Samstag 18. Juli 1908 Nr. 167 Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag». barzulegi ichung o , den wir I regelmäßiges Tischgetränk schon oan, an Zahl wir uns mit dem gewöhnlichen Wp anz Bedürfnis geworb.m, so daß iffer an anderen Orten schwer 158. Jahrgang Die ..Gießener ZamilienblStter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblott ffli den Kreis Siehen" zweimal wöchentlich. Die ..randwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Der Zweck der ganzen Denkschrift ist, wie zum Schluffe bemerkt sei, nur der, die Grundzüge klar darzulegen und nachzuweisen, auf welchem Wege eine Erreichung des Zieles möglich ist, eine genügende Fürsorge für die Privatangestellten zu erreichen. Es ist nun Sache der Interessenten, sich dazu zu äußern, in welchem Umfange das geschehen soll und welche Aufwendungen dafür gemacht werden können. der Gießener Verein dem Friedberger Kanzcrtvcrein, neulich am gleichen Ort zu hören Gelegenheit hatten, an Zahl und Auswahl seiner Kräfte überlegen. ' 4331 se 9 tlTflntuefl2[rtM.6JOn.7jO.3i 'd.SrscheMreklv.LoibmSiM U5lretbar.6rimma 571 W Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu UniversitätS - Buch- und Eielndruckerei. ÖL Lange, Gießen. Redaktion. Expedition und $ ruderet: Schul- ftrafee 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: ^^l 1^. Tel.-Adr^AnzcigerGießen. heben, da ihre Stellung an der Universität Lausanne unhaltbar geworden sei. D i e L a g e i n M a z e d o n i e n hat sich, trotzdem Osman Pascha das Kommando in Monastir übernommen hat, verschlimmert. Das jungtürkische Komitee in Resna gewinnt immer mehr Anhänger, das Programm der Jungtürken wird von der Bevölkerung mit Enthusiasmus ausgenommen. Falls die Pforte mit Gewalt Vorgehen sollte, dürsten schwere Zusammenstöße nicht ausbleiben. Die portugiesische Zioilliste. Die portugie- ische Kammer hat mit 82 gegen 14 Stimmen den Artikel 5 ,cS Gesetzes betr. die Zivilliste genehmigt. Hierauf wurde das ganze Budget angenommen. Zur Lage in Marokko. Aus Fez wird gemeldet, daß die Haupl-Chorfas von Onezzan Fez verlassen haben. Gerüchtweise verlautet, daß die Haupt-Chorfan beabsichtige, Muley Hasid aufzugeben und sich zu den Truppen Abdul Asis zu begeben. Aus Ondscha wird berichtet, daß eine Typhus-Epidemie in dem Lager unter den Truppen herrscht. Die Kranken werden in daS Spital von Lalla Marnia gebracht. Umfassende Maßregeln zur Bekämpfung der Epidemie sind bereits getroffen worden. Erkrankung des Kaisers von China. Der Kaiser ist feit mehreren Tagen krank. Bisher ist cs nicht gelungen, oas Wesen der Krankheit genau festzustellen, da man im Palast von der ärztlichen Kunst des Westens nichts wissen will. Die vorliegenden Berichte bezeichnen die Krankheit als Dysentherie. Gestern war das Befinden des Kaisers besser. Die Kaiserin beauftragte die Gouverneure in der Provinz, Aerzte nach Peking zu schicken. mNW empfiehlt W J Schäfer, Lildem, MnikuäT Mittweida ii tklort Protetior Hohl re technische Lehnnstilt lektro- u. MaschinentaM irabteilungen für Inpnlem, schniker u. Werkmeister. rot u. Maach.-Labontoda Lehriabrik-Werkstitten. , Schulj.: 3610 Beraber, ’rozramm etc. kostenlos 4 entleerte i*“1«* h. Mwf 7. ...i Nfieurtobi vplr i. alte eU^TrccbSl^ Affestavvluoa^^. Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesten ,les^ •(Ult: 51 *^1 5? »Edini« In der für den russischr-orthodoxen Kultus heraerichteten R c i n- hardskirche fanden inzwischen auch die ersten Gottesdienste statt. Auf dem Stadthaus zog man am Freitag den 3. Juli die Bilanz des verflossenen Jahres. Zunächst erfolgte die Mitteilung, daß daS Ureisamt die Stadttasse revidiert uns in anerkennenswerter Ordnung gesunden habe. Wenn wir keine Ehristenmenschmi wären, würden wir uns bei dieser Gelegenheit gewiß einen phari- säerl)aften Seitenblick auf die Zöllner und Sünder an anderen Orten nicht versagt haben. Tann wurden die Rechnungen für 1906,07 geprüft vom städtischen Elektrizitätswerk, Gaswerk, Waiscr- lverk, Kranken^us, von der Bürgerschule und der Stadt. Beim Gaswerk wurden 781 Mk., bei der Stadt 7513 Mk. als uneinbringlich niedergeschlagen. Tas Wasserwerk ergab einen Ueber- schuß von 80,66 Mk. Reich sind also wir Nauheimer durch unsere kommunalen Unternehmungen bis jefct noch nicht geworden. Das Gaswerk hat durck) das staatliche Elektrizitätswerk eine starte Konkurrenz bekommen. Man rechnet aber auf den zunehmenden Lichtdurft der Zeit, der begierig aus beiden Qreellen schöpfen werde. Am Gaswerk haben, wie cs scheint, in der letzten Zeit unerquickliche persönliche Verhältnisse geherrscht, die sich zum Stadtgespräch auswuchsen. Infolgedessen Ijar zum 1. Juli der Tirektor, zum 15. September auch der Gas- meister gekündigt. Hoffentlich bringt die Zukunft ein l)armo- ni'chcres Zusammenarbeiten. Was die Bürgerschule betrifst, so verdient das ihr von Seiten der Stadtverordneten entgegengebrachte Verständnis alles Lob. Das neue Gebäude, das nächste Ostern bezogen werden soll, wird nickt nur praktisch, sondern auch reichlich und vornehm ausgeftattet. Das wird der Leistungsfähigkeit der Anstalt wie der Arbeitssreudigkeit der Lehrer merkbar zu gute kommen und so darf man wohl hoffen, daß diese Bildungsstätte der Stadt einmal zur Ehre wie zum Segen gereichen werde. Es wurde ferner noch die versuchsweise Pflasterung einiger Straßenübergängc mit Schlackensteinen beschlossen, wozu 2200 Mk. zu bewilligen waren. Es gilt eine Probe über Dauerhaftigkeit und Schalldämpfung dieser Art von Belag, der sich in anderen Städten schon bewährt haben soll. Leider ist nun auch der alte Krieg int Frieden zwischen der Stadt und dem Staat, den man seit der Kohlen säurewcrk- Affäre für lange glücklich beigelegt wähnte, wieder einmal aus- aebrochen. Bisher haben die Nauheimer Bürger nämlich anstandslos von einigen Rockten Gebvauch gemacht, die ihnen nun plötzlich von Seiten des Staates Gestritten werden. Es handelt sich um die Benutzung des Parkrveaes am Fuß der Terrasse einlang und um das Waiserholen am Ludwigsbrunnen. Das gesunde, leicht kohlensaure Wasser des letzteren ist uns • Nauheimern als Ausland. Deutschland und die Brüsseler Ausstel- lung. Wie das belgische Blatt „Soir" mitteilt, hat der belgische Minister des Auswärtigen die amtliche Mitteilung von der Beteiligung Deutschlands an der Brüsseler Ausstellung im Jahre 1910 erhalten. Es ist dies das erste Mal, daß Deutschland sich amtlich, an einer belgischen Ausstellung beteiligt. A m t s e n t s e tz u n g zweier Professoren. Der Staatsrat des KantonS Waadt hat beschlossen, die Professoren Kuhleubeck und van Bleuten ihres Amtes zu entsprachen. Vorbnc!