Mittwoch 18. März 1908 Zweites Blatt 158. Jahrgang Nr. 66 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. m des paph (Leb- Linie Kt SV. .k Die „Siebener KamilienblStter" werden dem ,An-etger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Areirblatt fßr den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seilfragen" erscheinen monatlich zweimal. S| Rotationsdruck und Verlag der Brüh Aschen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Hafter Beifall.) Abg. Ulrich sucht seine Bemerkungen über die Gendarmerie-- erlasse zu rechtfertigen uitb betont, er stelle fest, daß der Minister den Beamten verbieten wolle, sich mit ihren Beschwerden an die Abgeordneten zu wenden. Das entspreche nicht dem Petitions- recht. (Zurufe: Sich nur an die Sozialdemokratie zu wenden!- Auch das sei ihm angenehm feftzustellen, er werde seine Gewährsmänner nicht nennen, um sie nicht der Gefahr des „Fliegens" auszusehen. Die Sozialdemokratie bringe durchaus nicht altes hier vor, was ihr zugetragcn werde, sondern tue dies erst nacy genauer Prüfung des Materials. Abg. Dr. O s a n n erklärt es unter allen Umständen für verwerflich und unzulässig, daß sich Beamte und namentlich Po- lizeibeamte au die sozialdemokratischen Abgeordneten wenden. (Lebhafter Beifall und Widerspruch.) Sie seien doch in erster Linie von ihrer Behörde abhängig und schließlich von der Volksver- tretung im ganzen. (Abg. Fulda, der den Redner fortgesetzt zu unterbrechen sich bemüht, hat sich inzwischen direkt neben dem Redner postiert und ruft, als ihm dieser sagt: Ich spreche aber doch so laut, daß Cie mich auch von ihrem Platz aus hören können: Das geht Sie gar nichts an, ich kann doch stehen, wo Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: 112. Tel.-AdruAnzeigerGießen. »Mert eM. Kaiser Lils M Miiüliclml raalplätze 60 raalplave 80 Ä ng oon E.Chaliö ; rrbaltkn 8arw aojmanu Tut Lkrciuc bei üra Uhr. Bei Fortsetzung der Speziald batte über den Etat hessische Zweite Kammer. Darmstadt, 17. März. Dm Ministertisch: Finanzminister Gnauth, Minister Innern Braun, Geh. Rat Freih. v. Biegeleben. lverden die Kapitel des Mimsteriums, Zentralverwaltung, 23—29, und zwar: Ministerllim, Persönliche Ausgaben 256 260 Alk., sachliche Ausgaben 27 000 r.'ü, wrner Allgemeiner Fonds für Ber- tretungs- und Aushilsskoslen 80 000 Alk., Regiertmgs- und Reichs- gesetzblalt, Portogevühren, Hausvcrwallting rc. genehmig!. Bei Kap. 30: Pr^vinzialdirektlonen und Kreis- ä m ter, Einnahme 318 800 Alk., Ausgabe 863 265 Alk., bemerkt Geh. Rat Frhr. v. B i c g c l e b e n, in betreff der Wünsche des Abg. Dr. Gläjsing über die Revision der Bauordnung sei er cbenialls der Meinung, daß dieBehörde durch Bagatellsachen zu sehr belastet werde. Daran trügen die zu sehr spezialiperlen Bauvorschriften der einzelnen Gemelnden schuld. Die Errichtung einer mittleren Zentralstelle zur Prüsung der Dispense sei nicht zu empfehlen, auch md)t die Ueberiragung auf die Krewämler oder Provinzialbehördcii. Tas einzige Alittel zur Abhilfe sei, mehr Ausnahmen von den Baupollzeivorschristen zu gestalten. Die Revision der allgemeiiien Bauordnung sei vom Alinisierlum in Angriff genommen worden. Äbg. Breidenbach ersucht unt einen Bescheid der Regierung m betreff der "Angelegenheit der Gemeinde Rödgen, worauf Minister Brau n erklärt, daß er nach Eingang des treisamt- lichen Berichts darauf zurüclkommen werde. Tie Abgg. Ulrich, Diehl, Al o l 1 h a n und Reinhart bringen Wünsche bezüglich der Geometer und der Schreibgehilsen vor. , -- Lclteröweg'» jnö Länder, LA ischc Silber iowii acht. das Beste! ncuchcn Silber, für Erwachse»« iiiicuttuicutbau Ubr abente. lüUbrabcnbS. III. Platz 30 A tzen bie Hälfte, mit den neuen __JOT üch im Aiiserl.W tionfirm.-W b billig aiWi-w ng 8j?br ab-M AeuJ BI-II, c Schlachten- lälde 80 mten r tocimt. bue ^ontuncni 00,000 ’&rionii lktionSDablcaiii ^cnehllnglmg äi .bayr. Holkunsiu uno. ß erneu lhen Lssljiklea. Hin*»"-" ,i siärnHolelEiob^ ffwiüW’* MU— ssischö. da bei M ierc die re .hj-iJt ebenso sleuercrklmM reichgeietzl. vM crretchmsie iy iechtökonsulent SwjUSL jglcrin nimmlöj Lschll't ft. T itzlnrerwegLA^ H fÄlfWÄ te-Ä S°r.Zr»M ich will!) Präsident Haas ruft darauf den Abg. Fulda zum zweiten Male zur Ordnung. Abg. Dr. Osann schließt mit der Bemerkung, daß an den jetzigen Zuständen auch die Slegierung einen Teil der Schuld mittrage, weil sie den Sozialdemokraten gegenüber nicht energisch und entschieden genug aufgetreten sei. Es sei sehr erfreulich, daß sic ihren Standpunkt klar und deutlich gekennzeichnet habe. Er danke der Regierung dafür. (Lebhafte Zustimmung.) Die bürgerlichen Parteien sollten sich bemühen, noch mehr als bisher die Wünsche der Beamten zu vertreten, damit dieselben sehen, daß sie wahrhaftig nicht nötig haben, sich über die Persoil des Großherzogs hinweg an Herrn Ulrich zu wenden. (Lebhafte Zustimmung.) Abg. Adelung fragt beim Mininer an, ob sich Beamte in Zukunft nur nicht an Sozialdemokraten, oder überhaupt nicht an Abgeordnete wenden sollten. Der Redner wirst dein Abg. Osann vor, dieser habe seiner Partei eine uneiirenhafte Handlung unterstellen wollen, wofür er vom Präsid.nten Haas zur Ordnung gerufen wird. Die Sitzung wird darauf um 2 Uhr abgebrochen. Nächste Sitzung heute nachmittag 3 Uhr. N a ch m i t t a g s s i tz u n g. Der 2. Vizepräsident Dr. Schmitt eröffnet die Sitzung um Die Kap. 31-31 werden debattelos angenommen. Bei Kap. 35, Kircher:, Ausgabe 483 221 Mk., wünscht Abg. Wolf eine Verringerung der cvang. P'arreien und tadelt die Beteiligung der Gerstlichen am politischen Wahlkampf. Ganz