Nr 16 188. Jahrgang Montag- 20, Januar 1908 Erschein! füglich mti vnSnabm« der GmmtagS. Die .»Gießener $amUlenbl8tterw werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt. das „Krdsblatl ffii den Krell Kietzen" zweimal wöchenliich. Ter ..hessische kandwirtt' erscheint monatlich einmal. Giehemr MM r General-Anzeiger für Gberheffen NotationSdrnS und Aerlag bet Br ll blichen UnwersitätS Brich- unt Sksrndruckeret» ÖL Lang«, Sieben. Rsdaltion. ExvedtttrTn and Dnnferd? ^ckiul» strotze ?. (Srpeöihon and Vertag - 6L Redaktion: 112. TeL-Adr. AnzetgerGietzen» Deutscher Reichstag. 83. Sitzung, Sonnabend, 18. Januar. Am Tische des Bundesrats: v. Bethmann-Holl- weg, Caspar, Dr. Fischer, Hailey. Das Haus ist sehr schwach besetzL Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 15 Minuten. Die Knappschafts-Interpellationen. (Dritter Tag.) Abg. Gothein (freis. Dgg.): Einen einzigen sachlichen Grund hat der Staatssekretär gegen die reichSgcsetzUche Regelung: Tie Einzelstaaten ständen der Sache näher. Ein «Lchcin- g r u n dl Schauen Sie doch noch England, wo die Produktion ungemein steigt und das Verhältnis zwischen Vcrgwerksbesitzern und Bergarbeiter schäft ein sehr viel besseres ist als bei uns. Tort besteht ein Tarifvertrag, und der Minister John DurnS ist ein Beweis dafür, daß man nicht notwendig Jurist oder Bergmann für die Oberaufsicht sein muß. Unterschätzen ^Sie doch nicht so Ihre eigenen Qualitäten, Herr Staatssekretär. Sie hätten doch zufällig auch Handelsministcr werden können. Freilich, Vizepräsident des Staatsministeriums wird in Preußen der Minister für eine quantite negligcable wie der Handel nichL Ich spreche aus bergmännischer Aufsichtserfahrung: Der Staat ist als Arbeitgeber und unparteiische Behörde in einer Zwitterstellung. Gerade der Bergwerksbesitz der Einzelstaaten zwingt zur Unterstellung unter das NeichsrcchL Die Erklärung des Geheimrats Meißner wirft ein scharfes Schlaglicht auf die preußische Behandlung von Fragen, die Gegenstand erbitterter Auseinandersetzung sind — im Interesse des .Staatswohls"! Die vertraulichen Ziffern aus den preußischen Kommissionen sind viel schlimmer als die offiziell im Reichstag ge- naitn’en. Der Unfrnkde wird nicht gefördert durch ungeschminkte Wahrheit, sondern durch die Mißstände. Die. große Zahl der Zechcrwesitzer, die mit jenen ungesunden Machinationen nichts zu tun haben wollen, hat ein Interesse daran, an dem Mißtrauen nicht nut zu leiden. DaS preußische Abgeordnetenhaus hat dal Berggesetz verschandelt. Die Interessen der Arbeiter werden dort nicht gewürdigt, sie sind ja mir .Objekt" der Gesetzgebung ! Das ganze Milieu, die ganze Atmosphäre ist dort nicht dazu angetan. Das Verhalten der Nationalliberalen dort steht im schärfsten Gegensatz zu der gestrigen Erklärung Osanns für die Neichstagspartei; und auch das Zentrum nimmt dort eine andere Stellung ein als hier. Lediglich die Konservativen — die Anerkennung muß man ihnen zollen — sind hier und drüben dieselben. Durch nichts wird der Gegensatz so verschärft, als wenn man der Arbeiterschaft das Recht nimmt, sich durch Männer ihres Vertrauens vertreten zu lassen. Gothein bespricht eingehend die Knappschaftsverhältnisse und die bezüglichen Verhandlungen, im Sinne der Interpellanten. Leider beachten die Unternehmer nicht die Massenpsychologie. Die Statistik über die Lebenshaltung der Bergl-ure spricht eine furchtbare Sprache; sie ist eine schwere Anklage gegen die Bergwerksverwaltung. Unsere ver- oanunte Pflicht und Schuldigkeit ist es, hineinzuleuchten. Wir werden beim Reichsamt des Innern eine Resolution einbringen über die Ursachen der hohen UnfaUs- und Jnvaliditätsziffern. Der Reichstag wird zu beweisen haben, daß er die geeignete Instanz isL Preußischer Geh. Oberbergrat Meißner kommt auf die vertraulichen Mitteilungen über das Nullen zurück. Die Namen der betreffenden Zechen sind deshalb nicht öffentlich genannt worden, weil man der nationallibcralen Fraktion Gelegenheit zur Nachprüfung geben wollte. Abg. Brcjski (Pole) bespricht die Arbeiterverhältnisse im Bergbau mit scharfen Worten. An dem Scheitern der Verhandlungen seien ein paar preußische Geheimräte schuld, die jetzt in den Wandelgängen b«5 Reichstags einherschlichen und eine verhängnisvolle Rolle gespielt hatten. Es handle sich um eine Machtfrage für die Unternehmer, ein .friß Vogel, oder stirb." Die Knappschaftsältesten sollten vor den Grubenbesitzern Koran machen und ihre Organisation verraten. Abg. GicöbcrtS (Ztr.): In die Harmonie der Debatte hat Herr Huö einen Mißklang hineingebracht. Er hat die sachliche Diaterie politisch auszuschlachten gesucht, um dem deut- schen Volke ein Schauspiel der Selbstzerfleischung der Dergarbeitcr- schaft zu geben. (Lebhafter Beifall im Zentrum.) Wir haben die Sozialdemokratie nicht angegriffen. Wir sind kameradschaftlich gewesen, er ist uns in den Rücken gefallen. Wir werden draußen darauf zurückkommen, wenn er da wieder von der Einigung der Bergleute spricht. Wir müssen dringend verlangen, daß er die bergmännischen Angelegenheiten vom Berufs- und nicht vom Parteistandpunkt aus behandelt. Er hat seine Polemik hauptsächlich gegen das Zentrum gerichtet; das Organ des alten Bergarbeiterverbandes, an dessen Spitze Herr Sachse steht, hat die Frage auf einen anderen Karren geleitet; es hat die Schuld an dem Scheitern anderswo gesucht. Tas Zentrum ist stets und überall für die Bergleute eingetreten; jede andere Behauptung ist objektiv unwahr. Es war n'cht loyal und nicht klug von Hue, das Zentrum zu verdächtigen — aber man wird im Ruhrgebiet sagen: ganz Hue! Gicsberts äußert sich zu der Frage der vertraulichen Behandlung des Materials für die Kommission gegen Hue und Gothein; das Material war vertraulich, und er hätte es auch nicht preisgegebcn. Giesberts geht dann auf die Vorgänge im Ruhrgebiet näher ein und erklärt, zugleich auch für die anderen beteiligten Organisationen, von einer Machtprobe der Arbeiter sei keine Rede. Niemand denke an einen Streik; ein