Nr. 271 Zweites Blatt 158. Jahrgang Dienstag 17. November 1908 Erscheint täglich mit Aufnahme bet Sonntag*. Die „Gtthener ZamtliendlStter" werden dem #tinjeiflcr* oiermal wöchentlich beigelegt, daS „Kretsblatl für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Gberheffen Rotationsdruck und Verlag der Br üblich« UnwcrsiiälS • Buch» und S'emdruckeret. 9L Lange, Gießen. Redaktion, ErvediNon und Druckerei: Schul- straste 7. Grueöuton und Verlag; 5L Redaktion: 112. Del.-AdruAnzeigerGießen. Deutsches Neich. Der Kaiser ist gestern nachmittag von Donaueschingen nach Berlin abgereift 2 i e Kaiseryacht „D o h e n z o l l e r n" wird gegenwärtig auf der Kaiserlichen Werst zu Kiel Jnstandfttzungsarbiiten unterzogen. Im Januar soll bic Jacht bereits wieder seesähig sein, da für Februar eine Fahrt ins Mittelmeer in Aussicht genommen )ei. (5 i n feierlicher Festakt zum 100jährigen Bestehen der Städteordnung findet am Samstag im Berliner Rathaus statt. Der „Nat.-Ztg." zufolge wird auch der Kaiser voraussichtlich zur Feier erscheinen. Die Leiche des Grasen Hülsen-Häseler wurde mit dem Zuge, der gestern nachmittag 3 Uhr 40 Min. von Donaueschingen abging, nach Berlin gebracht: sie ist begleitet von der Witwe und dem Bruder bc3 Verstorbenen. Bei der Abfahrt des Zuges war die fürstlich Fürstenbergscl-e Familie am Bahnhose anwesend. Die Beisetzung erfolgt heute nachmittag um 3 Uhr auf dem Invaliden!irchhose in Berlin. Im Befinden des Prinzregenten von Bayern trat im Laufe des gestrigen Tages eine leichte Besserung ein; die Schmerzen gingen zurück. Das Allgemeinbefinden ist unverän- dert gut. Der frühere Justizminister Hermann von Schelling, Mitglied des Herrenhauses und des Staatsrats, ist im 85. Lebensjahre in Berlin gestorben. Hermann von Schelling stand von 1889 bis 1894 an der Spitze des preußischen Suitü” Ministeriums. Er war der Sohn des Philosophen. Aus StaOt und Land. Gießen, 17. 9ioocmber 1908. — Hoftrauer. 6c. Kgl. Hoh. der Großherzog ha! wegen des Ablebens des Großfürsten Alexis Alexa n- dro witsch von Rußland eine Hoftrauer vom 14. bis einschl. 21. Noo. angeordnet. — Erledigte Stellen. Erledigt sind: Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu QJlanenborn. — Die Stellen der Hauptsleueramts- kontrolleure bei den Hauptsteueläintern Gießen und Mainz, sowie die Stelle des BezirkSkaffeassistenten bei der Bezirkskasse Darmstadt I. ** Die diesjährige Dekanatssynode deS evang. Dekanats Gießen findet morgen, Mittwoch, norm. 9f/2 Uhr, in der neuen Kirche zu Leihgestern statt. Hauptgegenstand der Verhandlungen sind die vorzunehinenden Wahlen deS Dekans, seines Stellvertreters und des Dekanatsausschusses, sowie ein Vortrag von Pfarrer Gußmann-Kirchberg über ,die Belebung des Missionssinnes in den Gemeinden." — Gerichtsvollzieher. Ernannt rourben der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Ulrichstein Karl Lotz zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitz in Alzey, der Gerichtsvollzieher-Aspirant Joh. Jak. Jockel in Reichelsheim zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Neichelsheim und der Gerichtsvollzieher-Aspirant Wilh. Reuter in Schotten zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Schotten. " Tierseuchen-Kommission. Die nach Artikel 3 des Gesetzes betr. die Entschädigung für an Milzbrand, Rauschbrand und Schweinerotlauf gefallenen Tiere eingesetzte Kommission hielt heute ihre erste Sitzung ab. Sie ist zusammengesetzt aus dem LandeLökonomicrat M üll e r als Vertreter des Ministeriums, dem Abg. Bähr als Vertreter der Landwirtschaftslainmer und dem Mctzgermeister Dintel- m a n n als Vertreter der Handwerkskammer. Nach ihrer Vereidigung setzte die Kommission die Entschädigung für die an Rotlauf gefallenen