want Mn« wann, 'inWieM^blckeWlC«: »Jrw Mi.w'SßÄk ft iotb=MicnmT^ 3ur GeromnÄ n^tavrr Sauer’scher Gesangvere .Heute abend bei Wied,AW 2h.___Tcr VoniL G. F. F. Mittwoch, den 19. A«o adcudö 8'/, Ubr: Haupt-Üebmi! lnmlen ö>/( Uhr am Tun.-.! 5./sl TaS Komma-: vUnter Hinweis auf r l" rabuna werden die Mx.- lujgesorderl pünktlich u-vot: u erscheinen. Sektion Gk D.fcOeJ Wtv. den 20. L WN insche etc, die mir anläss- ienstjnbilüums von da »en, spreche ich auf diesem i Dank aus. ^I } Kreisstrassenmeister. st 1908. marken OXO nsführung ;a Preisen Dienstag 18. August 1908 Nr. 193 Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Groß Herzog am Samstag u. a. Amtsrichter Deibel dem von Lauterbach, der Fürstlich Stolbergische Oberförster^ Kliiigelhöff er und der Fürstlich Stolbergische 9tenbant/ von Gedern und Rendant Wolfschmitt von S. K. H. der Groß- O b e r r e ch n u n g 8 k a m m c r. 158. Jahrgang entweder nicht gewillt, diesen Handel, der einen großen Umfang angenommen hat, ein Ende zu machen, oder sie besitzen nicht die Macht dazu. C l o os Schotten. Tie „Siebener Zamlllenblätter" werden dem „Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da3 „Kreisblatt für den Kttis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Leit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schen UnioersitätS - Buch- und Skeindnickerei. R. Lange, Dießem Zur Lage in der Türkei. Munir Pascha erklärt im „Gaulois", die türkische Armee könne nicht vergesse:,, daß sie alle ihre Fortschritte deutschen Einflüssen schulde. Es wäre widersinnig, anzunebmen, daß fiel) das von der verjüngten im deutschen Geiste erzogenen Armee eingesetzte Regime jemals von Deutschland ablvenden könnte. In unvergessenen kritischen Augenblicken sei die festeste Stütze der Türkei Deutschland gewesen, das Kleinasien- aus allzulangem Schlaf emporgerüttelt und große Kapitalien für den wirtschaftlichen Aufschwung des ottomanischen Reiches engagiert habe. — Das türkische Offizierkorps ist fest davon überzeugt, daß der verstorbene Kriegsminister vergiftet worden ist, und fordert strengste Untersuchung. Mit der interimistischen Leitung des KpiegSministeriumS wurde, den Blättern zufolge, Osman 9/izam i. betraut. — Im Wilajet Mamuret Aziz herrschen große kurdische Unruhen. Ein türkischer General hatte vorgestern eine schwere Schlacht mit den Aufrührern zu bestehen. Da aber die hervorragendsten Kurden fielen, so hoffe die Regierung auf eine baldige Pazifizierung der Provinz. — Der Sultan hat 46 Adjutanten aus seiner Umgebung entlassen. Rassen kämpfe in Amerika. In Springfield kehrt infolge des scharfen Einschreitens des Äkilitärs die Ruhe langsam zurück. Die Anführer der Volkshaufen, die die verhafteten Neger lynchen wollten, sind in großer Zah? verhaftet worden. Die Neger flüchteten noch immer zu Hunderten aus der Stadt. Tie Straßen werden durch starke Patrouillen von der Menge frei gehalten. Die strengen Maßregeln werden noch weiter fortgesetzt. Das gesamte Militär des Staates Illinois mit Ausnahme der in der Miliz dienenden Neger ist in Springfield zusammengezogen und bleibt bis auf weiteres dort. Persien. Die „Nowoje Wremja" meldet aus Täbris/ daß der Zuzug von kaukasischen Revolutionären über die russische Grenze anhält, ebenso soll die Zufuhr von Sprengstoffen unvermindert fortbestehen. Eine Kiste Dynamit wurde dieser Tage in Tschulfa entdeckt. Statt des gewaltig gen Heeres, mit dem Täbris unterworfen werden sollte, ist der Kriegsminister mit nur 20 Reitern eingetroffen. Die Straßcnkämpfe haben in letzter Zeit fast ganz aufgehört. Aus Mekines wird vom 13. August gemeldet: Auf dem Marktplatz der Stadt kam es zwischen den Beni Ntir, die zu Abdul Asis halten, und den hasidischen Stammesangehörigen zu einem Z u s a m m e n st o ß, bei dem ungefähr 30 Personen getötet wurden. Ausland. KaiserFranzJosef feiert am heutigen 18. August seinen 78. Geburtstag, und da dieser Tag in das Jubiläumsjahr fällt, so wird er ganz besonders festlich begangen. Der Kaiser hat nicht weniger als 12 000 Auszeichnungen an die Armee erteilt und ein Jubiläumskreuz für staatliche Zivilbeamte gestiftet. Die „Nordd. Allg. Ztg." widmet dem greisen Monarchen der Donau folgenden Glückwunsch: „Dem Erlauchten Herrscher Oesterreich-Ungarns, dessen ehrwürdige Persönlichkeit während dieses Jubiläumsjahres in besonderem Maße in dem Vordergründe politischen wie menschlichen Interesses steht, werden auch aus Deutschland ehrerbietige Glückwünsche dargebracht. Mit den Völkern der verbündeten habsburgischen Monarchie hegen weite Streife der deutschen Nation den innigen Wunsch und die freudige Hoffnung, daß die Vorsehung das Leben und die Gesundheit des hohen Jubilars noch viele Jahre behüten und ihm reichen Segen spenden möge." Eine M o n a r ch e n r e i s e. Dem „Globe" wird aus Rom gemeldet, daß der König von Italien nächsten Winter dem König Eduard einen Besuch in England abstatten wird. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftrafee 7. Expedition und Verlag: es® 51. Redaktion:«^ 112. Tel.-Adr^ AnzeigerGießen. Aus Stadt und Land. Gießen, 18. August 1908. *• In Audienz empfangen wurden von S. K. H. Deutsches Reich. Fürst Bülow. Wie man der „Schles. Ztg." aus Norderney mittcilt, wird Fürst Bülow in dieser Woche nach Berlin kommen und sich dort drei Tage aufhalten. Tie Reise wird in Verbindung mit den Beratungen zu der Neichsfinanzreform gebracht, deren Grundlage nunmehr im großen und ganzen feststeht. Nach diesen Beratungen wird sich der Reichskanzler wieder nach Norderney zurückbegeben. Ernennungen. Der Polizeipräsident von Hellmann in Posen ist zum Präsidenten der Regierung in Allenstein, der Landrat v. Heyking in Pleß zum Polizeipräsidenten in Posen und der Vortragende Rat im Finanzministerium von Baumbach zum Präsidenten der Regierung in Osnabrück ernannt worden. In der Besoldungsreform ist, wie die „Boss. Ztg." erfährt, im Reich und in Preußen in allen Punkten völlige Uebereinstimmung erzielt, insbesondere sind auch die'bei der Neuregelung der Wohnungsgeldzuschüsse sich ergebenden Schwierigkeiten durch entsprechende Erweiterungen des ursprünglichen Entwurfes behoben worden. Die Vertrauensmänner des Bundes der Landwirte beschlossen auf den Versammlungen in Prenzlau und Angermünde einstimmig die Unterstützung des konservativen Standidaten für die Reichstagswahl, Oberpräsidialrats von Winterfeld-Menlin. Der zum Berliner Botschafter ausersehene Sir William Goschen erklärte einem Mitarbeiter der „Neuen Freien Presse", er werde, was in seinen Kräften stehe, beitragen, die B e z i e h u n g e n z w i s ch e n D e u t s ch- land und England inniger zu gestalten. Zwischen