solcher würde jetzt bei der abflauenden Konjunktur die größte Dummheit sein. Tie Scharfmacher im Ruhrgebiet wollten den Arbeitern wieder einmal die Kandare zeigen. Sie bevölkern das Ruhrgebiet mit fremden Leuten, die, wenn eS einmal darauf ankommt, viel schlimmer sein werden als die einheimischen. Der Redner schließt mit der Erklärung: die christliche Bergarbeiterschaft werde sich durch die Seitensprünge Hues nicht vom Wege abbringen lasten, und er hoffe von der Reichstagsdebatte eine Besserung der Verhält» ist«. Abg. Sachse (Soz.): Huö bat mit seinen Angriffen gegen da» Zentrum ins Schwarze getroffen, sonst hätte Herr GieSberts nicht eine Staatsaktion daraus gemacht. Wir stören die Einigkeit der Bergarbeiter nicht damit, daß wir die Wahrheit sagen. Wir sind mit allen Bergarbeitern einig, fteilich nicht mit dem Zentrum. Ehe wir ein Bündnis mit dem Zentrum schließen, würden wir es uns zehnmal überlegen. Wir haben nichts mit Jesuiten zu tun. (Lärm im Zentrum.) Die Nationalliberalen haben nie ein Interesse für die Bergarbeiter gehabt. Sie treten jetzt für ein Reichsgesetz wohl nur ein, weil sie wisten, daß die Regierung dagegen ist. (Unruhe.) Tann ist es ein billiges Vergnügen, sich für ein Reichsberggefetz auszusprechen. Preußischer Geheimrat Steinbrink stellt gegenüber Sachse fest, daß auch öffentlich nicht falsche Ziffern genannt seien. Der Prozentsatz der genullten Wagen zur Gesamtförderung war absolut richtig und an keiner Stelle über 3,7. Daneben wurden in der Kommission vertraulich noch weitere Prozentzahlen genannt, die in Gruben, in denen verhältnismäßig viel genullt ist, einzelne Kameradschaften hatten; da war in einer Kameradschaft aus der ganzen Grube die Zahl 28 Proz., aber auch uf dieser Grube wr der Prozentsatz der genullten Wagen zur Gesamtförderung unter 4. Abg. VehrenS (wirtsch. Dgg.): Hier im Reichstag scheint mir die notionalliberale Fraktion die Theorie zu vertreten, drüben im Abgeordnetenhaus« die Praxis. Es wäre sehr wertvoll, wenn die nationalliberalen Verghcrren draußen den versöhnlichen Ton ihrer Reichstagsfreunde in die Praxis übertragen wollten. Der Redner gibt auch seinerseits die Versicherung, daß die Siebener- kommission keinerlei politische Jnteresten vertreten habe. Abg. Hue (Soz.): Gestern habe ich anderthalb Stunden gesprochen. Nicht der zwanzigste Teil der Rede galt politischer Polemik und auch darin habe ich die Herren vom Zentrum nur vorübergehend gestreift; Herr Giesberts aber verwendet heute nahezu % Stunden auf die Antwort, um mich wegen meiner beiläufigen Bemerkung gegen das Zentrum eines furchtbaren Verrats an der Dergarbeiterschaft zu zeihen. Ich kenne die Weise, ich kenne den Text; wir sind es ja in Rheinland-Westfalen gewohnt, daß die Herren vom Zenttum eS so treiben. Den Natto- nalliberalen und Konservativen kann man so viel an den Kopf werfen, wie man will — dadurch bringt man keinen politischen Mißklang in die Sache! (Sehr gut!) Herr Schiffer, den. ich nicht im geringsten angegriffen habe, hat ja angcfangen (Sehr wahr!); er sprach von der reaktionären Mehrheit des preußischen Landtags. Nach Herrn Schiffer sind das natürlich die National- liberalen und Kenservattvcn, und da habe ich mir erlaubt, im Jnteresie der bistorischen Wabrheft ftstzustcllen, daß bei der Ab- ftimmuna über die geheime Wahl mrndestens ein Zentrumöinann die reaktionäre Mehrheit verstärkt haben mutz. Herr Giesberts, der ja so viel gelesen hat, wird doch wohl ans der München.Gladbacher Registratur daS Protokoll des preußischen Bergarbeitertages kennen; und ich kann ihn versichern, mir haben Vertreter der christllchen Bergarbeiterbewegung gesagt, sie hätten ihren Freunden vom Zentrum geratest, das preußische Gesetz ab;u- lehnen. (Hört! Hört!) Kommen Sie mir nickst mit Ihren Kniffen, Herr Giesberts, m Ihrem „Bergknappen" hat ja der Gewerkvereinssekrctär Efferts haarscharf nachgewiesen, daß die Beschlüße des Abgeordnetenhauses nicht ausreichten, um die Annahme zu empfehlen. Herr Giesberts, Sie bringen es nicht fertig, mich in Gegensatz zur Bergarbeiterschaft zu bringen. Es ist kein Vertrauensbruch, wenn man über verftauliches Material redet, das ein solches öffentliches Jnteresie hat. Durch die vertrauliche Behandlung hat man den Bergarbeitern ins Gesicht geschleudert, sie hätten die Unwahrheit gesagt. Ich werde noch mehr Material aus den preußischen Geheimakten herbeibringen, wie man den Arbeitern die Blutschuld an den Unglücksfällen zugcwiesen hat, ohne daß der Schatten einer Untersuchung da war. Sie werden schon sehen, was herauskommt. Abg. Giesberts (Ztr.): Man kann eine Wahrheit sagen und viel verschweigen, sodaß der, gegen den sie ausgesprochen wird, in dec Oeffenllichkeit als ganz infamer Mensch dasteht. Gegen diese einseitige unvollkommene Wahrheit Hues muß ich entschieden protestieren. Vertrauliches muß vertraulich behandelt werden, daS ift_ die Pflicht ^edes Ehrenmannes; sonst verdirbt die politische Tätigkeit den Charakter. Wir haben nid‘5 zu beschönigen. Ich bin höchst empört darüber, daß Hue unsere gemeinsame schöne Aktion hier zu verpfuschen sucht. Abg. Bassermann (natl.): Der Abg. Sachse hat versucht, einen Gegensatz in der Stellung der nationalliberalen Patte! zur Frage der reichsgesetzlichen Regelung des Bergwesens zu konstxu. irren. Er meinte, 1900 hätte die nat-onalliberale Patttt durch den .Mund des Abg. Hilbck einen anderen Standpunkt vertrc en lasien, als dies jetzt durch den Abg. Osann geschehen ist. Hilbck hat damals erklärt, daß seine Freunde der Vorlegung eines Reichs, berggesctzes und der reichsgesetzlichen Regelung des Bergwesens zustimmen. Die Bereitwilligkeit zu einer reichsgesetzlichen Regelung wird klar ausgesprochen. (Hört! Hört bei den Nationalliberalen.) Er mackst nur den Voxbchalt, daß der damalig« Augenblick zur Regelung der Materie nicht günstig gewesen sei, da noch privat, rechtliche und vcrsicherungSrcchtliche Bedenken, auch in bezug auf das Knappschaftswcseu Vorlagen. Di« Ausführungen Hilbcks gipfeln