ZSuslLnr-. Unsere italienischen Freunde. Recht konfuse und unfreundliche Auslassungen über das Deutsche Reich finden sich neuerdings wieder in der italienischen Presse. Der „Messagers" bespricht die franco-spanische Note und drückt die Ansicht aus, daß der a n g e b l i ch e P l a n Deutschlands, einen Lasen an der atlantischen Küste Marokkos zu erwerben, gescheitert sei. In demselben Blatte spricht Pala- menghi Cmspi über beit Artikel, den der Abgeordnete Bisso- lati über eine eventuale Ausschließung Deutschlands aus dem Dreibund geschrieben hat. Erispi ist der Ansicht, daß eine solche Ausschließung Deutschlands gleichbedeutend mit einem Kriege sei, und daß der Dreibund zur Aufrechterhaltung des europäischen Gleichgewichts unter allen Umständen nötig ist. Das ist gewiß so. Recht töricht und böswillig aber i|t die immer wiederkehrende Behauptung, daß Deutschland sich in Marokko festsetzen wolle. Das Befinden der Königin Wilhelmtna. Aus sicherer Quelle verlautet, daß die Nachricht von der Frühgeburt der Königin völlig aus der Luft gegriffen ist. Wenn bis jetzt noch keine Mitteilung gemacht worden wäre, daß die Königin guter Hoffnung ist, so geschah dies lediglich deshalb, weil die Aerzte bei einer noch nicht dreimonatigen Schwangerschaft ein bestimmtes Urteil nicht abgeben können. Das Befinden der Königin ist gut. Eine türkische Anleihe. Blättermeldungen zufolge beschloß der türkische Ministerrat die Aufnahme einer Anleihe von 3 600 000 Pfund bei der Ottomanbank und unterbreitete den Beschluß der Sanktion. Attentat auf den Präsidenten von Guatemala. Aus San Francisco kommt die sensationelle Meldung, daß der Prä,ident von Guatemala einem Attentatsversuche ausgesetzt gewesen ist. An den von ihm benutzten Lelephonapparat hatte man eine Bombe angeschlossen und in dem Augenblick, als er von einem der Komplizen des Attentats angerufen tonrbe, explobierte dieselbe. Der Präsident wurde durch die Explosion an die Wand geworsen und blieb eine ganze Weile besinnungslos^ Ernstlichen Schaden hat er jedoch nicht genommen. Es sind funi verdächtige Individuen in Last genommen worden. Lozialdemskratijcher Parteitag. 3. u. H. Nürnberg, 17. September. 4. Tag. Der Andrang zu der heutigen Sitztmg, in der die eigentliche Aussprache über die Frage der Budgetbewilligung statl- sinden soll, mar wieder außerordentlich stark. Tie Delegierten sind allgemein bemüht, einen Ausweg aus dem Dilemna ' zu finden, jedoch scheint cm solcher noch nicht geinnden worden zu sein. In der Aussprache erhält abwechselnd ein Redner für und ein Redner gegen die Budgelbcwilligung das Wort. EinZusall lvollte es, daß gleich der erste norddenische Redner sich lür die Budgel- bcrotlUgnng aussprach, wahrend der erste süddeutsche Redner da- flCQCii auiicat. Fro hme-Altona begründete zunächst seine Resolution, in der es heißt: „Ter Parteitag bestätigt von neuem die Resolution des Lübecker Parteitages. Er beschließt, um Streitigkeiten über eine evtl, aus zwingenden Gründen notwendig erscheinende Zustimmung zu einem Budget zu vermeiden, daß sich die Fraktionen in den Einzellaiidiagen darüber zunächst mit ihren Landesvorstanden und dem Paricivorstand zu verständigen haben." In der Begründung sührle Frohme aus: Ter Antrag soll in dein hochgehenden Meinungsstreit eine B e r m i t t 1 u » g s l i u i e bilden. Der Resotultou des Parteioorstandes kann aus mehreren wichtigen Gründen nicht zugesiimmt lverden. Es ist nicht angängig und sehr bedenkuch, der Lübecker Resolution eine Verschärfung zu geben. Es geht nicht an, durch eine Resolution den fuddeutschen Genossen irgend einen Tadel ar.o- zusprechen. (Verfall der Süddeutschen). Ich nehme für diese ganz enuchieden das Zuerkenntnis in Anspruch, daß sie in der besten und rechljchast'ensien Weise aehandell haben. Für mich ist die ganze Frage keine prinzipielle, sondern nur eine rem praktische Frage. Wenn man so konsequent m der Frage der Budgei- bewrlligung sein will, dann gehe mau doch bis zum Ende und oerioerse den Parlamentarismus überhaupt. lLebhaiter Beisall bei den Süddeutschen.) Denken Sie doch an den Reichstag, wo durch die Zustimmung der Fraktion zu vielen Gesetzen dem bestehender Staate manche Konzesiwnen gemacht werden. (Lebhaster Bei'aÜ bet den Süddeutschen.) _ Reichstags- unb Landtagsabg. Geck- Mannheim: Ich bitte -Lie, den Antrag Frohme abzulehnen. Er kann nicht beiriedigen. ■ter einzig richtige Weg ist durch die Resolution des Parleioorslandes gegeben. (Großer Lärm. Zurus von den Süddeutschen; Judas I) hc. Das Polarschiff „Nimro b", bas bie englische Expedition unter Shackleton nach bem Felbe ihrer Tätigkeit gebracht Hal, ist nach Littleton auf 9teuseelanb zurück- gelehrt. Es ist ihm nicht gelungen, bie Teilnehmer an bem vorgesehenen Winterqu. niet auf King Eduard VII.- Laub abzujetzen; bas Lager mußte vielmehr in der Mc Murbobai, in der Rahe de. Winterquartiers ber „Disco- : -• rben. Anfangs 1900 wird. der „dttmrod" bie Expebilion wieder abholeii. unb Premierminister sind zur Bundesratssitzung in Berlin eingetroffen. Inseraten st euer. In den thüringischen Staaten sind Erhebungen über die Auflageziffer und das Berbrei- tungsgebiet von Tages- und Fachzeitungen angestellt worden. Daraus wirb auf bie Absicht geschlossen, eine Jnseratensteuer einzuführen. Dernburg unb bas Reichstagswahlrecht. Bezüglich einer in der Presse verbreiteten Nachricht, Staatssekretär Dernburg habe sich in Antwerpen als Gegner des Reichstagswahlrechts ausgesprochen, erklärte Dernburg einem Mitarbeiter der „Freisinnigen Ztg." gegenüber, daß er lediglich gesagt habe, daß bei einer lokalen Interessenvertretung das Reichstagswahlrecht nicht das geeignete sei. Aus den D ft m a r f e n. Die Ansiedetungskommission kaufte zwei große Wirtschaften mit 680 Morgen in Flu- kawa an. DasspanischeKönigspaar gedenkt am 30. Sept, zur Besichtigung des ö. Artillerieregiments, dessen Chef König Alfons ist, in Landau einzutreffen. Das Vieheinfuhrverbot gegen bie Schweiz. Der schweizerische Bundesrat hat den schweizer Gesandten in Berlin ersucht, bei der deutschen Regierung nachdrücklich vorstellig zu werden, damit sie das Bieheinfuhrverbot gegen die Schweiz a u s h e b e. Der Bundesrat wies daraus hin, daß die ganze Schweiz, mit Ausnahme kleiner Gebiete in den Kantonen Wallis und Graubünden, von Viehseuche frei sei. Deutsches Reich. Der Kaiser ging gestern morgen unb am Nachmittag in Huberlussrock auf bie Pürsche unb reifte um 8 Uhr abends von Station Werbellinsee mittels Sonderzug nach Hohenstein in bas Marlövergelänbe des 7. unb 8. Korps ab. Die Rebe bes Fürsten