« Klasse«hohem 8^ für Matuntatö- a Mgspriislmgen. oese, Oberlehrer Li. Goetbcitt.Sü—> es SauerkrM ,e LahGuck „es GkünkM emgettoffcll ® l S»M b) im Falle der Erreichung des 65. Lebensjahres beziehungsweise nach vollendeter Wartezeit eine Alterspension; c) im Falle des Todes eine Hinterbliebenenfürsorge. II. Weibliche Privatangestellte erhalten nach Erfüllung einer Wartezeit von 120 Beitragsmonaten dieselben Kassen- leistungen wie die männlichen Angestellten: außerdem ist aber noch vorgesehen, daß bereits nach Erfüllung einer Wartezeit von 60 Beitragsmonaten: a) im Falle eingetretener Erwerbsunfähigkeit (Berufsinvalidität) eine feste Jnoalidenpension, b) im Falle deS Todes entweder Waisenpension oder Rückzahlung der geleisteten Pflichtbeiträge gewährt werden soll. Die I n v a l i d e n p e n s i o n setzt sich aus einem Grund- betrage und aus Steigerungen zusammen. Der Grundbetrag ist stets i,4 des Wertes der ersten 120 Monatsbeiträge, die Steigerung beträgt ferner Vs des Wertes der über die 120 Monatsbeiträgc weiter bis zum Eintritt des Vcrsichc- rungsfalles entrichteten Monatsbeiträge. Die feste Jnva- lidenpension, die in gewissen Fällen an weibliche Privat- angestellte gezahlt werden soll, ist gleich einem Viertel der ersten 60 Monatsbeiträge. Die Witwenpension beträgt Vs, die Pension an Halbwaisen an Doppelwaisen 2/15 der Pensionen, auf die der verstorbene Ernährer Anspruch gehabt hätte, falls er zur Zeit seines Todes erwerbsunfähig gewesen wäre. Ausscheidende Mitglieder können entweder durch Fortzahlung der vollen Beiträge ihre Anwartschaft aus die Leistungen der Anstalten aufrechtcrhalten oder nach zurückgelegter Wartezeit ihren Anspruch in eine beitragsfreie Versicherung umwandeln lassen, wofür dann eine jährliche An- crrennungsgebühr zu zahlen ist. Sie fönitcn aber auch, falls sie mindestens 60 Monatsbeiträge geleistek"haben, die Rückzahlung ihres selbstgeleisteten Pflichtbeitrages verlangen, wozu noch eine mäßige Verzinsung treten soll. Der Beitrag, den die Denkschrift für diese Leistungen in Betracht zieht, beträgt für männliche und weibliche Angestellte 8 Prozent des durchschnittlichen Gehaltes derjenigen Klasse, in der ihre Gehälter eingeordnet sind. Solcher Klassen sind 10 in Aussicht genommen; die unteren stimmen mit denen der Invalidenversicherung überein, die oberste umfaßt alle Gehälter über 5000 Mark. Es ist in der Denkschrift ersichtlich gemacht, welcher Teil von diesen Beiträgen erforderlich ist, um für die einzelnen in Erwägung gezogenen Leistungen ausreichende Deckung zu haben. Sollten daher Bedenken bestehen, den kraft gesetzlichen Zwanges zu erhebenden Beitrag so hoch zu bemessen, so lassen sich entsprechende Minderungen der Beiträge und Leistungen leicht berechnen und ausführen. »täten. Line neue Denkschrift der privaiangestellten. Dem Reichstag ist eine neue vom Hauptausschuß der Trivatangestellten ausgearbeitete Denkschrift über die Pen- s wnsversorgung . der Privatangestellten zugegangen. 'In i dieser Denkschrift werden zunächst die verschiedenen Vor- I hläge zur Durchführung der Pensionsversicherung der Pri- ; natangestellten geprüft und dann die Einwände gegen die ikechnungsgrundlagen der früheren Denkschrift vom 14. März । 11907 entkräftet. Ein weiterer Abschnitt bringt neue Berechnungen über die Belastung nach Maßgabe der veränder- r?n Grundlagen und über die Mehrkosten, die erwachsen : lerden, falls innerhalb der vorgesehenen zehnjährigen Wartezeit gewisse Leistungen gewährt werden sollen. Ten Wünschen der Privaiangestellten auf Einführung der Zerufsinvalidität und auf Gewährung einer Alters- i reute mit Beginn des 66. Lebensjahres läßt sich nach der Denkschrift durch Erweiterung des Jnvalidenversicherungs- esetzes nicht Rechnung tragen. Eine Befreiung der Angestellten von der reichsgesetzlichen Invalidenversicherung nd die Errichtung einer besonderen Versicherungsanstalt n deren Stelle, die erweiterte Leistungen mit einem ange- lesseneu Reichszuschusse gewähren soll, kann aus sozialen mb finanziellen Gründen ebenfalls nicht gutgeheißen wer- en. Die Versicherung der Privatangestellten soll vielmehr rad) den Vorschlägen der Denkschrift alsZusatzversiche- mn g zur reichsgesetzlichen Invalidenversicherung, und zwar ebenfalls als Pflichtversicherung, durchgeführt wer- cen. Es würden also nebeneinander und in gesonderter Durchführung durch zwei getrennte, selbständige Organi- ttionen bei reichsgesetzlicher Invalidität (§ 5 Abs. 4 des Üwalidenversicherungsgesetzes) sowie bei Berufsinvalioität 'Pensionen gezahlt werden. Berufsinvalidität wäre dann onzunehmen, wenn der Versicherte, dessen Invalidität fest- bestellt wurde, nicht mehr als die Hälfte dessen zu ver- iicnen imstande ist, was ein körperlich und geistig gesunder Privatangestellter von ähnlicher Ausbildung oder gleich- vvertigen Kenntnissen und Fähigkeiten in einer durch die j i leue Versicherung erfaßten Berufsstellung (als Privatange- I s lellter) zu verdienen vermag. Neben den Beiträgen zur i cstehenden Invalidenversicherung würden nach der Tenk- hrift also künftig noch die Beiträge zur Privatangestellten- i ersicherung zur Erhebung gelangen, wofür natürlich die Deistungen beider Einrichtungen, wenn der Versicherungs- - Kl nach Maßgabe der in Betracht kommenden Bestim- i mngen cintritt, nebeneinander gewährt würden. In die neue Pflichtversicherung sollen alle Personen, hie über 16 Jahre alt sind, ausgenommen werden, sofern i ie bei Einführung der neuen Bersick-erungspflicht das 60. Le- wmsjahr noch nicht überschritten haben. Dabei sollen Ein- * kommen über den Höchstsatz von 5000 Mark nur l»is zu dieser Grenze in die Versicherung einbezogen inerden. Zur Durchführung der Versicherung wird eine eichsversicherungSanstalt für Privatange- itelltein Vorschlag gebracht, die eine ähnliche Organisaiion e chalten soll, wie die Versicherungsanstalten der Jnvaliden- »crsicherung. Dieser Reichsanstalt sind die von den Arbeitgebern und Angestellten zu gleichen Teilen za tragenden Beiträge zuzuführen, was durch Reichsbankgirokonto oder mittels des Postüberweifungs- und Scheckverkehrs geschehen rann. Die Zahlungen (Pensionen usw.) der Anstalt an i»ie Rentenempfänger vermittelt die Post. Außerdem wird ieie Anstalt selbst auch in geeigneten Fällen das Heilver- s a h r e n zu übernehmen haben. Die Leistungen der A n