Slowenen und italienischen Sozi a l i st e n kam es in T r i e st zu wiederholten Zusammenstößen, wobei zahlreiche Personen verletzt wurden. Die Polizei mußte wiederholt einschreiten und nahm insgesamt 59 Verhaftungen vor. Die politische Lage in Liffabon und im ganzen Lande hat sich wieder sehr beunruhigend gestaltet. Die Parteien sind noch immer mit Beratungen über die verwickelten Finanz-Tran§aklionen des ermordeten Königs Carlos beschäftigt. Durch diese Beratungen wird den unfreundlichen Gesinnungen gegen die Dynastie immer wieder neue Nahrung zugeführt. Auch trägt die scharfe Negiecungs- weise des gegenwärtigen Kabinetts viel dazu bei, die Sympathien, die sich -der junge König Nianuel auch bei der Opposition erworben hat, wieder zu verwischen. Man hält es nicht für unmöglich, daß es über Kurz oder Lang zu einer neuen aufständigen Bewegung kommt und daß die Dynastie abermals aufs äußerste gefährdet wird, da in der Flotte und im Heere die Zahl der Unzufriedenen täglich wächst. Tie heimliche Einfuhr von Waffen nimmt ungehindert ihren Fortgang. ES besteht kein Zweifel, daß diese Waffen für die Revolutionäre bestimmt sind. Die Behörden sind Giehener Anzeiger General-Anzeiger für O'oerhesfen Alernes Feuilleton. — Musiker-Anekdoten. In Leipzig erschien vor Kurzem int Verlage der Gebrüder Reinecke eine Sammlung must kalischer Witze und Attekdoten, betitelt „Die Ulktronrpete". Aus der Jütte gesunden Humors aus dem Leben berühmter Musiker bringen wir mit Erlaubnis der Verlagshandlung nachstehende Proben zum Abdruck, die für das unterhaltende Bündchen sprechen mögen. Als Richard Wagner Hoskapellmeistcr in Dresden n>ar, lebte auch Jdobert Schumann dort, und später zog auch Ferdinand Hiller nach der sächsischen Hauptstadt. Dieser besuchte seinen Freund Schumann und fragte ihn gelegentlich, ob er die Bekanntschaft von Wagner gemacht hatte. Schumann besahte und fügte hinzu: „er ist ein bedeutender Mann: aber verkehren kann man nicht mit ihm, er spricht ja unaufhörlich." Als Hiller kurze Zeit darauf mit Wagner zusammentraf, kamen sie begreiflicher Weise auf Schumann zu sprechen und Wagner sagte: „Der Schumann hat ein schönes Talent, aber umgehen kann man nicht mit ihm: der Mensch spricht ja lein Wort." — Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde auf dem Nieder- rheinisck>eu Musikfeste, das er leitete und auf dem Haydns „Schöpfung' zur Ausführung kam, von einer zudringlichen, alten, dicken Engländerin belästigt, die ihn auf Schritt und Tritt mit ihrem Album verfolgte. Als sie ihn endlich vollständig in die Enge getrieben hatte, nahm er ihr das Album ab und ichrtcb hinein: „Und Gott schuf große Walfische." — Johann Sebastian B a ch wurde einst gefragt, was er von dem Altenburger Kantor Ludwig Krebs halte. Bach, der Krebs zu keinen Lreblmgsichulern zählte und ihn als vorzüglichen Orgelspieler sowie auch als ausgezeichneten Komponisten schätzte, antwortete: „Ich habe nur einen Krebs in meinem Bache gesunden." — Eine junge, schone Dame bat Rubinstein, ihm Vorspielen zu dürfen und chr «rlSdann Rat zu erteilen, ob sie weiter studieren lolltc oder nicht. Nachdem sie ihm sehr mittelmäßig vorgespiclt hatte, fragte sie ihn schüchtern: ..Nun. was soll ich tun, Herr Rubinstein „Dci- raten", sagte Rubinstein. — Liszt spielte in Petersburg bet Hose. Ms der Kaiser während seines Spieles mit leinen Aach- bar n laut sprach, hielt Liszt plötzlich inne. Der Kaper rief ihm zu: -.Spielen Sie nur immer weiter, es geniert mich nicht- „Aber mich, Majestät", sagte Liszt, zwölf Stunden darauf hatte er Petersburg verlassen. — Chopin war zu einen^ ^mper geladen und wurde nach demselben von der Dame des Haujes zum Spielen aufgefordert. Chopin, der es durchaus nicht leiben konnte, wenn der Künstler in solcher Weise ausgenutzt wurde, setzte sich an den Flügel und spielte 92r. 7 seiner Präludien Lp. -8, das kleinste Stuck, das er komponiert hat, da es nur sechzehn Takte enthält. Als er sich danach wieder erhob, sagte die Wirtin Lanz betroffen zu d;m: „Aber, lieber Herr Chopin, nur ein io Leines Stück?" „Gnädige Frau," replizierte Chopin, „ich habe Herzog haben den NevisionSgehilfeit Wilh. Schlörb aus Schotten zum OberrechnmigSrevisor bei der II. Justisikatur- Abteilnng der Oberrechnungskammer ernannt. *• Offene Lehrer stellen. Erledigt sind eine mit einem evang. Lehrer zu besehende Lehrerstelle an der Gc- meindeschule zu Rieder-Weisel und je eine mit einem I kreisförmige Scifenlamelle (Seifenblase) übertragen. Auf dieser ruht ein Hebelckjot, dessen Bewegungen p^tographisch ausgenommen werden. Das Gewicht des bewegten -Systems beträgt nur etwa, ein fünfhundertstel Milligramm. Mit Hilfe dieses sinnreichen Apparates ist es gelungen, die normalen Herztöne in Kurven auf* zuzeichnen und auch die bei Herzfehlern austretenden Herzgc- räusche photographisch zu fixieren. Der Apparat ist in gleicher Meise zur Aufzeichnung anderer Schall- und verwandter Schwing ungen von geringster Intensität geeignet. — Der bekannte Schauspieler Ludwig Bar nah,' der seit einigen Jahren die Jntendanzgeschäfte in Berlin führt, ist vom 1. September ab mit der Neuregelung der künstlerischen und administrativen Verhältnisse oes königl- Theaters zu Hannover betraut worden und übernimmt bis ans weiteres bie* Gesamtgesckiäfte der königl. Intendantur. Dem Oberregisseur des Opernhauses, Dr ö scher, ist die provisorische Leitung des Schauspielhauses übertragen worden- Tie Tätigkeit Barnays in Hannover wird aber nur vorübergehend sein- Er wird einen neuen aristokratischen Intendanten, wie es heißt, einen Grasen Oyn- hausen, der wohl wie die meisten deutschen Hoftheaterintendantest seine Bübnenkennmisse bei irgend einem Garderegimenl erworben hat, nur das Feld bereiten. Ob er bann wieder nach Berlin zurück- kehrt, scheint zweiselhast- JÄxmfatls wird Hannover, dessen Theaterverhältnisse seit vielen Jahren sehr im Argen liegen, durch B- wenig gewinnen, ebenso wie die Berliner Hofbühncn durch ihn keinerlei Förderung ersahven haben. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft.- Vor einigen Tagen wurde der Prch'ident der Akademie der Künste, Professor Arthur Kampf und Geheimrat v. Ihne vom Kaiser empfangen, wobei die innere Ausschmückung der königlichen Bibliothek Unter den Linden in Berlin besprochen wurde- Kampf malt ein dreiteiliges Bild mit der über lebensgroßen Figur Friedrichs des Gr- in dem Ntoment, in dem er den Berliner Gelehrten die Bibliothek übergibt — In Kopenhagen findet 1 Z. ein Orientalisten-Kongreß s^tt. Der ersten Sitzung i.