besonders habe das E i n t r e t e n d c s P f a r r e r s K o r e l l in den Kampf bei den Bauern großen Univillen hervorgeruien. Biele evaug. Piarrer haben zu wenig zu tun und daher verfielen sie darauf, eine verkehrte Politik zu treiben; sie sollten derselben überhaupt fern bleiben. Abg. Orb wiederholt seinen früheren Wunsch, die Kirchensteuer gesondert gu erheben. . Abg. Ulrich erklärt sich zrvar prirrzrpiell gegen das Kapitel Kirchen, tritt aber dem Standpunkt des Abg. Wols hinstchtlich der Nlchlbcteiligmig der Geistlichen an der Politik entgegen. Der Piarrer, der in die Politik ein trete, werde eben auS dem Pfarrer em Politiker. Redner erklärt fidj dagegen, daß auch der zur Kirchensteuer herangezogerr werde, der der bctr. Religionsgemein- schafl nicht mehr angehöre. Kap. 35 wird darauf gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und des Abg. Schönberger angenommen. Bei Kap. 36: LlindeSnmverssial, Einnahme 476 960 Mk., Ausgabe 1 431890 Mk. begründet Abg. Dr. Weber seinen Antrag bezüglich des forstwirtschaftlichen Instituts, wonach die Stelle des außerordentlichen Prosessors rrur auf den Inhaber bewilligt werden soll. Minister B x a u n empfiehlt, dem Ausfchußantrag entsprechend, diesen Antrag für erledigt zu erklären. Abg. Dr. S ch mitt beklagt, daß von Lehrerinnen, die auf der Universität Sludierl machen wollten, das MaturitätSexamen verlangt werde. Redner ersucht, zu beüimmcn, daß diesen Lehrerinnen nur in den Disziplinen em Examerr abgenommen werde, in denen sie noch keiüs bestanden hätten, wie in Mathematik unb allen Sprachen. Geh. Rat Dr. Eis en Huth erklärt sich zu einer Prüfung dieses Vorschlages bereit. Abg. Dr. Gutfleisch bespricht die unzulänglichen Derhalt- mffe an der Ohrenklinik zu Greßerr und teilt mit, daß sich die Sladtverwaltring zu einem Vertrag behuss Verbesserung bereit erklärt habe. Aog. Dr. Osann beleuchtet die rmgünstigen Verhältnisse der .iußerordenllichen Professoren in Gießen und Darmstadt und empfiehlt btingcnb eine Gehali s auf besser ung und Besserstellung ihrer ganzen Position. Tie Regierung habe dies schon beim vorjährigen Emt zugesagt, aber noch nicht ausgeführt. Abg. R e l; ersucht um Auskunft über d c ZeitungSmeldung, baß für bas Forststubium verschärfte Prüfungs-Bestimmungen ein« geführt werben sollten. Abg. Abelung schließt sich dem Wunsche des Dr. Schmitt in. e reff des Lehrcrumenstudmms an der Umversilät an. Abg. Molt Han ist erfreut über das Entgegenkommen der Re -rerring inbetreff der Gießener Ohrenklinik. Minister Braun konstatiert, daß nicht, wie eS im Ausschuß- berid)t heißt, die gegenwärtige Finanzlage au der noch nicht erfolgten Gehaltsverbesserung der außerordentlichen Professoren schuld sei, die. Unterlassung komme vielmehr daher, weil inzwischen mit den anderen Bundesstaaten Verhandlungen über diese Frage angeknüpst wurden, die noch nicht zum Abschluß kamen. In Verbindung damit werde auch die Frage der Freizügigkeit dieser Herren in Erwägung gezogen. Finanzminister Dr. Gnauth envidert auf die Anfrage des Abg. Reh, bie Verfügung in Betreff der Prüfungsverscharümg für öornfluöierenbe habe den Zweck, den Zubrang zum Forststudium abzuschwächen, andererseits ober auch bie Prüflinge zum Studium anzufeuern. Ten Anwärtern, die schlechte Fakultätsprüfungen ab- legten, sage man häufig, daß sie nur geringe Aussicht auf Staats anstellung hätten. 'Abg. B ä h r bringt feinen alten Wunsch zum Vortrag, neben dem Professor Dr. Biermer einen zweiten nalionalökonomischen Professor anderer Richtimg anzustellen. Es habe beim vorjährigen Uiliversitätsjubilätlm peinlich berührt, daß dazu nur bie Mitglieder des Finanzausschusses Einladungen erhallen halten. Minister Braun entgegnet, daß bezüglich der Einlabimgen zu der Universilätsseier genau so verjähren worden sei, wie bei dem Jubiläum in Baden. (Abg. Bähr bemerkt, man hätte das nicht uachahmen sollen.) Abg. Dr. Weber zieht seinen Antrag wieder zurück und bringt dafür einen neuen ein, der dahin geht, der Unioerfitat eine Forstlehranstalt anzugliedcru ober sich an einer anderen süddeutschen Forsllehranstalt zu beteiligen. Bei Kapitel 37, Technische Hochschule, Einnahmen 469 CIO Ml., Ausgaben 758 235 Mk., wendet sich Abg. Dr. Osann gegen bie Lleberfluiung ber Technischen Hochschule durch Auslänber. Er begrüßt es mit Genugtuung, daß in diesem cal)re zum ersten Male die Zahl der hessischen Etlidierenbeii bie der Ausländer übertreffe. Tas bedeute einen erfreulichen Fortschritt für die Hochschule, besonders, weil die Zahl der russischen Studenten sich verminderte, die sich durchaus nicht immer als ein Vorteil für die Hochschule ober für bas öffentliche Leben unserer Stadt erwiesen hätten. Sie hätten beim Schluß des Semesters vielfach ihre materiellen Verpflichtungen nicht erfüllen können, und nicht minder fühlbar hätten sich intime Beziehungen unb Verbind- lichtesten, die Alimentationsverpfüchlungen rc. geltend gemacht. Mu Leuten m Rußland erst Prozesse zu führen, sei eine vergebliche Mühe; wir müßten eben unsere pingen Mädchen vor den russischen Studenten zu bewahren streben. Tie verschärslen Aumahnie- beslimmungeu könne er nur begrüßen. Der Deutsche dürfe nicht zusehen, wie hier im Lande die Kräfte gezüchtet würden, bie ihre deutsche Kenntnis und Wissenschaft auf beut Weltmarkt gegen uns verwendeten. (Beifall.) Abg. Noack erklärt sich dagegen, daß gegen die Ausländer strenge vorgegangen werbe. Es könnte doch auch in finanzieller Hinsicht recht unangenehm empfunden werden, wenn das Gros der Ausländer von Tarmsladt fernbliebe. Tas Kapitel wird darauf genehmigt. Bei Kap. 38, G h m n a f i e n , Realgymnasien usw.