send ekannt , . u Porto andL^l «&Bs durch Plakha'6l,der Lose- »Äc&w-W js-Geseus ß m b. ti, i.Einnehmer , MonbiJOUP HOroberfl Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. 1/1 Eber“. urch welches noch einc wirb. Dasselbe wild aer Lack franko jete -erben. 4871 iessen Fozclsgassci gestreikte vmeumieidencn izerrciobare tüt cHcrrenIackctts Wette 5-ii M. e und -Lammcte «etter 3-6 3)t ahl. Hannover SS & SS14/. Ter Dalai Lama kaltgestellt? Tie chinesische Regierung beabsichtigt, einem Telegramm aus Peking zufolge, den Lalat Lama aller Zwilvollmachlen zu ent- lleiden und seine Autorität lediglich aus das religiöse Gebiet innerhalb Tibets und der Mongolei zu beschränken. X Nadeln ::;; Oel, 7. Deiemberl Ling u.iolgeod«Tene.| mser Dombau- | d-Lotterie] 6 Geldgewinne I ineAbsnejahlbarl 10000 KW DOOO 0000 4?oLrtifcye Lcrgcsfchcru. Verschiedene Audienzen. Der Kaiser hat, irie die dkordd. Mlg. Zlg. mitteUt, dieser Tage eine Reihe diplomatischer Vertreter teils ui Antritts-, teils in AbschiedsaudienL empfangen. Zunächst ersolgte die feierliche Anttitlsaudienz deS neuen japanischen Botschafters Ba- ron Ehinda. Der Botschafter hielt in engliscl^r Sprache eine Ansprache. Nichts sei naliirlicher, als das; so glückliche Beziehungen ^Mischen lmi beiden Landern bestehen sollen, deren ivahre Jn- terfticn wesentlich wechselseitig und von einander abhängig sind, und deren Bestrebungen durch edle uend selbstlose Beweggründe geleitet ivcrden. Der Kaiser erwiderte, er sei sehr erfreut, einen neuen Abgesandten des Kaisers von Japan zu begrüben. Die Beziehungen Japans und Deutschlands seien stets vortrefflich und aufrickpig ircundschaitlich. Tas bnveise der Besuch fapanlscher Schiffe in Kiel und die Ausnahme deutscher Säufst m lapanischev Häfen. Auch die Sendung des Prinzen Kuni zur deuti'üien Armee begrüße er mit Tank als Zriä-en der vertrauensvollen Freund- schast dcs Kaisers von Japan. Der neue türkische Botschafter, GeneralOsmanNizamPascha, drückte eben- falls deni Kaiser die Versicherung aus, daß er den Auftrag seines kaiserlichen .Herrn habe und cs sich zu einer besonders angenehmen Pflicht maäien werde, die traditionellen sehr freund- säiastlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland auf oas sorgsamste weiter pflegen. Der Kaiser erwiderte dem türkischen Botschafter in deutscher Sprache etwa folgendes: Er freue sich, in ihm einen Bekannten wiedevzusehen, begrüße in chm aber vor allein (?tn Vertreter einer altbefreundcten Großmacht. Gr wäre zu seinem Befremden in letzter Zeit wiederholt der Ansicht begegnet, als ob seine Gesinnungen der Türkei gegenüber sich neuerdings geändert hätten. Gegen derartige Unterstellungen lege er nachdrücklich Verwahrung ein. Der Botschafter könne sich für vergewissert l-alten, daß die aufrichtig freundschaftlichen Gesinnungen für die Türkei, die er hege und denen er bereits in Damaskus Ausdruck gegeben habe, auch jetzt unverändert feft iiständen. Als treuer Freund des ottomanischen Volkes und wines erhal'encn Herrschers erneuere er heute gleichzeitig den Wunsch, daß der konstitutionellen Türkei Glück und Segen bo ichieden sein Möge. (Ls fanden dann noch die Empfänge des hessischen Gesandten v. Neidhardt, der nach dreißig- j übrig er Tätigkeit in Berlin von seinem Amte zurücktritt, sowie des neuen hessischen Gesandten Fr ei Herrn von Gagern statt, ferner die Abschiedsaudienz des brasilianischen Gebuchten da Costa Motta. * Aktive Zahnärzte für die Armee. Ter neue soeben 'eiliggestellte Mililavetat (ordert, wie die „Internat. Pol. Korresp." erfährt, u. o. auch größere Alittel zur Emsteüung atliver Aiüitärzahnärzte bei einzelnen TruppenleUen, nachdem sich diese Einrichtung in Südwestakrika bewährt hat. Hauptversammlung des Lahnianal-Vereinr. (Original Beriet dis Gießener Anzeigers.) th. Limburg, 18. Oktober. Heute nachmittag tagte im Restaurant zur Alten Post Hierselbst die Hauptversammlung des Lahnkanal-Vereins, die aus allen Teilen des Lahngebietes, besonders aus den in Frage kommenden Lahnstädten, gut besucht war. Als Vertreter der Großh. Hess. Wasserbau-Verwaltung wohnte Baurat Weirich-Tarmstadt den Beratungen bei. Von Gießen waren anwesend als Vertreter der Provinz Geheimerat Dr. Breidert, für die Stadt Oberbürgermeister Mecum, für die Handelskammer deren Mitglieder Kommerzienrat Heichelheim und Max Friedberger sowie, Syndikus Dr. Zeidtler. Der Vorsitzende, General-Direktor Kaiser-Wetzlar, eröffnete die Versammlung mit dem Hinweis, daß in der Hauptsache geschäftliche Angelegenheiten cd nötig gemacht hätten, die Mitglieder zu einer Versammlung zu berufen. Er wolle feststellen, daß die Bestrebungen des Vereins bei der preußischen Staatsregierung bisher volles Verständnis gefunden haben uni> daß, obwohl ine technischen Vorarbeiten zur Kanalisierung der Lahn und die wirtschaftlichen Erhebmmen zur Verwirklichung des Projekts noch im Gange seien, der Verein hoffen könne, daß seine Zwecke demnächst weiter gefördert würden. Nicht die augenblicklichen Verhältnitse im Handel unh Industrie dürfen bei Abwägung der Verhältnisse maßgebend sein, sondern man müsse damit rechnen, daß nach einer absteigenden Konjunktur wieder eine Besserung der Verhältnisse eintreten muß und die Herstellung eines Schisfahrtsweges lahnabwärts zu schaffen sei, welcher Notwendigkeit sich die Regierung nicht verschließen dürfe. Hierauf fand eine Neuwahl des Vorstandes statt, bei der durch Zuruf die seitherigen Mitglieder wieder gewählt wurden. (Dem Vorstand gehören von Gießen an Geheimerat Dr. Breidert, Ober- lüirgermeister Mecum und Kommerzienrat Koch.) Zum Vorsitzenden wurde wieder General-Direktor Kaiser-Wetzlar, als dessen Stellvertreter Bürgermeister Herten-Limburg und als Schrift- führer Syndikus Dr. Metschke-Wetzlar neu gewählt. Der Letztere erstattete Bericht, wie sich die Verhältnisse seit 1904, in nzeldjem Jahre die letzte Hauptversammlung des Vereins war, gestaltet haben. Die wasser-wirtschaftliche Vorlage 1905 wurde Gesetz, ohne daß hierbei