Giroverkehr oder anderen Geldumsätzen; davon erwarte man einen Ertrag von jährlich 800 Mill. Mark. Dazu schreibt >ie ,Meuzztg.": Daß von privater Leite ein solches Projekt ausgcarbeitet und empsohlen wird, war uns längst rckannt. Wie wir aber zuverlässig erfahren, ist cs eine blanke Erfindung, dah das Reichsschatzamt sich damit befasse. Ueber die Gestaltung der neuen Dreimark- stücke sind unzutreffende Nachrichten im Umlauf. Utscheid ung über die neue Münze ist bereits am 27. 3uni im Bundesrat dahingehend erfolgt, daß sic völlig in den Massen des alten Talers gehalten sein und gleich den tynup und Zweimarkstücken das landesherrliche BildniS bczw. die Hoheitszeichen der freien Städte bekommen follen. Innern nach Kräften gefördert. Wie die „V. Z." hört, besteht die begründete Aussicht, den Entwurf noch im Laufe des Herbstes im Bundesrate zu erledigen und dem Reichstage Line nationale Stage allerersten Ranger. lieber die bevorstehende Reichsfinanzreform sind nun l'dpn seit eöniger Zeit die erdenklichsten Gerüchte verbreitet, die auf ihre Richtigkeit schwer zu kontrollieren waren, weil die Reichsregierung sich über ihre Fiüanzplänc in tiefstes schweigen hüllt. Wir haben an dieser Stelle schon daraus hingcwresM, daß dieses Schweigen recht wenig zu dem Ernste dieser Finanzfrage passe, die die „Nordd. Allg. Ztg." mit Recht eine nationale Frage allerersten Ranges nennt. Bei einer solchen nationalen Frage ist aber alle Geyeimnis- Aus Stadt und Land. Gießen, 17. August 1908. ** Der Kaiserpreis. Wie schon berichtet wurde, hat den Preis, den Se. Maj. der Kaiser sür die beste Kompagnie- Schießleistung in den Regimentern, deren Chef er ist, gestiftet hat, die Leibkompagnie unseres Kaiser-Wilhelm-RegimentS erhalten. Die Verleihung des Preises erfolgte durch eine KabinettSprdre mit folgendem Wortlaut: „Ich verleihe den durch Meine Ordre vom 11. Januar 1901 für die Infanterie-Regimenter, deren Chef Ich bin, gestifteten besonderen Schießpreis hiermit für da? Jahr 1903 der Leibkompagme des Jnianterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116, und zugleich dem Ehei der Kompagnie, Hauptmann Stephan, den Roten Adler- ordcn 4. Klasse mit der Königlichen Krone. Lwinemünde, an Bord M. 9). .Hohenzollern", den 1. Aug. 1908. gez. Wilhelm E. •• Ueber das Z e p pelin fest, daS gestern nachm. auf der Liebigshöhe stattfand und das einen sehr schönen Verlauf nahm, der erst gegen abend durch den heftig ein» setzenden Regen etwas verkürzt wurde, werden wir morgen einen größeren Bericht veröffentlichen. Für heute erwähnen wir nur, daß nach Schluß der akademischen Feier ein Tele- gramm an den Grafen abgesandt wurde. "Zu den hessischen Landtagswahlen. In einer gemeinsamen Versammlung der Christlich-Sozialen, dec Deutsch-Sozialen und der Reformpartei, letztere vertreten durch den ReichStagSabgcordnetcn des Wahlkreises Alsfeld-Lauter- bach-Schotten, Bindcwald-Berlin, wurde das Mitglied des Bundes der Landwirte Lehrer Link-Rudingshain als Landtags-Kandidat für den Wahlkreis Schotten-Laubach ausgestellt. Der seitherige Vertreter war Forstmeister Dr. Weber- Konradsdorf (parteilos). Im Wahlkreise Alsfeld, den der freisinnige Rechtsanwalt Reh vertrat, der wieder als Kandidat nominiert ist, wird von den dem Linksliberalismus entgegen» stehenden Parteien der Bürgermeister Arnold-AlSfeld proklamiert werden. Arnold wird, falls er gewählt wird, als Parteiloser in den Landtag eintreten. Der für den Wahlkreis Grün berg von den Deutsch-Sozialen und dem Bund der Landwirte auf den Schild gehobene Bürgermeister und Postagent Wilhelm Benner in Treis a. d. Lda. hat auf die Kandidatur verzichtet zu Gunsten des Oekonomen Lutz- Elpenrod (Bund der Landwirte). In Bälde wird in Grünberg im .Hirschen" eine gemeinsame VertrauenSmänner-Ver- sammlung dec Deutsch - Sozialen und Bündler abgehalten werden, die die Kandidatur Lutz proklamieren wird. „Damit ist", so sagt ein einflußreiches Mitglied der Deutsch-Sozialen, das gleichzeitig dem Bunde der Landwirte an führender Stelle im Großherzogtum angehört, .nicht eine Verklebung, politische Lagesschau. Die streikenden Stettiner Nieter. Am Samstag vormittag hielten die streikenden Nieter des Stettiner „Vulkan" eine neue Versammlung ab. Diesmal zeigte ich nirgends mehr Kampfftimmung. Mle anwesenden Nieter timmten vielmehr darin überein, daß es die höchste Zeit sei, einzulenken. Man war sich darüber klar, daß in den nachpen Tagen noch viele Arbeitswillige nach dem ,^Vulkan" strömen würden, und daß dadurch die Organisation leicht vernichtet werden könne. Sämtliche Redner sprachen sich denn auch sür die Beilegung des StteikS aus. Bei der schließlich vorgenommenen Abstimmung erklärte sich die übermältigenbe Majorität für die Wiederaufnahme der Arbeit am Montag früh. Tie Nieterkommission erschien nach der Versammlung bei der Direktion des „Vulkan" und teilte obigen Beschluß mit. Von der Direktion des „Vulkan" wurde erklärt, daß, falls die Nieter sich am Montag in ausreichender Anzahl zur Arbeit ein- sinden, der „Vulkan" am Dienstag den vollen Betrieb des Werkes wieder aufnehmen wird. Tie Verwaltung des „Vulkans" wird gleichzeitig darauf hinzuwirken suchen, daß die Stettiner Metall- industriellen am Dienstag die Betriebseinschränkung aufheben und die Gruppe der-tscher Seeschissswerften, beziehungsweise der Gesamtverband deutscher Metallindustrieller seine Beschlüsse außer Kraft setzt. krärnerci vom UebeL Die Allgemeinheit hat eihx Recht, zu erfahren, welcherlei Absichten man in Negierungskreisen bezüglich ihres Geldbeutels hat. Nachdem die Reichsregierung nun so lange geschwiegen hat, fühlt sie sich endlich doch versucht, das Drängon der öffentliä>en Meinung zu beschwichtigen. Die „Nordd. Allg. Zta." schreibt: „Die verbündetem Regierungen werden die Vorlagen zur Reichs- finamzreform zum Beginn der parlamentarischen Kampagne veröffentlichen. Es wird damit zu einer mehrmonatigen eingehenden Diskussion in Parlament und Presse Spielraum gegeben seün. Mchts ist falscher, als die Annahme, mit neuen Steucrgesctzen sollte der Reichstag überrumpelt werden. Eiüc möglichst gründliche Behandlung der Finanzfragen liegt im Gegenteil int allgemeinen vaterländischen Interesse. Die deutschen Finanzen litten bisher darunter, daß sich die Allgemeinheit nicht hinreichend mit ihnen beschäftigte. Die Allgemeinheit muß verstehen, daß es sich bei der Reichsfinanzreform um mehr als die Interessen cinzevner Erwerbszwcige, daß cs sich um die Zukunft des Reiches, eine nationale Frage allerersten Ranges handelt, Die jeden Deutschen angeht. Halbfertige einzelne Entwürfe aus dem Zusammenhang zu reißen und zu veröffentlichen, ist niemals üblich gewesen und entspricht kaum dem Ernst der Lage. Werden aber die Entwürfe selbst nicht veröffentlicht, so kann natürlich auch nicht jcoe neue Steuermeldung berichtigt tverdcn. Seit Monaten wird im Reichsschatzamt an der allgemeinen und speziellen Vorbereitung unablässig gearbeitet Natürlich werden aber auch oiese Entwürfe und ßxposös geheim gehalten. Was der Gewährsmann der „Köln. Volksztg." hiervon etwa gesehen haben will, wird man wohl erst erfahren, iuenn er cs selbst sagt." Was das offiziöse Blatt hier mitteilt, ist wenig und ist jedenfalls nicht geeignet, Beruhigung zu schaffen. Es -.ft ein sehr schwacher Trost, daß man oie Vorlagen zur Reichsfinanzreform erst bei Beginn der parlamentarischen Campagne erfahren soll. Das kommt, wenn die „Nordd. -.Utg. Ztg." cs auch nicht wahr haben will, tatsächlich einer Ueberrumpclung gleich, denn eS ist nickt zu verstehen, au welche Weise eine „möglichst gründliche Behandlung der Finanzfragen" möglich werden soll, wenn die einzelnen Interessengruppen nicht rechtzeitig erfahren, mit welcherlei neuen Stenern sie bedacht werden sollen. Wenn jetzt die Nordd. Allg. Ztg. die Reichsfinanzreform eine nationale Frage allerersten Ranges nennt, so soll das bp£ nicht etwa heißen, daß die Nation zu allen Vorschlägen der Regierung Ja und Amen sagen müsse. Wenn die Regierung auch der Meinung ist, daß cs sich nicht empfehle, h a l b f e r t ig c Entwürfe bekannt zu geben, so läßt sich dagegen anführen, daß sie eine Erörterung Der möglichen Finanzpläne doch nicht verhindern könne. Sie kann es auch nicht verhindern, daß dieses oder jenes von ihren Plänen in entstellter Form in das Publikum bringt und dort Beunruhigung hervorruft. Besser wäre es da doch, wenigstens die allgemeinen Richtungslinien der ... Finanzrcform bekannt zu geben, dann wären jedenfalls solche | vorzulegen. kleines Feuilleton. — Auf dec hessischen Landesausstellung in Darmstadt, die sich fortgesetzt einer regen Frequenz,zu erfreuen hat, steigt auch, wie mau uns aus Darmstadt schreibt, der Verkauf von Kuustgegcnständen. Der Wert der abgeschlossenen Verläufe von Gemälden, Skulpturen re. hat den Betrag von 50 000 Mark erreicht. Es wurden während der letzten Woche von Werken der freien Kunst verkauft: Eduard Harburger (f) „Tick Wirtin", Prof. Hölscher „Ziel)ende Schatten", Engen Brackl ..Hüttenwerl", Peter Halm „Weiden" und „Feldkapellc", ferner: Otto Ubbelohde „Hügel", „Steiniger Weg", „Wegweiser", „Aus dessen", Thielmann „Familie über Land", „Herbst", „Tie Toten stau", „Hochzeitsabend", „Trauernde Frauen" und „Kneipe", G. Altheim „Meeresufer bei Heyft", „Windmühle", „Aus der Umgebung von Heyst", E. Praetorins „BüdniS eines klugen Greises", Leo Kayser „Alter Mann". Die letzteren Aroettcn wurden für das Landesmuscum erworben; ferner: Peter valm „Meine Eltern" und Porträtsrudien, Nanni Papst „Dachshund . Aus dem Oberhessischen A u s stel l u n g s h au > e wurde ivie wir bereits mitteilten) das von Prof. Olbrich entwoneue und von der Hofmöbelfabrik von Brück in Gietzen ausgefuhrte Herrenzimmer nach Frankfurt, aus dem Gebäude für angewandte Kunst ein vom Architekten Alfred Koch cntwmfenes "--per,c- ; immer an einen Großindustriellen nach Koln-Beuel ocrfauit. — Die Ausstellung der Münchener Lezesf ton nimmt von jeher unter allen derartigen deutschen Veranstaltungen eine besondere Stellung ein. War sie