Zweites Blatt DienStag 17. Marz 1908 Nr. 65 Erscheint ISgNch mit Ausnahme des Sonntags. wehrte Puh- ig geleistet unb iben. 10 M L90'.| aus die alte 158. Jahrgang itfcetür dafür die Wehrsheuer an; und Herr Sydow machte feinem Herzen keine Mördergrube und bekannte, daß er Dehrsteuer von Herzen gern entgegennehme — um das Lrfizit zu stopfen. ).50 8.50 150 -50 Mtreter eines Teiles der in der Gerstensragc gespaltenen Na- iicnalliberalen beitrat, mit dem deutsch-russischen Handclsver- reag nicht in Einklang zu bringen ist. Um elf Uhr bereits hatte die Sitzung auch heute begonnen, uni sechs Uhr wurde sie wieder nur zu einer Nachtsitzung unter» lochen. Tie Lösten der Verhandlung trug auch im weiteren Anläufe Herr Sydow. Nach Erledigung der Zölle und Ver- 'muchsstcuern lvurde sein eigenstes Ressort behandelt, der Etat M Zteichsschahamtes. Herr Kirsch, vom Zentrum brachte das Ouaststück zustande, das Fünfundzwanzigpfennigstück in organi- 'ch Verbindung mit der Pvlenvorlage und dem preußischen Wahlrecht zu bringen. Graf O r io la wünschte für die armen '.Kriegsteilnehmer eine bessere Fürsorge und trug dem Schatz- Rotationsdruck und Verlag der Brüh liehen UniversitälS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: Tel.-2ldr.:AnzeigerGießen. etzes über die Laufmannsgerichte, immer schärfer Front. Vielleicht mit Recht. Kann sein, daß derlei Sondergerichte nach und nach wirklich eine Gefahr für unsere Rcchtseinheit werden können. Dann heißt es aber, nach dec anderen Seite vorzubauen, und unserem juristischen Nachwuchs die Kenntnisse zu vermitteln, ohne die er das gewerbliche Leben nicht verstehen, nicht ergreifen, nicht beurteilen und nicht meistern kann. peibaiw incsleiick,Pid^ Stimmungsbild aus Sem Reichstage. Berlin, 16. MarF. Seit Trtciiict Quartamrzeit habe ich mich stets für einen crstensachverständigen gehalten; diese Ueberzeugung hat mir ein ^i-rienbefud) auf dem Lande gebracht. Ich l)abe nämlich damals an einem Gersten seid die Frage nad) der Art des Ge- „eides richtig beantwortet, und als nur nad) fünf Minuten in einer anderen Stelle dieselbe Frage gestellt wurde, da riet ich wieder auf Gerste und es stimmte and) diesmal. Aber bei die^üd)ter, bU an der Einfuhr von billiger Füttergerste ein dringendes .intercffc haben; und weil die Gerste eben als Gerste und nid# als Füttergerste wächst, half man sich damit, daß man btt höher gewickstige Gerste, die zu Brauereizwecken dient, unter rinen hol-en und die „andere" Gerste unter den niedrigen Zoll- fi| brachte. Aber auf das Wachstum der Gerste haben noch i» schön ersonnene Zollparagraphen keinen Einfluß, und so Innen in jeden: Gerstenjahr die Klagen der Interessenten an deal höheren Zoll über Verwendung niedriger verzollter Gerste ja anderen als Futte^wecken. Ta kein anderes Mittel fid) .'irh'arn zeigte, verfiel man auf die Forderung einer Tena- tutierung, unb darauf geht auch d.e heutige Resolution des .X Rösicke hinaus, während Herr Speck in der Hauptsache Verlangen nach Strafbestiurmungen äußert, die natürlich qenau so wirkungslos bleiben müßten, wie die Vorschriften für iie Zollämter. Tie Resolution fand denn and) eine Mehr- ■ leit; die Tenaturierungsresolution wurde abgelehnt, schon weil Schreckensherrschaft auf Haiti Der „New-Pok Heralb" meldet ausPort-au Prince: Am Sonntag in aller Frühe wurdensneun angebliche Verschwörer in ihren Wohnungen festgenoinmen und im summarischen Verfahren erschossen. Es geht das Gerücht, daß noch andere erschossen würden. Dies ist die erste Tat deS neuernannlen Ministers des Innern General Deconte. Die Straßen sind fast ganz verlassen. Die Fremden werden terreorisiert; viele flüchteten in die auswärtigen Gesandtschaften. Die haitianische Regierung teilt dem französischen Gesandten mit, daß eine große Verschwörung gegen die Regierung entdeckt worden fei, die ihren Ursprung in den Konsulaten habe, und daß es infolgedessen unmöglich sei, die Verhandlungen über die Einschiffung der Flüchtlinge fortzusetzen. Frankreich müsse d a h e r d e r R e g i e r u n g s o f o r t a l l e diejenigen ausliefern, die sich aus die franzöfische Gesandtschaft geflüchtet hätten. Dieses Gesuch wurde amtlich und schriftlich gestellt. Unter den Hingerichteten befinden sich die drei Brüder Coieou, Felix Salnove, General Alluption, Casimir Merove, Doktor Lamothe und Paul Saint Fort. Einer der Brüder Coieou bezeichnete vor feiner Hinrichtung noch die beiden Majore Carraune und Mlfferb, den Hauptmann Dambrnevillc und die Leutnants Jolibas und Larreche als Mitschuldige. Diese wurden sofort vor ein Kriegsgericht gestellt und wahrscheinlich Montag früh erschossen. Die Regierung erklärt, es seien ihr zahlreiche Briefe des Generals Firmin an die Verschwörer in die Hände gefallen. 'Alle Briefe seien in der französischen Gesandtschaft geschrieben. Die Mächte haben beschlossen, schleunigst Kriegsschiffe nach Haiti z»l entsenden. en- ssolvtLsche LagesßchE. Temiitskrankheit der Croßherzogin von Mecklenburg-Ttrelitz. Die „Lanbeszeitung" in Neu-Strelitz erhält über die Krankheit der Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz von zu- Hwnbigcr Seite folgende Angaben: Jetzt wurde ärztlicher- ikits festgestellt, daß das Leiden als eine seit längerer Zeit ’m Entwickelung begriffene Gemütskrankheit aufzufasfen ist, wfür ein gewisses Lebensalter prädestinierend ist. Der Gin» tntt des Leidens wurde wesentlich dadurch gefördert, daß die Großherzogin den Anforderungen, die in den letzten Jahren sie als regierende Fürstin herangetretei: sind, im über« icebenen Pflichtgefühl gerecht zu werden suchte. Die ärztliche ^Handlung der hohen Patientin liegt in den Händen Gcheun- ccLs BinSwager-Jena, wo die Großherzogin seit acht Tagen wie Villa bewohnt. Die Behandlung wild längere Zeit in Spruch nehmen. Nach der Natur des Leidens kann eine vollständige Genesung erwartet werden. * » Lehrstühle für Sozialrecht. ho ’ L AM- , 27 Selter^?.?' V\1W^ Die „Sietzener Zamillenblätter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das *Kreisblatt für den Ureis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlid) zweimal. e, was Schatzsekoetär Sydow nvit Nachdruck hervori)ob, imrin ihm mit Freisinnigen und Sozialdemokraten aud) ber DerreZchev NesehsLag. Sitzung vom 16. März. Am Bundesratstische: Staatssekretär Sydow, Unterstaatssekretär T w e l e. Fortsetzung der Etatsberallmg bei den Einnahnien an Zöllen, Steuern und Gebühren. Hierzu liegen zivei Refoüuioneu vor von Speck (Zentrnin) und Rösicke (B. d. Landw.) betrefseiid eine sichere Uickerscheibimg von Brau- und Füttergerste bei der Verzollung. Rösicke (B. d. ^andw.) beiürworlete seine Resolution. Die bestehende Gerstezollordnung zu beseitigen, müsse der neue Staatssekretär in erster Lime sich angelegen |ein lassen. Die Klagen über eine unrichtige Verzollung der Geiste hallten durch ganz Deutschland wieder; nicht der Reichstag, sondern vor