st a l t aus der Versicherung | sollen nach der Denkschrift nun die folgenden sein: L Männliche Privatangestellte erhalten nach Erfüllung einer Wartezeit von 120 Beitragsmonaten: a) im Falle eingetretener Erwerbsunfähigkeit (Berufsinvalidität) eine Jnvalidenpension; Bad-Nauheimer Brief. VIII. Ten Höhepunkt der bisherigen Kur-Veranstaltungen bildete hus großartige Feuerwerk am Teich (23. Juni). Auch wer ssch an den Feuerwerkseffekten vor der Terrasse einigermaßen satt gesehen hat, wird von einem Feuerwerk am Teich immer wieder •reu gepackt werden: So viel landsck>astliche Schönheiten plötzlich in ein vergoldetes Flammenmeer getaucht zu sehen, im Wasser hie blitzenden Spiegelbilder der bunten Leuchtkörper, das ist ein malerisches Bild. Und nachher, im Gegensatz zu all dem Lärmen unb Leuchten, wenn sich die Tausende von Menschen verlaufen l aben, wieder die stille, bunfic Einsamkeit. Der Schwan, magisch beleuchtet vorhin über den Teich ruderte, sitzt nun n.ieder ruhig unter dem überhängenden Gebüsch des Ufers. Ta i.t auch das von einem Drahtgeflecht geschützte Nest, wo bas Weibchen brütet, indes bas Männchen in geringer Entfernung regungslos auf dem Wasserspiegel liegend, Wache hält. Lauschend drehen sich die langen, lveißen Hälse dem Beschauer zu, der vorsichtig bard) bas auseinandergebogene Geäst hiirdurch das Familienidyll beobachtet. Seljr dankenswert ist bas sichtliche Bestreben der Kurdirektion, aiiich die Einwohner Bad Nauheims selbst aktiv in das Babeleben mit einzubeziehen, wie es durch das Doppelkonzert der p u r k a p e l l e und unseres Gesangvereins „F r o h) t n n' , am 14. Juni) der J-all war. Das wirkt sehr anregend aus die l7mnstbetäligung unserer Bürger und vermittelt andererseits un- s wen Kurgästen, zumal den ausländischen, einige Kenntnis von unserer heimischen Sangeskunst und Gemütsart. Und die Lecst- iingeii des „Frohsinn" (Dirigent Lehrer Bech t o l s he im e r) ttaren derart, daß wir uns einer solchen Vermittelung wahrlich nicht zu sck-ämen brauchten. Auch bei dem von der Kurdircktwn veranstalteten internatw- tmein Lawn-Tennistonrnier waren Bad-Naul-eimer betei- L-.gt, in doppelter Weise: Mitglieder unserer oberen Geiellichastkreise als Mitspieler und unsere Geschäftsleute Ixidurch, daß an Swlle be- siimmter Preise Gutscheine ausgegeben wurden, die auf Nauheimer Geschäfte lautend, dem glücklichen Gewinner die Befriedigung ging spezieller Wünsche gestatteten. ., Am 21. Juni wurde die Erinnerung an die Einweihung unsrer schönen Tankeskirche gefeiert. Wie notig ihre Errichtung bei dem Anschivellen unseres Kurbetriebes war zeigt die Menge, die allsonntäglich den weihevollen Raum lullt. Der .sonst so vielfach fpürbare Rückgang des Kirchenbcsuä)es ist bei uns kaum zu merken. Die leidende Menschheit, die hier Drost lcktb Hilfe sucht, ist gern bereit, sich neben den irdischen veck- cueflen auch den überirdischen zuzuivcnden. . Tas Feftkonherl, das der ® icB.cn er Klrchenge- Pang verein gewissermaßeii als ein Gescheit an dw hiesige Gemeinde barbot, fand alle Anerkennung. Wie es scheint, ist mehr ansreunden. Will uns ber Staat nun vielleicht wieder zu größerer Genügsamkeit erziehen? Andere als deranige edle ALotioe sind doch bei ihm — zumal nach unserem Entgegenkommen in der Kohlensäurcwerkfrage! — kaum anzunehmen, denn bas Wasser, das wir nicht holen, wäre- ja doch für niemanden ein Gewinn, sondern liefe einfach fort. So erscheint es in der Tat als eine höchst überflüssige HerauSsorderung der mit Steuern bis zum Uebermaß belasteten Naul^eimer Bürgersck-aft seitens des Staates, so kleinlich an alten Gewohnheitsrechten abhandeln zu wollen. Es soll nun nötigenfalls der Weg der Klage beschritten werden, nm die Rechte ber Nauheimer grundbuchlich fixieren zu können. Aus den Aufgaben unb Kämpfen der Gegenwart heraus ist der Blick in die Vergangenheit zurück unterhaltend nicht nur, sondern ermutigend und behehrend zugleich. Bad-Nauheims Geschichte wird in der nächsten Zeit auch eine genauere Durch- sorschuna erleben. Es hat sich bei uns der frühere Züricher Privatdozent Dr. Alfred Martin als Arzt niedergelassen, der durch sein schönes Werk „Deutsches Babewesen in vergangenen Tagen" schon weiteren Kreisen bekannt ist. Einige Veröfsentlichungen in einem hiesigen Blatte zeigen, daß er seine historischen Studien über unsere Quellen fortzusetzen denkt. Ich selbst Ijabe kürzlich) von ber Bürgermeisterei die Schlüssel zu unserem kleinen Ge- meindearchiv erhalten und denke daraus, wenn es erst geordnet sein wirb, auch) manches Interessante erzählen zu können. So fielen mir aus ber kurhessischm Zeit Vcrorbnungen des Landgrafen Wilhelm VIII. in die Hand, die unter Mißbrauch) der gnädigsten landesväterlichen Siebendarien die Aushebung der jungen Leute verfügen, welche an England zur Verwendung gegen die Unabhängigkeitskämpser in Amerika verkauft werben sollten. Tas war vor wenig mehr als einem Jahrhundert. Und jetzt, am 4. Juli, werden eben jene Unabhängigkcilskämpfer in Aad- Nauheim durch die großartigsten Veranstaltungen, mehrfache Konzerte, Terrassen- unb Parkbeleuchtung u. a. gefeiert. Die Enkel derer, die ernst tapfer, wenn auch nur gezwungen, gegen die Amerikaner gesechten haben, lassen heute stolz selbst das Sternenbanner der Vereinigten Staaten von ihren Häusern wehen. Unb int Kursaal tanzen Albions Söhne mit den Amerikanerinnen beit friedlichsten Reigen zu Ehren dieses Tages, der einstigen blutigen Feindschaft auch kaum twch gedenkend. Das ist der Wandel der Zeiten, zum Glück kein fchlechter! Dr. Strecker, — Eine Nachricht von Sven Hebin! Wie das schwedische Ministerium des Aeußeren in Erfahrung gebracht hat, soll Sven Hebin im November an bie Behörden in Kaschmir geschrieben haben, es sei möglich, daß er seinen Kurs nach Peking nehme, anstatt nach Indien zurückzukchren. Das XI. deutsche Turnfest in Zranfturt. „Volksfeste müssen das gesellschaftliche Leben veredeln, höhere Genüsse geben, als zu denen der Mensch sonst gewöhnlich seine Zuflucht nimmt — weil er nicht bessere kennt." Wenn dieser Ausspruch Friedrich Ludwig Jahns auf irgendwelche Feste angewendet werden kann, so sind es vor allem die Feste, oie sich aus Jahns ureigener Schöpfung, dem deutschen Turnen, herausgebildct haben. Sie sind zu Volksfesten im besten Sinne des Wortes geworden, denn sie werden nicht nur für das Volk, sondern auch durch das Volk begangen. Turnfeste sind vor allem Feste der Arbeit, sie sind für die große Schar, die in der Förderung des