üehi • «Suj* ten, rlesiEce 5471 lchreinerei w onenstrasse 14 ichballiges Lager in tfai. Auszieh-n.Loph^. ' Blumen- und »el, Äiudertiilhrii 'dernen Wsch.,^, upsklappWl ; Veraada-Garnitlirn iSauelle. sffeh und Kinderslubli^ I bamme niedergeiiL isse 50. kel, Eebai in allen Preislagen: AnsfüW11 verkaufe bis tober d, Js. ® 1 Hälfte des seift# Preises. gtei jtaiejSS Zitaten bssl1 Die Gürtel smd * und wodem sonders auige ( : Tischen ausge»- August Ä S.V.S18 Zweites Blatt 158, Jahrgang Mittwoch 16. September 1908 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tie „Siebener §amillenblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtilblatt ffir den Kreis Sichen" grocimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Rotationsdruck und Verlag der Brnhi'schen UniversitälS -Buch- und Sleindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Tnlckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: enge» 51. Redaktion: 112. Tell-?lbruAnzeigerDicßen. politische Tcrgerscliou. Eine unerwünschte Wirkung des KinderschuhgeseheS. Schon vor dem Erlaß des KinbcrschutzgesetzeS äußerten die Freunde eines ausgedehnteren JugendschutzeS die Befürchtung, daß die geplanten und bann auch gesetzlich fest- gelegten Vorschriften über die Beschäftigung eigener Kinder im Dienste dritter Personen eine Abwanderung der envcrbS- tätigen Kinder aus der Werkstatt deS Arbeitgebers in die nicht selten jedenfalls weit weniger geeigneten Räume de§ Elternhauses veranlassen würden. Das scheint nach den Bc- richten der Gewerbeaufsichtsbcamten denn auch bereits in einem ziemlichen Umfange eingetreten zu sein. WaS davon zu halten ist, daS spricht die Aufsichtsbeamtin für den Gewerbe- aufsichtSbezirk Chemnitz in folgenden durchaus zutreffenden Worten aus: /Bezüglich der Beschäftigung fremder Kinder «var vielfach jju beobachten, daß die Arbeitgeber die Kinderarbeit in der eigenen Werkstätte tunlichst einschränken und in Hausarbeit umwandeln, die an Kinder auSgegeben wird, eine Erscheinung, die durchaus nicht j» begrüßen ist. Denn wenn die Kinder in der Wohnung ihrer Eltern arbeiten, so dürfen sie nicht nur bedeutend länger beschäftigt werden als beim Arbeitgeber, sondern eS findet dadurch eine nicht erwünschte Vermehrung der Kinderarbeit statt, daß in der Regel die jüngeren Geschwister zur Beihilfe herangezogcn werden/ Vielleicht gibt diese Erscheinung, die sich ja keineswegs auf den Bezirk Chemnitz beschränkt, den Anstoß zu der oft geforderten Beschleunigung des Tempos im Ausbau von Bestimmungen zu einer durchgreifenden Eindämmung der Heimarbeit. Deutsche» Neich. Der Kaiser hat an die Familie des verstorbenen Präsidenten v. Schlumberger in Gebiveiler ein Herz liches Beileidstelegramm gesandt. FürstEulenburg verbleibt nur noch bis zum 1. Oll tober in den ihm während der Dauer der Untersuchungshaft in der Charitee zugewiesenen Räumen. Diese Raume werden cmderiveitig gebraucht, lieber die fernere Unterbringung des Patienten finden Erwägungen statt. Der Reichskanzler trifft heute zur Eröffnung der Beratungen des interparlamentarischen Kongresses in Berlin ein. ZurReichsfinanzrefor m. Dem Vernehmen nach befindet sich auch die We i n st e u e r unter den Steuerpläncu, die neuerdings im Reichsschatzamt ausgearbeitet worden sind und dem Bundesrat vorgelegt werden sollen. Eine Einigung zwischen den verbündeten Regierungen über diese , Steuer hat aber noch nicht stattgefunden. Sie soll als Flaschensteuer gedacht sein. Bei der Reichstagsersatzwahl in Speyer- .Ludwigshafen erhielt'Auer (lib.) 12 609, Binder (fe.) '21837 Stimmen. Damit ist der sozialdemokratische Kandidat für den Reichstagswahlkreis Speyer-Ludwigs- rijafen gewählt. Bei der Reichstaasersatzwabl im zweiten Braunschweiger Wahlkreis wurden am 11. Sept, insgesamt 24527 gültige Stimmen abgegeben; davon erhielten Hofbesitzer Kleye-Jerzheim (natl.) 11422, Maurer ^tieke-Braunschweig (Soz.) 7190, und Diotar Dedekind Braun schweig (Braunschw. Landes-Rechtspartei) 5912 Stimmen; Zersplittert waren drei Stimmen. Es hat also eine Stichwahl zwischen Kleye und Rieke stattzufinden. Der Nationallib. Landtagsabg. Hilbck ist nach einer Meldung aus Dortmund in der Nacht zum 'Dienstag gestorben. Bergwerksdirektor a. D. Hilbck, der yin Alter von nahezu 67 Jahren erreicht hat, vertrat im 'Lbgeordiretenhause den Wahlkreis Altena-Iserlohn. Dem Reichstag gehörte er während der Legislaturperiode 1898 üs 1903 als Vertreter von Dortmund an. Der frühere nationallib. Landtagsabg. iLudowieg ist am 12. September in Waldhausen bei Hannover im Alter von 79 Jahren gestorben. Ludowieg, der "ter Reihe nach Bürgermeister von Einbeck, Hameln und .Harburg war, gehörte dem preuß. Abgcordnetenhause von 879 bis 1885 als Vertreter von Einbeck, 1888 bis 1893 als Vertreter von Harburg an.______________________________ Ausland. Ein Verba ndallerdeutschenParteien Oesterdeichs wäre der beste Tamm gegen die Sturmflut der Slaven. ' Aad) den neuesten Zusammenstößen zwischen Deutschen und rsckiechen haben die Deutschen in Böhmen sich endlich ge- rinigi. Zn einer Versammlung aller deutschen Landcsab- zeordneten in Prag wurde die Bildung eines gemeinsamen Serbandes aller deutschen Parteien beschlossen. Die Türkei und Bulgarien. Ter Sultan hat "Bulgarien offenbar daran erinnern wollen, daß cs ergent- !ich ein Vasallenstaat der Türkei ist. Nicht anders ist die Zurücksetzung zu erklären, die vor einigen Tagen der diplo- nati)d)cn Vertretung Bulgariens zuteil mürbe, indem sie ju einer offiziellen Veranstaltung nicht eingeladen war. Die französisch-spanische Note wird nur von )en „Times" bedingungslos gebilligt, weil sie nach An- icht des Blattes alle Forderungen enthält, die die Mächte ;egen Marokko zu erheben berechtigt feien. Dagegen be- "ürchtet „Daily Graphic", das dem Sultan Mulay Hafid itböerlangte Versprechen, den angeblichen heiligen Krieg ein- rjustelleu, werde ihn bei den Marokkanern in Verruf bringen mb ihm bas tragisch-lächerliche Sck)icksal seines Bruders Abdul Äsis bereiten. „Daily News" stößt sich besonders i:n den finanziellen Forderungen, .weil sie die Grenzen i!er Gerechtigkeit und Vernunft überschreiten. Aud) „Daily Ehronicle" fragt, wie das bankerotte Marokko mit seinem Leeren Staatsschatz die angehäuften finanziellen Verpflich- ungen übernehmen könne; Blut aus Stein zu erpressen, |jei leichter, als dem verarmten Lande Geld abzuzapfen. ZozialdemottaLischer Parteitag. S. u. H. Nürnberg, 15. Sept. Zu Beginn der heutigen ziveiten Sitzung des Parteitages Lrachre Reichstagsabg. Geyer(Le^zig) folgende R e s o l u t i o n zur iReichSfinanzreform ein: „Die den materiellen Interessen der bejibenbrn und herrscl-enden Klassen dienende, die Arbeitcr- llassen schwer schädigende und den 'ZMlfriebrn drohende Militär-, Marine' und Kvlonialpolitik des Teutschcn gleiches führt &u un. unterbrochen steigenden Ausgaben, deren Deckung bet dem jetzt geltenden Steueriystem nicht zu erlangen ist. Trotzdem seit dem Zähre 1888, dem Regierungsantritt des jetzigen Kaisers, die eigenen Einnahmen oed Reiches von 821 wtillionen Mark auf 1732 Millionen im Zähre 1907 gestiegen sind, ist in dem gleichen Zeitraum die Schuldenlast des Reiches von 720 Mill. Mk. auf 4300 Millionen Mark angewachsen. Tie Steuern des Reickis sind ungerecht und unwirtschaftlich. Turch