Nr. 143 Drittes Blatt Samstag 2V. Juni 1908 Gießener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für vberheffen 158. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersitäts - Buch- und Sieindruckeret. UL Lange. Gießen. Die ..Gtefienet Zamtlienblätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich betgelegt, das „Kretsblati tür öen Kreis Gletzrn" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen öett» fragen- erscheinen monatlich zweimal. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag.- e^5L Redaktian:1 r a TLL-2ldx^A„^jgxxGteßeit. 3648 empfiehlt billigst W. Dürbeck, Giessen weg'aö e fing Fabrikat is-Schranke «,* Roll - Läden k ■ ■ W B l Gießen ftfcn u. Herde aller Art. Kesselöfen Waschkessel in Kupfer und Emaille Roederiierde für Hotels und Restaurationen Gasherde, Waschmaschinen, Badeeinrichtungen na—Bn—mana—eamcann Kitzilng der StadLverorLneteir. Gießen, den 18. Juni. (Schluß.) Baugesuche. An dem Haus Ludwig st raße 10 will die Witivc Thörncr einen Laden ausbreäzeir uni> darüber Ballone anbringen. Ta ledere in die Fluchtlinie vorspringen, ist Dispens erforderlich. Er wird gegen Zahlung der üblichen Anerkennungsgebühr gewährt. Jakob Horn hat in seinem Hof in der Steinstraße einen Treppenbau errichtet, ohne Genehmigung dazu zu l>aben. Er erhielt früher einen Aufschub bewilligt, nm den Dispens einholen zu können. Die Baudeputation spricht sich für Befürwortung des Dispenses aus. Die Eisenbahnverwaltung erhält die Erlaubnis, an der Ecke der J-rankfurter Straße und des Wetzlarer Weges ein Beamtcnwohnhaus so weit zurück zu errichten, daß die Front des Hauses genügend groß werden kann. Das Baugrundstück wurde früher zum Zweck der Verbreiterung des Wetzlarer Wegs verkleinert. Das Gesuch des Louis Müller, eine Einfriedigung am Schisfenberger Weg aus Holz anstatt Eisen zu gestatten, findet Befürwortung. Wilhelm Ziegenhain hat an dem Haus Frankfurter Straße 72 ein sckMiedeeisernes Schild angebracht, das statt der erlaubten 50 75 Zentimeter in die Straße vorfpringt. Man ist damit einverstanden. Stadtv. Eichenauer macht im Anschluß an ein im „Gieß. Anz." erschienenes Eingesandt auf das Sarglagerschild in der Alicestraße aufmerksam. Er hat an und für sich nichts gegen das Schild, aber es Hütte statt 4 Meter den dritten Teil jo groß sein können, dann wäre die bei den Anwohnern in der Tat vorhandene Erregung vermieden worden. Stadtv. Wallenfels spricht sich ähnlich aus. Der Vorsitzende glaubt, daß die heutige Aussprache genügen werde, die Schreinermeister zu einer Abänderung, insbesondere Verkleinerung des Schildes zu veranlassen. Irgendeine Handhabe, die Abänderung zu erzwingen, habe man nicht. .Die nachträglich erbetene Genehmigung zur Anbringung eines Schaukastens in der Diezstr. wird dem Photographen S ch u ch a r d t gegen Zahlung einer jährlichen Anerkcnnungsgebühr von 1 Mk. erteilt. Straßeuangelegenheiten. Die bereits früher genehmigte Befestigung des Bürgersteigs in der Plockstr atze und in der I o h a n n e s st r a ß e soll in Gailschen Klinkern ausgesührt werden. In der Blockstraße soll der befestigte Streifen bis an die Häuser verbreitert werden, auch werden die jetzt dort vorhandenen Bäume entfernt und durch Kugelakazien ersetzt. Die Versammlung ist damit einverstanden. Die