deutschen Turnfestes eine felbstgewählte Lebensaufgabe erblicken, große Prüfungen, ob sie in ihrer nationalen Aufgabe Fortschritte gemacht haben. Den Mittelpunkt der Feste bildet das Turnen und alles andere, was sie verschönt, ist lediglich schmückendes Beiwerk, aber nicht Selbstzweck. Tie Feste der deutschen Turnerschaft vor altem heben sich in dieser strengen und dock) irisch-fröhlichen Art hervor, sie sind ein Gradmesser für. den Stand der Leibesübungen und der Wehrhaftigkeit des deutschen Volkes geworden, wie es in gleicher Weise,wenn auch naturgemäß in kleineren Verhältnissen, die Feste des schweizerischen Turnvereins für das stammverwandte Nachbarvolk geworden find. Dazu kommt ihre vaterländische Bedeutung. Aus ihnen versammeln sich die Vertreter aller deutschen Stämme und der im Auslande lebenden Deutschen, so weit die deutsche Zunge klingt, um Zeugnis abzulegen von der unverwüstlichen Kraft des deutschen Volkstums und die unerschütterliche Zusammengehörigkeit aller deutschen Volksgenossen vor aller Welt zu bekunden. Fünszigtausend Männer aller Berufstände versammelst sich in diesen Tagen in der alten deutschen Kaiserstadt, um zum elften Male das.gesamtdeutsche Fest zu begehen, an ihrer Spitze der Mann, ber in ber deutschen Turnerichaft von ihrem Anbeginn an, also fast ein halbes Jahrhundert durch, an führender Stelle stand, Dr. Ferdinand Götz aus Leipzig. 1860 nat der jetzt 82jährige rüstige Greis, ber in seiner fast jugendlich frischen Art ein lebenbes Beispiel für ben gefunb- üiaocttcr- U(i 1* . M tSÄ* Iran« Dec frühere Hof en 'er R.-B. Darmstadt, 17. Juli. Während in der Teststadt Frankfurt a. M. die letzte Hand an die Vorbereitungen gelegt wird, versammelte sich der Ausschuß der Deutschen Turnerschaft zu seiner all- jährlichen Sitzung, die am Donnerstag von dem Vorsitzenden Dr. med. G o e tz - Leipzig eröffnet wurde. Ter Verwaitungsberrcht weist darauf bin, bau die vornehmste Ausgabe der Deutschen Turnerjchajl in der körperlichen Ausbildung der schulentlassenen Jugend bestehe. Welchen Einfluß das Turnen auf die löt per» herrschte, um 3 Uhr in den Gärten in der Laubach auf, als sie ein Hitzschlag traf. Zwe, Stunden mußte sie hilft«« liegen, bis sic aufgefunden wurde und in ihre Wohnung ge» bracht werden konnte. BtS gestern hatte sie das Bewußtsein noch nicht «viedererlangt. Jahren gegenüber stellt, so ergibt die Zahl der Schlachtungen 3497 Stück in 1907 gegen 3326 in 1906. Bei den Schweinen beträgt das Mehr rund 1800 Stück. Hierzu kommt nun noch das durchschnittlich höhere Gewicht der Schlachttiere im letzten Jahre, so daß auch aus den Zahlen über den Schlachthofbetricb die Tatsache hervorgeht, daß der Fleischkonsum in unserer Stadt sich im abgelaufenen Rech» nungöjahr gegen 1906/07 gesteigert hat. "Die Verwiegungen auf den öffentlichen städtischen Wagen brachten im Ganzen 5388 Mk., 404 Mark mehr atü im Jahre 1906/07 ein. Davon entfallen auf die Wagen Neuslädtec Tor 3140 Mk., Frankfurter Straße 2083 Mk., Margaretenhütte 164 Mk. Verwiegungen wurden vorgenommen Neustädter Tor 10 993, Frankfurter Straße 4960, Margatelenhüttc 370, im Ganzen 16 303 gegen 12 153 im Vorjahr, atso mehr 4150. Aus Stadt und Land. Gießen, 18. Juli 1908. •• Zu den Landtagswahlen. Die am Donnerstag in Darmstadt unter dem Vorsitz des Abg. Tr. Schmitt ab- gehaltene Versammlung des Landesausschusses der Zentru ms- p art ei war gut besucht. Sämtliche LandtagSabgeordnete ivaren anwesend. Man beschäftigte sich zunächst mit den zukünftigen Landtagswahlen, sowie mit einer Anzahl interner Parteiangelegenheiten. •• Wirtschaftskonzessionen für juristi s ch e Personen. Das hessische Ministerium des Innern fällte vor einigen Tagen eine grundlegende Entscheidung für das Großherzogtum, nämlich, daß nach den Bestimmungen der Reichsgewerbeordnung die Erteilung einer Wirt sch a fts- kouzession an juristische Personen (rechtsfähige Vereine, Aktiengesellschaften usiv.) gesetzlich unzulässig i|t. ' Der Voranschlag des LandeSlchrervereins ür daS Jahr 1909 schließt mit 13 175 Mk. in Einnahme und Ausgabe ab. An Mitgliederbeiträgen sind von 3100 Mit- glicdern 12 400 Mk. zu erivarten. " Zollstrafen. Aus Zölle und Reichssteuern, sowie die Ein-, Aus- und Durchfuhrverbote und auf privative innere indirekte Abgaben ivurden im Rechnungsjahre 1907 1727 Strafverfahren anhängig und 1693 erledigt. Wegen Hinterziehung oder Einschwärzung wurden 196 Personen betraft, sämtlich zum erstenmale. Die hinterzogenen Gefälle beliefen sich auf 1619 Mk., die ausgesprochenen Strafen aus 5043 Mk. Die meisten Verfehlungen kamen wegen der Hundesteuer vor, nämlich 96, dann wegen der Wechselstempel, steuer 61 und wegen der Abgaben von Jagdivaffenpässen 30. Wegen Ordnungswidrigkeit trat in 1186 Fällen Bestrafung ein. Es wurden an Geldstrafen dabei 3583 Mk. aus- gesprochen. Hier kommen die meisten Verfehlungen bei der Hundesteuer vor (638), ferner bei der Zigarrettensteuer 285 und der Branntweinsteuer 97. Unmittelbar mit Freiheitsstrafe wurde niemand belegt. •* Der Betrieb des städtischen Schlachthof.es im abgelaufenen Rechnungsjahre 1907 brachte eine Mehr- einnahme von 3462 Mk. gegen das Vorjahr. Vereinnahmt ivurden 52 303 Mt. gegen 48 841 Mk. im Jahre 1906. Die Gesamteinnahme verteilt sich ivie folgt (die Summen in Klammern stellen die Eingänge des Vorjahres dar): Beschaugebühren 12 473 Mk. (11 562 Mk.) mehr in 1907 911 Mk. — Schlachtgebühcen 31 038 Mk. (28 536 Mk.) mehr in 1907 2502 Mk. — Trichinenschaugebühren 5053 Mark (4361 Mk.) mehr in 1907 692 Mk. — Wiege- gebühren 2848 Mk. (2538 Mk.) mehr in 1907 310 Mt. — Stallgebühren 119 Mk. (98 Mk.) mehr in 1907 21 Mk. — Futtergeld 771 Alk. (741 Mk.) mehr 1907 30 Mk. Gc schlachtet wurden im letzten Jahre, die in Klammer gestellten Zahlungen sind die Schlachtungen des Vorjahres: 1093 Ochsen (1107), 145 Stück Faselvieh (162), 461 Kühe (402), 1009 Rinder (816), Stiere 749 (839), 166 Pferde (138) 1 Esel (0), 6630 Kälber (6350), 12 379 Schweine (10 693), 903 Hänuncl (910), 184 Schafe (229), 52 Ziegen (41), hd>€ Tüchtigkeit ausübe, beweise der Umstand, daß im vergangenen Jahre 31 2d7 -..'iiigliebcr ins Heer eingetreten sind, gegen 30 260 im Fahre 1906. Emen Fortschritt ergibt die Erhebung über den Bestand der Turnerscha't, der 8157 Vereine ang^hören, d. h. 370 mehr als im Vorjahre. Tie Mttglteoerzabl ist um 39 39o aus 847 920 gestiegen, von denen die Hälfte an den Turnübungen teilnimmt. Dazu kommen 44 919 Frauen gegen 39 765 im Bor- lahre, 50 457 Hnaten