Nr. 113 Zweites Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 14. Mai 1908 Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die ..Lietzener ZamMenblätter- werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für ven Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gbrrheffen Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schen UniversitätZ - Buch- und Steindnlckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Dnlckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion HA ^el..Adr»'AnzeigerGießen. panameritanirmu;. Zu Beginn dieser Woche ist in Washington die Grundsteinlegung für em Zentralbureau der amerikanischen Republiken erfolgt, zu dessen Ban der bekannte Philanthrop Carnegie eine summe von drei Millionen gespendet hat. Tiefes Bureau soll ; dazu dienen, die kommerziellen und politischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und ihren amerikanischen Lchwcsterrcpubliken zii fördern und zu ganz intimen zu machen, und darum nahm'Präsident Rooscvclc selbst in Gegenwart einer «glänzenden J-estversammlung den feierlichen Akt vor, dessen Be- Lentuna er ui einer Rede darlegte. Tatsächlich hat diese, «äußerlich unbedeutend ersä-einende Feier einen hochbcdeutsamen Nitii'd^n Hintergrund, sie ist der Ausdimck der Stellung der «merikanischen Staaten untereinander wie gegenüber der übrigen Äelt. Präsident Roosevelt erklärte in seiner Rede, der Akt symbolisiere die Sicherung eines bleibenden Friedens unter den omerikonischen Republiken, er hätte aber auch — wozu er sich sveilich Mete — noch hinzusetzen können, daß mit der Errichtung dieses Gebäudes gleichzeitig die Suprematie der Vereinigten Staaten über das gesamte übrige Amerika zum Ausdruck komme. Vor iwch nicht allzulanger Zeit war das freilich anders. Gewiß waren die Vereinigten Staaten von Nord- IXmerifa von je der größte und stärkste Staat der neuen Welt, aber die übrigen größeren amerikanischen Republiken, vor allem Mexiko, Brasilien und Argentinien verfolgten sehr eifersüchtig die Machtentwickelung der Union, man hatte kaum je gedacht, daß sich der Gang der.Ereignisse so friedlich vollziehen würde, aber schließlich mußten auch die an- ixteit amerikanischen Republiken vor der Gewalt der Tatsachen sie Segel streichen, wie die europäischen Mächte mußte man sich bescheiden, die Union als Großmacht anzuerkennen; gleichzeitig oerfuhr man in Washington sehr geschickt in seinem Verhalten w den übrigen amerikanischen Staaten, mit denen man die reundschaftlichsten Beziehungen zu unterhalten suchte, rvährcnd gleick^eitig iHv Argwohn dadurch mehr und mehr zurücktrat, a!S sie sahen, daß bad Schwergewicht der politischen Expansion I Nordamerikas nach Ostasien. also einem anderen Weltteile, neigte. So loar die Position dep Union für den amerikanischen Erdteil gefestigt und die viel besprochene Fahrt der amerikanischen Flotte nach dem Stillen Ozean hat wohl nebenbei mit den Zweck beriolgt, diesem Verhältnis Ausdruck zu geben, ähnlich wie die seiner Zeit erfolgte Reise des Staatssekretärs Root nach den südlichen Republiken. Nunmehr sollen die Bande iwch enger geknüpst werden, durch Einrichtung des erwähnten Bureaus in Washington, und man geht wohl in der Annahme nicht fehl, wenn in diesem Bau vielleicht der Grundstock für einen großen amerikanischen Staatenbund mit der Unwns-Re- ■ (iivtuiig an der Spitze zu erblicken ist. Dahin treiben un- iiveiselhaft die Dinge und dahin ist wohl auch unausgesetzt das Bemühen der Politiker in Washington gerichtet. Man will iie Gesamtheit der amerikanischen Staaten zu einem gewaltigen Nachtfaktor im Getriebe; j der Weltpolitik zusammenschweißen, na- lirmch weniger im Interesse der einzelnen Staaten, als vielmehr in der Hauptsache, um dem Auftreten der Vereinigten Staaten ton drordamerika nach außen einen gewaltigen Rückhalt zu beben. Man weiß im Kapitol in Washington sehr wohl, daß üe europäischen Mächte mit wachsender Besorgnis die Eitt- liiielung Amerikas sehen und daß man daher bei dieser Seite üus wirkliche Freundschaft nicht rechnen kann. Darum hat nten den Panamerikanismus auf jede Weise gefördert, zumal ius auch für die amerikanischen Pläne in Ostasien von vkutzen bitt könnte. Ein Zufall will es, daß gerade am gleichen Tage R lvi: die Grundsteinlegung im Repräsentantcnhause eine Botschaft Roosevelts verlesen lvurde, die Mittel verlangt, um den Ver- ■eiugteii Staaten die Beteiligung an einer internationalen Kvm- niission zur Untersuchung und Begutachtung der Hcmdelsver- hiltnisse in Ostasien zu ermöglichen. Die Monroedoktrin ist cum längst durchbrochen, der Weg Amerikas führt nach Asien. Tagesschau. Der Tank des Kaisers an den Reichskanzler. Der Kaiser richtete, wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet, an den Reichskanzler unter dem 11. Mai aus Offenburg folgendes Telegramm: Ich habe aus Euer Durchlaucht Bericht vom siebenten mit großer Befriedigung entnommen, eine wie ausgiebige Tätigkeit der Reichstag der soeben geschlossenen Session entfaltet und welche bedeutende Anzahl wichtiger Gesetzesvorlagen und Verträge er erledigt hat. Zu diesem sehr erfreulichen Ergebnis, welches neben der patriotischen Haltung des Reichstages in erster Linie das Verdienst Ihrer und Ihrer Mitarbeiter geschickter unermüdlicher Bemühungen ist, spreche ich Euer Durchlaucht wiederholt von Herzen meine kaiserliche Anerkennung und meinen aufrichtigen Dank aus. Möge dem Vaterlande diese nutzbringende Arbeit des Reichstags zu immerwährendem Segen gereichen und für denselben ein Ansporn sein, die noch bevorstehenden Aufgaben in gleicher Weiss auch fernerhin zu einem erfolgreichen Ende zu führen. * Die Abgesvndten Muley HasidS in Berlin. Die Abgesandten Muley Hafids erschienen im Auswärtigen Amt zu Berlin und wurden durch den Legationssekretär Langwerth von Simmern empfangen. Die Marokkaner überreichten ein authentisches Schreiben Hafids und erklärten, daß Hasid der tatsächliche Herr des ganzen Landes mit Ausnahme der Küstenslädte sei, daß er aber außerdem nach dem Gutachten der Ulemas auch auf Grund des Korans und der religiösen Rechtsgeivohnheiten deS Landes als der alleinige rechtmäßige Sultan Marrokkos zu gelten habe. Hafid sei gewillt, die Verträge, insbesondere die AlgeciraSakte zu halten und alle Mächte gleichmäßig zu behandeln. Er bitte die kaiserliche Regierung, mit der französischen Regierung und den Regierungen der Signatarmächte in Verbindung zu treten, damit die französischen Truppen und Schiffe zurück- gezogen werden und die Kämpfe ein Ende nähmen; er werde dann rasch im ganzen Lande die Ruhe wiederherstellen und dem Wiederaufleben des Handels mit den Mächten besondere Aufmerksamkeit zuwenden. LegationSrat L a n g w e r t h erklärte nach der ,,Rordd. Allg. Ztg." folgendes: Der kaiserliche Gesandte in Tanger legte der kaiserlichen Regierung ein Schreiben vor, worin Muley Hafid ihre Mission nach Berlin ankündigt. Der Herr stellvertretende Staatssekrätär des Auswärtigen Amts sieht sich nicht in der Lage, mit ihnen in amtliche Verhandlungen einzutreten, da ihre Auftraggeber keine anerkannte völkerrechtliche Persönlichkeit sei. Der Staatssekretär hat indes mich, weit als Mitglied der kaiserlichen Gesandtschaft in Tanger mit den marrokkanischen Verhältnissen vertraut, beauftragt, Sie anzuhören und ihm demnächst über Ihre Mitteilungen Bericht zu erstatten. Ich bin natürlich nicht beauftragt, Ihnen bestimmte Aussichten zu eröffnen, sondern muß der Erwägung der kaiserlichen Regierung Vorbehalten, ob überhaupt und wann Sie etwa aus Ihren Mitteilungen Anlaß entnehmen will, um darüber mit Frankreich und den anderen Konfereuzmächten in Verbindung zu treten. Daß die kaiserliche Regierung bestrebt ist, die Bestimmungen der Algeeirasakte aufrechtzuerhalten, ist bekannt, ihr Wunsch ist, daß in Marokko vor allen Dingen wieder geordnete Verhältnisse eintreten. Ties kann nur geschehen, wenn der innere Streit um die Herr- schast über Marokko möglichst bald aushört. Befürchtung revolutionärer Unruhen wegen Aufdeckung von Unterschlagungen. Alexander Stolypin, der Bruder des Premierministers, machte in den Spalten der „Nowje 9$ rem ja'' Enthüllungen über unglaubliche Unterschlagungen, ivelcheauf der Baikal-Eisenbahn stattgefunden haben. — Natürlich sind solche Unterschlagungen für den russischen „Untertan" wenig überraschend. Stehen doch noch die Uiiterschlagungsgeschichten in der Affmre Gurko-Lidwall und der Moskauer Polizei :c. lebhaft in Erinnerung. — Aber an diesen Unterschlagungen, über welche Stolypin Enthüllungen macht, ist — daS Finale besonders interessant. Stolypin berichtet, daß die Revision, „wie befremdend es auch sein mag", eingestellt wurde, weil „sie eine revolutionäre Gährung hervorrief, und daß der Revisor auf Verfügung des GeneralgouverneurS abgerufen wurde." — Der Generalgouverneur will also die Plünderung von Volksgeldern verdecken, weil er die Möglichkeit fürchtet, durch eine Revision Unruhen hervorzurufen. Wie schmutzig muß die Affaire demnach fein I — Aber das war noch nicht das Ende vom Liede. Der Hauptschuldige erhielt noch eine Auszeichnung. Ter Chef der Baikaleisenbahn, Herr Smentizki, auf dem die Hauptschuld dieser Unterschlagungen fällt, wurde nach Perm versetzt und für „ausgezeichnete" Dienste mit einem Wladimirorden bedacht. Deutsches Reichs Der Kaiser und die Kaiserin sind gestern um ßi/i Uhr im Automobil in Straßburg eingetroffen. Abends sand Diner beim Statthalter Grafen von Wedel statt. Prinz Eduard zu Sa lm-H o r ftm a r/General der Kavallerie und Generaladjutant des Kaisers wird, wie verlautet, in kurzem seinen Abschied nehmen. Tie Novelle zum Börsengesetz hat jetzt die kaiserliche Vollziehung erhalten und dürste binnen kurzem veröffentlicht werden, so daß sie mit den noch zu erlassenden Ausführungsbestimmungen gegen Ende dieses Monats in Kraft tritt. ß 63 des Handelsgesetzbuches. Entgegen anderweitigen Meldungen erfährt die „Kreuzztg.", daß der Bundesrat zu dem Beschlüsse des Reichstages über den § 63 des H.