Samstag, 12 Dezember 1908 138. Jahrgang Nr. 293 trlcfietnt tägsich mti AuSnasime befl Sonntag». ,r,khener Samilltebiatter* werden dem viermal wöchentlich beigelegt, da» .Anzeiger' zweimal .Kretsblatl für den Kreis Liehen Veränderung erfahren müssen, ehe wir ihm splatz 14 lautes Lachen bei den Ihnen eine (Unruhe.) Präsident Graf Stolberg tote sebes 010046 alter. Nachbild- uftimmen können. tan hat uns borge- nppen jeder Perracken, •.ding pro "eil eines Puppe! Mer bsiaM. Der Diamant ist ein Luxusgegenstant Preisbildung wird mehr oder weniger MS ,™terkl«=tob« Redaktion, Exvedtnon und Druckerei: Schul« slrage 7. Expedition und Verlag oL Redaktion:«^ 112. TeU-Adr^ AnzetgerGteßen, verurteilen muh. Ich komme jetzt zu der Frage der £tamanten. (Hört, hört! und allseitige Spannung.) Ihre freundliche Stimmung Rotationsdruck und Verlag der vrsibl'ichea Unwerlität» - Buch- und 6tembnideteU £FL Lange, ©icgcn. wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erichemen monatlich zweimal. beeinflußt durch die Römer Gesellschaften. Damit an der Oberfläche und geht nickt in die Tiefe- Im all. gemeinen hat man bisher wenig zerbrochene Steine und Trümmer acsun^n, nur zuweilen ist gerade an einem Oktaeder eine i^ae Karat beträgt. Ein 5 Gramms. Die Kosten gefähr 18 Schilling, in auf diese Kahlen nicht anderen. An beiden bination fämtlii nun diese Funde ... ~uv...v——---. - - . entwertet ober eine Preisbildung zugunsten dieser Sterne gehindert wird, wird die ReichSrcgierung btc ^ottgen Schritte ergreifen. Sie hofft, daß auch unter deutscher Führung ein Diamantenhandel sich bilden wird. Der Abg. Scheide- mann hat in einer spitzigen Weise geglaubt, der Negieruna besonders eins auStoiWen zu Tonnen **nn er er.-aHfe. eS *ci fd'on eine Verfügung ergangen, daß die Südwestafrika-Diamantcn n u r t n Hanau geichlis'fen werden Durren, ^ch weitz von solcher Verfügung überhaupt nichts, und alle anderen Amtsguellen, die - ° # rr I— 1 rr - 4* Vlfl Ht» IIP ffiT fll der Förderung betragen in Pretoria un» Kimberley 26 Schilling, doch will ich mich genau fest legen, ebenso wenig wie auf die yunbort.n kommen unter den übrigen wertvollere große Steine vor. In Lude- Deutscher Reichstag. 181. Sitzung, Freitag, 11. Dezember. Am Tische de- Bundesrats: v. Bethmann.Hollweg, Ghdow, Dernburg, Kraelke, Dr. Nieverding. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 11 15 Mm. berauSaebrochen. isewoynncy gegen uki ui» iuhj einen Karat, doch hat man neuerdings auch Steine von einhalb bis breibicrtel Karat gefunden. Eine deutsche Firma gewinnt bisher auf primitive Weise 200 Karat pro Tag, doch stehl nichts im Wege, 2000 Karat zu gewinnen, und bei vernünftiger Lei- tun« wird die Produktion auf 5000 Karat pro Tag gebracht werden können. Zur Erklärung dieser Ziffern, t>ie nicht ohne weiteres verständlich sind, möche ich mitteilen, daß der Wert von Diamanten in der Größe, wie sie dort gefunden w--"-"' dem Oiegime der jetzigen Eiamantcnfombination 80 ruft den Redner zur Ordnung. Dbg. Kulerski (Pole): Treiben wir denn Hochverrat? Richt den Schatten eines Beweises fann man dafür erbringen. Auch die Polen haben für die Einigung des Reiches geblutet. Abg. Kopsch (Fr. Vp.): Die Verdächtigungen unserer Partei wegen ihrer Stellung nähme beim Vereinögeseh von sozialdemokrati)cher Seite weise ick entschieden zurück. Bei der Interpellation und der zweiten Lesung deö Etats werden wir näher darauf eingehen. Die Besoldungs. Vorlage kommt uns zu spät. Die schlechte Finanzlage darf uns aber nicht abbalten, Äulturaufgaben zu erfüllen, und hierzu ge- hört die Erhaltung eines zufriedenen, arbeüsfreubigen Beamten, standes Eine Verkür»una der Aukruckungs r>sten in notwendig. Der Wohnungsgeldzuschuß muß ein beweglicher Faktor im Einkommen der Beamten sein. Tie Unterbeamten haben am schwersten leiden müssen unter unserer Teuerungspolitik 2bnen muß m erster Linie geholfen werden. Tas gilt vor allem für die Postbeamten. Ter Hauptwert muß auf die mittlere n Geha-lv- stufen gelegt werden. Das Verhältnis zu d em V o r g e 1 setzten muß freiheitlicher gestaltet werden. Die Beamten muffen vor Launen und Willkür geschützt werden. Tie Pensions- last für die Offiziere kann das Volk nicht länger ertragen; e3 mutz an eine Zivilversorgung der Offiziere gedacht werden. An alle» Ecken und Enden muß aber gespart werden. (Beifall ImI8.) Abg. v. Oertzeu (Rp.): Die Rede des Abg. Kulcrski wird im Auslände einen großen ßeitcrfcit5erfolg haben. (Sehr rickstigl rechts.) Jetzt wird auf einmal den Beamten der Vorwurf gemacht, daß sie zuv'el fordern. Sind wir nicht selbst schuld daran? Haben,wir fte nicht dazu ermuntert, indem wir im Reichstage immer auf ihre idnedite materielle Lage hinwiesen? Bedentlich ist es, die Endaehalter auf findet nicht statt. Wenn es schon em Wettlauf fern muß. Dann wäre doch der um die Gunst der viel größeren Zahl der h l e r verlockender. Die Verteilung deS WohnungS- ; ist viel zu schablonenhaft. Berlin ist in der ersten, der zweiten Klasse, obgleich das Leben in Berlin nicht u , rr f: -G : tx v - C- Sdrt llntar- teurer ift alS in Hamburg. Erfreulich ist, daß jetzt den Unter» beamten der Post weitere KoalitwnSfreiheit gegeben ist. Jlun hat der Oberrcichsanwalt in einem amtlichen Schreiben bezufilich deS Abg. Dr. Liebknecht von „dem" Liebknecht gesprochen. Das ist doch eine ganz ungehörige Art, wie man sie vielleicht im Verkehr mit Dirnen und Zuhältern anwenden kann. Dr. Liebknecht hat nach dem Urteil deS höchsten Gericht- nichts Unehrenhaftes getan. (Sehr richtig! links. ) Er sollte auch von der Erfüllung seiner staatsbürgerlichen Pflicht nicht zuruckgehalten werden. (Sehr richtig! links.) Gegen die Gefahr,, die von den Syndikaten droht, muß die Regierung auf der Hut sein. Erfreulich ist, daß Beginn ihrer Laufbahn in die Lage versetzt werden, eine Familie zu ernähren. Tie Vorlage zeigt noch viele Härten, die wir beseitigen müticn. Volle Zufriedenheit werden wir ja nie erreichen, denn das ist eine Blume, die in einem Kulturstaat nur sehr selten blüht. (Beifall rechts.) Abg. Dr. Heckscher (Fr. Vg.): Die Forderungen der Beamten sind durchaus nicht ungebührlich, sie sind sehr maßvoll. Ein Wettlauf um die Gunst der Beamten wcrkLgercchtsame, die ursprünglich der deutschen uowniaigcj u schäft für Sudwestajrila geuuiien und bei der ^imbung [ut bie Werterhöhung ihres Grundbesitzes durch ^en Dahnbau Luderiy bucht—Keetmanshoop in den Besitz des Diskus gelangten. Unmittelbar nach den ersten Nachrichten über dw Fundigkeit von Diamanten hat das Gouvernement in diesem Schursgewet erhebliche Felder abstecken lassen. Außerdem könnten ia auch wir die sehr gute Möglichkeit zu einer Verbesserung der ganzen des