-ohnten der König, Prinz Waldemar von Dänemark und Prinz : Georg von Griechenland bei. Geheimrat Pischel erstattete Bericht über die wiederholten, auf deutsche Initiative nach Chinesisch- Turkestan unternommenen Expeditionen, deren Ergebnisse ein Funo 1 bei der Stadt Tursan waren- Daraus hielt der Ex^ditionslciter ' Dr- von Lccoq (ein geb. Darmstädter) einen von Lichtbildern 1 begleiteten Vortrag über diese Expeditionen- — Eine internationale kunstgewerbliche Ausstellung findet demnächst in l St- Petersburg statt. Ausgestellt wird dort von der deutschen Abteilung in 14 Räumen und einem Ehrcnhos- Ein Salon ist vom : verstorbenen Pros- Olbrich ITarmstadl- entworfen. Die Er- ‘ Öffnung der Ausstellung, deren Deutsche Abteilung unter deut ■ Protettorut des Großher^ogs von Hessen steht, findet am 2L : August statt- wirtlich auch nur sehr wenig gegessen." — Als in H. eine neue | Oper ihre Erstaufführung erleben sollte, betrat Bülow kurz vor Beginn die Bühne, angetan mit einem Trauerflor und mit einer Zitrone in der Hand. Als man ihn bestürzt fragte, ob irgend etwas Schlimmes passiert fei, sagte er trocken: „Zu Leichenbegängnissen pflege ich immer so zu erscheinen." — Johannes Trojan hat den schweren Unfall, von bem er jüngst betroffen wurde, mit dem Humor hingenommen, der ihn sein ganzes Leben begleitet hat- Beweis dafür ist ein Gedicht „Tie Unglückszeit", das er im neuesten Kladderadatsch veröffentlicht : Unglück und Unfall hier und Unfall hier und dort! Wieviel der Art hat sich begeb:n In jüngster Zeit an jedem Ort Beinahe fdpn, wo Menschen Leben! Selbst Kladderadatsch, der doch so sehr Sich vor dergleichen hüten müßte. Sah feinen eignen Redakteur Erscheinen auf der Unfallsliste. Sehr tat dem Redakteur cs weh. Doch ist am Leben er jjeblieben, Und eben in der Charite Hat diese Zeilen er geschrieben- — Der „hochbesteuerte" Künstler- Man schreibt aus T res den: Die Steuerbehörde ist selbst für einen über die Kleinlichkeiten des altiäglichen Lebens erhabenen Künstler eine unangenehme Einrichtung- Tas geht aus folgendem Inserat hervor, das sich dieser Tage in einem Dresdner Blatte fand: „Ta ich leider nicht in der glücklichen Lage bin, die mir von der Stadt Dresden auferkgten unerschwinglichen Steuern weiter zu jaljlcn, suche ich zum 1- Oktober oder per sofort eine fdjöne moderne Wohnung von vier großen Zimmern, Bad usw- in einem zu Tresden nicht gehörigen Vororte- Offerten an Königlichen Kammersänger Karl Burrian-" Ta der von der Steuerbehörde geplagte arme Künstler über ein Mindesteinkommen von jährlich etwa 100 000 Mk- verfügen dürfte, werden ihn die Vororte gern als Mitbürger aufnehmen und hoffentlich die Steuerschraube nicht zu stark aitziehen- — lieber den Neubau desHofthc aters in Kassel bat sich der Kaiser gelegentlich einer Besichtigung dem Architekten Karst gegenüber sehr befriedigt ausgesprochen- Das neue Haus wird 1450 Sitzplätze enthalten, während das alte nur 1248 hatte- Die voraesehene Feuergasse zwischen Bühne und Zuschauerraum ermöglicht im Moment der Gefahr den schnellsten Abzug des Rauches- — Die Herztöne photographischaufzuzcichnen gelingt mit Hilfe eines von Professor Weiß Königsberg- kon- Itruicrten Apparates. Tie Schallsckmingungen werden durch ein fest montiertes Rohr, das an Die Brust gebrüdt wird, auf eine Politische Tagesschau. Die Freifinnige Volkspartei und der Fall Schücking. Der freisinnige Aby. Dr. Wiemer hat in einer Der sammlung des Kieler Ltberalen Vereins am Samstag sich im Namen der Freisinnigen Bolkspartei sehr scharf über das Vorgehen der Regierung gegen Schücking ausgesprochen. Die freisinnige Volk spartet, so führte er u. a. aus, stehe geschlossen hinter Tr. Schücking. Sie erblicke in dem Vorgehen eine Beleidigung der ganzen Partei. In Uebereinstimmung mit den anwesenden Mitgliedern erklärte Redner: Die Weiterführung der Block Politik sei auf das schwerste gefährdet, wenn nicht Remedur geschaffen und Genugtuung gegeben werde. Er lehne es ab, die Blockpolitik weiter zu unterstützen, wenn nicht volle Gleichberechtigung gewährt werde. Dann iourbyeine Resolution gefaßt, welche das Einverständnis mft den Ausführungen des Redners erklärt und weiter ausführt : „Die Versammlung erblickt in der Einleitung des Tic ziplinarverfahrens gegen Herrn Dr. Schücking mit dem Ziele der Dienstentlassung des bewährten Leiters der Husumer Gemeinde luegen seiner literarischen Tätigkeit einen schweren Eingriff in das durch die Verfassung allen Bürgern gewährleistete Recht der freien Meinungsäußerung und in die Selbstverwaltung der Gemeinden. Tie Versammelten erheben gegen dies unerhörte, jeder stichhaltigen Begründung entbehrende Vorgehen der Regierung schärfften Protest und geben der bestimmten Erwartung Ausdmtck, daß schlemtigst Remedur geschaffen und daß volle Genugtuung gewahrt wird. Mit allen unabhängig denkenden Schleswig-Holsteinern wissen die Versammelten sich eins in der ausdrücklichen Forderung, daß fortan die leitenden Stellen in der Provinzialverwaltung nur mit Männern besetzt werden, die dem freimütigen Empfinden der Schleswig-Holsteiner Sinn und Verständnis entgegenbringen. Endlich, aber nicht zuletzt, sprechen sie dem Bürgermeister Tr. Schücking ihre volle Sympathie und ihren aufrichtigen Tank aus für sein tapferes und mannhaftes Auftreten in Dein von ihm unternommenen Kampfe gegen die Reaktion in der inneren Verwaltung Preußens." Weitere Demonstrationsversammlungen sollen in Flensburg, Itzehoe und Westerland aus Sylt abgeyalten werden. Aus Westerland auf Sylt wird der „V. ,Z." übrigens zum Fall Schücking geschrieben, daß der stellrertretende Bürgermeister von Westerland, Dr. Barhfeldt, von feiten der Regierung befragt worden ist, ob er gegebenenfalls die Bürger- meisterftelle in Husum annehmen würde. Man scheint also in Regierungskreisen mit dem Abgang Schlick!ngs als feststehende Tatsache zu rechnen. 