also in der Zustimmung zu einer reichsgesetzlichen Regelung des Bergwesens. (Zustimmung der Nationalliberalen.) Er hat sich prinzipiell mit dem erwähnten Vorbehalt dafür ausgcsprocken. Auch in einer vorangehenden Fraktionssitzung wurde auf Antrag Hilbcks beschlossen, diesen Standpunkt einzunehmen. Das ist die aktenmäßig fcstgestellte Sachlage. Inzwischen sind die entgegen, stehenden Bedenken gehoben, und wir stehen jetzt wie ftüher auf dem Standpunkt«, daß eine rcichsgefetzliche Regelung des Berg, wesens notwendig ist. (Beifall bei den Nationallibcralen.) Die Aussprache wird geschlossen. Damit sind die Interpellationen über das Knappschaftswesen erledigt. Montag 1 Uhr: Viehseuchengesetz. Telegraphen- und Scheckgesetz. Schluß 3 Uhr. Urönungr- lind Grdensseft. Das Krönungs- und Ordensfest wurde gestern im Dnigl. Schloß zu Berlin in Anwesenheit des Kaisers in der üblichen Weise gefeiert. Auch in diesem Jahre ist eine sehr große Anzahl von Auszeich nungen verliehen worden, ll. a. haben erhalten: das Großkreuz des Roten Adlerordens mit Eichenlaub: der Generalinspekteur der Fußartitlerie, General v. D u l i tz; den Roten Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub: der Llhes des Ingenieur- und Pionierkorps, General von Ueseler, General des 5. Armeekorps; General Gras von Kirchbach; der Oberlandesstallmeister Graf von L e h n d o r f f; der Präsident des Reichseisenbahnamtes Dr. Schulz und der kommandierende General des 9. Armeekorps, Freiherr von Vietinghoff; den Stern zum roten Adlerorden mit Eichenlaub: Kam- mergerichtspräsident Dr. Lisco und der Präsident des evangelischen Oberkirchenrats Böig iS; den Stern zum Roten Adlerorden 2. Klasse: der Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses v. Kroch er; den Roten Adlerordeu 2. Klasse mit dem Stern: Reichs- üagspräsident Graf von Stolberg-Wernigerode; den Roten Adlerorden 2. Masse mit Eichenlaub: Reichs- Lrgsabgeordneter Graf v. Earmer (kons.), der Regierungspräsident in Bromberg Dr. v. Günther, der Staatskommifsar bei der Berliner Börse Hempten- niacher, der Präsident des Reichs-Versicherungsamts Kaufmann und der Regierungspräsident in Gumbinnen Dr. Stockmann; den Sloten Adlerorden 2. Klaffe: der Vizepräsident des preußischen Abgeordnetenhauses Dr. Krause (natl.) und der Oberbürgermeister von Hildesheim Dr. S t r u ck - mann; den Roten Adlerorden 3. Klaffe mit Schleife und der kvnigl. Krone: der Vizepräsident des Reichstages Kämpf (frs. Vp.); den Roten Adlerorden 3. Klasse nut der Schleife: die Abgg. Dr. Friedberg (natl.) und L>r. Spahn (ßentrum); den Roten Adlerorden 4. Klasse: die Abgg. Dr. Hieb er (natl.), Kreth (kons.), Lieber- rnannvonSonnenbcrg (Antis.), Dr. M u g da n (sreff. LP.), Preiß (Elsässer), Dr. Rösicke (Bd. d Lw.), Dr Semmler (natl.), Freiherr von Thünefeld (Zentr.), Vr. Wiemer (frs. Vp.) und Chefredakteur Dr. Oertel, den Kronenorden 1. Kl.: der Gesandte in Bern v.Bul^ow; den Stern zum Kronenorben 2. Klasse: der Sanbtagyabg. Freiherr v. Erfa imb ber Gouverneur in Kümtschou Vize- abmiral T r u p p e l; ben Kronenorben 2. Klasse mit Schwertern am Ringe: ber konservative Reichstagsabgeorbnete v. Normann; ben Kronenorben 2. Klasse: bie Abgg. Bassermann (natl.), v. Heybebranb unb ber Lasa (kons.), Dr. Porsch (Zentrum), Prinz Schönaich- Carol ath (natl.); ben Kronenorben 3. Klasse mit Schwertern am Ringe: ber Gouverneur von Neu-Guinea Dr. Hahl unb ber Gouverneur von Togo Graf von Zech; ben Kronenorben 3. Klasse: bie Abgg. Bahn (natl.), Eickhoff (srs. Vp.), Fischbeck (frs. Vp.), H e r o l b (Zentr.), Münsterberg (frs. Vg.), Graf Pr a s ch m a (Zentrum), W e l l st e i n (Zentrum), Dr. Am Z e h n h o f f (Zentr.). Generalversammlung des Deutschen Aottenveremr in Lassei. AM gestrigen Sonntag fand int Evangelischen Vereinshause zu Kassel die außerordentliche Hauptversammlung des deutschen Flottenvereins statt. Es waren 600 Teilnehmer erschienen, darunter 250 stimmberechtigte Delegierte aus allen Teilen Deutschlands. Der Präsident Fürst Otto zu Salm-Horstmar eröffnete die Versammlung mit einem dreifachen 5)och auf den Kaiser, die deutschen Vundessürsten und die freien deutschen Städte und verlas darauf die Erklärung, daß sämtliche Mitglieder des Präsidiums im Interesse des Deutschen Flottenvereins es als erforderlich erachten, ihre Aemtcr im Präsidium niederzulegen. Wir haben den Geheimen Regicrungsrat Professor Bus- ley-Charlottenburg und den Geheimen Kommerzienrat Ravenö- Berlin ersucht, die Geschäft- des Vereins weiter zu führen. (Ausrufe des Bedauerns.) Wir sind nicht mehr in ber Lage, dre Geschäfte des Deutschen Flottenvercins weiter zu führen, zumal wir nicht unserem Gegner auf einem unsatzungsmälzcgen Wege zu folgen vermögen. '(Lebhafter Beifall, heftiger Wider,pruch.) Ich schlage Ihnen vor, allerhöchste und höchste Personen aus der Debatte zu lassen und Vorkommnisse, bie durch den Konter Friedensichluß bereits erledigt füw, nicht. tu che Debatte zu ziehen. (Beifall, Lärm.) Sind Sie damtt emversutnoen ?, (Stufe: Ja! Slein!) F-ürst zu Salm: „Ich, werde darüber abstunmen lassen." Die Versammlung entschied sich mit großer Mehrheit für den Vorschlag des Präsidenten. Es entspann slck) darauf eme lange Geschäftsordnungsdebatte. Kammerl-evr v S p t e ß- München erklärte: „Durch den Vorschlag des Präsidenten tinb roir mundtot gemacht; damit können wir den Frieden Nickst Herstellen. Wenn tun aus die früheren Vorkommnisse nicht ein- gehen dürfen, dann erachte ich es für das Veste, daß i r Delegierte vom BaYrischen Landesverband den Saal verlassen." (Beifall und heftiger Widerspruch.) Fürst zu Salm „Es ist mir nicht eingefallen, jemand mundtot zu lnachen; > soll niemand in seiner Redefreiheit beschrankt werden. Ich l>abe nur vorgeschlagen, auf die in Köln dura), Friedcns- sckstuß bereits erlebtgten Vorkommnisse materiell nicht emzu- gehen." Jni weiteren Verlauf bemerkte Slegierungsrat v. B r a u n - Augsburg, der Präsident habe auf die Geheimakteu hingewiesen, in die er einigen Mitgliedern