Die heutige Nummer umfahr 14 Seiten. rem VeutAches Kctcb. Der Kaiser Höne geilem die Boi trüge des KriegSininisierS, des Vhe's des Gencralsiabes der Annes und des Chefs deS Milttär- kadrneilS. Die (Ernennung deS Oberstaatsanwalts D r. 3 I e n b t c l zum Naw'olger des verstorbenen Gcnernlstaals- anwcillS Lachter ist bereits er'olgt. Staatsanwalt Klein |oll zum Nachfolger Zfenbiels auSerjehen fein. Der erbliche Adel ist dein Fideikornmisbesitzer Heinrich Bonck zu Wornowlt; nn Streife Rcnllor verliehen ivorden Staatssekretär von Schön hat gegen den Verfasser der Broschüre „Ter Hall Haininann" und gegen den Architekten Professor löumo Schmitz aui Grund des § 1Ü6 R.Llr.-kL.B. Ltraj- anzerge erstattet. W e r k z u w a ch S st e u e r. Die Stadtverordnetenversammlung Braunschweigs beschloß in der gestrigen Sitzung die Elnstihrung der Lerlznivachssterier, soweit der Werlziiwachs 5 vorn Hundert übersteigt. Feiner wurde die Einiührung der Gemelndeveränder- ungsstener mit '/, vorn Hundert beschlossen. Tie städtische Handels» und Gewerbekammer in Ludwi.isha'en be'ürmorieie in ihrer gestrigen Sitzung die Brannlweiii-, Tabak- und Bierslener. Ederno hielt sie ihren in der letzten Vollsitzung befchlossenen Antrag auf Begutachtung der Wein , steuer trotz des Proleiies der piälzijchen Weinbau^Jnlerefjenlen voll aufrecht. Tcr d e^r l s ch e B o t s ch a s t e r in Nom Graf MontS hat die Absicht, im Frühjahr feinen Ab.chied zu neomen. Als iem 'ü.gec gilt de-, jetzige Ge audie in Vnreniburg v Jagow. D i e Wahlprüsungs-Siouiiniilion des Reichstages beanftnnbeie die Wahl des '2lbg. £ p i n b l e t (. Schlegel von ihm, ,^oer «eine Gefühle zart und mu- ilalisch." Am herrlchstcn hat Goethe in feinen Anauen von 180 J >ie_ in Zelter waltenden und mit seltener Energie entwickelten Mächte charakterisiert. „Er befand sich in dem fcltiamfkn Drange sroifdjcn einem ererbten, von Jugend auf geübten, bis zur Meister fÜFst durchgesuhrten Handwerk, vas ihm eine bürgerliche Ezisren; ökonomisch versicherte, und zwischen einem cingevornen, Erdinger muoiderstehlichcn Kunfllriebe, der aus seinem Individuum den ganzen Reichtum der Tomvclt entwickelte. Bei) seinem redlichen, tüchtig bürgerlichen Ernst nxir es ihm eben so sehr um fittiidx Bildung zu tun, als diese mit der ästhetischen so nahe oerwandc, ja ihr verkörpert ifc und eine ohne Die andere zu wechselseitiger Dollkommen^it nidst gedacht werden kann." Zelter halte sich an den Schillcrschcn Lltusen^iinuuiachen mit musikalischen Besträgen beteiligt und u. a. Goethes „Der Gott uno die Ba,adere" Lm paniert, wofür ihm der Dichter Dankte. Ein gcicgtnuidKC Brie, wechsel schloß sich an, der in Goethe die leohasce Sehnsucht er weckte, den Berliner Musiker periönlich fenneu zu lernen. Doch eist 1802 bim Zelter nach Weimar, und nun erst tiuLpiicn sich die engen Bande einer gegenjeitigen Neigung, dir bis zum Tod? unveimiindert anhalien sollte. Zelter say in seinem Verhältnis zu dem grosten Dichter das schönste Gech/enk seines Lebens, icL- gtösttes Gluck, das ihm von der Vorsehung voruusoesti nmt schien. Er führte dafür einen prophez.-renden Spruch seiner Mutter an, die chm einst gesagt hatte: „Du wirst vieles vor Dir hingehen jeben, aber Du wirst nicht alleyn fein; Du sollst den besten Freund dadurch der nächsten Haager Konferenz eine moralische Stühe ju geben, die es den Regierungen möglich machen soll, sich über einen wirksamen Ansang einer allgemeinen Abrüstung zu einigen. — Auf Anregung b e 5 Kaiser- halte der Architekt Prof. Bodo E b h a r d k ein grob angelegtes Werk über Halte- ii t i ch e Burgen in Angriff genommen, an dem er seit 1902 arbeitet. In nächster Zeit erichenu nun der erste von 4 Bänden, eer Nordüalien umtobt. Dieser Umfang ist nur erreicht worden durch eine sehr erhebliche Unterstützung von feilen des kaiserlichen Tisposilionsi'onds. TaS Werk nmö die bisher noch niemals er- ichöp'end bearbeiteten gewaltigen Wehrbaliten Italiens in cm* gebender Gesamidaruellung unö in einer Reihe von Alonographien i ehandeln: es enthält eine grobe Reihe von Abbilbuiigeii nach eigens aufgenommenen Photographien uno eigens dazu hergestelllen Sevmefiungen. — Die Lessing-Gesellschaft in Berlin hatte, wie bereits von uns gemeldet, an Stelle des erkrankten Ludwig Fulda Alsred Bock zu einer Vorlesung eigener Dichtungen entboten. Wie die Bossische Zeitung berichtet, wußte Alsred Bock dem Vortrag einer ergreisenden Novelle mid eines graziösen, frischen Schwanks durch geschickte und vorsichtige Betonung der hessisch- jranki'chen Mundart und der bäuerischen Denk- und AusDrucks- weise ein höchst intimes Kolorit zu ö erleiden. Der Beifall war warm und stark. c au broi9,^uI1Sa ^’9t von feiner Vaterstadt, Frank- futt a M., aus seine Vermuhlung mit Fräulein Helene Anna eclara Her mann, der Tochter des ehemaligen Regisseurs, Cha- ralterdarstellers und dramatischen Lehrers Prof. Hermann an. -«ine E x p e d u t o n DesHerzogsoerAvr uzzen j u m b i m a l a ] a. Während die Ceffenlhchfeit sich damit be- icha tigt, ob üer Herzog der Abruzzen sich m der Tal mit der amerllantfchen Ntch Elkms vetlobl hat ober nicht, rüftet sich der verjog in aller Stille zu einer neuen Forschungsreise in das vnnniaingebtrge. In bet vergangene«! Woche tra' er mit feinem automobil in Eonnnayeur am Mont Bianc ein, um mit feinen be-öen veiüQbnen Bergführer.! (Siuieppe Peligax unb Gnpnano enoug, bie ihn bereits bet feinen früheren Expeditionen begleitet hatten, zu konieiieren. Nach niehrsttiitotger Besprechung in der Verjofl abgereut unb jetzt wird bekannt, daß er sich mit den Führern verabredet hat, Ende März mit ihnen die Ausreise nach Indien anziilcelen, um hier bie Besteigung eines ber höchsten Berg» uer •tcinalajcttette zu versuchen. Ter Aufstieg fall im Mat ober Zum, oer einzigen Jahreszeit, in der bie von den aewaltiaeu cd)iteeiütmHcn Deimqeiuchien hohen Gletscher zugänglich sind er-1 Führer imb angewiesen, über den Plan Lchweigm zu! beobachten, unö |ie verweigern alle näheren Auskünfte. Eine neue Boykottoewegung. Wie anS Prag gemeldet wird, gelangte die „Bohemia" in den Bejitz cuie-3 geleinten Agitationsziru-lars, in welästin die Partei d.s t,chechisck)-iadikalen Abgeordiiclen Klvfae die Brauereien m Böhmen uhd verschiedene gewerbliche ünternehmungen zum Boykott gegen alle deutjchcn Handelsbeziehungen aus fordert. haben unb behalten; ihr werdet meilenweit auseinander eines ^inneS jeyn; Du wirst sehen, hören und geniesten, was Tausende Dir beneiden werden." Doch auch Goethe emp- ling durch die Briefe deS Freundes aus der werden>xn Gcost- liabt jiicle Anregungen. Nicht mir leibliche Genüsse wie Spaniol und Teltower diuvu#c;u ram»*e. vu.u- in ivu.cii e Sicuigfeuen unb