Iaben 6jH|| Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. Teiscbirme ewegung August or, Giessen tersweg g. angenehm Das ist und aller nden, IM i- u. &w r etc. , Rabatt. ;tadt 23. d«m Standpunkte, den Fremden den Aufenthalt 3uj machen, denn sie bringen Geld ins Land. Dar natürliche Standpunkt der Gasthausbesitzer LttschäftSleute. Nun ist in den letzten Jahren von einer B ütungsvol »teil’’ worden fein, so hat sich, wenn wir recht sehen, in den letzten Jahren eine andere Unart eingebürgert, die durchaus der Geltung in der Welt und dem eigenen Vorteile nicht förder- lich ist, ohne die sichere Gewähr für echte, aufrechte nationale Gesinnung zu geben. Daß in gewissen Kreisen eine schädliche Ueberspannung dcS vaterländischen Gefühls in der Richtung des gehässigen Absprechcns gegenüber fremden Völkern eingetceten ist, kann man nicht leugnen. Aber weiter verbreitet ist heute vielleicht die Steigung, in gesättigter Stimmung sich überhaupt nicht um die fremden Völler zu kümmern. Andere Kreise trifft man aber, die, scheinbar gesättigt von den Erfolgen von 70/71, gar nicht daran denken, über die Grenzpfähle hinauszublicken. Diese Kreise sind noch nicht in die Weltpolitik hineingewachsen. Mit Recht wird in letzter Zeit über die geringen Kenntnisse geklagt, die dec Durchschnittsdeutsche von den weltpolitischen Tatsachen besitzt. Wer weiß denn z. B. in Asien oder auf dem Balkan wirklich Bescheid? Gcradeztl erschreckend ist die Tcilnahmlosigkeit der Deutschen, auch der Jugend, gegenüber den österreichischen, schweizerischen und niederländischen Dingen. Wie wenige, die zu ihrem Vergnügen oder zu ästhetischen Zwecken hiinderte von Kilometern zurücklegen, richten ihre Fahrt einmal in daS russische Reich, studieren die dortigen politischen Verhältnisse und Bestrebungen an der Quelle, knüpfen Beziehungen an usw.l Stead, der englische Friedensfreund, ist dagegen schon wieder in Petersburg. Viel Takt und ein sicherer Blick für die zukunftstarken Kräfte des andern Volkes ist nötig, damit die Beziehungen nicht mit den absterbenden oder zur Macht nicht fähigen Eie- menten angelnüpft werden. len DMs * gngen die Ausländer vielfach die Rede: sie richtete sich gegen die Ausländer an den Hochschulen. In den !8 alkSoectretungen ist gegen das Ueberwuchern von aus- lö^dischen Hörern Klage geführt worden. Man darf jetzt ro ohl annehmen, daß der unwürdige Zustand, daß Ausländer an deutschen Hochschulen eine Vorzugsstclliing vor den Kindern be8 eigenen Volkes oder ein Uebergewicht über sic einnahmcn, uüeraU, wo mit Recht darüber geklagt werden konnte, ab» igestellt worden ist. Andererseits soll man nicht über das |3 iel hinaus schießen. Beziehungen zu haben, ist im wirtschaftlichen Kampfe der Völker nicht voin Uebcl. Wenn Ibi: jüngeren oder älteren Ausländer, in ihre Heimat zurück- I gekehrt, sich dankbar ihres deutschen Aufenthaltes erinnern, E Irrtümern, die bei ihren Landsleuten über deutsche Zustände , oarbreitet sind, entgegentreten und die Beziehungen, in die l'ie zu Lehrern, Kollegen und anderen Deutschen getreten sind, I gem weiterpflegen, so ist das natürlich nur ein Gewinn für |ur:8. Wenn gelegentlich einmal ungünstige Erfahrungen ge- Imacht werden, so werden sie zur Vorsicht veranlassen, aber Ijie mindern nicht den Wert dec Beziehungen, die in Pietät, Aufrichtiger persönlicher Freundschaft oder aus gegenseitigem . mctschafllichen Interesse fortgesponnen werden. Es ist doch beachtenswert, wenn im letzten Jahres- ile richt der Leipziger Handelshochschule, die unter 530 Stu« Ibierenben 317 Ausländer zählt, das Urteil gefällt wird: „3m allgemeinen werden die Fremden, wenn sie längere 1 3c.it unsere Hochschulen besuchen, Freunde deutscher r Bildung und deulschen Wesens. Gerade in einer Stadl ivie • eipjifl kann man erkennen, wie sehr sich durch unsere Schulen und Hochschulen alte Handelsbeziehungen mit dem Auslande festigen und neue anknnpsen." Zum mindesten lohnt es sich, die Sache auch einmal bau dieser Seite anzusehen. ES scheint doch überhaupt nicht cri dem zu sein, daß man in allen Kreisen des Volts die 3ßsliecung um jeden Preis wünscht, sonst würde man nicht fortgesetzt so bittere Vorwürfe hören, die gegen die Regierung Igkschleudert werden, weil sie die „Isolierung" Deutschlands nicht habe verhindern können. Mag früher der Vorwurf der «HAemdbrüderlichkeit mit Recht gegen die Deutschen erhoben Mit. Mit, Der Deutsche und die Ausländer. Als Besucher sind Mitglieder aller fremden Nationen in Deutschland von altersher wohlgelitten. Daß innerhalb der s! rungen und Wirrungen der Gegenwart einmal ein Augen- j[.:ct kommen sollte, wo privaten oder beamteten Angehörigen inner fremden Nation auf deutschem Boden im Verkehr un- c'iundlich begegnet werden sollte, ist nicht leicht anzunehmen. st liegt nun einmal nicht im deutschen Wesen, Beschwerden, j;i» man etwa gegen die Regierung einer fremden Macht hat, M Unbeteiligten, die ihren Geschäften oder ihren Vcrgnüg- umgen nachgehen, auszulassen. Wirtschaftlich steht man auf 10 Pfund Mk.2-25, im Laden abgebolt u Xassauer, Neuenweg 15- fcis - des geehrte11 „ndliohe Unter- *me lig. einftdeLtzt täglich frische Z MerMck juiTÄ» ttifclg* wS. xb, Waguer, Neustadl s Kopfläuse, »wo politische Tagesschau. Mazedonien. Ter Balkankeisel, in bem es ja immer kocht, brodelt iuieb’.r einmal etwas stärker und sein lieber) diäumcn droht Verheerungen anzurichten; befürchtet man doch, daß die heißen Tropfen auch die Eurovamächle verbrühen könnten. Vorläufig ist der Balkan allein in Mitleidenschast gezogen, speziell ist cs Mazedonien, wo die Tinge drunter und drüber gehen. Die Politik des Sultans, gegen den die Europa machte nicht viel auszurichten vermögen, ruft seit Jahren in jener Gegend Verstimmung hervor, und die Mißwirtschaft der Beamten schürt sie noch mehr. In den letzten Tagen ist es zum vollen A u f r u h r gewmmen, und was das Bedenkliche an der Sache ist, das Militär macht mit der Zivilbevölkerung gemeinsame Sache. Tie Ermordung Schemsi Paschas ist das Signal gewesen, mehrere Regimenter sind zu den Rebellen übergegangen und die Situation hat eine derartige Zuspitzung er- tahren, daß mehrere Generale, welche mit der Niederwerfung des Ausstandes beauftragt wurden, plötzlich „krank" wurden und sich weigerten, nach Mazedonien zu gehen. Tie