Erstes Blatt Dienstag 17. November 1908 158. Jahrgang VezugSpret 1: monatlich 75 IM., otertel- täljrhd) 'PJL 2.20; durch Abhole- «x Zweigstellen monatlich 65 Ul., durch die Post Pik. 2.— oienel- |äbrL ausfchl. Beiiellg. Zerlenoreis: lokal 16 ausioans 20 i gendermasten: „Am Donnerstag soll im Reichstag die erste Lesung der ReichSsitmnzvefvrm beginnen. Es ist kaum zu erwarten, daß die Volksvertretung in diese Verhandlung eintreten wird, wenn inzwischen der leitende Staatsmann sein Entlassungsgesuch einge- reiclst hat und die ganze Entwicklung der inneren Politik in Frage gestellt ist. Rian kann einem neuen Reichskanzler nicht zumuten, einfach die Erbschaft seines Vorgängers anzutreten, ohne die Einzelheiten geprüft zu haben. Es wäre daljer nur natürlich, da st einstweilen die Finanzreform vertagt würde. Auch wird kein Parlament sonderliche Neigung verspüren, sich über Mar- trifularbeiträge und Elektrizitätssteuer und dergleichen mehr zu unterhalten, wenn es nicht weiß, mit wem eigentlich man sich unterhalten soll. Ist doch nach dem Ernst der Lage zu gewärtigen, bau sich, wenn die allseitig geäußerten Wünsche nicht erfüllt werden, der Rücktritt des Reichskanzlers unb Miuister-- präsidentt.l das Entlassungsgesuch der übrigen Minister und der Staatssekretäre nach sich zieht. Tas Abgeordnetenhaus tritt am Freitag zusammen. Nimmt die Krisis einen ungünstigen Verlaust so werden sich voraussichtlich) Reichstag wie Landtag zunächst mit beit Zuständen in der Regierung, nicht mit anderweiten Vorlagen bescl'äjtigen wollen.' So stehen wir denn vor einer Entscheidung, wie es seit der Gründung des Deutschen Reiches keine von gleicher Wichtigkeit gegeben hat. Wenn hier unb da mit der Möglichkeit gerechnet wird, daß der Reichstag infolge ber jüngsten Debatten aufgelöst wird, so ist diese Ausfasiilng ohne Zweifel unzutreffend. Es wird wohl kaum einen Staatsmann geben, ber die verfassungsrechtlicl/e Verantwortung für einen solckicn Schritt übernehmen möchte. Wie die Wahlen ausfallen müstten, welcher Zuwachs an Stimmen im gegenwärtigen Augenblick der Sozialdenrokratie sicher wäre, lästt sich unschwer voraussagen. Aber zur Auflösung des Reichstages bedarf eS nicht nur des Willens bei Käst eis, sondern auch der Zustimmung deS Bundesrats. Und daß diese Zustimmung erteilt würde, ist nichts weniger als ausgemach,. Schon durch einen solchen Antrag an den Bundesrat könnte bas Reich einer Kraftprobe ausgesetzt werden, die von unübersehbarer Tragwette wäre. Doch es ist müßig. heute über den Ausgang der Krisis Vermutungen anzustellen, wenn morgen die Ereignisse spreckion sollen. In ganz Deutsch land unb über dessen Grenzen hinaus sieht man mit Spannung der Auss Prack*! des Kanzlers mit dem Kaiser entgegen. ES handelt sich dabei um mehr als die Frage, ob Fürst Bülow noch weiter im Amt bleibt oder proeul negvtiiS nach der Villa Malta aus dem Monte Pincio übersiedelt." politische Cagesjcbau* Ter Zwischenfall von Ca ablanca. Von französischer Seite wird nun eine genaue Darstellung des deutsch-französischen Zwischenfalls von Casablanca gegeben. Der ,,Matin" veröffentlicht den Text des Berichts des Pottzei- tommissars Dorde über die Angelegenheit ber Deserteure in (Saia* blanca. Der Bericht kommt zu folgenben Schlußfolgerungen: Aus verschiedenen Stücken bes Dossiers geht hervor, daß ber deutsck-e Konsulatsbeamte Just sich in bas Haus begab, in bem sich die Deserteure befanden, daß sich der Dragoman Maens ebenfalls in dieses Haus begeben hat, baß ein schweizerischer Deserteur burch einen eingeborenen Käwassen dess.lben Konsulats zum deutschen Lttmsulat geiüljrt wurde, daß Maens bie Deserteure bei )id) empfangen und ihnen Mittel -um Entweichen ver- idxxift hat, daß Konsul Lüd-eritz -ugibt, Deierteure zu decken. Außerdem wird festgcstellt, daß Just einen Unteroffizier der Fremdenlegion tätlich angegriffen, daß er ferner zwei französisckje Ma- troicn angegriffen l/ut, von denen einer zur Erde gefallen ist, daß der eingeborene Kawasse Gewalttätigkeiten begangen Hal, die erst auf horten, als er gebunden war, daß der Paisiecsck-ein des beutfchen Konsuls sich nur an bie Deutschen richtete, unb endlich, baß Just niemals in irgendeiner Weise von französischen Matrosen geschlagen worden ist, die sich doch im Recht besunden hätten, wenn |ie die Gewalttätigkeiten erwidert hätten. — Diese französische Darstellung weicht nicht unbeträchtlich von der beul» scheu ab. Der deutsche Kaiser und die Buren. Ans Rcwhork werben ber „Times" neue Mitteilungen über bie Haltung des brutschen Kaisers und ber beutschen Regierung währenb des Krieges zwisck)en England und den Buren gemacht. Diese Mitteilungen stammen von Buren, die feit dem Ende des sübafrikanisck)cn Feldzuges in den Vereinigten Staaten leben. Die englischen Milttärbel/örden hätten keine passenden Landlarten von Südafrika besessen. Man erfuhr von diesem Mangel in Berlin, unb der deutsche Kaiser ordnete an, daß bie deutschen Generalstabskarten von Sübasrika den Engländern zur Verfügung gestellt werben sollten. Anderseits wirb eine Mitteilung des Burengenerals Viljoen aus Newyork bekannt, wonach bie Buren bestimmte Versicherungen betreffs deutscher Unterstützung erhalten haben sollen. General Viljoen, der jetzt in Texas lebt, erklärt, der