lehrreiche ©djiiberungtiL „Besonders sind bie Briese, die er mir aus Reisen aesck : -r," sag c Gve he zu Riemer, „von vorzüglichem Wert, Denn da hat er als tüchtiger Baumeister und jjtujiEer den es ujin nie an uiuemeiibcn ti^gtiifbanDen des Urteil fehlt. Soioie er in eine S-tnot ernt ritt, stehen Die Gc- jjub? vor ii/m und jagen ihm, was sie Verdienstlu und Mangel- hastcs an -,iendiger eri-äti als seine jüjmpjutionen. politifd?c Zur Lage auf dem Balkan. Die türkische Presse prophezeit neuerbinas eine baldige Einigung mit Oesterreich-Ungarn. Tatsache ist es jedenfaus, baß BvNchafter Markgraf Pallavieini nach den letzten Verhüllungen mit dem Grostwesir Ktamil-Pascha feine Abreise von Konstantinopel aufgegeben hat. Auster den direkten Verstündigui'.gövcr- fuchen zwi.chen Oesterreich-Ungarn miD der Türkei besteht, nach einer llltelbung der Daily News au5 Konstantinopel, ber Plan, Serbien burch ein EisenbahnprioilLginm im Sanbfchacl den Zugang zum Adriotischen Meere zu gewähren. Trotz dieser neuen Friedensjchalmeien und Meldungen über eine friedliche Verständigung nehmen die Rüsmngen allerseits ihren F-orrgang. So haben die im oberichlesischen Jndustriebezirk lebenden Oester- reicher und ungarischen Staatsangehörigen nach den Meldungen oberichlesischer Blätter telegrophifclre Kriegsbeorderung erhalten Tie letzten zwei Jahrgänge der Reserve erhielten Beseh'., sich in Agram und Krakau zu stellen. Die Ojsiziere und Chargierten stellen sich bei ihren Regimentern. Wie Reuter erfährt, hat bie engluche Regierung dem Ansuchen ber Türkei um Entsenbung Sicherung der vausordernngen. Der Entwurf des Gesetzes über die Sicherung der Daufor- derungen hat in den Beratungen der RcichStagSkvmnrission, Deren Boilitzender der Abg. Du. Mugdan ist, erhebliche Äenderungen ex fahren. Aus dem geänderten Entwurf, ber als Grundlage Der tiDtitm Lesung dienen wird, sind holgcuüe neu sufgenourmenen Bestimmungen hervorzuheben: Der Empfänger von '-Zxmgrfb ist verpflichtet, daS Dangest) zur Besriedigung solcher Pevionen, die an der Herstellung des Baues auf Grund eines Werlvienstes oder Lieserungsvertrageö beteiligt sind, in verwenden; eine anderweitige Verwendung beß BaugeldcS ist zu dem Betrage statthaft, in welchem Der Empfänger aus anderen Mitteln Gläubiger der bezeichneten An bereits befriedigt hat. Liwiderhaudlungen werden nnt Gefano- niS nicht unter einem Aionat, bei mildernden Umständen mit einer Geldstrafe bis zu 3uOU Mark bestraft. Ter Gesetzentwurf bestimm: ferner; daß der Daugelverbe- treibende, der die Herstellung eines llkeubaucs unteonmmt, zur Führung eineö Baubuches verpflichtet ist, ans dem sich die Personen ergeben müssen, mit Denen ein Werb*, Dienst- ober Lie- felungsverlcag abgejchLossen ift ferner die percinbaite Vergütung, die geleisteten Zahlungen, bie Höhe der zur Beitreibung der Bau ko steil zugesichertrn Mittel, sowie die Person des Gcldgebcis ujw. Die Untcrlafiuno der Führung eures solchen Baubnck)cs und seine Verheimlichung oder Bernichtuna werden mit Gesungnis bis zu einem Jahre ober mit einer Geldstrafe dis zn 3UOU Mark bestraft. Die gleiche Strafe wirb angedrvht, nxnn bas Baubuch fv unordentlich geführt ist, baß es keine genügende Ueberslcht insdefondere über die Verivendung zur Bestrellurrg der Baukosten zugesicherten Mittel gewahrt. Eure Srck.eruiig der Äaufordevunacn findet in Den durch landesderrlickfe Verordnung bcjhnnntcn Gemeinden fjlnencermaßcn statt. In diesen Gemeinden sind durch Ortsstalut Dauschöffenänitr.. zu errichten, die aus einem Vorsitzenden und minbcstciis einem Stellvertreter solche mindestens vier Vauschöfsen befielen soll. Mehrere Gemeinden können jich zur Errichtung eines gerne in» samen Daufckiöffenaiirteö für ihre BeErL.- vereinigen. Milchcstens die Hillstc der B-auschösfen soll au5 Bausachwerständigen bestehen. Die Mitglieder des Bausck-ösfenamtes werden durch Den Magistrat, und wo em solcher nicht vorhanden ist, durch die Gemeindevertretung auf Mindestens drei Jahve nach Anhörung der Haud- roerKlammer dcS Bezirks geivählt. Zur Deckung der Kosten deS Aoujchvffenamtes sind für dessen Tätigkeit Gebül/ren zu cm- rich-ten^) ie den Eigentümern zur Lost fallen. Die Beftinrmungen der dvegicriingstaDriage über Baubeginn, Vougläubiger, Bauhypvchckcn und SicherheUSleistungen l-aoen durch die Beschlüsse der Kvnrmisiwn Arm Teil burrbgr^ienbe Aen- Derunnen erfahren. In ihnen werden bie Befugnisse der Obliegenheiten des Daufchöfsenomtes aufgeführt. — Die Nobelpreise tour Den gestern in einer feierlichen Sitzung zu Stockholm Den dem König an Die Ausgezeichneten verliehen. Die Preisträger sind die aus den nichtamtlichen Mitteilungen schon bekeniiten Profess.rcn E u ck e n , I e n a (Liieratur , Mctichnikos f, Paris, und Paul Ehrlich, F r u n k s u r t a. Ak. (Medizin,, Lippmann, Paris ^Physik, und Rulher- lorb, Manchester (Eycmie^, die mit Ausnahme Met sch ni- kosfs sämilich erschienen waren. Ausier dem Diplom und der goldenen Münze beiuuft sich jeder ber Diesbezüglichen Preise auf 1^62/ Franken. Der Preis für Literatur schien die grösiten ^drtöicrigfciten -u bereiten, Denn auster Rudvls E u ck c n wa^en noch bie ichwedgäie Dichterin Selma Lagerlös unb Der gr.ise cuillische Lhriter Swinburnc genannt. Nun ist er seit 1UU2, roo ihn Theodor Mommsen erhielt, wieder einmal nach Deutschland geMiumen. Der Nobel-Friedenspreis wurde Fre- derik B aj er-Dün.mark unu K. P. Arnoloson - Schweden 5uerkannt. Arno lös on hiclt nach Bekanntgabe des Beschlusses des )iobelkomilees eine An, pro ehe, in ber er einen Plan zur Oroanijakionber internationalen Arbeit fürben W e 11 f r i e b e n vorlegte. Alle erwachscncn Männer und Fraurn Witzen eine Erklärung uni zeichnen, in der die Abschasfung der KriegsrüsMngen und Die E.iisübrimg einer für Die ganze Welt gemeinsamen Ordnungswehr verlangt wird. Man hoffe Aus siudr uud Lund. Gi eg en, 11. Dezember 1908. Eine Zentralsielte für Säuglingssürsorge in Hessen. Urner Vorsitz des H^rcn Ministers des Innern Brann fand gestern nachmittaa in D a r m st a b t eine Versammlung statt, in der die Gründung einer Zentrale für Säug- lingssürsorge und Mutterschutz erfolgte, wie sie in dem Gross!). Erlaß angebeutet tooroen war, ber anläßlich der Geburt des Erd, cinzen am 4. Dezember 1906 publiziert wurde. An der Versammlung nahmen zahlreiche Singe» hörige der ersten Beamten- unb Gesellschaftskreise, sowie die Vertreter sämtlicher hessischen Städte, der Kreis- und Provinzialbehörden und einer Anzahl Wohlfahrtsvereine teil. ES fand zunächst eine sehr eingehende Aussprache über die beabsichtigten Ziele uno Destrebunsseu einer solchen Zentrale statt, wobei die jüngst verösfentllchte Denkschrift des Kommerzienrats Lingnar, betitelt: „Betrachtungen über die Säuglingsfrage," die er im Aus trag des Ministers Tr. Braun in Zusammenfassung der am 10. Januar ds. Js. int alten Palats in Gegenwart des Großher-ogs gefassten Beschlüsse ausertigte, den Mittelpunkt der Bejprechmtg bildete. Minister Dr. Braun teilte zuerst mit, daß der Groß- Herzog und die Großherzogin zu erscheinen verhindert seien, aber ber Versammlung chce volle Sympathie und Zustimmung ausdrücken liessen. Dann gab der Vorsitzende eine llebersicht über den bisherigen Äang der Verhandlungen und die von Herrn Lingnar gemachten Vorschläge, deren Kernpunkt die Gründung einer Zentrale für Süugiingssür- sorge unb Mutier schütz bildet. Die wichtigste Aufgabe sei ^uiiüchft die Scha, fung von Säuglingsheimen namentlich in den Städten Tarmstadt, Mainz, Worms, Offenbach uno Gießen, m Rheinhessen besonoers unter Heranziehung des dort vorhandenen Miilionen,Dnds für Futdlinge, ber noch aus Napoleons Zeiten herstammt. Es werde bann auch in nicht zu ferner Zeit möglich jein, zu einer Zentrale für VollSwohlfahrt in Hessen zu gelangen, wie sie dank der colen Bestrebungen der Großherzogin Luise in Baden bereits besteht. Tie Versammlung erklärte jich im allgemeinen mit diesen Vorschlägen einverstanden. Geh. Reg.-Rat Dr. eines englischen Admirals zwecks Reorganisation der türkischen Flotte entsprochen. Wo nun die HaupttriebSkrästc für bett Krieg zu suchen sind, läßt eine Konstantinopeler Meldung erkennen: Der Präsident des Londoner Balkankomitees, Noel Buxton, erklärte hiernach, daß er sich die Ausgabe gestellt habe, einen Balkanbund ins Leben zu rufen, um einen bedeutenden Teil brr österreichisch- ungarischen Streitkräfte für bcn Fall zu binden, baß Englano unb seine künftigen Bundesgenossen zu einer lr.eg rhchcu AuS.in- anberieuuna mu DeutschlanD schreiten würden. * Eaprs iu Europa. Me der tKTK^oünüj^ tMrrespvndem oeS „New ?)o^k Heralb" berichtet, ist Präsident Castro mit einem Kreditbrief in bedeutender Höhe nach (Europa abgereist. Dir seiner Abreise soll er jedem Stnbintttämitßlicoc eine Summe vvn 100 000 DollaiS überreicht haben. Damit diese nxü?rcnb seiner Abwesenheit Die SkamSgesanfte in würdiger Meise leiten ÜHinitit. Es heisst, Präsideni Castro habe ein jährlick?» GinBonr.ntn von ruitb 1 Million Dollar. Noch einer Meldung vvm 10. Dez. ouS Lordemix ist Präsident Casino bereits aus fcMrzo,ischem Boden gelandet. Gleich nacl-dcin die „Gvuodeloupe" in Pauillac eingctrvssen war, ist Dein Präsidenten Castw von behördlicher Seite nülgeteiit wvrveu, dass er sich jeder Verbindung mit der Presse zu cnlbaften Ipbc. Die Weiterreise Castros nach Par'S wird heute erfolgen. Erstes Blatt 158. Jahrgang Freitag 11. Dezember 1908 erschein« täglich, außer CJ A vezugSpret»: Sonntags. - Beilagen: ▼ Pv monall«ch75Pf^viertel- Diermal wöchentlich J JkA A A /\ AA NL A ZV A A A yflh. yk A jährlich Ptk. Su»0; durch ElehenerZamiUenblaNer; M hA Wff WV W ■ M Abhole- u. Zweigstellen gääinIPKPII|7i zlITZPIfißrsäMÄÄ» für öu Redaktion 112, ÖJjf Verantwortlich MM General-Anzeiger für Gberhefsen WW m «“Ä'o ui" Hofatföttsfnid and Verlag der vrühcichei Unlo.-Vach- and Steln6reueret B. lange. vedaMon. Ispeditwn and vrackere!: Schulstratze ?. ** Georgs ging sofort aut Techert zu und schlug ihm mit der Sauft ins Gesicht. Repo und Rischel folgten seinem Beispiel, während Gunkel dem daoonellendcn Techert ein Paar Fußtritte mit seinen schweren Reiterstieseln versetzte und ihm auch ein tölaä Bier über die Uniform goß. Tem wachlhabendeii Unteroffizier gegenüber sollen sich George, Rapp und Rischel auch des Ungehorsams schuldig gemacht haben, weil sie seinem Befehl, mit aus die Wache zu kommen, nicht gefolgt waren. George wurde zu 2 Monaten, Rischel zu 5 Wochen und Gunkel zu 3 Monalen 3 Tagen Gefängnis verurteilt. Bezüglich des Ungehorsams erfolgte Freisprechung, weil er nicht auf seinen Eid nehmen konnte, ob er wirklich den betreffenden Befehl erteilt habe. zugezogen. 1.. Hund vor Erreichung des Alters von drei Monaten zu Grunde gegangen oder nach Orten außerhalb des Groß- Herzogtums veräußert worden ist, tritt Steuerbefreiung ein. Lirerartfcye». — Hessischer Gewerbe-Kalender. Ein zuverlässiger Führer durch die neuesten Gesetze, Verordnungen und Bekannt- machungen der Gewerbeordnung, wie Gewerbepolizei :c., durfte Der schon im 2. Jahrgang mit erweitertem Inhalt erschienene Hessische ÖciDerbC’ftalenöcr für 1909, praktisches Handbuch für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, bearbeitet von Th. Baensch, Großh. Gewerberat, Verlag I. Dieme r in Mainz, fein. Der Kalender umfaßt 266 Seiten und ist der Preis mit 1 Mark cnigesetzt. Außer Den im letzten Jahre in Kraft getretenen neuen Beslnnmiiiigen der Gewerbeordnung enthält der Kalender auch Die Vorschriften üb-t den logeiiamitcn kleinen Befähigungsnachweis nebst den enf e liegt. Dorf-Gill, 10. Dez. Unter sehr großer Beteiligung der hiesigen Einwohnerschaft wurde hier Die von ihrem Manne zu Düdelsheim ermordete 38 Jahre alte Frau Ranz beerdigt. Tie Frau entflammt der hiesigen allgemein geachteten Familie Sames. Die drei Kinder, Die durch die Bluttat ihres Vaters Waisen wurden, werden zu ihren Großeltern hierher ziehen. — Vilbel, 10. Dez. Hier ist dieser Tage bei starker Beteiligung und unter Mitwirkung des Großh. LandeS- ivohniingSinspektors Gcetzschel eine gemeinnützige Baugenossenschaft gegründet worden. In den Vorstand ivurden gewählt Gememderat Armbrust als Vorsitzender, sowie die Herren Hoffmann als Kassier und Esselborn als Schriftführer. Vorsitzender des AussichtSrats wurde durch einstimmige Wahl Amtsrichter Dr. Müller. Da Vilbel eine starke Arbciterbcvölkerung hat und die WohniingS- Verhältnisse hier recht verbesserungsbedürftig sind, so findet die Genossenschaft ein reiches Feld zu segenbringender Tätigkeit. BenSheim, 10. Dez. Der kürzlich in Bensheim gestorbene Rentner Friedrich Hildebrand hat fein gesamtes, auf ca. 30 000 Mk. belaufendes Vermögen testamentarisch der Stadt BenSheim unter der Bedingung vermacht, daß die Zinsen alljährlich zu wohltätigen Zwecken Verwendung finden mögen. Desien Anverwandte gingen leer auS, nur Nur wenn nachgewiesen wird, daß ein junger zwei Legate von zusammen 500 Mk. sind auS dem Vermögen • — 11 zu bestreiten. Wöllstein, S. Dez. Knapp dem Tode entronnen sind gestern früh zahlreiche Arbeiter, die an dem für das neue J m^B ü^g^r v e r^i'n'’fpmäT geifert? abcud Professor! Wasserwerk bestimmten, 18 Meter hohen Wasserturm zurzeit L- Mit»« beschäftigt sind. Als die Leute sich der Baustelle näherten, Dieb sprach seine besondere Freude über die beabsichtigtes ^Erweiterung der Gründung zu einer Zentrale für Bolts- twohlfabrt aus. Oberbürgermeister Morneweg sagt