158. Jahrgang Erstes Blatt Heben Schisfl l zösischen Flotte öffentlich ru rügen. Auch Mord mr icfiaant. Tas I Hause Steinheil erhält noch immer die (jran^ofen und da^ie Welt recht unnötigerweise auch einige deutsche Zeitungm m Die heutige Nummer umfaßt 22 Seiten. (Dienstag und Freuag»; zweimal moiintl Land» wnlichasUictzeSettsragea Ferulpiech - Slnldiliifie: fui Oie Sledaknon 112, tlerlag u. (fcipebition 51 lUrctte Nir Teppichen: «nzclger «ictzcu. Annahme oon Snjetgew tüi Oie iagesmimmet bis oormttuifls 10 Uhr. politische Wochenschau. Gießen, den 12. Dez. Samstag 12. Dezember IVOS ve,a g»vret): Monallich75D^ viertel- Nr. 293 Ter Stetzener Bnjelget erldnini täglich, miiiet Sounlags. - Beilagen: viermal wöchenNich -r vorgcltrigen Sitzung des Deutsche» Ueich. Prinz Leoporu u o n Bayern utyci)! am 13. Dezember sein bOjähiigoS Mililürjubiläum; aus diesem Anlaß waren aus Preußen und C-cftcrrcid) melnrre Offi^ierS-Deputat Ionen zur tio- giüßung in München eingetwfsen. . Aus der Ostmark, ^xe Oerrschafk Doze ero und WySiaw>ce mit ben Gütern Jarwwo und Ändrzykole, 4000 gen groß, bei Groba gelegen und dem Fürst Wiwlt Czartorhsik-Parts gehörig, ist in den Bestb von Martin Biedelmann übergegangen. Per Kauspreis soll 150 000 Mark betragen. Der Entwurf eines Ban kgesebei ist dem BundeSral zugegangen. Der Enmmrf mW sm> die Ergebniiie dec Banken- quctc in vollem Umfange zunutze und tnnt glciäMittg l^rsorge, tx»B der Sa «uh der Reichsoank für britische o^itcn nach Tunlichkeit verstärkt wird. . ««. Kultusminister Dr. Holle verlaßt am 11. d. x'C. Meran, um den Stcft seines Erholungsurlaubs am Gardasee zu verbringen. Dr. Holle hofft, Mitte Januar wieder ferne Amts- Geschäfte in Berlin aufnehmen zu können. Ter deutsche Botschafter in Nom. 2?« ine Allg. Ztg." mitteilt, beabsichtigt der deutsche Bolscl-aster m Ront, Graf Monts, im Frühjahr konnnenden Jahres m den Ruhestand ju treten. Zu seinem Nachfolger ist der derzeitige Gesandte uü Luxemburg, von Jagvw, in Aussicht aenommen. Ein Weihnachtsgeschenk oes Kaisers. Offiziös^ meldet die „Nvrdd. Mlg. Ztg.": Eine tmslandi)eye Ze.tungs- mcldung, wonach sich unter den Gepäckstücken, die von Hatcn^ arbeitern in Jaffa inS Meer geworfen wurde», auch das -üSeifr* nachtSgcschcnk dcs Kaisers für daS deutsche .^ranknhaus ut -de» rusalem befunden haben sollte, stellt sich als falsch heraus. DaS Eaiier.Lire 6Zcfa>nk ist unangeta,tet geblieben. e Ein Dementi des russischen Botschafters. Dut „Nordd. Allg. Ztg." schreibt ofnziös: Ter russtiche Bot.chaster Gras vsn der Oskn-Sacken erklärte dem Staatssekretär v. Sclwn, daß die dem russischen Minister des Aeußern, Iswolski, nach dem Bericht eines deutschen Blattes In einem Zeitungs-Interview in den Mund gelegte Aeußerung: Deutschlands Haltung m der Balkans rage mache ein förmliches Bündnis zwiscycn '/tuchand und emoianD nötig, von Herrn JStnE niemals weder in btejc^ noch ähnlicher Form getan worden sei. führen zu lassen. . . In Frankreich hatte man nicht wenig Neigung, den ungebetenen Gast des Landes zu verweisen, aber schließ- lieh hat man in der Nachbarrcpublik augenblicklich Wichtigeres zu tun, als sich mit einem Castro überhaupt einzulassen. Noch vor wenigen Tagen erzitterte das Kabinett Clemenceau wegen einer verhältnismäßig ge- ciugfügigen Sache, wegen der Verabscl/iedung des Admirals Witterung sind die Eitern und die Erzieher rostig geworden, und was den jungen Menschen nur stille, stetige Freude ist in keuscher, harmloser Liebe, das ist den Erwachsenen Sünde. Wer die Liebe der Jungen ist stärker als die Macht der Alten, und die armen Bedrängten entfliehen der elterlichen Tyrannei und gehen in die weite Welt, vorläusig aber nur nach Mainz, denn da wird sich wohl irgend eine -teile finden. Wer die Hoffnung trog, und müde wandern ie am Rhein entlang. Köln ist ja so gro^ vielleicht ist dort etwas zu finden. — Das Mädchen, die liebe, willenstarke Baronesse, wird krank und da§ Geld geht zur Neige. Da schreibt denn der entlaufene Sekundaner an einen alten, wackeren Osfizier in der Heimatstadt, der sich fein junges Herz bewahrt hat, das auch einmal voll Jugend und voll Jugendfreude war. — Und der leitet unbeugsam alles zuw besten seines Nichtchens und ihres jungen Liebsten. Das mag genügen. Ich könnte noch so viel von dem Buch erzählen; von dummen, lustigen Schülerstreichen, von cecken Buben mit frohen, blitzenden Augen und mutigen Herzen, von kichernden Mädchen mit wehenden Haaren und süßen kühlicheu Lippen, von all dem, waS in den heißen Seelen der reifenden Menscl-enblüten schwankt und schillert in der seltsamen Lebenszeit, da Leben und Tod sich freundschaftlich bei der Hand gefaßt haben und um das junge Leben kämpfen — aber wozu j|t das Buch geschrieben? Klug und lebendig ist es geschrieben, voll Herz und Dec- stehcn, und wenn auch die Erwachsenen hier und da zu scharf beleuchtet werden, wenn auch hier und da eine wild- tiche Verzierung aufgehetzt ist, die Kinder sind so voll echten, warmen Menschenbtutes, so stark und so tapfer, so unge- bändigt in ihrer Lebenskraft, daß eS anmutet wie eine kost- lidje, reife Frucht. . . . 