Bülow bei ber Eröffnung bes interparlamentarischen Kongresses wirb in allen Pariser Zeitungen ausführlich toiebergegeßen. Die „Debats" fügen hinzu, baß bie Rebe starken Einbruck gemacht habe. DerReichstag wirb, wie verlautet, am 6. November feine Beratungen wieder aufnehmen. Auf den gleichen Tag, morgens 9 Uhr, ist auch die Budgetkommission einberufen. Der Posener E r z b i s ch o f s st u h l ist bekanntliA feit bem Tobe Stablewskis noch immer verwaist. Neuer- dings wirb ber Divifionspfarrer Sanber in Karlsruhe, ein Rheinländer unb Sohn eines preußischen Generals, als Kanbibat genannt. Exzellenz Althof f ist zum Domherrn von Merseburg ernannt worben. Die einzel st aatlichenMini st erpr äsidenten von Grabdenkmälern genommen, die offenbar an den dorthin führenben Straßen geftanben hatten, und auch ber Raum zwisck)en beiden Türmen war ganz mit antiken Grabsteinen ausgefüllt. Aber während sonst bie Grabsteine auf ihrer Vorderseite ein auf den Toten bezügliches Relief tragen, war hier ein vielfarbiges Gemälde angebracht. Uebcr taufenb solcher Grabsteine sind gesunden worden, unb wenn auch manche davon beschädigt sind, so sind doch bei einer großen Zahl die Gemälde so vorzüglich erhalten, daß man geradezu behaupten kann, daß uns in ihnen ein neues Mittel, die Geschichte der antuen Malerei zu rekonstruieren, an die Hand gegeben ist. Bis jetzt war man darauf angewiesen, die Malerei ber Alten aus ben Bindern ber Vasen ober aus ben pompejanischen Wanbgemälden heraus zu entwickeln; ba beide in ihrer Technik sowohl wie in ihren Farbenwirtungen ganz von ben Hauptwerken ber antiken Maler verschieden sind, die Fres:ogemäloe Pompejis auch höchstens aus Vorlagen aus der hellenistischen Zeit zurück- geheu, so leuchtet em, wie wenig zufriedenstellend bie auf solch dürftiger und oftmals versagender Grundlage aufgebauten Folgerungen sein mußten. DaS wird nun, wo uns eine so große Zahl von Gemälden vorliegt, die nicht etwa nur auf das Handwerk zurück gehen, sondern in Aufbau unb Farbengebung vielfach bie Meisierhanb erkennen lassen, sicherlich anders werden. Man bereitet schon ein großes Werk vor, dessen Tafeln aus zwsten der Athenischen Archäologischen Gesellschaft von E. Gillieron genau nach den Originalen gezeichnet srnd, und die nut allen Farben veröffentlicht lverden sollen, inzwischen sind von einer Zahl der Grabsteine photographische Nachbildungen in dem neuesten Heft der Ephemeris veröffentlicht. r-i Antike Malerei. Für das ©tu bi um der cm- .tilcn Btalerei scheint ein Fund große Bedeutung zu gewinnen, der naa) der „V. Ztg ' in dem soeben ausgegebenen .gefte der „Athenisck)en Archäologischen Zeitung' gemeldet wird. In Pagasä, also Thessalien, an der 9tordspitze des '3agasäischen Golfs, oer heute Golf von Volo genannt wird, hegten die auf Kosten der Athenischen Archäologischen Gesell- choft betriebenen Ausgrabungen zwei Türme bloß, von i:enen der innere bem fünften vorchristlichen Jahrhundert, iier äußere ungesähr dem .rsten Jahrhundert entstammte: Liefer äußere war nun ganz aus Steinen erbaut, bie ur-1 very"-Expcditioii. errichtet prünglich eine andere Verwendurig gehabt hatten, sie waren k" s"* Der 3nterparlameritarifd)e Kongreß in Berlin. 3m Reichstagsgebäude zu Berlin wurde gestern, wie bereits kurz gemeldet, ber Interparlamentarische Kongreß eröffnet, zu dem sich eine glänzende Versammlung ein- gefunden hatte. Außer einer großen Anzahl hervorragender fremder Minister und Abgeordneter sah man den Fürsten Bülow, ferner die Staatssekretäre v. Tirpitz unb Dernburg, die Minister Rheinbaben, Bethmann-Hollweg und ÄTiegs- mmister v. Einem. Nach einigen einleitenden Porten des deutschen ALteilungsvorsitzenden Eickhofs wurde 'Prinz Schönaich-Carolath ^um Berhandlungsleiter gewählt, der eine warmherzige Begrüßungsrede an die Versammlung hielt. Dann erhob sich Fürst Bülow zu einer längeren Begrüßungsansprache, worin er u. a. ausführte: Mit der zivilisierten Welt weiß Deutschland bie Dienste zu würbigen, die Sie einer edlen Sache leisten Bon ausgezeichneten Männern geleitet, haben'Sie bie Aufgabe verfolgt. Bürg schäften für den Frieden und die Eintracht unter ben Völkern zu erlangen. Wenn ich auch kein parlamentarischer Mnister in des Wortes vollster Bebeutung bin, so bin ich boch ein streng unb ehrlich konstitutioneller Reichskanzler Als konstitutioneller Minister weiß ich, baß Sie als Volksvertreter Die Gefühle ihrer Mitbürger ausbrücken. Was bie Beziehungen betrifft, so werben Sie ihnen bie Gerechtigkeit wider sahren lassen, daß sie Ihren Wünschen entgegengekonimen sind, indem sie internationale Verträge abgeschlossen haben. 3tt Deutschland nehmen wir lebhaften Anteil an den Fragen, Die die interparlamentarische Vereinigung beschäftigen, und besonders an der Schiedsgerichtssrage. Wir machen es uns zur Pslicht, an der Konferenz der Seemächte teitzunehmen, die in einigen Wochen in Loudon ftattjinben loirb. Unsere 9titnrirfung ist im voraus für alle Vorschläge gewonnen, Die mit ben Interessen ber rechtmäßigen Vereidigung wie mit den unverjährbareii Gesetzen ber Menschlichkeit vereinbar sinb. Eine schon ziemlich lange Erfahrung hat mir wwiesen: Mißverftänbnisse zu zerstreuen, ist nichts so ge- ’ignet, als sich burch Anknüpfung persönlicher Beziehungen leimen zu lernen. Ich habe noch ein Wort zu sagen, bas mir nötig scheint, benn man hat Ihrem Wirken einen Eha- calter beilegen wollen, ben es nicht hat. Man hat Ihnen, meine Herren, Msichten zuschreiben wollen, bie Sie nicht hegen. Friedensliebe bebeutet nicht Mangel an Vaterlands- äcbc. Belehrt burch bie Geschichte, bie ihm brei Jahrhunderte hindurch bie härtesten Erfahrungen nicht erspart hat will unb muß Deutschland stark genug sein, um sein en 'Sat Wir müssen selbst wissen. waS wir zu tun baden, ^on Berlin aus kann das nicht beurteilt werden. (Lcbh. Beifall d«' Süddeu tschen. > Merker-Nürnberg: Tie Blätter beider Richtungen Haden ge> sündigt. Die „Münchner Post" bat sogar geraten, den Parteitag nicht zu beschicken. Wir Haden feinen Anlab, der Regierung ein würde unS die rkoiEessionsschulc bringen. (Lehr richtig! be, dr, Bodeniern Bebel sagt, er liebe, Techtelmechtel mdu. 7 . ' tacufeen träten froh, wenn sie solche Sachen hätte». tBtdersvruch der Norddeutschen Wir geben ntch: in die Mausefalle, öte ~2n unS stellt. Die Berliner haben es ia leicht, sie waren ja sch,, rannet das staaiSer Hal lende, tarierMtüK Element in der Ikrta. .Großes <• .: bet den Nor'deunch.n, Zuu.mmung bei beq cüböeutiaxn. Sie iicen an brr Ören*', wenn die Partei xn der Politik und Taktik einen Schritt vor-vuns