Lahn, Mosel und Saar berücksichtigt wurden. Durch eine AbmackMng der Abgeordneten aus den drei Flußgebieten veranlaßt, wurde aber eine Resolution der Abgeordneten Cahensly von beiden Häusern des Landtages angenommen, die die preußische Regierung um Prüfung der Frage der Kanalisation auch der Lahn ersucht und gegebenenfalls eine Vorlage nach dieser Richtung vorbrachte. Der Erfolg dieser Resolution blieb nicht aus: Es sand eine Bereisung der Lahn durch eine staatliche Kommission statt. Der Verein ftellte bei der preußischen Regierung den Antrag, die Ausarbeitung eines Lahnkanalprojekts auf Staatskosten zu übernehmen, welchem An- ttage entsprochen wurde. Ende des verflossenen Jahres wurde das Projekt bei der Wasserbau-Inspektion Diez fertig gestellt. Die Sänften belaufen sich bei 300 Tonnen Schiffen auf 30 Mill., bei 400 Tonnen Schiffen aus 34 Mül. Mr. Der Verein bot sich darauf über die wirtschaftliche Seite der Frage Erhebungen anzustellen und wurde auch damit betraut. Der Berichterstatter gab nun ein umfassendes Zahlenmaterial. Im Jahr werden mindestens den Wasserweg benutzen 5 Mül. Tonnen Güter, darunter wenigstens 1307 700 Tons Eisenstein im Werte von 6 805 000 Mk. (1907 betrug die Gesamt-Eisenstein-Förderung int Lahngebiet 2 540000 Tonnen im Werte von ca. 21 Mill. Mk.). Um die Gütermengen auf der Lahn bewältigen ’.u können würden 330 Kähne ju je 300 Ton: ' . ähiglcit nötig sein. Das gesamte estioe y Die öismardfeier in der Walhalla. Die feierliche Enthüllung feer Büste des Fürsten Bismarck in der Walhalla zu Regensburg hat gestern unter ungemein zahlreicher Beteiligung aller nationalen Kreise Bayerns unb weit über dessen Grenzen hinaus stattgefunden. Bereits am vorgestrigen abend fand eine festtick>e Beleuchtung des Bwmarckplatzes und der großen Jwntäne statt, während der die Kapelle des 11. Kgl. Boyerisck)en Infanterie-Regiments eine Serenade veranstaltete. Hieran schloß sich eine Festausführung des Kleist'schen „Prinz Frisch von Homburg" im hiesigen Stadttheater. Die festgebendc Stadt hatte zu Ehren ihres, großen Ehrenbürgers festlichen Schmuck angelegt. Schwarz-weiß-rote und blau- meine Fahnen wehen von den Türmen und Dächern, unb blau- weiß, in den bayerischen Land es färben, die ja auch die Farben Bismarcks sind, flaggt jetzt, in den späten Vormittags stunden auch der Himmel. Prächtig nehmen sich in den altertümlichen Straßen die O^estalten des Landvolks aus, namentlich die Männer in ihrer feierlich-ernsten und doch anheimelnden Tracht, dem langschößigen Gehrock und den bunten Westen, alle den dorisck?en Tempelbau auf dem Festhügel zum Ziel, der bald von Menschenmassen umlagert ist. Im Innern der Halle, die vorläufig noch verschlossen gehalten wird, steht die Büste Bismarcks, mit einem weißen Seiden- tuchc verhüllt, auf einer Estrade neben der Kaiser Wilhelms »es Großen, und zwar als einzige neben dieser. Um 11 Uljr betraten in feierlichem Zuge, von Hochrufen des Publikums begrüßt, die Ehrengäste die Halle, denen sich die übrigen zuge- (adenen Gäste anschlossen. Der Festakt in der Walhalla selbst wurde cingeleitet durch em von Gesangvereinen ans Regensburg vorgetragenes Lied. Hierauf hielt Ministerpräsident Freiherr von Podewils eine Ansprache: während dieser Ansprache ereignete sich ein aufsehenerregender Zwischenfall. Der Enkel Bismarcks stürzte plötzlich bewußtlos vor die Büste seines Großvaters zu Boden. Der Reiä-sbanzler, der unmitteioar hinter ihm stand, unb eine Reihe anderer Herren eilten sofort herbei und trugen ihn ans der Wal- Ijalla. Ministerpräsident von Podewils mußte seine Rede einige Minuten lang unterbrochen. "Nach der Rede des Ministerpräsi- benten Frciherrn von Podewils ergriff der Reichskanzler das Wort: Eure Exzellenzen! Meine Herren! An dieser weihevollen Stätte kann kein Deutscher stehen, ohne im tiefften Herzen ergriffen zu werden von den gewaltigen Erinnerungen, welche um die hier vereinigten Denttnäler der edelsten Geister unseres Volks- ttims schweben. Deutscher tritt — wie der hohe Erbauer es hoffte und woran Eure Exzellenzen soeben erinnerte — der Deutsche heraus aus dieser Halle. Uitb wenn künftig der Besuckwr das Auge auf dem nun enthüllten Abbild Ottos von Bismarck ruhen lassen wird, auf dem Bild des Deutschesten aller Deutschen, so roirb ihm zum Bewußtsein tommen, wie das Werk König Ludwigs I. sich in gleick)em Maße innerlich vollendet hat, wie unferm Volke das höchste Gut, die nationale Einheit, mrückgewounen wurde. Daß hier dem Fürsten Bismarck als dem Vollender der deutschen Einheit ein Denkmal errichtet weren konnte, ist ein .Höhepunkt in der Geschick/.e dieses Baues, die ihr Ziel findet in der Erfüllung der nationalen Ttännie König LuwigS. Lassen Sie uns einen Augenblick bei jener trüben Zeit verweilen, wo den Kronprinzen Ludwig zum erstenmal der Plan der Walhalla beschästigle, den er als König , so herrlich verwirklicht hat. Er waren — er hat es selbst gesagt — die Tage Austerlitz, Ihm und Jena, die Zeit unserer Selbstzerfleischung und tiefsten Erniedrigung. Dem Genius unseres Volles schienen die Schwingen für immer zerbrochen, und ein Schwärmer hieß, wer Noch an eine Zukunft des bentfäjen Namens glaubte. Ms ein Schwärmer mag auch der königliche Jüngling Vielen erschienen sein, der gerade in diesen Tagen den unerschütterlichen Glauben an eine nationale Wiedergeburt und Einigung des deutschen Volles nicht aufgab. Sein Hoffen wurde erfüllt, vornehmlich durch den Mann, dem heute das Denknial geweiht wird, erfüllt durch ge- mcinfame Tat der deutschen Stämme, des ruhmvollen bayerischen Stammes nickst zuletzt. Und es war auch ein geschichtlicher Akt von tiefer symbolischer Bedeutung, daß ein Sohn König Luings, daß der verehrungswürige Regent des Königreichs Bayern e5 gewesen ist, durch dessen Hände jener für die Kaiserfrage entscheidende Bries in Versailles an König Wilhelm I. gelangte. Dieser Schicksalsfügungen uns zu erinnern, werden wir heute besonders ausgefordert, wo wir Seiner Königlichen Hoheü