^ Einnahme 1 639 922 Mk-, Ausgabe 2 733 883 Mk., ersucht Abg. Pennrich um Austunst darüber, wie sich die Regierung zur Frage der Umwandlung der Realgymnasien in 23oH* gymnasren stelle. Minister Braun entgegnet, die Regierung könne sich zurzeit' noch nicht über eine Vermehrung der höheren Lehranstalten entscheiden. Abg. Diehl führt Klage über die mangelhaften Räume der Realschule zu Alzey, worauf Geh. Rat Dr. E i s e n h u t h erklärt, die Klage sei gerechtfertigt, aber die Stadtverwaltung trage die Hauptschuld daran.. Aus eine Anfrage des Abg. Bähr, warum die landw,' Winterschule in Groß-Umstadt aufgehoben wurde, gibt Geh. Rat Eisen Huth nähere Aufklärung. Kap. 39, Höhere Bürgerschulen, 116036 Mk., wir!» ohne Debatte genehmigt, ebenso Kap. 40, Lehrerseminarien usw. Bei Kap. .41, Volksschulen, Ausgabe 2617040 Ml., beklagt Abg. B e r t b o l d die Verzögerung des Baues der Volksschule in Nauheim. Abg. Reinhart bedauert die ungünstige Lage der israel^ Religionslehrer auf dem Lande. Das Kapitel wird darauf genehmigt. In der um lOVi Uhr vom Geh. Rat Haas eröffneten Sitzung wird die Spezialberatung des Etats beim Hauptkapitel: Ministerium des Innern fortgesetzt. Abg. Hauck macht verschiedene Ausführungen über die Land- wirtschaftskammcr, die namentlich bezüglich ihrer pekuniären Anforderungen vielfach nicht richtig beurteilt werde. Der Redner verlangt dann, daß betreffs der Sonntagsruhe für die Landwirtschaft Ausnahmebestimmungen zugelasfen werden, Ivie das ja auch z. B. für die Wochen vor den Festen für Handel und Gewerbe der Fall sei. Für die Abhaltung von Wahlen am Sonntag könne er sich nicht begeistern. Daun äußert sich Redner noch über die neuen Schulhansbauten und beklagt, daß die Voranschläge für dieselben meist erheblich überschritten werden. Abg. Dr. F r e n a y bespricht den Gesetzentwurf betr. die A'rbeitskammcrn und äußert zwar verschiedene Bedenken gegen einzelne Bestimmungen desselben, meint aber, es sei doch freudig zu begrüßen, daß nach den jahrzehntelangen Erwägungen jetzt endlich als positives Ergebnis ein Entwurf vorgelegt worden ist. Inbetreff der Zwangserziehung verwahrloster Kinder ist Redner der Ansicht, daß die meisten Eltern selber Schuld an der Verwahrlosung ihrer Kinder trügen; es müsse zuerst das Familienleben gehoben werden, bevor man der Verwahrlosung der Kinder erfolgreich entgegentreten könne. Bezüglich der Polizeikosten in den Städten rügt der Redner, daß die vom Staat nur gewährten 10 Proz. Zuschuß auch noch mit für die Ruhegehalte der Po- l^eibeamten verwendet werden. Das sei schon deshalb unzulässig, weil den Städten gesetzmäßig die Verpslichtung obliege, den Polizeimannschaften Ruhegehalte zu zahlen. Bei Besprechung des Versicherungswesens empfiehlt Redner, Vestimmungen zu treffen, daß in Zukunft die Rückzahlung der Jnvaliditätsbeiträge an sich verheiratende Frauen unterbleibt; es würden durchschnittlich nur etwa 38 Mk. zurückbezahlt, eine Summe, die nichts bedeute gegen die großen Vorteile, welche der jungen Frau beim Verbleiben in der Versicherung erwachsen. Abg. Ulrich berührt noch einmal die Frage der sexuellen Aufklärung und meint, daß über die richtige Art dieser Aufklärung noch keine Einigkeit herrsche. Daß eine solche notwendig sei, stehe außer Frage; auch bezüglich der Tuberkulosebekämpfung habe sich die Aufklärung über das Wesen der gefährlichen Krankheit als sehr zweckmäßig erwiesen. Ter Redner weist dann daraus hin, daß er schon im vorigen Jahr auf zwei sog. Scharfmacherbefehle au die Gendarmen hingewiesen habe und dieselben auch von der Regierung als veraltet ober erledigt bezeichnet wurden, trotzdem beständen fie aber heute noch. Der Gendarmerieoberst v. Normann habe seine, des Redners Aeußerungen in der Kammer dazu benutzt, den Gendarmen die Bemerkung zu machen, wer mit den Sozialdemokraten gehe, sei ein Schuft oder Strolch und müsse aus dem Gendarmeriekorps entfernt werden. (Abg. Fulda ruft: Frechheit!) Präsident Haas erklärt diesen Ausdruck für unzulässig und ruft den Abg. Fulda dafür zur Ordnung. (Dr. Fulda ruft: Es ist aber doch so! sUnruhej.) Abg. Ulrich beklagt bann noch die Art und Weise der zahlreichen Versetzungen von Gendarmen, die viele zur Verzweiflung brächten. Wie ihm mitgeteUt würde, hätten sich auch bereits zwei Gendarmen das 'Leben genommen. (???) Redner tadelt weiter die Kostspieligkeit der Uniformen; es sei doch nicht nötig, daß jeder Gendarm fünf Uniformen haben müsse. Abg. Orb wendet sich gegen verschiedene Ausführungen der Vorredner inbetreff seiner Behauptung über das Kinderschutzgesetz; er wisse verschiedene Fälle, in denen Kinder 16—17 Stunden lang mit Nüsseschälen beschäftigt wurden. Die Angelegenheit der Gemeinde Rödgen (Kreis Friedberg) werde er auch beim Titel Kreisämter und überhaupt 'so ost wieder Vorbringen, bis er von der Regierung eine befriedigende Aufklärung erhalten habe. Abg. Haas weist auf die prekäre Geschäftslage der Kammer hin, meint aber im Gegensatz zu der Ansicht des Abg. Dr. Gutfleisch, daß in diesem Landtag sehr toohl noch die Landgemeinde-' und die Städteordnung erledigt werden könnte. Der Ausschuß für die Verwaltungsgesetzrevision habe bereits 33 Sitzungen ab- gehalten, und wenn die beiden Ausschußreserenten ihre einyehendcn Berichte darüber bald fertigstellten und die anderen Mitglieder des Hauses dieselben dann genau studierten, so könnte die Plenar- beratung über die Landgemeinde- und bie Städteordnuug glatt von statten gehen. Betreffs der Kreis- und Provinzialordnung wünscht Redner