 500 200 M. Tlr. M. Fr. 99.60 94.80 90.3u 90.10 23.00 149 00 126.00 v. 1870—80 abgest. v. 1900 .... v. 1903 .... v. 1896 .... 89.30 89.50 98.30 97-80 unk. b. 1914 Kommunal . SolmS-Laubach abgeii. ra[i. ± üuriil. 90.10 99.- 91.50 90.50 98.10 100.40 99.50 101.20 91.— 131.— 140z- 125.— 195.- 118.- 201.- i8.— 136.— 79.- 91.— 99.50 99.60 91.— 93.70 93.70 93.50 67.30 95.80 96.90 103.50 v. 1901 Ser. 1 lundb. ab 19u6 n. 14—15 . Ser.I—V mit. 1909 Kom. >JbL S. 5—6. . 11. 7—8 . Oest. E.-B. L>l. Sch.-Versch. (conv Elisab. )jbl.) i. 0). sleuerfr. . v. 1901 lünbb. ab 1906 . abgest v. 1887 v. 1891 abgest v. 1896 v. 1898 v. 1902 Ser. II lünbb. ab 190' v. 1901 lünbb. ab 1907 . . v. 1887/89 v. 189b lünbb. ab 1901 . . v. 1908 unk. b. 1914 . . . 96.50 97.— 95.— 101.50 Ruman. do. do. do. do. (Banl s. Handel u. Zudnstric- T)eiusche Ll. S.l-X Dl. 600/1200 iLsscll.- u. Weujselb. ztlr. 100 ainoru do. do. amort. amori. 37, ^7- 26.25 41.30 2-25.30 113.90 323.15 158.— 123-50 198.— 174.50 176.80 193.— 206.75 157.— 131.80 2ol- 218.7;' 108.25 210.50 120.— 177.25 130.— 100.— do. do. 216.50 125.50 111.70 203.6b 10u.7o li>0.— 111.20 133.80 97.20 97.40 97.70 93.80 97.90 93.80 92.— 92.— b. Auslänvische. L Europäische. 24/10Sübitai. (Mend.) Sr.A-H. 4 Toscamsche Central . . o Westsicilian v. Iö79 do. do. do. do. do. Do. Ser. 14 27.« d°. 27ie d° Lose. . 4.ir. 100 . ö. st. luO . Tlr. 100 . Llr. 100 . Tlr. 50 . h.st.iOo . Tlr. 100 . Llr. 50 . Fr. 80 . je-100 . Llr. 100 . ö. sl. oOo . Llr. 40 München d. 1900/01 mit. b. ab 1908 Verzinsliche 4 Badische Prämien . . . . a Lonau-Regulierung . . . ö7,Gvthaer Pram. Psandbr. I . Eisenbahii-^letiteu-Lk. . grants. .phpoihel.-Lanl do. Hhp.-Kreo.-L. Di. 4 97s 5 77, 572 7 9 7 8 10 77- 77- 4 4 37, 67, 37, ?7. 37, 27, 4 ^ollyardbahu. . jtal. Rtltlclmeer . uiatoi. iLisenb. . niice Henri . . j. rag-Tux Sl.Akt 6 10 67- 97» 5 do. do. Hessische do. do. do. do. St.-Anl. v. 1908 Anl. 1906 . . AM. abgest. . . do do do. Spez. 37, Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 1—190 u. 301-310 37, do. do. Ser.311-350 unk. b. 1913 Staats-Anleihen a. Teutschc. Deutsche Reichs-Anleihe . . . . Argent. do. do. do. do. do. u. 41 mit. b. 1910 . unk. b. 1913 . . . lündb. ab 1908 . . do. do. bo. do. do. bo. S. bo. S. bo. S. do. S. do. S. do. S. do. S. do. do. do. Offenbach do. do. do. dc. do. 98.20 95.90 Rente Rente Do. Rente Rente 4 37, 37, 37, 37, 37, 4 37, Do. Do. do. do. do. do. do do. Do. Do. 00. DO. Braunschweig. LandeS-E.-B. II E I E abgest. Fr- M. 37, Ulm v. 1905 Wiesbaden v. 1900 lünbb. ab 1905 Do. do. do. do. do. do. do. bo. DO. bo. do. do. do. do. dv. do. Ricininger do. do. bo. bo. bo. bo. bo. Sächsische Rente v. 1907 37, 67- 4 4 37, 37, 37, 4 4 1 4 37, 37, 4 37, Staat!, ober proviiizial-garant. Hess. Landes-Hyp. Bank Ser. 12—13 änst. E.-B. i. G. innere v. 1888 . äußere Golb-Anl. bo. bo. Rhein-N>Z 50 Jahre, »tcl ,zur Post", fleht. Bei drei ist die Jubilarin, bo. bo. bo. do. do. 37, Älz-Y v- 37a Aschaffenburg v. 188a . . . 4 Augsburg v. 1901 uul. b. 1908 Pfandbriefe. , (vr. Pominr., abgest. 