Schweine fest. "Der Evang. Kirchen gesangverein hat feine Herbstaüf fuhrung diesmal zu einer in gottesdienstlicher Form gehaltenen musikalisch-liturgischen Refor- mations-Feier gestaltet, die am Mittwoch, den 18. d. Mts., abends um acht Uhr in der Stadtkirche statlfinden wird. Diirch daS freundliche Entgegenkommen des Evang. KirchenvorstandeS ist es trotzdem ermöglicht, den inaktiven Mitgliedern Plätze 311 reservieren, worüber daS Inserat nähere Mitteilung bringt. Ter Gottesdienst wird eröffnet mit dem 42. Psalm in der wunderbar feinen und tiefen Komposition für gemischten Chor und Sopransolo von Felix Mendelssohn, womit auch der Evang. Kirchengesangverein an seinem Teil der unvergänglichen Dankbarkeit und Verehrung, die auch unsere evangelischen Kirche dem großen Meister verbindet, zu seinem hundertjährigen Geburtstage Ausdruck verleihen möchte. Den zweiten Teil de§ Gottesdienstes bildet eine von Richard Bartniuß komponierte Reformationsliturgie für gemischten Chor und Baritonsolo. Die Begleitung für beide Kompositionen ist wieder in der bei der Aufführung der Haydn'schen „Sieben Worte am Kreuz" erprobten und bewährten Weise für Crgel und Flügel arrangiert. Angesichts der gewohnten sorgfältigen Einstudie- rung beider Werke durch Herrn Professor Trautmann darf eine Feier von wirklich erhebender Wirkung erwartet werden. *• Stadttheater. Zwei interessante Aufführungen stehen für die nächste Woche bevor. Am 22. November (Totensonntag) wird dem Charakter deS Tages entsprechend ein durchaus ernstes Stuck zur Aufführung gelangen und zwar Gerhart Hauptmanns „Elga" mit Frl. Achterberg in der Titelrolle. Für Großherzogs Geburtstag am Mittwoch den 25. November wird als Festvorstellung MoretoS klassisches Lustspiel ,2onna Diana" vorbereitet. Die Rolle des Don Cesar wird Herr Hermann Leffler vom Hoftheater in Wiesbaden spielen, ein Gast, der noch von seinem Auftreten vor einigen Jahren als „Graf von Charolais" her in bestem Andenken steht. X Treis a. d. Lda., 16. Nov. Gestern abend fand in der hiesigen Kirche eine in allen Teilen ansprechende Feier von Luthers Geburtstag statt, wobei Pfarrassistent Hanstein-Gießen einen ausgezeichneten formvollendeten Licht- dilder-Bortrag über das Leben Luthers hielt. Dabei wurden zu einzelnen Bildern von Schulern der hiesigen 1. Schulklasse passende Deklamationen aufgesagt, auch wurde die Feier durch exakt eingeübte Chorgesänge des hiesigen Kirchengesangoereins verschönert. — Beuern, 16. Noo. Am vergangenen Samstag ist Lehrer A leit er, der 4 Jahre in unserem Orte taug war, nach seinem neuen WirkungStreise Climbach übergesiedelt. 'Rur ungern sieht man Herrn Aletter aus unserer ‘l'htte scheiden; hat er es doch verstanden, in den menigen Jahren seiner hiesigen Tätigkeit sich nicht nur die Herzen der ihm anvertrauten „Kleinen" zu erobern, sondern in noch höherem Maße sich die ©nnft und Achtung aller Orts- einwohner zu verschaffen. Am Abend vor seinem Weggange ehrte ihn der Gesangverein ,P 0 l y h y m n i a*, dessen Dirigent er war, durch einen Fackelzug. AbschiedSlieder erklangen; »md nachdem Herr Krämer dem Scheidenden die Anerkenn- ung dea Vereins für seine hohen Verdienste um diesen ausgesprochen hatte, dankte Herr Aletter in bewegten Worten, versprechend, sein so lieb gewordenes Beuern sobald nicht zu vergeffen. ? Bellersheim, 16. Nov. Tie Erbauung einer Wasserleitung für unseren Ort ist jetzt bcschloffene Sache Die Bohrungen nach Quellwasser in der Nähe des Orts haben ein sehr befriedigendes Resultat gehabt. TaS Wasser, das gut in genügender Menge vorhanden ist, soll durch einen Motor auf eine nahe Höhe gebracht und von dort dein Ort »"geführt werden. Mil den Arbeiten wird im nächsten Jahr zeitig begonnen und noch