Gossen a»/» MM ^2 ssessegi &*=*' ktlv-Barleeke »ÄlWfl ÄJ®^ Arlüq-I £2S2t.tfwnJ8öfiS| W 'n der Hauvii? e wurde in famili^" Residenzstädten vor Ntw t1!??- Dutm"luil5r K- m Soloiicum unö b?n k 'arren-GeschDen. K Üaurant: ST-Äbend bet reengagierien ters »Neugebauer" in-Virtaosin. [ift ein n, n Gießen u.Frailkm^. WWs?w Mtei isen und Umgegend, iuiflcn Milgiicber, dir M gcineiujamen lltsffe!-VW zeuwollen, werben gcdr^ die Liste, die in jeder öo teile ausliegl, emzuzciM- w^e W einer w** fs wirb ausbrülllich dm. lksain gemach!, baß k iBtetntin zur ^uyentnu-, »n io. September etzt ist. £ • Die Kartofielnsmodtm ing zu bezahlen. ** Eintritte können -M° n Lertaussiiellen: «im : -Labndositraüe 31 c- Fran^ise i?|.ÄlUan0enointc j D. ÄÄf ä6tl9^e***v Nr. 206 Zweites Blatt Mittwoch 2. September 1908 X t Miger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. SeneM-NnZeiger für Oberheßen 158. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersitäts - Brich- und Steindrnckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- slraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion. ^K118. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen« Die „Eiehener Zamilienblätter" werden dem bAnzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für Öen Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. politische Tagesschau. Die Militärbehörde und der angebliche Mangel an Militärärzten. Wie die .Berliner Unwecsal-Korrespondenz* maßgebenden- ortS erfährt, entsprechen die Zeitungsmeldungen, die auf einen besonders in letzter Zeit fühlbaren Mangel an Militärärzten in dec deutschen Armee Hinweisen, nicht den Tatsachen. Wohl ist cs richtig, daß die Meldungen zur militärärztlichcn Karriere gegenwärtig nicht in dem Maße wie früher erfolgen, doch ist dies damit zu erklären, daß der Zudrang zum medizinischen Studium im allgemeinen stark nachgelassen hat. Die Militärverwaltung deckt ihren Aerztcbedarf aus den Studierenden dec Kaiser Wilhelm-Akademie, die besondere Benefizicn genießen, und aus den Unterärzten, die sich nach Ableistung ihrer einjährigen Wehrpflicht freiwillig verpflichten, eine bestimmte Anzahl von Jahren als Militärärzte zu dienen. Die freiwilligen Militärärzte erhalten für die Dauer ihrer Verpflichtung, höchstens aber bis zum Stabsarzt, außer ihren GehaltSbezügeu eine jährliche Studiengcldcntschädizung von 300 Mk. Liese Entschädigung soll für die Unterärzte einen, Reiz bilden, sich aktivieren zu lassen, denn sie sinden beim Militärdienst ihr angenehmes Auskommen, während sie als selbständige Zivilärzte meist eine unsichere Existenz haben und von vielen Zufällen abhängig sind. Auch das Avancement ist nicht ungünstig. Durchschnittlich dauert es nur 7 bis 8 Jahre bitz zum Oberarzt. Nach weiteren 7 bis 8 Jahren ist gewöhnlich schon der Stabsarztrang erreicht. Daß trotzdem viele Militärärzte nach einigen Jahren den Militärdienst verlassen, ist nur darauf zurückzuführen, daß sie sich durch das militärische Leben in ihrer persönlichen Freiheit beeinträchtigt fühlen. Seitens der Militärverwaltung