biainens der Stadt Darmstadt, Dr. Herßog - Mainz namens kes dortigen Sauglingsschutzvcreins und des Krippmvereins Weitgehendste Unterstützung zu. Der Vertreter der medizinischer, Fakultät in Gießen, Dr. v. Franguö, konstatiert, daß sie die Bestrebungen mit großer Sympathie verfolge und sie gern unterstützen werde; er hoffe jedoch, daß die Zentrale auch eine Säuglingsklinik in Gießen unterstützen werde. Oberbürgermeister Köhler und Sanitätsrat Dr. Sonnenberger in Worms, Oberbürgermeister Mecum, Regicrungsrar Welcher und Prof. Dr. Koppe in Gießen, Kreisrat Schliephake, Kreis-! rat Dr. Kratz, der Vorsitzende der Fr. Ler. der Krankenkassen in Offenbach, und eine Reihe weiterer Vertreter und Vertreterinnen drückten gleichfalls in sympathischen Worten ihre Zustimmung aus, so daß am Schlüsse der De- sbatte Minister Dr. Braun die Begründung der Stiftung als beschlossene Sache festftellen konnte und die Erilärung aügab, daß Großherzog und Großherzogin das Protektorat zu übernehmen und damit der Stiftung ihren Namen zu geben wünschten. Infolge dieser Ermächtigung gründe er hiermit die Ern st Ludwig - und Eleonoren-Stiftung und bringe als ersten Baustein aus ihm zur Verfügung gestellten Mitteln ein Kapital von 50000 Mart ein. (Lebh. Zustimmung.) Tie Versammlung ertlärt sich dann mit den in der Denkschrift näher bezeichneten Aufgauen der Stiftung einverstanden und ersucht den Vorsitzenden, dem Großherzog und der Großherzogin den untertänigsten Dank der Versammlung ausznsprechcn. Zum Schluß wurden zu Mitgliedern des provisorischen Stiftungs-Ausschusses ge»| wählt: Minister Dr. Braun, Geh. Obermedizinalrat Dr.| Neidhart, Oberbürgermeister Morneweg, Geh. Regierungsrat Dr. Dietz, Frau Sanitätsrat Dr. Maurer und Frl. Dr. Schmidt, sämtlich in Darmstadt, Fabrikant Hayna- Offenbach, Medizinalrat Dr. Balser und Bür- germeister Dr. S ch m i d t - Mainz, Oberbürgermeister K ö h - ler-Worms und Prof. Dr. v. Franque und Pros. Dr. K ö p p e in Gießen. Mit Dankesworten des Ministers schloß die Versammlung. Aus Gießen nahmen an der Versammlung teil: Oberbürgermeister Mecum und Frau, Regicrungsrat Dr. Weicker, als Vertreter des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege Pfarrer Schwabe. * — Tageskalender für Freitag, 11. Dezember: Stadttheater: „Ein Fallissement." ^Anfang 8 Uhr. — OrdenSangelegenheit. Se. Königl. Hoh. der Großherzog haben dem Architekten Theodor Schäffer zu Körperverletzung, deren die Dragoner des Garde-Dragoner- 'Jtegts. Karl Georga aus Hetzberg, Rud. R e p v aus Schotten, Gg. Gunkel aus Kirbach und Franz Rischel aus Worms beschuldigt waren. Ter Dragoner Techert von den weißen Dragonern hatte sich anfangs November in die Kantine der roten Dragoner begeben. Dort begegnete er dem Georga, mit dein er früher einmal in einer Wirtschaft in Streit geraten war. Kamps smay er aus Karlsruhe über die in den letzten Jahreni beschäftigt sind. Als die Leute sich der Baustelle näherten, immer erfreulicher fortschreitende $ a r t c n ft a b t b c ro e g u n g, fl - te bec ganae Turm plötzlich unter donnerartigem Getöse die seit etwa 10 Jahren auch in Deutschland bekannt ift | - m?äre der Einsturz wenige Minuten später erfolgt, so ?etztm G^^^^sääüich^e'ine Wohnu^^ag^ist/un^daß die wären sicher die meisten Arbeiter unter den Trümmern des gedeihliche Entwiaelung eines Gemeinwesens im iucjentli l-ullzufuhr Feinde des Landwirts in der Jnsektenwelt^, zu ermöglichen. Ferner verboten bie Geiellichaften den Verkauf .^ce'moeuno üemoe fnI1 ' der Häuser, um auch dadurch einer PreiserhöiMng zu steuern, zu dem Jedermann Zutritt hat. Aehnliche Vorträge sollen Berufene Baukünstler wurden mit den Arbeiten betraut, und die un Laufe deS Winters folgen. Zweckmäßigkeit als oberster Grundsatz aufgestellt. Der Unterschied Rod heim a. B., 10. Dez. Der hiesige OrtS- SnÄ ««».tben.rein laßt sü° feine MitgUeder emen Buch, aus ihrer versäsiedenen Gestaltung, die nicht nur auf dem Papier sührungSkursuS abhalten, bei welcher Gelegenheit die oeredyict wurde, entwickelten sich die reizendsten Anlagen wie Teilnehmer auch mit den wichtigsten Beilunmungen der Ar- 5. B. in Birmingham und in Liverpool, wo die ©terblicyeit feil beiteVDecficherunq bekannt gemacht werden sollen. Da ÄHl1 »" 8'otbn.te Buchführung nid)t : n«: tarn s°^- oie Gartenstadtbcwegung durch seine Schrift „Die >Vtadr der oern auch dem Landwirt große Vorteile bietet, wäre zu Zukunft" ins Leben rufen »vollen, er fand aber erst Beachtung, I wünschen, daß auch Nichtmitglieder deS Vereins die günstige als England zwei Jahre später die Frage sck-vn praktisch gelost I zur Teilnahme an dem Unterricht benutzen würden, hatte. Es wurde dann in Dresden cur Versuch gemacht, als d nIEl, Niekrähbluna nom .Die Werkstätten für Handwerkskunst verlegt und dadurch eine --- Aßlar, 10. Tez.^ t)ie ^"yzayy ung vom I große Anzahl von Bauplätzen frei wurden. In Karlsruhe!. Dezember d. I. ergab sur die zur Burgermeilterel Aßlar I sind nun die Vorarbeiten erledigt und man beginnt im nächsten zählenden 12 Gemeinden Aßlar, Klein-Altenstädten, Bech- Frühjahr mit der Bautätigkeit. In Nürnberg ging die Be-I^ Berqhausen, Breitenbach, Dillheim, Treisbach, Ehrmgs- ö “"u banjen, fiagenfurt, ft8l(djf>aulen, Nitbttltmp und SB«, fabelt Frankfurt a. M., Köln, Berlin u. a. Gartenstadt-1 dorf 1118 (von 1338) Gehöfte, m denen Vieh gehalten anlagen gegründet. In Hessin ist außer der an fick) vorbildlichen wurde. Es wurden 1149 (1907: 1269) viehhaltende HauS- aber 511 kostspieligen Künstler ko lon i e das nette Martert» bn[tuncten 133 (132) Pferde, 3779 (3931) Rinder u. s. ro- Ibadtchen B u ch s ch lag bei isprendlmgen entstanden, $ud? , oqq zi 1 o7\ Sdiafe und 3484 (3777) Schweine gezählt. Gießen ist durch ieme herrliche Lage rote gefchaften sur emc ° 8 ' • 1 Gartenfbadt, nur müßte eine andere, gvoWügigerc Bebauungs-1 || Leun, 10. Dez. Gestern gegen mittag entstand in anlagc vorgesehen sein, müßte mit der Begiiatton nicht so toll bec Engen Gasse in der Hofreite von Friedr. Klotz Feuer, umgesprungen werden. In lehr zarten Ausdrücken, rügte be* öaS sich rasch auSbreitete und erst bis gegen 4 Uhr gelöscht Redner die schmalen Dauwisusc zwisäMi manchen Hauieru, die ' ' QohlreiÄe auSwärtiae Feuerwehren darunter geschmaalose Sa>aolone der Bauten, ihre unbedachte Farbengebung werden konnte. Zahlreiche auswärtige ^euerweyren, 0 runter I and manches andere, was auch wir schon seit Jahren des öfteren I auch die von Wetzlar, beteiligten sich an den -oscharbelten. zu tadeln gezwungen waren. Besonderen Beifall des Redners Abgebrannt sind die Häuser von Steiger Scheidt, Reinhard sanden unsere säsiinen Torhäuschen, die jeden Fremden entzücken. 