int selben Jahr dürfte die Leitung dem Betrieb übergeben werden. □ Bad-Nauheim, 16. Nov. Nachdem der Kreis- auSschuß daS Gesuch der Stadt betreffend Einleitung ihrer Abwässer tn die U s a nut Rücksicht auf die Schädigung für Friedberg abgelehnt hat, teilt daS Projekt der Regierung wieder in den Vordergrund, wonach die ^Abwässer Bad-Nauheims in einem Kanal entlang der Ufa bei Ossenheim in die Wetter geführt werden sollen. -n. Friedberg, 15. Nov. Ter gestern im Hotel Trapp zu Gunsten des Gustav Adols-Vereins veranstaltete WohltätigkeitSabend nahm einen über Erwart en günstigen Verlauf. Ter große Saal und die an- stoßenden Räume, alles nebst noch sonstigen Vergr'rnstigungcn vom Hotelbesitzer in freundlichstem Entgegenkommen zur Verfügung gestellt, waren dicht angefüllt mit Besuchern, die daS fröhliche Treiben und einen zeitweilig sich biS zum Uebcrmut steigernden Humor wohlgefällig vor sich austummeln ließ>n. Verkaufsbuden mit Verläuferinnen und Verkäufern in täuschend nachgeahmten Nationalkostümen, theatralische und musikalische Darbietungen, ein Raritätenkabinet, eine Kinderverlosung — (so stands in der Ankündigung und so wars auch) — und eine Verlosung sonstiger Gegenstände, alles mit vieler Liebe zur Sache, nut Geist und Humor angeordnet und ausgesührt, trug dazu bei, den Besuchern einen Abend angenehmer Unter- Haltung zu bereiten. Das trug aber auch ferner dazu bei, die Besucher — und das war der eigentliche Zweck der Hebung — darüber aufzuklären, daß sie, ohne die geringste Ahnung davon zu haben, Alle im schmückenden Besitz der herrlichen Eigenschaft einer wahrhaft fürstlichen Generosität seren. Die Emnahnie ergab eine sehr hohe Summe. Alle Beteiligten werden sich des schönen Abends gern erinnern, mit dem Bewußtsein, mit dem Nützlichen sinnig das Angenehme verknüpft zu haben. W. Friedberg, lu. Noo. In dem vom Vortragsverein am letzten Sonntag veranstalteten, bis auf den letzten Platz gefüllten Konzert- und Lieder-Abend spielte mit sicherer Scdynif und sehr temperamentvollem Ausdruck Willy Hutter (Darmstadt) zwei Chopinsche Stücke in Beethovens cis-mott-So- nate. Kammersänger Fahr (Darmstadt) trug eine Anzahl sehr ansprechender Lieder-Kompositionen von Frl. Eta SB i d o ö (Darmstadt' vor, von denen namentlich „Heber den Bergen" großen Beifall sand, sowie einige vom anwesenden Komponisten Hans Herrmann, welcher die Begleitung selbst führte, komponierte Lieder, wie u. a. das beliebte „Der alte Herr" und „Die drei Wanderer". Zu wiederholter lebhaftester Beifallskundgebung wurden die Zuhörer durch Frl. Thea Fey, die zum ersten Male vor die Rampen trat, veranlaßt. Sie besitzt neben reinster Akzentuation und einer sehr sicheren Technik einen umfangreichen, selbst in den l-öchsten Lagen in gleicher Weise wohltuenden Sopran. Ihre Wiedergabe von E. Kretschmers „Du bist wie eine lichte Sternennacht", zu der Eta Wickop auf einem S. Bachschen Flügel, dessen Wohltlang und Weichheit ausfiel, den Klavierpart übernommen hatte, war eine gesangliche Glanzleistung von höchsten Anforderungen an den Stimmfond. -m. Friedberg, 16. Nov. Ein schönes Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wie man es leider heute nur noch selten findet, besteht in der hiesigen Druckerei von Karl Bindernagel. Von den dort beschäftigten Leuten sind vier über 40 Jahre ununterbrochen tätig, einer 46, einer 44, und die beiden anderen 42 Jahre. Auch die anderen sind sämtlich weit über 20 Jalwe beschäftigt. -m. Ober-Wöllstadt, 16. Nov. Zu dem G ä n 1 e b i e b - stahl von voriger Wollte ist mitzuteilen, daß man die Diebe in aller Kürze hinter Schloß und Riegel zu bringen hofft. In der Nacht des Diebstahls drangen sie in ein Gehöft in Okarben ein, wobei sie von dem Eigentümer