Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. und ft'inber wohnt keine eine lokale des Neichsgesetzes aufgefülyrteu Versammlungen steht auch Personen, welche bas 18. Lebensjahr iwch nicht vollendet haben, frei. w* politische Tagesschau. Das Reichsvereinsgeseh in Württemberg. allen U in ständen niederzubrennen. Nur Wcibec sollen geschont werden. Der ganzen Expedition ernste Bedeutung inne; sie stellt vielinehr mir Aktion dar. Cm G-mwäl-er Dichter Von Karl D i c n e n ft e i n. im. iea„L. In» na' ——- einstziLi M Ni« ffillÄ rtMn b! :> W* HA' ßirtf. v--3'“ Städtische Kurorchester unter Leitung des Städtischen Kur- kapellmeistcrs Afferni; die Orgel spielte Organist Petersen. Es folgten Männerchörc, vorgetragen vom Wiesbadener Mannergesangverein unter Leitung des Königlichen Kapellmeisters Professor Mannstedt und zwar „Frühlingszeit", von Karl Wilhelm und „Die Königskindcr", Volkslied. Weiter brachte das Programm das Largo von Händel, die Männerchöre „Der sterbende Krieger", von Wolfram und „Fridericus Rex" von Loewe. Den Schluß machte der Huldigungsmarsch von Richard Strauß. Unter den Hochrufen des Publikums verließen die Majestäten den Konzertsaal und unternahmen noch einen Rnndgang durch das Kurhaus. Um 4.41 Uhr ist der Reichskanzler Fürst Bülow hier eingetroffen in Begleitung des Hauptmanns von Schwartzkoppen. Gesandter Frhr. v. Jenisch empfing den Fürsten am Bahnhof und geleitete ihn nach dem Königlichen schloß. Beide Majestäten begrüßten den Reichskanzler bei ihrer Rückkunft aus dem Konzert. Später machten der Kaiser und der Reichskanzler eine Ausfahrt im Automobil. Reichskanzler Fürst Bülow wird, wie das „B. T." erfährt, von seiner Reise nach Wiesbaden erst am nächsten Mittwoch wieder in Berlin zurück erwartet. König Leopold speiste abends beim Kaiser. Von der russisch-persischen Grenze. DaZ „Berl. Tgbl.* * meldet aus Petersburg: Der Kommandeur der nach der persischen Grenze entsandten russischen Strafexpedition General Snarski meldete dem Kaukasus- Statthalter, daß alle ans russischem Territorium befindlichen Perserdörfer zerstört worden seien. 500 bewaffnete Persier seien ohne Widerstand in das Innere von Persien zurückgegangen. Hierauf erhielt Snarski Befehl, sofort in Persien einzudringen, die Räuberbanden durch Feuer und Schwert zu vernichten und ihre Dörfer unter ■ w. Das Württembergische „Regierungsblatt" veröffentlicht Verfügung des Ministeriums des Innern -um Vollzug ... Dereinsgesek.es. Der Verfügung sind nachstehende Einzelheiten zu entnehmen: Gewcrffchasiliche Vereine sind, soweit sie sich I «■ w, die des Widm gerate fCit OCjjtE». !W «iS hinein. Wir ziehen mit dem professionellen Heiratsvermittler auf Brautschau, sitzen fröhlich bei der Metzelsuppe, lernen kennen, wie es bei einer Kindtause, bei einer Hochzeit, bei der Flanncrts (Totenmahl) und beim Latwergekochen zugeht. Eine intime Kenntnis bäuerlichen Lebens, bäuerlicher Arbeit, der Sitten und Gebräuche werben da in ganz ungezwungener Weise an den Mann gebracht, denn Buxbaum begnügt sich nicht damit, einfache Kültur- unb Lebensbilder zu geben, sondern er kleidet alles in anmutige Geschichten ein und gibt dadurch den einzelnen Stücken den Charakter kleiner, künstlerisch abgerundeter Novellen. Der zweite Band „Wild Hecken" (Preis: Mk. 1,50, geb. Mk. 2,—) macht uns mit den Jägern und Wildschützen bekannt. Von harten, leidenschaftlichen Kämpfen wird und hier erzählt, von blutigen Zusammenstößen, aber auch von mehr harmlosem gegeiffeitigem Ueberlisten. Dabei ergibt sich Gelegenheit, die Art, wie das Waidwerk im Odenwalde geübt wird, zu schildern, den Wald in seiner Schönheit vor uns hinzumalen, das Leben und Treiben der Tiere mit kundigem Griffel zu zeichnen und uns die einsamen, waldumrauschten Forfthäuser zu zeigen, aus denen die wetterharten Gestalten von Förstern und Hegern in die gefahrdrohenden Gründe des Hochwalds hineinschreiten und aus deren Fenstern Frauen und Kinder bange nach dem Garden und Vater aussck>auen. Dem Stoff entsprechend sind es meist düstere Geschichten, die uns Buxbaum in diesem Bande erzählt, und wenn man darauf den dritten Band. „W er k t a g s g e sta l 1 e n" (Preis: Mk. 1,50, geb. Mk. 2,—) liest, so ist das ein Gegensatz, wie wenn sich weißer Blütenschnee von schwarzer Wetterwolkenwand abhebt. In diesem dritten Bande haben nämlich die köstlichen Menschenoriginale ihren Platz gefunden, die der Dichter auf seinen Streifzügen in der Heimat kennen gelernt hat. Mit gutmütigem Humor zeigt er uns, auf welch sonderbare Weise sich das Leben in den Köpfen so mancher Bergbewohner malt, wie sie sich mit demselben und mü ihren Mitmenschen abfinden, wie sie ihrem harten Leben ein bißchen Glanz und Fweude abgewinnen, wie sie sich in Ideen verrennen, Ivie oft der Einfältige den Gescheiten überlistet. In diesen Geschichten wird uns die Volksseele in ganz besonderen Musterungen gezeigt, so daß also dieser Band gewissermaßen eine Ergänzung zu den beiden anderen bildet, die sich mehr mit dem allgemein Gültigen beschäftigen. Man kann diese drei Bände am besten als Studien bezeichnen. So wie sich ein Vcaler hier einen charakteristischen Kvps skizziert, dort einen Arm, eine Faust, ein Interieur, eine Redute, um sie gelegentlich in einem größeren Bilde zu verwenden, so hat auch Buxbaum alle diese kleinen Sachen, frisch und flott mit wenigen, sicheren Strichen hingezeichnet und manche Figur, manches Motiv treffen wir wieder, wenn auch entsprechend verändert, in seinen größeren Werken. Von diesen sei an erster Stelle der Dorswman „Der Moosbauer" (Preis: Mk. 2,—, geb. Mk. 3,—) genannt. Der Titelheld ist ein alter, geiziger und ränkesüchtiger Großbauer, der um eine Schafweibe mit dem ganzen Dorfe prozessiert. Am feindlichsten ist er dem jungen, geraden und tüchtigen Lehrer Reui- wald gesinnt. Diesen zu vernichten, scheut der Bauer, dessen Haß bis zum Wahnsinn gediehen ist, vor den verwerflichsten Mitteln nicht zurück, ja, er wird beinal-e zum Mrder. Die Entdeckung seiner Schuld aber brichr Haß und Trotz des starren Bauern und ep stirbt an den Folgen eines, von seinem Feinde, dem Lehrer, veredelten Selbstmordes. In'diesem alten Moos- * M Dar Kaiferpaar in Wiesbaden. Gestern vormittag um 10 Uhr wurde in Anwesenheit des Kaiserpaares das D e n k m a l W i l h e l m s I., P r i n z e u von Oranien, von Professor Walter Schott, feierlich enthüllt, das dem Schlosse gegenüber vor der evangelischen Stadtkirche seine Aufstellung gefunden hat. Das Standbild ist eine Nachbildung des gleichen auf der Schloßterrasse in Berlin. Der Kaiser hielt folgende Ansprache: „Mein verehrter Herr Oberbürgermeister! Ich übergebe meiner getreuen Stadt Wiesbaden dieses von Meisterhand trefflich ausgeführte Standbild meines oranischen Ahnherrn, des großen Schweigers Wilhelm I., Prinzen von Oranien, Grafen von