geschieht also alles, um einem Mangel an Militärärzten abznhelsen. Schon wiederholt sind die Plätze an der Kaiser Wilhelm- Akadeniie vermehrt worden. Sollte es nötig sein, so wird die Militärbehörde eine weitere Vermehrung verlangen. Ta gegenwärtig ein tatsächlicher Mangel an Militärärzten nicht existiert, ist auch für die Militärverwaltung kein Anlaß vorhanden, irgendivelche besonderen Maßregeln zu ergreifen. Deutsche» Reich. Der Kaiser trifft an 3. Sepcemir.r Mittags wieder in Straßburg ein. Die b) erb st Parade des Gardekorps fand gestern vor dem Kaiser auf Dem Tempclhofer Felde statt. Der Staatssekretär D l v Reicysschatzar.ets S h - do w ist in ZinnienstaDt eingetrosfen, um dem zum Sommerauscitt- l>alt im benachbarten Bühl weilenden srühcrcn StaaiSfelretär des Rcichsschatzainis Fre.Herrn v. Stengel einen Be,uck> abzustatten. Der frühere Bez ir ksamtinann in Togo, Geo A. Schmidt, der nach Erledigung des Prozesses brören-Schmidt bclanntlid) wieder int Kolonialdienste bescstifugl wurde, 1)61 einen einjährigen Urlaub erhalten, um in den Dienst der Firma Lenz u. Eo, Kamerun, treten zu können. Zur Reichstags er faß io ahl in Ludwigshafen. Eine Bersannnlung von Bcrtrauensu^nnern des Zentrums beschloß, für die Rcichslagseriatzwahl in Speher-Frankenthal an Sielte des verstorbenen Abg. Ehrhardt (Soz.) Slunmenlhaltung. Tie Wahl des Soziaioenwkraten Binder erscheint somit als gesichert. Keine Militär ko nvention mit Schweden. Wie der „B. L. A." an zuständiger Stelle erfahrt, beruht die Meldung eines russischen Blattes, znäschen Deutschland und Schweden sei bei Gelegenheit des jüngsten Besuches itaiier Wilhelms in Stockholm eine Militärkonvention abgeschlossen worden, auf Erfindung. Weder hat Sck)weDen jemals den Wunsch geäußert, mit irgend einem Staat Sonderbünduisje aozuschliegen, noch ijai Deutschland irgendwann Die Absicht zu erkennen gegeben, Schiveden eine solche Konvention anzutragen. Die ganze iVielbung trägt somit den Charakter einer tendenziösen Erfindung. Nord und Süd in der Sozialdemokratie. Eine sozialdemokratische Lersammluug nahm vorgestern abend in Stuttgart in geschlossener Sitzung mit 230 gegen etwa 100 Stimmen eine Resolution an, in der Die Zustimmung Der süddeutsch.ii Abgeordneten zum Gesamtbudget als ein Verstoß gegen die Lübecker und Dresdener Resolution erklärt wird. Tie Versammlung nimmt Stellung gegen das disziplinwidrige Verhalten dec badischen Partei- instanzeu und verurteilt ferner die Tenoenz, die Entsck-erDung über so wichtige Partei frag en, die der Masse Der Parteigenossen Vorbehalten werden nmß, in das Dunkel kombinierter Frakiionsfitzungen zu verweisen. Zeppelin über die Lustschiffahrt. Graf Zeppelin hat in einem Bries an Den Oberbürgermeister Beutler von Drcsocn solgendeS ausgesnhrt: „Ich bin nicht der Ansicht, daß es zweckmäßig sein wird, von privater oder öffentlicher Seite Geld für die Anlage von Lustschilfhasen zu sammeln, und zwar aus folgenden Gcüiiden: Wenn nicht alle Anzeichen trügen, wird die Luflschiffahrt in allernächster Zeil einen großen Aufschwung