10 Uhr abends untc Bei der durch bie und der Zukunft wurden für daS lausende Jahr ebenfalls bewilligt. Regierung (oll der Erlag gesetzlicher Bestimmungen, der Hausierhandel mit SUecfämcreien eingeschränkt Berkaus dieser Sämereien und Nährsalze für die erschwert werden soll, beantragt werden. Hofs auS dem Main gelandet. — Der 68jährige Gärtner Lorenz Ganz auS Oberrad ertränkte sich infolge eines unheilbaren Leidens in einer Cisterne im Garteu Brunnenstrabe 6. zum Neubau eines Luftschiffs zur Verfügung gestellt ha:, zu wärmstem Tank. Ich Darf wohl in diesem Beschlu-, den Beweis dafür erblicken, daß troty der 'Vernichtung meint; Luftschiffes das Vertrauen zu meinem LKrk in der Stad: Morins nicht erloschen ist und ich hoffe, durch meinen Neuba. mich dieses ehrenden Vertrauens würdig zu zeigen. Genehmigen Sic, sehr verehrter Herr iCberbiirgcrnicifter, den Ausdruck meiner vollkommensten Hochachtung und 2Ser: fchätzung. In dankbarer Ergebenheit gez. Graf v. Zeppelin, Ehrenbürger der Stadl WormS. Ein Mormser Bürger ist io zcppclinbegeistcrt, dab er- seine Tochter auf den Namen „Z.ppcttnc" ins 3tanbcdamty| register eintragen lieh. Tas Lauten macht- nicht. Professor D. Rade bemerk in der „Christi. Welt" zr der Zcppclinschcn Ballonfahrt. „An vielen Orten haben die uirck-englocken die kühnem Segler gegrüßt. Recht, daß die Kircfic den Mcnfck>en grü. bei seinem Magen und Gewinnen. Sic darf nicht nur m: Glocken die neue Zeit einläuten. Sic mit ihren Einrichtungen, mit ihren Lehren, mit ihrem ganzem Gefüge, ivcnn sie mit hinüber will in die neue Zeit -| und mir sind schon drin —, da muß sie viel ander; werden: viel lebendiger, viel jedem Eindruck offener, Vit der Menschen, die ihr begegnen und anvcrtraut sind, ku diger, viel treuer und freier. Sonst !verbot die Luftschisjc über die Kirchtürme Hinwegfliegen und sich um deren Läuu: nicht k ü m m e r n." Spenden. T i e Sammlung des Gießener Anzeigers: Bisher quittiert Alk. 2104.05. Hcllmuch Mueller 5, bia: Lehrer Keil von einer Sammlung bei ber ©raveloncfeier bd Kriegervereins Klein-Linden 14, Dr. S. H, Verlagsbuchhändler Ot Rolh 25, Lotomotivbeamtenoerein ö, Professor Tr. Wallher 1 zusammen Mk. 2171.0». Von anderen Luftschiffen. Am Montag vormittag sanden, wie aus Berlin gemdfr wird, zwei Ausstiege mit dem Parscvalballon st«: deren erster zur Ausbildung weiteren Personals bicitf Bei ber zweiten Fahrt wurde das Luftschiff kurz vor fr: Landung durch einen niedergehenden Luftstrom her un teige drückt, so daß die Gondel plötzlich auf die Erde fties Hierbei brach Hauptmann v. Ärogh den linken Unterarr Der Ballon blieb unversehrt. Ter Parsevalballon hat ds: ain Montag abend eine kurze Fahrt gemacht, die in jeks Beziehung zufriedenstellend verlief. Tas neue lenkbare M i l i t a r l u f t s ch i f f stieg na: cricbtsfaaL -m. Friedberg, 18. Aug. (Tel) Heute morM wurde am hiesigcii Schöffengericht der Lcrbreyc Stephan Will mit der höchsten zulässigen Strafe ivejP SittltchkeitSdclikt zu 2 Jahren Gefängnis ocrurki-- Bei der Urtcilsvcrkundigung gebärdete er sich wie ein nn^3 Tier und scdlug alles kur; und klein. Man m4" die Verhandlung abbrcchen und schaffte ihn in die Ti> vltnarzetlc. Heute mittag wird er nach Gießen überfubc. da das Gefängnis in Friedberg nicht die genügend^ Sick«r heit bietet. " ; sc. Frankfurt a. M., 17. Aug. (Lbcrkricj. gericht., Ter U n tc r za h l m e i ste r Milhelm Zs»' vom 166. Regiment in Hanau führte im Tezemdcr o Donaueschingen. Die Sammlung de- Gießener Anzeigers Bisher quitucrt M. 43^.82. 3E. X. 5, Berlagsbuchhundler L ' Roth 5, Lokomonobeamtenverein 5, H R. 6. 4, Rad Rüchei I zusammen vik. 467.82. ing aus Eschwcge, die in der Familie ihres Eisenbahn-Zugführers Jakob Lepper, Lannitz- III, hier wohnte, anS dein Main ge- Tod der Nichte ging der Iran Lepper sie den Tod im Main suchte und sand. Ihre gestern in der Nahe des Schlacht- und Vieh- • • Familie Bernbeck. Tie Familie Bernbeck feiert heute in unserer Stadt ihren 2 0. Faniilientag, nachdem bereits gestern abend im „Hotel Viktoria' eine kleine Vorfeier stattgesunden hatte. Die heutige Hauptseier findet in Steins (Sorten statt. ES sind etwa 70 Glieder der weitverzweigten Familie erschienen. Senior der Familie t gegenwärtig Pfarrer i. P. Hermann Bernbeck in Gießen. Zum Präsidenten der heutigen Feier ivurdc durch die geftrigc Vor- Emilie Gött Oheims, dcS straße 22, landet, der so nahe, daß Leiche ivurde ■fatf). Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an den Grmeindeschülen zu Klein-Auheim und zu Weiskirchen. — Der städtische Steinbrnch, den vor ca. drei Jahren die Stadt in eigenen Betrieb genommen hat, ist mit bet Zeit zu einem förmlichen Musterbetrieb umgewandelt worden. ES zeigt sich, daß noch auf Jahrzehnte hinaus, selbst auch bei gesteigerter Ausbeute, cm sehr gutes Pflaster- unb Straßendeckmaterial für unsere städtischen Straßen ge- wonnen werden kann. Tie abzubanenden säulenartigen Basaltfelsen stehen in einer Tiefe von 1—1.50 Meter unter dem Waldboden von 4—5 Meter an und sind, nachdem die Voc- unb Abraumarbeiten sachgemäß durchgeführt worden sind, bequem zu erlangen. Die Güte beS Materials besonberS für Straßenbefestigungen ist allgemein anerkannt unb bas Tiefbauamt hat bei der Versuchsstation für Baumaterialien in Darmstadt den Felsen auf seine Dichtigkeit und Verwendbarkeit für Pflasterzwecke untersuchen lassen. TaS Gutachten geht dahin, daß das Gestein sich für Straßenbefestigungen vorzüglich eignet unb wegen feiner Dauerhaftigkeit sich^ bewähren wirb. Die Stabt beschäftigt zurzeit im stäbtischen Steinbruch- betrieb 30 Arbeiter, boch ist das Vorkommen so aufgeschlosien, daß man bie Zahl ber Arbeiter bis auf bas Doppelte vermehren kann. Ein Teil ber Leute arbeitet behauene Kopf- steine unb besonberS Kleinpflasterstcine. Ter größere Teil ber Leute wirb bamit beschäftigt, bie Felsen loSzulösen und auseinander zu hauen, wozu cS bei der Eigenartigkeit deS Mate- rials kräftiger Arbeiter bedarf. Mittels Lokomobil wird ein Steinbrecher in Betrieb gesetzt, mit dem Schüttsteine für Lhausieebauten hergestellt werden, wobei als Nebenprodukt gleichzeitig Basaltgruß gewonnen wird. Im Großen unb Ganzen sieht ber Betrieb, wie die Arbeitsstätte überhaupt, überaus sauber auS, weil der abgeräumte Boden wieder zum Verfüllen ber auSgebcutetcn tiefen Stellen benutzt wirb und infolge der hohen Lage beS Steinbruches m ihm niemals Wasser stehen bleibt, ein nicht zu imterschätzenbcr Vorteil, weil im anberen Falle mittels Pumpen die BetricbSstätte wasserfrei gehalten werden müßte. Daß die Einrichtungen für den Transport deS gewonnenen Gesteins innerhalb beS SteinbriidjeS praktisch angelegt sinb, braucht wohl nicht besonberS heroorgehoben zu werben. Auch der Zugang von ber Hochwart, die 8. Schneise, ist sehr gut im Stande, so daß es den Fuhrleuten nicht schwer wird, mit schwerem Fuhrwerk auf bie Licher Straße zu gelangen. * • Die hessischen Freisinnigen halten in diesem Jahre ihren Parteitag in WormS ab unb zwar Voraussicht- lich am 26. September. "Zu ben LanbtagSwählen. Wie eine Darm» stäbter Korresponbenz mclbet, wird voraiiLsichtlich der dem Zentrum angehörende seitherige Vertreter von Bingen, Abg. Pennrich, nicht wieder kandidieren. • • Sachbeschädigung. In der Nacht vom 14. auf ben 15. I. MtS. wurden in mehreren Gärten am Rodberg die Türen demoliert, die Bohnenstangen uingeriffcn und du Gemüse auSgerupst. Als Täter wurden einige junge Burschen ermittelt und zur Anzeige gebracht. • • Hebers ah ren. Am verflossenen Sonntag wurde