Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. der Arbeiter sich mit der Damit sind dieser Ver- zur Grubenkontrolle bestimmt wird. Jnfant Alfons von Bourbon hat Prinzessin Beatrice von Ko bürg verlobt, die Gerüchte, daß konfessionelle Schwierigkeiten bindung entgegensländen, hinfällig geworden. Wilhelm auf Schloß Friedrichshof im Taunus zu- sanimentreffen. Der Bischof von Ermland, Dr. Thiel, der an Bronchitis schwer erkrankt war, ist gestern früh 51/, Uhr politische Tagesschau. Hebet den Grafen Zeppelin und seine letzte Auffahrt hat eine maßgebende Persönlichkeit, die in besonderem Auftrage den Auffahrten beigewohnt hat und heute aus Friedrichshafen zurückgekehrt ist, erklärt: .Die Meldung, die ich heute in andere:» Blättern verbreitet finde, Graf Zeppelin habe bis 511 diesem Augenblick noch nichts von den ihm durch den Reichstag bewilligten 2150 000 Mk. erhalten, ist völlig unzutreffend. In dein Etat von 1908 sind oon dieser Summe 400 000 Mk. eingestellt gewesen; und Zeppelin hat davon 300 000 Mk. erhalten. Jede Summe, die er verlangt hat, ist ihm sofort zur Verfügung gestellt worden. Wenn cs in derselben Meldung, heißt, daß Sch»»ld an dem letzten Unfall die zu späte Lieferung des in Aktion gewesenen Motorbootes trage, und wenn daraus konstruiert wird, daß im letzten Grunde der vermeintliche Geldmangel die Ursache des mißglückten großen Aufstieges bilde, so ist auch diese Kombination ganz hinfällig. Deutsches Ueich. Von der Nordlandsfahrt des Kaisers. Ein Telegramm aus Bergen meldet: Am Donnerstag sah der Kaiser nach seiner Ankunft in Bergen den früheren Staats- Minister Michelsen und Gemahlin, sowie den Konsul Mohr und Gemahlin zur Abendtafel. Der Kaiser unternahm gestern einen längere»» Spaziergang und begab sich nach Stupet z»»r Frühstückstafel beim Kons»»l Mohr. Das Wetter war nicht ganz sicher. An Bord war alles wohl. Mona rchen-Begegnung? Nach englischen Meldungen, die in Berlin bisher allerdings keine Bestätigung finden, soll König Eduard auf seiner im August stattfindenden Reise nach Marienbad am 11. und 12. August mit Kaiser g c st 0 r b e n. Zum bayerischen Berggesetz. Das bayerische Abgeordnetenhaus hat einstimmig eine Novelle zuin Berggesetz angenommen, in der gegen den Widerspruch der Re- gierung der Achtstundentag für Arbeiter unter Tag gesetzlich festgelegt und die Heranziehung festgelegt. In München wurde diese Richtung noch deutlicher unterstrichen. Das kam in der Zusammensetzung des Kongresses unb in der Arl d^ Behandlung her Tagesordnuna durch - leferat unb Debatte zum Ausdruck. Es fehlten vollständig kic Typen bet „Patrioten der Phrase", die in liberalen Wahl- »ersammlungssn unvermeidlich an siegreiche Schlachten an- knüpfen müssen und den „Liberalismus" der älteren Gen^- jatioii verkörpern. Wären sie dagewesen, sie wären sehr Lrstaunt gewesen über die Anschauungen der Jungen. Es festen ferner vollständig die Vertreter des rheinisch-west- Mischen Großindustrie-Liberalismus, die die nationallibc- 3Q(e Partei schon so schwer kompromittiert haben. Sie wer- Len sich auch nach dem Gang der Münchener Debatten in diesen Reihen nicht einfinden. Mit aller Deutlichkeit uurben in der Sektion für Arbeiterfragen nach einem Referat res Arbeitersekretärs Varnholt-Nürnberg die gelben Ge- loerkschasten abgelehnt, und ein Augsburger Delegierter, Qer einen taktischen Eiertanz um diese Frage aufführen wollte, erfuhr, daß es gerade seine engeren Parteifreunde waren, die hierin keinen Spaß verstehen. Hier ist Klarheit "lötig und schwächliches Kompromiß vom liebel, so ist )as ost wiederholte Bekenntnis zum Arbeiterkoalitionsrecht leinen roten Heller wert. ,, 9)tit den ernsthaften Aussprachen der zahlreich erschienenen liberalen Landwirte über Fragen der Landwirt- ch a f t und der Gewerbetreibenden über M i t t e l st a n d s - i> i n g e beweist der Liberalismus, daß er in den Wirtschafts- -ragen der Massenstände des Volkes die Angelpunkte seiner ^künftigen Politik erblickt und diesen Schichten etwas wirk- Die Lebenrerinnerungen von Dr. 3. Hr. von Schulte, ließen 1908. Verlag von Emil Roth. Ladenpreis 8 Mk.^Geb. 10 Mk. Unter den Memoiren zur Zeitgeschichte habe»» schon im Jahre 1897 die Veröffentlichungen ans Den Tagebüchern Joh. Friedr. •jon Schultes besonderes Anssehen gemacht. Im Marz-yelt 1897 Daren seine Aufzeichnungen über Kardinal Hohenlohe, Bischoi von ftetteler, Erzbischof voii Vicari, RuntiuS Viale Prela u. a. in. er- chienen — alle voll von belangreichen neuen Tatsachen und scharf- ilinigen Urteilen. Daran reihte sich ein Artikel: vRonufches. kirchliches. Politisches. Jesuiten/ Auch in Siefen - wie die inneren schon im Jahre 1854 wörtlich n»edergeschr»ebenen - Notizen 'and sich eine wahre Fundgrube von Details zum Vergleich des Trotz der ^allgemein onedemnten Bedeutscunkeil der Schulte- ichen Tagebücher konnte der auünerkfame kritische ^efer sich ;edoch nid)t völlig befriedigt fühlen. Es fehlte der '-"^uf°m.nenhang zwischen den einzelnen Notizen. Ja, der Verfasser gab gewißer maßen ein Rätsel auf mit der Bemerkung: mirfctinon „Meine Reise nach Rom halte e.nen bestimm en, sehr wichtige kirchlichen Zweck, über den ich bei die er Gelegenheit, weil das nut wenigen Worten untunlich ist, keine Mitteilung mache, kann. Die Lache war von den Erzbischöfen von Köln (Geissel), yreibuig lViäari), Aiünchen (Graf Reisach), den Bischoien von Munsterund Lpeier bereits aufs wärmste befürwortet und erhielt ebenfalls bie volle Billigung des Kardinals Fürst Schwarzenberg i J Das von Schulte damals gestellte Ratiel ist letzt von ihm selber gelöst. Der „sehr wichtige kirchliche Zweck' über de»» er damals noch keine Mitteilung machen konnte, ist jetz: der dem Wiederabdruck der Tagebücher m seinen ^benSermnentnjen enthüllt. Wir wissen nun, dag es m der -tat e n sehr wichtiger nrchlicher Zweck war, daß aber etwas ganz anderes he» demselben !»erausgekomme>i »st, als Schulte als 2»iahriger Prwo' ^»»1 " Lluae halte. Tas Ergebnis fleht sogar im denkbar schroffsten Gegen !a/zu allem dem, was dem großen Kanomsten seine einzigartige Stellung nach dem Vatikankonzil geschaffen hat. Es ist, kiirz gesagt, die