Schutzgebietes benutzen. Neben diesen rem s.AaU'An Interessen spricht auch ein gewisses Interesse deö heimischen Gewerbes mit _ — . - r. . , > . _ . .. AvilAW irr #111 HOC* 11 TI 11 1(1 11 ( der Staatssekretär die Gewerkschaften in ihrer Entwicklung nicht hemmen will. Freilich die gelben Gewerkschaften sind ein Krebs- schaden. Hoffentlich wird im Reichsamt des Innern die alte Tradition hochgehalten. Dringend des staatlichen Schutzes bedürfen die Schauspieler und S ck a u s p i e l e'r i n n e n , die den Direktoren gegenüber nahezu rechtlos sind. Die Fertigstellung des Weißbuches über Marokko muß möglichst beschleunigt werden. DaS Preßbureau des Auswärtigen Amts braucht nicht erweitert zu werden. Es sollte aber nur Material liefern, keine Anschauungen. Der Staats- fefretär will eine Reform des Auswärtigen Amts vornehmen. Er scheint aber zu viel Gewicht auf Aeußerlichkeiten zu legen. Auf wichtige Posten sollte man tüchtige Kerle mit offenem, klarem Blick schicken und nicht viel nach Vermögen, Herkunft und Gramen fragen. (Beifall links.) Abg. Erzberger (Zentr.): Hier wird von offizieller Seite erklärt: Wir stehen treu auf feiten Oesterreichs! Recht sonderbar berührt eS, daß die Linke die Unterstützung Oesterreichs von gewissen Bedingungen abhängig machen will. Wir verstehen es auch nicht, wie ein Blatt wie die „Frankfurter Zeitung", die als Leibblatt des Kanzler» gilt, eine Politik gegen Oesterreich unterstützen kann. Wie leicht kann man uns da den Vorwurf einer doppelzüngigen Politik machen. Ter Reichskanzler hat der Behauptung widersprochen, daß er nicht sogleich auf feiten Oesterreichs getreten fei. Ich erinnere aber daran, daß offiziöse Blätter wie die „Nordd. Allg. Ztg." und die „Kölnische Zeitung" zuerst auffallend kühl und fast feindlich gegen Oesterreich waren. Wir haben aber durchaus keine Veran- lassung, Oesterreich Schwierigkeiten zu bereiten. In Frankreich nicht erlassen, weil ich niemanden zwingen kann, die Sterne, die er gegen bares Geld gekauft hat, an einem bestimmten Orte schien fen zu lassen. Wenn wir aber die nötigen Anstalten treffen, um den Diamantenhandel soweit möglich deutschen Händen zu überweisen, hoffen wir, daß auch das deutsche Gewerbe etwas davon haben wird. Ich habe bereits früher ausgesprochen, daß ,ch in Sacken der fiolonialpolitiZ bie Sozialoemo- (ratic für schlecht beraten halte und glaube mich in dieser Auftaffuna wieder bestärkt zu keben durch die Aeubenm" des Abg. Scheidemann. Ich werde mich jederzeit freuen, wenn ich der deutschen Industrie einen neuen teilte ci>6ßege.i|mnb. eine neue Arbeitsgelegenheit schaffen kann. Außerdem leitet mich bei der Betrachtung der Diamantenfunde ein gesunder fiskalischer Egoismus. (Vergnügter BeimN, heilere Bewegung.) Abg. Singer (Soz.): Hoffentlich machen wir mit den Diamanten nicht dieselben Erfahrungen wie mit dem ostafrikanischen Golde. Nach seiner SvarsamkeitSlheorie wird der Reichskanzler nun wohl ein A u 5 , nahmegesetz gegen den TiamantenluruS er-assen. (Heiterkeit) Wenn man dem Staatssekretär die Diamanten, die er auf der Straße gefunden hat, nur nicht etwa absichtlich hin- gelegt bat. (Heiterkeit.) Man muß immer wieder an die be- rühmten Sattelferne denken. (Erneute Heiterkeit.) Tie Treue zu Oesterreick mag ja em ganz schönes Ding-sein, aber die deutschen Interessen dürfen dabei nickt vernachlässigt werden. Der Reichskanzler sollte energisch dafür em» treten, daß Oesterreich nickt etwa den Frieden stört. (Bciwll b b. Soz.) ES darf fein Bündnis mit unS nicht dazu benutzen, uns'wegen Bosnien und bet Herzegowina in einen Krieg zu verwickeln, der schließlich zu einem Weltkrieg e wer» den muß. (Sehr rickt-g! b. b. Soz.) Wir wollen keine Kabinetts., sondern eine Volkspolitik. Fürst Bülow macht nur gute Miene zum bösen Spiel. Tie Casablanca-Affäre hat nickt burdi deutsche Vernunft, sondern durch französische Vernunft einen leidlichen AuSgang erfahren. Den Hetzereien der „Teutfchen Marokko-Korrespondenz" sollte der Reichstag endlich ein Ende machen. Bei seinem letzten Besuch in Oesterreich soll unser Kai,er dem österreichischen Herrsckjcr Soldaten für den Fall eines Krieges angeboten haben. (Hört! Hört! b. d. Soz.) Ich halte das gar nicht für unmöglich. Vielleicht stellen wir auch der Turke, ein Armeekorps zur Verfügung. Fürst Bülow will keine Neben- strömungen dulden. Vorsicktig-rwe-fe bat er nicht von Oberström nngen gesprochen. (Sehr richtig! b. d. Soz.) Er hat uns oergeroorfen daß wir keine Vaterlandsliebe hätten. Niemand vertritt aber die Interessen de- deutschen Volke? besser als w'r. (Sehr richtig! b. d. Soz.) Wir machen auf die Fehler unserer Politik aufmerksamt das sind nickt die wahren Patrioten, dm olle Ungeschicklichkeiten und Tummheiten ohne Tadel binnehmen. Wir haben den wahren Patriotismus, die anderen pflegen den Afterpatnotismus, der in Byzantinismus umschlägt. (Sehr richtig! b. d. Soz.) _ , .. , Die Herren für die auswärtigen Angelegenheiten sorgen rur inländischen Humor. Sie lösen mit ihren Reden nur humoristische Stimmungen auS. Herr v. Schoen machte die sensationelle Mitteilung, daß Teutschland dem Sultan zum Um- ickwung der Tinge zuerst gratuliert habe. Hoffentlich sind bie Türken auch gleich bei der Hand, wenn bei unS eine Aenderung der Zustände cinlritt (Heiterkeit.) Den Gipfelpunkt deS ncnori CDfH CHI uciunun.. , herauszufinden. Ter Redner bekämpft die jetzige Handhabung deS V e r e i n s g e s e tz e L , die den Zusagen des Staats,ekretarS widerspreche. Tie Lerloppelung der BefoldungSvorlage m't btr RcichSfinanzreform erschwert ihre Veravjchiedung erheblich. Ter Redner tritt vor allem für die Untecbcamten em. Abg. KulerSki (Pole): Wir glauben nicht an das Lied von der Sparsamkeit weil wir in den polnischen Landeölcilen überall den Luxusi deS 8i3fu8 [eben, die glänzenden Paläste für die Behörden. Eine Finanz katastrophe war unausbleiblich. TaS allseitige Mihtraue»! gegen Deutschland ist so groß, weil daS reaktionäre Preußen ,m xeut scheu Reiche bie erste Geige spielt. kommen doppelzüngige Interviews. Wenn Te.itjchland nur bie Macht hatte, so wurde es heute noch sich an die A u s t e i l u n g O e st e r r n ch S machen. iLeiterleii.) Utacb dein Fürsten Bulow hindert unS nur unjere geographische Lage daran, Teile der Türkei zu annektieren. ^Heiterkeit.) Was sollen denn unsere Nachbarn dazu jagen, sie müssen doch fürchten, jeden Augenblick von Deutichland überfallen zu werden. «Erneute Heiterkeit.) Auch un ere mnere Politik hat Fiasko gemacht. Der Staatssekretär hat daher versucht, anderswo Lorbeeren zu sammeln, auf dem Gebiete der Handhabung deS VereinSrechtes. Er hat alle unsere Illusionen auf eine-soz .aI.. politische Aera zerstört. Mit dem Grasen Posadowsky waren wir besser ausgckommen. Ucberall zeigt sich, daß bie Grundlage der ,preu - ßischen Politik die Gewalt ist. Wir Polen leben in einer Hölle Das verdanken wir der preußischen Regierung, die die Machtmittel deS Reiches mißbraucht. «eigr mir. wie sehr zeitgemäß ,mb. (Heiterkeit.) Das Leit- motlb"be?"