dem Prinzregenten ehrfurckstsvollen Tank darbringen für die Errichtung dieses Denkmals, für die hochherzige Wahrung deS Dermächt- nisses seines verewigten Herrn Vaters. Und wenden wir nun den Blick zu dem Bilde des prüften BiSmarck, so wird auch die Erinnerung an die treue Sorgfalt wach, welche der erste Kanzler des Deutsck-en Reiches seinen Beziehungen zu Bayern und zum bayerischen Konigshaust zuwandte. Er war stolz darauf, daß seine Ahnen vom itaifer Ludwig und dessen Nachfolgern in der Mark Brandenburg ausgezeichnet worden waren. Und wie hohe Bedeutung er dem schönen Verhältnis des Vertrauens brimatz, in dem er zu König Ludwig II. stand, das hat er noch in seinen „Gedanken und Erinnerungen" bekundet, wo niemanb ohne Bewegung die Briefe lesen wird, die er au den verewigten König schrieb und von ihm empfing. ES spricht in diesen Briefen Neben der Bewehrung für das bayerische Königshaus auch jene weise Schätzung des nationalen Wertes der deutschen Fürstenhäuser, die Fürst BiSmarck einmal im Reichstag in den Worten niederlegte : „Mein Vertrauen darüber, txrß unsere Einheit auch in Zukunft gesichert sei, bgculjt heutzutage auf den Dynastien" — — das Vertrauen in den nationalen Sinn der Dynastien, dem die sorgsame Achtung ihrer Rechte entspricht. Kein Kanzler des Deutschen Reiches wird sich hier jemals von den Bahnen entfernens dürfen, die Fürst Bismarck vorgeschrieben hat, und mir persönlich ist es ein Bedürfnis, Zeugnis dafür abzulegen, daß ich die Achtung vor diesen Rechten als gleichbedeutend betrachte mit der Achtung vor den föderativen Grundlagen des Reiches. Die deutschen Dynastten und die deutschen Stämme, durch gleiche Vaterlandsliebe und gemeinsame nationale Gesinnung in unlöslicher Einheit miteinander verbunden, sie können doch sicher sein, daß die Ansprüche der Gesamtheit niemals das Opfer chrer Eigenart verlangen, mit deren Verschivinden das Deutsche Reich um ein wesentliches Gut verarmen würde, jene Eigenart, die sich erst reckst äu entfalten vermag im Schirm und Frieden des Deutschen Reichs, wie es der Dichter besingt: Eins nach außen, schwertaewalttg. Um ein hoch Panier geschart. Doch im Innern vielgestaltig. Jeder Stamm nach feuer Art. Meine Herren! Es ist eine denkwürdige Stunde, wo an dieser durch den Patriotismus und den :..inft|inn des bayerischen Herrscherhauses geschaffenen S tai 's ersten R i äs- kantzlers eingeweiht wird. Und es sind Gefühle tiefer Dankbarkeit, mit Denen mir rufen: Gott schütze und erhalte das Hans | Wittelsbach! Nachdem Fürst voll Bülow seine Rede beendet hatte, legte er vor der Büste des ersten Reichskanzlers einen Lorbeerkranz nieder; Freiherr von Podewils folgte mit einem Lorbeerkoanz des Prinzregenten und einem solchen der Staatsregierung. Der Präsident der fotmaner der Reichsräte, Fürst zu Lstvenstein, die beiden Vizepräsidenten der Kammer der M'geordneten, der ö’ürjt von Thirrn und Taxis, die Bürgermeister von München, Augs- . Lnirg, Regensburg und anderen Städten, sowie verschiedene wirt- sckMstlichL und polüische Bereinigungen und studenttsche Corpo- cationen legten ebenfalls Kränze nieder. 9rachdem die Niederlegung der Kranzspenden beendet war, teilte Freiherr von Podc- ivils mit, daß sich der junge Fürst von Bismarck in der freien Lust wieder vollkommen erholt habe und daß nur die Anstrengung der Reise und die Aufregung des Tages das Unwohlsein verschuldet zu haben scheinen. — Bor der Walhalla hatten inzwisck)en zahlreiche Verehrer des Altteick^anzlerSdie sämtlichen Ballusttaten besetzt. Fanfaren und Festgesang des Regensburger Liederkranz ertönten, als die Festsrste aus der Walhalla traten. Hrer hielt Hofrat Dr. Hutter eine längere Ansprackie. Darauf hinweisend, daß die Büsten des alten Kaisers und Bismarcks nunmehr für immer in der Walhalla vereint feien, betonte der Redner Bismarcks Bild bedeute für uns eine Frage, oo mir sein Werk treu behütet haben und eine Mahnung, daß wir einaebenf seien der Pflicksten gegen unser gemeinsames Vaterland. Die 5ttancheiten unserer Zeit, NiaterialiSmus, Egoismus und M starke Betonung unserer Sonderinteressen, so führte der Redner aus, müßten wir mit dem Bismarckschen Idealismus krrrieren. An seiner Größe müssen wir großer werden in der Erfassung der sich steigenden Aufgaben und in rückhaltloser Hingabe an die Gemcinfanckeit. Bi-marcks müssen wir wert und würdig fein; dann können mir nickst untergeben. Redner hob weiter hervor, daß die Danke^ schuld gegen BiSmarck nur durch vaterländische Taten abgetragen werden könne. Für ganz Deutsckstand hätten heute die hier Versammelten vor der Düste Bismarcks den fcicrMjen Schwur abgelegt, daß wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in feiner Not uns trennen und Gefahr. Dr. Hutt.r , schloß: Mtt diesem Sck^vur möge erbrausen das Lied, das unser Gelöbnis, all' unser Mollen und Schaffen für die geliebte Heimat enthalte: Deutschland, Deutsckstand über alles! — Als das Lied verklungen war, wurde die Rückkehr noch Regensburg angetreten, wo die Ehrengäste das Rathaus besichtigten und em Frühstück einnahmen. stück einnahmen. Der Ohirmachtsanfall des jungen Fürsten von Bismarck scheint leider ernster Natur zu sein. Der Fürst, der während des Nachmittags im Hause des Verwalters der Wal- Ijalla untergebracht worden war^hatte mehrmals Erbrechen. Abends wurde Leo Fürst in eine.ii in einen ürankmwagen umgcioaubeiten Post-automobil nach dem Palais des Regierungsräsidenten über» sührt-_____, Die Eröffnung der preußischen Landjäger. Morgen, am 20. OKober, an einem selten frühen Zeitpunkte, wird der preußische Landtag äu seiner Wintertagung zusarnrnentreten, und der Kaiser selbst wird den Landtag mit einer Thronrede eröffnen. Bekanntlich war der im Juni d. I. neugewühlte Landtag schon bald nach der Wähl zusammengetreten/ aber das geschah damals sang- und klanglos und lediglich aus dem Grunde, um den gesetzlichen Vorschriften Genüge zu leisten. Die eigentliche Eröffnung des Landtages sindet also erst morgen statt. Unter