Nr. 141 Die „Siebener Zamilienblätter- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatt für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« frage»" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: 51. RedaktioniS^H^, Tel.-Adr.: AnzeigerDießem Zweites Blatt 1S8. Jahrgang Donnerstag 18. Jnm 1908 «rfchetnt tSgNch mit Ausnahme des Sonntag«. A A ^.A Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen G DA A az IXO'SiOzI Fl M Xfly ■ \ LUUnto«fl«»•««*. und VKvQVHh 4llljvlUvl .......*■ General-Anzeiger für Oberhejsen j)olitische Lagesscha«. Genossenschaftswesen. Der Verband süddeutscher Konsumvereine, welchen die meisten Vereine in Bayern, Württemberg, Baden, Groß. Herzogtum Hessen, Hessen-Nassau und dem Reichslande angehören, berichtet für das abgelaufene Jahr in feinem 42 ten Geschäftsjahr: Dem Verbände gehörten Ende 1907: 208 Vereine (1906: 180) mit 176 022 Mitglieder (1906: 147 171) an. Im Laufe des Berichtsjahres war aus dem Großherzog, tum Hessen neu beigetreten Rod he im v. d. H. Aus Hessen gehören dem Verbände jetzt an: 26 Vereine mit 15218 Mitgliedern (1906: 12 075) hiervon entfallen aus selbständige Gewerbetreibende und Landwirte: 617, auf Beamte, Bedienstete und freien Berufen; 1445, auf solche, die gegen Gehalt oder Lohn beschäftigt find: 100 200. Dec Gesamtumsatz betrug 48 003 747 Mk. (1906: 40166 926). Der Bruttoertrag ergab 7 810 111 Mk. (1906: 6 679510); für Hessen: 510 488 (1906: 406 508). Die Geschäftskosten betrugen insgesamt: 3377 698; für Hessen: 290 708 (1906: 197 933 M.) An Steuern wurden insgesamt gezahlt: 420 076 Mk. in Hessen: 385 Mk. (1906: 165). Die Klcinerübrigungen betrugen insgesamt 3 432 413 Mk. (3 259 376); für Hessen: 219 780 (1906: 206 575). Die Aktiven wie Passiven bilanzieren mit 19 212 923 Mk. (1906: 15 976 760). Finnland auf dem Wege zum russischen Gouvernement. Aus HelsingforS schreibt man der Nuss. Korresp. unter dem 10. Juni: Nun fühlen wir schon das schwere Joch der jetzigen russische,: Regierung in vollem Maße. Nicht auf dem Wege durch Duma und Reichsrat, sondern in der Ordnung von Art. 10 und 11 der Grundsätze ift das neue Gesetz für Finnland rechtskräftig geworden. Von allen Feinden des Großfürstentums und reaktionäreu Elementen des russischen Reiches seit lange propagiert und ersehnt, greift es in die bisherige konstitutionell-autonome Staatsordnung des vielgeprüften Landes in einschneidender Weise ein. Von jetzt ab kann jede Maßnahme, die vom finnischen Senat, vom Landtage, von den Petitionen der finnischen Bürgerschaft in Vorschlag gebracht wird, vom russischen Ministerpräsidenten beanstandet werden; der Vorwand von der „Gemeinsamkeit der Neichsintecessen" schafft unbegrenzte Möglichkriten. Um die Rechte des Monarchen handelt es sich ganz und gar nicht, ob er sie nun als russischer Zar oder als finnischer Großfürst auSüben mag, aber das Fürstentum ist bereits bis zu einem gewissen Grad dem Gesamtreiche unterstellt worden. Eines der wesentlichsten Attribute der finnischen Konstitutionen war der direkte Vortrag des finnischen Staatssekretärs beim Zaren; nun hat man diesem Zustand ein Ende gemacht und, wie hie Feinde Finnlands frohlockend sich ausdrückten, Finnland zu rinem „russischen Gouvernement" degradiert. Durch einen bureaukratischen Fcderzug wird wiederum das traditionelle verhalten gegen Finnland aufgehoben. Die neue Ordnung entfernt sich meUemueit von der durch den UkaS von 1801 gewährleisteten und noch mehr von dem Zarenmanifest vom 22. Oktober 1905. War die finnische Frage eine Zeit lang zur Freude aller Kulturträger gelöst, so taucht sie jetzt als drohendes Gespenst empor. hessische Erste Kammer. Darmstadt, 17. Quni. Am Ministerttsch: Finanzminister Gnauth, Geh. Staatsrat Krug v. Nidda, Ministerialräle Tr. B e ck e r und S ü f f e r 1, später Minister Braun. Vie Zrühlmgsseier der hessischen Nirchengesang- vereine. Aus Speycr wird uns geschrieben: • Ter Ausflug mer Hess. Kirchengesangvereine fand am Sonntag dem 14. Juni statt. Eine gemeinsame Frühlingsfeier wollten hier 15 hessische Kirchenchöre in der herrlichen Gedächtniskirche abhalten. Die Zahl der Festteilnehmer erreichte die .Höhe von 530 Sängerinnen und Sängern und etwa 400 inaktiven Mitgliedern. In der Gedächtniskirche erklärte Professor D. Gümbel den gewaltigen Bau. Nach einer zur Einnahme des Mittagsmahles bestimmten Pause nahm der Festgottesdienst seinen Anfang. Mit der Psingstsonate von Herzog setzte die Orgel mächtig ein. Oberlehrer Budcnbender als Organist wußte ihr herrliche Klangwirkungen zu entlocken. Der Gesamtchor stand unter der Leitung des Gymnasiallehrers Mohr- Bensheim. Neben ihm wirkte noch mit der Kirchenchor von Speyer unter der Führung des Hauptlehrers Keßler. Aus hunderten von Kehlen in kunstvollen Tonsätzen von Schulz, Schmidlin, Arnold Mendelssohn u. a. schallten uns entgegen die alten Frühlings- und Sommerlieder von Matth. Claudius: „Wir pflügen und wir streuen", von Paul Gerhardt: „Geh aus, mein Herz und suche Freud", von Luther: „Die beste Zeit im Jahr ist mein", von v. Schenkendorff: „Ostern, Ostern, Frühlingswehen", von B. Schmolck: „Schmückt das Fest mit Maien". Auch Volkslieder ly^rcn unter den Darbietungen des Chors, das von dem Gerhardt- komponisten Mergner in Töne gesetzte: „Der Mare, der Mare bringt uns der Blümlein viel" und das Volkslied: „Schönster Herr Jesu" in seinem ergreifenden Piano. Zuletzt kleidete das, was uns rn dieser Feierstunde innerlich bewegte, in Gedanken und Worte Professor D. Dr. Julius Smend-Straßburg. . . o, . Man schloß die Ferer mit dem gcmermamen Liede: „Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit; Lob' rhn mit Schalle, dank ihm, o Christenheit!" An die Frühlingsfeier schloß srch eine Besichtigung des Tomes. Eine Nachversammlung im Freren bildete rm Wechsel von musikalischen Darbietungen und Ansprachen einen würdigen Abschluß der Feier.^ Tekan Hoffmann richtete Worte der Begrüßung an dre §estgaste und dankte fiir die Anregungen, die die Speyerer Gemenrde durch dre hessischen Kirchenchöre empfangen habe. Als Bertr^er oes hessischen Oberkonsistoriums und des evangelischen Krrchen- gesangvererns Mr Hessen sprach, Prälat L-. Mrrng- Präsident Graf Görtz, gen. v. Schlitz eröffnet die Sitzung um IO1/. Uhr und qebenrt zunächst des Ablebens des Mitgliedes Grafen Arthur zu E r b a ch - C r b a ch. Bei den warmherzigen Worten des Nachrufs hat sich das Haas von den Plätzen erhoben. Der Präsident gibt dann _ die Mitteilung des Staatsininiste- riums bekannt, daß der Gro ßh erzog am nächsten SamStag den 3 3. L a n v t a g persönlich schließen würde. Darauf tritt die Kammer in die Tagesordnung ein und genehmigt ohne Debatte mehrere von der Zweiten Kammer angenommenen Rech- mmasablagen rc., auch die Negiermigsvorlage, belr. die Veränderung der Räume der Erst en' Kammer, ,vosür 17 100 Mk. bewilligt werden. Eine längere Debatte entivicfelt sich bei Beratung deS Gesetzentwurfs, betr. die Fiirsorgckasfe für die Beamten und Bediensteten der Landgemeinden und weiteren Komnumalverba'nde. Präsident Lipp old macht in der Debatte juristische Bedenken darüber gellend, daß in dem Gesetzentwurf in den Bestimmungen, die über den Verlust der Pension eines Kassemiiitgliedes handeln, einmal von dem „eigenen Verschulden" des Betreffenden und an anderer Stelle von „nicht ohne eigenes Verschulden" re. gesprochen werde. Tas könne leicht zu Unklarheiten führen. . Minister des Innern von B r a u n bittet, bei der jetzigen drängenden Zeit von einer loeiteren Verfolgung der vom Vorredner gegebenen Anregimg Abstand 511 nehmen Stach einigen weiteren unwesentlichen Bemerkungen wird der Gesetzentwurf und) den Beschlüssen der zweiten Kammer angenommen, desgleichen der Gesetzentwurf, belr. die Slrafanteile zur Belohnung des Aussichts- personals. Ohne Debatte nimmt das Haus den Gesetzentwurf über die Abändertmg des H a n d e l s k a m m e r g e f e tz e s, die Acnderung des Gesetzes über die W 0 h n n ti g s f ü r s 0 r g e für Minderbemittelte und einige andere Vorlagen an. Bei Beraümg der Regierungsvorlage, betr. die Herstellung mehrerer Nebenbahnen, macht Abg. Frhr. von H e y l längere Ausführungen unter Hin- iveis ans die diesbezüglichen Verhandlungen in dec Zweiten Kammer. Der Finanzmiilister habe bei dieser Gelegenheit nicht verschwiegen, daß eventuell eine Steuererhöhnng notwendig werden würde. Ter Anöfchuß habe aber trotzdem der Nebenbahiivorlage zugestimmt, weil sie für die betreffenden Landestelle uon großer wirtichaftlicher Bedeutung sei. Ter Redner bespricht dann em- gehend die Broschüre des früheren Eisenbahiidtrektors Grooß, die in Verbindung mit den Debatten in der andern Kammer wohl den Erfolg Haden würde, bei den andern süddeutschen ©tonten Preußen gegenüber Bedenken zu erwecken. A>i dem Koiikurrenzkampf gegen die Hessische Ludwigsbahn habe and) die Mam-Neckarbahn Anteil gehabt und somit habe damals Baden, ebeilso wie Hessen, Preußen zugestiulmt. Der Redner führt diesen Gedanken nod) weiter aus und belont, er habe sich mit Befriedigung davon überzeugt, daß die Eiseilbahngenleinschaft 1 in ihren Einrichtungen und and) bez. der Gehaltsaufbesserung hervorragendes leiste. 