macht. (Selachte, bei den Norddeutscher Und wenn sie den Schrill getan hebe» und gehen, taß alles gut ist, dann stellen sic sich bin und cdlarre ie Hütten die radv erst angefangen, tvürrftit . Nehme» Str ne Resolution Fwhme an, dann erhalten ^ie die 'Süiitfat der Partei (Leoh. Beifall bei den Norddeutschen.) . , w o Auer München : Ich stelle feil, dav 9b)a Luremburg ganz unberrchtigrer Weise die doppelte Redezeit gehabt hat. (Grvtzer Lärm.» . Bors. Singer: Dann müssen Sie eine falsche Uhr hoben. (Heiterkeit.) I . ReichStagSabg. Huc (Essen : Ich trete ein für die versöhnliche Resolution Fwhme Wir müssen den Hvlst.inern danken, dan sie in dieser kritischen und dramatischen Situation den kühlen Verstand bewahrt haben. ES handelt sich hier nicht um die Frage, der Ludgetbewilliaung, sondern um eine Scvegung, die in unterer Partei von Zeit zu Zeit emfetzt. Verehrte Paneigcnon-cn von der Theorie, überschätzt doch r.idit das, waS Ihr theoretisch ausgeheckt habt (Stürmischer Beifall.) Lassen Sie sich von dem Go- danken der Brüderlichkeit leiten: Wir wollen fern ein einig Volk con Brüdern. ^Stürmischer Beifall.) , Bock (Gotha- bekämpft die Budgetbewilligung, obivohl die Gothaischen Genossen selbst schon das Budget bewilligt haben. Jeder Genosse mühte sich den Parteitagsbeschlüssen fügen. TiS- ziplin sei bic Hauptsache. (Lebho'ter Beifall.) Dr. David-Mainz: Die Bcrlincr^waren in der Lage, gegen den städtischen Etat zu protestieren. Sie haben e- nicht getan. Sic haben tue den Etat gestimmt. Tas sind unsere Richter, diese Ankläger sind in Wahrheit die Angeklagten. Die Was sc, die wir mit der Budgetbewilligung in der Land haben, ist zu koir- bar, als dab sic nur zu einer wertlosen Demonstration dienen soll. Disziplin geht bloß bis zu der Grenze, wo die Ueberzeugung anfüngt. Was weiter geht, ist nicht Disziplin, sondern .Kadavergehorsam. (Stürmischer Beifall bei den Süddeutschen, Gelächter bei den Norddeutschen.) Ter Friede kann nur hingestellt werden m dieser Frage, wenn den Landes- organisationen die nötige Freiheit gegeben wird. Eine Abstimmung lsier wäre eine Vergeiraltigung. (Zustimmung und preßet Lärm - Rcicbstagsabg. Lehmann- Wiesbaden bekämpft die Haltung der badischen Genossen. N a ch Ni i t t a g S - S i h u n g. In der Fortfctziiiig der Aussprache über die Bttdgetbewilligung kam es glcid) bei den Ausführungen des ersten Redners zu außer- ordentlich stürmischen Szenen, sodaß zeitweilig die Fott- luhriing der Perliaudlunflen immögüd) war. Landtag- - Abg. Scgiy - Furth, der zuerst sprach, führte solgcudeä auS: Ich habe einige Geständnisse zu machen. Gestern wurden die EinigungSverhandluugeti deS Vorstände- plötzlich abgebrochen» gerade als der Versuch von mir gemacht wurde, eme Verständigung heibeizusühren. (vtünnischcS Hört, Hört! bei den Süddeutschen. Große Bewegung.) Ich habe den Partei- Vorstand auf den ganzen Einst der Lage anfuicrksan: gemacht und erklärt, eS handele sich bei den Süddeutschen nicht nur um ein paar Dutzend Abgeordnete, sondern um 95 Prozent aller Genossen. Ich machte gerade Bergleichsvorschläge, da klappte Singer ferne Mappe zu und sagte: ,9hm habe ich aber gcimg !e (Stürmisches Hort, Hört! bei den Siiddeulfcheu.) Weiter habe ich gehört, daß der Reichstags-Abg. Eichhorn hier gesagt hat, die ganzen Lcr- hcindlungen wären nur daraus angelegt, einige fliegen zu lassen. (Stürmisches Hört, Hört 1 bei den Süddeutschen, Lärm cmf allen Seiten, Pintnist.) Genossen, ivcnn gefloßen wird, dann fliegen nicht einige, dann gibt cs einen groben Ausflug. (Donnernder Beifall der äüddenlfchen, großer Lärm der Nord- deutschen.) Ich weiß, wie die Dinge liegen, und im übrigen, Genossen, gekommen wäre e- doch einmal, wenn wir and) n 0 ch einige Jahre s 0 11 g e w u 1 st e l t hätten Und wenn äie (zu den Berlineru sprechend) im prenbischen Land- tag mehr vertreten «vären. würden Sie sich vielleicht aus nuferen Standpnnki stellen; voilänfig sind Ste noch nicht soweit. Am meiste» erbittert, qm meisten empört hat mich der unwürdige, ckelhafte Streit, der und biß zur Siedehitze entflammt hat wegen einer Bagatelle, die aingebciuscht wordcn ist, weit über ihre Bc- dentnng hinaus, (t'cbbaüe Zustimmung der (ciibbeuticben.) Mein FicunD hat sich so sehr barnber erregt, daß die Berliner in den Verdacht kommen, das Bndget in der Berliner Kommune auzn- nchmen. Tas ist aber doch der Fall. Em Berliner Stadtveroid- neter hat mir mitgeteilt (stürmische llntcrbrcd)imqcn dcr Berliner nnd Zurnfe: Gemeiner Znträger!), daß bei der Gejanitabstinünnnfl über den Etat eS den einzelnen Gciwssen überlassen war, ob sie dafür stimmen wollte» ober nicht. (Stürmisches Hört, £>in1! der Siiddcutjchen, lebhafte Znruse bei den Berlinern: Tas t|i niemals gejchchen!) Imvohl, es ist geschehen! Tobei, Genossen aus Berlin, jotbert dcr Berliner Etat allem 7 Millionen für die Polizei, für dieselbe Polizei, d:e bei den letzten Wahlrechts - Teinonstiationcn unsere Genossen mit blutigen Hopfen heimgeschickt bat. (Es erhebt ich cm Höllenlärm bei den Berlinern, Leipzigern und '.'A lburgern. Genosse Stadtverordneter B 0 r fl in a n 11 - Berlin ruft: Das ist ein ganz gemeiner Schwindel! Pimutcnlanfl vermag die Glocke Smgers Nicht durchzubringen durch den Larin. Endlich legt sich die Erregung emigermaßeii, und es tritt Halbwegs Ruhe ein. Singer ermahnt den Redner zum Schluß zu kommen.) LandtagSabg. Segitz fchliebt feine Rede, auf die Berliner weifend: Tas sind unsere Ankläger, bilden Sie sich ein Urteil. (Stürmische Jubelrusc bei den Süddeutschen. Auch bic Tribünen beteiligen sich an der Dcnionstration. Fortwährend erschallen Bei- fallSjatvcn. Singers Glocke ertönt ummtcrbrodien dnrch den Saal, memanb achtet zunächst Darauf. 