3$^ und Heinrich Piscator; angebrannt das HauS von An .Hand von Lichtbildern erläuterte Pro se,,or Kam pfsmayer /v ^v nhnebrannt 8 Sckeuern und die Anlage und die Grundrisse wcrkgElücr Bauten aus Gartcw- Wilhelm Vecht. ferner sind abgebrannt b uetjeuern und städten, geigte er die vornehme, taktvolle Art, mit der sich die zwar die von Friedrich Klotz, Steiger Scheidt, Fr. Rinker, Baumeister dem Gelände und der Umgebung anpasscn, Reinhard Schütz, Wilhelm Schmitz, Heinrich PiScator, Joh. I ohne auch nur einen Baum mnzuhaucn, tote das I SCßitivc und Johann Bccht, ferner die Gemeindefcheuer Da die Wasserleitung vcesag.e, wnd das. bestrittene Ansicht, bat das Hessische Ministerium jetzt verlassen, nachdem insbesondere von dem Ausschuß der 2. Kammer die Erläuterungen zu § 1 des FursovgcgescHcs für Gemeinde bedienstete gebilligt worden sind, in denen auEsührt ist, daß die Beamten- eigensaiaft regelmäßig voraussetzt, daß der Leainte wenigstens TUMfy Ablauf einer bestimmten Wartezeit gegen willttirliä-c Losung des TienstverbältnisfeS geschützt ist. Tic Veamteuscliaft soll babit nach der Kunogebung dcs Ministeriums des Innern bei allen kündbarange stellten Personen zu verneinenfein. Aus diesem Grunde wurden die bei den Städten Darmstadt und Worms beschäftigten Fünaii^Aspiranten für die Zeit vor ihrer Anstellung jetzt iviedcr für invalidenverfch-erungspslichttg crLdrt — eine Entsajeidung, die auch auf die oei vem Staate beschäftigten Finanz-Aspiranten, wie überhaupt auf alle mtttleren Staats- dienstanwärter (Geriä»tsschveibcr-Afpiranten, Kre-samtsburcauvor. stehcr-Aspirantcn und bergt.) Anwendung finden muß, so daß auch für diese jetzt wieder Ivielleicht auch für die rückliegende Zcit> Jnvalidenvcrfichernngsbeitväge zu entriditen sind. Hundesteuer im Großherzogtum Hessen. Wir glauben im Interesse unserer Leser zu handeln, wenn wir an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, daß diejenigen, die im Laufe des Jahres einen Hund adgeschoffi haben, dies bis spätestens 31. Dezember bei der Bürgermeisterei ihres Wohnorts anzuzeigen haben. Wird die Abmeldung erst nach dem 31. Dezember bewirkt, so ist die Hundesteuer für das folgende Jahr weiter zu eutrichieu. Wer ferner am 1. Januar jclbft gezüchtete junge Hunde im (Alter von unter drei Rtonaten besitzt, wird eniweber gleich oder nachträglich zur Hundesteuer für daS kommende Jahr verliehenen Prinz-Regent Luitpold-Medaille in Bronze erteilt, pflanzen, wobei er durch Lichtbilder die reizvolle Mrknng des * • Für treue Dienste. Se. Kgl. Hoh. der Groß- herzog haben dem Bürgermeister, Ortsgerlchtsoorsteher und I t^JfgV^i^encnaV$8ortrag/If^£3& sich eine "regsameI •nei|ler a. D. Johann Konrad Ruth in Bellnhausen, hat Standesbeamten Peter Stein zu Cl.imbach daS AllgemeineI ^uission, bei der besonders auf die geplante Verschandelung Icheute im hohen Alter von 76 Jahren daS Zeitliche ge- Ehrenzeichen mit der Inschrift ,3‘ür langjährige treue Dienste" des ilchhrnngsberges und die vielen Hinterhäuser in der Ludwig- segnet. Der Verblichene bekleidete 24 Jahre das Amt am Bande deS Verdienstordens Philipps des Großinütigen «liußc hlngewiesen würde. eines Bürgermeisters, er gehörte dem Marburger KreiSauS- verliehen. „ bt°dtth-°ter. Es st ganz besanderSdaran, an,. dem kurhessischen Kommun-llandtag und dem BezukS. • * Erledigt sind die mit einem evang. Lehrer zu be- merksam gemacht, daß dn Votstellung von EPuppensee ^^„^ahnrat an und entfaltete noch nebenbei als langjähriges setzende L-hr-rst-ll° an der G-m-indeschule zu Sandbach und Kuruiarker und P,c°rd° na*f^n -13ot(inni>äniit3lieb und zuletzt als Ehrenmitglied des land.-, und die mit einem coang. Lehrer zu besetzende Lehrerstellc Abend erst um acht Uhr beginnt. Dieser sp-lere lnsnng Alarburg eine segensreiche Tät>gkc,h In 6'c an der Eemeindeschnle zu Winterkasten. sit auSnahmswegegewählt ward n, weil di- Dappelnartellungv Sitzung dieses Vereins, am 23. November, hatte iS • • Versetzt wurde der Großh. Steueraufseher Konr. Nachmittags .langer daunt und bann um öer immer noch rüstige Greis mit der ihm eigenen Liebens- Stier zu Worms an daS Hauptsteueramt Gießen. bCt OcschcistSwelt vor Weih-! roürbigfeit übernommen, dw Wünsche der Landbevölkerung " Der Vorsitz im Schulvorstand. Nachdem das "^en Rechnung zu tragen. Aus letzterem Orlmde wird ^glich dcr Abänderung der ländlichen Baupolizeioerordnung Großh. Oberkonstistorlum für die evangelischen Geistlichen des ZheaM llcantad ium Vortrag zu bringen. Von einem Schwächezustand be- GrotzherzogtumS Hessen den Zwang zur Uedernahme des Vor- em Gaisipiel dcs W sienschaftlichen Theaters »Urania LaQcn, fonntc ec fein Referat nicht zu Ende führen und am sitzes im Schulvorstand aufgehoben hat, hat eine Reihe von 'Elm bringt, er|i um 0 uqr oeginnen. Schlüsse der Versammlung warf ihn ein Schlaganfall auf1 Geistlichen beim Ministerium des Innern, Abteilung für . * e n e r K u n st ,, . ®" öa§ Krankenlager, von dem er nicht wieder aufftehen sollte. Schulangelegenheiten, um Entbindung von der lokalen Schul- ^E Zei ung, ^>err Ernst Kra'uße (Berlin) stellte s Marburg, 10. Dez. Wegen der Prager Vor- aussicht N°chg°,ucht Das Ministerium genehmigte die Gesuche t g. J I . ..^8 C Fähigk-N-N var. giinge wird am nächsten Sonntag eine allgemeine Stu, und ubertrug d.e Aussicht den Burgern.eu -rn. eine h^ntn-i-kelte Technik und ein gesundes n.usikalisches aenten»Versammlung statlftnden. „ ^,^'e nächste G-om°t-rprutung findet °°>'> ^ > Aolteruianns A-moll- h Fra-ksurt viehhaltende hau?. $1) Rinder u. s, w, Schweine gezählt, n mittag entstand in iedr. Klotz Feuer, gegen 4 Uhr gelöscht icuerwehren, darunter rn den Löscharbeiten. 'V Scheidt, Reinhard mnt das HauS van int 8 Echeuern und Scheidt, Fr. Rinker, nrrch Piscaior, Job. : die Gemtindescheuec versagte, wird bös« t weithin bekannter :bncte und Bürgerin Bellnhausen, hat da? Zeitliche ge« 24 Jahre da? Amt Marburger ftrfi&uS« :ag und dem Sfjirfs« enbei als langHriges nmitglied ieä lanbu. e San# In ö‘t , November, halte i» ihm eigenen Lrrbrns. der Landbevöltming Baupolizeiverordnung Schwächezustand be« Ende sühren und am ein Schlagansall auj weder ausstehen sollte. der Prager Bor- eine allgemeine Stu- (wie üronautisÄs xlzllMkturta^ ___ —- richt«»- Md MM Der" vew-r^il <-,v Ä-W flucÖ" uebl1 . ,..xicht de' nut em/Ltöc-£ra^l,iI onerdes^SchM ub. Repp^ Loring iischel aushen ireiE- V'tt von »» MdieKa"''^5 MG ad)'*1"4^ *5-5-5 iW sL-°- Ein Schirm Im Spezial-ßesti ist das schönste und kaufen Sie diesen Artikel praktischste Weibnachts-iiescbenk am feien und billigsten wasferhanblungen zu haben. HV»/., sprechenden ErlSuterrmgen. Dieses kleine Handbuch bildet für jeden Gewerbetreibenden nützlichen Wegweiser durch die mannigfaltige