Einsicht geboten habe. Damit habe der Präsident das Schweigeverbot durchbrochen. „Wir müssen daher verlangen, daß uns diese Geheimakten mit- geteilt werden. Die Vorkommnisse in Köln sind noch nickst erledigt." OberlanbeSgerickstspräsident a. D. H a mm-Boun führte aus, die Herren haben durch den Rücktritt des Präsidiums den Prozeß bereits gewonnen. Ich verstehe nicht, ivie die Herren nun noch nachträglich verlangen können, ihre Klage zu begründen. Kammerherr von Spieß-München erwidert: „Wir haben den Prozeß noch nicht gewonnen. Das Präsidium hat noch nicht erklärt, daß es die Wiederwahl ablehnt. (Stürm. Beifall und heftiger Widerspruch; Rufe: Das würde Ihnen so passen!) Wir fallen auf die ErMrung des Prasidiiuns nicht hinein unb lassen uns and) burch bie von Dr. Gerhardt dirigierte Kligue nicht imponieren." (Stürm. Beifall und heftiger Widerspruch.) Nach längeren, stürmischen Auseinandersetzungen wird auf Auttag des Geh. Kommerzienrats Rav en ä-Berlin bie Geschäftsordnungsdebatte geschlossen. Major d. L. Vopelius- Sulzbach schlägt vor, ins Präsioium zu wählen: den Fürsten zu Hatzfeldt-Trachenberg und den Vizeprasidutten des preußischen Abgeordnetenhauses Krause-Berlin. Präsident Fürst zu Salm unterbricht den Redner, die Wahl des Präsidiums stehe noch nickst aus der Tagesordnung; sie könne erst auf der ordeittlichen Hauptversammlung in Danzig vorgenommen werden. Es erhält darauf F-cciherr von W ü r tz b u r g - SNünchei'. das Wort: Die Bayern l-aben sich mit Freuden dem Deutschen Flotten- verein angeschlossen. Obwohl sie vom Meere weit entfernt sind, haben die Bayern erkannt, daß eine starke Wehrmacht Deutsch-- tands auch zur See ein dringendes Gebot sei. Die Bayern sind nicht byzantinisch. Prinz Rupprecht von Bayern habe den Vorstand des Bayerischen Landesvereins huldvollst empfangen. Der Präsident unterbrach den Stebner: „Allerhöchste und höchste Personen sind aus der Debatte wegznlassen." Freih. v. Würtzburg wies hierauf auf die von den Zeitungen Norddeutsckstands erhobenen Vorwürfe hin, daß der Baycrisckfe Landesverband Zentrumspoliti! treibe und den Diebstahl der Keimbriefe g.billig: habe, mit großer Enttüstung zurück. Das seien Beleidigungen wider besseres Wissen. Der Bayerische Landesverband hab« den Diebstahl der Keimbriese aus tieffter Seele verdammt; er wolle aber auch, daß im Flotteuverein keine Parteipolitik getrieben werde, er wünsche, daß der Flotteuverein n u r e i n c d e u t s ch- nationale Politik treibe, und daß sich möglickstt viele Mitz- gliedcr des Zentrums detn Flottenverein ansckstießen. Ms ber Rebner erklärte, er wolle eine sachliche Darstellung über bie Vorkommnisse m ber Hauptversammlung in Köln geben, wirb er wiederum vom Präsidenten unterbrochen. 92ad) längerer, stürmischer GeichäftsordnungLdebatte, kann er in seiner Siebe fort- fahren. Als er die Angriffe auf ben Prinzen Rupprecht er* lvähnt, wird er wiederum vom Präsidenten unterbrochen. Letzterer bemerkt: ,^Zch habe an einer Stelle, die ich nickst nennen darf, das Versprechen gegeben, dafür zu sorgen, daß Allerhöchste und Höchste Personen nicht in die Debatte gezogen werden. Dieses Versprechen muß ich hatten. Sollten Sie anders beschließen, dann bin ich genötigt, das Präsidium niederzulegen unb ben Saal. biZ einschließlich Was rvollen die DeutsHsoMieu? 'J^r gelungenen Auffüh- schrenene Publikum in die von Toskana eine Hoftrauer voin 17. 21. Januar 1908 angeordnet. rechtigte Kern der Arbeiterfrage, der aber durch die sozial- demolratische Partei verdorben worden fei, weil diese Partei die frei» heitfeinolichste sei. Unter großer Unruhe in der Versammlung wies Redner auf 1xn Terrorismus der Sozialdemokraten gegenüber den christlich-sozialen Arbeitern hin. Wir Teutschsozialen so schloß Redner, wollen, daß unsere politische Arbeit nicht dem Wohl des einzelnen Standes gelten soll, denn über d-en Interessen des einzelnen Standes und der einzelnen Partei, steht uns der Gedanke an unser großes schönes Vaterland. An den Vortrag schloß sich eine längere sehr erregte Diskussion an, auf die wir in unserer nächsten 9iuimmer näher ein» gehen werden. Aus StaOt und LauS. Gießen, 20. Jan. 1908. *' Hoftrauer. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog hat wegen des Ablebens des Großherzogs Ferdinand IV. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Koimnerzienrat G. Hickler zu Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihin von dem König von Preußen verliehenen Roten Kreuz- Medcnlle 3. Klasse erteilt. — Der König von Preußen hat dem Kreisdirektor a. D. und Domherrn in Rauuiburg a. d. S., Geheimen Negierungsrat Ernst Graf zuSolms-Laubach zu Darmstadt die Erlaiibiiis zur Anlegung des ihm verliehenen Großkreiizes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen erteilt. Ordensangelegenheiten. Se. : und sich dabei betrinkt. Die übrigen Darsteller, die ja sämtlich hinter dem edlen Trio ^eim, Zwirn und Knieriem zurücktreten, taten ebenfalls ihr Bestes, um den Erfolg , der Vorstellung zu sichern. Zum Schluß gab es eine hübsche Fran^aise, die vom Schuster in einem ergötzlichen deutsch- ; französischen Kauderwelsch kommandiert wurde und einige neue Figuren aufwies, die hoffentlich bald in den Gießener Ballsälen Eingang finden. h, ** Fachausstellung für das Ga stw irte-Ge- werbe. Ehrenförderer des vom 28. März Lis 5. April d. I. in Gießen stattsindenden großen gastronomischen Er- eignisses sind folgende Herren: Bahnhofsrestaurateur An- drieny-Butzbach, Hotelbesitzer P. Aletter-Bad-Näuheim, Direktor des Internationalen Verbandes der Köche C. M. Banzer-Frankfurt a. M., Weingroßhändler C. Earsunky- Wiesbaden, Hotelbesitzer I. Dietrich-Marburg, Hotelbesitzer I. W. Ehrenfels-Frankfurt a. M., Großh. Küchenmeister Elion-Darmstcrdt, Höfische und herrschaftliche Küche, Chefredakteur R. Gollmer-Berlin, Klaus Haust, Vorsitzender des Rhein-Main-Gastwirteverbandes in Darmstadt, Kommerzien-, rat Heyligenstaedt, Vorsitzender des Ortsgewerbevereins Gießen, Oüerjägernieister Freiherr