eine Erweiterung der Kompetenzen der Landbürgermeister, damit die Verwaltung möglichst vereinfacht werde. Das 'Ministerium werde durch unwesentliche Dinge zu sehr in Anspruch genommen. Eine Kritik über die Landwirtschaftskamine', halte er für verfrüht; die Kammer sei vor eine große Reihe wichtiger Ausgaben gestellt und der Vorsstand habe sehr viel Arveit zu bewältigen. Ter Vorstand der Landwirtschaftskammer übe auf die Provinzialvereine irgend eine Beeinflussung nicht aus. Es seien in den Ausschüssen unb Bezirksverbänden etwa 825 Männer beschäftigt. Die Erfolge der Landwirtschaftskammer könnten sich natürlich nicht schon jetzt zeigen und es wäre vollständig verkehrt, schon jetzt mit Vorschlägen zu Reformen zu kommen. Es werde immerhin noch eine Zeit vergehen, ehe die ganze Einrichtung allen Landwirten in Fleisch und Blut übergegangen sei. Der Redner wendet sich daraus zu den vom Abg. Finger gemachten Vorschlägen über Genossenschafts-, Spar- und Dar- lehnskassen. Der Gründung von Kreissparkassen stehe nichts im Wege, besonders könne in dieser Beziehung die Alzeyer Kasse vorbildlich wirken. Auch die Rieder-Mockstäbter Angetegenheit bespricht Redner kurz und die dabei vorgeschlagene bessere Revision. Die Revisionen seien im Reichsverbanb so gut durchgeführt, daß solche Fälle, wie in 'Rieder-Mockstadt, so gut wie ausgeschlossen seien. Es sei unverantwortlich, baß trotz ber zahlreichen Spar- und Darlehnskassen noch immer viele Landwirte ihre Gelder nicht einwandsfreien Personen anvertrauten. So stehe z. B. in Oberhessen ein Geschäftsmann vor großen Zah- lungsichwierigkeiten, bei welchen nicht weniger als 955 Bauern mit 387 000 Mk. als Schuldner beteiligt seien. Gelinge eö nicht, diesen Mann zu halten, so würden eine Menge weiterer Konkurse die Folge sein. Der Redner spricht zum Schluß das Ersuchen aus, dem neuen Institut der Landwirtschastslammer Vertrauen entgegenzubringen; sie werde ohne Frage eine segensreiche Tätigkeit für die Landwirtschaft entfalten. (Beifall.) Abg. Bähr erörtert zunächst gleichfalls bie Tätigkeit der Landwirtschaftstammer und bemerkt, daß cs vcrftüht wäre, schon jetzt daran Uriii'c zu üben. Ec gebe zu, daß der ganze Apparat ellvas umständlich eingerichtet- fei, das sei aber Schuld der Regierung, bie eine andere Gestaltung des Gesetzes nicht zutanen wollte. Wenn man, besonders in Rheinhessen, beklagt, daß viele Landwirte, die biSyer im Landwirtichafcsrat tätig waren, nicht zur Laudwirtschaftslammer gewählt wurden, so beweise das eben, daß man andere Männer haben wollte. Redner beschäftigte sich bann eingehend mit der Frage der Milchrevisionen unb trat besonders für eine staatliche Milchkontrolle ein. Es lei sehr richtig, baß z. B. in Mainz das Ergebnis der Ätilchuntersuchung veröffentlicht werde. Dasselbe empsehle er auch bezüglich anderer Lebensmittel. Redner weist an der Hand statiftisck)en Materials Zeitig ^relU? ßind^ L,0Udius°be^litik je^ ihr Nautiker. :b nach, daß der Fettgehalt der Milch sehr verschiedenartig sei unb zeigt an mehreren Milchfälschungsprozessen in Mainz unb Darm- Ttabt, daß die unteren Polizeiorgane meist gar nicht in der Lage seien, richtige Milchpriisungen vorzunehmen. Schließlich drückt Redner noch dem in den Ruhestand tretenden Landeskulturrat Klaas seinen Tank für die der Provinz Oberhessen geleisteten langjährigen segensreichen Dienste aus. Abg. Dr. Weber geht kurz auf den Fall Schotten ein und spricht dem Abg. Haas Dank dafür aus, daß er sich als Verbandsvorsitzender zur Vtithilfe bereit 'erklärte. Auch der Regierung gebühre Dank für die Unterstützung durch bie Landeshypothekenbank. Abg. Pennrich dankt für die beabsichtigte Ausdehnung der Versichcrungspflicht der Landesbrandversicherung auf Pulvcr- explosionsschäden. Minister Dr. Braun kommt auf die Behauptungen des Abg. Ulrich bctr. der Gendarmerieerlasse zurück. Durch die Dienstordnung vom Jahre 1903 sei eine genaue Abgrenzung der Zuständigkeit zwischen den Befugnissen der Zivil- und Militärbehörden erfolgt, wodurch auch die bisher bestandenen Befehle an die Gendarmerie ungültig wurden. Wenn dieselben noch im Besehlsbuch ständen, so würde hier eine eventl. Abstellung erfolgen. Den Dom Abg. Ulrich angegriffenen Obersten Normann müsse er entschieden in Schutz nehmen. Er halte die ihm vom Abg. Ulrich in den Mund gelegten Steuerungen für vollkommen unglaubwürdig. Der Oberst sei als ein sehr loyaler Mann von durchaus humaner Gesinnung bekannt, und der anonyme Gewährsmann des Herrn Ulrich biete keine Gewähr für die richtige Wiedergabe der bctr. Acußerung. lieber die Bekleidungsfrage seien bisher keine Beschwerden üorgci'ommen, man werde das darüber Borgebrachtc einer Prüsung unterziehen. Tie Versetzung von Gendarmen erfolge niemals ohne Grund, wenn es auch manchmal vorkomme, daß ein Gendarm in eine andere Stellung komme, um sich bezüglich seiner Dieustführung zu er> proben. Der Behauptung des Herrn Ulrich, daß bei dem Selbst mord eines Wachtmeisters in Kastel dessen Versetzung die Vc- anlassung zu dieser Tat gewesen fei, müsse er entschieden widersprechen. Bei der seinerzeit stattgelrabten genauen P-.iisn.ig ’j sestg: stellt Word'N, daß der Grund zum Selbstmord in familiäre-. ■ Verhältnissen lag und der Lctreifriwe lüjon Selbstmordgedan^n i äußerte, bevor überhaupt an eine Versetzung desselben gedacht wurde. Herr Ulrich bezeichnete sich gewissermaßen selber als Instanz, indem er jagte: „Es ist ferner bei mir Beschwerde erhoben worden" usw. Nun sei auch ihrn, dem Minister, erst türzlich wieder ein Gesuch unterbreitet worden, _üt welchem es hieß, man