Erstes Blatt Freitag 17. Januar 1908 158. Jahrgang Bezugspreis: monatlich75Pi.,viertel- a jährlich Mk. 2.20; durch LH Abhote- u. Zweigstellen I v monatlich 65 Pf.; durch die Post Pik. 2.— viertel- | jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenprers: lokal 15Pf^ ▼ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den oolntschen Teil: E. Anderson; f. Feuilleton und .Vermischtes- P. Wiltko; für „Stadt u. Land" und „Gerichts- RotatlonrdrnS und Verlag der Vrühl'schen Unlv.-Vuch- und 5temdru6erei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Anzeigen'leü^:$%ect Letzener Anzei General-Anzeiger für Oberheffen Nr. 14 Der Gtetzener Anzeiger erlcheini täglich, außer KonnlagS. - Beilagen: viermal wöchentlich vtebenerZamilienblätler; nverinal wöcheult.ltteis- blakt für den Ureis Gießen jDienslag und Freitag); zweimal monatl. Land- mrNchaflltche Zettfragen F*r„lplech - Anschlüsse: fÜ» bu Redaktion 112, vertag u, Expedition 51 Rdreüe lüx Depelchen: •aietger (sieben. Umishin, oon Anzeigen Wii die TageSnumkner HÄ vormittags 10 Uhr. J Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten. is'h und 70 frist}, fertig ifteter i’> Ui raUim ivta. titi-Wrii sch, a.M sssen :aigeSIlk:°66ti ^ablissement ^>e'en. oas 5)f|tC. U9U0 ' 1“^lliÜL-^Q[ailcCl ^^wen und lüiucm bochnrr Ä reu, •Üuiuoriu.ic. ^efelljihaft. niacrstag abends uu ^ollttUcr Stimmungsbild aus dem Reichstage. Berlin, 16. Januar. Die Enteigmmgsvorlage. Zu der Handlung der preußischen Polenpolitik, die sich heute im Abgeordnetenhause in kurzen Akten abwickelte, spielte das Orchester des Reichstags die Begleitung. Ouvertüre und Schlußakkord bildeten die Reden zweier freisinnigen Politiker. Die drei freisinnigen Gruppen hotten, ium ersten Male seit der Einigungsaktion, darauf vernichtet, sich jede einzeln durch einen Fraktionsredner verirrten zu lassen; um der Geschlossenheit ihrer Auffassung «inen wirksameren Ausdruck zu geben, betrauten sie Dr. Heck sch er mit der Wortführung für den Linksliberalis- MUs. Seine Verurteilung der Polenpolitik der preußischen Regierung ließ an Deutlichkeit und Schärfe nichts zu wünschen; er lehnte die Enteignungsvorlage ab als ver- lassungSwidrig, sozialistisch, revolutionär. Er äußerte sich «uch über die Blockpolitik, andeutungsweise, mit ironi- ßchen Bemerkungen. Er verspottete die Paarungs- Ko litit des Reichskanzlers; von einer Paarung zwischen Lern Geiste des Reichskanzlers und dem des preußischen Ministerpräsidenten erhoffte er eine fruchtbare Einwirkung «ns den Block. Die Rede Heckschcrs war wirksam und sand Kroßen Beifall. Da nahm am Schluffe der Besprechung ein zweites Mitglied der freisinnigen Vereinigung das Wort, Dr. Kotthoff. Der Kritik des Polengesetzes fügte er nichts ksinzu; unter Umständen, nämlich zur Schaffung einer geschlossenen Reihe ostelbischer Bauerndörfer, bekannte er sich sogar als Anhänger einer sozialistischen En.t- signungspolitik. Aber zu den Worten seines Frak- vionsgenosseu Heckscher wollte er eine Erläuterung geben, damit man aus dessen Bemerkungen über den Reichskanzler keinen falschen Schluß ziehe. Das Vertrauen Heckschcrs kverde im Liberalismus durchaus nicht allgemein geteilt. Ter Reichskanzler habe das Vertrauen schnöde enttäuscht. In absentia solle der Reichskanzler die Versicherung erhalten, daß zum Mindesten der größte Teil des Liberalismus ihm mit dem schärfsten Mißtrauen gegenüberstehe. Anhaltende große Bewegung war die Wirkung dieser Erklärung, die nicht erkennen ließ, ob und inwieweit sie im Einverständnis mit seiner engeren Fraktion oder gar im Auftrage der freisinnigen Fraktionsgemcinschaft abgegeben wurde. Das Interesse an der Polendebatte, die Livischen diesen beiden Reden geführt wurde, und eine temperamentvolle Auseinandersetzung der Äbgg. Dr. Böhme und Dr. Görcke, als Verteidiger der preußi- ; stunde ’nnerchor). Der PorMv. f chen Politik auf der einen Seite, des polnischen Fürsten Madzivilt, des Zentrumselsüssers Delsor und des Sozialdemokraten Ledebour auf der andern brachte, trat dahinter völlig zurück. Ein persönliches Geplänkel mit einem Ordnungsruf für den sozialdemokratischen Redner beendete dis polnische Aktion im Reichstage. In später Stunde begann dann noch die Verhandlung der Interpellationen, die Zentrum, Sozialdemokratie und wirtschaftliche Vsreinigung über die Vorgänge im Ruhrgebiet und über die KnappschaftSfrägs eingebracht haben. Die Arbeit des Reichstags ist kontingentiert, aber das Superkontingent, das der Präsident den Reichsboten in später Stunde noch zumutete, war ihnen denn doch zu groß; wach der ersten der drei Begründungsreden vertagte man sich. HM. 17 Januar 6 MM« i-oseii- a,nu» * *"* dt°lv.E zrevievck- ,u ml Ulst: -S-'* \oÖö“n . irt. Stimmiiugsbilö aus dem preutz. Abgeordnetenhauie. Berlin, 16. Januar. Was nach bent Bekanntwcrden des Konfervativ-national- liberalcn KompcornißvectrageS in SachLN der Polenenteignung k'tirvem politisch geschulten Kipfe auch nur einen Augenblick zwestellest luar, das hat die ziveite Lesung der Polenvorlage int preu- fer iefjen l'lbgcvrdnetenbausL am Donnerstag bestätigt: In der Kom- urissionssaisung, bie nur durch Einfügung des Kvmpromißantrages xündert wurde, saird die Vorlage bas Placetdcr Mehrheit, in ci ne r S i tz u n g ! Mit einer Trauerkunbe begann der Tag: Fürst zu I n n - u n d K n y p h a u s e n, der nach langer Krankheit d r wenigen Wochen sich joroeit genesen bäuchte, daß er bas ; Szepter des Herrenhauses wieder ergreifen könnte, ist am vierten II Jahrestage seiner Präsidentschaft in der Ersten preußischen Kam- iner zur großen Armee einberufen worden. Die zweite Kammer zictlte dem Andenken des Toten den schuldigen Tribut, dann gings mit vollen Segeln in die Enteignungsdebatte. Das Zentrum machte einen aussichtslosen Versuch, sie zu vertagen: Tin Antrag Kirsch, die Vorlage angesichts der Bedeutung W ünnpromißantrages noch einmal an die Kommission zu verwesten, ,icl gegen die Stimmen der Antragsteller, der Polen und des Freisinns, die in dieser Kampagne auch weiterhin Schulter an Schulter operierten. Die Debatte Hub an: Der polnische Wort- iü[)rer v. I azdzewski war der erste Redner. Man erwartete (ine ausführliche Apologie als Antwort aus die Vorlage. Es kam anders: Die Polenpartei beschränkte sich auf eine kurze Erklärung, nt der sie vorläufig ihre Teilnahme an der Diskussion d ieseL l^sepes ablehnte. Ter Sprecl-er der Konservativen, Herr van .) e y de brand, löste den einstigen Posener Erzbischosskandi- O:en ab. Auch der politische Gegner wird dem Führer der schle- iifdjcn