den Arbeiten, die dem neuen Landtage obliegen, nimmt die große Veamten- be'soldungsfrage die erste Stelle ein. ES handelt sich hierbei darum, 120 Millionen Mark aufKubringen, was um so fckpoieriger ist, als es sich nicht um einen einmaligen Bedarf handelt, sondern die Erl-öhung des Etats um diese Summe eine ständige sein wird. Die Vorlage an und für sich wird bei keiner einzigen Partei auf Widerstand stoßen, weil allgemein die Ueberzenguna herrscht, daß im Hinblick auf die Teuerung im Lande unbedingt den Beamten eine Gehaltserhöhung zukommen müsse, es frage sich nur, wie weit diese Erhöhung gchen soll. Daß in der Hauptsache nur die mittleren und unteren Beamten einbezogen werden, dagegen wird sich ivohl faurn Opposition erheben, aber es ist wohl möglich, daß auch höhere Beamte und zwar recht reichlich bedacht werden sollen, eine Forderung, die bei ihrer schon jetzt durchaus genügenden Besoldung im Hinblick auf die notwendige Sparsamkeit im Etat doch Bedenken Hervorrufen muß, so unangenehm es auch für die davon Betroffenen fein mag. Für eine solche Riefensumme Deckung zu finden, ist keine leichte Aufgabe, uub so dürste, wie der Fmanzminifter v. Rheinbaben bereits im Vorjahre im Abgeordnetenhause angekündigt hat, kaum etwas anderes übrig bleiben, als zu einer Erhöhung der Einkom- mensteuerquote zu greisen. Hiergegen wird sich im allgemeinen wenig sagen lassen, vorausgesetzt, daß nur die höheren Einkommen herangezogen werden, während der Mutelstand und die minderbemittelten Schichten nicht noch von einer neuen schweren Last betroffen werden. Näheres über die Pläne wird man ja am Mittwoch hören, wo Finanzminister v. Rheinbaben die Vorlage im Abgeordnetenhause mit einer längeren Darlegung einbringen imrb. Jedenfalls aber wird der Jdegierungsentwurf eine sehr eingehende Prüfung durch die Volksvertretung erfahren, zumal man durch andere Vorlagen vorläufig nicht gestört sein Ivird. Es steht außer Frage, daß auch der Fall Schücking zur Spracl-e gebracht werden wird, und es kann bei dieser Gelegenheit zu einer großen Debatte über den Uutersckchcd zwischen der Blockpolitik im Reich e und in Preußen kommen, wobei von seilen der Linken manch scharfer Pfeil gegen den Fürsten Bülow in seiner Eigenschaft als preußischer Ministerpräsident abgesandt werden dürfte. Das (jHcidye wird wohl der Fall sein bei einer von den Frei,innigen angekurrdiglen Interpcllatiou über die Reform des Wahlrea-ts, mit der man nach Ansicht der Linken im Schoße der Regierung nach dem Ausfall der Wahlen keine sonderliche Eile zeigt. Diese Debatten verspwchen sehr viel Interessantes zu bringen und werden jedenfalls nacht ohne Einfluß auf die zukünftige Gestaltung der Blockpolitik im Reiche sein. Nr. 24« Erstes Blatt 158. Jahrgang Montag 1». Oktober 1908 Det »letzener »njelfiet Ä ä vez«g»pret»r erschein täglich, außer monatlich7bPs^viertel- Sonntag». - Beilagen: T ▲ K ▲ x a a M A A a ▲ a A AA jährlich Mk. 2.20; durch Atf Att A V 11 It^AtAAr—® wnljchaflltcheSeittragrn M v iaS W ;y ' auswärts 20 Pfennig, Fernfprech - Anschlüsse: N fir Aw Xläfcr Verantwortlich für die Redaktion 112, für den politischen Teil, MW General-AMger für Gberheffen WW für die Tagesnummer Rotationsdruck und Verlag der vrübl'fchen Univ.-Vuch- und Zteindruckeret R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Anzemenleck^'H.'"veck. bis vormittags 10 Uhr. 9 __________ _______________ __ ♦ Zur emDif . , V‘*rbeC -c jd) u0"^ st** Material ist der Regierung in einer Denkschrift unterbreitet worden, die zu dem Schluß kommt, daß die Wirtschaftlichkeit der Anlage gegeben sei. Neuerdings ist nun vom Ministerium die Wasserbau-Inspektion Diez mit Erhebungen betraut worden, wie groß die Menge Fracht sein würbe, die von der Eisenbahn bei Vorhandensein eines Wasserweges lahnabwärts auf diesen übergehen würde. Nachdem die belgischen Interessenten neuerdings sich an das französische Kanalnetz anschließen, wird die preußische Regierung nicht umhin können, auch Mosel und Laar zu bauen, wenn die deutsche Industrie nicht erheblich benachteiligt werden soll. Es steht zu hoffen, daß eine Vorlage hierzu im kommenden Jahre an den preußischen Landtag gelangen wird. Generaldirektor Kaiser erklärt, man müsse der Regierung dankbar sein, daß sie die Sache der Lahnkanalisation so weit gefördert hätte. Wäre doch die Ausarbeitung des technischen Projekts für den Verein wegen der dazu erforderlichen hohen Kosten eine Unmöglichkeit gewesen. Er könne konstatieren, daß die Erhebungen der Regierung über die Wirtschaftlichkeit der Frage zahlenmäßig nicht sehr weit von dem durch den Verein festgestellten Resultat abweichen. Die Kosten für den Bau werden sich fraglos noch ermäßigen, da Preise zu Grund gelegt sind, die sich heute billiger stellen. Die Kosten des Ausbaues des Wasserwegs von der preußisch-hessischen Grenze bis Gießen werden auf 1800000 Mark geschätzt, doch wird durch diese Ausdehnung die Anlage in ihrer Rentabilität erheblich gehoben. Die preußische Regierung hat 1866 die moralische Verpflichtung übernommen, die Lahn auszubauen, sie hat dies auch 1873 anerkannt, indem sie dem Landtage eine dahingehende Vorlage machte und ca. 71/2 Mill. Mk. für den Zweck verlangt hat, die aber nicht bewilligt worden sind. Heute kann sich Preußen dieser Pflicht umso weniger entziehen, als, wenn es die Mosel und die Saar ohne die Lahn ausbauen würde, das Land an dem Flusse in veränderte wirtschaftliche Verhältnisse kommen werde, Unzweifelhaft würde die Berg- und Hüttenindustrie an der Lahn erhebliche Einbuße erleiden, wenn der Fluß nicht gleichzeitig mit Saar und Mosel schiffbar gemacht werde. Die Regierung aber könne nicht verlangen, daß die JlUeressenten allein iür die volle Verzinsung des Anlagekapitals Verpflichtung übernehmen. Sie müsse erleichternde Bedingungen stellen, denn es handelt sich um einen Wasserweg, der schon bestehe und seit Jahrzehnten vernachlässigt worden ist. Reichs- und Landtags- abgeordncter Cahensky erklärt, daß wesentlicher