'Ganz andere Dege wandelt G. A. Müller in jeincm Gei Amelang erschienenen Roman „Ecce homo" aus Jesu Christi Tagen. Forschung und Dichtung vermischen sich oft wunderlich darin und es wird letzten Endes nur aus die Lebensanfckxiuungen des Lesers anlommen, wie er das Buch bewerten muß. Es ist das kein geschichtlicher Roman, aber auch fein religiöser im engen S.une — und eine Dichtung ist es wieder nicht. Bon allem diesem l)at es Teile und zii einer völligen Einheit machte td der Dichter durckr seine Phantasie, wenn Müller ein Dichter wäre. Er seht: ihm der PrometheuSsunke, der Dichter und Leier zusammen- gtutet, die Seele, die auc5 umspannt, und doch ist etwas Darin, was fesselt. Es ma-g am ienni$, tterantroorthd) füt den pohnldten Teil, General-Anzeiger für Gberheffen ■ Rotationsfrud und Verlag der vrllhl'lchen Unw.-Vuch. und SteinSruuml R. lange. NedaNlan, LrpedMon und vrn»erel- Schulstraile JlnACiflenteil H Beet hat, konnte die Katte mujt uoenoinoeu, Die zwischen mir unb dem Buche war und die durch den nicht ganz reuten unb aueq nicht künstlerischen Stil noch vermehrt wurde. Da wirkt Alfred Bock mit feiner kräftigen derben Qä* staltungslra t ganz anders. Da ist ^eben und Erde unb Luft — da st Wucht und lebendige FÜtte. Zwar paßt dep Titel „Hef en lüft" nicht recht zu dem bei Fleische! erschienenen Novettenband, ich hätte einen treffenderen gewünscht, aber der Titel eines Buches ist schließlich etwas ganz anderes wie daS Sck)ildche:i einer Weinflasche, wenn man das auch nicht einsehen witt. Eine der besten odlen des Buches ist „Der Napoleon", ein echtes, unver- künsteltes Stück bäiierlichen Lebens ohne Sentimentalität mit dramatischer Kraft wuchtig hingefetzt. Köstlich sind bie berben, yumorvollen Erzählungen, „Wie bte Grtt auj den Bräuwagen kam", „Der Backstein", „Der Stammhal- ter". Zu einer bebeutjamen Höhe aber erhebt sich bie schlichte, bis ins innerste packende Geschichte „Das Schmerzenskind", die mir einen Markstein in Docks Schaffen be*, deutet. Knapp und kurz, ohne jede Wsckweifung und ohne jeden AusentlMt gehen die Geschehnisse dahin, und die psychdlogische Begründung ist fajarf und beoeutungsvoltt wenn auch etwas kühn. Gut ist auch die letzte Novelle des Buches, „Tas seckM Gebot", aber hier ist bie Entwickelung ber Erkenntnis in ber Seele des jungen Menschen nicht so lief, wie man es erwarten könnte, obgleich gerade die außergewöhnlia,e Begebenheit sehr fesselnd ist und von, ungemeinem psychologischem Reiz. Karl Neurath« • _ Kleine Chronik ans K u n st unb Wissenschaft. Der deutfche Aerrtetag 1909 wird am 26. und 27. Juni in Lubeck flalifiuden. Die vaiwtveuauuulung des Leipziger Verbände- ist aui den 25. Juni festqefetzt. — Ter emeritierte ordentliche Proiesfor der Archueriur an der Praqer oeut- irbtn technifche » H o ch | ch il l e , Hoirak Iosei Zitek ist vom Kaiser von Oesterreich in den Sibel Hanl) echoben worden. Archuekl von Zitek ist der Erbauer dc» Aluseunis in W e i m a r und des böhnincheu Naiionaliheater» in Prag. — Tie philosopiiifche Jakulläl der ttuiveisität Breslau beichlob im Juieresfe ber iveueieu Ausbäbuug der Lpe^ial- und sZachbitbung m der mündlichen Toklorvri'iIuug statt des vorgeichnebeuen äacheS Philosophie die Aahl eines anderen JacheL zu aeflaltcn. — Proiesior ® r e b a u t in Daris, der von feiner Studienreise nach dem belgischen Kohlenrevier zuruckgekehrt ist, erklärte vor dem palhotogifchen Kongreß, fern Studium der fchlaßenden W e 11 e r fei jo weit gediehen, daß in Zutun'i die ®e- iahr schtagcnber Wetter fo gut rote beseitigt gellen könnte. i’BD'lCTtTTubS der Abgeordnete Johann StnpinsK, als er die Lokalitäten des Klubs verließ, vvn dem Abgeordneten Michael Ols- tz«vSV überfallen und mit Fanftschlägen traktiert wurde. Ter Abgeordnete Mleczko schiluA mit seinem Stock auf Olszewski mit foldjer Wucht, datz der Stock brach Die Affäre wird in der jAlubsitzung ein Nachspiel haben. Präsident Castro von Venezuela ist gestern tn Varis eingetroffen. Eine russische Anleihe. Die Reichsduma hat gestern Wit großer Mehrheit die vom Finanzminister eingebrachte Gesetzesvorlage angenommen, durch die der Finanzminister ermächtigt wird, eine Anleihe in Höhe von 450 Mrllio nenRubel abzuschließen. Au» Stadt und Land. Gießen, 12. Dezember 1908. — T ageSkalender: Etadttheater. Sonntag nach- mittag 3'/, Uhr: „Im weißen Jx56l< und «Als ich wiederkam." Abends 8 Uhr: „Die Puppeniee^ und .Kurmärker und Pikatde/ Kolosseum: Täglich Vorstellung. Heute abend, Sonntag nachnnttag und abend und die solgenden Tage: Auftreten des Ver- wandlungskünitlers Frizzo. Kinematographen-Theater: Programmwechsel. Kaiserpanorama: Programmwechset: Tie französische Schweiz. Restaurant Metropol: FamilienkonzertSonntag abend 7 Uhr. Anlaqemusik um 11V, Uhr in der Süd-Anlage mit folgendem ^pielplan: 1. Ouvertüre zur Oper .Ilka" von Dovpler; 2. Frühlingslustl Walzer von Strauß; 3. Einzug der Gäste aus „Tannhäuser" von Wagner; 4. Honneur-Marsch von Kockert. Weihnachts-Konzert des K r u s e'jchen Musikinstituts Sonntag nachm. 