allem die Regierung sei verpflichtet, hier Abhülie zu schaffen. Auch im Interesse der Solidität des Gerstenhandels und der Gerstennidustrie müsse hier etwas Durchgreifendes geschehen und zwar so, ivie feine Resolution es wolle, daß bei sämtlichen Zollämtern eine technische Einrichtung geschaffen iverde,' um sämtliche Gerste, für welche der Zoll von Mk. 1,30 pro 100 Kilo gefordert werde, so zu denaluriereii, daß ihre Verwendung zu Brauzwecken unmöglich fei und daß nad) Herstellung des Zolles von Mk. 1,30 dieser nur noch für denaturierte Gerste zur Anwendung gebcad)t werde. Im Jahre 1907 seien 2,1 Millionen Tonnen Gerste eingegangen, aber nur der siebente Teil hiervon fei als Malzgersle verzollt ivorden, während nad) der Meinung der Sachverständigen der vierte Teil der Einfuhr als Malzgerste zu betrachten war. Damit feien 9 Millionen Mark an Zoll emgebüßt worden. Hieraus gehe hervor, daß eine Klarheit nicht anders geschaffen tu erben könne, als indem man zur Denaturierung übergehe. Eine weitere Million an Zoll könnte durch eine richtige Zöllbehandlung des ans Amerika eingeführten Maises gewonnen werden. In Deutschland habe man kein Interesse daran, daß die auslänbischei' Futtermittel frei Hereingelaffen werden. Der Redner empfahl iveiter die Einführung einer Mühlenumfatzsteuer. Tie kleinen Betriebe feien in ‘ den legten Jahren enorm ^unitfgegangen. Man könnte sie dadurch stützen, daß man etwa eine Kontingentierung oder Mühlenumfatzsteuer einfuhre. Letztere würde eine Verteuerung des Brotes nicht herbeiführen. Der Mühlenbetrieb, einer unferer besten Betriebe im Reiche, muffe erhalten werden. (Beifall rechts.) Speck (Ztr.) begründet seine Resolution und führt aus: Trotzdem im Vorjahre von allen Seiten anerkannt worden sei, daß ber Wortlaut bes Gesetzes nicht geeignet fei, Unterschleife auf bem Gebiete ber Gerstenverzollung zu verhmbern, fei von ber Regierung nichts geschehen. Aus den statistischen Ziffern fei unwiderleglich zu schließen, daß nad) wie vor große Mengen Gerste zum Zollsatz von 1,30 Mk. eingeben, die zweiffellos dem Zollsatz von 4 Mk. unterstellt iverben müßten. . Staatssekretär Sydow erklärte, er habe in der kurzen Zeit, in der er feinem Amte vorstehe, sich bemüht, sich in dieser Frage so weit zu informieren, um eine selbständige Meinung zu gewinnen. ES handle fid) nach seiner Meinung hier darum, welche Möglich- feit die bestehenden Handelsverträge bei einer den Intentionen der Kontrahenten entsprechenden Auslegung laffen, um auf die hier vorgetragenen Wünsche einzugehen. In erster Linie komme ber Hanbelsoertrag mit Rußlanb m Betracht. Bel dem ersten Punkte ber Resolution Rösicke, bic Gerste, bic für Brauzwecke geeignet fei, mit 4 Alk. Zoll zu belegen, stoße er auf Bedenken. Ter russische Hanbels- uertrag sehe den 4 Mark-Satz für Gerste vor, bic in reinem, ungemischten, granuliertem Zustaube mehr als 65 Kilogramm pro Hektoliter wiege. Dagegen lasse ber russische Handelsvertrag Gerste, loelche weniger als 6o Kilogramm per Hektoliter wiege, mit einem höheren Zollsatz zu belegen, nur bann zu, wenn sich infolge einer besonderen Beschaffenheit ber zur Zollabfertigung gestellten Sen- buiig Zweifelsgrünbe hinsichtlich ber Verwendung der Gerste ergeben. Nun beständen Meinungsverschiebenheiten über bas, was unter Verwendungszweck zu verstehen fei. Sein Amtsvorgänger hätte ihn dahin definiert, daß darunter nur die Verwendung der Gerste als Braugerste gedacht fei. Er sehe kerne Möglichkeit, baß bic Regierungen jetzt mit einem Male sich bei ber Auslegung des Vertrages auf einen anderen Standpunkt ftcllen könnten. Die Antwort Rutzlanbs würde einfach ein Hinweis auf die bisherige offizielle Auslegung sein. Den zweiten Punkt ber Resolution Rösicke „Vorschrnt der Denaturierung aller Nicht als Malzgerste verzollten Gerste" könne er auch nicht mit den Bestimmungen des mfiischen Haiidelsvertrags in Einklang bringen. Zur Resolution Specc übergehend, sagte der Staatssekretär, der Vorredner habe von einem Verstoß gegen Treu unb Glauben || Im neuesten Heft der »Deutschen Juristenzeitung^ regt | ^stizrat Josef Stranz an, auf unseren Universitäten be- i®nberc Lehrstühle für Sozialrecht zu errichten. Das lOsiale Recht, meint Stranz, fei vielen Juristen eine terra Mcognita. In Bezug auf Kranken-, Unfall-, Invalidenversicherung, Arbeitsvertrag, Lohntarif unb Organisation der (S'kwerbltchen Verbände herrschte bei Richtern, Rechts- und ^aatsamvälten eine Unkenntnis, die zur Wichtigkeit des ^genftandes in striktestem Gegensatz stünde. In diesem ^Izialrecht aberwüchse der Rechtswissenschaft ein neuer Zweig |i; neuen Begriffen heran, der dem Prioatrecht nicht un- • l“ - ier f im Zollverkehr Aesprockicn. Dieser Auffassung könne er sich voll-> ständig anschließen. Der Gedanke, einen Prozentsatz ber ein- geführten Gerste, die mit einem niederen Zollsatz belegt sei, zu färben, fei der Neid)s-Finanzverwaltung durchaus nicht unsympathisch. Tie Schwierigkeiten beständen aber darin, daß man kein Färbemittel nehmen dürfe, bad bei ber Wciterverwendung der Gerste als Nahrungsmittel für Menschen unb Tiere schädlich 'fei. Hebei ein geeignetes Färbemittel sd;wcben Vcrhandlungeir mit dem Reichs-Gesundheitsamt. Man hoffe zu einem neutralen Färbemittel zu kommen. Was die Einführung von Strafbestimmungen betreffe, so stehe er durchaus innerhalb der Grenzen dessen, was nach dem russischen Handelsvertrag zu erreichen sei. Es schwebten im Schatzamt Erwägungen, daß bei einer späteren Verwendung per mit 1.30 Mk. belegten Gerste zu Brauzwecken, sofern der Verwender gewußt habe, daß die Gerste zu einem niederen Zollsatz verzollt sei, die Verwendung unter Strafe gestellt werde. Die Regierungen seien bereit, soweit wie möglich, entgegen zu kommen, soweit nicht ber russische Handelsvertrag dem entgegenstehe. Abg. Fuhrmann (natl.) führte aus, seine Partei stehe auf dem Standpunkt, ber Einbringcr der Resolutionen. Es könne den berechtigten Wünschen der Landwirtschaft nur Rechnung getragen werden, wenn den Intentionen der Interpellanten entsprechen werde. Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Carstens (frf. Vp.), Dr. ©übetum (Soz.) unb Varenhorst (D.. Rp.) äußerl fid) Abg. Reese (natl.) im Gegensätze zu feinem Fraktionsgenosseu Fuhrmann gegen die Resolutiokten. Brauereien und Mälzereien würden geschädigt, wenn den Resolutionen stattgegeben werde. Die Resolution Speck wird angenommen, von bet Resolution Rösicke dagegen nur der einleitende Satz, der tunlichst beschleunigte Einrichtungen für die Denaturierung von Gerste fordert. Es folgt der Etat des Reichsschatzamts. Abg. Oertel (natl) befürwortet eine 'Resolution betr. Ausprägung von 25 Pfg.-Alunzen in Nickel, sowie betr. Zulassung aud) noch von anderen Hoheitszeid)en außer bem (bisher allein zulässigen) Reid;sabler. Redner mad)t bann noch einige wesentlkh ästhetische Bebenken gegen einzelne Münz- unb Papiergelbsorttn geltend. Schatzsekrelär Sydow: Dem Bundesrat liegt bereits eine Münznovelle vor, in der auch die 25 Pfg.