deutsche Kaiser habe dem Präsidenten Krüger mitteilcn lassen, Deutschland werde niemals zugeben, daß England die Transvaal-Republik annektiere. Ferner wurde dem Präsidenten Krüger versichert, Deutschland, Frankreich und Rußland würden intervenieren, sobald erst die Engländer einige Niederlagen erlitten haben würden. Die Meldungen können unmöglich wahr sein, unb wir geben sie nur roieber, wett wir hoffen, sie in den nächsten Tagen dementieren zu können. Ta8 bOfahtige Priesterjnbiläum des PapsteS. In Rom haben am 16. November unter der Teilnahme der gesamten katholischen Welt bie Feierlichkeiten aus Anlaß des 50- jäbrigen VrieftevjubdänmS des PapsteS Plus X. ihren Ansaiig genommen. Ti- Souveräne unb Negierungen, unter anderen auch der deutsche Kaiser, haben zu biefeu Feierlichkeiten Sondergefanbt- fchaften nach Rom gesandt. Ter Zeitpunkt ber Feier fällt mit dem eigentlichen Jubiläiimsdatum nicht zufammeil, er ist aber gewählt worden aus praktischen Gründen und weil gerade der 16. Noo. un Leben des Papstes eine besondere Rolle spielt. Am 18. Sept. d. I. waren es 50 Jahre her, daß der Diakon Sorto, der Sohn eines ein'achen Bauers aus Riefe zum Piiester geweiht wurde. Viiemanb ahnte damals, daß dieser beicheidene junge Alaun beremft berufen sein würde, bie höchste Würde m der katholischen Kirche zu bekleiden. Am 10. November war es, als Sarlo später zum Bischo' geweiht wurde, an einem 16. November erhielt er das Exequatur ber itaheniid)en Regierung. 'Ulan weiß wohl nocch bau beim Tobe Leos XIII. eigentlich Niemaitd an bie Wahl SanoS zum Papste gedacht haue, lliampolla galt allgemein als Noch'olgec Leos XIII. Ta legte Oesterreich bekanntlich gegen eine etwaige Wahl RarnpollaS cm Beto em, unb im Rarbmalfollegimn trat hierauf ber Wunsch zu Tage, sich auf eine farblose Kandidatur zu einigen, und jo wurde Joseph Sorto am 4. August 1903 nut 50 von 62 Stimmen zum Papit gewählt. Au diese Wahl ist von einigen Seiten eine übertriebene Hoffnung geknüpft worden; man wußte, daß der Patriarch Sarto von Venedig nut der italienischen Regierung auf denkbar bestem Fuße gestanden hatte, und viel besprochen wurde auch eine Aeußerung des neuen Papstes, daß er sein UebeS Venedig doch noch einmal wieder zu sehen hoffe. Fünf Jahre sind seiideiu verflossen, und Papst Pius X. lebt auch heute »och wie seine beiden Vorgänger aus dem Stillste Petris als frei- ivilliger Gefangener nn Vautan. Zu einem Friedensschlüsse mit dem italienischen Staate ist es nicht gekommen und wird es wohl auch nicht kommen, denn die Süaöitiouen des Vatikans sind and) heute noch mächtiger als vielleickst der Wille des Papstes. An manchen segensreichen Dlefotinm hat es Papst Pitts X. nicht fehlen lassen, doch beuessen sie mehr das innere Leben der katholischen Kirche. Am bekanntesteu ist noch das Auftreten des Vapues gegen den Modernismus, jene geistige Bewegung, die auch die Kirche am modernen Leben und seinen Errungenjchasten auf geistigem Gebiete teilneljmen lassen wollte. • 3um Tode des Grasen Hulfen-Haeseler. Ter so jal) au« dem Leben geschiedene Ehei des 'UlilitärfaBinett4 Graf Dietrich o. Hülsen-Haeseler Hal em Alter von 56 Jahren erreicht. Er wurde am 13. Februar 1852 als Sohn des General- inieudauten der köiitglichen Schaufpiele Botho o. Hülsen und der Gräfin Helene v. Haeseler geboren. Als Leutnant im Kaiser Alexander-Garde-Grenadier-Regunent Nr. 1 nahm er am Feldzuge gegen Frankreich teil unb wurde mit bem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Nach dem Besuch der Krieesakademte kam er zum Großen Generalstab. Im Jahre 1889 wurde er diensttuender Flügeladjutaiit des Kaisers lind einige Jahre später Mttuärattachd m Wien. 1897 wurde er Kommandeur deS Garbe-Füsilier-Regl- menls. Schon 1894 halte er den Grafentitel mit bem Zusatz Haeseler et halten. 1899 wurde Grcst Hülsen zum Generalmajor unb General ä la suite des Kaisers befördert, in den (Seneralliab versetzt unb zum Ehef des Stabes ber Garde ernannt, erhielt aber schon nach wenigen Monaten die 2. Garde-Jn'anterle-Brigade und wurde zwei Jahre später Ehef des 'MilttärkabrneltS und Vortragender Geueraladjinant als Rach olger des zum Gouverneur von Berlin ernannten (tieneralobcrueu v. Hahuke: Diese überaus verantwortliche Stellung hat er bis jetzt bekleidet. Es lagen ihm ob die Bearbeitung ber gesamten Personalien beS Oifizierkorps, ber Offizier- Ersatz-Angelegeuheiten, bie tommandogerichtllchen unb die ehren- gerichtlichen Angelegenheiten. Graf Hülsen >var feit dem 24. November 1892 nut ber am 20. Februar 1875 geborenen Freim Hildegard von Loticadon verheiratet. Aus der Ehe ftainmen vier cölpie unb eine Tochter. Schon vor einigen Jahren hatte Graf Haeseler nach einer starken Entfettungskur unb größeren Anstrengungen während einer Truppenschau in Metz einen Schlaganfall gehabt, dessen Wiederholung er jetzt erlegen ist. 2lu$lan&. Bei bet gestrigen Jubiläumsfeier in ber Peters- kirche zu Rom hielt ber Papst, nachdem er den Altar bestiegen hatte, mit Unterstützung der anwesenden ^hohen Geisttichkett ein feierliches Hochamt au; er erteilte zum Schluß allen Anwesen- den seinen Segen, hierauf setzte sich der 'Zug wieder langsam in Bewegung, und der Papst kehrte, wie er gekommen war, in (Siebener ^iaOtttyeater* Der