-G.-B. sich noch nicht schlüssig gemacht, sondern die Ängelegenheit den Ausschüssen überwiesen hat. Feuerbestattung in Bayern. Der Münchener Magistrat hat in geheimer Sitzung mit den Stimmen der Liberalen und Sozialdemokraten gegen das Zentrum beschlossen, dem Verein für Feuerbestattung in München beit- Materialverbrennungsofen auf dem Lstfriedhof zur Umgestaltung in ein Krematorium zu überlassen. Tie französischen Freimaurer in Berlin. In der Loge zu den drei Weltkugeln in Berlin fand gestern ein Festmahl zu Ehren der französischen Freimaurer aus Paris statt, an dem über 400 Herren teilnahmen. Der Ver- Hungener Brief. Hungen, int Mai 1908. -..Auch wenn mich nicht die Erinnerung an die erste selbständige ? Berufstätigkeit, an die enlscheidensten inneren und äußeren Er- lebiiisse mit tausend innigen Fäden an Hungen, das schmucke, kleine l'riidstädtchen, knüpften, würde es mich doch wohl von Zeit zu Zeit iiitmer wieder einmal hinziehen. Denn sicher ist es seiner Lage nvh einer der malerischsten Orte der Wetterau, wenn man es ; ton einer der umliegenden Höhen aus, über welche die Straßen -lu ihm hinführen, vor sich ausgebreitet sieht, mit dem über* * . rasenden Turm seiner altersgrauen, romanischen Kirche, mit dem tont Storchnest gekrönten Dach seines Renaissanceschlosses. Durch sie neuerliche Renovation, welche die Kirche vor allem durch das unermüdliche Betreiben des Dekans Hainer erfahren hat, Sflt fie ein künstlerisch höchst würdiges und edles, kleines Schau- M geworden, das ja an dieser Stelle bereits die rechte Wür- !Wng erfahren hat. ' Das Schloß sieht nicht auf so viel Jahrhunderte zurück, wie l.e Kirche. Doch hat es in den kriegerischen Zeiten des 18. Jahr- inbertS auch vieles miterlebt. Ob vielleicht auch damals schon ^erhaben über dem bunten Menschengetriebe der Storch auf der Nordostseite noch ein Stückchen erhalten, da, wo die Feuchtigkeit des Geländes an der Stelle des alten Wallgrabens, die Bautätigkeit noch am längsten verhinderte. Da ragt hinter dem hohen Wall noch das alle Gemäuer des Brauhauses auf, dem freilich weder schöne noch charakteristische Eigenschaften ein Anrecht auf Denkmalschutz geben. Im Sommer bietet hier die duftende Lindenallee eine köstliche Promenade, wenn die Vögel singen, die Bienen summen und auf der weiten, grünen Wiesen- släche die Heimchen zirpen. Im Winter friert das Wasser im alten Wallgraben, in der sog. „Pfanne" zu einer prächtigen Schlittschuhbahn. An der Chaussee nach Nonnenr ob zu aber mehren sich auch schon bic neuen Häuschen. Vom niedrigen Rande der kleinen Steinbrücke aus, int Schatten mächtiger Kastanien, genießt man den Blick bas Horlofftal aufwärts und noch schöner wirb der Rundblick ein paar Minuten aufwärts vom Galgenberge aus, dessen Name an einstige peinlichere Zwecke erinnert, die man jetzt im Schatten seiner herrlichen Baumgruppe freilich gerne vergißt. Eine andere Gruppe kleiner Häuschen entwickelt sich auf dem linken Horlofsufer, dem „Sachsen- h a u s e n". Am energischsten ist die Entwicklung freilich in bet Richtung nadjbcni Bahnhofe zu. Auch bet Fremde erkennt hier sofort in der Häuserreihe längs der schnurgeraden, breiten Straße einen neueren Stadtteil, der durch den Eisenbahnübergang von der Altstadt geschieden wird. Die allerjüngste Zeit aber gliedert nun nochmals einen neuen" Teil an die bisherige „Neustadt" au, bas Villenviertel an der Langsdorser Chaussee, das sich durch seinen Baustil, durch die hübschen Gartenanlagen, durch den weniger langweiligen Zug der Straßen, sofort als die Schöpfung einer ästhetisch seiner fühlenden Zeit kundgibt. Hier erhebt sich auch ein katholisches Missionshaus mit Kapelle, und hoffentlich entschließt man sich auch, bas neue Gebäude für Volks- und Bürgerschule hierher zu stellen, wo es, nicht nur nach gesundheitlichen und Verkehrsverhältnissen die beste Lage haben würde, sondern auch in seiner äußeren Erscheinung am besten zur Geltung käme und das neueste Stadtviertel verschönern und vervollständigen könnte. ; durchschneiden das blitzende, spiegelnde Naß. Und auch im Winter : noch, wenn das Wasser als harte, glatte Eisfläche zwischen den . schneebelasteten, weißen Bäumen liegt, wenn die Stimmen der letzten Schlittschuhläufer verhallt sind und die ewigen Sterne 1 strahlend über bet tiefen Stille aufgehen, ist's ein Eindruck, von dem man sich nur schweren Herzens trennen mag. Möge aus dieser natürlichsten Quelle der Schönheit, der Gesundheit, der Lebensfreude immer neu der erquickende Atem hineinwehen in das Leben und Treiben bet kleinen Stadt. Sie ist mit so mancherlei Gaben gesegnet. Tie Industrie findet an den Schätzen des Bodens Gelegenheit zur Betätigung. Braunkohle, Ziegel, Zement werden gewonnen. Tie L a n d w i r t s ch a f r blüht auf fruchtbaren Aeckern, auf der Jungviehweide tummeln sich die kraftstrotzenden Pferde und Rinder, und die Molkerei legt Zeugnis ab von dem, was moderner Geschäftsbetrieb auch dem Landwirt nützen kann. Für bas geistige Leben wird gebaut und gewirkt, den Leidenden bietet das Krankenhaus eine tröstliche Zuflucht und vor dem Nebeltäter sucht das Amtsgericht den ehrlich erwerbenden, fricdsamen Bürger zu schützen. Welch freundliches Bild segenschaffender, zielbewußler, gemeiiisinniger menschlicher Kultur. Und bas alles mitten hineingestellt in den Rahmen einer so schönen, herrlichen Natur. Möge bich, lieblicher Ort, die Zukunft stetig näher führen dem Ziel, das du nach den Gaben deines Bodens und nach den Arbeitskräften deiner Bürger zu erreichen berufen bist. Dr. Strecker. * * T ie Darmstädter Hof bühne bringt zum Saison., ichlutz noch ein literarisches Ereignis von allgemeinem Interesse. Eine Aufführung der A r i st o p h a n i s ch e n „F rösch e", in der Einrichtung dcs Hofschauspielers und Regisseur Hacker. Einige von diesem in einem Vor trage über die bevorstehende Ailfsührung rezitierten Szenen ^gefielen ungemein, sowohl nach der poelischen als humoriftftchen Seite, so daß man dem Experiment mit großen Erwartungen entgegensieht. — (Siit historisches Wenden-Drama. Man schreibt uns ans Dort nt und, 9. iDlai: Am Dortmunder Stadtlheatee hatte das schon im Jahre 1882 geschriebene iünstiklige Histon che -rraueripiel „Der letzte Wendenkönig" von Johann v. WUdenradt einen lebhasten Erlolg. Ter als B erlasse r ver- schiedener Romane und epischer Gedichte bekannte 2(utov konnte ""ch redem Aktschluß wiederholt auf der Bühne erscheinen. Er Hal seinen der Geschichte der spreeivätdischen Wendenbanern zur Zeit des große,' Kurfürsten entnommenen Stoff sehr interessant gestattet und um, ihn fesselnde tragische Bühuenkonstikte gewoben". Man rai Wenden lange Zeit starr an den allen heidnischcil Gebrauchen Wellen, sich heimlich „Könige" wählte», die, wenn he auch ohne Macht waren, von ihrem „Botte" geehrt und als Oberhaupt anerkannt wurden. Mit dem Obsiegen der christlichen Kultur verlor sich natürlich diese wendische Sitte. Wildenradt läßt j,^en „Wendeitkönig", beit jungen Bauernburschen ^OÜchen Doppelkonflikt der Heimatliebe nut der Siebe zum Weibe verstrickt werden. Niklols fortschrittlicher Geist hat erkannt,^datz die glückliche Zukunft seines Volkes von der Ueber- CCflikC9niin9ei1' ü0lt be“ Deutschen verbreiteten Kultur ,üJvb von dem Fanatismus der Dorfältesten y,. Ja r ^eunöes basi, getrieben, einen Aufstand der We.ideii ?nfi K|th;!Ue t-i. Unmittelbar vor bem Schloß zog emft bie alte Befestigung r Stabt hin. Noch sinb Teile von Wall unb. Graben und k-attmauer erhalten. Der Schloßpark schmückt 'ie mit Jemen tünen Bäumen, unb von bem lauschigen Plätzchen nach ber tyloff zu tut sich ber Blick zum breithmgelagerten Vogelsberg p. Auf ber anberen Sette hat freilich das VerkehrsbeburftiiS V Stille bes Parks mit seinen Eisenbahn! chienen durchschnitten. großen Umbauten unb Erweiterungen am Bahnhof lieht Wart ß cm, baß Hungen seine Bebeutung als Verkehrsknoten- •Mt stetig steigert. .. . x , , Är auch das ganze Stadtbild g>bt den Eindruck er,reullchen ;|£aästum3 sichtbar wieber. Der Rmg ber alten -oeteingung i)t »»->, m iuiuu^iuuihhu ^uiuciysiuiig umianonen von rrauv- iuiö [}n0t gesprengt,' .Außer am Schloß ist vom alten Wall nur auf | Nabel Holz, Blumen, übersäen bie grasigen Ufer unb Mbtzntey Lauf Ves^Hestes bewies, daß zwtschen Seutschen und'französischen Logen wieder völliges Einvernehmen hergestellt ist. Der mccklenburaische Landtag wählte gestern eine Kommission von 36 Mitgliedern zur weiteren Beratung der Regierungsvorlage. Die Verhandlungen der Kommission sind streng vertraulich. Tie Hamburger Bürgerschaft hat