Zweites Blatt Nr. 246 Montag 1V. Oktober 1908 Erschein! tögllch mü Ausnahme der Sonntag». bahnangelegenheiten und die Konserenzjrage. Er hat seine 'von Paris ab, wird sich kurz in Baden-Baden aufholten und am Donnerstag abend in Berlin ein treffen. ciniiiger Staatsrcgierung die ca 158. Jahrgang in Paris den deutschen Botschafter Fürsten Radolin und hatte mit ihm eine eingehende Unterredung über die Orient- : deutsch eBot- ssernngssähigkeii des Programms inwies. Pichon selber ist, wie ihm nahestehende Per- Reiche entschädigt werden. Es bestätigt sich, bau nur große Inserate befteuen werden. Wegen her llnsicyerheit in Fragen der Reichsfinanzrcsorm hat die M Rotationsdruck tmb Verlag der Brühl'schvr UnroerfnätS - Buch- und Stetndruckerei. 9L Bange, Dreßen. Die Krips im Grient. Tas englisch-russische Konferenzprogramm Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftrabe 7. Expeditton und Verlag: 51. Redaktion:112. Tel.-Adr-'AnzergerGreßen. in Aussicht gestellte allgemeine BcaMengeholtserhöhung vep- schvben. Deutsches Heid?. Der König von Griechenland, dessen unerwarteten Reise nach Berlin man grobe politische Bedeutung beimißt, hat am Samstag eine längere Unterredung mit dem Staatssekretär des Attswärligen v. Schon gehabt. Der Erbprinz H e i n r i ch XXVII. von Reuß jüngere Lirrie leistete am Samstag vormittag den Eid auf die Beriassung des Fürstentums im Beisein der Staatsminister und städtischen Vertreter. Die Ablegung des Eides erfolgte in einfacher Form. Die „Lietzener ZamilienblStter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretiblatl für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. zur Verfügung gestellten Wohnungen zu räumen. Bulgarien hat sich bereit erklärt, die Türkei um die Gutheißung Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen GrcszerreV Sta-tLhea-er. M Die Dame von Maxim von Benno Jakobs en. Die fesche, lebenslustige „Dame von Maxim", die nach ängcicr Panse wieder einmal über unsere Bühne ging, sand dank ihrer flotten gut durchgearbeiteten Darstellung eine sehr herzliche, wohl verdiente Aufnahme. Die Regie, die Rudolf Göll mit Ulnsicht und Sicherheit führte, hatte den vergnüglichen Schwank sehr zu feinem Vorteil etwas überarbeitet und hatte auch für eine wirkungsvolle, gut abgestimmte AuS- stattung gesorgt. Im Mittelpunkt der Aufführung stand natürlich unsere schneidige Lore Scholz, die die übermütige .Crevette" mit all der Keckheit und Laune verkörperte, die der Tänzerin in so reichem Maße eignet Ganz vorzüglich sang sie das gut gewühlte Liedchen, mit deut sie herzlichen Beifall hatte. Auch rein schauspielerisch ließ die Wiedergabe der tollen Tänzerin fast gar nichts zu wünschen übrig. Eme gut durchdachte und lebendige Darstellung bot Rudolf Goll als bedrängter Petypon, den er mit feiner lieber» legung sehr ansdrucks- und wirkungsvoll verkörperte. Lils seine Frau war Ada Pauly eine humorvolle, gemütliche Dame, die sich mir Geschick in den allgemeinen Rahmen einfügte. Willibald Völckcr war als General anfangs arg polterig, sonst aber recht anerkennenswert und gewandt. Dr. Mongicourt fand in Clemens Roden eine bis ins Kleinste gefällige und entsprechende Wiedergabe und Paul Kohlmann als Herzog Guy war ebenfalls ganz auf seinem Posten. Die übrigen Mitwirkenden, die der flotten Gesamtdarstellung zu bestem Erfolge verhalfen, seien diesmal nur mit einem gemeinsamen Lob bedacht, da ich es mir Raummangels wegen versagen muß, näher auf die Aufführung einzugehen. Karl Neurath. „TenrPZ" meldet, der erste Vertreter der fremden Mächte, der Kenntnis von jenem Anerbieten erhielt, durch das Bulgarien die m Berlin gegen die Proklamation von Tirnowo erhobenen Bedenken gegenstandslos machen will. Bci der Regelung der bulgarischen Schuld sollen die gegenwärtigen Einnahmen der Bahn als Basis dienen. Tie Erregung der Türken gegen Oesterreich. Der österreich-ungarische Botschafter Markgraf Balta vioini hat am Freitag wegen der Boykottierung der Lloyd- dampfer sowie wegen der Zwischenfälle in Jaffa und Beirut ernste Vorstellungen erhoben und sie Samstag wiederholt. Der Großvesir erklärte, daß die Pforte ihr möglichstes getan habe, um die Bewegung einzudämmen. In Konstantinopel haben aber inzwischen fast alle Firmen Angestellte entlassen, die österreichische Staatsangehörige sind. Jungtürkische Agitatoren verbreiteten oas Gerücht, daß österreichische Untertanen nachts in die Moschee hinein- schossen, um die zu den Ramadan-Gebeten versammelten Moslemen zu beunruhigen Der Zweck dieser Provokationen ist, die Moslemen zu einer Plünderung der österreichischen Geschäfte aufzuhetzeu, um Anlaß zu Entschädigungsforderungen zu geben. Tie Nachrichten aus Armenien und Turkestan lauten sehr bedenklich. In Wiranschehir Haven furchtbare Armenier-Massakres stattacfunden, bei denen auch Frauen und Kinder auf schreckliche Weise geschändet wurden. Die Truppen, die gegen die Wüteriche entsandt wurden, gingen zu diesen über und nahmen an Mord und Plünderungen teil. Die Stadt ist fast vollkommen zerstört. Zwei Drittel der Bewohner waren Armenier. Die Situation in Diarbekir soll nicht weniger alarmierend sein. Der Tod des Kurdenchofs Ibrahim wird nach Meldungen von dort bezweifelt. Im Namen von 250 000 Bajonetten. Wie es heißt, ist der Minister des Aeußern, Miwcmo- witsch, der Ueberbringer eines .Handschreibens König Peters an den deutschen Kaiser. Dem Blatte „Pravda" zufolge sagte der Kronprinz Georg, als sich der Minister von ihm verabschiedete, folgendes: Sie reisen in einer sehr delikaten Mission nach Berlin. Vergessen Sie nicht, daß Sic im Namen von 250 000 Bajonetten sprechen. Sie dürfen sich daher vor niemandem beugen. Wer im Namen von 250000 Bajonnetten spricht, braucht sich vor niemandem ku fürchten. 9hir wenn Sie so sprechen, dürfen Sie wieder in die Heimat zurückkehren. In Saloniki ist eine Sendung von Schnellfeuergeschützen für Serbien eingetroffen, die sofort mit der Eisenbahn nach Belgrad weiter befördert wurde. Vor Belgrad sollen zum Schutze gegen eventuelle Angriffe der österreichischen Donau-Moniteure Minen gelegt worden sein. Wie verlautet, trifft man in Montenegro Maßnahmen, um die militärischen Vorbereitungen zu beschleunigen. Montenegro wird mit den im Auslande befindlichen Staatsangehörigen 70 000 Mann aufbringen können. Diese verfügen übr 50000 Gewehre. Außerdem besitzt Montenegro 120 Geschütze und 40 Maschinengewehre. Eines der Forts von Antivari kann mit seinen Geschützen Cattaro bestreichen, weshalb die Oesterreicher mehrere dortige Proviantmagazine, die bedroht waren, verlegen mußten. Die Rrmdreise JSwolslyS. Ter russische Minister Iswolsky besuchte am Sonntag Ter Zwischenfall von Casablanca vor dem Schiedsgericht. Zum Zwischenfall von Casablanca stcllt die „Kölnische