bic Zölle und Verbrauchsabgaben werden die ärmsten iHaffen der Bevölkerung am schorsstrn getroffen. Dabei kommt nur ein geringer Bruchteil der Millionen, die die Steuerzahler auszeben, in die Reichskasse. Den größten Teil der durch Getreide-, Lieh, und Fleischzölle, Garn-, Eisen- und andere sog. Schutzzölle auf Ge- braud-sartiicl der breiten Massen dem Volke abgcnommcncn Summen fließen in die Taschen der Großgrundbesitzer und Groß- kapitalisteu, die nur eine verhältnismäßig geringe Steuergitote für die Reicl)s'asse leisten. Gesunde Finanzverbältnisse können nur geschaffen iverden, wenn die Ausgaben für Militär, Marine und Kolonien herabgesetzt und die Steuern der Zahlungsfälngkeit der Steuerzahler angepaßt werden. Der Parteitag protestiert gegen die Erhöhung bereits besteheirder, sowie die Einführung neuer Steuern au f M a s s e n v e r b ra u chs a r t i ke l. Jns- befonberc protestiert der Parteitag gegen bie dem russischen Steuersystem entlehnte Banderolensteuer auf Zigarren und Tabak, sowie gegen die Erhöhung der Biersteuer. Ferner protestiert der Partei- lag gegen Sleuern ans Licht und Kraft (Petroleum, Gas und Elek- trizitäl usw.). Der Parteitag fordert die Mscl)afsuna aller in- direkten Steuern, Zölle und sonstigen steuerpflichtigen Maßnahmen, welche die Znleressen der Allgemeinheit einer bevorzugten Minderheit opfern. Er fordert bie Einführung einer stufemoecse steigen den Reichseinkommen- und Vermögenssteuer, die Reform der Erbschaftssteuer butd) Hcranzichung aller größeren Erbschaften und Erhöhung der Steuersätze nach dem Umfange des Erbgutes und nad) dem Grade der Verwandtschaft, insbesondere die erbschaftssteuerliche Heranziehung des Erbgutes für Ehegatten und Kinder." Darauf iwmbte sich der Parteitag der Beratung derFrauen- o r g a n i s a 11 o n zu. Eine Vereinbarung des Parteivorstandes mit den Genossinnen über dieses Thema besagt: Nachdem die gesetzlichen Schenken gefallen, die in den einzelnen Bundesstaaten den Frauen beit Eintritt in die politischen Vereine wehrten, ist es Pflicht der Genossen, ihre weiblichen Angehörigen den Parteiorganisationen zuzuführen." — Der frühere Reichstagsabg. v. Elm-Hamburg stellt dazu folgenden Antrag, den er eingehend begründet: „Jede Genossin ist verpflichtet, der sozialdemokratischen Parteiorganisation ihres Ortes beizutreten. Politische Sonder- organisationen sind nicht gcftatict. Zur rheorisd-en u. praktischen Schulung der Genossinnen können jedoch an besonderen Vereins- abenden zur Erörterung der die Frauen hauptsächlich interessierenden Fragen Frauenversammlungen veranstaltet werden. Zu der Leitung und Verwaltung in den sozialdemokratischen Vereinen und streisorganisationen, sind, wenn möglich, Gertossinnen heranzuziehen, ebenfalls zur Leitung der. Gesamtpartei. Den weiblickren Mitgliedern der Verwaltungen liegt es ob, die notwendige Agitation unter dem weiblichen Proletariat im Einvernehmen und unter Mitwirkung der tätigen Genossen und Genossinnen zu betreiben. Reichstagsabg. Lipinski-Leipzig wendet sich dagegen, daß den Frauen ein Amt im Vorstande gegeben werden soll, nicht weil sie tüchtig siird, sondern weit sie Frauen sind. — Frau Zietz-Harn- burg verteidigt die Ansprüche der Frauen. — Hofftnann-Hamburg unterstützt den Antrag v. Elm. Die Frauen hätten sich in den allgemeinen Rahmen einzuftigen. — v. Elm-Hamburg erklärt twch, es scheine ihm, als ob man den ganzen Parteitag unter den Pa ntoffcl b er Frau bringen wolle. Das müsse verhindert werden. Nachdem die verschiedenen Referenten sich im Schlußwort noch kurz geäußert hatten, luurbe zur Abstimmung geschritten. Zunächst wurde dem Vorstände Entlastung erteilt. Dann wurde bezüglich) der Parteischule folgender Antrag Bremen angenommen: Ter Parteitag nimmt mit Befriedigung Kenntnis von dem Bericht des Vorstandes über die Tätigkeit Der Parteischule. Er ersucht den Vorstand, die Tätigkeit der. Parteischule in der bisherigen Richtung weiter auszubauen. — Zum Thema: Partei und Gewerkschaften mürbe folgende Resolution des Parteivorstandes und der Kontrollkommission angenommen: Der Parteivorstand begrüßt den infolge der Einigungsoerhandlungen erfolgten Uebertriti der lokalistischen Vereine in die Zentralverbände. Die Vereine, bie trotz der geführten Verhandlungen bei der Freien Vereinigung Der Gewerkschaften geblieben sind, haben durch ihr Verhallen bekundet, daß sic entgegen den Beschlüssen der Parteitage und des Internationalen Sozialistenkongresses in Stuttgart die dringend gebotene einheitliche Organisation des wirtschaftlichen Kampfes Der Arbeiterklasse nicht wollen. Die Freie Bereinigung Deutscher Gewerkschaften hat sich auch in offenen Gegensatz zur Partei gestellt, indem sie unter Anlehnung an die anarcho-syndikalistischen Bestrebungen die Sozialdenwkratie geflissentlich bekämpft und schmäht, sllachdem Urtiter die Einigung5bvrhandlungen mit dem Allgemeinen Deutschen MeMllarbeüerverbairde, dessen im Gcgen- satz zur Lübecker Resolution erfolgte Gründung fdjou vom Mannheimer Parteitag als schwere Schädigung bezeichnet worben ist, zu keinem Ergebnis gesührt haben, erklärt der Parteitag: Jede Mitarbeit von Parteigenossen, in denen mit der Freien Vereinigung Deutscher Getverkschaften verbundenen Vereinen, sowie in dem Allgemeinen Deutschen Metallaroeiterverband ist unvereinbar mit den Grundsätzen und Interessen der Sozialdemokratie. Zur Frauenfrage wurde die Vereinbarung des Parteivorstandes mit den Genossinnett angenommen, die lautet: 1. Jede Gerwssin ist verpflichtet, der sozialdemokrattschen Parteiorganisation ihres Ortes beijutreicn. Politische Sonderorganisationen der Frauen sind nicht gestattet. 1126er das Fortleben besonderer Fraum-Bildungsvereine entscheiden die Genosien und Genossinnen der einzelnen Orte. Die Mitgliedschaft in solchen Vereinen enthebt jedocb bie Genossinnen nicht Oer Verpflichtung, den sozial- bemotratiid'en Parteiorganisationen anzugehören. 2. Unabhängig von den Vereinsabendeit der Manner stirb für die weiblichen Mitglieder Zusammenkünfte ernzurichten, welche ihrer theoretischen und praktischen Schulung dienen. 3. Die Festsetzung der Beiträge für die weiblichen Mitglieder bleiot den einzelnen Organisattonen überlassen. Empfehlenswert ist, die Beitrage für die toeiblichen Mitglieder niedriger zu bemessen, wie für die männlichen. 4. Die weiblichen Milglleder sind im Vcrhälttris zu ihrer Zahl im Vorstand vertreten. Doch muß diesem nrrndestens eine Genossin angehören. 5. Ten weiblichen Mitgliedern dcs Vorstarrdes liegt es ob, die itotrcenbige Agitation unter dem weiblichen Proletariat im Einvernehmen mit dem Gesarnw-orstand und unter Mitwirkung der tätigen Genossinnen zu betreten. 