beschlossen, an den Mädchen-Volksschulen den obligatorischen Haushalts-Unterricht einzuführen. Die städtischen Kollegien von Hameln beschlossen den Bau einer großen Hafenanlage von einem Kilometer Ladefläche. Besonders berücksichtigt werden hierbei die Kali-Frachten im Wesergebiet. Ter Bau wird im nächsten Jahre begonnen. Die Weimarer Synode hat mit 19 gegen 15 Stimmen das gesamte Patronatsgesetz abgelehnt. Ausland. Der a b g e l e h n t e O r d e n. Anläßlich der Anwesenheit Kaiser Wilhelms in Wien war es viel besprochen worden, daß der Präsident des Abgeordnetenhauses, Dr. Weißkirchner, sich nicht in der Liste derjenigen zahlreichen Personen befunden hat, die vom deutschen Kaiser einen -Erben erhielten. Nunmehr wird bekannt, daß Weißkirchner allerdings einen Orden und zwar den preußischen Kronenorden 3. Klasse bekommen hat, den er aber als dem Range eines Präsidenten des Abgeordnetenhauses und eines Direktors des Wiener Magistrats nicht entsprechend gefunden und deshalb durch das Ministerium des Aeußern der deutschen Botschaft'zurückgeschickt hat. Die deutsche Amtssprache bei der österrei- ^chischen Post. In einer Versammlung deutscher Abgeordneterwurde gestern mitgeteilt, daß der Ministerpräsident Beck persönlich für die Wahrung der inneren deutschen Amtssprache bei der Post garantiert, damit Störungen des Postverkehrs durch die Mehrsprachigkeit im Postbetriebe der Postanstalteu im Verkehr mit dem Auslande nicht Vorkommen. Es wurde auch von militärischer Seite Einspruch gegen die Willkür tschechischer Postbeamten im amtlichen Verkehr erhoben. Begegnung zwischen König Leopold und Kaiser Wilhelm. Wie in Brüssel verlautet, beabsichtigt König Leopold, der zurzeit in Wiesbaden zum Kurgebrauch weilt, eine Begegnung mit Kaiser Wilhelm herbeizuführen. -König Leopold in Lebensgefahr. Kurz vor der Abreise nach Wiesbaden entging König Leopold von Belgien mit knapper Not einem Eisenbahnunfall. Der königliche Zug, der von Schloß Ciergnon nach Brüssel fuhr, wäre beinahe mit einem Zuge, der Rennpferde nach Grönen- 'dal transportierte, karamboliert. Im letzten Augenblicke jedoch vermochte der Maschinist den königlichen Zug zum Stehen zu bringen. Neue große Diebstähle in Rußland. Auf der Nikolaibahn sind enorme Diebstähle entdeckt worden. Bei zahlreichen Airgestellten der Bahn in Moskau wurden Haussuchungen vorgenommen, ebenso bei dem Moskauer Millionär Krassawin. Wie sestgestellt wurde, sind durch seine Agenten ganze Waggons gestohlenen Eisens für seine Fabrik geliefert worden. Krassawin hatte Angestellte der Bahn durch große Summen bestochen und Lieserungs- scheine fälschen lassen. Der König von Serbien trifft am 22. Mai in Petersburg ein und wird 8 Tage in der Hauptstadt verweilen. Die Blätter teilen ferner mit, daß der Vizekönig des Kaukasus in der nächsten Woche nach Petersburg abreisen wird. Zu Tode geprügelt. Am 1. Mai unternahmen in Riga vier junge Mädchen im Zentralgefängnis von Riga- einen Hungerstreik, um auf diese Weise den „Weltfeiertag" zu begehen. Die Gefängnisverwaltuug ließ daraufhin Dragoner kommen niib von diesen eine Prügekexekution an den jungen Mädchen abhalten. Zwei Mädchen wurden zu Tode gepeitscht, das dritte Mädcheu liegt halbtot im Krankcnhause, das vierte hat die Exekution leidlich überstanden. Ter türkische Groß Vezier hat sich von seinem Unwohlsein wieder erholt und ist aus der Pforte erschienen. i--------------------------------— zeitig gezwungen werben, eine ungeliebte Wendin zu freien. Sein Herz besitzt aber die Tochter des „deutschen" Grasen Lyuar, des in die Lande entsandten Iieichsvertreters, die er aus den Fluten der Spree rettete. Bei dein Sturme auf die „Herrenburg" fällt Niklot durch das Schwert Lynars; und seine Geliebte sucht den Tod. Das Drama schließt mit einem Ausblick auf die lichtere Zukunft, in dem die Andeutung iätlt, daß das junge Preußen das Samenkorn ausgestreut hat, das auch bem Wendcnlande reiche Früchte tragen wird. Wildenradt hat ein unverkennbares dramatisches Geschick, wenn er auch in der Praxis seiner Szeiiensührung nicht immer die Geschicklichkeit des routinierten Bühnenschriststellers ailsweist und in der Charakterzeichnung der Hauptpersonen, so in derjenigen des Grccken Lynar, einige Schwächen sich zeigen, die beim Rampenlicht weil stärker git Tage treten als im Epos. Was man bei dem Werke trotz einiger Unwahrscheinlichkeiten anerkennen muß, ist eine unverkennbare Großzügigkeit im Zusammen- fassen der Handlung; bann auch die sormsichere plastische, an Bildern und Sentenzen reiche Sprache, die stilverwandt mit der Wildenbruchs ist und aus der ein leichter Odem Schillerschen Geistes zil ivehen scheint. Der Aiisdruck überzeilgeiider Begetster- ung allerdings ist ihr geläufiger als der der erschütternden Tragik. — Tie Aufführung, die die ersten Dortmunder Schauspielkräsle auf die Bühne führte, verdient volle Anerkennung. Insbesondere fesselte tue psychologisch intelligent nuancierende Darstellung des vorn Dichter sehr glücklich charakterisierten Niklot durch Herrn Mayr. — Forschungsreisen. Die Erforschung der tropischen Lichterscyeinungen und anderer physikalischer Vorkommnisse hat sich eine vom preußischen Kultusmimsterium unterstützte wissenschaft- lidje Expedition zur Ausgabe gemacht. Sie steht unter Leitung der Professoren an der Technischen Hochschule zu Berlin Geh. Regierungsrat Dr. M i e t h e und Dr. K u r l b a » m und wird ihre Beobachtungsstelle auf einem englischen Fort, südlich von Assuan, wählen und dort 6 bis 8 Wochen weilen. — Born Leiter der österreichischen Buschmännerexpedition, Dr. Rudolf Poch, ist bem „Geogr. Anz." aus Oas folgendes Schreiben vom 17. Febr. 1908 zugegangen: Meinem Versprechen gemäß erlaube ich nur Ihnen kurz mitzuteilen, daß ich am 6. November Wien verließ, am 9. Dezember in Swakopmund landete, am 16. Januar meinen Treck mit bem Ochsenwagen von Windhuk begann, und am 30. Januar mit der Station Oas bte westliche Kalahari und die ersten Busch- mannstämme erreicht habe. In OaS errichtete ich mein erstes Standquartier und werde voraiissichtlich 2 bis 3 Monate hier bleiben. Dann beabsichtige ich weiter nach Osten in die Kalahari ru trecken und die Buschmänner um Olisantskloof, Rietsonlein und im Chause Veld zu studieren. — D r e Verbreitung d e r B i b e l. Auf der letzten Jahresversammlung der Britischen imb Ausländischen Bibelgesellschaft wurde in einigen Zahlen der Siegeszug der Bibel durch die Welt veranschaulicht. Die Bibel ist, ganz oder ivenigstens zum Teil, in412 verschiedenen Sprachen veröffentlicht. Tie im letzten Jahre verbreitete Anzahl von Exemplareii betrug o 688 381 Bände, von denen 110 000 in Japan und mehr als eine Million in China verbreitet wurden. Die Ausgaben des Jahres betrugen 4 500 OUU Mk., von d mehr als 2 000 000 für die Herstellung neuer Ausgaben der Scy. verwandt wurden. Die Gesamteinnahmen betrugen 4 800 000 Plk. §age im Kong0 geBrCe"K~D2r Dümpfer^Leo- polbville" ist aus bem Kongo in Antwerpen eingetroffen. Die Nachrichten aus ben Gebieten, wo gewöhnlich Aufruhr herrscht,' lauten befriebigenb. Die aufrührerischen Mobabi sind unterworfen. Der Eisenbahnbau nach bem Großen See ist bis zu km 80 beendet. Die indischen Unruhen und der Emir von Afghanistan.' Nach zuverlässigen Meldungen aus Stabil! hat der Emir von Afghanistan bündige Befehle gegen das Halten von aufrührerischen Reden erlassen. Den Schuldigen soll die Zunge herausgerissen werden und jedem Untertan des Emirs, der Kabul verläßt, um sich mit den Aufständischen zu verbinden, sollen die Füße abgeschlagen werden. Ebenso sind dringende Befehle nach Dschellaland gesandt worden, den Verkauf von Gewehren und Munition an die aufrührerischen Stämme einzustellen. ___________________________________ Zur Affäre Lutenburg. Tie Vornntersuchung gegen den Fürsten Eulenburg nimmt ihren Fortgang. Wie verlautet, ist bem Untersuchungsrichter jetzt auch schriftliches Material, das Harden nicht eher aus den Händen geben tonnte, weil es im Münchener Prozeß gebraucht wurde, zugegangen. Tas bei bem Zeugen Jakob Ernst beschlagnahmte Ata- terial ist nicht durchweg für den Fürsten Eulenburg belastend, da in den meisten Briefen von erotischen Dingen nicht die Rede ist. Nur m zwei Briesen zeigt Eulenburg Besorgnis, Ernst könnte über intime Vorgänge plaudern. Tie schiverste Belastung liegt in zwei schriftlichen "Aeußerungen an Ernst, nach welchen Ernst, ohne den Fürsten vorher zu verständigen, plötzlich direkt die ihm geliehenen 20 000 Mark an die Kasse zahlte. Nachdem Ernst sich seiner Geldabhängigkeit von dein Fürsten entledigt hatte, ängstigte sich Eulenburg und glaubte, Ernst iverde nun reden. Ernst beruhigte schriit- lich'den Fürsten und meinte, er könne auf ihn wie auf einen Granit bauen. Die B e s ch w e r d e, die I u st i z r a t W r o n k e r im Auftrage des Fürsten Eulenburg gegen den ablehnenden Beschluß des Landgerichts beim Kammergericht eingelegt hat, ist vom Beschlußsenat des Kammergerichts abgelehnt worden. Tie amtliche Mitteilung über den Beschluß ist gestern mittag dem Verteidiger des Fürsten zugestellt worden, während ihm die Begründung der Ablehnung erst heule zugehen wird. Lern „L. A." zufolge wurde der Beschluß, den Fürsten in Hast zu behalten und die Kaution abzulehnen, mit