Nassau. In der Stille des Dillenburger Schlosses zum Jüngling herangereift, trat er, ausgerüstet mit großen Geistesgaben, einem lauteren Charakter und heldenmütigem Sinn, ein in die große Welt, in den ss?nnps seines Lebens, den Kampf für seinen Glauben, den ct bis zum Märtyrertode durchgekämpft hat, getreu seinem Möbms: Je maintiendray! Was er, der vom niederländischen Volke erwählte Generalkapitän und Statthalter, für oie Befreiung der Niederlande von der Gewaltherrschaft eines Alba und die Begründung der niederländischen Unab- höngigkeit getan, ist mit goldenen Settern in der Geschichte dieses Volkes verzeichnet. Seinem Hause und seinem Lande ljat der Held einen Namen gemacht, der mit den gefeiertsten Namen der Weltgeschichte den Vergleich aushält. Auf den bauer hat der Dichter eine büstere Charaktergestalt aus dem Bauernvolke mit vollendeter 9?aturtreue vor uns hingestellt. Mmr findet solche Leute in allen Gauen, und es ist ein Beweis von dem nicht alltäglichen Können des Dichters, daß er das Typische an dieser Gestalt herauszuheben wußte, ohne ihr das Individuelle uno ftammhaft Odenwäldlerische zu nehmen. Die jüngsten beiden Werke handeln wieder von Jägern und Wildschützen. In dem ersten Bande „Die Heckenrose" (Preis Mk. 1,50, geb. Mk. 2,—) ist historischer Hintergrund. Die Erzählung spielt in den dreißiger Jahren des abgelaufenen Jahrhunderts und schildert das Treiben und das Ende einer jener Wilddiebsgesellschaften, die dazumal in Blüte standen. Daneben geht nod) eine Herzensgeschichte einhev und besonders Interesse: erregen jene Stellen, in denen uns der Aberglaube vorgesührt wird, der damals noch die Waldbauern beherrschte. Der zweite Band „Der Goldvogel" (Preis: Mk. 1,50, geb. Mk. 2,—) erzählt von einer jener blutigen Rache raten, die so manchem pslichteisrigen Forstmann das Leben kosteten und an denen ganze Familien zu leiben haben. Wodurch sich alle diese Schäften PH. Buxbaums auszeichnen, das ist vor allem die naturgetreue Charakterzeichnung des Odenwälder Bergvolkes. Ob er nun die edlen und tiid)tigen Züge im Wesen seiner Menschen schildert, oder ob er sie in ihren Fehlern, Leidenschaften und Torheiten vorsührt, stets haben wir das Gefühl, daß der Dichter mit festen Füßen auf dem Boden der Wirklichkeit steht und daß er nichts niedergeschrieben hat, wofür ihm nicht das Leben die Originale gegeben hat. Selbst der leise idealisierende Zug, der besonders seinen Franengestalten anhaftet, ist nicht imstande, Zweifel an ihrer Echtheit wachzurufen, da er nichts Wesensfremdes in der Schilderung trägt, sondern nur die bestehenden sympathischen Charakterzüge deutlicher unterstreicht und in den Vordergrund treten läßt. Unterstützt wird die Charakteristik durch den ausgiebigen Ge-- brauch der Odenwäldlerischen Mundart. Diese beherrscht der Dichter vollkommen und nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Er kennt die tiefe Lebensweisheit, den feinen oder derben Humor, der in manchem Worte, in mancher Redewendung steckt und er weiß sie immer an der rechten Stelle anzuwenden. Richtig hat er auch erkannt, daß die Eigenart einer Mundart nicht so sehr in ihren einzelnen Ausdrücken, sondern vielmehr im Satzbau liegt. So läßt er uns durch die Sprache in die Seele des Volkes blicken und in der Sprache Kultur und Volkssitte erkennen. Und wie in der Schilderung des Volkes ist Buxbaum auch Meister in der Schilderung des Landes. Der Wald im Gewand der verschiedenen Jahres- und Tageszeiten, die füllen Täler, die traulichen Dörfer, die einsamen Gehöfte und Forsthäuser, das alles stehl wie zum Greifen so klar vor unseren Augen. Der Dichter kennt jede Blume, jeden Strauch, jedes Tier und erzählt davon mit einer Anschaulichkeit und liebevollen Hingebung, die in jeder Zeile den begeisterten Naturfreund erkennen lassen. Eine innige Heimatsfreude strömt uns aus den Büchern Ph. Buxbaums entgegen. Sie ist es auch, die dem Ächter seinen warmen, seelenvollen Humor gegeben hat, der seine Werke so froh, so stark und gesund macht, daß man sie den besten Erzeug-, nissen unserer DolfStümlidjeu Literatur zu zählen muß, und baß: sie verdienen, einen Ehre.rplatz in unseren Volksbüchereien zu erhalten. Ihr tiefer sittlicher Ernst wird gerade hier großen Segen stiften. innerhalb des Rahmens des § 152 der Gewerbeordnung halten, als politische Vereine nicht anzusehen. Die öffentliche Bekanntmachung einer öffentlichen, politischen Versammlung muß, um die Anzeige zu ersetzen, in einer die amtlichen Bekanntmachungen des Ortsamts enthaltenden, oder im Oberbezirksamt erscheinenden, pber in einer sonstigen vom Bezirksrat zu bestimmenden Zeitung erfolgen, sie kann auch durch öffentliche in die SLugen fallende Anschläge in der Gemeinde des Versammlungsortes geschehen. Dies muß spätestens 24 Stunden vor Beginn der Versammlung erfolgt sein. Zur Genehmigung von Aufzügen und öffentlichen Versammlungen auf öffentlichen Straßen und Plätzen innerhalb des geschlossenen Wohnbezirks ist das Ortsamt beziehungsweise die Ortspolizeibehörde zuständig. Leffent- liche Versammlungen unter freiem Himmel, die nicht auf öffentlichen Straßen oder Plätzen des geschlossenen Wohnbezirks erfolgen, bedürfen einer Genehmigung nicht, wenn sie bei der Ortsbehörde angemeldet sind. So lange nicht eine anderweitige gesetzliche Regelung erfolgt, ist in den in § 6 Abs. 3 bezeichneten Versammlungen, auch der Gebrauch einer nichtdeutschen Sprache zulässig. Ebenso ist in anderen öffentlichen Versammlungen einzelnen Rednern der Gebrauch einer nichtdeurschen Sprache gestattet. Weitere Ausnahmen können im Einzelfalle von dem Oberbezirksamt zugelassen werden. Die Ortspolizeibehörde hat die Befugnis in die in den §§ 5 bis 9 und § 12 des Reichs- gesetzcs anfgeführten öffentlichen Versammlungen einen Bevollmächtigten oder sonstigen Vertreter zn entsenden. Tie Teilnahme an den gewerkschaftlichen Vereinen und an den in § 6 Absatz 3 Tie deutsche Landschaft birgt einen unerschöpflichen Schatz tlc Poesie. Lange Jahre hindurch blieb er ganz unbeachtet, bis in Mich den Dichtern die 2lugen aufgingen. An Namen wie (Remias Gotthelf und Fritz Reuter knüpft sich das Verdienst, tu n erftenmale Land und Leute bestimmter deutscher Stammes- liäirfe zum Gegenstand liebevoller Beobachtung und dichterischer Darstellung gemacht zu haben. Seither ist die deuffche Dorf- nsschichte mächtig emporgevluht und wer etwa Louis Lüfters tuck)- ligeS Buch: „Die oeutidje Dorfdickstung von ihren Anfängen -is zur Gegenwart" (Salzungen, L. Sck>einmesser) liest, der wird caabesu staunen, wie groß die Zahl unserer Torfgeschcchtemchrecber iü und welch hervorragende Namen sich darunter besmden. Es ift die Freude an der deutschen Heimat, die da den Poeten ine lieber geführt hat, und ist auch bei manchem mehr der gute Mle als das dichterisck-e Können anzuerkennen, eines