St. Michaelsbruderfchaft in Oester- reich, deren Begründung sich in ähnlicher Weise aus Schulte rurücksührt wie' die des BonisatiusvereinS auf Dollinger. Es ist dies nur eine der vielen Parallelen in der vor- und nachvatikanischen Wirksamkeit der, beiden geistes- mächtigen Alänner, die in der einen wie m der anderen Periode nicht sowohl für die unmittelbare Gegegenwart gearbeitet, als vielmehr für die gesamte Zukunst lebensfähige Keime gelegt haben. Darum überdauert die Ernte der von ,hne»i 1870 ausge- säten Saat auch ihre eigne spätere Tätigkeit, die aus den gleichen Idealen andere Konsequenzen zog. Ebenso »st aber auch umgekehrt die Frucht ihrer nachmaligen Wirkjamkeit eine unzerstörbare. Ter Altkatholizismns ließ sich zeitweilia durch buremckratische Mafzrege- lung zurückdränqen. Aber nach Verlauf eines Menschenalters ist er tatkräftiger iind zukunftsgewisser wie je. Wir können uns an die,er -stelle nicht auf allgemeine Erörterungen über den inneren Zusammenhang aller der verschiedenen Stadien einlaffcn, in welchen die deiitsche Seele im Katholizismus wieder nnb wieder sich kundgab. Es muß hier die Bemerkung genügen, daß speziell der Altkatholizismus immer psychologisches Rätsel für diejenigen bleiben wird, die sich noch immer nicht klar darüber geworden sind, daß seine Führer unsre strengsten und frömmsten Katholiken gewesen und — geblieben sind. Die neuen Mitteilungen Schultes haben das, was von seinen theologischen Konfessoren" gilt, auch bei dem juristischen Organisator durch neue hochinteressante Daten bestätigt. Es läßt sich kaum eine klrchenge- fchichtliche Tatsache denken, die dasür so kennzeichnend ist, als die ZusamniensteNung der Namen St. Michaelsbruderschaft und I. H. von Schulte. Die früheren bruchstückweisen Mitteilungen aus den Schultefchen Tagebüchern erhalten daher erst jetzt ihren vollen Wert, wenn man die nunmehrigen Ergänzungen hinzusügt. Es ist aber hier nicht der Ort, dies im Einzelneli darzuletzen. A,i dieser Stelle kann nur an der Hand des einzelnen Beispiels der geradezu einzigartige Reichtum Der Schultefchen ^Ledenserinnerungen" gekennzeichnet werden. Unw.-Proseffor D. Dr. Nippoid. — Auf der hessischen Lanbesausstellung wurden, wie uns unser dortiger Redakteur schreibt, von Sr König! Hoheit dem Großherzvg angekauft bie Oelgemalde: «Andacht im Walde" von Ernst Eimer-Karlsruhe, „Oberhesiischer Bauer von Prof. R. Hölscher-Darmstadt und „Fischers Abschied von K. Raupp - Münckirn. Ferner erwarb der Grobherzog eine kostbare Standuhr von Prof. Albin Müller, ausgestellt von der Darmstädter Firma Karl Rittershaus. — Heine und Hebbel in Wiesbaden. Die neueren Slraßeiipläne der Stadt Wiesbaden weisen eine auffällige Verwandlung auf: aus der Heinestraße, die als Verbindung zwischen Kleist- und Klopstockstraße (in dem sog. Dichterviertel) langst festgelegt ist und demnächst zur Bebauung kommen Durfte, ist über Nacht eine Hebbelstrabe geworben. Man darf vielleicht bie angesichts bes großen Hebbel gewiß auch verwunderliche Vermutung hegen, daß Der Name des Sängers der Loreley (nach der ine Stadt Wiesbaden sogar einen Ring benannt hat) für eine andere und bessere Stelle bestimmt ist, als jene verlorene Verbindungsstraße es ist. Demi absurd wäre doch die andere Annahme, daß der Magistrat, bezw. bie besonbere vierglieberige Slraßenbenennungs- Kommissioii Heine aus Wiesbaden ebenso entfernt haben könnte, wie ihm bas auf dem kaiserl. Achilleion auf Korfu passiert ist! Jedenfalls wird gleich nach ben Ferien eine Interpellation aus Stadtverordnetenkreisen dem Magistrat Gelegenheit zu einer Erklärung geben. — Kleine Chronik aus Kun st und Wissenschaft. Der Bischof von Metz hat sämtlichen Geistlichen unb Priester- kanbibaten seiner Diözese bas Lesen ber Schriften von Lessing, Herber, Hamerling unb Rosegger verboten!!! — Der Dampfer '„Roosevelt" mit der arktischen Expedition Peary an Borb, ist am 17. b. M. von Halifax nach beni Nord- p ol abgebampst. Ter Konimandant Peary erklärte, erwerbe, wenn notwendig, 3 Jahre in den arktischen Gewässern verbleiben, uni Den Pol zu erreich en. lich Positives zu bieten hat. Durchaus erfreulich war, was über Frauenfragen unter Leitung von Marianne Weber, was über Privat-Beamtenfrage und das Bildungsproblem in den Sektionen gesagt und formuliert wurde. lieber all diesem Einzelnen aber stand im Mittelpunkt des Kongresses die Behandlung des Grundproblcms der Politik, der Berfas sungssrage. Es ist durchaus richtig, daß der Liberalismus in dem Augenblick, wo er beginnt wieder in die Höhe zu steigen und ein Faktor in der deutschen Politik zu werden, von neuem diese alten Streit- und Grundfragen durchdenkt, formuliert und überlegt, wie er das einzelne durchsetzen Tann. An dem Punkte ist es wie an keinem andern möglich, schlafende Menschen zu wecken, politischen Bitten zu erzeugen und damit einen ftärtern Einschlag grundsätzlicher politischer Anschauung ins Volk zu bringen. In dieser Richtung liefen mich Referate und Debatten, vor allem der bemerkenswerte Vortrag Professor Günthers, in dem mit Nachdruck Ministerverantwortlichkeit, Reichstagswahlrecht und Parlamentarifck-es! Regiment gefordert wurden. An den letzteren Punkt knüpfte Naumann an: ,,Deun das jetzige System sei eine Schutzvorrichtung für eine Mehrheit, die die Verantwortlichkeit scheue und von politischen Trinkgeldern den Tagesbedarf gegenüber den Wählern bestreite." Die bestehende Verfassung habe praktisch die Bedeutung des Erbrechts für die jetzt im Besitz der Macht Befindlichen. „Nicht das Erbe gibt die politische Macht, sondern die Wittensbildung der Gesamtheit hat sich zu vollziehen in jeder Generation von neuem." Dieser Kongreß sah zum ersten Male die Liberalen aus allen Lagern zu gemeinsamer politischer Arbeit versammelt, keine Richtung war grundsätzlich ferngeblieben, die Träger des Ganzen aber waren zweifellos die Jungliberalen und die Freunde der „Hilfe". Es ist Zeit, zur Tat überzugehen, sich anzuschließen, das vorsichtige Abwarten hat nun ein Ende, die Richtung steht fest, beste Kräfte stehen in seinen Reihen. Der Nationalverein ist ein bedeutsames Werkzeug des Liberalismus geworden." Oer Kongreß der Nationalvereins in München. Georg Hohmann schreibt in der „Hilfe": „Die Münchener Tagung des Nationalvereins für das (liberale Deutschland hat einen Verlauf genommen, der die ..