Grönland-Expedition! ab, in denen über die Mittel und Wege beraten wurde, wie ursberichte der Bank für llni 1t von .15 .23» ,li? ,16 .11 > Ji — Der vierte internationale Esperantokongreß ist am 17. d. M. in D r e s d e n eröffnet worden. Als Dr. Zamenhof, der Erfinder der Weltsprache, mit dem Oberbürgermeister Tr. Beutler den Saal des Vereinshauses betrat, erscholl minutenlang brausender Beifall. Colonel Pollen-London eröffnete den Kongreß als Vorsitzender des 3. Kongresses und gab dann das Amt an Tr. Myß-Hamburg ab. Geheimrat Lange sprach im Auftrage der Ministerien des Kultus und des Innern Und feierte die Esperanto als Hilfssprache, um die Völker der Erde zu verbinden. Prof. Bourlet-Paris übertrug die Rede in Esperanto. Unter dem Jubel aller Anwesenden sprach sodann Dr. Zamenhof über den idealen und realen Mert der Esperanto und hob hervor, daß dieser Kongreß zum ersten Male von Regierungen unterstütz: werde. Ani Nachmittag hielten die Internationale Gesellschaft der Wissenschaften, die Internationale Rote- kreuzvereinigung, die Internationale Polizeivereinigung, die .Esperantisten und der Deutsche Esperantistenbund Sitzungen das Esperanto zu den Zwecken der genannten Vereinigungen ausgenutzt und in deren Kreisen verbreitet werden kann. Giessen. 17. August, l.lu Ubr. Hi' lui I öe/lndustrie. GS l?pl icelluimwjen jur das r. I hi. Dieser 'Nmig bir ; ) bei der btireijcnbäi M ter ginnen aus dem Öebitt Der betresjenden Liidimsir an Interesse emMngesch ' c s e. Lei Ävjjnung war: . icher. Die Äugustannahn. nten. Die BruttvMM : schmsiverteriveije in bie»:: j Mir Watz eine geivisse LL tc am Gisenmarkt- Es Lchmierigteiten begegne. *1'- )eusverband eine irnnäBigr e. Lochumer wann i Lohnreduilionen beabjM ^ändert. Üiarionalbant tc. ’n Bahnmerlen war beleb!,: illinwre schlossen ; regte der Lcrichl de- <■ i nahm Deckungen vor- jeditaktieu . • • ' ialtimoie- und Obi, ^iseubabu ■ ,0T^ SUatsbalni. ■ leS err'neuri-Eiseubahü 'rince-Hen*1 »»: ^nern : Nr K . I •w der L f,- 4 - «ms &»««. W SÄ’1«« ab L- teBfd MN l n ^°den, • ieinc^ tieiW19,,. enUt^)be^ llhauss I taubere i£2** ! leur Jtotote !? ei:-: JUE tam, tieben ui r- 1 E^cen Wertmaß' ' Öie l't vermutlich^. • verbot das 2,. i S?“ Wn 4| ««Bungen erlitten. || ^rneijmet dirimm, bet f-|l svurde von AegelaVn« raun en kampi n-B Mehrere * ans dem jrant 2d, H ™ Verletzungen erl^W i acht. "cn Mitgliedern zweier Mil- i vrio im Badeorte &•'.. dgemenge aus. wij ?,Personen verletzt. ' lch im Lpila! der rumanij^kl wurde eine schwangere "den, da dem Arzte gemtjl dn Leichenkammer gesell itopsie vorgcnommen nxi:,|| hr lag jeboü) ein neugtborcll Biertische mit zerschmttNiM mr ojjenbar in eine tiefe i;-® I Leichenhalle gebot: I Neue versuche zur Verständigung. Ter englische Schatzkanzler Lloyd George kommt nach Berlin. In den Zeitungen hat man hierüber schon viel hin und her geredet und sich über den eigentlichsten Zweck dieses Besuchs den Kopf zerbrochen. Offiziös hieß cs, daß Lloyd George die deutschen Einrichtungen für Altcrsfürsorgc studieren wolle. Diese Erklärung befriedigte nun die miß- begierigen Politiker sehr wenig, denn eine andere Erklärung lag doch viel näher: man vermutete, daß sich der englische Schatzkanzler in Berlin mit den maßgebenden deutschen Staatsmännern über eine deutsch-englische Verständigung unterhalten wolle. Nach den vielen Beschwichtigungsreden englischer Staatsmänner in letzter Zeit lag ein solcher Erklärungsversuch nahe genug. Sogar die Möglichkeit einer deutsch-englischen Entente war ja von einem englischen Staatsmanne besprochen worden, und dieser Staatsmann war eben kein anderer als Lloyd George, der im englischen Kabinett jetzt als der geeignetste Mann gilt, die Stimmung in Deutschland für eine Verminderung der Flottenrüstungen zu ergründen. In Londoner politischen Kreisen wird die Reise des Schatzlanzlers Lloyd George nach Berlin in unmittelbaren Zusammenhang mit der Lronberger Begegnung gebracht. Man glaubt, daß in den dortigen Besprechungen der Grund zu der praktischen Verfolgung des Gedankens gelegt wurde, der Lloyd George, schon seit längerem aufs angelegentlichste beschäftigt: der Verständigung über Umfang und Teinpo der Flottenneubauten. Als ein Mittel, um Lloyd George die Wege in Berlin zu ebnen, wird die jüngste Rede des englischen Handels- ministers Churchill bei einer Bergarbeiterkundgebung in Swansee angesehen. In dieser Rede hieß es: es sei höchlichst zu mißbilligen, wenn jemand versuche, den Glauben zu erwecken, daß ein Krieg zwischen Groß- britannienuudDeutschland unvermeidlich sei. Tas sei der reine Unsinn. Es gebe nichts, um das gekämpft werden müsse, oder was des K ä m p - fens wert sei. .Handelsminister Churchill sagte ferner in seiner Rede, er sei erstaunt und betrübt über die wilde Sprache, deren man sich in Bezug auf Deutschland bediene. Er meine insbesondere die kürzlich von Lord Cromer im Oberhaus gehaltene Rede. Die Lärmmacher, fuhr der Minister fort, haben keinerlei Grund zu einer Panik. Dieses Land ist eine Insel. Keine Regierung, die vielleicht in naher Zukunft am Ruder sein mag, wird auch nur einen Schritt von der Flottenpolitik abweichen, die uns vor einer Invasion von außen in der Tat sicherstellt. Alle Parteien sind verpflichtet, diejenigen vernunftgemäßen Maßregeln der maritimen Verteidigung zu fordern, welche die Entwicklung dieses Landes sichern und die uns von dem Kurs des Militarismus, wie er auf dem Kontinent herrscht, befreien, die aber niemals für irgend eine andere Großmacht der Welt eine Drohung bedeuten. Ja, in zweiter Linie sage ich: „Es gibt keine Kollision von elementaren und hervorstehend wichtigen Interessen zwischen England und Deutschland. Ja, in allen Teilen der Welt gehören die D e u t s ch e n z u u n s e r e n b e st e u K u n d e n. Wenn ihnen etwas zustoßen würde, wüßte ich nicht, wie wir den Schaden für unseren Handelsverkehr wettmachen könnten. Ta für - —----- lw ihm ii b 11m^winiiiiiwm ui iiMTinim i mi Die Grönland-Expedition Mylius Erichsens. Heber die Schicksale des dänischen Grönlandforschers Mylius Erichsen und seiner Begleiter, deren Tod jungst festgesiellt wurde, erhielt das Komitee der Danmark- Expedition aus Aalesund einen telegraphischen Auszug aus beift Bericht des Kapitäns Trolle, welcher der verunglückten Expedition auf die Spur kam. Die Expedition erreichte das Land am 12. August und auf der Koleweg- infet unter dem 76. Grad 20 Minuten nördlicher Breite an Land. Die Expedition ging darauf weiter nordwärts, bis sie auf undurchdringliches Packeis zwischen dem Kap Marie Valdema und der Orleansinsel stieß. Mit dem Sck)iff wurde der 77. Grad 30 Min. nördlicher Breite erreicht und Station bei Kap Bismarck gemacht. Nach verschiedenen