10 Minuten lang konnte Singer nicht Ruhe fhiten. Endlich bringt seine Stimme mühsam dnrch D.EoaL) Bors. Singer: Genossen, wenn Ihr Euch nicht mäßigen könnt und (Sure Aufregung nicht bemeifteri, so »nacht Ihr einfach eine geordnete Verhandlung unmöglich. Ich glaube im Namen Der Gcsamtpartei von allen Telcmcrtcii verlangen zu können, daß sie sich soweit beineil'tern, daß Die Verhandlungen möglich werden. (Lebhafte Zurufe: Wie war eS denn in Dresden!) LaubtogSaba. Ströbcl-Bcrlin: Tic bayerischen Genossen haben sich geradezu auf blodlibcralcn, nationalfozialen Standpunkt gestellt. (Gelächter bei bcu Süddeutschen.) Schöpflm-Lcipzig: Es mug Klarheit gcschosscii werden. Ich bin cm scharfer Gegner Der BnDgctbcwilliaung, td) bin aber dafür. Daß die Partei in besonderen fallen die Budgetbewilligung zuläßt, sonst kommen ivir auS den Erörterungen nicht heraus. Rcichsiagsabg. H 0 ch-Hanau: Wenn cs zu einet Spaltung kommen soll, dann mag sic kommen. Rau- mit den Leuten, Die nickt zu uns gehören. (Dröhnender minutenlange 1 Lärm.) Alag auch Die Spaltung kommen, die Arbeiter werden bald wieder znr großen Partei zurückkehren. Alle anderen Bc- ftiebimgen werden fcbcitcni an Der festen Gejchlosseichest der Arbeiter- fchast. (Lebhafter Beifall bei Den Norddeutschen) Stollen- Hamburg: Ich bin zwar gegen die Dorstand«- rcfolution, aber auch gegen Die Haltung bet Sübbcutschen. Empschlcnsweri ist die Resolution Frohmc. ra hlung aus bic ungeheure bestehende Schuld. Nicht durch Trinkgelder winziger Sten» zess'Stichen genrinnt man die Massen, sondern durch rücknchtrNose Lruik und Hinweis auf unser herrliches Endziel. Wir münen bet verderblichen revn'ionisnicben Rickrung. die ben Rum bringt, einmal umifcnt Bis hierher und nicht weiter! (Lebh. Benall ^iefc Resolution ist qetrci-cn van ehrlichen und wohlwollenden Absichten. (Erneutet Lärm der Süddeuifche-.t. Zuruf: Selbst flcohrseigt!) Eie (zu den Süddeutschen gewandt) Haden aber die dem Haupte der Gottheit endprungene Resolution schon im voraus verurteilt, (tzeiterkeit und Widerspruch bei den Süddeutschen.) Wir bekämpfen ciitschicdcn die LoS von Rorddeutschland-Beweguna, die hier in Szene gesetzt wird. (Stürmischer Beifall bei den Nord- bcutscken.- Rnch-tagcabs. Ulrich-Lssenbach: Ick ’nerbe nickt in so auwei.;endcr Weise sprechen, wie mancher <6 bisher getan bar. Ich mache ben Ton des „Vorwärts" und der „Lcuniqer BollSzei- tung" nicht mit. Don Zeit zu Zeit taucht in unterer Partei immer one große Prin;ipienfrage auf, die in einer Welse traktiert wlrd, daß wir uns die Üaose abschneiD-n, ohne daß es nötig ist. Tir B«lincr haben übers Ziel geschossen. Beifall und Wederspruck 3ic schlagen hier löne art, an die man ja bei Ihnen gewöhnt ist. Ein junger Berliner hat ja fogar erklärt, ich sei unwürdig, hi der Partei -u bleiben. iHeiterkctt, großer Lärm der Berliner und Ruse: Er ist rauSgeschmissen.- Demi Ihr »hn abgrfdrüttcll habt, bann ist es gut: er har aber damals eine große Rotte in Berlin gespielt. Ich gehöre nicht -u denen, die verbrannt werden sollen, (yciterfeit. 1 Ich erkläre mich aber mit ben baye ri sch., zoürttembergischcnundbadischenGenossenvölllg so l iba risch lLtünmschet Beifall der Süddeutschen, Gelächter der Berliner und der Lero;iger.- Der Parteitag darf unS nicht bte Hände binden. Die Fraktionen müssen Bewegungssrcihelt haben. Tie Dorsrandsresolutwn muß abgelehnt werden, weil wir kein Ketzergericht habni wollen, sondern freie Männer sind, (stürmischer Beifall der Süddeutschen.) . Wesirrmaner-Stuttgart Tie Süddeutschen ,-rranwnen haben erklärt, sie würden sich bent Partestagsbeschluß nicht unterwerfen. Die württembergischen Genossen stehen aber nicht geschlossen hinter der Fraktion. Aus ba3 entschiedenste muß dem Anschein ent- gcfl enge treten werden, als ob die Parlamentarier über dcr Partei srehen. l Lärmen der Beisatt der Berliner und Lewziger.) ^In tränenreichen Beteuerungen und Erklärungen (Gelächter der Süddeutschen, ist hier gebeten worden, die Partei nicht zu zerreißen. Sie (zu fernen süddeutschen Kollegen gewandt wollen die Einheit nur, intim sich die Mehrheit Ihnen unterwirft. (Lärmender Beifall bei den 'Norddeutschen., Man hat die Regierungen hier gelobt, man hat gesagt, in Bayern könne sogar der Minister v. Wcl>- ner, der „heilige Antonius von Untcrbadnng", Mitglied des svzial- denwkratisQ>n Wahlvereins werden. (Heiterkeit.) In Baden wird unsere Presse auf den Bahnhöfen geduldet. Das ist alles. Aber tausende von Arbeiter hegen auf der Straße und schreien nach Brot. Der Machlkitzel der Unternehmer war nie so groß wie jetzt. Nun (jai sich cm besonderer süddeutscher Parteitag gebildet, zu bem nur die Budgetbewilligcr geladen wurden. (Lcbh. Hört! Hört!) Solche Verhältnisse müssen wir klarftetteii. Ich empfehle Ihnen eine Resolution, die die Budgetbewilligung billigt. Unterstützen Sie die Resolution. Lehnen Sie dann aber mit glänzender Mehrheit ab. (Großer Lärm, Beifall bei den Norddeutschen und Lachen bei den Silddcutschen.) Dr. Weil-Nürnberg: Die Budgetbeivilliqung ist kein Der- craurnsvotum für den Massenstaat. Tie Verschiedenheit der poli- tischen Verhältnisse in Nord- und Süddertschtand bat uns veranlaßt, jür das Budget zn stimmen. (Beij'all dcr Süddeutschen.) Ülora Zetkin- Stuttgart: Ich protestiere gegen die Bchaup tung, daß die gegenwärtige Parteiauseinandersetzung mutwillig lMnufbcschworcii wordcn ist. Es ist weiter gesagt morden, der gute liebe Partcivorstano sei der Gcsmigene der Berliner, er werde von imverantirortlichen Zwischenrrägent sdstcckt insormiert. Ich pwtcftiere mit aller Entschiedenheit dagegen. (Die Rednerin gerät in eine furchtbare Aufregung, schlägt wild um sich und sdmappt mit der Stimme über., Ich vrolesticre dagegen, daß man hier ben Partcivorstand als lost len loses und urteilsnnfähigcs Organ hinstcttt. Wer sind bic Zwischenträger? Heraus mit eurem Flederwisch! Nennt die Namen, aber ucrbäditigt nicht allgemein ! Jetzt wird der Parlamentarismus ildersck^jtzt und die Kraft der Lungen untcrsdxitzi. (2türniisd>e Heiterkeit.) Auch bic tok tischen Fragen müssen priiizipicll gelöst werden. Äcr wollen die Einheit der Partei, aber aus dem Boden der Disziplin. (Lebhafter Beifall der ''Norddeutschen.j Dars. Singer : Es ist ein Antrag Westermalicr eingegangen Der Antrag billigt ausdrücklich die Biidyetbcivstligung dcr süh deutchcn Genossscn. (Gwßer Lärm. Zuruf: Unwürdige .stvmödie.» Wer unterstützt den Eintrag? — Die Berliner erheben die Hände, die Süddeutsdicn verhalten sich stumm. Tr. Q u a r ck - Frankfurt a. M.: Die Frage der Budget- ßeivstligung ist nicht grundsätzlicher Natur, das zeigt Die praktische Ersalwung in Hessen und in (^ostw Tic Resolution Frohnic wirt) späterhin Zwistigkeiten im Keime ersticken. Bedauerlich ist bic unsachliche Erbitterung, die in die Erörterung dcr Frage hinein- getvageu ivordcn ist. (Zustinnnuny.) Dr. Lentfck>-Lelpzig jchimpst auf diejenigen, die aus bic „Leipziger Volkszeitung" gcschimpst Haden Der 5trat ist mutwillig iKraufbddnuDrcn norden, aber von Den Süddeutschen. (Großer Lärm. Zuruf: Das ist eine Frivolität.) — Genosse Wc 1 ß-Markt Rcdwitz: Wenn Sic Der Resolution des Vorstandes zu stimmen, dann turtbai bic dwistlickeu Agitatoren uns mst bem PartestagS- bendit in dcr Hand auss schärjstr bekampstn. .’uoeb einmal weise ich bat Antrag Wester mauer zurück, der unS der Lächerlichkeit vreiSgibt. Singer durste ihn gar nicht zulasscn. (Lebhafte Zu- timmmig der Süddeutschen.) Eine he s t i g c Ge s chä f t so rd n u n g s d c b a t te. Bors. Singer: GeschäftSvronungSin.ißig mußte der Antrag tzugclajscn werben. Meine pcrfönlidK Meinung über ben An- VeNrauensvoturn enlgeLcnzubrmgen. Reusd>-Hamiover:'Ein Disziplinbruch liegt nicht vor Darum lehnen wir Die Resolution deS PorteivorstandeS ab, ivcil ihre Annahme eine Spaltung hefstockten läßt ((fkläditer der Berliner durui: Berten Sic nur ab. Gwßcr Lärm Eine Spoliung ist ui befürchten, und diese mürbe von unhest- vottem Ernlluß sein für gmj Deutschland und für die gmizc Arbeitcrbcii»cgimg ES ist nicht schnxr, eine von Aüünka!ismuS triefende Rede zu holten: aber '.ober ist nicht gewissenlos gcnui Mjti. ((Kroßer Lärm. Reichstaysabg. Ledebour ruft: TaS ij •ine llnvenchärntheit.) Sxxrf Singrr (|um Redner genxinbh: Ich nehme an. daß 5ic nicht Bczug auj une hier gehaltene Rede genommen haben. Rosa Luxemburg Fast icdes ^abr bal'fn wir unS mit bec Frau De» Reviiioiiiom. 