werde sich, wenn das Gesuch keinen Erfolg habe, an den Großherzog wenden unb wenn das noch nichts Helse, so werde man sich an Herrn Ulrich wenden, der werde schon Ordnung schaffen. (Rufe: Hört! hört! Große Heiterkeit.) Er, der M i n i st e r, müsse da Doch erklären, daß ein Gendarm, der so verfährt, sich, abgesehen von der Verletzung des Petitionsrechts, einer schweren Dien st Widrigkeit schuldig macht (Z u st i m m u n g), und wenn er erfahren könnte, wer dieser Gen- oarm sei, so könne er heute schon sagen: Der fliegt! Der fliegt geradeso, wie bei der Sozialdemokratie jeher fliegt, der nicht pariert. (Leb- Die Kap- 42—46 werden ohne wesentliche Debatte angenommen. Bei Kap. 47, Landcsmufcum, Ausgabe 97 710 Mk., wünscht Abg. Noack die Anstellung eines .Künstlers neben dem Kunsthistoriker, sowie die Errichtung von Lehrateliers neben dem Museum. „ „ Abg. Reinhart erklärt den Betrag von 16 000 Mk. für Neuerwerbungen als zu gering; auch sei die Anfertigung eines größeren Katalogs notwendig. Abg. Tr. O sann wünscht eine wesentliche Ausdehnung der Besuchszeit namentlich in Rücksicht auf die Besucher von auswärts und empfiehlt, mehr Anregung.für Stiftungen durch Private zu geben oder sie zur leihweisen Hergabe ihrer Sammlungen zu bewegen. Redner gedenkt dabei besonders der generösen Böcklin- Stiftung des Freiherrn Max v. Hehl. Rach einigen weiteren Ausführungen der Abgg. Noack und Bähr wird das Kapitel bewilligt. Beim Kap. 48, D e n k m a l s p f l e g c, bringt Abg. S t ö p l e r einige Wünsche bezüglich der Stadt Lauterbach vor, worauf Geh. Rat Freih. v. Biegeleben empfiehlt, daß die Gemeinden mehr bei der Denkmalspflege mitwirken möchten. Abg. Reinhart wünscht auch eine größere Beteiligung der Kreisämter. t Abg. R e h ersucht um Auskunft, weshalb der schon im vorigen Jahr in Aussicht gestellte weitere Beitrag für die NestauMerung der Walpurgiskirche in Alsfeld nicht mit angefordert worden sei, worauf „ . .. Geh. Rat Freih. v. Biegeleben erwidert, es sei dies bei den beschränkten Mitteln nicht möglich gewesen. Doch werde es im nächsten Etat geschehen. Die Kav. 49—56 finden ohne Debatte Genehmigung. Beim Kap. Landesirren an st alt Heppenheim bespricht Abg. Hebel die geringe Besoldung der Irrenärzte. Ministerialrat Dr. Weber sagt eine Aufbesserung zunächst für die Assistenzärzte zu; das öttlair für die Oberärzte erscheine deshalb nicht sehr hoch, weil sic sämtlich noch jüngere Beamte zwischen 32—43 Jahre seien. Sowohl dieses, wie die folgenden Kapitel bis Kap. 87 werden nach einigen weiteren Ausführungen der .Abgg. Dr. Osann, Finger, Reinhart u. a. genehmigt. Unter Beifall des Hauses konstatiert der Präsident, daß damit der Etat des Ministeriums des Innern erledigt fei und schließt alsdann die Sitzung um 8 Uhr abends. Nächste Sitzung: Mittwoch früh 9 Uhr. rrniverjrtäts-NachrZchrstir. In Berlin starb am 16. März der Sanskritist und Indologe Professor Dr. Gustav O p v c r l iin 72. Lebensjahre. Er wurde, ein geb. Hamburger, 1866 Assistent an der bodleyanischen Bibliothek in Oxford, spater Unterbibliolhekar an der Blbliothek der Königin Viktoria im Schlosse zu Windsor, 1872 Professor des Sanskrn am Prestdency College Madras. In dieser Stellung verblieb er 21 Jahre lang. 1893 ließ er sich in Berlin nieder, wo er 1895 als Dozent an der Uiliversität für die nichtarischen einheimischen Sprachen Indiens, die sogenannten dravidtschen Sprachen, zugelassen wurde. * Schadenersatzklage gegen d e n M i l i t ä r f i s k u s wegen eines Duells. Einem österreichischen Oberleutnant war nach einem Renkontre, das er im Januar 1905 mit einem Kameraden in Prag hatte, von seinem Vorgesetzten nahegelegr worden, die Sache ritterlich auszutragen. Ter Oberleutnant bat hierauf den Oberst um Nominierung der Kartellträger. Das Duell fand statt. Der Oberleutnant umrbe am rechten Arm so schwer verletzt, daß er als Invalide in bau Ruhestand versetzt wurde. Während er als Oberleutnant 3216 Kroaten Gehalt bezogen hatte, wurde ihm ein Pensionsbezug von 765 llronen und eine Perivnalzulage von 400 Kronen zuerkannt. Er klagte nun gegen die Heeresverwaltung auf Schadenersatz mit der Begründung, die Organe der Heeresverwaltung hätten ihm die Austragung der Ehrenangelegcnhcit in der Form des Duells, das vom Militär- strasgesetz verpönt sei, bei Vernreidung von Schimpf und Schande und bei sonstiger Kassierung anbefohlen. Er beanspruchte ein Schmerzensgeld von 50 000 Kronen, 2800 Kronen Heilungskosten und den vollen Bezug der Gebühren als Oberleutnant. * Die reichste Frau Amerikas. Interessante Mitteilungen über die Lebensweise der Frau Hetry Green in Hoboken bei Newport, die die kleine Summe von zirka 75 Millionen Dollars besitzen soll, werden aus Newhort mitgeteilt. Dieser weibliche Krösus wohnt in Hoboken in einem sogenannten Flat — eine Reche meistens dunkler Zimmer in einer Art Mietskaserne — und zahlt monatlich 23 Dollars Miete. Ihr Lebensunterhalt soll ihr nur 5 Dollars wöchentlich kosten. Obwohl sie bereits neun Jahr in Hoboken wohnt, ist sie unter ihren Nachbarn kaum bekannt. Jeden Tag gehr sie morgens um 9 Uhr nach Newyork und kommt nachmittags um 5 Uhr wieder. Ihre ganze Nahrung besteht aus Eiern, Milch und Tee. Mit großer Umsicht steht sie ihrem kleinen Haushalt vor, und achtel streng darauf, daß nichts zerschlagen wird ober umrommt. Meine Tageschronir. Infolge eines amerikanischen Duells hat sich, wie er 'm einem hinterlassenen Brief seinen Ellern schreibt, der hoffnungsvolle 21 jährige Kaufmann Ulrich Raue aus Hamburg im Klecker Walde erschossen. In einer B ü r g e r s ch u 