eingebildete Kranke. Lustspiel von M o l i ö r e. Das einmalige Gastspiel der französischen Gesellschaft des Mr. o u b a u d , das die rührige Leitung deS Stadttheaters uns gestern dankenswerter Weise vermittelte, war naturgemäß nicht dazu berufen, ein volles .Haus zu machen. Die Erschienenen aber folgten mit lebhaftem Anteil den Vorgängen auf der Bühne und bejubelten die alte Satvre aus die ärztliche Kunst und die Krankheitstollen mit stürmischer Heiterkeit, die sich nicht gerade selten auch bei offener Buhne geltend machte. Rein darstellerisch war bie Vorstellung denn auch ganz dazu angetan, volle künstlerische Befriedigung zu gewähren; aber das zeitgeschi chtlickje Wesen verschwand fast ebenso wie das reine „Milieu" hinter der an sich flotten und sicheren Tarftellungsweise. Es mag sein, daß bieiC Ausstellungen durck die verschiedene Volksart bedingt sind, aber nach bcu.iujem Geschmack und nach deutschem Empfmoen gehören, um nur eins von vielen Beispielen zu erwähnen, keine Frackkorfetten in ein Stück Moliöres, denn das paßt nicht in die Zett, da man nock) Allongeperrücken und Klttestt'ümpie trug. Diese Beanstandung mag unwesentlich sein ober wenigstens erscheinen, doch „wer's nicht J'ühlt, ber wird es nie erjagen". Und schon, oder auch nur hübsch — aber da kommt wohl wieder die Volksart in Frage. Gespielt wurde, wie ich schon erwähnte, im allgemeinen sehr gut. Besonders PhillippiDamorös als Argan war lobenswert. Nächstihm nennen wir Mary Brunel, Martha Gra- vil, Marguerite Noch, Volny, Perret Terval, W 6 b e r und schließlich noch die kleine Walter, die ihre Rolle sehr geschickt ausiührre und den stärksten Beifall von allen erntete. Karl Neurath. « — Ein unbekanntes Gedicht Byrons ist in New- Dor k entdeckt toorden. In einem alten Buche wurde das Manuskript eines bisher unbekannten, sehr langen Gedichtes Lord Byrons entdeckt. Das Gedichä ist „Liebe" betitelt und wunde in einem Buche gefnnöett, das aus bem 9Nachlasse der in England sehr bekannten Lady Hartbury stammt. Tas Äiauuskript ist vorzüglich erlitten und ist ohne Zweifel e ch t. — Ein seltsamer Grund. Im Salzburger Stadttheater mußte kurzticki eine Premiere aus einem Grunde, der gewiß ber Komik nicht entbehrt, unterbleiben. Die Erstaufführung des englischen Lustspieles „Der kleine Landprediger" sollte stattfinden und die Stunde des Beginnes der Vorstellung war sck-on abgelaufen, da wurde das Puolikum zum Naa>hauicgehen eingelnbcn, wett — die Souffleuse auf dem Wege -um Theater das Soufflier b u ch v er l o r e n hatte und bem Direktor entgegen der sonst gebräuchlichen und kovhl unerläßlichen Vorsicht kein zwettes Buch -un Verfügung stanix — Das Rollen Verzeichnis als Lebensretter. Eine arnüfanle Gtenz-Episobe schildert Aloys Wohlmuth in feinen bei Georg Müller in München erschienenen ,Reifeszeuen": In schwarzer Nacht kam ich in Brod, ber rnigarüch-bosnnchen Grenz- Nation, an. Sieben bem Billelschalter, beim Schein einer trübselig brennenben Petroleumlampe staub em Alaun mit einer Amtsmutze unb verlangte bie Pässe ab. Mir gab es einen Riß! Ich hatte keinen, unb in biesem traurigen Nest warten, bis er mir von München nachgeschickt wirb — schauerlich! Verzweiflung macht kühn unb erfinderisch J Hatte es nicht auf der ganzen weiten Stiecke in Ungarn geheißen — ganz so wie nn „Revisor' von Gogol — ,wer ba schmiert, ber fährt" ?! Gewohnheitsmäßig trage ich inm auf meinen Ferienreifen bas Wochenrepertoire ber nächsten Saison bei mir. Ans bem Repertoire steht etwas von „Stgl." — Darauf beute ich nun, eine ernste Miene aufletzenb, mii dem Finger. Ter Grenzgewaliige will schwierig werben, aber in demselben Moment suhlt er auch schon in derselben Hand, bie ben Amtssiempel hält, meinen Guldenzettel. Lho —, bas ist freilich etivas anderes! er grunzt ein respektvolles „Ah", welches entweder bem „Kgl." auf dem Repertoire ober dem ,K. K." auf bem Guldenzettel galt, — hebt ben Stempelitock unb — bang! ber Doppeladler jaust nieder an's „Weiße Rößl". Tabei enischulbigte sich noch der Grenzehrenmani'.: „Verzeihung, Herr, aber anständige Lane müssen hier laibeii unter Gesindel." Unb so gmgs bann luftig weiter. In Seiajewo, in Aiostar, überall — bang, aufs fgl. bayerische Repertoireitück. — Ein türkisches National-THeater in Konstantinopel. Mehrere hervorragende Mitglieder der jung- türkischen Partei haben den Beschluß gefaßt, in der Hauptstadt des Ottomanisck-en Reick>cs ein großes Natwnal-Theater nad) euro- tüifdjen Muster -u errichten. Der Sultan hat zu diesem Projekt seine Zustimmung auch, bereits gegeben. Diese Neueinrichtung bedeutet eine überraschende Wandlung des türlischeu Geistes. Tic Schauspielkunst war bisher unter dec türkischen Bevölkerung so gut wie gar nicht vertreten. Erstens einmal ist ihre Ausübung nicht san; mit den heiligen Gesetzen des Korans in Einklang zu bringen und zweitens halten Frauen ja doch auf der Bichnc nie mitwirken dürfen, da dies für äußerst unschicklich) gegolten hätte, es sei denn, baß die Schauspielerrnnen sich nur verschleiert auf den Brettern ergangen hatten. Das Mtional-Thearer soll 200u Personen fassen, soll mit allem europäischen Mrmfort ausgerüstet, jedoch in orientalischem Stil erbaut werden. Es wird in der kratze der Aia Sophia, der größten Mosck-ee