^Wartungen weit übertroffen hat. Das gilt nicht bloß äußerlich, was den stattlichen Besuch angeht, sondern man ,ewann aitch einen lebhaften Eindruck von der Geschlossenheit der Anschauungen dieser Versammlung, in der alle die verschiedenen Richtungen des Liberalismus zum gleichen Ziel miteinander arbeiten. Noch ist nicht alles fertig und i,erundet, aber aus der fleißigen und tüchtigen Arbeit, die lEicr geleistet wird, bildet sich eine immer einheitlicher und tiefer werdende Gesamtanschauung heraus, die für die Neubildung des Liberalismus in Deutschland von Bedeutung Merden kann. Als bei den letzten Reichstagswahlen die liberale Welle allerorten anstieg, lag die Gefahr nahe, daß iie plötzlich günstig gewordene Konjunktur für Liberalismus »ton Elementen ausgenutzt werden könnte, die durch die nationale Regierungsparole mit an die Oberfläche gespült worden waren. Dadurch wäre eine Bewegung ins Leben retteten, in der das liberale Moment nicht das Leitmotiv /eworden märe. Tatsächlich wurde eine solche Gründung jon Leipzig aus versucht, ging aber ohne Sang und Klang Jatb an Lebensschwäche zugrunde. Denn unterdessen waren im süddeutschen Liberalismus Männer aufgestanden, die den lugenblick nicht ungenutzt vorübergehen lassen wollten. Jetzt jar eine Zeit da für eine Neuerweckung des Liberalismus im Volk. So entstand der Nationalverein für das liberale Deutschland, um die innere Einheit des Reichskörpers vorzu- liereiten, als notwendige Konsequenz der äußeren Einigung, ter der alte Nationalverein dereinst gedient hatte. In der •.citung war man davon überzeugt, daß die neue liberale Bewegung nur bann eine entscheidende Rolle werde spielen flönnen, wenn sie nicht bloß ein äußeres Band der Einigung mm die verschiedenen liberalen Glieder schlinge, sondern «nenn e§ gelinge, alle diese verschiedenen Richtungen zu «in und demselben grundsätzlichen Bekenntnis zu fuhren, »lud so stand schon die Heidelberger Tagung im letzten Jahr int Zeichen großer grundsätzlicher Debatten, über bie Stel- Lnng bes Liberalismus zur Arbeiterfrage. Daburch i Durbe schon ganz von selbst bie Richtung ber weiteren Arbeit Die Vertagung des Prozesses Eulenburg. Am gestrigen Freitag begannen bie Verhandlungen im Prozeß Eulenburg um IO1/2 Uhr. Ter Fürst befindet sich leidlich wohl. Auf Aufforderung des Vorsitzenden sprach sich Medizinalrat Dr. Hoffmann über den Gesundheitszustand des Kürltcil aus. Eine Aussich: auf Transportfähiakeit sei in absehbarer Zeit völlig ausgeschlossen. Das Bein sei am Unterschenkel noch dicker geworden, während die Schwellung des Oberschenkels nicht nach" gelassen habe. Oberstabsarzt Dr. Steyrer hätte den Transport gewissermaßen für einen KunstfeHler erklärt, der eventl. strafbar wäre. — Hierauf wurde seitens des Vorsitzenden und der Geschworenen durch Beftagen der Aerzte auf die Verhandlungs- sähigkcit des Angellagten eingesangen, die trotz seines Wider- pruchs von den Aerzten im allgemeinen in Frage gestellt fourbc. Schließlich fragte der Präsident: Wir müßen hier ganz sicher sein, daß sich der Angeklagte so vollgültig verteidigen kann, wie jeder gesunde Angeklagte: ist dies bei dem Fürsten zu bejahen. Hierauf antwortete Geheimrat Kraus: Nein! Weil bei ihm die Ermüdung stärker ist. Auch aus die weitere bc- stimmte Frage des Präsidenten, ob der Angeklagte imstande sei, sich voll zu verteidigen, lautete Die Antwort Der Aerzte verneinend. Nachdem auch noch Oberstaatsanwalt Dr. Jsenbiel ich vergewissert hatte, daß ärztlicherseits eine Uebertuljrung in das Moabiter Untersuchungsgefängnis für ausgeichwfsen gehalten werde, stellte er den Antrag, die Verhandlung aus unbestimmte Zeit zu vertagen. Zur Begründung dieses Antrages suhrte der Oberstaatsanwalt aus: Die Staatsanwaltschaft sei zu ihrem schinerz- lieben Bedauern nicht in der Lage, einer Fortsetzung der Verhandlung in der jetzigen Art zuzustimmen. Er brauche nicht zu sagen, baß ihm diese Erklärung nicht leicht falle. Denn er hatte von vornherein bas bringenbfte Jntereße gehabt, zur.-ü-ah- rung ber beutschen unb preußischen Rechtspflege bieies Versahren so schnell unb energisch wie irgend möglich burchzuf»ihren. Durch Handlungen, au denen nicht zu deuteln sei, habe er diesen Willen betätigt. Er stelle vor dieser beschränkten Oessentlichkeit fest, daß die Behauptung der Maximilian Harden nahestehenden Presse, die Staatsanwaltschaft habe nur zögernd bie Klage erhoben, unwahr sei. Nachdem Staatsanwaltschaft unb Gericht trotz vw er Bedenken die Verhandlung bis heute durchgeführt habe, Jet bei dem traurigen Krankheitszustande bes Angeklagten bie Hoffnung, bie Verhanblung Ju Ende zu führen, geschwunden. Er beantrage unter diesen Umständen, die Sache wegen Verhandlungvuniahig- Eeit des Angeklagten zu vertagen. Die. Justiz habe nur ein Interesse an einer völlig verhandlungsfähigen Person. ,,lL.'Xcr# teidiger des Angeklagten stimmten gegen dessen ausdrücklichen Wunsch dem Anttage des Oberstaatsanwalts pflichtgemäß zu. Hierauf brachte Fürst E u l e n b u r g mit fester unb lauter stimme feinen Protest gegen ben Vertagungsantrag. Fürst Eulenburg sagte in seinem Protest: Ich widerspreche aus vollem Herzen und voller Ueberzeugung dem, was hier vorgetrageii worben ist, sowohl von der Seite, bie gegen mich auftritt, als auch von ber Seite, bie mich zu oerteibigen hat Meine Gesundheit ist mir vollkommen einerlei. Ein Schuldloser kampst hier für seine Unschuld. Was bedeutet demgegenüber das Leben? Ich bin ein kranker Mann und kann zusammenbrechen und bann schließt sich das Grab über einem, über den nicht ein Richterspruch gefällt ist. Wüßte ich, daß ich als gesunder Mensch noch einmal vor Sie hintreten konnte, so wurde ich sagen: Nun gut! Ich bin aber krank und kann nicht wissen, ob ich mein Serben überstehen werbe. Sie sprechen »mt biesem ’ Beschluß ein Urteil über mich, das schwer auf mir lastet, denn es ist die Ungewißheit. Was soll ich damit machen? Denken : Sie daran! das ist meine Bitte. — Nachdem der Gerichtshof Nr. 167 Erstes Blatt 158. Jahrgang Samstag 18. Juli 1908 Eet Siebener Anzeige, vezugSprel-r !r|d)etni täglich, außer WM rnonatlich75Pf.,viertel- Sonntagft. - Beilagen: ▲ M ▲ ▲ ▲ ▲ a. ▲ A. A jährlich 2». 