1 c in Linden bei Hannover wurde die zehn Jahre alle Tochler des Maurers Bark von der Lehre r i n a m Ohr gezupft und a m Kinn gedrückt, weil das Kmd einige Anlivorteu schuldig blieb. Dle Lehrerin stellt diese Art der Bestraiung als ziemlich harmlos hin, das Kind behauptete, mißhandelt 3x1 fern. Zwei Stunden nach dein Vorfall wurde das Kmd krank und deshalb und) Hause geschickt. Im Hause klagte das Kind über starke Kopfschmerzen. Es wurde ein Arzt geholt, der emen Bluterguß ins Gehirn feflsiellte. Am Abend starb das Kind. Gegen die Lehrerin ivurde sosorl Anzeige erstattet. Tic in Stulrgarr uenivrvene 0tau oes Geh. Zwmmer- Fieilrat Knosp hat 2 Millivneu Maut für ein Genesungsheim unb eine weitere Million gestiftet für Bildungs-, Armen- und gemeinnützige Zwecke Stuttgarts. In M ü l h a u s e n i. Els. wurde der HandelSgehilfe Jücher nachts auf der Straße c r ft 0 che n. Man fand ihn als Leiche neben seinem Fahrrabe. — In Neudorf (Elsaß) brach ui der Wohnung eines Schriftsetzers m Abwesenheit des Mannes ein Zimm er brand aus. Als bie Türen zu der Wohnung eingeschlagen waren, fand man die tränte Frau im brennenden Bette als verkohlte Leiche. Ter Kaufmann Händler m Lübeck, Inhaber zweier großer Schuhwarenhauser, vergiftete sich. Ter Grund ist in sinan- zielleu Berichten zu suchen. Der Erpresser, der den Kommerzienrat L u d 0 w i e i und seine Familienangehörigen in Dl ünche n neuerdürgs mit Attentaten bedroht hat, i,t am 17. d. M. von dem zwölfjährigen Sohu eines Majors gesehen und verfolgt worden. Er hat den Knaben 0x1)1 Tage nach Denn Attentat auf bie Ludowiei an «ich gelockt, Über die häuslichen Verhättnisfe feines Vaters ausgefragt und schließlich unter Drohungen durch einen Dolchstich am Arm verwundet. Als der SVnabe den Manu wiederiah, schlich er ihm nach, um auf der Polizeidirektion einen Kriminalichutzmann zu holen. Es i)t av.r dem Erpreiier wieder gelungen, sich aus dem Staube zu machen. Außer dem Generalarzt Wagner hat auch ein bahr. Gutsbesitzer neue rostigs einen D rohories erhallen, sofort 500 Mark zu erlegen, wenn er seines Lebens sicher sein juollc. Verschiedene Um stäube lassen darauf schließen, daß ocr noch un ermittelt: Erpresser ein früherer Artillerist ooer Feuerwerker sein muß. Im Lauie des gestrigen Spättrachmittags wurden im Osten, Nordosten, Südosten und Norden Berlin svierncueB ran d- ftiftungen ticrübt Innerhalb zweier Stunden kamen in der Wallnertheaterstraße, der Großen Frankfurter Straße, der Michuetz- kirchstraße und der Lothringerstraße Boden- und Dachstuhlbrände aus, die durchweg böswillig angelegt waren. In der Station W i t t i g h a n s e n in Unterfranken sprang der 16 jährige Wiesenbauschüler Endres, der versehentlich in einen Schnellzug statt in einen Personenzug geraten war, nachdem er das Gepäck vorausgeworsen hatte, aus dem in voller Fahrt die Station passierenden Schnellzuge. Er blieb tötlich verletzt liegen. Auf dem Juraberge hei Sankt Timmer (Schweiz) wurde der 23jährige Skifahrer Jean Evrard, der sich Sonntag nacht auf dem Heimwege verirrt hatte, erfroren aufgefunden. KredtrveretnS zu Ober-Mockstadt, eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, wurde am 29. Februar das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Friedrich Sandmann in Hungen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursiorderungen sind bis zum 25. März bei dem Amtsgericht Nidda anzumelden. — lieber das Vermögen des Leopold Neu in Ober-Mock- st a d t wurde am 7. März daS Konkursverfahren eröffnet Kauf' mann Louis Uhl in Nidda ivurde zum Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen sind bis zum 25. März bei dem Amtsgericht Nidda anzumelden. — lieber das Vermögen des Referendars E m i l B u r k in G i e ß e n wurde am 5. März das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt und Notar R ö m h e l d in Gießen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 1. Avril bei dem Amtsgericht Gießen anzumelden. Uuttst und wiffenßchafr. — DerKaiser über Kunst und Musik. Interessante Aeußemngen des Kaisers über Kunst unb Musik, bie er bei dem Tiner getan hat, das der amerikanische Botschafter Charlemagne Tower jüngst zu Ehren des Kaisers unb ber Kaiserin veranstaltete, werden von dem Korrespoirbenlen des New-Pork Herald berichtet. Nach dem Tiner sprach der Kaiser zunächst mit William T. Dannat, dem amerikanischen Künstler, der auf besonbere Einladung aus Paris gekommen war, unb „ohne weitere Umschweife beglückwünschte er ihn zu seinem Bilde der Großherzogin von Mecklenburg, das kürzlich in bie Natwnalgalerie gelangte, nnb sprach ihm seine Anerrennung darüber aus, baß er ein so schönes Porträt gemalt habe, das die würdevolle und anmutige Eigenart des Ori- ginals ohne irgend eine der phantastischen Uebertreibungen der neuen Schule zum Ausdruck bringe. Nach einer etwa halbstündigen Unterredung über allgemeine Kunstangelegenheiten, über die der Kaiser sich völlig unterrichtet zeigte, zog er Thomas Surette aus Newyork in ein Gespräch, der in den vergangenen Monaten in Oxford Vorlesungen über Musik geh allen hat. Das Thema, über das gesprochen wurde, war Wagners Musik, unb der Kaiser betonte, daß in der Oper der Gesang vorherrschend und das Orchester untergeordnet bleiben müsse, daß also bie Musik nicht so laut werden dürfe, daß die Sänger ihre letzte Stimmkraft hergeben müßten, um überhaupt gehört zu werden. Ter Kaiser sagte, daß dies eine Hauptfrage wäre, die bie Orchesterdirigenten voll zu begreifen und in ihrer Bedeutung zu würdigen begännen unb daß sie ihre Musik diesem Ziele entsprecheno