Gcwerbegefetzgebiing. ^inacianöt (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Vor kurzem ist die neue Besoldungsoorlage, nach der u. a. auch dte Gel-älter der Eisenbahnbeamten eine Erhöhung erfahren sollen, dem preußischen Abgeordnetenhause zugegangen, und zwar betragen die Gehaltszulagen ca. 8 Prozent bet den lwhvren Beamten und steigen prozentual bis zu 25 Prozent Zulage. Dazu kommt noch ein Wohnungsgelbzuschuß von 50 Prozent bei den höheren Beamten und von 33 Prozent bei den Unterbeamten. Es unterliegt wohl kaum einem Zweifel, daß die Vorlage in Also schön, meine Herren - Sie wollen Beweise? Sollen Sie haben. Die Sodener Heilauellen find seit vielen Hundert Jahren gegen alle Krankheiten der Luftwege, des Kehlkopfs und der Lungen berühmt. Faytz ächte Sodener Mineral-Pastillen aber enthalten alle die wirksamen Bestandteile dieser Quellen in konzentrierter Form. Für jeden denkendeii Menschen ergibt sich daraus, daß dte Pastillen wirklich in akuten und chronischen Fällen brillante Dienste tun müssen. Richt wahr/ Also kaufen Sie, wenn Sie er- errältct sind oder wenn Ihnen bei der Athmung nicht alles richtig scheint, Fays ächte Sodener. Die Schachtel kostet nur 85 Pfennig und ist tn allen Apotheken, Drogerien und Mineral- GriginaL-OrahtitteL-ttttgen. Berlin, 11. Dez. In der gestrigen NachmUtagS-Sitzung der Bülmen-Genossenschaft wurde der neue B ühnenv ertr ags> Entwurf einstimmig abgelchnt. Brüssel, 11. Dez. Zwischen den Niederlanden und Belgien sind augcnbhcThd) osfizielle Berhandliingen int toange, die den Ab- schlub von Bcielnbarungen über einen neue n P o sl t a r i f zwischen den beiden Ländern und über den gegenseitigen Schutz des literarischen und künstlerischen Eigentums znnt Zweck haben. Paris, 11. Dez. Das J-ournal glaubt mitteilen zu können, daß die f r a n z ö s i s ch e Negierung durch Vermittlung des General' Konsuls Cout den Präsidenten Castro informierte, daß Frankreich darauf bestehe, volle Genugtuung für die Forderungen der französischen Gesellschaften zu erhalten und daß Frankreich anderseits bereit sei, sich mit Holland über ein gemeinschaftliches Vorgehen gegen Venezuela zu vcr- stänbigen. Es heißt, daß der Generalkonsul dahingehende sormelle Versprechungen von Castro erhalten habe. Paris, 11. Tcz. Tas Schwurgericht verurteilte zwei Mitarbeiter des antimilitärlfchen Blattes „La guerre sociale" wegen Aufreizung von Soldaten z tt m Ungehorsam zu ö Jahren Gefängnis. Madrid, 11. Dez. Der Jmpareial veröffeirtlicht ein Interview seines Korrespondenten mit dem Präsidenten Castro. Der ».vrrcsponbcnt fragte diesen, ob er nicht eine Beschießung von Maracaibo befürchte. Castro antwortete, daß die holländischen Schiffe sich einer Vergewaltigung des internationalen Rechts säuerlich schuldig machen würden. Castro dementierte nicht, daß er die Absicht habe, mit Deutschland zu verhandeln. Der Präsident erklärte, er werde gegebenen Falles auch eine Unterredung mit dem Präsidenten Fallieres haben. Uesküb, 11. Tez. Hier land eine Sitzung sämtlicher nationaler Klubs statt, in der die Wahl von B o y k o t t v o r st ä n d en vorgenommen und beschlossen wurde, stärkere Maßregeln zu ergreifen. Newhork, 11. Tez. Diesige Blätter versichern, daß C a stro nicht mehr nachVenezuela zurückkehren werde, sondern dauernd in Europa bleiben werde. Alle Schirme von 6 Mk. an werden in einem Geschenk- Karton ohne Preiserhöhung geliefert. Gebr. Waag, tintirik, Kreuzpiatz 6. Alle Reparaturen und Neubezüge in eigner Werkstatt schnell, gut und billig. [OVu Vermischtes. * Rückgang der Anzahl der Studenten der Pharmazie. Das abgelaufene Sommersemester wies nach der „Pl^armazeutischcn Zeitung" einen relativ sehr starken Rückgang an Pharmazeuten bei sämtlichen deutschen Hochschulen auf. Gegenüber pCm Vorfahre mit der Zahl von 1679 wurden insgesamt nur 1503 gezählt. Es studierten tn Darmstadt 17, Erlangen 115, Freiburg i. Ä. 76, Göttingen 26, Kiel 47, Leipzig 189, München 303, Rostock 62, Würzburg 54. An den technischen Lwchschulen Smttgart, Darmstadt, Braunschweig, Karlsruhe studierten im ganzen 99 Pharmazeuten. * Eine Bauernhochzeit Nach altem Brauch. Ans Cberbodjbcim (Kreis St. Goarshausen) berichtet das .Lohnst. Tgbl.": Eine richtige Bauenthvchzeit, wie man sie nur noch selten feiert, fand hier am Sonntag und Aiorrtag statt. Ten Bund fürs Leben schlossen £>err SclMidt, Sohn des Gastwirts SckMidt aus Dinterwald, und Fväulein Obel, Tochter des Gastwirts „Zum goldenen Löwen" hier. Um zu diesem frohen Ereignis und seiner würdigen ffcicr den nötigen Festo raten zu liefern, mußten ein Ochse, ein Kalb und zwei Schweine chr Leben lassen; ferner wurden unter anderem verboauckst 200 Pfund Mehl, 300 Eier usw., und 400 Liter Wein wurden auf das Wohl des jungen Paares getrunken. • Wiedrrh erstell ung der Kapelle auf der Feste Ko bürg. Wie der Gothaer Obethofprediger Scholz auf der in FnedrichSroda veranstalteten Hauptversammlung deS Evangelischen Bundes im Auftrage des Herzogs Karl Eduard mitteilte, beabsichtigt letzterer bis zu der im Jahre 1917 stattsindenden vierhundertjährigen Jubelfeier der Reformation die alte Kapelle auf der Feste Koburg wicderherstellen zu lasten. DieS ist dieselbe Kapelle, in der Dr. Martin Luther predigte, als er im Jahre 1630 sich während des Augsburger Reichstages vom April btS Oktober auf der Feste aufhielt. * Der traurigste Geburtstag des kleinen Danderbilt ist jetzt vorüber. Aiastcr Willie Vanderbilt Hai sein siebentes Lebensjahr vollendet, aber seine größte Geburtstag sfr ende, sein alljährliches Geburtstagsgeschenk ist ausgeblieben; fein Vater hat ihm in diesem Jahre zum ersten Male nicht den gewohnten Sajell über vier Millionen wmrt geschenkt. Der Vater hat sich vor einigen Monaten scheiden lassen und befand sich an den: Ehrentage seines Sohnes auf einer Aullnnvbilfahrt im Weilen; statt des Geldes aber schickte er einen reizeirden kleinen Automobile wagen. Liber Master Willie Vanderbilt vermißt doch schmerzlich den schönen buiucn Scheck, immer wieder fragte er nach ihm, denn tfidjon feit seinem fünften Jahre begann er sich für die Schocks zu interessieren, und er macht Pläne, was er alles dereinst mit dem vielen Gelbe anfangen wird. •(Sin eigenartiges Musikkorps hat nach der Köln. Ztg. das New-Yorker Taubstuiiinieii-Jiistitut ins Leben geuden : ein Orchester, in dem alle Mitglieder weder sprechen noch hören können. Wenn der Laie es für unmöglich hallen mag, einen Taubstummen zur praktischen Musikausübung zu erziehen, so hat das New-Borker Institut nut dem Erfolg seiner Kapelle das Gegenteil bewiesen. Freilich hat es eme jahrelange zähe Arbeit crsordert, die taubstummen Zöglinge zur Aiifsasfung der Musik hercinzusiehcn, aber einer erfinderischen Lehrmethode ist es schließlich doch gelungen, den Lernenden eine Vorstellung von der Bedeutung der Notenschrifi zu vermitteln, und damit die künstigen Orchestermitglieder in die Geheimnisse ber Querpfeife einzuweihen, des BlaSinslluments, dessen Beherrschung am leichtesten zu erlernen ist. Nach Moiiaten emsigen Studiums mären fast alle imstande, nach Noten zu spielen, und die Laubstummen bewiesen dabei eine rhythmische Exaktheit, um die manches Orchester sie beneiden könnte. 