Graben st raße soll Kleinpflaster erhalten, mährend der Bürgersteig mit Zementplatten hergestellt werden soll. In der M a r b u r g er Str. soll vom Wiesecker Weg bis zum Friedhofsweg links ein 41/2 Meter breiter Bürgersteig angelegt werden, was gutgeheißen wird. Stadtv. Emmelius macht darauf aufmerksam, daß mit der Errichtung einer elektrischen Straßenbahn die Notwendigkeit eintreten werde, die Marburger Straße zu pflastern. Es sei deshalb zu prüfen, ob man nicht jetzt schon die Straße pflastern solle. Ferner spricht er sich für Beseitigung der Taubentränke aus. Der Vorsitzende sagt letzteres zu. Wenn die elektrische Bahn wirklich gebaut werde, werde man allerdings die Marburger Straße pflastern müssen. Für die Verlegung der K r e i s st r a ß e n a ch Wißmar war der Ankauf einiger Grundstücke erforderlich. Ter nunmehr abgeschlossene letzte Kvufvertrag (2 Mk. für den Meter und Tragung der Einsriedigungskosten) wurde gutgeheißen. _ Tas früher beschlossene Enteignungsverfahren ist damit gegenstandslos geworden. Bei der Thromschen 'Fabrik soll ein Stück Weg als öffentlicher Weg aufgehoben werden, da er keine Verbindung mefyc vermittelt. Man ist damit einverstanden. Tie Anlage eines Holzabfuhrwegs in Abteilung 111 wird gutgeheißen, die Feldbereinigung stellt das Gelände kostenlos. Ter Weg soll durch die Wiesen nach der Schiffenberger Schneise führen. Die Stadtvv. Heichelheim und Tr. Schäfer bringen einige Wünsche bezgl. Wege vor, Einzelheiten waren bei der herrschenden Unruhe nicht zu verstehen. \ Stadtv. Sya uba ch rügt, daß am Tage vorher im Phisosophen- waldeinL-Kadfahrübung des Militärs stattgefunden habe und er» suchiT^reierhalb beim Regiment Beschwerde zu führen. Stadtv. Krumm wendet sich gegen das rasche Befahren der Philosophenwaldwege durch Autos. Stadtv. Hab en ich t bringt den in einem Eingesandt des „G. A." geschilderten Vorfall zur Sprache,. wodurch das rasche Einfahren eines Autos in die Tammstraße beinahe bei den Schulkindern ein Unglück passiert wäre. Er wünscht, luic es mit der Verbreiterung der Straße stehe und meint, man solle wenigstens das Durchfahren von Fuhrwerken verbieten. Nach einiger Debatte, an der sich außer dem Vorsitzenden die Stadtv. Krumm, Wallenfels, Berg. Georgi, die Stadtv. Simon, Sö b er, Schaffstädt, Jughardt und Huhn beteiligen, wirs auf Vorschlag des Beig. Georgi beschlossen, bei den Besitzern der für die Verbreiterung in Frage kommenden Ho freiten anzuiragcn, was sie sür ihre Häuser sordern. Ferner soll beim Polizeiamt der Erlaß einer Polizeiverorsnung wegen des Fahrens mit Wagen und Autos beantragt werden. Märkte und J.ixplatz. Von den obcrhessischen Viehhändlern ist eine Eingabe an die Versammlung gerichtet worden, in der über verschiedene Mißstände geklagt wird. Jnsoesoubere wirb gebeten, bei der Polizei daraus hinzuwirken, daß die Schutzleute nicht so schroff gegen die Händler verfahren und die Tierärzte pünktlicher erscheinen. Stadtv. Eichenauer bespricht den kürzlich von Abg. Köhler eingebrachten Antrag wegen der Seuchenbekämpfung, öerr Köhler habe ja das Recht, seine Anschauung zur Geltung zu bringen, aber gegen Ausdrücke wie parasitäres Händlertum müsse man Verwahrung einlegen. Zu den Besuchern unserer Märkte gehören auch eine Reihe unserer Mitbürger und