6. Solange betreffs der Beschickung der Parteitage durch die Parteiorganisationen nock- das gegenirartige Provisorium gilt, bleiben auch für die Delegierung der Genossinnen die jetzigen Bestimmungen des Parteistatuts in Kraft. Tas Zentraloureau der Genossinnen bleibt bestehen, die Verlretermnen der Genossinnen, darin wird dem Parteivorstanb angegliedert. — Auch die von der Frauenkonserenz vvrgelegte Resolution über diesen Gegenstand wurde angenommen. Man gelangte bann -um nächsten Punkte d.r Tagesordnung, dem ParlamentarischenBericht, den Reichstagsabg. Eichhorn erstattete. Dieser stellte fest, daß sich seit dcm vorigen Jahre in der politischen Lage sehr wenig geändert habe. Im Reichstag lei immer noch der Block Trumpf. Sein kor- nunpicrcnbcv Charakter habe sich noch vcrfchärü. Man glaubte eigentlich an cm baldiges Ende bc3 Blocks; er bestehe ater noch. Ala n habe bic politische Verkommenheit des b ürger l ich en Li bera l iSmus zu g e r l ng e t ng ef chä tzt. Positive Arbeit habe der Block nidjt geleistet. Ter Frei, inn habe sich dabei von einer Seile gezeigt, bic gciabcjii physischen Ekel erwecken muß. (Lebhaiter Beifall.) Plan bianche mir an bie SlomÖbic zu beiden, die auf geführt würbe, als nach dem ilrach mH dem kriegsmimsler und Finauzminisler bei Block in bic Bruche zu gehen drohte. Da marschierten bie Freisinnigen gehorsam heran und tatet Buße. Diese Leute würben aber noch weitergehen, beim die Verlotterung deS Liberalismus sei nichlans- z u h a 11 e n. Im weiteren Verlause bet Erörterungen führte Genosse Kurt Rosenfelb-Berlin B e s ch iv e r b c über den Ab g. W o l \ g a n g peine, weil er in den Sozialistischen MonalShesteu ciklarl habe, daß c5 nicht gut sei, die Iugenb vor bent 18. LebenSiahre mit Politik z»i beschäftigen. Dadurch habe Hei,re bic Blockpolitik gut- geheißen. Daraus würben sämtliche Anträge der Reichstagssraltion iiber- wiesen. In bcr heutigen NachmiitagSsihung beschäftigte sich der sozial- bemokralische Parteitag mit der Frage der Maifeier. Tazii lagen eine große Anzahl von 9(ulrägcn vor, von bencn bic meisten auf bas cnischlcbcnsie bic .BremS- und Abiviegelung->- versuche ans GewerkjchaslS- unb Parleikieisen" verurteilen und forbern, baß ber auf jebem Parteitag beschlossenen Propagiening der 'ArbcitSruhe am 1. SDlai Itechnung getraqcn werde. Ter Iicscrent über dieses Thema, Reichstagsabg. Richard Fische r-Acrlin wies Darauf bin, daß die Frage der Maifeier schon so ergiebig behandelt ivorden sei, daß ivenlg mehr 311 sagen wäre. Es handle sich nur um den Wunsch deS Stuttgarter Jnternatioiialen Kongresses, die Unterstühungsirage zu rcgelir. Gcticralkommijsion unb Parteivorstanb wollen eine würdige Feier für den 1. Mai haben. Die Alittel dazu müssen aber von der Parteiorganisation unb ben Gewerkschaften am Orte aufgebracht werben. Ter Parlei- vorstand kann nichts anderes vorschlagen angesichts bcr briitalen Tatsache, daß e s a n G e l d f e h l t. — Rosa t!uxeinburg führt au§: Bon bcin dualistischen Zusammenwirken bcr beiden organisatorischen Spitzen, der Partei und der Gewerkschaft, habe ich mir nie viel versprochen. Meine Bc'iircht- iingen sind eingetrosfen. Tas sieht man am Beispiel ber Behandlung der Maifeier und der Iugendstilsorge. DieUnterstützuiigSfrage ist eine Schlinge geworben, mit bcr bic Maifeier erdrosselt werden kann. Die Unterstützungs,ragc wird nur dadurch gelöst, daß bie Maifeier möglichst ausgedehnt wird, daß sie einen solchen Umfang annimmt, daß Maßregelungen einfach unmöglich werben. Wcnri wir uns lau zeigen, so bekommen die Unternehmer erst Mut zu Maßregelungen. Wir gehen schweren Mampfen entgegen, darum müssen wir geschlossen Vorgehen. — Adler (Miet): Wir lünncn die Maifeier nicht aufgeben, nachdem wir jahrelang dafür gekämpft haben. Tas würde uns als Schwäche ausgelegt werden. Tas Klagelied des Maiseier-Spezialisten Richard Fiicher muß uns tief betrüben. Wer die Kajjenverhältitisse kennt, tvundert sich darüber, daß die Getverkschaften so wenig nachgiebig siitd. Den Gewerkschaften gegenüber i ft doch bie Partei der „arme Mann". — Klüß (Magdeburg) erklärt: Die bestehende Wirrnis wird noch dazu führen, daß die Maifeier ganz versandet. Man weiß nicht mehr ein noch ans. — Engler (Frci- burg): Wenn die Maifeier eine lltueeftutzungssrage wird, dann ist sie bald enoürgt. — Meyer (Frankfurt a. d. £).): Die Maifeier muß and.-rs geregelt werden, aber sofort! — Reick)stagsabgeord- ncter Zubeil (Berlin): Was soll denn aus der Maifeier werden, wenn forrwährend eine Pferdetnr an ihr ausgeübt wird? Zetzt will man die Parteigenossen gebunden in die öänbe der Gewerkschaften geben. — Der Generalsekretär der Gewerkschaften, Zteichs- tagSabg. Robert Schmidt (Berlin), meint, daß Rosa Luremburg mehr zum Skandal als zum Vertragen neige. Sie verkenne die Verhältnisse vollständig, nicht ix?r Rat der Partei könne Helsen, sondern nur ihre Mitwirkung. Wir haben un-o den Beschlüst'en bc-> Parteitages stets loyal gefügt. Man soll uns nicht immer mit Reden kommen, sondern wir wollen auch Taten sehen. Zu stürmischen Szenen tarn es, als dann wieder bet frühere Parteischüler Pieck (Bremen), der sck-on gestern gerade leinen günstigen Eindruck auf die Partei gemacht hat, das Wort ergriff. Er leitete seine Ausführung damit ein, oaß er sagte, es müsse eine Unverschämtheit genannt werden, wenn ein Genosse, der an erster Stelle dec Bewegung stehe, bcr Genossin Rosa Luxemburg den Vorwurf mache, daß sie zum Skandal geneigt sei. (Großer Lär m.) Er wolle damit den Ton dieser Leute kennzeichnen. (Erneuter Lärm. Laute Zurufe: Schluß! Herunter von der Tribüne! Raus!» Es gebe Leute, vor denen er nicht die geringste Achlling (jaben könne. (Erneuter großer Lürnr. Zurufe: Herunter! Schluß! Ein Deleg.erter ruft: Da sieht man den Segen der Parteischule!) Ter Leiter bcr Versammlung, Landtagsabg. Dorn (Nürnberg , ruft den Redner unter Iebl;uitcm Beifall der Versammlung zur Ordnung. — Pieck fährt daraus fort: Zch habe diese Art der Ausführungen nicht auf der Parteischule gelernt. (Stürmische Heiterkeit uno Zuruf: Jeder blamiert sich, so gut toic er kann.) Ich habe fd*an immer so polemisiert. (Schlußrufe.) Redner iktlangt, daß die Gewerkschaften die finan* Stelle Veraniwortung für die Maiseier übernehmen. Nach weiterer Debatte schritt man zur Abstimmung und nahm die Vereinbarung in folgender Form an: Zur Vorbcrellung der Maifeier ist an allen Orlen, möglichst ;u Beginn tas Jahres, eine Kommission einzusetzen, für die zu gleichen Teilen das Gewerk- sck-aftskartell und bie Parteiorganisali nt ihre Vertretung bestimmen. Ten Vorsitzenden wählt die Kommission selbst. Tie Kommission bat die Aufgabe, unter Berücksichtigung der örtlichen und beruflichen Verhältnisse und der Bestimmungen oer gewerkschaftlichen Organisationen, sowie der Beichlnsse des Part.ilagcs, für eine würdige Feier Sorge zu tragen. Trt in Aussichr genommene Feier darf an keinem anderen Tage als am 1. Mai stattfinden. Lei Aussperrungen infolge der vNaifeier kann den davon b.'.rofsenen Arbeitern eine Unterstützung vom Beginn der -weiten Woche gewahrt werden, und darauf hauen die politisch wie auch ixe gewcrlschastlich organisierten Arbeiter Anspruch. Abgelehnt wurde folgender Teil der vorgeschlagenen Vereinbarung: 2ie für di' Unterstützung nötigen Mittel sind von bcr Par.ciorganisalion und der Gewerkschaft am Orte, an welchem die Aus perrung erfolgt, aufzubringen. Zur Unterstützung bcr Ausgesperrten soll an den in Frage lommciiben Orten ein Fonds gebiloet werden, die Mittel für diesen Fonds sind durch Sammlung.-n unb freiwillige Beiträge aufzubringen. Bedarf cs eines solchen Fonds am Orte nicht oder reichen die Mittel eines Fonds zur Unterstützung bcr Ausgesperrren nicht aus, so sind die erforderlichen Untosten am Orte von der Parteiorgan-.sation und den Gewerkschasicn, oenen bic Ausgesperrten an gehören, zu deckcn. Ter Slntnl, dcn jede dieser Organisationen zur Deckung dcr Unkosten ccr Aussp.rnmg außuhringen hat, wird nach der Mttgliederzahl dieser Organll satronen berechnet. Anspruch auf Unterstützung ans den Zen.lral- fafien der Partei und Gewersia-aften haben bic AusgesperNe» nicht. Erheben bie Gew: kschasten im Anscht.