kleinen vorbereitenden Expeditionen wurde am 28. Marz 1907 eine große Schlittenexpedition nach der Nord spitze Grönlands angetreten. Diese bestand aus 10 .Hundsgespannen in vier Abteilungen. Diese standen unter der Leitung von Mylius Erichsen. Eine Abteilung erreichte den 80. Grad 13 Min. und nahm Karten über die große Inselgruppe zwischen dem 78. und 79. Grad auf. Die zweite Abteilung erreichte den 80. Grad 40 Min. und machte beim 80. Grad Kartenaufnahmen. Tie dritte Abteilung erreichte Kap Bridgman 83 Grad 50 Min., fand dort den von Peary dort niedergelegten Bericht aus und machte Kartenaufnahmen von der Nordoftküste von Pears- land. Die dänische Flagge wurde gehißt und das Land, dem der Name „Kong Fred er ik VIII. -jnb gegeben wurde, in Besitz genommen. Mylius Erichsen ging westwärts durch den Peavyskanal, bloch nordwärts. Später trafen sie sich bei der Mündung des großen diorD wieder, den Mylius Erichsen Tanmerkfjord nannte, koch kehrte darauf zum Schiff zurück. Mylius Erichsen wollte noch einige Tagereisen am Pearytanal lveiterziehcn, tonnte dann aber nicht zurückkehren. Tie Sommerzeit machte es augenblicklich unniöglich, ihm zu Hilfe zu kommen. Am 29. September wurde eine Hilfserpedition mit drei Schlittenabteilungen entsendet. Eine Abteilung kehrte am 2.. November vom 80. Grad 13 Min. zurück, wo die Weiterfahrt durch offenes Wasser verhindert wurde. Im d^ovcmber wurden die Depots nordwärts verstärkt, uni Mylms Erichsen die Rückkehr zu sichern. Ain 10. März 1908 ging eine neue Hilfsexpedition unter Koch ab. Die Reise erschöpfte Die letzten Kräfte der Expedition, indem von 28 Hunden Die besten 20 eingingen und die besten Materialien auf dieser Reise verbraucht wurden. Auf dieser Reise fand man Bron- lunds Leiche. Die Expedition hat im großen und ganzen ihre Aufgabe programmäßig gelöst. Die Heberlebenden sind gesund. Das Komitee der (----- erhielt ferner von Kapitän Trolle folgenden telegraphischen Bericht: Ter Expeditionsleiier Mylius Erichen samt Hagen und Broenlaud trennten sich am 27. Mai 1907 am Peary-Kaual von Kochs Schlittenabteilung. Nach- >em sie durch Kartenaufnahmen bis Ende Juni aufgehalten worden waren, verhinderte die ^Schneeschmelze die Rückreise; sie waren gezwungen, den Sommer über 125 dänische Meilen vom Schiff entfernt zu bleiben, ohne Proviant und Petroleum, lediglich auf Jagdglück angewiesen. Infolge unergiebiger Jagd waren sie bei Beginn der Heimreise am 19. Oktober, die sie mit vier Hunden antraten, entkräftet. Wahrscheinlich reisten sie auf kürzestem Weg über Inlandeis; sie marschierten unter verzweifelten Verhältnissen bei Mangel an Proviant und Fußbekleidung. Durch zunehmende Dunkelheit und Kälte wurde ihre Kraft gebrochen. Ungefähr 40 dänische Meilen über das Inlandeis vvrgedrungen, suchten sie wahrscheinlich nach einem Ort, an dem die Resultate ihrer großen Arbeit aufgefunden werden konnten. Sie wählten hierzu das Depot auf dem 79. Grad. Erichsen und Hagen starben vor der Erreichung ihres Zieles; nur Lroenland erreichte den Depotplatz, setzte sein Testament auf und schrieb die letzten Berichte in ein Notizbuch. Darauf legte er sich resigniert, mit der Büchse auf sich, nieder und erlitt den Tod durch Erfrieren. Aus dem Notizbuch geht tzer- vor, daß Hagen am 5. November starb, Erichsen ungefähr zehn Tage später. Broenlaud ist begraben worden, Hagen und Erichsens Leichen waren bis dahin unauffindbar, da alles mit meterhohem Schnee bedeckt ift. — Drahtlose Telegraphie. Tem Tirektor des Aachener meteorologischen Observatoriums, Tr. Polls, gelang es, bei seiner Studienreise auf dem Atlantischen Ozean, die Wetterlage auf dem Ozean zwischen Europa und ben Vereinigten Staaten von 9torbamerifa mit Hilfe von drahtlosen Telegrammen fortlaufend zu übersehen. Er konnte während der Fahrt von Hamburg nach Newyork auf dem Tampfer „Kaiserin Augusta Viktoria" der .Ham- burg-Amerika-Linie tägliche Wetterkarten von diesem Teile des Ozeans entroerfen, indem er die Wetternachrichten der Schiffe, die den SbirS der „Kaiserin Auguste Viktoria" kreuzten, und Telegramme jiber die Witterungsverhältnisse an der europäischen Küste benutzte. Es gingen täglich etwa fünf derartige Wettermeldungen von Schiffen ein. Tie Telegramme über die Wetterlage an der europäischen Küste wurden vom meteorologischen Observatorium in Aachen mit Hilfe des Ziffereodes zusammengestellt und an die Station Clifden gegeben, von wo sie durch drahtlose Telegraphie zur „Kaiserin Auguste Viktoria" weiterbefördert wurden, und zwar konnten diese Nachrichten bis zu einer Entfernung von 3000 Kilometern übermittelt roerbeit Sie langten am Bestimmungsorte gut an. Tie Versuche mit drahtloser Telephonie nach dem System des Professors Majorane zwischen den 60 Kilometer von einer der entfernten Stationen Montenarie und Porte d'AuriS haben, wie aus Rom gemeldet wird, sehr gute Resultate ergeben. Die gesprochenen Worte waren deutlich zu verstehen. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Zwischen dem Monte Rosa und dem Observatorium Gnisfetti in einer Höhe von 4559 Metern ist die Höch st gelegene Telephonleitung Europas in Betrieb gesetzt worden. Außerdem hat der italienische Physiker Maiorama zwischen dem Monte Mario und dem Orte Anzio eine drahtlose Verbindung hergestellt; die Entfernung zwischen beiden Orten beträgt 60 Kilometer. Der Erfinder Edison hat seinen Freunden mitgeteilt, er gedenke, nachdem ereinVermögenvon 125 Millionen Dollars erworben habe, demnächst sein Laboratorium zu verlassen und die „(rrfinöerfarriere" aufzugeben. Er werde sich mit rein wissenschaftlichen Forschungen befassen und die Haridelsinteressen außer acht lassen. Im nächsten Jahre werde er einen längeren Aufenthalt in Europa nehmen. — Aus Darmstadt wird gemeldet: Es wurde beantragt, zu Ehren Josef Olbrichs einem Straßenzug auf der Mathildenhohe, wo sich die Künstlerkolonie befindet^ ben Namen Olbrichweg zu geben. . Anfang'’ ; Bergwerk. ■ ■*' [arpeuer »ei= ,onibarden J Tirkenlos6 • buTtion unb Verkehr mit Wein. Im einzelnen sind indes zu den willigsten Bestimmungen des Gesetzentwurfs nachstehende Ab- ändcrungswünsctx' zu äußern. Zu § 2. Es ist unverzügliche Einführung des Verbotes des Verschnittes von Weißwein mit Rotwein und bis zum 5»irau- trclen dieses Verbotes die Einführung einer Dekuiratiouspflichr dieser Verschnittwcine bis zu den kleinsten Gebinden und bis zur Flasche zu fordern. - u . r, „ Zu § 3, Abs. 1. Die deutichcn Winzcrgcnoyemchasten ,ehen es nach wie vor als ihre Pflicht an, nur naturreine Weine Inr- zustetlen und das Verständnis für ben Wert naturreiner Weine Ilänbig in ben Kreisen der Konsumenten zu fördern. ES empfiehlt baber der 3. deutscl>e WinzergenossensänUtstag ben ^in- zergenossenschastcn