Bewegung hat einen Umsang angenommen, wie seit Jahren nicht, die Jungtürken haben sich angeschlossen und man hat eine Reihe von Forderungen aufgestellt, welche eine radikale Ltenderung der Verhältnisse, insbesondere eine möglichst weitgehende Autonomie Mazedoniens verlangten. Dadurch ist die gesamte Situation auf dem Balkan recht verwickelt und der Ausgang läßt sich vorläufig nicht absehen, zumal es wohl nicht au einer Intervention der Mächte fehlen wird. Das mazedonische Reform Programm, das dem Sultan erforderlichenfalls ausoklroieri werden iotl, bildet bekanntlich den Gegenstand von Verhandlungen unter den Aiächtem Das Mürzsteger Programm existiert nur noch auf dem Papier, an seine Stelle sollen Mitteilungen über den Verlauf meiner Reise geben, die aber — aus allerhand Gründen — nicht veröffentlicht werden dürfen, sondern nur für Sie persönlich beabsichtigt sind. Sogar für mich, der ich ja von Anfang an in der Mitte der Handlung stehe, gleicht diese Reise bei meinem Rückblick einem Märchen und einem Roman. Ich glaube, daß es selbst für Jules Verne unmöglich gewesen wäre, etwas ähnliches auszudenken... Die . . . haben alles mögliche getan, um mich zu hindern und Schwierigkeiten in meinen Weg zu bauen — und doch bin ich jetzt seit 15 Monaten in unbekannten Teilen von Tibet herumgereift und habe mehr große, epochemachendeEntdeckungenge- macht, als auf allen meinen frühem Reisen zu- s a m m c n g e n o m m c n . . . Wie oft bin ich wie ein de Wet gejagt worden, aber meine Verfolger haben mich entweder nicht finden können, oder sie sind nicht schnell genug gewesen, um mich zu erreichen, bevor ich wieder auftauchte, wo sie es am mindesten fürchteten... (Es folgen fünf Seiten Erzählungen seiner Forschungen und Abenteuer.! Aber die größte und geographisch wichtigste Entdeckung, die ich mit dieser Reise machen konnte, eine Entdeckung, derentgleichen nicht wieder gemacht werden kann auf unserer Erde, ist die folgende . . ." (Es folgen hochinteressante Einzelheiten.^ Wenngleich Hedins Geheimnisse, die „Entdeckung, derengleichen nicht wieder gemacht werden kann auf unserer Erde'tz heute noch nicht enthüllt werden dürfen, so zeigt doch sein Bries, daß der Forscher Schwierigkeiten und Gefahren aller Art bis dahin heldenhaft überwunden hatte und sich im Vollbesitze der Gesundheit befand. Andererseits hatte er noch Pläne, deren Ausführung vermutlich vier weitere Monate erfordern würde. Inzwischen sind aber mehr als neun Monate verstrichen, und noch ist keine Äunde von ihm wieder zu uns gedrungen! — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Eiu Nachlaßbaud von Wilhelm Busch wird Aniang September ui München erscheinen. Der Band heißt ,H e r n a ch" und ist in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts entstanden. Wilhelm Busch hat ihn seiner Schwester, Frau Pastor Noldeke, druckfertig mit der Weisung geschenkt, ihn nicht vor seinem Tode zu veröffentlichen. Er enthält, so wird wenigstens behauptet, zeichnerisch wohl das Feinste und Reifste, was der Künstler geschaffen hat; die meisten Zeichnungen sind mit den charakteristischen kurzen Versen versehen, von denen viele zu geflügelten Worten geradezu bestimmt erscheinen. Tas Werk erscheint in zwei Ausgaben, einer Luxus- (Faksimile-) und einer gewöhnlichen Ausgabe. — Ein vom preuß. Landwirtschastsminister gestiftetes Reise- sl i p e n d i u m für Landwirte im Betrage von 1500 Mark ist dem Assistenten am zootechnischen Institut der Berliner Land» wirlschanlichen Hochschule Dr. Max Müller zur Lösung der von ihm selbst gewählten Aufgabe: »Sammlung von Material über Lererbungssragen bei der Kreuzung zwischen Kalt- und Warmblut" bewilligt worden. die Vorschläge treten, über die sich Rußland nicht mit Oesterreich, sondern bezeichnenderweise mit England geeinigt Ijat Diese Schwenkung der russischen Politik ist zweifellos eine erolge des Aergcrs, den man an der Newa Über das österr. Sandschackbahnpro- jekt hat, das man auf jede, Weise durch öwnkurrenzpläne lahmlegen möchte. Daß Frankreich sich diesem Vorgehen,angeschlossen hat, bedarf nicht erst besonderer Hervorhebung. Ein Anschluß der übrigen Mächte ist nun freilich nicht möglich, ivenn man es nicht zu einem großen Konflikt kommen lassen will, und diesem Zwecke dienen die jetzt von Rußland und England ausgehenden Zirku- larnoten sowie die Ministcrkonserenzcn, wobei nicht ohne Bedeutung ist, daß Iswolsky nicht bloß mit Baron Aehrenthal zusammen treffen wird, fondem den Rückweg über Berlin cinschlagen will, um mit dem Fürsten Bulow über die schwebenden Fragen zu konferieren. Allerdings wird diese Meldung beute von der „Post" in Zweifel gezogen und hinzugcfügt, den offiziellen Berliner Stellen sei von einem Besuche Js.volskys bei Bülow nichts bekannt. Es entbehrt nicht eines gewissen humoristischen Beigeschmacts, wenn England und Rußland, um niemand zu verletzen, den Eindruck eines gcmeiniaincn Vorgebens verwischen wollen und sich ihre Aufgabe geteilt haben. Gleichwohl zeigen diese Mächte, daß sie eine Brüskierung Deutschlands und Oesterreichs vermeiden wollen. Die deutsche Rcichsregierung wird sich hossent- ich nicht einschläsem lassen und die Dinge sehr aufmerksam vcr- olgen, damit deutsche Interessen bei der Regelung der Fra^e nicht zu kurz, kommen und unter Ansehen im Orient keinen Schaden leidet. Es ist in diesem Augenblick nicht ohne Interesse, daß der oberschlesische Magnat Fürst Lichnowsky, der längere Zeit der Diplomatie angehört hat und auch heute noch zum Fürsten Bülow freundschaftlick-e Beziehungen unterhält, sich in einem Interview soeben in durchaus beruhigendem Sinne aussprach In einem Berliner Telegramm der „Kon. Ztg." heißt es: Der „Temps" hatte gemeldet: „Ter Türkische Botschafter in Berlin habe den Befehl erhalten, die deutsche Regierung zu bitten, sich mit den anderen Regierungen in Verbindung ju jeben, um auf Bulgarien wegen der Landenbewegung einen Druck auszuüben." Durch diese Meldung soll offenbar der Eindruck hervorgerufen werden, als ob cs sich hierbei um besoichere Schritte der Pforte in Berlin handle, wahrend tatsächlich ein Rundschreiben an alle Mächte gerichtet wurde. In dieiem wird abermals und zwar mit größtem Nachdruck die Bitte ausgesprochen, die Mächte möchten bei Bulgarien, Serbien und Griechenland Schritte