Konservativen zugelte Heu, daß er meisterhaft dw Grunde rechtfertigte, die feinle Partei trotz aller nicht geringen Bedenken oie Kommissionsbeschlsüsse mitmack>en und — machen netzen. Mu simzender Vihelvrik tstuUe ber Redner Lus nationale Untere sie als :ausa nrovuis der Selbstüberwindung der Koniervatlven in den öerbergrund zu sülten, und währercd Zentrum und Polen, Mnrentlich diese, feilte Darlegungen mit zornigem Wideripruch ^Kleite.en, folgte aurf* die Linie trotz ihrer elltgegeugeietzteu tonl- Meßung dem packenchen Enthusiasmus des Redners unr Spai^ larilg und achtungsvoillem Interesse. Fürst Bulow hielt nach wen Heydebrand wirkungsvoller Rede den Atoment für gekommen, auch feinerleiloszugehen: Obwohl man längst wußte, daß die Regierung mit den Äiehrheitsochchlüssen einverstanden sei, blieb es doch nicht ohne Eindruck, als der Ministerpräsident die Zustinv- rnung der Regierung zu der Stellungnahme der Kvmpronußparteien erklärte. Er brachte ja iwch manck^es Wenn und Aber, und er vergaß auch nicht, der Linken eine kleine Seitenverbeugung zu machen: Auch er will nur schiveren Herzens und erst, als alle anderen Mittel ihm erfolg-lvs Punkten, fich zu der Enteignung entschlossen Haven. Aber er itafyin — was für einen verantwortlichen Staatsmann sclbfwerständlich ist — die volle Verantwortung für sein Vorgehen auf sich, vor oem Hause, vor dem Lande uno vor der Gesuchte, llnb er zeigte sich wieder als Meister in der Kunst, jedem etwas zu bringen: Richt nur der Rechten, auch der Linken, vielleicht sogar dem Zentrum und den Polen galt seine Versicherung, der Fisfus werde die „scharfe Waffe" der Enteignung ruhig, besonnen und mit jeder möglichen Schonung handhaben. Inhaltlich bot seine Rede nichts Neues, und der ostentative Dank, den er am Schluß den Kvmpwmißparteien widmete, hatte neben dem Beifall der also Geehrten den stürmischen Widerspruch des Zentrums und zornige Zifchrufe dec Polen int Gefolge. Ernst, sachlich und die nationalen Notwendigkeiten keineswegs vev.eug- ncnd mrsochten die freisinnigen Redner ihren abweichenven Standpunkt: Insbesondere der Abg. Kernt h von der Volkspartei, eirv-r der wortmLchtigsten und geoankenrOchsten Träger gesunden Menschenverstandes und bürgerlichen Idealismus im Landtage, ,and überzeugende Worte für die ablehnende Haltung des gut deutsch, aber auch gut liberal gesinnten Teiles unseres Volkes. Der Liberal.smus wird altes tun, was möglich ist, uni das Deutschtum im Osten zu stützen, zu erhalten. Aber wie er von Grund aus auf den Koustckutivnal smus gefielst ist, kann ec nichts mitmachen, was nach seiner Ueberzeugung der Verfassung zu- widcrläuft. Ein Dtlemma der Pflichten und Wünsche. Aver cs mag den Liberalen ihre SteUungnahme durch die Ueoerzeugung crw.chtect woroen sein, die auch viele konsccvative Männer teilen: Daß die Enteignung praktisch dem Deutschtum nicht viel nützen werde, wenn sie ihm nächt gar schabet. Unb so hinterließen denn üie Sieben dir Avgg. Keauth und Wvlsf-Lissa den Einbruck, daß die Liberalen icher uationaltn Pflichten und ihrer nationalen Verantwortlichkeit sich voll bewußt finb, daß sie in der Bekämpfung und Verurteilung des illoyalen, deutschfeindlichen Polonismu^ nicht lascher und lauer sind als dec überzeugte H.K.T.-Mann, daß sie aber ^pls traditionelle Verfassungspartei nichts mitmachen, was den Staatsgrnnbgesetzen und ihrem Geiste Eintrag tun tonnte. Tie übrige Debatte war ziemlich belanglos, auch die an den eigenllchein Enteignungsparagraptien, den Kompromißantrag, sich mrschliLtzende. Das Zenttmm, das in der Verfaifung keineswegs ein nvlr nte tangere erblickt, ncühte sich, es den Liberalen in dec Verteidigung der Verfassung gleich zu tun. Vergebliches Bemühen! ÄvS man dem Korust) und Wolfs (.raubt, gtauvt man den Herren von der fchlparzen Farbe nicht ohne weiteres. Die Abstimmung, die auf polnisck-en Antrag namentlich wär, hatte bas erwartete Ergebw's, das wir Eingangs schon mit- teilten. Nun hat die Erste Kammer das Wort. Wer ist, der da meint, daß die erlauchten und edlen Herren anders votieren werden als die nur g-cehrten Miiglieder des preußischen Unterhauses? Das Schicksal ccr PvkLNDorlagc ist entschieden, entschieden lchon vor der am Samstag beg inneutKit und wohl auch endenden vritten Lesung im Mgeordnetenhause. AtLSöanS. London, 16. Jan. Der englische Finanz- rninifter Mr. ASquith macht bekannt, daß die Regierung sofort eine Vorlage einbringen wird, um Alters-Pensionen für die gesamte unbemittelte Bevölkerung einzufüihren. Dover, 17. Jari. Ten hiesigen Behörden sind Nachrichten zugegangen, daß König Eduard und Königin Alexandra Ende F-ebruar, wahrscheinlich am 29. von dort auS den Kanal kreuzen werden, um sich nach Paris zu begeben. Paris, 16. Jan. Pichon wird hier eine Konferenz mit dem englischen Premierminister Campbell-Bannermann haben, der heute zu dreitägigem Aufenthalt in Paris ankommt. Sitznng Ser Stadtverordnetem Gießen, 16. Januar. Anwesend: Oberbürgermeister Atecum, die Beigeorvneten Keller unb Heyligenflaedt, die Stadtverordneten: Dr. Biermer, Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, EmmeliuS, Faber, ©abviel, Grünewald, Dr. Gulflelsch, .Habenicht, Hauvacd, Heichelheuu, Helfrich, Helm, Huhn, Janu, Iughardt, Sirumm, Löb er, Loos, Orbig, Petri, Plant, Schafislaedl, Simon, Troß, Wallenfels, Tr. Wimn^enauer und iwmn. Mitteilungen. Vom L e h r e r s ü n g e r ch o r ist ein Dankschreiben eings- gangen für die Uebernähme der Saalunkosten durch die Stabt bei dem Wohltätigkeitskonzert zum Besten hiesiger bedürftiger Schulkinder. In der letzten nichtöffentlichen Sitzung war die Frage aufgeworfen worden, warum bei der Ausfüllung der Legitimationen der Gesckstiftsreisenden in neuester Zeit so rigoros verfahren werde. Nach Erkundigung des Vorsitzenden ist das Vorgehen der Polizei durch eine Verfügung des Kreisamts vom vorigen Jahr hervorgerusen worden. Ta die Handhabung der Bestimmungen in der Tat rigoros wirke, fei unser Landtagsabg. Tr. Gutfleisch ersucht worben, die Angelegenheit im Landtag zur Sprache zu bringen. Auch die Handelskammer habe sich der Sache angenommen. Ten Erfolg dieser Bemühungen müsse man zunächst abwarten. Bangesuche. Ludwig Rühl ivill in bet Marktstraße an einem Hinterbau anbauen, wodurch bet Hof wohl die gesetzliche Größe, aber nicht mehr die vocgeschriebcne Form erhalten würbe. Der deshalb erforderliche Dispens wird befürwortet. H. W. Rinn will bas auf seinem Grundstück am Wismarer Weg befindliche BacksteinmacherhäuSchen vergrößern. Es ist dazu Dispens