einrichteten." — Wilhelm Busch hat mit der holländ. Schriftstellerin Maria Anderson in Briefwechsel gestanden. In den Briefen an diese Dame zeigt sich Busch als Anhänger des Buddhismus. Ter nachsolgende Brief zeigt uns den phaiitasievollen, beinah lyrisch gestimmten Lichter, der für die großen Probleme des Taseins keine andere Lösung findet als das Märchen, welches uns statt der grausamen realen Welt eine schönere zweite vorzaubert. Ter Brief knüpft unmittelbar an Multatulis erst viel später in Teulschland bekannt gewordenen Jpeen an. Er lautet: Wiedensahl, 26. März 75. Meine liebe Frau Anderson! De vrije gedachte (Freie Meinung, holländische Zeitschrift) werden Sie wieder haben. Ich las mit besonderem Vergnügen Ihre Anmerkungen über das Mitleid gegen bie Thiere. Ja wohl! Tie Grausamkeit soll sich wenigstens schämen, wie die Liebe — Hm! Tie „bundels" Multattuis „Ideen" erhielt ich gestern. Danke! Ich blättre so drin und finde, daß ich doch am Ende noch holländisch lernen muß. — Ta sind sie, die uralten ewigen Probleme. Da steht es, ansragcnd zu den Wolken, bas verwunschene Schloß der Wahrheit. Im Thal die Bauern auf dem Feld, die Hairdels- leute aus der Heerstraße, die Ochsen auf der Meide — was kümmern sich die? Es klingen die Glocken, etz wallen bie Pilger. Dort im Schatten der rauschenden Eichen sitzen bie Herren Maler unb malen,' was das Zeug halten tvill. Aber bad Schwert an der Selle, den Muth in der Brn?tz traben bie Ritter Herren unb spornen ihre Mähren bergauf. Zonk zonk! Hier das Gesttüpp! Heraus mit dem Säbel! Zu dicht, zu dicht! Ritter Kurd, 0 weh! bleibt hättgen in Rosen und Domen. Rittet! Hans macht kehrt und rettet zurück, u. reitet, bis daß er die Herberg Mdet, genannt zum goldenen Bären. — Und die Zeit vergeht, unb endlich nach hundert Jahren, da kommt der Rechte, der Königssohn in der silbernen Rüstung. Wie saust der Schimmel durch dick unb dünn! Tas Thor springt auf; ein Kuß — juchhei) — der Zauber ist gelöst, der Hochzeitszug wirb arrangiert, unb mit Pauken-- und Trompetenschall gehts zur Kapelle. Gutes, altes, optimistisches Märchen! Ich mußte lachen, wenn gerade die Welt unterginge, Hollerdipolter —: und der Ritter tarn’ gar nicht ins Ehbett ’nein. Mit freundlichen Grüßen Ihr ganz ergebenster Wilh. Busch Nerv-Bork, 16. Marz. In Ehieago ist der 71jährige Millionär Jon R. Walsh, dessen Vermögen auf 15 Mil- lioneii Dollar geschätzt wird, wegen Bankerott zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Walsh legte gegen das Urteil Berufung em und wurde daraufhin gestern gegen Hinter- legung einer Kaution von 50000 Dollar freigelasjen._____________ Wöchent!. Übersicht derLoderMe t. ö.Staöt Gießen. 8. Woche. Vom 16. bis 22. Februar 1908. (Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 (uifl. 1600 Mann Militär.) Srerblichkettszisfer.: 35,91°, „„ nach Slbjug von 9 Ortsfremden: 20,52 °/co. Kinder Es ft arbeit an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. X :ebcnsirtbr: 2.—15. Jahr Diphtherie 2(2) — KD 1(D Tuberkulose 3(1) 3(1) — — Luiigeuenlzündiing 1 U) 1(1) — — Influenza 2 1 — 1 Empyeni 1(D '— — 1(1) Schlagfluß Gehirnhaut-Ent- 1 1 — — zündung 1 1 — — Tarmkaiarth 1 — 1 — Herzschwäche 1 — 1 ycniitiQiitl)eit 1(1) — —— 11) Lebeusichwäche 1 — 1 — Allerslchwäche Blinddarm-Ent» 1 1 — — zundung 2(1) 2(1) — — Geiätzvertalkuug 1(1) KD Verbrennung 1 1 — — Gejchivulftbildung KD KD — — Summa: 21 (9) ' 13 (0) 3(1) 5(3) A n m.. Die ui Klannnern gelegten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. handel. ** K 0 n k u r f c i n Heilen, lieber den Nachlaß des Slaui- manns Karl Finke in G a n - A l g e s h e t m wurde am 27. Febr. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtspraktikant Albrecht in Lber- >)ngelhenn wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konturs- luiötrungen sind bis ,,11111 1. April bei dem Amtsgericht Ober- Ingelheim anzumelden. — Hebet das Vermögen der Finna 2)1 a $ Wertheimer u. (Sie. in Büdingen, Inhaber Bankier Host rat Ludwig Rothschild in Büdingen, ivurde am 28.Februar Konkursverfahren eröffnet. Rentner Wilhelm Griesmann in I Büdingen ivurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- lorberungen find bis zum 15. April bei dem Amtsgericht Büdingen anzumelden. — Ueber das Vermögen des Vorschuß- und GingezanSS. Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel .;bern:ir.mt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Tie Vorschläge des Herrn Pros. Sommer über die Linienführung der elektrischen Bahn verdienen Pas vollste Interesse der Bürgerschaft — vor allem auch derjenigen, bie auf diese Weise wieder einmal, wie schon seit Jahren, benachteiligt werben würben. Tas ist vor altem bie Bahnhofstraße unb ber ganze Stabtteil links von Frankfurter Straße — Selterswe g—W alltorstraß c—M grbur ger Straße. Während ber Stadtteil rechts durch bie Linie in ber Ludwigstraße, Ringlinie unb Querlinie (Lahnbrücke—Schifsenberg) reichlich versorgt würbe, würbe ber Stabtteil links ber gebuchten Straßen total vernachlässigt, obwohl er eine weit größere Ausbehnung hat. Hier kann unb muß Abhilfe geschaffen werben unb denke ich mir bas wie folgt etwa: Zunächst halte ich es für ganz ausgeschlossen, baß in ben Straßen „Vbäusburg" und „Marktstraße" der Verkehr ber elektrischen Bahn in beiden Richtungen ohne die größten Gefahren möglich wäre. Hier müßten bie Fahrten n a ch ber Bahn bireft geführt werben, bie Fahrten von ber Bahn aber müßten umgeleitet werden. Also die Fahrt nach dem Walltor durch Seltersweg müßte am Kreuz nach rechts abzweigen unb durch bie Sonnenstraße am Lindenplatz