muß man tu Torfgeschichtenliteratur nachrühmen: sie hat sich von den Auswüchsen des modernen Literatentums frei gehalten und hat ich moratiicfc Gesundheit und sittlichen Ernst bewahrt. Ein Hanptverdienst unserer Dorfgeschichten ilt es aber auch, M j sie die einzelnen deutschen Stämme einander naher gebracht tu , Wenn heute — um nur ein Beispiel zu nennen ! — eine ^richtige Sympathie den deutschen Steirer mtt den ~cuten an •'.’n „Waterkant" verbindet, so dürfen sich das Verdienst, die,es 3anb geknüpft zu haben, Rosegger und Reuter zuichreiben. Hai liefet uns Alpenbewohneru den kernigen Mechchen>chlag beS deut- d)itn Nordens kennen und lieben gelehrt, so hat stner Verständnis -m herzliche Teilnahme für unser Wesen bei den Norddeutschen -weckt. Mehr als cs dem Politiker gelingen kann, kann der Sät)ter Stamniesvorurteile bekämpfen und gegenseitiges Berstand- iis=, gegenseitige Liebe herbeiführen Helsen, oebe dichterische Er- tteßung deutscher Landschaften ist daher eine nationale -Lat jeder, der nicht nur mit Liebe, sondern auch mit dem ertt- M'chenden Können sich diesem Werke widmet, dars der sreund- iüsten Aufnahme sicher sein. . . Ein solcher Dichter ist der in Bensheim an der Bergstraße Jirlenbe Seminarlehrer PH. B ux b äum. Die deutM^ ^mnd- Jenn 'nun „^va Bäiide, „Bilder aus beut Odenwal der ,^sleben,liest^ >l ter, daß alle die kleinen Geschichten und S^en,bcedammen .Malten sind nickt am Schreibtisch ersonnen und erklügelt worden im, sondern daß sie aus dem vollen Leben herausg ^6 Ml en sind. Dichter war lange Zeit Lehrer irrt^Huwalde undhat ms oLijer reichliche Gelegenheit gehabt, das ^lk in alum seinen Mr ä W stl! iS. 1 latente üetoirk Mnjuis: ge Demi*: bib jur är >| ER J LudM-r. IS Ittbts4? ®merrp,: W.«. > «chi ■ OitT V „ X * xl Flügeln des Liedes ist der Name Nassau durch alle Welt erklungen: seiner nassauischen Heimat und seinem deutschen Aaterlande zu Hellem Ruhme ertönt bis auf den heutigen Tag die alte Weise: Wilhelmus von Nassauen bin ich von deutschem Blut. Saevis tranquillus in undis — ruhig im bilden Woaendrang — war der Wahlspruch zu dem Sinn- bilbe, das oer große Cramer sich erkoren hatte, dem Eisvogel, der sich und seilt Nest von der dräuenden Flut tragen läßt. Ihm, dessen Lebensschiff -einst in der Ferne durch uilbe Wogen dahingetrieben ward, dem soll hier an den linden Quellen seiner Heimat zu seinem Gedächtnis dieses Standbild geweiht seilt, das seine nassauischen Landsleute cklzeit in treuer Hut halten mögen!" Oberbürgermeister v. I b e 11 sprach den Tank der Stadt für das Geschenk des Kaisers aus. Auf die Persönlichkeit Wilhelms I. von Oranien übergehend, sagte der Redner: Er ltoge uns mahnen, Mut und Standhaftigkeit in Zeiten der Aedrängnis zu zeigen, Zwistigkeiten uno Parteihader zurück- •itl’tellen, um einig die großen nationalen Ziele und Aufgaben erreichen und erfüllen zu können. Nachmittags um 4 Uhr sand im großen Konzertsaal de-S Kurhauses auf Allerhöchsten Befehl ein Galakonzert i'att Die Majestäten wurden mit Fanfaren empfangen mb nahmen in der Hofloge Platz, von Hochrufen begrüßt. 2«s Konzert begann mit der Festouvertüre für Orchester unb Orgel von Nicolai und wurde ausgeführt durch das Die deutschen Kaufleute in Marokko. Während die deutschen Niarokkoenthusiasten darüber klagen, daß die deutschen Kausteute in Casablanka geschädigt würden, beneiden dem „Journal" zufolge die Franzosen in Casablanka ihre deutschen Konkurrenten. Frankreich habe die Handelsintereffen seiner Landesangehörigen vor den politischen Interessen zurücktreten lassen. Die Deutschen allein hätten durch rasche Auszahlung ihres Entschädigungsanteils große Vorteile erlangt; sie wären sogar die heimlichen Kolninait- ditäre für manche iliilitärische Lieferteng. Reklamationen der Franzosen würden nicht angehört, dagegen erfülle man mit großer Höflichkeit alle internationalen Wünsche und besonders selbst die unverschämtesten Forderungen des Maghsen. Vie Vebatte über die innere Politik in der Duma. Man schreibt aus Petersburg: Die Kritik, die die Vertreter der Opposttion und des ZentrlunS in der Reichsduma am 12. Mai anläßlich der Beratung des Budgets des Ministerillms des Innern übten, lieferte ein ziemlich treues Bild von den ic n m ö g l i ch e n Z u st ä n b e n, b i c im Laube herrschen unb bie eigentlich bie offenherzige Aeußerung Kokowzens: „Gott sei baut, noch haben w ir kein Parlament!" in viel höherem Grabe als ben Optimismus Mitjukows : „Gott sei bank, wir haben eine Konstitution!" rechtfertigen. Der erste Redner der Opvosition, Herr Aiaklakow, stellte zwar bie Hypothese auf, nur in der Zentralregierung existiere die Konstitution, während in der Provinz überall noch mehr als je das verschlimmerte Regime wüte. Die charakteristischen Tatsachen aus unserer inneren Politik und die Beispiele administrativer Praxis, die der genannte rechtsstehende Kädettensührer und loyalste Parlameiltarier vorbrachte, uiachten einen tiefen Eindruck. Er deckte den krassen Widerspruch auf, der zwischen der von der Zenttalregierung proklannerten neuen Staatsordnung uni) ber ganzen Regierungstätigkeit herrscht. Dre Regierung, unb vor allem bas Ministerium bes Innern, führt burch ihre Gouverneure unb Generalgouverneure ben schärfsten Kampf eben gegen die K o n st i t u t i o n unb nennt es — M 1900. WM*' Wi Erstes Blatt 158. J-Hrgmi, Samstag l«. Mai 1808 rrschetnl täglich, außer ® Bezugspreis: Sonntags. - Beilagen: H ^9? monatlich?5Pf.,viertel- MGiMner Angelder virtschaftlicheSeittragen W W W W W W \ Zeilenpreis: lokck.löPst ^ernsorecd - Anschlüsse; M M auswäns 20 Pfennig. üi bie Webaftion 112, IXäI' wjy Verantwortlich MM General-Anzeiger für Gberheffen WW tiwmmagTMui)” «»«attonsdruck unö©erlag dervriihNch-n Unlv-Vuch- UN» Stdnönideret. R. ränge. Redaktion, Expedition UN» vruckerel: Schulstratze r. 