erforderlich, weil das Hänschen außerhalb des Bebauungsplans liegt. Er wird befürwortet unter der Bedingung, daß das Häuschen nicht dauernd zu Wohnzwecken benutzt wird. Stadtv. Huhn bringt die alte Forderung, ein neues Orts- ftatut zu bcs^ließen, in Estnnerung, damit die vielen Tispens- gesuche endlich einmal in Fort falt kämen. Die dadurch oft vor- kommeuden Verzögerungen griffen oft tief in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bürger ein. Der Vorsitzende bemerkt, daß er seit längerer Zei§ schon mit dem Statut sich beidjäftige unb bestimmt hoffe, es noch in biesenr Jahre dem Haus vorlegen zu können. Stratzen- und Grundstucks-Angelegknhe.ten. Gegen den Bebauungsplan für die Marburger Straße unb die Straße nach dem Friedhof am Rvdtberg sind zwei Einsprüche erhoben worden. Ter^eine rührt von Heinrich Schaumberger (als Vertreter seines Sohnes Dr. Hugo Schaumberger in Frankfurt) her und ist ohne jede Begründung; der andere von Friedrich Plock in Wetzlar. Letzterer bemängelt, daß an dem Plockschen Grundstück ein Strafjcp.anfang eiligem zeichnet sei ohne naijerv Angabe, wie die Flck/rung der Strage gedacht ist. Unter Umständen werde das ganze Grundstück als S.raßengelände in Anspruch genommen uito es müsse bann eine angemessene Entschädigung gewährt ivtrbtn. Beide Einsprüche werden zurückgewiesen, der erste, weil er ohne Begründung erfolgte unb der zweite, weil die darin bemängelte Frage sich nicht auf den Bauplan selbst bezieht, sondern eine Zweckmäßigkeitsfrage ist. Stadtv. Huhn fragt an, wie es mit dem Nordbahnhof stehe, bezw. ob der Bebauungsplan damit in Einklang stehe, und erinnert daran, daß die Gruudbefitzer sich nur bis 1. Juli biesev- halb verpflichtet haben. Der Vorsitzende erwidert, der Nordbahnhof habe nichts mit der Sache zu tun und der Termin sei ja der Balm bekannr. Tie K r e i s st r a ß e G i e ß e n - W i s m a r soll in der Nähe des Viadukts eine bessere Führung enthalten; das dazu erforderliche Gelände hat die Stadt kostenlos zu stellen. Mit drei der in Frage kommenden vier Grundbesitzer wurde eine Einigung auf der Grundlage erzielt, daß sie 2 Mk. für den Quadratmeter erhalten, soweit das Gelände nicht bereits bei der Feldbereinigung abgetreten worden ist, unb die Stadt die Einfriedigung Herstellen legt. Mit dem vierten Besitzer, Loos Erben in Jriedberg, konnte eine gleiche Einigung nicht erzielt werben. Sie wollen für bie 99 Quadratmeter 250 Mk. und Herstellung eines Lattenzauus, trotzdem das Grundstück nicht so schlimm abgefchnitten wird, wie bie brei anberen. Aus prinzipiellen Grünben soll trotz der geringen Differenz das Enteignungsverfahren eingeleitet werben. Stadtv. Tr. Biermer teilt zur Geschäftsordnung mit, daß er sich bei allen Enteignungsangelegenheiten uitb Wirrschaftskonzessionsgesuchen der Stimme enthalten werde, damit er bei der eöent. Beratung des Provinzialausschusses darüber mitwirken könne. Es liege sonst die Gefahr vor, daß diese Körperschaft beschlußunfähig werde. Zur Durchführung der großen M ü h l g a s s e ist die Erwerbung eines Grundstücks von Hch. Noll VII., erforderlich, das 346 Quadratmeter groß ist. Die darauf befindlichen Gebäude haben einen Brandka"'senwert von 9950 Mk. Mit dem Besitzer, der ursprünglich 55 000 Ml. fordette, wird seit Jahren verhandelt. Er hat seinen Betrieb inzwischen in das ehemals Hombergersche Besitztum verlegt, so daß die früher von ihm für seine hohe Forderung als Grund angeführte Geschäfls- schädigung nunmehr nicht mehr vorhanden ist. Er hat seine Forderung nach und nach ermäßigt unb forbert jetzt noch 35 000 Mark. Tie Stabt bot ihm früher 15 Mk. für beit üuabratinetcr, unb 15 000 Mk. für die Gebäube, zusammen also 20 190 Mk. Um ihm entgegenkomineu, sollen jetzt 25 000 Mk. geboten werben. Falls Herr Noll hierauf nicht eingeht, wirb baS Enteignungs- Verfahren eingeleitet. Franz Kl enker will am Selters'.veg einen Neubau errieten, ber etwas über bie jetzige Grenze vorgerückt werden soll. _ Es wird hierzu nicht ganz ein Quadratmeter städtisches Gelände gebraucht. Lum Einheitspreis von 100.Mk. für den Quadratmeter wird oas Stückchen an ihn verkauft. Der Verein Adelphenhaus will in der Kaiserallee neben dem Besitztum von Tuill ein Haus bauen, wozu er den Bauplatz von der Stadt kaufen will. Der Platz soll in der Front etwa 25 Meter breit sein, aber eine geringere Tiefe wie bie anderen dortigen Grundstücke erhalten, ivas wegen der ev. später dahinter anzulegenden Straße nicht angängig ist. Man will aber dem Verein bei der Errichtung des stud. Korporations- Hauses entgegenkommcn und er soll das Gelände in etwa 50 Meter Tiefe — was den anderen Grundstückspreisen entspricht — zu 10 Mark füv den Quadratmeter erhalten. ES sind im ganzen etwa 1260 Quadratmeter. Ter Halbs Kaufpreis soll sofort und der Rest in zwei gleichen Teilen am 1. April 1909 und 1. April 1910 bezahlt werden. Bis zur Zahlmtg werden vier'Prozent Zinsen bezahlt. Der Tausch von Gelände zwilchen der Stabt und ben.Jakov Happel Eheleuten in ber großen Mühlgasse, der bereits früher beschlossen wurde, wirb nach Ausfertigung des ztaus- briefcs nunmehr cndgiltig genehmigt. Tie Happel Eheleuta haben 4194 Mk. herauszuzahlen. Am Bahnhofsvorplatz soll mit ber Eisenbahn- bermaltung ein Stückchen Gelänbe vertauscht werben. Tie Stadt tritt 291 Quadratmeter ab, wogegen sie 337 Quadratmeter — den Aufgang nach der Brücke hin — empfängt. Die Versammlung stimmt bent zu. Stabtv. Huhn führt aus, daß das Trottoir in der Bahnhofstraße nach der Liebigstraße zu keineswegs den Verkehrsverhältnissen entspreche und meint, man solle bei der Gelegenheit dessen Verbreiterung ins Auge fassen. Der Vorsitzende glaubt, daß der.Bürgersteig vollkommen ausreichend sei, wenn nur die Vorschrift „Rechts gehen" eingehalten werde. Es sei Sache der Polizei, darauf zu achten. Stadtv. Gabriel unterstützt die Anregung des stadtv. Huhn, da der Verkehr zu bestimmten Zeiten ganz enorm sei. Man könne die Verbreiterung vielleicht auf Kosten des Gartens! vor dem Bahnhof ausführen, der doch nicht benutzt werde. Der Vorsitzende hält dies nicht für ausführbar. Stadtv. Haubach weist daraus hin, daß selbst in Frankfurt zu gewissen Verkehrszeiten die Bürgersteige ber Kaiserstraße nicht vollftänbig ausreichen. Stabtv. Dr. Biermer bittet angesichts der großen noch zu erledigenden Tagesordnung, die Geschäftsordnung streng einzuhalten und nicht alle möglichen Sachen vorzubringen, big mit ber Tagcsorbnung nur in sehr losem Zusammenhang stehen. Stabtv. Krumm hält ebenfalls bie Verhältnisse bort