Ztg." fest, daß erhebliche Meinungsverschiedenheiten oblvattcn, weil Deutschland auf die Berichte seiner Beamten, Frankreich sich auf die seiner Offiziere beruft. Weitere Verhandlungen von Kabinett zu Kabinett dürsten deshalb taum noch Erfolg versprechen, weshalb der richtige Weg der wäre, die Angelegenheit einem Säftebs- spruch zu urttcrwerscn. Inzwischen hat der deutsche Botschafter Fürst Radolin dem französischen Minister des Aeußeren Pichon den Vorschlag gemacht, den Zwischenfall von Casablanca dem Haager Schiedsgericht zu unterbreiten. Die Antwort Pichons dürfte erst in 2—3 Tagen erfolgen, und dürfte, wie in Rcgie- rungstreisen angenommen wird, in zustimmendem Sinne gehalten fein. Vorstellung am 11. Dezember wird auch der Sultan beiwohnen. — Wie wir erfahren, ist cs der Direktion unseres Siadttheaters gelungen, das Rehvft-Ensanble zu einem Gastspiel am Sa ms- ra g den 24. Oktober mit „Baumeister Sol ne ß" zu ge- ivinnen. — Einen Kongreß für Theater-Aefthctik als ständige Jahreseinrichtung bringt der Theater-Aesthetiker und Wiener Schauspieler Ferdinaird Gregori, einer der ständigen Mitarbeiter des Kunstwarts, in dieser Zeitschrift in Anregung. Gregori führt ans, daß alles, was sich an Versuchen und Taten auf der lebendigen Bühne der Gegenwart zutrage, was an reformerischen Ideen in den Köpfen zeitgenössischer Aesthetirer auftauche, im Ohr des Zuschauers vergehe und in den Spalten der viel zu schnell beiseite gelegten Tagblätter verflattere. Die ins ungeheure, gewiß ins Unüberschaubare ausgedehnte Literatur über theatralische Dinge können kaum in den reichhaltigsten Büchereien und nur in langwierigen Studien notdürftig katalogisiert und ausgezogen werden. Wenn man erwäge, baß Direktoren, Spielleiter und Schauspieler weder Zeit noch Lust hätten, vor der Inszenierung des Hamlet ein paar hundert Aufsätze über dieses Drama aus aller Welt zusammenzubettcln und durchzugehen, um schließlich zehn nutzbare Zeilen auSzuziehen, dann dürse man sich nicht über die Wiederkehr darstellerischer Fehler und über das Festhalten an verschabten dramaturgischen Einrichtungen wundern. „Als gemeinsames Becken, in dem die vielen Quellen, Bäche und Flüsse, die ins Theaterland rollten, bereinigt und gereinigt werden könnten", empfiehlt Gregori einen Kongreß für Theater-Aefthetik in Wien oder Berlin, in Weimar ober München, in Dresden oder Düsseldorf. — Charakterveränderungendurchhypnotische Suggestion. Die nierfrüürbigen Veränderungen, die mit einem Menschen vorgehen können, sobald er sich als Medium einem Hypnotiseur überliefert, sind wohl allgemein bekannt: selten aber wurde bte Wirkung der hypnotischen Suggestion in so ansck)au- lichen Bildern geschildert, wie Herr Dr. R. Hennig dies in einem Aufsatz der neuen psychologischen Zeitschrift „Der Menschenkenner" (Nr. 7, Verlag Otto Wigand, m. b. H. Leipzig), getan hat. Dr. Hennig suggerierte einem Studenten zunächst bte Rolle eines wohlerzogenen jungen Mädchens und bann die eines rückforderte, veranschaulicht schlagend den Gegensatz in den Gedanken und Empfindungen, den Gegensatz in der ganzen Gemütsart. Bei „Else Förster" sehen wir eine wohlgesormte, gleichmäßige, kleine, zierliche Schrift, bei dem Anarchisten dagegen große, derbe, dicke, wild aussahrcnde Züge, so daß wir aus diesen beiden Handschriften allein schon den Typus herauslesen, der jeweilig zur Darstellung gebracht werden soll. Wenn solche und ähnliche Experimente ganz systematisch vorgenommen würden, würden sie für den Psychologen ein Studienmaterial von unschätzbarem Werte darbieten. — Von Wilhelm und Caroline ooit Humboldts Briefen ist jetzt die Herausgabe des dritten Bandes seitens der Urenkelin Fran Anna v. Sydow beendet worden. Die in! diesem Bande mitgeteilte Korrespondenz rührt aus den Jahren 1808—1810 her, als Caroline noch in Rom geblieben war, während Humboldt, nach Deutschland zuruckgekehrt, die staatsmännische Laufbahn eingeschlagen hatte. Sie stellt sich somit als ein Zeuge der Zeit vor 100 Jahren dar, iw die u. a. die Gründung der Universität Berlin unö der Tod der Königin Luise fallt. Gleich den Trüberen Bänden „Aus der Brautzell" und. „Aus der jungen Ehe" wird der den Titel „Weltbürgertum und preußischer Staatsdienst" tragende Brieswechsel bei .E. S. Mittler u. Sohn ia Berlin erscheinen. — Kleine Chronik au? St n n ft und Wissenschaft. Wie uns aus München gemeldet wird, steht es nun fest, daß in Bayreuth im nächsten Jahre wiederum Festspicle stattfinden. Es wird neben „Parsifal" und dem „Ring" wieder „Lohengrin" aufgeführt. Das Befinden der Frau Cosima Wagner hat sich in ganz erfreulicher Weise gebessert. — Die Anthropologische Gesellschaft in Stockholm ernannte 3Den Hedinn zum Ehrenmitglied und verlieh ihm I. A. Aahl- bergs Medaille i n Gold. — Die Kurdirektion von 5) o m - bürg v. d. H. Hai mit Meta Illing einen Vertrag abgeschlossen, demzufolge das Englische Theater im August jeden Jahres ein vierwöchiges Gastspiel im Königlichen Kurtheater von Homburg absolvieren wird. — EineinternationaleTheater- ausstellung wird für das Jahr 1913 in Mailand vorbereitet, aus Anlaß ber Hundertjahrfeier von Verdis Geburt. Die Ausstellung soll drei große Abteilungen umfassen: Theater (Gebäude und Zuschauerräume), Musik (Interpretation uni> Instrumente), , Künstler- und Theaterliteratur ^Biographien, Manuskripte usm). Auch die Regierung hat sich bereit erklärt, die groß* angelegte Ausstellung zu förbern. — Eincnschrintere s ja n- ten Fund hat man vor kurzem in Belgien, in den Dünen nordöstlich Don Oostduinkerke, gemacht. Nahe am. Meer tourden zahlreiche l£ii en arbeiten der verschiedensten Art, Angelhaken, Nadeln, Perlen usw. entdeckt, die aus dem 13. Jahrhundert zu stammen scheinen, ferner alte Schmuckstücke und Münzen von denen eine das Bildnis Philipps IL trägt. sich^losen Anarchisten. Beide Rollen wurden mit gleicher Vor- tresftichkeit gespielt. Als „(Ase Förster" zeigte das ganze Gebaren des Hypnotisierten Liebenswürdigkeit, Ruhe und Gehalten- heit, während der Anarchist durch heftige, unruhige Bewegungen und ein rücksichtsloses, flegelhaftes Benehmen gekennzeichnet würbe. Es erstreckten sich die gegensätzlichen Ausdrucksbewegungen in diesen verschiedenen Rollen jedoch nicht nur auf Mienen und Gebärden, wie wir das in ähnlich markanter Form auch bei guten Schauspielern zu sehen gewohnt sind, sondern auch die findet gerade . ine begeisterte Zustimmung. Römischen Blättern zufolge ist Tiltoni der Konsercnzidee noch immer nicht günstig gesinnt. Nach seiner Ansicht seien Verhandlungen zwischen den Kabinetten der beteiligten Staaten einer Konferenz vorzuzichen. Aehnlich ist die Stimmung in Paris. Zu oer längeren Unterredung des französischen Ministers Pichon mit dem deutschen Botschafter Fürsten Radolin, deren