Konstantinopels errichtet werden und wiro Sckrauspiel und Oper umfassen. — Die Milton-Dreihundertjahrfeier. In London rüstet man sich, den drcihundertsten GevurtStag des großen Dichters dcS Verlorenen Paradieses zu oegehen, und das Programm der Festlichkeiten wird bereits verkündet. Am Vorabend des Festtages, am 8. Dezember, tritt die britische Akademie zu einer Sondersitzung zusammen, in der Dr. A. W. Ward über Miltons lieben und Wcrt ibcec^n wird, ^aran |G;iußc ncy cm Vortrag von Stt Frederick Bridge über den „Comos" und die dazu gehöriget Ptusik, die dabei öom Chor der Westmrnster-Abtei illustriert wird. Vorher wird eure Würdigung Miltons verlesen, die George Meredith verfaßt hat. Am 9. Dezember wird ein besonderer Gedächtnisgottesdienst in Lkr St. Mary-le-Bow-Kirche abgehatten, in der der Bischof von Riiwn die Predigt halten wird. Am Abend gibt der Bürgermeister ein großes Bankett. Am 10. Dezember veranstaltet die britische Atademie eine Generalversammlung, bei der eine Anzahl unveröffentlichter Schriften über Mttlon bekannt gegeben Wirch. Für die Gäste der Akademie findet dann am lö. Dezember im Theater im B-urlington-Äarlen unter der Leitung von William Poel eine Aufführung von „Samson Agonistes^ statt. Tas Britische Museum veranstaltet eine Sonderausstellung! von interessanten Handschriften Miltons. — Das kostbarstc Buch, das je gedruckt worden ist, dürfte der große „Katalog der Miniaturen-sammlung im Besitz von I. P i erpo n t Mo r aa n, in seinem Auftrage von G. C. Williamfon zufammengestellt und privatim gedruckt," fein, der jetzt nach langer Vorbereitung fertig geworden ist. Das erste Exemplar hat Pierpont Viorgan an Pr.isident Roosevelt als Ge- sckienk gesandt, ein Mettes Exemplar hat die Königin Viktoria und ein drittes die Kongreß-Bibliothek in Washington erhalten. Das Werl umfaßt drei B^itde in Riesenformat; cs ist auf lostvatcm Velin gedruckt, tu nd zwar nur in zwanzig Exemplaren, die nicht in den vandel gelangen. Die drei Baaide find prachwvll in weißem Leder mit Silberbeschlag gebunden. Der Katalog enthält vor allem die mit vollendeter Technik hergesteltten bieproduktionen der kostbaren Vliniaturen, deren Sammlung von jeher eine be- ionbete Liebhaberei Pier Pont Dlorgans gewesen ist, für die er keine Lasten gescheut hat. Es heißt, datz die einzig dastehende Sammlung einen Aufwand von wenigstens einer Million Dollar erfordert l/tbe. Sie enchält eine Gculerie der hervorragendsten L'ch'önheiteil aus zwei Jahrl)underten, von den berühmtesten Mtz- niaturkünstlern ihrer Zeit gemalt. Der Edelstein der Sammlung ist ein Miniaturoilo der Maria Stuart von einem unbekannten Alaler, das einst Karl I. von England gehörte und von ihm so hock) geschätzt wurde, daß er seine Initialen darauf setzte. Außerdem ist von dem Lkünstler das Alter der Königin mit 23 Jahren auf dem Porträt angegeben. — Kleine Chronik aus Kunst unb Wissenschaft. An Stelle bes scheibenben Hofkapellmeisters Göhler in Karlsruhe tritt am 1. Tez. 1909 HoikapeUmeiiter Leopold Reichwein aus Alaimheim als elfter Kapellmeister des Hon Heater. — Mnn- nerial-Direktor Dr. '2)1 a r q u a r b t m Stuttgart ist zum Vorstand der wissenfchaittichen Sammlungen bes Staates ernannt worben. — Ter Herausgeber ber „Libre Parole", Eduard Trum out, bewirbt sich um ben burch ben Tob Saidoiis erledigten Sitz in ber 21 c a b 6 m t e Frau^aif e. Fainilren-Nachri«chten Herrn Gerichtsschr.'Geh. Walther und Frau m Fräulein Anna Haberkorn mit Herrn August m ) l-l- 2) (— Handel' des Frankfurter Börse. 3% Portugiesen III 109.10 Herl euer Börse, 17. 143.40 3) 1) 3) (+ (+ (- 168 168 168 166 173 173 173 178 177 171 165 170 174 176 180 186 185 . 21.40 . 1465 . 123.00 l-'0 (- ) 49 30 86.80 63.55 97.50 1) 2) 4) ) Es hieße aber am verkehrten Ende sparen, wenn man anstelle des altbewährten Originalpräparates solche Nachahmungen laufen wollte, denn nur der Erfolg entscheidet, und diesen hat die echte Scotts Emulsion aufzuweisen. Darum Vorsicht beim Höchste Temperatur Niedriaste , 57 90 58.60 97 10 91.45 92.30 leisten Markttage in Mark pro das Mehr (4) bezw. Weniger Klammern 0 beigesügt ist, wie ) 1) 1) 1) ) 1) 1) 4) B ) 1) ) . 240.10 . 138 30 . 180.00 . 146.90 . 199.40 November. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . Laurahütte .... Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Türkenlose..... 17. November. 1.15 Uhr. EJektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Scbnckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... Nordd. Lloyd . . . . Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Hondelages. . . Einkauf. Man bestehe darauf, die echte Scotts Emulsion mit unserer bekannten Fischerschutzmarke zu erhalten und lasse sich keine Nachahmungen aufreden 1 89.70 99 00 167.50 128.00 4 3.8 ° C. — 5.4v C. Geborene: Büdingen ein Sohn. Verlobte: " Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz • fest. Haier 158 (+ 2) 163 (-}- 1) 160 (— 158 (— 160 (— Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halle Reichsanleihe do. Konsols . . do. Hessen . . Oberhessen 115.00 118.90 191 00 188 20 112.50 195.20 t 176 174 172 168 177 157 174 175 166 175 172 175 1) 1) 2) 4% Öesterr Goldrente. 4*/8 56 Oesterr. Silberrente 4% Ungar Goldrente . . 4/6 Italien. Rente . . . 