5 Uhr in Steine Saaldau. * ** Lehrerpers ona lien. Ernannt wurden die Lehrerin an der höheren Bürger» (Mädchen-) Schule zu Alzey, seither provisorische Lehrerin an der höheren Mädchenschule zu Mainz, Mathilde Weissenbach und die provisorische Lehrerin an der höheren Mädchenschule zu Mainz Jeane B6ro zu Lehrerinnen an dieser Schule unter Belastung in in der Kategorie der Volksschullehcerinnen. — Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Schmidt aus Bobenhausen II eine Lehrersteüe an der Gemeindcschule zu Kessel doch. — In den Ruhestand versetzt wurde der Großh. Bahnwärter in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschasi Konr. Jost zu Rieder-Ohmen. *♦ Schutz den Anlagen und Wäldern! Alle Spaziergänger, die die nähere oder fernere Umgebung Gießens zu ihrer Erholung aufzusuchen pflegen, haben wohl schon mit mehr oder weniger Dankbarkeit, oft vielleicht auch ohne gerade daran zu denken, mein sie die Annehmlichkeit zu danken haben, die vielfachen Einrichtungen benutzt, .die von verschiedenen gemeinnützigen und touristischen Vereinen im Interesse der Allgemeinheit geschaffen wurden und unsere schöne Umgebung für viele erst besuchenswert machen. Namentlich der Verschönerungsverein, der Gießener Mpenverein und der Dünsbergverein haben durch Weganlagen, Bänke, Wegmarkierungen usw. in dieser Richtung sich eifrig betätigt. Leider finden sie nicht bei allen Leuten die notwendige Unterstützung, sondern häufig direkte Schwierig- keiten. Am unleidlichsten sind für sie und alle Benutzer der von ihnen geschaffenen Einrichtungen die zum größten Teil auf gedankenloser Zerstörungslust beruhenden Beschädigungen, die fortgesetzt Vorkommen und zahlreiche Aufwenoungen notwendig machen, die sonst für Neuanlagen nutzbar gemacht werden könnten. Da das Aufsichtspersonal nicht überall sein kann, wäre Selbsthilfe des Publikums ein wirksamer Weg, um diesem gemeingefährlichen Vandalismus ein Ende zu machen. Vor allem sollten Zerstörer der öffentlichen Anlagen und Einrichtungen in allen Fällen, wo es möglich ist, unnachsichtlich zur Anzeige gebracht werden. Wenn erst einmal einige der traurigen .Helden vom Gericht einen Denkzettel erhalten haben, wirb sich ihr übler Tatendrang schon legen. Wie derartige Unfugshandlungen vom Gericht bewertet werden, zeigte kürzlich eine Sa)öffengerichtsverhandlung in Hersfeld, bei der drei dort in Arbeit stehende junge Leute von auswärts sich zu verantworten hatten, die im vorigen Sommer in den Anlagen auf „Kteins Höhe" Tische und Bänke demoliert, Pflanzungen und dergleichen mehr beschädigt hatten. Das Urteil lautete gegen den am meisten Belasteten auf eine Gefängnisstrafe von drei Monaten und drei Tagen Haft, die beiden anderen erhielten je vier Wochen Gefängnis. •• Der Alpenverein, Sektion Gießen, hielt am Donnerstag abend im Vereinslokal — Restaurant Metropol — seine Hauptversammlung unter Leitung des Vorsitzenden Prof. Hedderich ab. Rach dem vom- Schriftführer Prof. Schier holz erstatteten Jahresbericht betrug die Mitglieder» zahl der Sektion am Anfang des Jahres 130, wozu im Laufe des Jahres 13 Eintritte kamen, so daß die Gesamt- Mitgliederzahl 143 war. Gestorben sind die Mitglieder Rentner Kurz, Rechtsanwalt Dr. Stahl und Apotheker Dr. Brück (deren Andenken durch Erheben von den Plätzen geehrt wurde), so daß unter Berücksichtigung der für den 1. Januar bereits vorliegenden Ein- und Austritte das neue Geschäftsjahr mit einem Bestand von 137 Mitgliedern beginnen wird. Vorträge wurden von Oberlehrer Altendorf, Zahnarzt Jaeger, Dr. Reuning und Meteorologe Peppler gehalten. Die regelmäßigen Vereinszusammenkünfle waren durchschnittlich gut besucht, ebenso war die Teilnahme an den Sektionswanderungen befriedigend. Ter Bericht erivähnt schließlich noch die Aufstellung der Wegezeigtafel am Bahnhof. Er soll den Mit- gliedern gedruckt zugehen. Rach dem vom Fabrikanten Meyer erstatteten Kassenbericht betrugen die Emliahmen einschließlich 410,93 Mk. Kastenoorrat 1780 Mk., denen 1396 Mark Ausgaben gegenüber stehen, so daß ein Kasscnbestand von 384 Mk. verbleibt, wovon bereits 200 Alk. für einen neuen Vercinsschrank reserviert sind. Der Bestand der Hütten- baukasse ist 1213 Mk. Der Wanderplan für 1909 wird wie folgt sestgestellt: Wanderplan 1909. 10. Januar: Vetzberg—Tünsberg Hohenjotms—Bieber, 6 Stunden. Abmarsch 9 Uhr Lahudrücke. 14. Februar: Lollar- Frauenberg—Marburg, 7l/t Stunden. Abfahrt 10.22 vorm. nach Riederwennar. Sonniagskarte Marburg. 21. Marz: Wetzlar—Bielerburg—Tiauaburg—Stockhausen—Tieien- bach—Braunfels, 6 Stunden. Abfahrt 8.10 norm, nach Wetzlar. 25. Avrtl: Bieber—Frankenbach—Eiserne Hand—Robenhausen— Hein,nerich—Gladenbach, 5 Stunden. Abfahrt 8.06 vorm. nach Bieber. 15. und 16. Mai: Dogelsbergivanderung Samstag: Renzendorf— Storndorf—Meiches-Totcnktrche—Ulrichnein; übernachten bei Piannsttel. 4 Stunden. Abfahrt 2.16 mittags nach Renzendorf. — Sonntag: Hoherodslopf—Gedern—Ouenberg. 6 Stunden. 20. Juni: Marburg—Rimberg - Buchenau—Katzenbach—Johannis- berg—Biedenkoph 7 Stunden. Abfahrt 5.38 vorm. Sonntagskarte Marburg. 11. Juli: Gladenbach—Römershaufen—Wilhelmstein-Tringen- stein—Herborn, 67., Stunden. Abfahrt 5.58 vorm. nach Gladenbach. Ankun't dort 7.01 vorm. 1. August: 17,tägige Knüllwanderung: Ziegenhain—Schwarzenborn—Knüll—Oberaula—Herzberg—Alsfeld. Abfahrt Samstag, 31. Juli, 12.05 mittags über Treysa nach Ziegenhain. Ankunit dort 2.25 mittags. 