^)iomantcnbcbatte “bat- man einer Sanfettrebe entnommen, die ich in bet beutscken Kokomalgesellschart gehalten habe. Ich habe dort gesagt, daß die Diamantenfunde m Luderitz- dbbudit betragen die Koten der Gewinnung der Steine unge- fähr 5 Mk. pro Karat. Wenn auch im übrigen Südafrika wert, vollere Steine Vorkommen als gerade in Lüdentzbucht. so sind doch hier bie Gewinnungskosten ungemein viel niedriger; ocmn fördern, die dem Deutschen Reiche feindlich gesinnt sind. L.aß die polnischen gewerkschaftlichen Versammlungen ein solche Z>el haben, wird niemand behaupten wollen. (Sehr richtig! im Zeiur.) Unsere a u s w ä r t i g e P o l i t i k hat uns dahin ge- führt, daß wir einsam und allein stehen. Warum wird der Aus- schuß für auswärtige Angelegenheiten nickt öfters cinberufcn. Die englische Freundschaft für Frankreich darf nicht übersckatzt werden. Der russische Minister Iswolsky hat jetzt ,eine Batterien anders aufgestellt, aber einen Nutzen au5 der Bauantrife wird er nicht ziehen. Die Exzesse in Prag bedauern auch wir. Die Schuld liegt aber auf beiden Seiten. Italien muß am Dreibund lebhaftes Interesse haben, denn eS erspart dadurch erheblicke militäri-rfie Kräfte. Wir dürfen uns aber nickt darüber hinwegtäusckcn. daß man im Auslande gegen unsere auswärtige Politik Mißtrauen hegt. Hier muß Wandel geschaffen werden. (Beifall tm Zentr.) Staatssekretär Ternbvrg: Ich möchte Ihnen etwas nähere Auskunft ^geben über die Diamantenfunde in der Nähe von Lüderitzbucht, da sie bas allgemeine Interesse in Anspruch nehmen. (Abg. Singer : Dorlegen!) In der Bubgetkommission, Herr Singer, werbe ich Ihnen soviel Steine vorlegen, daß Sie Ihre Freude, daran haben werden. (Heiterkeit.) Man hat es so hingestellt. als ob zu dem Gouvernement in Ostafrika kein Vertrauen von feiten der deutschen Bevölkerung bestehe. Wir hatten uns im vorigen Lahre mit einer Petition hierüber zu beschäftigen. Tie Kommission und das Plenum ist über diese Petition zur Tagesordnung über, gegangen, nachdem es sich ausdrücklich und einstimmig auf die Politik bereinigt hatte, welche ich vorzuschlagcn damals die Ebre gehabt habe. Ter Kampf, der nunmehr geführt wird, ist also kein Kampf mehr gegen das Gouvernement in Ostasrika, sondern ein Kamps gegen eine Politik des deutschen Reichstags. Neue Tatsachen sind nicht borgebraefit worden, sodaß ich gar feinen Grund habe, meine damalige Stellungnahme zu ändern. Im Gegenieil, das letzte Jahr hat uns nicht nur den Frieden in Ostasrika erhalten, sondern uns auch eine erhöhte Prosperität gebracht. Ich habe keinerlei Klagen gegen das Gouvernement gehört. Im Finanzwesen ist Ordnung. Man hat davon gesprochen, daß in Lstairila in früheren Zeiten die Rechnungen dock nickt so gewesen wären, wie man cs gewünscht hätte. Wir haben dies von dieser Stelle nickt in Abrede stellen können. Ja. wenn man mit alten Zöpfen, mit Bevorzugungen, mit unberechtigten Vorteilen bricht. Dann bekommt man selbstverständlich Feinde, und hier in diesem Falle handelt eö sich um solche, bie ganz besonbcrs in bcr Lage sinb, sehr laut zu schreien. (Heiterkeit.) Aber das muß ich Ihnen sagen, bie Art. wie biefer Kampf geführt wird, ist eine >18 53 p( )is 5g p( )is 5ä p( bis 82 pf bis 8 pf 0 daten bucht viel erheblicher seien, als man bisher erwartet yave. -ta* war damals für den Moment hinreichend, hier werde ich aus. führlicker sein dürfen und müssen. Ich bin, wie Ihnen bekannt sein wird, im letzten Jahre nicht nur in Pretoria, wo jetzt die größte Diamantenmine bcr Welt sich befindet, und fiimoerlch gewesen und habe dort einen Einblick gewonnen in die Produktion und Verwaltung sondern habe auch die neuentdeckten Felder in der Lüderitzbucht besucht. Damals mackte die Angelegenheit noch einen sehr primitiven Eindruck, und ick habe nach meiner Rückkehr nach Deutschland mich >ehr ffeptiick über diese Felder äußern zu müssen geglaubt. Jnzwnckcn ist eine Reibe von Experten, die auch im Tiamant''nw^en eine größere Erfahrung haben, dort gewesen, und jetzt liegt mir ein ganz neuer Bericht vor, erstattet von einem Geologeii, der lange Jahre auch im Tiamantenwesen Südafrikas erfolgreich tätig war Ich werde Ihne, daraus kurz nur das Vorleben, Waich vertreten zu können glaube, während ich die etwas phantastischeren Kombinationen hinter mir bebalte. Nach dem Bericht dürfen wir überzeugt sein, daß wir cs mit einem Objekt v o n bedeutendem Werte zu tun haben. _ Ter Tiamant fin. bet sich in einem Streifen Landes von annähernd 40 Kilometer Länge und wechselnder Breite von 10 Kilometer bis ficrunter zu einigen hundert Metern. Ter Streifen zieht sich von Nord nack Süd. Der Diamant findet sich fast nur in den tiefer gelegenen Partien m den massenhaften Einsenkungen des sehr welligen Terrains. Nach den bisherigen Untersuchungen lagert er n u r Erste Lesung des Etats. (Fünfter Tag.) Die erste Beratung des Etats und der BefoldungSvorlage Wird fortge,etzt. Abg. Dr. Spahn (Zentr.): Ein vorsichtiger Hausvater würde den Etat besser aufgestellt haben. Vor allem würde er verschiedene Posten, die durch Anleihen gedeckt werden sollen, aus den lausenden Einnahmen beglichen haben. Der Etat wirb in der Kommission noch manche Gießener Anzeiger General-Anzeiger für ©berufen in Lüderitzbucht aber hat bcr Wind das Geschäft der Z^klewe- rung schon besorgt; die Diamanten tonnen b o r t ohne weiteres von ber Erde aufgelesen werden, w i e i ch d a s s e l b st g e t a n h a b e. Allgemeine Heiterkeit. ~ ... Soz.) Glauben Sie nur Nicht, daß ich ..-'Geschichte van Alt Baba, ein Märchen aus 1001 Rächt erzähle. Aus dieser ungeheuren Differenz ^on 5 Mk. Produk- honten und 33 Sch.ll.ng Wert meficn s.e den ungeheuren Nutzen, der bei bcr Diamantengewinnung sonst erzielt worden Tie südafrikanischen früheren R publiken, fetzigen Kolonien haben daraus eine außerordentliche Verbesserung ihrer 8'nanzcn g - Wonnen, indem sie GO Proz. des Nettoertrages der Mwen für den Staat in Anspruch genommen haben. (Ausgezeicknetbei d SoaiGlbcmofraten.) Ter scühere Lranje-Frcistaat nahm 40 45ro5. in Südwestniiika besitzt Det FiSkuS teiost um.ungleiche Berg. warfen, daß wir allzu sehr für die Beamten eintreten, daß wir auch einen Beamten in unsere Reihen aufgenommen haben. Herr Wicmer kann sich beruhigen, dadurch verletzen wir die Würde deS Reichstags nickt. (Lebh. Zustimmung im Zemr.) Bei ber Feststellung bcs Wvhnuugsauswandes 'st man sehr ungeschickt borgegangen. Worum hat man lick nickt an bie Behörden gewendet? Wenn man zwischen verheirateten und un- bcrheiratetcn Beamten unterscheiden will, daun muß man aoer auch den Unberheirateten mit eigenem Hausstand den höheren Zuschuß geben. Bei der Festsetzung des Wohnung?»zclbzuschusses sollte vor allem Rücksicht genommen werden auf daS Endgehalt. Die Erklärung des Staatssekretärs über die HandhabungdeS Vereinsrechts hat uns nicht völlig bcfriebiat obgleich bie Freisinnigen sich bannt abgefunben haben. Die jetzige Praxis im Ruhrrevier ft.fit nicht im Einklang mit ber. Versprechungen ber Regierung. (Sehr richtig! im Zentrum.) Der Staats,ckretar hat seinerzeit erklärt, daß auch bie polnische Versammlungsiprachc ' r. . y . , . - r* c ZTI X S. - » S...