am Wiesecker Weg ein neunjähriges Kind von einem Radfahrer umgerannt und nicht unerheblich verletzt. • • Sittlichkeitsverbrechen. Gestern nachmittag wurden in einem Hause der Wilsonstraße an einem dreijährigen Mädchen von einem jungen Menschen unsittliche Handlungen öorgenommen. Der Täter wurde in der Person eines Haus- burschen ermittelt und verhaftet. • • 21 ufgegriffen wurde gestern dahier ein geisteskranker Mann, der über seine Person und seine Herkunft keinerlei Auskunft geben kann. An den Kleidern desselben befinden sich die Zeichen C. F. II. M. 3, woraus zu schließen ist, daß der Mann aus einer Anstalt entlaufen ist. * • Verhaftet. Wegen groben Unfugs unb Widerstandes wurde gestern nachmittag ein hier wohnhafter Arbeiter verhaftet. • • V H C. Die Sonntags Wanderung deSZweig- vereinS Gießen vom Vogelsberger Höhenklub war, um auch den Angehörigen der Mitglieder Rechnung zu tragen, in die nähere Umgebung gerichtet und weniger ausgedehnt, wie die seitherigen Wanderungen. Tie Beteiligung war dementsprechend sehr gut, denn trotz deS zweifelhaften Wetters beteiligten sich an dem AuSflug rund 40 Personen, darunter erfreulicherweise zahlreiche Damen. Von Fronhausen ging ber Weg über bie Schmelz durch das anmutige, leider noch nicht genügend bekannte Salzbödetal nach dem (Bleiberger Forslhauö, wo unter ben herrlichen Walbbäinnen eine längere Kaffeepause gemacht würbe. Der weitere, teilweise von Regen begleitete Weg führte nach dem Dünöberg. Schon unterwegs und bann vom Turme auS genoß man bie Aussicht, bie durch die schweren Regenwolken zwar räumlich beschränkt war, aber die nähere Umgebung in besonders guter Beleuchtung sehen ließ. Dann ging cS dem Endziel Bieber zu. von iuo daS BiebcrlieSchen die Wanderer in sehr gemütlicher Fahrt nach Dießen zurückbrachte. — In der 2 9. VorstandSsihung der Hess. LandwirtschaftSkammer wurde eine Reihe von Ver- roaltungSangelegenbeiten erledigt, über Einwendungen gegen die Heranziehung zu den Umlagen entschieden unb über den Entwurf eineS neuen ReichSviehseuchengesetzeS referiert. Zwei Ersatzmänner ber Pferdekörkomniiffare wurden gewählt, soivie die Gründiing der Geschäftsstelle für Schlachtvieh in Frankfurt a. M. besprochen. Tie Grundpläne für Förderung der Tierzucht, soivie beS Obst-, Gemüse- und WembaueS wurden unter Berücksichtigung der Abänderungsvorschläge Großhcrzoglichcn Ministeriums definitiv festgestellt. Tie für Einrichtung von ObstverwertungSkursen erforderlichen Mitte einer beinahe zweistündigen zufriedenstellenden Probesafr-. die eS nachmittags gemacht hatte, gegen Führung oeS Majors Sperling zu einer Nachtfahrt auf. Das obechessijche Hationalfeft zu Ehren Zeppelins, das auf der Liebigshvl)e bei Gießen am Sonntag fiattfand, hatte sich eines siarlen Zuspruchs auS allen Schichten der Bevölkerung zu erfreuen "Nachdem die Regimentskapelle das Borspiel zu den „Meistersingern" gespielt hatte und der Chor der vereinigten Gesangvereine ,,£> Schutzgeist alles Schönen" gesungen hatte, begrüßte Geheimerat Tr. Brei- ber t die Erschienenen mit folgender Ansprache: Im Namen des Festausschusses habe ich bi: Ehre, Sie zu begruben uiu> Ihnen zu t inken. Zu tanken ber Ludwigs-Universität und dem Infanterie Regimen: Kaiser Wilhelm, der Stadt, der Äürgcrschaik. ben Vereinen, allen Minvirkenoen und allen Teil- nebmern für die schöne und lourtügc Fvicr des heutigen Festes- Gill cs dock) heute zu feiern einen Großen, einen unermüdlichen unb unerfd rodenen Mümpfer für ben iZ-orl schritt der Menschheit, einen Helden, den boS Glück md.t berauschl und den das Mißgeschick n-.dit >u beugen vermag, einen echten deutschen Mann, den Grafen Zeppclrn! Ihn feiert in diesen Togen das gmijc seursche Volk, das aus eigenem Antrieb, einmütig und mit großer Begeisterung feine Sach: zu der eigenen gemach: Hal. Tarum isk das blutige Fest ein Fest des beutid**n Volkes, ein vaterländisches tieft. Lassen Sie uns zu seinem Beginn der Fürsten gedenken, die an der Spitze des Vaterlandes stehen: lassen Sic uns gedenken bt-5 Kaisers, des mächtigen Schirm Herrn des Friedens, lassen S»e uns gedenken des Großherzogs, des Beschützers von Kunst und Wissenschaft, des eifrigen Z-örderers der Wohlfahrl seines Landes, feines Volk:-.- Stimmen Sie alle mit mir ein m ben Rui: Seine Majestät der Kviser unb Seine Königliche Hoheit ber Großherzog hoch! hoch! hoch! Tarauf entwickelte Pros. Tr. Noack bie (Geschichte der Luslschifiahrt in sehr scsselndem Vortrag, auf ben wir woh nächstens iioch zuruckkommcn werden, Blaich er hält das Problem des Lenkballons nur noch für eine Motorenfrage, die jedenfalls in kurzer Zeit endgültig gelöst sei. Sein Vortrag endete mit einem Hoch auf den greifen Erfinder. Darauf spielte die Regimentskapelle den Triumvhmarsch aus „Aida", worauf 'Pro'essor Tr. Bier mann sich über dre ideelle Bedeutung der Erfindung verbreitete. Er wies die Einsetzung eines Kuratorium- energisch zunick, da das deutsare Volt in keiner Hinsicht eurer Vevormunbuna seiner Gefühle bedürfe. Er schloß mit einem begeistert angenommenen Hoch auf das deutsche Volk und das deutsche Vaterland. worauf die Versammlung freudig in das Lieb „Teutsck» land. Deutschland über alles" einstimmlc. Damit war die akademische Feier beendet und auf beet FestPla7 entwickelte sich ein reges Treiben Die Regiments lapelle und die des Veteranenvereins spielten abwechseln:, und der Bauersche Gesangverein trug mehrere Einzelchöre vor. Sehr beifällig wurden die Leistungen der beiden Turri- vereine ausgenommen, von denen der Turnverein seine Tarbietungen am Reck, der Männerturnverein an Barren erledigte. Nachdem der Regen heftig cingcfefct hatte, eierte man im Saale, wo man noch lange bei Musik uod Tanz zusammen blieb. lieber die Höhe des Ueberschusses ist noch nichts dekanm. roch dürfte er nicht allzu hoch sein. Das Kabarett bet einen Reingewinn von 160 Ml erzielt, der ebenfalls an Zeppelin abgeführt werden wird. Auf das Huldiaungstclegramm, daS der Festausschuß an den Grasen gesendet bat, traf heute bei Vrovinziä- direktor Gehcimerat Tr. Br ei de r t folgende Antwort ein; Friedrichs va sc n, 17. 8. 