überrascht wurden. Auf die Frage, was sie hier wollten, erklärten die frechen Diebe, sie hätten sich rrgefabren, sie möchten gerne wissen, wo der Weg nach Friedberg ginge. Vorher hatten die Spitzbuben dem Buchhalter des Mühlenbesitzers K. Vorbach in £ färben sämtliche Hühner abgeschlachtet und gestohlen. Das Pferd der beiden Gauner wurde als ein kleines Fuchspserd erkannt und auch die beiden Diebe können näher befeforieben werden. -rl. Hartmannsha 1 n, 16. Nov. Wie verlautet, soll eine direkte Telephonverbindung von Birstein nach dem hohen Vogelsberg geplant werden. Die Verbindung soll entweder nach Grebenhain oder nach Hartmannshain geführt werden. — Die Frau deS Landwirts H. in Frei en- Stein a u ver- ließ vor kurzem nachts ihr Schlafzimmer ohne Wissen ihrer Angehörigen. Am anderen Tage suchte die Feuerwehr vergeblich die Verschwundene. 2Jian vermutet, die Frau habe sich ein Leid angetan. -rl. Merken fr itz, 16. Nov. Nachdem das Konkurs- verfahren gegen den Sägewerksbesitzer von Venroy von dem Amtsgericht Ortenberg eingestellt worden ist, hat er das hiesige Elektrizitätswerk wieder in Betrieb gesetzt. Die Freude war deshalb groß, als die Einwohner vor einigen Tagen ihre eicht. Lampen wieder andrehen konnten. Aus der Wetterau, 16. Noo. Das SchulhauS zu Berstadt wurde gestern nn Beisein des KreiSralS Böckmann und Schulrats Scherer zu Büdingen eingcweiht. Ter stattliche Bau umfaßt zwei Schulsäle und zwei Lchrcr- ivohnungen. — Tas alte Bergwerk .Ludwigsh osf- nung" nebst dem dazu gehörigen Gelände ist dieser Tage vom Staat verkauft worden. Käuferin blieb mit 12 000 Mk. die Gemeinde Melbach, in deren Gemarkung das Bergwerk liegt. — Tas neue Braunkohlen- und Briketts- werk .LudwigShoffnung" be, WölferShenn, ivelchcS der hessische Staat vor cliva 6 Jahrrn anlegte, erfreut sich fortgesetzt eines guten Geschäftsganges, die Knndfchaft wird minier zahlieicher. Tie einheimiseben Braunkoylenbriietts verdrängen mehr und mehr die von auswärts bezogenen Koblenpreßstenre. An eine Bell ieböcmschränkung ist nicht zu denken. R.-B, D u r m stadt, 16. 9too. Tas ErträgniS deS von der GrouHerzogin am Samslag oerannalteten Verka ufs- lagcS ist überaus erfreulich. Es durften nach den vorläufigen Feststellungen rund 22 000 Mk. 1U verschliß zum besten für arme Lungenkranke und Tuberkulöse un Gr 0 ßherz 0 gtum Hessen verbleiben. — Die Wahlen zur Darmstädter Handelskammer haben heule ihr Ende crrcicht. Es wurden seitens der dritten Abteilung, der Delaillisten, die Herren L Fischer, Wilh. Küld, W»lh Kalbfuß und Karl Karb zu Mitgliedern der Handelskammer gewählt. [] Franken berg, 16. Rov. Wie die Eisenbahndireklion Kaffel milieilt, wird die 3teubaustrecke Frankenberg— W l nter berg am 1. Dezember eröffnet. Es ist bannt die letzte Strecke der direllen Verbindung zwischen dem hessischen und dem wesifälijchen Schienenweg ferliggeftellt. FC. Frankfurt a. M., 16. Noo. Bei einer heute früh vorgenommenen Ra zzia im Hauptbahnhof rouröen 50 Mann auf die Polizeiwache mitgenommen; 26 Mann wurden verhaftet, 24 wieder entlassen. Unter den Verhafteten befand sich einer von den vier vor ca. 14 Tagen aus dem Gefängnis in Wehlheiden auSgebrochenen Strafgefangenen, der noch vier Jahre Zuchthaus abzumachen hat. X Gelnhausen, 14. Nov Tie Stadtverordnetenversammlung beschloß die Einführung einer Wert zu wachs» neuer, da im städtischen Haushalt, hervorgerufen durch ungünstige Verhältnisse, Aussälle im Gesamtbeträge von 4600 'Mark entstehen, wofür Deckung geschaffen würden muß. X. Hanau, 16. Nov. Beim Landgrafen von Hessen findet morgen große Hofi agd statt, an der auch der Groß Herzog von Hessen als Gast teilnehmen wird. Sauslingsjmjorge. Der erste Bericht der unter der ärztlichen Leitung von