Gegenstand hauptsächlich das Konferenz- Programm bildete, wird berichtet, daß der schaster auf die Verbcsserungssähigkeit Der Fall Hansen in Toenning. Die „Nordd. Ailg. Ztg.' schreibt: Das „Berliner Tageblatt" hat in einem Artikel vom 14. September unter ber Ueberschrift: „Ein Nettovexamen" die Behauptung aufgestellt: Ter jetzt in den Ruhestand getretene Geh. Regierungsrat und Schulrat Diercke ans Schleswig habe zu den: zweimal im Rektorew-Examen duöch- aefallenen Lehrer Hansen-Toenning gesagt: „Sie sind nicht loegcn. Ahrer Unfähigkeit in ber Schule, noch ans Mangel an Kenntnissen durchgeplumpft: gehen Sie nur hin und bedauern Sie Ihr bisheriges politisches Verhalten, darnr haben Sie Ihr Examen. gemaAt." In Verbindung hiermit mürbe zugleich an gedeutet, daß ber Schulrat Diercke „als Geograph uns durch feine musterhafte Offenheit, die sck-on seit langem bekannt sei, entsprechend versrüht'^ in Pension habe gehen müssen. Diese Behauptungeir des „Berliner Tageblatts" sind sämtlich frei erfunden und widerspreche n der Wahrheit. Diercke ist, wie er selbst bestätigt, aus eigenster, durch Familien- urtb Gesundheitsverhältnissen bedingten Entschließung am 1. Oktober 19Ö8 in den Ruhestand getreten. Tie Geschichte von dem Rektorexamen Hansens! ift ebenso unrichtig. Von Politik und von Hansws politischer Gesiunuirg sei bei der ganzen Unterredung weder dem Wortlaut, noch dem Sinne nach die Rede gewesen. jonen versichern, von der Fassung des Programms keineswegs entzückt. Er findet beispielsweise die Kritik, daß die Türkei nicht vorteilhaft genug bedacht worden sei, ganz begründet. Selbstverständlich ergehen sich auch die türkischen Blätter in längeren Kommentaren über das von der „Agence Havas" verbreitete Konferenzprogramm und erklären verschiedene Punkte desselben für unannehmbar. Am bedeutsamsten ist natürlich die Haltung der Pforte zum Konferenzprogramm. Ter türkische Minister des Aeußern Tewkik Pascha erklärte einem Redakteur des „Danin", daß die Pforte das bekanncgewordene Kvnfcrenzprogramm nicht annehme. Die türkischen Programmpunkte seien: 1. Proklamierung Bulgariens zum Königreich, 2. Anuektioir Bosniens und der Herzegowina, 3. Verbindlichkeit der Anteilnahme an der türkischen Staatsschuld uitb anderen finanziellen und Apolitischen Verbindlichkeiten, 4. Festsetzung der Integrität der Türkei. Der Minister des Aeußcrn gab zu, daß die Pforte in Erwägung gezogen habe, die Konflikte mit Oesterreich-Ungarn und Bulgarien direkt zu regeln, sie habe aber nocy keinen Beschluß, gefaßt Die Nachricht über eine ablehnende bulgarische Note bezüglich der Orieulbahn sowie die Meldung, daß Serbien Deputationen zu den Signatarmächten sendet, haben die Türken sehr erregt. Da8 euglifch-russtsch-frallzösische Abkommen über die Dardanellea lautet: Die Llriegsscyc,ie ber Uierpaaten haben das Recht, die Dardanellen zu passieren. Bloß im Falle eines Krieges mit Rußland haben auch die Kriegsschiffe des mit Rußland Krieg führender! Staaies das Recht, ins Schwarze Meer einzusahren. Diese Bcstirnrnung hat England trotz des russischen Widerrspruchs aufrecht erhalten. Für die Türken scheinen diese Vorschläge unannehmbar. Die Lage wird in Wien im allgemeinen als ernst betrachtet, hauptsächlich wegen der hochgradigen Unzufriedenheit der Türkei mit dem Konferenzprogramm. Trotzdem werden die Meldungen über österreichische Mobilifierungeu dementiert Dasselbe tut die Türkei. In Sofia meint man trotz der dort herrschenden schwülen Kriegsstimmung, daß keine direkte Kriegsgefahr vorliege. Die Bulgaren behaupten zwar, die Türkei rverde, wenn sie sich- gesammelt habe, loZichlagen und man müsse ihr deshalb zuvortommcn, man wisse aber auch sehr wohl, daß ein Krieg ein Unglück wäre. Der König ist gegen den Krieg, obwohl der einflußreiche General Älwow sich bemüht, ihn von dem Vorteil zu überzeugen. Auf hem letzten Ministerrat unter dem Vorsitz des Königs wurde beschlossen, den Krieg zu vermeiden. Die am 16. d. M. verfügte Einberufung eines Teiles der Reservisten zur Wasfenübung ist darauf wieder aufgehoben worden. Die Meldung, daß die Königskrönung im November stattfindeu werde, ist unbegründet. Die Regierung hat diese Frage noch nicht erwogen. Bulgarien und die Orientbahn. Der österreichische Vertreter in Sofia hat eine Protestnote gegen den Befehl der bulgarischeri Regierung überreicht, ourch welche den Angestellten der Orientbahnen aufgegeben worden war, die ihnen seitens der Gesellschaft treffenden Abkommens selbst crnzugehen. Tamil will Bulgarien das Eigentumsrecht der Tüi^i auf die fragliche Bahnstrecke anerkennen; aoer erst dann, toenti der geschäftliche Teil Mischen Sofia und der Bahngesellschast erledigt sein wird. Ter deutsche Gesandte in Sofia war, wie der Die französische Regierung beauftragte ihre 25er> tretet in Konstantinopel und Sofia, den Regierungen der Türkei und Bulgariens Mäßigung und Besonnenheit anzuraten. Tagesschau. Zur Neichsflaanzvorlage. Die B n n d e s r a t s a u s s ch ü i s c für die Beratung! der Reichsfinanzvorlage haben die erste Lesung erledig!, lieber alle Neu Vorlagen wurde eine Einigung erzielt, nur über die Elektti-itätsstcuer noch nicht. Die Entscheidung über diese Steuer wird möglicherweise erst burch Abstimmung im Bundesrat selbst herbeigeführt. Vvcanchichtlich am nächsten Freitag oder San.stag wird dev Bundevrat über die gesamte Reichsftnanz- vorlage Beschluß fassen. Wie vevlantet, solleir die ZertungK- Verleger bezrv. Druckercibesitzer für die Kosten ihrer MckwirÜing bei der Erl-ebung der Jnfcraien-Reklame und Plakatsteuer vom — Ibsen in Konstantinopel. Frau Maria Re- hofs, die bcionnte Jvsendarstellcrin, wird, wie wir jüngst schon tu cs mitteilten, auf ihrer großen internationalen Kunstrcnse mit ihrem Ensemble in diesem Jahre auch in Konstantinopel gast- fVielen. Es ist der erste Versuch, dem Orient norvische Kunst zu vermitteln. Es wird dem Gastipiel des deutschen Jvsenensemvies — das übrigens erst durch Aufhebung der Zeus.:, in ber Türkei guten öajauipteiern W legen grwvyni jtno, ivnoern auch Die möglich wurde — großes Interesse entgegen.» . und der f Namensunterschrift, die der Hypnottsem: von seinem Medium eines zwifck)en ber Regierung in Sofia und der Orient- baßnangelegeußeiten und die Konferenzsrage. Er hat feine ba hn g e sellschas t iregen deren rurnelischer Strecken zu Abreife um 24 Stunden verschoben. Er reist Dienstag abend ♦rr'f&o-ntvoni rtTtlllftpfiott -Tnntif (Rnt-. Xintt fRrrriS Ulirh firfv f IIT2, i 11 J^nhPTT nn Von der Jagd. Was alte erfahrene Nimrode Tie Nehbestänbe sind Hausfrauen ein teurer Artikel werden. oagegen vielerorts befriedigend. im September im Ganzen 1438 Gäste ein von denen 692 Herberge und Verpflegung gegen Arbeits Wettervoraussage* (mit Lichtbildern) statt. meister Solu eß* zur Aufführung gelangt. Vorbestellungen der im Juni ds. Js. dort auf dem Graben im Streite einen werden von heute ab entgegengenommen. •• Eine turnerische Veranstaltung, die bei den Leihgestern, Laubach, Lich, Lützel - Linden, Die Quellen m. t um 12 Uhr auf der Burg Gleiberg zu sein. au§ den Vereinen Gießen M.