Vorspann zur Verwirklichung des Lahnkanalprojekts durch die Gießener Interessenten geleistet worden sei. Die Vertretung der Provtnz Oberhessen, die Vertretung der Stadt Gießen und die Han- delsrammer hätten sich in der Sache überaus rührig beteiligt. Die Regierung in Darmstadt habe ein lebhaftes Interesse an dem Ausbau dieser Wasserstraße und mit ihrer Hilfe wird es gelingen, die Sache in Gang zu bringen. Der Kvmmunal-Land- tag für die Provinz Hessen-Naussau, der in den nächsten Tagen zusammen tritt, wird nicht umhin können, sein Interesse an der Frage ebenfalls zu betätigen. Die Abgeordneten für Nassau seien sich einig, daß man energisch daran gehen müsse, für Nassau etwas zu erringen. Der Redner versichert zum Schluß, daß in der allernächsten Zeit die Frage greifbare Gestalt annehmen würde. Oberbürgermeister Mecum-Gießen versichert, daß die Provinz Oberhefscn und die Stadt Gießen in dieser Frage alles getan haben und für die Folge tun würden, um sic der Verwirklichung näher zu bringen. Es sei bekannt, daß die Grvßh. Regierung wegen der Lahnkanalangelegenheit mit Preußen verhandelt habe und daß das letztere sich bei diesen Verhandlungen entgegenkommend gezeigt habe. — Reichs- und Land- tagsabg. Dahlem-Oberlahnstein ist der Ansicht, daß eine Vorlage wegen der Lahnkanalisation sehr bald zu erwarten sei. Während wo anders die Kanäle erst gegraben werden müssen und lediglich im Interesse der Großindustrie geschaffen werden, liegt die Sache bei der Lahn anders. Ihr Ausbau zu einem brauchbaren Wasserweg ist nicht schwierig und dient lediglich dazu, dem in Nassau so sehr bedrückten Mittelstand aufzuhelsen, so daß der Staat die Frage seiner Leistung für die Lahn nach anderen Gesichtspunkten beurteilen muß. Der Wasserweg der Lahn hat bestanden und ist vom Staate vernachlässigt worden. Redner ist der Ansicht, daß die Frage im Frühjahr in Form einer Vorlage an den Landtag gelangen wird. Hierauf wird folgende Resolution vom Vorsitzenden, Generaldirektor Kaiser, zur Annahme vorgeschlagen: „Die Versammlung gibt ihrer Freude über das von der Königlichen Staatsregierung den aus eine Kanalisierung des Lahn- slusses gerichteten Bestrebungen entgegengebrachte Wohlwollen dankbaren Ausdruck; insbesondere erkennt sie an, daß daS Ziel ihrer Wünsche dadurch seiner Verwirklichung erheblich näher gerückt ist, daß die Königliche Wasserbau-Inspektion Diez mit der Ausführung der bereits bis zu einem gewissen Abschlüsse gelangten technischen Vorarbeiten zur Verbesserung der Schiffbarkeit, dieses Wasserweges betraut und die daraus erwachsenden Kosten auf die Staatskasse übernommen sind. Sie schließt daran die Bitte, die Königliche Staatsregierung möge den endgültigen Abschluß dieser Vorarbeiten und die inzwischen von ihr noch cingelciteten wirtschaftlichen Ermittelungen nach Möglichkeit beschleunigen, damit spätestens im kommenden Jahre dem preußischen Landtage em Gesetzentwurf über die Kanalisierung der Lahn zur Genehmigung vorgelegt und an die Inangriffnahme des Baues so frühzeitig herangetreten wird, daß in Gemäßheit des im Februar 1905 vom Landtage einstimmig genehmigten und vom Herrn Minister der ösfentlichcn Arbeiten gebilligten Antrages Dr. Röchling-Cahensly die Inbetriebnahme des verbesserten Schisfahrtweges gleichzeitig mit der Eröffnung des Rheiii-Han- nover-Kanals erfolgen kann." Nachdem Oberbürgermeister Mecum (Gießen) betont hatte, daß die Verhaiidlungen m der Hauptversammlung eine ausreichende Klärung über die die Lahnbewohncr bewegende Kanalfrage ergeben hat, so daß eine Diskussion über die vorgeschlagene Resolution überflüssig erscheint, wird sie von der Versammlung einstimmig angenommen. Gießener Strafkammer. ),( Gießen, 16. Ott. Betrug im Rückfall. Der Dien ft kn echt G. H. aus Meiningen hatte seinen früheren Dienftherrn in Renzendorf wegen Lohnforderung verklagt. Trotzdem der Prozeß für ihn ungünstig stand und sein Anwalt das Mandat niedergelegt hatte, ging er zu einem Schuhmacher und ließ sich ein Paar Schuhe geben unter der Angabe, er habe seinen Prozeß gewonnen und solle am nämlichen Tage noch 100 Mark bei seinem Anwalt holen. Unter den nämlichen unwahren Angaben machte er auf der Kirchweihe zu Brauer- fchwend bei zwei Wirten größere Zechen und erschwrndelte sich 3 Vlark. Da Betrug im Rückfall vorliegt, wurden Strafen von 5 und zweimal 4 Monaten in Ansatz gebracht und diese Strafen auf eine Gesamtgefängnisstrafe von 9 Monaten zurückgeführt, worauf 14 Tage Untersuchungshaft aufgerechnet werden. Ein lieber Geselle. Vor dem Schöffengericht Bae Naupeim hatte sich der Maurer F. B. wegen Ruhestörung und Bedrohung zu verantworten. Er hatte nachts mit zwei anderen die Aborigrube einer Villa entleert, wobei es sehr laut herging. Arn anderen Tage präsentierte er der Besitzerin eine Rechnung über 42 Mark. Da der Frau der geforderte Betrag zu hoch schien, öenueigerte sie die Zahlung bis zur Begutachtung, zahlte aber schließlich auf Drängen 13 Mk. abschlägltch. Der Angeklagte drängte auf Zahlung des ganzen Betrages w.nd erfaßte einen Hammer, indem er in drohender Haltung vor bie Frau sprang uird rief' „Wollen Sic jetzt zahlen oder nicht?" Tas Schöffengericht nahm entgegen dcr Anklage eine Nötigung für vorliegend an und sprach unter Verweisung der Sackte an die Strafkammer seine llnzuständigkeit aus, verurteilte aber den Angeklagten wegen Ruhestörung zu 6 Mark Geldstrafe. Vor der Strarfajnmcr erklärte die als Zeugin vcr nommenc Haupttnanns ft a u, sie hab . oc. ?cin > ,Jir,1 Angeklagten nicht gcfürdjtei. lonocru ihm idmrf m. A, .. qL .sehm, worauf er sich entfernt' Da unter diesen Umftan ber I Tatbestand der Nötigung nicht voriicgt, mußte Freispruch erfolgen. Teuere Schuhe. Als Ersatz für seine befetten Schuhe nahm der bei der Treim» maschine zu Harheim beschäftigte Gelegenheitsarbeiter K. B. aus London gelegentlich eines Wirtshausbesuchcs ein Pacn: Lederpantoffeln mit. Ta er in ^Deutschland zum drittenmal wegen Diebstahls bestraft wird, war die Minimalsttafc 3 Monate Gefängnis auf die, unter Anrechnung von 14 Tagen Untersuchungshaft, erkannt wurde. 