'üX ' ___________________________________ ‘ 1 u Anzeigenlell: H. Beck. gegen den Aufruhr kämpfen, dieser rühmlose aber siegreiche Kampf wurde der Regierung durch Einführung außerordentlicher Ausnahmezustände, die die Gültigkeit der allgemeinen Gesetze aufheben, erleichtert. Tank dem „außerordentlichen Schutze" wurde in ganz Rußland die Presse gefesselt, die Unabhängigkeit der Richter ‘ illusorisch gemacht und die merkivürdigsten Verordnungen wurden erlassen. So hat ein Generalgouverneur ein Gesetz erlassen, ivonach der Hausbesitzer, in dessen Hause eine Bombe ausgesunden wird, vor ein Kriegsgericht gestellt und, wenn auch seine völlige Uiischuld unbestreilbar festgestellt, mit drei tausend Rubel bestraft werden sollte. Die lokale Selbstverwaltung, bürgerliche Vereine, professionelle Verbände, irgeiid welche Blenderungen der unabhängigen öffentlichen Meinung, alles sei durch tue schwere polizeiliche Faust unterdrückt mit) erstickt. Ter Sache der friedlichen Erneuerung Rußlaiids droht die größte Gefahr: sollte die Konstitiltioii und' mit ihr and) die Volksvertretung nicht endgültig siegen, so wird sie bald besiegt werdeii. Die folgenden Redner, iind zwar die Oktobristen, wie Fürst Baron Aleyendorf und Fürst Golyzin, bestätigten nni) verstärkten die Ausführungen und Bel° spiele Maklakoivs. Unsere Hoffniingen, unsere Freude, die mit dem Oktobermanifest verknüpft waren, konstatierte Baron Aleyendorf, blieben unerhört. Fürst Golyzin wies den Zerfall der Staatsgewalt nach: Wir haben feine Harmonie der Staatsverwaltung, die auf allgemeiner Gesetzmäßigkeit fußen sollte; wir haben im Gegenteil eine Reihe einzelner Satrapien, die die den Gesetzeii nid)t unterstellt sind; wir sehen Generalgouverneure, die felbstherrlick) ihre Territorien verwalten, nach eigenem Ermessen richten und eigene Gesetze erlassen. Die R i ch t e r j i n d bei ii n s in der Tat absetzbar, unabsetzbar sind dagegen die Generalgouverneure. „Ich erkläre hiermit offen und laut, daß der Minister des Innern die Macht nicht besitzt, um irgend einen der unzähligen Generalgouverneure zur Subordination zu zwingen und ividrigenfalls ihn zu entlassen!" Als Beispiel sühne der Redner die Taten Dumbadfes und die Machtlosigkeit des Ministers ihm gegenüber an. Der Pole Dmowski klagte, daß die Regierung m Polen ein Feldlager darstellt, das Krieg gegen das Volk führt. Cm anderer Vertreter des polnisch-litauischen Kolo, Herr Montwill, wies u. a. in seiner Rede nach, wie die Rechtsbeschränkungen der Juden das Wachstuni der Städte verhinderten, so daß die nordwestlichen Städte Rußlands nicht kulturelle Zentren, sondern von Bettlern bewohiite Armen- häuser darstellen. Sokolow, von der Partei der friedlichen Erneuerung, berichtete über die Art und Weise, wie die Regierung absichtlich die Begriffe Revoliition uiid Opposition völlig verschmelze und lediglich gegen letztere kämpfte. Ter Kadett Atschemow zerstörte die vo>r feinem Fraklionsgenossen Maklakow ausgestellte Hypothese nnb wies nach, daß der Zentralregierung das konstitutioiielle Regime ebenso fremd und unfympatifd) fei wie den Behörden in der Provinz. Der Oktrobisl Sä)idlowski legte dar, wie allmählich die polizeilichen Funktionen die sonstigen Aufgaben des Ministeriums des Innern absorbierten, und erkläre damit die Fehler des Mecha- liismus. Während die Vertreter der parlamentarischen Mehrheit den herrschenden Negierungskurs elltschleden und eml'timmig verurteilten, blieben die echt-russischen Deputierten, Purischkewitz und Smays- lowsky, sich treu, und suchten die Politik der Ausnahmezustände und Willkür zu verteidigen. 3um $all Eulenburg. Zu der Zeitungsmeldung, wonach Fürst Eulenburg erklärt haben soll, daß er seine politischen Briefschaften bereits an einen sicheren Ovt gebracht habe, schreibt der „Bayrische Courier" über die Haltung des Kaisers, der Monarch sei tatsächlich in der Hand der Eulenburgcligne gewesen und dieser Umstand erreiche Bedeutung aus Gründen, die auf dem Gebiet der Politik, zum Teil der auswärtigen Politik, liegen. Fürst Eulenburg soll im Besitze von äußerst wichtigen Briefen des Kaisers, politischen Inhalts, sein, deren Beröfsentlichung höchst unangenehme Folgen haben müßte. Nach bem.’ Ergebnis des Münchener Prozesses hat sich der Kaiser für das ernste Vorgehen gegen Eulenburg ausgesprochen. Nach seiner eigenen Aeußerung soll „einmal gezeigt werden, daß vor dem preußischen Gericht jeder gleich ist, ob es nun der Kutscher des Fürsten oder der Fürst selbst, ist." Zu der vorgestrigen Haussuchung im Licbenber- ger Schloß wird dem Lokal-Anzeiger weiter gemeldet, daß lic sich nicht nur auf das Arbeitszimmer und den Schreibtisch des Fürsten Eulenburp, sondern auch auf andere Räume und die Wohnung einiger Angestellten des Fürsten erstreckte. Es sind hierbei, wie verlautet, eine Anzahl Briese gesunden worben, die heute vormittag dem Angeschuldiglen in der Charite Vorgel egt wurden. GerichtssaaS. Leipzig, 14. Mai. Die Strafkammer verurteilte den früheren öeratitworthd) zeichnenden Redakteur der „Leipziger Volkszeitung" Alfred Keinrling wegen Beleidigung des Kriegsgerichts der ersten preußischen Gardedivlsion zu sechs W o ck) e n G e f ä n g n l s. Keimling hatte am 24. Januar in dem Bericht über den Prozeß Hohenau-Lyliar bem Kriegsgericht bewußte Rechtsbeugung vorge- rvorsen. Wegen Beleidigung bcs sächsischen Finanzministeriums wurde ber Angeklage ferner 511 75 Mk. Gel bst rate oder 15 Tagen Gesängnis verurteilt. Die Beleidigung ivird in einer Notiz erblickt, in ber bie vom Finanzministerium herausgegebene 'Arbeitsordnung für bie Forstverwaltung als ein „sd)Mlitziger Schilb" bezeichnet worben war. Elberfeld, 14. Mai. Die Strafkammer verurteilte ben Stationswärter Brockers von ber Schw ebebahn, ber am 1. April ben Zusammenstoß zweier Schwebebahnzüge in Barmen durch Vernachlässigung ber Dienstvorschriften herbei- geführt hatte, zu sechs Wochen Geiälignis. Airche itttb Schule. Worms, 13. Mai. Die 1V Hauptversammlung des Cbang. Pfarrvereins im Großherzogtiim Hessen tagte gestern im Festhaus. 'Mit Gesang, Gebet unb Schrifllektloil bes Vorsitzenden Dekan Schrimpf- Butzbach wurbe die Sitziing eröffnet. Beigeord. Dr. W e v e r s begrüßte die Versammllmg im Biainen ber Stabt. Der Jahresbericht des Vorsttzelideli bekundete erfreuliches Wad)stuin und erfolgreiches Blrbeiten des Vereins im letzten Jahre. Sodann legte Pfarrer Röschen- Freienseen die Rechnung des Vereins ab. Sie hatte das günstige Resultat eines Ueberschusses von 250 'Mk. Ter Rechner ivird für em weiteres Jahr unter Dank mit seinem Amt betraut, ebenso der Schrntleiler des hessischen Kircheiiblattes Pfarrer Fritsch- Riippertsburg. Pfarrer 'M i ch e l - Kriegsheim berichtet über die 'Arbeit der So n n t a g s 10 m m i i s 1 0 n. Auf seinen Antrag bedauert die Versammlung, daß sowohl die zweite Kaiiniier wie Großh. Regierung die vorjährige Vorstettimg nicht berücksichtigt hatte. 