und 22 355 Mödeten, so daß die größte Körperschaft gegenwärtig über eine Million Angehörige _zahlt. Ter Kassenwart Kanzlcirat Atzrott stellt fest, day das Vermögen der Turnerschaft 232 287 Mk. beträgt. _ Aus der xr. eu Volke echt deutschen Ouifc) von jenseits des großen Wassers. Wir erwarten hier harte Arbeit, aber auch vergnugle Stunden. Wir freuen uns auf den heutigen Tag, wie ein Kind auf den Weihnacl isabend. Kaum weiß ich, warum uns all diese öTCiibe, diese Liebe und Anhänglichkeit aus beunctem Boden geboten wird, aber seit wir deutschen Boden betreten haben, sind wir überall ans das Herzlichste empfangen worden. Tie Ursache unserer starken Beteiligung ist l-auplsäd lich Darm zu suchen, daß vor mehreren Jahren die deutsch)« Turnerschift uns endlich einmal auch) eine Vertretung zu unserem Turnfest« geschickt hat. Damals haben wir uns gelobt, bay nächste Deinscte Turnsest stärker >vie je zu besuchen. Heute sind wir nun hier und wissen im Voraus, daß wir den deutschen Boden verlassen werden nur mit dem allerangenelMsten Eindruck an die Einwohnerschaft Frank- surlS, die teutidyc Turnerschaft und das deutsche Volk. Wir kamen zu Ihnen als aincrikanischaBürger, die ihrer Burger psi ichten wohl bewußt iinb, aber unsere Hetzen sind beutsch geblieben, wir werden auch deusich bleiben. Wir entbieten nicht nur ter deutschen Turner» schäft uni er en Gruß, sondern dem ganzen bcutidx'ii Volke. Diese gegenseitigen Besuckx werden dazu beitragen, die guten Bezieh, ungen zwischen den beiden Rationen immer noch zu befestigen und eS sollte UNS freuen, Gelegenheit zu haben, unsere deutschen Tumb rüder bei und willkommen zu heißen. Ich lade Sie deswegen ein, unser nächstes Deutsd-es Turnfest in Cincinnati so zahlreich wie möglid) Mt besuchen, ein l-crzlid>.'r Empsaug ist Ihnen udKi. Und nun Turner aus Amerika bringt ein kräftiges Gut Heil! aus auf daS Gelingen des großartig angelegten Teutsdxn Turnfestes. Rad) einem dreifachen Gut ioeil! sprach Professor B endet- Fronksurt a. M. Worte ter Begrüßung. Vor der Bahnlwishalle empsuig eine bidngthräugte Menge die Amerikaner mit Hurrarufen und geleitete die Turner nach ihrem Hotel. Frankfurt a. M., 17. Juli Der Empfang der amerikanischen Turner am Hauptbahnhof gestaltete sich zu einer patriotischen Demonstration. Schon lange vor Einlauf des Zuges hatte sich eine gewaltige Menschenmenge angeiammeU. Aus dem Perron, aus dem der Zug eüv laufen sollte, bemerkte man neben Mitgliedern ter amerikanischen Kolonie Vertreter Der Ausschüsse und zahlreiche Reugierige. Der cuilaufente Zug wurde von der Mcwch.mmcnge mit brausenden Hurraiiisen empsangen. Ter Vorsitzende ter deutschen Turner- fchast, Tr. G o c tz - Leipzig, gab seiner Freude Ausdruck, die Stammesbrüder auf teilt)djem Boden zu sehen. Stadtrat Bankier v. Grunelius hieß die Gäste willkommen und führte aus: „Tie deulfche lurneridiait hat große Freute daran, daß Sie den weiten Weg nid)t gcidKut haben, hierl-er zu kommen und im sriedlicl-en Wettstreii fid> zu messen mit ten deutsd-eu Stammesbrüdern. Trüben l aben Sie die Pssichl, Ihr Bestes einzusetzen Der Fa ll des Friseurs Mosbach, der in der Sonnenwendnacht auf der fcarbt den Sohn des Hoflohn, kutfcters Hubn mit dem Messer gestochen bat, kommt am 24. dieses Monats vormittags 8 Uhr vor unserer Straf, kammer zur Verhandlung. - Die Anlageinusik fällt am Sonntag aus. •• Der Gi eßener Anzeiger liegt, was die Be- ucher des Festes auS Oberhessen und den angrenzenden Be- zicken interessieren dürfte, in der Lesehalle auf dem Festplatze deS Teutschen Turnfestes zur allgemeinen Benutzung auf. -L Lollar, 17. Juli. Mit den Arbeiten an dem neuen SchulhauS wird in den ersten Tagen begonnen. — Der Aufsichtsrat der vereinigten Eisenwerke Wetzlar und Lollar stattete Donnerstag den 16. d. Mts. dem hiesigen Werke einen Besuch ab, und besichtigte eingehend amtliche neuere Anlagen. — Bei dem am Sonntag den 12. d. MtS. in Wieseck abgehaltenen Radfahrerfest errang der Radfahrervcrem Lollar 1895 in der Abteilung -ür RlchtbundeSvercme drei erste Preise im Gesamtwert von ca. 100 Mark. Ter erste Preis im Tauerfahren ist eine prachtvolle Wanduhr, im modernen Stil gehalten, der erste im Korsofahren em Trinkhoru mit Fuß und im Reigenfahren cm silberner Pokal. Infolge vorgekommener Differenzen wurden die Preise dem Verein erst gestern zugestellt. (w.) Leihgestern, 17. Juli. Dem Tiefbauunternehmer Bender von Gießen wurde der Bau einer Was- serleitung und int Anschluß darau einer Kanalisation ür unsere Gemeinde für 90000 Mark übertragen. Bender hatte bei der Submission 16 Konkurrenten. ---- Bad-Rau heim, 17. Juli. Bis zum 16. Juli inb 18 7 56 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 7175 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 16. Juli 209 227 abgegeben. —n> Friedberg, 17. Juli. Einen eigenartigen Anblick ge- ivährt gegenwärtig die Chaußee von hier nach Lbcr-Roßbach, ini- besondere tvou der tocnmifiingsgrciye bei Straßhemi an. Fast famtliche Aepselbäume smd trog der Dlesiährigen günstigen Blüte- zcii sowie des feuchten Sommerwetters geradezu wie versengt, schaut man sich die Sache etwas näher an, so findet man, daß die Urlache nur au< Obslschädlinge (Raupen- zurückzuführe« ist Betrachtet man hiugegeu bie Cbftanlagen in Der (tenmvfungl- grenze innerer Stabt, so sieht man nut Staunen, daß hier mindestens eine Treiviertelernte in Aussicht steht. Woran mag da« liegen ? Viele Leute behaupten, an der fachgemäßen Behandlung der hiefigen im Obstbau ausgebildeten Flurfchützen. Wohl mag dies etwas Dazu beitragen, aber sind am Dem Lande weniger mit Dem Obstbau vertraute Leute? Stein, die Urjache liegt ciiij'g und allein an dem Schutze der Singvögel, die ccr hiesige Verein, fowie die zuständige Behörde sich zur Sluignbe gemacht hat. Schon fast zwei Jahre sieht man an lebcm Baum Nistkästchen, soivohl für Staare, als auch für kleinere Sin#» vogel, und gar manchem wirb es schon aufgefaUen fein, daß mm: diefeS Jahr weniger Schmetterlinge beobachtet, als in frühere» Jahren, insbesondere die Zerstörer der Pflanzengärten, den Kohlweißling. Liber aui noch einen Mißstand mochte ich Hinweisen. Wiederholt begegnet man Buben mit Flodertgcwehren, weldje ihre Schießiertigkeit an den Singvögeln probieren. Ta sollte ganz cnergijd) emgefchritteu werben, sowohl von dem EtanDpiinkt be« Bogelschiitzes als auch beS Rlenschciifchutzcs. Auch Dem Abbrennen von Hecken und Rainen sollte Einhalt getan werben, Da schon ni hiesiger GegenD Aiangel