dadurch erleben, daß sowohl Dav Die ich für Militärische 3meite, ferner Aktiengesellschaften behufs Anlegung von Luft- schifslinien Fahrzetige meines Systems beschaffen. Naturgemäß wird es dann auch Sache der Bcstrller fein, die für ihre Linie iwtwendigen Anlagen, also auch Die Hafen, aus ihren eigenen Mitteln zu bestreiten. Mein Unternehmen wird, wenn ich auch die Errichtung von Häfen für den geregelten Le - trieb Der Luftschiffl inien an s i ch durchaus für nötig halte, an solchen Anlagen kein direktes Interesse Haven, weil es in Zukunft nicht inehr in erster Linie meine Sache sein wird, Lustschis jährten auszufüliren, sondern Luftschiffe zu bauen und an die Besteller abzulieserii, denen der Betrieb überlassen werden nmß. Sie von mir auszuführenden Zährten werden sich auf Probefahrten mit abjulicfernDen Fahrzeugen und aus Erprobung von Neuerungen in der Konstruktion veschranlen, ivvbel stets die Mckkehr nach Der Werft in Aussicht genommen. Die Vütlage von Häfen an anoerer Stelle also nicht erforderlich ist." * Graf Zeppelin hat iich bekanntlich zur Ecl)olung in die Schweiz und zwar zunächst nach St. Gallen begeben. Die „vl. Zur. Ztg." schreibt darüber: „Graf Zeppelin glaubte in et. Gallen unerkannt Dcrivcilcn zu können. Er hatte aber seine Rechnung ohne die St. ©aller gemacht. Schon beim treten des Hotelvestibüls wurde er vom Concierge mit „Exzellenz" begrüßt. Beim Bezug des Zimmers begrüßte ihü das Zimmer - mäbdjen als „Herr Graf". Als ec eine Teppiachandlung betrat, um eine Reischcckc etnzukaufen, sei er vom Üngeftellten gemustert und Dann sofort mit „Herr Graf, womit kann ich dienen?" an- gerebet worden. Und an einem andern Orte kaufte er eine Aulo- mü&e ein. Hier glaubte er sich endlich einmal unerkannt. Als er aber die erste SDtüße probierte. Da habe das bedienende Fräulein gleich auch erllärt: „Herr Grai, die Stütze steht Ihnen aus-1 gezeichnet." Wie ein Lauffeuer ging es durch die Stadt, Graf Zeppelin sei in Der „Walhalla" abgestiegen. Aus Dem Gcrnüse- marhe wurde die Mitteilung sogar ausgerusen. In hellen Sclsacen strömte nun das gute Publikum hinaus nach Der „Walhalla", um Zeppelin zu sehen. Als Der Graf i;n Fiaker vor das Hotel fuhr, da sah er sich gleich auch einer bcgeisterien Bollsmenge gegenüber. Tas ging Graf Zeppelin nun „übers Bohnenlieb"; er hatte auch von St. Galten genug und er entschloß )iaj. Die issallus- stad t so rasch als möglich zu verlassen. Das yaiciuureau besorgte ein Autoiiwbil, das von einem Privatmann bereitwillig zur Verfügung geftellt wuckre und nach dem Mittagessen ging es weiter nach Dem Toggeuburg, über den Riten »aa> dem Zurlchersce und weiter nach Vißnau, ivo Der Graf nun einige Tage zu verbleiben gedenkt. Aber trotz alledem verlor er den guten Humor nicht und bei Tische erzählte er, was ihm atlcs ui Den letzten Wochen zugestoßen )cu 'Juaa) Der Katastrophe von Echte cd ing en habe ihm ein Schulmädchen seine Ersparnisse, fünfundzwanzig Pfennig, zu- gesandt, damit er wieder ein neues Luftschiff bauen könne. Und eine andere Schülerin habe iym etn