der Gefahr einer Verschleierung des Tatbestandes (Kollusionsgefahr) begründet. Die Akten sind dem Untersiichnngsrichter in Moabit wieder zugestellt worden. Dem „B. T." zufolge verlautet, daß Fürst Euieiiburg, dessen Zustand fich in ben letzten Tagen erheblich gebessert hat, in etwa 8 Tagen in das Untersuchungsgefängnis nach Moabit überführt werden soll. Aus Stadt und Land. Gießen, 14. Mai 1908. ** Parlamentarisches aus Hessen. Der zweite (Gesetzgebungs-)Ausschuß tagte am Mittwoch. Zunächst wurde über die Regierungsvorlage, betr. Abänderung des Gesetzes vom 7. August 1902 über die Wo hnungsfürforge für Minderbemittelte beraten. Der Ausschuß beschließt, die Vorlage anzunehmen, doch soll Art. 1 in folgender Weise iimgeänbert werden: „Besteht in einer Gemeinde ein auf andere Weise nicht zu beseitigender Mangel an guten Mietwohnungen für Minderbemittelte und ist eine Vereinigung bereit, solche Wohnungen zu bauen, so kann die Gemeinde auf Antrag dieser Vereinigung ober auf Antrag des Landeswohnungsinspektors zu dieser DarlehnSaufnahme verpflichtet werden" rc. — Der Antrag des Abg. Köhler, betr. die seitens der LandeSzentralbehörde zum Reichsoereinsgesetz zu erlassenden näheren Bestimmungen, wird mit Rücksicht auf die bisher zu diesem Gesetz von der Regierung schon veran- laßten Verordnungen für erledigt erklärt. — Endlich wird noch der Initiativantrag des 2(bg. Reh und Genossen beraten, welcher Bestimmungen vorschlägt, welche die Anstellung und Besoldungsverhältnisse der Lan d bürge rm ei ftcr betreten, und die in daS Gesetz, betr. die Landgemeindeordnung, aufgenommen werden sollen. Ter Antrag wird von dem Ausschuß mit unwesentlichen Abänderungen angenommen. ** Der Landesverband der hessischen Bürgermeister hält seine Hauptversammlung am 25. Mai in Darmstadt ab. An die geschäftlichen Verhandlungen soll sich ein gemeinsamer Besuch der Landesausstellung bezw. des Landesmuseums anschließen. ** Eine Sitzung bcS Provinzial--Ausschusses findet am nächsten Mittwoch, norm. 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch der Heinrich Klein Ehefrau zu Gießen um Erteilung eines Wandergewerbescheins. 2. Enteignung von Gelände zur Verlegung des Bahnhofs Vilbel; hier Besitzeinweisiing. 3. Klage des Lanbarinenverbandes Erbach gegen den Landarmen- oerbanb Gießen wegen Uebernahrne von Unterstützungskosten der 2(nna Abt. 4. Klage des Ortsarmenverbandes Daruistadt gegen den Ortsarm enver b and Schlitz wegen Unterstützung des Kindes der Marg. Fischer. ** L e h r e r p e r s o n a l i e m Ernannt wurde der Lehrer Will). Nebel zu Fürstengrund zum Lehrer an der höheren und erweiterten Mädchenschule zu Gießen unter Belassung in der Kategorie der Volksfchullehrer. Erledigt ist eine mit einem kalh. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hausen (Kr. Offenbach) und eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Lehrerinstellc an der Gemeindeschule zu Klein-Welzheim. ** D i e älteste Buchhandlung unserer Stadt, die Großh. Hess. Hof- und-Universitäts-Buch- und Kunsthandlung von August Frees (früher Fehsenfelds Univ.- Buchh.) ist an den Buchhändler Hermann Behrendt aus Halle a. d. S. verkauft worden, der sie am 1. Juli übernimmt. — Das Geschäft wurde im Jahre 1790 von Georg Friedr. Heyer begründet, der noch im gleichen Jahre des Ablebens deS Universitäts-Buchhändlers I. F. Krieger sen. das Privileg als dessen Nachfolger erhielt. Nach der Konzession war der Universitätsbuchhändler verpflichtet, von jedem in seinem Verlage erscheinenden Buche ein Exemplar umsonst an die Univ.-Biblwthek abzuliefern, was übrigens heute noch geschieht. In der Konzessionsurkunde wurde Heyer das Recht zugestanden, daß die Universitätsbibliothek neue Bücher nur von ihm kaufe, die er aus das Wohlfeilste zu liefern habe. Später wurde dem-Universitätsbuchhändler die noch heute geltende Bedingung auferlegt, die Besorgung der zum Austausch mit anderen Universitäten bestimmten akademischen Schriften zu übernehmen. 1841 übernahm Heyers Sohn und dessen Schwiegersohn H. Flinsch in Frankfurt a. M. die Buchhandlung, während ihr Gründer eine nebenbei betriebene Buchdruckerei, wie er angab, um nicht untätig zu bleiben, fortsührte. Er^hat auch in Darmstadt die jetzige Hosbuchhandlung und Staatsverlag Jonghaus gegründet. Die Nachfolger von Heyer Vater verlausten 1848 die Buchhandlung an Ernst Heynemann, der 1822 und 1832 — und zwar in letzterem Jahre durch Ricker — Konkurrenz bekommen hatte. Am 1. Juli 1881 ging, hie Buchhandlung was i •vergangen föiibm durch ’4 M Jiein in gen jrfniS einer > geltenl | M Bahnoe IM; allein h Rhöngebi Ije Versamm .5 die Lerb ii: und mit I rlrttfe würde H Fulda un pu der kui Äirbach ob - ;b Westfalen hojefteS hat R. B. < JCdlinger h oorüberge - W 6 Uhr idirfallen : rillt alsbald । d Main ] eintreffen, j im großen ls h SSieö Mh VC Ql 8r«! Diez gefangoerein haben ihre Mitwirkung zugesagt. ? TraiS-H orloff, 13. Mai. Heute nachmittag wurde: I B-B. D -Ming rour J'jin Erheb»! xnrden fofor H daß ste inM" jjr, Hier h jy verwunde Hbrandes ^niann nii schlitz öe Konst' an^n" Fehsenfeld über." Jm^ktohör^189(F übernahm sie der jetzige Besitzer Ang. Frees, den im Jahre 1900 der Großherzog zum Hof-Buch- und Kunsthändler ernannte, mit )em Rechte, das Großh. Wappen der Firma beifügen iu )ürfen. Von 1790—1845 hatte die Buchhandlung einen bedeutenden Verlag. Die noch vorhandenen Kataloge aus jener Zeit weisen Namen auf, welche heute noch einen guten Klang in der Literatur und wissenschaftlichen Weit haben. Leider wurde der Verlag später nicht weiter ausgebaut. ** D ie englische Militärkapelle „British Nort- humberland Military-Band" aus Newcastle on T,yne, die gestern im Kolosseum konzertierte, hatte einen außerordentlichen Erfolg. Die Kapelle und ihr Tirigent Leutnant H. G. Amers rechtfertigten durch die feinsinnige und exakte Wiedergabe des gewählten Programmes in schönster Weise den Anspruch, die beste Militärkapelle Englands zu fein. Von den Tarbietungen der Kapelle feien als ganz besonders gelungen erwähnt „Collocation of Iperas" von Rossini, Szenen aus Papliacei von Leoncavallo, ein Cornet-Solo von Rimmer und die ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Liszt. Zum Schluß spielte die Kapelle unter ungeheuerem begeisterten Beifall die deutsche Hymne. Voraussichtlich wird bie Kapelle im August noch einmal hier konzertieren. Nieder-Jngelheim, 13. Mai. Ter 21 jährige Landwirt Jak. Menk von Nieder-Jngelheim entfernte sich am Sonntag abend aus der elterlichen Wohnung. Am Montag früh fand man in der Nähe des Ortes im Felde feinen mit Blut getränkten Rock, was das Schlimmste befürchten ließ. Man achte nach dem Verschwundenen, aber erst nachmittags gegen 3 Uhr fand man ihn an den Steinbrüchen der Zementfabrik mii durchschnittenem Halse entseelt am Boden liegend. Das Messer hielt er noch in der Hand. Kreisarzt Med.-Rat Dr. Schaffer- Bingen stellte Selbstmord fest. Was den jungen Mann, der der einzige Sohn eines begüterten Landwirtes war, in' den Tod getrieben, ist vorläufig itoch ein Rätsel. ** Wandervo gel", Deutscher Bund für Wanderungen der Jugend, ist der Name einer vonAerzten, Jugendbildnern und anderen Freunden der Jugend ins Leben gerufene Vereinigung, die es sich zur Aufgabe macht, die Wanderlust der deutschen Jugend zu beleben und zu fördern. Dies soll erreicht werden durch regelmäßige Spaziergänge und Veranstaltungen größerer Touren. Wer wird hierbei nicht erinnert an den verstorbenen Professor Dr. Buchner, der e§ meisterlich verstand, mit der Förderung des Wandersinns seiner Schüler deren Liebe und Verehrung zu erwerben. Es hat sich vor kurzem auch in Gießen auf Anregung des Oberlehrers Dr. Vernbeck eine Ortsgruppe des „Wandervogel' gebildet, die sich einer sehr großen Teilnahme erfreut und die durch wöchentliche Wanderungen durch Flur und Wald große Anziehungskraft auf imfcre Jugend, besonders die Besucher der höheren Schulen, ausübt. * * U n b e ft e 11 b a r c Postsendung^ n. Bei der Ober- Postdirektion in Darmstadt lagern folgende Sendungen, bereit Absender vielleicht zu unseren Lesern zahlen, als unbestellbar: Post anweisung über 10 Mk. vom 18. 5. 07 aus GießenI nach Saasen be> Reiskirchen, Kr. Gießen; Empfänger unbekannt. — Einschreibbries« vom 24. 8. 07 aus Bad - Nauheim an Melichofs m Petersburg! vom 23. 10. 07 von Zug 512 Gießen - Gelnhausen an Basti in Wilhelmshasen; vom 15. 7. 07 aus Bad-Nauheim an Joses Zacka in Konstaucin bei Warschau; vom 26. 10. 07 aus Gießen 1 an Marg. Mirring, Adr. Lange & Münzer, in Magdeburg und vom 24. 8. 07 aus Bad - Nauheim an Sophie Eiesrewska in Linion (Odessa). — Eiusehreibkarle vom 9. 8. 07 aus Bad-Nauheim II an Frau Pauschine in Jstjeno (Rußland). — Gewöhnliche Briese: Inhalt ein 5 Markjchem vom 1. 7. 07 aus Bad ° Nauheim an Jakob Schneider in Billigheim (Pfalz); Inhalt 1,20 Mk. in Freimarken vom 10. 9. 07 aus Schlitz an Anton Köster in Annen. - Gewöhnliches Paket vout 25. 6. u7 aus Bad - 9tauheim an Aurc. Mendel in Francüavägüs (Ungarn). — Tie zur Empsangnahnir der Gegenstände Berechtigten müssen sich binnen vier Wochen bei der Ober-Poswirektion melden, tvidrigenfalls die Postamveismup- betrage und die in den Sendungen enthaltenen oder durch Versteigerung des Inhalts erlösten Geldbeträge der Postunterstützungs' kasse überwiesen, die Briefe aber vernichtet werden. * * In Amerika verst orbene He ssen. Henry Daul aus Obergleen, 77 Jahre alt, zu Pittsburg. — Johs. Ruppe! aus Kirchham, 83 Jahre ult, zu Berlin, Ont. — JohS.