9 Monate für eine Rahmeuleiste. Wegen Diebstahls eines Stuckes Rahmerneiste wurde der Schreiner L. P. aus Niederrad zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte sich zu Butzbach in die Werkstätte emes Buchbinders geschlichen und eine Leiste mitgenommen. Alster auf dem Rückweg sich entdeckt sah, warf er die Seilte von lich und setzte über das Tor, das inzwischen verschlossen worden war. Entgegen der Anitahme der Anklage, wurde nur, einfacher Diebstahl im Rückfall für vorliegend erachtet, da nicht festzustellen war, daß er einen andern als den ordnungmäßigen Eingang benutzt hatte. Ungünstige Erfahrungen machte der Taglöhner ti. e Schauspieler in Ge- lellschaft einer Dame in einem ckfambre separäc weilte. Ter von der Anwesenheit r Paares unterrichtete Großfürst ließ in feiner animierten Stimmung Guitry zur Tafel laben, erhielt auf seine wieoerholte Einiaoung aber eine höfliche Ablehnung. So begab er sich beim selbst zu bem Schauspieler in bas Kabinett, aber auch seine persönliche Einlabung würbe höslich, aber ent» schieben abgelehnt. Die Situation wurde immer peinlicher: hinter bem Schauspieler ftano bie verschämte Schöne, hinter bem Groß- fürstc.i drangt sich die tuschelnde unb kichernde Schar der Höflinge, die der Weiterentwickelung der Dinge mit gespannter Neugierde cntgegcnjalj. Für den Prinzen aus kaiserlichem Geblüt gab cs unter oen obwaltenden Umständen kein Zurück. Kurz entschlossen schob er mit dem Ellbogen den bie Türschwelle ver- teibigenben Schauspieler zur Seite und suchte ins Zimmer ein- zubringen, um sich der schönen Unbekannten zu bemächtigen. Ta erschallte plötzlich ein klatschendes Geräusch, über dessen Ursprung niemand im Zweifel jein konnte. Guitry hatte den Großfürsten geohrfeigt. Die Höflingsschar verstummte sofort, es wurde tvten- fttll im Saal. Stumm unb kleinlaut schlichen die eben noch so überlauten 'Nachtschwärmer von bannen. Am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe erhielt aber Lucien Guitry, ber Liebling ber Petersburger, den Befehl, bas Zarenreich binnen 24 Stunden 5U verlassen. e>o wurde der große Schauspieler ber Pariser Bühne wiedergegcben, während er ohne bie historisch Ohrscige wahrscheinlich am Straube ber Newa seine Tage beschlossen haben würde. „ . r Die Wiederherstellung von Mumien. Man berichtet ans Newyvrk: Prof. Harris H. Wilder, der Letter der zoologisck.en Abteilung an der Smith-Universität, macht soeben die Mitteilung, daß es ihm gelungen ist, durch bie Anwendung einer schwachen Lösung von Aetzkali die völlig eingefallenen Mumien von amerikanisck>en Höhlenbewohnern wiederherzustellen. Der Erfolg soll 0 vollständig sein, daß die Linien des Gesichtes und selbst Krankheiten ber Haut genau zu erkennen sinb. Professor Wilder machte seine ersten Experimente mit einem ausgetrockueten §rofchlorper, ben er ein Jahr lang in seinem Laboratorium ge- l-alten hatte, -tic fast gestaltlose Körperfülle würbe in eine ^>£1)010 nut einer Aetzcali-Lösung gelegt, unb am nächsten Mor- gen fchwamm ber ^rvschkörper an ber Oberfläche ber Flüssigkeit wie ein lebendiger Frosch, mit natürlichen Farben ausiebcnd' spater machte ber Gelehrte seine Experimente mit Mumien. Die .Nuniicn emes Mannes unb einer Frau, bie aus einerä Höblc ftanimc?' konnten auf diese Weise fast zu scheinbarem Leben wieder erweckt werden. An dein Kopf einer anderen .Niimie, der der Einwirkung der Flüfsigkett ausgesetzt wurde erfchien über der rechten Augenbraue eine aufgeworfene 'Narb/ unb Mitten am der e>tirn trat deutlich eine alte Tätowiemua wieder hervor. 43 Handel. ln Hesi en. lieber das Vermögen der ' Ve.cnc 0 r st 111 a n n Witwe geb. Liebherr zu Aad - .taayclm urbe am R. Okt. das Konkursverfahren etbn.iet, da )cl Hau lUQ,in Kopmsky zu Frankfurt a. M. eine ihm zustehende Forderung von 3000 Mk. Hauptgeld unb 5 Proz. Zinse» aus 50 000 Mk. seit 1. April 1907 sowie die Zablilngsunicchigkeit' der Schuldnerin glaubhaft gemacht hat, die Schuldnerin auch ihre Zahlungseinstellung eiugeräumt bat. Rechtsanwalt Dr. B r u ch e r in Bad-Naubeim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs» iorderungen sind bis zuni 29. Okt. bei dem Amtsgericht Bad- Nauheim anzumeiden. — lieber das Vermögen des Jobann Adam H e i l m a n n I., Slembruchbesitzer m Hetzbach, wurde am 7. Okt. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Win- d i s ch in Michelstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Koukursforderuugen sind bis zum 30. Okt. bei dem 'Amtsgericht Beer'elden anzumelden. — Uebcv das vermögen des Spezereihändlers K a r l H e r m a u n Matthias Eheleute m 'M ainz wurde am 12. Okt. das Konkursver-ahren eröffnet. Anwalls- gehille Peter Fre i t a g in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursfordenmgen sind bis 511111 2. Noo. bei dem Amtsgericht Mainz anzuiuelben. — Uebfr bas Vermögen des Eduard Rupp, Schmiede- und Wagnermelster zu Bieber, wurde am 12. Okt. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Tr. K a tz in Offenbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkilrsforderungcn sind bis zum 3. Noo. bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden. tiloiißtl. lieberficht der LodersäUe in der Lladt-Gietzcii. Monat September 1908. Eimvohnerzahl: angenommen zu 30 400 sinkt. 1600 Mawi Militär.) Slerblichkellszifser: 20,10706, nach Abzug von 27 Ortsfremden 9,4 /oo. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: l.L UN ebensjahr: vom 2.-15. Jahr Keuchhusten 1 — 1 — Typhus Itungentuberkulose Tuberkulose anderer 1 1 — — 6(3) 6(3) — — Organe 4(2) 2(1) — 2(1) Limgeuentzündimg 3(1) 3(1) — —— Herzkrankheiten 6(4) 6(4) — — SajlaqfluB anderen Gehirn- 2(1) 2(1) — — krantheilen 5(1) 3(1) 2 — Unlerleibsenlzündung 3 (2) 3(2) — — Vlinbdarmenlzünd. 3(3) KD — 2(2) 'Nierentraiikyetleii 3 (2) 3(2) — —— üieubildungen 7(5) 7 (o) — —t Beriuigtuckiing - (1) 1(1) — — anderen Krankheiten 6 (2) 2 1 3(2) Summa. 