« X • A NI £ tl f d\T i wünschen einsichtige Leute eine Besserung des Verhältnisses zwischen Frankreich und Deutschland, denn man weiß in Frankreich sehr wohl, daß die Freundschaft zu Rußland zu feuer ist und die Freundschaft zu England nicht besonders vor- teilhaft für Frankreich sein kann. Deutschland sollte daher ruhig den ersten Schritt unternehmen, um diese günstigen Strömungen in Frankreich zu unterstützen. In Frankreich kann diese deutschfreundliche Bewegung nichts unternehmen wegen der fortwährenden Plötzlichkeiten in der deutschen auswärtigen Politik. Es muß aller getan werden, um zu einem besseren Verhältnis zn Frankreich zu kommen. Auf die Kaiserinterviews will ich hier nicht ausführlich eingehen. Ich möchte aber eins hervorhebcn: eS ist bekannt geworden, daß 200 000 Mk. dafür auSgegebcn werden mußten, um die Publikation des Artikels über das amerikanische Interview zu verhindern. Gegenüber dieser Nachricht hat sich der sonst so tätige Dementierapparat ausgeschwiegen. Es wäre interessant, wenn der Staatssekretär hierüber eine ausreichende Auskunft gäbe. Wegen der Intervention des Kaisers in Sachen des Durenkrieges habe ich schon im März auf Grund eines englischen Artikels, der hierüber Ausführliches berichtete, den Staatssekretär befragt. Der Staatssekretär sagte damals, es sei richtig, daß das Manuskript der deutschen Botschaft in London Vorgelegen habe, aber nicht dem Kaiser. Kurz darauf veröffentlichte aber das englische Blatt eine Danknotiz des Kaisers für die Publikation des Artikels. (Lebhaftes Hört, hört!) Sie können sich meine Verwunderung denken, als ich diese Publikation mit der Erklärung des Staatssekretärs zusammenbielt. (Lebh. Zustimmung.) Lch bitte hierüber um eine erschöpfende Auskunft. Wie kann es üoerhaupt Vorkommen, daß ein Staatssekretär bei einer so wichtigen Angelegenheit, wo man zum ersten Mal erfährt, daß der Kaiser im Burenkrieg interveniert hat, eine so unzutreffende Antwort geben konnte? (Sehr richtig! im Zentrum.) Das Auswärtige Amt muß sich der Pr-ffe gegenüber auf Informationen beschränken. Die bisherige Stimmungsmache muß aufhören, c5 darf nicht immer alles in rosa-rosa gemalt und vertuscht werden. Ein Engländer hat mir erklärt, es gäbe nur zwei unabhängige Mütter, den .Vorwärts^ und die „Kölnische Volkszeitung". (Große Heiterkeit.) Recht eigenartig ist das Verfahren, das dem Für st en Philipp Eulenburg gegenüber eingeschlagen wird. Wenn andere Leute krank sind, kamt gehen sie ins Krankenhaus; Fürst Eulenburg war aber so krank, daß er wieder aus dem Krankenhaus heraus mußte. Gegen H a r d e n ist man weniger sanft verfahren, den hat man sogar in seiner Villa im Grünewald aufgesucht. Bei solchen Vorkommnissen muß daß Wort von der Klassenjustiz immer neuen Boden finden. Zurückkommen muß ich noch auf einen hochpolitischen d r a- m a tischen Zwischenfall im Eulenburg - Prozeß. Fürst Eulenburg erklärte: »Ich hatte in München Preußen nicht nur politisch, sondern auch kirchlich zu vertreten. (Hört, hört! im Zentrum.) Mein Lebenlang bin ich ein Vertreter des Gedankens deS protestantischen Kaisertums gewesen. Tas hat mir im Süden viele Feinde gemacht. Ich habe wichtige Verhandlungen im Sinne des protestantischen Kaisertums geführt. Dadurch bin ich dem Klerikalismus und dem bayerischen Partikularismus verhaßt geworden. Vielleicht bin ich eins der Opfer der großen Kaiscr- idee. (Lachen im Zentrum.) Der Klerikaliönnts hat es mir nicht verziehen, daß ich ihn mit der ganzen Energie eines vrotestantischen Norddeutschen bekämpft habe, und aus diesem Milieu heraus mögen diese infamen Verdächtigungen gegen mich entstanden sein. — Ich gehe auf diese Redensarten nicht weiter ein, aber Fürst Eulenburg war auch Botschafter in Wien, wo die Los-von-Rom- Bewegung einsetzte. Ich frage nun den Staatssekretär: Hat tatsächlich ^ein Botschafter des Deutschen Reiches eine solche oder eine ähnliche Instruktion, wie sie Fürst Eulenburg für sich in Anspruch nahm? Der bayerische Ministerpräsident von Pode- wils hat bereits erklärt, daß gegen einen solchen Diplomaten das Disziplinarverfahren eingeleitet werden würde. Was gedenkt nun der Staatssekretär zu tun gegenüber der Art, wie Fürst Eulenburg sein Amt verwaltet hat? Wir wollen eine Antwort! (Beifall im Zentrum.) Ich glaube nicht, daß der Reichskanzler meinte, daß wir, wenn wir in näherer Nachbarschaft zur Türkei leben würden, auch zvgegriffen hätten; aber der Satz kann Mißdeutungen hervor- rufen. Es handelte sich wohl um einen falschen Zungenschlag. Fürst Bülow hat überhaupt die Gewohnheit, mag noch so große Entrüstung herrschen, mag Germania weinen, zu lachen. (Sehr richtig! im Zentr.) Alle seine Reden sind immer, gestimmt auf den Ton: Freut euch des Lebens! (Große .Heiterkeit.) Fürst Bülow fand freundliche Worte über das japanisch-amerikanische Abkommen, Fürst Bülow fand freundliche Worte über das Marokkoabkommen, Fürst Bülow stellte es als nützlich und erwünscht hin, wenn Italien freundliche Beziehungen zu England unterhält. Das ist eine Blütenlese aus den Auslassungen des Reichskanzlers über die wichtigsten internationalen Abkommen im Laufe der letzten 4, 6 Jahre. Beim Herrn Reichskanzler finden wir immer Freude darüber. Er versteht es großartig, als poli- tischer Retouchierkünstler aufsutreten, der alle Unebenheiten aus dem internationalen Gemälde beseitigt und immer zum Ausdruck bringt: die Freude des Deutschen Reiches! (Lebhafte Zustimmung im Zentr.) Ich kann nur sagen, daß in weiten Kreisen des deutschen Volkes nicht dasjenige Vertrauen zu der Leitung unserer auswärtigen Politik vorhanden ist, das die Leiter derselben haben müssen. Wenn man jetzt von der Reorganisation des Auswärtigen Amtes spricht, so darf sich diese nicht darauf beschränken, daß in einem Nachtragsetat sechs oder sieben neue Legationsratsstellen gefordert werden. Der Staatssekretär des