cs doch, dte >emei^.tt, als das Schlagwort „Modern" für die btldcnde Kunst noch nutzt geprägt n>ar, in hervorragenden Ausstellungen zuerst dcrerstaunwn Mitwelt einen Ueberblick über die neuen, von yranraid) übernommenen umwälzeitden Bestrebungen in der Technik der.Rateret bot und auch weiteren Kreisen das streben innerer besten Künstler nach einer hellen, lichtvollen Palette ju zeigen und vorzmuhrrn suchte. Daß di» Münchener Sezession auch heute noch nichts von ihrem alten Ruhm eingebüßt bat, baß sie auch nach d c r-^ayr- lwnderNvende vornehmlich kühn aulltrcbeiibcn jung..en itunitlam in ihren Ausstellungen ein Unterkommen zu ^wahren bereit 'ist, beweist der umfangreiche geschloffene Beitrag, den die JUustr. Ztg. der diesjährigen Ausltellung dieicr KuniU^^.r^ cutigung in einer Sondernummer nnbmct. Die m ^leriarbeuLi reproduzierten Originale, charakteristische Pwben der Mün-ner Dialer ei, zeigen zugleich die Leistungsiohrgkeit der graph.lchcn Kunstanstalten der Firma I. I- Weber in Leipzig. — Tie Farbenkur für Wahnsinnige, ton eigen- artiges System der Behandlung von Wahnsinnigen wird M Dem rlusland. Die festlichen Veranstaltungen zum Geburtstag des Kaisers Fran; Josef nehuicn ut d,e,cm Jahre wegen des Zusammentreffens mit dem Regicrungsiubilmim des .Uaist'rs einen besonders großen Umfang an. Die ersten ^vsttlick)keilen haben am Samstag in Wien begonnen. Etwa hu,idcrttau,end Personen suchten den Prater auf, wo nachmittags 30 Munk, kapellen emzogen. Abends wurde ein Kvlosfalfeuerwcrk abge- bTanÄi> n ig i n Wilhelmina der Niederlande befindet sich, wie Petit Parisien aus dem Haag erfährt, in gesegneten Umständen und ihre Niederkunst soll in sechs Monaten zu erwarten Aus Rußland. Am Samstag, am Jahrestage des blutigen Mittwochs von 1906, waren viele Straßen Warschaus mitt- tarisch besetzt. ' Zahlreiche Passanten wurden verhaftet. ä.er^ag verlief jedoch ruhig. — TaS Kriegsgericht in Lodz fällte geftcru wirHerum sechs Todesurteile. - . Z u r L a g c i n P c r s i c n. Die von einer deutschen Zeitung verbreitete "Nachricht von der Verschärfung der Lage bewahrheitet ich nicht. Eine Ministerkrisis ist nicht vorhanden- Die nach der türkischen Botschaft Geflüchteten haben das Asyl, das sie lediglich aus f»litischen Gründeii aufgesudst haben, längst aufgegeben, Sclbft die plötzliche Anwesenheit Till es Sultans in ^-cheran hat die Ruhe nickst gestört. Ter Schah bleibt in Bagdschah und lzatt ivöck-entliche Paraden ab. Größere Mu ni t io us befte l l u n g e n sol l cn in Deutschland erfolgen. Durch einen tolatz >es Schahs ist die Einsetzung einer besonderen Kvnrrnilfwn l) erlügt morden, die ein Wahlgesetz für bad neue Parlament, aus Kammer und Senat bestehend, ausarbeiten soll. Ein Kamps zwischen Negern und Weitzen. Der Angriff eines Negers auf eine weiße F-rau veranlaße in Springfield «Flliiwich einen Kampf zwischen Weißen und Negern, der die ganze Nackt auhielt. Nackstwm die weiße Mensckzenmenge zahl- reick>e Häuser des 'Negerviertels in Braud gesteckt und verschiedene Geschäfte erbredjen hatte, ergriff sie den Neger, schoß zahlreiche Kugeln auf ihn ab und knüpfte die Leiche an einen Baum auf. Die Menge tanzte unter ungeheurem Jubelgeschrei um die Leich,- herum. Während dieser wüsten Szenen wurden zwei Meiste gelotet und 75 Personen verletzt. Der Hilfssd-atzmeister des Bezirks wurde von der Negermenge angegriffen und tödlich verletzt. Da die Miliz der Lage nicht'Herr wurde, mürben Truppen aus Chicago herbeibeorbert. Sie feuerten Über die Köpfe der Menge hinweg und vertrieben sie endlich Zahlreiche Mnnner-, Frauen und Kinder verlassen die Stadt. Die größeren Gesäiäfte ivurden geschlossen. Wie die Zeitungen aus Springfield melden, haben sich am Samstaa die Unruhen erneuert. Dabei wurden sechs Weiße getötet unb ein Neger gelyncht. An verschied men Stellen brach Feuer aus. Der Pöbel beherrscht die Stadt- Das Militär fuhr Maschinengewehre auf. Der Gouverneur beorderte alte MUizen Stavens nad) Springfield. Deutsches Nerch. Der Kaiser wird, wie die „seiner Neuesten Nachr." aus bester Quelle erfahren, von Mitte November bis Mitte Dezember auf der Insel Wight tveilen. - " a d cit hat der „Karlsruher mten Frhr. B Mar- Asyl sür Unheilbare in Illinois befolgt, das auf den malerischen steilen Höhen am Jllinoisfluß erbaut ist und eine weite Aussicht über das reizvolle Tal gewährt. Wie E. Bury in der „Humane Review" das Asyl sd)ildert, ist es als eine selbständige Gemein- fdjaft organisiert, deren Oberleitung Dr. Zellar in Händen hat. Sein Prinzip für die Behandlung ist: Nicht einsperren, nicht zwingen unb acht Stunden Arbeit. Daß die Bewohner sich rote zu Hause fühlen können, wird durch die sorgfälttg überlegte Anordnung der kleinen Häuser, in denen sie wohnen, erreicht. Bor allem aber spielt bei der Behandlung die Farbe eine große Nolle. Dr. Zellar schreibt ihrer Einwirkung auf den Gemütszustand der Pattenten eine große Bedeutung zu. So hat er Häusck»en bauen lassen, deren Wände rot sind, deren Dielen mit roten