Exemplar des „Struwelpeter" zukommen lassen mit Dem ^mweis, der Graf möge es in Friedrichshafen verlausen. Damit er wieder zu Geld komme." Gießener Strafkammer. )( G i e ß e n, 1. Sept. Eine abgewiesene Beleidigungsklage. Ter Kaufmann P. H. zu Friedberg hatte als Beauftragter der Deutschen PetroleumSgesellschaft zu Hamburg Die Tätigkeit des Reisenden K. Z. von F u l o a zu kontrollieren und Der Gesellschaft Darüber zu berichten. ;Luf Grund Der Ermittelungen bei Den Kunden tarn H. zu Der lleberzeugung, daß Z. Duc StunDcn absichtlich nicht auf Die Zahlungsbedingungen aufmerksam macht, und teilte dies Der Gesellschaft mit. Z. fühlte sicl> Dadurch beleiDigi unD strengte gegen L>. Prtvatllage an. Ohne daraus ernzugihen, ob Der Vorwurf erweislich wahr ist, kam vas Sckwffengerichi zur Freisprechung des Angeklagten, Da er verpflichtet ioar, seiner lleberzeugung gemäß zu berichten. Uebrigeitd ljaue Das Gericht feinen Anha.l, oaß die Hingaben in dem Brief unwahr sind, auch koiinte weder aus der Form noch aus Den Umständen eine beleidigende Absicht gefolgert werden, was Benifungsgiriuu schloß sich Den Ausführungen des Schöffengerichts an und bestätigte das von dem Kläger angefochtene Urteil Wegen d8e Dienstmädchens. Auf Privatklage dis Rechtsanwalts Dr. H. in L a u t e r- b a ch icurDe Der Kaufmann jt. M. III. Dort wegen Beleidigung zu 25 Mark Geldstrafe verurteilt. Gelegentlich der Warcnbe ftellung bei den Eltern des DienstmäDchens des Dr. H. srug M., wse es ihrer Tochter gefalle und deinertte dabei. Der früheren M«gd habe es nicht gefallen, sie butte schlechte uno ungenügende Kost gehabt und ocrgl., wenn es ihrer Tochter auch nicht gefalle, so tonne sie bei ihm eintreten. Der Angettagte erhob Berufung und bestritt, daß seine Aeußerungen so gelautet hallen wie sie ihm zur Last gelegt weroen. Für das Bllufungsgccicht stand test, daß die Absicht des Angellagten dahin ging, D.n Kläger und dessen Familie in den Augen der Eltern des Mädchens herabzuwurdigen, damit es die Stelle verlassen soll, um bei ihm einzutreten. Da aus Der Form und den llmständen Die Absicht zu beleidigen her- oorging, mar auf das Bot liegen dcs Wahrheitsbeweises wenig Gewicht zu legen, weshatv oie Berufung zurückgewiesen wurde. Fremde Kinder darf man nicht schlagen. Einige Zungen hatten von einem Weidenbaume Aeste abgeschnitten und diese auf Den Acker des Landwirts Z. K. von Eudorf fallen lassen. Darüber aufgeregt, erfaßte St. ein Reis und schlug cs einem Jungen, der ihm sck-on mehr Schabernack zugefügt hat, mehrmals über den Rücken. Mit Rücksicht auf die geringen Schmerzen, die dem Jungen bereitet worden sind, nahm öaö Schöffengericht nur einfache Körperverletzung an und erkannte auf die geringste zulässlgc»tz>closllafe von 3 '.Ularf. Der Angeklagte welcher glaubte, zu dieser Maßnahme bcred>iigt gewesen zu sein, focht das Urteil zum Ziveck seiner Freisprechiuig an. Das Berufungsgericht konnte ihm aber nicht oeipilichten; der Zunge unternahm ut dem Augenblick, ivo er geschlagen wurde, weder einen Angriff auf das Gut dcs Angetlagteu, .wch