van der Hoop-Darmstadt, Fürstl. Küchenmeister Hurniuel-Lich, Kommerzienrat Koch Präsident der Großh. Handelskammer in Gießen, Hotelbesitzer I. Kessel-Wetzlar, Ph. Müller, Vorsitzender des Gastwirtevereins Frankfurt a. M., Direktor C. Reinemer- Darmstadt, Po^izommtmann Reinhart-Gießen, Steher, Präsident des Bundes deutscher Gastwirte, Leipzig, Hofmarschall Freiherr v. Ungern-Sternberg-Darmstadt und Hotelbesitzer C. Weißmüller-Mainz. ** Technischer Verein. Am Mitttvoch abend 81/2 Uhr wird int Saale des Hotel Einhorn Syndikus Dr Burner aus Berlin im Technischen Verein einen Vortrag über „Die technischen Angestellten in der Volks-' wirtschaft und ihre heutigen Standessragen" halten. Eintritt frei. Daran anschließend findet eine freie Aüssprache statt und es ist ein recht interessanter Abend zu erwarten Die steigende Bedeutung der technischen Arbeit in dem großen Gebiete der Volkswirtschaft gelangt immer mehr zum Bewußtsein und drängt in der allgemeinen Rechtslage auf Gleichstellung mit der des deutschen Kaufmannsstandes. r. Hungen, 18. Jan. Dem Krieg erverein ist von S. M. dem Kaiser eine Fa hn en s ch le i fc verliehen worden, deren Ueberreichung am 26. Januar stattfindet. Hieran schließt sich die Kaisers-Geburtstagsfeier. — Am hiesigen Bahnhof, der wesentlich erweitert ist, findet eine rege Verladung von Eisenerzen für verschiedene Firmen statt. Das Erz ist durchschnittlich hochprozentig. Die Gewerkschaft Elisenburg hat hier eine größere Waschanlage errichtet, um zunächst die Reste einer bereits früher aus- gebeuteten Manganeisengrube durchzuwaschen. Genannte Firma läßt auch in anderen Gemarkungen aus Eisen schürfen. -st Hattenrod, 15. Jan. Im Laufe des Sommers feiert der hiesige Kriegerverein das Fest der Fahnenweihe verbunden mit dem B e z i r k s f e st des Hassia- Bezirks Lich. Die Fahne, die in reiner Kunst-Handstickerei ausgeführt wird, wurde der Fahnen firm a His gen, Lich, zur Ausführung übertragen. r. S ch 0 t t e n, 18. Jan. Die Sektion Frankfurt des Vogelsberger Höhenklubs unternimmt morgen einen Ausflug auf den Hoherodskopf. Die Schneebahn daselbst geht an. 1 1 ** Steuerarntspers 0 nalien. S. K. H. der Groß- herzog haben den Steuerkontrolleur Phil. Hellwig zu Worms mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an zum Revisionskontrolleur bei dem Hauptsteueramt Mainz ernannt. 1 ** L e h r e r p e r s 0 n a l i e n. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranlen Peter Dickler aus Zwingenberg eine Lehrcrstelle an der Gemeindeschule zu Büdesheim (Kr. Friedberg). Entlassen wurde die Lehrerin an der höheren Bürger- (Madchen-) Schule zu Oppenheim Else Fouear auf ihr Nachsuchen. 1 ** Erledigt ist die Stelle des Forstwarts der Forst- wartei Schönbrunn, vom 1. April 1908 ab. ** In den Ruhestand versetzt wurde der Schaffner in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Wilb Arnold zu Gießen. *' Land- und forstwirtschaftliche Berufs, gen0ssenschaft für Hessen. Im abgelaufenen Jahre wurden bei der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ui Darmstadt 2712 Unfälle angemeldet, 379 mehr wie im Vorjahre. An» 1906 waren unerledigt übernommen worden 1178 Unfälle, was einem Bestand von 3890 Unfallsachen in 1907 gleichkonunt. Es ist erklärlich, daß mit der weiteren Zunahme der Unfälle an sich auch eine erhebliche Steigerung der Unfallaslen verbunden sein muß. In 1907 sind an Entschädigungen daher bereits 740 000 Mk. gezahlt worden Der Genossenschaftsvorstand ist bemüht, dem Anwachsen der Aufwendungen für Renten durch eine intensivere Gestaltung des Heilverfahrens, insbesondere schon vor Ablauf der 13wöchigen Wartezeit, di,rch Rentenrevisionen in den einzelnen Kreisen des Landes sowie das in letzter Zeit häufiger geübte Verfahren der Kapitalabfindnng kleinerer Renten nach Möa- lichkeit zu steuern. ~ J Agitation gerade hat den Verein groß gemacht. Die. Fabne des deutschen Flottenvereins kann nicht blauweiß, rot-weiß ober schwär z-gold sein, sondern muß nach wie vor schwarz-weiß-rot fein und bleiben. (Stürmischer, langanhaltender Beifall, große Unruhe.) Auf Antrag des Geheimrats Hamm-Bonn und Genossen wurde hierauf Schluß der Debatte beschlossen. Nach heftiger Gefchäftsordnungsdebatte gelangte folgender A n - ira g von dem Thüringischen Landesverband mit großer Mehrheit zur Annahme: In der Ueberzengung, daß das gesamte Präsidium, an der Spitze Seine Durchlaucht Für st Otto zu Salm-Horstmar, getreu den Beschlüssen der Kölner Tagung gehandelt und das Ansehen desDeutschen Flotten Vereins gefördert hat, spricht die Hauptversammlung dem Präsidium des Deutschen Flottenvereins ihren Dank und ihr Vertrauen aus. Geheimrat Hamm hatte noch folgenden Antrag gestellt: Die Hauptversammlung dankt dem Präsidülm für den hochherzigen, patriotischen Eittschluß, und spricht ihm für feine großen i Verdienste nm den Verein und Vaterland warme Anerkennung vus. Der Präsident erklärte, daß nach der Annahme des ersten Antrages dieser Antrag keinen Wert mehr habe. Es stimmten dem Anträge nur eine Anzahl Bayern zu. Tie meisten bayerischen Delegierten hatten bereits nach der Abstimmung des ersten Antrages den Saal verlassen. Ter Präsident, Fürst zu Salm, dankte der Versammlung für das entgcgengebrachte Vertrauen. Ter Beschluß, zurückzutreten, sei ihm sehr schwer geworden, es gebe aber Mächte, die stärker seien, als der Einzelne. Hieraus erklärte der Pro,ident die Hauptversammlung für geschlossen. Schluß 51/4 Uhr. Vorn Flotten verein, Kreisgruppe Gießen, wird uns geschrieben: Es ist richtig, daß der Vorsitzende mit Bedauern des in letzter Zeit erfolgten Austritts von vier Einzelmitgliedern und eines korporativen Mitgliedes erwähnte (Geiamtbestand 652 Mitglieder.) Die Konfession der aus-' getretenen Emzelnntglieder, d,e der Vorsitzende gar nicht fennt, hat er nicht hervorgehoben. Man faßte folgende Resolution, die auch dem LandeSausschusse zur Kenntnis ganzes Spiel mit einer solchen Fülle drastischen HumorZ aus, daß er stets große Heiterkeit erregte. Die