-ß an oie Auslper- rungen Lohnforderungen, so t-aben sie bic Unterstützung oer Aus, gesperrten allein zu übernehmen." enden Ctti Vor •• Ordensverleihungen. hat dem Generalarzt a. D. T bisherigem KorpSarzt des 16. Armeekorps, den Kronenorden gerufen worden ist. Kleine l*i 111 e »i u n o r ;t Pension bewilligt. Kiel. Intend.-Kanzlist von der Intendantur des 18. Armeekorps, zum 1. Dezember 1908 zu der Intendantur des S. Armeekorps versetzt. vom Schlacht-Viehhofe zu Straßburg (Elsaß) am 13. Sept. )( Groß-Felda, 14. Sept. Tas Projekt einer Stichbahn Groß - Felda in das Ohmtal, wie cs in letzterer Zeit aufgetaucht ivar, ist fallen gelassen worden. Mit der Vermessung der Lhmtalbahn sollte gleichzeitig diese Bahnlinie vermessen werden. Allerdings konnte die Stich- n r. » -esse« v»d W Ärer von 90 Je bi» bahn nur eine t , . bahn machten sich aber bald gewichti Ein Antrag Adler Wer, wonach der Vart^irorstanb mit bot Gewerkschauen in n:uc Verhandlungen über die Unrerstupungs- h»gr treten soll, wird angenommen. Wertere Anträge >u bnrr Thema wurden dem Vorwande als Material überwiesen, andere, die die Maifeier speziell regeln, angenommen. Darauf vertagte sich der Parteitag auf Mittwoch vormittag. Mora - n Mittwoch wird Bebel als erster 'Hontr im Aunrag ocs Larteivoistanoe^ über di: 7,.aie dcr Budget bewilligung sprechen und die ang'kändiate Abrechnung mu den Buogetbewilligern l-alten Von diesen istsciren- der bayc au'chen Delegation der Landta-iSabg. Timm München und von bn: badischen Landtagssraktion der Reichstags- und LandtagSabg. Tr Frank ^Mannheim als Hauptredner bestimmt worden. gebrochen im Kreise Chateau-Saliu3 (Lothringen) am 12. September. Tas Erlöschen dcr Seuche ist gemeldet OLauback», 14 S:pt. Tic cngeRrebk Zuaverbir. düng in Mücke :.u dcm Zuge 521 n ach Alsfeld ist auch für den Win'.erfabrplan von der Ci cubahndirekrion ar- gelebut worden Tic Erhebungen baden die ?:oinxnbigTrt dcr Verlegung von 9 Früh.iigcn teils bis zu 23 Minuten ergeben, die B.'schwerd.n von Bergleuten. Schülern aus der Wetterau nach sich ziehen nmrden So sehr aus früher do: gelegten Gründen ,u bedauern ut, daß wegen einer Zeu- Differenz von p Minuten der Anschluß in Mucke nicht erreichen ist, sondern eine Wartezeit von 2 Siunden dedrnzr so muß doch der gute Lille der üt'cnbahndircktiou cnn. rannt tverden. die dem hiesigen Vertreter der -andelskommn - Ter Fall Rothschild. Hosrat Rot hschild und Prokurist Acker haben am 25. Sept. Verhandlungstermin fingen im Jahre 1906 174 = 79,1 Proz. gut geführt. Tte Cinnahmeu des Vereins beliefen iid) 1907 auf 12 634 Mk., die Ausgaben auf 11614 Ml. Tie Verwaltung der Der- cinslasse und die Hebegebühren erforderten 2843 Mk. Im Berichtsjahr ist ein Wechsel int Vorstand cingetreten. Für Ministerial-Sekretär Mueller, dcr zum 1. April 1908 von Tarmstadt als .ilrcidamtmann nad) Hepvenheim a. d. B. versetzt wurde, ist dcr Tircltor dcr Kanzlet der Ersten Kammer der Stände Becker zum Schriftführer ernannt worden. •• Die Maul- und Klauenseuche ist auS- vor der hiesigen Strafkammer. "Oberhess. Nebenbahnen. AuS Vad-Nauhe.m wird gemeldet, daß die landesherrliche Genehmigung für die Vorarbeiten der Bahnlinie Bab-Nauheim—Nieder- Ober-Mörlen—Ziegenberg—Usingen erteilt wotden ist. •• Ter Rechenschaftsbericht des Hessischen Schutzvcreinsfürentlassene Gefangene für das Jahr 1907 08 gibt ein übersichtliches Bild über die fegens- reiche Tätigkeit, die der Verein im Berichtsjahre entfaltete. Tie baren Unterstützungen im Jahre 1907 erreichten die 3ummc von 8331,64 Mk., die höchste Summe, die bis jetzt in einem Jahre aufgewandt wurde. Aber die Unter- tützung seiner Pfleglinge oder ihrer Angehörigen durch Barmittel ist feinesivegö die Hauptaufgabe des Vereins. Sie besteht vielmehr darin, den Pfleglingen nach ihrer e le gen heit und ein Dom !Hertenfrit$er Elettnzttätzwett. Von Abg. Köhler- Langsdorf. Der Abg. K ö h l e r - Langsdorf ersucht unS um Der Sfsentlichung des Folgenden: Tic .Landpost" bringt in ihrer Nr. 74 vom 12. Sept 1908 folgenden länderen Zeitungen entnommenen/ Artikel: Mer kenfritz,8. Sept. Gestern weilten Hrcidrat Böck- inann-Büdingen, Forstrat Tr. Weber Konradödorf und Burgermcister Stcp er-Latterba:l: im Ai ftr g dec hessischen Regierung hier, um das neue Elektrizitätswerk zu besich iigen. Tiefes wurde vor 2 Jahren gegründet, steht aber jetzt seit 1. August wegen Konkurs des Besitzers still. Außer genannten Herren war n o ch der Vertreter eines Berliner Elektrizitätswerkes an- wcseNd, dcrdie Absicht hat, dasElektrizitäts- tocr f zu kaufeit, falls die hessische Regierung dte Erlaubnis gibt, Nachbarorte wie Gedern, W e n i n g S, S t e i n b e r g a n z i: s ch l i c ß e n. Es soll demnächst eine Sitzung des jVL 'i. tagö Büdingen im Beisein eines Reglerungsvertreters stattfi.iden, um über dieie Angelegenheit zu beraten, speziell zu prüfen, ob nicht die Interesfen de- geplanten Elektrizität Merkenfritz aber bleibt vorläufig ohne Licht und schwebt buchstäblich im „Tunkeln". Tie obige Notiz veranlaßt mich, darum in der Dessenl lichkeit Stellung zu nehmen, weil ich bereits seit mehr als 02 Jahren schon — freilich immer noch ohne Erfolg — bemüht gewesen bin, die Regierung für Untersuchuiig der Wasserkräfte im Gr o ß he r zogtu m Hessen und den Ankauf aller in demselben frei- werben ben Mühlen nnb Wasserrechte für bcn sStaat zu bewegen Zuletzt gesckwh diese Anregung durch tinen von mir gestellten Antrag im nunmehr geschlossenen Landtag; auch uneder ohne d h mindesten Erfolg Ja Regierung sah sich nicht einmal veranlaßt, irgend eine Antwort auf meinen Antrag, dcr seinerzeit in dem „Gießener .Anzeiger" veröffentlicht wurde, zu erteilen; während sie • dagegen einzuwenden halt . als der im Großh hessischen Staatsdienste an gestellte Geheime Obcr-Baurat Schmitt im Auftrag der Bayerischen Regierung ein epochemachendes Werl über die Wasser iräfte im Königreich Bauern ausarbeitete und i m Au s t r ag dcr Reich sregierung die Wasserverhältnisse in Süd «West-Afrika einer Untersuchung an £rt und Stelle unterzog. Man sollte doch meinen, tvenn man einen so hervorragenden Fachmann, wie den genannten Herrn, int eigenen Dienste zu haben den Vorzug hätte, daß man dessen Kraft doch zuerst i in eigenen Lande zu fruktisiziercn suche. Aber mit Nichten! Großhcrzogtum Hessen geht's la la so weiter. Und wenn unser uochverehrtcr Herr Geheimerat Tr. Breidert nicht ans eigene Faust so zielbenmßt und tapfer Vorlegungen wäre, !ver weiß, ob bis jetzt irgendeiner um diese für unsere Volkswirtschaft so wichtigen Angelegenheiten sich gekümmert hätte Wie aus obiger Notiz l-crvorzuteuchten scheint, so besteht auch im vorliegenden Falle wieder die große Gefahr, daß das Merkenfritzer Elektrizitätswerk in Pr t v a t y ä n oe gerate. Es scheint, daß die Suche bereits weit gebieten fei. Darum möchte ich cs nicht unterlassen, weiiigstens meinerseits öffentlichen Protest gegen bie 11 ebcrlassung biefeö 29erkes in Privathände isiermit c»nzulegcn; vielmehr bie Großh. Regierung vor aller Lesfentlichkeit aufzusordern, das gcnannle Wert und alle umliegenden Wasicrrechte, soweit jic käuflid) zu erlangen find, in Staatsbesitz zu bringen und ihre Ber- Wendung im Interesse der umliegenden Gemeinden z ii organisieren. 