0 b- sdmingen müfi.m Immer wurde uni' Sch-.^a.zieheier oorgavorscn, mcnn icnr von dieser RÄHnmg b« größte Gciahc befürchteten. Der Weg der ttart ttanistn-Laoi'g: Tiircb die Bubgetbewilligimg macha, wir uns zu Ac'-Nckuldigc.« De8 F.tofieit’iaatc*. ^-*ir haben eui Sied», in die Verhältuinc ui SüdDeustchlaud hmenuureben. (3ufnmmunj und Sibrrlpnicb.) Jeder amiänbiqc lartctgenofic muß sich oh.:, weiteres Dem ParteitagSbe cklussc fügen. Dallher-Rürnbcrfl erklärt, daß Durch d-e Aimahme bc< Put.-etl eine ttrieiditemm tn Der Agitanou geschafien worben sei. T, Süddeutschen wollten deu Frieden un Iuieresie des Proletariat;. Tic Nesolunou de» Parteioorstaudcs wolle diesen Frieden nutzt. Tie Süddeutschen hätten nur em glattes «Nein* für sie. (Per'a., bei den Süddeutschen.) Re.chStagSabg. Fischer-Berlin: ES ist unsere Pflicht, einen Weg der Verciudarimg zu fuchen. Nach Bebel* WoNeu sagte mir, et müßte mit bem Teufel zugeben, wenn eme Einigung md.: möglich wäre. AIS ick aber beute eegiR hörte, begann ich zwci'cln, daß der gute Wille dazu da tfL Plan bekommt den Va- dockt, ul3 ov eS nickt aur eine Vcritändiguu.r, |anbei« au« emm Bnich abgefebcn ist. (Großer Lärm.) Man will aber du Veiantworliuig dafür auf andere Leute adivölzeu. (Eruaiter Lärm.» Mit dem Herzen stehe ick auf Seiten der Süddeutsch«. T« Bcrdältnisse ftcllen mich aber aus die andere Satr Ich dache: den Bayern wäre an der Rciolution Frodmer nichts gelegen £< aber Jtulb ihr zu stimmt, gebe ich die Hoffnung einer Eintgunz nickt au(. So lange aber diese Hoisnung nid)t Ükftalt aeTrunu. vertrete ich ben Antrag des Parte wo rstundes, ich bin aber bary, den Absatz Der Vorstands:csolutron zu streichen, m welchem ba Süddeutsch« ein Tadel ausgesprochen nnrb. (Widerspruch bn Berliner.) X5o n E lm (Hamburg'' bcsürwortet die Resolution Fri?h« und verlangt gegenseitige Nachgiebigkeit auch im Interesse bei Gcwcrksck^sten. Er schließt mit den Worten: „Begrab« w?. den Streit und seien wir einig!" (Lcbh Beifall > Reid)stagSao.st P , a n n k u ch (Berlin- weist tue Äorwürse gega den T'oitaoorflanb zurück. Heymann ^tuugart)erbebt energischen Widerspruch gege» die Behauptung, die Süddeutsdxn hätten Geheirnbundclci gcmcbai Sindermann (TrcSoen erklärt, es würde neuerer linbruch zu befürchten sein, wenn nicht schon emgesd'ritten werde Wenn die Süddi-ukschv-n wollen, bann sollen sie das WoN ,.U» onnchmbar" -urücknehmen. Landtagsobg. Lemert (Hannover : Es ist Iwrcirt dolle Klarheit gqdbaiicn. Tic Sübde»ticken haben in gutem Glaill« gehandelt. Wenn sie verurteilt werd«, dann müssen auch b* Gothaer in die „eiserne Jungfrau". (Sehr rtchNa.) Ter Partei- Vorstand sollte seine Resolution zurückzichen. ^Beifall.) Wurm (Berlin) verliest dann eine Erklärung von den Berliner StadtverorDneten, wonach die Berliner 2 :a Dm erörterte» raktwn niemals für ben städtischen Etat gestimmt habe, vd« entgegengesetzte Behauptung fei unwahr, (tturt Eisner wider- prickt.) Dr. David (Mainz) ruft: Die Redezeit ist langst übrt- chritten: so gebt das forüväbrenb. Zurus: Herunter von br Tribüne! Ter Vorsitzende Singer läutet Micderholl mit br: Glocke. Sur m (Berlin) schließt: Weg mit ber Schleicher» Nack-giebigkeit Dcm Mutigen gehört die Welt! 2hid Staöt und (anö. Gießen, 18. Sept. IfKv. * Ter Geburtstag der Großhcrzogiu. Aul Darmstadt wird uns gemeldet: Anläßlich des heillitz« Geburtstags dcr Großherzogin sind die Häas« der Stadt reich mit Fahnen geschmückt. Die Schulen Haber geschlossen. Aus Jagdschloß WolsSgarten sand heute mittag Hostasel statt, an der auch Prinz und Prinzessin Fran, Joses von Battenberg, sowie der srühere Cberbr- marschall Frhr. v. Westerweller mit okmahlin uni der diensttuende Llammerhcrr, Frhr. v. Leonhardi teilnahmen . Am Abend besuchten die Großh. Herrschaste: die Festvorstellung im Hoftl-cater, al- welche neu einstudicr Brüll's Lper „Tas goldene Kreuz" zur Ausführung hr. * ReichSfinanzreform Zur Teilnahme on br. Bundesrats-Beratungen über btc Reichsjinanzrcform baber sich gestern nachmittag Staatsminister Tr. i^wald, Fmanz ininistcr Tr. Gnauth und Ministerialrat Tr. Becke: nach Berlin begeben. Zur Landtags wähl-Bewegung. In 9k. 201 des r®icjj. Anz.^ vom 31. August 1908 stand eine Rott» betreffend Die LandlogSwohlci» im Herbst 1908, oll ei Bürgermeister Benner zu Drei! feine Kandidatur nieder- qelegt habe. Ties verhält sich nicht so. — Burgennnsie Benner trat nur unter besonderen Bedingung er zurück, aber nicht definitiv. Da man nun biefc Bedingungen bis letzt nicht nachgekommen ist und auch fetrr nicht nachkonnnt wie e8 auSsicht, so hält Herr Bürgernteifw Benner feine Kandidatur int Wahlkreise Grünberg aufrecht Die VericaucnSmänner-Dersanimlung in ©tünberg, in welchc Bürgermeister Benner olö Kandidat erwählt wurde, bind bestehen und behält ihre volle Gültigkeit in allen ittr Teilen. — TaS Mainzer Crtflfomitce der ZentrumV partei hielt am Mittwoch eine Sitzung ab, in der daß Atz kommen mit der nationalliberalen Pattei wegen gemeuistuup Vorgehens gutgeheißen wurde und als Kandidat Justiz» Dr. Schmidt (der z. Zt. den Bezirk Mamz-Land uedntß ausgestellt wurde. ** Ministerium des Innern S. L H dcr Herzog Ixiben den Borsitzendcu des Hess Handelskammer tages rtommerzienrat Dr Franz Bamberger für h Zeit, in der er diese Stelle einnimmt, zum außcrordentl'cko Mitglied der Abteilung sür Landwirtsä-ast, Handel und G' werbe des Ministeriums des Innern ernannt , •• Steuer-Personalien. S. K H. der Grot - verzog bsben den Regierungsassessor Karl Hanack «»' Kirch-Gons zum Stcuerkonr-olleur, den Hauptstaattka"^ bud)haltet Karl Wesp zu Darmstadt .zum A'icderlageve:. waller bei dem