würdige Ergänzung dieser beiden wandernden Gesellen bildete der Schuster Knieriem von Bruno Reimer-Schlegel. Es war gerade nicht der beste Bruder, den er auf die Bühne stellte, aber er gab sich stets so, daß er schon Freude erregte, wenn er sich nur sehen ließ. Vor allem gelang ihm die Wiedergabe der Szenen, in denen der philosophierende Schuster den demnächstigen Untergang der Welt erwartet X Nidda, 18. Jan. Zum Bahnunsall in Kohden ift zu bemerken, daß der verunglückte Berk sich in dem Wirtshaus nicht aufgehalten hat, sondern hineingelaufen war, um einen Reisenden von der Ankunft des Zuges zu benachrichtigen. m Aus dem Niddertal, 18. Jan. In Merken- fritz findet am 25. Januar eine große Feier des Geburtstages unseres Kaisers statt. Die Feier ist als Volksunterhaltungsabend im Sinne der Volksbelustigungsbestrebungen gedacht. Sowohl der Krie- gerverein, als auch der Gesangverein werden teiluehmen. Ein Vortrag über „Südwestafrika", deklamatorische unb. gesangliche Darbietungen stehen auf dem Programm. -1 O b er-Lais wird die Errichtung einer zweiten Schul- ftelle beabsichtigt, da die Schülerzahl zwischen 90 und 100 beträgt. Es sollen zwei Lehrerwohnungen und ein Schulsaal gebaut und das alte Schulhaus verkauft werden. 7" voriges Jahr ins Leben gerufene B a s a l t w e r k bei Ortenberg am sog. Gauls köpf hat bereits einen bedeutenden Aufschwung genommen und bietet jetzt einer stattlichen Zahl Arbeiter dauernde Beschäftigung. Das Steinklopfwerk am Wege nach Eckartsborn ift in ununterbrochener Tätigkeit. 7"?' ^e^feld, 16. Jan. Heute nachmittag 4.45 Uhr überführ der Frankfurter Eilgüterzug das Haltesignal und fuhr in eine Rangier-Abteilung. Es entstand beträchtlicher Materialschaden, indessen wurde niemand verletzt. rn 171 Jan. In der gestrigen öffentlichen Stadtverordnetenversammlung wurde nach mehrstündiger erregter Debatte das „Ortsstatut betreffend Erhebung einer Umsatz- und W er tzu w a ch s st e u er bei Ber- Grundeigentum im Bezirk der Residenzstadt Kassel mit 24 gegen 20 Stimmen abgelehnt. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 17. Jan. Vom Dimgemittolkauf. 3- van Alsfeld £at ein Urteil des ftrafe beruhe ff wegen Betrugs zu 60 Mk. Geld- barin Srft L?Är angefochten. Der Betrug wurde dZ Kr^ses^daß ^ Angeklagte an eine Reihe von Landwirten MtSn ?ei Düngemittel Kainit be- MWtzMsMZSZ d°s letztere wird mit 90 Pf^ bLechnet Ä das Dünaemi ff et rn 1 cw stup - . ■ er Angellagte, der xu verlassen." Die Versammlung beschließt darauf, Allerhöchste IGrundsätzen bereinigen? Religion und Christentum habe jedoch und Höchste Personen aus der Debatte zu lassen. mit Antisemitismus nichts zu tun. Ter Jude, der ernst an den Auf Antrag des Regierungsrats von Braun-Augsburg Gott des alten Testaments glaube und dement!prechend lebe, stehe teilte der Präsident den zwischen ihni und dem Kammerherrn sittlich höher als der Chrilt, der nicht christlich lebe, -^ede Rasse Freih. v. Spieß stattgehabten Briefwechsel mit und bemerkt, daß habe gute Seiten, aber auch Schattenseiten; auch wir hätten der zwischen ihm und dem Kammerherm v. Spieß schwebende Schattenseiten, aber es dürfe uns doch auch erlaubt lein, auf die Ehrenhandel erlidigt sei. Professor Dr. Graf du Moulin- Schattenseite des Judentums hinzuweisen. Mit dem Radauantt- München erklärte darauf, daß sich Freih. v. Spieß in dem semitismus eines Ahlwardt und Pücklers wollen die Deutsch- Ehrenhandel als Kavallier gezeigt habe. Der Redner erklärte sozialen nichts zu tun , haben. Tie Macht des Judentums, lei im weiteren Verlauf, daß sich der Bayerische Landesverband aus gefälwlich, weil die Wejensärt des Juden anver§ fei als unicrc. die Dauer die Behandlung des Präsidiums des Deutschen Flotten- Es gebe auch hochanständige Juden, aber , hier komme es auf Vereins nicht gefallen lassen könne. (Beifall, Widerspruch.) die große Maste an, die eine ganz andere Auffassung des stttlichen Oberstleutnant a. D. Abbes- Königsberg sagt, er könne nicht! Lebens habe als wir. „ . umhin, auszusprechen, daß der Bayerische Landesverband in Redner forderte im weiteren Verlause seiner Rede das Recht einem gewissen Hörigkeitsverhältnis zum Zentrum der Organisation für die Beamten, ent Bindeglied steht. Regierungsrat v. Brann-Augsburg erklärt dies für eine! zwischen den Beamten unb der Regierung. glatte Unwahrheit. Nach längeren heftigen Auseinandersetzungen Zum Schluß behandelte Abg. Lattmann noch die Arbeiter - bemerkte Generalmajor a. D. Keim: „Die Gegner haben nur frage. Mann dürfe den berechtigten Kem der Arbeiterbewegung Behauptungen, aber keine Tatsachen vorgebracht, lediglich Klatsch mcht verkennen. Wie der städtische und ländliche Mittelstand sich sei gegen ihn vorgebracht worden. Er sei im Jahre 1904 feine Anerkennung erkämpft habe, so verlange nun auch der Ar- geschästsführender Vorsitzender geworden. In diesem Jahre sei beiterstand, nachdem er zum Bewußtsein seiner Bedeutung ge- ber Verein um 14 000, 1905 um 28 000, 1906 um 39 000, | kommen sei, Anerkemiung im öffentlichen Leben. Dassel der be- 1907 um 23000 Mitglieder gewachsen. Nach den Satzungen " ' ““ sei es gestattet, Politik zu treiben. Parteipolitik habe er niemals getrieben. Wenn der Flottenverein dem Reichs- marineamt ein Wegweiser sein wolle, müsse er nicht nebenher, sondern vorangehen. Der Flottenverein habe sich großes Ansehen in der Welt erworben. Er nehme jetzt Abschied und ersuche, am alten Kurse festzuhalten und nicht nach rechts oder links zu sehen, sondern lediglich für eine starke Flotte zu agitieren. Wollen Sie den Wert der Agitation nicht unterschätzen. Die In der gestrigen öffentlichen Vollversammlung in Steins ©arten sprach Herr Reichs- und Landtagsabgevrdneter Amtsgerichtsrat Lattmann über das Thema: „Was wollen die Teutschsozialen?" Er führte etwa folgendes aus: 9hir derjenige tarn im öffentlichen Leben etwas gutes schaffen, der in sich die Stoei ^täfte trägt, die echt christliche Gesinnung und den mttwnalen Gedanten. Neben der Anhänglichkeit zu Kaiser und Reich müsse aber auch ein klarer, selbstbewußter Vollswille zu Tage treten. Zur gesunden wirtschaftlichen und sozialen Entwickelung stnd zwei Voraussetzungen nötig: ein starker Schutz be^ inneren Friedens gegen äußere Feinde und eine gesunde Finanzentwickelung des Reiches. Was die Regelung der Reichs- fins„ $' ® mw v°telbe L 3- NtynterE WiW°M«zL K-wrbrbZ m™Mp=$Qü* ; in ließen. W Sn' Hetzer, Pr, a^19, Hofmarschaii ** und HotelbZ J1 ^itbDocp abe^ Syndikus 2l 7cin emen Vortrac "N m der AotL rQ9eu" halten. & freie Mssprch erwarte!, ^eoeit in dem großer Er mehr zum & nen Rechtslage ®i lmannsstandes. 