Auswärtigen hat wiederholt von einer kaiserlichen Regierung gesprochen. Dieser Ausdruck ist nicht statthaft. (Zustimmung.) Eine kaiserliche Regierung haben wir nur in Elsaß-Lorhringen, nicht in Berlin, hier haben wir Bundesrat und verbündete Regierungen. Ich mache Herrn b. Schoen keinen Vorwurf, e5 ist das ein Sprachgebrauch aus seinem ausländischen Aufenthalt, aber im Interesse der Reichsverfassung haben wir dagegen zu protestieren, daß der Ausdruck wiederholt in diesem Hause gefallen ist, und ich wundere mich, daß nicht von feiten des Bundesrats dagegen Prorest erhoben ist. Herr b. Schoen möge den Rat des Prinzen Li-dwig von Bayern befolgen: Meine Herren, studieren Sie die Reichs Verfassung! Graf Mielezynski hat vor zwei Jahren einmal bemerkt: Fürst Bülow habe es verstanden, auch aus den Mißerfolgen seines kaiserlichen Herrn noch einen Scheinerfolg herauszuholen. Hat er das auch am 10. und 11. November getan? Ein in politischen Kreisen sehr bekannter Mann hat die Aeußernng getan, daß noch über feinen Monarchen je in einem Parlament so geurteilt worden sei wie am 10. und 11. November. Von anderer Seite ist das Verhalten des Reichskanzlers in jenen Tagen mit den Worten des BlockdichterS beurteilt worden: Der Kn-cht hat erstochen den edlen Herrn, ein Herr wär' er selber geworden gern! Früher war das anders. Da hieß es: ,Der Kaiser hat als Soldat gesprochen und nicht als Diplomat; daß der Diplomat nicht zu kurz komme, dafür werde ich sorgen!" Darauf hat er den Schwarzen Adlerorden be. kommen. Es ist mir nicht bekannt geworden, ob er wegen seiner Rede vom 11 November «um Herzog von Klem-Flottbeck ernannt worden ist. Früher hieß es: ..Der Kaiser verträgt sehr gut Widerspruch an ihm ist nichts Kleinliches; was man ibm auch bori erfen mag, ein Philister r st et n i d) LN Und al? der linwillc der Nationalliberalen 1906 sehr hoch ging, hat er er- klärt: .Das deutsche Volk will leinen Schattenkaiser, will einen Kaiser von Fleisch und Slut* Was ist denn die Wirkung all dieser Ableugnungen und Inschutznahmen? Doch nur die, daß der Kaiser zu der Ueberzeugung kommen mußte, alles was er tut, ist unanfechtbar, alles liegt im Interesse d-S deutschen Volkes, alle srine Handlungen haben die Zustimmung der Nchrbctt des Reichstages. (Sehr richtig!) Da durfte man . sich wahrhaftig nicht wundern, wenn das eingetreten ist, roa» jetzt in weiten Volkskreisen beklagt wird. Der Reichskanzler rrrt sich, wenn er glaubt, daß er die Sozialdemokratie bei der letzten Wahl so sehr unter, gekriegt habe. Cb die Folgen des 11" Noveml er nicht für di? Sozialdemokraten günstig sind, werden ja die nächsten Wahlen bekunden. Immerhin glaube ick, daß Ois Wohl be5 Reiches und des Volkes durch eine solche Politik und em solches Verbalten des verantwortlichen Leiters schweren, vielleicht unheilvollen Schaden erlitten hat. Ganz kurz zum Kolonialetat. Ich nehme an, daß alles, was Herr Dernburg über die Diamanten gesagt hat, nach genauer Prüfung gesagt ist. Wir können uns nur freuen, wenn aus Südwestafrika wirtlich etwas herauszuholen ist. Aber dieser Streifen, in dem die Diamanten gefunden sind, ist durch die Tätigkeit von uns, dem Zentrum, an das Reich gekommen. (Große Heiterkeit) —, ich will damit nicht sagen, daß wir die Diamanten vorausgesehen haben. (Heiterkeit.) Unklar sind aber die berg- rechtlichen Verhältnisse gerade in dem Gebiet. Noch in den Weihnachtsferien sollte die Kommission zusammentreten, um die Vorteile für den FiskuS sicherzustellen, damit nicht eine privilegierte Landgesellschaft den ganzen Vorteil einsteckt. Damit der Kriegsminister nicht glaubt, daß wir mit seiner Sparsamkeit schon völlig zufrieden sind, jetzt nur zwei Punkte: Zunächst die R a t i o n e n f r a ge. Ein kommandieren- der General mit Automobil braucht nicht acht Rationen. (Sehr richtig!) Keine Ration ohne entsprechende Pferde; dabei kann sehr viel gespart werden. Und dann bitte ich den Kriegsminister um eine genaue Spezifikation über den Festungsbaufonds. DaS ist ein ganz verdächtiger Sammelfonds — natürlich vollkommen in den gesetzlichen Schranken, aber ein Dispositiv, auf den alles mögliche gebracht werden kann. Vier Prozent — das wäre ein Million in einem Jahr, können doch unmöglich an Bureaugeldern ausgegeben sein. (Sehr richtig! rechts.) Aber vielleicht ergeben sich überreich ausgestattete Dienstwohnungen. Hoffentlich wird das .Haus die Budgetkommission nicht im Stich lassen. (Beifall im Zentrum.) Staatssekretär v. Schoen: Bei der vorgerückten Zeit möchte ich mich darauf BefcfjränTen, auf einige positive Fragen Auskunft zu erteilen. Der Abg. Erzberger hat es so dargestellt, als ob ich ihm früher eine Auskunft erteilt hätte, die sich als nicht zutreffend hcrausgestellt hatte. DaS Wesentliche in der L>ache ist, zu wissen, ob die Unterredung, weche das betreffende Blatt gebracht hat und welche mit S e. Majestät dem Kaiser stattgefunden haben soll, tatsächlich stattgefunden hat, wie daZ Blatt behauptet. Meine Auskunft, meiere dahin lautete, eine solche Unterteilung habe nicht st a 1t- ge fanden, basierte auf einer amtlichen Auskunft unseres Botschafters in London. Das betreffende Telegramm vom 4. Dezember lautete: „Vor etwa 14 Tagen schickte mir der Herausgeber des „Daily Dispeatch in Manchester" den Wortlaut eines angeblichen Gesprächs zwischen Se. Majestät dem Kaiser und einem hochgestellten Diplomaten. Der Herausgeber drückte die Absicht aus, das Gespräch zu veröffentlichen. Ich zeigte Se. Majestät dem Kaiser das Schriftstück an. Mir wurde bestimmt erklärt daraufhin, eine solche oder ähnliche Unterredung habe nie stattgefunden. (Hört I hört!) Sie werden anerkennen, daß ich nach Inhalt dieses Telegramms keine andere Auskunft geben konnte als diejenige, die idi gegeben habe. Es ist richtig, so viel ich mich entsinne — ich kann im Augenblick das nicht genau feststellen —, daß daL Blatt wiederholt darauf zurückgekommen ist mit der Behauptung, es müsse irgend ein Mißverständnis vorliegen, das Blatt habe das Manuskript der Botschaft vorgelegt, die Botschaft habe Korrekturen darin vorgenommen. Soviel ich mich erinnere, ist das letztere alles richtig. Von der Botschaft ist aber immer wieder der Standpunkt betont worden: der Inhalt ist insofern unridjtig, als eine U n - terhaltung mit S r. Majestät nie stattgefunden hat. Tas ist das wesentliche in dieser Angelegenheit. Damit ist sie, glaube ich, für heute erledigt. Ich will sie noch weiter nachprüfen, und wenn sich Momente finden sollt ’n, die einen Anhalt für die Auffassung des Abg. Erzberger geben, so werde ich darauf zurückkommen. Ferner hat der Abg. Erzberger die bestimmte Frage gestellt, ob dem Fürsten Eulenburg in der Zeit, wo