und allen sonstigen Produzenten von naturreinen Weinen, durch Kennzeichnung ihrer Erzeuginsie als „naturrein" diese unter den vom Gesetzgeber in § 5 des Entwurw gewollten Schutz zu stellen. Trotz dieses grmidlätzliäicn Standpunktes erklären sich die Winzergenosscnschastcn aus solidarnchein Interesse für die Zulässigkeit eines Zusatzes. von Zucker in wässriger Lösung bis zu höchstens 20 Proz. des fertigen Produkts bei solck)en Weinen, wclck>e einer Verbesserung bcdur,en. Zu 8 3, Abs. 3. Die Zuckerung soll nur bis zum 31. Dezember jeden Erntejahres zulässig sein. i .. . ra Zu 8 4, Abs. 1. Die vom Bundesrat zu treffenden Be- stimniungeii über die anerkannte Kellerbclianblung der Weine ind nur „nach vorherigem Anhören von sachverständigen aus dem kreise der korporierten Winzer und Wcinhänbler" anzuordnen. Zu § 5. ES ist verboten, gezuckerten Wein (§ 3) unter einer Bezeichnung feilzuhalten oder zu verkaufen, die aus Reinheit des Weines oder aus besondere Sorgfalt bei der Gewinnung der Trauben beutet. Hingegen ist cs gestattet, in der Benennung folgen Weines eine Traudcnsorte, einen Jahrgang, eine Weinbcrgslage anzugeben. Wer Wein, Traubenmost- oder Traubcnmaiiche vcr- kaust, ist verpstichtct, dem Käufer auf Verlangen vor der Heber- gäbe mitzuteilen, ob der Wein gezuckert ist, uird Jicb beim Erwerbe von Wein die zur Erteilung dicfer Auskunit erforderliche Kenntnis zu fiebern. Zu § 6. Hnbeschadet des zu § 2 geforderten Verbotes des Verschnittes von Weißwein mit Rotwein bezw. der Deklarations- Pflicht für solche Verschnittweine, ist § 6 wie folgt ru fasten: . Geographische Bezeichnungen dürfen im Handel nut Wem nur zur Bezeichnung der Herkunft verwendet werden. Die Vorschriften des § 16 Abs. 2 des Gesetzes zum Lckmtze der ^Warenbezeichnungen vom 12. Mai 1891 (Reichs^Gesttzbl. e:. 411) und des tz 1 Abs. 3 des Gesetzes zur Bekämpiung dcS unlauteren Wettbewerbes tioni 27. Mai 1896 ^Reicl>s-Gcfetzbl. 14o) finden auf die Benennung von Wein keine Anwenditng. Em Verichnitt aus Erzeugnissen versckiiedener Weinbaugebiete darf icdoch nach dem für die Art bestimmenden Anteile benannt werden. Es ist gleul;- falls gestattet, in -hergebrachter Wcii.- die Namen einzelner martungen zu benutzen, um gleichartige und gleichwertige Erzeug- misse anderer Gemarkungen des betrefsendcn Wembaugebietes zu bezeichnen. Die Angabe oder Andeutung einer besonderen Wem- bergslage innerhalb einer Gemarkung ist nur dann zulässig, wenn der Wein oder der Verschnitt ausschließlich aus Erzeugnisten der betreffenden Weinbergslage oder aus gleichartigen imd gleichwertigen Erzeugnissen derselben ober einer benachbarten Gemarlung herrührt. Auf den Ersatz des natürlichen Schwundes des iiir Fasse lagernden Weins durch ähnlichen Wein finden bie Bestimmungen dieses Paragraphen keine Anwendung. Zu § 12. Die geeigneten Einrichtungen zur Mntrollc des ■ vom Ausland eingeführten Weins sind nicht dem Ermesfen des : Bundesrats anheimzugeben, sondern im Gesetz festzulegen. Zu 8 17. Es wird für geboten erachtet, daß die vom Bundcs- . rat zu erlassenden Bestimmungen über bie Führung der Bucher lektriz. Labmeyer. lektriz. Schlickert. schweiler Bergwerk . ambnrg-Amerik. meu ? arpener Bergwerk. • aurabütte. erlinei Handels^ larnistädter Bank . leutsche Bank . • leatscb-Asiat Bank )iskoBto-Komui8ndit. uesdner Baua • • die materiellen Interessen keine Gefahr vorhanden sei, würde i von einem Kampf zwischen den beiden Ländern kein anderes > Resultat zu erwarten fein, als höchstens eine der furcht- 1 barsten Katastrophen. Einfältige Leute haben ge- , meint, es lohne sich, um des .Handels willen zu kämpfen. : Tas lohnt sich nicht im geringften; ein Kampf von einem Monat würde mehr Reichtum zerstören, als der Handel in fünf Jahren hervorbringen kann. Man hat uns gesagt, die Kolonien könnten uns abspenstig werden. Nichts könnte sich an dem Schicksal der größeren Gemeinwesen, wie Kanada, Australien, Südafrika unb Indien ändern, wenn sie ihre eigenen Wege gehen und ihrer eigenen Bestimmung folgen, lvas nicht als Resultat eines Kampfes zwischen den europäischen Mächten sich gleichfalls daran ändern müsse. Was bliebe als Preis des Kampfes zwischen England und Deutschland? Nichts als tropische Plantagen und kleine, hier und dort über die Welt zerstreute Kohlenstationen. Mag auch das Schnappen und Schnurren in den Zeitungen und Klubs von London immer so fortgehen, die beiden Völler haben tatsächlich nichts, worum sie känipfeu könnten, keinen Preis und keinen Platz, in dem ein Kampf möglich wäre. Es wird in Deutschland keine zehntausend Personen geben, die ein solches höllisches, verruchtes Verbrechen ernstlich in Betracht ziehen. In England, glaube ich, nicht einmal so viele." Das sind sehr vernünftige und bemerkenswerte Worte, unb sie bekommen ihre besondere Bedeutung erst recht, wenn man sich entsinnt, wie gerade in letzter Zeit in England wieder gegen uns gehetzt worden ist. Nachträalich hat man es auch erfahren, mit welcher boshaften Schaden- fteude die Engländer die Nachricht vorn llnteraange des Zeppelinschen Luftschiffes ausgenommen haben, das ihnen bereits eine ernsthafte Gefahr für die Zukunft der englischen Heberlegenheit zur See bedeuten wollte. Selbst em so taktvoll geleitetes Blatt wie die „Westminster Gazette", das vornehmste Organ der Regierungspartei, gewann es über sich, die Katastrophe von Echterdingen als Blamage der englischen Militäralarmisten freudig zu begrüßen. Von Blättern wie die „Times", läßt sich natürlich von vornherein nichts anderes erwarten als Schadenfreude. Wird es dem englischen Schatzkanzler unter solchen Hm- ständen in Berlin gelingen, die Grundlage für eine wirkliche unb ehrliche Verständigung zwischen Deutschland unb England zu finden? Wir werden es ja sehen. E. A. Beschlüsse tes Dritten Deutschen Winzergenosienschastr- tages zum Weingesetzentwurs. Am 13. b. Mts. sand in Mainz unter bem Vorsitz des Generalanwalts Geheimerat H a as-Darmstadt der vom Reichsverband der deutschen landwirtschastlicheii Genossenschaften em- berufene dritte deutsche Winzergenossenschaftstag statt. Die Versammlung war sehr zahlreich von Wmzergenofsen- schasten aus nahezu sämtlichen deutschen Weinbaugebieten besucht. Die eingehenden Verhandlungen führten zur Annahme nachstehender Resolution: _ Resolution. Der 3. deutsche Winzergenoyenschaftstag begrüßt den vorliegenden Entwurf des Weingefetzes als eine im allgemeinen geeignete Grundlage für die im Interesse der reellen Produktion unb des reellen Handels gelegene gesetzliche Regelung von Pro- Nr. 193 Erstes Blatt 158. Jahrgang Dienstag 18. August 1908 Tct Gießener Lnzetger ä vez«g»pret4r erschein» täglich, außer monatlich7LPf.,viertel- Sonntags. - Beilagen: £ T ▲ k A x A ▲ m. A. a ▲ ▲ jährlich Mk. 2.20; durch sä < A** A*f Ai* 11 ä “siiölvnvllCI ZllllvlUvl" wlrtlchaNllche Seltsragen H H W Mr M Mr ■ W» auSroSrti 20 Pfennig. Fernforech - Anschlüsse r 1 ■ ftv Deeantwortlich für btc Redaktion 112, . < < den oolttischen Tel!; :WZk General-Anzeiger für Gberheffen WM f6.nobi« ‘togesmunmet Rolütionsbrud und Verlag der SrühCschen Unw..vuch. nnO Steinöntderel. B. Lange. Beönftion, LrpedMon und vnickerel: Schulftratze ?. Au>-ia-nic?i^ H vormittags 10 Uhr. __ ___ Im Interesse der Meinwinzer eine möglichst einfache und über» sichtliche Buchführung anordnen. Zu tz 19. Die Beobachtung der Dorichriften dieses Gesetze- ist im gesamten Jleid _ icbiet durch besondere Sachocr ständige im Hauptberuf zu überwachen Zu 8 26, Abs. 2. 