26. September: Aumenau—Villmar—Rodensteiner Lay—Runkel— Schadeck-Sleeten—Dehrn—Tiettirchen-Limburg,6 Stunden. Abfahrt 7.20 vorm. nach Aumenau. 24. Oktober: Butzbach—Hausberg —Zieqeubeiq—Winterstein—Bad- Rauheini, 5 Stunden. '2ibfnbrt 10.08 vorm. nach Butzbach. 14. November: Wetzlar — Laufdorf—Bombaden—Philipps!ein— Weilburg, 5 Stuuden. Abiahrt 10 vorm. nach Wetzlar. 12. Dezember: Garbeutelch—Jägerv^ad—Kloster-Arnsburg—Lich, 4 Stuuden. Abfahrt 2.16 mittags nach Garbenteich. Die Markierungen sollen überall, wo es erforderlich ist, aufgefrtscht und ergänzt werden, die Arbeiten werden in dankenswerter Weise von verschiedenen Seltionsmitglicdern freiwillig übernommen. Bezüglich der Verwendung der Schreiderstlftung wird der Vorstand ermächtigt, sich mit dem Verschönerungsverein in Verbindung zu setzen, damit möglichst der von diesem geplante Fußweg längs deS Klingelbachs bis zum Nizza als .Schte.bcrweg" bis zum alten Schiffenbergcr Weg fortgesetzt werden kann. Der seitherige Vorstand, bestehend aus Prof. Hedderich, Vorsitzender; Prof. Schierholz, Schriftführer; Fabrikant Meyer, Rechner; Kaufmann ©aner, Tourenwart; Prof. Schaumann, Bibliothekar; Kommerzienrat Schaffslaedt und Karlfmann Waldschmidt- Wetzlar, Beisitzer, wurde durch Zuruf wiedergeivählt, womit die Tagesordnung der anregend verlaufenen Versammlung erschöpft war. ** Stadttheater. Nochmals sei ganz besonders auf die morgige Abendvorstellung hingewiesen, die als besonderen Anziehungspunkt das Ballett „Pupp en fee" in gänzlich neuer Ausstattung bringt. Auf verschiedene Anfragen sei mitgeteilt, daß die „Puppensee" wegen der hohen Ausstatlungs- und Aufführungs.osten zu Volkspreisen nicht gegeben werden kann. ** Kunst verein. Durch einen vollständigen Wechsel der Gemälde, den die Ausstellung am Brand noch vor den Feiertagen vocnahm, werden die Mitglieder und Freunde des KunstvereinS aufs neue zu ihrem Bestich veranlaßt. Hat doch die diesmalige Ausstellung u. a. wieder zwei interessante Kollektionen aufzu,veisen, die eine von dem hier gern gesehenen Künstler Peter Bayer-München, die 18 meist größere Bilder ausweist, und die andere 25 Bilder umfassende Kollektion von dem Karlsruher Künstler Ernst Eimer, llnter den Münchener Künstlern, die die Ausstellung beschickt haben, befindet sich auch der bekannte Porträtmaler Lazai Bin en bau m mit Porträts Kaiser Wilhelm II. und Papst Pilis X. Ferner befinden sich noch unter den nahezu 100 ausgestellten Werken, worunter auch die einheiitrischen Künstler W. Barthel, Marie Felchner und Ottilie Kowarzit vertreten sind, sehr beachtenswerte Gemälde, sodaß die gegenwärtige reichhaltige und interessante Ansstellung auch während der Weihnachtszeit auf einen außergewöhnlich regen Besuch rechnen darf. — Bei der heute in D a r rn st a d t stattfindenden Verlosung gelangen außer Kunstgegenständen auch Anrechtscheine über 500 blS 50 Mark, im ganzen über 5000 Mark, zur Verlosung. Die sogenannten Aurechtscheme berechtigen und verpflichten den Gewinner, innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten für den betreffenden Geldbetrag Kunstwerke, die im Kunstverein ausgestellt sind, zu erwerben. Las Resultat der Ziehung wird ant Montag an dieser Stelle bekannt gegeben. ** Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Tie Gesellschaft kann seit August d. I. auf eine fü n fu n d si e b z i gj ä h r i g e Tätigkeit zurückblicken. Da aber ihr eigentlicher Geburtstag in die Sommer- ferien fiel, hält sie erst jetzt, am Mittwoch, den 16. Dez., abends 8*/2 Uhr, eine Jitbllämnssitzung, verbunden mit der Generalversammlung beider Abteilungen ab. Herr Professor Henneberg wird ans diesem Anlaß einen Rückblick auf die Tätigkeit der Gesellschaft geben und Herr Pnoatdozent Uüct wird hernach über die Entwickelung und den gegemvärtigen Stand der Funkentelegraphie sprechen. Auch soll der Rech- nnngsbericht in dieser Versammlung gegeben werden. ** FreisinnigerVere in. Die für Montag angesagte Mon atsVersammlung, in der Oberbibliothekar Dr. Ebel über die hessischen Landtagswahlcn sprechen wollte, mußte verschoben werden. ** S ä n g l i n g s f ü r s o r g e. Den Darrnstüdier Beratungen, bic am Donnerstag zur Begründung einer hessisch. Zentralstelle für Süuglingsfürsorge führten, wohnten aus Gießen außer den gestern genannten Herren noch Professor Dr. Walther (der anch an den vorbereitenden Ausschusi- beratr.ngcn tätigen Anteil nahm) und Geh. Medizinalrat Dr. Haberkorn bei. ee Oie Mansardendiebe, die am 9. I. Mts. hier in der Hosmannstiaße den Einbruch begingen, sind ermittelt und einer davon ist bereits in Offenbach in Hast genommen worden. Die zwei Burschen waren am Abend vorher von Kassel hier zugereist, nächtigten hier, begingen dann am Vormittag den Einbruch und reisten sofort nach Offenbach. Tort wurden sie bei einem Mansardendiebstahl auf der Tat ertappt; einer konnte festgenommen werden, während cS dem anderen gelang zu entkommen. — Diebstähle. Einem hiesigen Einwohner wurde vor einigen Tagen em Brillantring aus seiner Behausung gestohlen. Der Ring besteht aus einfachem Goldreif mii hochgefaßtem