ihm diplomatische Vertretungen in München und Wien übertragen worden waren, Instruktionen in dem Sinne geworden wären, daß er konfessionelle Interessen zu vertreten habe. Diese Annahme kann nicht richtig sein, denn derartige Instruktionen bekommen unsere Vertreter i in Auslande niemals. Sie haben nicht konfessionelle Interessen zu vertreten, sondern politische. (Sehr richtig!» Ich kann natürlich alle Akten nicht im Kopf haben. Aber eS ist ganz unmöglich, daß die Cache sich so verhält, wie der Abg. Erzoerger annimmt. Der Abg. Erzberger hat weiter die bestimmte Frage gestellt, ob mir ein Artikel aus der Feder eines amerikanischen Schriftstellers Hale bekannt geworden sei, und ob aus Reichsmitteln Gelder zur Verfügung gestellt worden wären zur Unterdrückung oder Zurückziehung dieses Artikels. Ich kann auf das Best immte st ever sichern, daß kein Groschen, keine Mark, nichts aus Reichsmitteln zu diesem Zweck e zur Verfügung gestellt worden ist! (Hört! bort und Beifall.) Ich füge noch hinzu, daß nach meiner Kenntnis der Dinge dieser amerikanische Schriftsteller Hale ein früherer Geistlicher, ein naher Freund des Präsidenten Roosevelt, aus eigenem Antriebe, soviel mir bekannt ist, den von ihm geschriebenen Artikel zurückgezogen hat in der Ueberzeugung, daß die Veröffentlichung, die übrigens gänzlich unbedenk- lich gewesen sein soll, in dem Augenblick, wo sie erscheinen sollte, nicht opportun gewesen wäre. Das ist alles, was mir über die Sache bekannt ist. Ich glaube, daß es Ihnen erwünscht sein wird, über M a ■ rokkoangelegcnheiten erst wieder zu sprechen, wenn doS Weißbuch vorliegt. (Lebhafte Zustimmung.) Ebenso sollen wir unS enthalten, noch eingehend über Casablanca zu sprechen, die Sache kommt nächstens vor das Schiedsgericht. Widersprüche bezüglich des Schiedsgerichts zwischen mir und dem französischen Botschafter bestanden nicht. Ich sprach zuerst in einer nichtamtlichen Unterredung mit dem französischen Botschafter und berührte den Gedanken eines Schiedsgerichts, ohne auf Einzelheiten einzugehen. Erst in späteren amtlichen Unterredungen wurde weiter darüber beraten. Die Verhandlungen zogen sich ziemlich lange hin, weil die Informationen noch unvollständig waren. Als wir informiert waren, kamen wir bald zu einer Verständigung. Nun ist dem Auswärtigen Amt der Vorwurf gemacht worden, daß es in einem bestimmten Moment den Aufenthaltsort des Kaisers nicht gewußt habe. Die Sache verhält sich ganz einfach. Der österreichische Botschafter fragte an, wo et dem Kaiser einen Brief seines Monarchen überreichen könnte. Tatsächlich wußten | wir nun ht dieser Stunde nicht, ob der Kaiser noch in Rorntttterü war, oder ob er schon nach Königsberg abgereist war. Eine Anfrage informierte uns, und der Brief gelangte noch rechtzeitig an seinen Bestimmungsort. Herr Erzberger hob den offiziösen Charakter der „Frankfurter Zeitung" hcvor. Das Wort „offiziös" ist dehnbar. Wenn Herr Erzbergcr das ' 3ort in dem Sinne meint, daß die .Frankfurter Zeitung" von bcr Auswärtigen mt in irgend einer Weise abhängig sei, so ?anr »ch nur sagen, daß daß nicht der Fall ist. Wenn sie hier und do'.t einmal einen Artikel bringt, der unseren Anschauungen entspricht, so können wir dafür nur dankbar sein. (Heiterkeit.) Es geschieht auch nicht häufig. Die „Frankfurter Zeitung" würde die erste sein, die dagegen protestieren würde, wenn wir ihr unsere Anschauungen aufdrängen wollten. Uebcr das Weißbuch will ick mir kurz sagen, daß wir uns alle Mühe geben, eL so rasch wie möglich fertigzustellen. ES liegt das aber nicht ganz in unserer Hand, wir brauchen für die Veröffentlichung mancher Schriftstücke auch die Genehmigung, und darüber vergeht einige Zeit, namentlich, wenn Weihnachten heran» kommt. Wir haben jedenfalls den besten Willen, die Dokumente so ralch wie möglich vorzulegen. Ich will dann noch eine Frage beantworten, weil sie bereits wiederholt von zwei sozialdemokratischen Rednern gestellt worden ist. Die Frage, ob in Wien zu kriegerischen oder anderen Zwecken deutsche Soldaten, deutsche Regimenter angeboten worden seien. Diese doppelte Frage kann ich mit einem doppelt unterstrichenen Nein beantworten. (Lebhafter Beifall.) Der Abg. Erzberger hat es auffällig gefunden, daß vom Auswärtigen Amt so oft das Dort „ka iserliche Regierung" gebraucht wird. Nach Art. 11 her Reichsverfassung hat der Kaiser die Pflicht, das Reich völkerrechtlich zu vertreten, und im Namen des Reichs Verträge mit anderen Völkern zu schließen. Durch diese Verfassurrnsbestimmung wird gewährleistet, daß daL Reich in allen äußeren Beziehungen als staatsrechtliche Einheit erscheint. Wir handeln verfassungsmäßig nur korrekt, wenn wir die Befugnis des Kaiser?, das Reich auch nach außen hin völkerrechtlich zu vertreten, auch nach außen hin zur Geltung bringen, indem wir das Wort „kaiserliche Regierung" anwenden. Der Ausdruck ist der gegebene, um den Verkehr mit den anderen Staaten zu regeln. Durchschlagend aber ist, daß dieser Ausdruck sich bereits in dem Frankfurts FriedenLwertrag von 1671 findet. Wenn der Abg. Erzberger sich die Mübe geben wollte, das Reichsgesetzblatt nachzusehen, würde er darin zahl- reiche auch vom Reichstag genehmigte Gesetze finden, in denen der gleiche oder ein gleichbedeutender Ausdruck gebraucht wird, ohne daß jemals der Reichstag daran Anstoß genommen hat. (Lebhafter Beifall rechts und bei den Natl.) Dbg. Ledebour (Soz.)k Herr v. Bethmann-Hollwcg fiat erkört, daß keine der Parteien getäuscht worden fei, die das Gesetz angenommen hätten. In Wahrheit aber sind nach der Erklärung des Abg. Gothein zahl- reiche Mitglieder der freisinnigen Parteien getäuscht worden. (Lachen.) Wenn Sie glauben, durch Ihr Lochen die Blamage der Negierung zu verdecken, so irren S'e sich. (Abg. v. Cerfeen ruft: Wir lachen ja über Sie!) Wenn Sie lachen, daß man sich über solche Praktiken der Negierung erregt, sind Sie nicht mehr wert wie die Regierung selbst. (Abg. v. Cer feen: Das ist sehr schm>-'chelhaftl Heiterkeit.) Es handelt sich um eine gewollte Doppeldeutigkeit des Staatssekretärs. (Unruhe.) Präsident Graf Stolberg: Sie dürfen dem Staatssekretär feine gewollte Doppeldeutigkeit vorwerfen. Dbg. Lebebour (Soz.): Herr v. Bethmann-Hollweg hat sich als Diplomat gezeigt. Er hat skandalöse Dinge getrieben. Präsident Graf Stolberg ruft den Redner zur Ordnung. Abg. Ledebour (Soz.): Aus allen diesen Vorkommnissen ziehen wir den Schluß, daß wir mit aller Kraft danach streben müssen, das jetzige bureaukrctti- sche Regierungssystem zu beseitigen. (Beifall der Soz.), Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg: Auf die persönlichen Angriffe deS Abg. Ledebour lege ich keinen Wert. (Beifall.) Im