Teppichen belegt und die mit roten Leuchtkörpern erleuchtet werben: in diese werden die an Depression und Melancholie leidenden Patienten gebrackst, und der Erfolg ist höchst befriedigend. Andere Häuser sind ganz in Blau ausgemalt und ausgestattet, und sie wirten sehr beruhigend auf die aufgeregten Patienten. Bor kurzem wurde auch ein schwarzer Raum eingerichtet, mit schwarzen Wänden, sckstvarzen Vorhängen unb schwarzem Bett! In diesen Raum wurde eine Frau, die von Zeit zu Zeit in Raserei Verfiel, gebracht, unter Aussicht eines Arztes, und alle 30 Minuten wurde die Atmung der Patientin sorgfälttg gemessen. Es dauerte nickt lange, so fiel die Frau in einen tiefen Schlaf, und als sie ruhig erwachte, konnte sie bald zu ihrer Hütte zurück- gebracht werden. Dieser schwarze Raum i|t seitdem oft benutzt worden, und immer mit befriedigendem Erfolge. — Kleine Kunstchronik. Ter Frankfurter Kunstverein (Junghofstt. 8) hat für die Klinger-Ausstellung 'Nackmrittage gesdwffen, an denen der Eintrittspreis auf 20 Psg. (bei vorherigem Bezug der Eintrittskarten durch den Aussdmß iür Volksvorlesungen, Sttslstr. 32, und seine Filialen sogar auf 15 Pfg.) herabgesetzt worben ist. Der erste dieser sog. „Volks- tage" wirb am 23. August, nachmittags von l1,^—6 Uhr statt- finben; ihm werden sich der 30. August und die Sepiemder- Sonntage anreiben. — Ein amtlicher Pariser Bericht stellt fest, daß bei den Versuchen, die am 5. und 6. bi. Mts. mit ber drahtlosen Telephonie zwischen dem Eiselturm unt> der 150 Kilometer entfernten Stadt Dieppe veranstaltet wurden, vorzügliche Resultate erzielt worden sind. — Der belgijd)e Landschaftsmaler Franz Eourtens wird am 1. Dezember eine Ausstellung in Berlin eröffnen, in welcher alle seine Schöpfungen aus den letzten Jahren ausgestellt werden. Von Berlin wird die Sammlung nach Dresden, Wien, Münckzen utch Frankfurt am Main verlegt werden. Der Großherzog von , Zeitung" zufolge die Ministerialpräsidenten Frhr. Ä Mar schall. Honseil iynb Frhr. v. Bodman zu Ministern ernannt. Ler englische Bo ts.ch af tswechsei in Berlin. Ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." besagt zu dem Wechsel in der britischou Botschaft: In amtlichen Kreisen und and) iht denen, die durch gesellige Beziehungen mit Sir Francis Lascelles m Berührung kommen, bedauert man sein Scheiden auf das aufrichttgste und wird ihm stets eine fteu-nblicl-e und dankbare Erinnerung bewahren. Seiü Nachfolger, Sir William Geschen, gilt als ernster, sachlich bcitfcnbcr Mann, dem cs nicht schwer fallen dürfte, sich in die deutschen Verhältnisse cinzuleben. Seine Ernennung wurde vom Kaiser und in amtlicheii Kreisen mit großer Befriedigung vernommen. Wir hoffen, daß das ihm entgegengebrachte Vertrauen ein gegenseitiges sein und dazu beitragen wird, die deutsd)-englifchen Beziehungen in sreundliche, den Interessen der beiden Länder am besten entsprechende Bahnen zu lenken. Die Neubearbeitung des Geseüentwurfs über die Arbcitskammern wird im Reichsamt des 9Zr. 19» Erstes Blatt 158. Jahrgang Montag 17. August 1908 Der Stttzearr Snztt-" „ ™w Ä Ä ®c$”, erscheint täglich, außer mcmatlich75Pf.,viertel- Sonntags. - Beilagen: Y P A jährlich Mk. 2L0-, durch viermal wöchentlich Ä /fA ▲. 45fr \ Abhole- u. Zweigstellen zllllClOvL »iveimal monotl Land- KS ff» W Wv wk/ E H M Ä,- KL* ZetlenpretS.lokck.lö> , wirlfchastttcheSettsragea 'V jL! ro M B H auSrodrt» 20 Pfennig, Feritforech - Anschlüsse: @ Verantwortlich für di, Stebaklion 112, _ IWF Mr den poltttschen Teil: SS» General-Anzeiger für Oberhe en WM Annahme von Anzelge» v . eß' für den die Lagesnummec Rototionsörud und Verlag der vrMschen Univ.-Vuch- und Zleindruckeret. R. Lange. Redattlon. LxpedMon und vruckerel: Schulftraße 7. ^»„igenteii: H. Bcck. Ml vormittags 10 Uhr. __■■iij--.—ic—3 Gerüchte in der Presse nicht möglich, wie die einer Zcitungs- korrcspondcnz, die behauptet hatte, im Reichsschayamt be- asse man sich zurzeit eingehend mit dem Projekt einer Reichs-Bankstruer, die gedacht sei als Stempclstcucr in Hohe von »/io Prozent auf alle Umsätze im Bcintvcrkehr, sei es beim Diskontieren von Wechseln, beim Lombardgcschäft, im fonfretn ein Gcrafieren der Risse im deutsch-sozialen* und BundeS-Bau erfolgt!* -s- Laubach. 16. Aug Laut einer vor zwei Iabr.'n gt/* troffen en teftamentörrfchen Bestimmung tourbc die Leiche fr. >' traten Ernst »u SolmS-Lanbirch gestern bicrfrrr verbracht und in der Lladtkirche um 10 Uhr auigebahrt. Mit einem "Gottesdienst begannen mittags 2 Uhr die TrauerseierUchkeiten. L'arrer Rebel hatte die TeMwrte: Lukas. S'.he, heute wirst du mtt mir im Taratnese sein seiner Betrachtun? unr-rlegt, anschließend an das jähe Ende dc4 i&nitorbenen, der plötzlich, als er mit seinem Tvhne im Garten spazieren g-.ng. durch einen Schlaganfall getrosten, tot hinsank. Der Airchenchor sang zevci Lieber dann gab durch die mit Trauerfahnen geschmückte Stadt, dic ftottUt des 116. Inf-Regiments das Geleite, wobei btc Vereine und Schulklassen Spalier bildeten. Tie Leidtragenden, unter