2.20; durch sä.»j-gA ♦ A-i* AI* A1!* 11 Ail% A'r—äs rvirtfchafttiche Seitffagea W H M ▼ M XF H auSroärti 20 Pfennig, liernforech - Anschlüße r el Bj ÄS' Verantwortlich fjt die Redaktion 112, e A < < str den politischen Teil: MU General-Anzeiger für Gberheffen WM Rotaftonsbrui und Verlag der vrühl'lchen Unlv.-Vuch- und Slelndruckerel. R. Lange. RedaNlan, Lrpedltlan und ©ruderet: Schulstratz« 7. -i» vormittags 10 Uhr. ____________ Juli S Weiler 1908 H 11,8 - 88 738,6 92 7" 739,3 14,0 4- 16,9 • C. Boree, 18. Juli, 1.15 Uhr. 90.00 in 88.« Berliner Börne, 18. Juli. Anfangskuraa. 162.90 bekannt, riB er ohne ,volleres den Bruder des Wirrs i WNESTLE5 KINDERMEHL ahbewährt,stets zuverlässig. I Wasserdichter iincn n zu 22 60 148.90 120,50 8W 8 214 50 108.50 4 4 2 Höchste Temperatur Niedrigste Bed. Himmel Bc,v. „ Bed. „ Harponer Bergwerk Lanrabütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . . Canada E. B Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank .... Dortmunder-Union C. . . Dresdner Bank .... Tendenz • geschäftslos. 62.50 62 80 89.50 96.00 148 80 51 06 86.20 65.80 97.40 am 16. biß , 16. . 49o äussere Argentinier 3°/e Mexikaner . . 4 xa L/o Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss . . . . Buderus E. W. . . . Tendenz: ruhig. sich 'zu mehrstündiger Beratung über den Antrag des Eber* staotsanwalts zurückgezogen hatte, verkündete Landgerichtsdirektor Lwlzow iolgenden Beschluß: Tie Verhandlung wird vertagt: die Untersuchungshast dauert in dem bisherigen Maße fort. Man Tonnte zweifelhaft sein, ob diese Trott bauer der Haft angezeigt ist, da der kranke Mann nicht sluchtverdächttg nl. Nach Ansicht des Gerichts liegt aber Verdunkelungsgefahr vor, weil er den Bries an Ernst geschrieben und frittier zu Ernst geschickt bat. In seiner Begründung führte Landgerichtsdirektor Sanzow aus, nüht das Urteil der Lcffentlichkeit, sondern nur Gründe rechtlicher Natur wären für den Beschluß entscheidend gewesen. Trotz des Protestes des Angeklagten sei ausschlaggebend gewesen, daß ihm bei seiner Krankheit die Selbstverteidigung beschränkt sei und er nicht icder Zett selbst in die VerbandRing eingreifen könne. f£a dies nach den Grundsätzen der Rechtspflege jedem Angeklagten m ,edem Stadium möglich sein müsse, habe das (spricht den genannten Beschluß gefaßt. Las „Berl. Tagebl." meldet aus Berlin Ter Zu st and des Fürsten Eulenburg verschlimmerte sich geitern abend wieder. — Hofrat Sistier legte feine Stellung als Generalbevollmächtigter der Berlinischen Feuerversicherungsanttalt in München nieder. 92.05 82.95 92.00 82.90 Elektriz. Labmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Escbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. PnketL Harpener Bergwerk. . . Laurabüttc Nordd. Lloyd Obcnchles. Eisen-Industrie Berliner Hondelages. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat Bank . . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien Baltimore- und Ohio- Eisentab n Gotthard bahn Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. Staatsbahn . . . Pnnce-Hemi-Eisenbahn . Cheologische Zalultät und tandersynode. Ta in unserem Bericht über die Synodalverhandlungen bezgl. der theologischen Fakultät die hier gewiß interessierenden Ausführungen unseres geistlichen Synodalvertret^s Kirchenrat v. Sch l osser von unferm Darmstadter Bericht- erstattet zu kurz behandelt wurden, geben wir im nachstehenden einen uns von ihm selber zur Verfügung gestellten größeren Auszug wieder: Ich führte aus, daß ich ein volles Verständnis da,ur habe, wenn Leute von konservativen theologischen Anschauungen die gegenwärtige Zusammensetzung unserer theologischen ^kullät als einen Notstand empfänden, und sei zu jeder möglichen Abhilfe bereit. Tazu seien aber die Anträge Wahl nicht der rechte Weg. Dadurch wurden zwei Gruppen von Pfarrern geschaffen: lolche, die in Gießen, und solche, die anderwärts studiert haben, und damit das gute Einvernehmen zwischen den Leuten verschiedener Richtung, durch das sich linsere hessische Landeskirche auszeichne, uno das nicht zum geringsten Teil auf den gemeinsamen Gießener Studienjahren beruht, bedroht. Wer, wie es manche tun, auf Auflösung der Landeskirche hinaussteure, könne diesen Lchritt wagen, aber Freunde der Qmdeskirche sollten die Folgen wohl bedenken. , , , , . Uebrigens werde der Eitnlun cmer theol. Fakultät wesentlich überidkWt. Trotzdem in Gießen die gegenwärtige ivificn» schaftlickic Richtung seit dreißig Zähren herrsche, sei der überwiegende Teil der Pfarrer, wie z. B. die Synode selbst zeige, andere Wege gegangen. Dafür seien die Traditionen des Elternhauses, die spätere Umgebung, und die besondere Gcistesart viel maßgebender, als der Einfluß der theologischen Lehrer. Wenn die Freigebung des ersten theol. Examens im Namen der Gewissensfreiheit gefordert werde, so frage cs sich, um wessen Gewissen es sich handle. Nach meinen Erfahrungen müsse ich bcfürcksten, daß diese Maßregel vielfach nur zur Unterdrückung der berechtigten Freiheit der Fugend durch die Väter führen werde. Wie viele innge Theologen hätten mir scl»n geklagt, daß ihre Väter sie gezwungen hätten, in Greifswald und an ähnlichen Fakultäten zu studieren, und daß sic darüber jede Freudigkeit 8um geistlichen Amt verloren hätten. Erst in Gießen hätten sic sie wieder gewonnen. Tie jungen Leute solleii und dürfen nicht künstlich von modernen Ansckxiuungen fern gehalten werden. Sic sollen beide Ansichten kennen lernen, und sich dann entscheiden. Dazu sei freilich auch die Berufung eines oder des anderen Tvzentei, von anderer Richtung in die Gießener theol. Fakultät nubt das rechte Mittel. Es müßte ja die jungen Studenten heillos verwirren, wenn sic an derselben Fakultät das eine Fach vom einen Standpunkt, das andere von einem entgegengesetzten vorlragen hören. Fakultäten, besonders kleinere, müssen einheitlich sein. Es gäbe feinen anderen Rat, als daß die jungen Theologen einige Semester auswärts gehen. Tas sei überhaupt und unter allen Umständen empfehlenswert. Tas solle man au£ alle Weise durch Stipendien erleichtern. Taß sie dabei keinen Schaden im Examen zu befürchten haben, ,ei wohl durch Prof. Eck unwiderleglich bargetan, und könne auch von niemand m^hr behauptet werden. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 135.« 171.00 136.66 194.20 gestellt hat und zahlungsunfähig ist. Rechtsanwalt Tr. H e cf • mann in Weinheim wurde zum Konkursverwalter ernannt.। —. e , . . w . . . Konkursforderungen sind bis tum 31. Juli bei dem Amtsgericht I I ClCiOnsSChB RlirSDCricntC Fürth anzumelden. — lieber das Vermögen des Johann S e -! des Giessener Anzeigers, mitgoteilt von der Bank für Handel bastian Hofmann in Dietesheim wurde am 3. Juli das I nud Industrie, Giessen. Nehmen Sie täglich ein Likörglä-cheu Tr. Hommel'S fwema- logen unmittelbar vor der vauvtmQbhcit! 36t Avvelit wird reger. Fhr dlcrocnfuitcm crüarft die Mattigkeit verschwindet und körperliches Wooibebn- den stellt sich raschen em. Verlangen Sie jcdot ausdrücklich das echte»Tr. Hommcl'e^ vacmulogtÄ’ und weisen Sie Nachabmungen zurück! 117.« 105.90 194.00 188.80 107.80 197.60 204.00 92.00 98.40 159.50 122 JO . 22 AC . 9160 . 148.20 und schlug auf ibn ein. Nun war die Geduld der in Ende nitb sic schickten sich an, den Ruhestörer geioah . vor -die Türe zu befördern. In dicsctn -Augenblick ftiirjtox muh die drei Tttrche unfc Schule. — T i e Waldschule in Charlottenburg, welche im Jahre 1906 249 Kinder ausgenommen halte, von denen 80 bis zum 22. Tezember in der Waldschule geblieben waren, ohne daß ae- sundheltliche Störungen eintraten, hat Nachfolge bekommen in TI.« Gladbach, Kassel und Koltbus. In den Schulen roirö mehr und mehr das Badewesen gepflegt, unb der in denKindern einmal geweckte Sinn für Baden und Reinlichkeit wirkt wohltätig auf das ganze hygienische Verhalten der Bevölkerung ein. Während bisher das Hauptgewicht auf Brausebäder gelegt wurde, mehren sich jetzt die Bestrebungen, die Schulkinder im Schwimmen zu unterweisen. Sowohl von den Städten aus wie and) durch Schwimm- zumelden. 4>C 0 Japan. Staatsanleihe — H a »i b ii r g, 16. Juli. Ter soeben erschienene Bericht bed 4 % Cour. Türken vou 1903 Vereins Hamburger Reeder spricht sich Über die allgemeine Lage Türkenlose der Seeschiffahrt aus. Es heißt u. a. in demselben: „Der in berl 4% Griech. Monopol-Anl. . »weiten öölflc 1907 erfolgte völlige Zusammenbruch der Weltkonjunktur üble seine Wirkung in erster Linie oiü die Seeschiffahrt anS. Tie außerordentliche Geldieuerung und die scharfe Wirtschaflskrisis, besonders in den Bereinigten Staaten von Amerika, führten nicht nur einen erheblichen Rückgang der Beschäftigung in allen Industrieländern herbei, soiideru lähmten auch die Unternehmungslust des Handels. Die Folge hiervon macht sich sehr bald in einem Minder- | angebot an Ladung und dem Nachgeben der Frachlcii benterfbar. I Tie ungünstigen Verhältnisse wurden für die in regelmäßiger Fahrt beschäftigten Redereien umio fühlbarer, als die Dorangegaugeue Hochkonjunktur mit ihren erhöhten Anforderungen an Handel und Verkehr sie gezwungen hatte, ihr Betriebsmaterial in raschem Tempo unter Aufwendung bedeutender Kapitalien zu vermehren. I Ta mit Eintritt schlechterer Verhältniffe dieser stark vermehrten Tonnage nur unzureichendes Angebot von Ladung gegenüberftanb, so ergab sich für die Seeschiffahrt hieraus die Folge, daß in alten in Betracht kommenden Hcneii wegen des imlohnenben Be-1 schäftigungsgrabes eine große ^lnzahl von Schissen aufgelegt werben mußte. Reben diesen betrieblichen Gründen beeinträchtigten das I Geschä'tSresnltat der Schiffahr tsiintenielniiungen noch m eoubcrhcii I die hohen Kohlenpreise, in denen auch hnite noch kein genügender I den verfchlechterieii Zeitverhältniffen entsprechender Rückgang eingetreten ist, sowie die erheblichen Lasten, welche aus den zunehmenden sozialpolitischen Pflichten der Unternehmer sich ergaben. I Märkte. Gießen, 18. Juli. $!av[i bericht. Auf heutigem Wochen- moitte kostete. Butter vr. Pfd. 1.10—1.20 Pik., Hühnereier 1 St. 7-8 'Big., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. 5—6 Pfg. Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Liiisen v. Pfd. 25—40 Pfg., Tauben I pr. Pr. 0,80-1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Pik., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Pik., Gänse vr. Pfd. 00-00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk« Lchseiisicisch pr. Pfd. 78—86 Pfg., Kuh-1 unb Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Pfg^ Schweinefleisch I pr. Pfund 60—76 Pfg., Schiveinefleifch, gesalzen, pr. Pfd. I 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Mk., Zwiebeln pr. I Ztr. 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut ver etücf 0-00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepset per' Ztr. 00—00 Mk., Birnen per Ztr. 00—00 Mk. Nüsse 100 Stück 50-00 Bfg., per Ztr. 0—00 Pik. Kirschen per Pfd. 0,20-0,25 Mk. Marktzeik 7—1 Uhr. — Alsfelder Zuchtviehmarkt. Begünstigt von schönem Wetter fand am 15. Juli unter sehr starker Beteiligung der! Bevölkerung der diesjährige Zuchtviehmarkt in 2H8felb statt Es waren oufqctricben 70 Simmentaler Bullen, 23 Kühe und Kalbinnen, 2o Eber, 18 Sauen unb geilet der deutschen Edelschwemraf'e, ' > Alilchziegen unb Mutterlämmer. Tie Durchschnittsqualität des aufge trieben en Zuchtviehes war bei allen (Satiungcn eine durchaus befriedigende, eine große Anzahl entsprach fclbfi höchsten Ansor- berungen, während anbeterjcüS ein kleiner Prozents a^ minder- AholW'5 ** VEL T- TA FELGE TF ^NK. “ Niederlage bei: Jean Weisel, Sonnenstr. 6. Pro Quadratmeter und Verleihanstalt jr Woohe 10 pfr. Sundheimer&Strupp Te,eph" Frankfurt a. M. 'A WW! 1 17. Juli — 17. , =-f- 13,0 * C. Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Tr. R o t h f ch i ld in Frankfurter Cffenbad) ivurbe zum Konkursvcrivalter ernannt. RonfurSforbe-13^e/e Beicbsanleihe . . rungen sinb bis zum 6. August bei bem Amtsgericht Offenbach an- 3-i do. . . zumelben. — lieber bas Vermögen des Wilhelm August 3^7, Konsols . . . . Hoffma n n, Kaufmann in W o r m s - N e u h a u f e n, alleiniger do. .... Inhaber der Firma Harzproduktenfabrik Worms, wurde am 3^°/. Hessen 3. Iiili das Konkursverfahrcn eröffnet. Rechtsanwalt fr r a m e r 3^®/, Oberhessen . . . in Offenbach ivurbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- i Oesterr Goldrente. . orberungen sind bis zum 1. Sept, bei bem Amtsgericht Woms Oesterr. Silberreute auzumelden. — Uebcr bas Vermögen der Firma Hei>trich>4?L Ungar Goldrente . . Schilling, Weinhanblung in Worms, würbe am 4. Juli 4?» Italien. Rente . . . das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Tr. Goldfchntldt 3°^ Portugiesen Serie I . in Worms wurde zmn Konkursverwalter ernannt. Konkurs-13% Portugiesen „ forberungen sind bis zum 1. September bei bem Amtsgericht an-1 4>4e/e russ.Staatsanl. 1905 11,9 । G2 11,0 93 2" , 740.5 ! 15,8 9« 738,6 15,2 vereine wirb rmentgettlicher Unterricht erteilt. 1 «, , Q,c .. . — 2 chülerseldstm 0 rb c" von Professor Tr. Ludwig 91" Tie m Klammem gesetzten Ziffern geben an, wie viel ©urlitt (Stegtis 1 fe 5. Taufen». Concorbia Teutid)? d" Tod-S!aIl- m d-r d«r-n-nb.u«rankhe» aul uon aulroarll »ach BerlagSanstalt Hermann (ibbod. Berlin W. 30. - vier reiben I S-drachi- »ran!« !°n>».e».______________________________ ich gesunde, männlich-starke Vorschläge aneinander, die aus einem .'eben reicher Erfahrungen erwachsen sind. Tas klare Auge des Pädagogen erkennt die tausend Mißstände, die an der jungen Seele der Schüler nagen bis der junge Baum feine Lebenskraft mehr hat. Ter Fehler liegt im Shstem, in düsterer Schulgerichts bar feit. Furcht gibt keine Stärke. Gerichtshoheit und Feld- wcbclschrosshcit töten seine und zarte Regungen des Gemütes bis die trockene, nur noch mudeglimmendc Schlacke übrig bleibt, der Kraft und Lebensfrische fehlt Ist das das Ziel? Fast angstvoll klingt es durch Gurlitts Worte, der kennt die weiche, halt- uchende Psyche des Kindes und junger Menschen. Ein Weckruf, Wietzener Strafkammer. Gießen, 17. Juli. Teure Kleider. Als man kürzlich an einem Neubau hier ein Arbciterhäusckien ausgcbrochcu sand, aus dem ein Arbcitsanzllg und ein.paar Stiefel fehlten, lenkte sich der Verdacht des Diebstahls aus den früher an dem Neubau als H a ii dl a u g c r beschäftigt gewesenen Hch. B. aus Heuchelheim, b/r fick um die Zeil b < Diebstahls in der Nähe des Tatortes hcrumgetrieben halt.. Eine bet ihm vorgenommene Haussuchung, bei der er den Ticbftal,l bestritt, war ohne Erfolg, da er, wie cs sich später herausstellte, beim Hcrannahen der Beamten die Gegenständ.- zum Fenster hinauswars. Er gestand jedoch später zu, einige Bretter weggerissen zu haben unb durch hu- Oeffnung eingeftiegen zu sein. Ta cS sich um einen Ticbstahl unter erschwerenden Umfhiuben handelt und der Angeklagte auch vorbestraft ist, wurde trotz der Geringfügigkeit des Entwendeten auf drei Monate Gefängnis erkannt. Wegen 2 Mark. Bet der Etltlafsung des Gärtnergehilfen I. B von Bieber bei Offenbach aus der Zellen straf anstatt Butzbach, wo er fchon zweimal untergebracht war, stimmte das ^lrbcitsbuch mit dem Ävntrollbuch nicht überein. In das Arbeitsbuch, das jeder Ge^ fangenc in seiner Zelle hat, tragt ein Aufseher die über das Tagesvenfum geleistete Arbeit ein und hierfür bekommt der Ge^ fangene je nach der Höhe der Ueberarbeit einen Betrag gutgeschrieben, der bei der Entlassung zur Auszahlung gelangt. Dieses Buck, Ixit B. verfälscht, um eine höhere als die ihm^ zustehende Arbeitsbelohnung zu bekommen. Für die Zeit von Januar bis Juni Hal er sich einen Betrag vou etwa 2 Mk. mehr, als ihm zu- stand, herauögeredmet, und zwar hat er eine Anzahl Zahlen geändert, ein Blatt auS dem Buch entfernt und die Unterschrift des Aufsehers gefälscku. Dem AnstaltSvvrsteber gestand B. die Tat sofort ein. Er wird als ein geistig minderwertiger Mensch geschildert, dem die nötige Giderstandskraft fehlt und der nicht die richtige Erziehung genossen hat. Tie Fälschungen waren sehr plumv und waren ihm auch Additionssebler unterlaufen. Mit Rücksicht auf die geistige Verfassung d's Angeklagten, dessen Geständnis und den geringen Betrag des^erstrebten reckuswidrigen Vorteils, ließ man ihn, trotzdem die Tat in einer Anstalt, wo der Angeklagte Strafe verbüßte, verübt wurde unb die sich als Urkundenfälschung und Betrug darstellt, mit einem Monat Gefängnis birrdrfommen. Folgen deS Alkohols. Vor dem Schöffengericht Vilbel batten sich vier als Raus- voldc bekannte und wegen Rohcitsdelikte erheblich bestrafte Leute aus Bergen bei Hanau, der Weißbinder W. W., der Maurer PH. fr., der Schloffergefclle I. B. und der Ponefeuiller F. W- wegen gc meinschaftlick-er Körperverletzung zu verantworten. Nach den Fest- ftcllungen des Schöfiengerichts hat der W'ißbinder W. W. zu Vilbel in einer Wirtschaft im angetrunkenen Zustande gesessen und bat einem Uhrmacher den Hut in Stücke gerissen. Als er von dem Besitzer deS HutcS zur Rede gestellt wurde, schlug er auf ihn ein und nxrrf ibn an den Cfen. Um einen weiieren Streit zu ver meiden, sorgten die anwesenden Gäste dafür, daß der Raufbold die Wirtsckiast gutwillig verließ. Rach kurzer Zeit erschien er aber wieder und behauptete, er habe seinen ctbirm stehen lassen. AIS er die Mitteilung erhielt, eS sei von einem Schiri" nichts den alle lesen sollten! 117. ------------------ 17. Handel. 13. " Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen deS Ziegeleibes. JakobStief in Birken au wurde ain 24. Juni das Konkursoersahren eröffnet, da der Schiildner feine Zahlungen ein-1 anderen in das Lokal und erfaßten Stühle und schlugen auf die I wertiger Tiere den guten Eindruck deS Marktes etwas beeinträch^ w" auf den Dwi ein Gül M bekam einen Schlag in tigte, fo baü Sarfebningen au m t^hen b:e « „r d-oolgezen ■iic Seit' d:ß er otnm"' -a wurde, wöbrend d'r Wirr und iem aetropen werden muffen, -tie frauHim roar eine lehr rege, W day Bruder^V rlc^ungen davonrnig.-n. Tas Schö'fena-ricku nahm an. über in: i^Hte des anmutenen Siebes Z..chUw-ck-n vertust die Angeklag::n ? :t:en auf acmf-.m'chaftlichc Verabrevung bin die wurde. Es wurden adgefetzt. 