diese müsse man gegen solche Ausdrücke in Schutz nehmen. Ter Vorsitzende meint, der Antrag Köhlers und seine Begründung sei nicht ernst zu nehmen. Stadtv. Krumm bemerkt, die Polizei solle nicht so kleinlich verfahren, wie die Eingabe es erkennen lasse. Vielleicht empfehle sich die Einstellung eines iveiteren Tierarztes. Stadtv. Simon schildert an Hand eigener Wahrnehmungen die Berechtigung der Klagen. Der Vorsitzende sagt Schritte zur Abhilfe zu. Mit der Eiurichrung des neuen Platzes werde es ntöglidj sein, weitere Tierärzte zur Untersuchung der Tiere heranzuziehen. Max Walldors bat eine Eingabe an die Versammlung gerichtet, in der et darum nach sucht, seinen Wagenpark, auch wenn er nicht spielt, auf dem Schweinemarktplatz stehen zu lassen, oder ihm dafür einen Platz hinter dem Schlachthaus zur Verfügung zu stellen. Nach kurzer Debatte wird das Gesuch äbgelehnt. Dieselbe Erledigung findet ein Gesuch von I. Walldorf, während der Anwesenheit des Zirkus auf Oswalds Garten oder vor der Jungblutschen Wirtschatt spielen zu dürfen. Eine Eingabe von Geschäftsleuten an Oswalds Garten und in der Neustadt bitten um Rückverlegung des Jux Platzes auf Oswalds Garten. Tie Stadtv. L ö b c r und Troß sind an sich der Rückverlegung nicht abgeneigt, l?alten aber unter allen Umständen eine Verbesserung des jetzigen Platzes ünd seine Einfriedigung nad) der Lahn zu für erforderlich. Stadtv. Wallenfels würde die Rückverlegung bedauern im Interesse der Anwohner von Lsivalds Garten, die nicht bis in die Nacht hinein in ihrer Ruhe gestört werden wollen. Es wird beschlossen, den Juxplatz an seinem jetzigen Platz zu belassen. Er soll ledoch im Herost durch die auf dem Viehmarktplatz überflüssig werdenden Schlacken besser hergestellt werden. Konzejsioltegesuche. Abgelehnt wird aus prinzipiellen Gründen das Gesuch des Ludwig Steinhäuser, Neuen Bäue, um Erlaubnis zum Branntweinverkauf über die Straße, sowie das Gesuch des Wilhelm Valentin um Erteilung der Erlaubnis zum Schank- wirisckwftsbetrieb für.an der Hardt 12 (mangels Bedürfnisses) und von Karl Euler Wwe. für Schützensttaße 15. Befürwortet werden die Konzessionsgesuche von Jakob 9te>ll für Lindengasse 2 (Frankfurter Hof), Joh. Carle für Neuenweg 28 (Löwe), Ernst Gemmer für Kaiser Allee 117 (Germania), Will). Graf Wwe. für Alicestraße 20, Ludwig Schneider für Kaiser Allee 17 undj Wilh. Flamme für Neuenweg 5 (Deutsches Haus). In allen Fällen handelt cs sich um Uebergang bestehender Wirtschaften an andere Besitzer. Verschiedenes. Einige Arbeitsvergebungen werden nach den Vorschlägen der Deputation erledigt. .Die Evang. Gemeinde eriucht um U e b e r l a s s u n g der F»r i e d h 0 f s k a p e l l e auf dem Friedhof am Nahrungsberg für die Abhaltung von Sonntagsnachmittagsgotiesdiensten, die alte 14 Tage stattfinden sollen. Für Pfingsten hat Oberbürgermeister Mecum einmal die Abhalliing erlaubt. Für die weitere Genehmigung empfiehlt sich die Ueberweisung an die juristische Kommission, damit geprüft werde, ob nicht durch die Erlaubniserteilung ein Anspruch auf die Käpelle gegeben wird. Auf Vorschlag des Stadtv. Tr. Gut fleisch wird die Ueberweisung an die juristische Kommission beschlossen und gleichzeitig zur Beschleunigung der Angelegenheil den Stadtv. Grünewald als Weserenten