denen wir den Fürsten von Neuwied, den Grasen zu Solms-.Inenhenn ii. o, tu. bemerkten, die Grvßh. und Grüfl. Beamten, die Bürgev- nieistrr. Gemeindcräte und Lehrer der 5tonbcdfr’nid»ft folgten dem Sarge bis zum Friedhof, wo der OrtSgeistliche daS letzte Gebet sprach. Mehrere Ehorüle wurden noch von der RegimentS- mufik gespielt und von der Trauerversammlung gesungen. Nach der Beisetzung wurden Kondolenz besuche im Schlosse entgegen- genommen — Zn den biographischni Notizen sei noch mitgerellt. daß Gras Ernst seine Vorbildung auf dem Gymnasium -u TuiSburg empfing, wo er 1857 daS '.'tbitur»enteneramen bestand und das Studium der Rechte in «Böttingen und Berlin absolvierte, dann war er in Merseburg. Lobten, unb nrnnsturt a. At- al- Referendar tätig, bis er 1867 daS Staatsexamen bestand In den Jahren 1870 und 1871 war er zur Verwaltung der französischen Territorien Nancy und Bouvagnc verwandt, später wurde er Kreisdirektor in Schlettstadt unfr Straßburg. 1901 wurde er pensioniert und wohnte in Tarmstodt, bis ihn Ende Mai 1908 eine königliche Order nach 9laumburg berief. Kt. Bad-Nauheim, 16. Aug. Zu dem Projekt der elektrischen Bahn Bad-Nauheim — U fingen, das schon des öfteren aud) an maßgebender Stelle erwogen wurde, da die Linie nicht allein für die Kurgäste, sondern auch für die zahlreichen Arbeiter in Ober-Mörlen und Umgegend von unschifr- barem Werte fein würde, äußert sich im Jahresbericht der Handelskammer Friedberg ein Interessent iulgendermaß-.m: Eo ist bedauerlich baß von keiner Seite ernstliche Schritte unternommen werden. Nauheim mit feiner nächsten Umgebung — Friedberg, den Wald, Johannisberg, Winterstcin, Psa'senwieSbach. zkranzderg, Ziegen- berg — mit einer elektrischen Bahn zu versehen. Die Rentabilität kann nicht auSbleiben. Tas staatliche elektrische Werk mit seiner Mustereinrichtung, wirst bis dato L-in soll sogar mit einer Unterbilanz arbeiten. Sollte es sich deslralb nicht leicht rentabel machen lassen, roenn der Staat die elektrische Bahn ausbaueil würde ? Wäre die Bahn Bad-Nauheim—Usingen auf elektrischem Wege nicht leichter auszubauen wie eine Boll- bahn'? Da auf die,er Strecke der Güterverkehr keine besonderen Dimensionen anninimt, würde der elektrische Betrieb vollständig genügen. Ein ftaallicher Zuschuß dürfte den aufgewendeten Mitteln dem Bade gegenüber uno dessen Prosperität gerechtfertigt fein. — lieber die Pol i»ei in Bad-Naul-eiM sagt der Bericht: Tic Pozileiverhällniffe bedürfen einer gründlichen Reorganisation, wie dies schon öfters hervorgehoben wurde. Tie Zusammensevung sollte etne andere fein. Än die Polizei werden in Bad-Nauheim besondere Ansprüche gestellt. Tic Kriminalabtcilung ist mdM genügend befett. Tie Ressorts sind zu sehr verquickt: das Amt übernimmt Angelegenheiten, die durchaus nickst frort bin gehören. Der Außendienst infolge der vielen Bureauarbeiten, ivirb von den aussickstführenden Beamten nicht in der Art versehen, wic dicS freut Verkehr gegenüber geschehen sollte. Die Leitung dieser Behörde arbeitet zu lehr vom grünen Tisch auS. Bet einem internationalen Badeplah, wie Nauheim, halten sich viele Öock- stapler auf. Es kommen mehr Diebstähle vor, wie geahnt roirfr. Hauptsächlick» kommen Hotclbiebstähle vor. die teils gemeldet, teils der Unzulrüglichkeit halber, nicht gemeldet werden. Die Zahl der Schutzleitte während der Saison ist viel zu gering, öS müßte urinbeften» die doppelte Zahl vorhanden sein. R.B- Darmstadt, 16. Aug. Die Beerdigung des Sckul- tats Ludrvig Do sch erfolgte Sonntag nachmittag In der J-ned- Bofskapelle hatte sich eine zahlreiche Trauergemeinde versammelt, darunter als Vertreter des Ministeriums Oberregierungsrat Heinrichs, ferner Geh. Rat Prof- Tr. Kittler. Die G^>ächtnis- rcde hielt Pfarrer Rückert, der auch frie Einsegnung am offenen Grabe vollzog. Namens der Abteilung für Laiidwirtschast im Ministerium des Innern legte OberregierungSrat Heinrichs einen Lorbeerkranz nieder, namcito des stärps >starlenburgia-Gießen widmete dessen Präsident dem Dahingeschiedenen mit herzlichen Morten einen nranz und liamcnS deS „Hessischen Iagdklubs" ries dessen Borslhcnder, iLumnivrjicnrat Hickler dem verstorbenen Ehren- imtgliefr diS .nlubö herzliche Avschicdswvrtc zu. Zahlreich' lucitcrc Zfranzspenden gaben Zeugnis von der allgemeinen Berchrung, bereit sich der Verewigte zu erfreuen hatte. k iv. Fulda, 16. Äug. Gestern nad:mittag 3 Uhr brachen , frutd) die das Hauptgleis bis Uhr -10 Min. nachnnttags gesperrt Ivar. Tie Schnellzüge 89 und 90 von unb iuid) Münckreii unirbcn über Aschflenburg-vanau inngticUct. Der Betrieb konnte mit freut Pcrsonenzug 1005 mit 106 Minuten Verspätung iviefrer ausgenommen werdet!. Tas Gewölbe ist nicht eingestürzt. Sonstige Besck>ädignngen sind nicht vorgekommcu. d. Wiesbaden, 16. August. Hier trieb eine dreiköpfige Erpresser bände ihr Unwesen. Von einem höheren Beamten auS Breölau erlangten die Erpresser 500 Mk., die in Wiesbaden ausgezahlt werden sollten, indem sie ihm hiit einer Anzeige int Sinne deS § 