an denselben herrscht. □ Laiibach, 17. Juli. Tie 60jährtge Frau Maltern hielt sich am Sonntag mittag, wo eine Gluthitze von 80 Gr. (S. tätlichen Nutzen des Turnens ist, mit Theodor Georgi in Eßli.igen den Aufruf zur Sammlung der deutschen Turnerschaft erlaffen und noch in demselben.Jahr konnte das 1. Deutsche Turnfest in Koburg gefeiert werden. Bon Koburg bis Frankfurt, 1860 bis 1908, hat die Turnerschaft einen an Mühseligkeiten, aber auch an Erfolgen reichen Weg zurückgelegt, der nicht besser gekennzeichnet werden kann als durch die Gegenüberstellung der Namen beiter Fest stabte Damals konnten die Turner, die hauptsächlichsten Träger des deutschen Einheit-» und Freiheitsgedankens, keinen andern £rt ftnben, alS die kleine Hauptstadt des hochsinnigen und volkssreund- lichen Schützenherzogs Ernst, der unter den damaligen Fürsten Deutschlands wohl der einzige gewesen ist, dem die Einigung Deutschlands Herzenssache ivar Heute dagegen empfängt sie bie stolze Stadt am Main, bie itabt, bie von jeher die Trägerin des beutschen Einheitsgebankens und stolzen freien Bürgertums gewefen ist. Tie saft 50 Jahre, die seitdem dahingeaangen sind, haben manchen Wandel geschaffen; aus der kleinen Schar, die in Koburg sich bemühte, zu ihrem Teil an der Einigung des Vaterlandes mitzu- arbeiten, ist eine nach Hunterttaufenden zählende Menge geworden, die im Turnen ein wichtiges Glied ter deutschen Volkserziehung, der deutschen Wehrhaftigkeit unb Vater- lanbstiebe erblickt. Tas heiße Sehnen der Stürmer unb Dränger von Koburg, das einige beutsche Vaterlanb, ist inzwischen Wahrheit geworden. Vielfach haben sich bie Aufgaben und Ziele der Turnersck)aft dadurch verändert und erweitert, eins aber ist unverändert geblieben: dem Vaterland, unbeirrt durch die politischen Streitereien unb Meinungsverschiedenheiten, ganze unb tüchtige Männer zu erziehen. In diesem Sinne begeht die deutsche Turnerschaft seitdem ihre Feste, die nach der stillen Arbeit auf den tausenden deutschen Turnstätten dazu dienen sollen, das Gelernte zu erproben unb sich gegenseitig neue Anregungen unb neuen Mut zur turnerischen Arbeit im Dienste des deutschen Vaterlandes ju geben. Dem Kvburger Fest folgte 1861 das Fest in Berlin, das zugleich die Erinnertingsfeicr an die 50 Jahre vorher erfolgte Eröfsimng des ersten beutschen Turnplatzes in Berlin war. Dann kam als Markstein in ihrer Entwicklung das große deutsche Erinnerungsfest an die Völkerschlacht bei Leipzig, das 20000 deutsche Turner in Leipzig vereinigte. Heinrich v. Treitschke hielt damals die Festrede und wenig l)at gefehlt, daß bas gesteigerte Rationalgesühl der Turner sich damals in einem Freischarenzug nach Schleswig Holstein zur Befreiung ter dortigen deutschen Bruberstämme geäußert hätte. Tami kamen die drei großen Kriege, die JahnS Traum von ter deutschen Einheit, für die er gestritten unb gelitten hatte, zur Erfüllung brachte. Im neuen Reich erblühte seitdem bas beutsche Vereinstitrneil in ungeahntem ^Raß und die deutsche Turnerschaft und ihre Feste bildeten sich ieitbem immer mehr zu dem festen Banbc aus, das alle deutschen Völkerstämme diesseits und jenseits der Reichsgrenzen vereinigt in der Liebe zum deutschen Volkstum. Die nächsten Feste — 1872 in Bonn, 1880 in Frankfurt, 1884 in Dresden, 1889 in München, 1893 in Breslau, 1898 in Hamburg und 1903 in Nürnberg — bildeten weithin sichtbare Gradmesser für die Erweiterung unb Vertiefung bes turnerischen Gedankens int deutschen Volke unb nunmehr wird in Frankfurt aufs neue Zeugnis davon abgelegt werben, daß bie Turnerschaft auch fernerhin ihrer Aufgabe treu bleiben wird, ihrer Aufgabe, die Altmeister Jahn vor mehr als 60 Jahren in die prophetischen Worte gekleidet hat: „Tas Turnen, aus Heiner Quelle entsprungen, wallt jetzt als freudiger Strom durch Deutschlands Gauen. Es wird künftig ein verbindender See werben, ein gewaltiges Meer, das schirmend die heilige Grenzmark des Vaterlandes um» löogt" opernfänger Edmund Schlosser hat sich in dec Näht dec Station Ebcrsladt von einem Schncllzug überfahren lassen. Dem Unglücklichen wurden Kops und Arme oom Rumpf getrennt, lieber daS Motiv zu der unseligen Tat war noch nichts näheres jn erfahren. X. Hörnsheim, 17. Juli. Einen schonen Preis erzielte dieser Tage ter Landwirt A. Engel III. für ein Bullenkalb, das von der Gemeinde Leihgestern für 553 Mark käuflich erworben wurde, außerdem erhielt der glückliche Züchter auf dem Tierschaufest zu Wetzlar ten ersten Staatspreis von 80 Mark, macht zusammen 633 Mark. Top bie Zucht des Vogelsberger Viehes an erster Stelle steht, beweist dieser Erlös von 633 Mark für ein 13 Monate alles Bullenkalb. "Herborn, 17. Juli. DaS öffentliche AuSschreiben der Arbeiten für die Erbauung der 3. Landes -Heil» nnb Pflegeanstalt, die hier erbaut wird, hot zu folgender Arbeitsvergebung geführt: LoS I, 22 Gebäude, bie dir eigentliche Anstalt bilden, wurde an Peter Büscher in Münster i. Westf. vergeben; LoS II, Kessel und Maschinenhaus x, erhielt Kurt Beimborn in Oberscheld; LoS III, Oekonomirhof, bestehend aus Verwaltergebäude, Schweine-, Ochsen-, Kuh- und Pferdesiällc, Gcflügelhaus, zwei Scheuern, GcivächLhaus und sonstige Wirtschastsbailtcn, erhielt die Firma H. W. Rinn in Gießen zu bauen. Für das ganze Objekt sind 4 000 000 Mk. vorgesehen. Mit den Arbeiten soll sofort begonnen werden. Cvm. Frankfurt a. M., 17. Juli. TaS erst kürzlich enthüllte BiSmarck-Denkmal haben Btlbcnhände in cum der letzten Älächte geschändet. Gerade dort, wo der steinerne Sockel die Aufschrift BiSmarck trägt, ist daS Denk» mal mit einer scharf ätzenden gelben Flüssigkeit begvffen worden. Obwohl am nächsten Morgen sofort seitens der Stadt gründliche Waschungen vorgenommen würben, konnten Die Wirkungen der Flüssigkeit nicht mehr beseitigt werten Ter herrliche Stein ist geschändet und zeigt sich jetzt in häßlicher gelblicher Aetznng. •* Kleine Mitteilungen auS Hessen und den Nachbarstaaten. Ein neuer .Fremdenführer von B a d - N a u h e i m", im Verlage der dortigen VerkehiS-Kommifsroii ist erfchieuen. Em Plan von Liauheim und Umgegend erhöht da« Verständnis für die Topographie des BadeS. Ter Fremdenlüdrer wird vom VerkehrS-Biireau auf Wunsch kostenlos ueijaubL — Ter Bürgermeister Braun von Staben wurde zum Vorsteher Vorstandes (M n v f m e i ft e r) der Mark Mockstadt und ter Bürgermeister Mickcl in Ober-Mockstadt zü deffei» Etelloertreter ernannt und verpflichtet. Spinnftuben. Abg. Kohler schreibt uns: Langsdorf, 17. Juli. Am vorigen Sonntag wurde» dem Vernehmen nach in ter hiesigen Kirchengemeindevenretullg Maßnahmen besprochen, die dahin zielen sollen, der Verwildung der Jugend und der Spinnstuben enigegenruwirken. Es ist LieS dasselbe Lied, das schon mehr als 100 Jahre hier gejuage» wird. Es ist der alte Faden, ten ivohlmemende Geistliche »iw 64 Spanferkel (35). Das Durchschnittsgewicht der ge- schlachteten Tiere betrug: Ochsen Faselvieh Kühe Rinder 1907/08 289 326 215 188 kg 1906/07 276 313 226 184 Stiere 1907/08 218 Schweine Kälber 83 28 , 1906/07 213 80 25—30 Wenn man das geschlachtete Großvieh in den beiden Zu haben in den bekannten Geschäften, 88%) Die tieftrauernden Hinterbliebenen 4414 Neue Kartoffeln! Mrad GeivächW D*»/7) Station Braunfels. 