-Frage ihre Erledigung findet, (.yetiall.) Bei Beratung dieser Novelle ivirb sich ja auch Gelegenheit finden, auf bie Gestaltung ber Reichsmunzen einzugehen. Für bic Reichs-Kassenscheine ist so dünnes Papier gewählt/ um Fälschungen zu erschweren. Im übrigen, meine Herren, gilt; hier: Der eine verlacht's, ber anbere verlangt’? — was macht's? 1! (Heiterkeit.) Es sprechen noch die Abgg. Lic. Eo e rl ing (natl.) unb Graf O r i o l a (natl.). Abenbsitzung vom 16. März. Am Bundesratstische: Staatssekretär Sydow und UnterftaatS-^ sekretäc Twele. Ter Präsident eröfsiwt bie Sitzung um 8.15 Uhr. In ber fortgesetzten Beratung bes Etats bes Reid)sschatzamts bei Titel „Veteranenbethilfen’' begründete Bauinann (Ztr.) eine ResolMtott seiner Partei, solche Krregsleilnehmer als hilfsbedürftig anzusehery deren versteuerbares Einkommetr nicht mehr als 900 Mk. beträgt. Die Ftnanzlage dürfe kein Hmdernis da sie atich ein Hindernis für eute abermalige Erhöhung der Ausgaben für bie Marine gewesen sei. Hufnagel (kons.) erklärt seine Sympathie sür die Tendenz ber Anträge Oriolas unb Baumanns. Singer (Soz.) ivar mit ber Ueberweisung des Antrags Oriola an bte Bubgelkominiision eiuverftanben. 9tad) wie vor sei seine Partei gegen eine Wehrst euer. Seine Partei wüttsche, daß die Beteranenbelhilsen roomoglid) in noch höherem Betrage als 120 Mk. allen Kriegsteilnehmern ztt teil werden. Unterstaatssekretär Twele erklärte, Ungleichheiten würden immer vorkommen, bum bei der Ausführung kämen etwa acht- bis zehniauiend ^okalbehörbeit in Frage. Tie Reichsverwaltung habe das größte Jnlereffe an einer etnhettlick)en Behandlung der Gesuche.! Wenn bie Behörden hinsichtlich des Etnkommens anscheinenb einen, verschiebeiteir Maßstab anlegen, so sei es bod) eine Tatsache, baß z. B. 900 Aiark einen ganz anberen Wert barstellen in Ostpreußen als in Süb- unb Westdeutschlanb. Der Antrag jet auch als Ausführungsbestimmung z»r d)arafteri|"ieren, unb solche Erlasse stehen dem Bundesräte zu. Das M e hr b e d ü r f n is würde mindestens zehn bis zwanzig Millionen betragen? Wie solle das gedeckt werden? Ta schweige, sich ber Zentrums- antrag aus, währenb er eine entsprechenbe Erhöhung ber Etatspositionen um zwanzig Millionen hätte enthalten müssen. Ten Zentrmnsantrag bitte er abzulehnen. Wielanb (irs. Vpt.) bat ben Schatzsekretär, bie Anregungen, ber beiden Anträge in Erwägung zu ziehen. Arendt (Rpt.) führte ans, bet ber Veteranenbeihilfe dürfe die Ftnanzfrage »richt nraßgedend fein. Der Antrag Oriola gehe ihm nicht »vcit genug. Der Zentrumsantrag iei schon seiner Fornr wegen nicht annehmbar. Er »vünsck)e bie. Ueberweisung bes Antrages an bie Vubgetkommission. v. Kulerski (Pole) will für ben Zentrumsantrag stimmen.. Vielleicht beantrage bas Zentrum namentliche Abstimnumg; bann würbe man sehen, wer ben Veteranen sofort betzuspringen bereit fei. Schrader (frf. Vg.) sprach sich aud) dafür aus, den Antrag, an die Kommission zu verweisen. Es sei jedenfalls ohne Vorgang, daß em Antrag von solcher Tragweite m letzter Stunde eingebracht werde. Abg. Gröber (Ztr.) meinte, eine objektive Norm für eine gleichmäßige Behandlung der Gesuche aufäuftellen, sei Zweck deS Zentrurnsantrages. Es handle sich nicht sowohl uni eine Abänderung als mit eine wohlwollende Auslegung des Gesetzes von 1895. Warum solle in dieser Beziehung nicht eine Ber-- ftänbigung zwischen Bundesrat unb Reichstag zu erlangen fein?, Gröber schloß: Wolle man ben Veteranen rasch zur Hilfe kommen, so müsse man den .Zentrumsantrag annehmen. Vizepräsident Kampfs rügte bie von der Journalistentribüne während ber Rede Gräbers erfolgten Zwischenrufe. Bei einer Wiederholung drohte er die Tribünen räumen zu lassen. Staatssekretär Sydow erklärte, den Kriegsveteranen gegenüber von ben gleichen Gesinnungen beseelt zu sein, wie fein Vorgänger, der ebenso wie er den Antrag Hompesch ablehnerc würbe. In ber Verquickung dieser Frage mit bem Etat liege ein Zwang. Währenb der Etat nur auf ein Jahr sich erstrecke, würde die Bindung ber Regierung durch das Zentrum dauernd sein. Vizepräsident Kampfs teilte mit, daß Erzberger (Ztr.) namentliche Abstimmung beantragt habe. Abg. Paasche natl.) meinte, daS Zentrum habe, wie Ku- lersti aus der Schul plauderte, den Antrag nur gestellt, um ber Regierung Verlegenheit zu bereiten. Die Polen sehe man hier ali Trabanten des Zentrums. Abg. H ä p s e 11 (bayer. Bauembündler) und v. O e r tz e n (Rpt.) meinte, daß für bie Veteranen noch lange nicht genug geschehen sei. Ein Existenzminimum müsse festgelegt werden. Abg. Erzberger (Ztr.) polemisierte gegen die Ausführungen Paasches. Staatssekretär Sydow crllärtc, die Frage hänge von den! Negierungen ab, ine gegen weitere Ausgaben seien, juenn keine' Deckung vorhanden feis Eichener Anzeiger Senrral-Anzeig« sür Sbrrhrss-"» Abg. Graf Oriola (natl.) meinte, durch den Zentrums- fantrag sollten mrr Schwierigkeiten zwischen der Regierung und den Parteien hervorgerufen werden. Nach weiterer Debatte und persönlichen Bemerkungen wurde die Resolution Oriola der Budgetkommission überwiesen. Die Abstimmung über den Antrag des Zentrums wurde bis morgen ausgesetzt und dann der Rest des Etats bewilligt. Um 12i/i Uhr stellte sich Beschlußunfähigkeit heraus. Aus SLa-L und Land. Gießen, 17. März 1908. — Steuerpersonalien. S. K. H. dcr Großherzog .haben den Steueckommissär des Steuerkommissariats Hungen Gg. HooS zu Hungen in gleicher Diensteigenschaft in das Steuerkommissariat Friedberg versetzt. * * Erledigt sind die Steuerkommissärstelle zu Hungen und eine Hauptsteueramts-Assistentenstelle bei dem Hauptsteueramt Mainz. • ’ Landes Universität. S. K. H. der Großherzog haben den Finanzaspiranten Emil Kinkel aus Gießen zum Verwalter bei der Augenklinik (nicht der Frauenklinik, rote es gestern infolge eines telephonischen Hörfehlers hieß) der Landesuniversität ernannt. * • Die 2 4. Vorstandssitzung der Landw irt- schaftskammer fand gestern statt. Zunächst wurden die Berakungsgegenstände für die nächste Hauptversammlung besprochen. Weiter wurde beschlossen, Remunerationen an Beamte der Landwirtschaftskannner künftig nicht mehr zu zahlen. >Ein Gesuch um Gewährung von Mitteln zur Abhaltung eines Buchführungskursus zu Alsfeld wird zurückgestellt, ebenso ein Gesuch um Ausbildung von Laiengeburtshelfern bis nach den Verhandlungen in der Zweiten Kammer. Die'Negierung soll weiter ersucht werden, für die Invalidenversicherung ausländischer Arbeiter entsprechende Mittel bereitzustcllen. **'Kulckurinspektion. Mit Ermächtigung des Großh. Ministeriums des Innern ist der Ingenieur Steinbach bei > der Kulturinspektion Darmstadt mit der Lersehung der Stelle -eines Kulturingenieurs 'bei der Kulturinspektion Gießen beauf- • tragt .worden. • • Die Rechtssch utz stelle für Frauen und Mädchen, die Anfang