2ltts Stadt und Land. Gießen, 16. Sept. 1908. — Vom Grobherzoglichen Hofe. Die Prinzessin Dorothea zu EolmS-Lich ist nach der .Darmst. Zig.» am Wlontag nachmittag 5 Uhr zum Besuch auf Jagdschloß uvlll .... ___ Wolsügarten cingetrofjen. bube hat hier mehrere Tage m geschickter Weise sein Hand-I?mer Urkunde' waren'a.eingelrosten " Aul dcm .2?! 111 t ä r - 26 vch cu b l a t t'. ® rin ' • werk getrieben, verschiedene (Geschäftsleute und seinen H Cbafonftftovinlpuifii1 • mann, 6t. im Inf.-Regt. Prinz Karl ,4. Großh. Hess.) wirt anaepumpt, um dann mit Hinterlasiung einer großen I Rekior ' ; Nr. 118, scheidet am 30. September aus dem Heere ans Zeche zu verschwinden. Ter Schwindler gab '.ch a!S ^rftcu UxÄx" und ivird mit dem 1. Oktober 1908 im 1. Eec-Bat. an- au5, der hier seinen Erholungsurlaub zubrmgcn wolle. ! Gratulanten, die im Lau e des Tages eqctnn.en, beraub '-4 cn ivollte sich mit dem ersparten Gclde in Friedberg außerordentlich zahlreicher «.reil-gung von Vertreter« » Franz Deich!- m Schlitz z»n> Drnchl-nollz-c^r mit drm l-'na Äurslalmng klnrfrn. Rcich»rkg>krung, drn Rcg.cruno.n dkl ,l>n»s>tz m Echl.tz. A Steidicnbod), 15. ö«pt. Vor bem SB e r l* am m l u n g t* ’ tzc- 1 Frauen deut- Bcil in die linke Hand, da »yn der rechte Arm schmerzte, um u (TC „ yctcfnA flCflen den Mißdrauco S" ,'zeugnis werden^ohne öcn Holzkeil zu behauen. Nach einigen Hieben lag feinIstigcr Getränke, dcr vor 23 fahren in Äapd in h’t fiiei fu-nfe hie N-rmes>una hed Vroiekles unterblieben tage« ocs vei). vaurnio vroi. vcnavo u n n c 3afut plant >m[et l^cnbannfoimt«J «ne «anj anbete t'iine. numlich die von Alsfeld, Groß-k5-kba, Stumpertenrod 1104 I rcK()te -i'iorehor, Wen. Banrai Pros. Guterinutd die UiL-.’ Ulrichstein. Es steht außer allem Zivcifcl, hag Man da- km Auerkemmug feiner vielseitigen wissM» hnrd) an Stelle eines zweifelhaften ein entschieden beffered 1 nn^ schrislsteUerijchen Leistungen auf dem '-'ebictc b«> Projekt setzt, dessen Ausführung eine ganz andere Zukunft gcuieurwissemchasicu, sowie in besonderer Lerlschagung sein« sti Verbeißt. Hierdurch erhielt auch die Ohmtalbahn, bei der I^stjätziigeu, cdolqxcutcn Lehrtätigkeit und lerner großen ve^-e < man jetzt wohl auch auf dem rcd)len 23ege ist, wenn man um die Orgauijatum bei Hochschule d»e Wurde eineiXoftK- statt dar Z-hnradbetriebS eine Äettdahn dcm Ehnttal ent- 3''««»««» eincnbalb« «etheben witb 'Jlauienä b« .ibinte. Fang eine »orteUhafte gortfeluna Ä. i’S'd-’.-. Alter von 7 Zähren zündeten in der Nahe eines dem Land- I^em ucbcm ihrem siühereu Voisitzenden durch Regierung re» wirt Handstcin zugehörigen großen S t r o h h a u fen o, ber I yi 0 n cmc ^cftninnnicv dec- .Gewerbeblattes-, b:c z*a« Bildni dicht an der Onsstraßc saß, am Samstag ein Keuerchensdrs Jubilars, feinen fiebenilauf und einK ntnlMbi an mittels Streichhölzer, die sie aus ihrer Wohnung mit- eulhaii, überreichen, und «» Auüroge des Mttielrbemische, genommen hatten. Tas Stroh fing Feuer und der Haufen — Aichnekleu- und 3uge>uemvercius gab dessen Vorsttzeudei, tav.- ÄSS SÄÄÄrifit 8Ä L BS» sthendc Wind die nächsten xiauier bedrohte. Ecgen bie Vater .. (te roQtf unb tcjoubev3 der Verdienste bev 'ruderen StaatimmiftiU der beiden Hebe Haler wird Strafanzeige eriolgcn. 3rhru. v. Slaict uw ipi Gedeihen acdachie, sprach der i-ielcieue «uri, Freicnseen, 13. Sepl. Am Sonntag entstanden ^hnmgen seingß TcAit aus. — Der Souuiog drachic Tußendev»« auf dem Lbernfecncr Hof zwi'fchcn polnischen 'Jlrbcitcm ü)im-fivim|d)en do i 3cnvnnbicn ,pib Freunden, trüberen Kollern Streitigkeiten, wobei eine Frau am Kopfe stark ver-Iund Schulcru, Behörden und Roipeiaiionen. Blumcnanj- den Tage begab sic sich zum Arzlc lveiioai'dc ' und zur Anz ■ »ebung zur Gendarmerie nad) Laubach -".»iincrnnu des 3«mti f:y m SH.ihhaA Ift ßrot Ein raisinierter Smir. ^as Vorjahr mit 24u Pfleglingen, öarunier nur 33 Vciber, I Tomäucnpächter Vrehmann-Ri.mpcudeim, CeL*no~ hat der Prozentsatz der weiblichen Pfleglinge nneoerzu- ^r^ian-Unterlicberbach und den Ehr.nvorsik, ' aenommcn. Von den 1907 er Pfleglingen geirrten ihrem I Hjrschel-Friedvcrg, Wiesbaden durch Oekcnom Sh'.it.w.acb-r- Wohnsitze noch an: der Prov. Starkenburg: 87 - 37 vro), L^icbrid Würzburg durch' Oekouom Adami-Wür b. rg ne Cbcrheffen 30 — 13 Proz , Rheinhessen: <0 — 30 ^05.; hjjann[)Cim durch Guls^erwalte: Stalter-Rap.'enau It von ben übrigen auS anderen Bundesstaaten stammenden Vorsitz führte Frilsch-TillShoscn. Es wurde beschlossen.de 48 Pfleglingen waren 21 Preußen und 1/ Bayern, ^gen Abonnement für daS Fachblatt „Tcr Milchpcoduz.nt" u daS Vereinsjahr 1906 haben die oberhessifchen Pfleglinge um dadurch auch dem kleineren Landwirts abfolut und prozentual zugenommen, ebenso ift b\e Zahl ^^uglich zu machen W,e viel die Prcisemlußiguug betrage7 der Nichthcssen eine größere wie tm Vorjahr, xie holl, darüber machte die Versammlung sich nuhl schluuic orge des Vereins hat sehr gute, von ^ahr zit Z2hr sich! Herauf ivurde bestimmt Ende November d Z. einen Bet günstiger gestaltende Resultate gezeitigt. Bon 290 im Jahre ab:uhalten und zwar in Wurzburg. Im An'chl^: 1904 für die Statistik in Betracht kommenden> Pileglmgen l bic)€ Z^ng Dielt bie Vereinigung Frankfurt a. 5 haben sich 220 -- 75,8 Proz.; von -c>8 Pfleglingen im ^^ vereinigten Landwirte für Frankfurt und llmgeqcnb Fahre 1903 l>aben sich 198 «6,« Prv5- und von --0 Vorstanosjitzung ab. In ihr bat ber seitherige Et . 1 " r 'schästsführer dcr Vereinigung Karl Brüümann Groß .arber dcr sich die Organisation Der „Vereinigten" im xrcijc Hane, in Oberhessen und Starkenburg hat ungelegen fein laffr. um Enthebung von seinem Posten vom 1. Oktober d. I e. sd. Tarmstadt, 11. Sept. Durch d»e Polizei nnir* heule früh auf dem hiesigen Main-Ncckar-Bahnhosc em gu> aekleidctcr M ann in vollständig beivußt10 fem Zustande festgenommen. Er kam in eine Zelle und wer. liachdem er einige Stunden geschlafen und zu Bewußtfrir kam, außerordentlich erstaunt, in Tarmstadt zu fein fr- gab an, daß er Agent in M an n t)C i m sei und am SamSto« abend von seiner Frau beauftragt wurde, Siipoenflei', für den Sonntag zu holen. Er fei Dann noch cinmcl cingckchrt und von da ab fehle ihm ,edes Bcivußtsein. Insbesondere weiß er nicht, wie er nach Tarmstadt gefoinmr ist und wo er die beiden Nächte zngcbracht hat. Das cupptr- fleisch hatte er noch in der Rocktasche Kopfschüttelnd tre er, nachdem er gehörig gereinigt worden iwr, den Äu2- Zahnradbahn geben. Gegen eine Zahnrad-livcg nach Mannheim an. v ch aber bald gewichtige Bedenken kund, und — Darm skad 1, io. taatcangehvrigkett, bie das Reis zeuguis einer deutsch- sollte Tcckmann al« Rekrut zur Infantene ein ... spiachiacn cvtiulc bc »tzen, ivcrden immatrikuliert, wenn die . L \ ( o . ; k s ItA*6arftadten Aui da» detvejsende Fakultät einverstanden ist: 3. Frauen nicht- ^rfcn; be3 O'nger« wirb er nun nicht bienen (hnnx)j?