tun, damit diese Staaten von einet Unterstützung des Bandenwesens Ab- stand nehmen, durck) die allein die Unruhen verursacht würden. Der englische Vorschlag zur Unterdrückung des Bandenwesens würde überall freundlich ausgenommen und kann auch in Konstantinopel auf grundsätzliche Billigung rechnen. meines FeriiUeton. — Das Modell des neuen L i e b i g d e n k m a l s in 3 a r m ft a b t — so schreibt man und von dort —, das dort cmi Kosten der Vereinigten Deutschen Chemischen Fabriken er- uMet werden soll, wurde am Mittwoch von S. K. H. dem ii) c o 6 I) c r 5 d g und der mit der Aufstellung beauftragten K'orn- müiiioii besichtigt. Das von Bildhauer Jobst angefertigte Modell iibüd)t zunächst sowohl in Bezug auf seinen Standort, wie auch cu:j die Ausführung keinen besonders guten Eindruck. Es müßte rt>«: allem der durch die Häuser Wagner und Merck gebildete .Untergrund den Verhältnissen besser angepaßt und das Denkmal arn diese aus dem starken Verkehr herausgerückt werden. Die Untzur selbst, welche die Chemie darstellt, macht einen steifen, Herren Eindruck. Dazu kommt, daß sie die Krone in der Hand M-s ziemlich ungelenkig ausgeführten linken Armes trägt, wäl>- :e >id man doch allgemein gewohnt ist, hierzu den r e d) t e n '.hm zu benutzen, der ja hier auch gar feine andere Beschäftigung ha::. Bemängelt wird weiter, daß das Relief von Liebig zu reuig zur Geltung kommt. Voraussichtlich dürften noch mancherlei Änderungen vorgenommen werden, wenn auch S. K. H. der i ) r v 61’ e r ä o g «gemäß seiner generösen Art Künstlern gegenüber 2 . Red. । prinzipielle Einwendungen gegen das Modell nicht gemacht haben soll. — Sven Hedin verschollen? Seit einem Jahre hat mit von Hedin, einem der sympathischsten Menschen und erfolg- .cichsten Entdecker, so gut wie nichts gehört, nachdem er im 3nbrc 1905 seine letzte Reise in das verschlossene Land Tibet mgetreten hatte. Im Dezember 1907 erreichten die letzten Briese 'timen Vater und seinen Verleger. Lebt Hedin noch? Befindet :t sich in bedrängter Lage? Soll man eine Expedition mit in em neuen Stanley zu feiner Auffindung aussenden, wie einst im: Errettung Livingstones und Emin-Paschas? Es würde nicht in. Hedins Sinne sein! Und doch beschleicht uns Sorge um fein hicksal. 16 Jahre hat der nun 43jährige im Innern Asiens erine abenteuerreiche Forschungstätigkeit ausgeübt, tausendmal war von Gesahren umgeben, stets noch ist eö ihm gelungen, dem M orderischen Klima zu widerstehen, dem Tode des Verdurstens in ai-losen Wüsten, des Ertrinkens in stürmischen Seen und des jnfrierenS auf bis dahin unerreichten Gletscherhöhen zu ent- riimen. Wie aber, wenn die fremdenfeindlichen, tückijchen Tibeter ihn marterten, wie einst die Engländer Laiidor? Wie man hört, igar Schweden die englische Regierung ersucht, Nachforichungen anzustellen und dem kühnen Forscher eventl. Hilfe zu leisten. ! öwffen wir, daß Hedins reiche Aufzeichnungen, Skizzen, Mesiungen miD Photographien inzwischen in zivilisierten Gegenden ange- loimen sind, und daß er selbst bald wieder auftauche im Norden, IZ;ben, Osten oder Westen von Tibet. — Von der Firma Brock- haiis wird uns der nachfolgende Auszug aus dem letzten Schreiben p«dins zur Verfügung gestellt: „Ich werde Ihnen jetzt einige Heute liegen uns folgende Meldungen vom Balkan vor: Konstantinopel, 16. Juli. (Tel.) Der Flügel-Adjutant des Sultans, Sadik Pasck^a, wurde bei seiner Rückkehr von Saloniki aus dem fvanzös. schiff „Sidon" von einem türkischen Offizier verwundet, jedoch nur leicht. Der Attentäter wurde ergriffen und in den Dardanellen festgesetzt. Er erklärte, Sadik Pascha nicht persönlich zu kennen, er habe in ihm nur einen der vielen Spione unschädlich machen wollen. Zu- gleid) kommt die Nack/richt aus Serres, baß dort angeblich die ganze Garnison meutere. Konstantinopel, 15. Juli. Ter Albanese, der einen Anschlag auf Fazil Pascha verübt hat, ist in den Dardanellen vom Schiflkommandanten den dortigen Behörden ausgeliefert worden. Der General, der nur leicht verwundet ist, ist hier eingetroffen. Offiziös wird in Konstantinopel behauptet, die Nachrichten daß die Redifs einberufen seien und daß die Telegraphenlinic Monaftir—Konstantinopel gestört sei, seien unrichtig. Gegen über der Meldung, daß mehrere Batpilione den Abmarsch verweigert hätten, oder zu den Flüchtlingen übergegangen seien, wird zugeftanden, daß in zwei oder Drei Bataillonen, von Denen einige Offiziercver schwanden seien, eine gewisse Verwirrung entstanden sei und einig-e Gehorsamsverweigerungen vorgekommen seien. Deutsches Reich. In einem Artikel der „Köln. Ztg.", der anscheinend inspiriert ist, wird gegenüber der Meldung des „Standard" aus Petersburg, wonach dort eine allgemeine Beunruhigung herrsche, die auf einen Brief des deutschen Kaisers an den Zaren zurückgeführt würde, erklärt, daß ein solcher weder geschrieben noch übergeben worden sei. Es handle sich vielmehr um einen neuen Versuch, Deutschland für die beunruhigende Auffassung der Lage verantwortlich zu machen. Auch die Mitteilung des Standard, daß angeblich ein Besuch des deutschen Kaisers in Rußland geplant werde, fei unzutreffend. In Wahrheit sei von einem solchen Besuche nicht nur nichts bekannt, sondern es stehe im Gegenteil fest, daß ein derartiger Besuch in diesem Jahre nicht stattfinden werde. Dankenswerterweise habe der Berliner französische Botschafter Cambon in seiner Ansprache an die Mitglieder der Kolonie, den Verhältnissen Rechnung tragend, erklärt, daß alle Regierungen auf den Frieden angewiesen seien. In Deutschland sei nicht nur die Regierung, sondern auch die Bevölkerung von dieser Erkenntnis durchdrungen. Die von mehreren Blättern verbreitete Nachricht, daß noch vor Ablauf des Septenats eine neue Militär- Vorlage dem Reichstage unterbreitet werden solle, daß die beabsichtigten Mehrforderungen sehr bedeutend sein sollen, mit der augenblicklichen politischen. Lage begründet werden und im Zusammenhänge damit ein Wechsel in der Leitung des Kriegsministeriums bevorstehe, entbehren nach an maßgebender Stelle eingeholten Informationen jeder Grundlage. Mit dem heutigen Tage ist die Frist zur Vorbringung von Einsprüchen gegen die Ergebnisse der preuß. Landtagswahlen abgelansen. Gegen die Wahl von 52 Abgeordneteti ist Widersprach erfolgt. In her Monatsschrift