dieses Jahres hier eröffnet wurde, verdient immer mehr bekannt und in Anspruch genommen zu werden. Sie hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens schon recht Segensreiches geleistet, sei es, daß sie in Fällen, in denen die Versicherungsansprüche zweifelhaft waren, den Rat suchenden Frauen zum Erfolg verhalf, sei es, daß sie in Streitfällen zwischen Herrschaft und Dienstboten vermittelnd eingriff und einen beide Parteien befriedigenden Vergleich zustande brachte, oder welches nun die mancherlei Fragen sein mögen, in denen die Frau sich am liebsten an die Frau um Mat wendet. Immer ist die Tätigkeit der Rechtsschutzstelle eine vermittelnde, ausgleichende gewesen, und es ist Frauen und Mädchen nur zu empfehlen, die Rechtsschutzstelle, die llhren Rat völlig unentgeltlich erteilt, in Zwelfelsfätten zu i befragen. ** Gastwirtsciusstell u n g. Das Großh. Ministerium hat für die hiesige Gastwirtsausstellung eine silberne und zwei bronzene Staats-Medaillen zu Prämiierungszwecken bewilligt. — Die Preismedaille, die die Ausstellungsleitung verteilt, ist von der hiesigen Stempelfabrik Kreuter u. Co. angefertigt worden. .Die 42 Millimeter große Medaille trägt auf der Vorderseite ba5 Wappen von Gießen mit der Umschrift „Gastwirtschaftsgewerbe- und Kochkunstausstellung" und auf der Rückseite das Bild der fürstlichen Protektorin mit der Umschrift: Emma Fürstin zu Solms-Lich, Protektorin. Die Medaille wird nach der Zeichnung ein schönes 'Stück des Gießener Kunstgewerbes werden. Auch die von der Stadt gestifteten Preise werben in Form dieser Medaille gegeben werden und zwar in Gold. ** Aus dem Bureau des StadttHeaters. Auf die morgige Benefizvorstellung, die Beyerleins „Z a p f e n ft r c i ch" für den Oberregisseur unserer Bühne Hermann Bakof bringt, fei hingewiesen. Als Künstler hat er Proben seltener Charakterisier ungskunst abgelegt, da er heterogenste Rollen mit gleichem Erfolge darstellte. Es fei erinnert an seinen Oernulf (Nordische Heerfahrt), feinen Stauffacher, feinen Lear, seinen Verrina, andererseits wieder an Leistungen wie int ,,Andern", in „Zwei Wappen", in „Husarenfieber", in den ,^Lustigen Weibern" u. a. mehr. Seine Bedeutung als Regisseur erhellt am besten, wenn auf zwei Regieleistungen der letzten Woche hingewiesen wird, Ivir erinnern nur an die Inszenierungen von „Wildente" und „Gypes". Unser Publikum wird dem Künstler — der auch noch nächstes Jahr unserm Ensemble erhalten bleibt — zweifellos am kommenden Mittwoch durch zahlreichen Besuch seinen Dank abftatten. ** Im Kolosseum ist ein neues Programnr zu sehen, oas wiederum recht viel gutes bringt und einen Besuch wohl verdient. Namentlich die Gymnastik ist diesmal sehr reichlich und inmfjiueg in guten Nummern vertreten. Als komische Akrobaten produzieren sich die Gebrüder Wille, von denen der eine als Saltoschläger großartiges leistet, bei seinem Salto aus etwa^sechs Meter Höhe Cann man in der Tat das Gruseln lernen. Sehr hübsch sind die athletisch-akrobatischen Spiele der beiden Giwvds, ein .Herr und eine Damie, die in eleganter Ausführung die verschiedenartigsten von Gewandtheit unb Kraft Sengenden Kunststücke ausführen. Bei ihrem zweiten Auftreten als Hallwegh und Miß Bella führen sie am Nickelapparat tadellose Arbeit vor. Tie drei Schwestern Deike bieten einen interessanten Trahtseilakt, bei dem jede der sehr vorteilhaft aussehenden Damen gutes leistet und int Zusammenwirken hübsche Bilder weiblicher Anmut und Beweglichkeit zu sehen sind. Auch die Teikes zeigen eine zweite Nummer, ein akrobatisches Potpourri, das diesen Namen vollauf verdient. Den gesanglichen Teil des Programms eröffnete Frl. B a- retta, eine fesche und dabei höchst dezent nuftretenbe Wiener Soubrette, die reckt gut singt und namentlich in ihrer Bravournummer, bet der ihr ein kostümiertes Hündchen als Schuhplattler assistiert, lebhaften und wohlverdienten Beifall fand. !Ein leibhaftiger Leutnant gibt dann allerlei Leutnantserfahrungen zum Besten, aber es ist ein nachgemachter. Frl. von Elb an sieht in der Uniform so hübsch und liebreizend aus, daß wohl jeder gern unter ihrem yiknnmmtbo stehen möchte. Der Gesangskomiker Ludwig Clermont fang im Schweiße seines . Angesichts (buchstäblich zu nehmen- mit deutlicl-em Vortrag geistreiche und flache Sentenzen mit gleichem Eifer, wobei er vielfach aktuelle Vvrkommnisse recht hübsch topierte. Eine Cha- -rakter-Tarstellerin, Frl. Aliee Markert, warf ihre aus dem Volksleben gegriffenen Gesänge und (als Streichholziule> Streichhölzer den Zuschauern an den Köpf, was beides viel Heiterkeit erregte. Eilte zweite Wiener Soubrette, Frl. Lina I s e l h, bot ebenfalls anmutige Proben ihres Könnens und wenn sie nicht so viel Beifall fand, wie sie eigentlich verdiente, so war dies wohl der infolge oes langen Prograutms eingetretenen Ermüdung des Publikums zuzuschreiben. Eine heitere Abwechslung in dem Programm bildete die komisch und flott gespielte Pantomime der M o k a s ch l Y - T r u p p e : „Ein fideles Gefängnis". •• Kaiser-Panorama. Das Programm dieser Woche enthält einen neuen, ledern Gebildeten willkommenen 3n[tus von Griechen! and, der dem Besucher nicht nur die moderne Residenzstadt Athen, sondern auch die Stätten einer ehemaligen hochentwickelten klassischen Kultur in den Jahrtausende alten gewaltigen Bauwerken und 9vuinen vor Augen führt. Von ehemaliger Pracht und Herrlichkeit zeugen besonders die Akropolis, der Theseustempel, das Denkmal der LysikrateS, die Ruinen vom Bacchus-Theater usw. Im Vordergrund der Serie steht Korfu, das alte Kerkyra, ein herrliches Fleckchen Erde; solch unvergleichlich schöne Panoramen, bei denen Meer und Kustenlandschaften sich zu entzückenden Bildern vereinigen, müssen jeden Beschauer befriedigen. Die kunstsinnige Kaiserin Elisabeth von Oesterreich hat bei der Stadt Korfu ein Schloß im althellenischen Palaststile erbauen und mit geradezu verblüffender Pracht ausstatten lassen. Im Heine-Tempel setzte sie dem Dichter Heine das erste Denkmal auf europäischem Boden. Den Besuch dieser Woche können wir jedem, und besonders auch der Jugend empfehlen. — Butzbach. Der Stadtverordnete Dipl.