Brillant von 4 bis 5 Millimeter Durchmesser und hat 500 Mark Wert. — Billige Kohlen verschafft« sich eine Fran dadurch, daß sie sich solche auS dem Keller eines Mitbewohners tn den ihrigen brachte. Sie wird sich deshalb luegen Diebstahl zu verantworten haben. •* Renitenter FortbildungSschüler. Vorgestern abend erschien zur Fortbildungsschule ein Schüler m angetrunkenem Zustande. Als er von dem Lehrer zur Rede gestellt wurde, schlug und trat er nach thm, so daß ein Schutz- mann geholt und dec Bursche in das Hastlokal gebrächt iverdcn mußte. ” Sie Maul- und Klauenseuche ist auSgebrochen in Gut Marienhos, Kreis Kattowltz (Regierungsbezirk Oppeln). — Watzenborn, 12. Dez. Morgen Sonntag den 13. Dezember feiert der Gesangverein H a r ui o n i e jein zweit. ( Stiftungsfest, verbunden nut GefangSvorträgen, Konzert, Theatcrauffnhrungen uub Verlosung. DeS reichhaltigen Programme? wegen beginnt daffelbe abends 6 Uhr. ? Hungen, 11. Dez. Bei den Abhebungsarbeiten des fog“ Zwengers beim alten Brauhause zwecks Erbauung einer Straße verunglückte heute morgen der Unternehmer Joh. Fuchs von hier dadurch, baß eine große Erbmasse ins Rutschen kam unb ihn unter sich begrub. Zum Glück konnte er von anderen Arbeitern rasch heraus- gefchafft werben, so baß er mit einer Verletzung der Kniescheibe bavontam. Sonst ist bei bem Erdrutsch, der leicht ein größeres Unglück herbeisühren konnte, niemand verletzt worben. Der enistanbene Materialschaben ist unbebeuteno. Schlitz, 11. Dez. Wie man erfährt, ist bem seitherigen Pächter ber im Gräflichen Schloßgarten gelegenen Hallenmühle das Pachtverhältnis auf den 1. Dezember 1909 gekündigt, da die S t a n b e s h e r r s ch a f t bic Hallenmühle Aur Errichtung eines Elektrizitätswerkes für bas Schloß unb ben Oekonomiebetri.es' verwenden toitL Dem für Schlitz geplanten stübtischen Elektrizitätswerke geht baburch ein bebeutenber Abnebmer verloren, trotzbem bürfte, wenn nicht ganz befonbere Schwierigkeiten sich noch anber- rocitig ergeben sollten, bie Erbauung Der stäbtischen elektrisch. Anlage boch gesichert sein, ba nach ben angestellten Verbrauchserhebungen, bie bereits eingegangenen unb noch zu erroartenben Anmelbungen bie Rentabilität des Werkes sichern. Die Stanbesherrschaft hat übrigens schon vor Jahren bie ihr gehörige Schneidemühle der Gemeinde Schlitz für einen sehr annehmbaren Preis zu der projektierten städtischen elektrischen Zentrale zur Verfügung gestellt, bie Gemeinbe hat jeboch noch keine Entschließung getroffen, ba man zunächst bie Fertigstellung bes Projektes au martert muß. ----- Krofdorf, 12. Dez. Der Vortrag des natio- nalliberalen Vereins sindet morgen Sonntag statt. -l. Krofdorf, 12. Dez. Tie hiesige Musikkapelle veranstaltet zugunsten ber Verunglückten auf Zeche Rabbod am morgigen Sonntag abenb auf ber Burg Gleiberg ein Konzert. Marburg, 11. Dez. In einer Delegierten-Vrrsamm- lung der hiesigen Gewerkschaften wurde folgende Re- iolution angenommen: .Die Gewerkschaften Marburgs protestieren ganz energisch gegen das Verhalten des Magistrats der Stadt Vlarburg a»iläßlich der Vergebung der städtischen Notstandsarbeiten. Trotz der hier herrschenden Arbeitslosigkeit werden bei den Arbeiten zum Städtischen Gaswerk vorzugsweise Ausländer beschäftigt. Seitens anderer Städte hat man hohe Suinmen zur Beschäftigung einhelmischec Arbeiter ausgeworfen; in Vlarburg jedoch läßt man städtische Arbeiten nicht nur von auswärtigen, sondern bedauerlicher Weise sogar von ausländischen ^Arbeitern auSsühren. Die organisierten Tlrbeiter Marburg? al? steuerzahlende Bürger ersuchen die Stadtverwaltung, schleunigst Aenberung eintreten zu lassen und der hiesigen Arbeiterschaft vermehrte Arbeitsgelegenheit zu schaffen.^ FC. Frankfurt a. M., 11. Dez. Fleischpreise. Vom 12. Dezember ab kosten laut Bestumnuug der Fleischer- innung das Pfund Ochsenfleisch 80 Pfg. (seither 85 Psg.), Hammelfleisch 75 Pfg. (seither 85 Psg.), frisches Schweinefleisch 80 Psg. (seither 75 Pfg ), Frankfurter Würstchen und frische Bratwurst 1 Mk. (seither 90 Pfg.) Hauptversammlung der landwirtschaftlichen total- verein? Gießen. △ Gießen, 11. Dez. Im Lenz'scheu Felsenkcller tagte gestern nachmittag von 4 llhr ab der Lokalvereiu Gießen. Der Verein ersttcckt sich über den gesamten Kreis und zählt czt. 400 Mitglieder. WclÄ großes Interesse man in den Kreisen ber Landwirte den beiden Referenten entgegcnbrachte, zeigte ber zahlreiche Besuch der Versammlung und die fast vierstündigen Verhandlungen. S.c gatten zwei für den Landwirt äußerst wichtigen 'Fragen, nämlich der Feldbereinigung unb der Gemeindcsteuerreform. llnter den zahlreichen Gästen befanden sich u. a. die LandtagSabgg. Leun-Großen-Linden und Lutz-Elpenrod, ferner die Gießener Stadtverordneten Helfrich und Löber. Ter Vorsitzende, Oekvnomierat S ck l e n k e, betonte, daß bezüglich des hessischen Feldbcrcinignngö- versahrens wiederholt Klagen geführt worden seien; wo die Mängel und Mißstände liegen, möge das heutige Referat und die an* schließende Aussprache ergeben. I. Keiser-- Gießen ergriff hierauf das Wort zu dem Vortrag „Tas preußische Feldbereinigungs- verfahren im Vergleich zum hessischen". Der