der Cvmenius-Gesellschaft einp- fiehlt Dr. Ludwig Keller, in Anlehnung an die in vielen Städten bereits bestehenden Volksoibliotheken städtische Sekretariate für Volksbildungswesen zu schaffen. In sehr vielen Fällen, so meint der Vorsitzende der Comenius-Gesellschaft, könnte der Leiter der städtischen Bibliothek dieses Sekretariat im Nebenamt übernehmen und Nr. 165 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 16. Juli 1908 ckrr Gletzener »nzeige, ästbtsd ä Ä vezugSpretS: "scheint täglich, außer W nwnatlich75Pf.,viertel- äs«liic Ille | ZI II'iIk liile I irvetmal monatl. Land- M M XSW ■ Hfl M EL ■ HL W3 EL Wh/ ZeilenpreiS: lokcllSPf, r"rtt:r Kaninchen- S" ch t. Wie in England, Z-rankreich und Belgien befassen sich auch bei uns in 2cui|d)IanD Tausende mit der Zucku und machen iich das billige und nahrhafte Fleisch zu stutzen. Auch in Ober- hegen hat die Kaninchenzucht in den letzten drei Jahren viele Liebhaber gefunden. 'Noch vor 5 Jahren kannte man hier nichts davon. Hm und wieder sah man wohl die gewöhnlichen Haus- kaniuchen, die man schlechtweg Stallhasen nennt, und Deren Pflege meistens Kindern überlassen wurde. Erst in neuerer Zeit wendet man sich mehr und mehr der Rassckauinchenzuchi zu, nachdem man erkannt hat, daß das Kaninchenfleisch dem Kalbfleisch am 'Jtäbnuert gleichkomml, aber fast um die Hälfte billiger zu probu- zieren ist. Soll nun die Kuninck-enzucht ähnlich wie in Belgien eine wirtschaftliche Bedeutung erlangen, so ist es notwendig, daß ic noch immer mcljr Liebhaber findet. Es ist der Zweck der be- tehenden Vereine, die Kaninchenzucht zu fördern und zu verbreiten. ^Xis bat sich namentlich derKaninchenzuchtverein Klein- Linden zur Ausgabe gemacht. Ter genannte Verein hat in Äleüu Sünden eine Verkaufs-Zentrale errichtet, wo stets belgische Riesen Ichwersten ^chlag^s, sowie Farbew-Kaninck-en, Jungtiere zu Zucht- und Lauachtzwecken zu mäßigen Preisen abgegeben werden. Siehe auch .cr Lage d.s Fürsten nicht zuteil zu werden pselgt. In Belei- I 0 igungsafsären werden Angeklagte vvnr Staatsanwalt zuweilen „ Herr" genannt, in Meineidsprozefsen dagegen wohl niemals. Aber heißt doch weit über das Ziel hinausschießen, wenn man, wie d-üs ein Teil der Presse tut, daraus den Schluß ziehen will, in I P'ceußen herrsche eine Klasseniustiz. Vom prozessualen Stand- Lin englischer lNarineunsall verhütet. Dover, 15. Juli. Nur durch den Mut zweier Offiziere, die sich ini Kommandoturm aufhielten, ist ein größeres Unglück au Unterseebot A 9 verhütet worden. Die Offiziere bekamen plötzlich keine Gegensignale auf die von ihnen erteilten Be- fehle an die Maschinisten. Gleichzeitig bemerkten sie den Geruch von Petrol. Sie gingen hinunter und fanden das Schiff erfüllt mit den Gas au s ström ungen von Petrol. Alle 11 Mann der Bemannung lagen ohnmächtig. Die Offiziere banden sich nasse Tücher um den Kopf, drangen in den Raum ein und stoppten die Maschinen. Daraufhin brachten sie das Unterseeboot auf die Oberfläche. Beide wurden dann auch besinnungslos. Der Kapitän entsandte schleunigst eine Rettungsabteilung, die sofort ärztliche Hilfe erteilte. Die Untersuchung über die Ursachen des Unfalls ergab, daß die Petroleumgase aus einem defekten Rohre auSgeströmt waren. Der Defekt war durch hohen Seegang verursacht worden. Alle durch das Gasolin betäubten Mannschaften erholt en sich inzwischen. bad Wesentliche. Die rücksichtsvolle Behandlung, punkte aus scheint man < l? mroänbe nicht erheben zu gegen diese Verhandlungen XL deutscher Turnfest. Frankfurt a. M., 15. Juli. Von nachmittags 4 Uhr ab turnten auf dem Festplatze die Knaben- und Mädchen -Abteilungen des Gaues Turn ersch ast Frankfurt a. M. Abends folgte in der ßesthalle die Hauptprobe zu dein F e st k o n z e r t e , das der Sängerbund Frankfurt a. M. und die Frantmrter Sängeroereinigung jL Ehren der deutschen Turnerschaft am 20. ds. Alts, veranstalten Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. können. Und Märkte. L i m b u r g a. d. L a h u , lö. Juli. Frachtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,10 Mk., weißer Weizen 00,00 Alk., Korn 13,85 Alk., Gerste 11,20 Alk., Hafer 7.64-0.00 Alk., Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln, neue, 16,50 Alk. ko. Frankfurt a. Ai., 16. Juli. (Teiegc. Orig.-Berichl des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkl- preise. Zum Verkaufe standen: 47 Ochsen, 00 aus Oesterreich 10 Bullen, 0 aus Oesterreich, 93 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 1249 Kälber, 134 Schafe und Hümmel, 1632 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, U Schallämmer. Bezahlt wurden für 300 Pfund Schlachtgeivlchl: Ochsen: 1 Qualität 76—79 Mk., 0. Qualität 70-74 Alk-, 3. Qualität 58-62 Mk.; Bullen: 1. Qual. 65—67, 2. Qual. 60—62; Kühe 1. Qualität 70—73 Mk., 2. Qual. 61—63 Alk., 3. Qual. 44—46 Mk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 93 bis 95 Psg., Lebendgewicht 55—56 Psg., 2. Qualität 85—95 Psg., Lebendgewicht 50-54 Psg., Schlachtge'w- 72—76 Psg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 82 bis 00 Psg., 2. Qiial. 74—76 Psg. Schweine: 1. Qual. 64—00 Pf., Lebendgewicht 50,5—00 Pf., 2. Qual. 62—63 Pf., Lebendgewicht 49 — 50 Pfg., 3. Qual. 53—56 Pfg., Lebendgeivicht 00—ÖO Psg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend; bei S ch iv e i n c n gedrückt, Ueberstand bedeutend. das ist die das Kleine Tagcschronik. Die Erbpächcerssrau Kruse in Hohen-Zwicheln bei Lübeck tötete in einem Wahusinnsanfallc ihren Mann und sich selbst durch Beilhiebe. Beim B a d e n in einer mit Master gefüllten Lehmgrube ertraiik bei Solpke (Altmark) der Sohn des Grimdbesitzers Siegmund. Von einem Knaben, der den Vorgang bemerkte, ivurde der Vater schnell gerufen. Bei dem Versuche, seinen Cohn zu retten, e r t r a n k auch dieser. Tie Leichen sind geborgen. Schwere Unwetter haben neuerdings in Schwaben, Niederbayern und Oberfranken gchaust und groß.ii Schaden angcridjict. In Niederbayern wurden im Dorfe Z e i l öwie in zahlreichen anderen Ortschaften viele Häuser und Kirchen vom Sturme abgedeckr, Scheunen wegrasiert, Friedhöfe verwüstet, Feld- und Obst-Kulturen vernichtet. Mehrere Personen wurden vom Blitz erschlagen. In Neueilbrand schlug der Blitz in die Standuhr eines Bauernhauses, während dos daneben in der Wiege liegende Kind völlig verschont blieb. Jn Nordtyrol ist ein heftiger Wettersturz eingetreten. Aus den Bergen liegt bis zu 2000 Ateter ab dichter Neus ch n e e. Auf den zwischen Abas Tlimair und Borshom im Kaukasus verkehrenden O in n i b u § ivurde ein Raubanfall verübt. Zwei Passagiere wurden g e t ö t e t, e i n c r wurde verwundet. Die Räuber entkamen. Mrchliche Nachrichten. Zsraeiltische Religionsgememöe. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag den 18. Juli 1908: Vorabend 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Schristerklärung. Sabbatausgang 9.25 Uhr. Israelitische Religlonsgesellschast. Gottesdienst. Sabbatfeier am 18. Juli 1908: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 9.25 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr. Der Culenburg-prozetz in der Lhantee. Hb. Berlin, 15. Juli. In der Strafiache wider den Fürsten Eulenburg trafen heute »die Prozeß-Beteiligten, die Geschworenen, der Staatsanwalt, Ver- I leidiger, Gerichtsschreiber re. im Kvnferenzsaale der Charite zu iner Sitzung ein. Als Zeugen waren erschienen: Oberhof- narschall Graf August zu Eulenburg, Generalleutnant Graf Kuno l ixen Moltke, der Hausarzt des Angeklagten Medizinalrat Tr. Genn- Irid), ferner Tr. Magnus Hirschfeld-Charlottenburg sowie Emst lob Riedel. Als medizinische Sachverständige fungierten Modi- inalrat Dr. Kraus, Oberarzt Tr. Stetiger und Gerichtsarzt Dr. Doffmann. Die Aerzte bekundeten einstimmig, daß sich das Sicher des Angeklagten vermindert habe. Dagegen ei das rechte Bein weiter geschwollen, es sei etwa neun Zentimeter stärker als das linke. Tie Aerzte legte dann eine Photographie des linken Beines vor und bemerkten, daß der An- ezfiagte heute nicht verhan dlung s f ä h i g und auch nid)t transportfähig fei. Dagegen sei alle Aussicht nrrhanden, daß morgen die Verhandlung im Konferenzsaale der «5haritä stattfinden könne. Der Gerichtshof beschloß darauf, die Verhandlung bis morgen zu vertagen und alsdann den Versuch zu ir.ad)en, die Verhandlung im Kvnferenzsaale der Eharitä fortzu- :: i'ktzen. Inzwischen soll die Genehmigung des Kultusministeriums eiw- s,eholt roerben, damit der Kranke in den Sitzungssaal üp.u bauerndem Aufenthalt gebracht werde, so daß der I' Sitzungssaal als Krankenzimmer benutzt würde und darin dann br.e nächsten Tage verhandelt werden könnte, ohne daß ein Transport des Fürsten stattzusinden brauche. Der Direktor der Charitö, Generalarzt Scheibe, hat die Genehmigung dazu bereits erteilt. I* ericht dem Angeklagten angedeihen läßt, scheint weniger von IfrJriiuben d.r Hunmnitul, yls von dem Bestreben geleitet zu iver- b-en, die Beendigung des Prozesses um jeden Preis zu ermöglichen. Wad) § 228 der Strafprozeßordnung muß eine Hauptver- h'andlung, bjc durch Berhandlungsunfälfigteit des Angeklagten un- li_cbrochen ist, spätestens am vierten Tage nach der Unterbrechung luieber aufgenommen werden. Andernfalls muß, da sonst das organische Ganze des Verfahrens leiden würde, nach endgültiger Wiederherstellung des Angeklagten das Verfahren von neuem be- g innen. Seine Fortsetzung in Abwesenheit des Angeklagten ist iiad) § 230 der Strafprozeßordnung nur in solchen Fällen statthaft, wo seine Vernehmung bereits erfolgt war und das Gericht feine fernere Anwesenheit nicht für notwendig erachtet. Aus- dmicklich ausgenommen hiervon sind Angeklagte, die sich in Hast fafinben, sowie ganz allgemein alle Angeklagten, deren Aus- 6 [eiben durch eine plötzlich cingetretene, dem Gericht vrdnungs- g rmäß mitgeteilte, und durch das Attest eines beamteten Arztes biiroiefcne Krankheit bedingt ist Dies trifft im Falle Eulenburg zEine W eitersührung des Prozesses ist deshalb in Abwesenheit t'is Angeklagten ausgeschilossen. Sie ist aber überhaupt unmög- li h, wenn der Fürst nicht bis Freitag wieder oerhandlungsfähig itft. Nach dein obigen Berichte unb seiner heutigen telegraphischen Ergänzung scheint es ja allerdings, daß Fürst Eulenburg schon faule imstande ist, einer, wenn auch nur ganz kurzen Verhandlung in der Charite beizuwohnen. In engem Zusammenhang mit dem schlechten Gesundheits- zu.stuii.de des Fürsten steht die Frage der Strafvollstreckung gegen Jdranfe. Es ist nach den obigen Meldungen kaum anzunehmen, faß Fürst Eulenburg seine Gesundheit je in dem Maße wieder- ralangt, um, wenn et in der jetzigen oder künftigen Hauptverhand- limg zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wird, nach Erledigung b tr voraussichtlichen Formalitäten vor dem Reichsgericht seine Strafe antreten zu können. Sein Gesundheitszustand wird auf lange hinaus, vielleicht auf immer, berartig sein, daß auf Grund t cs § 487 der Strafprozeßordnung Strafauffchub bewilligt wer- b-tn muß. Bestimmt doch dieser Paragraph, daß eine Freiheitsstrafe achzuschieben ist, wenn u. a. „von ihrer Vollstreckung eine nahe Lebensgefahr für den Verurteilten zu besorgen steht, ober wenn [ich der Verurteilte in einem körperlichen Zustande befindet, bei welchem eine sofortige Vollstreckung mit der Einrichtung der Strafanstalt unverträglich ist." Zum mindesten trifft d.e letzte Bestimmung bei Eulenburg zu. Gefängnisse und Zuchthäuser können chm nicht die Lebensbänngungen bieten, die fein Gesundheilszu- Tanb verlangt. Seine Einlieferung in die Strafanstalt wäre irvhl gleichbedeutend mit feinem Tode. Ein Todesurteil aber ü im Strafgesetzbuch für Meineidsverbrechen bekanntlich nicht vorgesehen. Es würde sich also darum handeln, den Fürsten, wenn er verurteilt ist, weiter so lange unter Bewachung zu halten, bis ; et imstande ist, seine Freiheitsstrafe anzutreten. Denn daß diese Strafe durck) einen Gnade na tt in eine Geldstrafe umgewandelt mud demzufolge die Freiheitsstrafe als verbüßt eradjtet wird, darf irohl als ausgeschlossen gelten. handel. — Vom Kupfer markt. Für Kupferbleche hat der Deutsche Küpferolechverband in den letzten Wvchen keine weitere Ermäßigung mehr ein treten taffen. Der Preis für Kupferblech stellte sich am 1. Juli auf 140.— Mark pro Doppelzentner unb gegenwärtig beträgt er 138.— Mark. Auch beim Zimpfer blech- verband spielt die Rücksicht auf die outfiber eine größere Rolle. Ohne diese Rücksicht würde, er sich auf ca. 160.