l-at letzterer Dem Jungen Die Schläge in erzieherischer Absicht zu teil werden lassen, vielmehr ist Die Züchtigung nur aus Unmut erfolgt. Hiernach war das Urteil zu bestätigen. Sittlichkeitsverbrechen. Nach einem öffentlich bcriiinDaeii urteil wurde der hier wohnhafte B e t o n a r b c i t e i F. H. aus G r o ß s ck) a ch a u in Böhmen aus Gruiw einer Berhandtung unter Lefjentltchteitsausschluß, wegen Sittuchteilsverbrechens nach 8 Ziffer 3, verübt in 3 Be- gangcnschallen, zu 1 Jahr 10 Bkouaten Gefängnis abzüglich vier Wochen Untersuchungshaft verurteilt. Bei Negenwetter. Dem Landwirt St. >och. »ä u;iu;eldborf ging ein Strafbefehl über 1 Mark zu, weil er nicht dafür sorgte, daß in seiner Hosreite eine Einrichtung gelloffen wird, daß dec Pfuhl nicht mehr auf die Ortsstraße fließt. Der Ängekiagie erhob Einspruch und gab an: Beim Regen,oetter sei dies nicht zu vermeiden, da das Regenwasser aus der Hofreiic feines Nachoars in seine Dung- grube lause, was dann die Berunreinigung Der Straße zur Folge hat. Tas Schöfsengericht gelangte zum '«Freispruch, indem cs ausfühne, cs tonne Dein Angeklagten nicht zugemutet tocrDen, das Wasser seines Nachbars sortznschaffen; uorigens wäre e5 auch nicht ntöglta>, bei 'Jtegenivxuer mir Pfuhl ins Feld zu fahren. Tas Uncil wurde von der Staatsanwaltschall angefochten uno das Berufungsgerickft stellte fest, daß der ^Ingek'lagte ivegen dieser Uebcrtrcruiig sck)on mehrfach verwarnt woroen ist; am Tage der Anzeige herrschte kein biegenroetter, so bau er m Der Lage gewesen wäre. Die Psuhlgruoe zu entleeren. Da aus seiner Selle zum mindesten eine Fahrlässigtett vorliegt und eine solche zur Bestrafung bet einem Polizetdellll genügt, wurde er zu der im Strafbefehl angesetztcn Strafe von i Mark verurteilt. GcerchLssaal. R.B. Darmstadt, 1. Sept. Wegen einer Reihe brutaler Mißhandlungen fern er Gattin hatte ,ich heute der 30jährige, noch unbestrasie Dienstmann H. Blank von hier vor der Strafkammer zu verantworten. Blank kam in einer Julinacht, nachoem er Den Aoeno in Wirtshäusern verbracht, nach ^)auje und als ihm feine Frau wegen feines langen Ausbleibens Bvrwürfc machte, mißhanDelle er sie. In ihrer Ängst flüchtete die nur mit Dem Hemd vefieiDete Frau Durch das Fenster nach dem Hof; Der Rohling folgte ihr nach, riß ihr Das Hemd vom Leibe und fuhr nm ÄißhanDlunge.t fort, wobei er Der nackten Frau auch vier Messerstiche versetzte. Darunter einen lebensgefährlichen in Die Brust. Zum Gluck gelang cs der Unglücklichen, sich in einen Alwin ei.', zuschließcn. Doch wäre sie hier an itzren Wunoen verblutet, wenn nicht bald darauf md>rtre Nachbarn zu Hilfe gekommen icänn. Zn der heutigen Berhandlnng war dte Fran iid)tbar bestrebt, ihren Mann zu schonen uno iyn möglichst vor Strafe zu bc.ea/.Rohling wurde jedoch dem Anllag des Staatsanwalts gen:.:,, u r;_> Jahren Gefängnis, unter Anrechnung von x ... für mticrsuchungshaft, Derurteüi. Die Frau brach bei der ll.ieilsvertünDung in Tränen aus. vcrrniscbtcs. * Tas Antiselbst mordbure au Der Heilsarmee; in London hat vor kurzem 18 