angesichts des starken Verkehrs für sehr verbesserungSdberürftig, Heinrich Hochstätt er bittet um Feststellung des Eigentumsrechtes an der Mauer längs des StadtbacheS hinter seinem Grundstück Schloßgasse 19. Es wird beschlossen, ben Anspruch Hochstätters auf ben Besitz ber Mauer abzuweisen. Viehmarkt uub Schlachtbof. Bor einiger Zeit würbe beschlossen, ben Viehmarktplatz, der zum Teil für bie Erweiterung bes Schlachthoss in Anspruch genommen wirb, auf ben anliegenben ftäbtifdjen Grundstücken zu erweitern, was einen Kostenaufwand von rnno 100 001) Mk. erfordert. Das vom Kreisamt zur Begutachtung des Projekts aufgeforberte Kreisveterinäramt hält bie Lage bes neugcwählteir, Platzes nicht für vorteilhaft. Durch bie unmittelbare Mhe des) und nicht etwa von andern ßinbern, von oder gar aus der Straße. daß Bei bebauten' sind die Verletzungen des Knaben nur gering. Der Großherzog ließ den Knaben in ein Haus bringen und wartete dort bis der Arzt erschien. Den Führer des Automobils trifft keine Schuld. 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 der Aus Ata-L und Land. Gießen, 17. Jan. 1908. L. U. LandesUniversität. Der Lektor der italienischen Sprache an der Universität Marburg Dr.Pancon- cellr-Calzia wurde auch als solcher an der Universität Gießen zugelassen. , . yfer Infanterie-Regiment begann gestern sein Schars, chießen bei Alten-Buftck, Taubrinoen, Mainzlar, Beuern und Großen-Buseck.' ** Hess. Gerichtsassessoren. Die Monatsversammlung des Verbandes hessischer Gerichtsassesso- ren, . die am Mittwoch abend hier im Hotel-Restaurant L'r " stattfand, war, wie auch die früheren, stark besucht. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand ein Vor- trag des Gerichtsassessors Trümpert-Butzbach über Grundbuchanlegung und Grundbuch fortfüb- rung, der mit lehrreichen Beispielen aus der Praxis aus- gestattet lebhaftes Interesse bei den Zuhörern erweckte und eme ergiebige Debatte veranlaßte. Dem geschäftlichen ^eil der Versammlung schloß sich ein gemütliches Zusammen- fein im Restaurant Metropol an. ** Pfarrer Korell macht sein in Neu-Isenburg gesprochenes Wort wahr und zieht sich vorläufig wegen der Gestaltung der Blockpolitik im Reiche von dem politischen Leben Zurück. Der Vorstand des hiesigen freisinnigen Vereins hatte die Absicht, in ircr nächsten Zeit eine größere öffentliche Versammlung mit Pfarrer Korell als Redner abziihalten. Pfarrer Korell war auch dazu bereit, hat aber nunmehr hierher geschrieben, daß er wegen der infolge der preußischen Wahlrechtsdebatte geschaffenen politischen Lage sich nicht mehr ant politischen Leben beteiligen wolle. ** Die Land Wirtschafts kämm er für das Groß- Herzogtum Helfen hat bei dem Großh. Ministerium des Innern den Antrag eingebracht, daß die Wahl der Kör- , o m rn i s s i o n s m i t g l i e d e r nicht mehr durch die Kreis- ^5^.^ndern durch die Landwirtschaftskammer erfolge, welcher auch die Durchführung des Körungsgeschäftes künf- trg übertragen werden möge. In der Begründung wird u o Angeführt, daß durcy die beantragte Aenderung ('tue größere k ^nstrnimung der Durchführung der Fafelkörung mit den Bestrebungen und Arbeiten zur Förderung der Viehzucht herbeigefuhrt werde, und daß namentlich auch durch - „ ...... Grundstücken beträgt die Steuer die Hälfte vorstehenden Sätze. § 4- Die nach § 3 ermittelte Steuer kommt voll zur Hebung, wenn feit dem srüheren Eigentumswechsel nicht mehr als 10 Jahre verswsscn sind. Beträgt dieser Zeitraum mehr als 10, aucr hochstcms la Jahre, so werden nur zwei Drittel der Sätze _ 8 o erhoben; beträgt dieser Zeitraum mehr als sta ^ahre, 10 ermäßigen sich diese Sätze aus die Hälfte. 8 5. Die Steuer ist fällig binnen vier Wochen nach Zustellung der Zahlungsausforderung. .§ 6. Dieses Ortsstatut tritt mit seiner Verkündigung in JVraft. geworden ist und die volle Wahrheit wissen will, dann olt stnden, die eine Verlegung in absehbarer Zeit nicht benö der tigt. Eine solche fand sich in der Miete des alten Amts Mainz, 16. Jan. Der Entlourf der Bürgermeisterei Mainz über die Gehaltsregulieruiig der dor- tigen Volksschullehrer wurde dieser Tage im „Mainz, -vagebl." veröffentlicht. Danach wird der Grund- Mhalt der Lehrer aus 1500 Mk., der Höchstgehalt auf und die Wohnungsvergütung von 600 Mk. auf a)lo,,eir. ^>as fell- Verlaufc u. a. ein Lehrer darauf hinwies, daß c5 doch a^em 0'achwerk, gc- unmöglich sei, etwa in einer Klaffe von so Schülern M«- sch»n N'cht mehr de» Ansordcmngen, dleunser- olche Probleme zu erörtern. In ihrem Schlußworte gab Das neue SchiÄgsbaude wird Frau Fürth jedoch zu bedenken, daß in einem solchen 6^rha v des Orrev, an der Straße nach Nieder-Gemunden Falle, wo frühreife und unbeianab - Kind • «iifnm-iPu Errrchtet. r)-ur das alte SchulhauS hat ein Liebhaber ü. die ansehnliche L-mme von 12 000JSf. geboten.^ Unsere angen bleiben würden, die frühreifen fänden die Beleh- ^^üargemelnde H a r n b a a) beaoftchiigt gleichfalls dw Errang und die schlechten mib Derboi:6eneVr ±rn0sÄS1 Schulgebäudes da auch dort ' 1 u hierzu das Bedürfnis cm drmgenbes rst. So verschwmden auch in unserem Kreise die finsteren, engen, lu'ftarmenl Schulzimmer, die aller Hygiene Hohn sprachen und schon längst von jedem neuen Bauernhauje in dieser Hinsicht übertroffen wurden. vielleicht doch noch gerettet werden. r, .7? e v e ’11 ouari a" für Gießen und Umgegend, gegr.~ 1899, hall vom 18. bis 20. Januar in den oberen Räumen des Hotel Emhorn (Sinbcnplaij 1) seine III. große all- gemeine 21 u s ft e U u n g von Sian arten, Exoten, Sing nnö Zieivogeln, Ziichtnlcnsiiien, ornithologischen Schrillen, sowie ausgeilopnen Vögeln :c. ab. Nach bcn sehr zahlreich cm gelamenen Anmeldungen zu urteilen, verspricht die Ausstcllim eine sehr unnangrciche zu werden. Ter Besuch derselben wir jeoeu ^.lebhaver befriedigen und gewiß zmn Llnkauf eines gute ■bog eis zu billigem Preise veia>ila,sen. ** Der Gießener Radfahrer-Verein 1885 eiert Samstag, den 18. Jan., in sämtlichen Räumen des Neuen ^aalbaus sein Winterfest. Es ist, wie man unkJ schreibt, ein großartiges Programm vorgesehen, das einen rem sportlichen Eharaktcr trägt und den Abend zu einem rem sportlichen Fest gestaltet. Es ist dem Vorland gelungen, die in ganz Deutschland bekannte Kunst- rergenmaiinfchaft des Radfahrervereins Wetzlar zu ge- stVrTJT' bq?cLT- Dorsührungen auf allen Bundessesten des mnrKU Aadfahrerbnndes mit ersten Preisen prämiert A^ert' x Illu^ -b"lC crltc Mannschaft dieses Vereins gesehen haben, um fich^ein Urteil über ihre großartige tjWH .SU bilden. Sie fahren außer den mit fabcL ^Kunfiubungen ausgeftatceten großen Achter-Reigen - - - - . ----- -- ....... f.