^ Daß mann aus Brauerschwend, 83 Jahre alt, zu Dakota, Go. — Elise K 0 ch aus Ruppertenrod, 68 Jahre alt, 511 Newport, Kent. — John Vogt Sich ä fe \ aus Mainz, 68 Ja hu alt, zu Neivyork. ** Entsprungener Zuchthäusler. Der am 30. Sept. 190ö vom hiesigen Schwurgericht wegen Totschlags zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilte Maurer Gottlieb Kar. Bauer aus Glashütten ist am Montag aus dem P h lippshospital bei Goddelau, wo er zur Beobachtung seines Geisteszustandes untergebracht war, ent- wiche n. Bauer hatte am 11. Sept. 1905 den Fuhrmam Wilhelm Bieber erschossen. Ter Flüchtige ist ohne jedi Mittel. .. . , * * Jeder muß wissen wa8 er ist. Bei unsercir vorgestrigen Rindviehmarkt besuchte ein Handelsmann vor außerhalb noch während der Alarktzeit einen am Pla.- wohnenden Kollegen. Er traf ihn krank im Bette liegend an. „Wie gehts", fragte der Gast den Kranken. »Bein. Freund", klagte dieser, dabei ein schmerzzerrissenes Gesich machend, „mic solls gehn? Alles Rindvieh ist aus dem Mall! und ich muß zu Hause bleiben!" X Klein-Linden, 13. Mai. Am Himmelfahrttog! findet hier nachmittags daS Dekanats-Diissionsfest fu- innere Mission statt. Als Festplatz ist das EichwälM auf der Wüstung gewählt. Posaunenchor und Kirchen« W V. I Slllf1 '.P 69,4 io Sik.j, ! L 56,808 + i)l> in», A tot Wtag Mn BH v»" ! Mndti, 8' «noffen loif einem jungen Arbeiter auf der Grube „Friedrichs vo. einer Maschine an zwei Fingern der linken Hand je em G>,e' Qb9Ct^n£Quterbndb II. Mai. Die projektierte Pflaster' ung der Bahnhofstraße scheint sich zu verwirkucy - Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breidcrt und Provinzi auSschußmitglied Baurat Stahl-Friedberg unterzogen Pe yet unter Anwesenheit des KreiSratS v. Bechtold, KretSbaumipe ■ Hechler und Bürgermeisters Stöpler einer Besichtigling. ' der jetzigen Witterung wird die Ototwendigkeit der ^>flnllcr11 :1 der durch Fuhrwerksverkehc überlasteten Straße wohl e ' ■ Moment im Zweifel lasten. Wie verlautet, soll Kleinps angewandt werden. ;■ = Bad-Salzhausen, 13. Mai. Die Satfon flott im Gange, für nächste Woche sind viele ^ucfce'31 ß h(,: gemeldet. EL wird gebadet von 6 Uhr ntorgens bis ' nachmittags. Ten Minderbemittelten (jährliches Emto . bis 2500 Mk.), Unbemittelten und ganz Unbemittelten , wir, jetzt zur Kur zu kommen und die entsprechende -P ermüßigung zu erbitten. . 4- Schotten, 13. Mai. Die sechs lsraeli U Religionsgemeinden unseres Kreises erheben L"> n «miefen, d ^gt adsich habe. ^(2.1^ .. Voraus^ ! >:Aied, Wnde. s Köl/08 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 3079 Lollar, den 13. Mai 1908. aas M Familie Riehm Familie Geisstes* ■ - - - . der Bestattnngöaenofienschaft der freien Schrcinervcreini uua tötcRcn, 23 Donnerstag, d. 21. Mai 1908, nachmittags 3 Uhr, werden die den Eheleuten Carl Graf und Ehefrau geb. Gabelin vor Namen stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: 1/642—20 qm Hofreite in der Kaplansgasse, 1/641=104 qm Hofreite daselbst, öffentlich meistbietend auf hiesigenc QrlSgericht versteigert werden. Es kommt hier nur die dem Carl Graf zustehende ideelle Hälfte zur Versteigerung. Gießen, den 6. Mai 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. J600 M. Umlagen zur Bestreitung ihrer Kommunalbedürf- irisse. Alls die doppelten Grundzahlen und die ganzen Ein- Dnuuenbeträge der Ortseinwohner und Forensen erheben Laubach mit Ruppertsburg 76,014 Proz. (720 Mk.), Boben- Zausen 69,487 Proz. (450 Mk.), Einartshausen 68,517 Proz. '?00 Mk.), Ober-Seemen 63,861 Proz. (1000 Mk.), Ulrich- * ein 56,858 Proz. (730 Ätk.) und Gedern 43,748 Proz. 4500 Mk.). + Frischb 0 rn, 13. Mai. Vor wenigen Tagen fiel einem hiesigen Landwirt ein an Milzbrand erkranktes Rind, das dem Wasenmeistcr zum Verscharren übergeben nnrbe. Während dieser hiermit beschäftigt war und nach säuer Mittagspause wieder auf den Wasenplatz zurückkchrte, i [mb er, baß ein Teil bcs Kadavers, sowie die abgclederte tzaut fehlte. Die durch die Gendarmerie von Lauterbach an- : gestellten Ermittelungen ergaben nun, daß ein gewisser Lach- mann von hier unterdessen 20—25 Pfund des Kadavers - entwendet, zu Hause eingesalzen und auch bereits hiervon genossen hatte. Um die Haut, die durch die Ansteckungsgefahr äußerst gefährlich werden konnte, unschädlich zu machen, nvurden sofort nach dieser Recherchen angestcllt. Es ergab sich, daß sie säuberlichst verpackt durch einen Fuhrmann am hiesigen Bahnhofe nach Alsfeld zum Versand gebracht worden war. Hier konnte sie beschlagnahmt und vernichtet werden. Zu verwundern ist, daß bei der großen Ansteckungsgefahr des Milzbrandes bis jetzt Krankheitserscheinungen bei der Familie Wachmann nicht wahrgenommen wurden. Schlitz, 13. Mai. Kürzlich tagte in Michelsrombach eine Konferenz von Vertretern der Städte Schlitz und . Hünfeld in Verbindung mit dem Vertreter des Grafen von Äörtz, um über eine Eisenbahnverbindung nach Meiningen zu beraten. Schon längst hat sich das Be- | dtirfnis einer direkten Verbindung des Westens mit dein ’ Osten geltend gemacht, das seiner Zeit durch das Projekt einer Bahnverbindung Fulda—Meiningen gehoben werden i sollte; allein infolge der bedeutenden Terrainschwierigkeiten ucS Rhöngebirges erwies sich das Projekt als unausführbar. | Die Versammlung war sich darüber einig, daß von Hünfeld cu8 die Verbindung mit weniger Schwierigkeiten herzustcllen | ist und mit aller Energie angestrcbt werden müsse. Die Strecke würde einerseits Meiningen auf dem kürzesten Wege init Fulda und Frankfurt verbinden, andererseits durch den • Bau der kurzen Strecke Hünfeld—Schlitz mit Anschluß an GeriehtssaaS. R.-B, Darmstadt, 13. Mai. Nach 1 Völliger Ver- landlung wurde der Bürgermeister Lang von Höchst i. O. I wegen Erhebung zu hoher Ortsgebühren freigesprochen, r 2as Gericht erachtete zwar objektiv zu hohe Gcbührcnansätze <; 1 ir erwiesen, dagegen für nicht festgestellt, daß L. diese höheren D Beträge absichtlich oder im Zweifel über ihre Zulässigkeit gemacht habe. Die sehr beträchtlichen Kosten trägt die Staats- g sisse. (S. 1. Blatt unter Gerichtssaal.) K40/08 B14/s Donnerstag, den 4. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem OrlSgericht die vor dem Namen der Auauft Helfenbein Ehefrau stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen: 21/15,2 = 262 qm Grabgarten rechts des Wiefecker Wegs, 21/15,5=2490 qm Hofreite das., 21/15,3 = 1053 qrn> Grabgarlen daselbst, 2/164,4=507 qm Hofreite links der Chaussee, öffentlich menwietend versteigert. Gießen, den 13. Mai 1908. Gr. OrtSgerlall Gießen, üi Märkte. sc. Frankfurt 0. M., 14. Ata». (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen ViebMarktpreise. Zum Verkaufe standen: 53 Ochsen, 00 aus Oesterreich 3 Bullen, 00 aus Oesterreich, 78 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 1013 Kälber, 106 Schase und Hammel, 1294 Schweine, 8 Ziegen, 12 Ziegenlämmer, 2 Schailcimmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 74—78 Mk., 2. Qualität 66-68 Alk., 3. Qualität 55-58 Alk.; Bullen: 1. Qual. 64-67, 2. Qual. 58-60; Kühe 1. Qualität 67-69 Alk., 2. Qual. 60-62 Alk., 3. Qual. 38-40 Alk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 98 bis 100 Pfg., Lebendgewicht 58—60 Pfg., 2. Qualität 82—88 Pfg., Lebendgewicht 46—53 Psg., Schlachtgcw. 68—73 Pfg.; Schase: 1. Qual. Lchlachtgew. 82 bis 00 Psg., 2. Qual. 74—76 Pfg. Schweine: 1. Qual. 63—64 Pf., Lebendgewicht 49,5—50 Pf., 2. Qual. 61—62 Pi., Lebendgewicht 48,5 -00 Pfg., 3. Qu al. 54—58 Pfg., Lebendgewicht 00—CO Pfg. Geschält bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, Ueberstand bei Kälbern und Schweinen unbedeutend, bei achaten keiner. K17/08 [B30/ Donnerstag, den 21. Mai 1908, nachmltt. 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen der Heinr. Carls Eheleute in Gießen stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: l/10431/ioo—281 pm Hofreite auf dem Seltersweg, l/10455/i«, = 191 qm Hofreite daselbst, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 27. April 1908. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. Bekanntmachung. Bei dec Spar- und Darlehenskasse eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht in Inheiden ist heute im Genossenschaftsregister folgendes eingetragen worden: Johannes Ludwig Jakob ist aus dem Vorstande aus- geschieden und an seine Stelle Ludwig Sommer von Inheiden als Vorstandsmitglied gewählt worden. bu/5 Hungen, den 12. Mai 1908. Groß herzogliches Amtsgericht- Kekmmlnmchrmg. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Löwengassc zwischen Seltersweg und Bahnhofstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- und Radfahr- verkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Schisfenbergerweg zwischen Licher- und Bergstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- und Radsahr- verkehr gesperrt. Gießen, den 12. Mai 1908. Großherzoglich-es Poliz-iamt Gießen. Neinhart. _________________________ Eifenbalmdircktionsbezirk Frankfurt a. M. Eiscnbabnbelricbö-Inipektion 1 Greffen. Bekanntmachung. Die unbrauchbaren Holzschwelleu auf dem Lagerplatz bei Kommandobrücke südlich der Margarethenhütte auf Bahnhoi Gi.egen sollen Donnerstag, den 21. d. Mts., vormittags 8\, Uhr, önen.l- lich meistbietend gegen gleich bare Zahlung versteigert werden. Tw Bedingungen werden vorerst bekannt gegeben. Gießen, den 12. Mai 1908. B“/6 Großherzogliche Betriebs-Inspektion 1.. * Tat eines Wahnsinnigen. Der „Bert. Lokal- anzeiger" meldet aus Zürich: In dem Städtchen Mellingen im Kanton Aargau sprengte nachts ein Geisteskranker das von ihm bewohnte Haus teilweise in die Luft. In dem Nachbarhause stürzten ebenfalls Mauerteile ein. 5ioch oben an einem zertrümmerten Fenster sah man den Geisteskranken, der drohte, jeden umzubringen, der sich ihm näherte. Als der Tag anbrach, versuchte man, den Wahnsinnigen zu ergreifen. Es wurden blinde Schüsse abgegeben. Mehrere Männer drangen nach oben, als plötzlich der Geisteskranke wieder am Fenster erschien und mitten unter die aufschreiende Menge stürzte. Der Körper wurde vollständig zerschmettert. * Acht Städte durch einen Wirbelsturm zer- stö r t. Newyorker Depeschen melden die Vernichtung von 8 kleineren Städten im Staate Arizona durch einen Wirbelsturm. Ganze Häuser wurden umgeworfen und der Erde gleich gemacht. Tausende von Bäumen wurden mit den Wurzeln ausgcrissen und vom Winde fortgelragen. In Arizona kamen 42 Personen ums Leben, während viele hundert Verletzungen erlitten. Auch im Staate Illinois wütete ein furchtbarer Sturm. Die Stadt Millersburg wurde fast völlig vernichtet, die Mehrzahl der Gebäude stürzte ein. Hier kamen 20 Personen ums Leben und viele Bürger erlitten schwere Verletzungen. Ein Newyorker Blatt schätzt den Gesamtverlust an Menschenleben in Arizona und Illinois auf hundert Personen. * 2) t e Massenmörderin Guinneß soll, wie nach Londoner Meldungen verlautet, doch bei dem Brande ihres Hanfes umgekommen fein. Ter Ring und die Schlüssel, welche man an der verkohlten Franenleiche.fand, gehörten zweifellos ihr. — Aus Laporle wird gemeldet, daß sich dort wüste Szenen infolge der Nengier Schaulustiger adfpielen. Air 15 000 Schaulustiger besuchen die Mordstäite täglich. S:e umlagern die Gräber und verzehren dort ihr Frühstück. Ein ununterbrochener Strom Neugieriger besucht die Schreckenskammern, wo die Leichenteile liegen und viele kommen halb ohnmächtig heraus. Schließlich zog die Polizei einen Kordon um das Grundstück, um die Ausgrabungen forlsetzen zu können. * Lustmord. In Augsburg wurde auf einem Schutthaufen die 8 jährige Tochter des Zimmermanns Barten- schlager ermordet aufg cfunbcn. Es liegt Lustmord vor. Als Täter wurde der 36 jährige ledige Metzger Tavec Schuster ermittelt. Als er verhaftet wurde, äußerte er, er habe die Tat mit Ucberlegung begangen, damit er endlich dahin komme, wohin er gehöre. Schuster war bereits früher einmal in einer Irrenanstalt untergebracht. * B a l l o n iv e t t f a h r t. Nachdem auch die beiden letzten Ballons, deren Landungsmeldungen lisch ansstanden, Kunde von ihrer Rückkehr zur Erde an den Organisationsausschuß in Köln haben gelangen lassen, läßt sich nun daß mehr das Resultat desRennens dahin znsannnenfassen, das der Ballon „Aboreron", der am Sonntag um 4 Uhr 32 Alin. 45 Sek nt Köln anfgestiegen war und am Montag 6 Uhr 35 Min. abends. nach mehr als 26 stündiger Fahrt an der ungarischen Grenze unfreiwillig niedergehen mußte, den Sieg errungen hat. Der Führer des Ballons „Abereron", Dr. Niemeier wird demnach am 11 Oft. d. I. den dritten deutschen Ballon im Gordon-Bennet-Weufliegen, der vom Kölner Klub für Lnftschiffahrt in Ban gegeben ist, steuern. Ter von: Kölner Klub den zweiten Sieger ausgesetzte Ehrenpreis fällt an den Ballon „Elberfeld" (Führer Paul Meckel), der nach 24 stündiger Fahrt bei Przybyslaw m Böhmen landete, während den Ehrenpreis der Firma Elouth für die längste zurückgelegte Strecke der Ballon „Dresden" (Führer Professor Pöschel) erhalten dürfte, der in Ungarn landete. Kleine Tageschronik. 93 om Blitz getötet. Aus der Chaussee zwischen Gröditz und Adelsdorf schlug der Blitz in eine Gruppe von der^ Arbeit heimkehrender Arbeiter, wobei der 44jährige Arbeiter Scholz ans Leisersdorf getötet wurde. Ferner schlug der Blitz in das Gehöft des Banerngulsbesitzers Kaiser in Höckendorf ein. Frau Kaiser wurde vom Blitzstrahl gelähmt, ihr neunjähriger Sohn getötet. Neues zum Ko nitzeL Mord. Die Voss. Ztg. meldet aus Magdeburg: In der Nachbarstadt Burg wurde der aus Könitz stammende Knecht Johann Richter verhaftet, der sich durch Redensarten verdächtig gemacht hat, den Mord a n dem Gümnasiastcn Winter in Könitz begangen zu haben. Erbschaft und Ge s ch w i st e r l i e b e. Der Verl. Lokalanzeiger meldet aus Paris: In Yssingeaux (Dep. Hautc- Loire) ist seit 1902 ein jetzt fünfzigjähriges Fräulein, das in der Stadt als auswärts verstorben galt, von den Geschwistern gefangen gehalten worden. Es soll sich um eine große Erbschaftsaffäre handeln. Die Entdeckung erfvlgte bei der Ausbesserung . '____________________________________________________________________________________________________________ ' - K58/08 B «/s Donnerstag, den 4. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, sollen in unserem Amtszimmer die den Kaspar Heinzerling Eheleuten gehörigen Grundstücke: Fl. 13 Nr. ’Z'io — 322 qm Hofreite auf den 20 Morgen Fl. 13 Nr. 4lWio --- 268 qm Hofreite auf dem Heegstrauch u. Sand- lauter Weg Fl. 13 Nr. 49V10 — 849 qm Grabgarten daselbst Fl. 13 Nr. 49*710 — 211 qm Hofreite daselbst Fl. 13 Nr. 49«/io = 381 qm Grab- garten daselbst Fl. 13 Nr. 49'7io —118 qm Hofraum mit Stall daselbst Fl. 5 Nr. 153*7103 =238 qm Hofreite auf der Weiberbe öffentlich versteigert werden. Auswärtige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit aus- znweisen. Gießen, den 13. Mai 1908. Gr. Onsgericht Gießen. Gros., Heute nacht verschied sanft nach kurzem Leiden unsere innigstgeliebte Tante Frau Elisabetba Schadeck Ww. geb. Nissler was wir Verwandten und Bekannten tiefbetrübt mitteilen. eines Nebenhauses, daS an" den dunklen Raum stößt, wvvlN bks Aermste kärglich verpflegt würbe und schmachten Mußte. Pariser Apachen. In der Rue Lafahctte zu Paris wurde! ein Trambahnwagenj in dem sich ein einziger Fahrgast befand, abends 11 Uhr von 15 Apachen umzingelt. Der» Wagenlsnker und der Kondukteur versuchten Widerstand zu leisten, konnten aber der Beraubung und Mißhandlung des Fahrgastes nicht Einhalt tun. Unter den Trümmern her Farm der Massenmörderin Guineß in Laporte (Indiana) sind mehrere chirurgisch Instrumente gefunden worden, die allem Anschein nach dazu benutzt wurden, die Leichen Hu. ^erstüUsqünz Ferner wurde! auch ein falscher Zahn entdeckt, von dem man vermutet, daß er der Mörderin gehört; dies würde den Beweis liefern, daß die aufgefundene Frauenleiche tatsächlich diejenige der Mörderin ist. I Lauterbach oder Alsfeld die Verbindung mit dem Rheinland iinb Westfalen Herstellen. Ein Komitee zur Förberung bes Projektes hat sich gebilbet. R. B. Darmstabt, 13. Mai. Der Fabrikbirektor 1. Oettinger aus Zürich, der früher hier stubiert hat und sich vorübergehcnb hier aufhielt, würbe gestern nachurittag eegen 6 Uhr in ber Nähe ber Nöberschcn Fabrik von hinten j überfallen und schwer mißhandelt. Dec Angreifer lilte alsbalb auf bem Nabe davon. h Mainz, 13. Mai. Mitte August wird der Kaiser lier eintreffen, um wie alljährlich eine Truppenschau auf dem großen Platze vorzunehmen. h Wiesbaden, 13. Mai. Die jugendliche Naive i am hiesigen Residenz-Theater, Steffi San dort, hat sich in ■ ber vergangenen Nacht in ihrer Wohnung aus unbekannten ^runden durch mehrere Ne v 0 lverschüsse getötet. Gestern mittag verschied nach futöcnT, schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gnle Mutter, ^.ochter, Schwester und Schwägerin Frau Anna Pauli geb. Kling Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden .Hinterbliebenen. Gießen, bett 14. Mai 1908. o Die Beerdigung findet Smnstag, den 16. Mal, nachm. 3Vi Uhr auf dem neuen Friedhöfe itait. 6411J Die Beerdigung findet Freitag, 15. Mai, nachm. 1% Uhr statt. Voraussichtliche Witterung für Hesse» am Freitag den * > IS, Mai: Wieder stärkere Trübung, Regeusälle. Wärmer, südliche Mrchliche Nachrichten, ; Israeiitische Keligionsgemeinöe. Gottesbienst in der Synagoge (Süd-Anlages, Samstag den 16. M a l 1908; Vorabend 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Predigt. Nach mittags 4.00 Uhr. Sabbatausgang 9.00 Uhr. > > Israelitische NeÜgionsgesellschast. ', $ Gottesdienst. Sabbatieier am 16. Mai 1908: Freitag abend 7.50 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 9.00 Uhr. Wochengoltesdienst: morgens 6.00 Uhr, abends 0.00 Uhr. Grsgirral-DrahtmeLduirgen. Agram, 14. Mai. In der Ortschaft Orsag brach Groß- feuer aus, das fich infolge des herrschenden Sturnres mit großer Schnelligkeit ausbreitete. Zahlreiche Häuser wurden eingeäschcrt. Ob Menschenverluste zu beklagen sind, steht noch nicht fest, da weitere Einzelheiten fehlen. Triest, 14. Mai. Der italienische Graf Foscari wurde wegen, irredentischer Umtriebe au^ ganz Oesherresch-Ungarn ausgewiesen. Iglo (Ungarn), 14. Mai. Bei Szepessalu landete gestern ein Ballon aus Deutschland, der ziemlich stark beschädigt war. Die Insassen, ein deutscher Professor und ein preußischer Hauptmann, befanden sich jedoch unversehrt und haben die Rückreise nach Deutschland bereits angetreten. Rom, 14. Mai. Ein Agrar-Aufstand, ähnlich dem in der Provinz Parma, ist nunmehr auch in der Provinz Bari ausgebrochen. Die Zahl der Ausständigen, von denen die meisten Tagelöhner sind, beläuft sich auf 20 000, Sie verlangen Lohnaufbesserung. Paris, 14. Mai. In Regierungstreuen zirkuliert das Gerücht, Präsident Falliercs beabsichtige, die für diesen Sommer geplante Reise nach den nördlichen Hauptstädten und Petersburg auf das nächste Jahr zu verschieben. Paris, 14. Mat. Echo de Paris berichtet aus Las Palmas, der deutsche Generalkonsul sei auf Majotcka eingelroffen, um Vorder ei tungcn für den Besuch Kaiser Wilhelm s tu Ak ah 0 n zu treffen. Dieser Besuch wird mit der Kreuzfahrt in Zusammenhang gebracht, die König Alfons an» läßlich des Ton Jaimes-Tages unternimmt. ETöb ffaeiäS EES■ tz j Bleichstr. 