9)lon dürfe wohl erwarten, daß die Aiigriffe gegen sie and) eine gebührende Antwort finden iverden. Bankdirektor P a r k u § hebt hervor, die Verhältnisse bez. der Hessischen Llldwigsbahn.seien früher gar nicht so übler Natur ge* wesen, wie es jetzt vielfach dargestellt werde. Das Halis summt daralii dem Gesetzentipßef und einer vom Ausschuß beantragten Resollitioii zu, die dahin lautet, die Regierung au ersuchen, in Berücksichtigung der Interessen der G e 111 e i n b e R imba ch dahin zu wirken, daß cnliuebcr der Personen- und Güterbahnhoi 311 Oueck ein Stück weiter nördlich oder der Personen« lind Güterbahllhof von Ober-Wegfllrth ein Stück weiter südlich nn Rimbach verlegt wird. Tem Beschluß der Z,veilen Kanuiier bezüglich der ©cmeinbe isselsbach trat die Kammer bei. Bezüglich der Negiermigsvorlage, betr. die W 0 h n u n g s f ü c s 0 r ge für Unbemittelte wünscht Frhr. v. Hehl eine stärkere Heranziehung der LandeSkreditkasse. Tas Haus stinnnt darauf diesem Gesetzentwurf, ferner der Abänderung des Bad)gesetzes, luobei einige Abänderungen beschlossen iverden imd den übrigen Gegenständen nach den Beschlüssen der Zweiten Kammer zu. Nachdem Minister Braun dem Hause nod) eine Einladung zum Bestich der Landesausstellung für Freitag nachmittag übermittelt, ivird die Sitzung abgebrochen und auf Freitag vorniittag 10 Uhr vertagt. Darmstadt. Oberlonsistorialrat D. Ney-Speyer begrüßte die Kirchenchöre von Hessen im Namen des pfälzischen Ober- konfistoriums. Detan Bayer-Groß-Gerau faßte nod) einmal zum Schluß den Eindruck der Feier zusammen und sprach den Dank der hessischen Kirchengesangvereine für die empfangene Gastfreundschaft in Speyer aus. — Der Kaiser als Imperator. Walter Schotts im Auftrage des Kaisers modellierte Jmperatorcnstattte findet in einem großen Oelbilde des Professors Gustav Eberlein ein Seitenstück, das Wilhelm II. ebenfalls im Imperatorenkostüm darstellt. Das im Zeitgeschmack des Barock gehaltene, überlebensgroße Bild zeigt den Kaiser, angetan mit wallendem Kriegsmantel, goldener Rüstung und Beinschienen, hoch zu Roß inmitten einer heroischen Landschaft. Tas Haupt ist unbehelmt; die Rechte hält den Feldherrnstab. — Bon der Gebhardt-Feier in Düsseldorf. Man schreibt uns aus Düsseldorf: In schlichter, doch würdiger Weise haben Bürgerschaft und Künstler, chaft den 7 0. Geburtstag von Professor Eduard von Gebhardt gefeiert. Lichtbildervorsührungen, die einen umfassenden Einblick in das reiche Leben Gebhardts gestatteten, und die Festrede des Professors Dr. Kraeger schlugen das Buch seines Lebens vor ihm auf. Da saß er nun, der Meister, und hörte erstaunt und erfreut zu, was sie ihm, so gut sie's vermochten, ans dem offenen Buche vorlasen. Als den „Heliand in Farben" feierten sie ihn mit den Worten des Doktordiploms der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Straßburg, die ihn zum Doctor theo- logiae hon. c. ernannt hat, weil es ihn, roie vor tausend Jahren den „Heliand"-Sachsen zu seinen Liedern, so unfern Meister zu seinen Bildern drängte, um ihnen, wie der „Heliand" es getan, statt orientalisch oder italienisch deutsch zu reden über das, was ihn in Leben und Lehre künstlerisd) erregt hatte. — Die berühmte Opernsängerin Erika Wedekind wird der Hofoper zu Dresden, wie wir bereits kurz meldeten, nur noch bis zum nächsten Jahre angehören. In ihrem Willen liegt es nicht, die Dresdner Oper zu verlassen. Sie führt dort ein glückliches Familienleben mit ihrem Gaipeil, dem Eisenbahnftnanzrat Dr. Oschwald, einem Schweizer von Geburt, dessen Anstellung im sächs. Staatsdienste jie vor Jahren £U erwirken vermochte. Erika Wedekind, die Schwester von Frank und von Donald Wedekind, dem kürzlich durch Selbstmord, Ms, dM LebM Ge- hessische oweite Kammer. Darmstadt, 17. Juni. Am Regierungstifch: Staatsmiitister E w a l d, Minister des: Innern Braun, iiub mehrere Ministerialräte. Vor Eintritt in die Tagesordnung verliest Vizepräsident .Köhler ein Schreiben des Großh. Staatsministeriuins, worin dasselbe) dem Hause die Mitteilung macht, daß der Gwßher-og beschlossensi hat, den 3 3. Landtag am Samstag, den 2 0. Juni,! vormittags 1212 Uhr im G r 0 ß h. S ch l 0 s f e p c r f ö n 11 ch zu schließen. Nach Eintritt in die Tagesordnung wird die Regierungs.s Vorlage, belr. die Beränsstrung Malischen Geländes in Rockenberg, dem Aussd-ußanlrag entsprechend, genehmigt. Auch die Regie-! rungsvorlage, die Nachweisungen über die Einnahmen und Ausgaben an Domanial- und Staatsoermögen usw. für die Finanz- Periode 1903/0-1 ivird debattelos genehmigt. Das Haus fetzt daraus die gestern nbgebrod>ene Debatte uoeri die Anträge Köhler und Ulrich, belr. die Ansfiihrnngkbestimmnugen zum NeichsvereinSgesetz fort. Minister des Innern Braun nimmt zuerst das Wart' und wendet >ich zunächst gegen die Ausfüllungen des Abg. Ulrich.- Wenn bcrielbe gestern bezweifelte, daß eine telefonische Amnel-i düng einer Versammlung a:s genügend erachtet werde, so eiv kläre er diesen Zweifel für unbegründet, ließet die Form der 21 n/ zeige sei im. 8 u nichts näheres bestimmt, es könne demnad) alfof jede Form der Anzeige zur Anwendung komnten. Es ivcrde in den Ausiuhrungsbcstimmungen besonders gesagt, daß eine mündliche Anzeige genüge und dazu rechne er auch die telefonische, i Ferner fei auch die Befürchtung Ulrichs unbegründet, daß eine Versammlung infolge einer verspäteten Anmeldung ixi Auflösung verfallen könnte. Es iverde im Gesetz ausdrücklich festgest.ckt,I daß eine nicht erfolgte Anmeldung an sich kein Grund zur Auf--! lösung der Versammlung sei. Tie weitere Aeußerung Ulridts,; daß über die Ansicht des Ministers die Entfckieionng des Richters stehe, sei ja wohl richtig, aber der an diese Tatsache geknüpfte Vorwurf treffe weniger den Minister oder den Richter, sondern das Gesetz selbst, weil es nicht alle Einzelheiten gemigenb behandelt! habe. Dafür seien nun aber die Ausführungsoestimmnngen er-f lassen worden; im übrigen könne auch niemand dem Minister das; Recht nehmen, seine Ausiichtsorgane mit entsprechenden Weisungen zu versehen. Dementsprechend würden auch die unteren Organe, löie die Gendarmen, entsprechende Anweisungen erl-alten. Der Wunsch des Abg. Ulrich, neben den Ausführungsbestimmnugen auch noch ein Aussühvungs gesek zu erlassen, würbe tritt dem Reichsvereinsgesetz unvereinbar fein. Abg. Dr. Osann iegt dar, daß sich die allgemeine Erlvarttingtt die Aussührungsbestimmungen wurden überall im Reiche einheil-' lich geregelt werden, leider nicht erfüllt habe. Diese Aussührungs^ bestimmungen feien in den Einzelstaaien sehr verschieden lallen und nicht einmal in den süddeutschen Staaten wurde eines Einheitlichkeit erreicht. Es werde sich außer dem Juristen wohl überhaupt niemand durch die zahllosen Bestimmungen und Verordn mxngen hindurchfinden