-T.-V., Am nächsten Samstag, wurden im Ganzen 140 Stellen und zwar 72 nut gelernten .Einhorn* ein Vortrag Arbeitern und Handwerkern und 68 mit ungelernten Arbeitern bei dem dortigen starken Fußgängerverkehr als cm Bedürfnis erwiesen hat. amtsaspiranten Martin Schick aus Jugenheim (Kr. Bingen), ball an. je eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bischofsheim. — In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Gemeindcschule zu Zotzenbach, Will). Rauch auf sein Nach- gefüllt werden. Diese Besestigungsarbeit des Promenaden- weges nimmt sich sehr vornehm aus; sie ist bisher vom Neuenweger Tor über die Bismarctsicaße hinaus fertig ge- stellt und soll in gleicher Weise auf den hier abzwcigenden Weg quer durch die Anlage biS zur Plock,strafte durchgeführt werden. Hierburch kann man beim schlechtesten Wetter an dieser Stelle trocke len FußeS die Anlage passieren, was sich gesamtes Hab.und Gut. Zum Unglück herrschte auch noch Wassermangel. Diitenhosen, Heuchelheim, Naunheim, Waldgirmes, Wetzlar und Wetzlar-NiebergirmeS. Die Abteilung versammelt sich pünktlich um ll1/, Uhr am Bahnhof Kinzenbach. d. B. zivei Lchrerinstellen, von denen eine mit einer euong., die andere mit einer kalh. Lehrerin besetzt werden oll. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerslelle Wirkung bei Feuerbestattungen gestattet wird. Ter Fall des Professors Schnitzer in München wird seine Erledigung voraussichtlich dadurch finden, daß nach griff; der Sohn blieb jedoch Sieger. In Wick darüber eilte der Vater in§ Wohnzimmer, riß ein Gewehr von der Wand und schoß durch das Fenster nach dem im Hofe befindlichen Sohn, der ein Auge dabei einbüßte. R. befand sich zuerst in Untersuchungshaft in Grimberg, wurde jedoch, da das gerichtliche Nachspiel nicht auSbletben wird, wieder frei gegeben. Treibjagden sielen die Handel und Geiverbe, Oberbaurat Mango lb und Landes Oekonomierat Müller zu Mitgliedern des Technischen Ober. Anlage ist neuerdings auf dem Promenadenwege cm neues Muster hinzugekommen, das man mit Kunst-Trottoirbelag bezeichnen kann. Die beschäftigten Arbeiter nennen -die Arbeit, die sie ausführen Stukkatur. Mit Klinkerplatten, die in Mörtel gelegt werden, wird ein hübsches Muster im Weg Ter Reichskanzler beabsichtigt, wie in Vundesratslreisen verlautet, am 4. November im Reichstage eine kur§e Orientierung über die auswärtige Lage, unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Beziehungen zu den jüngsten Ereigniffen auf dem Balkan, zu geben. Keine neue Kaiseryacht. Die von einer Berliner Korrespondenz verbreitete Meldung, eine neue Kaiseryacht solle für den nächstjährigen Marmeetat ge'ordeit werden, ivirb von beft- untearichteter Seite als völlig unzutreffend bezeichnet. G e i st l i ch k e i t n n b Feuerbestattung. Nach langjährigem Sträuben beschloß jetzt bie Provinzialsynode der Provinz Sachsen, beim Oberkirchenrat anzuregen, daß unter Aufhebung des Erlasses vom 15. Januar 1885 den Geistlichen die amtliche Mit- blieben. •• Gießener Lehrerverein. 24. Okt., abends 8 Uhr, findet im Beteiligten und auch beim größeren Publikum besand-r-s schon bedeutende Foltschrii.c Interesse erregen durfte, plant der 2. Bezirk des Turn- \ ~ ' ländische. Pom sächsischen Wahlrecht. Eine Versannnlimg des sächsischen nationalen Landesausschusses beschloß, überall in Sachsen Protestversainnilungen gegen die neuesten Wahlrechtsvorschläge der Regierung abzuhalten. Todesfall. Samstag abend starb der Reichstagsabgeord- nete Hans Otto v. Gers darf auf Schloß Bauchwitz, Vertreter des dritten Posener Wahlkreises Meseritz-Bomst, infolge Herz- lähmung. Aus der Diplomatie. Wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hört, ist der Gesandte Coates aus Gesilildheitsrücksichten von seinem Posten in Adis-Abeba (Abessinien) abberufen' worden. Zu seinem Nachfolger ivurde der bisherige ^egationsrat bei der Gesandtschaft in Christiania, Dr. Scheller-Lteimvartz evimnnt. des Herrn Pepplcr über .Witterungskunde und besetzt. Fünf Stellen konnten nicht besetzt werden. •’ Stadttheater. In der morgigen Dienstags- Abonnementvorstellung gelangt Patil Lindaus „Erfolg* zur Wiederholung, der bei der Erstaufführung vom Publikum mir großem Beifall aufgenommen worden ist. -r- Am Samstag, 24. Oktober, findet ein einmaliges Gastspiel de§ Ibsen- Ensembles der Frau Maria Rehoff statt, bei dem „Bau- (!) Burg-Gemünden, 18. Okt. Infolge des stets zunehmenden VerstehrS werden an der Obrrhesjischen Bahii Gießen-Fuida fortgesetzt Erweiterungen der Bahnhöfe vorgenommen. Dies sül jetzt aua) mü dem Bahnhof Burg- und Nieder-Gem" ^en geschehen. In Zell ist Von unfern Bürgersteigbefestigungen. Mit den Jahren haben wir in unserer Stadt eine förmliche Muster- karte in Trottoirbefestigungen erhalten. Zur Orientierung führen wir die verschiedenen Arten an. 1. Asphalt, 2. Dio- rilplatten, 3 Zementplatten, 4. Klinker, 5. Klinkerplattcu, 6. Mosaiksteinpflaster, 7. Mosaiksteinpflaster nut Asphalt, 8. Diosaiksteinpflaster mit Klmkerplatten. An der Süd- .....______„ w.......u..v.....v w ko. Butzbach, 18. Okt. Der in der hiesigen Zellen- für diese Vorstellung, die bei gewöhnlichen Preisen stattsindet, ^strafanstalt befindliche Strafgefangene Sch epp aus Mainz, Uebertragen wurde dem hiesige und auswärtige Vereine des Lahntal-L^igerbundes Lehrer Gustav Kraft' zu Ober-Saulheim und dem Schul- teilnehmen werden. An den Kommers schließt fich em ^eft- an der Gemeindeschnle zu Trösel. Die Mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerslelle an der Gemeindeschnle zu Mitlechtern. Eme Lehrerstelle an der eoang. Schule zu Hammelbach. ---- - - _ . " Techn. Oberprüfungsamt. Se. Kgl. Hoh. der fortlaufend hergesiellt,dessen Zwstchenraume mit^Mosaik aus- Großherzog haben den ständigen Hilfsarbeiter un Mmilte- rinni des Innern, Regierungslat Spamer, sowie die technischen Mitglieder in landwirtschaftlichen Angelegenheiten bei dem Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, O Mücke, 18. Okt. Ueber den Vorfall im benach- ** D i e P r ü f u n g als Oberpostschaffner hat ferner barten Stockhausen, nicht in Flensungen, wie schon be- bestanden Postschaffner Georg Hassemer in Gießen. richtigt, werden jetzt folgende Einzelheiten bekannt. R. hatte ** Die Darmstädter Landesausllcllung wird, mit seinem erwachsenen Sohn wegen des Führens einer Kuh wie nunmehr bestimmt feststeht, am 1. November nachmittags Streitigkeiten bekommen, bei denen ersterer diesen tätlich