bestellt. Die S a n i t ä t s k 0 l 0 n n e nutzte wegen des schlechten Wetters einen Teil ihres Uebungskuvsus in eine Turnhalle verlegen, was nachträglich genehmigt wird. Ter evangelische I ü n g l i n g S v e r e i n bittet ebenfalls um Ueberlassung einer Turnhalle für 2 Tage in der Woche. Tas Gesuch wird zu denselben Bedingungen, die der Freien Turnerschaft gestellt wurden, genehmigt. Der Turnverein, dessen Turnhalle für die Ober- re al schule benutzt wird, will nunmehr 800 Mk. Miete jährlich haben, während seither monatlich 75 Mk. bezahlt wurden. Man ist damit einverstanden. Dem K a 11 s m ä n n ischc n V e r c i 11 sür w eidliche Ä n- ge stellte wirb ein Schulraum in der.Oberrealschule gegen Erstattung der Reinigungskosten von 35 Mk. zur Verfügung gestellt. Ter Voranschlag der O b e r r e a l s ch u 1 e und des Realgymnasiums findet keine Beanstandung. Ter Zuschuß der Stadt zu den persönltchen Kosten beträgt-rund 50 000 Mk., während die von der Stadt ,;u tragenden sachlichen Kosten auf 8073 Mk. veranschlagt sind. Auch der W a l d w i r t s ch a s t S P l a n sür 1909, den Stadtv. Tr. W i m in e n a u e r geprüft hat, findet debattelos Genehmigung. Es sollen wie seither 8200 Festmeter Holz geschlagen werden: außerdem auf dem Gelände der neuen Irrenanstalt, ausschließlich des Schutzstreifens, noch 250 Meter (Abtrieb von Fichten). Tie El ekt r i z i tüt sm e ss erm i e t e wird von 8, 8,80 und 9,80 Mk. auf 6, 7,20 und 8,00 Mk. festgesetzt. Bei größeren Messern wird besondere Vereinbarung beabsichtigt. Gießen wird damit hinsichtlich der Miete von 85 Städten mit gleichen Verhältnissen die Trittbilligste. Kanzleirat Wilh. Demnth hat in seinem Testament der Stadt eine Stiftung von 1760 Mk. gemacht. Tie Zinsen von 1260 Mk. sollen zur Unterhaltung der Gräber dienen, während die Zinsen der weiteren 300 Mk. alljährlich am 13. Februar, dem Hochzeitstag des Stifters, an zwei bedürftige Gießener Witwen verteilt werden follen. Die Stiftung wird unter Ausdruck des Tankes gntgeheißeu. Stadtv. Emmelius regt an, den unteren Teil des Friedhofes am Nahrungsberg besser herzu stellen, insbesondere die alten Grabsteine, die ein Stück Alt-Gießen bedeuten, besser zu.unterhalten und zugänglich zu machen. "Nach Befürwortung dieses Wunsches durch den Vorsitzenden, wird dementsprechend beschlossen. Tie Abänderung des O k t r 0 i t a r i s e s für B r a n ntwein wird nach den Beschlüssen der Kommission gutgeheißen. UnLversitäts-rrachröchten. tz. Jena, 18. Juni. Tas offizielle Progrmmn für die zum 350] äl)r igelt U u i u e r ] i t ä t § j u b i l ä u nt ftattfinbenben Festlichkeiten ist jetzt fetzgesetzt. Am Abend des 30. Juli findet ein akademisches Festkonzert statt, bei dem u. a. Beethovens neunte Sinfonie zur Aufführung gelangt. Nach Beendigung dieses Konzertes erfolgt in einer eigens erbauten Festhalle eine Begrüßung der Gäste. Ter Morgen des 31. Juli vereinigt die Festteilnehmer zu einem Festgottesdienst in der Stadtkirche, wo der Universitäts- prebiger Prof. Thtimmel die Predigt hatten wird. Mittags wird ein Redeakt abgebalten, bei dem durch Prorektor Prosi Telbruck Ehrenpromotionen vollzogen werden. "Abends gibt die Stadt Jena ein großes Marktfest. 