'luch die Unterlassung der durch ; '> 216L 2 borgtidiritbcncn Erkundigun; nach der eiroon eriolgten Zuckerung der Weine ist ebenmäßig unter otxa;* zu stellen. Den Beschlüssen bc: Winzergenossenschastslages dürste insofern eine ganz besondere Bedeutung zuru orcchen sein, als,sie »aft zanz nnnimmtq gefaßt wurden. Abgesehen von der Festsetzung der weltlichen c-llen-e der Zuckerung aus den 31 Dezember stall nie im Gesetzentwurf aus den 31. Januar, in welcher Beziehung einige Vertreter eine Hinausschiebung bis zum 3L Januar mümdwen, wurden alle übrigen fünfte der obig.-n Resolution einstimmig angenommen. So haben die in 4 izerqenoiicnschasten geeinten Weinproduzenten ein erfreuliches B.lb einmütigen, jotioan chen Handelns geboten. _______________________________ Die Hauptversammlung der Deutschen weinbauvereins. S u. H. Eltville a. Rhein, 16. Aug. Unter zahlreich- r Beteiligung non, Weinbau Interessenten Deutschlands trat heute die dies, ihrige Hauptversammlung des Deutschen Weinbaur.ceins ^uiammt-n, deren Verla ui man in allen Kreisen des Deutschen Weinbaues und Weinhandels mit ganz besonderer 3iannung cntaefleiiTjJyen batte, weil diese betufemlc und maßgebende Nörpersck^'t für das Wohl und Wehe des deut scheu 'Seins zum letzten Maie vor dem Wiederzusammentritt des Reichstages und dejicn Stellungnahme :u dem neuen Weinaesetz. entwurs (Gelegenheit nehmen wollte, die Anschauungen der Winzer und Händler in der Weingesetzirage vor aller Oeisentlichkcit bar» zulegen. Diese Anschauungen bi neuerten bekanntlich seit Jahren und zuletzt stießen auch noch die Wünsche und Forderungen der Vertreter der verschiedenen deutschen Weinbaugebiete Derart heilig aufeinander, daß man für die diesiährige Hauptversammlung des Deutschen Weinbauvereins, der die Interessenten aller Seinbau- gebiete zusammen'aßt, die schlimmsten Besürchtuiigen hegte. Schon ans der letzten Dagung des Deutschen Weinbauvereins in Mann» beim war die Unzufriedenheit der Vertreter de- Mosel-, Saar- und Ruwer-Gebiets mit der Haltung deS Vereins in der Weingesetz. Frage deutlich zutage getreten. In der zur Besprechung des Regierungsentirurss nach Frankfurt cinberusenen Ausschuß'itzung vom 20. April d I. hatte dann die schrosf ablehnende Stellung der an Zahl weit überwiegenden Mitglieder aus der Psalz, Baden, Württemberg uiid Elsa^Äthtiugen allen Wünschen und Anträgen des MvselgcbicteS gegenüber die Vertreter dieses^ Gebiets veranlaßt, von der Beratung zutückzutreten und die Sitzung zu verlassen. Ta seitdem von dem Präsidium des Deutschen Weinbau-Vereins kein Versuch gemadx lvurdc, die bestehenden Gegensätze auSzuglcichen, erkläNen kurz vor dem Zusammentritt der heutigen Hauptversammlung die vier Ausschußmitglieder für das Mosel-, Saar und Ruwergebiet ihren Austritt aus dem Verein und damit auch aus dem Ausschuß. Der Präsident des Deutschen Weinbauvereins, Landtagsabg. Buhl (Deidesl-eim-, eröffnete die 25. Generalversammlung des 'Verein-. 9iach den zahlreichen Begrüßungsansprackzcn erstattete Präsident Buhl den Jahresbericht. Dieser konstatiert, daß der deutsche Weinbau im letzten Jahre unter dem Druck schwerer Scl-äden gestanden habe, und bau auch der Weinhandel schwere Zellen durchgemacht habe, so daß die Geschäftslage heute vieles zu wünschen übrig lasse. Für den Weinbau-Verein selbst sei bas vergangene Gesck-östsjahr ein arbeilsreick-es gewesen. Tas Präsidium sei bemüht geiuqcn, den verschicdensteil Ztagcn die größte '.'lusmerksamleit zu fdienten, so nomentlid) 5:in 'JUisbau des Wettet- dienftes und bet Bekämpfung der Sck)üdlinge, unter beiten bekanntlich besvtiders die kleineren Winzer so schwer zu leiden hätten. Die Weingesetzfrage habe man in einer am 20. April in Frankfurt a. M. abgel-altcncn Sitzung cingel-cnb beraten, und sich dabei auf den Standpunkt der Beschlüsse der letzten Generalversammlung bi$ Deutschen Weinbauvereins in Mannheim gestellt. Vom Reid-c würden dem Wcinbauverein aege nm artig 4500 Mark und Vom bayerischen Ministerium des Innern 500 Mark Subvention gezahlt. Aus die Spaltung, die im Verein eingetreten ist, und die allgemein bedauert werde, entgehend, spricht der Vorsitzende seine Verwuiiderung darüber aus, daß der Reichstag das wichtige Wein- gesetz in der letzten Session nickst zur Beratung gebrackst habe. Man hoffe aber, daß, meiin das Gesetz einmal unter Dach und Z-ach fei, biejenigen, die jetzt schnwllend dem Verein den Rucken gekehrt hätten, zurückkehren würden. Der Weinbauverein babc bei feinen Beschlüssen, obwohl cS feine Aufgabe nickst sei, nickst nur den Standpunkt der Produzenten, sondern and) das Interesse des Handels vertreten, denn gerade hier sei ein Ausgleich sehr am Platze. Die Generalversammlung schritt daraus zur Rcchntingsprüfung und genehmigte alsdann das Budget für 1908/09, wie es vorn Präsidium ausgestellt norden ist. Nachdem darauf ein Huldigungs- telegramm an den Sfaifcr abgefanbt worden war, gab Präsident Buhl feinem Bedauern Ausdruck über die Spaltting, die im Verein eingetreten sei. 