an- ofsiziell geschlossen werden. ** Konsum-Verein Gießen und Umgegend, jungen Mann, Lederhos mit Namen, erstochen hatte, wurde Tie gestrige Generalversammlung im Gewerkschaftshaus war vom Großherzog begnadigt, sehr gut besucht. Ter stellvertretende Vorsitzende begrüßte Die Erschienenen und dankte für das rege Interesse, das die Mitglieder an dem Verein zeigen. Der erstattete Jahresbericht des Geschäftsführers und Kassiers, sowie der Revisionsbericht des Aufsichtsrates wurde debattelos gutgeheißen. Ter vom Vorstande und dlufsichtsrat der Versammlung unterbreitete Antrag, ab 1. November an Wochentagen (mit Ausnahme Samstags) den 8 Uhr-Ladenschluß einzu- sühren, faild nahezu einstimmige Annahme. Ein von einem Bahnhof "Nieder-Ohmen mi Mrtgliede gestellter Antrag, die vollständige Sonntagsruhe Landtagrwahlbewegung. Wahlbezirk Gießen-Stad t. Reichstagsabg. Dr. O sann schreibt uns, „daß er sich als Vorsitzender der nationnlliberalen Landespartei in keiner Weise in die Gießener Verhältnisse eingemischt habe". Das ist auch von uns nicht behauptet worden, wir haben lediglich angenommen, daß der Beschluß des hiesigen nationalliberalen Vereins von der Rücksichtnahme aus die Wünsche der Landesparteileitung beeinflußt worden sei. Wahlbezirk Grünberg-Gießen. Aus Reiskirchen wird uns geschrieben: Am Samstag abend sand hier eine sehr gut besuchte Wählerversammlung zu tÄunsten der Kandidatur Sann statt, die einen sehr anregenden Verlaus nahm. Dr. Strecker von Aad Nauheim sprach unter lebhaftem Beifall über das direkte Wahlrecht und den Glässingschen Kompromißvorschlag, den er als eine Minderung der Volls- rechte bekämpfte. Aus der Versammlung heraus wurde die Kandi- bahir des Bürgermeisters Sann aufs lebhafteste unterstützt und nur bedauert, daß sie so spät aufgestcllt wurde. Hier und in den Nachbarorten ist man der Ansicht, daß man mit Herrn eann im Falle seiner Wahl einen Abgeordneten erhalten würde, bei dem die Vertretung der Bezirksinteressen sowohl wie auch der allgemeinen Volksinteressen in den besten, Händen sein würden. Wahlbezirk Friedberg-Stadt. Das Friedberger Ortskomitee der Zentrumspartei hat in seiner Sitzung vom 15. d. Mts. einstimmig beschlossen, die Kandidatur des Justizrals W i n b c rf e r mit aller Macht zu unterstützen. Die Bahnhorserweiterung Vollender und in Nieder- Ohmen soll sie nächstes Jahr erfolgen. Hier ist auch die Verlegung des Bahnhofs östli"' des Torfes geplant, da der l in der Dorfstraße liegt. dem Spezialreservefonds 416,18 Mk. zuzuführen, der Verwaltung 790 Mk. und an Zinsen für Geschäftsanteile 3M Mk. zu zahlen, wurde ohne Einwendung zugestimmt. Die aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Mitglieder Krüger und Schellwien wurden wiedergewählt, während an Stelle der ausgeschiedenen Mitglieder Fourier und Orbig die Mitglieder G. Beckmann und st Müller neugewählt wurden. Die seitherigen Ersatzmitglieder des Aufsichtsrats H. Männche, M. Krug und H. W'agenbach ttnirben wiedergewählt. Unter Verschiedenes wurde der neueingerichteten Spavabteilung gedacht und den Mitgliedern zur regen Benutzung warm empfohlen. :ucugiicoc gejieuier zuurag, uic uuuiuuiuigc ^vnnmgyruge <>auterbacb 18 Okt Unf-’re fteiicrm-'ßr mußte Ä'Ä Äf^lfcnjiÄ ÄÄÄ LWS nacht nrob iämtlichen Angchellten «»4 di- Mehren aus H-bloa uno Sickcnbor, eilten herbei. |erteilu7gsmo*s"bcr “föüST«fa*MJtfl’SS«. "Bie^und"LschenKnuten bl Mitglieder, 678 Mk.), dem Reservefonds LS4o"ML, Ä'VjÄÄS AusLanS. Neue Verwickelungen in Marokko. Man befürchtete auf Grund cingetroffener Meldungen aus Maroklo, daß dort neue Verwickelungen eintreten könnten. Im Norden zeigt sich eine auffällige Unruhe, weswegen General d'Amade Auftrag erhielt, Erkundigungen anzustellen und die Negierung ständig auf dem Laufenden zu erhalten. — Aus Colomb Becher wird berichtet, daß die französische Llbteilung unter dem Kommando des Leutnants Debacres Die flüchtenden Beraber zum zweiten Mäle gestellt hat. Die Eingeborenen erlitten empfindliche Verluste, sie mußten flüchten und ihre Toten und Verwundeten .zurücklassen. — Nach einem Telegramm aus Casablanca vom 16. Okt. beleidigte ein im Dienste einer französischen Firma stehender Italiener namens Gindro sechs französische Offiziere aus her Mole, indem er ihnen vorwarf, daß sie das Löschen der Schiffe hinderten. Es kam zu einem F a u st k a m p f, insbesondere mit dem Leutnant Holtz. Der Italiener erhob bei dem Konsul Klage gegen das Verhalten der Offiziere. Der japanische Marschall N o b z u ist gestorben. An den Leichenfeierlichkeiten wird sich auch die amerikanische Flotte, die in Yokohama eingetrossen ist, beteiligen. i» x Laubach, 16. DL -Ein großzügiges Wasser- ningen, Hochelheim, Hörnsheim, Klein-Linden, Lang-Göns, merk ist in unserer Uiugeg. im Entstehen begriffen. Die ' Leihgestern, Lich, Lützel - Linden, Stein- Pläne werden im Laufe des Winters von der Slultur -In- berg und Watzenborn. Die Abteilung sammelt sich um spektion Gießen ausgearbeitet. Es sollen angeschlossen werden 12 Uhr auf Oswaldsgarlen in Gießen. Die Abteilung III die Orte Freienseen, Selnrod, fUem - Eichen Lardenbach Aus der Wette rau, 18. Okt. Zwei stattliche Schul- hausbauten wurden im Kreise Friedberg cingewciht, nämlich zu Massen^heim und zu Schwalheim. An beiden Feiern nahmen Schulrat Süß, die Gemeindevorstände und Vereine teil. Wäh«nd das Schulhaus zu Massenheim 2 Schulsäle enthält, umfaßt das zu Schwalheim vier Schulsälc. — Die alte $raun* ko h l en g r u be L udw i gs l)o f f u u n g steht seit einigen Jahren still. Cs sollen getzt die Grundstücke uyi> die alten Gebäude vertäust werden. — Zum Beigeordneten für die Gemeinde Ortenberg wurde Heinrich Wiesner gewählt und dieser Wahl die Bestätigung erteilt. Deiucindehebamme ®oa Maria Jans in Urberach die darf und Rodheim °. d. B. M^T.-D. ^"^^bemdigtem Silberne Medaille des LudewigSordenS verliehen. Spiel soll sich em ™ ( ai Vereiniaunq " Neuer Konsul. Der zum Generalkonsul der R-. Ipiettn anschliegen und danach eme gesellige Bereinigung publik Kolumbien für das Deutsche Reich mit dem Amtssitz slallfinden. ez-it.vkeit- feiert (ein in Hamburg ernannte Dr. Cenon Solano ist zur AuS. "Der Gesangverein .H-,t-b °,t s-m Übung konsularischer Verrichtungen im Großherzogtum zu. dreißigjähriges Bestehen am Sonntag. 2°. Oktober, gelassen worden durch einen Kommers in Steins Saalbau, an bem^auchandere •• Lehrerpersonalien. besteht aus den Vereinen Daubringen, Lollar, Ruttershaunsen, Schmitten, Weikartsham und Großen-Eichen/ D^. Stausenberg und Treis a. d. Lda. Die Abteilung sammelt liegen am Fuße der Feldlrückerhöhe bei Kölze'nbam' sich um V»!! Uhr am Bahnhof Lollar. Die Abteilung IV = Freienseen, 16. Okt. 'Bei der heutigen Treib- S,c besteht jagd wurde eine stattliche Hirschkuh von Schalkener Gießen T.