8, Hrnterbaus, TelesoN-692 y 3**" z - . 7 rr -7*. . 1» t *'3 Verdingung. Zum Neubau einer Weicheiseugiesterei, hier, sollen die Dachdecker- und SpenglerarbeiLen, die Schreiner-, Schlosser-, Glaser- und Anstreicherarbeite» vergeben werden. Angebotsformulare und Bedingungen können in meinem Baubureau am Erdkauterweg vom 18. d. Mts. an bezogen oder in Empfang genommen werden, woselbst auch die Zeichnungen zur Einsicht aufliegen. Die Angebote sind am 30. dS. Mts., vormittags 11 Uhr mit entsprechender Aufschrift versehen, daselbst eins zureichen. 3071 Gießen, den 13. Mai 1908. ______________K. Bänninger, Ingenieur. __________ Pfandmeisterstelle der Stadt Bad-Nauheim auf 15. Juli zu besetzen. Inhaber muß das Finanzexamen 2. Kategorie bestehen. Dienst- einkommen 400 bis 500 Mark Gebühren und 200 Mark Zuschuß. Stelle eignet sich für einen Pensionär. Meldungen sind bis 25. Mai, vormittags 11 Uhr, an die Bürgermeisterei Bad-Nauheim einzureichen. D'8/« Dr. Meyerhoff verreist Vertreter r Herr Dr. Ploch, Asterweg 34 Herr Dr. Schäffer, Bergstraße 9 Herr Dr. Stuhl, Seltersweg 79 a. SOSO ma—nirn > rogayiwy cm» \ Den geehrten Damen zur gefl. Nachricht, daß ich am 18. Mai, Roonstratze 36, Part., einen Weißzeug-Kursus eröffne. — Gewissenhafte Ausbildung im Zuschneiden, sowie in der Anfertigung von Wäschegegenstäuden aller Art. Ausnahme am 1. und 15. jeden Monats. Anmeldungen nehme auch jederzeit in meiner Wohnung (alter Friedhof) gerne entgegen. Hochachtungsvoll 2961 rtiarie LBher*. Selten billig. Hochfeine Tafelzauder per Kfd. 60 Pfg. Frische Rotzungea „ „ 30 „ heute abend eintreffend. sos2 Mr. Her «lux Bahnhofstraße 27. Sonntag den 17. Mai bei günstiger Witterung Familien-Ausflug nach Weilburg. Gemeinsame Abfahrt 12.10 mittags. Für Nachzügler Treffpunkt Webers-Berg in Weilburg. — Fahrkarten (Sonntagökartel find zu losen: Greffen— Wetzlar und Wetzlar—Wellburg. Da letztere in Wetzlar telegrapbiscy bestellt werden müssen, werden die Teilnehmer gebeten, sich bei unserem Borsitzenden bis zum Sonntag morgen anmelden zu wollen. v"/s Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Gießen, den 14. Mai 1908. (Frischer Spargel I la. Qualität [a14/s g | Pfund 45 Pfg. I I Piteisite Ksufliaus, g Baätnhofslr. 26. K47/08 B30/, Donnerstag, den 21. Mai 1908 nachm. 3 Uhr, werden aus hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Johann van gen Hassend stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: 13/47=951 qm auf d. Heegstrauch und Sandkauterweg, 13/47.5 = 7*23 qm Grabgarten daselbst, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 29. April 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. __________Gros.__________ K50/08 B7/s Donnerstag, den 21. Mai 1908, nachmittags 3 Uhr werden auf hiesigen Orlsgericht die vordem Namen des Gart Graf und Ehefrau geb. Gabelin stehenden Grundstücke: 1/642=20 qm Hofreite in der Kaplaltsgasse, 1/641=104 qm Hofreite daselbst, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 6. Mai 1908. Gr. Ortsgericht Gteßetr. Gros. K49/08 B14/6 Donnerstag, den 4. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, sollen in unserem Amtszimmer die der Ang. Helsenbetu Ehefrau zugeschriebenen Gruiidstücke: «3L 21 Nr. 15*/10 — 262 qm Grabgarten rechts des Wiefecker Wegs Fl. 21 Nr. löVio = 2496 qm Hof- rcite daselbst öl. 21 dir. lo8/io = 1053 qm Grab- garteti daselbst öl. 2 9ir. 1644/io — 507 qm Hofreite links der Chaussee öffentlich versteigert tverdeu. Auswärtige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit auszuwetien. Gleßell, üetl 13. Mai 1908. Großh. OrtSgericht Gießen. Gros. FB*eQ^an^. Kuhfleisch 25 Pfg.B“/j 7/isitenfawten liefert rusch und billigst Brühl’schc üniv^UruckereL Frisch eingeirosicn: öonMcMtete ausgesucht prima Psd. 25 Pfg., MenhM'KMm Pfund 15 Pfg., 04118 jf. Kkisijküßsche Pfund 12 Pfg. KousiiN A. Siiiiiner, Lindcuplatz 12. Bayer. Bierkäse! sehr sein u. pikant im Geschmack, empfehlen GebritcSer Briefe, 3029]_________Bahnhofstraße 43. AÄfettckweist, yUsrsllslvUff, wunde Öiiffe. Creme „Mcdctur" ä 10 Pfg., hat sich tausendfach bewahrt. 3069) Ällcinverkauf: Pclikan-Appthcke, ^rcuzplatz2 ?.u vvikitufi n 03784] Gußeiserne Säule billig abzugeben. Bleichstraße 33. Bxsre'mrichtimg mit Ofetl für Kohlenheizung zu verk. Möbeltransporteur Keßler, 3025) Marburger Straße W. Oiess@n Telefon 641 Spezialitäten-Theater I. Ranges Gdegeehatskiif Täglich große Vorstellung Täglich große Vorstellung 04121] Sch. geraum. 3-Z. W. an ruh. Ömmlie zu verm. Asterweg 16. Zum Totlachen. 1 neuer Wir suchen einen [3083 zu verkaufen bei [04100 [2774 vermieten. Schön möbl. Zimmer zu verm. Landgrasenstr. 6, III. 04103 6 Zimmer Wligsckge öes 5 Zimmer [llV^/z in 16 Tagen durch sofort gesucht. (3067 Emil Schmal!, Hessischer Hof. iuu>r(Ceiw iliuld|ie6cncr. Strllru 1 1 1 1 1 1 neues neuer neues Goetheslr. 54, d-Z.-W., 1. Etg., ver- setzungsh. zu v. Näh. das, vt. [^^ Mr 32® 04034] Ein schönes Zimmer mit Küche sofort zu vermieten. Neuenweg 42. 2 Schlafstellen frei. [04109 .^irchstratze 11, Mansarde. tüchtigen Arbeiter, Gerber ober Metzger bevorzugt. Bit mclben öreitag bei Julius Rosenthal & Co. Llrofdorfersir. 15. Aerzte-Mädchen bei hohem Lohn für 1. Juni ges. ä” Univ. Augenklinik. Suche mehrere Mädchen, 2 anständ. Binder-Mädchen oder Örau Herr, Sonnenstraße 6. Heute abend . ^mgsturid^ Ab 16. Mai 1908 Zum Totlachen 1682j 6-Zimurerwvhnung, 1. Swck, mit Zub. per 1. Juli zu vermieten. Ludivrgstraffe 36. | 3 Zimmer | Zwei 3 -Zimmerwohnungen tu Hintergebäuden per 1. Juli zu vermieten. Näh. Moltkestraße 24 3076 Nicolaus. TWige Wäscherin gesucht. Jahreslohn 300 Aiark bet freier Station. (Br2/s Großberzoglichc Verwaltung der chirurgischcn Uuiv.-51l.nit. Tüchtiger Lleischcrgchilsc sucht Stellung. Gießen bevorzugt. Derselbe ist perfekt ausgebildet in Fabrikation Norddeutscher feiner Fleisch- und Wurstwaren. Führung eines Geschäfts n. ausgeschi. Schriftl. Angebote unter 04101 an den Gieß. Anz. erbeten. Afrika Don Brockbaus, Mcher ojaiuu sowie alle größeren Werke in neueren Auflagen suche zu kaufen. Diskretion zugesichert. Schriftliche Angebote unter 04112 an den Gießener Anzeiger erb. -Fräulein. 04123 Heute Donnerstag, den 14. Mai Großer Farmlien-Abend mit ziriifeni-Httirilunz 1. Herren- und Damen Gewinn eine Uhr. Wundervolles Programm. 1 schöne 2-Zimmer-Wohnung zu verm. [04108] Walltorstr. 32. Jung. Mann?° MM Hausdiener, wo er auch Gaste mit bedienen kann. Schriftl. Angeb. u. 0-1094 a. d. Exped. b. Bl. erb. Walltorstr. 36-38 (früher Cafe Leib) Schistenvergerwcg angrellzend an die Kaiserallee einel-Zimmerwohnung m. Balkon per 1. Juli zu vermieten. [3077 Näheres Moltkestraße 24 Nicolaus. Ein Mfie « I. Lein, Walltorstraße 19. 2-Zimmer-Wohnung mit all. Zubehör zu vermieten. 04105 Walltorstraße 67. 3048] Ein. gebr. MöbclwieBetten, Kleioerschränke, Sovhas, Stühle usw., sind a. d. Hand billig abzng. Näh. Ostanlage 9 iBater Jahns. in ruhigen Haushait für 1. Juni ober später gesucht. [3074 Wilhclmstr. 26. 04117] Gr. sch. 3-Zimm.-Wohnung m. Heizg. u.Zubeh., 2. St.,- sof. be° ziehbar z.verm. Näh. Neustadt 14 p. Verloren Damen-L'hr vom Kolosseum bis Hundsgaf«. Ehrliche Finder gute Belohnui^, 04095) Abzugeben Walltorstt. lllr reisend« HOSPIZ Damen mng. Schwesternhaus, tiieesen. Johauneutr. 1. AliH Leiilöins Kölmsche Bm'lM Ter Mann mit den 3 Frauen und die weiße Dame. Im vorderen Nestaurant öamilien-5konzert des O4i2fl Wiener Dmeil-LrchesLeis .,3«r Del" W Eintritt frei. W Bier 12 Pfennig, toj Anfang 7 Uhr. Es ladet ergebenst ein Direktion Albert Rappmann. Mit. Aenilerungsarlißitsrin gesucht. Marktplan 9-1V. l5™ Railtahrgr - Versia M 1900. Sonntag, den 17. Mai: Frühtour nach Niedershausen. Absalon 7 Uhr iBereinslotäl). o'tcun.cc des Radsports willtommen. 30731 Der Fabrwart^ I Möbl. Zimmer | 6sitz. Lrutschier-Phaelon, 4sitz. Korb-Pürschwagen, leichtes 2sitziges Kutschier-Halboerdeck, 4sitziger, besserer Lauterbacher Wagen, Abgeschnittene g» yp, Ausgekämmte w kauft Heinrich Tichy, 1984]____________Seltersweg 43. Ich beschaffe naschest und verschwiegen für hiesige und auswärtige Detail-, Engrvs- und Fabrik- Geschäfte aller Branchen, Gewerbebetriebe jeder Art, Zins-, Geschäfts-, Fabrik - Grundstücke, Villen, Güter etc. etc. Ser* Teil!