'Jlamcntlid) bedauerte er den Rücktritt des Kommerzienrats Wegeler (Koblenz', dessen Vorgehen sich neun Mitglieder des Ausschusses angesckstosseu haben. Wegeler, der Ghreuvorfitzeiider betf Deutsckxn WeinbauvereinS gewesen sei, habe sich große Verdienste um die Sack)? deS Weinbaues und seiner Kvtpor.it ioncn erworben. Ter Streit drehe sich um die zeitlich*.' Besdnänkung bet Zuckerung: während die süddeutsckstn Vertretet da jur eingetreten seien, daß die Zuckerung biS zum 31. Dezember gestattet werde, wollten die Vertreter der 'Moselgegend die Frist vis zum 31. Januar verlangen wissen. — Daraus wurden die Aussckmßmitgliedet und das Präsidium durch Zuruf wiedergewählt. Hieraus trat man in die eigentliche (Tagesordnung ein und mit der 'Beratung des Entwurfs eines Weingesetzes, wie er von bet Regierung vorgeleat ist.' Tpe 8 1 dos EntwursS wurde shne Debatte angenommen.' Btti § 2 nrnrbc geivünsckst, daß scharfe Bestimmungen gegen beit Verschnitt von Rot- und Weißwein erlassen iverben sollten, soweit die Handelsverträge dies gestatten. § 3 handelt von der räumlick-cn und zeitlichen Begrenzung der Zuckerung. Die Versammlung sprach den Wunsch aao, daß eine Verzuckerung nur -um Zweck der Verbesserung ftattiuiben dürfe und zwar bi» zu 16* 3 Prozent bc» ienigtn Probutt_>. Zelllich solle die Zuckerung nur bis zum 31. Dezember gestattet werden Znteressant war es hierbei, daß fid) nur eine rinne Majorität auf den Standpunkt der Winzer des Moselgebiets stellte, die aus dem Verein ausgetreten find, litnmal gezuckerte Deine sollen nach dem Wunsche oes Dcutickren WeutbauvereinS nicht nocki einmal gezuckert werden dürfen Znbezug auf die Ix*flaration-> pstickst für veränderten Wem 6 des Liiüviuiäi wurde eine Einschränkung t>cv Ennvurss beschlossen. Es soll verboten sein, gezuckerten Wein unter einer Bezcickmung zu verkaufen, die auf Reinheit des WeineS ober besondere Sorgfalt bei der Gewinnung der 'L rauben einen Schluß zu ziehen gestattet. Dagegen soll es erlaubt fein, in der Benennung solcher Weine eine Traubenforte, einen Jahrgang, eine WembergStage, und einen Weinbergsbesitzer anzugeben. Wegen der vorgerückten Stunde tvurden daraus die Verhandlungen abgebrvdien, die am Montag foNgesetzt iverben. — veute nachniittag um 5 llbr fand em großer buu'iiidxn: Festzug nach Lnttvürfcn des MuiiftiitalirS Fraukenbach Wiesbaden statt, an dem sich die meisten Wiiizerveretne des Ntzcingaucs beteiligten. — Der Zua zerfiel m zivei Abteilun^n. von denen die erste der Geschichte Rechnung trug, während die zweite Szenen au» dem Winzerleden zur Tarsdilung .rackste Hewlde zu Pferde und Fanfarcnbläfer eröffneten den Zug, und in malerischer Prackst folgten bann die Festwagen. • . S. u. H. Eltville a. Rh, 17. Aug. Der 'Deutsche Weinbau Verein setzte heute vormittag feine Berhaudttrngen fot: Tcu Vorsitz führte 'ifcidhJtaabgeordneter Ir. Blaukenhvru '.’.’lüUl im 1- Zn dec Beratung ds Weingesetzentwurfs wurde heute rvn.jt ■ bre - Der j 16 bctrtfh die Benennung der BersctziuttU'eiw:. Ein 11.i m in von Weincii aus verschiedenen Deinbauged.eten ist gestattet, i-boef» mmb der Wein r.cdi einem Menge oder Art bestimmenden Anteil bezeichnet TT erben. Benennung einer Lage ist gestattet, wenn die Venwnitt- Tveine aus bermdbat Weinbau gut itimrncn. Ter groge Anteil der Bersckn'.'tweme soll iur die Lager.-Bezeichnuu,t matzgebend sein 2t: 7 bis 16 wer-xTi ebne zcL-anc gut geheißen A. 1< banbeit von ber Outirr.trolle, btc w eingerichtet iperben wll, baß stündlich der technisch und kauwtnnt'ch gebildete Revisor Ueberolick erhält. Der § 19 enthält die Forderung einer Keller- kouirotte im Hauptamt, die einheitlich tm ganzen Reiche organisiert werden sott. Jedoch sslin nur Sachverständige m:i der Ksnriolle beauftragt werben Tiefe beiden Beftmmungen imben bte Bllllzung der Versammlung Auto mit den im Gesetz vorgesehen u scharfen Strafbestimmungen vt bie Gcnetalver'ammlung cmrrrftanb.n, sie wünscht sogar, saß bei Seinüredungat unter ollen Umstünden aus Freie. tsstrafe erkannt wird- Von der Bestrasung ausgeschlossen »oll sein, wer »einen xunben vorher von der Zuckerung Mlltellung macht, c^eschmierte Weine sollen unter allen Umjunbcn vernichtet iverben und gegen eine Weiter- oerwenbung für die Verbrennung fpr'.ctzr man sich entschieden aus. — Ein Humorist unb Menschen'reund wünscht m ber Diskussion, man solle bie geschmierten W ine dem Militär zur Verfügung stellen oder in den Rtzetn schütten. Letzteres roitbjcbod) im In- ter esse ber Fischzucht sür unzulaiiig ctflan. — Das Gesetz fott eine nicht zu kurze Karenzzeit erhalten, bamit die Produzenten sick) daraus einrichtcn können. Tie Turchberatung des Wein- gesetzeS war hiermit beendigt, und die Versammlung beschästigte sich cuf Antrag deS Präsidenten mit ber Frage ber Weinsteuer. Auf Antrag des Präsidenten wurde folgcnbc Resolution zur Diskussion gestellt: Tic in Eltville tagende Generalversammlung deS Deutschen Weinbau-Vereins spricht sich ctnftunmig _gegcn eine Wemstcucr in jeber Zvrm aus, auch gegen eine Flaschenwe 1 nsteuer, die den besonders bedrängten QnaUtätsoau schwer tressen mußte. Zn ber Tisfussurn wünscht ein Wcinkvnsumcnt eine Steuer im Znteresse einer besseren ökontrolle. Tiesem Wunsch nnirbe vom Vorstands tisch durch den Reichstag öabg. Schüler (Freiburg i. Br - energisch Widersprocben. Tie Resolution wurde barau* einstimmig und mit großer Begeisterung angenommen. Nachdem noch besck)lossen, baß der nächste Weinoau-Kvngrcß in Bingen a. Rhein stattsi/iden soll, war die Tagesordnung erledigt- — Nach Schluß der Generalversammlung »prach Tr. Lüstner von der Kvnigl. Lehranstalt für Wein-, Sb ft- und Gartenbau in Geisenheim a. Rhein über die diesjährigen Ersahrungen bei der Reblaus-, Heu- und Sauerwurni-Bekämpfung. Zn dem Referat, das lediglich sür Fachleute bestimmt war, traten viele neue Gesichtspunkte zutage, bic eine eingehende Würdigung der Versammlung sanden. Heute und morgen finden Wcinproben sowie eine Rheinfahrt durch das Rheingebiet nach Aßntannsliauscn statt. Da; neue türkische Programm. Mit einem wahren Feuereifer gehtS jetzt in der Türkei an die nähere Ausgestaltung ber durch die neue Freiheit geschaffenen Lage. Außerordentlich sympathisch berührt vor allem das soeben bekannt gewordene Programm deS neuen türkischen Ministeriums; nach den letzten ^Meldungen hat man auch schon angefangen, dieses Programm in bie Tat umzusetzen. In dem Programm heißt eS: Das Ministerium hegt ixe feste Absicht, bie Staatsgcschäf'te unter voller Wahrung ber souveränen Rechte des Sultans, der 9techte des MinifterrateS uns des Parlamentes, sowie occ allgemeinen Rechte bcs Volkes zu leiten, llnt ber gegenwärtigen finanziellen Notlage bis zu einem gewissen Grabe ab- zuhelsen, soll bic große Zahl der Beamten in cutipredjeiiixm Maße beschränkt und ihre unverhältnismiitzig hoben Gel-alte sollen herabgesetzt werden. Um einigen bringltdKn .Ausgaben nachzu- tontmen, tSerben wir uns bemül-en, eine kleine Anleihe ans- zunehmcn unb nach Möglichkeit Ersmrnisse zu mad>cn. Audun Militärdepartement werden Ersparnisse gemad?t werden müssen. Tie Vermehrung bet Staaiseinknnfte soll einerseits, ohpe Saß neue Steuern gesck-asscn werden, durch Reform der gegenwärtigen Steuern, burd) bie Verde iscrung de» Systems ber Stcuererl-ebuitg und burd) Erneuerung ber Handelsverträge, anderseits durch daS Aujsuck-en von Maßnahmen zur wirtschafttid-cn Hebung des Landes erreicht werden- Das '.'Ministerium wird n eiter die Frage ber Durchsuhrung ber öfsentt- Arbeiteii auf anderer Grünte läge, sowie Maßnahmcn zur Sick-erung deS Fortschrittes der Lanbwirtsd-ast prüfen unb bem Parlamente vorlcgeit, sowie bic Verbesserung bcs öf