™ -1!irei°Cib äwci Herren auf einem Rad, und Gemahlin und zwei weiteren Personen befand, einen zelm- tooTo »IS 'pno:..r2lud) kommt ein schönes Rad- jährigen Knaben. Da das Automobil sehr langsam fuhr, poto lllladballfpiel) zur Vor,uhrung. Der Abend führt uns ™ v 1 ' - ' ' den Sport rutt feinen höchsten Leistungen vor Augen zeigt uns bildlich wie er sich als Jüngling in seinem Kbenslauf werter entwickelt, und in urlo misch er- Weift Familieilvawr fernen Abschluß findet. Jedenfalls wird der Gießener Radfahrerverein ferne Mitglieder'sowie die eingeladenen Gaste an diesem Abend ooilauf befriedigen. ., -c a hngebuh ren. Die Großh. Bezirkskasse Gießen 1 chreibt uns: p über 300 Mk. beträgt. , r r r . , t , ** Die sexuelle Aufklärung der Jugend, ftrede ^^^196^-556,1-60^1 ^e.t em cmS Uebcr dieses zeitgemäße Thema sprach gestern abend Frau Marburg und cw Bauer aus dem Eb^dorfer Grund zu- Fürth aus Frankfurt a. M. vor einer sehr zahlreichen sammen. Man unterhielt sich über die Kälte, sprach von Zuhörerschaft, die sich -auf Einladung der hiesigen Frei- den billigen Schweinepreisen usw. Der Hatidelsmann war denker-Veremigung in Steins Garten cingefnnbcn hatte, hei der Unterhaltung dem Bäuerchen merklich auf den Die Rednerin warf zunächst die Frage auf, ob wir unseru 2eiö gerückt, er schlug ihn im lebhaften Gespräch mehr- Kindern sexuelle Aufklärung geben sollen, ^ic beantwor- auf die Schulter und schließlich auch auf daS Kuie. tete btefe grage mit eurem ^a unb erörterte dann recht fi^ ber SBauer mit einem merlli^en Stud, unfern Kindern die fbptelle ALfllärung geben? Wann jetzte srch auf die anoere Bank und fagte: „Arch glawe. sollen wir sie ihnen geben? Wer soll sie ihnen geben? ^>h^ seid eventuell. Was die erste dieser Fragen anbetrifst, so sei die Natur ctz Lang-Göns, 16. Jan. Heute nachmittag ereignete die beste Lehrmeisterin; sie zeige ein allmähliches Fort- sich in der hiesigen Bahnhofstraße ein schweres Ulisch reiten, ein Hinübcrgleiten von einem Zustande zum glück. Der ledige Fuhrmann ?Nar.steller aus Grü- andern. Solange das Kind an das liebliche Märchen vom niygen hatte einen Frankfurter Weinreifendeu an die Bahn Storche glaube, sollen wir ihm diesen Glauben lassen, wie gesahren. Am Bahnhof scheuten die jungen Pferde und wir ihm ja auch den Glauben an den Osterhasen und oas eine stürzte auf den Fuhrmann. Dieser blieb be-« dergl. lassen. Wir dürfen keine vorzeitige Aufklärung wußtlos liegen, das Blut quoll ihm aus Mund und Nase, gellen. Wir sollen dem Kinde Antwort geben, wenn es Man trug ihn in die nahe Wirtschaft von Wallenfels, fragt, aber nicht eher. Mir sollen dem fragenden Kinde er hat anscheinend schwere innere Verletzungen erlitten, dann auch nur so viel Aufklärung geben, wie es seinem Q San bad), 16. Jan. Die P0st behörbe, bie kein Mer entspricht. Wir sollen dem Kinde die Wahrheit eigenes Lokal hier besitzt, war infolgebeffcn in den letzten geben, aber nicht gleich die volle Wahrheit und müssen 20 Jahren schon viermal in die Lage versetzt, ihren hiesigen vor allem bemüht sern das unbedingte BertrauenSver- 5(ufcnlt)a(l§oct wechsel». Da die Aenderung der tele- haltnrs der Kinder zu den Eltern au,recht zu erhalten. 1 , - , D /' ' t , Das Kind muß die Aufklärung von den Eltern bekommen Üraphstchen, wozu m der neueren Zeit noch die ber telc- ; von Dienstboten phomichen Ortslcltimg kommt, imm?ü schwieriger unb kost- Wenn nun das Kind älter Ipu'liger wird, war man schon lange bedacht, eine Unterkunft 2Utf das „Eingesandt" in Nr. 3 „unberechtigte Mahnqebübren" und den hieraus vezugiichen Artikel m Nr. 5 von: Gießener 2ln- zeiger öcv ls0 haben wir nntzuteilen, daß die Behanptnnaen Ui den criuahmc.i Arnkcl u n z li I r e i s e n b und nach den b,. rebenben Bepunnuingcn die 'Mahngebühren zu erheben sind, io° L_a(ö der M ah nbe , ehl neb p den M a h n z c r t e l n an de n Ueueibete 11 zur V 0 11zie h n u g de r M a h n »1 n a ab- r,'-Ci!r-bv11 lUi~? b e.u 111' ohne Rücksichr darauf, ivanu sodann die tuctilaiibigcn fcteuerbetrage bezayli werden. (-i.ann find eben die beflehcndcn Bestinimnngen nicht be-.n gefunben Nechtsenipsinben ber Beoölkerung entwrechend Port „Mahngebühr" sagt boch feinem Sinn nach' öals ber erhobene Betrag eine Gebühr für eine ersolate Aiahliung jcui soll unb bie Atahnung ist doch nur bann °XuCVW bcc Zahlungspflichtige von ihr erfährt. Wenn die Erhebung auch erfolgt, ohne baß die Mahnung selbst vor sich ging, nimmt sie den Charakter einer Gelbstraft für die gleichzeitige Wornahtne anderer der FörderunA der eine säumige Strafe an. Steuerzahlen gehört ohnebieS nicht Qud)t dienenden Maßnahmen und Veranstaltungen wesent- zu den liebiten Beschäftigungen des deutschen Staatsbürgers liche Ersparnisse in der Kostenaufwendung erzielt werden, unb wenn icnrnnb einmal aus wgenbwelchen Grunben ben ♦♦ Der Kampf der Installateure gegen den Termin um einige Tage übcrfchreüct, sollte man von dem Betriebsleiter Stolte vorn städtischen Elektrizitätswerk Buchstabenrecht abgehen. Wir glauben mcht, daß der Staat kostet die Stadt ein schönes Stüd Geld. In der gestrigen zu Griinde ginge, ivenn er dadurch auf einige Mahngroschen nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung verzichten^ müßte, aber manche Unziifrledenhcit würde da- qelanate die H 0 n 0 r a r s 0 rd e r u n g des Sad)verständigen durch beseitigt. Auch hier gilt das Wort „der Buchitabe Direktor Selmann von Magdeburg zur Vorlage, die tötet, der Geist aber macht lebendig". Red. d. Sten. Anz.) ** Eventuell. Auf einer Reife auf der Eifenbahn- bei einem Wcrtzuivachs von 10 bis weniger als 15 Proz M tf V ee 15 If V u 20 II M tf II y 20 If II II 30 II y ff If y 30 If V II 40 II H ff y y 40 If II II 50 II w tf ff If 50 If II n 60 II ,, ff ff y 60 ff If u 70 If ff v y ff 70 If it u 80 * u tf u If 80 If y ti 90 tf v lf II If 90 II n n 100 y ff V If y 100 If If 110 ff tf II ff 110 y y y 120 M II U w 120 II y 11 130 ff u If u u 130 II y fi 140 t» v H u 140 tf V y 150 • • w ff y 1/ 150 y u y 160 V u II u 160 y ff 170 U u H II 170 ft ff 180 ti tf y tf 180 ff If 190 tf u II w 190 .1 200 V _ II u 200 Prozent und mehr. ch'n @t-9.bu,9'ts te Ul*'"11" d. ?1S wT1* iiS“ ■2?: ■■ "'M ä'Iäiic, !E"-sun! T $i«b= j -A11 blieb be, ; ^und und Nase on Aallenfels jungen erlitten.' !?. ln ^n letzten W 'hren hieben Äderung der tcle, noch die der telc, gieriger und kost, chk, eme Untfdunft :r 3«t nicht benä. ic§ alten 21 ui15» :c c§ Sl'slrht, schloß iter der Bedingung, Veränderungen be. Montag in Akkord «f 6* bis 700 Alk. 1 wurden zur hohe Mdwerker vergeben, :rmaim§Qtbcilen ein >ong zu den, Post. 3B?) Gelegt werden, Aussicht gestellt, n Äonlag stürzte x Traube' ein erst , welches im Kochen uSbilden wollte, aus und verlegte sich hver, daß es heute je seit vier Wochen nen Schulen sind fdnfungfn Verliesen : Lemeinderai hol aus es mit einem chlossen. Tas seit- .cm Fachwerk, gedrungen, die unsere Schulgebäude wird ^üeder-Gemünden hat ein Liebhaber . geboten. Unsere i gleichfalls die irr- cs, da auch don So verschwinden engen, lustamcn svracben und schon )icier Hinsicht über» r.cler Tage weilte hi-r, um Mnsche hältnisseinden von feiten der ft* ten. - Zn diesem ion Burkhards aus !'ilCen fürstliche" . -i vorgenommen und wird im M tungssestlele cran auch der M ,,? l aus Tarm ^Äymnafiuw, -SS ri* «cs bei W* »«*$■ NW? «b£ [idj» ,< re. OeriehLss««!. Märkte. Kaisers abzustatten. Auch soll eine Zusammenkunft zwischen dem Nach einer Meldung aus Buenos Rom, 17. Jan. Srübl'iche Universitätr-Vruckerei. Siekrn. BetasttltMKchuttg B-/i 9 Eichen-Derbstangen 0,97 406 Uhr ver- beschlüssen anzunehmen. Abg. Brauer betont, daß nach seiner Memung auch Die Kostensrage im Verwaltungsstreitverfahren zu regeln sei. Ter Ausschuß habe die Sache richtig erfaßt und das Rechtsverhältnis rechtlichen Ermessen festgesetzt werde und er, Redner, beantrage dazu zu setzen: Unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des Einzelfalles. Auch ein trästiger Schutz der Quellen, durch die große Anlagen mit Wasser versehen würden, sei notwendig, und deshalb stelle er noch einen Zusatzantrag, daß der Nutzungsberechtigte, der sein Wasser wiederbekommen hat, die für erlittenen Schaden bezogene Summe wieder zurückzahlcn muß. Er habe dabei den Fall im Auge, der in Oberhesscn in nicht ferner Zeit durch die Anlage von Stauwehren praktisch werden dürfte. Durch letztere könne man viele Tausend Pserdekräste allgemein nutzbar machen und dadurch lasse sich auch im Sommer der Tiefstand der Bäche erhöhen. Abg. Leun führt aus, es sei im Ausschuß kein Zweifel darüber gewesen, daß die Regierung erheblich weitergehen wollte als der Ausschuß. Er habe es aber doch für richtig erachtet, hier die goldene Mittelstraße einzuhalten. Man habe die Frist, an die die Entschädigung geknüpft sei, im Ausschuß für richtig gehalten; es müsse doch alles seine Grenze haben. Abg. v. Brentano erklärt sich mit den Ausführungen des Vorredners einverstanden und wendet sich mit scharfen Worten gegen die Regierungsvorlage. Der Ausschuß habe sehr wohl gewußt, was er tat, als er seine Llbändermigsbeschlüsse faßte. Er wolle namentlich verhindern, daß die Entscheidung darüber, ob ein öffentliches Interesse vorliege oder nicht, einfach der Willkür des Kreisrats überlassen bleibt. Die Triebwerksbesitzer, durch deren jahrelangen Vorstellungen die jetzige Vorlage geschaffen wurde, müßten zu ihrem Rechte kommen und nicht nur für die Zukunft, sondern auch für die Vergangenheit gesichert werden. Er bitte, die Vorlage nach den Ausschuß- fc. Frankfurt a. M., 17. Jan. Heu- und Strohmarkt. (Org.-Tcl. d. Gieß. Anz.) Augefahreu waren 10 Wagen Heu, 3 Wagen Slroh. Bezahlt wurde für Heu Alt. 3.40—3.70, für Stroh Akk. ~ ---- ' "" ''' Alles für 50 gk. Holzverfteigerrmg in Hattenroder Gemeinde-Wald. Mittwoch, den 22. Januar 1908 sollen in den Distrikten Buchenberg, Bruch und Alte Kühunter versteigert werden: 224 Stämme Eichen-, Bau- und Nutzholz von 15—38 cm mittl.Durchm. u. bis zu 17 m Länge — 82,90 fm Inhalt, schlich-' Regelung erfahren. , Mincheriairat Dr. Best hebt die großen Gegenfatze hervor, oie zwiia/en der Regierungsvorlage und dem AusfHuß bestanden. Die Regierung habe auf den Schutz des öffentlichen Interesses in erster Lmie bedacht fein muh en und 1 tc müsse im chstmstch.n Jmevesse MH au. Der Festyaltung iij-rer Gesetzes- vor.chläge bestehen. . . Acuuster.aliat Tr. 1lsinger weist daraus hm, daß der Bericht des Ausschusses den Interessenten darüber im Hntlaren läfet loo das ordentliche Gericht zu entscheiden habe und wo daä^Virwailungsstreilversahren zur Anwendung kommen müsse. Abg Tr Weber hätte es, um schneller zu einem Er- aebn's 'zu gelangen, für oas richtigste gehalten, wenn man zuerst lieh einmal aus Den Schutz der Privatimcrcsfen beschrankt halte. Die Wahrung der össentlich rechtlichen Interessen hätte in einer späteren Vorlage ersolgen können. Eine össentlich rechtliche Regelung der Materie halte er übrigens besvnoers dann sür recht schwierig, wenn verschiedene öffentliche Rechte einander widerstreiten Der Ausschuß wolle, daß die Entschädigung nach bestem Leihgestern, den 16. Januar 1908. Großherzoglichc Bürgermeisterei. Heß. Aires hat die dortige Polizei eine große Don einem Holzversteigerung im Gemcmdewald zu LAhgestern. hessische Zweite Kammer. B. B. Darm st adt, 16. Jan. Am Ministertisch: Staatsrninister Ewald, Minister Braun tinb mehrere Ministerräte. Nachoem der Präsident die Sitzung um > Uhr eröffnete, rvird die Beratung über den Jagdgesehentwurf tei Art. 37 fortgesetzt. Minister Brau n bemerkt zunächst, daß man jetzt, nachdem Lie Kammer beschlossen habe, die Zahl der Pächter und deren Zulassung zur Jagb in das Belieben des Gemeinderats zu stellen, Dohl auch betresss der Erteilung der Erlaubnisscheine den Gc- i IveiNderat als zuständig erachten werde. Dem könne aber die Regierung noch weniger ihre Zustimmung geben. Abg. Bähr legt dar, daß die Bestimmung des Art. 37 2wit den gestrigen Beschlüssen nichts zu tun habe. Art. 3/ wirb daraus mit Zusatzantragen der Abgg. Köhler Iind Tr. Fulda angenommen, die Art. 38—41 werden ohne Debatte nach den Beichlüssen der ersten Lesung genehmigt. Zu Art. 42, der vom „üb er tr i c b c n c n W i ld,t a n d" handelt, werden verschiedene neue Anträge gestellt, darunter lolche der Abgg. Tr. Fulda und Köhler, anstatt „Mschuß" ä6U sagen: „Vertilgung". — Abg. Reinhart beantragt, die Beratung über dw,e Anträge zurüctzustellen. Nach kurzer Te- ibatte nimmt das Haus Art. 42 in der Fassung der ersten Lesung Mt dem Abändcrungsanirag Tr. Fulda an. Die Art. 43 bis ,18 weroen bann ohne Debatte nach der Regierungsvorlage an- .genommen. „ v , , Bei Art. 49 wird der Regierungsvorlage noch folgenoer Passus hinzugesügt: „Wer aus ernenn einge friedigten Grund- । itiia (Art. 2y,l) ohne die kreisamtliche Genehmigung die Jagd ! aus übt oder d:n ihm vom Krelsamt bei Erteilung der Öenei> Nigung auseriegren Bedingungen zuwiderhandelt." Art. 50 setzc eine Stra,e bis zu 20 9Jtf. vezm. oO Mk. fest, ( icenn jemano einen Hund in einem fremden Jagdgebiet bei sich führt. „ . . ., Avg. Finger lieantragt, dem Artikel die Bestimmung hin- zuzusügen: Katzen, roeid)c 200 Meter von den Wohnungen in der Jagd angelroffen werden, dürsen geschossen weroen. (In Der Vor.age waren oOu Aceter sestgesttzt.