9lad) und nach ward der Jnstrumentenkörper vergrößert, Pauke, Trommel und Hörner wurdeii eingeiührt.und heute hat sich das Orchester soweit ent- wickelt, daß es in Ehren seine Aufgaben erfüllt. * 2er gefoppte Sl i c r a r s t. Die Deutsche Wochenzeitung für Belgien und die Niederlande erzählt folgendes Geschichtck)en: Ein Brüsseler Tierarzt wird an oen Fernsprecher gerufen und cs entspiiint sich folgendes Gespräch: „fcier N. N." „Ach, mein öctr, meinem Pferd muß etwas fehlen; es kann den einen Vorderfuß nickst niedersetzen. Woran kann das wohl liegen?" „Sie werden es doch wohl begreiflich finden, mein Herr, daß ich, ohne das Pferd untersucht zu haben, nicht darüber urteilen tatn! Soll ich kommen, um cs zu untersuchen?" „Bille, es würde mich sehr freuen!" „Ihre Adresse, bitte?" „Place Royal!" „Schön! Welche Nummer?" „Keine! Ich habe feine Nummer!" „Das ist ja fonberbar! Mit wem habe ich betfn die Ehre?" „Ich bin . . . «Lott fried von Bouillon!" Die Telephonistin kannte nicht begreifen, weshalb der eine TeilnelMcr so fürchterlich fluchte und abläutete. Sie hatte zu wenig von dem Gespräch mit angehört, um zu begreifen, daß — das bekannte Reiterstandbild damit gemeint war. der 'von der Dudksetkomnllssion des Preußischen Abgeordnetenhauses ausgearbeircten Form Annahme finden wird, und gewiß wird jedermann, besonders der Kaufmannsstattd, den Beamten die'e Gehaltszulage von Herren gömren. Bei dieser Gelcgenh.it ist es aber wohl angebracht, die öffentliche Aufmerksamkeit w eder einmal auf eine Vereinigung der Eisenbahn beamten zu lenken, an der viele Kaufleute unserer Stadt, die aufs Schwerste in ihrem Erwerb dadurch geschädigt werden, Anstoß nehmen. Gemeint ist der Eisenbahn-Konsumverein. Bei den vielen Mitgliedern, die dieser Verein hat, steht der geringe Gewinn, der dem einzelnen zufließt, in gar keinem Verhältnis zu den Schädigungen, die ein großer Teil hiesiger Lausleute dadurch erleidet. Die Bilanz dieses Vereins vom 30. September d. I ergibt einen Reingewinn von 14 321,99 Mk., die unter 534 Mitglieder zu verteilen sind. Dieser Reingewinn stammt aber keineswegs lediglich au4 dem von dem Verein in 2 Filialen betriebenen Waren- und Kohlengejchäft, sondern cs sind darin noch folgende kosten mitenthalten: Mk. 1721,44 Vortrag aus dem Jahre 1906,07 Mk. 1961,00 Gewinn aus dem Licferantengeschäft Mk. 512,93 Zinsen zus. Mk. 4195,37. . Zieht man diese Summe von dem Reingewinn ab, so ergibt sich auS dem Waren- und Kohlengejchäft ein Nettogewinn von Mk. 10 126,62 bei einem Umsatz von Mk. 125 600,00. Der Posten von Mk. 1961,00 «.Gewinn aus dem Lieferanten» geschäst) rührt daher, daß eine Anzahl hiesiger Geschäfte den Mitgliedern des Eisenbahn-Konsumvereins e n.n Extrarab.ill gewährt, ber an die Kasse des Eisenbahn-Konsumvereins abgeführt wird. — Recht ist das nebenbei bemerkt von den betr. Geschulten ihrer andern Kärndschast gegenüber nicht, beim deren Gelb ist doch wohl grabe so viel wert, wie das ber Mitglieder des Eis en ba hnbeant: en-Kon- sumvereins, und das übrige Publikum sollte derartige Geschäfte einfach meiden. — Das Resultat des Reingewinnes ist in kaufmännischer Einsicht tein besonders gutes zu nennen, denn man muß dabei berücksichtigen, daß dem Eisenbahn-Konsumverein billige Arbeitskräfte tn der Person von einigen Mitgliedern zur Verfügung stehen und vor allem, daß an Miete für die beiden Geschaftslokale nur sehr wenig aufzubringen ist, soll doch für das Geschäftslokal in der Liebigstraße nur ?Nk. 200,00 p. a. bejahst werden. Ein Privatmann hätte wohl schwerlich zu diesem Preise fragliches Lokal vom FiskuS erhalten. Der Staat gräbt sich selbst sein Grad, tociut er derartige Bestrebungen unterstützt. Letzten Endes werden doch die Beamten nur ans dem Säckel der Steuerzahler bezahlt, eben jener Steuerzahler, deren Steuerkraft mau durch derartige Bestrebungen schwächt, denn e5 ist nicht wegzuleugnen, daß buourd) in Gießen schon einige Existenzen untergraben worden sind. Das sollten auch die Mitglieder des Eisenbahn- Konsumvereins selbst b-ebenten und nicht durch ihr Tun, ohne selbst erhebliche Vorteile davon zu haben, andere zu schädigen, sondern sie sollten mehr dem Grundsatz huldigen: Jedem das Seine! X. Zu folgenden Weihnachts-Anetnalinicpreisen offerieren wir: Damen-Rcgenschirme von Mk. 2.— an bis zu den elegantesten Damcn-Begenschirmc, farbig, von Mk. 250 an bis zu den elegantesten Herrcn-Hegenschirme, Mk. 2.—, 250, 3.—, 4.—, 5.—, 6.—. 7.—, 8.— etc. Kinder-Regenschirme in schwarz und mit bunter Kante von Mk. 150 an etc. ferner eine Liebhaberei für Herren —— Stocksch.il me — Spazierstöcke von Mk. OS) an bis Mk. 20.—. Japanische bunte Regenschirme, 12-teilig, für grosse Hüte. * Der alte Leihbibliothekar: „Früher hatte man's doch leichter! Wird heutMtage um „etwas Passendes" geschickt, weiß man nie, ob's nicht „etwas Unpassendes" sein soll!" * P o n der Landmarine. Leutnant: „Sofort steigen Sie ein und setzen sich links hin!" — Rekrut: „Ich steig' nix ein und setz' mer nix liitfö unb nix rechts." — Leutnant: „Kerl, ich befehle, unb du hast zu gehorchen!" — Rekrut: „Wie haißt befehlen? Ich habe geschworen, zu Wasser unb zu Lande zu gehorcl)cn, von der Lust hab' ich nix geschworen!" Hungen. In einer der letzten Nrn. des Gieß. Anz. und kurz darauf in der Dungener Landpost ftanb ein Artikel, wonach der Lungciwr Gemeinderat auf ber Suche nach neuen Straßennamen den Namen a r t i g st r a ß e" beschlossen habe. Weil vor 122 Jahren hier in Lungen ein Forstmeister namens Hartig in braunfclsischcn Diensten stand, der, wohl auch um seine Finanzen zu verbessern, eine Forstschule mit 2 Schülern (wobei [ein Bruder» bcjrünbctc und der mit diesem Griff Gkück hatte: denn er bekam 20 Schüler, die er in „volle Pension" nahm. Der Mann hat sich 'pater littcrarisch sehr hervorgetan (ebenso die Nachfolger seines Geschlechts), tvie genannter Artikel und auch bas Konversationslexikon besagt. Ist aber der Umstand der Gründung dieser ersten deutschen Forstschule in Hungen oder überhaupt der Name Har- tigs besttmmend gewesen, für den Gemeinderat von Hungen, auf diesen Mann zurückzukommen? Wo derselbe weder in .Hungen geboren ist, noch überhaupt damals irgend wie viel bekannt