Referent war früher in Preußen ansässig und hat bet den preußischen Feldbereinigungen als Sachverständiger mitgewirtt. Er schlldcrt im wesentlichen das preußische Verfahren und weist verschiedenllich aus das hessische hin. Tie preußische Feldbereinigung ist älter als die hessische, schon in ben 50er Jahren wurden preußische Gemarkungen zu- sammengelegt. Daß das preußische Verfahren gut ist, geht daraus hervor, daß andere kleinere Staaten Feldbereinigungen von Prcußen aussühren ließen. Neben den 2 Boniteuren fungieren 3—6 Deputierte, bie von beit Interessenten gewählt wurden. Tie Ausgabe der Boniteure ist bie Einteilung des Landes in Klassen je nach ber Bodenbeschassenheit. Wenn in Hessen der Feldbereinigung biß Drainierung vorausgeht, so kommt bas Gelände in eine höhere Klasse, in Preußen darf daS nicht sein. In Preußen wird bic Schätzung durch altbewährte Landwirte unb Pvntteure vorgenommen, bie vielfach 20 und mehr Jahre die Tätigkeit versehen. In Hessen bagegen geschieht bas Abichätzungsverfahren durch zwei Vertrauensmänner, die von den Interessenten aus dem Ort g.-wählt werden und aus einem auswärtigen Vertrauensmann. Also tu ber Abschätzung besteht ein Hauptunterschieb. In Preußen sind bie geschulten unb geprüften Boniteure etwas teuerer, aber sie arbeiten rascher, gerechter und unparteiischer, ba sie nicht interessiert jinb. Gerade über Bevorzugungen unb Ungerechtigkeiten werbe in Hessen oft Klage geführt. In Preußen kann Vs ber Besitze« das Verfahren bnrchsetzen, in Hessen [pielt bie Fläche bic Hauptrolle. In Preußen werden die Kosten nur durch die Besitzer gedeckt, in Hessen werden Masscngrnndstücke angelegt Oekonomierat Sch 1 enke - Friedberg erklärt die Selbslbcstim« ntung, wie sie in Hessen bestehe, für einen Vorzug, hierin stimmen ihm mehrere Redner zu. Tas Landwirtfchafcskammermitgl^ed Weil- Lang-Göns hatte sich an die Kammer gewandt und deren Borstand hatte sich bereit erklärt, bic Sache in die Hand zu nehmen, jedenfalls würde eine Revision des Feldbereinigungsgesctzcs erfolgen. Cs sollen aber vorher in Versammlungen bie Wunsche ber Landwirte gehört werden. Er hält das preußische Bonitierungs- verfahren für bester, da es öffentlich jei und die Iitterestenten daran teilnehmen tonnten. Landtagsabg. Leun hält das hessische Verfahren für bester, ba es Leute aus dem Orte seien. Gegen etwaige Vctterwirtschaft stehe ber Rekursweg offen, daS heffifche Gejetz fei gut. Die Jntereffenten konnten beschließen, wieviel Prozent Masscngrnndsntcke fie wollten. Oekonomierat Weitzel- Lich schließt sich im wesentlichen den Ausführungen des Al>g. Lcun au. Xie fretige Zunayrne der Feldbereintgungen zeige, daß bic Landwirte bamit zufrieden seien. Bierbraucrechefitzcr B i ch l e r fagt von bet Gießener Feldbereinigung, bei städtischen Bereinigungen seien Masscngrnndstücke nicht am Platz, cs sei in Gießener Gemarkung ein Unfug gewesen, selbst Bauspekulanten hätten, sich Oineingclcgi. Rinn Heuchelheim fügt noch zu, bei dcn Masscn- grundftücken fei rechts der Lahn der Wert ums fünffache iir die .whe getrieben worden, von 13 Pfg. auf 60 Psg. der Quadrat- ictcr. Bürgermeifter Krämer-Steinbach ist für Beibehaltung ttkre M l-bl va Md" IVj ivttb L las l?rtiieldcl die Bom ben A»N tem An» mehre" Leim etn schabung je leist bei wesen. Äuch W eine klei meinbD von lbb l.ammer da jeder bei GlW läge zu x 'JeiWJ Der ligte Ä. treebm, Pcim Za nuuEftüd (ödbe. ihm der ging er tarn er letfcuTig, inib bei Ticnsth rungm dcn & beamter t Mn.;i birettio Sclaste betranlt torliege zu, da gefallen schafl ui die Ltli rung eil aber ai ben Dc Ätche 1 iprednn S. falsch Luchgei dos Ur Mai G EL! WlchSlx ®rdut; 2 Hilt. VitzSlr, int ™ «tt: «eitlcit in >s.ch 58,3 !Z"°chw« ^gestellten fi, S t"* 6 * * * * no<) ü ltat des Stil« y.Mon d°, tateinbt^m 9un9 gestellt, die to9 getwksen, d, °lette§ abioarte« JQ9 des natio, sonntag siast Musikkapelle ve> oeche Radbod nrg Gleiberg 'gierten-Versamin, :öe, ioigenbe Re. husten Marburg; .kn des Magistrat; J"9 der städtischen nden Arbeitsioslg- ichen Taswect |t Seitens anderer gung einheimischer aßt inan städtische dem bedauerlicher auZsühren. Die rzahlende Bürger nderung eintrcten ermehrte Arbeit;« Fleischpreise. Hing der Fleischer» lieither 85 Psg.), frisches Lchiveiiie« ter Äürslche/i uni) GM W .eBtn, 11 M .a^mittag von 4 Ubt Zercin eiftredt l’ifl i Nstglicdn. taitöroirte den beiden iche Besuch der 8a» .langen. S.c 0^ j-tagen, nämliai da desteuerreiorm. (l Die Landtagsabg; rdicMenelLiod'.' itzende, Oekononnerei E t «ni> te Bnergrüfb.» yssrg {ÜlS*% ***$ Äen L ZxÄ ii aus dein - i taun.,L dic di- Abi- 9* -erKKzu.A erelNigA^Lr!^ »wg?»kS n- mu'D'11 j tiä ibfl’i£ M-i«i^ ÄÄ ?