19(h Herzlicksten Tank für bie ehrenvolle Kunbgtbung. Graf Zeppelin. An maßgebender Berliner Stelle hot man unter ben Druck der öffentlichen Meinung von der Gin- etzung eines Kuratoriums Ab st and gcnom- m e n. Geh. Obcrregrerungsrat Lewald vom RcichSamt des Innern, der bisher in förderndem Sinne die Sache Zeppelins bei der Regierung vertreten hat, und jetzt roieber in ; Friedrichshafen weilt, hat weder den Dunfch noch den Auf- I trag, die Rathenauschcn Ideen zu verwirklichen. Graf Zeppelin verhandelt mit einigen Grunbbefitzern D wegen des Ankaufes eines Grundstückes für der. H neuen Betrieb in Friedrichshafen. . Bon den bisher bei der Rentenanstalt in Stuttgart ein- ■ gegangenen Beiträgen wurden 200 000 Mark an da- Zeppelin sch e Bureau abgeführt. Wormser Ehreirbürger. Vom Grafen Zeppelrn ging beim Wormser Cbcrbürgo« V meister folgender Brief ein: Friedrichshafen, 11. Aug. 1908, vvrm. Sehr verehrter Herr Oberbürgermeister! Hat sich schon Ihre gütige Mitteilung von der jubelnden Begeisterung der alten Kaiserstadt WormS mit große: z Freude erfüllt, so fühle ich mich tief und dankbar beweg: s durch meine Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Dorm- Jch bitte Sie, sehr verehrter Herr Oberbürgermeister, für diese mir zuteil gewordene hol)e Ehre meinen wärmste:, und aufrichtigsten Tank entgegenzunehmcn und diesen der z gesamten Bürgcrschast zum Ausdruck bringen zu wollen j Tesgleicben verpflichtet mich die ^Nachricht, daß mir di: j Stadtverordnetenversammlung die rcidje OJabc von 5000 St! | uenammlung Pfarrer NieS-Melßach bestimmt. Letzterer :. ugleich Redakteur der monatlich erscheinenden Familienzeilung. Für seine Verdienste um diese Zeitung wurde ihm von der Familie zur diesjährigen Feier eme kostbare Ehrengabe überreicht. Auch die diesmalige Tagung legte Zeugnis ab von dem echten verwandtschaftlichen Sinn, welcher unter den einzelnen Gliedern dieser durch ihre Vorfahren auS Gießener Bürgerkrcisen stammenden Familie herrscht. „ •* Äa n Bremserlo ß > n Helfen- Tic ..Tannft. Ztg. chreibt oftipiös: Unter ber Uebendjnft „Ein Bremserlap in Hessen" wirb m einem Teil der Preise folgende Non; vervreim: „Tic beiden Städte Friedberg und Bad-Nauheim gewahrm ihren Lehrern im Arme kraft der hier berrfc!xnden teueren '^rvhnur^s- unb LeicnsmUlclpreise iogrnannte Lrrs-.ulagen- Zn einem pai berdcn Städten *,gegangenen Brernserlaß nr.ri) ihnen dies tur bte .jufutu': untersagt Rur binenigen Letzrer. nx'ütze die Zu age bereits erhalten, ehe ;etzt vorhanden fntb, plkn ne behalten bütien. alle Neuanzuftettenden dagegen nicht mutt ^r- Lmternb unb berühi.gend bemerk werben, dan, die tr o r m, m >er bie genannten Städte bas T:e ifreinkomme:, ihrer Lehrer leit- ber zu verbcfsern suchten, nick»: bte g 'etzlich vorgesehene ift und txibet r-on oct zuständigen Behörde beanitanbct werden nrutzic- Tobei wurde auobTÜdiid) auf Art- 7, Ads. 1 unb^ 2 des Gc- etzes über die (>:!?dUe ber Volks'chattebrer tn der -Teilung vom 30. Lttobcr 1905 butgenügen. Tort ilt klar unb bestimmt angegeben, daß und wie die Lchrrrgeä-::er über bie allgemein gültigen Sätze h.naus erlebt uxibc:; können. :.>o bcsondere Bcrbatt- biqcr Vorschriften ixitt: aber für tie Lct-rer noch ben Vorteil, batz btc alsdani! eintrctnrb: Erhöhung ihrer Bezüge pcwionsfähig wäre, Wdd inte sog. Lrtszulagcn nicht sind. ? Hungen, 17. Aug. Eigentümliche Zustande herrichcn hier in Bezug auf die Brotp reife. Während einige Bäcker daS Brot zu 62 Pfg. geben, nehmen die anderen immer noch 55 Pfg. Bedeutet die billigere Brotabgabe für die betr. Bäcker nun eine finanzielle Gefahr oder ist die Beibehaltung der teueren Brotpreise der anderen Bäcker eine unzeitgemäße Bereicherung? Jedenfalls wäre cS bet den gegenwärtigen billigeren Nlehlpreiscn am Platze, wenn endlich baS Brot eine allgemeine Verbilligung erfahren würbe. r. Hungen, 18. Aug. Heule findet in der hiesigen katholischen Kirche die erste Trauung statt — eine Künstlerhochzeit. Fräulein Marie Urbann von der zur Zett hier weilenden Theatcrgescllschast hat sich im vorigen Jahre mit Herrn Richard Hof in MclpertS (Rhön) verlobt, dec Herr lernte seine Braut gelegentlich eineS Gastspiels in Wüstenfüchsen kennen. Ihr Auftreten alS Toppelbraui im .BilschlieS'S* nm vorigen Sonntag war also daS letzte mal, jetzt wird tue junge Dame wirklich einen Mann folgen; mir wollen der Künstlerin, die sich wie die ganze Gesellschaft in Hungen beliebt gemacht hat, eine recht glückliche Ehe wünschen. K. Babenhausen, 18. Aug. Unsere Wasserleitung, mit der im Frühjahre dS. IS. begonnen wurde, ift jetzt zu Ende geführt und bereits ihrem Betrieb übergeben worden. Obwohl wir hier seither nicht über Wafferniangel zu klagen hatten, fo wird sie doch heute von alt und jung sreudig begrüßt, besonders lueil wir rcincS Felsenwasser haben. Erbaut wurde sie von der Firma Schröder in Frank- furt a. M. RB. Darmstadt, 18. Aug. (2d.) Auf den beiden Friedhöfen fand heute vormittag die herkömmliche Grave- lotte-GedächiniSfeier der hiesigen Hafsiaoereine statt. Zunächst fand auf dem Darmstädter Friedhof an dem Massengrab der 1870 in den Darmstädter Lazaretten gestorbenen deutschen Krieger eine Feier statt, bei der Pfarrer W a i tz die Festrede hielt. Hierauf wurden von Vertretern ber Kriegervereine Kränze niebcrgelegt. Auch an ben Gräbern ber hier in ber Gefangenschaft gestorbenen 60 französischen Eolbaten würbe nach einer Ansprache ein Kranz niebcrgelegt. Aus bem Beffunger Friedhof hielt Pfarrassislent Goethe die Gedächtnisrede, worauf ebenfalls Kränze niedcrgclegt wurden. FC. Frankfurt a. M., 17. August. Vor einigen Tagen wurde bei Schwanheim die Leiche der 21jährigen Jahren Gefängnis. Arbeiterbewegung Vermischtes und einen Revolver, der sich in der Kleidertasche vorfand. Cnmmni*Lnr ftir Kranke. (Geisteskranke ausgeschloss.) uüullFu. r.Ul illl I. i., e in gehe h t. kL Anstalt. Spezial« e soll- Sto ckholm, ... —. einignng schwedischer Schuhwarenfabrikante n angehörigen Sä-uhsabriken, die sich über das ganje sind wegen Lohn streitig leiten in den Ausstand getreten. .Ter Streik uuna&t etwa 3000 Arbeiter- . £ _ Konstantinopel, 17. Aug. Deute ist hier ein Streik in allen Druckereien auägebrodjcn- um dort eine Werkstätte einzurichten. Lei pzig, 18. Aug. Der Mater Otto Gerlach, Spezial- zeichner der „Leipziger Jllustr- Ztg." ist in Teheran gestorben. London, 18. Aug. Entgegen den Aeußerungcn Lord Die Tote ist die Fabritinhaberin Respich, die von einem Heiratsschwindler namens Sand um ihre Ersparnisse ge- des Zuges vor. Sie wurden durch das Feuer der den Zug bewachenden Soldaten zurückgeürängt, bis Entsatz aus Omsk anlangte. Die Beraubung des Postwagens, der eine größere Summe barg, mißlang. Wie aus Salzburg gemeldet wird, ist der Gerbereiarbeiter Cronzic bei einer Partie über, eine 100 Meter hohe ichts nicht. in der „Christi M"-< e Kirchenglocken die kühn Kirche den Menschen gr- ni. Sie darf nicht nur r. iten. Sie mit ihren ßn ren, mit ihrem ganj 'r will in die neue Zen- ia muß sie di-l ««»<■ ebem Eindruck ogener,.