-V., Krof- Jägern erlegt, was als eine große Seltenheit zu betrachten ist. cP Vilbel, 18. Okt. Tie Verlegung unseres« £ eJ\ ® V1 ,nti Straße nach Massenheim 2 “‘V gemacht. Links und rechts c , r. . des Bahnkörpers sind 1 bis 2 Meter hohe Dämme ausge- gaues Hessen für nächsten Sonntag, nämlich em KriegS- schüttel. Die Gleise werden hier stellenweise bis zu zivei spiel. Den Mittelpunkt des Spieles bildet der Gleiberg, Meter höher gelegt, wie überhaupt der Bahnhof bedeutend ber von drei verschiedenen Seiten angegriffen werden soll, aufgefüllt wird. Um genügend Erdmassen zu erhalten, wird AuS dem Plane des Spieles teilen wir folgendes mit: Die der Gronauer Berg an der Linie Vilbel-Heldenbergen abge- Abteilung I besteht aus den Vereinen Burgsolms, Dorlar, ^oben. Das g^oße Empfangsgebäude und der Güterschup- - - - • - • — pen sind un Rohbau vollendet, gegenwärtig sind die Dachdecker an der Arbeit. Mit dem inneren Ausbau wird QI. im Frühjahr begonnen. Die Verlegung der Kreisstraße nach Tr , Mass en heim hat begonnen. Die Brinke für die Unteriühruno teilung II besteht aus den Vereinen Annerod, Allendorf ist im Bau begriffen. I 9 J a. d. Lda., Großen-Buseck, Großen-Linden, Grünberg, Grü> Sperrung seiner Vorlcsungcn in ber theologischen, er die philo-. suchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Trenne, sophische Fakultät als Lehrer für Reliaiousgefchichte auf den ei> ftrlebiat sind an der Gemeindeschule zu Heppenheim folgten Nachweis der wissenschaftlichen Befähigung hm iibeiiutnint. | J Güterwagengemeinschaft. Der ^Kölnischen Zeitung" | a. wird aus Dlunchen telegraphiert : Eine Konferenz von RegierungL- vertretern aus Bayern, Sachsen, Wurtteinberg und Baden tagte dieser Tage in Wiesbaden, um über einen abzuschließenden Ber- trag betreffend bie Bildung einer Güierwagengemeinschafl zu beraten. In allen noch schwebenden Fragen wurde eine Einigung erzielt. Auf einer weiteren Konferenz Mule nächsten Alonats sott ber Vertrag zum formellen Abschluß gelangen. DieHandelskammern undHandwerkskanrmern Württembergs haben von ber Regierung den Auftrag zu Erhebungen über die drohende Arbeitslosigkeit erhallen. Augesirebt wird besonders ein Ersatz ber ausländischen Arbeiter dura) in- piüfungsaintes ernannt. ** Hess. Steueraufseher. Zu ber Nachricht betr. Verleihung des Rmrges der „initiieren Beamten" an die hessischen Steuerausseher teilt das Großh. Ministerium der Finanzen uns sotgendes mit: Mit der Einführung des An- 00CCUl§gefaQt haben: ^>aß nämlich Heuer die Haienjagd, ebenso Ireilungsscheins (Ges. vom 31. 5. 06) war die Neuaufstel- lüie «nübneriaqb recht knapp ausfallen werden, bestätigt lung des Berz-ichniises bet bett mmtarantoartent up». vor- Gegend. Bei ben m den leisten Tagen der behaltenen stellen ersorderkrch geworden, in dem die auch 1 1 ben Inhabern des Anstellungsscheins zugänglichen Unter- vergangenen Woche abgehaltenen . beamienstellen besonders erfichiliu.) zu machen sind. Hierbei Strecken kaum J/4 so gut aus als un vergangenen Jahre, mußten bie Stellen der Stenerausteher, die nach wie vor Der Löffelmann wird hiernach in dieser Saison jur unsere ben Inhabern des Zivilversorgunasscheins Vorbehalten. Hausfrauen ein teurer Artikel weiden. Tie Nehbestände sind bleiben sollten, ebenso wie die Stellen der Pfandmeister, Dagegen vielerorts befriedigend. die das gleiche Examen wie jene abzulegen haben, unter "Von den Wandernden. In der Herberge zur die „mittleren Beamten" aufgenommen werden. Eine Rang- c>eiinQt Erhöhung ist hiermit aber den Steueraussehern nicht ver- benen 69, liehen worden, sie sind nur „mittlere Beamte" im Sinne , .. . ; ... c- der Grundsätze für bie Anst-llung von Militärannxirtcrn, lkstiung -rhi-iten, woh»nd 74b Selduz°hl-r waren. ^IN im übrigen aber in ihrem früheren Rangverhältnis ge- ätzten Bierteliahr betrug bie Geiamtfrequenz ber Herberge 4458 Gäste. —- Durch ben Arbeitsnachweis ber Herberge Ans Stadt und Land. Gießen, 19. Oktober 1908. LU. Die Aumeldnngsbeftimmnngen zum Besuch der Universität im Winterhalbjahr 1908/9. 1. Studierende, die bereits hier immatrikuliert sind und ihre Stnbien hier fortsetzen wollen, haben sich> auf dem Universitäts-Sekretariat, Bismarckstraße 22, anzumelben, um die Ausloeiskarle umzutauschen und ihre Wohnung anzugeben. Tie Anmeldtmgen werden vom 19. Oktober bis 14. November 1908, vormittags von 9 bis 121/2, nachmittags von 3 bis 5 Uhr angenommen. 2. Anmeldungen zur Immatrikulation werden vom 19. Oktober bis 14. November 1908, vormittags von 9 bis 121/2 Uhr angenommen. Nach dem 14. November werden Anmeldungen nur dann angenommen, wenn die Verspätung in genügender Weise entschuldigt wird. 3. Bei Der Anmeldung zur Immatrikulation sind die zum Abschluß des gewählteri Studiums gemäß reichsrcchtlichen oder hessischen "PrüfungsvorschrisLen erforderlick)eu Zeugnisse über die Vorbildung einzureichen. Nach Dem Ermessen des Rektors können auch Bewerber zugelassen lücrben, die sich durch andere Zeugnisse über Unbescholtenheit und wissenschaftliche Vorbildung ausweisen. In jedem Fall bleiben für die Zulassung zu einer Prüfung oder zur Promotion die Bestimmungen der betreffenden Prüfungs- oder 'Promotionsordnunb allein maßgebend. Wer schon eine Hochschule besucht hat, i|t verpflichtet, Deren Abgangszeugnis einzureichen. Ist seit Ausstellung dieser Zeugnisse eine längere Zeit abgelaufen, so ist für die Zwischenzeit ein Leumundszeugnis beizubringen. Minderjährige haben eine beglaubigte Bescheinigung ihrer gesetzlichen Vertreter darüber beizubringen, daß sie mit deren Einwilligung die Universität Gießen besuchen. "Ordensverleihungen. S. K. H. der Groß- Herzog haben dem Oberlehrer Friebr. Haustein an der Volksschule zu Darmstadt au5 Anlaß ber Feier seines öOjäh- rigen Dienstjubilänms Die Krone -um Ritterkreuz 2. Klasse des Verbienstorbens Philipps bes Großmütigen und ber der Schweizer Grenze gestern verhaftet. Der galizische g f, Abends zog eine mehrere Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. ÄNESTLE^ MMWSWW«' Dollars. In Tschang-Tschou (Kwang-tung) sind 300 Menschen während eines Taifuns uingetommen. BeiTirlemont (Belg.) sticken zwei Züge r u s a m m e n, wobei zwei Personen getötet und fünfzehn teilweise lebensgefährlich verletzt wurden. schrontk. n R e i ch e n b e r g in Böhmen, •cingt. Einzelheiten fehlen noch. j Breuer ist unter dem Verdachte, Der Vorsitzende dc? Krell Finger Hal sich m S res Der bekannte Lauerstchre. . 3" der Herberge zur >en 1438 Gäste em, Mg gegen Slcbeils- izahler waren. Im !quenz der Herberge chweis der Herberge )ar 72 nut gelernten ungelernten Arbeitern zt werden, Vorfall im benach« »gen, wie schon be« n bekannt. 