ieiulick.cn Untcrridic» unb bic Heranziehung fämtlid.cr Bcvölkerungsklafsen zuni Militärdienst vorbereiten. Tie Gerichte werben so ausgeflaltct iverben, baß fic Vertrauen einfloßen. Die Türkei will mit allen ^.Nächien gute Beziehungen aufreck-t er halten. Es wird bahin getrachtet werden, bau mit Zustimmung ber interessierten Staaten bic außerordent- lickzen Bcstimniungcn, bie für bie in bet Türkei lebenden Unter- taneii einiger fremden Staaten gellen, aufgehoben iverben, unb bie Bemühungen ber Regierung werden darauf getichtct jein, allgemein eine Lage zu sck-afsen, bie Zebermann Vertrauen cui- flößt unb felbst den örembcit bie Ueoerflüfftgkeit ihrer Privi. legten begreiflich macht. Wenn man in bet Türkei mit dem bisherigen Ernste dabei bleibt, nützliche Reformen zu schaffen, bann läßt sich mir Günstiges für das Reich der Cltoinancn erwarten. Aus Stadt und Land. Gießen, 18. August 1908. □ Nidda, 17. Aug. In der nahe gelegenen Gemeinde Ramstadt ist beim Feldschütz eine nachahmenswerte Aenderung durch die Gemeindeverwaltung in die Wege geleitet worden. Dtau hielt eß für unnütz, den Feldschützen mit Stock und LcgltimationSschild in den Fluten, lediglich zur Verhütung von Freveln resp. deren Anzeigen euiherwandetn 511 sehen. Der Flurhüter ist nunmehr mit Hacke, Rechen, Baumschere, Echippeu oder Spaten, je nach der Jahreszeit versehen; hat der Sturm au Gemeinde- bäumen die Stützen umgeworfen, Bäumchen loßgerisien — der Mann hilft dem Ucbelftonbe sofort nach unb bedenkt auch, so weit cs angängig, die Schaden der LrtSeinwohucr mit seiner Abhilfe oder macht die Eigentümer aufmerksam. Bei starken Regengüssen, Schneeabgang tveist er den Wasserläufen den rechten Weg, macht sich überhaupt in jeder Beziehung nützlich. Um bic Bauinpflcge richtig auSzuüben, soll für ihn eine AnSdildung in dem LditdaulursuS zu Friedberg erfolgen. Für bic Ausübung feiner Amtspflichten erhält der Mann eine jährliche Vergütung von 720 Mark. Tie Em- richtung wird sich ohne Zweifel fegenScelch erweifen und verdient 9iachahmung. § HartmannShatn, 16. Aug. In der Gastwirt- schäft Aldrand vergiftete fich em 19,ähriger Bursche auS dein von hier l*/< Stunde entfernt liegenden Lichenroth nut Lysol. WaS den fimgen Mann in den Tod getrieben hat, ist bis jetzt nicht aufgeklärt. (0 Wallenrod, 16. Aug. Alljährlich veranstaltet unser Kriegerverem eine 0cicr zur Erinnerung an jene ruhmreichen Kämpfe der hessischen Division bei MarS-la-Tour und Gravelotte. So auch m diesem Jahre. Heute, gegen 1 Uhr mittags, bewegte »ich cm stattlicher Festzug unter Vorantritt der beiden Schulklassen mit flatternben Fähnchen durch die Hauptstraßen beS Dorfe- nach dem Feftplatze am Rande des GemernbewaldcS." Lehrer Loch hielt eine hübsche Anwrach. W Er schilderte die Taten der wackeren Kameraden am 16. un B 18. August 1870 und forderte die Festteilnehmer auf, , 8? deutscher Treue feflzuhatten an dem, roaS sie uns in icr.e Tagen auf blutiger Walstatt errangen. Dem offiziellen E der Feier folgten VolkSuntcrhattungen mannigfachster 9lr ■ Tie Schuljugend erwarb sich un fröhlichen Spiel kleine An.U denken, bic Krieger schossen nach der Scheibe, während b. H schulentlassene Jugend das Tanzbein schwang. Mit Begin N der Tunkelheit zog man ;um Torfe unb feierte im Saale E Gastwirts Post weiter. ? Atzbach, 17. Aug. Tie neu errichtete 3. LehrerftcciE wurde dem SchulamtSkandidateu Emmerich a»iS WetzlaiW übertragen. Sie sollte bekanntlich im Frühjahre durch rr; E Lehrerin besetzt werden, von welcher Besetzung die (Scmeinh aber nicht sonderlich erbaut »vor. A Dorlar. 17. August. Gestern nachmittag rouiti unter großer Beteiligung daS neue Schul Haus femcc ><,■ Himmung übergeben. Tank der Beihilfe der Behörde ist in i M ein wirkliches MiisterschulhauS geschafien ivorden, das seinc. Erbauer, KreiSbaumeisler Witte, und der Gemeinde olle Etz., »T macht. TaS Schulhaus enthält zwei große, Helle Schulznu»., . jl mit daran anschließenden Lehrerivohnungen. TaS schmückt I HauS und seine sämtlichen Rebcnanlagcn sind eine Ziett, ? unseres Torfes. Tie EmmcihungSfeicc verlief fehr gut. E. 1 wiirde eröffnet am alten SchnlhanS. Lehrer Klotz gedach. dort dec vielen, die hier em- und außgegaiigcii feien, aus L der treuen Lehrer, die vor «hm an diefer Stätte wirkten ur;W bat bie alte Schule in treuem Andenkev zu behalten. UidiÄ Glockengcläute bewegte sich cm stattlicher Fcstzug, voran biE Kinder, nach der neue» Schule, woselbst der Gesangvere rW ^Lahntal' die Feier mit dem Chor: ,Tie Himmel rühmerM deS Ewigen Ehre' eröffnete. Die Weihercde hielt PfarraW Sohnius. Bürgermeister Braun überreichte im 'Jlanml der Zivilgeineinde den Schlüssel. Ansprechender Kinde.. und Gemcmdegesang unter Posauncnbeglcitiing verschönt« U das Fest. Pfarrer SohniuS öffnete die Tür und diJ Volksmenge strömte hinein, um daS HauS in seinem Innen V zu beschauen. Beim AiiSgang wurden die Kinder mit Bretze i i beschenkt. [J Marburg, 17. Aug. Ein im ganzen Wittgensteine: y Land unter dem Namen ,SpatzenhanncS' bekannter Man^ der Taglöhner Ioh. Honig, ist in der hiesigen Klinik 1? H Alter von 68 Jahren gestorben. Der Verblichene hr \ früher als Wilddieb mit den Behörden manchen Straw, gehabt. X Hanau, 17. Aug. Verhaftet wurde dahier dn j Dieuslknecht Franz Behringer auS Efchingen, der |ic S unter falschem Namen arbeitete unb vor 4 Jahren oc 21. Pionierbataillon in Mainz desertiert war. Er Hai: sich in der Zwischenzeit im AuSlande und in verschieden Gegenden TeutschlandS aiifgehalten. Zum Lber-Mockstädtcr Fall. Von bent Großh. hrciüanit Büdingen gvl;t uns unter aus eine kürzkich nbgibrudic Mitteilung aus dem (jticbbetec ? Hanbelska 1.imerbcrick-t iolgcnbc (hivibcning zu: Die Großhcrzoglicßc Lxinbelskamincr Friedberg bemerkt a ihrem Zabrcsderichl sür 1907 auf Seite 8 bei Besprechung td Zufammenbruci s bcr Lbcr-'Modsrwttr Vor ck ißkasfe: „Der Ve- ein war bereits lange Zeit von dem Revifionsorroanb bcr vcu’ifd 1 Vorschuß- unb fttcöitvereine ausaeschlmseit. da er sich irübci | Revisionen iiidy gefügt unb folch nicht befolgt Halle: nm pW brüigciiber ivar bic Pslick-r bcr VerwallungSvehoroc, für gciiugm« Aufsid-t dieses sog. ivüben Vereins zu sorgen " Die Handelskammer macht uns also ben Vormurs, nutzt sll 1 genügende Aufsicht bet Vorstyußkasse Lbcr-Mockstadt gesorgt, ic« burd) unsere Pflicht verletzt zu Haven unb nittschuldig an burd) ben Zusammenbruch verursachten Unglück zu fern De»> ■ gegenüber stellen nhr fest, baß ben Kreisänllern keinerlei <-• licht stech: unb ►rilid>t gegenüber den Votichußkassen zustehl, ihp-- aud) keine 'liachtichlcn von Rcviiisncn ober B.ovad-lungvn über iba i^eschäftssührung zugehen. Tie Vorgänge bei ter Mockst-.S- Kasse, ihr AussctzluU vom RevisionS. crbanb? ist