3?6 Portugiesen Serie I 4}$°/» russ.Staatsanl. 1905 V/i°)0 japan. Staatsanleihe Conv. Türken von 19U3 Türken'.ose...... 1% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W..... Tendenz: fest. Darmstädter Bank. . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . Baltimore- und Oldo- Eisenlahn . . . . Gottbardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . P rince-Henri-Eisenbah n Telefonische Kursberic .te Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. 218 60 112.50 3) 1) 1) 3) 1) 1) 1) 3^7» 3 56 «M7. 3% W/o 3M7. 9hir echt mit dieser Marte—demFischer — dem Garant ic» ßeichen des Gcotie scheu Derlahrciüt Weizen 210 (+ 207 (4- 200 ( + 203 ( + 206 ( + 207 (4- 202 (4- 203 (4- Han-el. — Interessante Sch adenersatzkla a e. Mehrere Hamburger Firmen hatten gegen die Hamburger Finanzagentur und Auskunitei Eitzen & Co. Schadenersatzklage erhoben. Tie Firma hatte irrelettende Angaben über die Verhältnisse der später m Konkurs geratenen Altonaer Wachsbleiche des Kommerzienrats Köhler erhoben. 9hm wurde die beklagte Firma zum Ersatz der ganzen durch sie vermittelten Summe nebst Zinsen oernrteilt. Es handelt sich hierbei bei der Berliner Banksirma Schlesinger, Trier & Lo. um den Betrag von 200 000 Mk., bei E. Bromberg um 151 000 Mk. und bei EliaS Kanstnann Söhne in Kassel nm 80 000 Mk. Tie Entscheidung, gegen die Eitzen L Co. Berufung einlegcn wird, ist für eine große Reihe weiterer Geschädigten von Bedeutung. — O b e r s ch l e s i s ch e Zinkhütten'Aktiengesellschaft in Kattowitz. Der Vorstand teilte in der Generalversammlung bezüglich der Aussichten für das laufende Jahr mit, baß die Verhältnisse sich im allgemeinen gebessert haben. Ter Zinkpreis ist von 18'.', Lstr. auf 20'/. Lstr. gestiegen, so daß aus den Erzbeständen, die bet der Inventur sehr niedrig bewertet worden sind, Verltiste kaum zu erwarten sind. Tie Gesellschaft sei über die teclntischen Schlvierigkeiteit, die sich bei Nenanlagen stets einstellen, hinweg und and) die Arbeiterfrage sei in befriedigender Werse gelöst. Ter Bedarf an Erzen sei gedeckt, die Produktion verkauft, so daß aus eine bessere und ruhige Entwicklung gerechltet werdet! dürfe. Meteorologische Beobachtungen der Station Gienen. 195.40 195.60 21.90 hängige und besser und den yaiitigenreirtiycn Dazu gebärt vor Allem, schaffen werden. Unr die echte Scotts Emulsion, keiire Nachahmung! Der Weltruf von Scotts Emulsion bürgt für die Güte des Präparates, und die mit ihm erzielten Erfolge sind unbestritten. Billigere, vielfach minderwertige Nachahmungen von Scotts Einnlsion hat es von jeher gegeben und neue tauchen immer wieder auf. ctzaffnngen zur 'Bewilligung erhöhter Preisansprüche veranlaßt. Tas Geschäft in Braugerste- hatte bei unveränderten Preisen mr eine -Qualitäten nricbetl nur sehr geringen Umfang. Mägtg erhöhte Forderungen für russisch« Futtergerste führten mehrfach zu .lb- chlüsscn. Auch füg Mais Zur baldigen Lieferung bestand mit Rücksicht auf den herrschenden Mangel an Beständen sowie auf die oben angedeudeten Bezugsschwierigkeiten etwas regere Nackchrage. Auf dem Lieferungsmarkte erfuhr die feste Stimmung durch den am Tonnerstag eingetretenen Witterungsumschwung vorübergehend eine Unterbrechung. Ter Schluß war jedoch wieder fest, ür Weinen 14»—l'i Hölzer, ebenso für Hafer, während Roggen 94.25 84.85 94.25 84.80 93.00 92 00 98.15 98 90 92.80 ( + (- (4- (+ (- (+ (4- (+ (- (4- (- (4- gul situierte Leute wohl suhlen Die guten Steuerzahler erhalten bleiben, das; reinlicktz- Straßenverhältnissc ge Auch Tnchrerc Struer^aMer. , folgt: Roggen keine wesentliche Aenderung zeigt. Es stellten sich die Preise stir inländisches Getreide am 1000 kg je nach Qualität, wobei (—) gegenüber der Vorwoche . 178.50 . 128.00 . 239.90 . 60.20 147.60 Brill, beide in Alsfeld. Gestorbene: Herr Tr. meb. Karl Pinko in Kirtorf. — Frau Katharine Günther, geb. Sein;, Herr Wilhelm Ritter, beide in Laubach. — Frau Karoline Seybold Witwe^ geb. Arnold, in Echzell. — Frau Elisabeth Theis Witwe, geb. Reineck, in Butzbach. — Herr Friedrich Koch in Kohden. — Herr Wilhelstr Haustein in Bad Nauheim. — Herr Johannes Jung in Fauerbach v. d. H. — Herr Ehrisiian Lehr in Wetzlar. — Herr Konrad Pferd in Garbenheim. seine Gemächer Zurück. Abends fand eine glänzende Illumination auf dem Petersplatze statt. Aus Rußland. Tic Bllürcrmeloungen von einer -Demission des Ministers der Volksaufklärung bestätigen sich nicht. Das A ns wartige Amt in Peking hat den dortigen biplomatisckeu Vertretungen des Auslandes den Thronwechsel bereits offiziell mitgeteilt. Von Deutschland wurde der chrncwch. Regierung dos Beileid wegen des Ablebens des.staiscrs Dvang- hsü ausgcdrüat. In Berliner amtlichen Kreisen glaubt man, baß sich der Thronwechsel ohne besondere Unruhen vvllZtehen wiÄ>, und das, falls fvln>e doch ausbrechen sollten, sie ichnell unterdrückt werden können. - Tie Kaiserin P e d o n a l a^, die Gattin des verstorbenen Kaisers soll ebenfalls tot fein, -taut) Mail meldet aus Peking: Es sei anjiinelymen, daß die Kauemn vergiftet wurde oder Selbstmord begangen habe. Zwiscken Ehina nnd Portu g a l ist ein ernster Konflikt ausgebrochen, weil Ehiua Eingriffe in das Gebiet und den Küstenbereich der portugiesischen Besitzung Macao macht. China streitet Macao