übrigen hoffe ich, daß das HauS aus meinen vorgestrigen Ausführungen einen anderen Eindruck von den Ab- sichten der Regierung bei der Ausführung des VereinSgesefees be« kommen hat, als der Abg. Ledebour dargelegt hat. (Zustimmung.) Wir sind entschlossen, das Vereinsgesefe mit der vollsten Loyalität auszuführen, alle Versprechungen zu halten, die wir erteilt haben und nachträglich keinerlei Beschränkungen hineinzulegen. Der Dbg. Ledebour hat mir zum Vorwurf gemacht) daß ich vorgestern die Behauptung aufgestellt habe, keine der Parteien, die für das Gesetz gestimmt hätten, sei sich über die Tragweite ihrer Entschließungen' im Unklaren gewesen. Ich habe diese Behauptung aufgestellt auf Grund der Erklärung deS Abg. Wiemer und auf Grund von Erklärungen von feiten der Notionolliberalen. Ob ich berechtigt war, an diese Erklärungen meine Folgerungen zu knüpfen, darüber ist nicht der Abg. Ledebour Richter, sondern es sind diejenigen Parteien darüber Richter, die diese Erklärungen abgegeben haben. Meinen Standvunkt zu der Frage der Gewerkschaften und der polnischen Gewerkschaften habe ich schon früher wiederholt dargelegt. Er geht heute wie damals dahin: es soll allen Gewerkschaften ohne Unterschied freier Spielraum in der Geltendmachung ihrer wirtschaftlichen Interessen gewährleistet werden, und wenn die sogenannten polnischen Gewerkschaften davon ausgeschlossen geblieben sind, so ist dies nur geschehen, weil und soweit sie zur Grundlage ihrer wirtschaftlichen Bestrebungen die Verfolgung national polnischer Zwecke machen. (Zustimmung.) DaS ist mein Standpunkt früher gewesen, das ist mein Standpunkt fieute, und solange diese VorauSsefeimgen zutreffen ivcrden, kann tefi von den Erklärungen, die ich bei der ersien und zweiten Lesung des Vereinsgesetzes abgegeben habe und die ich hiermit wiederholt habe, nicht abgehen. (Beifall.) Abg. Ahlhorn (Fr. Vp.): Ganze Wagenladung en von Lügen sind in der französischen Presse über unser Verhalten in Marokko verbreitet. Das Benehmen der Franzosen war so, als wären sie schon Herren in Marokko. Deutsche Schutzbefohlene wurden ihres Besitzes beraubt und ins Gefängnis geworfen. Französische Soldaten sind in deutsche Häuser eingedrungen, haben unter Hausfriedensbruch Haussuchung gehalten, deutsche Reichsangefiörigc auf der Reise angehalten und mit Revolvern bedroht, d i e deutsche Flagge bespuckt. Wenn die deutsche Reichsregierung sich der deutschen Interessen in Marokko nicht besser annimmt, so muß der deutsche Kaufmann sein Bündel schnüren und dieses zukunftsreiche Land verlieren. Solange noch ein französischer Soldat dort ist, wird Ruhe nicht eintreten. Wir dürfen uns nicht dort herauSekeln lassen; die deutsche Regierung ist nicht entschieden genug. Abg. Dr. Heckschcr (Fr. Vg.) erklärt, daß Ahlhorn unpersönlich gesprochen hat, die Freisinnigen sind mit. bet jetzigen Marottopolitik im ganzen einverstanden und wollen die schwebenden Verhandlungen nicht stören. DaS HauS vertagt sich um 71'. Uhr bis nach Neujahr. G® der altbewährten V OFZUge MAGGI-Wür Nrcnzstcru 11 Feinheit des damit erzielten Wohlgeschmacks, Schutzmarke weil größte Würzekraft u. deshalb J" $iüißfeit In Originalstaschen von 10 Pfg. an. 4- Unbegrenzte Haltbarkeit, UK wenn die D’SF Mau lasse Würze nne in HIRSCH* Qriqinalfläichchen nacl,füllen. brauchen alle Menschen Sdiuhwaren! Doering. DlI/„ 7055 Giessen Krämer. Bahnhofstrasse 58. Bahnhofstrasse 58. F. Schott le Doppeldeutig« Telephon 330 Bahnhofstrasse 010056 Schmidt. 7063) Zigarren und Zigaretten. 7163 Roth in Giessen, Verlag von Emil In meinem Verlage ersa-eint im Lause dieses DtonatS 7064 Pf. ab Weisswein die Flasche v. Wehia! V » & 25- Dameniaschen Poesie- und Postkarten-Albums ♦ Hutnadeln 7U41 sowie Jost Bw/it Tel. 722 Tel. 722 Halle a. 8. inW 14813 7033 mat gezeigt. Er zur Ordnung. 60 70 350 J. Happel, Holzhandlung, Mühlgafsc 30. Rutzkohtrn, Anthraciikohlen, Union - Briketts, Coks, Brennholz, empfiehl: Co., 706.; Warum laufen Sie in der Stadt herum, wenn Sie gute Schuhwaren zu billigen Preisen bei uns kauten können? meisteret einzurelchen. Grogen-Buseck, den 11. Dezember 1908. Großh. Bürgeimeistecci Großen-Bujeck. S ch >v a l b. ______ sonstiges Blenengeräl. Oppenrod, den 10. Dezember 1908. I. A.: Jo HS. Scylund. Elegante Ausführung. Ansicht ohne Kaufzwang gestattet.------ L ndtnplatz 9 Vertrieb von patentierten Neuheiten. empfiehlt die Wein-Niederlage von J. Breanig W eingutsbesitzer. K»rl Jeke*, Marburgerstr Bekanntmachung. Es wird beabsichtigt, auch diemal wieder em Prämiierung ton Dienstboten des Lparkastcbezirks emtretcn zu lassen. Prämien können von 5 zu 5 Jahren solche Diensttoten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Stolt und Logis haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugnis ausweiscn können. Von Vollendung Ler o Dlensljahrc kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dienstaustrilt durch Einberufung zum M.litär, durch Auflösung des Haushalts oder durch -Sründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche mach diesen Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, alifgefordert, sich unter Vorlage der Dienst, tücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung, joioie eines etwaigen Sparkassenbuchs (die Angabe der Nummer Les BuchS genügt ebenfalls) bei unserer Kaste oder der Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 31. Dezember L IS. zu melden. Gießen, den 10. Dezember 1908. Bezirksiparkaste Gießen. Bekaesttriuirchnllk» Der Voranschlag der Gemeinde Lollar pro 1909 Nj. liegt vom 15. d. Mts. ab acht Tage lang auf hiesiger Bürgermeisterei während der Geschäftsslundcn zur Einsicht der Jnterestenlen offen. Lollar am 11. Dezember 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. aus Hessen und der Mark. Von Dr. Otto Böckel. "/„ 15 Bogcn, cleg. drosch. Mk. 1.60 — elcg. geb. Mk. 2 — Eine sinnige, recht poetische literarische Festgabe, welche durch ihre Gemlllsliese jeden Leser erquiclen wird, (im -öuö wert und würdig in jeder Bolksbiblivthct veriretcn zu sein. - Weisse LZLZ Kote Tischweine. Portwein. Srnnoe, Mdlaxa, Blutwcin, Corfu und Valencia kaufen Sie nur naturrein in ganzen und halben Flaschen bei Job. Seibel, Ludwigsplatz. Giessen, Seltersweg 2. Bad-Nanheim. Submission = ans Grubenholz. — Das in den Waldungen der Gemeinde Großcn-Buseck in ben Distrikten ^lltcberg und Ocleberg lagernde Grubenholz, 595 Kicsern-Stämme von 12 bis 24 cm Durchm.