91 ad) einem Umzug der gesamten Studentenschaft erfolgt am 1. August die Einweihung der neuen Universität. Ein Festdiner und ein Kommers schließen sich an. Geheimerat Prof. Tr. Ernst H a e ck e l wird der Universität seine berühmte und auf der ganzen Welt >vohl einzig dastehende phylogenetische Sammlung überreichen, die einen Wert von etwa 1 Million Mark hat. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Juni 1908 Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Liift Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung I 1 Wetter 19. 2“ 740,9 28,0 16.3 58 0 Still Sonnensch-m 20. 925 739,8 23,6 15,3 72 N 2 Bew. Himmel 20. ln 739,3 20,1 14,7 84 N 4 Bed. Himmel Höchste Temp iratuv am If ;. bis 19. In ii — + 28,3 ° C. Niedrigste , 18. , 19. „ — -j— lö,lu C. < Pro Quadratmului' jnu Woche 10 Pfg. Teleph. 4017. Telegr.- Adr.: Industrie- bedarf. Verleihanstalt Sundheimer&Strupp ' , Frankfurt a. M. 0X0 0X0 BOUILLON FLÜSSIG.SOFORT TRINKFERTIG! 2THEELÖFFEL AUF EINE TASSE HEISSEN WASSERS. ■""woeytiiiaui" tCMtwooHStxru 0X0 BOUILLON :L <3©p ß WM r, ■ Empfehle meiner verehrlichen Kund- lc”/a in allen Flaschengrößen u. auchnachj C.Rolh II. NachL, H. Heyne, Walltorstr, schäft anffclegentlichst MAGGI8 Würze Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Jmvsuug in der Stadt Gicffcu wird, beginnend am Mittwoch, den 3. Juni im Jmvslokale - Schulgebäude, Neustadt 61 - für die nächsten .->—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—6 Ubr, abgehalten werden Jmpfpflichtig im laufenden Malcnbermbr sind die tm vorigen vabre geborenen zwider, sowie die rückständigen aus trüberen Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche nnpspslichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in demselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlrch sind Wer dic Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindcö die- zum Jahresschlüsse aus seine Kosten tiewcrtstclltaen lassen, widrigenfalls rinn im Hanuar nächsten Zabrcs eine vicrwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. r , Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche int lausenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen tn dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht ivtrd, können gleichfalls dem Jmpfarztc in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Tie Impflinge muffen mit reiner Wasche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme nut Lymphe aus dem Landesimvsinstitut geimpft. Kinder auS Familien, in denen ansteckende Krankheiten Herrichen, dürfen mast in die Termine gebracht werden. Gießen, den 29. Mai 1908. Großh. Bürgermeisterei Giegen I. B. Keller. B®!» I Garantiert chlorfrei ■ .^.Mjlftönenfach und unschädlich. : Alleinige Fabrikanten: Henkel & Co., id weiße ■■■ yL-'-Sfrt Rückzahlbar zum Uennwert am 1. April 1913. von Der Bank für Handel und Industrie Niederlassung1 Giessen. (Darmstädter Bank.) Von den seitens der Preussischen Finanzverwaltung im April d. Js. begebenen 4 % Preussischen Staatsschatzanweisungen wird ein Betrag ■k. lOOOOOOOO,— zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Diese Schatzanweisungen werden mit vier vom Hundert jährlich verzinst. Die Zinsen werden am 1. April und 1. Oktober bezahlt, erste Zinsschein ist fällig am 1. Oktober 1908. Die Schatzanweisungen sind rückzahlbar zum Nennwert am 1. April 1913. 