40Nullen 5 ^ald'nnen. 14 Eber Schlägerei vorgcnommen uno d ' irrte jedem v i e r Mo n a i e Ge - und 100 Ziegen. Tic erzielten Precke betrugen stw Bullen b.S zu fänanis iii Ter ^urnnfür ■* der Verlef-ten wurde als der 6o0 Mk., für Kalbinnen olO T1L, für Eber 130 Mk^ für ]ahnge Gr-.mclage entbehrend ab^ liefen und ."neu and- iw.a-geben, den sieaenböcke 70 Mk für Mk. wr Milchzte^i Zw .vrvzesiweg e.nzuichlagen. SämHick Angeklagter rme auch 6«. Mk. und für Mutterlarn,ner 28 Mk. g.er SandwiNfchaftSkammer- die Verletz cu a'.s Neben'..- r iech^n iV - Grl nntnis an, wcsealb Autichuß war m der Laar. 2 -tattonsbullen »nd 8 etaUon.bodt sich oie Strafkammer nochma.s mit t-r Angelegenhctt bcranen .n enuvaudSfrerer Be-chanc-iheit a^?u'm zu konnem Dle fr&rte« munte Tiefe hielt weder d- SrramuÄm niur i noti^ das Ab- be chrankten sich nicht allein auf die Provinz Lderbenen, ,andern Sn der BerÄen^ür ^ck tig Es Lnd 'est, daß D D waren auch> a.:S den Krenen Fulda, Hers-eld Gers'eld. Z.egenha», der Urheber des Streites war und Pb. fr. sich am meisten beteiligt Kirchhain. Wetzlar unb anderen Kren en -"?^roNen .^rner wurde bar diese wurden zu je drei Monaten G ' ngn-.s verurteilt, eine groge Anzahl Ziegen und Ziegenbocke an' Be'tellunaen bm F. W., der auch frafug drauf geschlagen hat, bekam zwei Monate ko.nnninonSwe.feangckaiut und nach El.ag-Lochringen, Haunooer. Gefängnis, während I. B., der sich am weniast.m beteiligte mit Westfalen und schleSwig-Holttein verschickt. Ter gesamte Umiatz einem Monat durchkam. Außerdem haben die AngeklaLten, außer . ck:r:c geld und BeschiÄ>igung des W rlschansinvcntars zu zahlen. Spielplan der Srohh. Kurtpeaters vad Haupeim. Er will nicht gestört haben. Montag den 20. Juli: .Die luftige Witwe.' TienSioa den Ter im Armenhaus zu Lauierbach wohnhafte, als >21. Juli in Gießen: ,E i n W a l z e r t r a u in.' Cpereiie in Trunkenbold bekannte Taglöhner fr. fr. hat am Abend des IZ Akten von Lskar Strauß. Mittwoch: .Hofgunst/ Lustspiel von 3. Mch Js. in seiner Qobnung derart skandaliert, daß die I Trotha. Freitag: e(B a 5 p a r o u e/ Cperetie von Piillöcker. Polini gerufen unh er in das Hafllokal verbrachi werden miinte. I 3am€tag: „Zwei Wappen." Schwank von Blumenthal unb Ta derartige Vorkommnisse nichts selrencs find, erhielt er einen I Rabelburg. Strafbesehl über fünf Tage Hai', i sen Einspruch vom Schöffen- > . . . - - -- glicht surütfgeroiqen rourcr Ct fair Ur^^!°i,und t.r MöcheNil. Ucbetfld)t Ö£f ClÖÖCSf äQe t. Ö.StQÖt EjetzeN. luchte nach'uweisen, datz d.irch icm -sdyt.rn b.. .'tam.ruhe nicht w i • _ ' . . . ÄÄ £ Ä!Ä Ä LS g-400 ?«0 Mm.är. ist, was feine erst kürzlich erfolgte Bestrafung beweist. Tos' Urteil wurde deshalb bestätigt. • ■R —-e I -o 1 ES starben an: Zusanunen: Envachsene im - vom Lebensjahr: 2.-15. Jahr 1. Tuberkulose deS Unterleibs 1 1 - —— Schlagfluß 2(1) 2(1) — — Eklarnplie 1 — — — Bronchitis 1 — — 1 Bauchfellentzündung KD 1(1) — — Krebs 2(1) 2(1) — — Altersschwäche 1 1 — — Krämpfen 1 — — 1 Hämophilie KD — — 1 (1) Anämie 1 (1) — - 1(1) Totschlag Kl) 1 (1) — —— Summa: 13 (6) 9(4) - 4 i,2) >TIES kmehl ;els zuverjäs* Telephon 330 Ecke Wolkengasse Bahnhofstrasse II. auf 9. Oberbahnassist. N. Börner 02667 Wohnen jetzt Der Kirchenvorstand Bekanntmachung. B‘Vr Waren n. Möbel Weller B>8/7 liegen Die Verdingungsunterlagen [B16/t Müller. D,e/7 [4406 [B18/, LucaSgemeinde: Bechtols Heimer. li, 1.15 Ubr. jahmeyer . ichuckert . 13. Ingenieur Klose 14. Gelbgießer I. Rinn .1595 .1225 MarcuSgemeinde: Schwabe. Oberpostsekr. Jakob Fischer Fabrik. Karl Malkomesius Eisendreh. Karl MüllerVI. Landgerichtsdirektor PrätoriuS achtnugen rn. 1. Grabenarbeiten 2. Verlegen von Zementröhren 3. ChaussierungSarbeiten 4. Drainagearbeiten 5. Anfahren von Röhren 6. Maurerarbeiten Prof. D. Baldensperger Bauunternehmer Becker Bureauvorsteh. Bruchhäuser Stadtrechner Döpfer Glasermeister Luh Kaufmann Nassauer Weißbindermstr. PH.Schäfer AnlaD^sknraa >r Bergwerk. ■ itte • • • den E. B. • 1 Lloyd - - ■ lose . • • ' . IM . 1055 . 194.'> JohanneSgemeinde AuSfeld. See MatthäuSgemeinde: D. Schlosser. 10. Stadtverordneter Wilhelm Löber 11. Faktor Hermann Elle 1. Wäschereibesitzer Albach 2. Kaufmann EdgarBorrmann 3. Ratsdiener Andreas Gäbel 4. Gymnasiallehrer A. Hagge- müller 5. Kaufmann Georg Kinkel 6. Ziegcleibesitzec Louis Troß 6. Kaufmann Phil. Wagner 8. Straßenwart Karl Weller M. H Handelsges. . [ter Bank . . Bank . . . Isiat Bank . -Kommandit. . 1 Bank . . . tieu . . . > e- und Ohio- iabn . • • • Ibahn . . • • l, Eisenbahn . Staatsbahn. . lenri-Eisenbabu 8. Stadtgeometec Wißner 9. Eisenbahnassistent Jeremias Wolf i 3. 11. Iß. I 15. 1 474,10 36,— 147,— 3 773,20 325,— 150,— ! ’S. Schlossermeister Köhlinger 6. Garteninspektor Rehnelt Kaufmann Phil. Gans 11. Bautechniker Altoater 1. Landgerichtsrat Schmecken Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. becher Glasermeister Bierau Weißbindermeister Neuling Zeugwart Niebel Kaufmann G. Windecker Bieter stattfmdet. ZuschlagSfcist 3 Wochen. Gießen, den 15. Juli 1908. Großh. Kulturinspektion Gießen. I. V.: H. S t e i n b a ch. Gießen, den 16. Juli 1908. Für den Festausschuß: 9)2 e c u m. Gießen, den 16. Juli 1908. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Gießen, am 18. Juli 1908. Bezirkssparkasse Gießen. Doering. 