-Jng. Th. Heyd in Darmstadt, ein geborener Butzbacher, ist von der Kgl. Technischen Hochschule in Stuttgart zum Doktor- Ingenieur promoviert worden. Die praktisch und wissenschaftlich hervorragende Bedeutung der eingereichten Dissertation veranlaßte diese Hochschule zum erstenmale, die Doktorwürde mit dem Prädikat „Mit Auszeichnung bestanden" zu verleihen. in. Friedberg, 16. März. Zur Massendiebstahls- affäre v. d. Lehr wird berichtet: Der Dieb wurde, trotzdem er aus der Untersuchungshaft entlassen worden war, infolge polizeilicher Ermittelungen neuerdings wieder verhaftet. Bei der jetzt nochmals gehaltenen Haussuchung stellte sich heraus, daß viele gestohlene Gegenstände nach dem ersteir Januar gestohlen sein müssen, da die Firma laut Fakturen nachgewiesen hat, daß sie sie erst Anfang Januar zugesandt bekam, während L. schon am 27. Sept, aus dem Dienst getreten war. Auf Vorhalt gestand er auch ein, nachträglich noc,) Waren gestohlen zu haben, aber nur bei Tag, was ganz unmöglich ist. L. ist soweit des schweren Diebstahls mittels nächtlichen Einbruchs überwiesen. ? H u n g en, 15. März. 2(m Freitag abend fand aus Veranlassung des hiesigen Gemeinnützigen Vereins im Saale des Gasthauses „Zur Traube" ein Vortrag mit Lichtbildern über das Thema: „Die Kunst unserer Heimat" flott. Bildhauer Dr. T. Greiner aus Darmstadt sprach nahezu 1V3 Stunden zu den ihm mit Spannung folgenden zahlreichen Zuhörern. Er betonte, wie gerade unser Hcssenlaud sich mit Stolz als Träger edlen Kunstsinns bezeichnen könne und wie sehr unser Großherzog mit der Gründung einer Küustlerkolonie und damit, daß er sein Volk zur Kunst erziehen wolle, das Richtige getroffen habe. Tie Kunst sei das Wichtigste, was ein Volk, dessen Blühen und Gedeihen gesichert werden soll, besitzen müsse, nicht allein in bildender, sondern auch in materieller Beziehung. Er schilderte in anschaulicher Weise, wre große Männer, z. B. Schiller und Goethe, dem Volke außer dem bildenden Wert, der ihren, großen Werten entsprossen, aiich eine dauernde, nie versiegende Quelle in finanzieller Hinsicht geschaffen haben. Weiterhin beleuchtete er, wie gauz kleine Völker, die in politischer Beziehung gauz unbedeutend waren, sich durch ihr kunst- finulges Schaffen unsterblich gemacht und sich ein dauerndes Denk- mctl in der Geschichte gesetzt haben. Wie dagegen große Völker, die den ganzen Erdball durch ihren Haiidel re. beherrschten, aber nicht die Kunst als höchstes Ziel un Auge hatten, rühmlos uuter- gingen, so daß nian nichts von ihnen weiß, als daß sie eben existiert yaben. Die den Vortrag begleiteubcit klaren Lichtbilder (alte, schmticke Bauerichätiser, Knnstwerke der Malerei und Bildhauerei, Holzschuitzereten re.) waren von großartiger Wirknng und erhielten durch die erlätileruden interessanten 'JluSlegimgett des Redners ein künstlerisches Gepräge. Zum Schlliß richtete er an die Anwesenden die Bitte, doch ja die Sinn ft als höchstes Ziel in ihrem Herzen zu pflegen und sie dein Volke tiicht verloren gehen zii lassen. Tie beste Gelegenheit dazil sei burcl) den Beitritt zu der „Vereinigung zttr Förderung der Künste in Hessen" gegeben, und jeder könne sein gut Teil zur Hebuug beitragen. Durch lebhatten Beifall häuften tue Erschleueuen dem Reduer für seinen interessanten belehrenden Vortrag. § Burkhards, 15. März. Ende voriger Woche fand in einzelnen Distrikten hiesiger Forstwartet eine Holzner st e i g e r u n g statt, die überaus stark besucht war und bei der hohe Preise erzielt wurden. Buchen-Scheitholz 1. Kl. kostete durchschnittlich 8 Mk., Prügelholz 1. Klasse 7 Mk., Stammreiser 2,20 Mk., Stockholz 3 Mk. ? Herchenhaiu, 15. März. Infolge Wegzuges unseres seitherigen Geistlichen Wolf nach Jugenheim i. Rh. wurden die diesjährigen Konfirmanden au§ den drei Orten des Kirchspiels schon heilte konfirmiert. Eine Konfirmandin aus Sichenhausen erhielt erst im Psarrhause die hl. Taufe. Offenbach, 16. März. Der Stadtkaffenrendant Grebe gestand am Samstag, daß er im Lause der Jahre fortgesetzt Beträge aus der ihm anvertrauten Kasse entwendet und für sic.) verbraucht habe. Der junge Grebe bestreitet jede Schuld an den Unterschlagungen seines Vaters. Es liegt auf der Hand, daß über die Höhe der unterschlagenen Summe noch keine genaue Angabe zu machen ist, da Grebe über die Betrüge, die er entwendet hat, natürlich nicht Buch führte. Eine Feststellung der entwendeten Summe kann erst nach dem Abschluß der Bücherrevision erfolgen, die zurzeit stattfindet. -s- Warburg r. W., 16. März. In dem nahen Ossendorf wurde eine weibliche Leiche aus dcr Dieniel gelänget. Sie war gut gekleidet und läßt daraiif schließen, daß die Verstorbene den besseren Ständen angehört hat. Die Leibwäsche war gezeichnet A. R. Rr. 60, der Hut trug den Rainen einer Büdinger Firma, woraus man schließt, daß die Verlebte vielleicht ein Opfer des Büdinger Bankkrachs sei. Mehrere Leute wollen Tags vorher im Felde einen Herrn mit Schnurrbart uni) Brille mit der betreffenden Person gesehen haben. ll. Hanau, 16. März. Gutem Vernehmen nach wird der König von England im Laufe dieses Frühjahrs dem Landgrafen von Hessin auf Schloß Philippsruhe bei Hanau einen Bestich abjtatten. LLssiverZiLäLs-NachriÄ-ten. — In Tübingen ist der ordenlliche Professor der physiologischen Chemie, Gustav v. Hüfner, gestorben. — Der außerordeiitllche Professor für Pathologie au der Uni- versität Heidelberg, Tr. Lchwalke, hat die au ihn ergangene Berufung aus den Lehrstuhl des Professors Thierfelder als ordentlichen Professor der Universität Rostock und als Direktor des pathologischen Institutes angenommen. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Jii bem Kunsijctton von Hirz in Gießen ist das Geinalde- „Beelhoveu" von Balestrier i nur noch einige Tage ausgestellt. — Die Akademie der Wiffeufchafteu zu Paris erhielt die Mitteilung, daß dem uordaineritanischeu Asirouom Loivel durch Spektralunter» luchuugeu das Vorhaudenseiii von Wasserdämpfen oberhalb des Marc. feflzustellen gelang, was bisher nur Hypothese ivar. — Hebbels „Gyges uud seinRing" ivuröe öie)er Tage wiederholt aui der intimen Piaueubühne des Züricher Stadtiheaters aufgeiührt. Diec. ijt allgemein als eine Tal empfunden worden. In öidci Szeiieubilberu von höchster Einsacbheit (Uonigshalle und Fraueugemach) spielte sich die Tragödie in SV, Stuiibeii ohne jede Unterbrechung ab unb übte all! das Publikum, das bei der zweiten Vorstellung das Haus bis auf den letzten Platz füllte, eine außer. ordentliche Wirkung aus. GerLehtsßcSÄLl Berlin, 16. Mörz. Das Kammergericht ordnete auf die Beschwerde des Oberstaatsanwalts das Hauptverfahren gegc]1 Rechtsanwalt Karl Liebknecht im ehrengerichtliche-! Verfahren an. ' Geborene: Herrn Georg Enders und Frau in Alsfeld eine Tochter. Verlobte: Fräulein Hilda Gambach in Friedberg mit Herrn Karl Klar in Mannheim. Gestorbene: Frau Henriette Nos in Lauterbach. — §ett Heinrich Simon in Alsfeld. — Fräulein Margarete Elisabete Stoll in Butzbacb.— Herr Heinrich K. Köst in Nieder-Wöllstadt. — $rflu Mathilde Köcke m Darmstadt. — Marre Freifrau v. Wittgenslei i in Darmstadt. — Herr Medizinalrat Tr. Eduard Metzler li Darmstadt. — Herr Friedrich Stegmayer in Darmstadt. — Fräulein Amalie Bernhardt in Marburg. — Frau Slatharina Elisabeth LckZ m Marburg. — Herr Fritz Atzbach in Garbenheim. — Fr^ Henriette Schäfer Ww. in Wetzlar. — Frau Katharina Sand in Wetzlar. — Herr Peter Dietz II. in Bonbaden. — Fräulein Irina Bender in Wetter. Hande!. ** Neue Reichsbank st elle. Am 23. März d. Js. witib in Friedrichshafen (Bodensee) eine von der Reichsbankslele in Ulm (Donau) abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasfenein.- richtung und beichränktein Giroverkehr eröffnet werden. * Aufhebung einer sürjtlichen Verlobung i« Sicht. Erst vor einigen Wochen wurde die Verlobung der fßruu zesfiu Beatrice von Sachs en -Köburg-Gotha mit bin Prinzen Alfonso von Orleans, Jnfanten von Spanien, be. könnt gegeben. Tie 23 jährige Prinzessin Beatrice, jüngste Tochter der Herzogin-Witwe Marie von Kvburg und Schwester der jetzige Gvoßfürsttn Cyrlll von Rußland, der Prinzessin Ferdinand von Rumänien und der Erbprinzessin zu Hohenlohe-Langenburg, lernte beit um zwei Jahre jüngeren Prinzen, der durch feine Atutter em Vetter des Königs Alfons XIII. ist, in Madrid kennen, als in die Königin Viktoria, ihre Cousine, besuchte. Jetzt meldet ein eng> lifches Blatt, das gute Fühlung z-um Hofe unterhält, diese Helrit werde nicht zustande kommen. Es stehe ihr ein unüberwindliches Hindernis entgegen. * Eine interessante Verlobung. Ter neue ko» mandierende General des 17. Armeekorps, General der Kävalleiil v. Mackensen, der niederdeutsche Bauernsohn, hat sich mit Leonie von der Osten, der ältesten Tochter des Grafen von der Osten-Jannewitz, verlobt. Ter Vater der Braut ist Majorois- besitzer auf Gr.-Jannewitz im Kreise Lauenburg in Pommern, in der Gegend, in der sich die vorjährigen Manöver der 36. Tivisio n abspielten. Als damaliger Kommandeur dieser Tivisiou hat Ex. zcllenz v. Mackensen im vergangenen Herbst einige Tage in Gr,. Jannewitz in Quartier gelegen und hierbei seine jetzige Brau! kennen gelernt. General v. Mackensen steht im 59., seine Braul im 28. Lebensjahre. General v. Mackensen, der seit zweieinhalb Jahren Witwer ist, war in erster Ehe mit einer Tochter des ehe. maligen Oberpväsidenten der Provinz Ostpreußen v. Horn vir. mählt. Aus dieser Ehe stammen drei Söhne und eine Tochter. * Ehepaare auf der Eisenbahn. Die uorwegisLx Eisenbahnverwallung hat eine praktische u. hö ch st n a ch a h meus- werte Neuerung eingeführt, welche beweist, daß die Ehefrau bau Ehemann auch manchmal billig zu stehen kommen Fann. 28enn nämlich Mann und Frau gemeinsam eine Reise unternehmen, sc braucht sür die Fahrkarte der Frau nur die Hälsic desgewöhnlicheuFahrpreises entrichtet zu werden. Tic norm. Eheleute werben sich also in Zukunft auf der Reise, ua dieses Vorteils teilhaftig werden zu Hörnten, mit ihrem Ehekontrakt ausrüsten müssen. (Wie wärs denn, wenn man den norwcg. VerkehrsMinister einmal zur Reorganisation der deutsch:i Eisenbahnsahrpreise auf ein Jahr nach Berlin beriest! D. Red.) * Tie Duellforderung eines Rechtsanwalts. Ter Rechtsanwalt und Notar Moczynski aus Bromberg war roeg: J Herausforderung zum Zweikampf und Körperverletzung zu brun Wochen Festungshaft und zwei fDtonaten Gefängnis verurteilt wo» den. Moczynski ist jetzt insoweit begnadigt worden, als an Stellt der Gefängnisstrafe eine Festungshaft von gleicher Tauer tritt Der Notar hatte einen Rentier gefordert, und als dieser niet reagierte, ihm aus der Stra'e einen Hieb mit einem Stock üto den Kopf versetzt. * Zarin uud „Z ar i n". Eiu Pariser Blatt meldete biejm Tage als sensationelle Neuigkeit, daß die Zaviu inkognito a' Rapallo eiugetrosfeu fei; mau dürfe daraus schließen, daß lie Kaiserin schwer krank sei und sich an der italienischen Küste crhoü2 wolle. Tags darauf meldete das Blatt, sich etwas schamhaft kv richtigend, daß nicht die Zarin, sondern der Dampfer „Sarit:1 in Rapallo aii-jetoinmen fei. (TaS erinnert — mutatis mutandis — an einen vor mehreren Jahren in einem rheinischen Blatte a> schieneneu Bericht über die Beerdigung eines katholischen Gei5>; liehen. Es hieß dort: „Im Leichenzuge wurde weiterhin die trudislade getragen." Tas Blatt wußte nicht, daß die GertrubÄ lade nicht so etwas wie eine Bundeslade, sondern ein Verein ist, kt sich aus frommen Leuten zusammensetzt. D. Red.) * Was z u einem Wolkenkratzer gehört. Eins ds | fünfzig Stock hohen Geschäflsgebäude, die in Newyork jetzt ua j Bau find, eriorbert folgende Materialien: 24 000 Tonnen Sttti! । für das „Gerippe" des Gebäudes; 37 000 Tonnen GußmönA i sür die Korridore; foviel Steine, daß sie, aneinandergelegt, um Newyork uack) Tenver reidjen würden; 4500 Tonnen Terrakotta faa die Verzierung; genügend Glas, um drei Straßenblocks damit bedecken; für Heizung und Wasserleitung Röhren, die von Neo> York nach Albany reichen würden; genügend Drähte sür ccrs ■ Telegrapheniinie von Newyork nach Philadelphia und über 30M j Glühlampen. * Kathederblüte. Professor Schußlich (während civ-L Vortrages): „Tie Verbrecher, welche nach Cayenne deportictt werden, meine Herren, sterben infolge des mörderischen Klun-^ j falt alle, bevor fic ihre lebenslängliche Freiheitsstrafe abgebiK haben." Kleine Tageschronik. In Münster oraci- während einer Theater-Vorst«^' lung im Arbeiterhaufe Feuer in der Garderobe aus. I entstand eine furchtbare Panik unter den annähernd 2000 Sw suchcrn. Trotz des Gedränges wurde niemand verletzt. In Berlin schnitt die 26jährige Frau des Hausoienc^ Beyer nach einem Streit mit Der Schwiegermutter in cinar Ansalle von Verzweiflung ihrem 10 Monate alten Mädchi^ mit einer Schere den Hals durch, warf das Kind Albern Fenster auf die Straße und sprang dann selbst hinunlM. Mutter und Üinb erlitten den Tod. Um seine getrennt von ihm lebende Frau und sc>UL drei Kinder zu verbrennen, begoß der Hafenarbeiu2 Bat in Hamburg nachts Tür und Treppe der Wohnirjy seiner Frau mit Peirollurn unb zündete es an. Hausbewohr^l retteten Frau nno Kinder int letzten Augenblick. Bak ipuiXX aus dem Bette heraus verhaftet unb legte ein volles .GeitäÜS Nls ab. Diese beiden Schisse sollen gegenüber den werden erwartet. öffentlichen Gärten vor Anker gehen und mit der Hohenzollern Preis zu um neue Gebr. Imheuser LD‘V, 9 10 Marktplatz Marktplatz 9—10 [1748 Holzversteigerung Äoo feOi der B17/s 13 Wir Hagner, Wegemeister. 1650 Bi: d-cs italienischen Geschwaders eine ununter- St. Helena bilden. Tic Kapelle der Hohen- und den Schiffen brochene Linie bis zollcrn wird täglich auf dem Markusplatzc konzertieren. London, 17. Mürz. Central-News meldet aus Tanger : In Tanger wie in Gibraltar herrscht in amtlichen Kreisen Aufregung infolge der Gerüchte, das; Spanien beabsichtige, einen Einfall in marokkanisches Gebiet zwischen Ceuta und Djebcl Nk>ussa vo-rzunchmen, wo angeblich Festungswerke errichtet werden sollen, die die englische Festung von Gibraltar nutzlos machen würde. Laub ach, den 13. März 1908. Großh. Amtsgericht. ersuchen unsere Mitglieder, an der öffentlichen Versammlung .., Dienstag, den 24. März d. F. werden bei Herrn Wirt >auIt()eiR in Lumda von vormittags 9 Uhr an ans den Distritlen Drt gerade nicht schmeichelhaft. — O Lollar! kann letzt ganz Oberhessen tuten: Wie tief bist du gesunken!! Wer sicht und hört, der weiß auch, 'das; die meisten dieser Ausführungen oft einen ganz anderen Hintergrund l>aben, bei dem Haß, Mißgunst und Schadenfreude eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Mehrere Beobachter. Ja unterem Handelsregister wurde heute folgender Em- \ trog vollzogen: Das von dem verstorbenen Ludwig Römer I in Ettingshausen unter der Firma Ludwig Romer betriebene > Handelsgeschäft ist auf Heinrich Walter in Ettingshausen chergegangen, der es unter der Firma Ludwig Römer I weiter betreibt. unterm regulären Preise ab. Es handelt sich nicht um fehlerhafte Ware oder um ältere Muster, sondern Dessins,, aus bestem Material hergestellte Qualitäten. Holzverfteigerung. Freitag, den 20. März l. ^zs., vormurags 9 Uhr ciisangend werden in den Waldungen der Geineinde Allen- ■ orf a. Lda. Distr. Dörnbach, Wallenfels-Wüstung, Winnercck, üienschade, Neuewald, Hormelseck, Seif, Todenberg zu Forstwartei I) Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 18. März 1908: Wechselnde Bewölkung. Geringe Niederschläge. Etwas wärmer. Oestliche Winde. Großh. Cberförfterei Grünberg. Scho ß er.