'Man halte gewünscht, daß Art. 228, ber Wirtshausbesuch währenb ber Gottesbleiistzeit verbietet, zeitgemäß verändert beibehalten werde. Ebenso spricht eine Resolution, die einstimmig angenommen wirb, den ^Wunsch aus, daß die das kirchliche Bewußtsein schädigende Sonntagszeichenschule auf einen Werktag verlegt werde. Pfarrer F is ch er° Goddelau schilderte die Vorteile deS Denk- malschutzes und plädierte dafür, daß bie Geistlichen nur eine sreunbliche Stellung dazu nehmen. Der Korreferent Fritsch beutele bei aller Anerkennung ber Denkmalspflege barauf hin, daß bei Ausführung ber Denkmalspflege mehr die Selbständigkeit bei Kirchengemeinben gewahrt werben solle. Sein Antrag, daß in der Lanbessynode eine Besprechung inszeniert werde, die auf jene Härten hinweist, wurde fast einstimmig angenommen. Ferner nahm bie Versammlung nach Vortrag desselben Rebners ben motivierten Beschluß an, baß sowohl ber hessische Pfarrverein bem deutschen Verein zur Förderung d e r S i t t l i ch- feit beitritt unb an ben beutschen Piarrvereinsverbanb bic Bitte richtet, auch biesen Eintritt zu vollziehen. Pfarrer Enge l-Obern- hosen referiert über § 1G6, ber bie Gotteslästerung bestraft, unb ist für Abschaffung bieses Paragraphen. Die Versammlung konnte bazu noch feine feste Stellung nehmen unb bittet, bieses Thema noch weiter behanbeln zu wollen, bis zur allgemeinen Verstän- bigung. Es wirb ferner ber neue Kirchenvisitations- Entwurf entsprochen, wozu bie Defanatskonferenz in Groß- Umftabt angeregt hatte. Pfarrer Happe l-Heubach führte aus, baß außerorbentliche Kirchenvisitationen ben Geistlichen leicht dls- frebitieren und in seiner Tätigkeit schäbigen. Eüie sehr lebenbige Diskussion folgte. Es wirb bebauert, baß ber Entwurf nicht eher jur Besprechung zugänglich war. Tie Versammlung bittet bas Oberkonsistorium, baß biejer Entwurf veröffentlicht werbe. Pfarrer 9tebel - Laubach zeigte, wie gut sich bie Slerbekasse bes Vereins entwickelt habe. Die Versammlung stimmt ein, eine Pfarrertöchter- kasse zu errid)teu, zu bereu Gründung bie ganze Geistlichkeit auf- gerufen werben soll. Zuletzt warb auf Antrag bes Schriftleiters beschlossen, baß in ber Lanbessynobe eine Unterstützung alter Geistlicher in bie Bahnen geleitet werbe, lieber bie Hiliskasse gab Dekan Iaub t-Ptanig Rechenschast. Nach reger Verhanblung schloß ein gemeinsames Mahl bie Tagung. Qanöd. Zur Wirtschaftslage. Noch immer stehl ber größte Teil per Geschäftswelt unter bem Truck der ungünstigen Verhältnisse, die infolge der außerordentlichen Anspannungen am internationalen unb dann speziell am deutschen Geldmarkt eingetreten sind. Es wurbe zu Anfang dieses Jahres von den interessierten Kreisen — und wer ist nichi interessier: — eine durchgreifende Wendung zum Bessern als bevorstehend angenommen, scheinbar sah es auch zuweilen so aus, als ob bie Wirtschaftslage sich günstiger gestalten wolle, in Wirklichkeit ist aber eine umfaßende Besserung vorzugsweise von einer glänzenden Welternte, aber nicht nur auf dem Gebiet ber Cerealien abhängig. Für eine solche sind zwar manche Anzeichen vorhanden, doch ist es noch zu früh, um die Zuversicht, die sich in dieser Hinsicht an ber Börse bereits funbgibt, als berechtigt erscheinen zu lassen. Die Börse ist, wenigstens bei uns, nicht mehr der Gradmesser des wirtschaftlichen Lebens, wie sie dies früher wär. Daran wird auch bie Wiedereinführung des Terminhandeis in Jndustrieattien nur wenig ändern. So lange unser Reichssimmzwesen unb be- sonbers auch das Steuerwesen nicht so geändert, d. h. geregelt wird, daß wir nicht mit jedem neuen Jahr eine neue Kalamität durchzumachen haben, solange wird sich aud) die Börse nicht in wünschenswerter Frech Ai entfalten können. Tas Kapital ist zu gebunden, festgelegt, es fehlt an flüssigen Mitteln, an immer wieder frei werdenden Geldern. Daß dem so ist, daran ist — nochmals sei es gesagt — die Finanzpolitik des Reick)s schuld. 'Noa; kurz vor dem der Reichstag in die Ferien ging, wußte die Bubgetkominission zu melden, daß in kurzer Zeil wieder einmal eine neue Milliarde verpulvert sein würde und daß damit die Reichsschulb fünf Milliarden erreicht. <00 wie bie Finanzverhältnisse gegenwärtig liegen, bedeutet jede neue Anleihe des Reichs eine neue Periode der Unsicherheit, eine Entwertung älterer Werte. Man mag dafür so viele schön und beruhigend klingende theoretische Erklärungen geben als man will, die Praxis bringt sttcks neuen Schaden. Tie Kapitalisten beginnen dies zu merken unb fangen an, sich zurückzuziehen, von Neu-Emissionen fern zu bleiben; das hat sich bei den so überaus stark von Konzertzeichnern subskribierten Anleihen der letzten Jahre weniger gezeigt, loar aber jetzt bei der neuesten Anleihe, von der selbst heute noch nur die Eingeweihten der Seehandlung wissen, wieviel eigentlid) gezeichnet worden ist, wieder feljr bemerkbar. Selbstverständlich sind die Anleihen des deutschen Reid)s von zweifellosester Bonität, aber trotzdem aus Gründen, die u. a. auch der Kurszettel deutlich zeigt, und von denen die Sparkassen bei ihren Bilanzausstellungen jetzt schon durch mehrere Jahre zu erzählen wissen. Nicht mehr übermäßig .beliebt beim Anlage suchenden Kapitalistenpublikum. Tie Wirtschaftslage Teutsd)lands ist gegenwärtig zum mindesten unerquicklich. Sie kennzeichnet jid) z. B. mit nicht iniß- zuverstehender Deutlichkeit dadurck), datz Herr Stinnes als Vertreter des Rheinisch-Westfälischen Köhlensyndikats kürzlid) im Oesterreichischeii Eisenbahuministerium selbst Kohlenangebote machte, während vor einem Jahr die Verwaltung der österreich- ifdjen Staatsbahnen aus Westfalen für ein mäßiges Quantum eine kurze telegraphische Ausforderung erhielt, sich für die Annahme ober Ablehnung der Offerte in zwei Stunden zu entscheiden. Und sie entschied sick) für die Annahme. Wie ist das nun so ganz anders geworden? Jetzt bewerben sid) nicht nur die rheinisch- westfälischen Gruben um Zuweisung von Aufträgen, sondern aud) Waliser Gruben mit Hilfe der diplomatischen Vertreter Groß- britannieus unb aud) die russischen Gruben suchen die vorjährigen Verbindungen zu erneuern. In England und in Westfalen hat man Kohlen lagern, weil die Hüttenindustrie feiert. Diese Verhältnisse dürfen schkießlid) dod) nod) zu einer Preisreduktion ber Produkte des Rheinisch-Westfälischen Kohleusyndikais führen. Wenn maiwfid) aud) noch so sehr sträubt, ist es unter Hinweis auf die Wiener Reise des Herrn Stmues als feststehend anzusehen, daß die Kvhlenpreise bauern!) auf ihrer Höhe nicht gehalten werben können. Daß es in bet gesamten Eisen- und Stahlindustrie, das abgegrenzte Gebiet Oberschlesiens ausgenommen, recht trostlos aus- sieht, steht auch außer Zweifel. Tie Beruhigungsnachrichten, die halb ba, bald bork ut bie Öffentlichkeit gebracht werben, ändern die ausgesprochene Verschlechterung nicht. Treffender unb kennzeichnender kann die Lage nicht charakterisiert werden, als mit den Worten ber Köln. Ztg.: „In den Fertigerzeugnissen wirb geschleubert, iir ben Roh- und Halbstossen werden bie Preise gehalten, soweit bies ntöglid) ist.. Auf biefe Weife wird bie Fertig- inbuftrie zum Teil zum Erliegen gebracht unb die Konzentration in verhältnismäßig wenigen großen Werken geförbert." Es ist bies ein System, dem mit aller Kraft aud) von der Presse entgegengearbeitet werden sollte. Das Ergebnis ber Entwickelung, wie sie sich jetzt zu gestatten droht, würde schließlich nur das sein, daß bei einer Besserung ber Konjuitttur das Uevergeivicht ber großen Werke, bie jetzt alles an sich zu reißen suck)en, noch größer unb gewaltiger würde, als es bis jetzt sck;on war. Um dem Druck, der auf so vielen Gewerbezweigen lastet, wirksam entgegenarbeiten zu können, müssen auf gar manchen