- , und anoertraut sind, u Sonst toerden die Luck _ en und sich um deren a-I GrSginal-Drahtmelbungen. (sd.) Darmstadt, 18. Aug. Ter Großherzog reiste am Sonntag nach Bayreuth zum Besuch der Wagner-Festspiele. Er tvird am Mittwoch zurückkehren und am Donnerstag nach Mainz zur Kaiserparade gehen. — Den K a i s e r s ch i e ß p r e i s für das 18. Armeekorps erhielt die Leibkompagnie des 1. Hess. Infanterie (Leibgarde-M- giments Nr. 115. Die Luftschi ffbau-Verwaltung in Friedrichshafen steht in Unterhandlungen mit dem Besitzer der im Frühjahr völlig ausgebrannten Trautenmül)le bei Zürich. Graf Zeppelin beabsichtigt, die Mühle mit zu erwerben, ras v. Zeppelin, ■r der Stadt Wr>mL '8eppelinb^f/M N d\ Ppelme" ins AandeZam.- Angst vor Irrsinn. In Berlin wurde der Handelsmann Black vermutlich im Streite erschossen. Unter dem Verdachte, die Tat begangen zu haben, wurde der Gasarbeiter Präkow verhaftet. Auf dem Schneeberg (Böhmen) fanden Touristen " 7** V7* Heilanstalt. Neue GesellstL.-Raume. • e» SH «lene u. g-schloss. Liegehalle. Kühler ' u SO chattig- " Park. Sorgsame Beliand- “ long und VerpCt-gntig. Diätkuren. — — il'c cudance für ilurdti’bemittelte.J PrOape-ie franko. Dr. 51. Sebnlzc-Iiahleyas. Kervc-zarzl. Sanatorium Kofheim im Taunus. itn. icücner Anzeiger-^ Hellmuch Mueer,- ' L her Gravelolieiun. ■cs?» geführt- , . _ * V o in Blitz erschlagen wurden m i? anno Der an Unteroffizier des 73. Jnsantcrie-Ziegin eMs und Zwei Soldaten. — In Bürbach «.Wests > schlug Der Blitz ome ^char spielender Kinder; ein Knabe wurde getötet- — Bei usalo* fassen im Bayerischen Watd ivurDat zwei Holzarbeiter, -eurer und Sohn, die unter einem Baume Sch'-tz gesuci. hatten, vom Blitz ersckstagen. Stuttgart, 17. Aug. Heute früh gab in einem hiesigen Gasthof ein Herr, der sich als Werkmeister Blasche aus Hamburg in das Fremdenbuch eingetragen hatte, auf [eine Geliebte zwei Revolverjchüsse ab. Er schoß * Die Begnadigung des „Hauptmanns von Köpenick", über die bereits kurz berichtet wurde, ersolgte in Gemäßheit eines Gnadengesuches, das der <5ck uhmackstr Borgt vor einigen Monaten an den Kaiser gerichtet hatte- lieber das Gesuch ist erst jetzt die Entscheidung getrossen worden- -ter Entlassene l-at sich gestern nach dem Strasgesangnis in -Leget begeben, um seinen Arbeitsverdienst in Empfang zu nehmen, der ihm, da die Kasse geschlossen war, nicht ausgezahlt werden konnte- Gegen Mitternacht war er bei seiner Schwester, ,i)rau Seistii- ocm emneeoery Rvymwi; pnuu. Sn. U eine Frnnenleiche mit drei Schrchwund-n inr Herzen ihr Bruder in dorn Gefängnis dauernd als Lchubmacher be- < ----- «rfu» nnrtnuh Mftigt worden sei, nur ein geringfügiges Auhmaleiden über standen habe und gesund und guter Dinge sei- Der tocircnlaton der Schivefter war vom frühen Morgen ab, namentlich von Frauen, belagert, die den „Hauptmann von Köpenick" sehen wollten- Außerdem fanden sich Schausteller ein, die ein Geschäft mit ihm zu machen suchten- Frau Menz erklärte, daß ihr Bruder nicht bei der Schuhmacherei bleiben, sondern sich eine kleine Land- wirtfchast kaufen wolle- Es seien viele Geldmittel^ für ihn eingegangen, die auf einer Bank,liegen- — -lus^denr Gefängnisleben Voigts verlautet noch, daß er m seinen \yctv stunden die Klassiker viel gelesen hat-^ Er hatte den Wunsch, auck) einmal ein gutes Theater oder eine r^pcr besuchen zu dürfen. Man möge nicht glauben, daß er als alter Zna.t ha uster keinen Gefallen mehr an solchen Ausführungen finde. Aus Die Frage, wie er dazu gekommen sei, den Handstreich in JtDpCTUa auszuführen, antwortete er, daß er mit der ganzen Mensachett zerfallen war, naäsdem er wegen eines Einbruchs m eine Gericht-Ukasse zu hart bestraft ivorden sei- Aach dem. Verlassen des Zuchthauses sei in ihm plötzlich ein Groll aufgestiegen, und in dieser Stimmung habe er den Köpe nicker Streich vorbereitet und durch- stelle ist keinerlei derartige Nachricht eingegangen. Tie blick tigkcit der gerüchtweise verbreiteten Meldung wird formell m Abrede gestellt, da sich der König aus schloß Eicrgnon in Belgien aufhiilt und sein Befinden in den letzten Tagen nichts zu wünschen übrig gelassen hat. Paris, 18. Aug. Die Liberte ersährt aus Brüsseler Hof- kreiseu, daß das Gerücht von ein ent Au to mo b i l U n f a l l des Königs von Belgien grundlos sei- , Konstantinopel, 18. Aug. Die Beisetzung des plötzlich verstorbenen Kriegsministers fand gestern unter riesiger Beteiligung d.s Bolles statt- Zm Trauerzuge befand sich auch der deutsche Militar-Attack)L. Attaches anderer Mächte waren Nicht zugegen- — In verschiedenen Betrieben sind wieder partielle brackt worden fein foll «Streiks ausgebrochen. Tie Zeitungen nrit sramösifchem T^t bracht woroen sein si- öf Stadt Rio in konnten sämtlich nick: erscheinen- L.rngs oer orientalischen Buhn In dem Gefängnis der franzost ^raor ;u unb Strecfenarbciter- Im Yilbiz nicht weit von Paris, emportensrch 100 Gesänge ne, rour^n Don gCO Köchen 725 entlassen- schlossen sich in einem großen Saale ein, zertrümmerten Konstantinopel, 18. Aug. Die gerichtsärztliche alle Gerätschaften und wollten sich den Anordnungen des Untersuchung der Leiche des Kriegsministers ergab, daß er Gefängnisdirettors und der Aufseher nicht fügen. Es heißt, burcf} Zerreißen der Schlagader gestorben ist. Bei der Bei- daß 17 Sträflinge von Nimes, welche in das Gefängnis von setzung der Leiche mußte der beabsichtigte Transport auf Riom gebracht wurden, in diesem Orte die Revolte der cincr Lafette und die Abgabe von Salutschüssen wegen Pro- Sträflinge angestiftet haben. Das Gefängnis ist von einem testes der Geistlichkeit unterbleiben. , Infanterieregiment umzingelt. Hongkong, 18. Aug. Marquis Ito begibt sich nach Kurz vor Omsk in Westsibirien hat ein U e b e r f a l l China zwecks F ö r d e ru n g des E in v erii e h me n s z w i > auf einen Person en zug stattgefunden. Die bewaffneten schen China und Japan. “ 1 ‘ mit 1^ .( und an flnb" s“»» J eMat man unte, v etnuna hn vet^: i mB^tanbb^‘ retvald bom 22enot 1 n H und jehf tnburger. b'imä3»nnjttß6trbit!; '01- N 1908, ha ^erburgermeister' ' : Mitteilung von der te- Boms mit W und dankbar bei-.