und von den Gendarmen und auch voirj den Bürgermeistern werde man das erst recht nickst verlangen können.! Auch er, Redner, hätte eS für besser gehalten, wenn man sich! auch in Hessen mit der Anmeldung bei der OrtSpolizeibehörde gnügt hätte. Jetzt sei die Anmeldung von Bersammlungcn fehy umständlich. Der Redner führte für diese Behauptung eine Reihe von Einzelfällen aus den Ausführungsbestimmungeu näher an. Redner bebauen ferner, daß daS Auchchreiben des Ministeriums nur in der Darmstädter Zeitung publiziert worden sei: das fei völlig ungenügend gewesen. Trotz dieser und anderer Mißver-f hältnisse meint der Redner zum Schluß, dürfe man aber auch, offen anerkennen, daß daS Reichsgefctz auch' mancherlei Gutes hinsichtlich der freihettlich.n gesetzlichen Ausgestaltung gebracht habest Minister des Innern Braun wendet sich gegen einzelne Vorwürfe des Vorredners und bemerkt, auch dessen Bemängelung, der vielen Bestimmungen treffe wiederum das Gesetz selber. Tiej Regierung habe gerade deshalb, weit das Gesetz so schwierig und umiangreich sei, sehr aussührliche Bestimmungen darüber erlassen! uns fine große Anzahl offen gelassener Fragen beantworten müssen.! Die Regierung sei fick, allerdings darüber klar gewesen, daß sie damit manck-em politischen Redner das Konzept vorweg genommen und seine weisen Ratschläge überflüssig gemacht habe. Die Verhältnisse würden sich viel ungünstiger gestalten müssen, wenn die genauen AuSführungSbestimmungen nicht erlassen worden würenst schiedenen, ist die Tochter eines 1888 in Hannover verstör-' denen Arztes. Im Jahre 1891 bezog sie das Dresdner: Konservatorium. Als sie int März 1894, also nach kaum dreijährigem Studium, in einem Dresdner Wohltätigleitskonzert oie große Szene aus Bellinis „Norma" sang, erregte sie sofort die Aufmerksamkeit des Intendanten! Grafen Seebach und des Generalmusiidircktors von Schuchs Ein Probegastspiel in den „Lustigen Weibern Don Windsor'^ führte zu ihrer Anstellung an der Hofbühne, der sie feitoenti angehört. — München. Das am 11. Juni erschienene Heft der! „Illustrierten Zeitung" (Nr. 3389) ist „München und der' Ausstellung München 1908" gewidmet. Der Oberbürgermeister der bayerischen Hauptstadt, Dr. W. von Borsch,« spricht in einem ausführlichen Artikel über die Ausstellung, Frhr. v. Pechmann über „Neue Wege der Kunst aus devj Ausstellung", Prof. Max Littmaun und Georg Fuchs über' das Künstlertheater, Braungart über die „Münchener Herbstfestspiele, E. W. Bredt charakterisiert München als Kunststadt, Schauinburg-München als Feststadt, Georg Jakob Wolf München als Kunstwerk. Emma Haushoser-Mcrk schildert' „die echten Münchner", Carry Brachvogel „die Münchnerin"/ Dr. Michael Georg Conrad „die Münchner Arbeiterseele", Wilhelm Michel bin „Münchner Fasching", Kurt Aram die, „Sck)wabinger Boheme". Rüttenauer macht uns mit der Münchener Landschaft bekannt, Tr. Dessauer mit Münchens Stellung zum Alpinismus. Dazu kommen Gedichte und Erzählungen erster Münchener Schriftsteller wie Max Beru- stetn, Max Halbe, Georg Hirschfeld, Marie Jauitschek, Wilhelm Jensen, Konrad Dreher, Ernst von Possart, Edgar Steiger, Josef Ruederer u. a. Erwähnenswert ist auch ein Artikel von Willy Rath über „Jugend und Simpli- zissimus". Diesem reidjen textlichen Inhalt stellt sich ein zum Teil farbig reproduziertes Bildermaterial würdig an die Seite. Samberger, Hermann Kaulbach, Seitz, Defregger, Stuck, A. v. Keller, Fritz August v. Kaulbach, Marr, llyde, Petersen, Hildebrand, Willroider, Zumbusch, Eichler, Frhr. v. Habermann, Hans v. Bartels, Erler, Püttner, Tiez, Nie- merschmid, Erler-Samaden, Zügel, Schramm Zittau, Nez- nicef, Gulbrausson, Thöny, Rudolf Wilke, Th. Th. Heine sind durch charakteristische Werke vertreten. Ferner sind noch die Illustrationen der Ausstellung selbst z-> erwähnen: uno der in der üblichen Weise ausgestaitele. aktuelle Teil' des HeftLss , . - ‘ Bieberau, 311 Hoboken, N.-J. Frau Elise Rang, geb. ge- ** Gegen d ic Wie Firiua S. in der Msebereitung, Feberviehpflege, bcipaljruno bvn Erfolg Jahre in die Erscheinung. Nun versäumte man einige die Einsetzung. Bald trat der Forellenreichtum so lmger Pnvatdo ’>ltred)t r der histc Minab Hierbei Wochen Hauptstc Nassau hier ihn seine»! Stadt n walbelei entsprech Answal Schützer hurg u findet di Nassau im unifc zu sicher Ta.r, aus Seligenstadt, 70 Jahre alt, 511 Ncw-Pork. ZLauterbach, 17. Juni. Ten Anforderungen unserer Zeit an den Verkehr trägt unsere obere Postbehörde entsprechende Rechnung. Ueberall entstehen neue Telegraphen- und Telephonlinien, so daß auch die Orte, die seither noch ohne Anschluß an bi; Hauptvec kchrsstränge geblieben, in das allgemeine Verkehrsnetz gezogen werden. So werden in nächster Zeit in unterem Kreis neue Telegraphen- l i n i e 11 errichtet an der Landstraße von Wallenrod nach Reuters, von Sandlos nach Fraurombach, von Steinfurt nach .Heisters, Zahmen 1111b WünschenmooS, von Metzlos- Gehag nach Rieder-Moos und von Schlitz-Salzschlirf nach dem Bahnhof Bernshausen. : Von der O h m, 17. Juni. Welch großen Nutzen das Einsetzen v 0 n F i s ch brüt, insonderheit Forellenbrut, für unsere Gebirgsläufe hat, beweist klar und deutlich der Wert einer Fischerei ohne Einsetzung und der mit einer solchen. In einem Fischereibezirk des Ohmlaufes hatte man früher Brnt eingesetzt. Rach zwei Jahren trat der volle 17,5 kn allein a> richt«" mischten der viel« Bah» bi |ii gelnr ivohnun! Betrieb *" Ein neues Geschäftshaus. Gaireiiwtt,schäft, int Waschen und Bügeln, Reinhaltung des Hauses, Puchfüh'.'.ing. Zä in diesem Kurse auch ein sehr gründlicher ^Utsck L -Kl ** Hessische LandeSaus st e l l n n g. lv e r b 1 i ch e n Korporationen in Hessen können von der Handwerkskammer in Darmstadt ermäßigte Eintrittskarten zur Landesausstellung erhalten. Von dieser Gelegenheit ist bisher schon viel Gebrauch gemacht worden, bereits 43 Anmeldungen von Korporationen mit etwa 2000 Teilnehmern sind der. Handwerkskammer schon mitgeteilt worden. Hat eine Korporation den Tag des Besuchs bestimmt und vorher die Zeit des Eintreffens mit der Bahn der Handwerkskammer mitgeteilt, so können von einem Beauftragten direkt nach der Ankunft die benötigten Karten auf dem Bureau, Gcorgenstraße 9, in Empfang genommen werden. * * L a n d e s h l) p 0 t h e k e n b a n l. Ter Beamte der Landeshypothekenbank Hch. R ii h l aus Tarmstadt wurde zum Bankassistenten ernannt. * * Neue r H au p t st a a t s k a s s i e r. S. K. H. der Großherzog haben den Bezirkskassier der Bezirkskasse Kastel, Regierungsassessor Gg. Wenzel zum Hauptstaatskassier ernannt. * * Erledigt ist eine mit einem lath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeichule 311 Seligen- st a d t. Usk de» a u b e yre® cr|t« selM' Ua F Aus Sta-t und Land. Gictzcn, 18. Juni 1908. Hessische Wohttungsfürsorge. Der Ern st-Ludwig-Verein, hessischer Ze ntral- verein fiür Errichtung billiger Wohnungen in Darmstadt, hält seine Hauptversammlung am 26. d. 9)1., vormittags IO1/, Uhr in Darmstadt ab. Im Mittelpunkte der Tagung steht ein Vortrag des Bürgermeisters und Landtagsabgeordneten Dr. Glässin g in Darmstadt über „93 o b en- politik der Gemeinden". Der Vortrag berührt in seinem ersten Teile die Stellung der Gemeinden im Gebiete des Landerwerbs und dec Verivertung des Griind und Bodens und stellt auf Grund amtlichen Materials die Ergebnisse der Bodenpolitik in den Städten Saarbrücken, Altona, Essen, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt a. M., Ulm, Freiburg i. B., Mannheim, die Frage des Wiederverkaufs und Verkaufs, sowie die Ergebnisse des Erbbaurechts dar. Auch die Vorschläge der neuesten Littecatur, so z. B. das von dem Generalsekretär de§ Deutschen Vereins für Wohnungsreform herausgegebene Werk: „Die städtische Bodenfragc" werden berührt. Der zweite Teil ist einem Ueberblick über die Verhältnisse in Hessen gewidmet. Unter Hervorhebiing besonderer Fälle von typischer Bedeutung und ihrer versuchten Lösung sollen die Möglichkeit besonderer Maßnahmen der Behörden, die Frage des Erbbaurechts in Hessen, das englische leasehold-Sqitem und die im Landtage beantragte Reform des derzeitigen Bau- und Enteignungsrechts kurz erörtert werden. Der Vortrag soll einen Ueberblick über die Fülle neuzeitlicher Gcmeinde- aufgabcn bieten. Bei letzteren ist selbstverständlich die Kräf- tigung und Erhaltung des soliden Bauuntcrnchmertums und die oft von privater Seite betriebene Pionierarbeit der Aufschließung des Bodens von größtem Werte. Das Korreferat hat Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Dr. Frcuay in Bensheim übernommen, der die Initiative zu umfangreicher kommunaler Bodenpolitik in Bensheim ergriffen hat und aus dem reichen Schatz seiner Erfahrungen Mitteilungen machen wird. An die Versammlung schließt sich eine gemeinsame Besichtigung der Hessischen Landesausstellung an, sie wird insbesondere der unter Leitung des Vereins erbauten Kleinwohnungskolonie gelten. nieberet jurt a- . nicinW1 Hier, M gescheite Vorlage genE Ulf die Ut 1Vll linier Niot ?"