80% do. bo. oo. do. dv. Du. bo. Augsburger . . . Brannsasweig . . Oiuulauoische . . jteiourgcr . . . u>euuu .... 2-iailauDct . . . ^.ailunder . . . -Lnciuuigcr . . , Oeslr. u. 1864 . . Oesir. Kredit v. 1858 Papenh. Grast. . . muDolsS-Slislung . Lurlische .... oo. .... Ungar. Staats . . Beneuaner . . . 86.40 161.25 100.75 78.50 94.80 47a ®rj. .pemlei .pg.u.^omi. r.älvau.84 Solinä-Lramiseis v. 1880 . Mannhelin Do. do. do. do. 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 5 4 Ladische Laut . . . Tlr. luü eayr. L. s. panb. u. Jnd. M. luuu Lahr. Hhp.- u. LOechsclbt. \. sl. uov Berliner HanbelSg. . Di. öUU/lUÜu 6 12 47; 6 9 Oest.. do. do. do. do. do. do. do. G. G. G. G. G. G. 500 „ 1000 „ . Di. Ungarische oo. do. do. 3% bo. v. 1899 bo. Do. Do. bo. 483, 4O8. 00. do. Do. Do. 3tasUt)ahu. • • emi-Libeubahu . Do. Bagdab-Bahn . . Gold-Rente 2025 r //senburg-LuDlngen . . Ascni). u. Bnd.-Birstein v. 1887 1884 4*/, Mecklb. Hyv. u. Wbk. Ser. I verl. äl25 oo." Ser. 3 abgest do. bo. Do. do. Co. Südd. Do. Do. do. do. Do. DO. Do. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. Worms 111 Uhr '«ÖL 4 iym-'Ui- ö7, do. (ErgänzgS.-9k.) v. 1895 stf. 1. G. 1000/2000 Prag-Dux v. 1896 stf. 3 4 st »7, 3 3 4 »7. 3 4 4 37. 37. 3 3 4 37, 37. 37, 3 bo. do. do. do. bo. do. bo. 00. bo. do. bo. bo. bo. 00. 00. bo. do. bo. bo. Dc. bo. T)est.-Ung.Slaasb. r^est.Suov.^Lomo, Rindviehmarkt bciL Ter handel ging eniarft waren 50u cleu das Pgar 28 bis ' wollte incht so recht schenk' .„klkviu- ! xinew 37, 00. dv. 37, Frankfurt 1 Landw. Lkredilbank Psandbr. T-V . . do Landw. Stredilbant Lu. D-J . . . Do. bo. Lit. N-P Landw. Kreditbank Pfdbr. Lit. Q»S . . Hambg. Hyp.»Bk. S. 141 -340 lündb.abl905 Do. Do. ©. 341*400 unt. b. 1910 bo. bo. S. 401-470 unt. b. 1913 Offenburg v. 1898 lünbb. ab Pforzheim v. 1899 lünbb. ao v. 19ül lünbb. ab bencfite der Bank für Handel' ;n. der, 1.15 Vbr. Lahmerer. . • 123.60 Schlickert. . . WM .., utcio. Ldtr. (tÄreiz) Au. B. j.r-..loou ^iilleldschc. Stredub. . Dl. 300/lzOo Aailb. |. L.lschl. ö. 1-VIM.300/1200 ^iurnberger Bant . . . Di. looo Jiuruoeig. Lereiusbt. Di. 300/1200 ^eit.-Uug. Bant . . Str. 1400 ^cst.-LailDerbaut . . 0. sl. 2Oo ^eit.-Sirebil-Anstalt. . d. sl. 2o0 Psalzische Baut ... 'Du 12ou Preug. Lvocutrebitbaut Tlr. 2uo Dv. Hyp.-Akl.-Bk. Dl. 600/1200 sttheui. Hicoubt. in. 600/1000/1200 Ryeui. Hyp.-Laitl Di. CiOO/l-OO Lsüsassyaui. Bautvcr. . 2Jt. I00O Subb. LoDenlreDit-Banl . W1.6O0 do. bo. Do. bo. 710 d°. 57. Oest. E.-B. St. Sch.-L-rsch. «.conv rzrauz-^ose,) u SUb. neuer,r. 3 Oesterr. cotaib. (öernaatl.) . . Ö7. do. E.-B. St. Sch.-Bersch. (abgef Elisab.-A.) i. jteuerjr. Pp. . Pormg. nnistz. v. 190z- Ser. I . io. rniisiz. v. 1902 Ser.III . 6 5 do. do. 47, bo. do. 4 EgyPtische unifizierte. 37. Schwedische v. 1880 abgest. . . 37, bo. v. 1890 .... 3 do 37. Schweiz. Eidg. (A.-G.) unk. b. 191 4 Serb. amort. . 1895 (405) . . 4 Span. auöl. Rente v. 1882 abgef 37, Lürk.-Egypt. Tribut .... Do. -Biachlersbach v. 37, Gotthardbahu . ... 3% Fura-Simplon v. 1894 Schweiz. Central v. 1880 Moskau-Kasan unt. 1915 WurlteUibg. do. do. do. do. Ungar.