- enburger der Stadt §vt-. a^^burgermeislct, r, ?e Ehre meinen idM -nzuuehrnen und diesen- ssdruck bringen zu wei, 1 die Nachricht, daß mir - "e reiche Gabe bon 5000' jur Verfügung gestellt L N'ohl in diesem Bejr. trotz der Vernichtung mcc meinem M in der fc hoffe, durch meinen 15 würdig zu zeigen, ter 5)err Oberbürgnmmi ■ften Hochachtung und Sn tsjaaU pct: Aug- Der : j7 W steile Felswand in einen Fluß gestürzt. Er war sofort tot. An Bord des holländischen Dampfers „Anistlmid", der den Passagierverkebr zwischen Südamerika und den spanisch-portugicsisciien Häfen vermittelt, ist ans hoher See Feuer aitsgebrocheu. Unter den Passagieren entstand eme große Panik Tie Passagiere retteten sich in Boote, von denen eines infolge Unvorsichtigkeit kenterte. Hierbei sind 6 Personen ertrunken. Die übrigen Passagiere wurden, nachdem das Feuer an Bord des Dampfers gelöscht war, wieder an Bord gebracht. Bei internationalen Versuchen mit Polizeihunde n in Paris haben sich die belgischen Hunde als die klügsten erwiesen. Sie erhielten acht erste Preise. Am 16. August wurden im germanischen Ratio« na l-Museum zu Nürnberg aus einem verschlossenen Glas-Wandschrank, der mittels Nachschlüssels geöffnet wor- Den war, ein Armband, eine Brosck)e, zwei Ohrmnge, ein Fingerring, alles wertvolle mit Brillanten und sonstigen Juwelen besetzte Stücke, gestohlen. Der Verdacht richtet sich gegen einen unbekannten, etwa 40 jährigen Besucher. ' Aus Landau wird gemeldet: Auf einem Ausflug stürzte der 18 jährige Gymnasiast Mayer von Mannheim 130 Meter tief von der Ruine Fröndsburg bei Schönau ab. Er erlitt einen doppelten Beinbruch und trug außerdem schwere innere Verletzungen davon. Spiciplan der vereinigten Zranffurter Ztadttheater. Opernhaus. Dienstag: „Tic Fledermaus/ Mittwoch: .Lohcngrin.' TonneiStaq: „Ter Postillon von Lonjumeau/ Hieraus: ,-Lic I Altweibermühle." Freitag: „Oberon? Samstag: .Hoffmanns Erzählungen." Sonntag: .Ton Juan.' Montag: .Ein Walzer- leamn." TienStag: .PcUcaS nnd Alellfande." Wtittwock: .^lida." Gicßcncr Wetterdienst. VoranSfichtliche Witterung für Heffcu am Mittwoch den I j9. August: Meist heiter und trocken. Etwas wärmer. sich dann eine Kugel in die Schlafe. Er ist lebenSgesäkrrlich verletzt, während die Frau voraussichtlich mit dem Leben davon kommen dürfte. — Fit Vaihingen stürzten zwei Monteure von einer hohen Leiter herab. Der eine toar sofort tot. An dem Auskommen des anderen wird gezweifelt, er hat sich beide Beine gebrochen. — Zwischen Donzert und Gemünd stürzte ein Postwagen in einer Straßenbiegung um. Von den Passagieren wurden drei zum Teil schwer . ba3 MNf M * * 1 'glätt' 1^ hinge»- Ä1 5, '__ verletzt. Der Postillon konnte sich durch Abspringen retten. *Die Ledcrrobc. Aus Paris wird uns berichtet: Ter rastlose Erfindergeist der französischen Modeschöpfer beschenkt die elegante Damenwelt um eine eigenartige Neuheit. Fast scheint cs, als ob die Lcderanzüge der Cliaufseure die Anregung zu der neuen Mode gegeben haben, denn die Modckünsllcr idüu jcn ipren Mlimien nichts anderes vor als regelrechte Ledertoileiten, freilich handelt cs sich babei nicht um das grobe dauerhafte Leder der ülutomobilistenjoppen; ein kunstvoll bearbeitetes weiches zartes leichtes und schmiegsames Leder, zart wie Scidenswsf, soll als Material zu kostbaren Tolletten verarbeitet werden und schone Stickereien, vielleicht Pcrlenbcsatz und berglcübcn Zierlichkeiten werden die erste 'JÜmcigung der Tamemvclt gegen den originellen 0-edanlen rasch überwinden. So wird es nicht mehr lange dauern, uno aus den Boulevards und in den Theatern wird man zartgetonte Toiletten von weichem elastischem Leder bewundern können und für poetische Namen des prosaischen Materials wird die Phantasie der Schneider sorgen. o, , gx 1 * Duelle in der russischen Aristokratie. Bor kurzem wurde in Petersburg der junge Fürst Iustupon von einem Kornett, Grafen Mantcufel, rm Duell erschollen, unter tunrd .nl Verhältnissen, denen das Geiühl für die Süchte von Ehrcnh.mdein I durch einen Zweikampf nicht geläufig ist, ein sensationelles Ereignis. Auch das zwischen den Geiierälen cM unb Lnnrnow wegen Beleidigung während des Port Artur-Prozelies zum Utts- trag gekommene Duell zeigte in seiner Form, wie fremd rulstlchem Empsinden die Begriffe der deutschen Geselllchast über Duelle sind. Tas letztere wurde in der Reitbahn eines Garde-Kävallerie-1 Regiments ausgetragen. Zu dem ungewohnten Schauspiel waren | gegen Eintrittskarte die meisten Mitglieder und zwar auch recht viele Tamen wie zu einer Galavorstellung erschienen. ü,er Adel, aus dessen Anschauung heraus die rittcrlidje Sitte des Zweikampfes entstanden ist, bat in Rußland eine andere Bedeutung auf Grund seiner Entstehung und historischen Entwickelung als bei uns. Betrachtet man den rein russisckion Adel gesondert von den in Mßland lebenden adligen Geschlechtern irenfoer Nationalität (Schweden, Balten usw.), so heben sich zwei Kategorien scharf voneinander ab. Auf der einen Seite stehen die alten übernommen —, als die Bezeichnung dafür sein, daß seine Träger einem alte« Bojaren- oder LSarägergeschleckste wie Dolgoruki, ^.ru beb toi usw. angehören. Sind diese Familien im Laufe von mehr als tausend | Jahren seit dem Eindringen der Waräger aus Schweden aiul) vollkommen slawisiert, so sind dock die wenigstm von ihnen ursprünglich slawischen Stammes. Ein näht geringer Teil der Ve'rbändstag ab- Gestern abend ging ein Kommers voraus, I russisckcn Geburtss^^Katie fuhrt ^^^k^^ich feine Abstommnng der dem 25 jäljrigen Bestehen der hiesigen Schneider-Organisation am tatarische Ersten, die .'Nit de,t SIW nnit cspnifp hpaonncu die Verhandlungen Es sind 79 Dele-lLand kamen, zurück che K^Ko-b-nthe^^e. atten tat aus seine Schwiegermutter, sowie^seine ^savier-Virtuofe P0 sel t, der ebenfalls absttirzte, ist mit leichten Schwägerin; beide wurden leicht verletzt. Bei der Flucht 1 Verletzungen davongekommen- 3 vor ber ihn versolgenben Volksmenge verübte er Selbstmorb. Brüssel, lö- Aug. Auf den Brüsseler Redaftwnen zirku- In Wien erschoß sich die Schauspielerin Kuledinger l«t das Ger^Ko^« ^o^dl^olovlich. g-l -» vom Raimundtheater auf dem Grabe ihrer Mutter aus Neu eröffnet! Neu eröffnet! P“"S Vitloria Uniform: Luchrock unb Helm. Ta«.1 Kommando. Wigand i. 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Veit. 1) der Privatklüger Heinrich TrechSler von Lich, 2) Der Privatbeklagte WUhclin Fay von da und einigen sich wie folgt: Der Privatbeklagte nimmt die ihm zur Last gelegte beleidigende Aeußerung gegen die Ehefrau dcS PrioatklägcrS mit dem Ausdruck des Bedauerns als unwahr zurück. Dec Privatklägec nimmt die Privatktage zurück. Die Kosten des Verfahrens trügt der Privatbeklagte. Dem Privatkläger ivird das Recht cingerüumt, den Inhalt des Vergleichs einmal auf Kosten des Privatbeklagtcn im Gießener Anzeiger innerhalb einer Woche zu veröffentlichen. Vorgelesen, genehmigt gez.: Brab, Bolz. Für die Abschrift * Volz GerichtSschrcibergehilfe. In der Privatklagcsache deS Schreiners Heinrich TrechSler in Lich, PrivatklagcrS, gegen den Schuhmacher Wilhelm Fay in Lich, Privatbeklagtcn wegen Beleidigung. werden Sie fein über die hübsche Gesche nkbeklaae bei dem Beilchen.^eisenvulver ..tioidprrle“. aebei ’iüüfet cnibalt cm tehenbefr Gescheut. 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