den Eharatter einer portugiesischen Kolonie ab. Ein in Lissabon eiligst berufener Ministerrat beschlos» die sofortige Ents.ndnng von Kriegsschiffen. Lollar. Wer dieser Tage den Uebergang von der Haupv nach der Bahnhofstraße oder umgekehrt passieren mutzte, konnte froh sein, wenn er nicht in dein Morast stecken blieb. Den meisten der Passanten lief der Schmutz in die Stiefel hinein, trotzdem wird feine Abhilfe geschaffen, obgleich diese Angelegenheit wiederholt erörtert wurde. Eine solche Rücksichtslosigkeit in erster Linie gegenüber den steuer? a blenden Einwohnern von Lollar ist denn doch noch nicht dagew'sen. Wenn in der Gemeinde Mißstände vorhanden sind ruw die . roerschast wünscht, daß darin Abhilfe geschaffen wird, so ist es Pflicht, daß solche beseitigt werden. Oder glauben an- deve, sie allein seien maßgebend? Tie Einwohner bezalnen die Steuer und bereit Wünsche find 7fU berücksichtigen, ober will man aus Trotz, weil manches in der Presse mit Recht kritisiert wird, die Steuerzahler tyrannisieren? Tie meisten .Hausbesitzer sorgten bei Beginn des Tauwetters bafur, daß die Gossen vom Eis befreit wurden, damit das Wasser Abfluß bekam, aber die Gemeindeplätze und speziell der am meisten frequentierte Uebergang beim Herrn Schmiedemeister Karber, starrt roll Schmutz und Unrat. Ta ist es ia ein Wunder, wenn eine Straßenreinigung von den Anwohnern überhaupt noch sdattfindet. Bei icder sonstigen Gelegenheit wird versucht, die Flucht der ^Landbevölkerung nach der Stadt yii verhindern unb aufzuhalten Hier hat die Behörde in erster Linie die beste Gelegenheit, Zustande auf dent Lande zu schaffen, damit sich auch unab-- Weltmarktpreise: 'Weizen: Berlin Tez. 209.50 (+ 1.50), Mai 215.50 (4- 1.75). Budapest April 217.35 (4- 2.75). Paris Rov. 00.00 (- 0 00). Liverpool März 174.90 (4- 0.50). Chicago Tez. 159.'!0 l-j- 300). Roggen: Berlin Tez. 176.00 (— 0.25), Mai 184.75 (— 0.75). Hafer: Berlin Dez. 166.25 (4- 1.75), Mai 169.00 (4- 1-60) Alk. am 15.—16. Rov. „ 15.—16. Rov. Gctreide-Wochenvertcht der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtfchaftsrats vom 10. bis 16. November 1908. Die Nachrichten aus Argentienieit lauten zwar widersprechend, Lassen aber inH allgemeinen (einen Zweifel darüber austommen, daß inan ey dort mit ernsteren Schäden zu tun hat, worauf übrigens auch die Zurückhaltung des argentinischen Angebots hinzudeuten scheint. Bon nicht geringerem Einfluß aus die Gestaltung der Marktlage waren auch in der Berichlswoche^die hier herrsck)enden Witterungsverhältnisse, die einerseits eine Schädigung der ohnv- hin schwach entwickelum Saat befürchten lassen, andererseits die Schwierigkeiten y.t verschärfen drohen, mit denen die Flußschiff- falptt schon seit längerer Zeit zu kämpfen hat. Unter diesen Umstanden nahm der Getreidcmarkt tn der Berichtsmoche eine ziem-" lich feste .Härtung an, und da vom Auslande nur zu wesenttich höheren Preisen zu laufen ist, so wurde oem inländischen Angebot bei anziehenden Preisen allseitig vermehrtes Interesse entgegen- gebracht. Es bezieht sich dies vor allem auf Weizen, dessen im Vergleich zu den ausländischen Forderungen verhältnismäßig billiger Preisstand sortgesetzt die Aufmerksamkeit der importbe- dürftigen südeuwpäischen Länder erweckt. Allerdings stehen einer «pßercn "Ausdehnung des Geschäftes in dieser Richtung die ev- wähnteir Störungeir int Schiffahr tsbetriebe, die sich auch beim Bezüge ausländischer Ware empfindlich bemerkbar machen, hiiider- lich im Wege. Auch Roggen vermochte aus der im allgemeinen feftex'u Stimmung Nutzen ui ziehen, obgleich für diesen Artikel weder seitens der auslandisci weisen mir, daß ich doch im Interesse unserer Schule einen Punkt berührt habe, wie es mir meine. Pflickp in diesem Falle gebot Eichenauer, Stadtverordneter. Wallende Nebel bedecken das Feld und die schlimmste Zeit des Fahret', der 'November, ist ot* fä&r kommen. Ta sind die -plenkchen mehr traut als geiund un» immer tit’d dasselbe: Katarrhs, Husten, rauher Hals, •sdiling- /cts. vefchwerden, Atemnot 2c. AVer getrost: Fays deine 2oben« Mineral-Pastillen lassen alle diese Beschwerden nicht ho®» kommen und sie sind dabei so bequem und angenehm zu gc* brauchen, daß man seine Erkältung los wird, ohne redit V wissen, wie. Wer's noch nicht probiert bat, macke einen Versuch. Tie Sckachtel nir 85 Pfennig ist in üi nult dien Apotheken, Drogerien und MmeralmaiserhandL erhältlick- Marke auf der Sohle. Nur echt mitDreieck- November 1908 ^Barometer an- 0“ reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit § i Windstärke Wetter I 16. 1 S" 754 2 + 3,4 2.9 50 8 4 Sonnenschein 16. : 9’6 753,0 — 2,5 3,6 96 8 2 Klarer Himmel 17. 7,& 753,3 3,4 92 SSW 2 Bed. Himmel Leipzig 204 1 (4- 1) Braunschwetg 202 ( > 1 Rostock 196 < 2) Hamburg 203 ( (+ 2) Hannover 205 < 4- 2) Tüsseldorf 213 ( :4- i) Frankfurt a.M. 2071/, (-f-21/,) Mannheim 237 (4-37,) Stuttgart 220 (-27? = Tuchstoffe = für Herren- und Darn.en-Kleid.er la. deutsche und englische Waren in allen Preislagen, Neuheiten in farbigen nnd weissen Westenstoffen Ein grosse Partie Rester passend zu Herren- n. Knaben-Anzügen. Preislage: 3, 4, 5, 6, 7. 