1. Die Zeichnung findet statt zum Kurse von 99.40 °/0. am Freitag, den 3. Juli d. L, von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags u. A. bei der Bank für Handel und Industrie in Berlin, für welche wir Anmeldungen entgegennehmen. ft Mn gl. Hessische Staats-Anleihe von MS Zeichnung findet 1. Die Jwm Ci bei der Giessen in in Hannover: vorgenannten Stellen bezogen werden. den Schluss der Subskription bleibt vorbehalten. Anmeldeformulare können von Der frühere Pfälzische Bank. Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt. in in in in n 71 71 dem der n r 71 n den bei jeder Berlin Darmstadt: Frankfurt a. M. Königliche Seehandlung (Preussische Staatsbank). Direktion der Disconto-Geseilschaft. 8. Bleichröder. (Serie XI) von Nominal Mark 20 000 000.— unkündbar bis L JüBi 1963 Königlichen Seehandlnng (Preussische Staatsbank), Bank für Handel und Industrie, Berliner Handels-Gesellschaft, Direction der Disconto-Geseilschaft, Bankhause 8. Bleichröder, Bank für Handel und Industrie, Filiale der Bank für Handel u. Industrie, Direction der Disconto-Geseilschaft, Pfälzischen Bank, Bank für Handel u.Bndustrie, Niederlassung Giessen, Bank für Handel und Industrie, Filiale Hannover, Ephraim Meyer & Sohn. Sal. Oppenheim jr. & Co. Badische Bank. erscheinenden Effekten zu hinterlegen. . . 4. Die Zuteilung, welche dem freien Ermessen der Zeichenstellen überlassen bleibt, wird sobald wie möglich nach Schluss der Subskription unter direkter Benachrichtigung an die Zeichner vorgenommen werden. 5. Die Abnahme des zugeteilten Betrages hat in der Zeit vom 2. bis 20. Juli 1908 zu erfolgen. a2% Berlin, Darmstadt, Frankfurt a. M., Hannover, Köln, Leipzig und Mannheim, im Juni 1908. Bank für Handei und Industrie. Berliner Handels-Gesellschaft. Mittwoch, den Zeichenstelle üblichen Geschäftsstunden statt: 2. Der Subskriptionspreis ist auf 98s75 % unter Verrechnung der Stückzinsen festgesetzt. * Für solche Zeichnungen, die zur Eintragung in das Staatsschuldbuch bestimmt sind, ermässigt sich der Subskriptionspreis um 0,20 % auf 98,55 %. 3. Bei der Subskription ist eine Kaution von ö °/0 des Nominalbetrages in bar oder in den der betreffenden Zeichenstelle geeignet Auf Grund der Bekanntmachung des Grossherzoglich Hessischen Ministeriums der Finanzen vom 1. Juni 1908 ermittiert die Grossherzoglich Hessische Regierung eine für Eisenbahnzwecke und zur Deckung sonstiger ausserordentlicher Bedürfnisse des Staates bestimmte 4°/o Staats-Anleih® toh I@m. Mark SO OOO OOO.— in auf den Inhaber lautenden Stücken von Mk. 5000.—, Hk. 2000.—, Hk. 1000.—, Mk. 500.-, und Mk. 200.- Die Zinskupons sind fällig am 2. Januar und 1. Juli und in Berlin, Bremen, Darmstadt, Frankfurt a. M., Hannover, Köln, Leipzig, Ludwigshafen, Mannheim und Strassburg i. Els. zahlbar- ebendaselbst wird die künftige Aushändigung neuer Zinsscheinbogen kostenfrei erfolgen. Die Tilgung des Schuldkapitals erfolgt in der Art dass die jeweilig durch den Haupt-Voranschlag der Staats-Einnahmen und -Ausgaben dazu bestimmt werdenden Mittel zum Ankauf von Schuldverschreibungen verwendet werden. Dem .Staat bleibt das Recht vorbehalten, die im Umlaufe befindlichen Staatsschuldverschreibungen oder einen beliebigen Teil derselben zur Einlösung mittelst Barzahlung des