- Mit o.eser Aounderung tviro der Artikel angenommen. Auch die Restartikel des ! Gesetzes gelangen ohne wesentliche Aenverung zur Annahme, i — /£ie Eesaintavslimmung üoer oas Gesetz wird nach genauer Feststellung der Beschlüsse erster und zweiter Lesung siattsinden. i dur Annahme gelangt oann noch eine Resolution bvö Abg. £r. Weber, bctreireno eine Ergänzung einer Regierungs- Deroruiiung iibcr die Jagdpaßbestimmungen. Zur Beratung kommt hieraus der Gesetzentwurf betr. ine Ergänzung des BachgefetzeL Handel. — D is ko n t er in ä ß i g u u g der Bank von England. das höchste und reinste Glück beschiedcn, das Menschen kennen, das Glück des häuslichen Friedens, und nach einer langen jahrzehntedauernden glücklichen Ehe sehen £üe sich im Alter umringt und gepflegt von treuer Kindesliebe. Nicht nur als bewährte Männer des öffentlichen Lebens, nein, als Meister Ihres Faches, als Führer unseres Volkes, auf den verschiedenartigsten Pfaden oer Kultur sehen Sie heute die Schar Ihrer Söhne svrtwandeln auf den Wegen, die ihnen der Vater gewiesen. Freudigen Herzens mögen Sie sich heute zurufen: „Tas ist die Krone meines Lebens, diese da habe ich dem Vaterlandc geschenkt." Ehrfurchtsvoll nahen wir uns dem Manne, den das Geschick ausersehen hat, solches Glück zu erleben und mit unseren ehrerbietigsten Glückwünschen und unserem Dank für das, was Sie der L-tadt Berlin gewesen sind und noch sind, verbinden wir die innigen und herzlichsten Wünsche, daß es Ihnen, hochverehrter Herr, noch lange Jahre vergönnt fei, sich in geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit des Glückes Ihrer Kinder, Enkel und Urenkel zu erfreuen. Möge Ihnen ein langer, heiterer und sonniger Lebensabend beschieden sein. Am .Vormittag brachte die Kapelle des 5. Garde, regiments z. F. dem Jubilar ein Ständchen. Am Abend sand in der Wohnung eines der Söhne des Neunzigjährigen, des Geh. Rats W. Körte, Direktors der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses am Urban, eine Familien- f cier fr a vv Kiefern-Stämme — 28,64 fm rm Kiefern-Nutzscheit „ , Scheit v „ Knüppel hundert Wellen rm Stock. Der Seniorenkonvent der zweiten Kammer ist ?^.77 'Raschmen-Laugftroh Mk. 2.10-0.00. 9LU^ts2£1I per heutigen Vollendung Ihres 90. Lebensjahres Hierzu wird auch der Großherzog erscheinen. Kreisrat nehme ich freudigen Anteil und spreche Ihnen zu diesem Dr. Wallau aus Groß-Gerau wird einen Vortrag über seltenen Jubiläum meine wärmsten Glückwünsche aus. Gott, feine Asrikareise halten. öer Herr, schenke Ihnen noch einen glücklichen und ge- Ren de l, ID Jan. Ter ledige, übelbeleumundetePeter egneten Lebensabend." Adam Moxftel hat Den Landwirt Seibel nach einem Streite Int Auftrage der Kaiserin erschien Kammerherr von nht pern Jagdgewehr erschossen und daun Selbstmord Behr-Pinnow und überbrachte eine aus der Königl. Por- verübt. zellanmanusaltur hervorgegirugene Vase mit dem Namens- Hamburg, 17. Jan. Der Senat beantragte bei der zug der Spenderin. Ter preuß. Kultusminister ließ den Bürgerschaft die Bewilligung von 30 000 Mk. für die Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichen- deutsche Robert Koch-Stiftung. Laub überreichen. Herr v. tzammersteiu gratulierte im Wien, 17. Jan. Wegen der großen Zahl der Un- Namen des Kuratoriums des Elisabeth-Kinderkranken- gluckssälle beim Rodelu hat der Magistrat ein Rodel- Hauses, dem der Jubilar seit 62 Jahren angehört; der verbot für eine große Anzahl von Straßen erlassen. Generalarzt der Armee, Schjerning, überbrachte die Glück- -Rom, 17. Jan. Wie hier versichert wird, soll König wünsche des Sanitätskorps. Tiefgerührt war der Jubilar Viktor Emanuel beabfichtigen, nächstes Frühjahr dem durch einen Brief, den Oberbürgermeister Kirschner im deutschen Kaiser und dem, König von England Besuche Namen der Stadt Berlin übersandte. Darin heißt es u. a.: abzustatten. Auch soll eine Zusammenkunft zwischen dem Sie durften, vom Verrrauen Ihrer Mitbürger berufen, König von Italien und dem Präsidenten Fallieres mit dem teilnehmen an der Arbeit für oas Gemeindewohl und oaren geplant sein, fanden auch hierin Befriedigung und Genugtuung. Sie haben als Mitglied der Armendirektion mitgearbeitet an einer der wichtigsten Aufgabe unserer Gemeinde, und meint heute Berlin Dank seiner hygienischen Einrichtungen sich den Rus erworben hat, unter den Millionenftadten die reinlichste uni) gesündeste der Welt zu sein, so gebührt ein Teil des Tankes hierfür auch Jhuen, der Sic nut Ihrem unvergeßlichen Freunde Virchow sur die E i n s u h - rnna der Kanalisation so eifrig gekämpft haben. Wer sich den Dank seiner Mitbürger auf diese Weise erworben hat, den pflegen wir glücklich zu nennen. . . . . Sie haben mit anfehen dürfen, wie sich die Ideale ^hrer Fugend verwirklichten. Und schließlich ward Ihnen auch vom 30. Juli 18ö7. Minister dcS Innern Braun legt in längeren Ausführungen Die Steilung der Regierung zu der Sacye näher bar. ■£ic Bachgesetzgeuung fei eine schwierige Materie, scywieriger, aly sie flcy Lkt Ausschuß wohl gebacht habe. Der Mmifler ve- Ipricht dann bie Be,Hupfe des Aiisfcyustes. Derselvc have «ich ju pari aus die zwilrcHtlichc Seite ber Sache gefteilt, loatzrend üe viegierung auch bic Pflicht habe, bas össentliHe Jnterepc zu ivahreu. ES könne ein öffentliches Jnterepe vorliegen, bas muer Unistunben einen Eingriff in bie Rechte des Qucllen- etgentümerS dedmge. Man müsse dabei fefiyalten an den Best irnmungen des Giiteiglinngsgesetzes unb dem piechiSgrunbsatz, 7ach dem bertenige, in dessen irigentumsrecht im össentiiHen unterene eingegrissen wirb, fHablos gehalten werben muß. stellen dem ailgeuieinen ösfeutliHen Jnwreffe könne aber auch ein prwateS Intere,je ein Eingreifen ui die Dispofitionsfreiheit des Quelleneigentumers crtoroecua) machen, wie im Art. 6 a näher beftimmt io Lio, z. B. wenn ber Besitzer eines Trieowerks durch bic plöbliüjc Aolciluug einer Quelle schwer geschubigt wird. s^S tonne auch eine Verquickung verschieoener Interessen ein dehöroliN/es Eingreifen ersorberlich machen, beispieisweife dann, wenn eme GememDc mit einem Queileneigenlurner bezüglich iic» Walsirbeoaris eine Vereinbarung zu treffen hat und wenn Lann für em zu errichtenbes Gtrippenwaiieriverk mehrere