'l.egernerein ix schleife verliehe: >nuar stattfinde: ttslagsfeier. — Sfc •itert ist, findet ein: verschiedene Firme: hprozeniig. Tie G pößere Äaschanlagi bereits früher ou? vwaschen. Genannt! m auf Eisen schürfet kaufe des Sömmerdas Fest der Fah. issest des Hassie- äunst-HandstiäM sirma hisgen n Frankfurtde- nwrgen einen Aus Lchneebahn daselli Unfall in Kohder Bert sich in btc mdcrn hincingelaM kunft des Zuges p jan. ZnRerle^ roße Feier de- r s statt. Die Feier e n d im Sinne de -owohl der Kit werden teilnehm deklamatorische uä dem Programm- einer zweiten M hl zwischen 90 ^ wobnungen und en i-uHertoft»* nette S«!111”1: p hat btt“1’ ’ib b« W «* Se^W9' born ist'» w* . aachmiii°g indessen wurde & -lK-S tW^gee# mgs ru ja Ter EM ;A:-SZ 14.5 W- i «i »dii Ähnehmer Nicht die Rede sein könne. Ctr habe zwar die Ab- „ehmer in dem Glauben gelassen, er liefere Kainit, doch babe er ihnen nur den Preis für Carnelit abgenommen. Eine Schödi- WUNg der Abnehmer müsse umsomehr für ausgeschlossen erachtet »erden, als daß die gelieferte Ware laut Untersuchungsbefund täten weit höheren Kaligehalt als durchschnittlich hatte. Uebri- «ens hätte sein jetzt mit ihm verfeindeter Geschäftsvorgänger, Ler die Triebfeder der Sache ist. es ebenso gemacht und ihm Dieses Verfahren anempfohlen. Mehrere als Zeugen vernommene Landwirte bekundeten zwar, wenn sie gewußt hätten, daß -ihnen Carnelit statt Kainit geliefert würde, sie die Ware nicht .mgenommen hätten. Ob sie benachteiligt sind, konnten sie nicht 'ingeben: sie waren mit der Wirkung der Ware zufrieden. Von iächverständiger Seite wurde noch erwähnt, daß beide Mittel iHefefbc Wirkung haben und auch die nämlichen Salze sind, den Unterschied in der Bezeichnung bedingt nur der Kali gehalt. Nach- i:ent noch erörtert worden war. daß Kainit zum genannten Preise rchne Schaden nicht geliefert hätte werden könne und der Angeklagte das Carnelit mit normalem Nutzen verkauft hat, mithin »ine Vermögensschädigung der Käufer nicht eingetreten ist, hob i)as Gericht das erstinstan'liche Urteil auf und erkannte auf Freisprechung, da es an einem wesentlichen Tatbestands- mer final gebrach. Drei wandernde Gesellen. Drei Handwerksburschen im Mter von 17 bis 20 'fahren, der Anstreichergeselle K. Sch. aus Marburg, die Eisen- ' abrikarbeiter VH. W. aus St. Johann und O. B. aus Remscheid, ■ amen auf ihrer Wanderschaft durch Bad-Nauheim, wo Hie bettelten. Als sie bei Eintritt der Dunkelheit ihren l3eg nach Friedberg zu fortsetzten, sahen sie am Ortsausgange n einer Gartenhütte eine Anzahl zum Trocknen aufgehängter Strümpfe. Sch. stieg auf den Gartenzaun und holte sich 7 Paar, während die anderen in der Nähe stehen blieben. Ta ange- wmmen wurde, daß sie Anstifter oder Mittäter sind, erfolgte hre Verhaftung, nachdem sie von dem Eigentümer, der sie beobachtet hatte, eine Tracht Prügel erhalten hatten. Auf Grund Her Verhandlung konnte, entgegen der Annahme der Anklage, »(in schwerer Tiebstabl nicht für erwiesen erachtet werden, da i er Dieb leugnete, übergestiegen zu sein. Er will die Strümpfe ?urcf) Hineinlangen von außen geholt haben. Ta, um den Tatbestand des schweren Diebstahls zu erfüllen, der Dieb rnin- !?estens mit einem Fuß in das Innere hätte gelangen müssen, ' ies aber nicht nachzuweisen war, erging nur Verurteilung wegen infachen Diebstahls und zwar erhielt Sch. einen Monat -Gefängnis. Bei den andern war eine strafbare Bcteili- ,mng nicht feftzustellen, weshalb Freispruch erging, doch mußten flie wegen Bettelns verurteilt werden, wofür je fünf Tage Hast .cngesetzt wurden. Sämtliche Strafen wurden durch die Unter» f'üchungshaft für verbüßt erklärt und die Angeklagten auf freien T^uß gesetzt. Strafbarer Eigennutz. Der nach Bockenheim verzogene Arbeiter H. W. war seinem Hauswirt in Fauerbach- Friedberg noch die Miete für zwei Monate schuldig. Es wurde sich dahin geeinigt, daß ein leiderschrank als Pfand zurückbleibt. W. lud aber in der Dnn- lirlheit seine Möbel auf und nahm den Schrank mit. Auf -trafantraa des Vermieters verurteilte ihn das Schöffengericht '^egen strafbaren Eigennutzes zu 10 Tagen Gefängnis, üitbem es seine Vorstrafe wegen Pfandverschleppung straferhähend ■it Betracht zog. Der Angeklagte focht bad Urteil mit dem Antrag »ruf Freisprechung an, da er von einem Pfand nichts wisse. Ta jedoch kein Zweifel an seiner Schuld bestand, wurde das Arteil bestätigt. * Seuchen - M eldungen kommen jetzt käst täglich aus ien verschiedensten Weltteilen. Im Südharzstädtchen Ellrich ' erricht stircktbar der T n p h u s. In Oberschlesien kamen inige neue Erkrankungen an schwarzen Pocken vor. In den . irkiseben Landen, namentlich in den Küstengegenden des roten J)ieere§, besonders in Mekka und Medina, sind an die tausend Cholerafälle mit tödlichem Ausgange, in Dschedda eine Erkrankung an Pest, zwei Pestiälle mit tödlichem Ausgange und zwei Eholerakälle vorgekommen. Gruben Unfälle. Am 19. Januar ereignete sich in der Grube „Couchane de Flönu* bei Charleroi in Belgien eine Schlagwetter-Explosion, bei der sechs Arbeiter getötet und 25 Arbeiter verwundet wurden. Die Explosion sand in einer Tiefe von 800 Metern statt. — Wie aus Pittsburg in Penusylvanien gemeldet wird, ereignete sich in der Catsburg-Kohlengrube eine fürchterliche Explosion, die in dem Bergwerke große Verheerungen anrichtete und die Ein- und Ausfahrt der Grube versperrte. Es sind etwa 40 Bergleute int Innern eingeschlossen. Es ist anzunehmen, daß sie noch am Leben sind, dürften aber kaum gerettet werden können, zumal unmittelbar nach der Explosion ein Brand in der Grube ausbrach. Sie werden, wie man fürchtet, wenn sie nicht direkt von den Flammen erreicht werden, dem Erstickungstode nicht entgehen können. Eine 20 Mann starke Rettungs-Abteilung, die sich in die Grube begeben hatte, ist nicht wieder zurückgekommen und gilt als verloren. * Von einem großen russ. Bankraub, der in der kaukas. Stadt Tiflis ausgeführt wurde, meldeten wir dieser Tage. Am letzten Samstag sind jetzt in München 3 der Räuber, darunter eine elegante junge Dame, verhaftet worden, und in Paris gleichzeitig 2 weitere. Bei den in Paris Festgenommenen wurden 20 000 Rubel vorgefunden, bei denen in München annähernd ebensoviel. Kleine Tageschronik. In Königsberg i. Pr. wurde der Juf.