uns vor d v Zusammenbruch üderhaupl nichl befniim gciDcfcn. Wenn wir all erlauben wollten, über Geschaiic bei bcr Äane Auskunft zu »-• langen, Einsid)t von den Biutzern unb Priuung ocr Kasse zu nehmen, jo mürbe di S bic Kusjevcrivaltnng einfach adlchnc: können als ein Uebergtin bcr Behorbe. Wie fottten mir da fit eine „genügende Aussicht sorgen?" Die Aussassung ber Handelskammer hätte bie KvnseauaizW daß mir aud) bei einem Händler, bet schon wegen Wucher ei: Untreue bestraft ist, zum Schutze bcs PnvttkuinS für „genuaa Aussicht sorgen" mufften, 11x1111 er auch noch meliere GZti: treibt. Die Meinung ber HaiibelLkannncr ist also reck-tSirtui^- <' lick-: fic ist aber auch iiuerch'am, insofern eine liberale xvtt> rarion hier eins staatliche Beyörde iur eine vollständig freie Uihgung ber SdbftDeniahung veranUvortlich machen mitt, tti) tciib doch gerade von diefer Selle gerne eine staatliche flunU als Bcrormunbung unb Ucdergrisf beanftanbd unb iuräcfgcmirf-i wirb unb bet Gruubsatz des laisfez aller, laissez faire bett- I ivirb. Wir weisen ben Angriff bet Handelskammer Friedberg die für bic AuS'ührung in Frage loinm.iioen Herren auf «r Baön aufmerksam mactzen, welche m. E- den Anforc^rungcn eirt nntHeren Stabt in bet besten Weis.- cnhprid): TaS ift v- Elcktrijchc in Raum bürg an bcr Saale Zch kenne m 2h> unb Mmcioeutlchlano fast alle clcnrijdv.i Bahnen unb bie a ben kleineren stooten hoben alle den einen Nachteil, daß v: Führer des Wagens durch bic notwentigc xon trolle in ,rsn Auimcrttamkeit immer gciiori ift. Zn Gieße» ovionberi lei in dir,er ^at»ache eine bircOe Gefahr — man oenft an tie bürg setrersu^g ufw. — Run jucht man ia stets burd) si v r^rtt ;; s-s Uesterr. Mlberreuto 99.4" Ungar Goldrente . . 13.45 4?# Italien. Reute ... — — 3?6 Portugieseu 8erie I 61.50 3% Portugiesen „ 111 63.25 4>j®/e rnss.8taatsaul.19uo 96 70 4>av,o JaIiai1 >taatsaulciue 89 40 4 ?ö Conv.Türkeu von 19U3 93.60 liirkeulose......—.— 4% Griech. Monopol-Aul. . 50.80 49t äussere Argentinier . 86.10 3*7O Mexikaner . . . 64.80 4>tu/0 Chinesen .... 97.60 Aktien: Bochum Guss .... 222 60 Buderus E. W.....112.00 Tendenz: fest. berliner ISörae, 1 Cauada E. B. . ... 167.50 Darmstädter Bank . . . 127.7 Deutsche Bank .... —.— Dortmunder-Union C. . . 57.40 . . . 1 l Tendenz: fest. Kursberichte teilt von der Bank für llnndel ie, Glessen. *. 18. August, 1.15 Uhr. i iektnz. Lahmeyer . . . 118 00 Elektriz. 8chuckcrt . . . 107.75 Eschweiler Bergwerk . . 200 50 Gelsenkirchen Pergiterk . 195.00 Hamburg-Amehk i aketL 111.50 llarpener Bergwerk. . . 201.00 Laurahütte ...... 212.50 .\urdd. Lloyd ..... 94.50 Obeischics. Eisen-Industrie 102.00 Berliner Handelsgcs. . . 165.70 Darmstädter Bank . . . 127.50 Deutsche Bank .... 236 25 Deutsch-Asiat. Bank . . 185.40 Diskonto-KoinmaudiL . . 177.20 Dresdner Bank .... 142.60 hreditaktieu.....198.10 Baltimore- uuu Uhio- Lisenlabu . w . . . 94.80 u ottbardbahu.....—.— Lombard. Eisenbahn . . 2160 Uesterr. btaatsbaliu . . . 147.80 i nuce-Hcnn-hisenbahu . 123.25 . August. Anfaugskurse. llarpener Bergwerk. . . — Laurabütte .....211.90 i.ombarden E. B. ... 21.50 Xordd. Lloyd..... 94 20 i nrkenlose......144.60 Bei der Rasenbleiche bewirkt lediglich der Sauerstoff der Luft (Ozon) das blendende Weiss und den frischen Geruch der Wäsche. Das Gleiche wird erreicht durch einfaches Kochen der Wäsche mit Augil, welches ebenfalls Ozon entwickelt, hierdurch die Wäsche gleichzeitig reinigt, bleicht und desinficirl Vollständig selbsttätig! Kein Reiben! Kein Chlor'. Absolut unschädlich undgefahtlosl Neueste Erfindung! überall erhältlich. Alleinig. Fabrik. Jos. Müller, Seifen- und chemisch- techn. Fabrik, Limburg a. d. Lahn. ^4 to tO CJ CO O1 #*- Temperatur c der Lust r »- >- "" - P©t- » cs #*. o Absolute | Feuchtigkeit « Getreidepreise in Mannheim Höchste vchlachtviehpreise in F r a n k i u r t a. 2)L Ochsen Halber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 82—85 Alk. , Kg.Schlachtgew. 92—95 P , 71-00 , Getreide am 1) ) ) (4- 1) t— l- 27.) Fleischpreije in Gießen 222-/, (- 5) - (- ) 201.50 (— 2.00), Brotpreise ui Gießen iWeißbrot 2 Kg. 62 Plg. sLchivarzbrot 2 Kg. 58 P'g tädter Fall. die Berd räucher )ich KL >Su UV ro erhaftet wurde dahier: • r aus Ejchingen, dec 1 ■ und vor 4 Jahren r:, desertiert war. Gü: lande und in verschick i en. Weizen 100 Kg. 22.00—00.00 UJiL Roggen 100 Kg. 18.75-00.00 Ltk. Umsätze zustande kommen- Es stellten sich die Preise E — • =S i CD " 2. 207 214 204 200 210 202 (- 2) (- ) (- 27,) Fanittien-Nachrichten. Geborene: Herrn C. H. Luft und Frau in Maitiz ein Tohn. Verlobte: Fräulein Theresia Maria Becker mit Herrn Philipp 'Michael Bogel, beide in Mainz. Gestorbene: Frau Katharina Schneider in Hungen. — Fräulein Auguste Helirich in Lrleshauseu. — Frau Babette Körber, geb Kroh, m Darmstadt. — Herr Gustav Groschwitz, Frl. Elsa Stengel, beide in Wiesbaden. =• & ä- Cpö2 2 152 152 17s 153 155 161 162 165 168 169 167 Zo « T ~t3 ° I Haler 163 \4- 3) 164 (+ 4) 155 (— 6) (- ) (- 10) (- ) (-17,) Das Reisen hat auch seine Schattenseiten. Auf der Eiseubahnsahrt Staub und Zugluft; bei Spazier- gangen vcrlühlt mau sich lcicln, und sitzt'man abends im Freien, dann hat mau eine Erkältung weg, eh mau s sich versieht. Fe nun, deshalb kann man doch aber nicht immer -v daheim bleiben, liegen Folgen des Ttalibes und der Zugluft VfX, nehme ich einsach Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen; bub' ich mich wirlUch erialiet, io nehme ich ivieder vor allem Fanü J ächte Sodener und Sic sehen, mir ist das Reisen noch immer vortresslich bekommen. '.Oie. len Sie sich's: Fays achte Sodener gebrauchen! Die Schachtel lostet nur 85 Psg. und ist in jeder y Aval bete, Drogerie und 'Mineralivasserhaudlung erhältlich. Budapest Cft. 192.15 (-f- 2.20). Paris August 185.30 (— 2.75). Liverpool Sept. 164.60 (— 3.70). Chicago Sept. 143.10 (— 2.20). Roggen: Berlin Sept. 177.50 (— 2.00). Haser: Berlin Sept. 162.50 (— 0.00) Mk. « QO ö ‘ 5a ö n CO (S ’S'” ° = n qt a.K17- $ .3. Infolge der lvächrend des größten Teiles der Berichtswochc herrschenden regnerischen Witterung, die noch ziemlich viel Getreide, teils geschnitten, teils aus dem Halme antras, und das Dreschen aus dem Felde verzögerte, hat das landwirtschaftliche Angebot nicht die erivartete Ausdehnung ailgeuommen, so daß der sich Allgemein regenden Rael)frage nach Weizen bisher nur wenig Material zur Verfügung steht- Wenn trotzdem teilte festere Stimmung für diesen Ariitel Platz,greifen tonnte, so lag dies einerseits an der etwas sä)-wäcl)cren Valtung der Auslandsinärktc, andererseits daran, daß ]io> die auf ein stärkeres Ausfuhrgeschäft in deutschem Weizen gerichteten Hoffnungen bisher nicht verwirklicht haben- Wohl haben bereits