*. Durch auf meine Kosten in 900 der gclesensteu Zeitungen ganzjährig erscheinende Reklame stehe ich ständig mit ca. 2500 kapitalkräftigen Reflektanten für Objekte aller Art in Verbindung, daher meine vielen, durch glänzende Anerkennungen nachweisbaren, oft innerhalb 8 Tagen erzielten Erfolge. Meine Bedingungen sind die denkbar besten, von Jedermann annehmbar. Verlangen Sie kostenfreien Besuch zwecks Besichtigung und Rücksprache. [hvu/8 E. Kommen Nachf., Köln a. Rh., Kreuzgasse 8, I. Aites bestfundiertes Unternehmen mit Bureaus in Dresden, Leipzig, Hannover, Köln a. Rh., Karlsruhe i. B. V. H. C. Giessen Freitag, 15. Mai, abends SU. VereinSabettd im „Satterhos". qndi. 1 chonntaa, den 17. Jjw • 2. Atlöstua nach fern To* und dem Jammertal, -E" und Schloß SchanUtburg. . Abfahrt früh ff nach mit öahrtarie IV.fllaffe Lj zeit 6 Stunden, ^e amtiaylp 3J50 ML. (9a,te wlllkoumieir^ Jemand zum Wcütrageu sofort gesucht. Marktstr. 11. [04115 I Köchinnen UUWn können,auchallein,u.Hausmädchen, Spülmädchen ob. Örau ges. durch ÖrauHüttenberger,SelterSweg67 von tautlonSsähigen Leuten zu pachten gesucht [ventuell auf dem handel aber nur am Bahnhof. Schriftliche Angebote unt. 04116 an den Gießener Anzeiger erb. Altphilologe erteilt gründlich. Nachhilfeunterricht in Latein, Griech, u. Maihemarik, a. währ. d. akad. Serien. > Dou'acbland aowie im Aaaknde eing.- führte Methode dauernd achtln und ge- läufig. taugende verdanken ihre •chline üandachrift neb«t guten Stellungen der Abaolvieruag meiner Uulerricbtakun^ Ferner gründl. Anebllduug in Buchftlhrung, Correapondenz, Maacbinenechreibea etc. Auswärtigen FahrtvcrgUtnng oderbriefli't. Up bemittelten bedeut. PrelaerrclueiguBt, ® Pmfpekto und Probeatunde gratis ® Dir._Schrelber's ßneciui-inatitui u für Caüigraphie und Hande je- Wissenschaft. Giessen, tek« Bahnhofstrasse u. Wolkengass1. Im Weinrest. Schott, I. Eta;1. Kurse können noch täglich bi i zum 16. Mai begonnen werden Die Beleidigung gegen Herrn Wilh. j^rombach, Metzgern. Maurer aus ftcoföcq nehmen Unterzeichnete hiermit zrlrück. [3O7S8 Karl Hoffmann, Wirt. Cntcr, Pflasterer. Konr adNabenau,L-chlihmachc«. 04038) Sch. 4 ^im.-Wvhn. p.l.Juli zu vermieten. Ebelstraße 34,1. Jildem städtischen Hanse Jrank- surterstraße 63 [Ecke Klinikstr-aße) rst das erste Qbergc,choff, 4 geräumige Zimmer, Mädchen- t'ammcr, Küche uub Zubehör, Zeucht- und Heizgas, sowie großer Gartenanteil zum 1. August oder später an ruhige Leute zu vermieten. B% Näheres bei der Bürgermeisterei, Zimmer 15.__________________ 2855] Sch. I-Zimmcr-Wohnung lEderstlTUßc 14) p. l.Jult zu verm. __^lläheres Schillerstraße 26, p. 2876] Schöne 4-Zimmerwohn. zu verm. "Näh. Bleichstraße 15. 3030] Jür Bahn- u. Postbeamt. bei. gecig. sch. 3-Z.-Wohn. m. a. Zubch. z. verm. Bahnhofstraße 59. Schottftraßc 7, 3-Zim.-Wvhn., Mansarde, zu vermieten per 1. Juni oder später. [2938 __Bäckermeister Schomher. 3038] Brnchftraßc 3, Gießen, eine 3-Zim,ner-Wohnnng per 1. Juni zu vermieten. Wilh. Gerhardt, Offenbach a. M., Goethestr. 52. üana mit5-Zim.-Wohn u. Garten Ijuutiin guter Lage ist unter günstigen Bedingungen zu verk. Schriftliche Angebote mit. 04098 an den Gieß. Anzeiger erbeten. SMlMigcr §!!ür Jüngeres, williges Mädchen für Hausarbeit zum 1. Juni gef. 04056] Ludwigstraße 30, II. Eia Lslirmädcäen gesucht. Carl Stückvctle, 29531 Möbelfabrik, Seltersweg. 040231 Suche zum bald. Eintr.eiu Lehrmädchen geg. sof. Berg. Ludwig Stern Manufaktur- u. Weißwarengesch. Tücht. Mädchen für Küche und Haus sofort gesucht, örau Privat-Dozent Dr. I. Bcrslnhs, Wilhelmsir. 4L p. >3M> Schöne 2-Zimmer-Wohnung nt. Balkon nahe dem Neuen Theater zu vermieten. 3081 Anaust Deibel, Neuenweg 50. 04111] Sch. 2-Zlm.-Wohn. z. 1. Juni zu verrn. Schützenstr. 9, Neubau. (xiesseu. Zu dem am Samstag, t» 16. Mai d. Js., abends in Steins Garten ftaliiinöcn^ 15. Stiftnngsfesti werden die Mitglieder hier>- frenndlichst eingeladen. . Wegen Einführung uonUa- wende man .sich an den h-, sitzenden. Euurlttskarlen |tec 3 zur Berfügung. ° Sektion Gie&^ D. & Ob. A.-V. SaluM. h bell 16. SWJ" \ und LonulL e „ den 17- 1JJ* Samstag: EichelödoL--A- lal—HoherodSkops-..^ Otua^^, Sonntag: „TauilteM grafe nbo rn—U lnüM'" 6-/. Stunden. WÄlSvu 12°‘ nachm. nach Eichei^oo— W £ Gans Jtaliesi (31. 5. — 15. 6.) Prospekte gegen Retourmarke duren Touristenbuchh. Jlwes, Berlin W. 8, Krönens!r. 15. In der Nähe betSteuen Mliniteu u. der Bahn sollen einige rentable N>oh»!jöchr Wirtschaft geeignet, erbaut werd. Reflektanten wollen schriftliche Angebote unter 3068 an den Gießener Anzeiger einsenden. Äauftn. gebild. Herr welcher üb. 4—500Mk. barvers., t. sich d. Ueber- nahme e. hochrent.. besteh.vornehm. Unternehm, gutes Nebencink. von 170—200Mk. mmtall.sichern.Osfert. unt. 04106 an den Gieß. Anz. erbet. Hast neues vorzügliches Mhlord 1 1 wenig gebraucht. 6sitz. Phaeton l Öabrität 5Uvernagel in Brühl, sehr guterhaltenes 6sitz. Breack, lelchtes, gebraucht. 2sitz. CouvA älterer Landauer, [3022 | immer Glne schöne 4-Zimmerwvhnung mit Gartenanteil u. Bleichpiatz v. 1. Juii ab zu vermieten. 104093 V. Bourkarde, Schillerstr. 27. Licherstraste 7 3-Zimmer-W. zu verm. Näheres Licherstraße 9.________________(3007 03972] Sch., gr. 3-Zimm.-Wohn. sof. zu vermieten, ^icherstraße 57. Landgraf Philipp-Plast 10, zwei sch. 3-Zimmer-Wohn. per sof. zu verni. Näheres Franks. Str. 29. [2538] 040901 Junger, ordi. Äuslaufcr gesucht. Bismarckstr. 10, pari. Schrcirrer-Lehrling gesucht. Carl Zimmermann, W25 Neuen Baue. sehr billig abzugeben. Arrgust Ktlbruger. Meyers zlonversalions-Lexikon neueste exisnerende Auflage sehr bill.z. verk. Seltersweg 50, Laden. (04097) Mtz tzM für Lebens-, Volks- und Llindcr- versichcrungcn gegen Hobe Bezüge gesucht. Offerten unter F. Ä. P. 1006 an Nudols Mossc, _______Frankfurt a. M. [ss13/^ Jüngerer, tüchtiger Uniforn»- @sr bfockschncider "sSS r14107 nach außerhalb gesucht. Gest. Äleldungeu Freitag abends nach 8 Uhr Ereil',platz „Stadt Mainz". Wir suchen einen militärfreien intelligenten Ma»tn, dem die Anbahnung von Gcschäftsabschl. obl., sow. d. Jnkaffo bes. Leute, welche t. d. Lage siild, kll Staut, zu stellen, werden bevorzugt. Offerten unt. 04096 an die Expedttion des Gießener Anzeigers.___________ Jüngerer Bursche Wilhelm Lenz IV-, ________Astenbain b. tz-rünberg. 04113) Eure ungebrauchte Gumnri- Badcwaunc mit Dusche zn verkaufen. Nord-Anlage 13, II. I Ij&den etc. [ 6u vermieten per i. Juli. 04092 Seltersweg 25, Zigarrengeschäft. Cckladcu mit ob. ohne Wohn., erste Geschästslage zu vermieten. Schriftl. Angebote unter 14/8 an den Gießener Anzeiger erbet. OflSaij mit oder ohne Wohnung «UvlU sofort zu vermieten. 2588] Näh. Lndwigstraße 62. In bester Lage Gießens ein Lokal mit 3 Schaufenstern und Nebenräumen nebst schön. Wohn, von 5-Zimmern, Balkon re. als bcffctc« Restaurant oder für jedes andere Geschäft geeignet, sofort evtl, später zu vernneten. Schriftl. Angebote unter 1487 an den Gieß. Anzeiger erbeten. 2814] Schöne 2-Zimmer-Wohnung der Neuzeit entspr. mit all. Zubeh. per 1. Juni zu vermieten. __________Näheres Neustadt 6. [ Verschiedene | Bismarckstraste 11, 2223) Ccke Lndwigstraße, große 5—6-Zimmer - Wohnung im 1. Stock der tlieuzeit entsprech, eingerichtet, per 1. Juli zu verm. DkähereS Ludwigstr. 16 im Laden. 3050) Eine 4-Zimmer- und eine 2-Zimmer-Wohnung per l.Juni zu vermieten. sJuibeieö __Ebelstraße 39, park. Schöne geraum. 4-^5 Zimmer- Wohnung per 1. Juli evtl, früher zu vernneten. 2940 __________Lndwigstraße 57. 04035] Wohnung an ruhige Leute zu vermieten. Sonnenstraße 11. 2687] Wohnung an ruhige Leute zu vermieten Seltersweg 14. 2874] Stube und ölüche zu verm. B. Wolf, Bahnhofstraße 32. 2796] üleined Logis zu vermieten. Wilh. Löver, Walltorstr. 20. 1477] Mansarde zu vermieten. ___________________Llreuzplatz 6. Schloßgaffe 17 kleine Wohng. im 3. Stoa an ruhige Leute,zn Eins, möbll Zimmer sofort zu verln. Marktstraße 11. [04114 2 möblierte Zimmer zu Vermietern_______Neustadt 51. [04110 04120] Frdl. möbl. Wohn-u.Schlafz. (q. einzeln) zu verm. Asterweg 16. 04052] 2 schön möbl. Zimmer zu vermieten. Wilbelutftraße 45. 04076] Einfache Schlafstelle zu vermieten. Grabenftraße 4, 111. Ltudenvlast B, (2313 eine schöne 5-Zluuner-Wohnung sofort zu verm. Lindenplatz 4. Wilhelmstraße 49, schöne 5-Zimmer-Wohn^ 11. Stock, Bad, Ballon und allem Zubehör per 1. Juli zu vermieten. Daselbst iNansarde 3-Zimmer - Wohnung sos. zu verm. <2651» illäh. parterre. Blcichstraße 33, schöne 5-Zimmer-Wohnung zwei Treppen hoch, mit allem Zubehör zu vermieten. Näheres (2158 _______Bleich straffe 33, I. Etage. 2212) 2 schöne B-Zimmcr-Wohn^ nut Bad, Balkon und sänltlichen Zubehör per sofort oder spater zu vermieten. Näheres Jrankfurter Straffe 59. Die Heu Der Der« 3 Oberbecgan in L0 jährigel Ä Jahres^ 1J07 hebt der -d größeren 4 Jahres 1! ibofllen Juni IKK während :ii ein Stillste Mauen zur "3 schweren G Dlörper bi .! jpäkc zu ei jj itr überra :|i ahne nach liden. Die [ isrie so auch 3ttn/ so l Houin der K I sräher so h :: anlde Panik ■ auch jetzt ir tim über 601 Rimfluc schoi E leinble- id)aujp krkm unserer misch-Westfü p k- aber na Wndks auf Ferner Kchki Rohe p^kohdievorl p örünbung d Dich die Ern Rfeit in de p siebener j ^kanalisl pfönalip N on. D< Mbauinspekl Pta Regier dein Ain Ritek Te„k 'S ^euhmc Wzt, koiNt p^nilich st, kErotzherzog, ^l'ilich iu p(n in der IWa schoi k^Wchten Klebens h y 3nr nid) J ÄI! u Cofern A RW >>on bi Zs B j e;/Qi)o, K'i [iteSii dÄ