-Äalizische . ftf. i. S . . Vorarlberg ... w 1. ©. . . ^7io Ilal.stl.gar.E.B.Ser. A-E.i.G. . . 4 ^taL Miilelmeer steuerfr. i. G. . . 271O Llvornes. Lu. C. 1). u. D/2 500 4 Sard. ©ec. stsr. gar. 111. II . . 4 Siciltaiilsche sleuerfr. 1. E. v. 1889 4 bo. „ i. (SJ. v. 1891 37^ Diauheim v. 1902 mit. b. 1912 . 37, Reufiadt a. d. H. v. 1889 . . . d. 1903 lünbb. ab 190 Hyp.-Lt. Lu. A ^t. looo DO. Lu. B Hl. 1000 47, Bosnien u. Hercegov. v. 1902 unk. 1913 4 Do. DO. 5 Söulgar. Lab. Anl. v. 1902 i. G. . 17i. Grrech. E.-B. v. 1890 steuersr. . 1% Do. Monopol-Ant. v. 1887 . . 4 * Italienische Rente Eisenwerle Lollar r. 102 . . . yiieiir. xrett pombutg r. 103 . . j». Atlant Teiegras ..... Frauteu-Allee, gaiant. v. Fcanlsurt Frank,. Ho, r. 100 Reue Loben r. 102 bo. oo. r. 101 Ausländische. Elisabeth steuerfr. 1. Ä. . , 2000 St. Ferb. Rrdb. 1887 ftf. 1. S. . . Do bo. 1887 ftf. gar. . . • Bergwerk . . —- heu Bergwerk . 192.i0 ■ Amerik. BaketL 106.80 Bergwerk. . • 206.75 t. . • • 211.50 “jd WJ »s. Eisen-Industrie 100.40 Haudelsges. . ■ ™ Asiat Bank ,-Kormuauflit. r Bank . • ;tieu . e- and Ohio* ahn • • • babu . - - , Eisenbahn 3*/a bo. Ser. 10 4 Prenst. Hypoiheken-Akl.-Bk. \ QUf 80o, Qb bo. ) J Hyp.B.Zs. lünbb. ab 1905 . . ‘27io do. do. 17e Oest. Silber-Rente 47. 4 4 4 37, Do. 47, Bukarest Do. v. 91 do. v. 97 w ... garantierte . . . . 47, Japaner Ser. II o. 1905 . . Do. ' v. 190d . . . . • Mexlk. amort. innere ©er. I—IV do. cons. äußere v. 1899 steuerfr Lklober - + 20,9 6 C. , =+ 7,5‘C. Franz-Josef . . S. 200/1000 Kaschan-Odrb. v. 1889 1. ©. . . bo. do. v. 1889 i. G. . . do. do. v. 1891 i. G . . 37a Karlsruhe 37, do. 3 do. do. Sübwesl jt,r. gar. 408/2040 Ryasau-Kosiow sleuerfr. gar. . . bo. Uraist |teuer,t. gar. 404/2020 bo. do. 97 sleuerfr. gar. . Warsa-.-Wlen. stsr. gar. 2020/4040 Lvladlkawl. 85 slfr. gar. 4U8/.2040 Analolische i. G 20401 do. l (Ä. (S. II Ergnz.) 2040 Pörtg. E. B. v. v6 (Laira Laixa) migar. Kreditbank . . Univubanl (B>ien) . . Xbicncr Lantbcrciu. . Hburttbg. Banlaustalt . do. Lerelnsbank Würzburger BollSbanl Mannheim kündb. ab 1902 Do. kündb. ab 1007 Kursblatt des Gießener Anzeigers vom 1. Oktober ,908. Gold-Anl. b. 1894 sleuerfr. Do. v. 189b steuerfr. bo. — - Bavr. E.-B.-Anl. unk. b. 1906 E.-B. u. Allg. 'Anl. . . Dv — ... Bremer St.-Anl. v. 1888, 92, 99 . . Do. bo. v. 1896 unt. 1912 do'. bo. v. 1902 unk. b. 1912 Lamburaer Sl.-Anl. ainrt. 1900 u. 1909 . bo. bo. d.1887,91,93,99 kann mit Koch-Schokolade garant. rein Block ÖU Vanille-Schokolade Tafel 10 Paket Backpulver Mk. 1.25 2 Pfd. Bienenkörbchen 85 £ Kaiser-Auszugmehl Kaiser-Bliiteninehl Pfd. Mer n ■n n 5) r 7> n 7) 7> T> 7) Rheinisch«; Xanfhan? 2E Bahnhofstrasse 2® aMA r ' . sm S MUtz! Plakat-Zahrplan Englische Damen-Kostüme. BS S3 8. Roeder’s Bremer Börsenfeder Giessen Blockstrasse 1, I ■ IMIMUJUiMIMJAM Hochachtungsvoll 08160 Besitzer Alber1! iCuhnd 15 28 38 98 15 Neuester vervollständigter Plakat- « Fabrvlan, enthaltend die Fahrzeiten * der auf d. 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