Monate seiner Wirksamkeit vollendet. Im ersten Jahre seines ÄestehrnS wurde Das Bureau von 1125 Personen in Anspruch genommen, und seit Dieser Zeit wird das Aniiselbstmordburcau auch weiterhin Durct schnittlich von 20 des Lebens Ueberdrussigcn in der Wock)e ausgesuch:. Ter Letter dieses Bureaus, dec Heii-ütrmeemaior Glanvlltc, r ertchtebe über den Slännpf der Heilsarmee gegen den Selbstmord folgendes: In diesen Räumen hört man herzzerreißende Letdensgeschui t.ii. Wir haben öicle Erfolge errungen. Tie größte Sci)wierigle,t besteht Darin, Den^ am Leben Verzweifelnden Arbeit zu verfchafsen. Tie ilnmog^ lichkeit, Arbeit zu finbcn, ist, wie wir geieben haben. Die Ursache zu Den meisten Selbstmorden. Die Rot der Arbcitslosens beschäftigt uns tn diesem Jahre mehr als int Mgangenen, und- wir hoben sestgestellt. Daß Die Arbeitslosigkeit iepl größer iscj als selbst int letzten Winter. Soweit wir können, veranlassens mir Die HilfesuchetiDen. denen wir Arbeit nachgewiesen haben,! so viel wie irgend möglich zu sparen, damit sie m Mochten Zeiten^ gegen die größte Rot geschützt sind. Eine tnpische Erscheinung,' die Die Hilfe unfeix» Burcaus gegen den Selvstiiiord in Ailspruch nimmt, ist der Fabrikarbeiter, Der mit vierzig Iahreti eine junge Frau geheiratet hat unD mit fcwzig Zahrc.i neun Kinder ernähren muß, dann aber, unfähig Arven zu erhalten, mit feiner! Familie dem Hunger.oDe preisgegeben ist. Solck-cn £pfertt ber; Gesellschaft verschaffen wir zumeist einen kleinen Laden. Elf Prozent aller Falle, die, jo sajloß ..iajor Glanville, uns nhiljrcnD des ersten Jahres beschäftigten, sind auf Trunksuckst und dick daraus entspringenden Krankheiten zurückzuführen. am Meteorologische Beoriochtuugen der Station Gießen. Höchiie Tcniperallir Niedrigste , 18,4 ü C. 9,6 0 c. 1. Septbr. 1. , Sept. 1908 Baromeler oui 0° icduzierl Temperatur der Pu5% 3% Wl» 3% September. Anlangskurse. llurpener Bergwerk. . . Laurahütte ..... Lombarden E. B. . . . .Xordd. Lloyd..... 1 urkenlose...... 120.00 108.25 I 113.70 206.90 212.50 96.00 101,45 165.90 127.80 237.20 135.00 177.40 144.30 199.50 4 x/a*7» russ.etaatsaul. 1905 ;apan. Staatsanleihe 4 >ö Conv. Türken von 1903 Türkeulose...... 4% Griech. JÜonopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . u*7e ilexikauer . . . 1>3v/g Chinesen . . . . Frankfurter Reiehsanleihe . . do. . . Konsols . . . . do. . . . . Hessen..... Oberhessen . . . Aktien Bochum Gass . . . Buderus E. W. . . 96 95 92.30 93.80 14600 51.50 85.75 65.00 97.70 4% Uesterr Goldrente. . 4*/6 % Oesterr. Silberrente 4 ?© Ungar Goldrente . . 4;0 Italien. Beute . . . 3-6 Portugiesen Serie I . Berliner Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: schwach. Telefonisch® Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. i6or»e, 2. . . 171.00 . . 127.70 . . 236.70 . . 63.30 . . 144.00 148.09 124.50 „Hat immer riesigen A-pctit." Ein guter Appetit ist fuc groß und klein dec beste) Schutz gegen Entkräftiing. Stellt sich aber Appetilmangel, ein, >vas oft gerade dann der Fall ist, wenn der Körper' ganz besonders cinec zweckmäßigen Ernährung bedarf, so eignet sich Scotts Emulsion in hervorragender Welse zur! Steigerung dec Eßlust. dv6 Düren (Rhld.), Altcjülicherslr. 