Hauptsteueramt Mainz und den Bezirst' kassoassistenten bei der Brzirkslasfe Lsicnbach, Pb'l F--' noss zum Bezirks kassier der Bezirlstasse Seligenstadt ernannt. •• Forstpcrsonalien. S. St H der s-stoßherz I)abcn den LKerförster der Lberförstcrei Windhaufcn, * meister Albert Hoberkorn zu Romrod « juchen und unter Anerkcnuun ; seiner langjährigen, ttc geleisteten Tienstc in den Ri bestand versetzt und ihm den Charakter als „Ged- Forftrat" erteilt. •• D0m Kess. Flottenverein. lieber den C" 1 der Lage im Flottenverein beriet der Landesaulschott |ür Hessen in inner letzten Ausschußsttzung in Fraal» GriginaL-Drahtmeldurrgen. hause schleppen. Morden, von der seit längerer Zeit die Rede war, ist nun in Angriff genommen. Tie Gleisanlagen werden nach der kötadtscitc hin vom Eilgutbahnhof aus um ein Gleis ver- Triehrt, das an einem Prellblock endet, der bei der Geilfus- ßchen Besitzung an der West-Anlage seinen Platz erhält. Tie Arbeiten an der neuen Gleisanlage, insbef. die damit bc- x Ulrichstein, 16. Sept. Gegenwärtig werden die Fernfprcchleitungen nach Ruppertenrod, Mücke und Grünberg nut doppeltem Leitungsdraht versehen, weil dadurch eine viel größere Deutlichkeit der Gespräche er- Gießener Wetterdienst. voraussichtliche Witterung für Hessen am SamStag den 19. September: Fortdauer der trockenen, meist heiteren Witterung. in Anspruch nehmen müssen. -eü Steinbach, 17. Sept. Am künftigen L-onntag, 20. d. Mt§., findet zu Steinbach das Jahresfest des Zweig- Dinter sich eines außerordentlich lebhaften Besuchs zu er isteuen hatte, wird nach der Sommerpause heute abend rrieber eröffnet werden. Tie Besucher, die das hochinter- sssante Institut früher gesehen haben, werden bei einem reuen Besuch von den erfolgten Verbesserungen angenehm überrascht sein. Das Panorama wurde einer vollständigen rienoviernng unterzogen und bietet jetzt einen sehr behaglichen Aufenthalt. Tre Beleuchtung der Bilder erfolgt nunmehr durch elektrisches Licht, wodurch der früher oft unan | genehm sich bemerkbar machende Petroleumgeruch beseitigt! ijt. Die erste zur Schau gestellte Serie bringt 50 Ansichten non der Jungsraubahn und den durch die Bahn leicht zu- Sanglichen Hochgebirgswuren im Berner Oberland. Tie älder sind, wie wir uns selbst überzeugen konnten, überaus naturgetreu und gewähren einen prächtigen Einblick in die wunderbare HochgebirgSwelt. ** Hess. Landesausstellung. Die Gedächtnisausstellung für Jos. Olbrich wird Ende Sept, im Ernst-Ludwigshaus auf der Mathildenhöhe zu Darm- j:abt eröffnet werben. Sie.wird mit der Landesausstellung «m 31. Oktober geschlossen werden. " Handln ngSko mmis von 1858. Da die Neu- Belebung deS hiesigen Bezirks im „Verein für Handlungs- loinnüß von 1858 Hamburg" durch den zahlreichen Besuch Gesichert zu sein schien, wurde am Mittwoch abend die Vor- tziandSwahl vorgenommen, so daß man hofft, in den hie- ffigen Bezirk wieder neues Leben zu bringen. Der Vorstand frIjt sich nunmehr auS folgenden Herren zusammen: 1. Vor- j.ljenber Wilh. Schwalb, Schriftführer und Kassierer Rich. Sternberg und Beigeordneter Karl Berg. Bei Herrn Schwalb befindet sich auch die Geschäftsstelle. ** Die Erweiterung unseres Bahnhofs nach handel. "Gewerkschaft Siebener B r a u n st e i n - Bergwerke, vor m. Fernie. Am 1. Sept, sind von der Gewerk- chasl nutzer 180 000 Mk. Nominalwert 4 proz. Obligationen zur ersten Stelle, das erste 'Mal 40 000 Alk. Nominalwert 47, proz. Obligationen von der zweiten Anleihe zur Ausloosung ge- kommen. Tie Rückzahlung erfolgt vom 2. Januar 1909 an nut einem Aufgeld von 5 Proz. an den bekannten Einlösungsstellen. — Zuckeriudustri e. Unter den Znckerrafsinerien sind aufs neue Bestrebungen im Gange, die in der Hauptversammlung am 24. Sept, beabsichtigte Auflösung des Syndikats zu verhindern. Tem Vernehmen nach versprechen die Bemühungen Erfolg, da alle Raffinerien, ausgenommen drei, für einen erneuten Zusammenschluß sind. Märkte. ko. Frankfurt a. M., 18. Sept. S>eu- und Strohmarkt. Angefahren waren 8 Wagen Heil und 3 Wagen Stroh.. Bezahlt wurde für Heu Alk. 3.20-3.40, für Stroh (Kornlangstroh) Mk. 2.40—2.50. Bei lebhafter Nachfrage war der Markt balv geräumt. 3n bet Nahe ton N--ber.M°tknwutbedetFlüchtlmg £onncr8tag fmb in Wurg 306 Verfonen von einem Bad-Nauheimer Polizisten eruiert und nach cm- qu Gl leva crfvanrt unt) nö gestorben. stündiger Verfolgung bei Steinfurth fe ft genommen. Wie aus Helfingfors gemeldet wird, Jft der englische fc ?friebbera, 17. Sept. Gestern fand hier unter Dampfer ,Saxou", von Brighton kommend, in Suekki-Jaervi mit dem' 'A» des «eh Regicrungsrat F-Y e.ne Kreis. ch° ausschutzsitzung statt, die über das Gesuch der Stadt JJ m c Quarantäne und zur Tcsinfektion nach Trängsnnd. Bad-Nauheim betreffend Einleitung ihrer Ab- Eholerahospual zu Bjoerskoe starb heute früh em See- wässer in die Ufa hart oberhalb der Stadt Friedberg manu unter choleraverdächtigen Erschelnungen. befinden sollte. Ter B°b.N°uheimer Sachoerständ.ge Pro. ««H13.neue P-stMe b.ti feffor Tr. Gossel hielt das Projekt für einwandfrei, wahrend 3 $er Penarth nach Granville gehende Tampfer „Rovelk' Kulturinspektor Heyl-Friedberg auf die Misere dieses Kultur- lfl in bec Nähe vom Gorbiörc-Veiirf)tturm bei Jersey unter- Werkes hinwies. Letzterem pflichteten Kreisarzt Tr. Nebel- gegangen. Von 17 Mann der Besatzung wurden mir der Kapttan Friedberg und Gcwerberat Dr Gerhardt-Meßen bei. Nach, und Erdbeben dem noch Bürgermeister Stahl, Beigeordneter Justizrat eine große Panik hervor. Verluste an Menschenleben sind bisher Windecker und Stadtrat Fulk, sämtlich von hier, das Sach- „,cht gemeldet. verständigenurteil Tr. Gossels zerpflückt hatten, zog sich In St i»g§ t o mn (3§Ianb) emlaufeiibe bet Kreisausschuß zur Beratung zurüL Nach Mndiger ube^turch t^avc Sturme.