8 JTk. - zu ganz bedeutend herabgesetzten Preisen. ■■ Louis Treff & Co. Tuchhandlung gegr. 1827 6607 "Walltorstrasse Nr. 17 ■—■Will MWIMIMIJ Hin-.......WWWWWW! * MMMMm M 1 UM w Permanente Ausstellung aller Geräte für Sie Landwirtschaft M. Rosenthal Fernsprecher 218 Viehfutter-Schnelk dämpfen Kesselöfen Kartoffelquetschen Kartoffel« Waschmaschinen Kartoffel- Sortiermaschinen Rübenschneider Futterschneidemaschin. 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Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden 641 754 893 562 698 723 805 20337 168 87 330 215 855 25142 291 94 503 78 8t 713 98 712 916 28033 29 374 521 839 3 0231 380 478 83 8 9 006 113 40 243 439 777 877 90024 171 231 808 21 83 94 439 784 91118 322 560 [30001 687 722 [500] 92046 181 698 893 9 3152 356 96 617 614 85 700 9 4033 819 453 572 73 637 795 9 5026 66 83 47’3 639 97 99 751 932 96005 (500] 1D0 445 [3000] 500 9 674 855 923 33 97 9 7078 721 805 43 9 8033 [500] 164 615 7x5 809 954 7 4 9 9 015 126 234 87 602 64 719 57 831 33 100147 [500] 262 [3000] 335 693 913 95 1 01185 243 [1000 ] 357 68 72 445 545 56 716 809 12 1 02056 [500] 97 135 [ 500 ] 456 [500] 90 892 1O30S8 116 452 520 21 33 677 757 [vOO] 983 1 0 4019 194 459 604 79-1 859 63 71 993 105116 295 412 93 871 [500] 10 6049 309 80 447 623 757 342 1O7030 87 155 339 94 446 75 537 608 96 [1000] 814 64 67 [ 500 ] 933 [1000] 108271 400 63 577 97 743 76 929 1 0 9 213 [500] 54 77 478 [1000] 88 566 [500] 925 110107 50 379 433 76 634 759 111040 67 141 440 123131 [500 ] 71 346 56 480 96 746 1 2 4 002 25 691 772 125185 216 372 440 [3000] 615 33 641 Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verholen.) 164 832 57 591 753 1 000 77 221 460 8S7 93 933 2005 181 97 842 479 86 993 3084 228 49 637 [500] 99 758 4067 101 303 [500] 413 697 907 5 234 474 626 [3000] 739 75 76 [1000] 835 989 6202 434 516 714 92 95 821 7188 222 349 437 635 713 65 74 94 816 952 8234 331 96 454 537 786 325 9564 77 98 637 773 367 [500] 86 0 822 23 57 947 11400 774 582 85 638 60 731 48 1 3531 648 [500] 58 411 67 583 625 861 93 —-----... - , -- 424 [300] 611 27 8C3 3 4317 75 420 784 912 [500] 35132 236 311 493 689 3 6092 212 [1000 ] 360 404 27 613 82 916 85 3 7277 534 94 826 52 913 [ 500 ] 3 8006 107 [500 ] 201 10 [590] 35 58 62 311 956 3 9 176 434 548 [3000] 741 40061 [500] 201 414 [ 500] 504 677 714 41136 67 [500] 457 [1000] 87 638 96 600 858 915 4 2043 99 [ 1000] 8 341 438 40 714 829 98 43029 197 468 [ 500] 3U6 942 4 4002 151 202 340 464 515 605 852 60 87 558 — _________— — .----- 12 6051 179 635 826 [3000] 964 [500] 127448 666 714 [1000 ] 44 128017 170 97 «20 42 302 [1000] 632 [3000] 71 751 [3000] 72 73 952 129228 878 [1000] 427 567 [1000] 792 901 93 [500] 921 130017 117 516 [500] 57 683 93 749 896 1 3 1 383 198 B17 7«3 1 32152 "255 85 304 400 [500] 571 [500] 789 804 in -i »61 81 133 254 409 857 [1000] 934 [1000] 85 96 99 134274 84 492 572 616 843 135157 391 428 [1000 ] 33 575 F-l 958 1 3 6 462 1 37161 205 17 744 671 914 1 3 8071 131 33 202 502 38 765 973 139146 834 [1000] 434 37 76 *->•■> 60 09 869 977 ' 4O030 161 232 63 897 422 751 951 14 1 066 105 M »77 91 [1000] 407 66 982 [1000] 142278 [1000 ] 414 Hflnnl 5* 579 713 30 50 802 963 143011 104 533 617 763 821 935 43 144005 261 98 [ 500 , 826 468 705 SU rioAnl to0 145417 [1000] 60 550 720 78 886 936 1 46lM Ml 30001 320 463 755 864 1 471-1 231 [500] 381 520 603 46 701 836 72 963 [1000] 148057 253 665 980 [500] 87 89 149042 281 876 638 71« 653 S2 701 25 112151 582 601 789 113153 576 683 876 [500] 914 19 114-25 [ 8000 ] 331 454 727 42 63 83 837 52 902 [500] 115007 167 221 328 48 463 «34 93 764 979 [500] --- . ....... ... 49 48131 511 755 810 78 4 9349 419 674 859 50114 56 92 610 71 [3000] 803 18 907 [1000] 22 [3000] 67 [3000] 51125 976 [5000] 5 2537 39 975 5 3 264 77 [500] 556 804 35 930 54015 23 35 203 47 394 451 553 812 27 1500] 5 5040 137 64 372 452 590 604 [500] 760 62 56136 415 666 977 97 57041 84 170 317 558 815 959 71 58161 67 315 563 [500] 6.-7 937 5 9 004 21 176 215 [500] 400 79 [1000] 678 962 [3000] 60133 54 (1000) 72 [1000] 259 385 763 837 961 8 1 245 355 (21 .>22 73 95 631 789 [ 3000] 802 966 6 2 297 880 6 3084 102 81 317 HO 811 [500] 78 92 916 6 4235 [ 3000] 43 70 4 ’Q 23 600 22 837 993 [51'0] 65159 323 539 703 62 859 951 [1U00] 66089 104 32 67 277 320 413 740 943 67267 418 67S [500 ] 681 711 76 [1000] 849 62 6 8 371 88 771 839 69 025 225 [1000] 76 305 450 593 718 24 [500] 40 915 70028 7 5 574 707 941 7 1 294 315 39 514 868 968 7 2010 (500) 635 800 11 7 3 221 399 578 87 670 785 857 [3000] 74082 249 320 484 647 950 7 5042 66 [1000] 211 444 039 883 76014 332 418 [1000] 67 [500] 82 507 77150 278 451 557 657 [1000 ] 72 78083 413 510 7900« 174 206 44 407 39 [3000] 66 739 [500] 930 SO042 401 [500] 721 [1000] 81132 789 868 8 2 269 305 447 787 4 7 55 8 3016 256 333 469 544 911 70 [500] 84291 655 [aOO] 679 750 88 871 85046 117 225 12 490 96 711 2» 86U19 40 [1000] 78 115 80 279 834 96 920 87153 563 604 31 8 8 004 226 ( 500] 666 87 649 721 96 843 45 [3000] 861 728 [500] 631 832 54 198236 91 468 76 !48 924 [1000J 204073 283 334 601 2OÖ0G7 [500] 206260 (3000 | 386 651 83 89 834 984 2 0 7016 803 790 [500] 992 70 [500] 96 901 23 2 09193 510 14 221183 »29 381 580 967 2 2 2184 552 615 708 915 2 23(45 100 673 891 9-3 2 6 406» 321 473 523 8! 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(Nachdruck verboten.) 