51 (27) 40 (22) «1 7 (5- '1111111.. Tie m Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der belrefjenden Krautheu auf von auswärts nach Gießeil gebrachte kranke tommeiu LLiechliche Nachrichten. Lvattgeüjche GemeinSe. Montag, den 19. Oktober abends 8 Uhr, im Lukassaale: B i b e l jt u n d c. Pfarrer B e ch t 0 ls h e i m e r. der Station Gießen. Oktober 1908 Bciromeler au' 0° leduzierl Temperatur der Lust Absolute stcucbtigkeil Relative steucbtigkeu , blmupl.iqmsD :a Wetter 18. 2” 752.2 9,1 7,1 83 NE 4 Bew. Himmel 18. 9'b 754,0 5,0 5,8 89 N 2 Klarer Himmel 19. 72i -.55,7 4,2 5,7 92 NE 2 ■ ■ Höchste 9hebri(i Temp sie 4atUl Mi 17 , 17 .-18. .—18. Cftobe r t- 9,2 ° 6. 7- 4,7 " C. Teieionisciu des Giessenei Anzeigers, mitge und J niiiis.tr Fruiikliirter Börse Beichsanleihe . » 92.40, 0% do. . . 83.30 d><;0/0 Konsols .... 92.30 do.....83.10 u>j°/0 Hessen.....91.u0 °/6 Uberuessen . . . 9U.10 j y0 Uesterr üoldreute. 97 70 41/« “6 Uesterr. hüberrente 98.90 4?6 Ungar Goldrente . . 92.25 4% Italien. Heute . . . — 3 3ö Portugiesen Serie 1 ob 50 35» Portugiesen „ 111 60.25 4>2°/o russ.btaatsanl. 19Uu 96 35 47» jftpau. Staatsanleihe 90.40 4 % Conv. Türken von 19u3 90.30 liirkeulose...... 139 60 4 % Griech. Monopol-Anl. . 49 60 4% äussere Argentinier . 86.10 u°/e llexiuauer . . . 63.50 J>i7o Chinesen .... 96.75 Aktien: Bochum Guss.....219.15 Buderus E. W.....111.50 Tendenz: schwach. Berliner Börse, 1! Cauada E. B. . ... 175.10 Darmstädter Bank . . . 126.50 Deutsche Bank .... 237.60 Dortmunder-Union C. . . ö7.öu Dresdner Bank . . . 145J0 Tendenz: schwach. KursoeriCitfe teile von der Bank für Handel ie, Giessen. , 19. Oktober, 1.15 Uhr. 1 Mektnz. Luhmeyer . . 120.50 Elektnz. tchuckert . . 120.50 Esch weilet Bergwerk . . — Gelsenkirchen Bergwerk 186 50 HawDurg-Amenk. Pak eil 106.20 Darpener Bergwerk. . . 198.50 Laurahntte...... 200.50 >ordd. Lloyd ..... 85.30 Übeischles. Eisen-Industrie 98.00 Berliner Bandelsges. . . 166.50 Darmstädter Baut . . . 126.25 Deutsche Bank .... 237.70 Deutsch-Asiat Bank . . 137 00 Diskonto-Komuiaudit. . . 176.80 Dresdner Bank .... 145.50 hreditaktien.....Iv8 20 Baltimore- und Ohio- Eisentahn.....98.25 Gotthard bahn ..... —.— Lombard. Eisenbahn . . 22.50 Uesterr. Staatsuahu . . . 146 90 1 rince-H euri-Eiseubahu . 123.00 Oktober. Anfangskurse. Harpeuer Bergwerk. . . 198.50 Laurahütte .....199.25 Lombarden E. B. ... 22.50 N'ordd. Lloyd.....85.50 Liirkenlose......140.00 Braut ■ Seide v. mk. 1.35 ab Schon verzollt! — Veiiangen Sie Muster! — Ds/iol G. Henneberg, Zürich. IdisaiTLsch tmuc k gebt Kindern in JHBUH der (ntw.(Kliing von Zeil zn Zeit Erhältlich in Slpotheken, Drogerien OIUmvUbI usw. bas Kilo 3 Akark. W^W VW n ar ächtan Goldechmuck, weil lOjäh. ige urkiuidliche Garantie fdr Ha’tbarkeit u gutes Tragen, R'iiIHVp«?rßlerJ7mtaacch- Eleg"üe Original-Etuia. kreise, — Brhauiich ia QoldwarenhandiaDseOe Im Namen der Hinterbliebenen: Gelnhausen, Grünberg i. Schl., Darmstadt, Naumburg, den 16. Oktober 1908. Die Beerdigung findet Dienstag Vormittag in Wilhelmshaven statt« 6186 2(1) 2 2(2) 1 3(2) chrnttgen Cti/10 Weller 2 Bl7/io I Der Vorstand. Dl9/to Danksagung <1 Der Vorstand. V19/ in Bahnhofstrasse 27, /10 6192 Grehen, IS. Oktober 1908. I. Ochs, Ratsdiener. Frankfurt a. L)t. Ihv16/» 22.50 14690 , 123.00 4 ; Lew. Himmel 2 /Klarer Himmel Frau Clotilde von Kutzleben geb. Frei in Schenk zu Schweinsberg. sowre für die zahlreichen Blumenfpenden sagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank. I El "i t . 126.25 . 237.70 , 13700 , 176.80 . 145.50 ,p820 . 98.25 PreiseinerFlasche Pixavon 2 Mark in allen einschlägigen Geschäften. Sehr sparsam im Gebrauch. ist seit 20 Jahren MAGGls Würze. Bas Beste ist stets das Billigste. fj. Kalkhof Nnchf, H. Erle, Wcstanlage 5. W)t, im Lukatzsaale: hlolshermer. an dem Wißmarer Weg in zwölf Losen meistbietend verstcrgert. Gießen, den 16. Oktober 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. M e e u in. laudelsgei. er Baok . Bank . ■ siat Bank xowwaudiL Bank . • len . •. • . und Ohio- bn ■ • • ahn - • • Eisenbahn Die Ausführung der Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung der Erweiterung des Empsangsgebäudes auf Bahnhof Großen-Buseck, sollen in Losen: Los 1. Erd-, Maurer-, Asphalt-, Stackerarberten, Los 2. Zimmerarbeiten, , . Los 3. Tischler-, Schlosser- und Glaserarbeiten, Los 4. Dachdeckerarbeiteil, getrennt oder zusammen vergeben werden. Angebolsmuster und Zeichnungen liegen ßct unterzeichneter Inspektion, Zimmer 16 zur Einsicht aus; ailch können erstere für 1,00 Mk. lbestellgeldsrete Postanweisung) bezogen werden. Tie Angebote werden am 3. November ds. Js., vormittags 11 Uhr im Znspektionsgebttude geöffnet. ZuschlagSfrist 3 Wochen. B10/ln Grobl). BetriebS-Jnspeltiou 1.__________________ Hiermit erfüllen wir die traurige Psticht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Wiitglicbeg Herrn Reinhard Greb in Kennmis zu setzen. Wir verlieren in dem Dahingeschicdenen einen treuen, herzensguten Freund, dem wir sleis einen ehrendes Andenken bewahren werden. lDI9/i0 Der Vorstand des Gießener Zithcrtlubs, Wohltätigkeitsvercin. Gesangverein Gemütlichkeit Gießen Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, die Mitglieder von dem Ableben unseres Sangesbruders iSeiniiarti <*reb geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung stndet Dienstag nachmittag 2 Uhr aus dem neuen Friedhof statt. Um allseitige Beteiligung bei der Beerdigung bittet 7(öj ® geben an, wie viel 41 von answarls nach «Snnfr 1 iuna, fett, Gafermast, tagl. OllUlt.. srisch geschl.,saub.gerupit, 7—10 Psd. ä Pfd. 45—48 Pfg., oers. geg. Postnachn. Panzer, Schillcl- wethen b. Gr.FriedrichsdorfOsrpr. 16188)________________ Die Qualität gibt den Ausschlag! Unerreicht an feinem Aroma und Würzekraft Bekanntmachung. Montag, 19. Oktober, nachmittags etwa 5 Ubr, wird im Anschluß an die Geländevervachtung das fall Holz von dem Buschwerk des Lahnufers Todes - Anzeige. Schmerzerfüllt teilen wir Verwandten und Bekannten nut, daß unsere mnigstgeliebte Schwerer, Schwägerin und Tante — ( , Fräulein Attmire Schwad nach längerem Leiden im 69. Lebensjahre gestern morgen um 5 Uhr sanft entschlafen ist. G187 Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen Familie Grünewald. Alten-Buseck, den 19. Ott. 1908. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 2 Uhr in Alten-Buseck stau. V. - ■ ericnte er Bank (Ur Handel Hierdurch erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Kameraden Reiustard Greb geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 2 Uhr statt. Zuiammentunit 17* Uhr am Turmhaus am Brand. Uniform: Tuchrock und Helm. lV'7w Tas Kommando: Wigandl. Wacker. vereinigt grosse Haltbarkeit mit höchster Leuchtkraft. — Nur echt zu haben in allen einschlägigen Geschäften, die durch das rote Auer- Löwen-Plakat kenntlich sind. Auergesellschaft, Berlin 0.17 Hiermit wird zur Kenntnis gebracht, daß die unterzeichneten Friseure die Haarwäsche mit Pixavon in ihren Frisierkabinetten für Herren u.Damen eingesührt haben. Pixavon ist ein flüssiges Teer- pravaral, das mittels patentierten Verfahrens geruchlos gemacht worden ist. Es wirkt durch seinen Teergehalt direkt anregend auf den Haarwuchs. Tic regelmäßige Pixavon - Haar pflege kann als die gegenwärtig denkbar beste Methode zur Lkonscrvicrung der Haare empfohlen werden. Rad-Klub Germania Giessen. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht die Mitglieder pft von dem Ableben unseres Klubkameraden ! I Reinhard Ore?b u geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Dienstag nachuüttag 2 Uhr ; aus dem neuen Friedhof statt. Zusammenkunft 17« Uhr bei Spuck. & d)l§Qmöa[[ galtet bei dein Am ?"""". 'lielenie lnÄ«i- «öffnet, ia,M m Honfurön IDQlt^ V'91»» das «u,.Cl den, nei|ten ?en des °!i»et V'°ber -üei'ioaherU,lpQl,n)Q11 TosSes-^nzeige Schmerzerfüllt machen wir Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unser lieber, guter Gatte, treusorgender Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Reinhard Greb, ftgjtaÄ heute nacht l1/, Uhr nach längerem, mit grosser Geduld getragenem Leiden sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Giessen, Walltorstr. IG, den 18. Oktober 1908. 08728 Die Beerdigung findet Dienstag den 20. Oktober, nachm. 2 Uhr statt. = + 9,2“ C. = 4- 4,7 ‘ C. > ' U /«. im lt,ube;n Alice-Sc^wle Ter Wcihnachtstursus hat begonnen und können jederzeit Schülerinnen cmtieten. Unterricht in allen Arten von Stickereien sowie allen modernen Arbeiten. In die Bügel- und Turnstunde werden auch zu jeder Zeit Schülerinnen angenommen. Cie/10 Bei genügender Beteiligung findet wieder ein Buch- führungslursus statt und bitten wir um baldige Anmeldung. L. Moeser, Oberlehrerin. taaisoahii. • ;1)rj-Ei8eDbabu Emil Koch, Bahnhofstr. 62. Werin. Plank Wwe., Kaplans- passe 2, Fritz Schneider, Ludwigstr. 22, Ph. Stier, heuen Bäuc3._____________________________________________________________;il> Bergwerk . ■ ■" üeu Bergwerk . 186» Awenk. toeU. « *»"»• • 'S ■ * ' , . 85.30 nur gute Qualität, zum billigsten Tagespreise empfiehlt Lö/76 J. IBankeL Ncuenbaue 7._____Telephon 612. » v. MK-1-35 ab Sie Master1 - ,e-e^ZÜr' ^^.198.51 Bergwerk. • , jgg zz e • ' ' ' 22.50 u £■ B. ' 85.50 ojd ■ • ' ' 140.00 e. >er, 1.15 Uhr. aomejer. . • 12H cbückert. - VM Bckanntmächung. In dem Konlucsversahren über das Vermögen des Kaufmanns Albert Wallenfels in Gießen sollen in dem auf Montag, 26. Oktober 1908, nachmittags 4 Uhr, Zimmer Nr. 18 anberaumten Zwangsvcrgleichstermin gleichzeitig die nach dem allgemeinen Prüfungstermin angemeldeten Forderungen geprüft werden. Gießen, 11. Oktober 1908. B19/io ___________GrosN) er o > I > . ' s Amtsqericht-_____________ Freiwillige Versteigerung. Mittwoch den 21. ds. MtS., von vormittags 10 Uhr ab über Mi-.lag, versteigere ich Stcphanstraßc 4111 dahier die 3uut Nach!an der v»ohs. Neeb Witwe gehörigen nocv gut cr- voltcuc.i Echre'ibtiicb^ "mehrere vollständige komvl. Betten, Itür. und 2tur. öllcioerfchränke, AuSzieo- uud^anderc Tische, Spiegel mit Drurucaur und andere »ophas, Stühle, Wafchtifchc, Aachttiicne, Divans, Vertikowc-, Uommodcn, Aüchemmrant mit Au nah, Gasherd, Tuch-, Bett- und Dameuwänhe sowie Damcukleider, Vorhänge und iomtige Hauohaltungsgcgcuständc. Die Versteigerung findet bestimmt statt. [6190 B orN, Gerichtsvollzieher in Gießen Versteigerung. Freitag, den 23. d. Mts. 1908, nachmittags 3 Uhr, werden im Pfandlokal, SelterS- weg 11, gegen Barzahlung versteigert: 6182 1 Wagen, 1 Kasfenschrank, ein Forcen, Möbel aller Art u. a. m. Johann, Gr. Psandmeister. Versteigerung. Dienstag, den 20. d. M. 1908, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich yicnitabt 55 dahier gegen Barzahlung: 16191 3 Pferde, 1 Rollwagen, 1 Break, 1 Doppelspänner-Pferdegeschirr mit Silber belegt, 1 Pianmo, Herrenhüte, Kravalten, Glas- jchrank, Regale, Gaslüster, Lorbeerbäume, Badeeinrichtung, Schuhwaren, diverse Möbel u. andere Sachen. Born, Gerichtsvollzieher. Frischs Tafel- rauben Marke „Lisetto“ in 5-6 und 8—9 Pfd.-Kisten per Pfd. 30 Pfg. Frische Castelsangiovaai-TraBben = in Kibten ä ca. 4- u. « Pfd. per Ptd. 24 Pf. in Steigen ä 20 Pt und per PI'!. 20 Pf. Frische p. Pfd. 16 PL Hasei-SJüsse per Pfd. 48 Pf. Heue Tafel-Rosmen ^r4 Jd.razxzs-x'^ gen per Pfund 32 Pfg. Gebrüder Berdux ^I____M Berufs-Weagkl. Bei einer la. V.tsichernngs-Gcsrllschaft mit allen Branchen finden Herren aller Stände, welche ihren Beruf zu wechseln gedenken, Anfiellung. Nichtfachleure werden einge- arbeilet. Ofierten unter T. 11155 an Haajenstcin & Vogler Statt jeder besonderen Anzeige. Nach einer schweren Verwundung entschlief heute Nacht mein lieber Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Herr FHtz wen Kutzleben Leutnant im 3* Stamm ■ Seebataillon zu Wilhelmshaven Alter von 27 Jahren. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem schmerzlichen Verluste unseres nun in GoU ruhenden Sohnes Mari Oc^as im I i> xt L. 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