175 des Etr. G. A. drohten. Der Polizei gelang eS einen Täter festzunehmen, während die anderen nicht zu ermitteln waren. Zeppelin. Die Zcppclinmarle der Motor-Lustschiff-Studien- Gesellschaft tvird am 25. August zur Ausgabe gelangeit. Tie ^tudiengesellschaft hat den Industrie- unfr Handels kreisen Deutschlands die Anregung gegeben, am 11. S.plembcr ihre gesamte Post, nantcntlid) fric Ausland^ost, mit der Zeppelin« marke zu befieben. Wie aus Konstanz mitgeteilt wird, haben einige arme schwäbische Bauinfamtlien dem Grasen Zeppelin einige Säcke Startoffeln gesandt, mit der Bitte, diese nützlichen Vik- tualien von ihnen zum Geschenk anzunehmen. In Butzbach bewilligte der Gtemcinfrcrat 300 Mk. Bei der Allgemeinen Rcntenanstalt sind bi# jetzt ettvad Mehr a I # eine Million für Zeppelin eingegangen. Spenden. Die Sammlung deö Gießener Anzeigers: Bisher quittiert Mk. 2031.55. A. 5t. 2, 2 Gelnbäuser 7 Restaurant zum Augustiner LI, Stammtisch (Restaurant Augusrmer) b Wollgang tochmidt 2, Gerhard Schmidt 2, Lima Schmidt 1 2lrnold Lchnudt 1, Ludwig Bücking, Quartaner, n, 1. L. 5, Fr. P. u. E. H. 10, R. R. 6.50, TL R. 2, zusammen Mk. 2104.05. Don anderen Luftschiffen. Am Samstag flieg der Parfepalfrallou in Tegel unter Führung des Hauptmanns v. strogh auf. Bei der Landung, als der Motor bereits abgcfMit war und die Soldaten des Lustschisserbataillou das Schlepptau noch nicht hatten er avetstn können, trieb bet Ballon mit seinem hmterrn Ende sanft gegen ewige .'liefern, .vier bei drückten sich einige Zwerge durch die rechte StabilitätSstäche. Bis auf einige kleine Risse blieb der Ballon unverletzt Nach 35 Minuten stieg er bereite ivicbcr auf und men cvicr; .ch cti.-c. c: . Viertelstunde lang, um dann glatt zur Erde w gehen Der amerikanische Lenkbailon von Ba l dtp, i. bestand alle Proben und rourc: uon der Regierung abgenommen. Tas Luftschiff fuhr 32 Kilometer in der Stunde. Für die internationalen Ballon-Wettfluge am 10. und 1L Oktober gelegentlich des Gordott^ Bennett- Rennens der Lüfte von der Oktoanftalt Berlin Schmargendorf aus sind über 75 Ballons genannt. G.ne französische ‘.’lational cub’fript on für Lenkbalon^ lvird von dem Sckzo de Part. ' auf i-runfr der dcg isterung angeregt, die sich in Deutschland für Zeppelin und sein $?en fo imponierend bekundet bat. Das nationalistische Blatt veröffentlicht mehrere Schreiben mit dieser Forderung, von 'benen sich besonders fra? einiger junger Franzosen, die in Deutschland ihre Studien vollenden, durch seine lange Beweisführung auszeichnet. Sie heben besonders hervor, daß sie als Zeugen der deutschen Begeisterung festzustellen Der- mochten, wie sehr aufoet wifsntfchaftllchcn auch militärische Motive bei den Massen in dieser Hinsicht sich Bahn brechen und daß somit die Franzosen, roenn fte ihren Ruf als Patrioten wahren wollen, nicht hinter den Teutschcn zurück- fteben dürften. Es wird bereits alS wahrscheinlich bezeichnet, daß etne gemeinsame Aktion der Presse im Hinblick auf die Subskription vorbereitet wird. (ßcridnstanL Straßburg i. E, 17. Aug. I" Sachen der bekannten B e 1 e i d i gu n g s k l a g c der P r ü f u n g S - K o m m r f s r o n des Prinzen August Wllhclm von Preußen bat die Staatsanwaltschaft wegen vorliegenden öffentlichem 3nterej|c die Anklage von AmtS- roegen erhoben. Universität».Nachrichten. — Friedrich Paulsen j- Die deutsche Wiffenschait hat einen schweren Verlust erlitten: Professor Friedrich Paulsen, der berübmte Philosoph und Ethiker, ist im Alter von 62 Jahren in Steglitz gestorben. Paulsen, der am 16. Juli 184G zu Sannen- boni in NordirieSland fSchleSwig) geboren roiirfre, bat der Beiliner llniversität länger als cm Menschenalter angehört; lb76 ließ er sich dort als Prwatdorent nieder. 1878 wurde er anßerordenfr lieber, 1806 ordentlicher Profesior. Er lehrte Philosophie mw Pädagogik. Groß ist die Zahl der Schriften, die er hinterlassen bat. Er beschäftigte sich viel mit Kant und mit der Geschichte des Unterrichts und höheren BildungSwefens. Bekannt ist seine .Einleitung in die Philosophie-, feiner sein Buch »Zur Ethik und Politik-, gesammelte Vorträge und Slust'ätze. — In Darmstadt ist am 15. August Geheimrat Professor Dr. Georg Schäfer im 86. Lebensiahre geslorbeii. Schä'cr war am 13. April 1823 in Mainz geboren worden. Er studierte hier in G i e fr c iu Bald nach Begründung der Tarmslädter Tech- uifchen pochschiile wurde Schä'cr zum Toienleii für Kunstgeschichte und später zum ordentlichen Proiessor berufen, als welcher er lange Jahre hindurch eine reiche, vielseitige Tätigkeit entfaltete, biS er am 1. Juni 1901 in den wohlverdienten Ruhestand trat. Er wurde damals zum lebenSläckglicheii Mitglied deS großen Senats der Hochschule berufen. Auch sonst wurden dein nun Tahm- gefchiedeiicn, der auf dem Gebiete der Kunstgeschichte als Autorität galt, zahlreiche AnSzeichnimgen unfr Ehningen pi teil. Von seinen wiffenschaftlichen Arbeiten ist vor allem feine Tätigkeit als Anreger unfr ThtberauSgcber der .hessischen Slimftfreiifmälcr* zu