Gebieten Hebel angesetzt werden. Wir wollen hoffen, daß die Tätigkeit der Bankeuquöte geeignet ist, manches zu bessern, wünschen, daß das Schicksal großer Industrien nicht dauernd von der Preispolitik einiger Machthaber abhängig bleibt unb hoffen, baß Ourd) energisches Zusammenstehen ber kommerziellen und industriellen Faktoren, wir meinen hier in erster Linie Handels- und Gewerbekammern, alles geschieht, um über bic Schwierigkeiten ber auf vielen Gebieten recht trüben Gegenwart hinwegznkoinmen. Nicht allein der letzte deutsche Handeisansweis für den Monat April zeigt eine große Erschlaffung im Außenhandel, glcidje Erscheinungen zeigt auch England und haben die Vereinigten Staaten von Nord-Amerika aufzuweisen. Um nicht schließlich nur mit trüben Bildern zu schließen, sei 110d) mitgeteilt, daß die deutsche Maschinenindustrie, nicht allein in den Icfctbergangenen Jahren, sondern auch im ersten Quartal des lausenden Geschäftsjahres zu guten Preisen gearbeitet [1QV wenn sie sich auch nid)t mehr ganz auf der Höhe des Borjabr^' zeigen konnten unb baß in gleicher Zeit 82G 087 T. Z.r. Maschine» ausgeführt Würben gegen 756 553 D.-Ztt. im Vorjahr. ^[U(L sind in diesem Industriezweig die weiteren Aussichten uod) rech! gut. — Vermischtes. *Die New yorkerPolizeiim Kampf mitben Automobilisten. Die Newyvrker Polizeibehörde hat in ihrem Kampf gegen die amerikanischen Automobilisten, die ohne Rücksicht auf das allgemeine Wohl in rasendem Tempo durch die Straßen der Städte sausen, zu einem probaten Mittel ihre Zuflucht genommen. An einer Anzahl der verkehrsreichsten Straßenkreuzungen Newyorks stnd je zwei mit Chronometer und Drahtseilen ausgerüstete Schutzleute postiert. Wenn ein Automobil, das die zulässige Schnelligkeitsgrenze überschreitet, sich nähert, wird das Seil schnell über die Straße gespannt und der Chauffeur so gezwungen, zu halten. Die Atttomobilislen protestieren gegen dieses gefahrvolle Mittel, aber einstweilen vergebens. Märkte. Gießen, 16. Mai. Di ar tlb ericht. Auf heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1.20—1.25 Alk., Hühnereier 1 et. 6—7 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. 5—6 M.' Erbsen p. Pid. 18—24 Pfg., Linsen p. Pfd. 25—40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Gänse pr. Pfd. 00—00, Eilten pr. Stuck 1 su bis 2,20 Alk., Lchsenfteisch pr. Pfd. 76—84 Pfg., stch,. und Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Pfg., Schweinefleisch pr. Pftnld 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. M. 80 Pfg., Kalbfleisck) pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. M. 70—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00—6,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 0—00 Psg., per Zentner Alk. 0.00—0.00. — Aepset per Ztr. 10—25 Mk., Birnen per Ztr. 10—25 Alk. Nüsse 100 Stuck 40—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Marktzen von 7—1 Uhr. Eingesandt. (Für Form unb Inhalt i.iut ui.ic. Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion Dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Mit einiger Beunruhignng ersahen wir Sübstäbter aus dem vorgestrigen „Eingesandt", bau sick; tm entgegengesetzten Stadtteil eine musikalische Konkurrenz aufgetan hat. Wir apelheren jedoch vertrauensvoll an das musikttebende Publikum unserer lieben Stadt und bitten, fiel) von jenem Lehrling mck)ts vorautonialeu zu lassen; ber junge Alaun ist sicher and) auf diesem Gebiete nur ein Lehrling und seine Leistungsunfähigkeit geht ja aus dein bett. Konzertberichle sattsam hervor: er musiziert nur abends von 8—12 Uhr unb beschränkt bie Zahl seiner Zugaben auf 3-4 Piecen, währenb wir Anwohner des Wetzlarer Wegs, ber Creduer- uni Hofmannstraße mit vollendeten Meister-Vorträgen der Sd)iiarch- unb Räusper-Musik bienen können. Morgens, mittags und abends ertönen nimmermüde 20 bis 30 dieser melodischen Weisen und rou sind in der Lage, Publikum unb Behörde zu jeder Tageszeit zu einem erstklassigen Ohrenschmaus emzuladen. Alöchten dock) bie Ciiigela- benen, besonders die letztere, rcd)t bald erscheinen! y. Meteorologische Beoöachtnugen der Station Gießen. Mai 1908 Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung ' Windstärke _ Wetter 15. 93t. 747,9 15,0 8,9 70 SW 6 Bew. Himmel 15. 9" 745,1 12,5 9.9 93 WSW 2 Regen 16. 24 750,0 10,8 8,7 90 WSW 4 Bed. Himmel Höchste Tempe ratur m 1-j . bis 15. Mc i — + 16,4 u C. Niedrigste , .. 14. „ 15. „ 4- 7,2U 0. Verantw. für Feuilleton u. Vermischtes.: I. SS.: L . A ndcrs 011. des Teäefomsctoe Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank 511 r Handel und Industrie, Giessen. Frn nkinrter 15i»r 3>$0/0 Reichsanleihe . . 91.40 3% do. . . 82.25 3>i °/0 Konsols . . . . 91.50 3% do 82.20 3>£°/o Hessen 90.50 3>j °/0 Oberhessen . . . 91.50 4% Uesterr. Goldrente. . 98 60 4*/6% Uesterr. Silberrente 99.10 4% Ungar. Goldrente . . 93.60 4-6 Italien. Rente . . . 104.00 3% Portugiesen Serie I . 61.40 356 Portugiesen „ 111 62,70 4>6°/0 russ.Staatsanl. 1905 94.85 4 XA "/0 japan. Staatsanleihe 88.00 4 56 Conv. Türken von 1903 95.70 Türkenlose 150.60 4 56 Griech. Monopol-Aul.. 48.50 4 56 äussere Argentinier . 85.75 3°/0 Mexikaner . . . 66.00 4>6 °/o Chinesen .... 96,30 Aktien: Bochum Guss 220.75 Buderus E. W 112.00 Tendern: behauptet. Berliner Börse, : Canada E. B 155.70 Darmstädter Bank . . . —.— Deutsche Bank .... 233.00 Dortmunder-Union C. . . 62.00 Dresdner Bank Tendenz: schwach. se, 16. Mai, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . • 121.* Elektnz. Schuckert . . • H0.V Eschweiler Bergwerk . . 207.5t Gelsenkirchen Bergwerk . 194.0t Hamburg-Amerik. Paket!. 110.00 Harpener Bergwerk. . • 1980 Laurahütte......212.01 biordd. Llojd . . . • • Obeischles. Eisen-Industrie lOO.u Berliner Handelsges. . ■ A.ü Darmstädter Bank . . . 124.« Deutsche Bank .... Deutsch-Asiat Bank . . Diskonto-Kommandit. . • 1^-^ Dresdner Bank .... 1^»7 Kreditaktien . . • • • l98,0 Baltimore- und Ohio- . Eisenlahn Gotthardbahn < Lombard. Eisenbahn . . ‘ Uesterr. Slaatsbaim . . • Pnnce-Henn-Eisenbahu • 5. Mai. Aulangskurse. Harpener Bergwerk. . • j Laurahütte 4i 1 Lombarden E. B. . • • - • ’ , Nordd. Lloyd .... • , lurkenlose 8 Nun prangt der Waid im jungen Grii« und alle Welt pilgert hinaus. Aber man wagt da * . zuviel, man erhitzt sich und erkältet sich dann und ha , w i 1 1 alles gut geht, doch ein paar unbehagliche -^ge. ~ klug ift, der nimmt bei den ersten Anzeichen gleich env . I Fays ächte Sodener AiinerallPastillen —die helwnf " A beginnendes liebel ohne Umständlichkeiten und nan . 11 angenehm bekämpfen. Fays achte Sodener gehören Haushalt. Alan kauft sie für 85 Pfg. die .schachtel '’lr Apotheke, Drogerie und Alineralwasferhandlung. . MAGGI S SUPPEN mflGG|S Suppen-®'01’.!«!"— 1. Große Ausgiebigkeit, und Billigkeit. 2. Kurze Kochzeit und beguemste Znbercituug. L !? 