6, 17. Oktober 1907. „Zur Hebung des Appelns gaben wir unserer 7jährigen Elisabeth Scotts Emulsion. Schon nach Gebrauch der erfieni Flasche machie sich eine Besserung gellend, der Appettl der Bleinew hob sich, unD sie sing wieder an munter zu werden. Nachdem die> Kleine 3 Flaschen Scotts Emulsion genommen, i|t sie heute wieder ein lebhaites, munteres Kind geivorden, Das immer einen! riesigen Appetit verspürt/ Igez) Frau G. Frings. Der Gebrauch von Scotts Emulsion echöhb die körperliche Widerstandsfähigkeit, mit andern Worten, dec Organismus wird in sich selbst so gekräftigt, daß ec jeglichen das Wohlbesinden gefährdenden Einflüssen standzuhalten vermag. An und für sich schon lläftigend, fördert Scotts Emulsion auch die Eßlust und bedingt so eine vermehrte Nahrungsaufnahme, zu deren geregelten Verdaunngj sie vornehmlich beiträgt. Scoltü Qmutfion wird von uns auöichlictziich im großen verkaufi, und zwar nie lose nach cLew'Äc oder iflaß, lonberu nur m oerfiegcnen Ortginalflaidjeii tu' Ration mit unserer Schutzmarke igi^cher mit dem Dorsch), sco» u. Äowne, <Ä. m. b. H, Frankfurt a. M. Keslandtetie: (jtmiler MeLtzinai-Lederiran 150A prima Glyzerin 50/), nnierptjoepborigfaurer Raik 4,3, unlerpyoSpho.tgiauretz yiairon 2,u, puto. Zraganr 8X>, feinster arob. Uummt pulv. 2,o, befniL Sdaffer iw/), tilfohot 11,9. Hierzu aromatische Cmulfion mit Zimt-, Mandei- unö (Üaultßenaöl je z Tropfen. Rur echt mit dieser viartk—demFifcher — bnn (Saraiä Le- teichen bt; Scott» scheu Geschäfts-Empfehlungen lielert billigst Srühl'sche Universitäts-vruSerei. Sietzeo, erfüllt ihren Zweck. anregend u. belebend auf Körperu.Geist «mzuwirk«n.^^ 1 Disque5b*'cM«*‘ ist rtmer.qehalh/oller. gebrannter Qualitäts-Kaffee Kur ächt in Pack etc n mi7 dTesc per iKJa M.t_L20_tNO-.l 60_ 170_UO « M ?TBP in 7 i bJ DC FHOMPS SEIFENPULVER Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Mutter sagen wir herzlichen Dank. Familie Fascce. Giessen, den 1. September 1908. Habe mich hier als Hebamme niedergelassen und wohne 4913 Steinstrasse 50. Frau Mankel, Hebamme. Sinn Petri, Miste Lehren«. 07231 ZWaHI=la4 Wacker Wigandt. Anerkannt beite Obst-1. Traubenpresse« empfiehlt 4848 Schwalb. 5095 5170 Gebrüder Berdux Fernsprecher 231. Bahnhofstrasse 27. Büchsenschüh. Das beste Waschmittel Ich habe das Bureau des verstorbenen Rechts- 5178 Fischer, Rechtsanwalt /r Paket 15 Kreuznadxr Br^wr atr* l Prof.H.BreunGr'bH I Bad-Knuznech werden. Hermannstein, den 31. August 1908. Der Bürgermeister: Hedderich. F¥*ltsch - dauerhaft -sei Prospekte ureHe bat man trüber die Schube fli büriieL ibi-rnonflaic Beite«! Mn Merlu genüg: es. das Schuhicug leicht mii einem Vnvuea au reiben. Hochglanz im Moment! Äj® Stück 5 Pfg. Li. Steinhäuser -Leuen Baue 171**®] •2diet*ipesS7 mit Brat vwrrl?btrt ndlkil n*cben Goldgelit. Pitr-iUntL res^'L No. 7*> IX Cererbt- o. fubln Jagd-Verpachtung. Montag, den 7. September