1. Oberbriefträger Keßler 2. Geh. Kirchenrat Professor D. Krüger 3. Professor LuciuS 4. RechnungSrat Mentzel 5. Postdirektor i. P. Ritzert 6. Kaufmann Gg. Schuchard 7. Werkführer Schufst 8. Oberstaatsanwalt Theobald 9. Univ. - Nentamtm. Weimer 5 Jahre 10. Prof. D. Eck auf Groß h. i*oetheschuBeOffenbacha/M Privatrealschule verb. mit Vorschule u. Pensionat. Reife- /.cugnisse berechtigen f. d. einjährig-freiwilligen Militärdienst. Mäss.Pensionspreis, gute Verpflegung und gewissenhafte Beauf- l'ichtigung. Prospekte durch die Direktion. ss /l Bezirkssparkafse Gießen. Die am 1. l. Mts. fällig gewesenen Zinsen pro I. Halbjahr 1908 für Darlehen aus unserer Kasse können nur noch bis Ende Juli er. ohne Kosten bezahlt werden. Bürgermeisterei Lollar zur Einsicht offen. Die An- geböte haben in Prozenten des Voranschlages zu erfolgen und sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bei Großh. Bürgermeisterei Lollar ein- zurcichen, woselbst deren Eröffnung Mittwoch den 22. ds. Mts., vormittags 9 Uhr, in Gegenwart erschienener Bed. 6iinmd B-w. „ Bed. „ Gut und billig Z kaufen Sie J. Jttmann Blockstrasse 14|16. Mühleneinrichtung. Die komplette Mahlejnrichtuug der Riedmühle bei Hungen (Oberhessen), bestehend in: Eisernem Wasserrad von 4,0 m Durchmesser, 1,2 m Breite, Walzenstuhl, Schrot- und Mahlgang mit allein Zu- behör soll im Wege schriftlichen Angebots verkauft werden. Las Werk ist m gutem Zustande und war bis vor einigen Tagen im Betriebe. Interessenten können die Anlage in der Zeit vom 15. bis 25. ds. Mts. einsehen und an Ort und Stelle nähere Auskünfte erhalten. Gießen, den 14. Juli 1908. Neubauverwaltung der Provinz Oberheflen. In- u. ausl. Weine, Champagner, Monsseux Cognac, Kum, Arrac und feinere Liqueure Tabak, Cigarren und Cigarretten Bei Abnahme von Wein im Fass oder 1 Dutzend Flaschen entspr. Preisermässigung. [1623 Jugendseft. Das diesjährige Jugendfest, zu dem 3800 Kinder angcmcldct worden sind, soll Donnerstag, den 23. Juli 1908, im Philosophenwald abgehaltcn werden. Nachmittags 2 Uhr stellt sich der Festzug in der Ost- und Südanlage zum Abmarsche auf und nimmt seinen Weg durch die Kaiser-Allee nach dem Festplatze. Erwachsenen Personen ist das unbefugte Hereindrängen in den Zug, sowie das Betreten der Spielplätze und das Eingreifen in die Spiele strengstens untersagt. An den Eingängen 311111 Festplatz wird zur Bestreitung der Kosten von allen nicht zuni Zuge gehörenden Festteilnehmern ein Eintrittsgeld von 30 Pfennig erhoben. Im Vorverkauf, der bis zum 23. Juli, mittags 12 Uhr dauert, werden Eintrittskarten ä 25 Pfg. abgegeben. Dieselben sind zu haben: im Geschäft von L. Althost, Walltorstraße 16, in den Schreibmaterialien - Handlungen von E. Balser, Mäusburg 11, F. Kühn, Sellersweg 36 und K. Steinhäuser, Ncuenbäue 17. Die vorhergclösten Karten sind an den Kassenstellen nu Walde vorzuzeigen. Von nachmittags 21/« Uhr an läßt die Omnibusgesellschaft ihre Wagen (vom Neuenwegertor aus) alle Viertelstunden nach und von dem Philosophenwald verkehren. Hausierern mit Luftballons, Pfauenfedern und Lärminstrumenten ist der Zutritt zum Festplatz untersagt. 10. 11. 12. 13. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 4 (2) 3 9eben wie oi. mi’ von auswärts usß Massage«Elektrisieren, Dampf- n. Heißluftbehandlung (auch in der Wohnung der Patienten). DT* Bilder aller Art (Kohlensäure, Fichtennadel:c.) “WX alle sonstige Wasieramvendungen, Huhneraugenschneiden, alle Arbeiten in der Krankenpflege werden gewtssenhast auögesuhrt. Krankentransporte. — Personenwage. — Nachtwachen. r Bergwerk •heu Bergwerk . IN fanbjof Phil.-Platz 8 bei der alten Kaserne -7 Telefon 354 — 1. Krall 11. Fra« geprüfter Heilgehilfe und Masseur. Wir bringen zur öfseutllchen Kenntnis, daß in 1908 Imps termine für die Stadt Gießen nur noch am Mittwoch den lo., und Mittwoch den 22. Juli abgehalten werden. Gießen, den 10. Juli 1908. . . Grobherzogliche Bürgermelsterel Greven. 9)1 ecu m. Ernst Challier (Rudolphs Nacht) Giessen. Spezial-Geschäft für Musikwaren aller Art. Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-Handlung und -Leihanstalt SpeglaUtnt: Billige Ausgaben. DM/i Veckilguilg voll Mellmtmsarbeiteu. Für die Feldbereinigung Göbelnrod sollen nachstehende Arbeiten vergeben werden: a) auf dem Wege schriftlichen Angebotes: Die Verschleifung des Langwiesengrabens, veranschl. zu 3100 Mk. b) durch öffentliches Ausgebot: 1) Die Herstellung von Drainagen in einzelnen Losen, 2) Das Anfahren der Drainagerohre. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Göbelnrod zur Einsicht offen. Die Angebote zu a) haben in Prozenten des Voranschlages zu erfolgen und sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bei Großh. Bürgermeisterei Göbelnrod einzureichen. Die Eröffnung findet daselbst Samstvg, den 1. August, vormittags 9 Uhr, in Gegenwart erschienener Bieter statt. Anschließend hieran erfolgt das Ausgebot der unter b) genannten Arbeiten. Die Zuschlagsfrist beträgt 3 Wochen. Gießen, den 14. Juli 1908. B*8/? Großhcrzogliche Kulturinspektion Gießen. I. 93.: H. Steinbach. ■ Amerik. Paket!. 10c Bergwerk. . . M ie......2010. oyd . . . • • 3. Eisen-Industrie 98! RS roi'hen. 1?°^ Ä VergebNg iioii lelwrafion^rlieifcn. Für die Feldbereinigung Lollar sollen nachstehende Arbeiten auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden: Vergebung non Pflaster- u. khaussieMbeiteu. Die Pflaster- und Cbaussierarbeiten für den Ausbau der Liebigstraße südliä) der Wilsonstraße aus rd. 100 m Lange sollen Donnerstag, den 23. ds. Mts., vormittags 11'/, Ubr öffentlich vergeben werden. Die Arbeilsbeschreibungen und Bedingungen liegen wahrend der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote aus Bor druck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an unö einzureichen. — Zuschlagssrist 3 Wochen. 'n,.' Bekanntmachung. Bei den am 16. Juli vorgenommenen Ergänzungs-Wahlen für die Gemeindevertretungen > unserer vier Kirchengemeinden sind gewählt worden: Matthäns-Gemeinde: ( Marcus-Gemeinde: | Lucas-Gemeinde: (Johannes-Gemeinde: I. auf 10 Jahre : XXSIV im " Vergebung non Wster- u. Chausfierarbeiteu. Die Pflaster- und Chaussierarbeiten für den Ausbau der oberen nördlichen Wilsonstratze zwischen der Liebig- und Wilhelm' ^"^^^onnerstag, bett 23. ds. Mts., vormittags 11 Ubr öffentlich vergeben werden. .. ... . Die Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen wahrend der Dienststunden bet und zur Einsicht offen. Angebote auf Boi druck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis »um vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift »erleben, an uns einzureichen. — Zuschlagssrist 3 Wochen. Giegen, den 16. Zuli 1908. (B”/; Städtisches Tiesbauamt. B r a u b a ch. Berlin r“ A rarirtiolz Frankfurta.M. $ Burg b.M. L. Mllyi IUK Telefon 3024 5pezialfabrik für , Dampf- u. Wasserheizungen Vertreter: Chr. Zimmer, Giessen, Bahnhofstrasse 12 ’ ES wird dies mit dem Bemerken bekannt gemacht, ^aß die Wahl - Urkunden - se^och ohne Stimmzettel - an