^f fc Beratung wurde bekannt gegeben, daß das Gesuch Nauheims $§lQnö i)t ein „„bekannter Tampser gesunkem Die Postdampser abgelehnt worden sei. Iaus Boston und Philadelphia sind gleichfalls überfällig. Was sagt Ihr nun ju meiner Kergpartie? A Denkt nur, ich, die fick sonst bei jedem Windhauch erkältete, datz ich tein lautes Wort hervorbringen kann und Hals- schmerzen gar nicht los werde — ich war oben auf der Zugsmve — und in einem Hundewetter. Und hat mir nichts F getan. Ursache 7 Ich habe ,)ays achte Sodener gebraucht w ▲ und ich sage Euch, die haben Wunder an mir getan. Ich bin ordenitich verliebt in die kleinen Dinger und sie gehen W A mir von nun an — auch auf der Reise — nicht mehr aus. Tie Schachtel kostet ja nur 85 Pfennig und man kann sie ti F Jfl icder Apotheke, Drogerie od.MüieralwasierhauLluug haben» zielt wird. fc. H o p f m a n n s f e l d, 17. Sept. Pfarrer R u e $ hier ist zum Pfarrer an der lutherischen Kirche in Kassel gewählt worden. Er tritt am 1. Dezember d. I. das neue Amt an. (!) Darmstadt, 16. Sept. Vom 19. bis 22. Sept, findet hier die Konferenz der deutschen landw. Bern ssgenossenschaften statt. Die Genossenschaften find die Ausführungsbehörden für die durch Reichsgesetz geschaffene land- und forstw. Unsallvcrsicherung, die die Fürsorge für alle in land- und forstw. Betrieben vorkommenden Unfälle, die Durchführung des Heilverfahrens, die Unfallverhütung, die Entschädigunasfeststellung ufw. in sich schließt, und für die alljährlich im deutschen Reiche Millionen um- gelegt werden. Tie Tagesordnung der Konserenz sieht Vcr- ... ... „ . ijanblungcn über wichtige Punkte vor, insbes. über bie Stel- Ringtc Verbreiterung ber Brücke über bie Wicseck, sind der lungnahrnc zur Abänberung der Organisation, bcs Ver- rt-inna Winn il Eo. übertragen. fahrens und bes Jnftanzenzugcs in Sachen der Unfall-Ver- ** Mit der Obsternte beginnen nächste Woche die sicherungsgesetze. Sie umfastt werter Beratungen über den BbftauSfteltunqen Es werben von ber Lanbwirt- Zusammenschluß der l-nbw. B«ruWen°siensch°ltm unb der ! iin Lrch am 26. und September, m 93 a b - 9i a u I) c t m nc|.muug gemeinsamer Interessen, ferner über die Gründe .im 20. Sept., in Büdingen am 3. und 4. Oft., in Butz -1 die Zunahme der Rentenlast, Begriff und Umfang des 'dach am 8. Oktober. Heilverfahrens, insbes. die Nachbehandlung Unfallverletzter als Zusatz zur Milch eine leicht verdauliche Kindemahrung. Seit Jahren bestens bewährt zur Herstellung von Puddings und feinen Backwaren. | Nähre mit „Knorr“, | Paris, 18. Sept. Wie der „Matin" mit tendenziöser Absicht aus Tanger meldet, hätte der deutsche , v . Konsul Dr. Bassel bei Muley Hafid nicht den erhofften ♦ * Selbstmordversuch. Ter stellenlose Kellner und über Maßnahmen zur Durchführung der land- und Empfang gefunden. Wie der Korrespondent des Blattes 'Ldolt Gcstner aus Gladenbach brachte sich gestern abend forstw. Unfallverhütung Weiter werden Fragen des Der- angeblich erfahren haben will zeigte sich der Sultan kemes. ’s q Ji Wohnfherf Auft in die Brust sicherungsrechtes fotoie solche über Verwaltungsangelegen- wegs bereit, sich seinem Einfluß zu unterwerfen. Er soll iin der ^udwigfttuße einen ^.e U ü J ® 6 heiten behandelt werden. Tie Vorbereitung für die Konferenz dem Konsul erklärt haben, daß er als Vermittler mit den Ihn, der aber nicht lebensgefährlich au fein ^ajcint. oevner Händen der für diese Zwecke gebildeten ständigen Mächten in Tanger einen vortrefflichen Vertreter in der wurde durch die Polizei in die chirurgische Klimt veroracht. i ^ommipion der deutschen landw. Berufsgenossenschaften. Person Menebhis besitze und daß er in diesen volles Vermach den von Geßner geschriebenen Abschiedsbriefen, die ^c Geschäfte hat die Verwaltungsstelle der land- und forstw. trauen setze. Zu feiner Unterstützung habe Dr. Basset 'ich in seinem Besitz fanden, war Liebeskummer die Ursache Berussgeiiosscnschast für das Großherzogtum Hessen unter daraufhin die Abreise des österreichischen Konsularagettten eines Schrittes dem Vorsitze des Geh. Regierungsrats Bichmann in Darm- Löhr nach Fez veranlaßt. * '* « 8 N ,1 N - B r N i c k t G r o st - Fc l d a - O h m- stadt wahrzunehmen. Tie Zahl der Anmeldungen zur Kon- P a r i S, 18. Sept. Nach einer Meldung aus Nancy • i r sünmb EU'enbalm Komitee für Groß-F-elda und Um- ferenz beträgt etwa 70 Perfoncn, zu denen noch bie Vertreter soll do'rt gestern der Dia m a n te n-Fab r i ta nt Le- , nns mitaeteitt daß die Notiz m Nr. 218 des der Ministerien, des Lanbesvcrsicherungsamtes, ber Provin- m 0 i n c gesehen worden fein. Als er stch beobachtet sah, Sn-b"^ 6as eifcnbatjn-Slomitce hab- zmlbchorden, der Landesveriichcrungsanstalt. der Burger, sei er in ein -Automobil gesprungen und schnell davon go BadnHrojcN von ^Lß.p-ld- in da- Ohmtal -usg°. meisteret Darmpadt sowie Ehrengäste tommen. sahrcn jeben und plane eine Bahnverbindung Alsfeld- -sd. Darmstadt, 16. Septbr. An dem von dem iiro ß-Felda Ulrichstein, unzutreffend sei. Darmstädter Lehreroerein veranstalteten Fort- ♦* Die Maul- und Klauenseuche ist ausge- bildungSkurs hatten sich wieder ca. 300 hessische Lehrer Wochen im Kreise Erste in (Unterelsaß) am 16. Sept. beteiligt. Pros. Berger la§ über .Neue Erscheinungen der x Dollar, 18. Sept. Gestern abend gegen i/g? Uhr Literatur^. Der Kurs sand heute feinen Abschluß mit einem ireiancte sich auf ber Straße Gießen —Lollar nahe von dem Darmstädter Lehreroerein veranstalteten geselligen -er ^ollar-Wicsecker Grenze ein Un g lü cks f a 11, der bald Unterhaltungsabend. — Nachdem für alle übrigen Geschäfte ein Menschenleben gekostet hätte. Ter Knecht ber Müller der 8-Uhr»Ladenschluß emgeführt wurde, haben nun- vren $3ire dahier fuhr mit einem Heuwender die Anhöhe mehr auch die Bäcker, Metzger und Fnseure, sowie die In- Ruvvenstrauch" herunter. Als er sie herunter war, scheute Haber der Fleischverkaufsstellen bei dem Kreisamt um Em- ;aa Pferd und ging durch. Es prallte gegen einen Baum, führung des 8-Uhr-Ladcnschlusies nachgesucht. Da hierzu bie Durch den furchtbaren Anprall wurde der Knecht unter Zustimmung von zwei Dritteln der betreffenden Ladenmhaber die Wendemaschine geschleudert, wobei ihm eine Wendcgabel der Branchen notwendig ist, findet zurzeit eme Auflegung der !>en linken Unterarm vollständig aufriß. Sin des Weges Listen mit anschließender Abstimmung statt. kommender Bierfuhrmann leistete die erste Hilfe. In- W. Wiesbaden, 16. öept 2>ie 33. ®erfamm- •milden war das toeiteraeraftc Pferd etwa 200 Meter von lung des Deutschen Vereins für öffentliche Gesund» d^r UnalückssteNe^von ebenfalls des Weges kommenden heitspflege die vom 16. bis 19. d. M. h7er stattfindet, jer utigiua-|ieue nun euti । mnrfw’n Ter wurde heute früh unter groner Beteiligung aus allen Teilen Arbitern aufgefungen und h^rher g L qekommen Deutschlands im Paulinenschlößchen durch den Vorsitzenden Knecht war nach kurzer Zett wieder zu fich gekommen i Schottelius-Freiburg ^Brsg.) eröffnet. Im ^tarnen und konnte sich trotz des stark blutenden Armes allein n d) Regierungspräsidenten hieß Geh. Medizinalrat Dr. Hanse schleppen. Jedenfalls wird der Bedauernswerte, ber Pf^rffer-Wiesbadcn, im Namen ber Stadt Oberbürgermeister ein sehr braver Mensch ist, längere Zeit ärztliche Hufe D und im Namen des Vereins Mesbadener Aerzte Dr. Lüders die Eiffchienenen willkommen. Der Generalsekretär des Vereins Dr. Pröbsting-Köln erstattete den ... D ,.uvtl AW vus, „ , Jahresbericht, nach dem der Verein 1730 Mitglieder zählt. Vereins der GÜstao-Adolf-Stiftung im Dekanat Gießen statt. I Auf Vorschlag des Vorstandes wWtde Äch. Oderbaurat Bau- f urt. Es wurde dem neuen Präsidium Vertrauen aus-f Näheres ist au? dem Inserat im heutigen Blatt ersichtlich, Imetper-Karlsrune ?um: Ghrcnmitghcö,• «sprachen und beschlossen, in der gegenwärtigen Krisis auf das hiermit hingew.esen w,rd. ?r. v. Jbett^und^^Dr^dors zu Ehrenvo^ch^ven gen amt. eine abwartende Stellung einzunehmen. Tas Vorgehen ? Hungen, 15. Sept. Am nächsten Montag vorinittag Hierauf u e v.