! linder K«. O ® «Oll Handarbeitsunterricht, in welchem das Stricken, Wäsche-Schnitt- zeichnen, Wäschezüschneidc», Hand- und Maschinennähen, Ausbessern erlernt wird, da ferner auch allgemein bildende Fächer, wie Aufsatz, Rechnen, Singen, Gesundheitslehre und Krankenpflege gelehrt werden, ist die Teilnahme an dem Unterricht nicht nur den Töchtern von Landwirten, sondern auch denen des Mittelstandes sehr zu empfehlen. Hinzuweisen ist noch auf die gründliche Ausbildung in den laufenden Arbeiten int Obst- und Gemüsebau, speziell auf die Konservierung, das Einmachen des Obstes und der Gemüse. Ebenso werden der Ernte und Winteraufbe.» Wahrung des Obstes und der Gemüse große Beachtung geschenkt. Taß zur Erlernung eines so großen Lehrplanes wie des oben, angeführten, ein mehrmonatlicher Lehrkurs notwendig ist, ist als selbstverständlich zu betrachten. Wenn auch in letzter Zeil vielfach kurze Wander-Haushaltungskurse errichtet wurden, auf denen in wenigen Wochen die Einführung in einige Obliegenheiten des Haushaltes bezweckt werden soll, so muß doch jeder Vater, der feiner Tochter die gründliche Ausbildung in den I-ausmütterlichen Pflichten geben lassen will, seinem Kind einen längeren Unterricht zukommen lassen. Zu erwähnen ist noch, daß Mädchen, die zwei Kurse mit Erfolg oesucht haben, ein Zeugnis erhalten, das iInten die Qualifikation als Handarbeitslehrerin für'hesstsche Volksschulen gibt. .Die Landwirtschaftskammer kommt den Eltern sehr entgegen, indem sie den Urnerricht und Pensionspreis denkbar niedrigst festgesetzt hat. Für Unterricht und Wohnung sind für den Kursus von Heisinnen 20 Mark, von Nichthessinnen 30 Mark-zu bezahlen. Die Kosten der Verpflegung berechnen sich nach der wirklichen Auf- wendung und dürften den Betrag von 35 Mark im Monat nicht übersteigen. — Anmeldungen zur Teilnahme an dem am 2. Zull beginnenden Kursus sind sofort an die Landwinschastskammer, Darmstadt, Rheinsiraße 34,1. zu richten, welche auch ausführliche Programme auf Verlangen versendet. "'Sonderfahrt zur Wasserkante. Die Kreisgruppe Mainz des Deutschen Flottcnvererns veranstaltet vom 15.—22. Juli d. I. eine Sonderfahrt nach Bremen, Bremerhaven, Helgoland, Hamburg und Kiel, deren Kosten einschließlich aller Besichtigungen, Dampferfahrten, Ausflüge, sowie Hotels und Verpflegung — Getränke ausgeschlossen — IIOMk. betragen. * * In Amerika gestorbene Hessen. Frau Anna Hellmann, geb. Brehm, aus Kleestadt, 70 Jahre alt, zu San Jose, Jll. — Frau Marie Elisabeth Da ab aus Groß- zurück, daß er bald ganz verschwand. In Nachbarbezirkcn dagegen, di? man mit Brut bevölkerte, war der Fischreichtum ungleich größer. Ta die Fischereien in neuester Zeit immer begehrter und dadurch immer teurer werden, so bilden sic eine keinesfalls unbedeutende Einnahmequelle vieler Gemeinden. Aus diesem Grunde ist das alljährliche Einsetzen von Fischbrut nur zu empfehlen. — Tie H e u - ernte ist in vollem Gange; cs gibt wenig und Diel Heu, je nach Lage der Wiesen. Die trockenen Grund- und Bcrg- wiesen liefern reiche Ertrüge, die nassen Wiesen dagegen zeigen lichten Grasbestand. Auf Ictztereu war das Wacys- tuiu durch die Nüsse iiitb Külte des Frühlings beeinträchtigt. Im ganzen aber füllt die Heuernte uach der Menge gut bis recht gut aus. Zu wünschen lüßt aber wohl dic Qualität wieder übrig, weil das Heuwetter den unbeständigen Witte- rungscharakier der seitherigen Zeit aufweist. Dadurch wird das Heu nicht richtig dörr und kommt zu rasch in die Scheuern. Ti: gegenwärtig überall stattftndeudeu Heugras- Versteigerungen zeigen normale Preise; an Grünfutter hat es in hiesigen Gegenden Feinen Mangel. Hoch im Preise ist noch das alte Heu; man bezahlt für den Zentner, frei Bahn- stalion, 2.80 Mk. -n. Haingr ü nbau, 15. Juni. Das war ein schöner . Tag, der Tag der Fahnenweihe unseres Kr ie gerne rein s. Golden flieg die Sonne int Osten hinter dem Büdinger Walde auf, Festplatz, Straßen und Häuser unseres entlegenen Walddorfes im schönsten Schmucke zeigend. Und alle Bewohner hatten sich auch bestrebt, dic Ausfchmückung fürs Auge angenehm zu gcftalten und gezeigt, daß das Fest der ganzen Gemeinde gelte. Schon von 12 Uhr ab trafen die fremden Kriegervereine bei uns ein, am Eingang des Torfes von Ehrenrcitern empfangen und zum herrlich gelegenen Festplatze geleitet, ivo sic von dem 2. Präsidenten des sestgebenden Vereins Weinei bewillkommnet wurden. Um 2 Uhr setzte sich der Festzug, in dem etwa 30 Kricger- ücrciue — hessische und preußische in echter Kameradschaftlichkeit — Vertreten waren, in Bewegung. Nach einem Umzug durchs Torf auf dem Festplatze angelangi, begann der eigentliche Festakt. Vizepräsident Weinel hieß alle Fest- gaffe herzlich willkommen, der Münnergesangverein Hain- grünbau trug ein passendes Festlied vor, woraus der Ortsgeistliche Pfarrer S t r ö h e r die Weiherede hielt. Er hob besonders hervor, daß edles Streben gepaart mit guter Kameradschaftlichkeit es fertig gebracht haben, daß der Verein schon nach vierjährigem Bestehen an die Anschaffung einer Fahne habe denken können. Er ermahnte, auch fernerhin diese Tugenden zu pflegen, indem er auf die Inschrift der neuen Fahne hinwies: „Das Reich, errungen mit dem Schwert, im Frieden halten wir cs wert." Frl. Ko ch entfaltete alsdann das Banner und überreichte es mit kurzen Worten dem Fahnenträger des Vereins, der seinerseits gelobte, es stets zu ehrlichem Tun dem Vereine vorantragen zu wollen. Tie Glückwünsche des Hassiaverbandes und insbesondere des Bezirks Büdingen überbrachte der Vorsitzende des letzteren, Oberlehrer Dr. Krämer-Bu- bingen. In markigen Worten forbertc er auf, die echten soldatischen Tugenden in den Kriegervercinen weiter zu pflegen und wies daraus hin, daß nicht Hurrapatrioten zu erziehen seien, sondern Leute, die auch den Mut haben, ihre freie Meinung zu äußern und an den bestehenden Einrichtungen berechtigte und maßvolle Kritik zu üben. Als Vertreter des Großh. Kreisamts sprach sodann noch Kreisamtmann Dr. Löslein. Außer den Kriegcr- vereinsmitglicdern waren dic Bewohner der benachbarten Ortschaften in großen Scharen herbeigeströmt, den geräumigen Festplatz saft vollständig füllend. Auch die Grastn Marie zu J,e.ivurg Meerholz, bic ihren Witwen sitz im nahen Sö vtthmiil Ul Dffenl keimen dem 3tö vom Pjc erhalten. 9fl|i gen habe, bo er em H alsbald Liebhabei Pefchel u willigie i bezahlle wie 3l(ii nuiBle |d (beiiellie kommen, mußte ei schwer bi Mdchen s» Hana Linsilcige lerne Diu Wirklich! Ml und nachLiix, Wrachk. oudjti) Hans, io . K6l ÜOfllge h berechne,. . *aii 1 °.iii nii Abg. .Dr. Osann habe ;a nicht Unrecht, wenn er meine, bre Gendarmen und Bürgermeister würden die Bestimmungen vielfach nicht verstehen, aber diesem Umstand habe bte Regierung schon dadurch Rechnung getragen, baß sie bic Entscheidung Hauptfach lief) in die Hand der Kreisämter legte. Wenn Vorredner meinte, die Anmeldung von Versammlungen am Sonntag werde beim Kreisamt nicht möglich fein, weil ja das Kreisamt am Samstag nachmittag geschloffen sei, so sei diese Anschauung hinsällig. DaS Kreisamt werbe der diesbezüglichen Bestimmung des Gesetzes Ge itiigc tun und dafür Sorge tragen müssen, daß auch am ^amstag nachmittag icmand zur Annahme der Anzeigen bereit sei. Der Minister wolle bei dieser Gelegenheit doch daran erinnern, daß die K r c i s ä m t e r des P u b 1 i k u m s wegen und nicht das Publikum der Krcisämter wegeu da sei. (Zu- Ittmmung und Rufe: Höre!