|Kdn ron^Äriedel, Wüwc Äfd, ♦ deutscher Staatsangehvrigkeit mit anberit Zeugniisen können. I Haus und Feto ift iie noch mit Ruüigkett ttn- - )verden ünmatnhilicrt, ivenn dos Ministerium des Innern -r. Bad Salzhausen, 15. Sept. Am Sonntag vor»I In «Henbcun nmroe als Beigeordneter^xrr G Erval^M bie Genehmigung hierzu erteilt, bezw. in dessen Austrag mittag 9 Uhr 35 Min. würben vom Hotel Kronprinz dahier! 122 wn 123 Summ cm wir:-rg-.äMt. - - ht< - y ber 5Canjler Der Universität Las bie Prüfungen angeht, 6 Brieftauben Des Her in Skestaurateur A Bcrjch vonl^k bicö u n b c i p e r r e für ädllft:uL sieLt#a T', Xirh*« fo können Frauen zu Den von Reichswcgen geviDnctcn Ad- Wetzlar Mitglied de- Brieftaudenverc»ns „ilTicg?po|'t*,)l;:‘'**;Z*..1 V■« 1 * l u ßprüfunaen in Der «d)i5ui, BrterindrmeDtsin, Phar- aufgelassen. 3ic flogen zunächst JübhA mauDteti sich aber nigste i n Ut \n vsrleu.'-‘ ' mazre und ^hnheilkunde Zulan finden, zu anderen Ab» bald direkt nach ^etzlar ad Um 1O.»4 Uhr trafen das erste, ^baiu^cr . :nt- $ed.tt a uegebro(hen. Er nah» > schllißprufungen dagegen nidn fev.iqlid) d> r Doktor 1" >5 Uhr das zweite und Pnntt 11 Uhr Das dritte Paar iml yfll tUT g-rr.1 ourch den Sch.rnü.ir, 2 .v-dc - prüfungcii gelten im Frauen Die namuchcu Bestimmungen Schlage zu Wetzlar ein. Tie etwa 45 Äilomeict Lustlruirl rcr des Steuer Einnehmer» Zug-.yür .1 Lif ü '-«11t nne für MätMV trourbc irr einer Stunde durchflogen. ! Emfernung eines fleinen Pickels tm Gefrcht saft unmatlub » .* * LS 3» -1 3^ a I" ( .-ra, x*1 al# 1 jpn ü "5^ A 22. ■ -C.' --t, dl iflK» U' irrt -n -ti die > •56; sie mktj iöb ml Ldckanc xtiera t »ftOU ttiT lÄiflt -:ch nt I TT.'A'", k'.tel t v !id)tf •Uba icbn ®uit n Z Alleinige Fabrikanten • Henkel & CO; eia! Erzeugt dauernd blendend weiße Wäsche! Millionenfach erprobt! Düsseldorf* Das Waschmittel der 11 Zukunft! GeLdstrafe'üemrteUt, nachdem er m derVorinllän;treigetotocbtn rootben war. — (rm G t anb e3M am t c r, bet auS Dersehen einen Minderjährigen zur Ehe ptgtfhficn hatte, tvnrde zu 10 Mk. Geldstrafe verurteilt. Vermischte». D e r „P a r s e v a l" v e r u n g l ü ck t. Kurz nach 8 Uhr stieg gestern friif) der Par seval zu einer 12stündigcn Probefahrt in Berlin auf. Das Luftschiff nahm seinen Kurs gegen einen Westwind von 8,3 m Stärke und fuhr längs der Hamburger Bahn nach Stendal. Bis jetzt ist die Fahrt glati von statten gegangen. Kurz vor Redaktionsschluß ging uns folgendes Telegramm zu: Berlin, 16. Sept. Der auf der Fahrt nach Töberitz begriffene Parscvalballon, der um 9i 2 Uhr vormittags über dem Hasenfee manövrierte, wurde von einem Windstoß erfaßt, geknickt und zum Sinken gebracht. Gegenwärtig liegt er auf dem Dach einer Billa in der Trabener Straße. — Der Militärballon, der sich um 10 Uhr über Potsdam befand, konnte wegen des Sturmes nicht landen und kehrte nach Berlin zurück. (So hat sich also das nichtstarre System doch nicht bewährt! D. Red.) * Die Dauerfahrt des deutschen Militär- b a l l o n s. Lberingenieur Basenach, ein Teilnehmer der letzten Fahrt des lenkbaren deutschen Militärluftschiffes am vorigen Freitag, gibt einem Mitarbeiter des Tags eine recht interessante Schilderung dieser Dauerfahrt. Er äußerte sich wie folgt: „Sic haben die Schweizer Fahrt Zeppelins zum Vergleich mit dem letzten Aufstieg des Herrn Majors Groß herangezogen und festgestellt, daß von uns um mehr als eine Stunde jene Reise übertroffen wurde. Vielleicht darf ich hierzu noch erwähnen, daß die Windverhältnisse gestern für uns erheblich ungünstiger sich gestaltet hatten, als sie damals für Zeppelin gelegen haben. Ich darf sagen, daß wir einen geradezu unangenehmen windigen Tag hatten. Aber wir wollten mit der geplanten großen Tour nicht mehr länger zögern, da mit dem draherrückcn des Herbstes die Witterungsverhältnisse sicher nicht besser für uns geworden wären, äie lieaen in der Mark überhaupt wenig günstig, wo die flache Ebene jedem Windstoß schutzlos ausgesetzt ist, und viel besser steht es damit am Bodensee. Als wir am Freitag abend aufstiegen, waren wir allerdings gut daran. Tenn wir hatten einen Wind von nur 5 Meter Stärke in der Sekunde. Bald jedoch änderte sich das Bild, und wir mußten gegen einen Wind von 10—11 Meter in der Sekunde an itiinpfcn. lieber Rathenau lagen wir fast zwei Stunden und konnten nicht von der Stelle kommen, so daß wir schon im Begriff waren, umzukehren. Wir waren dabei müßige Zuschauer, wie unter uns ein Gehöft in Flammen aufging. Als um 6Vs Uhr morgens Stendal erreicht war, hatten wir nach achtstündiger Fahrt erst 100 Kilometer zurückgelegt. Beide Motore waren fast ununterbrochen bis dahin und weiter bis Magdeburg in Tätigkeit gewesen. Bis dort hatten wir gegen den Wind gesteuert. Nun machten wir .ftehrt und fuhren mit ihm. Jetzt brauchten wir nur einen Motor, und auch der war auf mäßige Kraft gesetzt. Dennoch durchflogen wir nun die Strecke Magdeburg — Tegel in Zi/s Stunden, während wir für den Hinweg bei beinahe ständiger Ausnutzung der ganzen Kraft beider Motoren 91/2 Stunden gebraucht hatten. Aber das Problem ist ja, gegen den Wind anzukämpsen und ihn zu besiegen. Darum ist es auch nicht angebracht, bezüglich der Schnelligkeit der verschiedenen Systeme Vergleiche anzustellen. In dieser Beziehung gibt es zwischen Zeppelin, Parseval und dem Mili- tärballoii nur geringe Unterschiede, und wenn Zeppelin damals so schnell bis Mainz gelangte, so gelang es einfach deshalb, weil er mit dem Wind gesegelt war. Auch sonst möchte ich sagen, daß diese drei Systeme nach meinem Er messen einander gleichwertig sind; das heißt jedes hat feine Vorzüge vor dem anderen, aber ebenso hat es feine Schatten feiten. Von unserer Fahrt selbst möchte ich noch erwähnen, daß sie gegen 1 Uhr nachts sich am schönsten gestaltete, als der Mond über uns stand und die Landschaft weithin beleuchtete. Geschlafen hatte keiner von uns, obwohl wir dies gut hätten tun können, da zwei Mann vollauf genügen: einer, um das Steuer, der andere, nm den Motor zu bedienen. Aber die Spannung und die Erregung waren doch zu groß, und so sind wir alle munter und aus dem Posten geblieben/' * Zeppelins Luftschiff-Unternehmen beschäftigt nicht weniger als 100 Personen. An der Spitze der technischen Abteilung steht Oberingenieur Dürr, dem vier weitere Ingenieure und 82 Monteure, Schlosser und Tagelöhner unterstellt sind. Ein Ingenieur ist lediglich mit der 9)iateriaiprüfunß betraut, die übrigen haben die Konstruktion und den Betrieb zu leiten. Angc ftellt sind ferner zwei Luftschiffkapitäne und mehrere Bootsführer, die fast sämtlich aus der Kriegsmarine hervorgegangen sind. Wenn Zeppelin seinen Plan wahrmacht, sich mit der fabrikmäßigen Herstellung von Luftschiffen zu beschäftigen, wird die Zahl der in }einem Unternehmen beschäftigten Personen wohl rasch auf das Drei- und Zehnfache anwachsen. * Willi Stöwer als Spion. Ein heiteres Mißverständnis ereignete sich nach der „Ostseo-Ztg." kürzlich am Strande von Swiuemunde in der 'Nähe der Westbatterie. Dort machte ein „gutgelleideter Herr" zeichnerische Aufnahmen in ein Skizzenbuch, was bei zivei Unteroffizieren den Verdacht erregte, daß der Herr hier sicher etwa» aus,Pionieren wolle und wohl Kartenaufnahmen über die Festungswerke mache. Unter Hinzuziehung eines Polizeibeamten wurde denn auch der verdächtige Herr gestellt und um Vor^igung seines Buches und seiner Legitimation ersucht. Ter „Spion" kam dieser Aufforderung unverzüglich nach. Unter aufmerksamster Beobachtung durch das interessierte Publikum zeigte er dem Beamten seine Legitimation. Sie lautete: Willi Stöwer, Marinemaler.... Willi Stöwer als Spion, das ist gar kein übler Witz: der ganze Vorfall löste natürlich beim Publikum ein homerisches Gelächter aus. — Geschäfts-Abgabe. --- Durch den Tod meines Sohnes Äarl Sack beabsichtige ich, meine über 30 Jahre bestehende gute Bau- u. Möbelschreinerei mit allen Vorräten und Werkzeugen abzugeben. Es ist Reflektanten reelle ttaufgclegenheit geboten. Heinrich Sack I. Ww., Mühlgasse 5. Nähere Auskunft Schanzenstr. 