91 hatte > Führens einer Kuh er diesen tätlich an« 1 Wut darüber eilte -ehr von der Wand in pofe befinbütyn befand sich Mtst fedoch, ba das:/• d, wieder frei gt- der hiesigen Zellen- chepp aus Alainz, den im Streite einen rstochen hatte, wurde Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag den 20. Oktober: Wolkig, trocken, kühl. Vietsach Nachtfrost. Lebhaite östliche Winde. l e i s u n g zurückzulühren. Die großen rniernalionalen SalzdepotS und G e treib e- peicher in Chicago, wurden durch eine Feuersbrunst e r st ö r t. Der angerichtele Schaden beläuft sich aus 1 Million Dermifctytes» * Russisches. Die Cholera statt st ik verzeichnet in Petersburg 52 Neuerkrankungen und 21 Todesfälle. Die Gesamtzahl der Erkrankten beträgt 852. Seit Beginn der Seuche er- krankteir in Petersburg 7426 Personen; es starben 3009, 3565 gesundeten. Infolge eingetrctenen Frostes und Schneefalles hat die Krankheit ihren epidemischen Charakter verloren. — ^m Dienstag wird die Kommission deutscher Aerzte in Petersburg Gittgedaudt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser gdubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eberstadt. Seit einem ganzen Fahre treten hier in längeren ober kürzeren Zwischenräumen Scharlachsälle aus, die zum Glück bis jetzt gutartig verlauten sind. Jin Interesse aller wäre sehr zu wünschen, wenn von der Behörde die gesetzlichen Bestimmungen, welche eine Weiteroerbreitung der Seuche verhüten jollen, wieder einmal eindringlichst in Erinnerung gebracht würden. B.-B, Darmstadt, 19. Oktt. Heute tritt hier der allgemeine 8-Uhr-Ladenschluß in Kraft. Von 859 Geschäftsinhabern haben 594, mithin die überwiegende Mehrzahl, seine Einführung gewünscht. — Der frühere Schutzmann Dilkes, der verheiratet und Vater mehrerer Kinder ist, sich aber mit einer Prostituierten einließ und ihr etiva 700 Mk. abschwindelte und daraiif flüchtig ging, wurde in Baden an Millionenfach bewährt Im Privatgebrauch An Fürstenhöfen Von 40 000 Fachleuten glänzend begutachtet Goldene Medaille Paris 1908. Erdal überall erhiltllcb, aber ausdrücklich Erdal verlangen. General-Vertreter: Fritz Julimann, bahnnoistraße 59. Konstantinvpe , 19. Oki. Abends zog eme mehrere tausend Menschen zählenoe Menge durch die Straßen der Stadt und zertrümmerte unter den Rufen: „Nieder mit Oesterreich!" zahlreiche Firmentafeln österreichischer und ungarischer Kaufleute. Ein starkes Gendarmerie-Aufgebot versuchte vergebens, die Demonfiranlcn zu zerstreuen. Diese sammelten sich immer wieder an. Nach 12 Uhr nachts war endlich die Ruhe wiederhergestellt. Nur an einem Punkte der Stadt kam es zu einem Zusammenstoß mit dem Militär. Fall strafbar ist. , * Aus den „Fliegenden Blattern . Vom Examen. Professor: „Gibt es Fälle, Derr Kandidat, in denen die Unkenntnis Kandidat (nach kurzem Be- ■cinen „Assessor" gemacht hat." G^egsnaL-Drahtmel-nngen. Prag, 19. Okt. Nach 9 Uhr abends nahmen die Demonstrationen gegen die Deutschen einen derart ernsten Charakter an, daß ein ganzes Bataillon Infanterie ausrücken und die Straße säubern mußte. Das Militär wurde mit Biergläsern beworfen. Schließlich gelang es, nachdem 76 Verhaftungen vorgenommen worden waren, die Ruhe wieder Herzullellen. Paris, 19. Okt. Aus Belgrad meldet der Matin: Der jüngste Sohn König Peters, der augenblicklich im Petersburger Pagen-Korps erzogen wird, ist von seinem Vater ceauftragr worden, dem Zaren ein Handschreiben zu überreichen. In diesem sucht der König die Intervention des Zaren zugunsten Serbiens nach. Paris, 19. Okt. Ueber die Vorgeschichte der Rückgängigmachung der türkischen Mobilisation meldet der „Matiw' folgendes: Am Samstag nachmittag 3 Uhr ließ der französische Botschafter Constans beim Großwesir darauf Hinweisen, daß jede Truppenoerschiebung seitens der Türkei an der bulgarsichen Grenze als feindliche Handlung aufgefaßt werden müßte und Bulgarien den Vorwand zur Ueberschreitung der Grenze liefern würde. Gleichzeitig war Constans beauftragt, die friedlichen Absichten der bulgarischen Regierung zu versichern. J.tfolge dieser Vorstellungen wurde all bald uie Mobilisier.rückgängig g.macht. Lturhehtzchen W nnen ber Bahn« mti) mit dem W Mn. Zn Zell nt und in Nieder- u vier ist auch du irfes'geplant, da der Dorssrraße liegt -e Feuerwehr mußte SÄ* tb Menschen konnten äSÄ- rrt&re ngb die al ßjem(uioe er 4®* W-to 111 S* [feit J“ M' und t>er . {in6 ine O-H-» b wr<3«' tn anO'W , Eichk", L Quelle" „Eichen. Sport. R.B. Darmstadt, 18. r_.it. Der Gauverband Mitte l r h e i n i s che r Fechtklubs hielt gestern und heute fein 2 9. Gauverbands-Preisfechten hier ab. Tas Preiswettfechten begann gestern nachmittag mit leichten Süveln, deutschen Säbeln und Schlägern und wurde heute vormittag fortgesetzt mit allgemeinem Gauwettfechten auf Florett, Senioren-Wett- fcdjtcn aus teichten Sabeln und auf schweren Säbeln. Gegenüber dem Dorf äljri gen Preis fechten in Mannheim ist bei dem dies- lührigen in sechtsportlick-er Hinsicht wieder ein Fortschritt zu verzeichnen, besonders im Florett- und leichtem Säbelfechten. Es dürfte das darin begründet sein, daß ja das Florett die eigent- lidie Sportwaffe bildet und der Fechtsport doch die hauptsächlichste Aufgabe der Fechtklubs ist. Tie Wlltfechten waren gut besucht und zeigten im allgemeinen recht günstige Resultate. den Mord an den Mühlenbesitzer Mathonet ux St» Beit be? Aachen verübt zu haben, verhaktet worden. In Agram wurde der italienische Honorar-Konsul Carne- l u 11 i und seine QJhiitcc von einem seiner Arbeiter wegen Lohn- disscrenzen durch Revolverschüsse lebensgefährlich, ein fremder Arbeiter tödlichoerletzt. Malecot in Paris unternahm mit seiner Flug- maschine einen Aufstieg; er umflog einen Teil von Paris, indem er seinen Weg beständig an den Festungswerken entlang nahm. Nachdem er in den Arti llerieschieMinden von Vincennes neues Benzin eingeironuncn hatte, mußte er bei St. Chien plötzlich nieder gehen. Das Fahrzeug und die Insassen landeten glücklich. Tem D (Sortiere' zuwlge willigte der König von Italien in die Heirat des Herzogs der Abruzzen mit Miß Elkins. Ueber den bereits gemeldeten E i s e n b a h n u n f a l l bei Detroit bei dem eine große Anzahl Wagen verbrannten, erfahren wird, daß bisher 15 v e r k o h l t e L ei ch e n aus den Trümmern des Zuges hervorgezogen worden. Der Heizer des Zuges ist tot. Der Lokomotw- und Zugführer retteten sich, indem sie aui Händen und Füßen die Bahnböschung entlang krochen und sich so in Sicherheit brachten. Die Ursache der Katastrophe ist auf Ent- fessor: „Gibt es Fälle, Herr des Gesetzes nichts schadet? sinnen): „0 ja, wenn inan seh kleine hergesell ausgesunden. Die an unglücklichen Zwischen fällen so auffallend reichen Berliner Vallonrennen haben einen tragischen Abschluß gefunden. Der letzte der vermißten Ballons, der „Hergesell", wurde ohne Gondel in der Nordsee aufgejunden. Daraus ist mit ziemlicher