« Zum Schluß betont der Minister, die Regierung glaubte mit der Publikation in der Darmstädter Zeitung allen Wünschen Rechnung getragen zu Haden und die Bestimmungen seien wohl auch durch beit Abdruck in den größeren Blättern in der Bevölkerung entsprechend bekannt geworden. Abg. Orb ergänzt seine gestrigen Mssührungen und erklärt, baß er trotz der sophistischen Erklärungen der Regierung überzeugt sei, baß dieselbe die Freiheiten des hessiscl-en Volkes bei den Ausführungsbestimmungen nicht in genügender Weise gewahrt habe. .. Abg. Molthan weist ebenfalls auf verschiedene Mitzstänbe bei bett Ausführungsbestimmungen hin, worauf die Tebattc geschlossen wird. Bei der 3(bttinini ungjuirb unter allgemeine r Bewegung i nt Hause d c r Au s s ch » ßa n tr a g , welcher bic Anträge Köhler und Ulrich für c r 1 c b t g t wissen will, mit großer Mehrheit a b g c l c 1) n t. Dagegen werden bic A «träge Köhler und Ulrich ongeno m- m c n, nach welchen bic Regierung ersucht wird, beit Ständen alsbalb bic Aussührungsbestimmungen zum Rcichsvcreinögesctz, zur Begutachtung vorzulegcu. Auch der weitere Antrag Köhler, die Regierung zu ersuchen, Anordnungen zu treffen, für ioforiige Zurückziehung und Außerkraftsetzung der Verordnung vom 17. September 1849, betr. die Verhütung des Mißbrauchs der Volksversammlungen wirb angenommen. Sonstiges. Nach einer kurzen Pause nimmt Minister Braun das Wort und betont, daß die Landesausstellung wesentlich durch Eitt- gegcukommen der Laubstär,de ermöglicht worben sei. Es sei ihm eine angenehme Pflicht, auch an dieser Stelle für das bewiesene Entgegenkommen bestens zu baukeu. Um den Kammermitgliedern auch einmal zu zeigen, >vaS in der Ausstellung geleistet worden sei, lade die Regierung dieselben für Freitag nachmittag 4‘-> Uhr zu einer gemeinsamen Besichtigung ein, auch die Erste Kammer fei dazu eiugeladeu. Präsident Haas dankl bent Minister für die Einladung und bemerkt, baß bas Haus derselben gern Folge leisten werbe. Dann wirb der dringliche Antrag Köhler, betr. Abwehr maßregeln gegen Tierfeud>e» beraten unb nach kurzer Debatte beschlossen, für bic mündliche Berichterstattung einen Referenten zu bestimmen. Dann begrünbet Abg. Finger in längeren Ausführungen seinen bringlicheit Antrag, betr. bic burrfj bas Hagelunwetter Ge- fchäbiglen vom 5. Juni. Abg. Seel in g er spricht gleichsatts für bic Annahme bes Antrages unb betont, daß aus bent Joubs für Wasserschäbcit sehr wohl auch bie nötigen Mittel für bic burch bnö Unwetter so schwer betroffenen Ortschaften in Rheinhessen zur Verfügung gestellt werben könnten. Minister 93 r a n it ^weift dagegen darauf hin, daß es sich hier um Bewilligung von Staatsmitteln handele: deshalb müsse sich erst der Finanzausschuß mit der Angelegenheit beschästigen. Tas Haus beschließt darauf, einen Abgeordneten zur mündlichen Berichterstattung über beit Antrag zu ernennen. Bezüglich ber dringlichen Anfrage Leun unb Genossen, betr. die Fürsorgekassc für bic Lanbgemeinbcu usw. verliest Ministerialrat Beit als Regierungsantrag eine längere Erklärung, bic auf der Tribüne nicht deutlich vernommen wirb. Auf Antrag des Abg. Leun beschließt das Haus, dic Trncl- legung dieser Erklärung unb vertagt bic Beratung darüber auf nächsten Freitag. Zur Beratung gelangt bann die Vorstellung der Gemeiudc Budenheim bet Mainz, betr. bic Schäbigung der Landwirtschaft durch bic dortige Zemeittfabrik. Abg. Dr. David stellt fest, daß trotz des jüngsten einstimmigen Kammerbeschluffes in dieser Sache von der Regierung anscheinend noch nichts geschehen sei, um bie viel beklagten Mißstände zu bcicitigeit und die bedrohten Landwirte vor weiteren Schäden durch d:e Zemeuttabrik zu bewahren. Die Letztere arbeite ruhig in bcr bisherigen Weise um, ohne ihren Berpflichtungeu, bezüglich der Geschädigten nachzukommcn, ober die zu beanspruchenden Ent- schädtgungen ohne Klage zu gewähren. Minister Braun wende, >ich gegen die Auffassung des Vorredners, als ob jettens der Regierung in der Sache nichts geschcl-en fei. ES hätten bereits ivicdcrholt Verhanblungen darüber statt- gesunbeu, auch sei Herr Provinzialbirctior Freiherr von Gagern mit bcr Kontrolle ber Entstaubungsanlagen betraut worden. Er müsse ttllerdings ebenfalls konstatieren, daß der erwünschte Erfolg noch nicht cingetreten sei. Nach weilercn kurzen AuSsührungen bcr Abgg. Dr. F renn v, Adelung unb Tr. Tavtb beschließt bas HauS, auch hierfür einen Abgeoroneteit zur mündlichen Berichierstattimg zu ernennen. Zur Beratung gelangen baraus mehrere Rückäußerungen ber Ersten Kammcr, bett. beS N e 1> e u b a h n g c s c y e s. Die Erste Kammer hu hierzu eine Ausschußresolurion angenommen, welche '■tbg. '.Ui ti 1 11) a n zuzustimmen beantragt. Auch in bem Gesetz, betr. bic Fürsorgekasjc für bic LanbZemcinbebcamten, hat die Erste Kammer einige Abänderungen befchlosfcn, welche Abg. Tr. O s n n n anzunehmen bittet. Endlich tt iid i auch Abg. Fulda mehrere Abänderungen bei Ersten Kammer, inbetreff des Bachgesetzes zu genehmigen. Tas Haus stimmt sämllichcn von der Ersten Kammer vor- gefchlagenen Abänderungen ohne Debatte zu. Eine längere Debatte entspinnt sich noch bei der Vorstellung des Karl Schmid, aus Mühlheim ujit Herabsetz u n g der S t c ut p c 1 a b g a b e für den Austritt auS bcr K t r ch c. Der Petent wünscht bte Hcrabschung von 6 Mk. auf 1 Mk. 50 Pfg. Ttc Aus-'chußmehrheit beantragt unter Hinweis auf bic AuSführmtgen der Regierung, cs liege kein Grunb basiir vor, beit Austritt aus der Ztirche durch eine besonbcrs mäßige Gebühr zu bcgüiiftigeit und noch weniger sei Veranlassung vorhanden, in dem erst im vorigen Jahr revidierten Stempclgcictz schon wieder eine Aenderung vorzunehineu. Die Mehrheit beantragt deshalb, bic Vorstellung für erledigt zu erklären, während die Ausschuß- mindcrheit die Vorstellung der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen wissen will. Staatsminister Ewald bittet, bent Antrag der Ausschußmehrheit beizutreten. Der Stempel wirke wegen seiner geringen Höhe nicht vrohtbitiv und es sei auch dem Staate nicht gleidy- gültig, ob bte Bürger einer Religionsgemcinbe angehörten oder nicht. Auch könne dem Unbemittelten der Stempel ganz oder teilweise criassen werben. Der Antrag der Ausschußmehrheit wird darauf angenommen. Abg. Tr. O s a n n fragt noch, was dic Regierung in der Schtther Angelegenheit zu tun gedenke, worauf Minister Braun erwibfti, die Regierung könne jetzt keine Antwort darauf geben, da bic Verhanblungen zwischen beit beteiligte» Parteien noch fort» bauerten, sie sei aber später zu einer schriftlichen Antwort bereit. Aus Anfrage Ulrichs, wie es mit der Unterschlagungs- tlssärc bes Rechtsanwalts Link in Tieburg stehe, erklärt Staarsminister E W a 1 b , es bedürfe langwieriger Ermittcliiitgen, nut festzustellen, welche Unterschlagungen Link in seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt ober 9iotav begangen habe. Daraus schließt bic Sitzung kurz por 2 Uhr. Nächste Sitzung F-reilag vormittag 10 Uhr. Stabil*- Mtzutt iceni9cn, fei bst Elsoffer, gegr. 1875, bie seit über 10 Jahre ihr Geschäft im Warenhattsstil betreibt, sah sich durch ben immer größer werdenden Geschüftsumfang und burch ben Braud, der s. Zt. das Lagerhaus vottsiündig zerstörte, veranlaßt, ihre Gebäude: Wohnhaus nach der Marktstraße unb Hinterhaus uach ber Rittergasse niederzulegen und auf dem Komplex ein modcrues Geschäftshaus zu errichten. Der Bau aus rotem Sandstein, nach den neuesten gesetzt. Baubestimmungen