4380] 3immcr iltiDbnunn 4401) jährige Frau Maliki Giuthitze von 80 Gr.k i btr Uaubad) auf, a iden mußte tylp m ihre Wohnung gi ttc sie das BemM herzensguten £ wir stets ein el Greift Hände. Farben und Gewebe nicht an. ichweme-, «. i Scheuern, lt die Firma das ganze en Arbeiten Frau Anna Buss, geb. Schmidt und Sohn Emil BuSS* Die Beerdigung findet statt: Sonntag, den iy. Juli, nachm. 5 Uhr 22 Gebäude, die i PeterBWr in» und Maschinenbau j . q0§ III, OelononiA 2Paar i.n.weiße Stiesel s. Mbch.v. 5-10J.b.z.v.Lanbgr.PH.-Pl.l0,lll.,r neu mit Freilauf billig zu verkaufen. (05978 Wolkengasse 16, vart. Der frühere hii- hat sich in dec H ettzug übersahm Kopf und Arme c-. u der unseligen Tat m 4391) Schöne 5 Zimmer-Wohnung mit allem Zubehör zu vermieten. Kirchsttaße 13. ITenbe§ Andenken bewahren werden. Der Vorstand des Ruderclubs „Hafffa" Gießen ie Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr vom Portale des neuen Friebhofes aus statt. us '?.„,ührer s :tisClliSnb Ä U?et rt ti 6»-«1 9°, OriginaL-Drahtmel-ungen. Paris, 18. Juli. „Petit Puristen" be|iaiigt, daß von einer Zusammenkunft zwischen dem deutschen Kaiser und Präsidenten Falliöres in den dänischen Gewässern dem Ministerium des Aeußern nichts bekannt ist. Uebrigens seien auch hierüber keinerlei Verhandlungen gepflogen worden. Ter deutsche Kaiser würde auch in der fraglichen Zeit gar nicht in jener Gegend weilen und müsse sein Reise-Programm ändern, wenn eine derartige Begegnung stattfinden sollte. ______________________ neu/ erstklassiges Werk in la. Eichengehäuse, Ladenpreis 180 Mk., zu 130 Mk. zu verkaufen. Carl Zimmermann, l06®38 Möbellgger, Neuen Bäue 15. Mir» Wallach 1,70 groß, ostpreuhisches Halbblut, gesund, tadellose Beine, yeritten (vor der Front) ein- u. ziveispännig gefahren, 5 Jahre alt, zu verk. Dr. Norvmann, Leun, Ohampoonieren (Damen-Kopfwaschen mit Trockenapparat) empfiehlt sich Hermann Plank Ww. Spez.-Tamcn = Frisier-Geschäft Kavlansgasse 2.________ Kartoffeln iste Speise- u. Salatkartoffeln empsiehlt zu den billigsten Tagespreisen 1004 I Hankel, Neuen Bäue 7. Telephon 612. (gelbe Perle von Erfurt und Frühroien,versendet pro Zentner • *• ~ - * ■"x “n* -u ^tation dm Lande Se. Ursache lieg! ein. ^"'googel, die $ °d°rde (ich zur • IW man an jebc ^.auch iuc kleinere ri«v ruigesalien sein, daß ine 'bach'et, als in frühere mlanzengarien, den Sty Hw möchte ich hinweg 'berlgewehren, ivelche th obieren. La jodle gi- von dem Eiandpunkl t- es. Auch dem Adbrem-. !tan werden, da jchon ■ Kinderwagen guterhalten zu verkaufen. [0593( Wolfstraße 17. Gerade dort, LW Gerichtssaal. — Tie Freiburger Strafkammer verurteilte den c z t D r. Siegfried N. aus Emmendingen wegen tätlicher eleidigung einer Dame, begangen während der Unter- chung, zu drei M 0 n a t e n (53 e f ö n 9 n i 5. ... 7 llWiiu an ?,< 'Ä. 9Üni‘i9en«lS geradezu wie oerien-- (&n 0 li"del man, 8 (dtaupenj zurüchuM» Jflen in der ßeniarfui- D 3eiVQ6 V* * Rt. Woran mag Beinrdie üandes.HusItellung Darmltaäf 1908 2m odertielljlckeii üusitellungshauls: flusitellung der IHöbeliabrik TH. BRUCK «> (Srofoherzogfldt ßeillfdier ßolllelerant IRuÜklalon und Herrenzimmer ■000 (Enlvürle von Profeilor S. tlt Olbrldi) o-o-o Sdllüfzlmmer (Entwurf von ardillekl Brandy CV* inkt. Sack -- - Echzell, gegen Nachnahme. (4313 Ludwig Erb, Kartoffel - Bersandgeschäst, Echzell in der Welterau. inen schönen Preis« A. Engel III. (i Gemeinde Lrihgesttr de, außerdem erhielt ^ est zu Wetzlar deu em jammen 633 Mark in erster Stelle steht, l ar ein 13 Monate ck § öffentliche AuSschrnis 'er 3. Landes-Hrr In ©toeden (Hannover) ist der Eisenbahnarbeiter Weßling sowie seine Familie au Bleivergiftung erkrankt. Seine Frau und sein Sohn sind bereits tot. Die Vergiftung rührt durch Wasser, das in dem Bleirohr des Brunnens längere Zeit gestanden hatte, her. In Freiburg i. B. hat sich der Hausverwalter und Kaffen- dieuer eines Bankhauses vergiftet, der wegen Vergehens gegen § 175 St.-G.-B. von einem Privatmann angezeigt worden war. Beim Baden iin Lderfluß bei Beuthen ertranken an unerlaubter Stelle 2 Knaben Heidepriem aus Berlin. Die Mutter der Kinder sowie der Handelsmann Werner aus Berlin, die den Kindern nachsprangen, um sie zu retten, sind ebenfalls ertrunken. Aus Prag wird gemeldet, daß es bei der Trauung der Prinzessin Amelie Fürstenberg zu häßlichen Szenen kam. Vor der Trauung redete die Fürstinmutter dem Oberleutnant Koczian unter Tränen zu, von der Heirat abzulassen, die ihrer Tochter fein Glück bringe. Fürst Fürstrnberg sprach in einem anderen Gemach in glcick-em Sinne auf seine Schwester ein, doch sie wollte von Madig eben nichts wissen. Noch am Altar beschwor die Fürsttnmutter ihre Tochter, von der Heirat abzulassen. Während des Trauungsakies fiel die Mutter in Ohnmacht: alles redete auf die Braut ein, die aber standk)ast blieb, ihren Bräutigam bemonftratiu umarmte und nach vollzogener Trauung und kühlem Abschied mit ihm abreiste. . v Man meldet auS London: Bei einem Vogelhandler m Wood Green verbrannten ungefähr 30 000 ägyptische Wachteln im Werte von 40 000 Mark. Ter deutsche Generalkonsul Prinz von Lchonburg-Waldenbuig in Budapest übermittelt unausgesetzt der dortigen Polizei Anzeigen deutscher Staatsangehöriger gegen B u d a p e st e r Schwindel- firme n. Toch hat dies bisher leider nichts gefruchtet, da m allen Fällen Freisprechungen durch die Biidapester Gerichte erfolgt siiid. In Odessa explodierte in einem Geschaflshause eine von einem Arbeiter mitgebrachle Bomb e. Sie tötete den Ai bester und verwundete sechs Personen.