-Leutnant Horst von Sauden mit einer Kopfwunde aufgefunden: er ist an- scheinend beim Pistoleniiben verunglückt. Ein Selbstmord des lebensfrohen beliebten Offiziers ist angeblich ausgeschlossen. Ter Mörder der aus der Huse bei Bremen vor einiger Zeit ermordet ausgefundenen Frau ist in Pemamouse, Brasilien, verhaftet worden. Er heißt Haas und ist Teutscher, so daß feine Auslieferung keine Schwierigkeiten machen wird. Haas ist verheiratet. Seine Frau und sieben Kinder wohnen im Hessischen. In Petersburg besuchten der Adelsmarschall Tschitschtrin und die Staatsrätin Chanenko gemeinsam eine öffentliche Badeanstalt, wo der Adelsmarschall tot, die Staatsrätin ohnmächtig aufgefunden wurden. Letztere sagte aus, beide hätten gemeinsam bedeutende Menge spanischer Fliege verschluckt. Während aber die Frau den größten Teil wieder von sich gab, ist der Adelsmarschall verstorben. In der argentinischen Stadt Baradero wütete ein furchtbarer Zyklon, dem zahlreiche Menschenleben zum Opfer fielen. Tie Maisernte der Umgegend ist vollständig vernichtet. Am 18. Januar st a r b der Geh. Iustizrat, Prostssor der Rechte an der Universität Greifswald, Dr. Felix Stärk im Alter von 56 Jahren. — Wie aus Aachen gemeldet wird, wird aller Voraussicht wach die dortige H a n del s fa ku ltä t, die an die Technische Hochschule angegliedert ist, mit Ablauf des Sommersernesters e i n g e h e n. Eine Anzahl von. Lehrfächern soll von der Technischen Hochschule übernommen werden. Die Frequenz der Aachener Handelsfakultät war in den letzten Jahren so schwach, daß das Kuratorium nach Ablauf der zehnjährigen Garantiezeit, der in diesem Jahre erfolgt, sich nicht entschließen konnte, die Anstalt weiterzuführen. — In München haben die städtischen Kollegien den Antrag au? Errichtung einer Handels-Hochschule angenommen. Meteororoftische Beobachtsrrrgeu der Station Gießen. Januar 1908 Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 19. I 754,2 4- 4,3 5.1 82 EXE 4 Sonnenschein 19. 9” 1 753,6 — 0,8 4,2 96 EXE 2 Bew. Himmel 20. 7” ! 754,9 — 0,7 4,2 96 N 2 Nebel ll 1 Höchste Temperatur 1 1 am 18.-19. Janu rr — + 4,5 6 0. Niedrigste „ 18.-19 — — 1,2 * C. TeSefomsc&ia S^uB’sbeiHcMe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Hank fUr Handel und Industrie. Giessen. Frankfurter BCör« 3%6/0 Beichsanleihe . . 92.80 3% do. . . 81.80 3%°/0 Konsols .... 93.20 3% do.....81.80 3%°l6 Hessen.....—.— 3%°/n Oberhessen . . . 92.00 4% öesterr. Goldrente. —.— 4*/g % Oesterr. Silberrente 98 50 4% Ungar Goldrente . . 93 70 4% Italien. Rente . . . 104.40 3% Portugiesen Serie T . 62.50 3% Portugiesen „ III 63.50 4%°/„ rass. Staatsaul. 1905 94 60 4J4°A> Japan. Staatsanleihe 87.00 4 % Conv. Türken von 1903 93.40 Tiirkenlose......145.20 4 Griech. Monopol-A nl. . —.— 4% äussere Argentinier . 85.75 3°/0 Mexikaner .... 63.30 4>ju/o Chinesen .... 95.25 Aktien: Bochum Guss..... 198 20 Buderus E. W.....113.— Tendenz: schwächer. Berliner Börse, 20 , 20. Januar. 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . 123.75 Elektriz. Schnckert . . . 105.50 Esch weil er Bergwerk . . 206 25 Gelsenkirchen Bergwerk . 187.50 Hamburg- Amerik- Paketf. 116.00 Harpener Bergwerk. . . 202.75 Laurahütte.....217.00 Nordd Lloyd . ... 105.00 Obeischles. Eisen-Industrie 99.00 Berliner Handelsges. . . 157.00 Darmstädter Bank . . . 126.40 Deutsche Bank .... 231 60 Deutsch-Asiat. Bank . . 137 00 Diskonto-Kommaudit. . . 172.00 Dresdner Bank .... 138.00 Kreditaktien..... 200.75 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn .....89,10 Gotthard bahn.....—.— Lombard. Eisenbahn . . 27.20 Oesterr. Staatsbahn . . . 145.20 Priuce-Henri-Eisenbahu . 118.50 Januar. Anfangskurse. Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmuuder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: fest. . 157.90 ' 138*00 Harpener Bergwerk Laurahütte . . 201/ Dem Lombarden R JV c* _ T -i^ng Der dem* i und die bisherige Art e (ie Grundgebühren und - -------j'che Erhebungen haben t ö H a z» a «« n, daß nach der pol -- IC pflegen ./oesentlicheStei-. den täglichen Gebrauch der sfuhr nach Ruß- aus feinen und sehr mild< denn sie ist die eii en a. d. R.: Einzelne Seife, welche al^rzungen vor. Aus . das Mnrrholln mit ane 1n. °hl>n kic Gedinae um Schönhettswirkung aur dke Haut enthält, wurden Die bedinge um Kranken -Kindermehl kost ,he Generalkonsul a. D. rb t, ein geb. Livländer, bsuchte Vertrauens-- ürttem bergischen h einem Vortrage über n an: „Die Ver/.l^.n-'-' Kaufhaus Ausführliche Preisliste folgt Ausführliche Preisliste folgt Der Verkauf dieser Waren beginnt Donnerstag, den 23. Januar Grosse Gelegenheitskäufe in Baumwoll-Waren, Weiss waren, Wäsche, Bettwaren und Ausstattungs -Artikeln zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Günstigste Einkauf s-Selegenheit mr Brautleute w ■ M r -• j & Xsl ■\;4, 'S N ch Ä n M W W Ä w 'E U r-'. ■ K -Ml IW . .11 MM 9 D Ml M OW 8 MW W LEENsSWiK . .. 'v NurOngina!-Packung der Fe. A.ZÜNTZ sei -Wü®. Erstklassige, besranerkanntc Produkte^ hs. .Feinste Mischungen. -dägSz Gieß. Anz. erbeten. Ltaute Mist zu verkaufen. 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