für Warenhäuser errichtet und mit allem der Neuzeit entsprechenden Komfort oersehen, wurde vou der Baufirma H. Winn & Co., G. m. b. H., errichtet. Die Geschäftsrätuuc: Souterrain, Parterre und erster Stock umfassen cn. 1000 Quadratmeter und werden zu den größten für Dctailgeschäfte am hiesigen Platze gehören. Die Eröffnung findet im Juli statt. ** Landwirtschaftliche Haus halt» ngss ch u l e zu Lind h e i m. Die Landwirtschaslsläinmer Tarmstadt eröffnet am 2. Juli ben zweiten diesjährigen 5-monatlichen Haushaltungskursus an ihrer Haushallungsschnle zu Lindheim. Der praktische unb theoretische .Hanshaltungsunterricht erstreckt sich auf bie Anleitung im selbstänbigen Koche» mit Rücksicht auf bic Bebürfnisse bes ländliche» unb bürgerliche» TifcheS, Zubcreiiiittg unb Anf- vor einem Jahre, läßt auch jetzt bic „Gesellschaft zur Förderung des Tierschutzes imb verwandter Bestrebungen" in Berlin W. 57, Bulowslraße 95 in großen Mengen ein Flugblatt verbreiten, das bic Kinder davon abhalten soll, während der großen Ferien — und auch sonst — sich bie Zeit mit dein quälerischen Fangen und Töten von Schmetterlingen und anderen kleinen Tieren zu vertreiben. Die erste Seite des hübsch ansgestatteten Flugblattes, das schon von zahlreichen Lehrern und mehreren hohen Schulbehörden lucit verbreitet worden ist, enthält eine kurze, zum Herzen gehende Ermahnung der Kinder; ans der anderen Seite sichen Sprüche und Verse von Friedrich Hebbel, Johannes Trojan u. a. Einige Probe-Exemplare versendet die genannte Gesellschaft (Berlin W. 57, Bülowslr. 97) gern unentgeltlich jedem, der sie darum ersucht. — Es ist ein schwerer Fehler der heutigen Erziehungsweise, daß man bie kleinen Tiere ber Willkür ber Kinder preiszugeben pflegt; das Flugblatt verdient daher von jedem Tier- und Kinderfreunde verbreitet zu werden. Stenograph is dies. Ter Bezirk „Oberhessen und D i 11 t a l" bcS Miltcttvcstdculschcn SlenographcnbundcS „S t o l z c - S ch r e y" halt seinen 2. Bezirkstag am 5. Juli in H e r b o r n ab. Ein größeres Wettjchreibcn ist damit verbunden, für ba5 von der Stadt Herborn und bem Bundesvorslande^wert- volle Ehrenpreise gestiftet worden sind. Tic Gießener Stolze- Schreysehen Vereine werden sich in stattlicher Zahl an bem Weltschreiben beteiligen. Es ist erfreulich, daß bas Eiuigungssystem „Stolze-Schrey", bas in früheren Jahren in Gießen kaum bekannt war, jetzt eine jo große Zahl eifriger und tüchtiger Anhänger gewonnen hat. Gegenwärtig werden Oiird) bie 4 Slolze-Schvcpschen Vereine (Stadtverein, Atllitärverein, Schülervereine am Gymnasium, Realgymnasium und der Obcrrcalschlllc) 81 Personen unterrichtet. Temperatur Höchste Niedrigste Handel 91.701 EJektriz. Laliineyer 4>6. Uesterr Goldrente. ä?6 87.40 Aufangskurse. Berliner Börse, 18. Juni. 157.20 148.70 137.40 209.60 109.00 197.00 202.40 . 25 60 . 148.75 . 117.50 Harpener Bergwerk. . Laurahütte . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . l'urkenlose 'o Uesterr. tiilberrent Ungar. Goldreute . Italien. Beute . . 116.75 105.00 202.50 187.50 108.50 197.25 202.40. 93.301 97.75! Cauada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortuiuuder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest. 315% 3% 3% W/o 3>i°/0 90.50 99.05 99.25 93.40 104.20 63.80 64 00. 9540 89.30 96.35 148.40 50.95 87.10 66.60 96.60 82.60 91.75 82.50 Frankhirter ReichsanleiLe do. Kousols . . . do. ... Hessen .... Oberhessen . . °/0 russ.btaatsanl. 190 4/iu/0 japan. Staatsanleih 4 % Uouv. Türkeu von 1 ’JO Tilrkeulose 4 26 Griech. Monopol-Aul. 4-6 äussere Argentinier öu/0 Mexikaner . . 4>»v/o Uhineseu . . . Aktien: Bochum Guss . . . . Buderus E. W. . . - Tendenz: befestigt. 4V» 4-6 4/6 Berliner Üandelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskouto-Kommaudit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktieu . . . . Baltimore- uud Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Uesterr. btaatsoahu . . Pnuce-Henri-Eiseubahu Attenbach hat, hatte es sich nicht nehmen lassen, durch' ihre Anwesenheit ihr Interesse für den Festort zu bekunden. Der heutige Tag, an dem wieder wie gestern ein Teil der Hanauer Ulanenlapelle zu frischem Tanze ausspielte, gilt in erster Linie den Vergnügungen der einheimischen Bevölkerung. Mainz, 16. Juni. Vor dem Eintritt in die Tagesordnung der heutigen Sitzung der Stadtv ero r d n e t e n - Bowlen und Sekt sur die ankommenden Fal-rer in Der O.-ummanDc kaltizn stellen und warteten mit Ungeduld auf die Ausübung ihres Mimdschenkenamtes. Ta mit eincmmale Pusten und schnauben. Ter erste Fahrer im Wagen Nr. 24 erscheint, lebhaft begrüßt. Tie Uhr zeigt 1 Uhr 1U Minuten. Es folgen Nr. 1, 22, 30 usm. Nachdent die letzten Wagen erst gegen 6 Uhr aitgelagt waren, rraf der Großherzog nach 6 Uhr int Automobil hier ein. Darauf wurden die Teilnehmer Der Fahrt von dem Großherzog und der Großherzogin im Neuen Palais begrüßt und bewirtet. Unmittelbar danach sand Bordeisahrt an dem großh. Paare vor dem Neuen Palais statt. Infolge des beripätetcii Eintreffens und des Aufenthaltes hier siel der Start fort, und die Wagen fuhren um Uhr vom Neuen Palais ans direkt nach örant> 3-o Portugiesen oerie I Sport. D. Die am Sonntag in Frankfurt a. M. abgehaltene Teiefosiisöi^e Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bauk lür . 160.10. . 123.60' . 229.40 . 134.00 . 172.10 . 137.00 . 196.30 AnNi.: Tie m Blammerit gesetzten Ziffern geben an, wie viel- der Todesfälle in der delrefsendell Brankheit auf von auswärts nach- Gießen gebrachte Braute kommen.__ ' Elektnz. 8chuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Laurahütte >ordd. Lloyd . . . . . Oberschles. Eisen-Industrie und Industrie, Giessen. > äCörNe, 18. Juni, 1.15 Uhr. 3 u ch thaus, Haus, 10 Jahre Ehrverlust und B ö l ii, 14. Juni. Der 27 berechnet. Landau 16. Juni. Tie Slraskanmier verurteilte den W e i u- ko mm isf i o nä r S a l o in o u Samson, weil er wistemllch gefätschleil Wein gekauft hat, zu zwei M o n a ten Gefangnr». 'm ü n ch e u-G l a d b a ch, 16. Juni. Die Strafkammer verurteilte den 14 j ä h r i g e n O d e r r e a 1 s ch ü l e r B o n u s der beim R äu b e r s p i e l e n einen anderen Schüler nut der Pistole erschossen hatte, wegen fahrlässiger Tötung zu e in.em Monat Gefängnis. Portugiesen „ 11 mit inneren Verbandsangelegenheiten, der Auislellnng des HauSH haltungsplanes und der Ernennung des Fachschulansschusses. 17. Juni 17. „ Wöchentl. Ueversicht der Todesfälle L d.Ztadt Eietzen. 23. Woche. Born 31. Mai bis 6. Juni 1908. Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 (infl. 1600 Ptaim Dlilitär.) SlerblichkeilSzisfer: 34,22o/0o, nach Abzug von 11 Ortsfremden: 15,39 -Vm. Binder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im / vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr, 35. Deutscher Gastwirtstag. 8. u. H. Görlitz, 16. Juni. Nach einer längeren heftigen Aussprache, m der zu verschiedenen Vorkommnissen in der Basjenführuna der letzten Jahre Stellung genommen wurde, wurde folgende Resolution an- oenominen: „In Anbetracht, daß durch den neuen Perbandsnusschuß alle Maßregeln getroffen sind, welche nach menschlichem Ermessen ähnliche Porgänge m unserem Bassenweseir unmöglich machen, und daß durch weitere ausgedehnte Debatten mir unfern Gegnern neuer Stofs zu ungerechtfertigten Angnsfen gegeben ivird, ohne an den Tatsachen selbst etwas zu andern, geht die Beoott- inächligten-Bcrsammlung des Deutschen Gastwirlstages zu Görlitz über die Angelegenheit des früheren Lchatzmeisters Beet zur ^ages- ordnung über". Diese Entschließung wurde mit lebhaftem Lei,all ausgenonunen. - Tem Präsidenten und öem gesamten PerbandS- ansschusse wurde ein Vertrauensvotum ausgesprocheu. — daraus furt a. M. Ä . Frankfurt a. M., 17. Juni. Tas Sie 1 der Prinz,He in- rich-Fahrt liegt an der Forsthausstraße in der Nähe des vippo-" droms. Am Ziele selbst war ein Triumphbogen errichteAus dem inneren Pogen senkte sich eine Draperie aus gelbem dmhnen- stofs (gelb ist das Zeichen für Halt!