3. Jede Sorte hat den ihr eigenen, natürlichen Wohlgeimnia Man verlange ausdrücklich MACiGl« Suppen. ■^MAGGlSffute^parsam^^c^| von Zementwaaren-& Kunststein Fabrik ßftUMATERlAUCfr 6ROSsnAHDLUM8. 5ptciAL-6eyMArT Für AusfütiRune uonßoDCnBtLAßEn , uno WanDBEKLMBünGEn '♦V -■ ■ A' 'ZK Man verlange: Aerztlidi empfohlen. Sämtliche Farben, Lacke, Pinsel 1^ ■' -.5 ■en^ ' JOIOB',' Richard Fetisch Seltersweg 83. Apfel - Wem hochfein, abgefüllt in Flaschen, bet 2740 Emil Fischbach. Viktoria-Drogerie Adolf Bieler, Marktstrasse 5. Alleinverkauf für Gießen: Otto Rathschlag, Seltersweg 71. [2340 fJSüS? Als dauerhaften, eleganten Fussboden-Anstrich seit Jahren bestbewährt, empfehle meine Bernslein-Lack-Farben über Nacht mit Hochglanz hart trocknend, lose gewogen und in Dosen. b-'**2 LsüZK'NMW 5i Beleuchtungskörpern, Gasherden, Gasbadeöfen, Banne» und sonstigen Gas- und Wafserleitungsartikeln gil herabgesetzten Preisen. Besonders günstige Gelegenheit zu vorteilhaftem Einkauf, infolge günstiger Llbschlüfse. lllizv ü-zvjtt doch Di i oiii d nur older 6rto tu brr & .tlOiji tic pichte ßank Für1! ioo eut hr. J.16IM _ uejM ■ ■ y- cken ■ ■ M''-'.. gwerk- ■ 2 Motel! genücn d» il'lobkr «| geje^en ca M uniß; VOIOU^ delsg» • N ■ • 'ü ik - -' '> .N ' jö ik ■ ■ ' ’ii Giessener Konzertverein Neuntes Konzert. Kammermusik-Matinee Sonntag, den 17. Mai 1908, vormittags II Uhr ======= in der neuen Aula. — Ausführende: Fräulein Marie Gross, Konzert-Sängerin aus Pforzheim. Herr Adolf Rebner, Violine. Herr Johannes Hegar, Violoncell. Herr Prof. G. Trautmann, Klavier. Trio op. 110 in G-moll .... R. Schumann (zum 1. Male) Lieder ...... von Schubert u. Schumann Sonate für Klavier und Cello in D-dur . W. A. Mozart (Sohn d. Meisters) (zum 1. Male) Lieder . von Brahms und Wolf. Trio op. 70 in D-dur .... Beethoven. vn/5 F.intriftskArten • I- Platz Mk- 4-~ n- Platz Mk. 350, HI. Platz Mk. 250 IV. Platz Mk.2.-, rauilinsnai LCII. Stehplatz Mk. 1.50, Studentenkarten Mk. L-, Kl. Partitur-Ausgabe, sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nachf.) Telefon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und an der Kasse zu haben. Gültigkeit haben alle Karten. Bad Brückenau pekie tnaii- durch Verwaltung des Kgl, llineralbades Brückenau. Eisenbahnlinie Elm-Gemünden Lokalbahn ab Jossa. I Berühmte Specialärzte. ,T _ Prächtige, waldreiche Umgebung. Vorzügliche Kapelle. Reunions. _______Prost Kgl. Kurhaus Neues modernes Hotel mit weiteren 9 im kgl. Kurpark gelegenen, vorzüglich ausgestatteten Logir- häusern. Elektrische Beleuchtung. Vorzügliche Verpflegung. Pension. — Sehr solide Preise, ss18/« Kgl. Bayer. Mineralbad. Saison 1. Mai bis Mitte September Spezlalbad'fUr Harnleidende seit Jahrhunderten medizinisch bekanntes Stahl-u.Moorbad wprnr« rypr Onellp her von-agend heilkräftig beiharnsaurer »V cl Ilttl Acl ßiathese, bei Gicht, Nieren-, Stein-, Gries- u. Blasenleiden. Stahlquelle erprobt gegen Blutarmuth, Frauen- u. Nervenkrankheiten- Sinnberger Quelle bewährt bei chronischen u. akuten Katarrhen des Rachens, Kehlkopfes etc. Zur 88i8»i Jagdrad 1908! Vie feinste deutsche marüe« Vor Ankauf eines Rades verlangen Sie unbedingt unseren grossen Hauptkatalog, welcher äusser Fahrrädern, Motorfahrzeugen, Nähmaschinen, Haushaltungs- maschinen eine aussergewöhn- lieh grosse Auswahl in allen Fahr- radzubehör- und Bestandteilen ■.sowie Sportartikel enthält bieten beim Einkauf die grössten Vorteile l Deutsche Klaffen-u. ffiBr Wrad-Fabriken, MöGW Kreiensen 584. empfehlen in großer Auswahl Tennisschläger Tennisbälle und -Netze Battständer, .Hängematten von Mk. 1L5 an bis 5. d. feinsten Diabolos von 50 Psg. an Ballschläger, Fußbälle Rucksäcke Feldflaschen, Froschhäuschen Gartcngeräte, Schubkarren Sandformen Schmetterlingsnetze Botanisierbüchsen Leiterwagen in allen Größen Puppen-Sport- und Liegewagen Croquetts Fliegende Holländer re. re. Moritz GregmLW Äveuzplatt 14. (2879 Kinder-Sportwagen verkaufen zu jedem annehmbaren Preise. Den geeinten Tomen zur gest. vlachricht, daß ich am 18. Mai, Roonstratze 36, Part., einen Weißzeug-Kursus eröffne. — Gewissenhafte Ausbildung im Zuschneiden, sowie in der Anfertigung von Wäschegegenständen aller Art. Aufnahme am 1. und 15. jeden Monats. Anmeldungen nehme auch jederzeit in meiner Wohnung (alter Friedhof) gerne entgegen. Hochachtungsvoll 2961 BSarie Lobes*. Ingenieur 1. Brinkmann Onstallalionsbureau Giessen, Bahnhofstr. 56 Spezialgeschäft für elektrische u. maschinelle Anlagen jeder Art. Für Betriebsstörungen ständige Betriebswache Tag und Nacht. Zwecks technischer Beratungen stehen Ingenieure zur Verfügung. Lloyd-Motore und Dynamos der Norddeutschen Maschinen- und Arniaturen-Fabrik, G. m. b. H., Bremen-Hastedt. General-Vertreter für das Grossherzogton Hessen. Billigste Bezugsquelle auch für Wiederverkäufer. 03882 Telefon GM. Telefon 681. Minier fompL schon ä Mk.60.- Pnenmatik-Mäntel ä Mu 3.20 Gute zweiteilige Lnstschlänche & Mk. 2.20 Taschetwnmpeu ä 9)tL -.60 schöne Juhpnmpen ä Mk. L- u. f. w. Job. Fr. Schaai ______Wellfteiustrabe 44. P8* Elegante [2967 Kinder- Kleider in Kimono, Matrosen Blusen, Hänger und Bubcnkittel in Mouseline, §rlciderstofie und G attun in grob. Auswahl au sehr billigen Preisen. Auch lasse die» selben chic u. elegant cmfertinen, unter Garantie für tadellosen Sih. S. Sammet Bahnhofstrasse 8. Ford. Zimmer in Lieh. (D^/.o Erste Taumis-Cognac-Brennerei fritz Wlkr Söhne hsmvurg y. d. I). • • Eegülvdet im .1/1 Flasche M. JUSO. .2.40, 3.—, 4.—, 5.^ * y^‘l/2iF13Scheurveihältnissmässig. , " Preise stehen -auf den Etiketten, j Niederlagen in Giessen: Gefcr. Adami, Mäusburg; Wüh. Haas, Bleichstrasse: 1 h, Schwager Söhne, M&rktpl.; Carl Jekel, Marburgerstr. ferner bei: W. Brück, Wissmar; Aug. Seibert, Wieseck; Hch.i Schmidt, Heuchelheim; Wilh. Jung VIH in Klcinlinden. i önsere-DeiliUite.jjfld ür imserer Breimrtl aas. gesundan bMMieü und dtotschefl Weinen gebrannt Ausstattungshaus I. Ranges Kunstgewerbliche Werkstätte für einfachste und vornehmste Wohnungseinrichtungen Rehestes u. grösstes Möbel- Geschäft Oberhessens. Ctnl Vorteilhafte Bezugsqucllc rua alle Bau- u. Kanalöau-ArtikeL ZUMMWWs UE6IG5TRA5SC X AH RieGELfTAD. N1U6NB6TRIS0 : AN OBN BAHNHÖFIA TH. BRÜCK Grossh. Hess. Geschäftsgründung 1858 Hoflieferant ------- Telephon 373 -------- 100 Zimmereinrichtungen. 10 Schaufenster. Lieferant der Fürstenzimmer Zell-Romrod u. Bad-Nauheim, Foyer-Möbel des Stadttheaters, Inneneinrichtung Neue Aula. Höchste Auszeichnung für kunstgewerbliche Leistungen (Inneneinrichtungen) Oberh. Gewerbe-Ausstellung 1898. Lieferung franko Jeder Bahnstation evtl. Wohnung. = MOEBEL-FRBRIK Blusen in Wollmousseline, Batist, Kattun neueste Fagons Mk. 10,50, 7.25, 5.95, 4.20, 2.00, Riesige Auswahl! Doppelte Rabatt-Marken! Doppelte Rabatt-Marken! A. CrOldscSsOBfidt SehM^sü:^asse 6 Schulstrasse 6 Giessen EE2 ausgeführt von der gesamten 318t' Eintritt 40 Pfg.. Anfang 4'/r Ehr. NB. Jeden Donnerstag nachmittag Konzert! SIM Beleihung aller Wertpapiere. Coupons-Einlösung 4 Wochen vor Verfall 04186 Durch die glückliche Geburt eines kräftigen Dich- NB. Habe auch ein Billard oufgcftcllt. 