Nennwertes mit vierteljähriger Frist zu kündigen, mitt der Massgabe, dass diese Kündigung frühestens zum 1. Juli 1918 erfolgen soll. Den Inhabern der Schuldverschreibungen steht ein Kündigungsrecht gegen den Staat nicht zu. ^Die zur Rückzahlung gelangenden Schuldverschreibungen sind an vorgenannten Plätzen zahlbar. Die Schuldverschreibungen dieser Anleihe können in Buchschulden des Staates nach Massgabe des Gesetzes vom 27. März 1898, die Einrichtung des Staatsschuldbuches betreffend, umgewandelt werden; für die zur Eintragung bestimmten Stücke tritt eine Ermässigung des Emissionskurses ein. (No. 2 der nachstehenden Bestimmungen.) . . . . . . . , , . Alle die vorstehende Anleihe betreffenden Bekanntmachungen sind im Reichsanzeiger, sowie in mindestens einem Berliner und in einem Frankfurter Blatte zu veröffentlichen. Die Zulassung der Anleihe an der Frankfurter und an der Berliner Börse wird beantragt werden. Wir legen hierdurch die vorerwähnten Wvn-S- 2© 090 OOO»— unter nachstehenden Bestimmungen zur öffentlichen Subskription auf: in Hannover: in Köln: bei dem Bankhause Ephraim Meyer & Sohn, dem Bankhause Sal. Oppenheim jr. & Co., in Leipzig: in Mainz: n 71 71 71 der Bank für Handel u. Industrie, Depositenkasse Leipzig, „ Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, „ Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Abteilung Becker & Co., dem Bankhause Bamberger & Co., „ „ Schmitz, Heidelberger & Co., in Mannheim: 71 der Badischen Bank, „ Pfälzischen Bank, in Offenbach: 71 „ Bank für Handel und Industrie, Depositeukasse Offenbach, in Worms: 71 n Filiale der Pfälzischen Bank. Billige Woche von Dienstag bis Samstag Ue LindenM MilrktlMeHrilße auch weiterhin ausgeführt. 3229 aus -er Granien-Vrauerei in Dillenburg. Reingehaltene weine Peters, Konkursverwalter Ich halte mein Unternehmen bestens empfohlen. Saison-Ausverkauf 10°/. Matt Kiickr-LiegMM Brautleute kaufen Telefon 660 3391 Telefon 660 W Mrpm 1L Rothe A) Stern Lintig ?IT r 6U«i Heilbech^lxtraa'd» Bahnhofstraße 59. D6/6 jl. W. jroniiib • Atlendorf a. L £«mda H. Klippstein in Langsdorf. Baumaterialien-Grosshandlung Ecke Wolkengasse 27 Telephon 330 Bahnhofstrasse Beste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. 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I. begangene Feier der vor dreihundert Jahren erfolgten Gründung der Universität Gießen, der alma xnater Ludoviciana. Der Herausgeber Hal es verstanden, Fachmänner der verschledensteu Gebiete für das Unternehmen zu gewinnen, und so bietet das Buch eine nicht nur äußerst vielseitige, sondern auch zuverlässige Darstellung der geogravbl- schen und landschaftlichen Lage, der öffentlichen Einrichtungen, I des wissenschaftttchen und künstlerischen Lebens der Awsenstadt, ohne dabet alle die Angaben mld Hinweise der üblichen Städle- führer vermissen zu laisen. Die Geschichte der Stadl, der Universität, der Garnison erfährt sachkundige Behandlung, und die übrlgen Teile des Buches zeichnen sich namemlich dadurch vorteilhaft aus, daß die Entwicklung der eurzelnen Anstalten, Atuseen, Schulen usw. bis zur Gegenwart berücksichtigt ist. Die Beschreibung einer großen Anzahl Wanderungen in der näheren und weiteren Umgebung schließt sich an. Zahlreiche vortreffliche Abbildungen und