erwähnen, ferner die Auffindung der Emhärfr-Basilika bei Michelstadt, die als zerstört galt. Er war im Bentz einer wertvollen Gemäldejamm- hing, die unter den Darmstädter Priocttfammlungen eine hervorragende Stelle emnahrn und von Kunstliebhabern sehr geschätzt wurde. vermischtes. * Bier Tage unfr vier 'Nachte hilflos im Walde lag fric 20 jährige Frieda Z. aus Berlin- Tas Mäfrckx-n hatte bei einem Unfall betbc Beine verloren unfr mußte k lid) btiten ftc fric Absicht, die künstlichen Beine, die einen Wert von 400 Mark Haden, in Berlin zu verkaufen, um dadurch wieder zu Gelfre zu kommen UebrigcnS soll fick) die Z-, da sie bic Miete nickst bezahlen konnte, bereitd^ wr vier Woavn aus ihrer Schla st Uc aus der Wcttzcnburaer sttaßc entfernt unb sich nackt her Tag unb 'Aadu iir ber Wuhlheide au'gehalten haben, wo fic von Beeren unb Krautern lebte. > Hauptmann von Röpent cf. Ter Schuhmacher Wilhelm Bolgt ist plötzlich begnadigt und aus der straf anstaltin 4. e g e l entlasten worden, nachdem er von den uicr Jahren, zu denen er veruncilt worden war, 20 Monate bei v o r z »l g l i ch e r Führung verbüßt hatte. .’ AuS1 lügler-lluglück. Am Strcutbe von Calais ereignete ,ich am samötag eine entsetzliche Katastrophe. Es wim- melle am Ettanbe von Iusflüglcrn, die eui Extrazug anläßlich M ün AC ^ee geführt hatte. 6 Personen iammrltcn ^crafrc Muicheln aut dem Deich, als ein Dampfer vorüber fuhr. Sie wurden durch den hohen Wellengang w c g g e f p ü l k und ertranken hranlub Sterbend wurden drei Frauen und zwei Jhnber an bciMstraub gespült. Tie sechste LeiL, die cmes 14- icljnnen Mädchens, ist noch nicht gefunden. — Bei einem Vergnügung S z u g von P a^r i s nach Bouloanc jur Mer ereignete H(b znnichcn ^otwres unb survillterS eine st ess e l e x p l oft o n C1 d 1 c 1; r Hetzer unb ein Schaffner schwer H^ßen entgleisten, lnö Reisenfren bheben tefrod) Mafchinrsten wurde tm «Manb- gC T^uFTtc ,auin mit dem Leben fraoonkommen. «. .e stettclexpioiwn erfolgte wegen Ilnfrichttgkeit fre» Xnfele __ Ein von Ewa n so a nach Manchester gehender Ausflügler zug stietz^trn Bahnbot Ercwe mtt einem Guterzugc ; u - i_am m en. ^>e Lokomotive be-> Ausstuglerzuges stürzte um Führer unb Vnzcr retteten sich durch .ibipnn anwalt Fais: au5 Mannheim unb der Arzt zr. Iackinger aul ftöln, von e nem buricben ü b c r f a 11 e n. Ter Arzt wu erfchoffen, der Rechtsanwalt 'ckwer verletzt 4.er Räuber ist teiber entkommen, öof'entlid) tun bte Behörden alle-, mch» nur um des Raubmörders habhaft zu werden, lonbern auch um fren begtünd ten Besorgntfsen aller «cd'iparimalbrrifenbenjete der gesamt :t Bevölkerung icner Gegend zu begegnen. Der s stieß mit einem Messer auf Müller ein. Al- Straßenpaffantenf/ foerb.feilten zogen sich die Wüteriche zurück. JJ In Fel ix seidbei Ratibor kam es zu einem Zkampf »wifchnt einem Wilddieb und dem Förster struppa. Ter Dilddied warf fren Förster zu Boden und brachte »hm schwere Biß- unb rkratzwundcn bei, worauf er flüchtete. J In Hannover hat ein Mann namen- Stbrmann feint Frau mit einem Tafrfienmcifer erstochen Er wurde verhaftet.. In Lüttich wurde ein Tanamitattentat gegen fric Wohnung des Notars D a b o i i verübt. TaS EingangStor frei Wohnhauses wurde zertrümmert. Ter Notar ist sich nicht bewußt. in Lüttid) unb Umgegend einen Feind zu besitzen. In Paris wurde am Sonntag bic 54 Jahre alte Tucbcmin in ber Wohnung ihrer auf einer Badereise befindlichen Herrschaft mit durchschnittener stehle auigefunben. Sie war 1.» Ja bi e bei bei .xzerrsckmst. Die Polizei stellte fest, baß ihr e i g e n e r Sohn der Mörder war. Er hat sich durch größere Geld- ausgaben vcrfr.ichtig gemacht. Er wurde vcrhaitet und gestand den Mord ein. Er habe den Sonntag in lustiger Gesellschaft zubringen wollen unfr feine Mutter habe ihm das Geld dazu verweigert. In Springftelfr (Amerikas wurde ein SOjä hriger unfckruldiger e g c r von dem Mob gehängt. Tie Menge versuchte, daS Zuchthaus zu stürmen, in dem die Schwarzen von den Truppen bewacht wurden und nahm erst davon Abstand, als Kavallerie anrückte, lieber Springfield ist der Belagerungszu- itanl) verhängt worden. Tie Stabt wird von 3000 Solbitm bewacht ■ " — ." « -- । 1 ■ ______________Hi Märkte. le. Frankfurt a. M., 17. Aug. (Cria.-2elegr. des „Gieß. Anz/) AmtlicheNotieriuigen der lieuliflen ,,ruchtmarttpreisk. Weizen Alk. 00.00-00.00, Klirhejsischer Alk. 00.00—00.00, La «lau Alk. "3.50—23.75, fianfa-5 Mk. 23.00- 23.50, Rogge» (biehgen Alk. 18L0—00.00 Gerste (Welteiaucrl Mk. 20.50—21.00, »ranke» selber Mk. 21.50-22.50, Paser 17.50-18.00, MaiS Mk. 16.00-16.50. Weizciunebl Dik. 31.00-31.25, 00—UO, 2. Qualität Mk. 8u.ä<) bis Alk. 30.25, 3. Qualität Alk. 28.50—28.75, Roggemnehl g Alk. 22.25-29.50, l.Cunlüäl Mk. 28.25-28.60, Weizenkleie Alk. 11.äu bis Mk. 11.25, Roggeickleie Mk. 12.00—12.50, Maiskeime Mk. 1.300 bis Mk. 18.25, Franken, Pfälzer, Ried Alk.00.00-00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. le. Frankfurt a. M., 17. Aug. (Teleqr. Orig.