war; wenn nicht die geschilderten wichtigen, späteren Tatsachen, die für Lungen am wenigsten in Betracht kommen, der Jetzt- und Nachwelt sagten, dieser Mann war auch einmal in düngen. Ich glaube, es ist lobenswert und dürfte genügen, daß öartig jetzt ein „Denkmal" in der in Betracht kommenden Presse gesetzt ist, aber eine Straße nach diesem Namen zu benennen, dafür finde ich wenig Anlaß. Uebrigens sollte man meinen, in Hungen bestände eine Kalamität in Namen zur Benennung von Straßen. Wie viel sind es eigentlich, die getauft werden nrüssen? Ich glaube für die nächste Zukunft zwei. Die eine davon könnte man loyaler Weise die hier katholische Gemeinde taufen lassen, denn sie hat den Anfang daran mit der Kirche gemacht und es sähe entgegenkommend ans, für die andere — nun, wollen Sie populäre Namen? — eine ganze Litanei können Sie haben. Man mag auch die alten Getvannnamen berücksichtigen! Bezug auf große Männer der Landwirtschaft nehmen — jungen treibt doch meist Landwirtschaft. Oder man denkt wohl auch an das Braunfelser Haus. — Es gibt mundgerechte Namen genug — aber grabt mir nur keine Ber- gessenheiten aus. A u g u st K o n r a d. Handel. — Anteile der Deutschen Kolonialgesellschaft für S ü d w e st -Afrika. Diese Anteile, welche in den letzten Tagen auf angebliche Tiamantenfunde hin eine rapide Steigerung erfuhren, sind neuerdings bis 373 in die Höhe gegangen, also an einem Tage wieder um 13 Proz.. An ber gestrigen Börse jedoch waren sie wieder leicht abgesckyvächt und vereinzelt zu 367 Prozeitt umgesetzt. An der Mittwock)sbörse war als Käuferin besonders die Deutsche Bank am Markt bemerkt worden. Es verlautete, daß mit der letzten Post auS Südwest-Asrika günstige Berichte über die Aussichten in Bettesf Diamautfunde in Sudwest- Afrika eingefroren seien. An amtlicher Stelle ist jedoch bis jetzt hiervon nichts bekannt. Etwas scheint an der Sache doch zu fein, beim die AufwärlsbeweFung in den Aktien dieser Gesellschaft ist nicht von heute und gestern, sie datiert eigerttlich schon von Juni her; das Dinaufschnellen der Kurse allerdings ist neuesten Datums. Nebenbei bemerkt sind auch für englische Rechnung am Miwooch größere Beträge der Aktien aus dem Markt genommen worden. Immerhin scheint uns Vorsicht am Platze. ES haben auch schon früher diesbezügl. Hoffnungen den Erwartungen durchaus nicht entsprochen, und der Kursaufsck)wung ist diesmal ellvas gar zu gewaltig gewesen, als daß es ohne eine kleinere ober größere Enttäuschung abgehen sollte. Mürkte. Gießen, 16. Tez. Dichmarkt. Bei dem am 8. unb 9. ds. Alls, abgehallencn Markte waren aivgctrieüen 1208 Stück Rindvieh und 277 Schweine. — Ter nächste Markt findet am 12. und 13. Januar 1909 statt. □ Hungen, 10.Tez. Auf dem letzten Schweinemarkl herrschte em lebhastcr Handel. Es waren viele Käufer erschienen unb zahlreiche Tiere aufgetrtcbcii. Fd st sämtliche Tiere wurden abqeseist. Ferkel im Alter von 6—8 Wochen kosteten 25—85 Mk. das Paar, die Springer etwa 40-60 Mk. das Stück. fc. Frankfurt o. 'DL, 11. Tez. öeu- unb S t rohmarkt. Angeiahren waren II Wagen Heu und 3 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Leu Dlk. 3.00-3.40, für Stroh Alk. 2.40-2.50. Maschinenstroh fehlt. Tie Zufuhren waren aus den Kreisen Dieburg und Gelnhausen. Geschäft flau, Tendenz nachgebend.__ Spiciplan öes Neuen Siebener bradttheaters. Sonntag den 13. Tez., nachmittags 3'/, Uhr, bei LolkS- oreifen: „Im weißen Rößl/ Hierauf: .Als ich luiebertam/ Ende nach 67, Uhr. Abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen, unter Alltwirkung der Kapelle des hiesigen Jnf.-Regts.: .Puppen- fce.' Vorher: .Kurrnärker und Pilarde." Ende gegen 10 Uhr. Dienstag den 15. Tcz., abends 8 Uhr: 10. Tienstag-Abonnement- Vorslellung: „Tie Tür ins Freie'. Lustspiel m drei Akten von Blumenthal u. Kadelvurg. Ende 107, Uhr. Mittwoch den 16. Tez., abends 7 Uhr: 0. Allttwoch - Abonnement - Vorstellung : „Gin Fallissement.' Ende 97, Uhr. Freitag den 18. Dez., abends 8 Uhr: 10. Freuags-Abömiements-VorsteNung. „Tie P'arrerin." Schauspiel m 3 Akten von Siichard Fellmger. Ende 107, Uhr. Samstag den 19. Tez., nachmittags 37, Uhr, bei Volkspreisen: .Goldhärcheu/ Zaubermärchen mit Gelang und Lanz. Gießeucr Wetterdienst. Voraussichtliche Witternng für Hesie» am Samstag den 12. Dezember: Wechselnde Bewölkung. Vielfach Regen. Zunächst Temperatur wenig verändrrt, später kälter. Westlidw Winde. JQ, L Ihren Weihnachtsbedarf in W 4 decken Sie äusserst vorteilhaft bei Wilhelm Herbert, Giessen Marktplatz 2 Inh.: Karl Herbert Marktplatz 2 angermann flach langem Leiden sanft entschlafen* Giessen, den Dezember 1908 Die Beerdigung findet Samstag, den TW. (Sirea achtlauiend Telepbo» 644 Heute Freitag den 11. Dezember 1908 Familie Balthaser Kloos. Watzenborn Dezember 1908 7037 TerlagiEsiO 3 Zimmer Der Vorstand Verlag von Emil Roth in Giessen von Lkrankenp Nächtwa, Lüden etc. ct Vorstand. Anfang 8 Uhr. Ende gegen 10 Uhr- 17031 irftiafee 29. üö73) Wohnung, 3-Zrmuler, zu ver- imcten. ^etuerl, yceuemueg 9. SPg’svaiser’s! Alle Sache Lllrc 010041, Richard Böhme, Limburg. Familie Fenster. st. 2) Abend hlingSwalde. ?it m Ralfen- Herbnzeit in per 1. Lanuar gesucht, illüheres Wal 4) Dlancherlei Abenteuer. hont 6) Sommerleben in Bis auf Weiteres Tarngang nach Ueisklrcheu umslandeh. verschoben. in (Zinzelabdruckeu. Preis pro Nummer 20 Pfg Rr. 359. Für die vielen Beweisen herzlicher Teilnahme sagen innigsten Dank 1 Der ^tadtanflage der heutigen Nummer liegt ein Prospekt von SocnueLcu in Bonn bei. SSu/a Knabenwelt gewidmet lbert Kleinschmidt. 4 löätibe mit »ier yarbendruckbilbern und aal Wäsche zum Engeln wird angen. Katharinengasse t Dampf- und Heitz'.utt-Gäder. Dezember 1908, nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. ließen, den 11. Dezember 1908. (010043 Postscheck-Lrimng vom 8. Oktober 1908. Textausgabe mit Vorwort. Einleitung, Anmerkungen und ausführlichem Sachregister. HerauLgegeben von Geh. Justizraf Dr. K. Gareis 0. ä. Professor der Rechte an der Umuerfitut München. Preis: 20 Pfg. 80* Zu haben in allen Buchhandlungen! *TB8 Grflndllche FichinsMIdane f. Prak- । iker wlo Schloss^r.Monteure.Mocha nikor u. a. m. in Viertoljahreskarsen Beginn 1. Januar, 1. April uaw Elektromonteur- schule in Köln In tiefer Trauer : Lina Langermann geb. Fabricius Rudolf Langermann Kreisamtmann Auguste Langermann a»; Hedy Langermann geb. Lorbach rechter Mann! ^rr Lvlnrcr t|t ein 3eöcr_®anb_iit in sich abgeschlossen und einzeln für sich käuflich. ü 30 Pfg., das neueste Milte!, nur (hvl7v Sägewerk u. Zimmergeschäst '034,__________Siegen. IM Stailttneater Giessen. Direktion: Hermann Steingoetter. Freitag, den 11. 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