Aauareüdrucke, voran das Bildnis des Großherzogs, Pläne und Tafeln erläutern den Text, der durch eine Liste -Hassiaca" ergänzt wird. Ein ausführliches Sachremster und em Berzetchnis der Abbildungen erleichtern das Nachschlagen. Das Buch ist auch typographisch mit großer Sorgfalt behandelt. Sticht nur am Platze, sondern auch bei allen, die jemals in Gießen geweilt haben, wird es stets ein wiUtoumiener Hausfreund bleiben und ein stets gern gesehenes Feslgeschenk, eine liebe Erinnerungsgabe an unsere schöne Heimat sein. Station der Giessen-Lo ndorf-ti rünherger Bahn. In ungestörter Ruhe Erholtmg fud^enbe- Soilunerfrischjer finden hier Sonnen-, Licht-, Luft- und auch — gegen geringe Vergütung — Wannen-Wafferbad. 3783 5—6 ilin. vom Wald. Pension von 3.— Mk. an. BramMsM faSiOfi örtkIMM Klimat. Luftkurort Freie ruh. Lage, ausgedehnte Parkanlagen unmittelbar am Walde. Vorz. Verpti. Civ. Preise. 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DaS Programm jeder Vorstellung besteht aus 18 LMU? der besten Nummern des Repertoirs. — Eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung Konzert, ausgefllhrt von I er Nm 6 Nage. Born 28. bisLS.Jmü. Nm 6 Tagr. I i Circus I 1 Max Schumann Oswaldsgarten :: GIESSEN :: Oswaldsgarten Samotag, den 80. Bnni, abends 8'/. Ubr: Eroße Äla-Erößnungs-VorstellvU mit einem in Gießen noch nicht gesehenen Weltstadt-Programm I Besonders hervorzuheben: Besonders hervorzuheben: Big*eM©Er* W- Sch&ämauin mit seinen von der gesamten in- und ausländischen Presse als „emsig dastehend" bezeichneten Freiheits- u. Tchuldreffuren. Miß Gontard Mr. Nelson kontarrenzl. Drahtseil-Arbeit, der beste Weit- u. Hochspringer d. Well Herr Osfar Schmann mit seiner englischen VollSlutftrrte „Wellgunde". Avis: Eine gleiche Schule wurde in Gießen noch nicht gezeigt. Mr. Madigan Trio-RichardiniS Saltomortalretter. Hand- und Kopf-Equiltbristen. Die Origmai 8 Allisons Der Kulminationspunkt d. Aerobatik! 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Das Programm der Nachmittags-Vorstellung lst ebenso reichhaltig, wie dasjenige der Abend-Vorstellung: Kinder unter IS Fahren zahlen zu den Nachmittags-Vorstellungen halbe Preise auf allen Plätzen. iüch der Plützk: tÄTÄi 50 Psg. — Das Büro im EirkuS ist geöffnet von 11—1 Ubr an Tagen, an welchen 2 Vorstellungen stattstnden, von 11 Uhr ab Hupps uni licßhf, mit ,btcm Die Zwerg-Auguste I MM i 4 gegen die Hitze J ist das Tragen von niederen modernen | Stehumlege-Kragefl | in allen Weiten und ver- I schiedenen Formen, la1 s/fl I In garant.Leine u.Shirting j Stück 65, 75, 80 Pfg. A. Salomon & Cie. 3 SS13/' Prim KsAkioe empfiehlt billigst ]708 Georg Schilfer. Licherstr. 9. Rcucs StadttheaterGietzen Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 23. Juni 1908 des Großh. Knrthentevs Bad-Nauheim Unter Mitwirkung der Kapelle des hies. Jnf.-Reg. „Kaiser Pffhelm" Nr. 116. öie Fledermaus Operette in 3 Akten von Johann Strauß. Preise der Plätze: Proszeniums-Logen Mk. 5.50 Rang-Logen „ 4.50 I. Parkettt und I. Rang- Vorderplatz „ 4 — II. Parkett und I. Rang- Rückplatz „ 3.— III. Parkett und II. Rang- Proszeniums-Loge Mk. 2-50 II. Rang-Vorderplatz „ L50 II. Rang-Nllckplatz und Gallerie n 1.— Vorverkauf im Theaterbureau von SamStag. den A). Juni ab, täglich von 11—1 Uhp- IC1’/*