«. K. 4 *5 Df? hessischen Verfahrens, eS sei billiger und enthält dos Selbst- besti.nmunasrecht der Gemeinde. Beeinflussungen hält er für ausgeschlossen. Eine Anzahl Masicngrundstücke sei wünschens- u-Ttt. Skodw. §) e 1 srich hält dos hessische Gesetz, das er aus mehr als lOjähriger Praxis kenne für recht gut. Tas Verfahren funktioniere sehr gut, das habe sich jetzt wieder in Lollar gezeigt, wo die Zahl der "Reklamationen sehr gering war. Weil-Lang-Göns Ue(ltc den Antrag, das Bonitierungsverfahren solle öffentlich sein. Es wird dann der Antrag Bürgermeister K r ä m e r angenommen: „Tas Feldbereinigungsverfahren soll in drei Teilen nach der Treiselderwirtscl-ost vorgenommen werden, nach jedem Feld solle die Bonitierung aufgelegt werden." Abg. Leun wird beauftragt, den Antrag im Landtag vorzubringen. Dasselbe geschieht mit dem Antrag Weil-Lang-Göns: „Einer Parzelle tonnen auf Antrag mehrere Hummern zugeteilt werden." — Nunmehr hielt Abg. Leun einen Vortrag über die Frage: „Soll die Vermögenseiw- schutzung die Grundlage bilden für die Gemeindeumlaaen?" Re- Krent beantwortet diefe Frage mit Nein, es sei auch seither nicht gewesen. Ter Ausschlag richte sich den Bedürfnissen der Gemeinde nach. Auch Leute, cne uii.ee uUU ii/iait Emrommen fyat.cn, solle man eine kleine Gemeindesteuer abgeben lassen, damit sie bei ©e» mcinde wählen mit tun könnten. Der Staat hat den Abzug der Schulden bei der direkten Steuer gestattet, der Negierungscntwurf von 1904, den damals die Zweite Kammer annahm, die Erste Kammer aber ablehnte, gestattet den Abzug der Scl)ulden nicht, da jeder E'nwohncr von allen Einrichtungen der Gemeinde den gleichen Nutzen habe. Tie .Hauptsache sei immer das Einkommen des Einzelnen. Für den kommenden Landtag sei eine neue Vorlage zu erwarten. Erst gegen 8 Uhr "konnten die hochinteressanten Verhandlungen oesrstsossen werden. Gtetzcner Straitammer. G i e & e n, 11. Dez. Wahrnehmung berechtigter Znteresien. Der bei einem hiesigen Restaurateur als Auslauser beschäf- tigte G. L. aus Nicderrao war von seinem Diensthcrrn beauftragt worden, einige Frachtgulstücke an den Güterbahnhof zu bringen. Beim Zahlen der Fracht legte er dem Schalteröeamten ein Zwanzig- mniCftiid hin, zahlte aber auf Wunsch des Beamten mit kleinem Geld«. Dor dem Weggel^n fragte er nad; dem Goldstück und als ifym der Beamte bemerke, er müsse es schon eingesteckt haben, ging er fort. 9tack>dcm er verschiedenes in der Stadt besorgt hatte, kam er wieder, um nach dem Goldstück zu fragen. Auf die Belehrung, dass sich das Goldstück nicht da befinde, ging er wieder und bei seiner Ankunft zu t^aufe erzählte er den Vorfall seinem Tienslherrn. Dieser hatte auf Grund seiner seitherigen Erfahrungen keinen Anlaß, den Angaben zu mißtrauen, weshalb er den Vorfall bei einem Vorgesetzicn des betreffenden Schalterbeamten aufzuklären versuck'lc. Letzterer, wie auch L. wurden zugezogen und als.der Beamte ersiärle, es haoe sich beim .Uasscn- stucz kein „plus" ergeben, bemerkte L., „dann haben Sie das Zuean.zigmarlstück eingesteckt". Auf Slraiantrag der Eisenbahn- birektion wurde gegen L. ein Berfahven wegen Beleidigung des Sclallerbeamten eiiigeleitet. Tas mit Aburteilung der Sache betraute hiesige Schöffengericht hielt zwar eine Beleidigung für vorliegend, es billigte aber dem Angeklagten den Schutz des § 193 zu, da die Aeuherung in Wahrnehmung berechtigter Interessen gefallen ist und «prach den Angeliaglen frei. Tie Staatsanwaltschaft und der Beleidigte als Nebenr^gcr erleben Berufung, aber die Strafkammer tarn zur Bestätigung des Urteils, da die Aeußc- ning eine Schlußfolgerung des Borai.sgegangenen war. Es wurde aber ausdrücklich betont, daß nichts zutage getreten sei, was den Beamten verdächtig erscheinen liest So unangenehm die Sache für den Beamten sei, müsse er sich doch mit der Rechtsprechung abfinden. > (ßcridjtsfaal« S. u H. München, 11. Dez. _In dem großen Bilder- falscherprozcst, der eine eigene Straskammer des Münchener Landgerichts I fast drei Wochen lang besuchfiigt Hai, wurde fyiutc das Urteil gesprochen. Es wurden r. r irtc.ft der Hauptschuldige, der „Kunsthändler" Tiege zu 3 Jahren 6 Monaten Gefängnis, dessen Zutreiber Wohlfahrt zu 10 Monaten, Schäfer zu 6 Monaten, de Matthia zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis. Ti« Kunsthändler Windhagen und Pohlitzer, deren Bekundungen interessante Streifbilder auf die Gepflogenheiten des Kunstwerke kaufenden Publikums geworfen haben, erhielten je neun Monate Gefängnis. Tie gegen Wohlfahrt, Schäfer, Windhager und Pohlitzer erkannten Strafen wuroen als durch die Untersuchungshaft verbüßt erklärt. Thiege wurden 6 und de Matthia 10 Monate der Unter suchungsl-aft angerechnet. Thiege wurden ausserdem die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Ta^er von 5 Jahren aberkannt. Spenden für Radbod. Die Sammlung des Gießener Anzeigers: Bisher quittiert: 2453.21 Mk., Ungenannt 6. —, ungenannt 2.—, Leun, Bürgermeister in Großen-Linden, 10.—, S. £>. 3.—, Kriegerverein Großen-Linden 15.