________ AirchUche Nachrschten» EdüngLrische Geuleirlde. 3n der Iohanneskirche. Mittwoch den 18. März, abends 6 Uhr: 3. Passions-Andacht. Pfarrer B c ch t o l s h e i m e r. vsisleigert. Das Holz aus den Distrikten Wallenfels-Wüstung, Wnnereck und Eisenschade wird bet der Versteigerung nicht Hainbuchen-Reisholz, 75,5 Rm. Buchen-, 12 Nm. Eichen-, 36 Nm. Nadel-Stöcke OxsgSuaL-Dr'LhtnreL-ungett, Wien, 17. März. Der Kaiser hat die Nacht gut verbracht. Fieber ist nicht vorhanden. K'rüstezustand und Appe- ücto»iSe 18 Pld. H9 u. 18 T-i. Steinhäuser. 27 1 125 203 3 13 63 Für die uns. anläßlich des Hinscheidens unseres um vergeßlichen Lieblings 1745 Caart Memx übersandten anteilvollen Beileidskundgebungen und zahlreichen Bl'rmenspenden, sagen wir innigen Dank. Rechtsanwalt Kaufmann u. Frau. Gießen, den 16. März 1908. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hmscheiden unseres lieben Söhnchens und Brüderchens Ludwig sagt innigsten Dank 1744 Familie Georg Pfaff. Gießen, Große Mühlgasse 40. bestimmt. Gießen, den 17. März 1908. . Grobherzogliche Cberföriterei Wieseck. Weigand. Verdingung. In der Gemeinde Waldgirmes sollen am Freitag, den 27. Marz 1908 nachmittags 1 Uhr "4 dem atotijauie zu Waldgirmes öffentlich vergeben werden: 1. Liefern von 28 cbm Pflastersteine, Metern von 43 cbm pflastert and (Lahnsand», ?• Herstellen von 170 qm Rinnenpflaster, ß- ^fetern von 27 Stück Eeinentrohre 30 cm l. W-, o- Liefern von 11 Stück Eeinentrohre 40 cm I W-, 7 Eblern von 22 Stück Eeinentrohre 80 cm I. W., ' e,$cn von 60 Stück Cementrohren. Die Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht, auch ^"en dieselben bet dem Unterzeichneten eingesehen werden. Rodheim a. B., den 16. März 1908. D17/3 lik 0. ^r.r fform und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel nprnumnt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Lollar. Der Schreiber des Eingesandts bonti 9. März uftt 58 scheint hier iwch fremd zu sein, wenigstens muß man das ,,^h seinen Aeußcrungcii airnchmen. Alle in Frage rammenden -i ^kommnissc werden bedeutend aufgcbauscht, würde jede ähnliche ' gebenhcit ans Tageslicht gezerrt, so dürften wohl wenige un- -'chvren davonkommen. Daß solche öfseiitliche Auszüge keinen ! Atmlosen Charakter tragen, geht daraus hervor, daß gewöhnlich it tfre Personen in Mitlcidensck>ast gezogen werden, die derzeit I irter der Fugclid, hauptsäMich bei der männlichen, die diese Fast- V_ .^cl ispossen ausführen, weder Kinder noch nähere Verwandte haben, Hie Rücksicht genommen werden muß. Andere bleiben dadurch i -cschont, daß die dazu nötigen Vorbereitungen in ihrem eignen , 'Ükal getroffen werden, andere wieder durch sonstigen Einfluß, I ^dspenden usw. Darin wird uns der Herr Einsender doch s^oiß recht geben müssen. Daß nun behauptet wird, Lollar biete -•icnübcr anderwärts mehr Stoff für derartige Veranstaltungen, j ’ ist das wohl über das Ziel hinausgeschossen und für unseren Regiemmgsbezirk Wiesbaden. Obeeförsterer Weilburg. Freitag, den 27. Mär; 1908, vormittags lOUbr, kommen zu Weitburg im Hotel „zur Traube" zur Versteigerung: Sieben «aus Schutzbezrrk Tiergarten, Gravcneck und Edelsberg): 40 Stämme 1. Ml. mit 101 Fm., 40 Stamme 2. Ml. mitK Fm., 38 Stämme 3. ML mit 24 Fm., 25 Stamme 4. ML mit M Fm. Buchen (aus Schutzbezirt Tiergarten): 7 Stamme 1. und 2 Ml. mit 12 Fm. Birken und Linden: 5 Stämme mit 4 ö-m. Fichten (aus Schutzbezirk Tiergarten und Drommersbauiench: 20 Stamme 1. Ml. mit 54 Fm., 54 Stämme 2. ML mit 75 Fm., 48 Stamme 3. ML nut 40 Fm., 17 Stämme 4. Ml. mit 5 Fm , Ausmaßlisten gegen Schreibgebuhr durch die ■vberrorfterct. Auskunft erteilt die Cberföriterei sowie MgL Förster EaSpam in Doriihkniö Tiergarten und die Gemeindeförster »ciwitvettcr; Weilburg und Bnrger-Cdclsbcrg bei Weilburg.L)17/3 Scheitholz, 42 Rm. Buchen-, 10 Rm. Hainbuchen-, 38,5 Rm. Eichen 187,5 Rm. Nadel-Knüppel, Die Holz-Versteigerungen vom 6. und 13. d. Mts. sind genehmigL Die Abfuhrscheine können vom 20. d. Mts. an bei den Zahlstellen in Emvfang genommen werden. Ueberweisung und erftcr Fuhrtag wird der 23. d. wettf. 1 Stückware in weiss und creme in der Preislage von Mk. 0,65 bis Iflk. 1,10 — — in der Breite von 128 bis 135 cm. — Wir hatten Gelegenheit, von einer Gardinenfabrik eine Anzahl Stücke unter kaufen und geben wir solche um wieder rasch abzusetzen 20—25 °/0 . «cheitcr Rmtr.: 381 Buche, 32 Hainbuche, 97 Eiche, 5 Birke, 8 ucser, 25 Fichte: Knüppel Rmtr.: 124 Buche, 36 Hainbuche, 136 ,i 2 Birke, 2 Aspe, 2 Erle, 10 Mieser, 57 Fichte: Knüppelreism Mr.: W Fichte (Schichthaufen): gewöhnliches Reisig Rmtr.: 871 329 Eiche: Stöcke Rmtr.: 154 Buche, (hierunter 8 Rmtr. ■$«***£» i di- 3«* "fV- >• ter««« ?r italienM.^W .treurau, ,^-M MM im kaiismännischcn Vereinshause, am Mittwoch, d. 18. März, zwecks Stellungnahme 311 den tita ■ MBK-tateil teilzunehmcn. Du/8 Holzversteigerungen der Grast. Oberförsterei LarrLach. I. Montag, den 23. März, nach Zusammenkunft 10','- Ubr auf der Schretnersmühle bei Freienseen aus: 1. Kreuz.eenerberg Buchen Rm.: 54z>, Scheiter 1. u. 2. ML, 64 Prügel 1. u. 2. ML, 9 Stöcke, 83 yiciferprüflcl 11. 10 Erlenprügel. 2. Wettcrauerbcrg, Buchen Rm.: 2 Scheiter 2. ML, 207 Prügel 1. u. 2. ML, 11 Stöcke, 59 Rcrwr- vrügel, 4 Uchtenprügel und 3 Fichtenstöcke. 3. Hoherain, Bumen Rm.: 44 Scheiter 2. Ml., 52 Stöcke, 05 Reiserprügel, 19 Eschen- und Ulmenprügel (1,55 m 1.) und 2 Weichholzprügel. 4. Wctterauer- strauch und Weidenau, Buchen Rm.: 6,4 Scheiter 2. ML, 2H Prügel 2. ML, 14 Stöcke, 15 Reiserprügel, 2 Eschenprügel 2. ML (1,55 m L), 2,7 Fichleuuutzprügcl (3 m L), 2Z JichtenprügeL 10 Fichtenstöcke und 1 Birkenstamm von 10 m Länge, 21 cm Durchmesser = 0,oa weitm. 5. Zieacnberg, Altcnhau u. Herrenzwfcu, Buchen Rm.: 8,7 Scheiter 2. ML, 2,4 Prügel 2. ML, 9 Stöcke und 10 Reiserprügel. 6. Eichel- uartcn. Buchen Rm.: 3,6 Prügel 2. ML und 4,3 Stanim- und Zopf- reifer: Eichen Rm.: 1,2 Scheiter und 5 Prügel, 1 Aspettprügel, 1,2 Fichtenstöcke, 11 Eichen-Abschnitte von 4—13 m Lange, 23—48 cui Durchm. = 4,78 Festm. und 1 Aspenstamm von / m Langc, 2o cm Durchm. — 034 Festm. 