Profess''': Dr. Koeppe stehenden Abteilung für Säuglingsfürsorge tkJ Allg. Vereins für Armem- und Krankenpflege ist soeben er» schienen. Er gibt eia anschauliches Bild von der gedeihlichen Entwickelung dieser höchst verdienstvollen Einrichtung, die ent» scyiedenste Förderung verdient. Wir entnehmen dem Bericht folgende, für die Allgemeinheit interessante Einzelheiten. Am 5. Juli 1905 beschloß der Allg. Verein für Armen- und Krankenpflege, eine bcjonbere Abteilung für Säuglingsfürsorge zu bilden und eine Milchküche nebst einem Säuglingsheim zu errichten. Die Sammlung der nötigen Mittel erfolgte bann im -Oktober 1906 durch Frauen der Gießener Bürgerschaft. Das Ergebnis dieser Sammlung war mit 11 631.65 Mk. leider nicht derart, daß man den gesamten Plan hätte verwirklichen können. Man begnügte sich deshalb zunächst mit einer Milchküche, die in dem städtischen Haufe Wetzsteingasse 43 eingerichtet und am 15. Mai 1907 eröffnet wurde. Neben der Leiterin, Frau Seibert, standen eine Reihe freiwilliger Helferinnen dem jungen Unternehmen zur Seite: Frl. Bauer, Frau Geheimerat Breidert, Frl. Cramerdlng, Frl. Friedel, Frl. Gisevius, Frl. Groos, Frau Prof. Höhlbaum, Frl. B. Hoffmann, Schwester Julie, Frl. Krüger, Frl. Löhlein, Frau Oberbürgermeister 9Jtecum, Frl. E. Schön, Frl. W. Nagel, Frau Scheyda, Frau Professor Sievers, Frl. Sievers, Frau Rcchnungsrat Witter. An die Stelle von Frau Seibert trat später eine im Betrieb erfahrene Schwester, unter deren Leitung ein fester Betrieb zustande kam. Die Anstalt entwickelte sich sehr rasch und sand in den weitesten Kreisen Anklang. Der notwendige Zuschuß konnte durch jährliche Beiträge gedeckt werden. Am 12. März 1908 entschloß man sich zur Errichtung deS Säuglingsheims, da die Sammlung im Oktober 1906 auch zu seinen Gunsten erfolgt war und der größte Teil des Geldes für Mllchküche und Säuglingsheim, 7100 Mk. sogar nur für ein Säuglingsheim, gestiftet worden waren. Es wurde mit peinlicher Sparsamkeit eingerichtet und am 15. Mai 1908 unter dem Namen Theresen-Kinderheim eröffnet zu Ehren von Frau Komerzienrat Heyligenstaedt, deren Spende von 5000 Mk. im Verein mit den 1500 Mk. von Landgerichtsdirektor Bücking die Ein^ richtung ermöglichten. Für die Milchküche ist es Bedingung, daß nur auf ärztliche' Verordnung Milch abgegeben wird. Um aber die für Unbemittelte damit verbundenen iloften zu sparen, wurde in der Kmderpoliklinik von Prof. Dr. K 0 e p p e eine Mütterberatungsstelle eingerichtet, wo täglich von 11—12 Uhr unentgeltliche Auskunft und ärztlicher Rat erteilt wird. Ter höchste Tagesbedarf der Milchküche betrug 65 Liter Vollmilch. Der höchste Absatz an Einzelportionen war über 500 Fläschchen. T.e höchste Zahl an Kunden wurde mit 120 erreicht. In Anbetracht der beschränkten Mittel war bei der Errichtung des Säuglingsheims am 12. März 1908 beschlossen worden, zunächst nur 6 Bettchen anzuschaffen und erst bei weiterem Bedarf nach und nach die Zahl aus 10 zu erhöhen, dann auch nur gegen Bezahlung Pfleglinge aufzunehmen. Taut der verfchiedenen ftädtifchen Verwaltungen: Hochbauamt, Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerk, die mit großem Eifer und Verständnis die Arbeiten erledigten, konnte alles bis 15. Mai 1908 fertig gestellt werden. In der Annahme, das Heim würde sich nur langsam füllen, war zunächst nur eine Pflegerin, Schwester Ger tritt) Koch, angenommen worden unter der Voraussetzung, daß die Oberin der Milchkück!0. —, Kommerzienrat Georgi 50—, Tr. Z. 10.—, Tr. W. 5.—, Pfarrer Fischer, gesammelt in bet Gememde Alten-Bujeck, 43.05, Tr. L. Holzapfel 3.—, A. Salomon ru Co. 10.—, Kommerzienrat Schaffsiaedl 50.— Mk. Zusammen Mk. 577.