^ herab. Um 7 Uhr 12 Mm. irai der Wagen der Oberleitung ein, dem Nr. 1, 2 und 6 un- mittelbar solgteu. Um 7 Uhr 15 Mm. langte Wagen Nr. 22 (9(ugnft Euler Frankfurt a. M.) an. Tann folgten m rascher Aufeinanderfolge die Wagen sJcr. 18, 44, 43, 35, 13, 46, 48, 25, 24 uild 4 c Wagen auf Wagen folgte in ununterorochener Reihe, dis endlich Wagen Wr. 36 und 51, die um 8 Uhr 27Mm. eintrafen, als letzte das Ziel erreichten. Von den 118 Wagen, hie in der Rennstrecke starteten, sind im Laufe des Abends 114 liier cingetroffen, da von den 5 aus der Rennstrecke liegen gebliebenen "Automobilen Wr. 72 wieder flott geworden ist. Heute abend sand im Automobilklub em gemütliches Beisammensein her Fahrtteilnehmer statt. Morgen nachmittag ist ein Tiner, an dem n. a. der Groß Herzog von H essen, Prinz Herw- rich von Preußen, Prinz Friedrich Barl von pell en, Oberbnrger- meifter Tr. Adickes und komm. General Exzellenz v. Eichhorn teilnehmen werden. Tie offizielle Preisverteilung findet morgen, abend um 8 Uhr im „Frankfurter Öof" statt. Frankfurt, 18. Juni. Fritz Erle-Mannheim (Benz) hat den Prinz Heinrich-Preis und gleichzeitig den eilten Preis im Bergrennen gewonnen. Poge gewann den zweiten Preis, H. Opel wahrscheinlich den dritten. Blut gibt Kraft! Deshalb iolltcn diejenigen, welche an Blutarmut und deren Folge«, erschemungen, Schwäche, 'Müdigkeit, Bopfid)mct$en, schwindel usw. leiden, einen Berinä) mit Bioson, öem besten und billigsten, blut- erzeugenden und irauigenden Nährumtei, niadjvn. EMU Ich das halbe Kilo 3 Mk. in Apotheken und Drogerien. 4- 25,0 ° C. 4- 5,5° C. 7. Regatta des Süddeuts ch e n R u d e r v e r b a >i d e s hatte unter sehr schlechten Wasserverhältnissen zu leiden. Zu Beginn der Regatta herrschte starker Westwind. Tie hiesige „passia" mit ihren 2 guten Mannschaften konnte es trotz sehr braver Arbeit ebensowenig ivic Halle und Offenbach zu einem Siege bringen. Nachstehend den Verlauf der Rennen : 1. Anfänger-Vierer: 1. Frankfurter R.-Bl. „Alemannia". 2. R.-V. „Hassia"-Gießen. Mit 4 Längen geivouneu. — 2. Zweiter Senior-Vierer. (Preis vom roten Hamm, Herausforderungspreis): 1. R.-Bl. „Fortuna^, Mainz. 2. R.-V. „9teptun", Leipzig. 3. R.-Bl. „Germania", Oß'cnbach. 4. R.-Bl. „Sturmvogel", Halle. — 8. Gemischter Achter: 1. R.-Bl. i" Mainz. 2. Franks. R.-Bl. „Alemannia". 4. Senior- Universitäts-Nachrichten. — Dem 2 5. Bundestagedes Allgemeinen Deutschen B iirs ch e n b u n d e s (A. D. B.) hatte, wie man uns erst heute schreibt, die Byffhäuserstadt F r a n k e n h a u s e ii m den Pfiiigsttagen eine herzliche Llistnahme bereitet, .gebend war die Feier om Denkmal Baiser Wilhelms I. auf dem Bysthauser, ivo nach einer Ansprache von Sanilatsrat Bieter ein Kranz nieder- qelcqt wurde. Ter Fuckelzlu, a»! Psingstlonmag Abend durch die illuminierte Stadt über Die Hohen zue prankenbuig, woselbst .Professor Schröder-Bonn eine Ansprache hielt, sowie der oeslzug am anderen Tage, an dem über 300 alte und fMige teilnahmen, bot mit seinen Chargierten und ^'inen atbenrohes Bild. ' Bei dein Festkommers hielten u. A. Pro,. Wolst-Biel und Tr. Stretemami, M. T. R., Reden. Em Ball, ein festes,en und schließlich em von der Siadt auf deut Ai ar kl platze dargebotener Frühschoppen setzten die Reihe der seitlichen Veranstaltungen wrtz denen in ernsten Beratungen die'Arbeit an den ^^'i ^e^Bun ßuv Seite ging. Von den -1 sich zur Auf.iahi.ie .ne denden Blui W schäften .vurden „Askania"-Brestau, „Armima-Hatte ««d .Mma n- bria"-Bonn als Renonceii ansgeiiommen. -er *1. u. zahlt somit 25 Burschenschaften mit über 1300 Piilgliedern. Haden wir die pflicht, im Zeichen der Verkehrs zu sterben? (Zuschrift ans dem Leserkreise.) Der Artikel in Nr. 137 des Gießener Anzeigers vom 13. Junif d. I., 2. Blatt: . \ ,,T) r Bauern wagen auf der Chaussee^ entbreit; eine treffliche Beleuchtung der heute in Antomobilisten-Kreisen: vielfach herrschenden, mehr einer leideuschafilichen Passion, al^ vernünftigen Erivägungen entspringenden Ansichten. ; Dem Artikel fehlt nur das Endergebnis eines praktischen Schlusses auf diejenigen gesetzlichen Bestlmmnngeii, welche zumf Schutze nicht nur des „Bauernwagens", lonbmt des Lebens aller, össentliche Wege benutzenden, Staatsbürger durchaus notwendig sind. Wenn wir bedenken, daß von dem Sieger in der Schuelligkeits- prüfung beim Prinz Heinrich-Rennen eine Strecke von 9,5 Kilometer binnen 3 Minuten und einigen Sekunden zurückgelegt wurde, so ergibt das eine Geschwindigkeit von 3 Kilometer pro Minute oder 180 Kilometer in der Stunde, eine Schnelligkeit, welche die emes elektrisch betriebenen Eisenbahnzuges — 150 Kilometer pro Stunde — um vier Fünftel übertrifft. Während bei der eletirischen Eisenoahn ein sorgfältig konstruierter und überwachter Weg nur für den betr. Betrieb *u Gebote steht, benutzt das fast doppelt so schnell dahinsausende Automobil öffentliche und zum Gebrauch für jeben bestimmte Wege. ( Laß da die Geschwindigkeit von 3 Kilometer tu der Minute absolut ausgeschlossen werden muß, liegt auf der Land. Wenn wir auf Ehausseen und öffentlichen Wegen a u ßerh alb der Ortschaften eine Geschwindigkeit von 300 Meter in der Minute oder 221/2 Kilometer in der Stunde, in Städten und Dörfern, aber eine solche von 15 Kilometer in der Stunde oder 200 Meter in der Minute zugestehen, so dürfte das das äußerste Maß sein, welches sich auch mit der Sicherheit der auf öffentliche Wege angewiesenen Bewohner des deutschen Reiches verträgt. Tabei müßte ferner das scharfe Nehmen von Kreuzungen,, Kurven und Ecken streng untersagt sein, solche vielmehr nur im weitest angängigen Bogen uno höchstens mit 200 Meter .Geschwindigkeit in der Minute passiert werben dürfen. Jetzt sieht man auch hier in Gießen noch Automobile im Tempo von 400—500 Nieter in der Minute scharf um die Ecken biegen, eine Raserei, bei der niemand seines Lebens sicher ist, der Automobilist selber eingeschlossen. Gießen, den' 14. Juni 1908. < Ein Fußgänger. am 16. bis „ 16. , Versammlung machte Oberbürgermeister Göttelmann die Mitteilung, daß er den Antrag der Stadtverwaltung auf Einführung einer Besitzwechselabgabe zurückge- zogen habe. Die Beratung über die Einführung einer v .. . Wertzuwachssteuer nahm 31/2 Stunden in Anspruch. „Fortuna" Mainz. 2. Frankf. R.-Kl. „Alemannia". 4. Senior- Stadtv. Reis führte aus, daß bei Nichteinführung einer Eiilfer: F. Bucher (Franks. R.-G. „Borussia") ging allein über die Wertzuwachssteuer die städtischen Kvmmunalumlagen in Bahn. - 5. Erster Senior-Vierer („Ale>naunia"-Preis): 1. Frankf. niederer als betsptelswetse me Werczuwachssteuer tn Frank-! „Alleniarniia", wobei ersteres ailsgeschlossen >vard. Bei 1200 furt a. M., und glerchfalls niederer tvie in Wiesbaden. I Bieter näherte sich „Borussia" der „Äleniannia" zusehends unb Bon anderer Seite wurde bedauert, daß die hessische Ge- Hane bei 1500 Dieter schon eine Länge Vorsprung. 7. Gast-Vierer: meindesteuerreform an dem Widerstand der Ersten Kam-II. Franks. R.-Sp.°V. „Amicitia". 2. R.-Bl. „Gerinama"°Offen° mer, und zwar besonders eines der vermögenden L»erren dach. 3. R.-V. „Neplun"-Leipzig. 4.R.-BI. „Hassia"-Gießen. 9iach gescheitert sei. Am Schlüsse der Verhandlungen wurde bie I fllntteirx Start gmg es in scharfer Paee auf öie Reise mit Gietzen ■’^nr laae der Bürgermeisterei mit großer M a i o r i t ä 11"eipzig in Front. Offenbach und „Ainieitia lagen aiif gleicher angenommen. Sollte indessen b.n gewünschten Ei folg nicht haben, so wird die Bürgermeisterei I welches „Amicitia" mit einer Länge vor Offenbach passierte, auf die Besitzwechselabgabe zuruckgretfen. (Fks. Z.) p 8. Zweiter Gastvierer: 1. R.-V. „Neptun"-Leipzig. — 2. R.-Bl. Y Abendstern, 15. Juni. Wie überall an der „Stunnvogel"-Halle. 9. Senior-Achier: 1. Trants. R.-Kl. „2lle- 17 km lanaen Teilstrecke Weßlar-"ollar fo werden „nr maimia". 2. R.-Bl. „Germanla"-Osfenbach. 3. R.