kleinere Abschlüsse in Pommers che in Weizen nach dem Rhein stattgefundcu, aber bic, von Antiverpen und England vorliegenden Gebote lauen ein Geschäft nach dieser Richtung vorerst unmöglich erscheinen- Dagegen hält die ))lachirage sowohl seitens der nordischen Absatzgebiete, als auch seitens Westdeutschlands weiter an, und wenn der Export auch zeitiveise billiger anzulommen versuchte, so gestattete sich die Verweiidung an der Küste immerhin lohnender als int Girlande- Währeiid der letzten Tage schienen die Mühlen indes etwas geneigter diesem Wettbewerb durch Erhöhung ihrer Gebote Recl^ nung zu tragen, und im Anschluß daran vottzog sich auch aus dem Lieserungsmartte enie leichte Erholung dec Roggenprcise, wahrend Weizen bei geringer Unternehmungslust matt blieb- Das Braugerstengejajäst scheint nur langsam in ölno zu lommen, otsyer nur zögernd zur Bewilligung der München , Weltmarktpreise: Weizen : Berlin Sept. cö^roiiJf- ,.c i» yrSSf der ®**M«f**^ *(£*”*’ LsO» handel nnd Verkehr, Voltswirtidiaft. — WechseldiskontgeschäftederReichsbank. Anläßlich verschiedener Fallissements in neuerer Zeit ist die Reichs- banfleitung wieder darauf aufmerksam geworden, daß in den Zweiganstatten der Bank zuweilen Wechsel vorkamen, die schon mehrere Fahre liefen. Auf diese Erscheinung war schon vor einigen Jahren Isingewiesen und dabei betont worden, daß ein derartiges Verfahren mit Wesen und Zweck des Wechseldiskonts nicht in Einklang zu bringen sei. Die starke Jnanipruchnahme, welche die Reichsbank im vergangenen Jahr über sich ergehen lassen mußte, veranlaßte ihre Leitung, anfs neue gegen jenes Verfahren einzuschreiten. Infolgedessen haben nun die Leiter der Zweiganstalten der Reichsbank ihrer riundschaft ein Rundschreiben zugesteltt, laut welchem Äreditwechsel tn Zukunft nur dann angc- kauft werden dürfen, wenn sie ein bei ihrer Fälligkeit in sich abgeschlossenes Geschäft darstellen und wenn sowohl der Diskontant als auch der Akzeptant bezw. die übrigen Wechsclverbun- dcnen nicht nur int Allgemeinen zahlungsfähig, sondern auch zweifellos imstande sind, die Einlösung des Wechsels ans eigenen lianihcn Mitteln zu bewirken. Prolongationen sollen grundsätzlich von dem Ankauf ausgeschlossen sein. Es bleibt nur zu wünschen, daß die Leiter der Zweiganstalten jetzt nicht zu schroff gegen die Schuldner vorgehen, damit nicht neues Unheil entsteht. W. Berlin, 15. Aug. Rach den Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller betrug die R o h - eisenerzengung in Deutschland und Luxemburg während des Monats Juli 1908 insgesamt 1010 770 Tonnen gegen 956 425 im Juni 1908 und 1 123 966 im Juli 1907. Ttc Erzeugung verteiltechich auf die einzelnen Sorten roie, folgt, wobei in Mlammern die Erzeugung für 1907 angegeben ist: Gießereiroheisen 185 563 Sonnen (183 649), Bessemerroheiseti 29 680 Tonnen (41881), Thomasroheisen 668 669 Tonnest (<39 884), .Stahl- und A- J ? >N feinem ri)en d'c Kinder mit ®te§ a :1"iin Saazen Willgech- nganneS* bekannter ■ iu der hiesigen Klini! i d'n. L-r •oetjorben inanchen 6tt: gefviDerten Prerw yervellatteti- Die Forderungen für inlanbitcbe Gerste stellen sich je nach Beschaffenheit auf 185—215 Mk, während böhmische und mährische Gerste nur bei Preisen von 225 bis 240 Mk- erhältlich sind. Einige Abschlüsse in pofen scher Gerste für Mannheimer Reckntung erfolgten aus Basis von 200 bis 210 Mk- frei Rotterdam. 'Jeeuer 5>tfer war von Schlesien stärker angeboren, doch verhalten sich Mäuicr wegen der unbefriedigenden Beschaffenheit der bisher vorliegenden Proben ziemlich reserviert; ür atte Ware, namentlich in d.n nur noch spärlich vorhandenen fernen Qualitäten, wurden höhere Forderiingen bewilligt- Angebote in russischer Gerste find frurüdbaltenb und fester, ebenso in Mais, worin aber bei den gegenwärtigen Preisen mir wenig entsprechendes Plakat oas Puvurum zu veranlassen, an dieser .(Kontrolle teilzunehmen und den Sünder, der verabsäumt, seinen Groschen den Zahlkästen eirrzuverleiben, auf das Unterlassen aufmerksam zu machen. Diese unbezahlten und unberufenen Polizeidienste sind aber nicht jedermanns Sache — —. In Naumburg bat man diesem Uebelftande dadurch abgeholsen, daß sich in dem Wagen 8 in die Türen gebaute Automaten befinden, welche die Fahrstirtcn verabfolgen. An den Kreiizungspunkten ist ein Kon- trolleur, der den Umsteigeverkehr usw. regelt — es geht alles ohne Schwierigkeiten und meist fogar ohne Stontrolle. Der Führer des Wagens kann aber seinem Wege die ungeteilteste Aufmcrk- samkett widmen. Uebrigens sind auch die Naumburger SSagen so rdeal schon und praittsch gebaut, daß schon aus diesem Grunde ein Hinweis gerechtfertigt ist. H- H. <5553^0 1 r*' £-• ’ » 02 tO V-*. öß Cf. Ö Sf. Sf. Ö = o = ÖÄ«, 2 2 (O * 3 <=• F-~ §2. "2 S. Sj ' tio E- xt - 2* (ft "5 CDS • 5°’=:•'&' = Zes rtung-). 'ns?' » »ie "“■US, ? ,vvi»ete 3 ' > Uli n"5 t h'lsc t>erkL\,einct < >° bet ® "-‘«6 leit D°l)mingcn gv? lnit:. <*** sscicr vcrliri u ' 2- o? t3 ■ft° • ~ CD cs 2 • o iilung aus btm Briefe idcnmg zu: ttmer Friedberg bemerü 1 Seite 8 bei Befprechung er BürfL)'.iWse: „Der t .evisionE^iiö bttiviiiit- . schlossen, da er fidj jrüljcm ■ nicht befolgt frnie; um i- - altungsbehöm, für gMga> zu sorgen." also dm VotMi, rudji v c Lber-MoOadl gefolgt,- oen und mitsihuldig rnij hieil Unglück zn jein, k- ii Kceisäintcrn Icincrlei 1 ii Vorfchubkajscn zusieht, 151 n oder ÄoobachtungcnAiii Vorgänge bei txr İ-IlU usoerbando isi uns vo: a annt gewefm. Wennivui- ■i der Kan'e Auskuuit zu • und Prüfung,bei Met< severivalhing eiMch adL ' 5rbe. Wie sollten nur be • miner hätte bie S* her schon wegen WM i Publikums !»t „SA. ^auch noch weitere g iniofem ««. »WM “ÄÄ. S5*äSi »S'S 2 g - = I = » - to VB ' =-e r- S-" '"<62 - E’ä-' p H’2." a- o • ^7 O ■ >-• Ci° 1 । WNW W W Windrichtung to CO CO Windstärke isblatt für den Kreis Gletzen in jeder Ausführung zu billigsten Preisen BOUILLON XI. 1 Mansarden Bchnung, 4 Zimmer und Kabinen pni allem Zubehör zu vermieten, bei ,4slü -li>ilb. Seivv III-, Bau- und Lr c-kdindergeichafL Luüwlgür.28. ^n meinem Hause 14187 Seltersweg 79a ist per 1. Auguir oder iväter eine neu bcrflcritbtete schöne Wohnung 4 Zimmer, grobe Luche, grober Borvlay und Äeller an ruhige ,,anuUe zu vernueien. 23. Htlbtneer, ^öwen-Troqene. 1>>2i 4-ZimmerWohiL zu oerm per 1. Lltober. Vudwigstrahe 62. Klein - Luiden. ' :n Hause frankfurter Str. 76 Küche, Lellcr heb t Gartcnanieii iofort »u vermieten. Fr. Krüger, (öai'thaus^Zurdcu.ichcu Eiche". Celeron MS. I 3 Zimmer | ■ *>15*» Vlroffc irfjouc 3 . .mimer Wohn. mit vcunoß u. Hub- sofort beziehbar, zu erm. Jku -tabt 14. 4858) Bier schöne 3-Zimuierwoh- nungen mit allem Zubehör per 1. Clt. zu uerm. 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