sich wieder mit der Haupt- linie vereinigen; andererseits müßte eine Linie durch bie Bahn- hos straße gehen unb zwar bircit von Wetzsteingasse über Marktplatz—Marltstraße, währenb bie Fahrt von ber Lahn bnrch Tiefenweg—Mühlgasfe—Sandgasse—Wetzsteinstraße gipge. Tie Som- mcrsche Querlinie müßte ihren Rückweg von ber Bahn etwa burch dleuftadl — Sanbgasse — Wetzstein straße — Linbenplatz — Kirchen- Platz— Schulstraße nehmen. Eüblich muß die 9teuj"tabt ja boch einmal Lust erhalten, inbem ber Verkehr burch bie Wetzstcttistraße—. Sanbgasse—Mühlgasse—Tiofenweg abgeleitet wirb. Selbst- rebenb muß bie richtige D u r ch b r u ch s l i n i e hier erst genau festgestellt werben. Unb Damit berühre ich einen Mißstanb, ber seit Jahren ben rechten Fortschritt überall hemmt unb Fehl- speknlationen über auch glückliche Spekulationen — letzterenfalls be- sonbers für solche, bie „Fühlung" haben — Tür unb Tor öffnet: bas ist bas Fehlen eines großzügigen klaren allgemeinen Stabtbebauungsplaires! Tiejer muß bie Grunblagc auch jeber Verlegung ber Straßenbahnlinien werben! Erst ber allgemeine Stabtbebauungsplan — bann bie Straßenbahn! Meteorologische Beov.rchrnngett der Station Gieße». Wetter März 1908 17. 17. 18. 2« 9'" 72s 745,9 -1-2,8 745,1 -t- 0,1 743,3 -|-0,2 4,2 4,2 4,2 74 90 90 Höchste Temperatur yiiebrigfte „ am 17.—18. , 17.—18. ESE ENE NE Schneeflocken KlarerHunrnel Bew. Himmel März = 4- 3,3 0 C. „ = — 0,8 8 U. El eleicnesche KLaiä-siierfic^te des Giessenei Auzeigers, untge und Industr Frankiurter Stör 3*z% Ixeichsauleihe . . 91.85 3% do. . . 82.25 3)i0/0 Konsole .... 92.00 3% do 82.25 3>$7o Hessen 91.25 3^°/o Oberhessen . . . 92.00 4ZU6 Uesterr. Goldrente. . 99 10 4l/s% Uesterr. Silberrente 99.50 4>o Ungar. Goldrente . . 94.00 4% Italien. Heute ...-- 3?» Portugiesen tierie I . 60.75 3% Portugiesen „ HI 61.30 4ya°/0 russ.8taatsaul. 190d 94.20 4/4% Japan. Staatsanleihe 87.40 4^o Uonv. Türken von 1UU3 95.10 Türkenlose 150.00 4 % Griech. Monopol-Anl. . 49.70 1% äussere Argentinier . 86.00 du/o Hexikauer . . . 07.50 4>a7o Chinesen .... 95.70 Alt. ti eu; Bochum Guss 198.00 Buderus E. W 111.00 Tendenz.: befestigt. Berliner Börse, ] Cauada E. B 145.70 Darmstädter Bank . . . —. Deutsche Bank .... 238.50 Dortmunder-Union C. . . —. Dresdner Bank . . . 138.00 Tendenz: fest. teilt von der Bank für Handel ie, Giessen. *e, 18. März, 1.15 Uhr. ' Elektriz. Lahmeyer . . . 118.80 Elektriz. tichuckert . . . 103.00 jLschweiler Bergwerk . . 205.09 Gelsenkirchen Bergwerk . 183.20 Hamburg-Amerik. PaketL 110.50 Harpeuer Bergwerk. . . 193.: 0 Laurahütte 209.00 Nordd. Lloyd . ... 97.00 Obeischles. Eisen-Industrie 96.00 Berliner Handelsges. . . 159.00 Darmstädter Bank . . . 124.30 Deutsche Bank .... 238.70 Deutsch-Asiat Bank . , 138.00 Diskonto-Kommaudit . . 176.60 Dresdner Bank .... 13800 Kreditaktien 202.20 Baltimore- und Ohio- Eiseulabn 82.25 Gotthard bahn .... —.— Lomuard. Jbasenbahu . . 25 80 Uesterr. blaatsuahn . . . 144.00 Prince-Henri-Eisenbahn . 118.50 3. Mälz. Anlangskurse. Harpeuer Bergwerk. . . 193.50 Laurahütte —.— i.oinbarden E. B. ... 25.80 Nordd. Lloyd 96 30 l'ürkenlose . ..... 150.30 Neuttadt a. b. Haardt (Rheinpsalz), 17. März 1908. Bum Königlich Bayerischen Hottleseranlen wurde Konrad Hammeil der Inhaber der durch ihre 'Jtaturmcine bckanmen Kellerei Konrad Hammell-Reuttadt a. d. Haardt ernannt. ss“7» Anfertigung eleganter Kerrengarderobe nach Mass. Erstldassige Verarbeitung. Tadelloser Sitz. Grosses Stofflager. an/g J. Pfeffer, Marktplatz. 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Batik • Mdii. ■ ’Men 'ub-r 63 181 > Linien. c EG der diese Weife werden ‘B^unb der :r ^lro6e- !£o AtraU c RlDiöhfiZ Weichlich 6etl aG)tcn Straßen usdehnnng hat. t> deck ich mir ’ au^gcidjlojien, der i8erkehc die größten tten nach der dir Bahn aber h km Valliüi obziveigen und mit bet haupll rchdieBahn- lsse über Viarkl. bn durch Tiefen- K- Tie Som. 'acht ctiva burdj Platz — Lärchen, leusladl ja doch Vetzstcuisttaße- mirb. Selbß. ! hier erst genau t ÄOand, bei nml und Fehl, lehterenfalls l» uich Tor öffnet: reu allgemeinen t Grundlage )en! Erst der — dann die Kar da; SL L n letC!,ba« ??°nk'.räo7. L'r .11«« ”L".* iwer^ 1 M20 ««■ ■ ■& ' ' ' 97.0) । Schneeflocken Mrerhnmnel I Lew. Himmel jyjö .werk. • ö. • 1 ' 9631 . ' ' JoO.^ Heuchelheim, den 18. März 1908. [02090 hv21/i fitrtfdjüftlidje^Ä6; Iw Ein kleines Logie zu vermieten. Walltoritrabe 59. 020'33 <1707 01949] Kl. Jamil.-LogiS im "Neben- I haus zu verm. Schiller irr. 23. | Möbl. 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Verwandten, Freunden und Bekannten die tiefschmerz- lichc Mitteilung, dass es Gott gefallen hat, meine innigst- geliebte Gattin, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin Elisabethe Römer, geh. NcOlins in ein befieres Jenseits abzurufen. Um stille Teilnahme bitten Familien Karl Römer, Sattlermeister. Joh. PH. Reuschling. SiiiirtittpliP 6U vermieten. Lvzuti7 ^ßjlUlßtUl Liesenweg 18. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, bei dem mich so schwer betroffenen Verluste meines geliebten Mannes, sowie für die fchönen Blumenspenden sage ich Allen meinen herzlichsten Dank. Insbesondere danke ich dem verehrlichen Vorstand des Etsenbahnkonsumverems, für die mir so wohltuende Anteilnahme. Die tieftrauernde Witwe Anna Erb und Kinder. aiöblJtmmrr^Ä6^ 18 Mk. ohne Kaffee, zum L April gesucht. — Schriftl. Angeb. unter 02075 an den Gieh. Anz. erbeten. 1031J 4-Ziuimerivohunua im II. Stock per 1. Mai zu verm. Ad. Bourgeois, Neuen Bäue 16. 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