^^march-Göttingen über die ber Bayern Braun, Spieß und Würzburg findet nicht die findet hier der alliahrliche PrämiierungSmarkt statt, s^dttschen Gesunbheitsämlcr und ibrc Ausgaben, ferner G?h. Sympathie ber Hessen, man ist vielmehr der Ansicht, daß Mit diesem Markte ist eine Verlosung von 10 Rindern nebst ^bxrbaurnt Scdmick - Darmstadt über bic'Wasservcrsorgung cie Hauptversammlung in Nürnberg 1909 kaum denkbar landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten :e. verbunden.— ju ländlichen Bezirken. Lt, wenn diese drei Herren bleiben. Am 26. September ist Tie hcesige Kirchturmuhr wird gegenwärtig neu her- Hanau, 15. Sept. Tas hiesige freisinnige Organ, die eme Sitzung des Gefamtpräfidiums in Berlin, am 1. Okt. gerichtet und ist zu diesem Zwecke auSeinandergenommen. ,Hanauer Zeitung^, ging durch Kauf ai^ den Buch- i-me Sitzung des Landesausschusses für Hessen in Darmstadt. Dabei wird auch ein neue?, weithin sichtbares Ziffernblatt druckereibcsitzec und Verleger deS „Göttinger Tageblattes* Die Hauptversammlung des hessischen Vereins tagt Ende angebracht werden, womit einem lange gehegten Wunsche Wurm in Göttingen über. Oktober in Darmstadt. Zugleich wurde die Hoffnung aus- der Einwohnerschaft entsprochen wird, denn seit langer Zeit-- — -------- .resprochen, daß ber neue Präsident Admiral von Köster war an dein alten, vom Zahn der Zeit arg mitgenommenen öcritliföHCf« ijeim alten Kurs bleibt Ziffernblatt nicht mehr die Zeit zu ersehen. Man hörte die * Pri nze ß Al ic e a 1 s F c \i c r ipc b r m a nn MrS. Alice ** Landwirtschaftskamme r. In der 30. V o r - Uhr nur schlagen. Auch wird anstelle des seitherigen Stunden- Longw^ib, btc Tochter des Präsident Roosevelts, bie bekanntlich ianbfcfifcung am Mittwoch würbe u. a. bie Einrichtung jeigert ein M.nuienzcigerwerl angebracht werben. Vielleicht eine (efcrwioluteSeij« >>-. d^°u»u ;; ubru^r|1^; fincs landwirtschaftlichen Buchführungsdienstes beschlossen entschließt man sich auch noch, an den anderen Seiten -n ^fctbcüdU ihre? Gatten ss-euer auSgcbrochcn. Nur inb das Statut dafür angenommen. Bei der Eisenbahn^ I Turmes Ziffernblätter anzubringcn, damit von jeder Richtung nm cinnu dünnen Nackugeivand lxklcidet. rannte MrS Sanfl* Direktion soll auf Beseitigung der Mißstände bei Ausladung cmS die Zeit ersichtlich ist. wprth fiirchtloS!in den brennenden etalliJettete juiiadnt. »Juwo ier leeren Milchkannen hingewirkt werben. Zn bem Ent- A Cue db o r n, 16. Sept Heute ergoß sich ein wahrer b*ehf Wurf einer Berorbunug, bas amtliche Verwiegen ber Regen von Strafbefe 1)Ien über unferen crt. &j_Jan. >Schlachttiere betreffenb, »urbe erneut Stellung genomme,, ^‘Vn’VsuIiTs^müta^ um i Uhr Matten würbe R'.cinc TageSchronik. .Mastig auf bie neue Spielzeit vor. bie. wie wir bend/ b^mal's ‘bem'1 Sabi^e^-Me'‘m"ti.ijed11 b"- Sel^m 'cme^») t den?!ch^n'llt'iIe'r - erholten b°b-! i eten, am 2. Oktober mit der „Jungfrau von Orleans" £ " " Strasbeseblen bedacht. Aber auch andere Per- roorm ,hr n, l.cbe.iswurd.qen Wor.en versichert wird, dab sie tincn Zuschauerraumes, die Aufgänge und die Vorräume, der fang en er der Zcllcnstrafanstcttt,al^ 2CUl§ia3bc tVcV ^n |p e n b e beläuft sich bisher auf 4 540 602 Mk. Fußboden, die Wände und Decken sind bereits von dem tm fangenen, die außerhalb der Anstalt beschasttgt werden, ^maeqen dem Wunsche seiner Berater hat sich Gras Zeppelin Lause des Sommers angesammelten Staub befreit. .Heute Essen bringen sollte, xer (Strafgefangene, ein junger .Utam!, Qu| )eöCH ycivinn aus der Zcppelin-Stiflung zu r;nb morgen wird mit der Steinigung, bie sehr rasch und der nur noch kurze Zeit hinter schwedischen Gardinen per^iditen. zuverlässig von statten geht, fortgefahren. weilen hat, entfloh in der Richtung nach Bad-Nauheim zu. | Ein Krankenhaus für 500 Brustteidende beabsichtigt bie Stadl * Das Kaiserpauorama, das im vorigen " nO Land. icße/:, 18. Sept. 1? Großherzogii t: Anläßlich des Ijen rrzogin sind die fa Mücit. Die Schulen c- fsgarten fand heute ac -inz und Prinzessin # sowie der frühere £::t riler mit .Gemahlin- 7 Frhr. v. 2eonl)i:: ien die hlroßh. öenfe. - r, als welche neu duftete ,eti;" i»t iluffiNl- m. 3k »«TI.; ie Michsiin-mjrefED Mnistenalrat ri. w »'Bewegung. 3»^ mfi 1908 flanb <»< ■- ! i,„ HM 1« iS feine Sani"* ® M io.-W; . t i o. "3 metotnmen V-Hlkr» ?d*in * jung in ©runberg, 1C ®*"^“genl. »mitte d-r e SM *•«**; •J'Ä , ^iit »ini*6* n de-Hbsi^rger ff, ranz ^^auBCiori^/ ^Kannt. . lren-. ?'L rän^ MsEen NS olleur, den w IC H ■ I bie > Hl wolle L,n6>l«ei 1 "s . , 1 l?!-. ■ wenn eine g ■“ • f ee9'H hoi ,’ft. bcflQnn t4 lnbi9Uii(|, SAWil !- L°Aun77°,x» ; ’u Itreieben in hZu fc«' i1ui) Weift ^rgischen Widersprich», Wt, fc, wurde wchein tn ^len sie das Won,■ A ist bereit; i ? Men in gutem bann müssen mq .M: richtia^ ^ckziehen. sBeisall.) eine toflnimig non baU : Berliner Stabtbetort^i t Etat gestimmt habe. whr. (Kurt Eisner rv« die Redezeit ist [ängit ? ■ Zuruf: herunter ir- i er läutet wiederholt v eg mit der Schleichen, irt die Bit! fllenneteb# Herborns 6.V. nach bet-Trr1kii*d. I>i: . Tic 3tCtß ticlcKcnhciteklXuT<- in Motorräder u. Automobile aller 21 rt. fordern üc bei Be darf Cftrrtc bet Job. HättSler, Frankfurt a. CperitDlaU 14 <*k’orüiibct 1W7.hv*,.,e 2 DtHflflni fauien__Mrabenür. 4, II. :Q7734 V7724J l'lebrtrc Lsagen ftubmtft f. abzugeben, V. Kau, Aicher-Str. 19. 0774ÜI (£inc Staute Slubmti't a- ocit. A .*jtv. 1« 'Üm. Nord Anlage 3. I. Zwei Jagdhunde Z deutsch, kurzhaarig, sehr gute Dressur, ui verkaufen. Forstbaue Reindardodai« (43o»t chrünbergi. 3 Norg. Örummctgrns zu oerkau'en. (itoü ________«Zranksurter-Strage 29. Gebrauchter Niudcrwaacn und Ztinderstuhl billig zu vertnufen. • TTÜtii________________(5beliirnf1/2 Näderes Walltoritr. 4h. I 5 Zimmer Ltcbtgstrasic 3, II. 5-Ziinmer-LZobnnng nut allem Zubehör, neu renoviert, per sofort I Möbl. Zimmer \ 07751; Änft Arbeit, k. 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