-Benchl des »Gieß. Auz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viebmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 408 Ochsen, 89 aut Oesterreich 56 Bullen, 2 auS Oesterreich, 915 stiihe, Fersen, Stiere und Rinder, 303 Halber, 226 Schase und Hümmel, 1923 Schweine, 0 Ziege, 0 Ziegenlämmer, 0 SdjaUämmcr. Bezahl t wurden hit lOu Psnud Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 82—85 Mk, 2. Qualität 74-76 Mk., 3. Qualität 60-64 Mk.: Bullen: 1. Dual. 67—69, 2. DuaL 62-61 - Rübe 1. 2. Qual. 67-69 Alk* 3. Qual. 54-56 Alk., 4. Qual. 00—00 Mk, 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden sür das Psund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Pfg., Lebeudgewichi 55—56 Pfg., 2. Qualität 84 — 92 Psg., Lebendgewicht 50 - 54 Pfg, Schlachtgeiv. 68—72 Psg.; Schafe : 1. Qual. Schlachkgew. 82 dis 00 Psg^ 2. Qual. 74—76 Pfg. Schweine: 1. Qual. 71—00 1'. Lebendgewicht 56,0—00 Pf., 2. Qual. 69—70 Pi., L'cbenbgeroubi 55,0-00 Pfg., 3. Qual. 60-67 Psg., Lebeubgewlcht 00- 00 Psg. Geschäst bei Hornvieh gut, kein Ueberftaub. Olicßcner Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesfeu am Dienstag den 18. August: Abnehmende Bewölkung, am Tage etwas wärmer ol< heute. Aussicht auf Besserung tu den nächsten Tagen. - - 1 ____s" Griginal-Drahtmeldunsen. R.B- Darmstadt, 17. Aug. Oiestern nachmiltoa überfiel eine Rotte von 5—6 Burschen in der Tanne ein Liebes- p ä rd>c n. Sie schlugen fren Begleiter, einen Sergeanten, in bic Flucht unb beruhten an dem Mädchen ein Sittl.-ichkeitsve» gehen. Man hat bis jetzt nock) keine Spur von den Unbolbcn. 91© m, 17. 2(ug: Ter türkische Botschafter erklärte gegenüber einem Journalisten, cs fei aofolut urmduij. daß bie tur» kischen Bc Hörden die fremden Lfsiziere unb Ae- airrtcn, bic sich gegenwärtig in Mazedonien bennven, zu entlafse» gedenke. Tie Lage dieser Beamten würde keinerlei Verunberung erfahren. Lo n do n , 17. 2lug Tally Dlail meldet au- Äonstmitinopel- Ter Ministcrrat habe befchtosfen, daS Gefängnis in State« bul Niederreißen zu lafien unb an dessen Stelle ein Parlamentsgebäude zu crriditeiL Paris, 17. Äug- Eckjo bc Paris meldet cu5 Sanbei: Vertreter hervcrragcn^r Finanz-Institute betten sich verpflichtet, unter normalen Bebingungen eine Summe van 125 Millionen i’funb Sterling zusavnncnjubringen, bic dazu denen sollte, wlb- renb der nächsten Jahre den deutschen Flotten bau »■ s cha ch zu halten, ohne fraß dadurch das gewöhnliche Budget sein Gleichgciricht einbüßte. L'c- Haidle sich nicht um eine eigen!« Uche Verstärkung der cngl,sck •^Y‘ / übertrifft dieses aber an Billigkeit \-z um das 3*/a bis 10 fache. Die geringen Anschaffungskosten (v. M.4.75 an) machen sich schon in ca. 2 Monaten bezahlt. Mannesmannlicht ist leicht an jeder vorhandenen Krone anzubringen. Wegen der vielen Patentverletzungen fordere man bei seinem Installateur ausdrücklich Mannesmannlicht ■r&TW«« > .^otar ist sich nuht >, Jetnb zu besinn. ^.54 Jahre alle Sucher, -wse besmdlichen tzerrsL Miunden.. Sie 2 ?9et| Zeigen! lt j1“) durch größere Gch mde vnhastet und gek- Ag m lustiger GeseW ue chm das Geld dazu t;: wurde ein SOjähri^ -ob gehängt. Ae Rkt: m dem die Schwarzen t: hm erst davon Abstand, l old ist der Belagerung--. . wird von 3000 golt:: Aus Ia.Ia. Sürah, Aristokr.- ß5O Gestell, Spezial-Marke vMk. Für jeden Schirm wird Garantie übernommen. Reparaturen werden gerne besorgt. (au/e A. Salomon & Cie. Schulstrasse. Man sammle unsere Rabatt-Markeoi Den Schlüssel zur Sparsamkeit erhalten Sie bei uns geschenkt Vergleichen Sie unsere Preise und Qualitäten mit denen der Konkurrenz und Sie werden finden, dass Sie beim Kauf von einem jeden Paar Schuh vorteilhaft bedient sind und Geld dazu Das auf einem ganz neuen Prinzip beruhende hmsmannliclit i I MiS I ftitulc W 'y5 E < !! Weingutsbesitze!* an der Mosel sucht Herren, welche gegen hohe Provision seine reinen Weine spec. Flaschenweine direkt an Consumenten vertreiben wollen. 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Was muss eine junge Frau in der Ehe wissen? Von Frau Dr. E. von Szczepanska. _ 5—7. Tausend. Preis je 80 Pfg. — Verlag von Hans Hedewig’s Nt, Leipzig 45, Crusiusstrasse 12- Diese beiden Bücher der geschätzten Verfasserin zu verdanken haben. — zu beziehen durch jede Buchhandlung-- Ten Restbcstand meiner Sportwagen verkaufe so lange Vorrat, zu jedem annehmbaren Preis. Augast Kilbinger, 4816) Seltersweg 79. Bekanntmachung taffcbu66oUer P-t-r Gienen, den 17. August 1908. . _ Großherzogliche Bürgermerfterer Gießen. I.V.: Keller. Messer, i Pickel im Gesicht und am Körper, Bluten, Mmmcrl:,. Röten, Sommcrsprosicn, jucken, Zurunlcl, Haulacschwurc ^.wcr daran leidet, gebrauche Zucker's Daleut- Medizinal-Sclic, 2. R. P.. or»11’* soblcn und tausendfach bewabrt. $rei#50 Bfg. (kleine Packung, 15% 19), und Mk. ILO (grogc Packung, 35%i8, Bon stärkster Wirkung). Wunderbare Erfolge, zumal bei gleichzeitiger Anwendung von . werden zablrcur, der,chic,. Jeder, dn d-sber verg.bl.ch tofste. 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