__ Einmachzucker 10 Pfund 2.20 Mk. (4334 Jacob Maternus, Ecke Klinik- u. Frankfurter Stt. vermischtes. "Opfer der Berge. Aus dem R h ö n g e b i r g e kommt Trauerbotschaft, daß der Geheimrat Bökel aus Weimar beim ijstiea von Abtsroda zur Wasserkuppe kurz vor der Schutzhülle in öitzfchlag gestorben ist. — In den Tessiner Mlpen fturjte der Pfarrer von Dongio Pater Cuna ab und biieb lot. Kleine Tagcschronik. In Landau (Pfalz) stürzte ein 14jähriger Gymnasiast von . nein Fenstersims des dritten Stocks auf die Straße und erlitt uen Doppelbruch des Amies. Ter schwer Verunglückte ist mond» ’ Dresden hat sich der Obersorstmeisler und vortr. Rat ,l: Ministerium sür Laudwirtschast und Forsten v. Lindenfels m icm Anfall von Schwermut c r i ch 0 jjen._____________________ iahten jr “ Mn, * Ußb im m . ü. fomintnet S1*1 Tenten. d's iuni iß. «... ,”ovo»Qn Genannt Qbet wurden bis ,Ur , fiter seit ebenso langer Zeit mit Eifer und Liebe spinnen. Und d> wills zu keinem guten Ende kommen. Höchstens geht durch • Unterlängen hie und da ein Stück gutes Volkstum verloren. ,id es wird schlimmer als vorher. Warum? Man gehe doch jtmal tiefer auf die Sache ein und kuriere nicht von den Zweigen, n Wasserschossen oder den Krebsstellen aus den Baum, sondern versuche lieber den Boden, auf dem er steht, bic Art des Baumes her und welche Nahrung ihm angeführt wird, da würde es r.n gar manchmal heißen: Mea culpa, mea maxima culpa! 1 ufere Schuld und nicht die Deine! Nicht bie Schulb der lagen, fonbern Alter! Deine eigene Schulb! Wo Unfitte und böser Gebrauch geworden ist, an jeglicher Aukort- t und Obrigkeit zu mäkeln und zu nörgeln; wo nichts Schönes ir!> Gutes dem Alten heilig ist; wo überhaupt das Prinzip be- 1 lt: _ Das Strahlende zu schwarzen Und das Erhabene in den Staub zu ziehen. Wie sollten da die Jungen anders zwitschern >ls die Alten jungen? — Ja, man gehe in sich, und 1 die nicht bie Schuld bei den Jungen. Die Alten haben eben , ht dazu beigetragen, in Wahrheit und Gerechtigkeit uub Liebe ö im Sinne von allem Guten unb Schönen ber Jugenb selber rranjueilen. Wie könnte auch der Allen Geiz und krasser Materialismus bei der Jugend edle Begeisterung und Jdealts- r 18, erwecken? Zwiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch, Freitag von vormittags 9 Uhr ab. 4251) Fr. Noll, Hofbäckerei. Paris, 18. Juli. Gestern nachmittag überreichten die Botschafter von Italien und Spanien sowie die Gesandten von .Holland und Bayern der Tochter des Präsidenten FaNiörcs anläßlich ihrer bevorstehenden Der- mählung kostbare Geschenke. Paris, 18. Juli. Aus Casablanca wird berichtet: General d'Amadc meldet, daß die Räumung des Schauja G ebictes begonnen hat. Das 6. Bataillon des 1. Regiments der Fremdenlegion und das 1. Bataillon des 1. Schützenregiments sind bereits nach Algerien unterwegs. Der am 14. ds. anläßlich des Nationalfestes stattgefundenen Truppenschau wohnten auch der spanische und der deutsche Konsul bei, welche ihrem Beifall über die gute Haltung der französischen Truppen Ausdruck gaben. Todes-Anzeige. Im tiefsten Schmerze zeigen wir hiermit an, daß heute nachmittag 3 Uhr nach Stößigem, schweren Krankenlager unser imiigstgeliebter Sohn und Bruder Fritz im Alter von 18 Jahren sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Heinrich Bätz, Ober-Postschaffner. Gießen, Hammstraße 12, den 17. Juli 1908. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. Juli, nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. (4403 Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere aktiven und passiven Mitglieder von dem Ableben unseres heben aktiven Mitgliedes Herrn Fritz Bätz, Kaufmann in Kenntnis zu setzen. Wir verlieren in dem Dahingeschiedenen einen treuen, Neue Kartoffeln per Ztr. 5 Mark empfiehlt I. Weisel, Srnntfiißr. 6 4155) Telephon 233._________ --- Die gelbe Gefahr! —— Deutsche Hausfrauen hütet Euren kostbarsten Schatz,dieWäsche! Soda macht sie gelb und grössere Mengen davon sind schädlich. - In manchen Waschmitteln ist bis zu 90% Soda enthalten. — Darum prüfet! Chlor zerfetzt die Wäsche in kurzer Zeit. Das patentamb lieh geschützte, von wissenschaftlichen Autoritäten anerkannte - „Ding an sich“ - ist frei von Chlor und Soda, wäscht, bleicht, desinfiziert und spart an Geld, Zeit u. Arbeit. — Ding an sich“ erobert sich schrittweise, trotz aUer Anfeindungen jeden Tag neue Freunde. Unsalle. Die Gefahr, einen Unfall zu erleiden, ist sehr viel größer als man gemeinhin annimmt. Der Unfall-Versicherungs Prospekt der Bictona macht darüber äußerst interessante Angaben. Bon 7567 versicherien Bureaubeamtcn incL Rentiers batten in einem ,)ahr 406 einen Unfall, es erlitt also selbst von diesen durch ihren Berus fast garnicht gefährdeten Personen jeder 161c einen Unfall. Bei den ferneren Ojruvvcu wächst der Prozentsatz der^ Verletzten: in den letzten, größten Gruppen wurde jeder 4te Pernchertc vcr letzt, wobei zu beachten ist, daß eigentliche Arbeiter nicht zu..den Berstchcnen gehören. Die Gefahr eines Unfalles droht eben stund lick) jedermann, auch wenn er gar keinen Berus hat und noch so vorsichtig ist. Die Unsall-Berncheruna schützt niemand gegen Unfälle, sie beugt aber den wirtfchastlichen ^kachteileii vor, die icder Unfall im Gefolge hat. Wer bei der Bictoria mit Gewinnbeteiligung versichert, bat auch Anteil an den Gewinnen aus Unfall'Bcr sichcrungen, die ohne Gewinnbeteiligung abgeschloßen und. Bei der UnfaU-Beriicherung mit Prämienrückgcwähr wird die gezahlte Prämie beim Tode oder bei Erreichung eines bestimmten Lebens alters von der Bictoria zurückgezahlt. Eine Unfall-Berncherung mit Prämienruckgewäbr und mit Gewinnbeteiligung ist die pekuniär günstigste. Die -vöhe der von der Bictoria Aurückzugewahreiideii Unfall-Bersicherungsprämien machte Ende 1907 den ncwalnflcn Betrag von 4!) AitUioiien Mark aus, ein Beweis, welchen Anklang Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass mein unvergesslicher, treubesorgter Gatte, mein lieber Vater Haare kauft zu höchsten Preisen 4094 Emil Koch, Katznhosstr. 62. Herr Jacob Buss, Kaufmann Freitag abend um 9 Uhr nach langem, schweren, in Geduld ertragenen Leiden, im Alter von 59 Jahren, sanft in dem Herrn entschlafen ist. Häuser-Verkauf. I. Zweistöckiges Wohnhaus mit Akansardenstock, 5 Zimm, in ich. Stock nebst Zubehör, Hinterhaus zweist., besonders geeignet als Werkstatt und Lagerhaus und dergl. in zentraler Lage Gießens. II. Dreistöckiges Wohnhaus in der Ost-Anlage, 5 Zimmer in jedem Stockwerk nebst Zu behörlBadeziinmer, Beranda, großem Garten und dergl.) sind per 1. Juli preiswert zu verkaufen. — Das Hmis unt. 1, sowie die 2. 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