7. Heiuzcbcrg, Buchen Rm.: 6 Prügel 2. ML, 3 Erlen-, 12,3 Fichtennutz- (3 m L), 9,7 Fichtenprugel, und 4 Fichlenstöckc. 8. Struth 4, Buchen Rm.: 5 Scheiter 2. ML, 38 Prügel 2. ML, 32 Stöcke, 79 Reiserprügel und 52 Erlenprügel. 9. Struth r, 1 Birkenstamm von 8 m Länge, 23 em Durchmesser — 0^3 Festm. 10. Winterü Stöcke, 47 Reiserprügel, 6,7 Nadel und Weichholzprügel, 5 Nadeliwcke und 1,2 Fiastenzovfreiser. 6. Birken u. Brüh!, Buchen Nm.: 29 Stamm- reiserprügel, 40 Siamn reiser, 11,8 Birten-Rundicheite (1,25 m L, 140 Eichen und Birkenprügel, 5^5 Lärchen-, tutzprugel (2-4 m längs, 5 Birkenstämme, 5 m lang, 19/27 cm Durchm. == 1,0b qcttnu und 1 Wenmuthskiefer von 14/4 m Länge, 32 em Durchm. = 1,16 Festm. 7. Forstwicic, Wetngärtnerskop, u. Wallenberg, Buchen Rm.: 14 Scheiter 2. ML, 2,9 Prügel 2. ML, 26 Stöcke, Elchen Rm.: 7,7 Scheiter 2. Kl. (als Glaseryolz', 1 Nutznrügcl (2 ml.), 6 Larchcn- prügcl (2-4 m LI, 3 Lärchenstammc, 9/14 in lang, 16/27 cm Durchm. — 1,22 Fm. und 1 Eichen-Abschnitt, 3,8 m L, 80 cm Dm. 1,91 FlN. 3. Betten, Äi. Scckopf u. Hölzchen, 45 Rm. Buchen- u. Elchenprugel, 1. und 2. ML 2 ?)hn. Lärchennutzprügel (4 m l.s und 0 Elchenstamme 6-8 m 1., 30-35 cm Durchm. = 3,06 Fm. 9. Dornberg Rm.: 29 Eicken-, Birken- und WelchhoLzprugel, d,1 Fichten- und Larchen- nittzprügel (3 m l.s, 6 Eschenabschnitte 2,(>-8 m l., 13-29 cm Durchm =-- 0^9 Fm., 10 Eschciistangen = 0,39 Fm. ol,vteciin.Iitstitnt = 6Sem. Maschin.- u.El^ktro-TnRenirure, iau-Ingrnieure und Architekten. I. TefBiiiiknm 1 beniest. SS1/2 »wuiuicui u-c» zur Versteigerung kommenden Holzes »iro blau unterstrichen. Grünberg, 16. März 1908. >bun§. Ter nc« )s, General der §cyj bauernsohn, n Tochter des tzll'aiD :r der Braut ijt. ÄrrM Lauenburg in 1 Manöver der 38. kW cr dieser Tivism )erdst einige Tage 2 W sierbri seine icgici steht im 59., feine ensen, der seit mü einer Tochter Lstprcußen v. K::j Hhne und eine Lch» ibahn. 2ic rceril u. höchstnachastM meist, daß die EhmW hen kommen fm fei ine Reise untemj-W yrau nur die bi.'I 5 entrichtet zu MÜaW ukunst aus der nen, mit ihrem ivcnn man den mi-H teorganisation der i^j nach Berlin fc] st-onik. .gotr : jH-n I ^5 äs l-u' an-/ Lmckor'Zvde Söhsre laffideBsie^ranstalt Gegi-ündet 1849 ZU Gera B. Drei Abteilungen Behördliche Beihihe. Ileifezeugnis&e berechtigen für den einjälarig-faeiwiliigen KiSitiirdienst. Scliulpensionat. Anfang des Schuljahrs am 22. April. Prospekte kostenlos, hv^/n Eine alt renomniirtc Fabrik sucht für den Vertrieb ihrer patentanttl. gesch. a ss äausüaitseifen — Spezial - ^arke — von heroorragellden Eigenschaften, geeigneten rührigen Agenten 'S! . bei guter Provisiolr. Arrgebote unter Aufgabe von Referenzen, bcf. u. K. D. 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April ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________। - Für die Bewohner der Stadt Gießen auf dem Hofe der Zen, Jahrgänge und Waffengattung 1895 1896 außer Ersatzreservisten. Die oben unter Nr. 1 Anfgeführten aller Jahrgänge (Osfizierc ?c.)! 1897 1898 außer Ersatzreservisteu 1899 1900 außer Ersatzreservistcn 1901 1902 außer Ersatzreservistcn 1903 1904 außer Ersatzreservistcn 1905 1906 1907 außer Ersatzrescrvisten sowie nur Ersatzreser visteu der Jahrgänge 1903, 1904, 1905, 1906, 1907. Nur Ersatzreservisten 1895 1896 1897 1898 1899 1900 1901 1902 Stunde 9 Uhr Vormittag- 2 Uhr Nachmittag- 9 Uhr DormittagS 2 Uhr Nachmittag- 9 Uhr Vormiltag- « <3 i 3. April e r JisdK 9 ’S HofderZcughans- lascrne am Land- grafPhitipp.Platz 6 t e Ort Urollvcrsanunluug Gießen 2 s - der Koi und Hose pp. Gemeinden gehörenden Mühlen 57 JO z £ NS Nödgeu Trohe einschließlich der dazu Annerod Allcndorf a. d. Lahn Altcn-Buseck Großen-Liudcu Großen-Bnsccl Hausen Heuchelheim Klein-Linden Laug-Gön- Leihgestern Oppenrod Watzenborn Steinberg Wiescck E L <2 w V» ** «■* Ä « -Ä OD 8 ^7 O * en ft& <— v :5 o c ’s £ tc CD O 3 — =e cS/ § 3» X 05 I _ ä e>*R cs CD «— aH 5 =s 1 _o «5t 5 hat '--J 'S - jO rffi- CD ^3? 2 i 5 'S ** 4- C) VD » C C7C!< o cn . .5 ^i2 6-r Fleischpreise in Gießen Kg. 76-84 Pfg. V, v 70—76 , '/, „ 60-76 , Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 Kg. 62 Pig. Schwarzbrot 2 Kg. 58 Pkg Höchste Schlachtviehpreise in Frankl u r t a. Al. 50 Kg. Schlachtgewicht 74—76 Alk. Kg.Schlachtgcw. 92- 94 Vi. ______p____60-00 „ Getreidepreise in M a n n h e i m Weizen 100 Kg. 22.25-22.50 Alk. Roggen 100 Kg. 20.50-00.00 Alk. - ~ -» o o 2? O( 'S“ Q KtS1 Welter Schneeflocken Bed. Himmel Schneeflocken WlJWEfc DJ DJ DJ öurnhopqmgx NE E NNE li3jBij(prt3ß aaijop^ß •tfMO C-DO jiajtii^naO smjojglv^ O lA 1O ec -# s# b«u rsq .xiuvadduia^ 'N t- -rt- DJ'O'O 1 jaaiSnqai o0‘ »uv aajautoaofg 748,6 748,3 747,1 9061 ^.91(6 DJ 05 t- CO es t-" =1 Q x; ~ —■Ä r =» 4 ,» «. . v-> -- u "r; -sc1 viM gtrlog«*^ Hötelle 'ür * «ozclgcr i ME" tii öit W bti tjormitißg1 Am letzte soziale Sejorr Aus der Tag' iijcrimg", J ordinarius f»' Stier-Sor beitökammern kamen also eit kMnern liegt halben lebhaft der Lersilheri kommt, nur i Dr. Stier’ Franksnrt seil Versicherung", sicherungsteckin Mit wcWrzi bekanntlich au läßt, Der öl hat tteueibiii; das Kcankenv und wir vcid die geschichtlili gleichzeitig ab. mit der Praxi Theorie, über sich auch bei i tffib. Es gcl verwickelte uni jinanztcchmsch akademiickzen ' wollen, und ti billiges verla der neuzeitlü auSsßhrkiche, den vielgestal apparat schm 0W ober teil. Krü'm Ars, 'nie, Dr. Fr «Uentlicht, und toi der Lr bischäftigt. Ei ^littmann. lommt von Re, iesvrochenen L gegen 'Leelw ^rg, dem sij toartize uni Verwirklichung wlüi gemacht die Nam Tranken, ein besonder EdelSkammer ^ntenvereiii NkNten $nte J®LMmiMi • Kongreß l "»»lang ccb(; WnwiH ft ?9 den Ein! to Lpjhe bi, ta? Obsten SMt bc '^iinntgen z UenGeschj Mia ?0cn§ L^'ler s* h. öu,cn eir O S>- »fts Mi kh^iab «ifiti tRtn vtz. .karger SS* ihL'n K «S* — = 60 = 'S 5-~ s» S "K -• T. — i> 3 _5, “ 5srtao'W« « ■3 er ro -■ S o-ä'ä: 3S=& O d, rt er — - cj; — 2 ~ ^^Z-1 o s w? 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HeibertShau Tlfliihrinncti Vnffnv Gemeinde einschließlich dcr dazu.- gehörenden Mühlen und Höse ic. Gtetzett-Latld. Für die Bewohner der übrigen G Ng. d. I. beabsichtigt bn 116 Schießübungen m n Altni-Buserk—T-cmk Climbach — Dcuern - len-Buseck—Daubringe genannten Tagen vo gesperrt. Die Straßer ander direkt Verbinder ifmerksam, daß an de ich in den gefährdete =R 3 3 ” -r 3 I w <5o —* — — r e» — CT — 52 Sc-^LS^ Ö3 -r S-LZK 2. « 3 .? $D: => ZK.S «om«» o 5O " ® o n ZMZ-Ü-I.Z.« 55 s ro —• Sä CJi 3- >% _. 2:2-™ 2“ 0^-3 Vememoen weroen ange nis ihrer Genteindeangr Gießen, den 2. Großher? Tie Gwßh. Biir Oberstleutnant und l e S tr Stocke, Schii zulegen. 6. Sämtliche 9 Kontrolltage; Militärgesetz. 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