22 pari. 5485 NeMWelle für Frauen u. Mädchen Neuen Ääue 25, III. Die Sprechstunden, in denen unentgeltlich Rat u. Auskunft erteilt wird, finden nun wieder regelmäßig Mittwochs von 5—7 Uhr statt. pi«/e lüö^n ’I1 ^gberi-' Webt» 3 I IUB in Ö.fe| Vt)n 2 Pt?. >ut; I 's A Sept, t: . I '«'Mn Äht'l W Hwnew LnD Sa f Brjburg. -intgung n auf dem (äebic/e v derer WerMtzm- W X und seiner großen ÄM , ule die Würde eines I: wird. Namens der L. oi. Wegeie, ob? Lerlrein - . Lchmiil ÖlfirfimW- itbe und der Landes-Eck chnenden burd) Jlejitr— roerbcblaites'1, bic das r. ö ein Kapitel aus seinu:^' luilragc des Miem^ - Ithrenmilgliede bekannter sich «>« den Verein, n-- aorbeu.' In langem^ Iwickluug der rech>' ^-- ...stedes'ruherenStaaknr- :rSonnlag bvajte» Freunden, ftnheren irpoiationen. Mlars in einen tWr Eimern wurde cm « . \)miK ortrinftflbt ui.t- ÖjTS* 15 e* “*‘X; 51 ... hi= ‘•‘sS'S er gl|! g£1. SSW A'SkK Aus ds: Grube Äauta hei .^cerkii an ber holländischen Qtanrrc IJat stcst an< ^ni:-ra‘g* rfne wigcnfdpv.-re K'esfel-Er- Plofion ereignet. xnt ber Zentral Anlage flog ein Kassel in die Luft. Ein daneben bcfinblidß r Stefict wurde samt der ft-.'ne- rung weit fortgeschlc udert Ern Teil flog bis in den 500 Meter ditfemt liegenden Garten des Direktors. DaS Wasser in der mit ernt Sohle stieg mehrere Meter bnb. 5 arg verstümmelte Leicben würben aus den Trümmern bcnwrgewgen. Außerdem wurden 16 verletzt, darunter 6 fdnoer. Zwei von den Nacht- schichten heim lehren de Bergleute nnrrben burd) em bcrumfliegenbcfli Stück des Kessels schwer verletzt. Tic Arbeit auf der Grube muß vorläufig ruhen, wodurch über 700 Bergleute beschäftigungslos werden. Kleine Tagcöchroitir. Unter dem dringenden Bcrdaau der Beteiligung an dem Tod des in der Pleiße kürüicb zerstückelt aufgefunbenen TienstmädckwnS Heine, wurde der Tischler Robert Lehnuinir aus Leipzig in A 11 e n- bürg verhastet. Seine Fran befindet sich bereits seit längerer Zeit in Untersuchungshaft. Ein Antrag auf Haftentlassung des wegen Sittlichkeits verbrechens verhafteten katlvlifchen Pfarrer- Reumann aus Zabrze gegen Hinterlegung einer Sieherheitsfumnie von Imnbert- taufenb Mark ist oberschlefischen Blätteni zufolge abgelebnt worden. Ter deutsche Tourist Rudolf Wessel auS Eckcrstld in Preußen wurde vou einem Gondoliere in einen entlegenen Stadtteil Venedigs gefahren und um 1500 Mk. beraubt. Ter Dampfe r ,(S a 6 c o g n c", aus Bordeaux fonunenb, der zwei Schiffe im Schlepptau führte, ist im A c r m c l f a n a t infolge einer Kesselexplosiou gesunken. Der Kapitän und drei Piatrosen sind ertrunken. Zu Petersburg ist die Cholera in beständigem Wachstum begriffen. Von Montag auf Dienstag sind 340 Personen er- krankt und 60 gestorben. Die Gesamtzahl der Erkrankten beträgt 516. Ter drille größere P r o b e a u f st i e g des russischen lenk« baren Lufts chiffks ist mißlungen. Ter Motor versagte, so daß der Lenker des Ballons, Hauptmami Echabski, landen mußte, wobei Schornsteine unb Telephondrahte bejchädigt wurden. Tie englische Regierung hat die umfaffenbften Maßregeln ergriffen, um die Emschleppimg der Eholcra aus Rußland zu verhüten. In allen englischen Häfen wird die ftreugfte Kontrolle ausgeübt. Märkte. B. Ulrichstein, 15. oept. Unser M i ch a e I i - M a r k t war vom Wetter äußerst begünstigt. DaS Rindergeschäft entwickelte sich langsam und schleppend. Ter Auftrieb war im Ver- haüiiis zii den vorigen Jahren ziemlich stark, jedoch blieb viel Vieh Unverkauft, weil fremde Käufer nicht am Platze waren. Ebenso wie das Rindergeschäft ging der Handel mit ben cdiwcinen flau; es wurden niedrige Preise bezahlt, infolgedessen blieb auch hier erheblicher Ueberstaud. fc. Frankfurt a. M., 16. Sept. Schiveineniarkt. (Drg.- Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe sianden 1339 Schweine. Bezahlt würben: für Schweine 1. Qual. 72—00 Pfg., Lebendgewicht 57,0 bis 00 Pfg.; 2. Qualität 70—71 Pfg., Lebendgeivicht 56,0-00 Pfg., 3. Qiial. 62—68 Pfg. Geschäft gut, Ueberstaud unbedeutend. Voraudsichtliche löUtcrnng für Hesteu am Donnerstag den 17. September: Wechselnde Bewölkung. Leichte Regenfälle. Temperatur wie heute. Westliche Wiude. Original-DrahtmelSnnsen. Ludwigshafen, 16. Sept. Das c n d g i l t i g c Wahlresultat bei der ReichstagScrsatzlvahl ist: lBuyl (tiatL) 12156, Binder (Soz.) 19 251 Stimmen. Zersplittert waren 608 Stimmen. Stuttgart, 16. Sept. In Rosenfeld (Obcramt Sulz) fielen heute nacht 8 Wohnhäuser einem Groß feuer zum Opfer. Paris, 16. Sept. „Echo de Paris" berichtet aus Tanger: Der deutsche Konsul Vas sei habe immer häu- igere Unterredungen, nicht nur mit Muley Hafid andern auch mit den Vertretern des Maghzen. Das Blatt ügt in tendenziöser Absicht hinzu, die Bevölkerung sei der Ueberz-eugung, daß Muley Hafid von den europäischen Mächten bereits anerkannt worden sei und daß die In i t i a t i v e Deutschlands diese Anerkennung erzwungen habe. Paris, 16. Sept. Nach einer Meldung des „Matin" aus Tanger hat der österr. Kon sular-Age n t Löhr seine Reise nach Fez angetreten, um Muley Hafid aufzusuchen. Paris, 16. Sept. „Petit Parisien" schreibt in seiner Besprechung der f r a n z ö s i s ch - s p a u i s ch e n N o t c neuerdings, daß es keineswegs die Absicht Frankreichs fei, die marokkanische Regierung durch unmäßige Entschädigungs- Ansprüche zu belästigen. Das Blatt erklärt weiter, es h ä n g e v o u D e u t s ch l a n d a b, ob leine weiteren Schwierigkeiten entstehen. Newyork, 16. Sept. Telegrammen aus Manila zufolge sind wahrend der letzten 48 Stunden 3 54Cholera- fälle festgestellt worden. In den letzten 29 Stunden waren 210 Todesfälle zu verzeichnen, davon 14 in der Stadt selbst. Tie Gesamtzahl der Eholerafälle im letzten Jähre beläuft sich auf 16 788 Erkrankungen und 7681 Todesfälle. Tic Ursache der Darmkrankbcitcn bei Flaschenkindern bilden sehr oft die durch unzweckmäßige Milchernährung verursachten Taringarungen, welche am leichtesten durch die Ernährung mit •Äufcte*' und Kuhmilch verhütet werben. „Stufeto" macht die Kuhmilch fcinflodiaer gerinnbar und dadurch leichter verdaulich, erhöht auch deren Rährwert. Giötzere altrenommierte Maschinenfabrik sucht für ihre Spezialität Personen- und Lastcnanfzüge gewandten Vertreter Offerten erbeten unter Chiffre 5470 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. Taschenuhr reinigen 1.50 Mt. Neue Feder 07692 ,1 Mt. "bei Uhrmacher <>. Koch. Walltorfkraße 18 allen Hatten brinp-t sicher Delicia-Kalten Luchen. Haustier, unschüdl. 6 mal pram. Mehr. ICO Anerk. Dos.O^Oili.OOM. beiOttoMchaaf, llirxchapo- t liehe, Apoth.z.Koid.EiiKel. Apotheke in Krofdorf. 