04198 Mädchens wurden hocherfreut Dr. Waldeck u. Frau Minna geb. Jughardt ze* *ou-UUB..... Rockenhausen (Pfalz), den 15. Mai 1908. me Im h SilllPfkipt Shampoonieren 10b OllljOl I1IÖ0 (Damen-Kopfwäschen mit Trockenappart I II autzergcwöhnlichen Preisen. Besonders an H n Schuhwarenhaus Schuhmachermeister Goßtegos nnd Aristokrat. 3116 ft tt ft ff ff ff ft ft ft ff Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 un(er Leitung des Grossh. Musikdirektors C. Krausse. Discont, Konto-Korrent und Scheck-Verkehr für Industrielle, Geschäftsleute und Private. • 5.— 3.50 6.75 1.50 6.— 7.50 10.50 7.50 Annahme verzinslicher Bareinlagen auf kürzere und längere Zeit An- und Verkauf von Wertpapieren an allen Börsenplätzen zu günstigsten Bedingungen. vvn 60 Psg. an empfiehlt Hermann Moos Lvwcngafse 22. |.N w ™ ilfl old fiii (jültung ka ■ Äug z»r E 2er kc M aus Pe z.-deute, aut MMeukuiif! I -M - SB- IÄ bisher Luchnichts empfehle: von Mk. Lows Mßootz Installation u. Spenglerei Jr 2er Ri Mtbest \ tot dem ■ Zur Kieioiasäkrone. *G-uten bürgerlichen Mittagstisch und 1.25 Damen-Handschahe, kurze Mk. 1.25, Pfg. 90, 78, 55, 32 und 20. Kinder-Strümpfe, geringelt und glatt Pfg. 90, 78, 68, 58, 45, 35, 25 und 18 Kolossmsm liessen Walltorstr. 36—38 (früher Cafe Leib) Telesou 644 Spezialitäten-Theater I. Ranges. Heute Samstag, den 16. Mai Vollständig neues Programm. Stürmischen tzeitttkeitsersolg rufc"Ba^,ce™^ ■ Jackson, der Vagabond auf dem ^wcirade (vom Albert Schumann-Theater in Frankfurt a. M.) Scholze aus dem Orla-Tale, der beste Bauchredner, Steidel Duo und die anderen Künstler hervor. Ab 20. Mai: Gastspiel Salome. Sonntag, den 17. Mai: 2 große Vorstellungen, 4 u 8 Ußt S-Ä Wdetc krühschoppen-ziorstkünng nachmittags 4 Uhr ermäßigte Preise. M-Militär auf allen Plätzen halbe Preise Im vorderen Nestaurant Familien-Konzert des 042üi österreichischen Damen - Orchesters „Immer Fidel“ 'OS- Eintritt frei. ~W Bier 12 Pfennig. Es ladet ergebenst ein Alirert Rappmann, Direktor u. 3n(iaber Herren-Socken, in Wolle, Macco und Baumwolle Mk. 1.80, 1.15, 98, 78, 65, 48, 35, 25 und 18 Pfg. Damen-Beform-Schürzen, Hausschürzen, Kinderschürzen, Korsetts, Herren-Kragen Hemden, Unterzeuge, Krawatten etc. aie/6 Beste Fabrikate ! ABIerbiäSigste Preisei Im Räumungsverkaui für Gürten ?c. liefert Firma Emil Horst, Riegclpfad Telephon 26. 12493 empfiehlt sich Hermann Plank Svez. Damen - Frisier - Gcscha Kaplansgasie 2.__,, Sonntag, den 17. Mai 1908 Grosses G-artsBi-Hosizert Wechsel und Zahlungen auf alle Platze des In- und Auslandes. Verlosungskontrolle aller mir auf gegebenen Effekten- Nummern unter Garantie. Uebemahme von Wertpapieren und Dokumenten in sichere Aufbewahrung und Verwaltung. Vermietung feuer- u. diebessicherer Privattresors (Safes) unter eigenem Verschlüsse des Mieters in meiner grossen Stahlkammer. Bereitwilligste Auskunftserteilung über alle das Bankfach berührenden Fragen. Götheftraße 35 verlegt habe und halte mich auch hier in allen in mein Fach einschlagcnden Arbeiten bei bester und billigster Bedienung angelegentlichst empfohlen. Hochachtungsvoll Mein! MpMIi billigen Preise bis Wei braune Damen-Knops- u. Schnürstiefel Schnür und Spangenschuhe Herren-Stiefel Kinder-Knopf- und Schnürstiefel Gewähre auf alle anderen Schuhwaren bis Pfingsten 10% Rabatt. L. Bernhardt Bodheim a. B. Gasthaus zum goldenen Becher. L&E'ffÄUüFOErt ISiedleEi Stopf Ländlicher Aufenthalt für Erholungsbedürftige. Pensionspreis 3%—4 Mark. Für ganze Familien Spezialbedingungen. Beste Verpflegung. [2956 Pension „Zum Framlliar Keine Motten mehr! b. Gebrauch von Falkonin. Falkonin treibt jebe Wiotte aus. Falkonin zerstört die Brut. Falkonin riecht angenehm. Falkonln ist saub. im Gebrauch. Falkonin gehört in jeden Kleidcrschrank. Echt t.Paketcn zu 10 und 28 Psg. nur in den Drogerien von (2390 Ad. Bieler, Carl Seibel, Gustav Walter. P fe* schwarze Boxcals-Knopf- und Schnürstiefel „ Herren-Boxcals-Schnürftiesel „ Chev.-Herren-Schnürstiesel Nahmenarbeit Chevreaux-Damenstiesel Hadkluh Teutonia, Giessei fhesftosg mit Tanz nach Heuchelheim (Ludwigsburg).. Freunde und Gönner des Vereins herzlich willkommen. 3111 Der Borstand. K"j«i J'toetbcn lyl^nbeii ‘ 5ri,'d)er u’J nid betl > die h?l* tü K?s Geschäftr-Verlegung Meiner werten Kundschaft, Gönnern und Nachbarn die ergebene Mitteilung, daß ich mein Geschäft mit dem heutigen Tage von Bahnhofstraße 34 nach meinem Hause 312a Nur kurze Zeit. Juxplatz an der Lahn . Circus Waltenda Samstag abend 8 Uhr Eröffnungsvorstellung. 40 bteK Pferde, Hunde, Esel, Tauben u. s. w. Erstklassiges Persona! Wechselndes Programm. Sonntag 2 Vorstellungen uachm. 4 Ubr und abends 8 Uhr llauptvorstellung. 04166 1.95, 1.45 Damen-Handschnhe, lange Mk. 1.50, 1.25, Pfg. 98, 78, 55, 45 und 38 Hamen-Strümpfe, durchbrochen und glatt Mk. 1.85, 1.40, 1.25, Pfg. 90, 78, 65 u. 38 Schulstrasse 10 — Telephon 435. W Alleinverkauf der Weltberühmten Ilaria- Stiefel sowie Gloßmanns Normal-Stiefel l Tie Abc Wie vier Adg » Mg im Mi g Gongten, vi Muflerlehn H ? laffcn. T W ÄjW zu I * auch j Langen roi [ Cha Mck reiche j ^rhaslct I* erklär! chinesischc IW einge Ehineji WAtt aus Sk W^Rann; W'"3lipan^ W^ haben ihi W|! die Provi ■3 nut öOO ■'^Strbinbui WA» Eisei bui Bwt Regj B'^ngen au putsch M yerald" W^äriegv,! ■ s ü“ 2 I 2i?W ■ r?ie Q in iWhaber ■ Franc i Krieg- ■ fitWÜefl 1111 ' rer de ■ intet dem W iul ■ ' Moion ■ jtf iouot’in Kj cai Lva I w deutscher M Tic angi Iz-le-ren. ■ Daten em Ick habe'. ' I -livricht de .........................- Neuheiten in Damen - Schürzen jeder Art. Oanlier tirier - Märze» entworfen von Professor Christiansen empfehlen (2621 C. Röhr & Co. Kiieiolograpb Morgen ganz neues grossartiges Programm. \ jeden Mittwoch extra Kindervorstelinng Liebigshöhe. Sonntag, den 17. Mal 1908 Militär-Xotzert ausgeführt von der Militär-KaPeUe Nr. 116 aus Gießen. 8®“ Freier Eintritt . wozu einladet Gastwirt Eton.. In meinem Ausverkauf 3136 eine Partie la. Zuöwensensen kleine Eisenwaren etc. um schnell zu räumen, sehr billig. Fr. Müller jr., Neustadt 41. H Telephon 527 V Telephonischer und telegraphischer Kurs-Bericht der Börsen von \ Frankfurt a. Main, Berlin, Wien, London, Paris, New - York Persönliche Vertretung an der Frankfurter Börse durch meine Frankfurter Niederlassung. Grosser Räumnngs-Verkauf in farbigen tarn- ii. DamensMen ii. Bein ■ taisselinlie u. Bel, elc. BamchStrauss, algsahäft GegründetIseTwt MARBURG FRANKFURT a. M. GIESSEN 33 Gegründet 1866 Telefon 209 GieSS©n$ AHceStraSSe 2 Telegr -Adr.: Bankstrauss zu o