— Mark stellen. Tabei können keine größere Rabatte mehr gewährt werden und auch bei Abschlüssen für große Quantitäten werden bedeutende Untergebote vom Verband abgelehnt. [Vtib noch nicht sestgestellt. — Ter älteste Bewohner Hessen- t a s s a u § , der Landwirt Johannes Völker in Nieder - Joffa, sl im 102. Lebensjahre verstoroen. werben. Das Podium iüllten ca. 1800 Sänger unb ein aus 120 Künstlern zusammengesetztes Orchester. Eine arrdächtige, die Fest- Halle bis auf den letzten Platz füllende Menge lauschte den schönen Vorträgen der gewaltigen Sangerschar und belohnte sie mit brausendem Beifall. Besonderen Anklang fanden die fünf altniederländischen Volkslieder, von denen da? Tankgebet auf stürmstchcö Vcrlcmgcn wiederholt werden mußte, und der Schlußchor .Friedrich Rotbart" von Emanuel Geibel. Als Solist wirkte mit Herr Adolf Müller (Bariton); den Orgelpart führte Fräulein Marianne Hart- mann aus. Professor Maximilian Fleisch dirigierte. Tie heutige Probe läßt eine glänzende Aufführung erwarten. — Gleichzeitig mit der Hauptprobe in der Festhalte fanden auf dem Festplatze wieder turnerische Vorführungen statt unb mehrere Musikkapellen konzertierten. Zu Ehren ber mit den amerikanischen Turnern zum Turnfest nach Frankfiirt herübergekommenen 9( m e r i t o r i e g e veranstaltete bie Frankfurter Turngeineinbe einen Kommers. Außer fünf Mitgliedern der Arnerikarlege waren noch fünf andere amerikanische Turner am Nachmittag m Frankfurt eingetroffen. Auf die Begrützilngsansprache des Vorsitzenden der Turngemeinde Hern: Fcy folgte ein von Adolf Stoltze gedichteter Prolog. Tarauf ergriff Generalkonsul Günther das Wort und hob die hervorragenden Verdienste der deutschen Turnerschaft in den Vereinigten Staaten zur Erhaltung des Teutschtums hervor. Seine Rede klang in ein Gutheil auf den Kaiser und den Präsideiilen Roosevelt aus. All- gemeine unb Ehorgesangsvorträge wechselten mit turnerischen Vor- nihrungen ab. Nach Liedervorlrägen von Fräulein Brach von ber hiesigen Oper dankte Herr Charles Flach aus Jersey City für den herzlichen Empfang und übermittelte die Grüße der in Amerika zurückgebliebenen deutschen Turner. Er überbrachle als Geschenk ein Banner in den amerikanischen Farben, während die Turnge- meinde den amerikanischen Freuiiden ein Erinnerilngsdiplom überreichte. Heute vormittag wurde in der an den Festplah anstoßenden Varrentrapp-Schule eme sehenswerte Ausstellung eröffnet, welche geschichtliche Erinnerungen, Bilder, Schriften. Akodelle und technische Hilfsmittel zur Sumerer enthält und unentgeltlich geöffnet ist. Der Gau Hessen beteiligt sich beim Deutschen Turnfest m Frankfurt a. M. am Turnen nut einer Gauriege von 300 Turnern, die Stabübungen ausführen, ferner mit 16 Musterriegen. An den allgemeinen Freiübungen beteiligen sich oom Gau 254, an den Kreis-Freiübungen ebensoviel und an den Keulenübungen (Sonder- vorsührung des IX. Kreises) 150. Folgende Vereine stellen Musterriegen : Butzbach Barren, Gießen T.-V. Pferd, Gießen M.- T.-V. Reck, Äroßeiilinden Barren, Grünberg Seitenp'erd mit Barren, Marburg T.-Geni. Hantelübungen, 9)1 nrbürg T.-V. Pferd, Marburg Ak. T.-V. Barren, Schollen Barren, Niederweisel Reck, Ober>Mörleu Pferd, Schlitz Barren, Wetzlar Pferd und Langgöns Barren. Am Eiuzelweltinneii sind folgende Vereine beteiligt: a. Sechskampf: Gießen T.-V., (Sieben M.-T.-V., Wetzlar unb Marburg T.-V. b. Fünfkampf: Gießen M.-T.-V., Wetzlar, 9)lnrburg, Kirchhain, Schollen, Alsfeld und Friedberg. 9lls Kampsrichler finb tätig Gaulunnvart W. W i l l-G i eße n und Prof. W o r rn s e r°Butzbach. Dermif<^tes» ♦ Berlin, 11. Juli. Es werden gegenwärtig in den Ministerien Beratungen über die gegen die Homo sexuellen zu treffenden Maßnahmen gepflogen. E' ist ein strenges Vorgehen beabsichtigt, um den widerlichen Vorkommnissen ein schnelles und radikales Ende zu machen. So dürfte auch die Veranstaltung der Männerbälle in einem Lokal der Dresdner Straße nicht mehr die Genehmigung finden. * B o m A u t o m o b i l. Bei Chalon-sur-Saone stürzte ein Automobil, welches einem Kaufmann aus St. Etienne gehörte und in dem sich 5 Personen befanden, in einen Graben. Tie Insassen wurden hcrausgeschlcudert und erlitten sämtlich schwere Verletzungen. — Bei einer Auto - m o b i l w e t t f a h r t O st c n d c - B r ü s s e l und zurück tr; f der Mercedes-Wagen, geführt von Jochems, als zweiter Sieger in Ostende ein, nachdem er die 432 Kilometer lange 16t W*' 4 ^t06en.o;nk ^ni tir ,n 1. von ; w°tbei! ' lein fei uSSi ««! ei«'"(5 ft ■ 1000 £ec -|Qnt' c b-rzerlchk, sl? Sabre ,-,j fll feine £ m'n' ©offentlirt) in 1 Stage, «-er» VI* --dich,.' Jbe5' bl1 Stbbten. unb «ei, V01 °°" 6rbbeem. Qbcr durch einen Um. Sechen nämlich Qtn wird aber vei. (ann das Forsl. ^vieren nicht duldk' m Walde. Wer dm eeren^unb das ®e[« ?tl*e stelle cinnimmt, leeren I M dem im Ä Sprudel (gen. Bm- ^Iraße, abMi- rg. gebaut. Ture (flogenen Unterha^ Straße führt, hat ffc das sehr viel Kahlem rsandt, mich toerber tt die Aktionäre ju m sie nur Wufyaben spring Ms Ü fat ihren Siß ii migung des hiesigen imts Büdingen aus che Gebäude hink:: mir mit Genehm., nd auch die unirei! „Klosterquelle" sink nde der Umgebun: gelaust, der Prci: seitgesetzt. Sehr p ndern für die gany voranginge. Di iem von Laub- uni e würde viellcus: esung bringen. Mi täten Crtenberg^ur: :g würde der Fon Vorteil sein. Unwetter am Som- ichtete, wurde dec c: Straße stehende Lau-- sichtbare Linde, buri spalten. rßfürst Wladimu nach Darmstadt un! - einen mehrstündig", lenen Generalleutnant elm folgendes Tele- ien bei dem (yr war em bravkl, ?"jn;ier und ein 's Made Ihne" .tverotdneten g" eeljalfS“1)01’ n nnb Ain »on »fa ioin« h»h-^ niicher ®’"' Landesrat ■ jetzt außer W’ L 979 Hänfer U töte l,evle" « eem » « 14. „ = + 11,1 0 C. Zwei Grubenunsalle. Am 15-Juli nachm. ereignete sich, wie unS ein gestern abend eingetroffenes und alsbald zum Aushang gebrachtes Telegramm meldete, auf der 7. Sohle der Zeche Carolus Rtagnus in Bergeborbeck bei Essen eine schwere Dynamit-Exp losion. Nach neueren Feststellungen wurden gestern bis 81/* Uhr abends 8 Tote und 8 zum Teil Schwerverletzte geborgen. 