1 -7 Couverts mit ßirma billigst vrühl'sche Universttäts-Vruüerei. letzt. Bald darauf stellte sich Blutvergiftung ein, an deren Folgen ba5 Mädchen starb. — Die letzte Simulvankirche im ehemaligen Herzogtum Nassau, die in Neuenhain steht, geht ein. Die katholische Gemeinde hat einen Bauplatz für eine Kirche erworben. — Bei Mann he im stieß auf der Heimfahrt von W-iefentl-al der DetriebSassistent Ries aus Schtvetzingen mit seinem Mowrrad mit einem unbeleuchteten Fuhrwerk zusammen. Er flog mehrere hundert Meter weit von seiner Maschine und blieb mit zerschmettertem Schädel tot liegen Der Fuhrmann, Landwirt Albert Schmitt aus Wiesenthal wurde verhaftet. > Gießener Strafkammer. )( Gießen, 15. September. Reisende erster Klaffe. Im letzten Herbst traten die Arbeiter L. R. und M. S. auS Wetzlar von einem Besuch in Frankfurt a. M. die Rückreise mit Fahrkarten vierter Klaffe an. Ter von ihnen benutzte Zug hatte in Friedberg etwa eine Viertelstunde Aufenthalt, da der ihiii folgende Eilzug dort vorbeigelaffen wirb, Ta sie bei Benutzung des EilzngeS eine beffere Verbindung von Gießen nach Wetzlac halten, verließen sie ihren Zug unb fliegen in cm Abteil erster Klaffe des Eüzuges ein. Raum hatte sich ber Zug in Bewegung gefetzt, als der Schaffner zur Revision der Fahrkarten erschien, die he beim auch zögernb hervorholten. Es erfolgte alsbald ihre Verbringung in einen Wagen dritter Klasse unb in Gießen mußten sie die übliche Strafe von 6 Tlf. entrichten. Gleichzeitig wurden sie bei der Staatsanwaltschaft wegen Betrugs angezeigt unb das Schöffengericht Friedberg wurde mit Aburteilung der Sache betraut. Hier gaben die Angeklagten an, sie hätten nicht gewußt, daß der Zu^ ein Eilzug sei unb keine vierte Shajje führe. (£r habe auch nur eine Minute Aufenthalt gehabt: wc-jbalb Eile geboten gewesen sei, so daß sie sich nicht lange nach Wagen 4. Klasse haben umfehen können. Das Sck)össengcriÄt gelangte zum Freispruch indem es ausführte: Die AngcNagten haben zwar vertragswidrig gehandelt, da sie nur berechtigt waren, auf Grund ihrer Karten die vierte Klasse ;u benutzen, es fehlt aber an dem Tatbestände der schuldhastrcchtswidrigcn, der strafbaren Handlung, die nur bann Vorgelegen hätte, wenn die Angeklagten die Aviicht gehabt hätten, die Balm z»t schädigen. Der Schaffner sei auch nicht getäuscht worden, da sie ihre Fahrkarten bereitwillig vorzeigtcn. Es fehle somit an den Tawestandsmerkmalen des Betrugs. Gegen dieses Urteil wurde von der Staatsanwaltschaft Berufung verfolgt und die Strafkammer kam auf Grund der eigenen Angaben der Angeklagten zu der Ucberzcugung, daß sie planmäßig vorgegangen sind; sie wußten, daß sie in Gießen einen besseren Anschluß nach Wetzlar haben, wenn sie den Eilzug benutzten. Für das Gericht stand fest, daß die Angeklagten wußten, daß in der Siegel die Fahrkarteil zwischen Fcanksurt und Gceßen nicht revidiert werden, sondern daß diese, gewöhnlich nur an der Sperre vorgezcigt werden müssen. Woraus srck) die Annahme rechtfertigt, die Aitgeklagten haben geglaubt, unbemerkt dnrchzukomri.en. Rach einer Reicks gerichtsentscheidung ist in dem Verhalten eines Reisenden eine Tauschungshandllmg zu erblicken, wenn er ohne, oder mit einer für bte betreffende Äagenklasse nicht gültigen Fahrkarte ein steigt unb darin verweilt, ohne einem Beamten davon Mitteilung zu iirachelt; auch ist die Bal/n um die Differenz der Falirpreisc geschädigt worden. Unter diesen Umständen hielt die Straflammer alle Erfordernisse zum Betrug für vorliegend. Bei der Straf- auomessulig wirkte die Jugend der Angellagtett — cs sind beide noch nicht 18 Jal/rc alt — strafmildernd Der wegen eines Vemwgensdeliktes vorbestrafte R., der aud) den Einschlag gebildet ljat, wurde zu 25 unb S., der einen beschränkten Eindruck wachte, zu 15 Mark Geldstrafe verurteilt. Ein Wüstling. Wegen eines an einem dreijährigen Mädchen verübten Sittlich kectsverbrechens wurde ocr bei einem hiesigen Bäcker als HauSburfche beschäftigte 21jährige F. Sch. aus Büdingen zu zehn QJl o n a t e n Gefängnis unter Anrechnung von drei Wochen UnterfuchungShaft verurteilt. Strafmildernb wirfte, daß dem Linde weder ein bauernd moralischer, noch em körperlicher Schaden entstanden ist. Eine Warnung für Raufbolde. Am brüten Cfterfeierlag d. I. befanden sich eine Anzahl junger Leute auf dem Marktplatz zu AlSfeld, als ber wegen feiner Gewalttätigkeiten bekannte Erdarbeiter W. Tft. ans'A n g e n- rod mit feinem Fahrrad schimpfend auf sie zufuhr. Nachdem er von seinem Rad abgesprungen war, versetzte er einem HaudlungS» szehilfen mehrere Stöße, daß er sich auf der Erde überschlug, (iimge junge Leute wehrten sich gegen den Angreifer unb ver° folgten ihn. Nachbem sie von ihm abgclafien hatten, ging er ben Wüten wieber nach und versetzte einem Schreibgehilien mit einem Schlagring mehrere Schläge ins Gesicht und auf ben Kops, daß er außer einer Reihe anberer Verletzungen über dem einen Auge vier Wunden davontrug, die ärztliche Hülfe beanspnichten. Das Schöffengericht hielt in Anbetracht der acht Vor-slrafen wegen Gewalttätigkeiten eine exemplarische Strafe für angezeigt und verurteilte den Aiigeklagten'wegen Körperverletzung zu ein Jahr Ge- i ä n g n i s. Eine von ber Strafkammer erkannte, noch nicht verbüßte Gefängnisstrafe von G Monaten wurde einbezogen unb auf eine Gesamtstrafe von 1 Jahr 4 Monaten erkannt. Wie cs die Gepflogenheit bes Angeklagten ist, verfolgte er auch hiergegen Be- ruiung, inbem er angab, bie Leute hätten sich ihm in den Weg gestellt unb hätten ihn vom Nabe heruntergerissen. Von ihm benannte Zeugen, die seine Angaben bestätigen sollten, konnten nur ungünstiges über ihn bekunden, insbesondere bestätigte der eine die von dem Angeklagten bestrittene Tatsache, baß er einen Schlagring benutzt hat. Unbeteiligte äußerten ihre Entrüstung über das unücranlaßte Vorgehen des Angeklagten und meinten, es sei nur )er Friedensliebe der Angegriffenen zu verdanken, daß ihm nicht auf der Stelle ein gehöriger Denkzettel verabfolgt worben ist. La5 Berufungsgericht verkannte nicht, daß die Strafe recht hoch ist; c5 war aber mit dem Schöffengericht einig, daß nur eine chwere Strafe den Angeklagten zur Besserung bringen kann, ininal bie früheren Strafen bei ihm nichts fruchteten. Ta em Anlaß zur Aenderung bes Urteils nicht vorlag, sand es seine B e - [tätigüng. (BcridHsfacil. [] Marburg, 16. Sept. Gelegentlich des KriegersesteS in Molfgruben zahlte ein Glucksbndenbesitzer ben Spielern bie Gewinne in Geld au§, anstatt daß er ihnen bie Gegenstände verabfolgte. Ter Aiaim wurde wegen Veranstaltung einer Lotterie angezeigt unb heute von ber ©traifammer zu 25 Al k. LkPrivar-Kehr-Jttstitttt^L für Zchnittzeichnkil uiiH Kl ei denn ach en. Der Unterricht in ben Vor- u. Nachmittaaökuricn beginnt nieder ab 5. Qltober. — Anmeldungen u. Auskunft täglich. . w-’ ^ßaree Ssck, M. ßkb. Lcijtttii!. Schaurcustraße 22, Ecke Westanlage. Auswärtige 2amen ganze ober halbe Pension. Ruhigster Schlaf auf neuesten, absolut freriiu sch losen [bl% patemt - Matratzen von Westphal & Reinhold, Berlin. Beachte Stempel! — l'eberall erhältlich Metallbettstellen in jeder Preislage. Carl Schnuck Installations-Geschäft für Gas-, Wasser- und elektr. Anlagen Seltersweg 83 aller Art Telefon, 138 Ausverkauf der aus der Konkursmasse Fertech übernommenen Waren als: Beleuchtungskörper für elektrische, Gas- u. 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