— Zusanunen 2488.21 Mk. Mir schließen hiermit die Sammlung und werden das Geld noch heute an die Sammelstclle in Hamm abgehen lassen. Vermischtes. * Eine große Feuersbrnnst entstand am Donnerstag nacht in der Regandstraße in Paris infolge einer heftigen Explosion. Tie Retlnngsarbeiten waren wegen der starken Rauchentwickelung sehr schwierig. Ein Mann sprang aus dem zweiten Stock in die Tiefe. Die Feuerwehr rettete alle übrigen Bewohner, von denen viele schwere Brandwunden erlitten hatten. Nach den bisherigen Ermittelungen handelt es sich um die Explosion von Schießpulver, das ein Mieter in großen Mengen bei sich aufgestapelt hatte. Kleine TagcSÄronik. AuS vielen deutschen Stödten wird gemeldet, daß der Der- brauch des P i l i e n e t Bieres aus der tjchechischen Brauerei seit A u s b v u ch der Hetzen in Prag erheblich z u r ü d- gegangen (ei, da sich viele Leute weigern tschechisches Bier zu trinken. In Gelsenkirchen fflm c5 zwischen der Polizei und jungen Burschen zu großen Ausschreitungen. Ein Polizist erhielt einen Schuß m die fttnnlabe. Ein Geschäfts- lokal, in das sich die Polizei zurückzog, wurde g e st ü r m t und durch Revolverschüsse stark beschädigt. Erst der berittenen Polizei gelang es, die Menge auseinander zu bringen und fünf der Rädelsführer zu verhaften. In K o b le n z wurde der Inhaber eines BaugeschäitS. Valentin Schweitze, wegen Vergehens nach § 132 des Str.-G.-B. verhaltet. In H a nt m i. W. wurde der Bauuntcruehiner W i 11 k a m p und seine achtzehnjährige Stichle verhaftet. Tie Stichle hak die Lei ch e eines totgeborenen Kindes, dessen Vater Wilt- tamp ist, verbräun t. Aus fast ganz Tirol werben schwere Schneefälle gemeldet. In manchen Crien beträgt die Schneehöhe 70 Ztm. Der Piarrer und trübere Lcmdiags-'Abgeordneie Zane11i in Pola (Istrien) ist und) umiangreichen Unterschlagungen mit Hinterlassung bedeutender Schulden f l ü ch t i g geworden. Sämtliche Kasjen der Piarrklrche, joivie diejenigen dreier anderer Kirchen und mehrerer Stiftungen, die der Piarrer zu verwalten Hane, würben leer gehmben. Bei Lacken (Belgiers ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück. Ein Arbeiterzug fuhr in voller Fahrt auf eine Lotomotive, wahrscheinlich infolge falscher Weichenstellung. Seither wurden 18 Verletzte, von denen einige tödlich verwundet sind, aus den Trümmern gerettet.. Ein Petersburger Dampfer ist in der Nähe von 5 c w a ft o p o l im Sturm gesunken. 50 Personen sollen u m- g e t o m m c n sein. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wenn der Entgegner auf das Eingesandt in Nr. 284 nichts weiter zu erwidern weiß, als für die Erhaltung der alten lüäufet in der Schloßgasse, Sandaasfe, Mühlgasse usw. einzutreten, da dieselben als Wohnungen für die Arbeiter notwendig wären, so leistet er diesen und der Altstadt im allgemeinen einen schlecksten Dienst. Daß viele dieser alten Bauwerke schon lange ungeeignet ind für Wohnungen, und den Anforderungen der Dbgiene nickst im entferntesten entspreckot, kann kein Einsichtsvoller bestreiten. Schlechte Wohnungen sind SruiftäLcn des Lasters und der STcanf- heiten, c5 ist doch bekannt, um nur das eine anzuführen, daß die Lungenschwindsucht zum arößlen Teil eine Folge enger, luft- unb lichtloser Wohnungen ist. Vielleicht geht ja die Stadt, wenn sie ifyve alten Häuser niedergelegt fyat, mit gutem Beispiel voran und baut auf ihren billigeren Boden für ihre Arbeiter Lauser, wie in der Darmstädter Ausstellung gezeigt wurden. Mein Eingesandt bezweckte vor allein eine Beseitigung der schlechten Zustände m der neuen Straße an der West-Anlage und eine AvHilfe für die unhattbaren Zustande in den engen Gassen der Altstadt, von Arbeitern, oder daß mir ihr Anblick unangenehm sei, davon war ja gar keine Rede, ich denke, daß mein Eingesandt gerade das Gegenteil bewies. Gicßcncr Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Neffen am Sonntag den 13. Dezember: Ziemlich trüb, gerin er^Schnee, besonders in den Bergen. Windia, läller. Aussicht nui Frost. Schneebericht des Schillub Wandervogel-Gießen vermittelt vom Landwirtschaftlichen Wetterdienst in Gießcit. Vogelsberg (heule früh) über 600 'Dieter 5 Ztm. Neuschnee, keine Schibahn. Taunus 10 Ztm. Neuschnee. _________ GLigittaL-Vrahtmelöungen. Berlin, 12. Dez. Der Bossischen ^eimng zufolge sind in Deutschland 100000 Pferde für Serbien be- stellt worden, lieferbar in den Monaten Februar und März in Belgrad. Paris, 12. Dez. Ter „Matin" läßt sich aus Ronü melden, die Abberufung des deutschen Botschafters Grasenj Monts steht in Zusammenhang mit unzutreffenden Informationen, d ie der Botschafter über die italienische Politik nach Deutschland gegeben habe. Paris, 12. Tez. Nach einem Tclegramkn aus Tanger erhob der Iilhaber der deutschen Firma Rheinhausen in einem Briese Einspruch gegen die Vehauptun§ des französischen Gesandten, die dieser in dem französischen Gelb buch über die genannte Firma gemacht hatte. Rheinhausen macht in der Zuschrift den Vorschlag, Frankreich undi Deutschland möchten in Marokko Hand tu .Hand gehen. Newyork, 12. Tez. Tie von dem K' o n g r e p - Mitglied P e r t in § eingebrachte Resolution, die sich für die Einsetzung einer Untersuchungs -K.'o m mijsio n zur Prüfung der Aeußerungen des Präsidenten Roosevelt in seiner Botschaft über die ablehnende Stellung des Kongresses gegen die Erweiterung des geheimen Dienstes aus- jprtcht, wurde mit stürmischem Enthusiasmus angenommen. Tie Freunde des, Präsidenren versichern, daß dieser nunmehr alle Minen gegen den Kongreß springen lassen: werde und daß cr durch Beamte des geheimen Dienstes in den Besitz von sensationellem Material gelaugt sei, das er veröffentlichen werde, sofern er vom Bureau des Kongresses dazu getrieben würde. 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