3 Mann befinden sich noch in dec Grube. Man vermutet, daß sie tot sind. Die Explosion cr- olgte aus noch unaufgeklärter Ursache und richtete furchtbare Zerstörungen an, sodaß man erst nach 4'/,stündiger ununterbrochener Arbeit einigermaßen einen Ueberblick gewinnen konnte. Die Verletzten sind geborgen. Die 7. Sohle ist vollständig zerstört. Es wird also als unbestimmt gelten muffen, wann die drei Leichen geborgen werden können. In der von der Susquehanna-Kohlengesellschaft betriebenen Kohlengrube zu Williamstown (Pennsylvanien) wurden durch eine Gasexplosion zwölf Menschen getötet und acht zum Teil lebensgefährlich verbrannt. * Abermals ein Ebenbürtigkeitsstreit. Im Jahre 1888 vermählte sich Fürst Gustav au Bentheim-Tecklenburg mit Thekla von Rothenberg, geboren in Fürstenau 1862, einer Tochter des 1867 verstorbenen Grafen Adalvert zu Erbach-Fürstenau ans feiner 1859 geschlossenen mor- gaiiatisckpm Ehe mit Charlotte Wiltenbücher, Tochter eines Gräflich Erbachschen Kammerrais, bi: vom Großherzog Ludwig III. von Hessen den Namen von Rothenberg erhalten hatte. Fräulein Thekla von Iiothenbcrg wurde unbeanstandet Fürstin izn Bentheim- Tecklenburg, da die Agnaten des Bentheim-Tecklenburgschen Hauses leine Einwendungen erhoben. Die Agnaten der jüngeren Linie von Bentheim und Steinsurt dagegen gaben feine Erklärung ab. Infolgedessen war die iWuttcr des Fürsten Gustav, die Prinzeß Adolf zu Bentheim-Tecklenburg beunruhigt und äußerte im April 1888: „Ob die Linie Bentheinr-Steinsurt nickst später noch die Ehe Gustavs als eine uncbenbürligc und die etwaige Deszendenz als nicht sukzessionssähig anscchten wird, kann niemand wissen." Nun ist dies geschehen nach 20 Jahren. Der Chef der jüngeren Bentheimschen Linie, Fürst Alexis zu Bentheim und Steinfurt, hat kürzlich beim Landgericht Münster t W. wider den Erbprinzen Adolf, Sohn des Fürsten Gustav und der Thekla von Rothenberg, Klage erhoben und beantragt, den Erbprinzen, da er aus einer unebcnbüriigcn Ehe stamme, von der Sukzession in das Bent- Hcim-Tecklenburgische Fideikömmiß auszuschließen. Außer dem Erbprinzen ist nur twch ein Agnat in Bentheim-Tecklenburg vorhanden, ein Bruder des Fürsten Gustav, Prinz fbaxl, dessen Ehe kinderlos ist, so daß nach dem Tode des Fürsten Gustav, wenn der Klage ftattgegeben, das F-idKkommiß Betttlstim-Tccttenburg an Bentheim u. Steinsurt fällt. Am Diettstag stand in der e-adje Termin am Landgericht an. Das Gericht wies nach kurzer Beratung die Klage ab mit folgernder modernen Geist atmenden Begründung: Tic Mitglieder des hohen Wels sind berechtigt, nach ihrer Wahl ebenbürtige Ehen mit Damen des hohen und niederen Adels einzugehen, sobald die Agnaten des Hauses, nicht des Ge- samtl-auses. Damit einverstanden sind. Gotha, 15. Juli. Tie Strafkammer verurteilte den Landwirt Seeber, der dadurch, daß fein Fuhrwerk nicht beleuchtet war, den Zusammenstoß mit einem Automobil und den Tod des Chauffeurs verursacht hatte, zu zwei Äionalen Gefängnis. Würzburg, 15. Juli. Das Schwurgericht verurteilte nach zweitägiger Verhandlung die Bankiers Karl Lippert und Eduard Stein wegen betrügenfchen und einfachen Bankerolts, sowie wegen Unterschlagung von Depots in Höhe voii 36 000 Alk. unter Annahme mildernder Umstände zu 3, bezw. 27, Jahren Gefängnis. Könitz, 15. Juli. Tie Strafkammer verhandelte gegen den Oberinspektor Josef Schubert aus Jesno und fünf junge Gutsarbeiter wegen Vergehens gegen den §17 5. Schubert wurde zu einem Jahre Gefängnis, zwei Arbeiter zu einem Verweise, die üb- rigen drei zu je einem Tage Gefängnis verurteilt. Juli 1908 Barometer aut 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 15. 2” 747,8 19,0 9.0 55 W 4 Sonnenschein 15. 9“ 749,1 14,3 9,6 79 NW 2 Bew. Himmel 16. 7« 750,4 13,2 9,9 88 SSW 2 Bew. „ Höchst Temp eratur am 1 l. bis 15. Jul — -t 19,3 ° C. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag den 17. Juli: Vorübergehend etwas Regen. Tann Aufheiterung. Temperatur steigend, südliche Wiude. Mriginal-Drahtmeldungen. Mailand, 16. Juli. Graf Aschio null die Versuche mit seinem lenkbaren £uf tf d) if f . Italia" aufnehmen. Die 2lpparate haben vollständige Abänderungen erfahren. Die neuen Motore sind bedeutend leichter als die früheren. Die Schraube befindet sich tm Zentrum. Sie wird 600 Umdrehungen in der Minute haben. Catania, 16. Juli. Der Aetna ist in voller Tätigkeit. Ein starker Aschenregen gehr nieder und verdunkelt die Sonne. Starke Erdstöße, begleitet von unterirdischem Getöse, haben die Einwohner in Furcht gesetzt. Petersburg, 16. Juli. Eine englische Note über die Organisation einer fliegenden Kolonne in Mazedonien ist dem russischen Botschafter in Äonfton- tiuopel mit der Instruktion vom Ministerium des Aeußern übermittelt worden, den englischen Vorschlag bei der Pforte nur in dem Falle zu unterstützen, daß auch a l l e ü b r i g e n Mächte ihre Zustimmung zu der Lrganisanon einer Abteilung von 12000 Mann türkischer Truppen zum Kamps gegen die Banden unter dem Oberbefehl Hilmi Paschas geben. In hiesigen diplomatischen Kreisen glaubt man, daß der englische Vorschlag kaum irgendwelche Einwände der Türkei Hervorrufen wird, da die Souveränitätsrechte des Sultans durch ihn nicht verletzt werden. Tanger, 15. Juli. Tie Anhänger Mulen Hafids haben bei Mtugur eine Niederlage erlitten Sie hatten angeblich 100 Tote und 200 Verwundete. Verstör- Emser Wasser > c J-Kränchen ,‘2 kungen sind abgegangen. Die Nachricht vom Nahen des Sultans Abdul Asrs ruft in jener Gegend Aroße Beunruhi, gung hervor. — Aus Casablanca kommt die Meldung, daß Abdul Asis an der Spitze seiner Truppen aus Rabat nach Tetuan aufgebrochen ist. Der Harem de-5 Sultans ist in Casablanca. — Nach einer Meldung aus M a r a k e s ch haben sich dort die beiden feindlichen Paschas versöhnt. In der Stadt herrscht festliche Stimmung. Newyork, 16. Juli. Starke Gewitter sind niedergegangen: seit 5 Monaten zum ersten Male wieder Regen. Die Gewitter haben großen Schaden angcrichtet. Auch tour» den mehrere Personen durch Blitzschlag getötet. Auf Teilzahlung kauft man reell, gut und billig bei J. JTTMANN, Giessen, Piockstrasse 14-16. Einmachzucker g»» [D‘7, Unerreicht in Güte und Wohlgeschmack sind _ * , n. .fV>. 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GroS. gewährt. Bensheim, am 10. Juli 1908. Gr. Bürgermeisterei BenSheim. Dr. Fre nay. Bieter stattstndet. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 15. Juli 1908. Großh. zrulturinspettion Gießen. I. V.: H. S l e i n b n ch. Photographie Photographische Apparate Platten Entwickler Fixeren Tonbäder Vergebung von Bauarbeiten. Die bei Herstellung eines erhöhten Podiums in der alten Aula des -luditoricngc-ändcs der Landcs- universitat vorkonimenden Zimmer- und Schreiner- arbcitcn werden hiermit unter Zugrundelegung des MmtsterialerlasseS vom 16. Ium 1893 öffentlich ausgeschrieben. Angebotsunterlagen können auf unserem Amt, Stephan- straße Nr. 18, eingeschen, Angebotsfocmulare dorther bezogen werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis Dienstag den 28. Juli 1908, nachmittags 5 Uhr, bei uns auf Großh. Bürgermeisterei Lollar zur Einsicht offen. Tie Angebote haben in Prozenten des Voranschlages zu erfolgen und sind verschloßen, postfrei und mit entsprechender 9hif- schrift versehen bei Großh. Bürgermeisterei Lollar em- zureichen, woselbst deren Eröffnung Mittwoch den 22. ds. MtS., vormittag» 9 Uhr, in Gegenwart erschienener Photographische Chemikalien Adler-Drogerie, Seltersweg 39. _____I B», Donnerstag, d. 30. 3eli 1908, XI, Deutsches Turnfest Frankfurt a. L Empfehle allen meinen Jreunden. Bekannten und Gönnern während ihres Aufenthaltes in Frankfurt a. M. mein reichafiortienes Lager in Cigarren, Cigaretten und Tabak von nur allerersten Firmen des In» und Auslandes. -W» Cigarren-Haus „Hotel Kronprinz11 Karlstraßc 15, Ecke Niddastr. Direkt am Alb. Schuumnn Theater. 'Jiäcfntcr Nähe des Festplatzcö. 2 Minuten vom Hauptdahnhol. Lei Bedarf bitte mich gütigst berücksichtigen zu wollen, prompte und reelle Bedienung zugesichert. Hochachtungsvoll 4355 Moritz Fleuss, früher Tbeatermeistcr im Kolosieurn Giehen. Allgemeine Gastwirteversammlung Freitag den 17. Juli d. I. nachm 4'/, Uhr tm Saale b* Lenz'schen Felsenkellers em, in welcher entgültigec Beschluß herbeigefühtt werden soll in der Angelegenheit de§ Brauerei- Verbandes und den Wirten. Wir laden zu dieser Versammlung sämmtliche Wirte im Bezirk des BrauereioerbandeS ein und hoffen, tm Interesse unserer guten und gerechten Sache, auf allseitigen Besuch. Der Vorstand. AtthrWe lZcseWsts. NM-tl. Heilkiiude Naturwissenschaftliche Abteilung. flachste Sitzung: Samstag, 18. Juli 1908, abends 6% Uhr auf den» Gleiberg Vortrag des Herrn Profeffor Kaiser: Die geologische Entwickelung des Land- schastsbildeö der Umgebung von Gießen. Gäste, auch Damen willkommen. v*7, Arbeitsvergebung. T,e Maurer-, Pflasterer und Asvbaltarbcttcn für die NeubefesNgung des fühl. Bürgersteiges in der ^überttratze zwischen der Garten- und Gocthestrasic sollen Mittwoch, den 22. Juli d. Js. vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Tie Arbciröbeschreibungeit und Bedingungen liegen wahrend der Dienttstnndcn bei uns zur Einsicht öffen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis 3um vorgenannten .jcitvunkl verschlosien und mit entivxechender Aufschrift versehen an unö einzureichen. — ^uschtagsfrist 3 Wochen. B' /r Gießen, den 15. ^ult 190. Städtisches Tiesbauamt. Braubach. Verstärker 1* in «ei Postkarten- Carton Fiockstrasse 9 Telephon 606. Dr. Schäßer Bekanntmachung. Zum 1. Oktober 1908 ist dahier die Stelle eines Schutzmanns neu zu besetzen. Bewerber, welche den in der Bekanntmachung vom 25. Avril 1903, die Ausführung des Gesetzes über die Besoldungen der Gendarmen und die Polizeikosten bctr., enthaltenen Bestimntitngen entsprechen, werden ersucht, sich unter Vorlage der erforderlichen Nachweise biß spätestens 1. September 1908 bei unterfertigter Stelle zu melden. Tie Stelle ist den Militäcanwärtern vorbehalten. An Gehalt werden gewährt: während der Probezeit (ca. ein halbes Jahr) ein Tagegeld von 3,50 Mk., nach definitiver Anstellung 1300 Mk. AnfangSgehalt mit jährlichen Steigungen von 30 Mk, bis das 1800 Mk. betragende Endgehalt erreicht ist; außerdem 90 Mk. Teuerungszulage und 100 Mk. Kleider- geld pro Jahr. Letzteres wird auch während der Probezeit in Würfeln zu 10 1'1;.'. für 2 leih. Suppe. Xur mit M auser in kürzester Zeit zuzubereiten. In den verschiedensten Sorten stets frisch erhältlich bei ' Cia/7)Georg Wallenfels. Marktplatz 21. Telephon 46. Perm der Wickle von Wenhdö Umgegend Eingetragener Verein. Gemäß dem Beschluß der Versammlung vom 9. er. b«- Mühlenemrichtung. Die komplette Mahlcinrichtung der Riedmuhle bei Hungen (Lberliessen), bestehend in: Eisernem Wasserrad von 4,0 m Durchmesser, 1,2 m Breite, Walzenstuhl, Schrot- und Mahlgang mit allem Zubehör soll im Wege schriftlichen Angebots verkauft werden. Das Werk ist tn gutem Zustande und war bis vor einigen Tagen im Betriebe. Jntcreffenten können die Anlage in der Zeit vom 15. bis 25. dk. MtS. einsehen und an Ort und Stelle nähere Auskünfte erhalten. Gießen, den'14. Itili 1908. Neubanvcrwaltung der Provinz Oberhcffcn. Line allererste Fabrik für ervlononS-, feuer- und blitz- sichere Anlagen zur Lagerung feuergefährticher Flüssigkeiten sucht Vertreter für den Betrieb ihrer Anlagen und Atwarate. Herren, welche bei automobilmbrifcn- und Besitzern. Caragen, Gunmn-, Voa- und Farbenfabriken, Färbereien, Saidicreicn. Druckereien und anderen Berrzinverbrauchern gut eingestidrt sind, bietet sich Ge legeuheii höchst lohnender Arbeit. Reflektiert wird nur aas en re Kräne, welche durch gewandtes u. zietbewutzteS Äufirrtcn geeignet sind, die gestellten Aufgaben zu erfüllen. Äuöfiibrlittc eiferten neb-t Referenzen unter V 3955 W an Haalenstein A Bögler to. Hannover erbeten. ihr** r Neue Kartoffeln ver Ztr. 5 Mark empfiehlt I. Weiset. Sonnenflr. 6 415ö) Telephon 235. Lttgebirng von Morntanrhciten. Für die Fcfdbcrcinigung Dollar sollen nachstehende Arbeiten auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden: Einladung. Die unteracidmctcn Pfarrer der vier evangelischen Kirckge- meinben beehren sich, die Araucn ihrer Gemeinden zu einer Versammlung zwecks Grünvnng eines Gemcindefrauenvereuis aus Mittwoch, den 22. 3iili, uachm. 5 Uhr in den Konfirmanden- sal der Zohanneslirche emzuladen. Den einleitenden Vortrag wird J-rau Pfarrer strack aus Birkenau hatten. iO"'/, l>. Schlosser. Schwabe. Becbtolslreimer. Ausseld. veranschlagt zu • V frische Tomaten Pfd. 30 Neue fr. Pfirsiche „ 55 Li. Steinhäuser 4186 Kartoffeln feinste neue Italiener 3 Pfund 20 Pfg. 50 Pfund 8 Mk. 100 Pfund 5.75 Mk. mit Sack Citronen frische Messina <»•/, her Dutzend 60 Pfennig und 70 Pfennig Apfelsinen per Stück 10 Pfg. 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