Sicherheit zu schließeu, daß die Insassen nicht mehr unter den Seh en b en weilen. Wie wir schon am 'Samstag nachmittag durch Aushang an unserer Geschäftsstelle bekauntgaben, wurde der allein iwch vermißte Ballon Hergesell auf dem Meere treibend aufgesuuden. Gin am Samstag nachmittag unt 5 Uhr bei dem kaiserlichen Automobilklub eiugegailgenes Telegramm lautet: Zolleinnehmer Aarmouth meldet, daß Hergesell vom norwegischen Dampfer N a d d o d am Donnerstag etwa 100 Meilen nordöstlich Dar m'o u t h s (England) a u f g e - funden und nach Yarmouth gebracht wurde. Keine Spur von Insassen, Korb a b g e s ch n i t t e n. Zoll- Inspektion London. Ter Ballon Sjbergejeft, der 1450 Kubikmeter groß war, ist am Montag als Teilnehmer an der Dauerfahrt nut ausgestiegen. Die Führer waren Leutnant Förtsch vom oberrheinischen Verein für Lustschiffahrt und Leutnant Hummel. Wie wir am Samstag mitteilten, wollte sich Leutnant Förtsch gestern verloben. hä«. nta önb«; &"9-n. Sll V1* v 4n der nn ; ÄU"Hroltoit6(ln; n,eÄeii bi, * »"ta in, .Jßromenaben. dch-r 60m J’"1“"5 lltlig g<. obiiniijmbm “W«be bnr^jüt) t MWlen ffirtta a„ Palleten, was sich 11 °ls -m Bedürfnis ttsahrcne Nimrobe ''e hainijagd, ebenjo len weiden, bestätigt n Tagen dec 'bjagdcn fielen die Märkte. fc. Frankfurt a. M., 19. Okt. (Orig.-Telegr. des „Gieß Anz.") Amtliche Slotiernngen der heutigen Fruchlmarktpreis e. Weizen Mk. 20.25—21.50, Kiirhessischer A!k. 21.25—21.50, La Plata Mk. 23.75—24.60, Tanjas Pik. 23.00—23.50, Roggen (hiesiger) Mk. 18.00—18.50 Gerste (Wetterauer) Alk. 21.50—22.00, Franken- selber Mk. 21.50—22.25, Hafer 16.00—17.50, Mais Mk. 16.75—17L5. Weizenmehl Alk. 31.50—32.00, 00—00, 2. Qualität Alk. 30.50 bis 'Mk. 31.00, 3. Qualität Pik. 29.00—30.25, Roggenmehl q Mk. 27.75—28.00, l.Qualität Mk. 26.75—27.00, Weizenklcte Mk. 10.25 bis Mk. 10.00, Roggenkleie Alk. 11.50—12.00, Maiskeime Mik. 9.25 bis Aik. 12.75, Franken, Pfälzer, Ried Pik. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. le. Frankfurt a. M., 19. Okt. (Telegr. Orig. - Bericht des „Gieß. Sinz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 456 Ochsen, 126 aus Oesterreich 52 Bullen, 0 aus Oesterreich, 10i)8 Kühe Fersen, Stiere und Rinder, 280 Kälber, 397 Schaie und Hämmel, 2041 Schweine, 00 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 CchaUänuner. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 79—81 Mk., 2. Qualität 70—72 Mk., 3. Qualität 58—62 Mk.; Bullen: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 62-64; Kühe 1. Qualität 72—74 All., 2. Qual. 64—66 Mk., 3. Qual. 52—54 Mk., 4. Qual. 00—00 All., 5. Qual. 00—00 All. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 65—56 Pfg., 2. Qualität 80—90 Psg., Lebendgewicht 47—53 Pfg., Schlachtgew 80—90 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 78 bis 80 Psg., 2. Qual. 64—88 Psg. Schweine: 1. Qual. 71—73 Pf., Lebendgewicht 56,5—57 Pf., 2. Qual. 70—00 Pf., Lebendgewicht 56-00 Psg., 3. Qual. 65—68 Pfg., Lebendgeivicht 00—00 Pfg. Geschäft bet Hornvieh langsam, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh schleppend, bei Kälbern kein Ueberstand, bei Schweinen und Schalen unbedeutend. Rav ensburg, 17. Okt. Der 26 Jahre alte Gärtner Josef Bruder aus Biberach, der am 16. Juni 1904 abends Biberach die 11jährige Tochter des Leichenveschauers Proste! Viktoria aus Biberach, an der er einige Tage vorher ein Sitt- liä^eitsverbrechen verübt hatte, mit einem Ziegelstein erschlagen hatte, wurde heute vom hiesigen Schivurgericht nach viertägiger Verhandlung wegen eines Verbrechens durch Moro und eines VerbveckienS gegen die Sittlichkeit neben dein Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte zum Tode uiti) sechs Monaten Gefängnis verurteilt. «wartet, um die Organisation zur Bekämpfung der Cholera kennen zu lernen. — In Ka ttowitz (Oberschlesien) ist im Polizeigefängnis ein russischer Arbeiter unter choleraver- dä chtig en Erscheinungen erkrankt. Das Gefängnis wurde auf Anordnung der Medizinalbehörde auf das strengste abgesperrt. — Die Schiffahrtperiode im Gouvernement Wjatka ist beendet. Der Dampferverkehr von Nischni Nowgorod mit den Hafen an der Kama ist unterbrochen; es herrschen sechs Grad Kälte. * Die Waldbrände wüten im nördlichen Teil von Michigan mit unverminderter Macht. Auf der Halbinsel Seoro tourt)en zahlreiche Dörfer zerstört. Genaue Angaben sind unmöglich. Ein Bremser eines Zuges mit Flüchtlingen sprang, um beit Flammen zu entgehen, in den Tank der Lokomotive. Das Wasser geriet durch die große Hitze ins Sieden und der Bremser wurde verbrüht. — Ein etiva 100 Kilometer breiter Feuer st reif wälzt sich unwiderstehlich über Michigan. Nur nördlich von West-Branch versua-en die Leute ver- zeblich die Flammen auszuhalten und mit Frauen und Kindern >urch das Feuer zu entkommen. Bon den bisher Verbrannten wurden 5 Kisten Knochen gesammelt, das einzige Ueberbleibsel der in den Flammen umgekommenen Flüchtlinge au5 Metz Von diesem Orte ist nur die Steintreppe der Kirche übrig. Die Verlustliste wird ständig länger, und es ist nod) keine Rettung denkbar, da die Wälder gänzlich ausgetrocknet sind. * Mißgeburt eines Kalbes. Auf einem Land gute in Oettersdorf wurde der „Allg. Fl.-Ztg." zufolge ein kräftig entwickeltes Kalb weiblichen Geschlechts mit sieben Beinen geboren. Es bewegt sich munter auf vier Beinen fort, und am Hinterteil sind noch drei mit Hufen versehene Beine gewachsen. * Eine Zeitungsnummer ä la Potemkin. Der Fall, so schreibt ein gelegentlicher Mitarbeiter der Frankfurter Zeitung, daß eine größere Tageszeitung eine 9himmer in einer Auflage von nur vier oder fünf Exemplaren herstellen läßt, dürste in den Annalen der mobernen Preise einzig dastehen. Er hat sich ereignet in der rheinpreußischen Stadt Saarbrückem im August 1895, und das kam so: Der verstorbene Großher^vg Friedrich von Baderr vertrat damals den Kaiser bei der 25jähr. Jubelfeier der Schlacht bei Spießern in Saarbrücken. Ihm zu. KAWMW W v 5 TV? a ► © er ® B g ® er z c B Gas Koks f Hütfen-Koks Eiform-Briketts © 55 s o 51 mit der Schutzmarke: Eichhörnchen. © er Pakete'a. ' Kö: 20 Pf|?1 v v ® © n z s © g 5 6 K fei mit neuer Theaterbühne bringe zur Abhaltung von [5767 Fest lichkeiten, Kommersen, Vortrügen, Hochzeiten, Versammlungen etc. in empfehlende Erinnerung. Max Jankownky. Junges Mädchen, das a. etw. Hausarb. übern., zu 1 Kinde ges. Wiche zumÄü ein auf Wutlsch auch abgeholt. v. (5768 Frau Louis Reitz Ww., Bruchstr. 31,1)., Neub. Fr. Seibel. 087461 Frcundl. möbl. Zimmer zu o. Nord-Anl. 3S, nabe d. Wallt. Wieseck, den 19. Oktober 1908. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. S ch o m b e r. Jung, träft. Hauoburiche sofort gesucht. 103742( CafH Skalitzkh. 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