d. Je., vormittags 10 Uhr soll aus dem hiesigen Gemeindehaus die Gemeinde- jagd auf weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet Zur Llhwkihe jciiits AizrßchtS anwalts Herrn Dr. Stahl übernommen. Meine Schreibstube befindet sich Bahnhofstrasse 64 I, Giesser den 1. September 1908. Vergebung von Pflasterarbeiten. Die Pstasterarbeiten zur Herstellung von neuen Gossen etwa 160 qm sollen im CubmissionSwege vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen und sind Angebote verschlaffen und mit entsprechender Aufschrift biS zum SamStag, den 5. September I. IS., nachmittags 1 Uhr daselbst einzureichen. Großen-Buseck, den 27. August 1908. Großherzogliche Bürgermeistercl Großen-Buscck. Zuscrtneide-Lehranstait Kaiser-Alice 14a. Maßucbmen, Mnsterieichncn, Zuschneideu und Verarbeiten kann jede Dame nrunöheb erlernen. Ter Kurino beginnt am 2t. September 190#. Anmeldungen vom 14. Seplbr. ab erbeten. m l'MMllen Wfchug fnr iU«. flaiere W r%. C. bei bei. Drogerie Grummctgras-Bersteigerung dcs Maricirstists zu Sich. Donnerstag, den 10. September 1908, vorm. 8 Uhr n«fangend soll das GrummctgraS von den dem Marienstift Lich gehörigen etiva 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen, Lich, Nieder- und Ober-Bessingen an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist an der Stockbrücke. Die Versteigerung in der Gemarkung Ober-Bessingen beginnt um 11 Uhr im Sautenkor bei Abteilung Nr. 1. Lich, den 1. September 1908. yrliunntmudjung. Wegen Vornahme von jlanalisationsarbeuen wird bic 51 o r b- Anlage zwischen Neustadt und Steinstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- und Radsahrverkehr gesperrt. Die unterm 26. August 1908 angcordncte Sperre des Burg- grabens wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 31. August 1908. Grvßherzoglichcs PoUzeiamt Gießen. Reinhart. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht die Kameraden von dem Ableben unseres Kameraden Karl Sack geziemend in Kenntnis zu sehen. Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittag 3 Uhr aus dem neuen Friedhof statt. Zusammenkunft 2*/e Uhr bei Mitglied Kremer. v*[* Tas Kommando: Carl Dnill, AsUtwvu. 1 4»rar. Landgraf rhil.-Platz I J. ilaternnu, Erankf.-btr. 51. Gcorc Nchttrk, Ludwi«»tr. 57. | Jl. Valent! M w., llammstr. 10. Butzbach: Jak. Schrimpf. Grün berg: <’• Uondner. \ i< «>'. > . . ler*. Inheiden: Otto Kelte. lar Willi. Weber. Trata-Münzcnberg: l’tphc: Ang. Xeunobel. et Dl Thompson5 SEIFENPULVER J. B. Häuser Eisenhandlung Hcustadt56 Toi. 660 Pa. Norweger Angelschellfische ’W ä. Brat-Fische ver Pfund 18 Pfg. fi. blütenbellen Cabhan ohne Kopf per Pfund 28 Pfg., im Ausschnitt 32 Pfg. Frische Rotzungen Vl»b Heue Marinaden Rollmöpse, Bratschellfische, rufs. Gardine«, marin. Heringe, Bismarckhcringc, Heringe in Gelee Neue holl. Vollheringc per Stück 5 Pfg. Carl KlcUmanu. I'dci-r Jakob lliluecr, l.ud* ._ 'r # Schilfer Uh., lieh. Trrehmler. >iew»tr Wilk. Wscnrr, Meinitnk Frohnhausen: C. Blngcl. Heuchelheim K. Kruder Ww. 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