—. Kleine Tageschronik. All dem 67, jährigen Töchterchen des Landwirts Bäuerin Pforzheim wurde em Lustnwrd verübt. Vom dem Täter fehlt jede Spur. In Leipzig schoß ein Kaufmann Großer aus Berlin im Reichsgericht auf. das Richter-Kollegium. .Ter Sekretär, Rechnungsrat Straßburg ist tot, der Reichsgerichtsrat Männer verwundet. Ter Täter wurde v e r b a f t e_t. In Kapstadt erregt es Aufmerksamkeit, daß viele Eingeborene Tiamanten haben, die nicht aus Kimberle» oder Transvaal stammen. Man glaubt, daß die Steine aus deutschem Gebiete kommen. Von Afrika sind große Heuf chrecken schwär m e verschlagen iwroen und verwüsten seit Wochen die kanarischen Inseln. Die Plage beginnt, sich auch auf Süd-Spanien auszudehnen. Ein junger Attachö der österreichisch-ungarischen Botschaft beim heiligen! Stuhl hat seine Maitresse, eine französische Chansonette, zur Audienz beim Papst eingeschmuggelt, wo die Dame durch ihr Gebühren gewaltigen Anstoß erregte. «iiciiati. UeberjidU öerSdOcsfälle in SrrStMSietzeii. Monat Oktober 1908. Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 linkt. 1600 Mann Militär.) Slerblichkeusjisser: 17,00*,',,, nach Abzug von 28 Ortsfremden' 8,00'/«. Kinder ES starben an: Ziisaniiiien: Erwachsene: im vom Diphtherie 2(2) 1. Lebensiahr: 2.-15. Jahr 2(2) Tuberkulose 7(2) 7(2) — Lungeiientzündung 5 2 1 2 Gehirn- und Rückeli- markkrankheiten 2(D 2(1) —— —. Tarmkalarrh 1 — 1 —— Atideren Unlerleibs- Kraukheilen 5(5) 4(4) —— 1(1) Blinddarnieutzüud. 1 1 — Nterenkrankheiten 3(3) 3(3) —— —— Krebs 3(3) 3(3) — — Selbstmord Verunglückung 1 1 — — 4(3) 4(3) 1(1) Anderen Krankheitett 5 (5) 3(3) 1 1 Summa: 43 (23) 33 (19) Z T(4) An m.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aui von ausrvärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Märkte. Gießen, 17. November. Marnvericht.Ans heuligeui Wochen- uiaikle kostete: Buller pr. Pid. 0.95—1.00 Hühnereier 1 Sl. 8—9 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. 5—6 Pfg., Erbse»! p. Pid. 18—24 Psg., Li>lse»l p. Psd. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hiihiler pr. St. 1,00—1,60 9)IL, Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Pid. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Lchseufteisch pr. Psd. 78—86 Pig., Kutz- unb Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Pfg^ Schweinefleisch pr. Pfund 68—80 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Pig., Hammelfleisch pr. Pid. 60—80 Psg. Kartosselll pr. 100 Kg. 5.00—5.50 Mk., Zlviebelll pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Alilch per Liter 20 Pfg., Welßkrant per Stück 10-15 Pig., per Zentner Mk. 2.50-3.00. -Aepsel per Ztr. 5—8 All., Birilcil per Ztr. 5—10 Mk. Nüsse 100 Stück 40—00 Psg., per Ztr. 0—00 Alk. Marktzeil von 8—2 Uhr. (c. Frankfurt a. Ac., 16. Nov. yeu- unb Strohmarkt. Angeiahren waren 14 Wagen Heu und 4 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Leu Mk. 3.00-3.40, für Stroh Mk. 2.40 -2.50. Die Zufuhren kamen aus den Kreisen Dieburg, Gelnhausen und Büdingen. Gejchäit flau. Tendenz nachgebend. Die Marktpreise für Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise a»n 16 November 1908. Höchste Schlachtviehpreise ui F r a n k f u r t a. Fleischpreise in Dießen Ochsen Kälber Schtveine 50 Kg. Schlachtgewicht 78—80 Mk. Kg.Schlachtgew. 92—95 Pf. xkn . 73-00 , 7, Kg- 78-86 Pfg. 7, , 76—80 , 7, „ 68 - 84 Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 21.75 — 22.00 'Mk. Roggen 100 Kg. 17.25-17.50 Alk. Löelßbrot 2 Kg. 62 Pig. Schwarzbrot 2 Kg. 58 P'g. Voraussichtliche Witterung für Heiicn am Mittwoch den 18. November: Trüb und Regenfälle. Wärmer. Starke west- liehe Winde. GrrgisraL-Drahtmeldungen. Berlin, 1/. s)luD. Auf der Ianuvwrporucke fuhr ein Stadtbahnzug aus einen anderen auf. Mehrere Wagen entgleisten und 7 Personen wurden verletzt. Leipzig, 17. 