98 611 760 1016 24 183 204 422 910 14 2365 467 [500] 83 707 955 51 953 4221 [500] 841 56 414 95 Nur die Gewinne über Nummern in (Ohne Gewähr.) 95 242 434 [1000] [1000] 537 649 55 822 55 Besonders preiswert: Eleganter Damen* und Herren-Schirm, aus la. halbseid. Tafft, mit haluseid. Futteral, elegantem Natur-Griff . . Aeusserst solider Schirm, aus la. halbseid. Tafft, mit seid. Futteral, hochelegantem Griff......... Bester reinseid. Schirm, aus la. Surab, seid. Futteral, sehr elegante Form, feinster Naturstock....... Damen-Schiim mit bunter Kante, Baumwolle-Tafft - Damen-Schirm, halbseid. Satin, mit bunter Atlaskante . . . Damen-Schirme, hochelegante Stoffe mit Streifen oder elegant. Chine-Bordüren.........15.— bis 6.75 3.75 5.50 218 46 326 (500) 619 71 800 2 3 8046 169 239 333 429 672 239098 186 407 682 728 851 24 0047 970 425 75! 850 241045 159 207 81 310 [1000] 411 538 2 4 2498 570 728 870 0G2 90 243'*51 (5 ü] 83 370 97 433 61 698 [500] 744 (1000) 817 983 244033 46 114 59 60 438 904 245007 100 42 292 434 502 11 901 49 2 4 6032 66 103 17 494 538 [1000] 656 58 716 930 6* 247027 44 19» 248026 187 631 41 [500] 715 35 913 249271 850 280456 (10001 612 281010 107 29 6S 287 [S»00) 815 437 627 33 768 817 68 2 8 2082 «02 67 637 786 49 [SeO] 820 939 2 8 3«00 "Ginn' 95 512 7'2 92 2 8 4177 277 508 79 81 732 967 "1 28 5038 384 522 60? 90? 51 286010 182 [30V0] 258 335 [500j 770 860 287881 718 toi 95 3008 101 806 53 418 650 754 80 853 1,0 5 060 74 454 88 897 6121 283 311 46 68 722 7062 108 240 863 470 574 610 997 [1000) 8075 207 4SS 856 144003 223 64 332 44 48 562 6R7 JO« 601 145(35 LOS 43 821 406 ( 500 ] 616 929'146076 [ 500] 318 66 404 15 630 68 84 757 [500 ] 895 980 147338 14 8703 84 850 905 1 4 9 269 332 566 770 150011 246 837 50 71 000 42 45 1 5 1 008 .63 579 653 81 954 15211? 846 479 6-18 (1000) 826 153008 63 65 725 53 [600] 452 673 806 154099 269 80 573 •« 92 635 43 89 [500] 932 155287 Ziehung vom 16. November 1908. nachmittags. ~ 240 Mark sind den betreffenden 140(26 260 812 98 477 634 ...--- 45 63 1 42164 876 (8000] 556 628 722 953 1500] 143067 12 0014 95 611 52 862 85 2 1 038 266 81 738 1 22177 650 743 1 2 3077 90 144 655 704 12 4033 62 156 31? 84 502 6 792 125118 «40 712 900 13 1 26038 358 447 74 541 .31 12 7 045 83 594 627 87 128113 351 450 .19 129116 529 .84 j -.1-* 615 18 827 68 9G9 26 6098 245 6)2 748 — 55 [1000] 175 344 511 38 2 6 8024 215 [ 500] 461 79 [500] 47 (1000) 271 88 6.2 11COO| 701 32 828 949 2 7 5006 5« [500] 154 67 419 61 97 628 88 835 99! 276'84 " " 327 529 -99 962 277200 W5 98 656 727 13000] [500] 278028 65 115 ' 5001 266 828 408 [1090] 13 27 9 301 64 525 634 729 932 [1000] 251062 97 105 (1009] 380 417 649 822 2 5 2073 747 [5001 73 861 955 [50Uj 25 3074 89 159 06 271 (50rj 9» [1000] 780 857 254075 120 310 41 [500] 433 68 543 [500] 31 851 685 785 160094 151 81 220 343 47 812 [ 500] 16 1 349 405 [500 ] 672 .— — - - 1620U6 82 182 90 488 624 85 738 816 29 89 1 63.-0 (500 ) 564 727 1 64095 405 756 845 1 6 5537 GM 920 75 16 6074 »72 319 75 501 651 767 69 970 1 67143 68 [1000] 79 370 [3000] 670 875 1 6 8018 [500] 107 71 93 350 439 533 (1000 ] 769 865 1 69240 [ 3000 ] 629 709 952 170307 25 455 [3000] 574 678 743 171091 623 797 172'68 79 459 Dl 522 94 640 53 [ 500] 731 33 53 905 14 1738-0 426 706 95 848 174274 317 678 721 808 21 175.352 176081 282 34» 487 685 858 85 019 63 1 7 7013 [3000] 83 280 315 701 5 90 842 956 78 94 [3000] 178065 491 54 4 [LOGO] 66 888 1 7 9077 305 «0 851 81 180089 604 830 94» 46 181078 214 32 57 63 462 182018 41 89 ( 500) 196 414 29 654 (1000) 841 61 183051 55 218 39 [1000] 434 [500 ] 798 938 1 84066 421 512 809 71 (1000] 18 5073 (500) 159 87 215 397 [1000] 40 67 516 725 1 8 6 427 572 708 [500] 86 822 88 1 87 273 326 81 610 34 [500] 67 93 (3000 ) 731 46 807 [500] 45 930 (1000] 37 188063 74 [1000 ] 317 476 773 954 1 8 9097 [3000] 112 58 76 459 557 667 989 [1000] 91 97 19 0013 206 99 327 626 793 840 67 1 9 1 010 11 83 Regenschirme für Damen und Herren Wir sind infolge gemeinsamen Abschlusses mit über 200 der g testen Geschälte in der Lage, unserer werten Kundschaft darin örvorragendes bieten zu können. — Sowohl in schwarzen wie in bunten Schirmen bieten wir bedeutende Auswahl zu allerbilligsten Preisen und übernehmen für jeden Schirm weitgehendste Garantie. 5oSe°8o“s4 323 407 59 [500] 97 99 753 911 51093 [10001 l “ 13 (6061 304 681 977 52170 473 510, 626 [MO) 785 827 75 951 5 3 821 44 496 737 813 43 5 4657 80 783 ,, —, o.,« sSril» 84 140 224 61 3*3 445 537 895 9<- 56'05 91 1,000) 213 22* 558 73 «25 803 35 51 910 21 79 5 7 039 313 S 508 692* 799 980 5 8054 60 [500] 185 457 636 762 875 50“Ao” Ml " ™ "610« r«0«l «1 110001 SS ff SH ffSS oÄ’Ä » ™ 65 I "s&iTS'SffÄffss&w-ua S ÄtTiffÄ « S 76110 X ff'1*S 2000) 606 89 9'0 7 7 024 148 32-161 508 75 647 848 963 r.nnl 7Ro»fl 1T5 77 373 569 73 79180 696 ‘ an « ort« [1000 ] 514 985 81139 206 OS 552 73! 87 15001 844 8 2 045 169 302 449 643 86 757 889 8 3113 47 227 IwrSMl 52« 741 84017 SOI 51 410 70 630 762 813 44 986 PKtoO SS9 [1000] 612 51 62 [1000] 766 77 851 «6 861-- 87011 115 68 77 802 80 540 [3000] 90 661 902 8 8173 259 575 626 799 [1000] 862 997 8 9029 69 96 173 264 551 ISOmA $44 ( 500) 526 1 3 1001 29? 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