andere Gemeinben i>as gleia-e ^nicreife an derseiven Queue haben, das bann natürlich über das Der Einzelgememde hmauSgehen wurde. Ju allen bicien Failen habe alSoann eine SchabwS- yaitung der Besitzer zu ersolgen. Ter Minister bespricht bann ungei end bic Frage der Enlichäbigung und triti|iert Die Be- iduuifc des Ausschusses barmier. Er Hope aber,, baß c5 ge- Imgeii iv.roe, bic Vorlage ohne nochmalige Zurückweisung an den Ausschuß zu einer ueiricbigenben BeraoiHieoung zu bmugen. i5ä sei ein wesentlicher Unierschied zwischen Quelienbesitzern unb ^riebwerlSvesitzern zn machen, bei dem einen werbe es fich mehr um die oragc ber uitceignung, beim andern mepr um bie präge ber Schubioshaitung panbem. Zum Schluß vefprichl der Minister noch emgeyenber bic einzelnen, von ber Regierungsvorlage avwCichenoen ^.'lusfchußbefchliisse. ~ In der Debatte, in der ziveiter Vizepruswent Dr. Schmitt den Vorsitz füyrt, nimmt zuerst Avg. Ert bas Wort. Er hatte oic Mater.e nicht für fo schwierig, wie b.w i'RiNiflec, man müsse neben dem bürgerlichen Recht auch cm nioralpches Recht anerrennen. Reoncr giot bann einen längeren Rüavlia über bie iraiierrechtlichen uno gefHiHilichcn Veryaitnijsc unb befprichl be- souoers b^c Bestimmung des Art. 6 a, worin bic Frage cmes „erheblichen osscnilichen Jntcreffes" , näher behandelt wirb. Abg. Schönberger bespricht eo-enfalls Die allgemeinen Verhälinissc uno weift auf bie betr. Bestimmungen in Bayern unb Baden hin, wo längst eine bcfr.cbigende Lösung erioigt fei. 1 r. Gutsleiseh und ^r. ~>ebet ^aU£ vl also in biejem Jahre einen Tag früher zu emev nied- bestätigen würben, ihre Kräfte zur Verfügung gepellt ~ic ri ,eu ^ciue gelangt als un Vorsahre, wo am 17. Januar gleich- Vertretung ber Provinz habe aber die Mitarbeit der Regierung^- 1nLl6 öje Herabienung von 6 aus ö Proz. erfolgte. Die Diskontbeamten abgelchnt, weil sie freie Hand behalten wollte. (.\>ort. cnnQglgp’ll« folinlc iiiu so leichter uorgenominen werden, alS auch hört!) Die Regierung sei sich aber ihrer wichtigen Aufgabe von „^tße>i anderen Hauptbanten ihre Zinssätze ui den letzten Tagen bewußt unb werbe bie Sache fest tni Auge behalten ermäßigt hatten. So die Denische Retchsbank von 7% auf 61/,, Die Abgg. Dr. Weber unb Tr. G u t f^l e i sch bestätigen Uon Frankreich von 4 auf 31/.,, bic Oesierretchisch- die Ausführiingen des Mini,ters Abg. Tr. Gutfleych beantragt Uug(m|cl)e S(tn£ von 6 aus 5 und bie Belgische Nationatbanl von dann bie Zurückverweisung der Vorlage an Pen Ausichuß, zteyt 6 QUt 5 ötctui kommt eine wesentliche Besserung der inter- aber ben Antrag wieber zurück, irachbem sich Pie Abgg. Brauer nQll01lQ(eu Geldlage zum Ausdruck, unb v. Brentano dagegen ausgesprochen haben. Nach einigen ......................... ................... weiteren Ausführungen des Ausschußberichterftatters Schönberger schließt ber Präsibent bie Generaldebatte um Vr> Uhr. Mchfte Sitzung morgen früh 9 Uhr. BcLanntmachung. Der Borauschlag der Gemeinde Reinhardshain für das Nechnungsjahr 1908 liegt vom 18. d. Mts. acht Tage, lang auf hiesiger Bürgermeisterei zu icbermannS Einsicht offen. Reinhards Hain, den lo. Januar 1908. Großherzoglichc Bürgermeisterei Remharbsham. Graulich. dy4 Mittwoch, den 22. Januar, vormittags 10 anfangend, foll tm Distrikt Horst nachstehendes Holz steigert werben: 50 27 161 74 3250 VerdisLtztLeL» sich zur Sache zu äußern. Es wird ihm zur Last gelegt, ver- * Seinen 90. Geburtstag beging am 16. b. M-, trauliche Mitteilungen aus ber KirchenvorstanbSiitzung betr. bas int Kreise seiner zahlreichen Familie ber Senior ber Ber- Gornelianum publiziert zu haben. W. hat gestern bereits, um liner Aerzte Geh. Sanitatsrat Dr. Friedrich Körte, allem bic Spitze abzubrechen, cm: Tiszlp11narunter- der Vater bes Gießener Univ.-Professors. Unter den Drah- suchung gegen sicv selbst ^antragi. hingen unb Briefen, bie zahlreich im Hause bes Jubrlars Sb. Tarrnstabt, 1c. ^an. Cm patlamcnta^ eintrafen, befanb sich als erstes bas Te l e g r a m rn b e s rifcher Abend wird aus Veranlassung de^ Pra,idium^> der mit folgenden Worten den Jubilar be- der zweiten Kammer aut Donnerstag den 13. Januar in den Räumen der zweiten Kammer abgehalteu werden. douöerts mit Sirma billigst Russen geleitete Bombcnfabrik entdeckt. Ter Russe flüchtete. Ein Italiener und ein Spanier wurden verhaftet. Gegen zwei russische Nihilisten wurden Steckbriefe erlassen. Die Bomben waren dazu bestimmt, in verschiedenen Fabriken zur Explosion gebracht zu werden. 2640 Fichten-Reisslangen (Bohnenstangen u. zii Gartenspalier). Die Zusammenkimst und der Anfang ift bcS morgens priiciS 10 Uhr auf der Kreisstraße Hattenrod—Lich am Walbeingang an den Fichten-Reisslangen. Hattenrod, den 15. Januar 1908. 403 Groß herzogliche Bürgermeisterei Hattenrod. Rock. Ausschuß habe btc Sache richtig ersaßt und Das RCHivvcryaitnw Köln, 16.Jan. Im P roze y ot oe r cn-Sch midt wurde der Tricbwerksb^Ger sestgelegt. Cr fane, daß buch die Berufung Schmidts verwogen und Schmidt auf die Beschädigten Muller zu ihrem Recht kommen werden. Der Redner Roerens hm zu 4 0 0 Mart Geldstrafe ver- wünfHt, daß staatliche Hilfe gewahrt werden unb bic Regierung ö . ihre technischen Organe, bie zum Teil Autoritäten sind, zur * Ausarbeitung großer Wasserbauanlagen unb Projekte zur Ver- — ---- - . . __.-n„ Gcfchäu ruhio. am Donnerstag vormittag zusammengetreien, um über Be ---— — 1 —— --—----" schwerben zu verhandeln, die gegen ein Mitglied des Gesetz- Glegencr IbettcvbteitU. Uung^iW geführt wurden, weil -- trotz beS sprechens, über die Verhandlungen der gemein, amen Be- dtQrfc restliche Winde. , ratnng der gesetzgebenden Ausschüsse beider K—n be- —--- ®riailtal.VtabtmelOuimen. -üalich ber Wahlrechtsvorlage vertrauliche Schrift- tücke hierüber in einige Zeitungeii lanziert hatte. Der sp. Darm p ad t, 17. Jan Zur Angelegenheit Konvent beschloß, burch eine öffentliche Erklärung in ber Wv crr iS Hofe r-Frhr. v. v cy l : Pfarraptpcnl^Woe^ts^fer Kammer feine Unzufriedenheit mit dem Verhalten des Ab- wurde heute früh wegen ber m ver,chicbcnen aeorbneteu zum Ausbruck zu bringen. veröffentlichten Mitteilung m machen Wocrrishofer contra Hehl 6 a ________i—■ vor das hiesige Großh. O b c r k o n f i st o r i n m geladen, um meenem grossesia hebe ich nachstehende Sachen, von welchen noch grossere estbsstäflde vorhanden sind, hervor. In Ihrem eigenen Interesse ist es ratsam, diese aussergewöhnlich günstige Offerte, welche wohl selten wiederkehrt, wahrzunehmen. 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