9!ov. Das Befinden des bei dem Attentat im Reichsgericht schwer verletzten Reichsgerichts- rat Männer gibt zu ernsten Besorgnissen keinen Anlaß. Die Aerzte hoffest zuversichtlich, ihn am Leben zu erhalten. Die Kugel hat zwar noch nicht aus der Brust entfernt werden können, doch hat sich das Allgemeinbefinden des schwer Verletzten in den vorgerückten Abendstunden erheblich gebessert. fUtänner ist 58 Jahre alt und aus Merzalben in Bayern gebürtig. Der Mörder flüchtete nach der Tat aus dem Zimmer, wurde aber von den aus allen Räumen herausstürzeuden Richtern, Anwälten und Beamten sofort verfolgt und auf dem Korridor ergriffen. Paris, 1/. sJi3D. 2ius üoeigrav mechel Der Matin: Serbien beabsichtigt infolge der Lchwierigleiten, die der Durchfuhr serbischer Waren in Oesterreich-Ungarn bereitet werden, die Angelegenheit vor ein Schiedsgericht zu bringen, entsprechend einer Klausel des letzten österreichisch-ungarischen Handelsabkommens. Cetinje, 17. Nov. Zwischen Serbien und Montenegro ist eine Vereinbarung zustande gekommen, wonach von der Konferenz die vollständige Autonomie Bosniens und der .Herzegowina sowie die Ernennung eines montenegrinischen ober serbischen Prinzen zum Gouverneur der beiden Provinzen verlangt löerben soll. Falls dieses Verlangen von der Konferenz abgelehnt wird, beab.icbtigcn sowohl Serbien wie Mon- teitegro zu den äußersten Mitteln zu greifen. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin haben uns beauftragt, allen Denjenigen, die durch ihre tätige Mitwirkung, durch Spenden von Gaben und Geldbeiträgen oder durch unentgeltliche Ausführung der erforderlichen Arbeiten den am 14. d. Mts. veranstalteten Verkaufstag gefördert und zu dem erfreulichen Gelingen desselben beigetcagen haben, warmen Dank auszusprechen. Darmstadt, den 16. November 1908. D1T/U Freiherr von Ungcru-Ltcrnbcrg Freiherr von Lconhardi Hofmarfchall. Diensttuender Kammerherr. Kasseler Hafer-Kakao wird bei Mgen- und Banntoden als Kräftigungsmittel tausendfach ärztlich empfohlen Nur echt in blauen Kartons für 1 Mk. niemals lose. Oeneral-Depot für Deutschland: Dr. Wasserzug, Frankfurt a./M.t Thcat^rplalz 1 Bei Bleichsucht Blutarmut Appetitlosigkeit Nervosität gebrauche man das neue auf elektrischem Wege hergestellte Eisenpräparat,ein von ärztlichen Autoritäten glänzend begutachtetes Kräftigungsmittel. OriginatHascb.cn •. Mk. 1,75 u Mk. 3,— in den Apotheken erhältlich. Bekanntmachung. Das allein echte MAGGI mit dem Kreuzstern überragt alle Nachahmungen! TT^gRKE1 Walther. |66ö6 1618, 1721, 1754, 1802, 1897 ä 500 M. Nr. 1912, 2008, 2026, 2151, 2172, 2219, 2220 ä 200 M. Ankauf von Kornftroh. Die Gemeinde Beuern will 50—60 Zentner Kornstroh (Maschinendrusch) frei Beuern auf dem Submissionswege ankaufen. Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 24. November d. I. auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die näheren Bedingungen zu erfahren sind. Beiiern, den 17. November 1908. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Serie II. II. n. H. bei der Mittclvemschen Kreditbank zu Frankfurt a. 3)L erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende Februar l«v ausbon. (B17/n Gießen, beit 14. November 1908. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. __ II. Nr. 2314, 2315, 2433, 2539, 2542, 2543 ä 100 M. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebrockt, daß die Einlösung dieser Schuldverschreibungen bei der Stadttassc in Gießen, bei dem Bonkhaufe Delbrück, Leo & Co. zu Berlin und Bei der in der Sitzung der Stadtverordneten Versammlung vom 12. dieses Monats vorgenommenen planmäßigen Vcrlomag der am 1. März 1909 zur Rückzahlung kommenden Schuldner schrcibungen des Aulebens der Stadt Gießen vom Jahre 1901 wurden folgende Stucke zur Rückzahlung beitimmt; ~ " 9lr. 6, 11, 147, 187, 208, 287, 306 ä 2000 M. Mir. 355, 435, 460, 493, 538, 564, 590, 659, 718, 735, 750, 908, 909, 1038, 1042, 1107, 1138 ä 1000 M. Nr. 1204, 1228, 1263, 1335, 1363, 1413, 1421, 1436, 1480. Sei A a (ht off vo mc <5ii gec äu Dl da- üb de Hal bis Ll Ger fam brin hoh Bet ßflt W töt des Kitt 40. Ale den !>chi tote frei mit Statt jeder besonderen Anzeige Franz Senner Jahren. im Alter von 68 6651 16. November 190$. (Bergstrasse 7), den Giessen Die Beisetzung II Gröhe schöne 0 . s.... ti (SS M/u L 'den - Einrichtung E 8 Steinstrnbe 43. 09537] pFAFF B ■ Ksuihais S. Elsoffer Amtlicher Teil. (Sm Posten (6652 lhvti/, und Rücksprache. (6466 empfiehlt D°A I Emil Fischbach, 4 p e v 1t ä u f c. iiitnf-0)crnd)c 3 I Heute früh entschlief sanft und unerwartet infolge Herzlähmung mein guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Grossvater machen das schmutzigste Metall spiegelblank £ Mau \uilauge iii.crall ItaolS in Flaschen zu lObisoOPfg. r. 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November, nachm. 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhof aus statt. ' Union-Briketts DreiTropfen Herr Grosse Erfolge bei tausenden Puppen Santa ÜEIsofe Marktstrasse 27 Telephon 727 (a17/w Brkanntwaämna. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Friedhöfe vom 16. November bis 15. Februar 1909 von morgens 8 bis abends 5 Uhr geöffnet sind. . Die Schliebung des FriedbosS wird durch Lauten der Fried» Hofsglocke angezeigt Bei Beginn des Läutens mub der Friedhof sofort verlassen werden. Eine Viertelstunde nach dem Lauten werden die Friedhofstore geschlossen. (B'/ii Gießen, den 16. November 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________________J.V.: Keller.__________ Ich beschaffe raschest und verschwiegen Her oiler Malier Suc.ucc Herd zu kaufen gesucht 095361 Grober Sleinweg 5. 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Sie wollen die Wirte, welche solche Automaten besitzen, hterauf m geeigneter Weise wiederholt aufmerksam mad)cn, damit strafbare 3uroibcTl)tmi>lungat vermieden werden. I. B.: Froelich____________________ Bekanntmachung. Detr.: Scharfschießen. In der Zett vom 16. bis 21. November beabftchttgt das Insanterte-Regiment Kaiser Wilhelm 9h:. 116 Schieß- Übungen mit icharsen Patronen in dem von den Orten 9Nainztar, £r e 15 a. d. iLunioa, Allendor f a. d. Lumda, Fortbach, Hassenhausen, Sichertshausen, Friede l h a u s e n und Staufenberg begrenztem Gelände abzuhalten unb dasselbe zu diesem Zweck mit Posten abzusperren. Geschossen wird an allen Tagen von 9 Uhr vormittags his 3 Uhr nachmittags. Die allgemeine Schußrichtung läuft von Staufenberg nach Fortbach. Tie Straßen Mainzlar-Allendors a. d. Lumda und Lollar-Bellnhausen-L>achborn sind ungefährdet Die Großh. Bürgermeistereien der in Betracht kommen^n Gcmeitiden unseres Kreises werden beauftragt, vorstehende Bekanntmachung mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenntnis zu bringen, daß an deu betreffenden Tagen feine Holzarbeiter und Lwlzsammler sich in den gefährdeten Waldungen auf halten dürfen. Gießen, den 10. November 1908. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: Weicker._________ Puppen Puppenbälge Puppsnköple Schaukelpferde Puppenwagen Spieiwaren in grober Auswahl neu eingc troffen zu billigsten Preisen. Max Marum Giessener Bazar ______Bahnhofstr. 4. [6600 Prima gcriiucherte (6143 Vollfkttbückiinqe soeben frisch cingctroff. u. bill. bei Äugust Wallenleis, Marktplatz 17. Telefon 262. Garantiert naturreinen (6465 Bienenhonig empfiehlt Emil Fiac' bach. Samos 85 Ptg. per Flasche. 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