-129,15 Fm. soll im SubulisnonSwege vergeben werden und sind Angebote hierauf verschlossen und mit entsprechender Aufschrift dis zum 19. d. Mts. mittags 1 Uhr bei dec unterzeichneten Bürger- Bekanntmachung. Das städtische Tiesbauamt ist wegen Umzugs am nächsten Montag und Dienstag, den 14. und 15. Dezember, geschlossen. Von Mittwoch, 16. Dezember ob befinden sich die Diensträume des Tiefbauamts im Hause Astcrweg S. Gießen, den 10. Dezember 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei. Mecum. Praktische Haushaltungs-Gegenstände. Einheitspreis i 1 Elegant und preiswert. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gtmemde Ober-Bessingen für das Jahr 1909 liegt vom 16. d. Mts. acht Tage lang auf dem Bürgermelsterel-Büreau zur Einsicht der Jnterestenlen offen. Ober-Bessingen, am 11. Dezember 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Kühn. 7061 M im tarnen iw Reich g Meit eriieinl 1 toit bit Desua. dolkrrMich zu y. tnbem wir Ausdruck lt ben anbe. ist, bast 'snebensdertraa d'e Müde geben er barin zahl, l'nben, in denen gebraucht wirb, immen hat. (2eb. Bilder werd, erat u. billixr elngeraluD1 B. Schert Wwe. Löweimassc 5 a. Große loswabl io Bilderleisleo ZE tnJ . '° ® heutig eben jfl* w« Otttt ich AeuM.___. WeinhandfuEig und Weinstuben empfiehlt für kommendes Fest: :: Fluschen-AI trappen und PrUNcntkörbchcn .: mit beliebigen Füllungen. Reinen gut bekömmlichen WcIbs- und Rotwein in Flaschen und Gebinden. Sff- Bei Abnahme von 10 Flaschen Preisermäßigung. ~VO. Champagner. Südweinc, Kognak, Rum, Arac. -----■ FuDRchesscnzen, feinere Liköre. == >.K'! 1. b°n br A !nb ktte WÄ "*Äfe 'd-°T°Lch ZL VfTn°6et ?■’ ^utschx ien- Dies .^peltun. MEtt B-ifaY •V°m Auswär. Kais t & Earamclleu. 5500 not. befiL Zei.gnihe verbürgen die iichere SuiiUuna bet Verfteigernng. Freitag, den 18. Dezember von 9% Uhr an werden au? dem littachlaß deS Heinrich Schlund in Oppenrod versteigert: Erstens: Werkzeug, eine gute, starke, leichlgehende Drehbank, eine Kreissäge mit Fußbetrieb, eine Hobelbank, mehrere Sägen, Hobel, Bohrer, Schmtzmester, Meisel und noch anderes Werkzeug, sowie eine große Quantität Werkholz für Schreiner, Küfer, Wagner und Dreher geeignet. Zweitens, kommen fünf bis sechs Bienenvölker, einige leere Stöcke und Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Siembach pro 1909 liegt vom 14. d. Alts, an acht Tage lang auf dem Bürgirmeister- Bureau zur Einsicht dec Interessenten offen. Steinbach, am 11. Dezember 1908. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. • ben Schluß, daß chige buceaulrA er Soz.), eg: ur lege ich feinen M auL mt'mto rei W bin N>' Lcuin^hche? bt« it. ! Zustimmung.) dollsten Loyalität mir erteilt haben zulcgen. Ter Abg. ich vorgestern die die für das Getctz er Entichließuiigcn jnq aufgestellt auf jf Grund von Erich berechtigt war, lüvfen, darüber ist ch diejenigen Par, abgegeben haben. » *nn WJ* fie i- Ä*“ Llrheitsvergebung. Folgende bei Erbauung cmer Konzerthalle zu B a d - Nauheim vorkommenden Schreinerarbeiten und Schlosser- arbeiten deS inneren Ausbaues werden hiermit auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben: 1. Lchrcinerarbeitcu: Los I: 4 Eingangstüren, 29 innere Türen, 40 qm Holzzwijchenwände mit Türen. Los II: 1 Emgangstüce, 20 innere Türen, 93 qm Pitoh-pins-Fuß- boden, 103 qm schwedischer Rlcmenfugooden, 91 m Fuß- focfel. Los 111: 40 Stufen der Treppen m die Tachräume, 46 Stufen der Treppe zur Wohnung. 2. Schlosserarbeitcu (Anschlagarbeiten). LoS I: 4 Ein- aangstüren, 40 innere Türen. Los II: 20 Türen. 5. Kuustschlofferarbeitcn: 19 m schmiedeeisernes Ge- fänber der Haupttreppen, 16 m schmiedeeisernes Geländer der Nebentreppen. Pläne, Bedingungen und Arbeitsbeichreibungen können auf unserem Amt emgesehen werden, letztere werden gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben (nicht versandt). _ Angebote sind verschlossen, porto- und besteUgcldfrei mit entsprechender Llufschrift versehen längstens bis zum 19. Dezember d. Zs., vormittags 11 Uhr bei der unter- zeichneten Behörde emzureichen, worauf deren Eröffming im Beiiein etwa erschienener Beiverber stattfindet. Zuschlagsfrili 14 Tage. Bad-Nauheim, ben 9. Dezember 1908. Baubehörde für die Neubauten in Bad-Nauheim Einmal nur machen Sie einen Versuch mit dem echten Inhoffens Büren- Kaffee. Ich weiss, er schmeckt Ihnen so gut, dass Sie ihn immer wieder kauten. Preise 60, 03, 65, 70, 75, 80, 85, 90, 95 Ptg. das Vs Pfund-Paket überall käuflich ’/„ Rotwein „ Sekt „ jiüei äkusteesreiz bT'" wirken Mcnttwl-Euc.-Boubons „BonuS", Paket 30 Pw. sofort lindernd und erfrischend! Hirich-ltvotlickc, s>rankiurter Str. 4. eine bet Parteien nen Höllen, fin bsi. Goihein zahl, eläuscht worben. ■ bie Blamage bet v. Lnhen ruft: mH man sich über chl mehr wert wie Hr schm^ckelhaftl llte Toppe!- tzkiWU'8 LlKNÄL WiÜhoimgnesWeihoa^itsgeschenk für jede Hausfrau ist der zusammcnlcabarc usriversatftäuder Hch?sÄ«) zum Trocknen der Wäsche im Zimmer, zur Aufdewahrima von Speisen und strüchten in Speise, ammer und Steller. OJ.ScMI Inh. Erich Beyer 8 Neustadt 8 gibt auf [7057 ührßii M Soldwaren 10% Haisatt bis ____24. Dezember. Empfehle neue Zöpfe von 3.50 DiL an. Zöpfe werden nuffietubeitet Zöpfe werden neiarbt. Zöpfe in seltenen Warben. Zöpfe m flrau und weiß' Zöpfe werden von auoflefämmten Haaren anflcieniflt 11929 Touve u. Scheitel nach Maß bei ISeinrickn Tichy, SveLialaeschüst in Haararbeiten, Selterowea 43, Ecke der t^oerhestr. Pr-diislhcs WuhMihispstzrill für jeden Herrn ist der unentbehrliche Kosinöügier„Kausfreuird"^zog| Mr eine einmalifle Ausflabe von Mk. 3.50 hat man stelS eine aebügelie, faeonierte Hose. — Stein Bügeleisen nötig. •tf»- Ansicht ist ohne Staufzwang ocitattct. "Ml Vertrieb von patentierten Neuheiten 010057 Lindcnplatz 9. Heiferkeit,^atarrb,Keuckhusteu Batet "4.0 '4rfg., Loie 50 Psg. Siaiiec’ö Bruu-Ertrakt Slafcho 90 Pfg. Bu haben in Gießen bei: Georg Wallenfels. ^iarktplatz LI; Auguit Wallenfels, Alarltpl. 17, Teles. 262; G. TorbWalltorjtr. 4ö, Vubiö. Steinhäuser, Aeuenbäue 17 u. Seltersweg 27; H. Dornberger; -priv. 'Peliimi-Avoth.; I. Bevvter in Langgöns; Aug. Seibert und Heinrich tiünimel in Wieseck. ID7/U Klöppilivarcn aller Art Spitzen^ Einsätze, Dreiecke, Tiicoläuscr, Hemdeupafse, Decken» Taschentücher, «bal>? empfiehlt 16989 zu billigen Preisen Frau Schmitt Teufelslustgärtchen 26. SOU das Publikum beim Einkauf ihrer Weihnachts-Geschenke sein. Wen heutigen Zeit Rechnung tragend, ist es zu empfehlen als .. Gegenstände der Bekleidungsbranche zu kaufen. Als taiita WM emptie ■ Grössen K ÄLs und hrpnlenle Herren. Bahnhofstrasse Ecke Mk. 28 Mk. 28 Mk. 3.50,5,8,7 Mk. 12,14,16 Mk. 25,30 60 Mk. 4,6,8 Ms 18 Mk. 4.50,6,8 Mk. 5,8,12,20 Zu diesem Zweck offeriere: Elegante Paletots Elegante Ulster..... I..... Elegante Fantasie-Westen Elegante Hera-Capes Elegante Herren-Anzüge ....... Elegante Beinkleider Elegante Knahen-Anzüge Elegante Hans- und Spoit-Joppe.... u. höher