-Bl. „vorluna'- 17,5 Km langen Delistrecle 4Letziar^oiiar, so werden vor Nach Schluß der Regatta, welche ivcgcu des Zeitigen allem aus der hiesigen ^tcition tvtchttge Berke hrsetn-! Gegenwindes nur über 1700 Nieter statt 2000 'Dieter gefahren Lichtungen getroffen. Seit dem 1. Mai haben die qc= I tuurbe, nahm der Vorsitzende des Süddeulfchen Ruderverbaiides, mischten Züge ein Ende gefunden, ivas besonders im Interesse Herr Kaspar Zimmer>na»in-Offenbach, die Preisverteiliiug vor. der vielen Arbeiter zu begrüßen ist, die alltäglich die hiesige s 7>il> Bahn benutzen, um zu ihren Arbeitsstätten Lollar oder Wetzlar 1 ™ l • jn gelangen. Hierselbst wird gegenwärtig eine grvße Beamten- Bacharach, 17. Juni. Tas'Bergrennen ift ohne jeden Wohnung erbaut und ein Stellwerk angelegt, wodurch der! ernsteren Unfall beendet worden in Anwesenheit des Prinzen veitr- Zetrieb für Haupt- und Kleinbahn bedeutend erleichtert ivird. rich, des Großherzogs von Hessen sowie des Prinzen an rr -i o o ° p und der Prinzessin von Battenberg. Tie Rennstrecke steigt in — Weilburg, 13. Ium. Die Sehenswürdigkeiten ^ner Länge von sechs Kilometern mit scharfen Kurven zu einer der historisch nicht Uiindcr wie topographisch interessanten Höhe von 300 Metern auf. Von 118 heute früh in Trier ge- Wilmaburg haben sich heuer um eine vermehrt. Die (S e» ftancten Wagen passierten 113 das Ziel. Fünf Wagen blieben Werbeausstellung füv den Ob-rlahnkr-is wird b« geSÄ“ &3^ Wochen lang (vom 28. Juni bis zum 19. Juli) m seiner i ^eine Riindestzeit unterichrilt er somit um, 4 Min. 3 Sek. Poege Hauptstadt zii sehen sein, während die Delegierten des ans Mereedcs>Wagen baue 5 Min. 15 Sek. Fahrzeit, also cm Nassauischen Gewerbevereins vom 6. bis 8. Juli Plus von 2 Min. 39 Sek. Durch Nr. 85 wurde ein Kind leicht ^'^G°,.°r°-v°r!a„nnlungabhalttnEd-n. b»»* ** 0 Weilburg, 15. ^uni. . "0lN 21. bis 23. Juni D armstadi, 17. Juni. Ter Großherzog, der heute findet das XVII. Gauschützen f e st des Gaues Hessen und! früh im Auw den Autlern bis Bacharach entgegengesahren mar, Nassau in unseren Mauern statt. Die Vorbereitungen sind hatte diese eingeladen, im Geirten des Neuen Palais Rast zu im .mrnnnmehen Maste nctroffen um ein würdiaes Gelinaen machen und eine Eririschung zu nehmen. Minute auf Mrimte un umfangreichen -vcatze getroffen, um ein idiuüujus ^‘inJ verstrich, fein Autler ließ ftch Horen noch fehen. Die rm Garten zu sichern. Der Festplatz an der Olmburgerstraße tm Schallen l 3 Uhr verweilende Hoigefellschast unb sonstige Gäste mit hundertjähriger Linden hat nicht leicht seines Gleichen mit ihren Daiilen, Darunter StaatSininister Ewald, konnten die Ver- seinem .entzückenden Rundblick aus die malerisch gelegene spätung nicht begreifen. M erschien der kleine Erb groß- Stabt nut lern Schloß und bn8 wüte,von .in™ bc. >> e«3^ ®» r waldeter Höhen umsäumte ^ral. Diefer bevorzugten begVußte jeden Herrn und jebe Tarne durch Darreichung der entsprechen die technischen Einrichtungen. Eine reichhaltige Hand, wofür sich die Tarnen mit Hosknix bebantten. 2er Erb- Auswahl auserlesener, schöner Preise wartet^ der treffsicheren großherzog sah allerliebst aus in seinem hellen Duftigen Wasch- s^rirnfpr (?itiftiinnpn rmm Grostherma von Lurem-1 tleidchen mit weißen Stiefeln, etrumpfen lind ebensolchem Hut, vchutzen, darunter Stiftungen vom Gr tzy z g z cr jdjaute munter mit seinen großen blauen Augen Drem und ^urg und anderen Gönnern. ijaite eine kleine Episode, die ihm gestern passierte, vergessen. U Aiarburg, 17. Juni. Die B i s m a r ck f e i e r der Mar- Ausstellung ivünfchte der Prinz gestern von seinem Vater bürg er Studentenschaft findet am nächsten Dienstag statt. — eut Steckenpferd gekauft zu haben. Ter Preis hierfür, und da Privatdozent Dr. O e st r e i ch hat einen Rus an die Universität obendrein das Preisetikett fehlte, schien dem Großherzog zu hoch, Utrecht als Ordinarius der Erdkunde erhalten. iveshalb er Dein Wunsche des Sohnes nicht nachtam. ^ll)o^ge* ' i ." ' ~ "■ 1,1 " Dessen Weinen und Jammer bei dem Thwnerben. > Tiese kleine (ßcricbtsfcxal. Episode scheint uns nicht Den Anspruch auf „historische" Treue . „ - ,, .1 , . v sov erbeben 511 Dürfen. Tatsächlich hat der G r 0 ß h e r z 0 g ^am letzten X Hanau, lo. Ium. Ein Heira Iss ch w 1 n b I_c 1, Der Montag bereits seinem Söhnchen ein allerliebstes Heutes L t e ck e n- verheiratcte Taglohner p-ranz Pesch e 1 lernte auf einer -icnumutit v । e r b j n öcni O b e r h e, s i sch e n l’l 11 S st e 11 u n g S h a u s e g e- in Offenbach a. At. das 30 Jahre alte -^161^^05(1)6111:1116 ^(1)11111)1 t n u j t, yas öOrt Don Der Bereinigung zur FörDerung Der Künste kennen und knüpfte em Verhältnis niii ihm an. Er schwindelte Hessen mit zahlreichen reizenDen Spiel,achen auSgestelli ist. dem Aiädchen vor, er habe 12 Jahre Demi Militär „gedient, ei Vl)n Daniel Greiner entworfen und im Vogelsberg ge- voni Pferde gestiirzt und habe min auf Der „Barniner eme stelle QrbcilCt morden. T. Red.- Aus einer Anhöhe an Der Mauer im Gailen erhalten. Eines Tages schrieb er Dem Mädchen, man habe ihn m LoftitriC er ^ch mit seiner Bonne, ivo auch er Die Autos erwartete. Ha,t genommen, weil er Atontierungsslucke an Soldaten verliehen Lakaien, Läuser, X'eibiäger usw. waren beschästigt, habe, Doch würde sein Verteidiger ihm Die Freiheit erwirken, wenn 110 ■ - •- - ~-------- --- ,v------------------ cr em Honorar von 25 Mk. zahlen könne. Das Ätädchen schickte alsbald Den erbetenen Betrag und hatte die Genugtuung, ihren Liebhaber noch am Abend begrüßen zu können. 9lun schlug ihr Peschel vor, mit ihm nach Amerika zu entfliehen, Das Aiädchen willigte ein, erhob ihre Ersparnisse im Betrage von 700 Mk. und bezahlte die Reise nach Amerika. In Amerika lebte das Pärchen ivie Aiann und Frau, er lag Dem süßen Müßiggänge ob und sie mußte schwer arbeiten. Bald kamen Briese aus der Heimat an gestellte Arbeit), in denen Pejchel gebeten wurde, in die Heimat zu kommen, Da seine Mutter ihr Haus verkaufen wollte, diesem Ruse mußte cr Folge leisten, nahm Abschied von Der Braut, die er noch schwer bestahl, uud Dampfte vergnügt der Heimat zu, ivahreud das Mädchen, aller Riittel euiblößt, einer schweren Stunde entgegensah. In Hanau angefommen, schrieb er an Die Verlassene, er fei beim Ausfieigen aus Dem Zuge überfahren und schwer verletzt ivorden, seine Aiutter sei aus Schreck über diesen Anblick gestorben. In Wirklichkeit war er froh und munter, beging einen neuen Aieb= stahl und floh, um Der Strafe zu entgehen, mit einer Prostituierten nach Luxemburg. Tort ivurde er verhaftet und nach Hanau zuruck- gebracht. Die Strafkammer diktierte ihm sechs Jahre 1000 Mk. Geldstrafe evenl. weitere 66 4.age Zucht- e Ehrverlust und Zulässigkeit Der Polizeiaufsicht. „vut.., Der 27 Jahre alte „ M a g n e t 0 path Du ex ivurde wegen Betrugs zu zivei Monaten Gesangius und 200 Aik. Geldstrafe verurteilt. Er hatte R u ck e n m ar k l e tD c nöen völlige Heilung versprochen und für jeden täglichen Besuch 0 Atk. Lungenschwindsucht 2(1) 2(1) — — Herzfehler 2 (2) 2 (2) — — Schlagfluß 1 1 — —— Gallenblasen-Ent- zündiing KD 1(1) — — - Bliuddarmentzündiing 2 (2) 2(2) — — Nierenenlziindtlng 2(1) 2(D — Krebs 2 (.2) 2 (2) —— — Atittelohreiterung 1 1 — — Brämpfen 2 — 2 — Gehlruhaiitentzünd. 1 — — 1 Lungeuentzündiing 1(D — —— 1(1) im Wochenbett 1(D 1(1) — — Altersschwäche 1 1 — — Puppura 1 — —— 1 Summa: 20 (11) 15 (10) 2 3(1) , Meteorologische Beobachtungen der Station Gieße». __ Juni 1908 Barometer auf 0° re Du iiiert t äe 1 Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit j t Windrichtung Windstärke i __! Wetter 17. 743,2 99 7 13,6 76 W 4 Sonnenschein 17. 9’5 744,5 19,1 13,0 79 s 2 Bew. Himmel 18. 7" 747,1 17,9 12,7 83 .NW 2 Sonneiischein ■■ ■ ' - Telefon 644 3710) Schöne geraum. 3-Zimmer- wo Heute ringen: 2. glimmer Anfang 7 Uhr Im Saale 8 Uhr Eintritt frei Siiilti-Sliifi kurz gepflückt, kauft 3755 , —im - -nim firin——— WM«- und 4 glimmer Läden etc. sofort preiswert 05119 (öebr. Hobelbank zu Laufen ges. 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